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Bundesgesetz
betreffend die Ergänzung
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht)

Art. 335f186

3. Kon­sul­ta­ti­on
der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung

 

1 Be­ab­sich­tigt der Ar­beit­ge­ber, ei­ne Mas­sen­ent­las­sung vor­zu­neh­men, so hat er die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung oder, falls es kei­ne sol­che gibt, die Ar­beit­neh­mer zu kon­sul­tie­ren.

2 Er gibt ih­nen zu­min­dest die Mög­lich­keit, Vor­schlä­ge zu un­ter­brei­ten, wie die Kün­di­gun­gen ver­mie­den oder de­ren Zahl be­schränkt so­wie ih­re Fol­gen ge­mil­dert wer­den kön­nen.

3 Er muss der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung oder, falls es kei­ne sol­che gibt, den Ar­beit­neh­mern al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te er­tei­len und ih­nen auf je­den Fall schrift­lich mit­tei­len:

a.
die Grün­de der Mas­sen­ent­las­sung;
b.
die Zahl der Ar­beit­neh­mer, de­nen ge­kün­digt wer­den soll;
c.
die Zahl der in der Re­gel be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer;
d.
den Zeit­raum, in dem die Kün­di­gun­gen aus­ge­spro­chen wer­den sol­len.

4 Er stellt dem kan­to­na­len Ar­beitsamt ei­ne Ko­pie der Mit­tei­lung nach Ab­satz 3 zu.

186Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Dez. 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994 (AS 1994 804; BBl 1993 I 805).