Strassenverkehrsgesetz
(SVG)1

vom 19. Dezember 1958 (Stand am 1. Juli 2023)

1 Tit. gemäss Ziff. I des BG vom 6. Okt. 1989, in Kraft seit 1. Febr. 1991 (AS 1991 71; BBl 1986 III 209).


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Art. 59

Er­mäs­si­gung oder Aus­schluss der Hal­ter­haf­tung

 

1 Der Hal­ter wird von der Haft­pflicht be­freit, wenn er be­weist, dass der Un­fall durch hö­he­re Ge­walt oder gro­bes Ver­schul­den des Ge­schä­dig­ten oder ei­nes Drit­ten ver­ur­sacht wur­de oh­ne dass ihn selbst oder Per­so­nen, für die er ver­ant­wort­lich ist, ein Ver­schul­den trifft und oh­ne dass feh­ler­haf­te Be­schaf­fen­heit des Fahr­zeu­ges zum Un­fall bei­ge­tra­gen hat.

2 Be­weist der Hal­ter, der nicht nach Ab­satz 1 be­freit wird, dass ein Ver­schul­den des Ge­schä­dig­ten beim Un­fall mit­ge­wirkt hat, so be­stimmt der Rich­ter die Er­satz­pflicht un­ter Wür­di­gung al­ler Um­stän­de.

3140

4 Nach dem Ob­li­ga­tio­nen­recht141 be­stimmt sich:

a.
die Haf­tung im Ver­hält­nis zwi­schen dem Hal­ter und dem Ei­gen­tü­mer ei­nes Fahr­zeu­ges für Scha­den an die­sem Fahr­zeug;
b.142
die Haf­tung des Hal­ters für Scha­den an den mit sei­nem Fahr­zeug be­för­der­ten Sa­chen, aus­ge­nom­men an Ge­gen­stän­den, die der Ge­schä­dig­te mit sich führ­te, na­ment­lich Rei­se­ge­päck u. dgl.; vor­be­hal­ten ist das Trans­port­ge­setz vom 4. Ok­to­ber 1985143.

140Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1975, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 12571857Ziff. III; BBl 1973 II 1173).

141SR 220

142Fas­sung ge­mä­ss Art. 54 Ziff. 2 des BG vom 4. Okt. 1985 über den Trans­port im öf­fent­li­chen Ver­kehr, in Kraft seit 1. Jan. 1987 (AS 1986 1974; BBl 1983 II 167).

143[AS 1986 1974, 19942290Ziff. V, 19953517 Ziff. I 10 4093 An­hang Ziff. 13, 19982856. AS 2009 5597Ziff. III]. Sie­he heu­te: das Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­setz vom 20. März 2009 (SR 745.1).

 

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