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Bundesgesetz
über die internationale Amtshilfe in Steuersachen
(Steueramtshilfegesetz, StAhiG)

vom 28. September 2012 (Stand am 1. Januar 2022)

Art. 8 Grundsätze

1 Zur Be­schaf­fung von In­for­ma­tio­nen dür­fen nur Mass­nah­men durch­ge­führt wer­den, die nach schwei­ze­ri­schem Recht zur Ver­an­la­gung und Durch­set­zung der Steu­ern, die Ge­gen­stand des Er­su­chens sind, durch­ge­führt wer­den könn­ten.

2 In­for­ma­tio­nen, die sich im Be­sitz ei­ner Bank, ei­nes an­de­ren Fi­nan­z­in­sti­tuts, ei­ner be­auf­trag­ten oder be­voll­mäch­tig­ten Per­son, ei­ner Treu­hän­de­rin oder ei­nes Treu­hän­ders be­fin­den oder die sich auf Be­tei­li­gun­gen an ei­ner Per­son be­zie­hen, kön­nen ver­langt wer­den, wenn das an­wend­ba­re Ab­kom­men ih­re Über­mitt­lung vor­sieht.

3 Die ESTV wen­det sich zur Be­schaf­fung der In­for­ma­tio­nen an die Per­so­nen und Be­hör­den nach den Ar­ti­keln 9–12, von de­nen sie an­neh­men kann, dass sie über die In­for­ma­tio­nen ver­fü­gen.

4 Die er­su­chen­de Be­hör­de hat kei­nen An­spruch auf Ak­ten­ein­sicht oder An­we­sen­heit bei den Ver­fah­rens­hand­lun­gen in der Schweiz.

5 Die Kos­ten aus der In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung wer­den nicht er­stat­tet.

6 An­wäl­tin­nen und An­wäl­te, die nach dem An­walts­ge­setz vom 23. Ju­ni 200022 (BGFA) zur Ver­tre­tung vor schwei­ze­ri­schen Ge­rich­ten be­rech­tigt sind, kön­nen die Her­aus­ga­be von Un­ter­la­gen und In­for­ma­tio­nen ver­wei­gern, die durch das An­walts­ge­heim­nis ge­schützt sind.