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Schweizerische Strafprozessordnung
(Strafprozessordnung, StPO)

vom 5. Oktober 2007 (Stand am 1. Juli 2022)

Art. 152 Allgemeine Massnahmen zum Schutz von Opfern

1 Die Straf­be­hör­den wah­ren die Per­sön­lich­keits­rech­te des Op­fers auf al­len Stu­fen des Ver­fah­rens.

2 Das Op­fer kann sich bei al­len Ver­fah­rens­hand­lun­gen aus­ser von sei­nem Rechts­bei­stand von ei­ner Ver­trau­ens­per­son be­glei­ten las­sen.

3 Die Straf­be­hör­den ver­mei­den ei­ne Be­geg­nung des Op­fers mit der be­schul­dig­ten Per­son, wenn das Op­fer dies ver­langt. Sie tra­gen in die­sem Fall dem An­spruch der be­schul­dig­ten Per­son auf recht­li­ches Ge­hör auf an­de­re Wei­se Rech­nung. Ins­be­son­de­re kön­nen sie das Op­fer in An­wen­dung von Schutz­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 149 Ab­satz 2 Buch­sta­ben b und d ein­ver­neh­men.

4 Ei­ne Ge­gen­über­stel­lung kann an­ge­ord­net wer­den, wenn:

a.
der An­spruch der be­schul­dig­ten Per­son auf recht­li­ches Ge­hör nicht auf an­de­re Wei­se ge­währ­leis­tet wer­den kann; oder
b.
ein über­wie­gen­des In­ter­es­se der Straf­ver­fol­gung sie zwin­gend er­for­dert.