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Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken

vom 23. April 1920 (Stand am 1. Januar 2012)

Art. 36

III. Von der Auf­nah­me aus­ge­schlos­se­ne An­sprü­che

 

1An­sprü­che, die nach Ab­lauf der An­mel­dungs­frist gel­tend ge­macht wer­den, so­wie For­de­run­gen, die kei­ne Be­las­tung des Grund­stückes dar­stel­len, dür­fen nicht in das Las­ten­ver­zeich­nis auf­ge­nom­men wer­den. Das Be­trei­bungs­amt hat den An­spre­chern von der Aus­sch­lies­sung sol­cher An­sprü­che so­fort Kennt­nis zu ge­ben, un­ter An­ga­be der Be­schwer­de­frist (Art. 17 Abs. 2 SchKG).

2Im Üb­ri­gen ist das Be­trei­bungs­amt nicht be­fugt, die Auf­nah­me der in dem Aus­zug aus dem Grund­buch ent­hal­te­nen oder be­son­ders an­ge­mel­de­ten Las­ten in das Ver­zeich­nis ab­zu­leh­nen, die­se ab­zuän­dern oder zu be­strei­ten oder die Ein­rei­chung von Be­weis­mit­teln zu ver­lan­gen. Ein von ei­nem Be­rech­tig­ten nach Durch­füh­rung des Las­ten­be­rei­ni­gungs­ver­fah­rens er­klär­ter Ver­zicht auf ei­ne ein­ge­tra­ge­ne Last ist nur zu be­rück­sich­ti­gen, wenn die Last vor­her ge­löscht wor­den ist.