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Raumplanungsverordnung
(RPV)

Art. 52a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
2. April 2014
104

1 Ist im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 2. April 2014 ei­ne Be­schwer­de hän­gig ge­gen den Ent­scheid der kan­to­na­len Be­hör­de nach Ar­ti­kel 26 RPG über die Ge­neh­mi­gung ei­ner Ein­zo­nung, so ist Ar­ti­kel 38a Ab­satz 2 RPG auf die Ein­zo­nung nicht an­wend­bar, wenn die Be­schwer­de we­der zu ei­ner Über­prü­fung noch zu ei­ner ma­te­ri­el­len Teil­korrek­tur des Ge­neh­mi­gungs­ent­scheids führt oder wenn sie mut­wil­lig er­ho­ben wor­den ist.

2 Wäh­rend der Über­gangs­frist nach Ar­ti­kel 38a Ab­satz 2 RPG dür­fen Ein­zo­nun­gen nur ge­neh­migt wer­den, wenn:

a.
im Kan­ton seit dem In­kraft­tre­ten die­ser Be­stim­mung min­des­tens die glei­che Flä­che aus­ge­zont wur­de oder dies mit dem glei­chen Ent­scheid er­folgt;
b.
Zo­nen für öf­fent­li­che Nut­zun­gen ge­schaf­fen wer­den, in de­nen der Kan­ton sehr wich­ti­ge und drin­gen­de In­fra­struk­tu­ren plant; oder
c.
an­de­re Zo­nen von kan­to­na­ler Be­deu­tung ge­schaf­fen wer­den, die drin­gend not­wen­dig sind, und bei der Ge­neh­mi­gung nach Ar­ti­kel 26 RPG die Flä­che fest­ge­legt und pla­nungs­recht­lich ge­si­chert ist, die rück­ge­zont wer­den muss; die Pflicht zur Rück­zo­nung fällt da­hin, wenn die­se sich auf­grund des ge­neh­mig­ten Richt­plans er­üb­rigt.

3 In Kan­to­nen, die aus­sch­liess­lich die Ge­mein­den für die Be­stim­mung von Pla­nungs­zo­nen (Art. 27 RPG) als zu­stän­dig er­klärt ha­ben, steht die­se Kom­pe­tenz bis zur Ge­neh­mi­gung der Richt­pla­nan­pas­sung nach Ar­ti­kel 38a Ab­satz 2 RPG auch der Kan­tons­re­gie­rung zu.

4 Die Kom­pe­tenz zur Auf­he­bung und zur Ver­län­ge­rung der Dau­er der nach Ab­satz 3 be­stimm­ten Pla­nungs­zo­nen ver­bleibt auch nach der Ge­neh­mi­gung der Richt­pla­nan­pas­sung bei der Kan­tons­re­gie­rung.

5 Die Be­zeich­nung der Kan­to­ne nach Ar­ti­kel 38a Ab­satz 5 zwei­ter Satz RPG er­folgt auf Ab­lauf der Frist hin in ei­nem An­hang zu die­ser Ver­ord­nung.

6 So­lan­ge der Richt­plan mit den nach Ar­ti­kel 32b Buch­sta­be f be­zeich­ne­ten Ob­jek­ten nicht durch den Bund ge­neh­migt ist, längs­tens aber mit Wir­kung von fünf Jah­ren ab In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung, kann die Kan­tons­re­gie­rung die Lis­te der Kul­tur­denk­mä­ler von kan­to­na­ler Be­deu­tung durch ein­fa­chen Be­schluss pro­vi­so­risch fest­le­gen.

104 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. April 2014, in Kraft seit 1. Mai 2014 (AS 2014 909).