Bundesgesetz
über Radio und Fernsehen
(RTVG)

vom 24. März 2006 (Stand am 1. Januar 2022)


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Art. 91 Ombudsstellen

1 Die Be­schwer­de­in­stanz be­stimmt für die Re­gio­nen der drei Amtss­pra­chen je ei­ne un­ab­hän­gi­ge Om­buds­stel­le, die ihr ad­mi­nis­tra­tiv zu­ge­ord­net ist.

2 Die SRG sieht ei­ge­ne un­ab­hän­gi­ge Om­buds­stel­len vor.

3 Die Om­buds­stel­len be­han­deln Be­an­stan­dun­gen ge­gen:

a.
aus­ge­strahl­te re­dak­tio­nel­le Sen­dun­gen we­gen Ver­let­zung der Ar­ti­kel 4 und 5 die­ses Ge­set­zes oder des für die schwei­ze­ri­schen Pro­gramm­ver­an­stal­ter ver­bind­li­chen in­ter­na­tio­na­len Rechts;
abis.95
ver­öf­fent­lich­te, von der Re­dak­ti­on ge­stal­te­te Bei­trä­ge im üb­ri­gen pu­bli­zis­ti­schen An­ge­bot der SRG we­gen Ver­let­zung von Ar­ti­kel 5a;
b.96
die Ver­wei­ge­rung des Zu­gangs zum Pro­gramm schwei­ze­ri­scher Ver­an­stal­ter oder zum von der Re­dak­ti­on ge­stal­te­ten Teil des üb­ri­gen pu­bli­zis­ti­schen An­ge­bots der SRG.

4 Die sprach­re­gio­na­len Om­buds­stel­len ste­hen un­ter der Auf­sicht der Be­schwer­de­in­stanz.

95 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 2131; BBl 2013 4975).

96 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 2131; BBl 2013 4975).

Court decisions

136 I 158 (2F_6/2009) from Nov. 4, 2009
Regeste: Art. 10 EMRK; Art. 35 BV; Art. 122 und 124 Abs. 2 BGG; Revision des Urteils 2A.330/1996 (BGE 123 II 402) betreffend Anspruch auf Zugang zum Werbefernsehen (VgT-Spot). Nach dem 1. Januar 2007 eingereichte Revisionsgesuche sind im Verfahren gemäss den Art. 121 ff. BGG zu behandeln, auch wenn das betroffene Urteil vor dem Inkrafttreten des BGG ergangen ist (E. 1). Da nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 30. Juni 2009 (VgT II) das Nichteintreten auf das Revisionsgesuch bzw. dessen Ablehnen im Nachgang zum Entscheid des EGMR vom 28. Juni 2001 (VgT I) eine neue Verletzung von Art. 10 EMRK dargestellt hat, ist BGE 123 II 402 zu revidieren und der damalige Sachverhalt unter Hinweis auf Art. 35 BV so zu beurteilen, wie dies ohne die festgestellte Verletzung von Art. 10 EMRK geschehen wäre (E. 2 und 3).

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