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Bundesgesetz
über die eingetragene Partnerschaft
gleichgeschlechtlicher Paare
(Partnerschaftsgesetz, PartG)

Art. 15 Vertretung der Gemeinschaft

1 Je­de Part­ne­rin und je­der Part­ner ver­tritt wäh­rend des Zu­sam­men­le­bens die Ge­mein­schaft für de­ren lau­fen­de Be­dürf­nis­se.

2 Für die üb­ri­gen Be­dürf­nis­se der Ge­mein­schaft kann ei­ne Part­ne­rin oder ein Part­ner die­se nur ver­tre­ten, wenn:

a.
die Er­mäch­ti­gung der an­dern Per­son oder des Ge­richts vor­liegt; oder
b.
das In­ter­es­se der Ge­mein­schaft kei­nen Auf­schub des Ge­schäfts dul­det und die an­de­re Per­son we­gen Krank­heit, Ab­we­sen­heit oder aus ähn­li­chen Grün­den nicht zu­stim­men kann.

3 Je­de Part­ne­rin und je­der Part­ner ver­pflich­tet sich per­sön­lich und, so­weit die Hand­lun­gen nicht für Drit­te er­kenn­bar über die Ver­tre­tungs­be­fug­nis hin­aus­ge­hen, so­li­da­risch auch die an­de­re Per­son.

4 Wird die Be­fug­nis zur Ver­tre­tung der Ge­mein­schaft über­schrit­ten oder er­weist sich ei­ne Part­ne­rin oder ein Part­ner als un­fä­hig, die Ver­tre­tung aus­zuü­ben, so kann das Ge­richt die Ver­tre­tungs­be­fug­nis auf An­trag ganz oder teil­wei­se ent­zie­hen. Gut­gläu­bi­gen Drit­ten ge­gen­über ist der Ent­zug nur wirk­sam, wenn er auf An­ord­nung des Ge­richts ver­öf­fent­licht wor­den ist.