Schweizerische Strafprozessordnung
(Strafprozessordnung, StPO)


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Art. 248 Siegelung 122

1 Macht die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber gel­tend, be­stimm­te Auf­zeich­nun­gen oder Ge­gen­stän­de dürf­ten auf­grund von Ar­ti­kel 264 nicht be­schlag­nahmt wer­den, so ver­sie­gelt die Straf­be­hör­de die­se. Die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber hat das Be­geh­ren in­nert drei Ta­gen seit der Si­cher­stel­lung vor­zu­brin­gen. Wäh­rend die­ser Frist und nach ei­ner all­fäl­li­gen Sie­ge­lung darf die Straf­be­hör­de die Auf­zeich­nun­gen und Ge­gen­stän­de we­der ein­se­hen noch ver­wen­den.

2 So­bald die Straf­be­hör­de fest­stellt, dass die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber nicht mit der an den Auf­zeich­nun­gen oder Ge­gen­stän­den be­rech­tig­ten Per­son iden­tisch ist, gibt sie die­ser Ge­le­gen­heit, in­nert drei Ta­gen die Sie­ge­lung zu ver­lan­gen.

3 Stellt die Straf­be­hör­de nicht in­nert 20 Ta­gen ein Ent­sie­ge­lungs­ge­such, so wer­den die ver­sie­gel­ten Auf­zeich­nun­gen und Ge­gen­stän­de der In­ha­be­rin oder dem In­ha­ber zu­rück­ge­ge­ben.

122 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2023 468; BBl 2019 6697).

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