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Verordnung der BK
über die elektronische Stimmabgabe
(VEleS)

vom 13. Dezember 2013 (Stand am 1. Juli 2018)

Die Schweizerische Bundeskanzlei (BK),

gestützt auf die Artikel 27c Absatz 2, 27e Absatz 1, 27f Absatz 1, 27g Absatz 2,
27i Absatz 3 und 27l Absatz 3 der Verordnung vom 24. Mai 19781 über
die politischen Rechte (VPR),

verordnet:

1

Art. 1 Gegenstand und Begriffe  

1 Die­se Ver­ord­nung legt die Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­las­sung der elek­tro­ni­schen Stimm­ab­ga­be fest.

2 Es gel­ten die Be­grif­fe nach An­hang Zif­fer 1.3.

Art. 2 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung der elektronischen Stimmabgabe pro Urnengang  

Die Zu­las­sung der elek­tro­ni­schen Stimm­ab­ga­be pro Ur­nen­gang wird er­teilt, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

a.
Das Sys­tem für die elek­tro­ni­sche Stimm­ab­ga­be (Sys­tem) ist so aus­ge­stal­tet und wird so be­trie­ben, dass ei­ne si­che­re und ver­trau­ens­wür­di­ge Stim­mab­ga­be ge­währ­leis­tet ist (An­hang Ziff. 2 und 3).
b.
Das Sys­tem ist für die Stimm­be­rech­tig­ten ein­fach zu hand­ha­ben. Die be­son­de­ren Be­dürf­nis­se mög­lichst al­ler Stimm­be­rech­tig­ten sind be­rück­sich­tigt.
c.
Das Sys­tem und die be­trieb­li­chen Ab­läu­fe sind so weit do­ku­men­tiert, dass sämt­li­che si­cher­heits­re­le­van­ten tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ab­läu­fe im De­tail nach­voll­zo­gen wer­den kön­nen.
Art. 3 Risikobeurteilung  

1 Mit ei­ner Ri­si­ko­be­ur­tei­lung muss der Kan­ton aus­führ­lich und ver­ständ­lich do­ku­men­tie­ren, dass sich jeg­li­che Si­cher­heits­ri­si­ken in ei­nem aus­rei­chend tie­fen Rah­men be­we­gen. Die Be­ur­tei­lung be­zieht sich auf fol­gen­de Si­cher­heits­zie­le:

a.
Kor­rekt­heit des Er­geb­nis­ses;
b.
Schutz des Stimm­ge­heim­nis­ses und Aus­schluss vor­zei­ti­ger Teil­er­geb­nis­se;
c.
Ver­füg­bar­keit der Funk­tio­na­li­tät;
d.
Schutz der per­sön­li­chen In­for­ma­tio­nen über die Stimm­be­rech­tig­ten;
e.
Schutz der In­for­ma­tio­nen für die Stimm­be­rech­tig­ten vor Ma­ni­pu­la­tio­nen;
f.
Aus­schluss von Be­wei­sen zum Stimm­ver­hal­ten.

2 Je­des Ri­si­ko muss mit Be­zug auf die Si­cher­heits­zie­le, all­fäl­li­ge mit ih­nen ver­bun­de­ne Da­ten­sät­ze, Be­dro­hun­gen, Schwach­stel­len und die Do­ku­men­ta­ti­on zum Sys­tem und zu des­sen Be­trieb iden­ti­fi­ziert und klar be­schrie­ben wer­den. Der Kan­ton muss auf die­ser Grund­la­ge be­grün­den, wes­halb er die Ri­si­ken als hin­rei­chend ge­ring ein­schätzt.

3 Die Mi­ni­mie­rung von Ri­si­ken darf sich nicht dar­auf ab­stüt­zen, si­cher­heits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen zum Sys­tem und des­sen Be­trieb ge­heim zu hal­ten.

Art. 4 Anforderungen an die Zulassung von mehr als 30 Prozent des kantonalen Elektorats  

1 Soll ein Sys­tem für den Ein­be­zug von mehr als 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu­ge­las­sen wer­den, so müs­sen die Stim­men­den die Mög­lich­keit ha­ben, zu er­ken­nen, ob ih­re Stim­me auf der Be­nut­zer­platt­form oder auf dem Über­tra­gungs­weg ma­ni­pu­liert oder ab­ge­fan­gen wor­den ist (in­di­vi­du­el­le Ve­ri­fi­zier­bar­keit, An­hang Ziff. 4.1 und 4.2).

2 Zur in­di­vi­du­el­len Ve­ri­fi­zie­rung muss die stim­men­de Per­son einen Be­weis er­hal­ten, dass das ser­ver­sei­ti­ge Sys­tem die Stim­me so, wie sie die stim­men­de Per­son in die Be­nut­zer­platt­form ein­ge­ge­ben hat, als sys­tem­kon­form ab­ge­ge­ben re­gis­triert hat. Der Be­weis muss für je­de Teil­stim­me die kor­rek­te Re­gis­trie­rung be­stä­ti­gen.

3 Wird das cli­ent­sei­ti­ge Au­then­ti­sie­rungs­merk­mal elek­tro­nisch zu­ge­stellt, so müs­sen die Stimm­be­rech­tig­ten, die ih­re Stim­me nicht elek­tro­nisch ab­ge­ge­ben ha­ben, nach der Schlies­sung des elek­tro­ni­schen Stimm­ka­nals in­nert der ge­setz­li­chen Be­schwer­de­fris­ten einen Be­weis an­for­dern kön­nen, dass das Sys­tem kei­ne Stim­me re­gis­triert hat, die un­ter Ver­wen­dung ih­res cli­ent­sei­ti­gen Au­then­ti­sie­rungs­merk­mals ab­ge­ge­ben wur­de.

4 Die Stich­hal­tig­keit ei­nes Be­wei­ses darf nicht von der Ver­trau­ens­wür­dig­keit der Be­nut­zer­platt­form oder des Über­tra­gungs­wegs ab­hän­gen.

5 Sie darf auf fol­gen­den Ele­men­ten ba­sie­ren:

a.
Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ser­ver­sei­ti­gen Sys­tems;
b.
Ver­trau­ens­wür­dig­keit der be­son­de­ren tech­ni­schen Hilfs­mit­tel der Stim­men­den; die­se müs­sen be­son­ders ho­he Si­cher­heits­an­for­de­run­gen er­fül­len;
c.
Ver­trau­lich­keit von in Pa­pier­form zu­ge­stell­ten Da­ten; die Ver­trau­lich­keit die­ser Da­ten muss aus­ser­halb der In­fra­struk­tur durch be­son­de­re Mass­nah­men si­cher­ge­stellt sein.
Art. 5 Anforderungen an die Zulassung von mehr als 50 Prozent des kantonalen Elektorats  

1 Soll ein Sys­tem für den Ein­be­zug von mehr als 50 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu­ge­las­sen wer­den, so muss si­cher­ge­stellt sein, dass Stim­men­de oder die Prü­fe­rin­nen und Prü­fer un­ter Ein­hal­tung des Stimm­ge­heim­nis­ses die Mög­lich­keit ha­ben, je­de Ma­ni­pu­la­ti­on zu er­ken­nen, die zu ei­ner Ver­fäl­schung des Er­geb­nis­ses führt (voll­stän­di­ge Ve­ri­fi­zier­bar­keit, An­hang Ziff. 4.3 und 4.4).

2 Die voll­stän­di­ge Ve­ri­fi­zier­bar­keit ist ge­ge­ben, wenn er­wei­ter­te An­for­de­run­gen an die in­di­vi­du­el­le Ve­ri­fi­zier­bar­keit (Abs. 3) und An­for­de­run­gen an die uni­ver­sel­le Ve­ri­fi­zier­bar­keit (Abs. 4‒6) er­füllt sind.

3 Zur in­di­vi­du­el­len Ve­ri­fi­zie­rung sind zu­sätz­lich zu Ar­ti­kel 4 die fol­gen­den An­for­de­run­gen zu er­fül­len:

a.
Der Be­weis muss den Stim­men­den zu­sätz­lich zur Be­stä­ti­gung die­nen, dass die für die uni­ver­sel­le Ve­ri­fi­zie­rung re­le­van­ten Da­ten den ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teil (Abs. 6) er­reicht ha­ben.
b.
Die stim­men­de Per­son muss nach der Schlies­sung des elek­tro­ni­schen Stimm­ka­nals einen Be­weis an­for­dern kön­nen, dass der ver­trau­ens­wür­di­ge Sys­tem­teil nicht be­reits ei­ne Stim­me re­gis­triert hat, die un­ter Ver­wen­dung ih­res cli­ent­sei­ti­gen Au­then­ti­sie­rungs­merk­mals ab­ge­ge­ben wur­de.
c.
Die Stich­hal­tig­keit ei­nes Be­wei­ses darf nicht von der Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ge­sam­ten ser­ver­sei­ti­gen Sys­tems ab­hän­gen. Sie darf je­doch auf der Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teils ba­sie­ren.

4 Zur uni­ver­sel­len Ve­ri­fi­zie­rung er­hal­ten die Prü­fe­rin­nen und Prü­fer einen Be­weis der kor­rek­ten Er­geb­ni­ser­mitt­lung. Sie müs­sen den Be­weis in ei­nem be­ob­acht­ba­ren Pro­zess aus­wer­ten. Da­zu müs­sen sie tech­ni­sche Hilfs­mit­tel ver­wen­den, die vom Rest des Sys­tems un­ab­hän­gig und iso­liert sind. Der Be­weis muss be­stä­ti­gen, dass das er­mit­tel­te Er­geb­nis:

a.
al­le sys­tem­kon­form ab­ge­ge­be­nen Stim­men, die durch den ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teil re­gis­triert wur­den, be­rück­sich­tigt;
b.
aus­sch­liess­lich sys­tem­kon­form ab­ge­ge­be­ne Stim­men be­rück­sich­tigt;
c.
al­le Teil­stim­men ge­mä­ss des im Rah­men der in­di­vi­du­el­len Ve­ri­fi­zie­rung ge­ne­rier­ten Be­wei­ses be­rück­sich­tigt.

5 Die Stich­hal­tig­keit des Be­wei­ses darf nur von der Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teils und des zur Über­prü­fung ein­ge­setz­ten tech­ni­schen Hilfs­mit­tels ab­hän­gen. Gleich­zei­tig dür­fen die Ge­währ­leis­tung des Stimm­ge­heim­nis­ses und der Aus­schluss vor­zei­ti­ger Teil­er­geb­nis­se in­ner­halb der In­fra­struk­tur nur von der Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teils ab­hän­gen.

6 Der ver­trau­ens­wür­di­ge Sys­tem­teil um­fasst ent­we­der ei­ne oder we­ni­ge Grup­pen von durch be­son­de­re Mass­nah­men ge­si­cher­ten, un­ab­hän­gi­gen Kom­po­nen­ten (Kon­troll­kom­po­nen­ten). Ihr Ein­satz muss auch dann je­den Miss­brauch er­kenn­bar ma­chen, wenn pro Grup­pe nur ei­ne der Kon­troll­kom­po­nen­ten kor­rekt funk­tio­niert und ins­be­son­de­re nicht un­be­merkt ma­ni­pu­liert wird. Für die Ver­trau­ens­wür­dig­keit des ver­trau­ens­wür­di­gen Sys­tem­teils ist die un­ter­schied­li­che Aus­ge­stal­tung der Kon­troll­kom­po­nen­ten so­wie die Un­ab­hän­gig­keit von de­ren Be­trieb und de­ren Über­wa­chung mass­ge­bend.

Art. 6 Zusätzliche Massnahmen zur Risikominimierung  

Falls die Ri­si­ken trotz der er­grif­fe­nen Mass­nah­men nicht hin­rei­chend klein sind, so müs­sen zur Ri­si­komi­ni­mie­rung zu­sätz­li­che Mass­nah­men er­grif­fen wer­den. Dies gilt ins­be­son­de­re auch dann, wenn sämt­li­che An­for­de­run­gen nach An­hang Zif­fer 2–4 be­reits um­ge­setzt sind.

Art. 7 Anforderungen an die Überprüfung  

1 Die Kan­to­ne sor­gen da­für, dass die Er­fül­lung der Vor­aus­set­zun­gen von un­ab­hän­gi­gen Stel­len über­prüft wird. Die Über­prü­fung fin­det ins­be­son­de­re statt, wenn das Sys­tem oder sein Be­trieb so ge­än­dert wor­den sind, dass die Er­fül­lung der Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­las­sung in Fra­ge ge­stellt sein könn­te.

2 Falls mehr als 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu ei­nem Ver­such zu­ge­las­sen wer­den soll (Art. 4 und 5), so müs­sen das Sys­tem und sein Be­trieb hin­sicht­lich fol­gen­der Kri­te­ri­en be­son­ders ein­ge­hend ge­prüft wer­den:

a.
kryp­to­gra­fi­sches Pro­to­koll (An­hang Ziff. 5.1);
b.
Funk­tio­na­li­tät (An­hang Ziff. 5.2);
c.
Si­cher­heit von In­fra­struk­tur und Be­trieb (An­hang Ziff. 5.3);
d.
Schutz ge­gen Ver­su­che, in die In­fra­struk­tur ein­zu­drin­gen (An­hang Ziff. 5.5);
e.
An­for­de­run­gen an Dru­cke­rei­en (An­hang Ziff. 5.6);
f.2
bei Ver­wen­dung ei­nes Sys­tems mit der Ei­gen­schaft der voll­stän­di­gen Ve­ri­fi­zier­bar­keit nach Ar­ti­kel 5: Kon­troll­kom­po­nen­ten (An­hang Ziff. 5.4).

3 Falls höchs­tens 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­trorats zu ei­nem Ver­such zu­ge­las­sen wer­den soll und das Sys­tem die Ei­gen­schaft der voll­stän­di­gen Ve­ri­fi­zier­bar­keit nach Ar­ti­kel 5 auf­weist, so müs­sen das Sys­tem und sein Be­trieb hin­sicht­lich fol­gen­der Kri­te­ri­en be­son­ders ein­ge­hend ge­prüft wer­den:

a.
kryp­to­gra­fi­sches Pro­to­koll (An­hang Ziff. 5.1);
b.
Funk­tio­na­li­tät (An­hang Ziff. 5.2), wo­bei die Über­prü­fung die Soft­wa­re von Be­hör­den­por­ta­len, die mit ei­nem Sys­tem ver­bun­den sind, aus­sch­lies­sen darf;
c.
Si­cher­heit von In­fra­struk­tur und Be­trieb (An­hang Ziff. 5.3), wo­bei sich die Über­prü­fung auf die­je­ni­ge In­fra­struk­tur be­schrän­ken darf, die die Stim­me re­gis­triert und den Be­weis zu Han­den der Stim­men­den ge­mä­ss Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 er­stellt;
d.
Schutz ge­gen Ver­su­che, in die In­fra­struk­tur ein­zu­drin­gen (An­hang Ziff. 5.5);
e.
Kon­troll­kom­po­nen­ten (An­hang Ziff. 5.4).3

2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BK vom 30. Mai 2018, in Kraft seit 1. Ju­li 2018 (AS 2018 2279).

3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BK vom 30. Mai 2018, in Kraft seit 1. Ju­li 2018 (AS 2018 2279).

Art. 7a Offenlegung des Quellcodes 4  

1 Der Quell­co­de der Soft­wa­re des Sys­tems muss of­fen­ge­legt wer­den.

2 Die Of­fen­le­gung fin­det statt, wenn das Sys­tem die Ei­gen­schaft der voll­stän­di­gen Ve­ri­fi­zier­bar­keit nach Ar­ti­kel 5 auf­weist, und:

a.
nach der Über­prü­fung nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 2, falls mehr als 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu ei­nem Ver­such zu­ge­las­sen wer­den soll;
b.
nach der Über­prü­fung nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 3, falls höchs­tens 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu ei­nem Ver­such zu­ge­las­sen wer­den soll.

3 Nicht of­fen­ge­legt wer­den muss der Quell­co­de von:

a.
Dritt­kom­po­nen­ten wie Be­triebs­sys­te­men, Da­ten­ban­ken, Web- und Ap­pli­ka­ti­ons­ser­vern, Rech­te­ver­wal­tungs­sys­te­men, Fi­re­walls oder Rou­tern, so­fern die­se weit ver­brei­tet sind und lau­fend ak­tua­li­siert wer­den;
b.
Be­hör­den­por­ta­len, die mit ei­nem Sys­tem ver­bun­den sind.

4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BK vom 30. Mai 2018, in Kraft seit 1. Ju­li 2018 (AS 2018 2279).

Art. 7b Modalitäten der Offenlegung des Quellcodes 5  

1 Der Quell­co­de muss nach bes­ten Prak­ti­ken auf­be­rei­tet und do­ku­men­tiert wer­den.

2 Er muss ein­fach und un­ent­gelt­lich über das In­ter­net be­zieh­bar sein.

3 Ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on zum Sys­tem und zu des­sen Be­trieb muss die Re­le­vanz der ein­zel­nen Tei­le des Quell­co­des für die Si­cher­heit der elek­tro­ni­schen Stimm­ab­ga­be er­klä­ren. Sie ist zu­sam­men mit dem Quell­co­de of­fen­zu­le­gen.

4 Je­der und je­de darf den Quell­co­de zu ide­el­len Zwe­cken un­ter­su­chen, ver­än­dern, kom­pi­lie­ren und aus­füh­ren so­wie da­zu Stu­di­en ver­fas­sen und die­se pu­bli­zie­ren. Der Eig­ner des Quell­co­des kann des­sen Nut­zung zu an­de­ren Zwe­cken er­lau­ben.

5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BK vom 30. Mai 2018, in Kraft seit 1. Ju­li 2018 (AS 2018 2279).

Art. 8 Belege zu den Gesuchen  

1 Den nach den Ar­ti­keln 27c und 27e Ab­satz 1 VPR ein­ge­reich­ten Ge­su­chen sind bei­zu­le­gen:

a.
Be­le­ge oder Zer­ti­fi­ka­te, dass das Sys­tem und des­sen Be­trieb hin­sicht­lich der ge­stell­ten An­for­de­run­gen ge­prüft wor­den sind und sämt­li­che An­for­de­run­gen wirk­sam er­fül­len (An­hang Ziff. 6.1–6.3);
b.
Be­le­ge, dass die Be­ur­tei­lung der Ri­si­ken im Vor­feld ei­nes Ur­nen­gangs vor­ge­nom­men wur­de; aus die­sen muss her­vor­ge­hen, wes­halb sich die ein­ge­schätz­ten Ri­si­ken in ei­nem aus­rei­chend tie­fen Rah­men be­we­gen (An­hang Ziff. 6.4).

2 Auf Be­le­ge, die die Bun­des­kanz­lei be­reits er­hal­ten hat und die noch gül­tig sind, kann ver­wie­sen wer­den.

Art. 9 Weitere Bestimmungen  

1 Die de­tail­lier­ten tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven An­for­de­run­gen an die elek­tro­ni­sche Stimm­ab­ga­be sind im An­hang ge­re­gelt.

2 Bis zum 30. Ju­ni 2015 kann ein Kan­ton in Aus­nah­me­fäl­len von der Um­set­zung ein­zel­ner An­for­de­run­gen aus An­hang Zif­fer 2 und 3 be­freit wer­den, so­fern:

a.
nicht mehr als 30 Pro­zent des kan­to­na­len Elek­to­rats zu­ge­las­sen wer­den sol­len;
b.
die nicht um­ge­setz­ten An­for­de­run­gen im Ge­such be­zeich­net sind; und
c.
der Kan­ton die al­ter­na­ti­ven Mass­nah­men be­schreibt und mit Be­zug auf die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung be­grün­det, wes­halb er die Ri­si­ken als hin­rei­chend ge­ring ein­schätzt.
Art. 10 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 15. Ja­nu­ar 2014 in Kraft.

Anhang

(Art. 9 Abs. 1)

Technische und administrative Anforderungen an die elektronische Stimmabgabe 66

6 Der Text des Anhangs zu dieser Verordnung wird in der AS nicht publiziert (AS 2018 2279). Er kann kostenlos abgerufen werden unter www.bk.admin.ch > Politische Rechte > E-Voting > Bundesrechtliche Anforderungen oder kostenlos bezogen werden bei der Bundeskanzlei, Sektion Politische Rechte, Bundeshaus West, 3003 Bern.

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