Verordnung
über die eidgenössischen Jagdbanngebiete
(VEJ)


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Art. 9 Bestandesregulierungen

1 Die Kan­to­ne sor­gen da­für, dass die Be­stän­de jagd­ba­rer Huf­tier­ar­ten in den Bann­ge­bie­ten stets den ört­li­chen Ver­hält­nis­sen an­ge­passt sind und ei­ne na­tür­li­che Al­ters- und Ge­schlechts­klas­sen­struk­tur auf­wei­sen. Sie be­rück­sich­ti­gen da­bei die An­lie­gen der Land­wirt­schaft, des Na­tur- und Land­schafts­schut­zes und der Wal­der­hal­tung.

2 Zu die­sem Zweck wer­den aus­ge­schie­den:

a.
Ge­bie­te, in de­nen Re­gu­lie­rungs­mass­nah­men nur in Aus­nah­me­fäl­len an­ge­ord­net wer­den kön­nen (in­te­gral ge­schütz­te Ge­bie­te);
b.
Ge­bie­te, in de­nen Be­stän­de von Re­hen, Gem­sen, Rothir­schen und Wild­schwei­nen re­gel­mäs­sig re­gu­liert oder re­du­ziert wer­den kön­nen (par­ti­ell ge­schütz­te Ge­bie­te).

3 Be­vor in Ge­bie­ten mit in­te­gra­lem Schutz Re­gu­lie­rungs­mass­nah­men vor­ge­se­hen wer­den, ist das BA­FU an­zu­hö­ren.

4 Die Kan­to­ne er­stel­len für Ge­bie­te mit par­ti­el­lem Schutz Ab­schuss­plä­ne für die ein­zel­nen Wild­ar­ten und ge­ben die­se dem BA­FU be­kannt. Gren­zen Bann­ge­bie­te ver­schie­de­ner Kan­to­ne an­ein­an­der, so sind die­se Plä­ne auf­ein­an­der ab­zu­stim­men.

5 Die Ver­wen­dung von Hun­den bei Be­stan­des­re­gu­lie­run­gen ist ver­bo­ten, aus­ge­nom­men sind ge­prüf­te Schweiss­hun­de für die Nach­su­che. Die Kan­to­ne kön­nen Aus­nah­men ge­stat­ten.

6 Die Kan­to­ne kön­nen zur Er­fül­lung die­ser Plä­ne ne­ben den Wild­schutz­or­ga­nen auch Jagd­be­rech­tig­te bei­zie­hen.

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