Bundesgesetz
über das Verwaltungsverfahren
(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG)1

vom 20. Dezember 1968 (Stand am 1. Juli 2022)

1 Abkürzung eingefügt durch Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 20088125).


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Art. 33b70

Hter. Güt­li­che Ei­ni­gung und Me­dia­ti­on

 

1 Die Be­hör­de kann das Ver­fah­ren im Ein­ver­ständ­nis mit den Par­tei­en sis­tie­ren, da­mit sich die­se über den In­halt der Ver­fü­gung ei­ni­gen kön­nen. Die Ei­ni­gung soll ein­sch­lies­sen, dass die Par­tei­en auf Rechts­mit­tel ver­zich­ten und wie sie die Kos­ten ver­tei­len.

2 Zur För­de­rung der Ei­ni­gung kann die Be­hör­de ei­ne neu­tra­le und fach­kun­di­ge na­tür­li­che Per­son als Me­dia­tor ein­set­zen.

3 Der Me­dia­tor ist nur an das Ge­setz und den Auf­trag der Be­hör­de ge­bun­den. Er kann Be­wei­se ab­neh­men; für Au­gen­schei­ne, Gut­ach­ten von Sach­ver­stän­di­gen und Zeu­gen­ein­ver­nah­men braucht er ei­ne vor­gän­gi­ge Er­mäch­ti­gung der Be­hör­de.

4 Die Be­hör­de macht die Ei­ni­gung zum In­halt ih­rer Ver­fü­gung, es sei denn, die Ei­ni­gung lei­de an ei­nem Man­gel im Sin­ne von Ar­ti­kel 49.

5 So­weit die Ei­ni­gung zu­stan­de kommt, er­hebt die Be­hör­de kei­ne Ver­fah­rens­kos­ten. Miss­lingt die Ei­ni­gung, so kann die Be­hör­de da­von ab­se­hen, die Aus­la­gen für die Me­dia­ti­on den Par­tei­en auf­zu­er­le­gen, so­fern die In­ter­es­sen­la­ge dies recht­fer­tigt.

6 Ei­ne Par­tei kann je­der­zeit ver­lan­gen, dass die Sis­tie­rung des Ver­fah­rens auf­ge­ho­ben wird.

70 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 10 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 21971069; BBl 2001 4202).

 

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