Radio- und Fernsehverordnung
(RTVV)

Art.2 Meldepflicht

(Art. 3 Bst. a RTVG)

1 Mel­de­pflich­ti­ge Ver­an­stal­ter ha­ben dem Bun­des­amt für Kom­mu­ni­ka­ti­on (BA­KOM)3 ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben zu lie­fern:

a.
Na­me des Pro­gramms so­wie Grund­zü­ge des Pro­gram­min­halts;
b.
Na­me der re­dak­tio­nell ver­ant­wort­li­chen Per­son;
c.
Wohn­sitz bzw. Sitz des Ver­an­stal­ters;
d.
An­ga­ben, die dem Pu­bli­kum ei­ne ra­sche und un­kom­pli­zier­te Kon­takt­auf­nah­me mit dem Ver­an­stal­ter er­mög­li­chen, ins­be­son­de­re die E-Mail-Adres­se und die We­b­adres­se;
e.
Art und Ge­biet der tech­ni­schen Ver­brei­tung;
f.
Iden­ti­tät und Ka­pi­tal- bzw. Stimm­rechts­an­tei­le von Ak­tio­nären und an­de­ren Teil­ha­bern, wel­che min­des­tens einen Drit­tel des Ka­pi­tals oder der Stimm­rech­te be­sit­zen, so­wie de­ren Be­tei­li­gun­gen von min­des­tens ei­nem Drit­tel an an­de­ren Un­ter­neh­men im Me­dien­be­reich;
g.
Iden­ti­tät der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­rats und der Ge­schäfts­lei­tung;
h.
Be­tei­li­gun­gen des Ver­an­stal­ters an an­de­ren Un­ter­neh­men von min­des­tens ei­nem Drit­tel des Ka­pi­tals oder der Stimm­rech­te so­wie Be­tei­li­gun­gen die­ser Un­ter­neh­men von min­des­tens ei­nem Drit­tel an an­de­ren Un­ter­neh­men im Me­dien­be­reich;
i.
pro­gramm­li­che Zu­sam­men­ar­beit mit Drit­ten;
j.
Per­so­nal­be­stand;
k.4
Zeit­punkt der Auf­nah­me der Pro­gramm­ver­an­stal­tung.

2 Für die Ver­an­stal­tung ei­nes Pro­gramms von ei­ner Dau­er von höchs­tens 30 Ta­gen be­schränkt sich die Mel­de­pflicht auf die An­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–e.

3 Das BA­KOM kann die ge­mel­de­ten An­ga­ben ver­öf­fent­li­chen.

4 Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (UVEK)5 re­gelt, wel­che Än­de­run­gen von mel­de­pflich­ti­gen Sach­ver­hal­ten dem BA­KOM in­nert wel­cher Frist ge­mel­det wer­den müs­sen.

3 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. März 2010, in Kraft seit 1. April 2010 (AS 2010 965). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3667).

5 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. März 2010, in Kraft seit 1. April 2010 (AS 2010 965). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

BGE

121 II 81 () from 10. März 1995
Regeste: Art. 108 Abs. 2 RTVV, Art. 20 Abs. 2 SRG-Konzession; Aufschaltung eines Lokalradios auf den Telefonrundspruch. Gesetzes- und Systemkonformität von Art. 108 Abs. 2 RTVV (E. 3). Verhältnis von Art. 108 Abs. 2 RTVV zu Art. 20 Abs. 2 der SRG-Konzession vom 18. November 1992 (E. 4 u. 5).

123 II 402 () from 20. August 1997
Regeste: Art. 10 EMRK, Art. 13 EMRK u. 14 EMRK; Art. 55bis BV; Art. 1 Abs. 2 lit. e VwVG u. Art. 25 VwVG; Art. 5 Abs. 3 RTVG u. Art. 18 RTVG; Anspruch auf Zugang zum Werbefernsehen ("Recht auf Antenne"). Rechtsnatur des Handelns der SRG bzw. der "publisuisse SA" im Programmbereich (E. 2; Bestätigung von BGE 119 Ib 241 ff.) und im Werbebereich (E. 3). Über einen sich allenfalls ausnahmsweise aus Art. 10 in Verbindung mit Art. 14 EMRK ergebenden Anspruch auf Zugang zum Werbefernsehen hat das Bundesamt für Kommunikation in einer Feststellungsverfügung zu entscheiden (E. 4). Anspruch im konkreten Fall verneint, bei dem im Interesse des Tierschutzes für eine Reduktion des Fleischkonsums geworben werden soll (E. 5).

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