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Verordnung der Bundesversammlung
zum Parlamentsressourcengesetz
(VPRG)1

vom 18. März 1988 (Stand am 1. September 2014)

1 Fassung gemäss Ziff. I der V der BVers vom 21. Juni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf Artikel 14 des Parlamentsressourcengesetzes vom 18. März 19882 (PRG),3

beschliesst:

2 SR 171.21

3 Fassung gemäss Ziff. I der V der BVers vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2005 713; BBl 200414851497).

1

Art. 1 und 24  

4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

Art. 3 Mahlzeiten- und Übernachtungsentschädigung 5  

1 Die Mahl­zei­ten­ent­schä­di­gung be­trägt 115 Fran­ken6 pro Tag, die Über­nach­tungs­ent­schä­di­gung 180 Fran­ken7.

2 Die Über­nach­tungs­ent­schä­di­gung wird aus­ge­rich­tet für die Über­nach­tung zwi­schen zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Sit­zungs­ta­gen. Sie ent­fällt für Rats­mit­glie­der, die in ei­ner Di­stanz von nicht mehr als 30 Mi­nu­ten Rei­se­zeit mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln oder im Um­kreis von zehn Ki­lo­me­tern Luft­di­stanz vom Sit­zungs­ort woh­nen. Rats­mit­glie­der, wel­che kein An­recht auf ei­ne Über­nach­tungs­ent­schä­di­gung ha­ben, er­hal­ten die­se auf An­trag aus­nahms­wei­se für die im Rah­men ih­rer par­la­men­ta­ri­schen Tä­tig­keit ent­stan­de­nen Über­nach­tungs­kos­ten.8

2bis Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on der Bun­des­ver­samm­lung (Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on) legt für Rats­mit­glie­der, die im Zeit­punkt ih­rer Wahl den Wohn­sitz im Aus­land ha­ben, wei­ter­ge­hen­de Ent­schä­di­gun­gen fest. Die Di­stanz vom Wohn­ort wird da­bei an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt.9

3 Für die Tä­tig­keit im Aus­land be­trägt die Mahl­zei­ten- und Über­nach­tungs­ent­schä­di­gung ins­ge­samt 395 Fran­ken10 pro Tag. Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on11 kann hö­he­re Ent­schä­di­gun­gen fest­set­zen:

a.
für ein­zel­ne Län­der und Städ­te, wenn es die Ver­hält­nis­se er­for­dern;
b.
in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len ge­gen Vor­la­ge von Be­le­gen.

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

6 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. d der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

7 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. e der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. März 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2014 (AS 2015 1135; BBl 201379797985).

9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 18. März 2011 (Rats­mit­glie­der mit Wohn­sitz im Aus­land), in Kraft seit 5. Dez. 2011 (AS 2011 5005; BBl 2010 87598765).

10 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. f der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

11 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 18. März 2011 (Rats­mit­glie­der mit Wohn­sitz im Aus­land), in Kraft seit 5. Dez. 2011 (AS 2011 5005; BBl 2010 87598765). Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.

Art. 4 Reiseentschädigung 12  

1 Die Rats­mit­glie­der er­hal­ten als Pau­schal­ent­schä­di­gung für Rei­sen im In­land:

a.
ein Ge­ne­rala­bon­ne­ment 1. Klas­se der schwei­ze­ri­schen Trans­port­un­ter­neh­mun­gen; oder
b.
einen Be­trag in Hö­he der dem Bund ent­ste­hen­den Kos­ten ei­nes sol­chen Abon­ne­ments.

1bis Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on legt für Rats­mit­glie­der, die im Zeit­punkt ih­rer Wahl den Wohn­sitz im Aus­land ha­ben, wei­ter­ge­hen­de Ent­schä­di­gun­gen fest. Die Di­stanz vom Wohn­ort wird da­bei an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt.13

2 Rats­mit­glie­dern, die ihr Mo­tor­fahr­zeug be­nüt­zen, wer­den die Park­ge­büh­ren zu­rück­er­stat­tet. Schä­den, die bei die­sen Fahr­ten am Mo­tor­fahr­zeug ent­ste­hen, deckt der Bund.

3 In Son­der­fäl­len er­hal­ten Rats­mit­glie­der einen zu­sätz­li­chen Bei­trag an ef­fek­ti­ve Rei­se­kos­ten, vor al­lem für in­län­di­sche Li­ni­en­flü­ge von und nach Bern. Über die Ge­wäh­rung und die Hö­he die­ses Bei­tra­ges ent­schei­det die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on.

4 Für Rei­sen zu An­läs­sen im Aus­land be­sorgt der Bund die not­wen­di­gen Bil­let­te. Or­ga­ni­siert das Rats­mit­glied sei­ne Rei­se selbst, so wer­den ihm fol­gen­de Kos­ten er­stat­tet:

a.
für Rei­sen, die mit Li­ni­en­flü­gen aus­ge­führt wer­den kön­nen: die Hälf­te der dem Bund ent­ste­hen­den Kos­ten für einen Flug in der Busi­ness-Class;
b.
für üb­ri­ge Rei­sen: die Kos­ten für ein Bahn­bil­lett der 1. Klas­se ab der Schwei­zer­gren­ze.

12 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

13 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 18. März 2011 (Rats­mit­glie­der mit Wohn­sitz im Aus­land), in Kraft seit 5. Dez. 2011 (AS 2011 5005; BBl 2010 87598765).

Art. 5 Gemeinsame Bestimmungen für das Taggeld, die Mahlzeiten‑, Übernachtungs‑, Reise- und Distanzentschädigung 14  

1 Rats­mit­glie­der, die oh­ne Auf­trag des Bü­ros oder ei­ner Kom­mis­si­on auf Ein­la­dung ei­ner Bun­des­be­hör­de an ei­ner von ihr durch­ge­führ­ten Ta­gung oder Ver­an­stal­tung teil­neh­men, ha­ben An­spruch auf die Mahl­zei­ten‑, Über­nach­tungs‑, Rei­se- und Dis­tan­zent­schä­di­gung, je­doch nicht auf ein Tag­geld.

2 Mahl­zei­ten‑, Über­nach­tungs- und Rei­seent­schä­di­gung ent­fal­len, so­weit der Bund Ver­kehrs­mit­tel, Ver­pfle­gung und Un­ter­kunft zur Ver­fü­gung stellt. Ver­ein­zel­te vom Bund an­ge­bo­te­ne Mahl­zei­ten wer­den je­doch nicht an­ge­rech­net.

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

Art. 6 Distanzentschädigung 15  

1 Die Di­stan­zent­schä­di­gung be­steht aus zwei Drit­teln Spe­se­n­er­satz und ei­nem Drit­tel Ent­schä­di­gung für Ein­kom­mens­aus­fall. Sie wird in Form ei­ner Pau­scha­le pro Rei­se fest­ge­legt.

2 Sie wird auf Grund der Rei­se­zeit mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln in der Re­gel ein­mal pro Le­gis­la­tur­pe­ri­ode be­rech­net.

3 Sie be­trägt 22.50 Fran­ken16 für je­de Vier­tel­stun­de, die ei­ne Rei­se­zeit von 11/2 Stun­den vom Wohn­ort nach Bern über­steigt.

3bis Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on legt für Rats­mit­glie­der, die im Zeit­punkt ih­rer Wahl den Wohn­sitz im Aus­land ha­ben, wei­ter­ge­hen­de Ent­schä­di­gun­gen fest. Die Di­stanz vom Wohn­ort wird da­bei an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt.17

4 Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on ge­neh­migt die von den Par­la­ments­diens­ten be­rech­ne­ten Di­stan­zent­schä­di­gun­gen und ent­schei­det in Son­der­fäl­len.

15 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

16 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. g der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

17 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 18. März 2011 (Rats­mit­glie­der mit Wohn­sitz im Aus­land), in Kraft seit 5. Dez. 2011 (AS 2011 5005; BBl 2010 87598765).

Art. 7 Vorsorgeentschädigung 18  

1 Die Vor­sor­ge­ent­schä­di­gung be­trägt pro Jahr 16 Pro­zent des obe­ren Grenz­be­tra­ges nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 198219 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVG). Das Rats­mit­glied trägt einen Vier­tel der Vor­sor­ge­ent­schä­di­gung aus ei­ge­nen Mit­teln bei.

2 Die Vor­sor­ge­leis­tung aus dem Vor­sor­ge­werk nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 3 PRG wird wie folgt aus­ge­rich­tet:

a.
Schei­det ein Rats­mit­glied vor Vollen­dung sei­nes 60. Al­ters­jah­res aus dem Rat aus, so wird das Gut­ha­ben auf ei­ne vom Rats­mit­glied be­zeich­ne­te Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung über­wie­sen.
b.
Schei­det ein Rats­mit­glied zwi­schen dem vollen­de­ten 60. und dem vollen­de­ten 65. Al­ters­jahr aus dem Rat aus, so wird das Gut­ha­ben fäl­lig und als Al­ters­ka­pi­tal aus­be­zahlt. So­fern das Rats­mit­glied wei­ter­hin er­werbs­tä­tig ist, kann das Gut­ha­ben als Aus­tritts­leis­tung an die Vor­sor­ge­ein­rich­tung über­wie­sen wer­den, bei wel­cher es ver­si­chert ist.
c.
Nach Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res wird das Gut­ha­ben dem Rats­mit­glied als Al­ters­ka­pi­tal aus­be­zahlt.
d.
Im To­des­fall wird das Gut­ha­ben als To­des­fall­ka­pi­tal an die Be­güns­tig­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 7b Ab­satz 4 die­ser Ver­ord­nung aus­be­zahlt.

3 Die Bei­trä­ge der Rats­mit­glie­der für das Vor­sor­ge­werk nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 3 PRG sind bei den di­rek­ten Steu­ern von Bund, Kan­to­nen und Ge­mein­den vom Ein­kom­men ab­zieh­bar. Die Leis­tun­gen aus dem Vor­sor­ge­werk stel­len steu­er­ba­re Ein­künf­te aus Vor­sor­ge dar.

4 Mit die­ser Vor­sor­ge­ent­schä­di­gung sind für das mit dem Par­la­ments­man­dat ver­bun­de­ne Ein­kom­men so­wohl die Bei­trags­pflicht des Bun­des als auch die­je­ni­ge des Rats­mit­glie­des an die be­ruf­li­che Vor­sor­ge er­füllt.

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2005 713; BBl 200414851497).

19 SR 831.40

Art. 7a Vorsorge für den Invaliditätsfall 20  

1 Die Rats­mit­glie­der er­hal­ten im In­va­li­di­täts­fall ei­ne Ren­te.

2 Für die Be­stim­mung des Gra­des der In­va­li­di­tät und den Be­ginn des An­spru­ches auf In­va­li­den­ren­te sind die Ar­ti­kel 28 und 29 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 195921 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung so­wie die ent­spre­chen­den Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen mass­ge­bend.

3 Die vol­le In­va­li­den­ren­te be­trägt jähr­lich 250 Pro­zent des Höchst­be­tra­ges der jähr­li­chen Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 194622 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHVG). All­fäl­li­ge In­va­li­di­täts­leis­tun­gen von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge oder an­er­kann­ter For­men der ge­bun­de­nen Selbst­vor­sor­ge (Säu­le 3a) im Fal­le von Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den wer­den an­ge­rech­net.

20Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2003 (AS 20033665; BBl 200270827102).

21 SR 831.20

22 SR 831.10

Art. 7b Vorsorge für den Todesfall 23  

1 Im To­des­fall er­hal­ten die vom Rats­mit­glied be­zeich­ne­ten Per­so­nen ei­ne Ka­pi­tal­leis­tung.

2 Das To­des­fall­ka­pi­tal ent­spricht dem Höchst­be­trag der jähr­li­chen Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 AHVG24 mul­ti­pli­ziert mit der An­zahl Jah­re, die sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen dem 65. Al­ters­jahr und dem Al­ter am To­des­tag er­gibt. Das Al­ter am To­des­tag er­gibt sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen dem lau­fen­den Ka­len­der­jahr und dem Ge­burts­jahr.

3 Für Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de wer­den Leis­tun­gen von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge oder an­er­kann­ter For­men der ge­bun­de­nen Selbst­vor­sor­ge (Säu­le 3a) an­ge­rech­net. Ren­ten­leis­tun­gen wer­den zum ka­pi­ta­li­sier­ten Wert be­rück­sich­tigt.

4 Die Rang­fol­ge der be­güns­tig­ten Per­so­nen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 Buch­sta­be b und Ab­satz 2 der Frei­zü­gig­keits­ver­ord­nung vom 3. Ok­to­ber 199425.

23Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2003 (AS 20033665; BBl 200270827102).

24 SR 831.10

25 SR 831.425

Art. 8 Krankheit und Unfall im Ausland 26  

1 Der Bund schliesst ei­ne Ver­si­che­rung ab, die bei Krank­heit oder Un­fall ei­nes Rats­mit­glie­des im Aus­land an­läss­lich ei­ner par­la­men­ta­ri­schen Tä­tig­keit die fol­gen­den Min­dest­leis­tun­gen er­bringt:

a.
min­des­tens 30 000 Fran­ken für die Kos­ten der Rück­füh­rung in die Schweiz;
b.
min­des­tens 100 000 Fran­ken an die Kos­ten bei Arzt­be­hand­lung und Spi­tal­auf­ent­halt;
c.
min­des­tens 30 000 Fran­ken Kos­ten­vor­schuss an die Kos­ten ei­nes Spi­tal­auf­ent­halts.

2 Die Leis­tun­gen der Ver­si­che­rung nach Ab­satz 1 ver­min­dern sich im Um­fang der Leis­tun­gen der per­sön­li­chen Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rung des Rats­mit­glie­des.

3 Der Leis­tungs­an­spruch des Rats­mit­glie­des be­steht di­rekt ge­gen­über der Ver­si­che­rung.

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2005 713; BBl 200414851497).

Art. 8a Taggeldersatz 27  

1 Der An­spruch auf Er­satz für das ent­gan­ge­ne Tag­geld be­steht ab Ein­tritt der Krank­heit oder ab dem Un­fal­ler­eig­nis wäh­rend ma­xi­mal 730 Ka­len­der­ta­gen. Er en­det mit dem Be­ginn ei­nes An­spruchs auf In­va­li­den­ren­te.

2 Wäh­rend den ers­ten 30 Ka­len­der­ta­gen hat das Rats­mit­glied An­spruch auf 100 Pro­zent des ent­gan­ge­nen Tag­gel­des. Ab dem 31. Ka­len­der­tag be­trägt der An­spruch 80 Pro­zent.

3 Wäh­rend des Mut­ter­schafts­ur­lau­bes hat die Par­la­men­ta­rie­rin An­spruch auf 100 Pro­zent des ent­gan­ge­nen Tag­gel­des.

4 Wird ein An­spruch auf mehr als fünf Tag­gel­der­satz­zah­lun­gen gel­tend ge­macht, so ist ein Arzt­zeug­nis vor­zu­le­gen.

27Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2003 (AS 20033665; BBl 200270827102).

Art. 8b Überbrückungshilfe 28  

1 Die Über­brückungs­hil­fe be­trägt höchs­tens 100 Pro­zent des Höchst­be­tra­ges der jähr­li­chen Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 AHVG29.

2 Das Ein­kom­men ei­nes Rats­mit­glie­des ge­mä­ss Ar­ti­kel 8a Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Par­la­mentsres­sour­cen­ge­set­zes vom 18. März 1988 be­misst sich nach dem Jah­res­ein­kom­men und der durch­schnitt­li­chen Sum­me der wäh­rend des letz­ten Ka­len­der­jah­res an die Rats­mit­glie­der ent­rich­te­ten Tag­gel­der.

28Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V der BVers vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2003 (AS 20033665; BBl 200270827102).

29 SR 831.10

Art. 9 Zulage für Ratspräsidenten und Vizepräsidenten  

1 Die Zu­la­ge be­trägt für die Rats­prä­si­den­ten 44 000 Fran­ken30, für die Vi­ze­prä­si­den­ten 11 000 Fran­ken31.

2 Sie ist Er­satz für die Aus­la­gen und Spe­sen, die ih­nen aus dem Amt er­wach­sen. Für die Teil­nah­me an Ver­an­stal­tun­gen im Aus­land so­wie für die Be­glei­tung von aus­län­di­schen Par­la­ments­de­le­ga­tio­nen in der Schweiz wer­den sie je­doch ge­son­dert ent­schä­digt.

30 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. h der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

31 Ent­schä­di­gung ge­mä­ss ge­mä­ss Ziff. I Bst. i der V der BVers vom 15. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Sept. 2012 (AS 2012 4573; BBl 2012 383393).

Art. 10 Fraktionsbeiträge 32  

1 Der Grund­bei­trag be­trägt 144 500 Fran­ken, der Bei­trag pro Mit­glied 26 800 Fran­ken.

2 Die Frak­tio­nen be­rich­ten je­weils bis En­de März der Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on über die Ver­wen­dung der Bei­trä­ge im ver­gan­ge­nen Rech­nungs­jahr.

32 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 11. Dez. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 6571; BBl 200961976205).

Art. 11 Repräsentationsauslagen und Experten  

1 Die Rats­prä­si­den­ten ver­wal­ten den Kre­dit für die Re­prä­sen­ta­ti­ons­aus­la­gen.

2 Die von den Kom­mis­sio­nen und De­le­ga­tio­nen bei­ge­zo­ge­nen Ex­per­ten und Aus­kunfts­per­so­nen er­hal­ten in der Re­gel die glei­che Ent­schä­di­gung wie die Rats­mit­glie­der, so­fern sie nicht im ei­ge­nen In­ter­es­se Aus­kunft er­tei­len.33 Für Gut­ach­ten und stän­di­ge Ex­per­ten­be­glei­tung wird in ei­nem schrift­li­chen Ver­trag ei­ne Ent­schä­di­gung fest­ge­legt, die dem Ar­beits­auf­wand, der Schwie­rig­keit und der Be­deu­tung des Auf­tra­ges Rech­nung trägt. Es wer­den die ver­gleich­ba­ren Ta­ri­fe der Be­rufs­or­ga­ni­sa­tio­nen be­rück­sich­tigt. Die Ver­wal­tungs­de­le­ga­ti­on kann ab­wei­chen­de Ent­schä­di­gun­gen fest­le­gen, ins­be­son­de­re bei aus­län­di­schen Ex­per­ten und in Son­der­fäl­len.34

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 20. März 2008, in Kraft seit 1. April 2008 (AS 2008 1219; BBl 2008 149161).

34 Fas­sung des vier­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 20. März 2008, in Kraft seit 1. April 2008 (AS 2008 1219; BBl 2008 149161).

Art. 12 Einschränkungen 35  

1 Die Ein­kom­men, Ent­schä­di­gun­gen und Bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 2 und 3a des Par­la­mentsres­sour­cen­ge­set­zes vom 18. März 1988 und nach den Ar­ti­keln 7, 9 und 10 die­ser Ver­ord­nung wer­den bei Ein- und Rück­trit­ten im Lau­fe ei­nes Amts­jah­res ent­spre­chend an­ge­passt.

2 Die Jah­res­ein­kom­men und -ent­schä­di­gun­gen wer­den an­ge­mes­sen ge­kürzt, wenn ein Rats­mit­glied wäh­rend ei­nes Quar­tals oder län­ger aus an­dern als aus Krank­heits- oder Un­fall­grün­den nicht an den Ar­bei­ten sei­nes Ra­tes und der Kom­mis­sio­nen teil­nimmt.

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

Art. 13 Referendum und Inkrafttreten 36  

1 Die­ser Be­schluss ist all­ge­mein­ver­bind­lich37; er un­ter­steht je­doch auf Grund von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 des Ent­schä­di­gungs­ge­set­zes vom 18. März 198838 nicht dem Re­fe­ren­dum.

2 Er tritt zu­sam­men mit dem Ent­schä­di­gungs­ge­setz vom 18. März 198839 in Kraft.

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3632; BBl 2002 40014006).

37 Heu­te: Ver­ord­nung der BVers (Art. 163 Abs. 1 der BV – SR 101).

38 Heu­te: Par­la­mentsres­sour­cen­ge­setz.

39 Die­ses BG ist am 1. Ju­li 1988 in Kraft ge­tre­ten.

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