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Regierungs- und
Verwaltungsorganisationsverordnung
(RVOV)

vom 25. November 1998 (Stand am 8. Juli 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 24, 43, 47, 57c Absatz 2 und 57g Absatz 1 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19971 (RVOG)
und Artikel 6a Absatz 2 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 20002,3

verordnet:

1 SR 172.010

2 SR 172.220.1

3 Fassung gemäss Ziff. I 1 der Karenzfristverordnung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5019).

1. Kapitel: Der Bundesrat

Art. 1 Verhandlungen  

(Art. 13, 16 Abs. 1 und 4, 17 RVOG)

1 Die Sit­zun­gen des Bun­des­ra­tes fin­den in der Re­gel ein­mal je­de Wo­che statt.

2 Ge­schäf­te von we­sent­li­cher Be­deu­tung oder von po­li­ti­scher Trag­wei­te wer­den ein­zeln be­ra­ten und be­schlos­sen. Ge­schäf­te von weit rei­chen­der Be­deu­tung kön­nen im Rah­men von Klau­su­ren be­han­delt wer­den.

3 Die üb­ri­gen Ge­schäf­te kön­nen, wenn sie un­be­strit­ten sind, oh­ne Ein­zel­be­ra­tung ge­samt­haft ver­ab­schie­det oder in ei­nem schrift­li­chen Be­schluss­ver­fah­ren er­le­digt wer­den. Prä­si­dial­ent­schei­de nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 4 RVOG blei­ben vor­be­hal­ten.4

4 Wenn es die Um­stän­de er­for­dern und kei­ne Zeit für die Durch­füh­rung ei­ner Sit­zung zur Ver­fü­gung steht, kann der Bun­des­rat auch ein­zel­ne Ge­schäf­te nach Ab­satz 2 schrift­lich oder mit an­de­ren Mit­teln ver­han­deln. Die­se Be­schlüs­se sind den­je­ni­gen in den Sit­zun­gen gleich­ge­stellt. Prä­si­dial­ent­schei­de nach Ar­ti­kel 26 Ab­sät­ze 1–3 RVOG blei­ben vor­be­hal­ten.5

5 Die Be­schlüs­se wer­den für je­des Ge­schäft schrift­lich fest­ge­hal­ten.

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

Art. 1a und 1b6  

6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Nov. 2011 (AS 2011 6089). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 1 der Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 29. Nov. 2013 für den Bun­des­rat, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4561).

Art. 2 Geschäftsplanung  

(Art. 25 Abs. 2 Bst. a, 32 Bst. b und 33 RVOG)

1 Mit der Ge­schäfts­pla­nung wird si­cher­ge­stellt, dass die Ge­schäf­te im Bun­des­rat ent­spre­chend ih­rer Be­deu­tung und Dring­lich­keit be­han­delt wer­den kön­nen.

2 Die Bun­des­prä­si­den­tin oder der Bun­des­prä­si­dent legt mit der Bun­des­kanz­lei und den De­par­te­men­ten die wich­tigs­ten Ge­schäf­te und The­menschwer­punk­te für ein Quar­tal oder Se­mes­ter fest.

Art. 3 Anträge, Aussprachen und Informationsnotizen  

(Art. 14, 15, 17 RVOG)

1 Der Bun­des­rat fasst sei­ne Be­schlüs­se in der Re­gel ge­stützt auf schrift­li­che An­trä­ge und nach ab­ge­schlos­se­nem Mit­be­richts­ver­fah­ren (Art. 5).

2 Das An­trags­recht steht den Mit­glie­dern des Bun­des­ra­tes so­wie, für die Ge­schäf­te der Bun­des­kanz­lei, der Bun­des­kanz­le­rin oder dem Bun­des­kanz­ler zu.

3 So­weit das Bun­des­recht an­de­re Be­hör­den oder Or­ga­ne be­zeich­net, die dem Bun­des­rat Ge­schäf­te vor­le­gen oder An­trä­ge un­ter­brei­ten kön­nen, ge­schieht dies über die Bun­des­kanz­lei oder das De­par­te­ment, das den engs­ten Sach­be­zug zum be­tref­fen­den Ge­schäft auf­weist.

4 Der Bun­des­rat führt Aus­spra­chen ins­be­son­de­re zu Ge­schäf­ten von weit rei­chen­der Be­deu­tung durch. Er trifft bei Be­darf Zwi­schen­ent­schei­de, legt Grund­zü­ge ei­ner Lö­sung fest und er­teilt dem zu­stän­di­gen De­par­te­ment oder der Bun­des­kanz­lei An­wei­sun­gen zur Be­ar­bei­tung des Ge­schäfts.

5 Die De­par­te­men­te oder die Bun­des­kanz­lei kön­nen dem Bun­des­rat je­der­zeit oh­ne for­mel­len An­trag In­for­ma­ti­ons­no­ti­zen über wich­ti­ge Vor­gän­ge und Tä­tig­kei­ten in ih­rem Auf­ga­ben­be­reich zu­lei­ten.

Art. 4 Ämterkonsultation  

1 Bei der Vor­be­rei­tung von An­trä­gen lädt das fe­der­füh­ren­de Amt die mit­in­ter­es­sier­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten un­ter An­set­zung an­ge­mes­se­ner Fris­ten zur Stel­lung­nah­me ein. In be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len kann auf die Äm­ter­kon­sul­ta­ti­on ver­zich­tet oder kann die­se auf einen en­gen Adres­sa­ten­kreis be­schränkt wer­den.

1bis Bei ver­trau­li­chen und ge­hei­men Ge­schäf­ten des Bun­des­ra­tes sind zu wich­ti­gen und strit­ti­gen recht­li­chen Fra­gen nach Mög­lich­keit vor der Sit­zung des Bun­des­ra­tes die für die vor­gän­gi­ge recht­li­che Prü­fung zu­stän­di­gen Ver­wal­tungs­ein­hei­ten zu kon­sul­tie­ren.7

2 Dif­fe­ren­zen wer­den so weit wie mög­lich in der Äm­ter­kon­sul­ta­ti­on be­rei­nigt; das fe­der­füh­ren­de De­par­te­ment er­stat­tet dem Bun­des­rat dar­über Be­richt.

3 Als mit­in­ter­es­siert gel­ten die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, die einen fach­li­chen Be­zug zum Ge­schäft ha­ben oder die für die Be­ur­tei­lung fi­nan­zi­el­ler, recht­li­cher oder for­mel­ler Aspek­te zu­stän­dig sind.

7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 der Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 29. Nov. 2013 für den Bun­des­rat, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4561).

Art. 5 Mitberichtsverfahren  

(Art. 15 und 33 RVOG)

1 Das Mit­be­richts­ver­fah­ren dient der Ent­scheid­vor­be­rei­tung auf Stu­fe Bun­des­rat. Ziel des Ver­fah­rens ist es, dass sich der Bun­des­rat in den Ver­hand­lun­gen auf grund­sätz­li­che Aspek­te kon­zen­trie­ren kann.

1bis Das Mit­be­richts­ver­fah­ren be­ginnt mit der Un­ter­zeich­nung des An­trags durch das fe­der­füh­ren­de De­par­te­ment.8

2 Das fe­der­füh­ren­de De­par­te­ment reicht der Bun­des­kanz­lei den un­ter­zeich­ne­ten An­trag recht­zei­tig zur Durch­füh­rung des Mit­be­richts­ver­fah­rens ein.9

8 Ein­ge­fügt durch An­hang 2 Ziff. 1 der Öf­fent­lich­keits­ver­ord­nung vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2331).

9 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 1 der Öf­fent­lich­keits­ver­ord­nung vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2331).

1a. Kapitel: Informationsgesuche von Ratsmitgliedern und parlamentarischen Kommissionen10

10 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 19. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Dez. 2003 (AS 2003 4117).

Art. 5a  

1 Über Ge­su­che von Rats­mit­glie­dern und von par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen um In­for­ma­tio­nen nach den Ar­ti­keln 7 be­zie­hungs­wei­se 150 des Par­la­ments­ge­set­zes vom 13. De­zem­ber 200211 (ParlG) ent­schei­det das zu­stän­di­ge De­par­te­ment. Be­steht zwi­schen der Ge­such­stel­le­rin oder dem Ge­such­stel­ler und dem zu­stän­di­gen De­par­te­ment Un­ei­nig­keit über den Um­fang der In­for­ma­ti­ons­rech­te, so ent­schei­det der Bun­des­rat.

2 Der Bun­des­rat ent­schei­det in je­dem Fall:

a.
bei In­for­ma­tio­nen, die sei­ner un­mit­tel­ba­ren Ent­scheid­fin­dung die­nen, auf An­trag der Bun­des­kanz­lei;
b.
bei In­for­ma­tio­nen aus dem Be­reich des Staats­schut­zes und der Nach­rich­ten­diens­te auf An­trag des zu­stän­di­gen De­par­te­men­tes.

3 Ge­su­che um Ein­sicht­nah­me in Be­schlüs­se des Bun­des­ra­tes wer­den von der Bun­des­kanz­lei im Ein­ver­neh­men mit dem zu­stän­di­gen De­par­te­ment be­ar­bei­tet und be­ant­wor­tet.

1b. Kapitel: Konsultation der für die Aussenpolitik zuständigen parlamentarischen Kommissionen12

12 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 6. Juli 2016, in Kraft seit 1. Aug. 2016 (AS 20162641).

Art. 5b  

1 Ei­ne Kon­sul­ta­ti­on der für die Aus­sen­po­li­tik zu­stän­di­gen Kom­mis­sio­nen zu we­sent­li­chen Vor­ha­ben im Sin­ne von Ar­ti­kel 152 Ab­sät­ze 3 und 4 ParlG13 er­folgt na­ment­lich dann, wenn:

a.
in­fol­ge der Um­set­zung von Emp­feh­lun­gen oder Be­schlüs­sen in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen oder mul­ti­la­te­ra­ler Gre­mi­en der Er­lass oder ei­ne we­sent­li­che Än­de­rung ei­nes Bun­des­ge­set­zes er­for­der­lich ist; oder
b.
der Ver­zicht auf die Um­set­zung von sol­chen Emp­feh­lun­gen oder Be­schlüs­sen das Ri­si­ko schwe­rer wirt­schaft­li­cher Nach­tei­le, von Sank­tio­nen, ei­ner Iso­la­ti­on der Schweiz auf­grund der ab­wei­chen­den schwei­ze­ri­schen Hal­tung oder ei­nes po­li­ti­schen Re­pu­ta­ti­ons­scha­dens in sich birgt oder wenn an­de­re gra­vie­ren­de Nach­tei­le für die Schweiz zu er­war­ten sind.

2 Ei­ne Kon­sul­ta­ti­on nach Ab­satz 1 er­folgt auf Ba­sis ei­nes Man­dat­s­ent­wurfs des Bun­des­ra­tes. Im Fall dring­li­cher Kon­sul­ta­tio­nen nach Ar­ti­kel 152 Ab­satz 4 ParlG kann die Kon­sul­ta­ti­on zu vor­läu­fi­gen Po­si­tio­nen er­fol­gen, wel­che die Schweiz in Ver­hand­lun­gen ein­zu­neh­men ge­denkt.

1c. Kapitel: Berichterstattung über die vertraulichen oder geheimen Erlasse, völkerrechtlichen Verträge und Beschlüsse des internationalen Rechts14

14 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 17. Mai 2017, in Kraft seit 1. Juli 2017 (AS 20173275).

Art. 5c  

1 Die De­par­te­men­te mel­den aus ih­rem Zu­stän­dig­keits­be­reich so­wie aus dem Zu­stän­dig­keits­be­reich ih­rer Grup­pen und Äm­ter der Bun­des­kanz­lei lau­fend den Ti­tel und den Re­ge­lungs­ge­gen­stand:

a.
der Er­las­se des Bun­des, die nach Ar­ti­kel 6 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 200415 nicht ver­öf­fent­licht wer­den, so­wie de­ren Än­de­rung oder Auf­he­bung;
b.
der ver­trau­li­chen oder ge­hei­men völ­ker­recht­li­chen Ver­trä­ge oder Be­schlüs­se des in­ter­na­tio­na­len Rechts so­wie de­ren Än­de­rung oder Auf­he­bung.

2 Die Bun­des­kanz­lei führt ei­ne lau­fend ak­tua­li­sier­te Lis­te:

a.
der Tex­te nach Ab­satz 1;
b.
der Er­las­se nach Ar­ti­kel 6 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes und der ver­trau­li­chen oder ge­hei­men völ­ker­recht­li­chen Ver­trä­ge oder Be­schlüs­se des in­ter­na­tio­na­len Rechts im Zu­stän­dig­keits­be­reich des Bun­des­ra­tes.

3 Der Bun­des­rat über­mit­telt der Ge­schäfts­prü­fungs­de­le­ga­ti­on ein­mal jähr­lich die Lis­te nach Ab­satz 2.

2. Kapitel: Die Verwaltung

1. Abschnitt: Gliederung der Bundesverwaltung16

16 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 30. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

Art. 6 Grundsätze  

(Art. 8 Abs. 1 RVOG)

1 Die Bun­des­ver­wal­tung ist in die zen­tra­le und die de­zen­tra­le Ver­wal­tung ge­glie­dert.

2 Per­so­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen des öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Rechts, die durch Ge­setz ge­schaf­fen wor­den sind und über­wie­gend Dienst­leis­tun­gen mit Mo­no­pol­cha­rak­ter oder Auf­ga­ben der Wirt­schafts- und der Si­cher­heits­auf­sicht er­fül­len, fal­len un­ter den Be­stand der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung.

3 Ex­ter­ne Trä­ger von Ver­wal­tungs­auf­ga­ben im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 4 RVOG, die über­wie­gend Dienst­leis­tun­gen am Markt er­brin­gen, fal­len nicht un­ter den Be­stand der Bun­des­ver­wal­tung. Dies gilt auch für Or­ga­ni­sa­tio­nen und Per­so­nen des Pri­vat­rechts, die der Bund mit Fi­nanz­hil­fen oder Ab­gel­tun­gen nach Ar­ti­kel 3 des Sub­ven­ti­ons­ge­set­zes vom 5. Ok­to­ber 199017 un­ter­stützt oder an de­nen er mit ei­ner Min­der­heit be­tei­ligt ist.

Art. 7 Zentrale Bundesverwaltung  

(Art. 2 Abs. 1 und 2 so­wie Art. 43 und 44 RVOG)

1 Zur zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung ge­hö­ren:

a.
die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei;
b.
die Ge­ne­ral­se­kre­ta­ria­te der De­par­te­men­te so­wie de­ren wei­te­re Un­ter­glie­de­run­gen;
c.
die Grup­pen;
d.18
die Bun­de­säm­ter so­wie de­ren Un­ter­glie­de­run­gen.

2 Ver­wal­tungs­ein­hei­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d kön­nen auch ei­ne an­de­re Be­zeich­nung tra­gen.

3 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b-d sind ei­nem De­par­te­ment un­ter­stellt. Sie sind ge­gen­über dem De­par­te­ment wei­sungs­ge­bun­den.

4 Bun­de­säm­ter kön­nen zu Grup­pen zu­sam­men­ge­fasst wer­den, wenn die Führ­bar­keit des De­par­te­ments da­mit ver­bes­sert wird.

18 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der V vom 14. Okt. 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell und Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4019).

Art. 7a Dezentrale Bundesverwaltung  

(Art. 2 Abs. 3 RVOG)

1 Die de­zen­tra­le Bun­des­ver­wal­tung be­steht aus den fol­gen­den vier Ka­te­go­ri­en von Ver­wal­tungs­ein­hei­ten:

a.
den aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen nach Ar­ti­kel 57a RVOG;
b.
den durch Ge­setz or­ga­ni­sa­to­risch ver­selbst­stän­dig­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten oh­ne Rechts­per­sön­lich­keit;
c.
den durch Ge­setz er­rich­te­ten recht­lich ver­selbst­stän­dig­ten öf­fent­lichrecht­li­che Kör­per­schaf­ten und Stif­tun­gen so­wie An­stal­ten, so­fern sie nicht über­wie­gend Dienst­leis­tun­gen am Markt er­brin­gen;
d.
den Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die der Bund ka­pi­tal- und stim­men­mäs­sig be­herrscht, so­fern sie nicht über­wie­gend Dienst­leis­tun­gen am Markt er­brin­gen.

2 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b sind in der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben wei­sungs­un­ge­bun­den, so­weit das Ge­setz nichts an­de­res be­stimmt.

Art. 7b Zuordnung der dezentralen Einheiten  

Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung wer­den im Rah­men des Ge­set­zes wie folgt zu­ge­ord­net:

a.
der Bun­des­kanz­lei oder ei­nem der De­par­te­men­te; und
b.
ei­ner Ka­te­go­rie nach Ar­ti­kel 7a Ab­satz 1.
Art. 8 Listen der Einheiten  

1 In An­hang 1 sind mit ih­rer Zu­ord­nung zu ei­nem De­par­te­ment ab­sch­lies­send auf­ge­lis­tet:

a.
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung, oh­ne die wei­te­re Un­ter­glie­de­rung der Bun­de­säm­ter;
b.
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung mit Aus­nah­me der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen.

2 In An­hang 2 sind die aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen mit ih­rer Zu­ord­nung zu ei­nem De­par­te­ment ab­sch­lies­send auf­ge­lis­tet.

1a. Abschnitt: Ausserparlamentarische Kommissionen19

19 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5949).

Art. 8a Verwaltungs- und Behördenkommissionen  

1 Aus­ser­par­la­men­ta­ri­sche Kom­mis­sio­nen sind ih­rer Funk­ti­on nach ent­we­der Ver­wal­tungs- oder Be­hör­den­kom­mis­sio­nen.

2 Ver­wal­tungs­kom­mis­sio­nen ha­ben be­ra­ten­de und vor­be­rei­ten­de Funk­tio­nen.

3 Be­hör­den­kom­mis­sio­nen sind mit Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen aus­ge­stat­tet.

Art. 8b Wahlvoraussetzungen  

1 Zum Mit­glied ei­ner aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­si­on ist wähl­bar, wer die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne An­stel­lung in der Bun­des­ver­wal­tung er­füllt.

2 Für die Wahl be­steht kei­ne Al­ters­be­schrän­kung.20

20 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

Art. 8c Vertretung der Geschlechter  

1 Frau­en und Män­ner müs­sen in ei­ner aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­si­on min­des­tens mit je 30 Pro­zent ver­tre­ten sein. Län­ger­fris­tig ist ei­ne pa­ri­tä­ti­sche Ver­tre­tung bei­der Ge­schlech­ter an­zu­stre­ben.

2 Be­trägt der An­teil der Frau­en oder der Män­ner we­ni­ger als 30 Pro­zent, so ver­langt die Bun­des­kanz­lei vom zu­stän­di­gen De­par­te­ment ei­ne schrift­li­che Be­grün­dung.

Art. 8cbis Vertretung der Sprachgemeinschaften 21  

1 In den aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen müs­sen nach Mög­lich­keit deutsch-, fran­zö­sisch- und ita­lie­nisch­spra­chi­ge Per­so­nen ver­tre­ten sein. Ei­ne Ver­tre­tung ei­ner rä­to­ro­ma­nisch­spra­chi­gen Per­son ist an­zu­stre­ben.

2 Sind Deutsch, Fran­zö­sisch und Ita­lie­nisch nicht mit min­des­tens ei­ner Per­son ver­tre­ten, so ver­langt die Bun­des­kanz­lei vom zu­stän­di­gen De­par­te­ment ei­ne schrift­li­che Be­grün­dung.

21 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 2 der Spra­chen­ver­ord­nung vom 4. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 2653).

Art. 8d Überschreitung der gesetzlichen Höchstzahl an Mitgliedern  

1 Ei­ne Über­schrei­tung der ge­setz­li­chen Höchst­zahl an Mit­glie­dern aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen ist nur aus­nahms­wei­se ge­stat­tet und be­grün­dungs­pflich­tig.

2 Ei­ne Über­schrei­tung ist ins­be­son­de­re dann ge­recht­fer­tigt, wenn:

a.
meh­re­re Kom­mis­sio­nen zu­sam­men­ge­legt wer­den;
b.
ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Zu­sam­men­set­zung nur mit ei­ner hö­he­ren Mit­glie­der­zahl mög­lich ist;
c.
we­gen der Be­deu­tung des Po­li­tik­be­rei­ches, für den die Kom­mis­si­on zu­stän­dig ist, ein brei­te­rer Ein­be­zug ver­schie­de­ner In­ter­es­sen­stand­punk­te er­for­der­lich ist.
Art. 8e Einsetzungsverfügung  

1 Aus­ser­par­la­men­ta­ri­sche Kom­mis­sio­nen wer­den durch Ver­fü­gung des Bun­des­ra­tes ein­ge­setzt.

2 Die Ein­set­zungs­ver­fü­gung hat ins­be­son­de­re fol­gen­den In­halt:

a.
Sie be­grün­det die Not­wen­dig­keit der Kom­mis­si­on und um­schreibt de­tail­liert ih­re Auf­ga­ben.
b.22
...
c.23
Sie nennt die Mit­glie­der­zahl und ge­ge­be­nen­falls die Grün­de für ei­ne Über­schrei­tung der ge­setz­li­chen Höchst­zahl an Mit­glie­dern.
d.24
...
e.
Sie re­gelt die Or­ga­ni­sa­ti­on.
f.
Sie re­gelt die Be­richt­er­stat­tung und die In­for­ma­ti­on der Öf­fent­lich­keit.
g.
Sie re­gelt die Schwei­ge­pflicht.
gbis.25
Sie hält fest, wel­cher Ent­schä­di­gungs­ka­te­go­rie die Kom­mis­si­on nach den Ar­ti­keln 8n und 8p so­wie dem An­hang 2 an­ge­hört.
h.
Sie legt die Ver­wen­dungs­rech­te des Bun­des an al­len­falls ent­ste­hen­den ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten Wer­ken und Ver­fah­ren fest.
i.
Sie re­gelt wenn nö­tig die Be­zie­hun­gen der Kom­mis­si­on zu Kan­to­nen und Par­tei­en so­wie zu an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen.
j.26
Sie teilt die Kom­mis­si­on der zu­stän­di­gen Be­hör­de (De­par­te­ment oder Bun­des­kanz­lei) zu und be­zeich­net die Ver­wal­tungs­stel­le, die für die Kom­mis­si­on das Se­kre­ta­ri­at führt.
k.27
Sie nennt die Dienst­stel­le, die für die Fi­nan­zie­rung der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­si­on zu­stän­dig ist.
l.28
Sie re­gelt das Aus­kunfts­recht der Kom­mis­si­on ge­gen­über der Ver­wal­tung.
m.29
Für aus­ser­par­la­men­ta­ri­sche Kom­mis­sio­nen, die mit Auf­sichts- oder Re­gu­lie­rungs­auf­ga­ben be­traut sind, ent­hält sie das An­for­de­rungs­pro­fil für de­ren Mit­glie­der.

22 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

24 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

25 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 6137).

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

29 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 155).

Art. 8ebis Wahl der Mitglieder 30  

Der Bun­des­rat wählt die Mit­glie­der. Er be­stimmt de­ren Funk­ti­on, so­weit die­se sich nicht aus spe­zi­al­recht­li­chen Be­stim­mun­gen über die Or­ga­ni­sa­ti­on der be­tref­fen­den Kom­mis­si­on er­gibt.

30 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

Art. 8eter Karenzfrist für Mitglieder von Kommissionen, die mit Aufsichts‑ und Regulierungsaufgaben betraut sind 31  

1 Der Bun­des­rat kann für Mit­glie­der von Kom­mis­sio­nen, die mit Auf­sichts- und Re­gu­lie­rungs­auf­ga­ben be­traut sind, im Wahl­be­schluss ei­ne Ka­renz­frist an­set­zen, wenn zu er­war­ten ist, dass der un­mit­tel­ba­re Wech­sel ei­nes Mit­glieds nach dem Aus­schei­den aus der Kom­mis­si­on in ei­ne Tä­tig­keit bei Ar­beits- oder Auf­trag­ge­bern des be­auf­sich­tig­ten oder re­gu­lier­ten Be­reichs zu ei­nem In­ter­es­sen­kon­flikt führt.

2 Ein In­ter­es­sen­kon­flikt liegt ins­be­son­de­re vor, wenn:

a.
durch die­se Tä­tig­keit die Glaub­wür­dig­keit und die Re­pu­ta­ti­on der Kom­mis­si­on oder des Bun­des be­ein­träch­tigt wer­den kön­nen;
b.
ein Kom­mis­si­ons­mit­glied in ei­ner Wei­se Ein­fluss auf Ein­zel­ent­schei­de oder Zu­gang zu In­for­ma­tio­nen hat, der es bei ei­nem Wech­sel zu ei­nem Ar­beit- oder Auf­trag­ge­ber des be­auf­sich­tig­ten oder re­gu­lier­ten Be­reichs nicht mehr als un­be­fan­gen er­schei­nen lässt.

3 Die Dau­er der Ka­renz­frist be­trägt min­des­tens sechs und ma­xi­mal zwölf Mo­na­te.

4 Für die Ka­renz­frist kann ei­ne Ent­schä­di­gung fest­ge­legt wer­den. Sie ent­spricht nach Mass­ga­be der im Ein­zel­fall zu er­war­ten­den wirt­schaft­li­chen Be­ein­träch­ti­gung ma­xi­mal der bis­he­ri­gen Ent­schä­di­gung, wo­bei sämt­li­che für die­se Zeit er­hal­te­nen Ein­künf­te, Ent­schä­di­gun­gen und Vor­sor­ge­leis­tun­gen an­zu­rech­nen sind.

5 Wer ei­ne Ka­renz­fris­tent­schä­di­gung er­hält, ist ver­pflich­tet, die wäh­rend der Ka­renz­frist er­hal­te­nen Ein­künf­te, Ent­schä­di­gun­gen und Vor­sor­ge­leis­tun­gen dem zu­stän­di­gen De­par­te­ment zu mel­den.

6 Zu Un­recht be­zo­ge­ne Ka­renz­fris­tent­schä­di­gun­gen müs­sen zu­rück­er­stat­tet wer­den.

31 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der Ka­renz­frist­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5019).

Art. 8f Offenlegung der Interessenbindungen 32  

1 Je­des Kom­mis­si­ons­mit­glied in­for­miert über sei­ne:

a.
be­ruf­li­chen Tä­tig­kei­ten;
b.
Tä­tig­kei­ten in Füh­rungs- und Auf­sichts­gre­mi­en so­wie Bei­rä­ten und ähn­­li­chen Gre­mi­en schwei­ze­ri­scher und aus­län­di­scher Kör­per­schaf­ten, An­stal­ten und Stif­tun­gen des pri­va­ten und des öf­fent­li­chen Rechts;
c.
Be­ra­tungs- oder Ex­per­ten­tä­tig­kei­ten für Bun­des­stel­len;
d.
dau­ern­den Lei­tungs- oder Be­ra­tungs­tä­tig­kei­ten für schwei­ze­ri­sche und aus­län­di­sche In­ter­es­sen­grup­pen;
e.
Mit­wir­kung in an­de­ren Or­ga­nen des Bun­des.

2 Das Be­rufs­ge­heim­nis im Sin­ne des Straf­ge­setz­bu­ches33 bleibt vor­be­hal­ten.

3 Das Kom­mis­si­ons­mit­glied mel­det je­de Än­de­rung der In­ter­es­sen­bin­dun­gen wäh­rend der Amts­dau­er un­ver­züg­lich dem zu­stän­di­gen De­par­te­ment. Die­ses ak­tua­li­siert das Ver­zeich­nis nach Ar­ti­kel 8k.34

4 Das Kom­mis­si­ons­mit­glied, das sei­ne In­ter­es­sen­bin­dun­gen an­läss­lich der Wahl nicht voll­stän­dig of­fen­ge­legt oder Än­de­run­gen der In­ter­es­sen­bin­dun­gen wäh­rend der Amts­dau­er nicht ge­mel­det hat und dies auch nach ent­spre­chen­der Auf­for­de­rung durch die zu­stän­di­ge Be­hör­de un­ter­lässt, kann ab­be­ru­fen wer­den.35

32 Sie­he auch Abs. 2 der UeB der Änd. vom 26. Nov. 2008 am Schluss die­ses Tex­tes.

33 SR 311.0

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 8.1der V vom 9. Nov. 2011 (Über­prü­fung der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5227).

35 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

Art. 8fbis Verwendung interner Informationen 36  

1 Kom­mis­si­ons­mit­glie­der dür­fen nicht öf­fent­lich be­kann­te In­for­ma­tio­nen, die sie im Rah­men ih­rer Kom­mis­si­ons­tä­tig­keit er­lan­gen, nur für ih­re Kom­mis­si­ons­tä­tig­keit ver­wen­den.

2 Sie dür­fen In­for­ma­tio­nen nach Ab­satz 1 ins­be­son­de­re nicht ver­wen­den, um für sich oder an­de­re einen Vor­teil zu er­lan­gen.

36 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Fe­br. 2013 (AS 2013 205).

Art. 8g Amtsdauer  

1 Die Amts­dau­er der Mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen be­trägt vier Jah­re. Sie rich­tet sich nach der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode des Na­tio­nal­ra­tes. Sie be­ginnt am 1. Ja­nu­ar und en­det am 31. De­zem­ber.37

2 Das Man­dat von Mit­glie­dern, die wäh­rend der Amts­dau­er ge­wählt wer­den, en­det mit de­ren Ab­lauf.

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

Art. 8h Gesamterneuerungswahlen  

1 Der Bun­des­rat nimmt für je­de neue Amts­dau­er der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­missio­nen Ge­sam­ter­neue­rungs­wah­len vor.

2 Die Bun­des­kanz­lei ko­or­di­niert die Ge­sam­ter­neue­rungs­wah­len. Sie er­lässt da­zu die ent­spre­chen­den Wei­sun­gen und gibt die­se den Ge­schäfts­prü­fungs­kom­mis­sio­nen der eid­ge­nös­si­schen Rä­te be­kannt.

3 Nach den Ge­sam­ter­neue­rungs­wah­len er­stat­tet die Bun­des­kanz­lei dem Bun­des­rat zu­han­den der eid­ge­nös­si­schen Rä­te Be­richt über die Zu­sam­men­set­zung der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen.

Art. 8i Amtszeitbeschränkung  

1 Die Amts­zeit der Mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen ist auf ins­ge­samt zwölf Jah­re be­schränkt; sie en­det mit dem Ab­lauf des ent­spre­chen­den Ka­len­der­jah­res.

2 Der Bun­des­rat kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len die Amts­zeit auf höchs­tens 16 Jah­re ver­län­gern.

3 Die Amts­zeit­be­schrän­kung gilt nicht für Bun­des­an­ge­stell­te, de­ren Mit­glied­schaft für die Auf­ga­ben­er­fül­lung er­for­der­lich ist oder in ei­nem an­de­ren Er­lass zwin­gend vor­ge­schrie­ben wird.

Art. 8ibis Kommissionssekretariate 38  

1 Je­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­si­on steht ein Se­kre­ta­ri­at zur Ver­fü­gung, das von ei­ner Stel­le in der zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung ge­führt wird.

2 Die Lei­te­rin oder der Lei­ter und die üb­ri­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Se­kre­ta­ri­ats un­ter­ste­hen dem für die zen­tra­le Bun­des­ver­wal­tung gel­ten­den Bun­des­per­so­nal­recht.

3 Vor­be­hal­ten blei­ben ab­wei­chen­de spe­zi­al­recht­li­che Be­stim­mun­gen oder Be­stim­mun­gen in der Ein­set­zungs­ver­fü­gung.

38 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Fe­br. 2013 (AS 2013 205).

Art. 8iter Information der Öffentlichkeit 39  

Kom­mis­sio­nen, die ge­mä­ss ih­rer Ein­set­zungs­ver­fü­gung oh­ne Rück­spra­che mit der zu­stän­di­gen Be­hör­de kom­mu­ni­zie­ren, ach­ten bei der In­for­ma­ti­on der Öf­fent­lich­keit zu po­li­ti­schen Fra­gen auf die ge­bo­te­ne Zu­rück­hal­tung.

39 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4445).

1b. Abschnitt: Leitungsorgane von Organisationen des Bundes sowie Bundesvertretungen in Organisationen des öffentlichen oder privaten Rechts 4041

40 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5949).

41 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 155).

Art. 8j Befugnisse des Bundesrates 42  

1 Der Bun­des­rat wählt nach Mass­ga­be der Or­ga­ni­sa­ti­ons­er­las­se die Mit­glie­der der Lei­tungs­or­ga­ne von öf­fent­lich-recht­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen des Bun­des, ins­be­son­de­re die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs- oder In­sti­tuts­rats von An­stal­ten des Bun­des.43

1bis So­weit die Wahl ei­nem an­dern Wahl­or­gan ob­liegt oder ein Or­ga­ni­sa­ti­ons­er­lass des öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Rechts die Ver­tre­tung des Bun­des in ei­nem Lei­tungs­or­gan vor­sieht, be­stimmt oder wählt der Bun­des­rat die Mit­glie­der des ent­spre­chen­den Lei­tungs­or­gans, ins­be­son­de­re die von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zu wäh­len­den und die nach den Ar­ti­keln 762 und 926 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts44 ab­zu­ord­nen­den Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Bun­des.45

2 Der Bun­des­rat er­stellt für je­de Or­ga­ni­sa­ti­on ein An­for­de­rungs­pro­fil mit den per­sön­li­chen und fach­li­chen Vor­aus­set­zun­gen ei­ner Ver­tre­tung. Er übt sein Wahl- und Be­stim­mungs­recht ge­stützt auf die­ses An­for­de­rungs­pro­fil aus.

42 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 155).

43 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 155).

44 SR 220

45 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 155).

Art. 8jbis Karenzfrist für Mitglieder von Verwaltungs- und Institutsräten von Anstalten des Bundes, die mit Aufsichts- und Regulierungsaufgaben betraut sind 46  

1 Der Bun­des­rat kann für Mit­glie­der von Ver­wal­tungs- und In­sti­tuts­rä­ten von An­stal­ten des Bun­des, die mit Auf­sichts- und Re­gu­lie­rungs­auf­ga­ben be­traut sind, im Wahl­be­schluss ei­ne Ka­renz­frist an­set­zen, wenn zu er­war­ten ist, dass der un­mit­tel­ba­re Wech­sel ei­nes Mit­glie­des nach dem Aus­schei­den aus dem Ver­wal­tungs- und dem In­sti­tuts­rat in ei­ne Tä­tig­keit bei Ar­beits- oder Auf­trag­ge­bern des be­auf­sich­tig­ten oder re­gu­lier­ten Be­reichs zu ei­nem In­ter­es­sen­kon­flikt führt.

2 Ein In­ter­es­sen­kon­flikt liegt ins­be­son­de­re vor, wenn:

a.
durch die­se Tä­tig­keit die Glaub­wür­dig­keit und die Re­pu­ta­ti­on der be­trof­fe­nen An­stalt oder des Bun­des be­ein­träch­tigt wer­den kön­nen;
b.
ein Rats­mit­glied in ei­ner Wei­se Ein­fluss auf Ein­zel­ent­schei­de oder Zu­gang zu In­for­ma­tio­nen hat, der es bei ei­nem Wech­sel zu ei­nem Ar­beit- oder Auf­trag­ge­ber des be­auf­sich­tig­ten oder re­gu­lier­ten Be­reichs nicht mehr als un­ab­hän­gig er­schei­nen lässt.

3 Ar­ti­kel 8eter Ab­sät­ze 3–6 gel­ten sinn­ge­mä­ss.

46 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der Ka­renz­frist­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5019).

1c. Abschnitt: Verzeichnis der Mitglieder von ausserparlamentarischen Kommissionen, Leitungsorganen und Bundesvertretungen47

47 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5949).

Art. 8k  

1 Die Bun­des­kanz­lei ver­öf­fent­licht un­ter Mit­wir­kung der De­par­te­men­te in elek­tro­ni­scher Form ein Ver­zeich­nis der Mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen, der Mit­glie­der der Lei­tungs­or­ga­ne von Or­ga­ni­sa­tio­nen des Bun­des so­wie der Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Bun­des in Or­ga­ni­sa­tio­nen des öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Rechts.48

2 Das Ver­zeich­nis ent­hält über die Per­so­nen nach Ab­satz 1 fol­gen­de An­ga­ben:

a.
Na­me und Vor­na­me;
b.
Ge­schlecht;
c.
Mut­ter­spra­che;
d.
Ge­burts­jahr;
e.
Ti­tel;
f.49
In­ter­es­sen­bin­dun­gen;
g.50
Kan­ton ge­mä­ss Kor­re­spon­denz­adres­se.

3 ...51

4 Die Da­ten sind nach er­folg­ter Wahl bis zum Aus­schei­den der Per­son ab­ruf­bar.

5 Sie kön­nen zu sta­tis­ti­schen Zwe­cken his­to­ri­siert wer­den.

48 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 155).

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4813).

50 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4813).

51 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2016, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4813).

1d. Abschnitt: Entschädigung der Mitglieder ausserparlamentarischer Kommissionen52

52 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 6137).

Art. 8l Anspruchsberechtigte 53  

An­spruch auf ei­ne Ent­schä­di­gung im Sin­ne die­ses Ab­schnit­tes hat die Per­son, die als Mit­glied oder als Er­satz­mit­glied ei­ner aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­si­on ge­wählt wur­de und für die­se Kom­mis­si­on tä­tig ist.

53 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Fe­br. 2013 (AS 2013 205).

Art. 8m Gesellschaftsorientierte und marktorientierte Kommissionen  

Die aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Ver­wal­tungs- und Be­hör­den­kom­mis­sio­nen wer­den in Be­zug auf die Ent­schä­di­gung ih­rer Mit­glie­der un­ter­teilt in:

a.
ge­sell­schafts­ori­en­tier­te Kom­mis­sio­nen, die die Bun­des­ver­samm­lung so­wie den Bun­des­rat und die Bun­des­ver­wal­tung un­ter­stüt­zen und vor al­lem po­li­tisch-ge­sell­schaft­li­che Fra­gen be­han­deln;
b.
markt­ori­en­tier­te Kom­mis­sio­nen, die das Funk­tio­nie­ren ei­nes Mark­tes be­auf­sich­ti­gen oder mass­ge­blich un­ter­stüt­zen.
Art. 8n Entschädigungskategorien gesellschaftsorientierter Kommissionen  

1 Die ge­sell­schafts­ori­en­tier­ten Kom­mis­sio­nen wer­den in Be­zug auf die Ent­schä­di­gung ih­rer Mit­glie­der ge­mä­ss den An­for­de­run­gen an die Mit­glie­der und ge­mä­ss den Auf­ga­ben der Kom­mis­si­on den fol­gen­den Ent­schä­di­gungs­ka­te­go­ri­en zu­ge­teilt:

a.
der Ka­te­go­rie G3, wenn die Tä­tig­keit der Kom­mis­si­on von ih­ren Mit­glie­dern ein ho­hes spe­zi­fi­sches Ex­per­ten­wis­sen ver­langt, na­ment­lich wenn die Mit­glie­der fach­li­che Au­to­ri­tä­ten auf dem Ge­biet der Kom­mis­si­on sein und Kennt­nis­se be­sit­zen müs­sen, die nicht kurz­fris­tig zu er­wer­ben sind;
b.
der Ka­te­go­rie G2, wenn die Tä­tig­keit der Kom­mis­si­on von ih­ren Mit­glie­dern ein ho­hes all­ge­mei­nes Fach­wis­sen ver­langt und die Kom­mis­si­on ho­heit­li­che Ent­scheid­be­fug­nis­se hat;
c.
der Ka­te­go­rie G1, wenn die Tä­tig­keit der Kom­mis­si­on von ih­ren Mit­glie­dern ein ho­hes all­ge­mei­nes Fach­wis­sen ver­langt und die Kom­mis­si­on be­ra­ten­de Auf­ga­ben hat.

2 Die Zu­tei­lung der ge­sell­schafts­ori­en­tier­ten Kom­mis­sio­nen zu den Ent­schä­di­gungs­ka­te­go­ri­en ist in An­hang 2 Zif­fer 1 ge­re­gelt.54

54 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

Art. 8o Entschädigung der Mitglieder gesellschaftsorientierter Kommissionen  

1 Die Mit­glie­der und die Er­satz­mit­glie­der ge­sell­schafts­ori­en­tier­ter Kom­mis­sio­nen ha­ben für ih­re Kom­mis­si­ons­tä­tig­keit An­spruch auf ein Tag­geld.

2 Es gel­ten die in An­hang 2 Zif­fer 1 auf­ge­führ­ten An­sät­ze. Die­se gel­ten für die Vi­ze­prä­si­den­tin oder den Vi­ze­prä­si­den­ten und für die üb­ri­gen Mit­glie­der.55

3 Die Prä­si­den­tin oder der Prä­si­dent er­hält ein um 25 Pro­zent er­höh­tes Tag­geld. Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann der Prä­si­den­tin oder dem Prä­si­den­ten in be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len höchs­tens das dop­pel­te Tag­geld aus­rich­ten.

3bis Ver­langt die Spe­zi­al­ge­setz­ge­bung oder die Ein­set­zungs­ver­fü­gung von ei­nem Mit­glied ei­ner Kom­mis­si­on Un­ab­hän­gig­keit von der Bran­che, de­ren Tä­tig­keit in das Auf­ga­ben­ge­biet der Kom­mis­si­on fällt, und wird das Mit­glied da­durch in der Aus­übung sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­kei­ten ein­ge­schränkt, so kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de:

a.
sein Tag­geld höchs­tens um 50 Pro­zent er­hö­hen; han­delt es sich um die Prä­si­den­tin oder den Prä­si­den­ten, so wird das nach Ab­satz 3 er­höh­te Tag­geld be­rück­sich­tigt; und
b.
dem Mit­glied zu­sätz­lich zu sei­nem Tag­geld ei­ne Pau­scha­le von höchs­tens 30 000 Fran­ken pro Jahr aus­rich­ten; die aus­ge­rich­te­ten Pau­scha­len sind im Rah­men der Be­richt­er­stat­tung über die Ge­sam­ter­neue­rungs­wah­len nach Ar­ti­kel 8h Ab­satz 3 aus­zu­wei­sen und zu be­grün­den.56

4 Ist ein Mit­glied aus­ser­halb von Sit­zun­gen und Au­gen­schei­nen durch Ak­ten­stu­di­um, Be­rich­te oder Vor­be­rei­tung von Re­fe­ra­ten aus­ser­ge­wöhn­lich be­an­sprucht, so kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de ihm pro Jahr höchs­tens 16 zu­sätz­li­che Tag­gel­der aus­rich­ten. Er­for­dert ein in der Spe­zi­al­ge­setz­ge­bung fest­ge­leg­ter Auf­trag einen hö­he­ren Auf­wand, so kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de im Ein­zel­fall be­wil­li­gen, dass mehr als 16 zu­sätz­li­che Tag­gel­der aus­ge­rich­tet wer­den. Tag­gel­der, die über die 16 zu­sätz­li­chen Tag­gel­der hin­aus aus­ge­rich­tet wer­den, sind im Rah­men der Be­richt­er­stat­tung über die Ge­sam­ter­neue­rungs­wah­len nach Ar­ti­kel 8h Ab­satz 3 aus­zu­wei­sen und zu be­grün­den.57

5 Muss ein Kom­mis­si­ons­mit­glied sei­nen Wohn­ort am Tag vor der Sit­zung ver­las­sen oder kann es erst am Tag nach der Sit­zung dort­hin zu­rück­keh­ren, so rich­tet ihm die zu­stän­di­ge Be­hör­de für den Rei­se­tag ein hal­b­es Tag­geld aus.

6 Für ein und den­sel­ben Tag dür­fen nicht meh­re­re Tag­gel­der be­zo­gen wer­den, auch wenn meh­re­re, un­ter sich ver­schie­de­ne oder ge­trennt zu be­rech­nen­de Ver­rich­tun­gen vor­ge­nom­men wor­den sind.

7 Die An­sät­ze un­ter­lie­gen nicht dem Teue­rungs­aus­gleich.

55 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

56 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012 (AS 2012 3819). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4813).

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Fe­br. 2013 (AS 2013 7427).

Art. 8p Entschädigungskategorien marktorientierter Kommissionen  

1 Die markt­ori­en­tier­ten Kom­mis­sio­nen wer­den in Be­zug auf die Ent­schä­di­gung ih­rer Mit­glie­der je nach Reich­wei­te ih­rer Ar­beits­er­geb­nis­se den fol­gen­den Ent­schä­di­gungs­ka­te­go­ri­en zu­ge­teilt:

a.
der Ka­te­go­rie M3, wenn die Ar­beits­er­geb­nis­se der Kom­mis­si­on Ein­fluss auf die ge­sam­te Volks­wirt­schaft ha­ben;
b.
der Ka­te­go­rie M2/A, wenn die Ar­beits­er­geb­nis­se der Kom­mis­si­on Ein­fluss auf ei­ne gan­ze Bran­che ha­ben;
c.
der Ka­te­go­rie M2/B, wenn die Ar­beits­er­geb­nis­se der Kom­mis­si­on Ein­fluss auf ei­ne gan­ze Bran­che ha­ben, die Kom­mis­si­on das Funk­tio­nie­ren ei­nes Mark­tes aber nur un­ter­stützt und nicht be­auf­sich­tigt;
d.
der Ka­te­go­rie M1, wenn die Ar­beits­er­geb­nis­se der Kom­mis­si­on Ein­fluss auf einen Bran­chen­be­reich ha­ben oder die Kom­mis­si­on Auf­ga­ben im Schieds­­be­reich aus­übt.

2 Die Zu­tei­lung der markt­ori­en­tier­ten Kom­mis­sio­nen zu den Ent­schä­di­gungs­ka­te­go­ri­en ist in An­hang 2 Zif­fer 2 ge­re­gelt.58

58 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

Art. 8q Entschädigung der Mitglieder marktorientierter Kommissionen  

1 Die Mit­glie­der markt­ori­en­tier­ter Kom­mis­sio­nen ha­ben für ih­re Kom­mis­si­ons­tä­tig­keit An­spruch auf ei­ne pau­scha­le Ent­schä­di­gung.

2 Es gel­ten die in An­hang 2 Zif­fer 2 auf­ge­führ­ten An­sät­ze. Im Rah­men die­ser An­sät­ze und der nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen die­ses Ar­ti­kels kann das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung59 für die Kom­mis­si­on für Tech­no­lo­gie und In­no­va­ti­on ei­ne dif­fe­ren­zier­te Ent­schä­di­gungs­re­ge­lung vor­se­hen.60

3 In die­sen An­sät­zen sind al­le Kos­ten mit Aus­nah­me des Aus­la­ge­n­er­sat­zes ent­hal­ten.

4 Die An­sät­ze gel­ten für ein Voll­zeit­pen­sum; als Be­rech­nungs­grund­la­ge gel­ten 220 Ar­beits­ta­ge pro Jahr. Bei Teil­zeit­pen­sen wird der Be­schäf­ti­gungs­grad im Wahl­be­schluss fest­ge­legt, so­weit er sich nicht aus den Vor­schrif­ten über die Or­ga­ni­sa­ti­on der be­tref­fen­den Kom­mis­si­on er­gibt.61

5 Die An­sät­ze un­ter­lie­gen nicht dem Teue­rungs­aus­gleich.

59 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 20044937) auf den 1. Jan. 2013 an­ge­passt.

60 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. IV der V vom 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5461).

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Aug. 2012 (AS 2012 3819).

Art. 8r Ersatz von Auslagen  

1 Der Er­satz von Aus­la­gen für die Mit­glie­der und die Er­satz­mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen rich­tet sich nach den ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen für das Bun­des­per­so­nal.

2 Mit­glie­der, de­nen die Kom­mis­si­ons­mit­ar­beit einen be­son­de­ren or­ga­ni­sa­to­ri­schen Auf­wand für die Be­treu­ung von Kin­dern oder pfle­ge­be­dürf­ti­gen An­ge­hö­ri­gen ver­ur­sacht, kön­nen bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de da­für Aus­la­ge­n­er­satz be­an­tra­gen.62

62 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Fe­br. 2013 (AS 2013 205).

Art. 8s Kommissionsmitglieder im Bundesdienst  

1 Mit­glie­der und Er­satz­mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen, die in ei­nem Ar­beits­ver­hält­nis mit der zen­tra­len oder der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung ste­hen, ha­ben kei­nen An­spruch auf ei­ne Ent­schä­di­gung.

2 Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann Aus­nah­men be­wil­li­gen, wenn die Mit­glied­schaft in der Kom­mis­si­on nicht in Zu­sam­men­hang mit dem Ar­beits­ver­hält­nis zur zen­tra­len oder de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung steht.

3 Die Ent­schä­di­gun­gen für Dienst­rei­sen, Mahl­zei­ten und Über­nach­tun­gen rich­ten sich nach den für die­se Mit­glie­der gel­ten­den Be­stim­mun­gen.

Art. 8t Ausschluss von Doppelentschädigungen  

Mit­glie­der aus­ser­par­la­men­ta­ri­scher Kom­mis­sio­nen kön­nen nur auf­grund der für ih­re Kom­mis­si­on gel­ten­den An­sät­ze ent­schä­digt wer­den. Ei­ne zu­sätz­li­che Ent­schä­di­gung für Tä­tig­kei­ten, die im Zu­sam­men­hang mit dem Auf­trag der Kom­mis­si­on ste­hen, ist aus­ge­schlos­sen.

2. Abschnitt: ...

Art. 9–10c63  

63 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 1 der V vom 14. Okt. 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell und Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4019).

3. Kapitel: Führung der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit

1. Abschnitt: Grundsätze

Art. 11 Grundsätze der Verwaltungstätigkeit  

(Art. 3 RVOG)

Die Bun­des­ver­wal­tung han­delt im Rah­men des Bun­des­rechts und der vom Bun­des­rat ge­setz­ten Zie­le und Prio­ri­tä­ten. Sie be­ach­tet da­bei ins­be­son­de­re fol­gen­de Grund­sät­ze:

a.
Sie er­kennt neu­en Hand­lungs­be­darf früh­zei­tig und lei­tet dar­aus Zie­le, Stra­te­gi­en und Mass­nah­men ab.
b.
Sie ord­net ih­re Tä­tig­kei­ten ent­spre­chend der Wich­tig­keit und Dring­lich­keit.
c.
Sie er­bringt ih­re Leis­tun­gen bür­ger­nah, nach­hal­tig, wirk­sam und wirt­schaft­lich.
Art. 12 Grundsätze der Verwaltungsführung  

(Art. 8, 35, 36 RVOG)

1 Die Füh­rungs­ver­ant­wort­li­chen al­ler Stu­fen han­deln nach fol­gen­den Grund­sät­zen:

a.
Sie füh­ren mit­tels Ver­ein­ba­rung von Zie­len und Wir­kun­gen.
b.
Sie be­ur­tei­len die Leis­tun­gen ih­rer Ver­wal­tungs­ein­hei­ten und ih­rer Mit­ar­bei­ten­den pe­ri­odisch.
c.
Sie pas­sen Pro­zes­se und Or­ga­ni­sa­ti­on recht­zei­tig neu­en Be­dürf­nis­sen an.
d.
Sie nut­zen ih­re Hand­lungs­spiel­räu­me und Ent­scheid­kom­pe­ten­zen und ge­wäh­ren die­se auch ih­ren Mit­ar­bei­ten­den.
e.
Sie för­dern ei­ne Kul­tur der Lern- und Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft.
f.
Sie stel­len ei­ne er­geb­ni­s­ori­en­tier­te und in­ter­dis­zi­pli­näre Ar­beits­wei­se si­cher.

2 Im Üb­ri­gen gel­ten ins­be­son­de­re die Per­so­nal­ge­setz­ge­bung und das per­so­nal­po­li­ti­sche Leit­bild des Bun­des­ra­tes.

Art. 13 Stufengerechte Zuordnung von Zuständigkeiten in der zentralen Bundesverwaltung  

(Art. 47 Abs. 1 RVOG)

1 Mass­ge­bend für die Zu­ord­nung der Zu­stän­dig­keit zum Ent­scheid nach Ar­ti­kel 47 Ab­satz 1 RVOG ist die Be­deu­tung ei­nes Ge­schäf­tes.

2 Die Zu­ord­nung er­folgt in der Re­gel an die Ein­heit, bei der die er­for­der­li­che po­li­ti­sche und fach­li­che Kom­pe­tenz kon­zen­triert ist. Die Zu­ord­nung an Ein­hei­ten un­ter­halb der Amts­stu­fe er­folgt nur in be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len.

3 Im Ein­zel­fall wird ein Ge­schäft der vor­ge­setz­ten Ein­heit zum Ent­scheid oder zur Er­tei­lung ei­ner Wei­sung un­ter­brei­tet, wenn sei­ne be­son­de­re Be­deu­tung oder Kom­ple­xi­tät dies er­for­dert.

2. Abschnitt: Zusammenarbeit

Art. 14 Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten  

1 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten sind zur Zu­sam­men­ar­beit ver­pflich­tet. Sie un­ter­stüt­zen und in­for­mie­ren sich ge­gen­sei­tig.

2 Sie ko­or­di­nie­ren ih­re Tä­tig­kei­ten und stim­men die­se auf die Ge­samt­po­li­tik des Bun­des­ra­tes ab.

3 Sie er­tei­len an­de­ren Ver­wal­tungs­ein­hei­ten die Aus­künf­te, die für de­ren ge­setz­li­che Auf­ga­ben­er­fül­lung er­for­der­lich sind.

Art. 15 Mitwirkung mitinteressierter Verwaltungseinheiten  

1 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten stel­len zur Vor­be­rei­tung ih­rer Ent­schei­de die Mit­wir­kung al­ler mit­in­ter­es­sier­ten Ein­hei­ten si­cher.64

2 Da­zu la­den sie die mit­in­ter­es­sier­ten Ein­hei­ten zur schrift­li­chen Stel­lung­nah­me ein, es sei denn, ein an­de­rer Er­lass sieht ei­ne an­de­re Form der Mit­wir­kung vor.65

2bis Für die Mit­wir­kung bei der Vor­be­rei­tung von recht­set­zen­den Tex­ten gel­ten sinn­ge­mä­ss die Be­stim­mun­gen über Bun­des­rats­ge­schäf­te (Art. 4).66

3 Ist ei­ne Zu­stim­mung er­for­der­lich, wer­den Dif­fe­ren­zen von den be­tei­lig­ten Ein­hei­ten sel­ber be­rei­nigt. Aus­nahms­wei­se kön­nen die­se ei­ne Dif­fe­renz­be­rei­ni­gung auf nächst­hö­he­rer Ebe­ne ver­lan­gen.

64 Fas­sung ge­mä­ss Art. 53 Abs. 2 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 7. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3989).

65 Fas­sung ge­mä­ss Art. 53 Abs. 2 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 7. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3989).

66 Ein­ge­fügt durch Art. 53 Abs. 2 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 7. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3989).

Art. 15a Zusammenarbeit mit den Kantonen und weiteren Vollzugsträgern 67  

1 Be­rührt ein Vor­ha­ben des Bun­des we­sent­li­che kan­to­na­le oder kom­mu­na­le In­ter­es­sen, so be­zieht das zu­stän­di­ge De­par­te­ment oder die Bun­des­kanz­lei die zu­stän­di­gen kan­to­na­len Or­ga­ne so­wie, wenn an­ge­zeigt, die ge­samtschwei­ze­ri­schen Dach­ver­bän­de der Ge­mein­den, Städ­te und Berg­ge­bie­te, an­ge­mes­sen ein.

2 We­sent­li­che In­ter­es­sen ge­mä­ss Ab­satz 1 sind ins­be­son­de­re dann be­rührt, wenn:

a.
das Vor­ha­ben ganz oder teil­wei­se durch kan­to­na­le oder kom­mu­na­le Or­ga­ne um­ge­setzt wer­den soll und die Um­set­zung bei die­sen er­heb­li­che per­so­nel­le oder fi­nan­zi­el­le Res­sour­cen be­an­sprucht;
b.
kan­to­na­le oder kom­mu­na­le Or­ga­ne neu or­ga­ni­siert wer­den müs­sen; oder
c.
kan­to­na­le oder kom­mu­na­le Or­ga­ne we­sent­li­che Rechts­än­de­run­gen vor­neh­men müs­sen.

67 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 11. März 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016929).

Art. 16 Generalsekretärenkonferenz  

(Art. 53 RVOG)

1 Die Ge­ne­ral­se­kre­tä­ren­kon­fe­renz ist das obers­te Ko­or­di­na­ti­ons­or­gan. Sie trägt zu ei­ner vor­aus­schau­en­den, wirk­sa­men und ko­hä­ren­ten Ver­wal­tungs­tä­tig­keit bei. Sie zieht wei­te­re Per­so­nen oder Stel­len bei.

2 Sie wirkt mit bei der Pla­nung, Vor­be­rei­tung und beim Voll­zug von Bun­des­rats­ge­schäf­ten so­wie bei der Be­rei­ni­gung von Dif­fe­ren­zen.

3 Der Bun­des­rat re­gelt ih­re Or­ga­ni­sa­ti­on und ih­re Ar­beits­wei­se in ei­nem Re­gle­ment.68

68 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 5 der V vom 25. Nov. 2020 über die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und die In­for­ma­tik, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5871).

3. Abschnitt: Planung und Controlling

Art. 17 Planung  

(Art. 6 Abs. 1, 25 Abs. 2 Bst. a, 32 Bst. a, 36 Abs. 1, 51, 52 RVOG)

1 Der Bun­des­rat legt Schwer­ge­wich­te, Zie­le und Mit­tel der Pla­nun­gen fest.

2 Die Pla­nun­gen des Bun­des­ra­tes be­ste­hen aus:

a.
Ge­samt­pla­nun­gen, die al­le Po­li­tik­be­rei­che des Bun­des um­fas­sen; da­zu gehö­ren die Richt­li­ni­en der Re­gie­rungs­po­li­tik nach Ar­ti­kel 18 und die Jah­res­zie­le des Bun­des­ra­tes nach Ar­ti­kel 19 als Sach­pla­nun­gen so­wie die Fi­nanz­pla­nun­gen nach Fi­nanz­haus­halts­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 198969 und nach Fi­nanz­haus­halts­ver­ord­nung vom 11. Ju­ni 199070;
b.
Teil­pla­nun­gen zu ein­zel­nen Po­li­tik­be­rei­chen des Bun­des oder zu Tei­len da­von;
c.
wei­te­ren Pla­nun­gen bei Be­darf.

3 Die Sach- und die Fi­nanz­pla­nun­gen wer­den zeit­lich und in­halt­lich so weit als mög­lich auf­ein­an­der ab­ge­stimmt. Die ein­zel­nen Auf­ga­ben­ge­bie­te wer­den in Po­li­tik­be­rei­che zu­sam­men­ge­fasst.

4 Die Bun­des­kanz­lei be­rei­tet die Sach­plä­ne nach Ab­satz 2 Buch­sta­be a vor. Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung be­rei­tet Bud­get und Fi­nanz­plan vor. Sie ar­bei­ten da­bei mit den De­par­te­men­ten zu­sam­men.

5 Für die un­ter­ge­ord­ne­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten sind die Plä­ne des Bun­des­ra­tes und der De­par­te­men­te ver­bind­lich.

69 [AS 1990 985, 1995 836Ziff. II, 1996 3042, 1997 2022An­hang Ziff. 2 2465 An­hang Ziff. 11, 1998 1202Art. 7 Ziff. 3, 2847An­hang Ziff. 5, 1999 3131, 2000 273An­hang Ziff. 7, 2001 707Art. 31 Ziff. 2, 2002 2471,2003 535, 3543An­hang Ziff. II 7 4265 5191, 20041633Ziff. I 6 1985 An­hang Ziff. II 3. AS 2006 1275Art. 64]. Sie­he heu­te das Fi­nanz­haus­halt­ge­setz vom 7. Okt. 2005 (SR 611.0).

70 [AS 1990 996, 1993 820An­hang Ziff. 4, 1995 3204, 1996 2243Ziff. I 42 3043, 1999 1167An­hang Ziff. 5, 2000 198Art. 32 Ziff. 1, 2001 267Art. 33 Ziff. 2, 2003 537, 2004 4471Art. 15. AS 20061295Art. 76]. Sie­he heu­te die Fi­nanz­haus­halt­ver­ord­nung vom 5. April 2006 (SR 611.01).

Art. 18 Richtlinien der Regierungspolitik  

(Art. 45bis GVG71)

1 Die Richt­li­ni­en der Re­gie­rungs­po­li­tik ge­ben einen um­fas­sen­den po­li­ti­schen Ori­en­tie­rungs­rah­men für die Re­gie­rungs­tä­tig­keit in ei­ner Le­gis­la­tur­pe­ri­ode.

2 Sie zie­hen Bi­lanz über die ver­gan­ge­ne Le­gis­la­tur­pe­ri­ode.

3 Sie le­gen die Zie­le und Wir­kun­gen so­wie die prio­ri­tär­en Mass­nah­men fest und be­zeich­nen die Be­rei­che, wo das staat­li­che Leis­tungs­an­ge­bot über­prüft wer­den muss oder ab­ge­baut wer­den kann.

71 [AS 1962 811, 1966 1375, 1970 1249, 1972 2451514, 1974 1051Ziff. II 1, 1978 688Art. 88 Ziff. 2, 1979 114Art. 66 679 1318, 1984 768, 1985 452, 1986 1712, 1987 600Art. 16 Ziff. 3, 1989 257260, 1990 15301642, 1991 857An­hang Ziff. 1, 1992 6412344, 1994 3602147, 1995 4840, 1996 1725An­hang Ziff. I 2868, 1997 753Ziff. II 760 Art. 1 2022 An­hang Ziff. 4, 1998 64614182847An­hang Ziff. 8, 1999 468, 2000 2732093, 2001 114Ziff. I 1, 2002 3371An­hang Ziff. 1, 2003 2119. AS 2003 3543An­hang Ziff. I 3]. Sie­he heu­te das Par­la­ments­ge­setz vom 13. Dez. 2002 (SR 171.10).

Art. 19 Jahresziele des Bundesrates  

(Art. 51 RVOG)

1 Die Jah­res­zie­le des Bun­des­ra­tes um­schrei­ben die Grund­zü­ge der Re­gie­rungs­tä­tig­keit für das nächs­te Jahr, be­stim­men Zie­le und Mass­nah­men und be­zeich­nen die zu­han­den der eid­ge­nös­si­schen Rä­te zu ver­ab­schie­den­den Ge­schäf­te.

2 Die Jah­res­zie­le bil­den ei­ne Grund­la­ge für die Ge­schäfts­pla­nung des Bun­des­ra­tes nach Ar­ti­kel 2, für das Con­trol­ling nach Ar­ti­kel 21, für die Auf­sicht nach Ab­schnitt 5 so­wie für die jähr­li­che Ge­schäfts­be­richt­er­stat­tung nach Ar­ti­kel 45 des Ge­schäfts­ver­kehrs­ge­set­zes vom 23. März 196272 (GVG).

72 Sie­he heu­te das Par­la­ments­ge­setz vom 13. Dez. 2002 (SR 171.10).

Art. 20 Jahresziele der Departemente und der Bundeskanzlei  

(Art. 51 RVOG)

1 Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei stim­men ih­re Jah­res­zie­le auf die Pla­nun­gen des Bun­des­ra­tes ab und un­ter­brei­ten sie dem Bun­des­rat zur Kennt­nis­nah­me.

2 Sie er­stat­ten im Rah­men der jähr­li­chen Ge­schäfts­be­richt­er­stat­tung des Bun­des­ra­tes nach Ar­ti­kel 45 GVG73 Be­richt über ih­re Tä­tig­keit.

73 Sie­he heu­te das Par­la­ments­ge­setz vom 13. Dez. 2002 (SR 171.10).

Art. 21 Controlling  

1 Das Con­trol­ling ist ein Füh­rungs­in­stru­ment zur pro­zess­be­glei­ten­den Steue­rung der Ziel­er­rei­chung auf al­len Stu­fen.

2 Der Bun­des­rat wird bei sei­nem Con­trol­ling durch die Bun­des­kanz­lei und das Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­de­par­te­ment un­ter­stützt. Die­se ar­bei­ten da­bei mit den De­par­te­men­ten zu­sam­men.

3 Die De­par­te­men­te sind für das Con­trol­ling in ih­rem Be­reich zu­stän­dig. Sie stim­men ihr Con­trol­ling auf das Con­trol­ling des Bun­des­ra­tes ab.

Art. 22 Nachweis der Verwaltungstätigkeit 74  

1 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten füh­ren den Nach­weis über die ei­ge­ne Ge­schäftstä­tig­keit auf­grund ei­ner sys­te­ma­ti­schen Ge­schäfts­ver­wal­tung.

2 Sie set­zen zu die­sem Zweck elek­tro­ni­sche Ge­schäfts­ver­wal­tungs­sys­te­me nach der GE­VER-Ver­ord­nung vom 3. April 201975 ein, so­weit die Ge­setz­ge­bung nicht ei­ne an­de­re Art der Ge­schäfts­ver­wal­tung vor­sieht.

74 Fas­sung ge­mä­ss Art. 20 Ziff. 3 der GE­VER-Ver­ord­nung vom 3. April 2019, in Kraft seit 1. April 2020 (AS 20191311).

75 SR 172.010.441

3a. Abschnitt: Leistungsvereinbarungen76

76 Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 der V vom 14. Okt. 2015 (Optimierung Neues Rechnungs­modell und Neues Führungsmodell für die Bundesverwaltung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4019).

Art. 22a Führen mit Leistungsvereinbarungen  

(Art. 38a RVOG)

1 Die De­par­te­men­te oder die von ih­nen be­zeich­ne­ten Stel­len schlies­sen mit ih­ren Ver­wal­tungs­ein­hei­ten Leis­tungs­ver­ein­ba­run­gen ab. Die­se um­fas­sen min­des­tens:

a.
die Jah­res­zie­le des Bun­des­ra­tes und der De­par­te­men­te nach den Ar­ti­keln 19 und 20;
b.
wei­te­re wich­ti­ge Vor­ha­ben mit Mei­len­stei­nen und Ter­mi­nen;
c.
die Leis­tungs- und Wir­kungs­zie­le der Leis­tungs­grup­pen, die in der Re­gel mit Mess­grös­sen und Soll­wer­ten ver­se­hen wer­den.

2 Kei­ne Leis­tungs­ver­ein­ba­rung muss ab­ge­schlos­sen wer­den mit:

a.
der Bun­des­kanz­lei;
b.
dem Eid­ge­nös­si­schen Da­ten­schutz- und Öf­fent­lich­keits­be­auf­trag­ten;
c.
der Eid­ge­nös­si­schen Spiel­ban­ken­kom­mis­si­on;
d.
der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­kon­trol­le;
e.
dem Preis­über­wa­cher;
f.
der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on;
g.
der Schwei­ze­ri­schen Si­cher­heits­un­ter­su­chungs­stel­le;
h.
der Eid­ge­nös­si­schen Post­kom­mis­si­on;
i.77
der Kom­mis­si­on für den Ei­sen­bahn­ver­kehr;
j.
der Eid­ge­nös­si­schen Elek­tri­zi­täts­kom­mis­si­on;
k.
der Eid­ge­nös­si­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­mis­si­on;
l.
der Un­ab­hän­gi­gen Be­schwer­de­in­stanz für Ra­dio und Fern­se­hen.

77 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der OBI-Ver­ord­nung vom 13. Mai 2020, in Kraft seit 1. Ju­li 2020 (AS 2020 1915).

Art. 22b Berichterstattung und Steuerung  

(Art. 38a Abs. 5 RVOG)

1 Die De­par­te­men­te oder die von ih­nen be­zeich­ne­ten Stel­len le­gen fest, wann und in wel­cher Form die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten über die Ziel­er­rei­chung und ge­ge­be­nen­falls über Kor­rek­tur­mass­nah­men be­rich­ten.

2 Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung er­lässt Wei­sun­gen zur Über­prü­fung der Struk­tur und der Zie­le der Leis­tungs­grup­pen nach Ar­ti­kel 38a Ab­satz 5 RVOG.

3b. Abschnitt: Ausnahmen vom Erfordernis der Doppelunterschrift78

78 Eingefügt durch Ziff. III der V vom 22. Nov. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 6747).

(Art. 49 Abs. 5 RVOG)

Art. 22c  

Vom Er­for­der­nis der Dop­pel­un­ter­schrift aus­ge­nom­men sind:

a.
Ver­trä­ge, Ver­fü­gun­gen und an­de­re for­mel­le Ver­pflich­tun­gen des Bun­des im Per­so­nal­be­reich;
b.
völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge;
c.
Ver­trä­ge, Ver­fü­gun­gen und an­de­re for­mel­le Ver­pflich­tun­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung, die:
1.
sich auf das Mehr­wert­steu­er­ge­setz vom 12. Ju­ni 200979, das Ver­rech­nungs­steu­er­ge­setz vom 13. Ok­to­ber 196580 oder das Bun­des­ge­setz vom 27. Ju­ni 1973 über die Stem­pe­l­ab­ga­be81 stüt­zen, und
2.
auf­grund ih­rer gros­sen An­zahl nicht ein­zeln von ei­ner Ver­tre­tung der Be­hör­de un­ter­zeich­net wer­den (Mas­sen­ver­fah­ren).

4. Abschnitt: Information und Kommunikation

(Art. 10, 10a, 11, 34, 40 und 54 RVOG)82

82 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

Art. 23  

1 Die Bun­des­kanz­lei ist, in Zu­sam­men­ar­beit mit den De­par­te­men­ten, zu­stän­dig für die In­for­ma­ti­on der Bun­des­ver­samm­lung, der Kan­to­ne und der Öf­fent­lich­keit über Ent­schei­de, Ab­sich­ten und Vor­keh­ren des Bun­des­ra­tes. Sie sorgt für die nö­ti­ge Pla­nung und er­ar­bei­tet die Grund­sät­ze für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik des Bun­des­ra­tes.

2 Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei tra­gen die Ver­ant­wor­tung für die in­ter­ne und ex­ter­ne In­for­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on über ih­re Ge­schäf­te. Sie stel­len die­se in den Ge­samt­zu­sam­men­hang der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tik des Bun­des­ra­tes. Sie re­geln die In­for­ma­ti­ons­auf­ga­ben der ih­nen un­ter­ge­ord­ne­ten Ein­hei­ten.

3 Die Bun­des­kanz­lei ist, in Zu­sam­men­ar­beit mit der Kon­fe­renz der In­for­ma­ti­ons­diens­te, für die Ko­or­di­na­ti­on der In­for­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on zu­stän­dig und kann zu die­sem Zweck Wei­sun­gen er­las­sen.

4 Bei Be­darf kann der Bun­des­rat die In­for­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on bei der Bun­des­prä­si­den­tin oder dem Bun­des­prä­si­den­ten, bei der Bun­des­kanz­lei, ei­nem De­par­te­ment oder ei­ner an­de­ren be­zeich­ne­ten Stel­le zen­tra­li­sie­ren. Die be­zeich­ne­te Stel­le er­hält ent­spre­chen­de Wei­sungs­be­fug­nis­se.

5. Abschnitt: Aufsicht

Art. 24 Aufsicht über die Verwaltung  

(Art. 8 Abs. 3 und 4, 36 Abs. 3 RVOG)

1 Mit der Auf­sicht stel­len der Bun­des­rat, die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei die Er­fül­lung der ver­fas­sungs­mäs­si­gen und ge­setz­li­chen Auf­ga­ben si­cher.

2 Die Auf­sicht über die zen­tra­le Bun­des­ver­wal­tung ist um­fas­send. Sie rich­tet sich nach den in den Ar­ti­keln 11 und 12 auf­ge­führ­ten Grund­sät­zen.

3 Die Auf­sicht über die de­zen­tra­le Bun­des­ver­wal­tung so­wie über die Or­ga­ni­sa­tio­nen und Per­so­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 2 Ab­satz 4 RVOG wird in Ge­gen­stand, Um­fang und Grund­sät­zen durch die Spe­zi­al­ge­setz­ge­bung ge­re­gelt und rich­tet sich nach dem je­wei­li­gen Grad der Au­to­no­mie.

Art. 25 Kontrolle  

(Art. 8 Abs. 3 und 4 RVOG)

1 Die Kon­trol­le, als In­stru­ment der Auf­sicht, dient:

a.
der ver­tief­ten Ab­klä­rung von be­son­de­ren Fra­ge­stel­lun­gen, die sich aus ak­tu­el­len Er­eig­nis­sen oder fest­ge­stell­ten Miss­stän­den er­ge­ben;
b.
der pe­ri­odi­schen Über­prü­fung be­son­de­rer Fach­be­rei­che.

2 Mit Kon­trol­len sind in der Re­gel be­son­de­re Stel­len be­fasst, die von der kon­trol­lier­ten Ver­wal­tungs­ein­heit un­ab­hän­gig sind.

Art. 26 Kontrolle durch den Bundesrat 83  

(Art. 8 Abs. 3 und 4, 25 Abs. 2 Bst. c und d, 32 Bst. e RVOG)

Der Bun­des­rat und die Bun­des­prä­si­den­tin oder der Bun­des­prä­si­dent wer­den bei der Aus­übung der ge­setz­li­chen Kon­trol­l­auf­ga­ben von der Bun­des­kanz­lei un­ter­stützt. Für wei­ter­ge­hen­de de­par­te­ments­über­grei­fen­de Ab­klä­run­gen kön­nen Pro­jek­t­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Ar­ti­kel 56 RVOG oder ei­ne ex­ter­ne Be­ra­tung nach Ar­ti­kel 57 RVOG ein­ge­setzt wer­den.

83 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

Art. 27 Überprüfung von Bundesaufgaben 84  

(Art. 5 RVOG)

1 Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten über­prü­fen ih­re Auf­ga­ben, Leis­tun­gen, Pro­zes­se und Or­ga­ni­sa­ti­on pe­ri­odisch und sys­te­ma­tisch auf ih­re Not­wen­dig­keit und auf Über­ein­stim­mung mit den Grund­sät­zen von Ar­ti­kel 11 und 12; sie ver­an­las­sen die ent­spre­chen­den An­pas­sungs- und Ver­zichts­mass­nah­men.

2 Die Ge­ne­ral­se­kre­tä­ren­kon­fe­renz wirkt ko­or­di­nie­rend mit.

3 Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung ko­or­di­niert un­ter Ein­be­zug der Ge­ne­ral­se­kre­tä­ren­kon­fe­renz die Über­prü­fung nach Ab­satz 1 mit der Über­prü­fung nach Ar­ti­kel 5 des Sub­ven­ti­ons­ge­set­zes vom 5. Ok­to­ber 199085.86

84 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

85 SR 616.1

86 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 der V vom 14. Okt. 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell und Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4019).

6. Abschnitt: Administrativuntersuchung87

87 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 10. Dez. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 5251).

Art. 27a Zweck  

1 Die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ist ein spe­zi­el­les Ver­fah­ren der Kon­trol­le nach den Ar­ti­keln 25 und 26, mit dem ab­ge­klärt wird, ob ein Sach­ver­halt vor­liegt, der im öf­fent­li­chen In­ter­es­se ein Ein­schrei­ten von Am­tes we­gen er­for­dert.

2 Die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung rich­tet sich nicht ge­gen be­stimm­te Per­so­nen. Die Dis­zi­pli­nar­un­ter­su­chung nach Ar­ti­kel 98 der Bun­des­per­so­nal­ver­ord­nung vom 3. Ju­li 200188 so­wie straf­recht­li­che Ver­fah­ren blei­ben vor­be­hal­ten.

Art. 27b Parallel laufende Verfahren  

1 Ei­ne Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung darf we­der Stra­fun­ter­su­chun­gen noch Un­ter­su­chun­gen der par­la­men­ta­ri­schen Auf­sichts­or­ga­ne be­hin­dern.

2 Ist ein Ver­fah­rens­kon­flikt ab­seh­bar, so sis­tiert die an­ord­nen­de Stel­le die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung oder bricht sie ab.

Art. 27c Anordnende Stelle  

1 Die De­par­te­ments­vor­ste­he­rin­nen und De­par­te­ments­vor­ste­her so­wie die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler ord­nen in den ih­nen un­ter­ste­hen­den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chun­gen an. Sie kön­nen die­se Zu­stän­dig­keit an die ih­nen un­ter­stell­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten de­le­gie­ren.

2 Ist von ei­ner Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung mehr als ein De­par­te­ment, ein­sch­liess­lich die Bun­des­kanz­lei, be­trof­fen, so ord­net der Bun­des­rat die Un­ter­su­chung an.

Art. 27d Untersuchungsorgane  

1 Mit der Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung sind Per­so­nen zu be­trau­en, die:

a.
die er­for­der­li­chen per­sön­li­chen, be­ruf­li­chen und fach­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne sol­che Auf­ga­be er­fül­len;
b.
nicht im zu un­ter­su­chen­den Auf­ga­ben­be­reich tä­tig sind; und
c.
nicht gleich­zei­tig und in glei­cher Sa­che mit ei­nem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren oder ei­nem an­de­ren per­so­nal­recht­li­chen Ver­fah­ren be­traut sind.

2 Die Un­ter­su­chung kann Per­so­nen aus­ser­halb der Bun­des­ver­wal­tung über­tra­gen wer­den. Ei­ne sol­che Per­son han­delt als Be­auf­trag­te der an­ord­nen­den Stel­le.

3 Die Un­ter­su­chungs­or­ga­ne kön­nen im Rah­men ih­res Auf­tra­ges Wei­sun­gen, aber kei­ne Ver­fü­gun­gen er­las­sen.

4 Die Be­stim­mun­gen über den Aus­stand nach Ar­ti­kel 10 des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 196889 über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren (VwVG) gel­ten sinn­ge­mä­ss.

Art. 27e Untersuchungsauftrag  

1 Die an­ord­nen­de Stel­le er­teilt einen schrift­li­chen Un­ter­su­chungs­auf­trag. Dar­in wird ins­be­son­de­re um­schrie­ben:

a.
der Ge­gen­stand der Un­ter­su­chung;
b.
die Ein­set­zung des Un­ter­su­chungs­or­gans;
c.
die Kom­pe­ten­zen des Un­ter­su­chungs­or­gans;
d.
die Pflicht zur Wah­rung des Amts­ge­heim­nis­ses;
e.
die Ent­schä­di­gung des Un­ter­su­chungs­or­gans;
f.
die Be­reit­stel­lung der er­for­der­li­chen Hilfs­mit­tel;
g.
der Bei­zug von Hilfs­or­ga­nen;
h.
die Art und Wei­se der Be­richt­er­stat­tung;
i.
die Ter­mi­ne.

2 Dem Un­ter­su­chungs­auf­trag wer­den all­fäl­li­ge Vor­ak­ten bei­ge­legt.

Art. 27f Eröffnung  

1 Die an­ord­nen­de Stel­le gibt den be­trof­fe­nen Ver­wal­tungs­stel­len die Er­öff­nung der Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung so­wie de­ren An­lass und Zweck so­wie das Un­ter­­su­chungs­or­gan be­kannt.

2 Sie er­lässt die er­for­der­li­chen Wei­sun­gen über Zu­tritts- und Ein­sichts­rech­te der Un­ter­su­chungs­or­ga­ne so­wie über die Aus­kunfts­pflicht der be­trof­fe­nen An­ge­stell­ten.

Art. 27g Durchführung  

1 Zur Fest­stel­lung des Sach­ver­hal­tes be­dient sich das Un­ter­su­chungs­or­gan der Be­weis­mit­tel nach Ar­ti­kel 12 VwVG90. In der Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung fin­det je­doch kei­ne Zeu­gen­ein­ver­nah­me statt.

2 Die in die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ein­be­zo­ge­nen Be­hör­den und An­ge­stell­ten des Bun­des sind ver­pflich­tet, an der Fest­stel­lung des Sach­ver­hal­tes mit­zu­wir­ken.

3 Zeigt sich im Ver­lauf der Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung, dass In­for­ma­tio­nen, die un­ter die Schwei­ge­pflicht fal­len, aus an­de­ren De­par­te­men­ten oder der Bun­des­kanz­lei not­wen­dig sind, so hat das Un­ter­su­chungs­or­gan vor­gän­gig das Ein­ver­ständ­nis des Vor­ste­hers oder der Vor­ste­he­rin des De­par­te­ments oder des Bun­des­kanz­lers oder der Bun­des­kanz­le­rin ein­zu­ho­len. In den an­de­ren Fäl­len gilt Ar­ti­kel 14.

4 Die in die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ein­be­zo­ge­nen Be­hör­den und Per­so­nen ha­ben Ge­le­gen­heit, al­le Ak­ten, die sie be­tref­fen, ein­zu­se­hen und da­zu Stel­lung zu neh­men (Art. 26–28 VwVG).

5 Sie ha­ben An­spruch auf recht­li­ches Ge­hör (Art. 29–33 VwVG).

Art. 27h Befragungen  

1 Die in die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ein­be­zo­ge­nen Per­so­nen kön­nen sich ver­tre­ten und ver­bei­stän­den las­sen.

2 Das Un­ter­su­chungs­or­gan weist die Per­so­nen, die be­fragt wer­den sol­len, dar­auf hin, dass sie die Aus­sa­ge ver­wei­gern kön­nen, wenn sie sich mit die­ser im Hin­blick auf ein Dis­zi­pli­nar- oder Straf­ver­fah­ren selbst be­las­ten wür­den.

3 Es weist Per­so­nen aus­ser­halb der Bun­des­ver­wal­tung, die be­fragt wer­den sol­len, dar­auf hin, dass ih­re Aus­kunft­s­er­tei­lung frei­wil­lig er­folgt.

Art. 27i Schutz von Personendaten  

Je­de Dienst­stel­le, die vom Un­ter­su­chungs­or­gan zur Be­kannt­ga­be von Per­so­nen­da­ten auf­ge­for­dert wird, hat in ei­ge­ner Kom­pe­tenz si­cher­zu­stel­len, dass da­bei die Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 199291 über den Da­ten­schutz ein­ge­hal­ten wer­den.

Art. 27j Ergebnisse  

1 Das Un­ter­su­chungs­or­gan lie­fert der an­ord­nen­den Stel­le sämt­li­che Un­ter­su­chungs­ak­ten so­wie einen Be­richt ab.

2 Es stellt im Be­richt den Ab­lauf so­wie die Er­geb­nis­se der Un­ter­su­chung dar und prä­sen­tiert Vor­schlä­ge für das wei­te­re Vor­ge­hen.

3 Die an­ord­nen­de Stel­le in­for­miert die in ei­ne Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ein­be­zo­ge­nen Be­hör­den und Per­so­nen über das Er­geb­nis.

4 Über die Fol­gen ei­ner Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung ent­schei­det die an­ord­nen­de Stel­le.

5 Die Er­geb­nis­se ei­ner Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung kön­nen zum An­lass für die Ein­lei­tung an­de­rer, ins­be­son­de­re per­so­nal­recht­li­cher Ver­fah­ren ge­nom­men wer­den.

3a. Kapitel: Genehmigung kantonaler Erlasse92

92 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2006, in Kraft seit 1. Juni 2006 (AS 20061269).

Art. 27k Einreichung  

(Art. 61b Abs. 1 RVOG)

1 Ge­set­ze und Ver­ord­nun­gen der Kan­to­ne, die vom Bund ge­neh­migt wer­den müs­sen, sind bei der Bun­des­kanz­lei ein­zu­rei­chen. Die Bun­des­kanz­lei kann die Ein­rei­chung ver­lan­gen.

2 Die Er­las­se sind ein­zu­rei­chen, so­bald sie von der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de an­ge­nom­men wor­den sind. Die Durch­füh­rung ei­ner Volks­ab­stim­mung oder der Ab­lauf ei­ner Re­fe­ren­dums­frist müs­sen nicht ab­ge­war­tet wer­den.

3 Die Kan­to­ne kön­nen ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ge Er­las­se bei der Bun­des­kanz­lei zur Vor­prü­fung ein­rei­chen.

Art. 27l Weiterleitung an das zuständige Departement  

1 Die Bun­des­kanz­lei lei­tet einen bei ihr ein­ge­reich­ten Er­lass an das zu­stän­di­ge De­par­te­ment wei­ter.

2 Fällt ein Er­lass nicht in die aus­sch­liess­li­che Zu­stän­dig­keit ei­nes De­par­te­men­tes, so be­stimmt die Bun­des­kanz­lei die Fe­der­füh­rung und ori­en­tiert die mit­in­ter­es­sier­ten De­par­te­men­te.

Art. 27m Genehmigung in nichtstreitigen Fällen  

(Art. 61b Abs. 2 RVOG)

In nicht­strei­ti­gen Fäl­len er­teilt das De­par­te­ment die Ge­neh­mi­gung in­nert zwei Mo­na­ten nach der Ein­rei­chung. Es teilt die Ge­neh­mi­gung dem Kan­ton und der Bun­des­kanz­lei mit.

Art. 27n Genehmigung in streitigen Fällen  

(Art. 61b Abs. 3 RVOG)

1 Kommt das De­par­te­ment zum Schluss, dass die Ge­neh­mi­gung we­gen Bun­des­rechts­wid­rig­keit nicht oder nur mit Vor­be­halt er­teilt wer­den kann, so trifft es in­nert zwei Mo­na­ten nach Ein­rei­chung einen Zwi­schen­ent­scheid. Es un­ter­brei­tet den Ent­scheid mit kur­z­er Be­grün­dung dem Kan­ton und setzt ihm ei­ne Frist zur Stel­lung­nah­me.

2 Kommt das De­par­te­ment auf Grund der Stel­lung­nah­me des Kan­tons zum Schluss, dass kei­ne Bun­des­rechts­wid­rig­keit be­steht, so er­teilt es die Ge­neh­mi­gung in­nert zwei Mo­na­ten nach Ein­gang der Stel­lung­nah­me des Kan­tons.

3 An­dern­falls un­ter­brei­tet das De­par­te­ment dem Bun­des­rat das Ge­schäft in­nert zwei Mo­na­ten mit ei­nem An­trag auf Er­tei­lung der Ge­neh­mi­gung mit Vor­be­halt oder auf Ver­wei­ge­rung der Ge­neh­mi­gung.

3b. Kapitel: Verträge der Kantone unter sich oder mit dem Ausland93

93 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2006, in Kraft seit 1. Juni 2006 (AS 20061269).

Art. 27o Information des Bundes  

(Art. 61c Abs. 1 RVOG)

1 Über Ver­trä­ge der Kan­to­ne un­ter sich oder mit dem Aus­land in­for­mie­ren die Ver­trags­kan­to­ne oder ei­ne von ih­nen be­zeich­ne­te Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le die Bun­des­kanz­lei.

2 Die In­for­ma­ti­on hat zu er­fol­gen:

a.
bei Ver­trä­gen der Kan­to­ne un­ter sich: nach der Ver­ab­schie­dung des Ent­wurfs durch das mit der Aus­ar­bei­tung be­trau­te in­ter­kan­to­na­le Or­gan oder nach der An­nah­me des Ver­tra­ges durch min­des­tens einen Ver­trags­kan­ton;
b.
bei Ver­trä­gen der Kan­to­ne mit dem Aus­land: vor dem Ab­schluss des Ver­trags.

3 Der Ver­trags­text ist der In­for­ma­ti­on bei­zu­le­gen.

Art. 27p Vorprüfung von Verträgen der Kantone unter sich  

Die Kan­to­ne kön­nen Ver­trä­ge un­ter sich bei der Bun­des­kanz­lei zur Vor­prü­fung ein­rei­chen.

Art. 27q Orientierung der Drittkantone  

(Art. 62 Abs. 1 RVOG)

1 Die Bun­des­kanz­lei ori­en­tiert die nicht be­tei­lig­ten Kan­to­ne (Dritt­kan­to­ne) in Form ei­ner Be­kannt­ma­chung im Bun­des­blatt über einen ihr zur Kennt­nis ge­brach­ten Ver­trag in­nert 14 Ta­gen seit Ein­gang des Ver­trags.

2 Sie nennt in der Be­kannt­ma­chung die Ver­trags­kan­to­ne, den Ti­tel des be­tref­fen­den Ver­trags so­wie die Stel­le, bei wel­cher der Ver­trags­text be­zo­gen oder ein­ge­se­hen wer­den kann.

3 Für Ver­trä­ge der Kan­to­ne mit dem Aus­land, die durch Ver­mitt­lung des Bun­des ab­ge­schlos­sen wer­den, gel­ten die Ab­sät­ze 1 und 2 sinn­ge­mä­ss.

Art. 27r Weiterleitung an das zuständige Departement  

1 Die Bun­des­kanz­lei lei­tet einen bei ihr ein­ge­reich­ten Ver­trag an das zu­stän­di­ge De­par­te­ment wei­ter.

2 Fällt ein Ver­trag nicht in die aus­sch­liess­li­che Zu­stän­dig­keit ei­nes De­par­te­ments, so be­stimmt die Bun­des­kanz­lei die Fe­der­füh­rung und ori­en­tiert die mit­in­ter­es­sier­ten De­par­te­men­te.

Art. 27s Mitteilung des Prüfungsergebnisses; Einwand gegen die Verträge  

(Art. 62 Abs. 2 und 3 RVOG)

1 Das De­par­te­ment teilt das Er­geb­nis der Prü­fung des Ver­trags in­nert zwei Mo­na­ten seit der Ori­en­tie­rung im Bun­des­blatt nach Ar­ti­kel 27q den Ver­trags­kan­to­nen oder der Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le so­wie der Bun­des­kanz­lei mit.

2Stellt das De­par­te­ment fest, dass der Ver­trag dem Recht oder den In­ter­es­sen des Bun­des zu­wi­der­läuft, so macht es die­sen Ein­wand ge­gen­über den Ver­trags­kan­to­nen und ge­ge­be­nen­falls der Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le gel­tend und lädt sie zur Stel­lung­nah­me ein.

3 Das De­par­te­ment teilt den Ver­trags­kan­to­nen und der Ko­or­di­na­ti­ons­stel­le so­wie der Bun­des­kanz­lei um­ge­hend mit, ob auf Grund der Stel­lung­nah­me der Wi­der­spruch zum Recht oder den In­ter­es­sen des Bun­des be­ste­hen bleibt oder nicht.

Art. 27t Einsprache bei der Bundesversammlung  

(Art. 62 Abs. 4 RVOG)

Bleibt der Wi­der­spruch zum Recht oder zu den In­ter­es­sen des Bun­des be­ste­hen, so stellt das De­par­te­ment dem Bun­des­rat den An­trag, bei der Bun­des­ver­samm­lung Ein­spra­che ge­gen den ent­spre­chen­den Ver­trag zu er­he­ben.

4. Kapitel: Schlussbestimmungen

1. Abschnitt: Weitere Ausführungsbestimmungen

Art. 28 Organisationsverordnungen des Bundesrates für die Departemente und die Bundeskanzlei  

(Art. 31 Abs. 3, 43 und 47 RVOG)

Der Bun­des­rat er­lässt für je­des De­par­te­ment und für die Bun­des­kanz­lei je ei­ne Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung. Dar­in wer­den ins­be­son­de­re ge­re­gelt:

a.
die Zie­le, Grund­sät­ze und Zu­stän­dig­kei­ten der De­par­te­men­te bzw. der Bun­des­kanz­lei;
b.
die Zie­le, Auf­ga­ben und Zu­stän­dig­kei­ten der Grup­pen und Äm­ter;
c.94
die de­par­te­ments­in­ter­ne Zu­ord­nung der de­zen­tra­len Ver­wal­tungs­ein­hei­ten und, so­fern nicht an­der­wei­tig ge­re­gelt, de­ren Zie­le, Auf­ga­ben und Zu­stän­dig­kei­ten.

94 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

Art. 29 Geschäftsordnungen der Departemente und der Bundeskanzlei  

(Art. 37 und 43 Abs. 4 RVOG)

1 Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei er­las­sen für sich Ge­schäfts­ord­nun­gen. Dar­in kön­nen ins­be­son­de­re ge­re­gelt wer­den:

a.
die Grund­zü­ge der Füh­rungs­pro­zes­se im De­par­te­ment bzw. in der Bun­des­kanz­lei;
b.
die or­ga­ni­sa­to­ri­schen Grund­zü­ge des De­par­te­men­tes bzw. der Bun­des­kanz­lei, so­fern sie nicht durch an­de­re Vor­schrif­ten ge­re­gelt sind;
c.
die De­le­ga­ti­on von Un­ter­schrif­ten;
d.95
der Bei­zug von ex­ter­nen Be­ra­te­rin­nen und Be­ra­tern durch Grup­pen und Äm­ter.

2 Für de­par­te­ments­über­grei­fen­de Auf­ga­ben kön­nen die zu­stän­di­gen De­par­te­men­te bzw. die Bun­des­kanz­lei ei­ne ge­mein­sa­me Ge­schäfts­ord­nung er­las­sen.

3 Die Ge­schäfts­ord­nun­gen sind öf­fent­lich zu­gäng­lich, wer­den aber nicht in der Amt­li­chen Samm­lung des Bun­des­rechts pu­bli­ziert.

95 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, in Kraft seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

Art. 30 Weisungen und Arbeitshilfen  

1 Der Bun­des­rat bzw. die Ge­ne­ral­se­kre­tä­ren­kon­fe­renz, die De­par­te­men­te oder die Bun­des­kanz­lei sor­gen mit Wei­sun­gen und Ar­beits­hil­fen für den gu­ten Gang der Ver­wal­tung.

2 Die Wei­sun­gen und Ar­beits­hil­fen re­geln ins­be­son­de­re:

a.
die Vor­be­rei­tung von Bun­des­rats­ge­schäf­ten;
b.96
...
c.
die Ge­stal­tung von Bot­schaf­ten und Be­rich­ten des Bun­des­ra­tes an die eid­ge­nös­si­schen Rä­te;
d.
die Aus­ar­bei­tung und Ge­stal­tung von Er­las­sen des Bun­des;
e.
die Grund­sät­ze für ei­ne stu­fen­ge­rech­te Zu­ord­nung von Zu­stän­dig­kei­ten;
f.
das Vor­ver­fah­ren der Ge­setz­ge­bung, so­weit es nicht in der Ver­ord­nung vom 17. Ju­ni 199197 über das Ver­nehm­las­sungs­ver­fah­ren ge­re­gelt ist;
g.
den Res­sour­cen­ein­satz ins­be­son­de­re in den Be­rei­chen Per­so­nal, Fi­nan­zen, In­for­ma­tik und Lo­gis­tik;
h.
die Zu­sam­men­set­zung und Wahl, die Auf­trä­ge, das Ver­fah­ren und den Ge­schäfts­ver­kehr von Stabs‑, Pla­nungs- und Ko­or­di­na­ti­ons­or­ga­nen;
i.
die Pfle­ge der in­ter­na­tio­na­len Be­zie­hun­gen der Bun­des­ver­wal­tung;
j.
die kom­mer­zi­el­le Ne­ben­tä­tig­keit von Ver­wal­tungs­ein­hei­ten;
k.
die Ak­ten­füh­rungs­pflicht;
l.
Er­mäch­ti­gun­gen der Bun­des­prä­si­den­tin oder des Bun­des­prä­si­den­ten in An­wen­dung von Ar­ti­kel 26 Ab­satz 4 RVOG;
m.
die Ko­or­di­na­ti­on der In­for­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on.

96 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, mit Wir­kung seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

97 [AS 1991 1632, 1996 1651Art. 22. AS 2005 4103Art. 22]. Sie­he heu­te die Ver­nehm­las­sungs­ver­ord­nung vom 17. Aug. 2005 (SR 172.061.1).

2. Abschnitt: Bewilligungen zur Vornahme von Handlungen für einen fremden Staat und für internationale Gerichte 98

98 Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 der V vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Febr. 2004 (AS 2004 433).

Art. 31  

1 Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei ent­schei­den in ih­rem Be­reich über Be­wil­li­gun­gen nach Ar­ti­kel 271 Zif­fer 1 des Straf­ge­setz­bu­ches99 zur Vor­nah­me von Hand­lun­gen für einen frem­den Staat.

1bis Er­mäch­ti­gun­gen nach Ar­ti­kel 22 des Bun­des­be­schlus­ses vom 21. De­zem­ber 1995100 über die Zu­sam­men­ar­beit mit den in­ter­na­tio­na­len Ge­rich­ten zur Ver­fol­gung von schwer wie­gen­den Ver­let­zun­gen des hu­ma­ni­tär­en Völ­ker­rechts er­teilt das Bun­des­amt für Jus­tiz.101

2 Fäl­le von po­li­ti­scher oder an­de­rer grund­sätz­li­cher Be­deu­tung sind dem Bun­des­rat zu un­ter­brei­ten.

3 Die Ent­schei­de sind der Bun­des­an­walt­schaft und den mit­in­ter­es­sier­ten De­par­te­men­ten zu­zu­stel­len.102

99 SR 311.0

100 SR 351.20. Heu­te: BG.

101 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der V vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Fe­br. 2004 (AS 2004 433).

102 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Fe­br. 2004 (AS 2004 433).

3. Abschnitt: ...

Art. 32103  

103 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Aug. 2002, mit Wir­kung seit 1. Okt. 2002 (AS 2002 2827).

4. Abschnitt: ...

Art. 33104  

104 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 16. Jan. 2008, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2008 (AS 2008 191).

5. Abschnitt: Aufhebung bisherigen Rechts

Art. 34  

Der Bun­des­rats­be­schluss vom 7. Ju­li 1971105 über die Er­mäch­ti­gung der De­par­te­men­te und der Bun­des­kanz­lei zum selbst­stän­di­gen Ent­scheid über die Be­wil­li­gun­gen nach Ar­ti­kel 271 Zif­fer 1 des Schwei­ze­ri­schen Straf­ge­setz­bu­ches wird auf­ge­ho­ben.

6. Abschnitt: Inkrafttreten

Art. 35  

1 Die­se Ver­ord­nung tritt un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 am 1. Ja­nu­ar 1999 in Kraft.

2 Die Ar­ti­kel 26 und 27 tre­ten gleich­zei­tig mit der Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung für die Bun­des­kanz­lei vom 5. Mai 1999106 in Kraft.

106 [AS 1999 1757, 2002 2827Ziff. III, 2004 4521, 2007 3494477Ziff. IV 7. AS 2008 5153Art. 11]. Die­se V trat am 1. Ju­ni 1999 in Kraft.

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 26. November 2008 107

1 Ersatzwahlen in ausserparlamentarische Kommissionen, die von den Departemen­ten vor dem 1. Januar 2009 eingesetzt wurden, werden bis zu den Gesamterneue­rungswahlen 2011 weiterhin von den Departementen vorgenommen.

2 Artikel 8füber die Offenlegung der Interessenbindungen findet bis zu den Gesamt­erneuerungswahlen 2011 nur auf Mitglieder neu eingesetzter ausserparlamentari­scher Kommissionen Anwendung.

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 27. November 2009 108

Die Entschädigungen der Mitglieder ausserparlamentarischer Kommissionen werden auf den nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch auf den Beginn der nächsten Wahlperiode den Bestimmungen der Änderung vom 27. November 2009 dieser Verordnung angepasst.

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 30. Juni 2010 109

Wirkt sich die Zuordnung einer Verwaltungseinheit nach Anhang 1 zur dezentralen Bundesverwaltung auf das Pensionskassenstatut der Verwaltungseinheit aus, so entfaltet sich diese Wirkung erst mit der Änderung der massgebenden Organisa­tionsbestimmungen im Spezialgesetz.

Ausserparlamentarische Kommissionen, die nicht nach Artikel 8 Absatz 2 im Anhang 2 aufgenommen sind, werden nach Artikel 57d RVOG im Rahmen der nächsten Gesamterneuerungswahl überprüft und im Anhang 2 aufgenommen.

Anhang 1 110

110 Fassung gemäss Ziff. II Abs. 1 der V vom 30. Juni 2010 (AS 2010 3175). Bereinigt gemäss Ziff. I der V vom 27. Okt. 2010 (AS 2010 5047), Art. 15 der V vom 20. April 2011 (AS 2011 1631), Ziff. II der V vom 17. Aug. 2011 (AS 2011 3787), Anhang Ziff. 1 der Organisationsverordnung SUST vom 23. März 2011 (AS 2011 4589), Ziff. I der V vom 30. Nov. 2011 (AS 2011 6091), Anhang Ziff. 1 der Bundesinformatikverordnung vom 9. Dez. 2011 (AS 2011 6093), Anhang Ziff. 2 der V vom 21. Nov. 2012 über das Eidgenössische Institut für Metrologie (AS 2012 6887) und Ziff. I 2 Abs. 1 der V vom 15. Juni 2012 (Neugliederung der Departemente) (AS 2012 3631), Berichtigung vom 28. Dez. 2012 (AS 2012 7499), Berichtigung vom 15. Jan. 2013 (AS 2013 199), Ziff. II der V vom 8. Mai 2013 (AS 2013 1447), vom 28. Nov. 2014 (AS 2014 4451) vom 28. Jan. 2015 (AS 2015 423), Ziff. I der V vom 7. Okt. 2015 (AS 2015 4043), Anhang Ziff. 2 der V vom 16. Aug. 2017 über die Aufsicht über die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten (AS 2017 4231), Anhang 2 Ziff. II 1 der V vom 29. März 2017 über die Strukturen der Armee (AS 2017 2307), Anhang 2 Ziff. II 2 der Alkoholverordnung vom 15. Sept. 2017 (AS 2017 5161), Anhang Ziff. 1 der V vom 15. Nov. 2017 (AS 2017 6607), Anhang 6 Ziff. II 1 der Arzneimittelverordnung vom 21. Sept. 2018 (AS 2018 3577), Ziff. II der V vom 7. Nov. 2018 (AS 2018 4573), Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018 (AS 2018 4737), Ziff. I 1 der OBI-Verordnung vom 13. Mai 2020 (AS 2020 1915), Anhang Ziff. 2 der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5893) und Berichtigung vom 8. Juli 2021 (AS 2021 429).

(Art. 8 Abs. 1)

Liste der Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung

Die Bundesverwaltung besteht aus den folgenden Verwaltungseinheiten:

A.

Bundeskanzlei (BK)
Chancellerie fédérale (ChF)
Cancelleria federale (CaF)
Chanzlia federala (ChF)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Bundeskanzlei (BK)

Chancellerie fédérale (ChF)

Cancelleria federale (CaF)

Chanzlia federala (ChF)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

2.1.1

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB)

Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence (PFPDT)

Incaricato federale della protezione dei dati e della trasparenza (IFPDT)

Incumbensà federal per la protecziun da datas e per la transpa­renza (IFPDT)

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und
Sti
f­tungen:

Keine

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

Keine

B.

Departemente
Départements
Dipartimenti
Departaments

I.

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
Département fédéral des affaires étrangères (DFAE)
Dipartimento federale degli affari esteri (DFAE)
Departament federal d’affars exteriurs (DFAE)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-EDA)

Secrétariat général (SG-DFAE)

Segreteria generale (SG-DFAE)

Secretariat general (SG-DFAE)

1.2

Staatssekretariat EDA

Secrétariat d’Etat du DFAE

Segreteria di Stato del DFAE

Secretariat da stadi dal DFAE

1.3

Aufgehoben

1.4

Direktion für Völkerrecht (DV)

Direction du droit international public (DDIP)

Direzione del diritto internazionale pubblico (DDIP)

Direcziun da dretg internaziunal public (DDIP)

1.5

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Direction du développement et de la coopération (DDC)

Direzione dello sviluppo e della cooperazione (DSC)

Direcziun da svilup e da cooperaziun (DSC)

1.6

Aufgehoben

1.7

Direktion für Ressourcen (DR)

Direction des ressources (DR)

Direzione delle risorse (DR)

Direcziun da resursas (DR)

1.8

Konsularische Direktion (KD)

Direction consulaire (DC)

Direzione consolare (DC)

Direcziun consulara (DC)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

Keine

II.

Eidgenössisches Departement des Innern (EDI)
Département fédéral de l’intérieur (DFI)
Dipartimento federale dell’interno (DFI)
Departament federal da l’intern (DFI)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-EDI)

Secrétariat général (SG-DFI)

Segreteria generale (SG-DFI)

Secretariat general (SG-DFI)

1.2

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG)

Bureau fédéral de l’égalité entre femmes et hommes (BFEG)

Ufficio federale per l’uguaglianza fra donna e uomo (UFU)

Uffizi federal per l’egualitad tranter dunna ed um (UFEG)

1.3

Bundesamt für Kultur (BAK)

Office fédéral de la culture (OFC)

Ufficio federale della cultura (UFC)

Uffizi federal da cultura (UFC)

1.4

Schweizerisches Bundesarchiv (BAR)

Archives fédérales suisses (AFS)

Archivio federale svizzero (AFS)

Archiv federal svizzer (AFS)

1.5

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz)

Office fédéral de météorologie et de climatologie (MétéoSuisse)

Ufficio federale di meteorologia e climatologia (MeteoSvizzera)

Uffizi federal per meteorologia e climatologia (MeteoSvizra)

1.6

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Office fédéral de la santé publique (OFSP)

Ufficio federale della sanità pubblica (UFSP)

Uffizi federal da sanadad publica (UFSP)

1.7

Bundesamt für Statistik (BFS)

Office fédéral de la statistique (OFS)

Ufficio federale di statistica (UST)

Uffizi federal da statistica (UST)

1.8

Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)

Office fédéral des assurances sociales (OFAS)

Ufficio federale delle assicurazioni sociali (UFAS)

Uffizi federal d’assicuranzas socialas (UFAS)

1.9

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires
vétérinaires (OSAV)

Ufficio federale della sicurezza alimentare e di veterinaria (USAV)

Uffizi federal da segirezza alimentara e fatgs veterinars (USAV)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

Keine

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und Stiftungen:

2.2.1

Schweizerisches Nationalmuseum (SNM)

Musée national suisse (MNS)

Museo nazionale svizzero (MNS)

Museum naziunal svizzer (MNS)

2.2.2

Pro Helvetia

Pro Helvetia

Pro Helvetia

Pro Helvetia

2.2.3

Schweizerisches Heilmittelinstitut (Swissmedic)

Institut suisse des produits thérapeutiques (Swissmedic)

Istituto svizzero per gli agenti terapeutici (Swissmedic)

Institut svizzer per products terapeutics (Swissmedic)

2.2.4

Compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO)

compenswiss (Fonds de compensation AVS/AI/APG)

compenswiss (Fondi die compensazione AVS/AI/IPG)

Compenswiss (Fonds da cumpensaziun AVS/AI/UCG)

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

Keine

III.

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)
Département fédéral de justice et police (DFJP)
Dipartimento federale di giustizia e polizia (DFGP)
Departament federal da giustia e polizia (DFGP)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-EJPD)

Secrétariat général (SG-DFJP)

Segreteria generale (SG-DFGP)

Secretariat general (SG-DFGP)

1.2

Bundesamt für Justiz (BJ)

Office fédéral de la justice (OFJ)

Ufficio federale di giustizia (UFG)

Uffizi federal da giustia (UFG)

1.3

Bundesamt für Polizei (fedpol)

Office fédéral de la police (fedpol)

Ufficio federale di polizia (fedpol)

Uffizi federal da polizia (fedpol)

1.4

Staatssekretariat für Migration (SEM)

Secrétariat d’Etat aux migrations (SEM)

Segreteria di Stato della migrazione (SEM)

Secretariat da stadi per migraziun (SEM)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

2.1.1

Aufgehoben

2.1.2

Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (ÜPF)

Service Surveillance de la correspondance par poste et télécommunication (SCPT)

Servizio Sorveglianza della corrispondenza postale e
del traffico delle telecomunicazioni (SCPT)

Servetsch da surveglianza dal traffic da posta e da tele­communicaziun (STPT)

2.1.3

Kommission zur Verhütung von Folter

Commission de prévention de la torture

Commissione per la prevenzione della tortura

Cumissiun per la prevenziun cunter la tortura

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und Stiftungen:

2.2.1

Schweizerisches Institut für Rechtsvergleichung (SIR)

Institut suisse de droit comparé (ISDC)

Istituto svizzero di diritto comparato (ISDC)

Institut svizzer da dretg cumparativ (ISDC)

2.2.2

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum (IGE)

Institut Fédéral de la Propriété Intellectuelle (IPI)

Istituto Federale della Proprietà Intellettuale (IPI)

Institut Federal da Proprietad Intellectuala (IPI)

2.2.3

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB)

Autorité fédérale de surveillance en matière de révision (ASR)

Autorità federale di sorveglianza dei revisori (ASR)

Autoritad federala da surveglianza en chaussas da revisiun (ASR)

2.2.4

Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS

Institut fédéral de métrologie METAS

Istituto federale di metrologia METAS

Institut federal da metrologia METAS

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

Keine

IV.

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS)
Département fédéral de la défense, de la protection de la population
et des sports (DDPS)
Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione
e dello sport (DDPS)
Departament federal da defensiun, protecziun da la populaziun e sport (DDPS)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-VBS)

Secrétariat général (SG-DDPS)

Segreteria generale (SG-DDPS)

Secretariat general (SG-DDPS)

1.2

Nachrichtendienst des Bundes (NDB)

Service de renseignement de la Confédération (SRC)

Servizio delle attività informative della Confederazione (SIC)

Servetsch d’infurmaziun da la Confederaziun (SIC)

1.3

Oberauditorat (OA)

Office de l’auditeur en chef (OAC)

Ufficio dell’uditore in capo (UUC)

Auditorat superiur (AS)

1.4

Gruppe Verteidigung

Groupement Défense

Aggruppamento Difesa

Gruppa da defensiun

1.4.1

Armeestab (A Stab)

État-major de l’armée (EM A)

Stato maggiore dell’esercito (SM Es)

Stab da l’armada (StA)

1.4.2

Kommando Operationen (Kdo Op)

Commandement des opérations (Cdmt Op)

Comando Operazioni (Cdo Op)

Commando d’operaziuns (Cdo Op)

1.4.3

Logistikbasis der Armee (LBA)

Base logistique de l’armée (BLA)

Base logistica dell’esercito (BLEs)

Basa da logistica da l’armada (BLA)

1.4.4

Führungsunterstützungsbasis (FUB)

Base d’aide au commandement (BAC)

Base d’aiuto alla condotta (BAC)

Basa d’agid al commando (BAC)

1.4.5

Kommando Ausbildung (Kdo Ausb)

Commandement de l’instruction (Cdmt Instr)

Comando Istruzione (Cdo Istr)

Commando d’instrucziun (Cdo Instr)

1.5

Bundesamt für Rüstung (armasuisse)

Office fédéral de l’armement (armasuisse)

Ufficio federale dell’armamento (armasuisse)

Uffizi federal da l’armament (armasuisse)

1.5a

Bundesamt für Landestopografie (swisstopo)

Office fédéral de topographie (swisstopo)

Ufficio federale di topografia (swisstopo)

Uffizi federal da topografia (swisstopo)

1.6

Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS)

Office fédéral de la protection de la population (OFPP)

Ufficio federale della protezione della popolazione (UFPP)

Uffizi federal da protecziun da la populaziun (UFPP)

1.7

Bundesamt für Sport (BASPO)

Office fédéral du sport (OFSPO)

Ufficio federale dello sport (UFSPO)

Uffizi federal da sport (UFSPO)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

2.1.1

Unabhängige Aufsichtsbehörde über die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten

Autorité de surveillance indépendante des activités de renseignement

Autorità de vigilanza indipendente sulle attività informative

Autoridad da surveglianza independenta davart las activitads d'informaziun

V.

Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD)
Département fédéral des finances (DFF)
Dipartimento federale delle finanze (DFF)
Departament federal da finanzas (DFF)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-EFD)

Secrétariat général (SG-DFF)

Segreteria generale (SG-DFF)

Secretariat general (SG-DFF)

1.2

Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF)

Secrétariat d’Etat aux questions financières internationales (SFI)

Segreteria di Stato per le questioni finanziarie internazionali (SFI)

Secretariat da stadi per dumondas finanzialas internaziunalas (SFI)

1.3

Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV)

Administration fédérale des finances (AFF)

Amministrazione federale delle finanze (AFF)

Administraziun federala da finanzas (AFF)

1.4

Eidgenössisches Personalamt (EPA)

Office fédéral du personnel (OFPER)

Ufficio federale del personale (UFPER)

Uffizi federal da persunal (UFPER)

1.5

Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV)

Administration fédérale des contributions (AFC)

Amministrazione federale delle contribuzioni (AFC)

Administraziun federala da taglia (AFT)

1.6

Eidgenössische Zollverwaltung (EZV)

Administration fédérale des douanes (AFD)

Amministrazione federale delle dogane (AFD)

Administraziun federala da duana (AFD)

1.7

Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT)

Office fédéral de l’informatique et de la télécommunication (OFIT)

Ufficio federale dell’informatica e della telecomunicazione (UFIT)

Uffizi federal d’informatica e da telecommunicaziun (UFIT)

1.8

Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)

Office fédéral des constructions et de la logistique (OFCL)

Ufficio federale delle costruzioni e della logistica (UFCL)

Uffizi federal per edifizis e logistica (UFEL)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

2.1.1

Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK)

Contrôle fédéral des finances (CDF)

Controllo federale delle finanze (CDF)

Controlla federala da finanzas (CDF)

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und Stiftungen:

2.2.1

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA)

Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers (FINMA)

Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari (FINMA)

Autoritad federala per la surveglianza dals martgads da finanzas (FINMA)

2.2.2

Pensionskasse des Bundes PUBLICA

Caisse fédérale de pensions PUBLICA

Cassa pensioni della Confederazione PUBLICA

Cassa federala da pensiun PUBLICA

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

Keine

VI.

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft,
Bildung und Forschung (WBF)
Département fédéral de l’économie, de la formation et
de la recherche (DEFR)
Dipartimento federale dell’economia, della formazione e
della ricerca (DEFR)
Departament federal d’economia, furmaziun e retschertga (DEFR)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-WBF)

Secrétariat général (SG-DEFR)

Segreteria generale (SG-DEFR)

Secretariat general (SG-DEFR)

1.2

Preisüberwachung (PUE)

Surveillance des prix (SPR)

Sorveglianza dei prezzi (SPR)

Surveglianza dals pretschs (SPR)

1.3

Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)

Secrétariat d’Etat à l’économie (SECO)

Segreteria di Stato dell’economia (SECO)

Secretariat da stadi per l’economia (SECO)

1.4

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI)

Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI)

Secretariat da stadi per furmaziun, retschertga ed innovaziun (SEFRI)

1.5

Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Office fédéral de l’agriculture (OFAG)

Ufficio federale dell’agricoltura (UFAG)

Uffizi federal d’agricultura (UFAG)

1.6

Aufgehoben

1.7

Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL)

Office fédéral pour l’approvisionnement économique du pays (OFAE)

Ufficio federale per l’approvvigionamento economico del Paese (UFAE)

Uffizi federal per il provediment economic dal pajais (UFPE)

1.8

Bundesamt für Wohnungswesen (BWO)

Office fédéral du logement (OFL)

Ufficio federale delle abitazioni (UFAB)

Uffizi federal d’abitaziuns (UFAB)

1.9

Bundesamt für Zivildienst (ZIVI)

Office fédéral du service civil (CIVI)

Ufficio federale del servizio civile (CIVI)

Uffizi federal dal servetsch civil (CIVI)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

2.1.1

Bereich der Eidgenössischen Technischen Hochschulen
(ETH-Bereich)

Domaine des écoles polytechniques fédérales
(domaine des EPF)

Settore dei politecnici federali (settore dei PF)

Sectur da las scolas politecnicas federalas
(sectur da las PF)

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und Stiftungen:

2.2.1

Schweiz Tourismus (ST)

Suisse Tourisme (ST)

Svizzera Turismo (ST)

Svizra Turissem (ST)

2.2.2

Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH)

Société suisse de crédit hôtelier (SCH)

Società svizzera di credito alberghiero (SCA)

Societad svizra da credit d’hotel (SCH)

2.2.3

Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV)

Assurance suisse contre les risques à l’exportation (ASRE)

Assicurazione svizzera contro i rischi delle esportazioni (ASRE)

Assicuranza svizra cunter las ristgas da l’export (ASRE)

2.2.4

Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB)

Institut fédéral des hautes études en formation profes­sionnelle (IFFP)

Istituto universitario federale per la formazione profes­sionale (IUFFP)

Institut federal da scola auta per la furmaziun profes­siunala (IFFP)

2.2.5

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ)

Ecole polytechnique fédérale de Zürich (EPFZ)

Politecnico federale di Zurigo (PFZ)

Scola politecnica federala Turitg (SPFT)

2.2.6

Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (ETHL)

Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL)

Politecnico federale di Losanna (PFL)

Scola politecnica federala Losanna (SPFL)

2.2.7

Paul-Scherrer-Institut (PSI)

Institut Paul Scherrer (PSI)

Istituto Paul Scherrer (PSI)

Institut Paul Scherrer (PSI)

2.2.8

Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)

Institut fédéral de recherches sur la forêt, la neige et le paysage (WSL)

Istituto federale di ricerca per la foresta, la neve e
il paesaggio (WSL)

Institut federal per la perscrutaziun da guaud, naiv e cuntrada (WSL)

2.2.9

Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)

Laboratoire fédéral d’essai des matériaux et de recherche (EMPA)

Laboratorio federale di prova dei materiali e di ricerca (EMPA)

Institut federal da controlla da material e da perscrutaziun (EMPA)

2.2.10

Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung,
Abwasser­reinigung und Gewässerschutz (EAWAG)

Institut fédéral pour l’aménagement, l’épuration et la protection des eaux (EAWAG)

Istituto federale per l’approvvigionamento, la depurazione e la protezione delle acque (EAWAG)

Institut federal per provediment, serenaziun e protecziun da las auas (EAWAG)

2.2.11

Schweizerische Agentur für Innovationsförderung
(Innosuisse)

Agence suisse pour l’encouragement de l’innovation (Innosuisse)

Agenzia svizzera per la promozione dell’innovazione (Innosuisse)

Agentura svizra per la promoziun da l’innovaziun
(Innosuisse)

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

2.3.1

Swiss Investment Fund for Emerging Markets
(SIFEM AG)

Swiss Investment Fund for Emerging Markets
(SIFEM SA)

Swiss Investment Fund for Emerging Markets
(SIFEM SA)

Swiss Investment Fund for Emerging Markets
(SIFEM SA)

VII.

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie
und Kommunikation (UVEK)
Département fédéral de l’environnement, des transports, de l’énergie
et de la communication (DETEC)
Dipartimento federale dell’ambiente, dei trasporti, dell’energia
e delle comunicazioni (DATEC)
Departament federal per ambient, traffic, energia e communicaziun (DATEC)

1.

Verwaltungseinheiten derzentralenBundesverwaltung:

1.1

Generalsekretariat (GS-UVEK)

Secrétariat général (SG-DETEC)

Segreteria generale (SG-DATEC)

Secretariat general (SG-DATEC)

1.2

Bundesamt für Verkehr (BAV)

Office fédéral des transports (OFT)

Ufficio federale dei trasporti (UFT)

Uffizi federal da traffic (UFT)

1.3

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL)

Office fédéral de l’aviation civile (OFAC)

Ufficio federale dell’aviazione civile (UFAC)

Uffizi federal d’aviatica civila (UFAC)

1.4

Bundesamt für Energie (BFE)

Office fédéral de l’énergie (OFEN)

Ufficio federale dell’energia (UFE)

Uffizi federal d’energia (UFE)

1.5

Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Office fédéral des routes (OFROU)

Ufficio federale delle strade (USTRA)

Uffizi federal da vias (UVIAS)

1.6

Bundesamt für Kommunikation (BAKOM)

Office fédéral de la communication (OFCOM)

Ufficio federale delle comunicazioni (UFCOM)

Uffizi federal da communicaziun (UFCOM)

1.7

Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Office fédéral de l’environnement (OFEV)

Ufficio federale dell’ambiente (UFAM)

Uffizi federal d’ambient (UFAM)

1.8

Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)

Office fédéral du développement territorial (ARE)

Ufficio federale dello sviluppo territoriale (ARE)

Uffizi federal da svilup dal territori (ARE)

2.

Verwaltungseinheiten derdezentralenBundesverwaltung:

2.1

Organisatorisch verselbstständigte Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit:

Keine

2.2

Rechtlich verselbstständigte Körperschaften, Anstalten und Stiftungen:

2.2.1

Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI)

Inspection fédérale de la sécurité nucléaire (IFSN)

Ispettorato federale della sicurezza nucleare (IFSN)

Inspecturat federal per la segirezza nucleara (IFSN)

2.2.2

Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen

Fonds de désaffectation et Fonds de gestion pour les installa­tions nucléaires

Fondo di disattivazione e Fondo di smaltimento per gli impianti nucleari

Fond da serrada e fond da dismessa per ils implants nuclears

2.2.3

Schweizerische Trassenvergabestelle (Trassenvergabe­stelle)

Service suisse d’attribution des sillons (Service d’attribu­tion des sillons)

Servizio svizzero di assegnazione delle tracce (Servizio di assegnazione delle tracce)

Servetsch svizzer d’attribuziun dals trassés (Servetsch d’attribuziun dals trassés)

2.3

Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes:

Keine

Anhang 2 111

111 Eingefügt durch die V vom 27. Nov. 2009 (AS 2009 6137). Fassung gemäss Ziff. I 2 Abs. 2 der V vom 15. Juni 2012 (Neugliederung der Departemente) (AS 2012 3631). Bereinigt gemäss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2012 (AS 20126959), vom 30. Nov. 2012 (AS 2012 6961), Berichtigung vom 5. Febr. 2013 (2013 425), Art. 12 der V vom 1. Mai 2013 über die Organisation des Nationalen Kontaktpunktes für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und über seinen Beirat (AS 2013 1313), Art. 16 Ziff. 1 der V vom 26. Juni 2013 über die Eidgenössische Fachkommission zur Beurteilung der Behandlung lebenslänglich verwahrter Straftäter (AS 2013 2109), Ziff. I der V vom 23. Okt. 2013 (AS 20133697) und Art. 62 Abs. 2 Ziff. 1 der Forschungs- und Innovationsförderungsverordnung vom 29. Nov. 2013 (AS 2013 4593) und Anhang Ziff. 1 der V vom 12. Nov. 2014 zum Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (AS 2014 4137), Ziff. II der V vom 5. Dez. 2014 (AS 2014 4445)Art. 24 Abs. 2 der Schweizerschulenverordnung vom 28. Nov. 2014 (AS 2014 4605), Ziff. I der V vom 1. Juli 2015 (AS 2015 2239), Ziff. II der V vom 9. Dez. 2016 (AS 2016 4813), Anhang Ziff. 1 der V vom 15. Nov. 2017 (AS 2017 6607), Ziff. I der V vom 21. Sept. 2018 (AS 2018 3475), Ziff. II der V vom 17. Okt. 2018 (AS 2018 3843), vom 14. Dez. 2018 (AS 2019 155), Ziff. I 1 der OBI-Verordnung vom 13. Mai 2020 (AS 2020 1915), und Ziff. II der V vom 27. Mai 2020 über den Vollzug der Lebensmittelgesetzgebung (AS 2020 2465), Ziff. II der V vom 18. Nov. 2020 (AS 2020 5405) und vom 24. Febr. 2021, in Kraft seit 1. April 2021 (AS 2021 152).

(Art. 8 Abs. 2, 8e Abs. 2 Bst. gbis, 8n Abs. 2, 8o Abs. 2, 8p Abs. 2 und 8q Abs. 2)

Ausserparlamentarische Kommissionen

1. Gesellschaftsorientierte Kommissionen: Entschädigungskategorien, Taggeldansätze und Zuordnung zu den Departementen

1.1 Einstufung G3, Taggeld 500 Franken

Zuständiges
Departement

Ausserparlamentarische Kommission

EDI

Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege

Eidgenössische Kommission für Strahlenschutz

Eidgenössische Kommission für Tierversuche

Eidgenössische Kommission für genetische Untersuchungen beim Menschen

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin

Fachkommission für Radiopharmazeutika

Medizinalberufekommission

Psychologieberufekommission

Prüfungskommission für das Veterinärwesen

Eidgenössische Qualitätskommission

EJPD

Eidgenössische Fachkommission zur Beurteilung der Behandel­barkeit lebenslänglich verwahrter Straftäter

EFD

Eidgenössische Kommission für Bauprodukte

Kommission für die eidgenössische Diplomprüfung für beeidigte Edelmetallprüferinnen und -prüfer

WBF

Aufsichtskommission für den Ausgleichsfonds der Arbeitslosen­versicherung

Rat für Raumordnung

Schweizerischer Wissenschaftsrat (SWR)

UVEK

Eidgenössische Energieforschungskommission

Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit

Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausser­humanbereich

Eidgenössische Medienkommission

Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission

Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit

Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung

Eidgenössische Kommission für Lufthygiene

Nationale Plattform Naturgefahren

VBS

Eidgenössische geologische Fachkommission

Eidgenössische Kommission für ABC-Schutz

Eidgenössische Kommission für Militär- und Katastrophenmedizin

Eidgenössische Kommission für Kulturgüterschutz

1.2 Einstufung G2, Taggeld 400 Franken

Zuständiges
Departement

Ausserparlamentarische Kommission

EDA

Kommission für ausländische Entschädigungen

EDI

Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit

Prüfungskommission für Chiropraktik

Prüfungskommission für die amtliche Lebensmittelkontrolle

Prüfungskommission für Humanmedizin

Prüfungskommission für Pharmazie

Prüfungskommission für Veterinärmedizin

Prüfungskommission für Zahnmedizin

UVEK

Eidgenössische Nationalparkkommission

VBS

Eidgenössische Kommission für Ingenieur-Geometerinnen
und -Geometer

1.3 Einstufung G1, Taggeld 300 Franken

Zuständiges
Departement

Ausserparlamentarische Kommission

EDA

Beratende Kommission für internationale Zusammenarbeit

Schweizerische UNESCO-Kommission

EDI

Aufsichtskommission für die Sammlung Oskar Reinhart Am
Römerholz in Winterthur

Eidgenössische Arzneimittelkommission

Eidgenössische Designkommission

Eidgenössische Ernährungskommission

Eidgenössische Filmkommission

Eidgenössische Kommission der Gottfried-Keller-Stiftung

Eidgenössische Kommission für allgemeine Leistungen und
Grundsatzfragen

Eidgenössische Kommission für Analysen, Mittel und Gegenstände

Eidgenössische Kommission für die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung

Eidgenössische Kommission für die berufliche Vorsorge

Eidgenössische Kommission für Familienfragen

Eidgenössische Kommission für Fragen zu sexuell übertragbaren Infektionen

Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten

Eidgenössische Kommission für Frauenfragen

Eidgenössische Kommission für Impffragen

Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen

Eidgenössische Kommission für Pandemievorbereitung und
‑bewältigung

Eidgenössische Kommission gegen Rassismus

Eidgenössische Kunstkommission

Fachkommission Filmförderung

Fachkommission für den Tabakpräventionsfonds

Kommission der Schweizerischen Nationalbibliothek

Kommission für die Bundesstatistik

Kommission für die Vermittlung schweizerischer Bildung im Ausland

Eidgenössische Kommission für die Belange des Artenschutz­­­übereinkommens

Kommission für Stalleinrichtungen

EFD

Kommission für die Harmonisierung der direkten Steuern des
Bundes, der Kantone und der Gemeinden

Schlichtungskommission nach Gleichstellungsgesetz

Mehrwertsteuer-Konsultativgre­mium

EJPD

Eidgenössische Fachkommission für das Handelsregister

Eidgenössische Migrationskommission112

Fachausschuss für die Begutachtung von Gesuchen für Beiträge an Modellversuche

Eidgenössische Kommission für Schuldbetreibung und Konkurs

Beratende Kommission für die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981

WBF

Beratende Kommission für Landwirtschaft

Tripartite eidgenössische Kommission für Angelegenheiten der IAO

Eidgenössische Arbeitskommission

Eidgenössische Berufsbildungskommission

Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen

Eidgenössische Kommission für Weltraumfragen

Eidgenössische Kommission für Wohnungswesen

Eidgenössische Akkreditierungskommission

Eidgenössische Berufsmaturitätskommission

Eidgenössische Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten

Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende

Fachkommission für Zolltariffragen

KMU-Forum

Kommission für Wirtschaftspolitik

Kommission für das Beschaffungswesen Bund-Kantone

Landwirtschaftlicher Forschungsrat

Schweizerisches nationales FAO-Komitee

Tripartite Kommission des Bundes im Rahmen der flankierenden Massnahmen zum freien Personen­verkehr

Eidgenössische Kommission zur Beratung des Nationalen Kontaktpunktes für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

UVEK

Eidgenössische Arbeitszeitgesetzkommission

Fachkommission für die VOC-Lenkungsabgabe

Kommission für Forschung im Strassenwesen

VBS

Eidgenössische Kommission für Jugend- und Rekrutenbefragungen

Eidgenössische Kommission für Telematik im Bereich Rettung und Sicherheit

Rüstungskommission

112 Die Bezeichnung der Kommission wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 20044937) auf den 1. Jan. 2016 angepasst.

2. Marktorientierte Kommissionen: Entschädigungskategorien, Pauschalen und Zuordnung zu den Departementen

Zuständiges Departement

Ausserparlamentarische Kommission

Einstufung

Präsident/in
(100 %)
in Franken

Vizepräsi­dent/in (100 %)
in Franken

Mitglied
(100 %)
in Franken

EDI

Oberaufsichtskommission

Berufliche Vorsorge

M2/A

250 000

180 000

150 000

EJPD

Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrech­ten und verwandten Schutzrechten

M1

200 000

140 000

120 000

EJPD

Eidgenössische Spiel­banken­kommission

M1

200 000

140 000

120 000

WBF

Wettbewerbskommission

M3

280 000

200 000

180 000

UVEK

Eidgenössische
Elektrizitätskommission

M2/A

250 000

180 000

150 000

UVEK

Eidgenössische Kommunikations­kommission

M2/A

250 000

180 000

150 000

UVEK

Eidgenössische Postkommission

M2/A

250 000

180 000

150 000

UVEK

Kommission für den Eisenbahn­verkehr

M2/A

250 000

180 000

150 000

UVEK

Schweizerische
Sicherheitsuntersuchungsstelle

M2/B

225 000

160 000

135 000

UVEK

Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen

M1

200 000

140 000

120 000

Anhang 3 113

113 Eingefügt durch die V vom 27. Nov. 2009 (AS 2009 6137). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 2 der V vom 30. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3175).

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