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Verordnung
über die Koordination der digitalen Transformation
und die IKT-Lenkung in der Bundesverwaltung
(Verordnung über die digitale Transformation
und die Informatik, VDTI)

vom 25. November 2020 (Stand am 1. Januar 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf das Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz
vom 21. März 19971 (RVOG),

verordnet:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand und Ziele  

Die­se Ver­ord­nung be­stimmt die Or­ga­ne, die Stra­te­gi­en und die Ver­fah­ren, die nö­tig sind:

a.
für die Be­reit­stel­lung von di­gi­ta­len Diens­ten, die auf die Be­dürf­nis­se ih­rer Nut­ze­rin­nen und Nut­zer aus­ge­rich­tet sind;
b.
für die Di­gi­ta­li­sie­rung, Au­to­ma­ti­sie­rung und In­te­grie­rung der Ge­schäftspro­zes­se;
c.
für die Nut­zung und den Aus­tausch der Da­ten und die Stan­dar­di­sie­rung ih­rer Se­man­tik;
d.
für ei­ne Len­kung der In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie (IKT, IKT-Len­kung) nach den Grund­sät­zen der Zweck­mäs­sig­keit, In­te­r­ope­ra­bi­li­tät, Wirt­schaft­lich­keit und Si­cher­heit;
e.
für die För­de­rung of­fe­ner und an­er­kann­ter In­for­ma­tik­stan­dards;
f.
für ei­ne op­ti­ma­le Un­ter­stüt­zung bei der Rea­li­sie­rung der ge­mein­sa­men Zie­le von Bund, Kan­to­nen und Ge­mein­den im Be­reich der di­gi­ta­len Ver­wal­tung.
Art. 2 Geltungsbereich  

1 Die­se Ver­ord­nung gilt für die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung nach Ar­ti­kel 7 der Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 25. No­vem­ber 19982 (RVOV).

2 Die nach­ste­hen­den Stel­len kön­nen sich, un­ter dem Vor­be­halt wi­der­spre­chen­der or­ga­ni­sa­ti­ons­recht­li­cher Be­stim­mun­gen des Bun­des­rechts, durch ei­ne Ver­ein­ba­rung mit dem Be­reich Di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und IKT-Len­kung der Bun­des­kanz­lei (Be­reich DTI der BK) ver­pflich­ten, die­se Ver­ord­nung, die Cy­ber­ri­si­ken­ver­ord­nung vom 27. Mai 20203 und die GE­VER-Ver­ord­nung vom 3. April 20194 ein­sch­liess­lich der ge­stützt auf die­se Ver­ord­nun­gen er­las­se­nen Wei­sun­gen ein­zu­hal­ten:

a.
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung nach Ar­ti­kel 7a RVOV;
b.
die an­de­ren Be­hör­den des Bun­des;
c.
die Or­ga­ni­sa­tio­nen und Per­so­nen des öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Rechts, die nicht der Bun­des­ver­wal­tung an­ge­hö­ren und die im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 4 RVOG mit Ver­wal­tungs­auf­ga­ben des Bun­des be­traut sind;
d.
die bun­des­na­hen In­sti­tu­tio­nen, die Zwe­cke von öf­fent­li­chem In­ter­es­se ver­fol­gen und im Gel­tungs­be­reich die­ser Ver­ord­nung ent­hal­te­ne Dienst­leis­tun­gen der zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung nut­zen.

3 Ei­ne Ver­ein­ba­rung kann sich auf einen Teil der Be­stim­mun­gen, auf die in Ab­satz 2 ver­wie­sen wird, be­schrän­ken, wenn ob­jek­ti­ve Grün­de dies recht­fer­ti­gen und ein an­ge­mes­se­nes Si­cher­heits­ni­veau si­cher­ge­stellt ist

4 Der Be­reich DTI der BK stellt Mus­ter­ver­ein­ba­run­gen zur Ver­fü­gung.

5 Er kon­sul­tiert zu Mus­ter­ver­ein­ba­run­gen und Ver­ein­ba­run­gen mit Aus­wir­kun­gen auf die Cy­ber­si­cher­heit das Na­tio­na­le Zen­trum für Cy­ber­si­cher­heit (NCSC).

Art. 3 Verantwortlichkeiten der Departemente und der Bundeskanzlei  

So­weit die­se Ver­ord­nung nicht an­de­res be­stimmt, sind die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei ver­ant­wort­lich für die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in ih­rem je­wei­li­gen Zu­stän­dig­keits­be­reich, und sie re­geln für die­sen die IKT-Len­kung.

2. Kapitel: Organe

1. Abschnitt: Bereich DTI der BK

Art. 4  

1 Der Be­reich DTI der BK wird von der oder dem De­le­gier­ten für di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und IKT-Len­kung (DTI-De­le­gier­te oder DTI-De­le­gier­ter) ge­führt. Die­se oder die­ser ist di­rekt der Bun­des­kanz­le­rin oder dem Bun­des­kanz­ler un­ter­stellt.

2 Der Be­reich DTI der BK sorgt de­par­te­ments­über­grei­fend da­für, dass die Ge­schäftspro­zes­se, die Da­ten­mo­del­le, die An­wen­dun­gen und die Tech­no­lo­gi­en von der Bun­des­ver­wal­tung in ko­hä­ren­ter und wirk­sa­mer Wei­se fest­ge­legt und an­ge­wen­det wer­den.

3 Er be­stimmt und un­ter­hält Hilfs­mit­tel für die Ko­or­di­na­ti­on der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on und für die IKT-Len­kung.

4 Er führt Stan­dard­diens­te und lei­tet Pro­jek­te und Pro­gram­me in sei­nem Zu­stän­dig­keits­be­reich.

5 Er be­rei­tet die Ge­schäf­te des Bun­des­ra­tes zur DTI in der Bun­des­ver­wal­tung vor und er­füllt die sich dar­aus er­ge­be­nen Auf­trä­ge.

6 Er kann den Bund in ein­schlä­gi­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen auf na­tio­na­ler oder in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne ver­tre­ten.

2. Abschnitt: Digitalisierungsrat

Art. 5 Funktion  

Der Rat für di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und IKT-Len­kung des Bun­des (Di­gi­ta­li­sie­rungs­rat) ist ein de­par­te­ments­über­grei­fen­des Or­gan, das die DTI-De­le­gier­te oder den DTI-De­le­gier­ten bei der Er­fül­lung ih­rer oder sei­ner Auf­ga­ben berät.

Art. 6 Zusammensetzung  

1 Der Di­gi­ta­li­sie­rungs­rat setzt sich zu­sam­men aus:

a.
der oder dem DTI-De­le­gier­ten;
b.
je ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter je­des De­par­te­ments;
c.
der oder dem Be­auf­trag­ten des Bun­des und der Kan­to­ne für die di­gi­ta­le Ver­wal­tung Schweiz;
d.
ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter der In­for­ma­tik­be­trei­ber­kon­fe­renz (Art. 10);
e.
ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter des NCSC;
f.
ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik (BFS).

2 Die oder der DTI-De­le­gier­te führt den Vor­sitz.

Art. 7 Sitzungen  

1 Je­des Mit­glied des Di­gi­ta­li­sie­rungs­ra­tes kann An­trä­ge stel­len und Dis­kus­si­ons­ge­gen­stän­de ein­brin­gen.

2 Stimm­recht ha­ben die oder der DTI-De­le­gier­te so­wie die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der De­par­te­men­te.

3 Die oder der DTI-De­le­gier­te kann wei­te­re Per­so­nen zur Be­ra­tung bei­zie­hen.

3. Abschnitt: Leistungserbringung

Art. 8 Entscheid über den Leistungsbezug  

So­weit die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res be­stimmt, ent­schei­den die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei, ge­stützt auf Markt­ana­ly­sen und un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Grund­sät­ze der Op­por­tu­ni­tät, In­te­r­ope­ra­bi­li­tät, Wirt­schaft­lich­keit und Si­cher­heit:

a.
ob ei­ne Leis­tung in­tern er­bracht oder ex­tern be­schafft wer­den soll;
b.
ge­ge­be­nen­falls, von wel­chem in­ter­nen Leis­tungs­er­brin­ger die Leis­tung er­bracht wer­den soll.
Art. 9 Interne IKT-Leistungserbringer  

1 Je­des De­par­te­ment und die Bun­des­kanz­lei ver­fü­gen höchs­tens über einen ei­ge­nen in­ter­nen IKT-Leis­tungs­er­brin­ger.

2 Der Bun­des­rat kann Ab­wei­chun­gen von die­sem Grund­satz ge­stat­ten.

Art. 10 Informatikbetreiberkonferenz  

1 Die In­for­ma­tik­be­trei­ber­kon­fe­renz ist das Ko­or­di­na­ti­ons­or­gan der in­ter­nen IKT-Leis­tungs­er­brin­ger.

2 Sie hat ins­be­son­de­re die fol­gen­den Auf­ga­ben:

a.
Sie stellt die Be­ob­ach­tung der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung si­cher und stösst Pro­jek­te an, die die Über­nah­me tech­no­lo­gi­scher In­no­va­tio­nen för­dern.
b.
Sie ko­or­di­niert die Er­brin­gung von IKT-Leis­tun­gen, na­ment­lich in­dem sie die tech­ni­sche und ope­ra­tio­nel­le Har­mo­ni­sie­rung der Schnitt­stel­len und der Ver­wal­tung der Kon­fi­gu­ra­tio­nen und Ver­sio­nen si­cher­stellt.
c.
Sie kon­so­li­diert die Hal­tun­gen der in­ter­nen IKT-Leis­tungs­er­brin­ger, wenn sie kon­sul­tiert wird so­wie im Hin­blick auf die Be­ra­tun­gen des Di­gi­ta­li­sie­rungs­ra­tes.

3 Sie setzt sich zu­sam­men aus je ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter je­des in­ter­nen IKT-Leis­tungs­er­brin­gers so­wie ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter des Be­reichs DTI der BK.

Art. 11 Zugänglichmachen von Daten für externe Leistungserbringer  

1 Da­ten, die nicht all­ge­mein zu­gäng­lich sind, dür­fen ex­ter­nen Leis­tungs­er­brin­gern zu­gäng­lich ge­macht wer­den, wenn die fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

a.
Es ist zur Er­brin­gung der Leis­tung er­for­der­lich.
b.
Die für die Da­ten ver­ant­wort­li­che Be­hör­de hat schrift­lich zu­ge­stimmt.
c.
Es wur­den an­ge­mes­se­ne ver­trag­li­chen, or­ga­ni­sa­to­ri­schen und tech­ni­schen Vor­keh­run­gen ge­trof­fen, um ei­ne wei­te­re Ver­brei­tung der Da­ten zu ver­hin­dern.

2 Macht die für die Da­ten ver­ant­wort­li­che Be­hör­de die Da­ten sel­ber zu­gäng­lich, so ist für die Zu­stim­mung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b ih­re vor­ge­setz­te Stel­le zu­stän­dig.

4. Abschnitt: Steuerungsausschuss Supportprozesse

Art. 12  

1 Der Steue­rungs­aus­schuss Sup­port­pro­zes­se (SASP) ko­or­di­niert die Ent­schei­de über die In­for­ma­tik­un­ter­stüt­zung der bun­des­wei­ten Sup­port­pro­zes­se Fi­nan­zen, Per­so­nal, Be­schaf­fung, Im­mo­bi­li­en und Lo­gis­tik.

2 Er setzt sich zu­sam­men aus je ei­ner Ver­tre­te­rin oder ei­nem Ver­tre­ter der fol­gen­den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten:

a.
Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung (EFV);
b.
Bun­des­amt für Bau­ten und Lo­gis­tik;
c.
Eid­ge­nös­si­sches Per­so­nal­amt;
d.
Bun­des­amt für Rüs­tung;
e.
Be­reich DTI der BK.

3 Die Ver­tre­te­rin oder der Ver­tre­ter des Be­reichs DTI der BK führt den Vor­sitz.

4 Mit be­ra­ten­der Stim­me neh­men je ei­ne Ver­tre­te­rin oder ein Ver­tre­ter des Bun­des­am­tes für In­for­ma­tik und Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on so­wie der Füh­rungs­un­ter­stüt­zungs­ba­sis an den Sit­zun­gen teil.

3. Kapitel: Strategien

1. Abschnitt: Strategie digitale Transformation und Informatik

Art. 13 Verantwortlichkeit und Inhalt  

1 Der Bun­des­rat be­stimmt die Stra­te­gie der Bun­des­ver­wal­tung im Be­reich der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on und der In­for­ma­tik (DTI-Stra­te­gie).

2 Die Stra­te­gie be­stimmt die Zie­le der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on in der Bun­des­ver­wal­tung so­wie die Hand­lungs­fel­der zur Er­rei­chung die­ser Zie­le.

Art. 14 Umsetzung  

Der Be­reich DTI der BK er­ar­bei­tet die DTI-Stra­te­gie und ko­or­di­niert die Um­set­zung. Er hört da­zu den Di­gi­ta­li­sie­rungs­rat an.

2. Abschnitt: Strategie digitale Schweiz

Art. 15 Verantwortlichkeit und Inhalt  

1 Der Bun­des­rat be­stimmt die Stra­te­gie di­gi­ta­le Schweiz.

2 Die Stra­te­gie ent­hält die Leit­li­ni­en für das Han­deln des Staa­tes im Be­reich der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Sie be­schreibt, wie und in wel­chen Be­rei­chen die Be­hör­den, die Wirt­schaft, die Wis­sen­schaft, die Zi­vil­ge­sell­schaft und die po­li­ti­schen Ak­teu­re zu­sam­men­ar­bei­ten müs­sen, da­mit die Schweiz aus der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on den grösst­mög­li­chen Nut­zen zie­hen kann.

Art. 16 Umsetzung  

Der Be­reich DTI der BK ko­or­di­niert die Er­ar­bei­tung und die Um­set­zung der Stra­te­gie in Zu­sam­men­ar­beit mit den Kan­to­nen, den be­trof­fe­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen, den Un­ter­neh­men und den aus­län­di­schen Part­nern. Er hört da­zu die Be­auf­trag­te oder den Be­auf­trag­ten des Bun­des und der Kan­to­ne für die di­gi­ta­le Ver­wal­tung Schweiz so­wie die Ge­ne­ral­se­kre­tä­ren­kon­fe­renz (GSK) an.

4. Kapitel: Weisungen

Art. 17 Weisungen des Bereichs DTI der BK  

1 Der Be­reich DTI der BK er­lässt ge­ne­rell-ab­strak­te Wei­sun­gen mit Gel­tung für al­le Stel­len nach Ar­ti­kel 2 zu den fol­gen­den The­men:

a.
Teil­stra­te­gi­en:Leit­li­ni­en, die die all­ge­mei­ne Sto­ss­rich­tung der DTI, die Ein­gren­zung ih­rer Nut­zung und die Pla­nung der Ent­wick­lung be­stimm­ter Aspek­te der DTI mit ei­nem mitt­le­ren Zeit­ho­ri­zont be­stim­men;
b.
DTI-Pro­zes­se:Art und Wei­se, wie die mit der DTI ver­bun­de­nen Auf­ga­ben er­füllt wer­den sol­len, so­wie die zu be­nut­zen­den Hilfs­mit­tel;
c.
Un­ter­neh­mensar­chi­tek­tur:de­par­te­ments­über­grei­fen­des Zu­sam­men­spiel der Ge­schäftspro­zes­se, der Da­ten­mo­del­le, der Tech­no­lo­gi­en so­wie der IKT-Pro­duk­te und -dienst­leis­tun­gen;
d.
Stan­dards:Fest­le­gung der Pro­duk­te, der Schnitt­stel­len und Tech­no­lo­gi­en, die sich aus der Un­ter­neh­mensar­chi­tek­tur er­ge­ben und die für die In­te­r­ope­ra­bi­li­tät, die Wirt­schaft­lich­keit und die Si­cher­heit un­ab­ding­bar sind;
e.
Stan­dard­diens­te:Leis­tun­gen im Be­reich der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on oder der IKT, die in der Bun­des­ver­wal­tung zen­tral er­bracht und viel­fach ver­wen­det wer­den und die glei­che oder ähn­li­che Be­dürf­nis­se be­frie­di­gen; ei­ne Wei­sung über einen Stan­dard­dienst be­stimmt na­ment­lich die Ver­ant­wort­lich­keit für die Leis­tungs­er­brin­gung und für die Füh­rung des Diens­tes, die all­ge­mei­ne Fi­nan­zie­rung und die Si­che­rung der Qua­li­tät der er­brach­ten Leis­tun­gen;
f.
Füh­rung des DTI-Port­fo­li­os: al­le Tä­tig­kei­ten, die für die Ko­or­di­na­ti­on der Stu­di­en, Pro­gram­me und Pro­jek­te im Be­reich der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on so­wie für die Zu­sam­men­stel­lung der IKT-An­wen­dun­gen und -diens­te in der Bun­des­ver­wal­tung nö­tig sind, so­wie die da­zu­ge­hö­ri­gen Mass­nah­men;
g.
Ge­schäfts­con­trol­ling:Sam­meln, Be­ar­bei­ten, Ve­ri­fi­zie­ren und In­ter­pre­tie­ren von In­for­ma­tio­nen, die der DTI die­nen, so­wie die da­zu­ge­hö­ri­gen Mass­nah­men.

2 Er hört vor­gän­gig den Di­gi­ta­li­sie­rungs­rat an.

3 Er ent­schei­det über Ab­wei­chun­gen von den Wei­sun­gen, die er er­las­sen hat.

4 Er kann Ent­schei­de über Ab­wei­chun­gen von un­ter­ge­ord­ne­ter Be­deu­tung de­le­gie­ren:

a.
an die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei;
b.
an Ar­beits­grup­pen;
c.
an Pro­gramm- oder Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che.
Art. 18 Weisungen der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers über Standarddienste mit Bezugszwang  

1 Die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler er­lässt auf An­trag des Be­reichs DTI der BK und nach An­hö­rung der GSK die Wei­sun­gen über die Stan­dard­diens­te mit Be­zugs­zwang und über die DTI-Schlüs­sel­pro­jek­te.

2 Sie oder er ent­schei­det, nach An­hö­rung der GSK, über Ab­wei­chun­gen von den Wei­sun­gen, die sie oder er er­las­sen hat.

3 Sie oder er kann Ent­schei­de über Ab­wei­chun­gen von un­ter­ge­ord­ne­ter Be­deu­tung an den Be­reich DTI der BK de­le­gie­ren.

Art. 19 Verfahren zur Streitbeilegung  

1 Das Ver­fah­ren zur Streit­bei­le­gung dient der Her­bei­füh­rung ei­nes Ent­scheids im Fal­le ei­ner Mei­nungs­ver­schie­den­heit zwi­schen ei­nem De­par­te­ment und dem Be­reich DTI der BK über:

a.
den Er­lass ei­ner Wei­sung des Be­reichs DTI der BK;
b.
die Ge­wäh­rung ei­ner Ab­wei­chung von ei­ner Wei­sung des Be­reichs DTI der BK.

2 Das De­par­te­ment zeigt die Mei­nungs­ver­schie­den­heit dem Be­reich DTI der BK an.

3 Der Be­reich DTI der BK setzt die Mit­glie­der des Di­gi­ta­li­sie­rungs­ra­tes über die Mei­nungs­ver­schie­den­heit in Kennt­nis und un­ter­brei­tet sie un­ver­züg­lich der GSK zu­han­den der Bun­des­kanz­le­rin oder des Bun­des­kanz­lers.

4 Die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler ent­schei­det nach An­hö­rung der GSK.

5. Kapitel: DTI-Schlüsselprojekte

Art. 20 Gegenstand  

DTI-Schlüs­sel­pro­jek­te der Bun­des­ver­wal­tung sind DTI-Pro­jek­te oder -Pro­gram­me, die ei­ner ver­stärk­ten stra­te­gi­schen und ope­ra­tio­nel­len Len­kung, Ko­or­di­na­ti­on und Über­wa­chung be­dür­fen auf­grund:

a.
der be­nö­tig­ten Res­sour­cen;
b.
ih­rer stra­te­gi­schen Be­deu­tung;
c.
ih­rer Kom­ple­xi­tät; oder
d.
der mit ih­nen ver­bun­de­nen Ri­si­ken.
Art. 21 Verantwortlichkeit  

Die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler be­stimmt auf An­trag des Be­reichs DTI der BK und nach An­hö­rung der GSK die DTI-Schlüs­sel­pro­jek­te der Bun­des­ver­wal­tung.

Art. 22 Berichterstattung und Korrekturmassnahmen  

1 Der Be­reich DTI der BK er­stat­tet der GSK re­gel­mäs­sig Be­richt über die DTI-Schlüs­sel­pro­jek­te der Bun­des­ver­wal­tung; da­zu kon­so­li­diert er die Be­rich­te, wel­che die mit die­sen Pro­jek­ten be­trau­ten Ver­wal­tungs­stel­len lie­fern.

2 Wenn nö­tig be­an­tragt die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler dem Bun­des­rat Kor­rek­tur­mass­nah­men, nach An­hö­rung der GSK.

6. Kapitel: System zur Stammdatenverwaltung für Supportprozesse

Art. 23 Zweck  

1 Das Sys­tem zur Stamm­da­ten­ver­wal­tung (MDG5) dient da­zu, Da­ten von MDG-Ein­hei­ten, die für die elek­tro­ni­sche Ab­wick­lung der Sup­port­pro­zes­se Fi­nan­zen, Be­schaf­fung, Im­mo­bi­li­en und Lo­gis­tik (un­ter­stütz­te Sup­port­pro­zes­se) er­for­der­lich sind, zen­tral zu ver­wal­ten und be­reit­zu­stel­len.

2 Die zen­tra­len Da­ten des MDG kön­nen auch zur Ak­tua­li­sie­rung von Re­gis­ter­da­ten des Bun­des die­nen, so­fern die recht­li­chen Grund­la­gen des ent­spre­chen­den Re­gis­ters dies er­lau­ben.

3 Ne­ben den zen­tra­len Da­ten kön­nen im MDG wei­te­re Per­so­nen­da­ten als Stamm­da­ten ge­führt wer­den, so­fern ein an­de­rer bun­des­recht­li­cher Er­lass dies vor­sieht und die Da­ten­be­ar­bei­tung, ins­be­son­de­re den Zweck der Be­ar­bei­tung, den Um­fang der Da­ten, die Da­ten­quel­len, die Zu­griffs­rech­te und die Ver­ant­wor­tung für den Da­ten­schutz re­gelt.

5 MDG = Mas­ter Da­ta Go­ver­nance

Art. 24 Begriffe  

Im Zu­sam­men­hang mit dem MDG be­deu­ten:

a.
MDG-Ein­hei­ten:in- oder aus­län­di­sche Per­so­nen, Un­ter­neh­men und Be­trie­be, un­ab­hän­gig von ih­rer Rechts­na­tur, de­ren Da­ten im MDG be­ar­bei­tet wer­den;
b.
MDG-Stamm­da­ten:Da­ten von MDG-Ein­hei­ten, die für die Ab­wick­lung von un­ter­stütz­ten Sup­port­pro­zes­sen er­for­der­lich sind.
Art. 25 Zuständigkeiten  

1 Die EFV ist ver­ant­wort­lich für den Be­trieb und die Si­cher­heit des MDG. Sie führt die Da­ten nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–h und ist für den Da­ten­schutz in Be­zug auf die­se Da­ten ver­ant­wort­lich.

2 Je­de Stel­le nach Ar­ti­kel 2, die einen un­ter­stütz­ten Sup­port­pro­zess nutzt, kannim MDG ih­ren ei­ge­nen Be­stand von Da­ten nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­be i füh­ren. Sie ist für de­ren Schutz ver­ant­wort­lich.

Art. 26 Daten  

1 Fol­gen­de Da­ten wer­den im MDG als zen­tra­le Da­ten ge­führt:

a.
un­per­sön­li­che Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
Per­so­na­li­en wie Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum;
c.
Spra­che;
d.
Kon­takt­da­ten wie Po­st­adres­sen, elek­tro­ni­sche Adres­sen, Te­le­fon­num­mern;
e.
Rechts­form;
f.
An­ga­ben zur Bran­che;
g.
Bank­ver­bin­dungs­da­ten wie Kon­to­in­ha­be­rin oder Kon­to­in­ha­ber, Kon­to­num­mer, Bank;
h.
Re­gis­ter­num­mern, die zur ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rung der MDG-Ein­heit bei­tra­gen;
i.
fol­gen­de wei­te­ren Da­ten, die zur Ab­wick­lung von un­ter­stütz­ten Sup­port­pro­zes­sen be­nö­tigt wer­den:
1.
bun­des­in­ter­ne buch­hal­te­ri­sche Da­ten,
2.
Mahn­da­ten,
3.
Ver­kaufs­kon­di­tio­nen,
4.
Ein­kaufs­kon­di­tio­nen.

2 Im MDG dür­fen kei­ne be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten oder Per­sön­lich­keitspro­fi­le ge­führt wer­den.

Art. 27 Datenquellen  

1 Die zen­tra­len Da­ten des MDG stam­men aus fol­gen­den Quel­len:

a.
be­ste­hen­de und künf­ti­ge MDG-Ein­hei­ten;
b.
Stel­len nach Ar­ti­kel 2, die Zu­griff auf zen­tra­le Da­ten des MDG ha­ben;
c.
fol­gen­de Bun­des­re­gis­ter:
1.
Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­re­gis­ter des BFS,
2.
Be­triebs- und Un­ter­neh­mens­re­gis­ter des BFS,
3.
amt­li­ches Ort­schaf­ten­ver­zeich­nis mit Post­leit­zahl und Pe­ri­me­ter,
4.
amt­li­ches Ver­zeich­nis der Stras­sen,
5.
amt­li­ches Ver­zeich­nis der Ge­bäu­de­adres­sen,
6.
Geo­gra­fi­sches In­for­ma­ti­ons­sys­tem des Bun­des­amts für Land­wirt­schaft,
7.
Zen­tra­les Mi­gra­ti­ons­in­for­ma­ti­ons­sys­tem;
d.
In­for­ma­ti­ons­sys­te­me der Schwei­ze­ri­schen Post für die Adress­va­li­die­rung von Per­so­nen und Un­ter­neh­men in der Schweiz;
e.
öf­fent­lich zu­gäng­li­che Da­ten­ban­ken.

2 Die Da­ten wer­den von der nach Ar­ti­kel 25 zu­stän­di­gen Stel­le aus den Da­ten­quel­len in das MDG über­nom­men, in das MDG ein­ge­ge­ben und im MDG mu­tiert, nach­dem die­se Stel­le die nö­ti­gen Über­prü­fun­gen vor­ge­nom­men hat.

3 Sie kön­nen über ei­ne Schnitt­stel­le zwi­schen dem MDG und dem be­tref­fen­den Quell­sys­tem über­nom­men, ein­ge­ge­ben und mu­tiert wer­den.

Art. 28 Zugriff  

1 Die Stel­len nach Ar­ti­kel 2 er­hal­ten Zu­griff auf:

a.
die Da­ten nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­be i, die sie sel­ber im MDG füh­ren;
b.
die Da­ten nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–h, so­weit es für die Ab­wick­lung von un­ter­stütz­ten Sup­port­pro­zes­sen not­wen­dig ist.

2 Der Zu­griff kann über ei­ne Schnitt­stel­le mit den zu die­sem Zweck an­ge­schlos­se­nen In­for­ma­ti­ons­sys­te­men ge­währt wer­den.

Art. 29 Schnittstelle für die Aktualisierung anderer Register  

Die EFV kann zen­tra­le Da­ten für die Ak­tua­li­sie­rung an­de­rer Re­gis­ter über ei­ne Schnitt­stel­le zur Ver­fü­gung stel­len.

Art. 30 Aufbewahrung und Löschung  

1 Die zen­tra­len Da­ten des MDG wer­den wäh­rend dreis­sig Jah­ren nach der letz­ten Da­ten­be­ar­bei­tung auf­be­wahrt, längs­tens je­doch wäh­rend 10 Jah­ren nach dem En­de der Exis­tenz der be­tref­fen­den MDG-Ein­heit, ins­be­son­de­re nach ih­rem Tod oder ih­rer Lö­schung aus dem Han­dels­re­gis­ter.

2 Nach Ab­lauf die­ser Frist kenn­zeich­net die EFV die Stamm­da­ten­sät­ze als ge­löscht, so­fern kei­ne an­de­re bun­des­ge­setz­li­che Re­ge­lung die Lö­schung ver­bie­tet.

3 Als ge­löscht ge­kenn­zeich­ne­te Da­ten wer­den nicht mehr für die Ab­wick­lung von Sup­port­pro­zes­sen oder für die Ak­tua­li­sie­rung von Bun­des­re­gis­tern ver­wen­det. Die EFV gibt sie je­doch im Ein­zel­fall be­kannt, wenn dies für die Nach­voll­zieh­bar­keit al­ter Da­ten­be­stän­de aus­ser­halb des MDG not­wen­dig ist.

4 Vor­be­hal­ten bleibt ein da­ten­schutz­recht­li­cher Ver­nich­tungs­an­spruch.

7. Kapitel: Harmonisierung von Fachanwendungen für die Justiz und die Polizei

Art. 31  

1 Die Bun­des­stel­len, die Fachan­wen­dun­gen für die Jus­tiz und die Po­li­zei füh­ren, ar­bei­ten mit den Kan­to­nen zu­sam­men mit dem Ziel, die­se Fachan­wen­dun­gen zu har­mo­ni­sie­ren.

2 Die Mo­da­li­tä­ten die­ser Zu­sam­men­ar­beit, ins­be­son­de­re die Schaf­fung ge­mein­sa­mer Or­ga­ne von Bund und Kan­to­nen, wer­den in Ver­ein­ba­run­gen mit den Kan­to­nen ge­re­gelt.

3 Die be­trof­fe­nen De­par­te­men­te kön­nen für die ein­zel­nen Pro­jek­te Voll­zugs­ver­ein­ba­run­gen ab­sch­lies­sen. Die­se müs­sen im Ein­klang mit den Vor­ga­ben die­ser Ver­ord­nung ste­hen.

4 Die be­trof­fe­nen De­par­te­men­te in­for­mie­ren die ge­mein­sa­men Or­ga­ne über lau­fen­de und zu­künf­ti­ge Pro­jek­te im Be­reich der Fachan­wen­dun­gen für die Jus­tiz und die Po­li­zei. Sie stel­len si­cher, dass die­se Fachan­wen­dun­gen den Ent­schei­den der ge­mein­sa­men Or­ga­ne ent­spre­chen.

8. Kapitel: Finanzen und Audit

Art. 32 Finanzielle Führung der DTI-Mittel  

1 Die Bud­ge­tie­rung der DTI-Mit­tel und de­ren Ver­rech­nung in der Staats­rech­nung des Bun­des er­fol­gen grund­sätz­lich de­zen­tral.

2 Der Be­reich DTI der BK stellt die nö­ti­gen In­stru­men­te für die Füh­rung der DTI-Mit­tel be­reit, ko­or­di­niert die Ver­wen­dung die­ser Mit­tel im Ein­ver­neh­men mit den De­par­te­men­ten und stellt die de­par­te­ments­über­grei­fen­de Kon­trol­le si­cher.

3 Die in­ter­nen Leis­tungs­er­brin­ger füh­ren ei­ne aus­ge­bau­te Kos­ten- und Leis­tungs­rech­nung und wei­sen be­züg­lich der Stan­dard­diens­te ge­gen­über dem Be­reich DTI der BK ih­re Kos­ten und ih­re Er­lö­se pe­ri­odisch trans­pa­rent aus.

Art. 33 Zentrale Mittelzuteilung an die DTI  

1 Der Bun­des­rat ent­schei­det im Rah­men des Bud­get­pro­zes­ses des Bun­des über die zen­tral zu­zu­tei­len­den DTI-Mit­tel.

2 Die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler ent­schei­det auf An­trag des Be­reichs DTI der BK und nach An­hö­rung der GSK über die Zu­tei­lung der im Vor­an­schlag des Bun­des zen­tral ein­ge­stell­ten DTI-Mit­tel.

3 Der Be­reich DTI der BK kann im Rah­men des Voll­zugs des Bud­gets und nach An­hö­rung des Di­gi­ta­li­sie­rungs­ra­tes die­je­ni­gen zen­tra­len Mit­tel zu­tei­len, die die Bun­des­kanz­le­rin oder der Bun­des­kanz­ler:

a.
nicht zu­ge­teilt hat; oder
b.
zwar zu­ge­teilt hat, die aber nicht ver­wen­det wur­den.

4 Er ver­wal­tet die im Bud­get zen­tral ein­ge­stell­ten Mit­tel.

Art. 34 IKT-Audit  

1 Das IKT-Au­dit er­folgt nach den Grund­sät­zen der Fi­nan­z­auf­sicht im Bund.

2 Es wird von der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­kon­trol­le (EFK) durch­ge­führt.

3 Die De­par­te­men­te, die Bun­des­kanz­lei und der Be­reich DTI der BK kön­nen der EFK Au­dits im DTI-Be­reich vor­schla­gen.

9. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 35 Aufhebung und Änderung anderer Erlasse  

1 Die Bun­des­in­for­ma­tik­ver­ord­nung vom 9. De­zem­ber 20116 (BinfV) wird auf­ge­ho­ben.

2 Die Än­de­rung an­de­rer Er­las­se wird im An­hang ge­re­gelt.

6 [AS 2011 6093, 2015 4873Ziff. III 2, 2016 17833445, 2018 1093An­hang 3 Ziff. II 1, 2020 2107An­hang Ziff. 1]

Art. 36 Übergangsbestimmungen  

1 Die Stel­len, die sich vor In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung durch Ver­ein­ba­rung mit dem In­for­ma­tik­steue­rungs­or­gan des Bun­des (ISB) ver­pflich­tet ha­ben, die Be­stim­mun­gen der BinfV7 ein­zu­hal­ten, un­ter­ste­hen bis zum 31. De­zem­ber 2023 den Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung im Um­fang des bis­he­ri­gen Rechts. Sie un­ter­ste­hen ab dem 1. Ja­nu­ar 2024 voll­stän­dig den Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung, es sei denn, die Ver­ein­ba­rung wer­de vor­her auf­ge­löst. Sämt­li­che Rech­te und Pflich­ten des ISB aus die­sen Ver­ein­ba­run­gen ge­hen auf den Be­reich DTI der BK über.

2 Ab­wei­chun­gen von der BinfV oder von dar­auf ge­stütz­ten Wei­sun­gen, die vor In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung be­wil­ligt wur­den, be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit, so­weit die­se Ab­wei­chun­gen nicht von der nach der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung zu­stän­di­gen Be­hör­de ge­än­dert oder auf­ge­ho­ben wer­den.

3 Die vor In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung er­las­se­nen IKT-Wei­sun­gen des Bun­des­ra­tes, des Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ments und des ISB be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit, so­weit sie der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung nicht wi­der­spre­chen und nicht von der nach der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung zu­stän­di­gen Be­hör­de ge­än­dert oder auf­ge­ho­ben wer­den.

7 [AS 2011 6093, 2015 4873Ziff. III 2, 2016 17833445, 2018 1093An­hang 3 Ziff. II 1, 2020 2107An­hang Ziff. 1]

Art. 37 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2021 in Kraft.

Anhang

(Art. 35 Abs. 2)

Änderung anderer Erlasse

Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:

...8

8 Die Änderungen können unter AS 2020 5871konsultiert werden.

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EOG EOV EPDG EPDV EPDV-EDI EpG EpV ERV-BVGer ESV ExpaV EÖBV EÖBV-EJPD F: FamZG FamZV FAV FDO FHG FHV FIFG FiFV FiG FiLaG FiLaV FinfraG FinfraV FinfraV-FINMA FINIG FINIV FINMAG FiV FKG FLG FLV FMBV FMedG FMedV FMG FMV FOrgV FPV FrSV FusG FV FVAV FWG FWV FZG FZV G: GaGV GBV GebR-BVGer GebR-PatGer GebV ESTV GebV SchKG GebV-AIG GebV-ArG GebV-ASTRA GebV-AVG GebV-BAFU GebV-BASPO GebV-BAZL GebV-BJ GebV-BLW GebV-EDA GebV-EDI-NBib GebV-En GebV-ESA GebV-fedpol GebV-FMG GebV-HReg GebV-IGE GebV-KG GebV-NBib GebV-Publ GebV-SBFI GebV-TPS GebV-TVD GebV-VBS GebV-öV GebV-ÜPF GeBüV GeoIG GeoIV GeoIV-swisstopo GeomV GeoNV GesBG GesBKV GGBV GGUV GgV GKZ GlG GLPV GR-PatGer GR-WEKO GRN GRS GSchG GSchV GSG GTG GUMG GUMV GUMV-EDI GVVG GüTG GüTV H: HArG HArGV HasLV HasLV-WBF HBV HELV HEsÜ HFG HFKG HFV HGVAnG HKSV HKsÜ HMG HRegV HSBBV HVA HVI HVUV HyV I: IAMV IBH-V IBLV IBSG IBSV IFEG IGE-OV IGE-PersV IGEG InvV IPFiV IPRG IQG IR-PatGer IRSG IRSV ISABV-V ISchV ISLV IStrV-EZV ISUV ISVet-V IVG IVV IVZV J: J+S-V-BASPO JSG JStG JStPO JSV K: KAG KAKV-FINMA KBFHV KEG KEV KFG KFV KG KGSG KGSV KGTG KGTV KGVV KHG KHV KJFG KJFV KKG KKV KKV-FINMA KlinV KLV KMG KMV KOV KoVo KPAV KPFV KR-PatGer KRG KRV KV-GE KVAG KVAV KVG KVV L: LAfV LBV LDV LeV LFG LFV LGBV LGeoIV LGV LIV LMG LMVV LPG LRV LSMV LSV LTrV LugÜ LV-Informationssystemeverordnung LVG LVV LVV-VBS LwG M: MAkkV MaLV MaschV MatV MAV MBV MCAV MedBG MedBV MepV MetG MetV MFV MG MIG MinLV MinVG MinVV MinöStG MinöStV MiPV MIV MiVo-HF MJV MNKPV MPV MSchG MSchV MSG MStG MStP MStV MSV MVG MVV MWSTG MWSTV N: NAFG NagV NBibG NBibV NDG NEV NFSV NHG NHV NISSG NISV NIV NSAG NSAV NSG NSV NZV NZV-BAV O: OAV-SchKG OBG OBV OHG OHV OR OrFV Org-VöB OV-BK OV-BR OV-EDA OV-EDI OV-EFD OV-EJPD OV-HFG OV-UVEK OV-VBS OV-WBF P: PAG ParlG ParlVV PartG PaRV PatG PatGG PatV PAV PAVO PAVV PBG PBV PfG PfV PG PGesV PGesV–WBF–UVEK PGRELV PhaV PHV POG PRG PrHG PrSG PrSV PRTR-V PSAV PSMV PSPV PSPV-BK PSPV-EDA PSPV-EDI PSPV-EJPD PSPV-UVEK PSPV-VBS PSPV-WBF PSPVK PsyBV PsyG PublG PublV PVBger PVFMH PVFMH-VBS PVGer PVO-ETH PVO-TVS PVSPA PVSPA-VBS PäV PüG Q: QStV QuNaV R: RAG RAV RDV ReRBGer ResV-EDI RHG RHV RKV RLG RLV RPG RPV RSD RTVG RTVV RV-AHV RVOG RVOV RöV S: SAFIG SBBG SBMV SBV SchKG SDR SDSG SebG SebV SEFV SeilV SFV SGV SIaG SIRG SKV SnAV SPBV-EJPD SpDV SpG SpoFöG SpoFöV SpV SRVG SSchG SSchV SSchV-EDI SSV StAG StAhiG StAhiV StAV StBOG STEBV StFG StFV StG StGB StHG StPO StromVG StromVV StSG StSV STUG STUV StV STVG SuG SV SVAG SVAV SVG SVKG SVV T: TabV TAMV TBDV TEVG TGBV TGV ToG ToV TPFV TrG TSchAV TSchG TSchV TSG TStG TStV TSV TUG TVAV TVSV TwwV TZV U: UIDV UraM URG URV USG UVG UVPV UVV UWG V: V Mil Pers V-ASG V-FIFG V-FIFG-WBF V-GSG V-HFKG V-LTDB V-NDA V-NISSG V-NQR-BB V-StGB-MSt VABK VABUA VAböV VAEW VAG VAK VAM VAmFD VAN VAND VAPF VAPK VASA VASm VASR VATV VATV-VBS VAusb VAusb-VBS VAV VAwG VAZV VBB VBBo VBGA VBGF VBGÖ VBKV VBLN VBO VBO-ÜPF VBP VBPO VBPV VBPV-EDA VBR I VBRK VBSTB VBVA VBVV VBWK VböV VCITES VD-ÜPF VDA VDPS VDPV-EDI VDSG VDSZ VDTI 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A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. 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LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH OPers-PDHH-DDPS OPers-PPOE OPers-PPOE-DDPS OPers-ServAS OPersT OPersTF OPESp OPF OPFCC OPFr OPGA OPha OPICChim OPICin OPIE OPM OPMA OPMéd OPN OPO OPoA OPOVA OPP 1 OPP 2 OPP 3 OPPB OPPBE OPPh OPPM OPPPS OPPr OPR OPrI OProP OPSP OPsy OPTA OPTP OPU OPubl OPuM OPVA OQPN OQuaDu OR-AVS ORA ORAb OrAc ORAgr ORaP ORAT ORB ORC ORCN ORCPL ORCPP ORCS ORCSN Ordonnance sur les systèmes d’information AC ORE I ORe-DFI OREA OREDT OREE ORegBL ORF ORFI Org CF Org ChF Org DEFR Org DETEC Org DFAE Org DFF Org DFI Org DFJP Org LRH Org-DDPS Org-OMP ORH ORIn ORInt ORM ORMI ORN ORNI OROEM ORPGAA ORPL ORPMUE ORRChim ORRTP ORS ORSA ORSec ORT ORTV OrX ORésDAlan OS OS LCart OS-FINMA OSAC OSALA OSAMal OSAR OSAss OSAv OSaVé OSaVé–DEFR–DETEC OSCi OSCi-DEFR OSCPT OSCR OSE OSEP OServAS OSEtr OSFPrHE OSIA OSIAC OSIAgr OSIAr OSIP-AFD OSIS OSIS-SRC OSites OSIVét OSJo OSL OSLing OSM OSMP OSNA OSO OSOA Osol OSPA OSPBC OSPEX OSPF OSPro OSR OSRA OSRens OSRev OSRP OSS OST-SCPT OStrA OSur-ASR OSV OsVO OT OTa-IPI OTab OTAS OTBC 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