Verordnung des EDI
über Lebensmittel tierischer Herkunft
(VLtH)


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Art. 19 Übrige Kennzeichnung und Verpackung

1 Die Eti­ket­tie­rung von Er­zeug­nis­sen nach An­hang I Buch­sta­ben a−c der Ver­ord­nung (EU) Nr. 1379/201321 muss zu­sätz­lich zu den ob­li­ga­to­ri­schen An­ga­ben nach Ar­ti­kel 3 LIV22 fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:23

a.
die Pro­duk­ti­ons­me­tho­de, ins­be­son­de­re mit fol­gen­den Wor­ten «ge­fan­gen in …», «aus Bin­nen­fi­sche­rei» oder «in Aqua­kul­tur ge­won­nen»;
b.24
die Ka­te­go­rie des für den Fang von Er­zeug­nis­sen aus der Mee­res- und der Bin­nen­fi­sche­rei ein­ge­setz­ten Ge­rä­tes nach An­hang 3.

2 Ab­satz 1 gilt nicht für klei­ne Men­gen von Fi­scherei­er­zeug­nis­sen, die von Fi­sche­rin­nen und Fi­schern oder Aqua­kul­tur­er­zeu­ge­rin­nen und -er­zeu­gern un­mit­tel­bar zum Kon­sum ab­ge­ge­ben wer­den.

3 Die Sach­be­zeich­nung und die An­ga­ben über die Pro­duk­ti­ons­me­tho­de und die Ka­te­go­rie des für den Fang ein­ge­setz­ten Ge­räts müs­sen auf je­der Stu­fe der Le­bens­mit­tel­ket­te vor­lie­gen.

4 Fi­scherei­er­zeug­nis­sen, die nach Ar­ti­kel 42 HyV25 be­han­delt wur­den, muss beim In­ver­kehr­brin­gen ei­ne Be­schei­ni­gung der Her­stel­le­rin oder des Her­stel­lers bei­ge­legt wer­den, aus der her­vor­geht, wel­cher Art von Be­hand­lung sie un­ter­zo­gen wur­den. Da­von aus­ge­nom­men ist die di­rek­te Ab­ga­be an Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten.

5 Bei fol­gen­den Fi­scherei­er­zeug­nis­sen muss die Sach­be­zeich­nung in Ab­wei­chung von den Be­stim­mun­gen in An­hang 2 Teil A Zif­fer 2 LIV nicht mit der An­ga­be «auf­ge­taut» er­gänzt wer­den:

a.
bei Er­zeug­nis­sen, die nach Ar­ti­kel 42 HyV aus Grün­den des Ge­sund­heits­schut­zes tief­ge­fro­ren wur­den;
b.
bei Er­zeug­nis­sen, die auf­ge­taut und an­sch­lies­send ge­räu­chert, ge­sal­zen, ge­gart, ma­ri­niert, ge­trock­net oder ei­ner Kom­bi­na­ti­on die­ser Ver­fah­ren un­ter­zo­gen wur­den.

6 Fri­sche, zu­be­rei­te­te, tief­ge­fro­re­ne oder ver­ar­bei­te­te Fi­scherei­er­zeug­nis­se der Fa­mi­lie der Gem­py­li­dae, ins­be­son­de­re Ru­vet­tus pre­tio­sus und Le­pi­do­cy­bi­um fla­vo­brun­ne­um, dür­fen nur in um­hüll­ter oder ver­pack­ter Form in Ver­kehr ge­bracht wer­den. Auf dem Eti­kett die­ser Fi­scherei­er­zeug­nis­se sind an­zu­ge­ben:

a.
die Zu­be­rei­tungs- oder die Gar­me­tho­de;
b.
ein Hin­weis, dass die Er­zeug­nis­se mög­li­cher­wei­se Stof­fe ent­hal­ten, die Ma­gen-Darm-Stö­run­gen her­vor­ru­fen kön­nen;
c.
ne­ben der Sach­be­zeich­nung der wis­sen­schaft­li­che Na­me.

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21 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 18 Bst. a.

22 SR 817.022.16

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 8. Dez. 2023, in Kraft seit 1. Fe­br. 2024 (AS 2023 825).

24 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, in Kraft seit 1. Ju­li 2020 (AS 2020 2281).

25 SR 817.024.1

26 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2020 (AS 2020 2281).

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