Tierseuchenverordnung
(TSV)


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Art. 94 Aufhebung der Sperrmassnahmen

1 Die Sperr­mass­nah­men im Ver­dachts­fall wer­den auf­ge­ho­ben, wenn der Ver­dacht durch die amt­li­che Un­ter­su­chung wi­der­legt wor­den ist.

2 Die Sperr­mass­nah­men über an­ste­ckungs­ver­däch­ti­ge Be­stän­de wer­den auf­ge­ho­ben, wenn die Un­ter­su­chung der Tie­re nach Ab­lauf der In­ku­ba­ti­ons­zeit einen ne­ga­ti­ven Be­fund er­ge­ben hat.

3 Die Sper­re über den ver­seuch­ten Be­stand wird nach Aus­mer­zung al­ler Tie­re der emp­fäng­li­chen Ar­ten und nach er­folg­ter Rei­ni­gung und Des­in­fek­ti­on auf­ge­ho­ben. Da­nach un­ter­liegt der Be­stand den Ein­schrän­kun­gen der­je­ni­gen Zo­ne, in der er sich be­fin­det.

4 Die in der Schutz­zo­ne ge­trof­fe­nen Mass­nah­men dür­fen frü­he­s­tens nach Ab­lauf ei­ner In­ku­ba­ti­ons­zeit, ge­mes­sen ab dem Zeit­punkt der Aus­mer­zung al­ler Tie­re der emp­fäng­li­chen Ar­ten des letz­ten ver­seuch­ten Be­stan­des, auf­ge­ho­ben wer­den. Vor­aus­set­zung ist ein ne­ga­ti­ves Re­sul­tat der Un­ter­su­chun­gen nach Ar­ti­kel 89 Ab­satz 1 Buch­sta­be c. Nach Auf­he­bung der Schutz­zo­ne ge­lan­gen die für die Über­wa­chungs­zo­ne gel­ten­den Mass­nah­men zur An­wen­dung.

5 Die Mass­nah­men in der Über­wa­chungs­zo­ne und in den Zwi­schen­zo­nen dür­fen frü­he­s­tens auf­ge­ho­ben wer­den, wenn die Mass­nah­men in der be­trof­fe­nen Schutz­zo­ne eben­falls auf­ge­ho­ben wer­den kön­nen.337

337 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Aug. 2022, in Kraft seit 1. Nov. 2022 (AS 2022 487).

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