Tierseuchengesetz
(TSG)1

vom 1. Juli 1966 (Stand am 1. September 2023)

1Fassung des Tit. gemäss Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1975, in Kraft seit 1. Juli 1977 (AS 1977 1187; BBl 1975 II 106).


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Art. 27 Immunbiologische Erzeugnisse und andere Präparate

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2 Der Bun­des­rat setzt die Be­din­gun­gen fest, un­ter de­nen Stof­fe und Stoff­ge­mi­sche so­wie ein­fa­che und zu­sam­men­ge­setz­te Prä­pa­ra­te an­ge­bo­ten oder ver­kauft wer­den dür­fen, so­fern sie zur Ver­hü­tung oder Be­hand­lung von Tier­seu­chen die­nen, zu de­ren Be­kämp­fung staat­li­che Mass­nah­men ge­trof­fen wer­den.61

3 Ist ei­ne Prü­fung von Er­zeug­nis­sen im Sin­ne von Ab­satz 2 vor­ge­schrie­ben, so hat der Her­stel­ler oder Im­por­teur de­ren Kos­ten zu tra­gen.62

4 Öf­fent­li­che und pri­va­te In­sti­tu­te so­wie Per­so­nen, die pa­tho­ge­ne Mi­kro­or­ga­nis­men hal­ten oder da­mit ar­bei­ten, tref­fen al­le Mass­nah­men, da­mit dar­aus kei­ne Schä­den bei Men­schen und Tie­ren ent­ste­hen. Für Scha­den­fäl­le sind sie haft­bar.

5 Die zu­stän­di­gen kan­to­na­len Stel­len kön­nen Kon­trol­len vor­neh­men und An­ord­nun­gen tref­fen.

60 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 9 des Heil­mit­tel­ge­set­zes vom 15. Dez. 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2002 (AS 20012790; BBl 19993452).

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 16. März 2012, in Kraft seit 1. Mai 2013 (AS 2013 907; BBl 2011 7027).

62 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 9 des Heil­mit­tel­ge­set­zes vom 15. Dez. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2002 (AS 20012790; BBl 19993452).

BGE

126 II 63 () from 18. Januar 2000
Regeste: Art. 69 aBV; Art. 3 VG; Tierseuchengesetz vom 1. Juli 1966 (TSG); Verantwortlichkeit des Bundes für die wirtschaftlichen Folgen der Krise im Zusammenhang mit dem Rinderwahnsinn (BSE). Die Tierseuchengesetzgebung bezweckt, auch Einzelpersonen gegen wirtschaftlichen Schaden zu schützen (E. 3a). Die Entschädigung durch den Bund (Art. 32 ff. TSG in Verbindung mit Art. 3 des Bundesbeschlusses vom 13. Dezember 1996 über befristete Sofortmassnahmen gegen die BSE im schweizerischen Rindviehbestand [RS 916.41]) schliesst die betroffenen Landwirte von der Möglichkeit einer Schadenersatzklage für den ungedeckten Teil ihres Verlustes nicht aus (E. 3b).

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