Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken

vom 23. April 1920 (Stand am 1. Januar 2012)


Open article in different language:  FR  |  IT
Art. 107

5. Haf­tung meh­re­rer Grund­stücke

 

1Haf­ten für die in Be­trei­bung ge­setz­te For­de­rung meh­re­re Grund­stücke, die dem glei­chen Ei­gen­tü­mer ge­hö­ren, so sind nur so vie­le Stücke zu ver­wer­ten, als zur De­ckung der For­de­rung des be­trei­ben­den Pfand­gläu­bi­gers so­wie all­fäl­li­ger dem letz­te­ren im Ran­ge vor­ge­hen­der Pfand­for­de­run­gen er­for­der­lich ist (Art. 119 Abs. 2 SchKG). Da­bei sind in ers­ter Li­nie die­je­ni­gen Grund­stücke zu ver­wer­ten, auf wel­chen dem be­trei­ben­den Gläu­bi­ger kei­ne Grund­pfand­gläu­bi­ger im Ran­ge nach­ge­hen.

2Ge­hö­ren die ge­mein­sam ver­pfän­de­ten Grund­stücke ver­schie­de­nen Ei­gen­tü­mern, so sind zu­erst die dem Schuld­ner ge­hö­ren­den Grund­stücke zu ver­wer­ten. Die Grund­stücke Drit­ter dür­fen erst ver­wer­tet wer­den, wenn je­ne kei­ne De­ckung bie­ten. In die­sem Fal­le müs­sen al­le Grund­stücke an der glei­chen Stei­ge­rung ver­wer­tet wer­den (Art. 816 Abs. 3 ZGB1 ).

3Die Rei­hen­fol­ge der zu ver­stei­gern­den Grund­stücke ist in den Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen an­zu­ge­ben (Art. 45 Abs. 1 Buchst. b hier­vor).


1 SR 210

 

Diese Seite ist durch reCAPTCHA geschützt und die Google Datenschutzrichtlinie und Nutzungsbedingungen gelten.

Feedback
Laden