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Bundesgesetz
betreffend die Ergänzung
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht)

Art. 496

2. So­lid­ar­bürg­schaft

 

1 Wer sich als Bür­ge un­ter Bei­fü­gung des Wor­tes «so­li­da­risch» oder mit an­dern gleich­be­deu­ten­den Aus­drücken ver­pflich­tet, kann vor dem Haupt­schuld­ner und vor der Ver­wer­tung der Grund­p­fän­der be­langt wer­den, so­fern der Haupt­schuld­ner mit sei­ner Leis­tung im Rück­stand und er­folg­los ge­mahnt wor­den oder sei­ne Zah­lungs­un­fä­hig­keit of­fen­kun­dig ist.

2 Vor der Ver­wer­tung der Faust­pfand- und For­de­rungs­pfand­rech­te kann er nur be­langt wer­den, so­weit die­se nach dem Er­mes­sen des Rich­ters vor­aus­sicht­lich kei­ne De­ckung bie­ten, oder wenn dies so ver­ein­bart wor­den oder der Haupt­schuld­ner in Kon­kurs ge­ra­ten ist oder Nach­lass­stun­dung er­hal­ten hat.