Schweizerisches Zivilgesetzbuch

vom 10. Dezember 1907 (Stand am 1. September 2023)


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Art. 9g731

4a. Gü­ter­recht der vor der ab­sch­lies­sen­den In­kraft­set­zung der Än­de­rung vom 18. De­zem­ber 2020 im Aus­land ge­schlos­se­nen Ehen zwi­schen Per­so­nen glei­chen Ge­schlechts

 

1 Für gleich­ge­schlecht­li­che Ehe­paa­re, die vor der ab­sch­lies­sen­den In­kraft­set­zung der Än­de­rung vom 18. De­zem­ber 2020 die Ehe im Aus­land ge­schlos­sen ha­ben, gilt rück­wir­kend ab dem Zeit­punkt der Ehe­schlies­sung der or­dent­li­che Gü­ter­stand der Er­run­gen­schafts­be­tei­li­gung, so­fern sie nicht durch Ehe­ver­trag oder Ver­mö­gens­ver­trag et­was an­de­res ver­ein­bart ha­ben.

2 Vor der ab­sch­lies­sen­den In­kraft­set­zung die­ser Än­de­rung kann je­der Ehe­gat­te dem an­dern schrift­lich be­kannt ge­ben, dass der bis­he­ri­ge Gü­ter­stand nach Ar­ti­kel 18 des Part­ner­schafts­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004732 (PartG) bis zu die­sem Zeit­punkt bei­be­hal­ten wird.

3 Der bis­he­ri­ge Gü­ter­stand nach Ar­ti­kel 18 PartG wird eben­falls bei­be­hal­ten, wenn bei der ab­sch­lies­sen­den In­kraft­set­zung die­ser Än­de­rung ei­ne Kla­ge hän­gig ist, die die Auf­lö­sung des Gü­ter­stan­des nach schwei­ze­ri­schem Recht be­wirkt.

4 Die ent­spre­chen­den Ver­ord­nun­gen se­hen vor, dass Ehe­paa­re, die dies wün­schen, auf Do­ku­men­ten, Ur­kun­den und For­mu­la­ren als Ehe­mann und Ehe­frau auf­ge­führt wer­den be­zie­hungs­wei­se als Va­ter und Mut­ter in Be­zug auf ih­re Kin­der.

731 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. Dez. 2020 (Ehe für al­le), in Kraft seit 1. Jan. 2022, Abs. 1, 3und 4in Kraft seit 1. Ju­li 2022 (AS 2021 747; BBl 2019 8595; 2020 1273).

732 SR 211.231

 

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