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Bundesgesetz
betreffend die Ergänzung
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht)

Art. 336a196

b. Sank­tio­nen

 

1 Die Par­tei, die das Ar­beits­ver­hält­nis miss­bräuch­lich kün­digt, hat der an­de­ren Par­tei ei­ne Ent­schä­di­gung aus­zu­rich­ten.

2 Die Ent­schä­di­gung wird vom Rich­ter un­ter Wür­di­gung al­ler Um­stän­de fest­ge­setzt, darf aber den Be­trag nicht über­stei­gen, der dem Lohn des Ar­beit­neh­mers für sechs Mo­na­te ent­spricht. Scha­den­er­satz­an­sprü­che aus ei­nem an­de­ren Rechts­ti­tel sind vor­be­hal­ten.

3 Ist die Kün­di­gung nach Ar­ti­kel 336 Ab­satz 2 Buch­sta­be c miss­bräuch­lich, so darf die Ent­schä­di­gung nicht mehr als den Lohn des Ar­beit­neh­mers für zwei Mo­na­te be­tra­gen.197

196Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 1988, in Kraft seit 1. Jan. 1989 (AS 1988 1472; BBl 1984 II 551).

197Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Dez. 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994 (AS 1994 804; BBl 1993 I 805).