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Bundesgesetz
über das Verwaltungsstrafrecht
(VStrR)

vom 22. März 1974 (Stand am 1. September 2023)

Art. 48

III. Durch­su­chung von Woh­nun­gen und Per­so­nen

1. Grün­de, Zu­stän­dig­keit

 

1 Woh­nun­gen und an­de­re Räu­me so­wie un­mit­tel­bar zu ei­nem Hau­se ge­hö­ren­de um­frie­de­te Lie­gen­schaf­ten dür­fen nur durch­sucht wer­den, wenn es wahr­schein­lich ist, dass sich der Be­schul­dig­te dar­in ver­bor­gen hält oder dass sich Ge­gen­stän­de oder Ver­mö­gens­wer­te, die der Be­schlag­nah­me un­ter­lie­gen, oder Spu­ren der Wi­der­hand­lung dar­in be­fin­den.

2 Der Be­schul­dig­te darf nö­ti­gen­falls durch­sucht wer­den. Die Durch­su­chung ist von ei­ner Per­son des glei­chen Ge­schlechts oder von ei­nem Arzt vor­zu­neh­men.

3 Die Durch­su­chung er­folgt auf­grund ei­nes schrift­li­chen Be­fehls des Di­rek­tors oder Chefs der be­tei­lig­ten Ver­wal­tung.54

4 Ist Ge­fahr im Ver­zu­ge und kann ein Durch­su­chungs­be­fehl nicht recht­zei­tig ein­ge­holt wer­den, so darf der un­ter­su­chen­de Be­am­te von sich aus ei­ne Durch­su­chung an­ord­nen oder vor­neh­men. Die Mass­nah­me ist in den Ak­ten zu be­grün­den.

54 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 20184587).