Schweizerische Zivilprozessordnung
(Zivilprozessordnung, ZPO)


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Art. 199 Verzicht auf das Schlichtungsverfahren

1 Bei ver­mö­gens­recht­li­chen Strei­tig­kei­ten mit ei­nem Streit­wert von min­des­tens 100 000 Fran­ken kön­nen die Par­tei­en ge­mein­sam auf die Durch­füh­rung des Schlich­tungs­ver­fah­rens ver­zich­ten.

2 Die kla­gen­de Par­tei kann ein­sei­tig auf das Schlich­tungs­ver­fah­ren ver­zich­ten, wenn:

a.
die be­klag­te Par­tei Sitz oder Wohn­sitz im Aus­land hat;
b.
der Auf­ent­halts­ort der be­klag­ten Par­tei un­be­kannt ist;
c.
in Strei­tig­kei­ten nach dem Gleich­stel­lungs­ge­setz vom 24. März 1995130.

3 Bei Strei­tig­kei­ten, für die nach den Ar­ti­keln 5, 6 und 8 ei­ne ein­zi­ge kan­to­na­le In­stanz zu­stän­dig ist, kann die kla­gen­de Par­tei die Kla­ge di­rekt beim Ge­richt ein­rei­chen.131

130 SR 151.1

131 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. März 2023 (Ver­bes­se­rung der Pra­xi­staug­lich­keit und der Rechts­durch­set­zung), in Kraft seit 1. Jan. 2025 (AS 2023 491; BBl 2020 2697).

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