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Schweizerisches Zivilgesetzbuch

Art. 298a378

Aqua­ter. An­er­ken­nung und Va­ter­schafts­ur­teil

I. Ge­mein­sa­me Er­klä­rung der El­tern

 

1 Sind die El­tern nicht mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet und an­er­kennt der Va­ter das Kind oder wird das Kin­des­ver­hält­nis durch Ur­teil fest­ge­stellt und die ge­mein­sa­me el­ter­li­che Sor­ge nicht be­reits im Zeit­punkt des Ur­teils ver­fügt, so kommt die ge­mein­sa­me el­ter­li­che Sor­ge auf­grund ei­ner ge­mein­sa­men Er­klä­rung der El­tern zu­stan­de.

2 In der Er­klä­rung be­stä­ti­gen die El­tern, dass sie:

1.
be­reit sind, ge­mein­sam die Ver­ant­wor­tung für das Kind zu über­neh­men; und
2.
sich über die Ob­hut und den per­sön­li­chen Ver­kehr oder die Be­treu­ungs­an­tei­le so­wie über den Un­ter­halts­bei­trag für das Kind ver­stän­digt ha­ben.

3 Vor der Ab­ga­be der Er­klä­rung kön­nen sich die El­tern von der Kin­des­schutz­be­hör­de be­ra­ten las­sen.

4 Ge­ben die El­tern die Er­klä­rung zu­sam­men mit der An­er­ken­nung ab, so rich­ten sie sie an das Zi­vil­stands­amt. Ei­ne spä­te­re Er­klä­rung ha­ben sie an die Kin­des­schutz­be­hör­de am Wohn­sitz des Kin­des zu rich­ten.

5 Bis die Er­klä­rung vor­liegt, steht die el­ter­li­che Sor­ge al­lein der Mut­ter zu.

378 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 4 des BG vom 26. Ju­ni 1998 (AS 1999 1118; BBl 1996 I 1). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 21. Ju­ni 2013 (El­ter­li­che Sor­ge), in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 2014 357; BBl 2011 9077).