Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern

vom 19. Oktober 1977 (Stand am 20. Juni 2017)


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Art. 3 Kantonales Recht

1Die Kan­to­ne sind be­fugt, zum Schutz von Min­der­jäh­ri­gen, die aus­ser­halb des El­tern­hau­ses auf­wach­sen, Be­stim­mun­gen zu er­las­sen, die über die­se Ver­ord­nung hin­aus­ge­hen.

2Den Kan­to­nen ist es vor­be­hal­ten, das Pfle­ge­kin­der­we­sen zu för­dern, ins­be­son­de­re:

a.1
Mass­nah­men zu tref­fen zur Aus­bil­dung, Wei­ter­bil­dung und Be­ra­tung von Pfle­ge­el­tern und Fach­per­so­nen so­wie zur Ver­mitt­lung gu­ter Pfle­ge­plät­ze in Fa­mi­li­en und Hei­men;
b.
Mus­ter für Pfle­ge­ver­trä­ge und For­mu­la­re für Ge­su­che und Mel­dun­gen zu er­stel­len, Richt­li­ni­en für die Fest­set­zung von Pfle­ge­gel­dern zu er­las­sen und Merk­blät­ter über die Rech­te und Pflich­ten von El­tern und Pfle­ge­el­tern her­aus­zu­ge­ben.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 10. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 5801).

Court decisions

116 II 238 () from Aug. 27, 1990
Regeste: Art. 316 ZGB: Pflegekinderaufsicht. Gegen die in Ausübung der Pflegekinderaufsicht ergehenden Verfügungen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde grundsätzlich zulässig (E. 1a und b). Tragweite der den Kantonen in der bundesrätlichen Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern (SR 211.222.338) eingeräumten Rechtsetzungsbefugnis (E. 2).

141 III 401 (5A_634/2014) from Sept. 3, 2015
Regeste: Art. 276 ZGB, Kindesunterhalt; Art. 3 Abs. 2 lit. b PAVO, kantonale Richtlinien für die Festsetzung von Pflegegeldern. Kosten für Kindesschutzmassnahmen einschliesslich Pflegeplatzkosten gehören zum Kindesunterhalt. Die in Anwendung von Art. 3 Abs. 2 lit. b PAVO erlassenen kantonalen Pflegegeld-Richtlinien sind als Verwaltungsverordnungen zu qualifizieren. Eine Abweichung von den Richtlinien bedarf einer Begründung (E. 4-4.2.3).

142 V 407 (9C_44/2016) from July 7, 2016
Regeste: Art. 10 Abs. 2 lit. a und b ELG; Art. 25a Abs. 1 ELV; Art. 3 Abs. 1, Art. 4 ff., 8, 12 und 13 PAVO; § 4 Abs. 3 des Gesetzes des Kantons Thurgau vom 25. April 2007 über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV; § 5b Abs. 1 Ziff. 5 und § 6 Abs. 1 der Verordnung des Regierungsrates des Kantons Thurgau vom 11. Dezember 2007 zum Gesetz über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV; § 6a, 6b Abs. 1 und § 6c Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Thurgau vom 29. März 1984 über die öffentliche Sozialhilfe; Definition des Heimes. Für die in Frage stehende Zeitspanne ist die Pflegefamilie, welche die minderjährige EL-Bezügerin betreut, nicht als Heim bzw. heimähnliche Institution im Sinne der bundes- und kantonalrechtlichen Regelungen zu qualifizieren. Es gelangt daher eine niedrigere Tagestaxe zur Anwendung (E. 3-5). Die Mehrkosten, die durch die fachliche Betreuung der Pflegeeltern durch die beauftragte Familienplatzierungsorganisation entstehen, stellen keine anerkannten Ausgaben in Form von persönlichen Auslagen des Pflegekindes dar (E. 6).

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