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Rahmenverordnung
zum Bundespersonalgesetz
(Rahmenverordnung BPG)

vom 20. Dezember 2000 (Stand am 1. Januar 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 32e Absatz 3 und 37 des Bundespersonalgesetzes vom
24. März 20001 (BPG),2

verordnet:

1 SR 172.220.1

2 Fassung gemäss Anhang Ziff. 3 der V vom 2. Mai 2007 über das paritätische Organ des Vorsorgewerks Bund, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 2235).

1

Art. 1 Gegenstand und Geltungsbereich  

(Art. 37, 38 und 42 Abs. 2 BPG)

1 Die­se Ver­ord­nung be­stimmt den Rah­men, in­ner­halb des­sen die Ar­beit­ge­ber Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen er­las­sen (Art. 37 BPG) oder Ge­samt­ar­beits­ver­trä­ge ab­sch­lies­sen (Art. 38 BPG).3

2 Der per­so­nel­le und zeit­li­che Gel­tungs­be­reich der Rah­men­ver­ord­nung BPG rich­tet sich nach den In­kraft­set­zungs­be­stim­mun­gen des Bun­des­ra­tes zum BPG.4

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

4 Da­tum des In­kraft­tre­tens für die SBB: 1. Jan. 2001 (Art. 1 Abs. 1 der V vom 20. Dez. 2000 – AS 2001917),für die Bun­des­ver­wal­tung, die de­zen­tra­li­sier­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, die eid­ge­nös­si­schen Re­kurs- und Schieds­kom­mis­sio­nen, das Bun­des­ge­richt und die Par­la­ments­diens­te so­wie die Post: 1. Jan. 2002 (Art. 1 Abs. 1 der V vom 3. Ju­li 2001 – AS 20012197– und vom 21. Nov. 2001 – AS 2001 3292).

Art. 2 Arbeitgeber ETH-Rat 5  

(Art. 3 Abs. 2 und 32e Abs. 3 BPG)6

1 Zu­sätz­lich zu den in Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 BPG ge­nann­ten Ar­beit­ge­bern ist auch der ETH-Rat Ar­beit­ge­ber.

2 Der ETH-Rat re­gelt die für das Per­so­nal des ETH-Be­reichs er­for­der­li­chen so­zia­len und ar­beits­recht­li­chen Min­dest­stan­dards in Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen. Er kann die Re­ge­lung von Ein­zel­hei­ten den Lei­tun­gen der ETH und der For­schungs­an­stal­ten über­tra­gen.

3 ...7

4 Der ETH-Rat re­gelt die Zu­sam­men­set­zung und das Wahl­ver­fah­ren so­wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans für das Vor­sor­ge­werk des ETH-Be­reichs. Bei ge­mein­schaft­li­chen Vor­sor­ge­wer­ken le­gen die Ar­beit­ge­ber ih­re Re­ge­lun­gen ge­mein­sam fest.8

5 Zu Mit­glie­dern des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans dür­fen nur fach­kun­di­ge und zur Wahr­neh­mung ih­rer Füh­rungs­auf­ga­be ge­eig­ne­te Per­so­nen ge­wählt wer­den. So­weit mög­lich sol­len die Ge­schlech­ter und Amtss­pra­chen an­ge­mes­sen ver­tre­ten sein.9

6 Die Ent­schä­di­gun­gen an die Mit­glie­der des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans wer­den von der Kas­sen­kom­mis­si­on von PU­BLI­CA fest­ge­legt.10

7 ...11

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 27. Jan. 2016, in Kraft seit 1. März 2016 (AS 2016 575).

6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 4289).

7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der EHB-Ver­ord­nung vom 14. Sept. 2005 (AS 2005 4607). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der V vom 2. Mai 2007 über das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan des Vor­sor­ge­werks Bund, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 2235).

9 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der V vom 2. Mai 2007 über das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan des Vor­sor­ge­werks Bund, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 2235).

10 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der V vom 2. Mai 2007 über das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan des Vor­sor­ge­werks Bund, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 2235).

11 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der V vom 2. Mai 2007 über das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan des Vor­sor­ge­werks Bund (AS 2007 2235). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II der V vom 27. Jan. 2016, mit Wir­kung seit 1. März 2016 (AS 2016 575).

Art. 2a Arbeitgeberin PUBLICA 12  

(Art. 3 Abs. 2 und 32e Abs. 3 BPG)

1 Zu­sätz­lich zu den in Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 BPG ge­nann­ten Ar­beit­ge­bern ist auch die Pen­si­ons­kas­se des Bun­des PU­BLI­CA Ar­beit­ge­be­rin.

2 Die Kas­sen­kom­mis­si­on von PU­BLI­CA er­lässt die per­so­nal­recht­li­chen Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen von PU­BLI­CA. Sie kann die Re­ge­lung von Ein­zel­hei­ten zu ih­ren Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen der Di­rek­ti­on von PU­BLI­CA über­tra­gen.13

3 Die Kas­sen­kom­mis­si­on re­gelt die Zu­sam­men­set­zung und das Wahl­ver­fah­ren so­wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans für das Vor­sor­ge­werk von PU­BLI­CA. Bei ge­mein­schaft­li­chen Vor­sor­ge­wer­ken le­gen die Ar­beit­ge­ber ih­re Re­ge­lung ge­mein­sam fest.

4 Zu Mit­glie­dern des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans dür­fen nur fach­kun­di­ge und zur Wahr­neh­mung ih­rer Füh­rungs­auf­ga­be ge­eig­ne­te Per­so­nen ge­wählt wer­den. So­weit mög­lich sol­len die Ge­schlech­ter und Amtss­pra­chen an­ge­mes­sen ver­tre­ten sein.

5 Die Ent­schä­di­gun­gen an die Mit­glie­der des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans wer­den von der Kas­sen­kom­mis­si­on fest­ge­legt.

12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 4289).

13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

Art. 2b Arbeitgeber SNM 14  

(Art. 3 Abs. 2 und 32e Abs. 3 BPG)

1 Zu­sätz­lich zu den in Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 BPG ge­nann­ten Ar­beit­ge­bern ist auch das Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­mu­se­um (SNM) Ar­beit­ge­ber.

2 Der Mu­se­ums­rat re­gelt die Zu­sam­men­set­zung und das Wahl­ver­fah­ren so­wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans für das Vor­sor­ge­werk des SNM. Bei ge­mein­schaft­li­chen Vor­sor­ge­wer­ken le­gen die Ar­beit­ge­ber ih­re Re­ge­lung ge­mein­sam fest.

3 Zu Mit­glie­dern des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans dür­fen nur fach­kun­di­ge und zur Wahr­neh­mung ih­rer Füh­rungs­auf­ga­be ge­eig­ne­te Per­so­nen ge­wählt wer­den. So­weit mög­lich sol­len die Ge­schlech­ter und Amtss­pra­chen an­ge­mes­sen ver­tre­ten sein.

4 Die Ent­schä­di­gun­gen an die Mit­glie­der des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans wer­den von der Kas­sen­kom­mis­si­on von PU­BLI­CA fest­ge­legt.

14 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Sept. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5099).

Art. 3 Controlling  

(Art. 4 und 5 BPG)

1 Die Ar­beit­ge­ber kon­kre­ti­sie­ren die Zie­le nach Ar­ti­kel 4 BPG in Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen (Art. 37 BPG) oder Ge­samt­ar­beits­ver­trä­gen (Art. 38 BPG).

2 Sie lei­ten aus den Zie­len kon­kre­te Mass­nah­men und In­stru­men­te ab, die ei­ne nach­hal­ti­ge, trans­pa­ren­te und ver­bind­li­che Per­so­nal­po­li­tik ge­währ­leis­ten, ih­re Kon­kur­renz­fä­hig­keit auf dem Ar­beits­markt för­dern und die Markt­fä­hig­keit ih­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter un­ter­stüt­zen.

Art. 4 Reporting  

(Art. 4 und 5 BPG)

1 Die Ar­beit­ge­ber le­gen ih­re po­li­tisch, fi­nan­zi­ell oder wirt­schaft­lich be­deut­sa­men per­so­nal­po­li­ti­schen Zie­le, Mass­nah­men und In­stru­men­te of­fen und er­stat­ten über de­ren Um­set­zung so Be­richt (Re­por­ting), dass Bun­des­rat und Bun­des­ver­samm­lung über­prü­fen kön­nen:

a.
ob sich die im BPG ge­setz­ten Zie­le er­rei­chen las­sen;
b.
wie weit die im BPG ge­setz­ten Zie­le er­reicht wor­den sind;
c.
ob die ein­ge­setz­ten Mit­tel an­ge­mes­sen sind.

2 Die Ar­beit­ge­ber be­rich­ten ins­be­son­de­re über:

a.
die quan­ti­ta­ti­ven und die qua­li­ta­ti­ven Aspek­te der Per­so­nal­be­wirt­schaf­tung;
b.
die im Per­so­nal­be­reich ge­plan­ten und die tat­säch­lich ein­ge­tre­te­nen Ver­än­de­run­gen.

3 Das Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­de­par­te­ment (EFD) kann wei­te­re per­so­nal­po­li­ti­sche Kenn­da­ten ver­lan­gen.

4 Be­richt er­stat­ten:

a.15
die Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen (SBB) dem Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (UVEK);
b.
der ETH-Rat dem Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung (WBF)16;
c.
die Ein­hei­ten der zen­tra­len und der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung dem De­par­te­ment, dem sie zu­ge­ord­net sind, be­zie­hungs­wei­se der Bun­des­kanz­lei;
d.17
...

5 Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei lie­fern dem Eid­ge­nös­si­schen Per­so­nal­amt die für das Re­por­ting nö­ti­gen An­ga­ben. Das Per­so­nal­amt wer­tet die An­ga­ben stra­te­gie­ori­en­tiert aus und schafft Be­zü­ge zur Ent­wick­lung in Wirt­schaft und Ge­sell­schaft, da­mit der Bun­des­rat ei­ne vor­aus­schau­en­de Per­so­nal­po­li­tik be­trei­ben kann.

6 Der Bun­des­rat er­stat­tet der Bun­des­ver­samm­lung im Rah­men der Ver­ein­ba­rung nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 BPG Be­richt. Er in­te­griert in die­sen Be­richt auch die mit den par­la­men­ta­ri­schen Auf­sichts­kom­mis­sio­nen ver­ein­bar­ten An­ga­ben über den Per­so­nal­be­reich der eid­ge­nös­si­schen Ge­rich­te, der Par­la­ments­diens­te so­wie der Bun­des­an­walt­schaft und der Auf­sichts­be­hör­de über die Bun­des­an­walt­schaft.18

15 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Po­st­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 24. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Dez. 2012 (AS 2012 6089).

16 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 an­ge­passt.

17 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

Art. 5 Dem Obligationenrecht unterstelltes Personal  

(Art. 6 Abs. 5 und 6 BPG)

1 Die Ar­beit­ge­ber kön­nen ihr Aus­hilfs­per­so­nal, ih­re Prak­ti­kan­tin­nen und Prak­ti­kan­ten so­wie ih­re Heim­ar­bei­te­rin­nen und Heim­ar­bei­ter dem Ob­li­ga­tio­nen­recht19 un­ter­stel­len.

2 ...20

3 Die SBB ver­ein­ba­ren die so­zia­len und ar­beits­recht­li­chen Min­dest­stan­dards für das dem Ob­li­ga­tio­nen­recht un­ter­ste­hen­de Per­so­nal mit den Per­so­nal­ver­bän­den. Aus­ge­nom­men ist das obers­te Ka­der. Der ETH-Rat re­gelt die­se Min­dest­stan­dards in sei­nen Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen nach Ar­ti­kel 2 Ab­sät­ze 2 und 3. Das Re­por­ting rich­tet sich nach Ar­ti­kel 4.21

3bis Die SBB kön­nen ins­be­son­de­re das fol­gen­de Per­so­nal dem Ob­li­ga­tio­nen­recht un­ter­stel­len:22

a.
obers­tes Ka­der;
b.
obe­res Ka­der;
c.
mitt­le­res Ka­der, so­weit dies vom Ein­fluss auf den fi­nan­zi­el­len Er­folg so­wie von der Füh­rungs- und Fach­ver­ant­wor­tung her ge­recht­fer­tigt ist;
d.
Per­so­nen, an die spe­zi­el­le An­for­de­run­gen ge­stellt wer­den, na­ment­lich in der In­for­ma­tik und in Schlüs­sel­be­rei­chen.23

3ter Sie re­geln die An­stel­lungs­be­din­gun­gen die­ses Per­so­nals un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Ar­beits­mark­tes. Sie be­tei­li­gen die Per­so­nal­ver­bän­de, die An­ge­stell­te nach Ab­satz 3bis Buch­sta­be b, c oder d ver­tre­ten, an der Er­ar­bei­tung der An­stel­lungs­be­din­gun­gen die­ser Per­so­nal­ka­te­go­ri­en.24

4 Das Eid­ge­nös­si­sche Hoch­schu­l­in­sti­tut für Be­rufs­bil­dung kann fol­gen­des Per­so­nal dem Ob­li­ga­tio­nen­recht un­ter­stel­len:

a.
Dok­to­ran­din­nen und Dok­to­ran­den auf wis­sen­schaft­li­chen För­der­stel­len;
b.
Post­dok­to­ran­din­nen und Post­dok­to­ran­den auf dritt­mit­tel­fi­nan­zier­ten Stel­len.25

19 SR 220

20 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

21 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Po­st­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 24. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Dez. 2012 (AS 2012 6089).

22 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Po­st­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 24. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Dez. 2012 (AS 2012 6089).

23 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Dez. 2002 (AS 2003 240). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Mai 2010, in Kraft seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 2209).

24 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Mai 2010, in Kraft seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 2209).

25 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 27. Jan. 2016, in Kraft seit 1. März 2016 (AS 2016 575).

Art. 6 Befristete Arbeitsverhältnisse  

(Art. 9 BPG)26

1 Ar­ti­kel 9 BPG über die Be­fris­tung der Ar­beits­ver­hält­nis­se gilt nicht für:27

a.
die As­sis­ten­tin­nen und As­sis­ten­ten so­wie die Oberas­sis­ten­tin­nen und Ober­as­sis­ten­ten der ETH und für wei­te­re An­ge­stell­te der ETH mit gleich­ar­ti­ger Funk­ti­on;
abis.28
die As­sis­ten­tin­nen und As­sis­ten­ten der Mi­li­tär­aka­de­mie (MI­LAK) an der ETH Zü­rich; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von fünf Jah­ren ver­län­gert wer­den;
b.
die An­ge­stell­ten in Lehr- und For­schungs­pro­jek­ten so­wie für Per­so­nen in Pro­jek­ten, die mit Dritt­mit­teln fi­nan­ziert wer­den;
bbis.29
die An­ge­stell­ten in Pro­jek­ten, die mit zeit­lich be­fris­te­ten Mit­teln fi­nan­ziert wer­den;
c.30
die An­ge­hö­ri­gen des Ar­mee-Auf­klä­rungs­de­ta­che­ments; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von zehn Jah­ren ver­län­gert wer­den;
cbis.31
die Stell­ver­tre­te­rin­nen und Stell­ver­tre­ter der Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten der Ter­ri­to­ri­al­di­vi­sio­nen der Ar­mee; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von fünf Jah­ren ver­län­gert wer­den;
d.32
die Zeit­mi­li­tärs; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von fünf Jah­ren ver­län­gert wer­den;
e.33
die Zeit­mi­li­tärs in der Funk­ti­on Spit­zen­sport­ler oder Spit­zen­sport­le­rin; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von zehn Jah­ren ver­län­gert wer­den;
f.34
das Per­so­nal, das für die Frie­dens­för­de­rung, die Stär­kung der Men­schen­rech­te, die hu­ma­ni­täre Hil­fe und die Aus­bil­dung von aus­län­di­schen Trup­pen im Aus­land ein­ge­setzt wird; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von zehn Jah­ren ver­län­gert wer­den;
g.35
das üb­ri­ge im Aus­land ein­ge­setz­te Per­so­nal der De­par­te­men­te und der Bun­des­kanz­lei; das be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis kann bis zu ei­ner Ma­xi­mal­dau­er von fünf Jah­ren ver­län­gert wer­den.

2 Die Ar­beit­ge­ber füh­ren über die Ar­beits­ver­hält­nis­se nach Ab­satz 1 ei­ne Lis­te. Sie er­stat­ten über die Ar­beits­ver­hält­nis­se nach Ab­satz 1 Be­richt nach Ar­ti­kel 4.

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

28 Ein­ge­fügt durch Art. 15 Abs. 2 der V vom 6. Sept. 2017 über die Mi­li­tär­aka­de­mie an der ETH Zü­rich und über die Aus­bil­dung der Be­rufs­of­fi­zie­re, in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4877).

29 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

30 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 2819).

31 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5393).

32 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

33 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

34 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

35 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013 (AS 2013 1511). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4007).

Art. 7 Lohn  

(Art. 15 Abs. 2 BPG)

1 Der Lohn für 18-jäh­ri­ge voll­zeit­be­schäf­tig­te An­ge­stell­te oh­ne ab­ge­schlos­se­ne Be­rufs­leh­re be­trägt min­des­tens 38 000 Fran­ken brut­to im Jahr.

2 Die Ar­beit­ge­ber kön­nen die­sen Be­trag wie folgt kür­zen:

a.
um höchs­tens 20 Pro­zent für die un­ter 18-jäh­ri­gen An­ge­stell­ten;
b.
um höchs­tens 50 Pro­zent für die An­ge­stell­ten wäh­rend ih­rer im Bun­des­dienst ab­sol­vier­ten Aus­bil­dung.
Art. 8 Ferien 36  

(Art. 17a BPG)

Der Min­dest­an­spruch auf Fe­ri­en rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 329 ff. des Ob­li­ga­tio­nen­rechts37.

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

37 SR 220

Art. 9 Elternurlaub 3839  

(Art. 17a Abs. 4 BPG)40

1 Bei der Ge­burt ei­nes Kin­des er­hält die Ar­beit­neh­me­rin einen be­zahl­ten oder teil­wei­se be­zahl­ten Ur­laub von:

a.
min­des­tens 98 Ta­gen, wenn sie am Tag der Ge­burt das ers­te Dienst­jahr noch nicht vollen­det hat;
b.
min­des­tens 4 Mo­na­ten bei mehr als ei­nem Dienst­jahr.

2 Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen des Er­w­erb­ser­satz­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 195241 oder kan­to­na­ler Ge­set­ze.

3 Bei der Ge­burt ei­nes Kin­des wird dem Va­ter ein be­zahl­ter Ur­laub von min­des­tens fünf Ar­beits­ta­gen ge­währt.42

4 Bei Ar­beits­aus­set­zung we­gen Auf­nah­me von Klein­kin­dern zur Pfle­ge und Er­zie­hung zwecks spä­te­rer Ad­op­ti­on wird ein be­zahl­ter Ur­laub von min­des­tens fünf Ar­beits­ta­gen ge­währt.43

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 10. Ju­ni 2005 über die Ein­füh­rung der Mut­ter­schafts­ent­schä­di­gung im Bun­des­per­so­nal­recht, in Kraft seit 1. Ju­li 2005 (AS 20052479).

39 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

40 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

41 SR 834.1

42 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

43 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1511).

Art. 10 Familienzulagen und ergänzende Leistungen 44  

1 Der Ar­beit­ge­ber rich­tet der an­ge­stell­ten Per­son die Fa­mi­li­en­zu­la­ge nach dem Fa­mi­li­en­zu­la­gen­ge­setz vom 24. März 200645 (Fam­ZG) aus.

2 Ist die Fa­mi­li­en­zu­la­ge tiefer als der mass­ge­ben­de Be­trag nach Ab­satz 3, so rich­tet der Ar­beit­ge­ber der an­ge­stell­ten Per­son er­gän­zen­de Leis­tun­gen ge­mä­ss Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zum BPG aus. Das Fam­ZG ist auf die er­gän­zen­den Leis­tun­gen sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

3 Die Fa­mi­li­en­zu­la­ge und die er­gän­zen­den Leis­tun­gen be­tra­gen zu­sam­men pro Jahr min­des­tens:

a.
3800 Fran­ken für das ers­te zu­la­gen­be­rech­tig­te Kind;
b.
2400 Fran­ken für je­des wei­te­re zu­la­gen­be­rech­tig­te Kind;
c.46
3000 Fran­ken für je­des wei­te­re zu­la­gen­be­rech­tig­te Kind, wel­ches das 15. Al­ters­jahr vollen­det hat und in Aus­bil­dung steht.

4 Der An­spruch auf er­gän­zen­de Leis­tun­gen er­lischt mit dem An­spruch auf die Fa­mi­li­en­zu­la­ge.

44 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Fa­mi­li­en­zu­la­gen­ver­ord­nung vom 31. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 145).

45 SR 836.2

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5393).

Art. 11 Inkrafttreten  

(Art. 42 BPG)

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2001 in Kraft.

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