Zivilstandsverordnung
(ZStV)


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Art. 35a Geburt eines Kindes mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung 161

1 Kann das Ge­schlecht des Neu­ge­bo­re­nen nicht ein­deu­tig fest­ge­stellt wer­den und wird ein ent­spre­chen­des ärzt­li­ches Zeug­nis vor­ge­legt, so kön­nen die Mel­dung der Ge­burt und de­ren Be­ur­kun­dung zu­nächst oh­ne An­ga­be des Ge­schlechts er­fol­gen.

2 Das Ge­schlecht muss spä­tes­tens drei Mo­na­te nach dem Tag der Ge­burt beim Zi­vil­stands­amt, das die Ge­burt be­ur­kun­det hat, nach­ge­mel­det wer­den. Mel­de­pflich­tig sind die El­tern des Kin­des. Gleich­zei­tig kön­nen dem Kind neue Vor­na­men ge­ge­ben wer­den.

3 Das nach­ge­mel­de­te Ge­schlecht ist auf An­ord­nung der kan­to­na­len Auf­sichts­be­hör­de im Zi­vil­stands­we­sen zu be­ur­kun­den. Die­se ord­net ge­ge­be­nen­falls die Be­rich­ti­gung des Ein­trags der Vor­na­men des Kin­des an.

161 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Ju­ni 2024, in Kraft seit 11. Nov. 2024 (AS 2024 335).

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