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Verordnung
über die Miete und Pacht von Wohn-
und Geschäftsräumen
(VMWG)

vom 9. Mai 1990 (Stand am 1. Juni 2020)

Art. 26 Übergangsbestimmungen

1 Die Vor­schrif­ten über den Schutz vor miss­bräuch­li­chen Miet­zin­sen und an­dern miss­bräuch­li­chen For­de­run­gen des Ver­mie­ters bei der Mie­te von Wohn- und Ge­schäfts­räu­men sind an­wend­bar auf An­fangs­miet­zin­se oder Miet­zins­er­hö­hun­gen, die mit Wir­kung auf einen Zeit­punkt nach dem 1. Ju­li 1990 fest­ge­legt oder mit­ge­teilt wer­den.

2 Wur­de ei­ne Miet­zins­er­hö­hung vor dem 1. Ju­li 1990, aber mit Wir­kung auf einen Zeit­punkt da­nach mit­ge­teilt, so be­ginnt die Frist für die An­fech­tung (Art. 270b OR) am 1. Ju­li 1990 zu lau­fen. Für die An­fech­tung ei­nes An­fangs­miet­zin­ses, der vor dem 1. Ju­li 1990, aber mit Wir­kung auf einen Zeit­punkt da­nach fest­ge­legt wur­de, gilt die Frist ge­mä­ss Ar­ti­kel 270 OR.

3 Miet­ver­hält­nis­se mit in­de­xier­ten oder gestaf­fel­ten Miet­zin­sen, die nach dem 1. Ju­li 1990 be­gin­nen, un­ter­ste­hen dem neu­en Recht; Miet­ver­hält­nis­se mit in­de­xier­ten oder gestaf­fel­ten Miet­zin­sen, die vor dem 1. Ju­li 1990 be­gon­nen ha­ben aber erst spä­ter en­den, un­ter­ste­hen dem al­ten Recht.

4 Ba­siert der Miet­zins am 1. Ju­li 1990 auf ei­nem Hy­po­thekar­zins­stand von we­ni­ger als 6 Pro­zent, so kann der Ver­mie­ter auch spä­ter für je­des Vier­tel­pro­zent, das un­ter die­sem Stand liegt, den Miet­zins um 3,5 Pro­zent er­hö­hen.