Schweizerische Zivilprozessordnung
(Zivilprozessordnung, ZPO)


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Art. 143 Einhaltung

1 Ein­ga­ben müs­sen spä­tes­tens am letz­ten Tag der Frist beim Ge­richt ein­ge­reicht oder zu des­sen Han­den der Schwei­ze­ri­schen Post oder ei­ner schwei­ze­ri­schen di­plo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Ver­tre­tung über­ge­ben wer­den.

1bis Ein­ga­ben, die in­nert der Frist irr­tüm­lich bei ei­nem un­zu­stän­di­gen schwei­ze­ri­schen Ge­richt ein­ge­reicht wer­den, gel­ten als recht­zei­tig ein­ge­reicht. Ist ein an­de­res Ge­richt in der Schweiz zu­stän­dig, lei­tet das un­zu­stän­di­ge Ge­richt die Ein­ga­be von Am­tes we­gen wei­ter.95

2 Bei elek­tro­ni­scher Ein­rei­chung ist für die Wah­rung ei­ner Frist der Zeit­punkt mass­ge­bend, in dem die Quit­tung aus­ge­stellt wird, die be­stä­tigt, dass al­le Schrit­te ab­ge­schlos­sen sind, die auf der Sei­te der Par­tei für die Über­mitt­lung not­wen­dig sind.96

3 Die Frist für ei­ne Zah­lung an das Ge­richt ist ein­ge­hal­ten, wenn der Be­trag spä­tes­tens am letz­ten Tag der Frist zu­guns­ten des Ge­richts der Schwei­ze­ri­schen Post über­ge­ben oder ei­nem Post- oder Bank­kon­to in der Schweiz be­las­tet wor­den ist.

95 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. März 2023 (Ver­bes­se­rung der Pra­xi­staug­lich­keit und der Rechts­durch­set­zung), in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2023 491; BBl 2020 2697).

96 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 5 des BG vom 18. März 2016 über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4651; BBl 2014 1001).

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