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Verordnung
über die technischen Anforderungen
an Strassenfahrzeuge
(VTS)

vom 19. Juni 1995 (Stand am 1. Juni 2022)

Art. 101 Einbau, Nachprüfung und Reparatur von Fahrtschreibern 425

1 Fahrt­schrei­bermüs­sen durch Werk­stät­ten ein­ge­baut, nach­ge­prüft und re­pa­riert wer­den, die über ei­ne ent­spre­chen­de Be­wil­li­gung ver­fü­gen. Die Be­wil­li­gung wird vom BA­ZG an Werk­stät­ten er­teilt, die für sorg­fäl­ti­ge Aus­füh­rung die­ser Ar­bei­ten Ge­währ bie­ten und über die er­for­der­li­chen Ge­rä­te und Ein­rich­tun­gen, die er­for­der­li­che Soft­wa­re so­wie über aus­rei­chend aus­ge­bil­de­tes und ge­schul­tes Per­so­nal ver­fü­gen.

2 Die pe­ri­odi­sche Nach­prü­fung von Fahrt­schrei­bern und die Nach­prü­fun­gen in­fol­ge von Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten, die Plom­bie­rung, die An­brin­gung der Ein­bau­pla­ket­te so­wie die Do­ku­men­tie­rung von Ein­grif­fen im Zu­sam­men­hang mit Re­pa­ra­tu­ren am Fahr­zeug rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 22 und 23 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 165/2014 oder nach der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) 2017/548. Die Ein­bau­pla­ket­te muss zu­sätz­lich den Ki­lo­me­ter­stand der letz­ten Ka­li­brie­rung auf­wei­sen.

3 Ha­ben Ar­bei­ten am Fahr­zeug die Ge­nau­ig­keit der Auf­zeich­nun­gen be­ein­träch­tigt, so müs­sen die Fahrt­schrei­ber nach­ge­prüft wer­den.

4 Von der Nach­prü­fung der Fahrt­schrei­ber und von der An­brin­gung der Ein­bau­pla­ket­te aus­ge­nom­men sind von be­wil­lig­ten Werk­stät­ten wäh­rend höchs­tens 14 Ta­gen ein­ge­bau­te Er­satz­ge­rä­te so­wie Fahrt­schrei­ber in Er­satz­fahr­zeu­gen (Art. 9 und 10 VVV426) im Bin­nen­ver­kehr.

5 Nach Ar­bei­ten am Fahr­zeug muss der Hal­ter oder die Hal­te­rin sich ver­ge­wis­sern, dass die Plom­ben un­ver­letzt sind.

6 Die Werk­stät­te muss vor Ar­bei­ten an di­gi­ta­len Fahrt­schrei­bern al­le Da­ten aus dem Spei­cher des Fahrt­schrei­bers her­un­ter­la­den und den be­rech­tig­ten Stel­len und Per­so­nen auf de­ren Ver­lan­gen zur Ver­fü­gung stel­len. Zu­dem muss sie un­mit­tel­bar nach den Ar­bei­ten die Ka­li­brie­rungs­da­ten aus der ein­ge­setz­ten Werk­statt­kar­te spei­chern.

7 Die Werk­stät­te muss die her­un­ter­ge­la­de­nen Da­ten aus dem Fahrt­schrei­ber und die Ka­li­brie­rungs­da­ten aus der Werk­statt­kar­te drei Jah­re lang auf­be­wah­ren. Nach­prüf­be­rich­te und Prüf­schei­ben sind bis zur nächs­ten Nach­prü­fung auf­zu­be­wah­ren. Nach Ab­lauf die­ser Fris­ten sind die Da­ten zu lö­schen und die Do­ku­men­te zu ver­nich­ten.

425 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 253).

426 SR 741.31