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Verordnung
über das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler
(VBLN)

vom 29. März 2017 (Stand am 1. Juni 2017)

Art. 6 Eingriffe bei Erfüllung von Bundesaufgaben

1 Ein­grif­fe, die kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Er­rei­chung der ob­jekt­s­pe­zi­fi­schen Schutz­zie­le ha­ben, stel­len kei­ne Be­ein­träch­ti­gung der Ob­jek­te dar und sind zu­läs­sig. Eben­falls zu­läs­sig sind ge­ring­fü­gi­ge Be­ein­träch­ti­gun­gen ei­nes Ob­jek­tes, wenn sie sich durch ein In­ter­es­se recht­fer­ti­gen las­sen, das ge­wich­ti­ger ist als das In­ter­es­se am Schutz des Ob­jek­tes.

2 Schwer­wie­gen­de Be­ein­träch­ti­gun­gen ei­nes Ob­jek­tes im Sin­ne von Ar­ti­kel 6 Ab­satz 2 NHG sind nur zu­läs­sig, wenn sie sich durch ein In­ter­es­se von na­tio­na­ler Be­deu­tung recht­fer­ti­gen las­sen, das ge­wich­ti­ger ist als das In­ter­es­se am Schutz des Ob­jek­tes.

3 Hän­gen meh­re­re Ein­grif­fe sach­lich, räum­lich oder zeit­lich zu­sam­men, die ein­zeln als zu­läs­sig zu be­ur­tei­len sind, oder sind Fol­ge­ein­grif­fe ei­nes zu­läs­si­gen Ein­griffs zu er­war­ten, so ist auch die Ge­samt­wir­kung auf das Ob­jekt zu be­ur­tei­len.

4 Er­weist sich ei­ne Be­ein­träch­ti­gung auf­grund der In­ter­es­sen­ab­wä­gung als zu­läs­sig, so hat der Ver­ur­sa­cher oder die Ver­ur­sa­che­rin im Hin­blick auf das Ge­bot der grösst­mög­li­chen Scho­nung für be­son­de­re Mass­nah­men zum best­mög­li­chen Schutz des Ob­jek­tes, für Wie­der­her­stel­lung oder an­sons­ten für an­ge­mes­se­nen Er­satz, wenn mög­lich im glei­chen Ob­jekt, zu sor­gen.