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Bundesgesetz
über die Unfallversicherung
(UVG)

Art. 90 Finanzierung der kurzfristigen Leistungen und der Renten 197

1 Die Ver­si­che­rer wen­den zur Fi­nan­zie­rung der Tag­gel­der, der Kos­ten für die Heil­be­hand­lung, der üb­ri­gen kurz­fris­ti­gen Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen und der In­va­li­den- und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten das Be­darfs­de­ckungs­ver­fah­ren an.198

2 Sie wen­den das Ka­pi­tal­de­ckungs­ver­fah­ren zur Fi­nan­zie­rung der In­va­li­den- und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten und der Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen an, so­bald die­se fest­ge­setzt sind. Das De­ckungs­ka­pi­tal muss für die De­ckung al­ler Ren­ten­an­sprü­che oh­ne Teue­rungs­zu­la­gen aus­rei­chen.

3 Die Ver­si­che­rer bil­den Rück­stel­lun­gen zur Fi­nan­zie­rung des in­fol­ge ei­ner Än­de­rung der vom Bun­des­rat ge­neh­mig­ten Rech­nungs­grund­la­gen er­for­der­li­chen zu­sätz­li­chen Ren­ten­de­ckungs­ka­pi­tals. Zum Aus­gleich von Schwan­kun­gen der Be­triebs­er­geb­nis­se sind Re­ser­ven zu be­stel­len. Der Bun­des­rat er­lässt Richt­li­ni­en.

4 Bei Gros­ser­eig­nis­sen wird zur Fi­nan­zie­rung des Scha­den­auf­wands, der die Schwel­le für ein Gros­ser­eig­nis nach Ar­ti­kel 78 über­steigt, bei der Er­satz­kas­se ein Aus­gleichs­fonds er­rich­tet. Der Aus­gleichs­fonds wird vom Fol­ge­jahr an über einen Prä­mi­en­zu­schlag pro Ver­si­che­rungs­zweig ge­äuf­net. Der Prä­mi­en­zu­schlag wird von der Er­satz­kas­se so fest­ge­legt, dass sämt­li­che lau­fen­den Kos­ten der Schä­den ge­deckt wer­den kön­nen. Er wird von den Ver­si­che­rern nach Ar­ti­kel 68 er­ho­ben und von der Er­satz­kas­se ver­wal­tet. Die Er­satz­kas­se ver­gü­tet den ein­zel­nen Ver­si­che­rern die Auf­wen­dun­gen, wel­che die Schwel­le über­stei­gen. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

197 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

198 Sie­he auch die UeB der Änd. 25.09.2015 am Schluss des Tex­tes.