Bundesgesetz
über das Verwaltungsstrafrecht
(VStrR)

vom 22. März 1974 (Stand am 1. September 2023)


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Art. 10

V. Um­wand­lung der Bus­se

 

1 So­weit ei­ne Bus­se nicht ein­ge­bracht wer­den kann, wird sie vom Rich­ter in Haft, bei Ju­gend­li­chen in Ein­sch­lies­sung um­ge­wan­delt. Die Bus­se we­gen ei­ner Ord­nungs­wid­rig­keit un­ter­liegt der Um­wand­lung nicht.

2 Der Rich­ter kann die Um­wand­lung aus­sch­lies­sen, so­fern der Ver­ur­teil­te nach­weist, dass er schuld­los aus­ser­stan­de ist, die Bus­se zu be­zah­len. Der Aus­schluss der Um­wand­lung ist je­doch nicht zu­läs­sig, wenn der Ver­ur­teil­te die Wi­der­hand­lung vor­sätz­lich be­gan­gen hat und wenn zur Zeit der Tat noch nicht fünf Jah­re ver­gan­gen sind, seit er we­gen ei­ner Wi­der­hand­lung ge­gen das glei­che Ver­wal­tungs­ge­setz, die nicht ei­ne blos­se Ord­nungs­wid­rig­keit war, ver­ur­teilt wor­den ist.7

3 Im Fal­le der Um­wand­lung wer­den 30 Fran­ken ei­nem Tag Haft oder Ein­sch­lies­sung gleich­ge­setzt, je­doch darf die Um­wand­lungs­stra­fe die Dau­er von drei Mo­na­ten nicht über­stei­gen. Sind Teil­zah­lun­gen ent­rich­tet wor­den, so setzt der Rich­ter die Um­wand­lungs­stra­fe im Ver­hält­nis die­ser Teil­zah­lun­gen zum gan­zen Bus­sen­be­trag her­ab.

4 Wird die Bus­se, nach­dem sie um­ge­wan­delt wor­den ist, be­zahlt, so fällt die Um­wand­lungs­stra­fe, so­weit sie noch nicht voll­zo­gen ist, da­hin.

7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 6 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).

 

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