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Personalverordnung des Bundesgerichts
(PVBger)

vom 27. August 2001 (Stand am 1. Januar 2021)

Das Schweizerische Bundesgericht,

gestützt auf Artikel 37 Absatz 2 des Bundespersonalgesetzes vom
24. März 20001 (BPG),

verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeines

(Art. 2 BPG)

Art. 1  

1 Die­se Ver­ord­nung re­gelt die Ar­beits­ver­hält­nis­se des Per­so­nals2 des Bun­des­ge­richts. Sie wird durch Wei­sun­gen und Richt­li­ni­en er­gänzt.3

2 Die Bun­des­per­so­nal­ver­ord­nung vom 3. Ju­li 20014 (BPV) fin­det An­wen­dung, so­weit auf sie ver­wie­sen wird.

3 Die­se Ver­ord­nung gilt nicht für:

a.
das dem Ob­li­ga­tio­nen­recht5 (OR) un­ter­stell­te Per­so­nal (Art. 6 Abs. 5 und 6 BPG);
b.
die Lehr­lin­ge, die dem Bun­des­ge­setz vom 19. April 19786 über die Be­rufs­aus­bil­dung un­ter­ste­hen.

2 Die in die­ser Ver­ord­nung ver­wen­de­ten Amts­be­zeich­nun­gen gel­ten glei­cher­mas­sen für Per­so­nen weib­li­chen und männ­li­chen Ge­schlechts.

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

4 SR 172.220.111.3

5 SR 220

6 [AS 1979 1687, 1985660Ziff. I 21, 1987600Art. 17 Ziff. 3, 1991857An­hang Ziff. 4, 1992288An­hang Ziff. 17 2521 Art. 55 Ziff. 1, 19962588An­hang Ziff. 1 und Art. 25 Abs. 2, 19981822Art. 2, 19992374Ziff. I 2. AS 20034557An­hang Ziff. I 1]. Sie­he heu­te: das BG vom 13. Dez. 2002 (SR 412.10).

2. Abschnitt: Personalpolitik

Art. 2 Personalförderung und Ausbildung  

(Art. 4 Abs. 2 Bst. b BPG)

1 Die Per­so­nal- und Ka­der­för­de­rung zielt dar­auf ab, die Kom­pe­ten­zen al­ler An­ge­stell­ten zu er­wei­tern und zu ver­tie­fen und die be­ruf­li­che Mo­bi­li­tät si­cher­zu­stel­len. Die An­ge­stell­ten sol­len be­fä­higt wer­den, die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen mit­zu­ge­stal­ten und mit­zu­tra­gen.

2 Die An­ge­stell­ten sind ver­pflich­tet, sich ih­ren Fä­hig­kei­ten und den An­for­de­run­gen ent­spre­chend aus­zu­bil­den und sich auf Ver­än­de­run­gen ein­zu­stel­len.

3 Die Kos­ten und die Zeit für Aus­bil­dun­gen im In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers wer­den durch den Ar­beit­ge­ber ge­tra­gen.

4 Der Ar­beit­ge­ber kann die An­ge­stell­ten ver­pflich­ten, die Kos­ten ei­ner Aus­bil­dung ganz oder teil­wei­se zu tra­gen und die hie­für be­nö­tig­te Zeit ganz oder teil­wei­se zu über­neh­men, wenn die Aus­bil­dung in ih­rem In­ter­es­se er­folgt.

5 Vom Ar­beit­ge­ber ge­tra­ge­ne Aus­bil­dungs­kos­ten kön­nen von den An­ge­stell­ten zu­rück­ge­for­dert wer­den, wenn:

a.
die­se die Aus­bil­dung ab­bre­chen; oder
b.
das Ar­beits­ver­hält­nis durch die An­ge­stell­ten in­ner­halb von zwei Jah­ren seit Ab­schluss der Aus­bil­dung auf­ge­löst und kein Ar­beits­ver­hält­nis beim Bund wei­ter­ge­führt wird.7

6 Das Ge­ne­ral­se­kre­ta­ri­at bie­tet Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen an. Für die Ge­richts­schrei­ber wird un­ter de­ren Mit­wir­kung ein be­son­de­res Wei­ter­bil­dungs­pro­gramm an­ge­bo­ten.

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 22. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 20123775).

Art. 3 Gleichstellung von Frau und Mann, Schutz der Persönlichkeit  

(Art. 4 Abs. 2 Bst. d und g BPG)

1 Die An­ge­stell­ten dür­fen auf Grund ih­res Ge­schlechts oder ih­rer Le­bens­form we­der be­vor­zugt noch be­nach­tei­ligt wer­den.

2 Die Vor­ge­setz­ten schüt­zen die Wür­de von Frau und Mann am Ar­beits­platz und er­grei­fen al­le not­wen­di­gen Mass­nah­men ge­gen se­xu­el­le oder an­de­re per­sön­lich­keits­ver­let­zen­de Be­läs­ti­gun­gen.

3 Der Per­so­nal­dienst sorgt für die an­ge­mes­se­ne In­for­ma­ti­on des Per­so­nals über das Bun­des­ge­setz vom 24. März 19958 über die Gleich­stel­lung von Frau und Mann (Gleich­stel­lungs­ge­setz). An­lauf­stel­le für Gleich­stel­lungs­pro­ble­me ist der Per­so­nal­dienst.

8 SR 151.1

Art. 4 Ärztlicher Dienst und Eingliederungsmassnahmen 9  

(Art. 4 Abs. 2 Bst. g BPG)

1 Für me­di­zi­ni­sche Ab­klä­run­gen und ar­beits­me­di­zi­ni­sche Mass­nah­men zieht das Bun­des­ge­richt den vom Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ment (EFD) be­zeich­ne­ten ärzt­li­chen Dienst bei.10

2 Bei krank­heits- oder un­fall­be­ding­ter Ar­beits­ver­hin­de­rung ei­ner an­ge­stell­ten Per­son wer­den die sinn­vol­len und zweck­mäs­si­gen Mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft, um die Per­son wie­der in den Ar­beitspro­zess ein­zu­glie­dern (Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men). Ge­eig­ne­te Fach­stel­len kön­nen in die Ab­klä­run­gen ein­be­zo­gen wer­den.11

3 Die an­ge­stell­te Per­son kann ver­pflich­tet wer­den, an den Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men mit­zu­wir­ken.12

9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 21. Aug. 2008, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2008 4299).

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 21. Aug. 2008, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2008 4299).

12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 5 Familiäre und gesellschaftliche Verantwortung  

(Art. 4 Abs. 2 Bst. i BPG)

1 Die Ar­beits­ver­hält­nis­se sol­len un­ter Wah­rung der dienst­li­chen Be­dürf­nis­se so aus­ge­stal­tet wer­den, dass das Per­so­nal Ver­ant­wor­tung in Fa­mi­lie und Ge­sell­schaft wahr­neh­men kann.

2 Das Bun­des­ge­richt bie­tet Teil­zeit-Ar­beits­stel­len an.

Art. 6 Information  

(Art. 4 Abs. 2 Bst. k BPG)

1 Vor­ge­setz­te und Mit­ar­bei­ten­de in­for­mie­ren ein­an­der ziel­füh­rend, recht­zei­tig und be­darf­s­ori­en­tiert.

2 Das Ge­ne­ral­se­kre­ta­ri­at ist für die um­fas­sen­de, zeit­ge­rech­te In­for­ma­ti­on des Per­so­nals zu all­ge­mei­nen Fra­gen ver­ant­wort­lich.

3. Abschnitt: Mitarbeitergespräch und Personalbeurteilung

Art. 7 Zweck  

(Art. 4 Abs. 3 BPG)

1 Das Mit­ar­bei­ter­ge­spräch dient der Per­so­nal­för­de­rung, der Ver­mitt­lung von An­er­ken­nung und Kri­tik und der Über­prü­fung der Ar­beits­si­tua­ti­on. Die Vor­ge­setz­ten er­hal­ten in die­sem Ge­spräch von den Mit­ar­bei­ten­den Rück­mel­dun­gen über das Füh­rungs­ver­hal­ten.

2 Die Per­so­nal­be­ur­tei­lung bil­det die Grund­la­ge für die Loh­n­ent­wick­lung auf Grund der ver­ein­bar­ten Zie­le be­züg­lich Leis­tung und Ver­hal­ten.

Art. 8 Grundsätze  

(Art. 4 Abs. 3 BPG)

1 Die Vor­ge­setz­ten füh­ren jähr­lich ein Mit­ar­bei­ter­ge­spräch und neh­men ei­ne Per­so­nal­be­ur­tei­lung mit ih­ren Mit­ar­bei­ten­den vor.

2 Den Mit­ar­bei­ten­den ist Auf­schluss über die Grund­la­gen zu er­tei­len, die für das Mit­ar­bei­ter­ge­spräch, die Per­so­nal­be­ur­tei­lung und die Ent­löh­nung mass­ge­bend sind.

3 Das Ge­ne­ral­se­kre­ta­ri­at ent­wi­ckelt die ent­spre­chen­den In­stru­men­te.

Art. 9 Beurteilungsstufen 13  

(Art. 4 Abs. 3 BPG)

Die Leis­tun­gen des Per­so­nals wer­den mit fol­gen­den vier Stu­fen be­ur­teilt:

A+: Sehr gut: Über­trifft die An­for­de­run­gen deut­lich;

A: Gut: Ent­spricht den An­for­de­run­gen voll und ganz;

B:14 Ge­nü­gend: Ent­spricht den An­for­de­run­gen weit­ge­hend;

C: Un­ge­nü­gend: Ent­spricht den An­for­de­run­gen nicht.

13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 3. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 3961).

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

4. Abschnitt: Berichterstattung

(Art. 5 BPG)

Art. 10  

Der Per­so­nal­dienst er­fasst pe­ri­odisch zu­han­den der Lei­tungs­or­ga­ne und des Par­la­ments die Kenn­da­ten zur Ziel­er­rei­chung des BPG und stellt die Be­richt­er­stat­tung si­cher.

5. Abschnitt: Entstehung, Änderung und Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Art. 11 Stellenausschreibung  

(Art. 7 BPG)

1 Stel­len sind in der Re­gel öf­fent­lich aus­zu­schrei­ben. Als öf­fent­li­che Aus­schrei­bung gilt je­ne im Stel­len­an­zei­ger des Bun­des.

2 Auf die öf­fent­li­che Aus­schrei­bung kann ver­zich­tet wer­den:

a.
bei bis zu ei­nem Jahr be­fris­te­ten Stel­len;
b.
bei Stel­len, die in­tern be­setzt wer­den;
c.
bei Vor­lie­gen wich­ti­ger Grün­de;
d.15
bei Stel­len, die im Rah­men der be­ruf­li­chen Wie­der­ein­glie­de­rung von er­krank­ten und ver­un­fall­ten Mit­ar­bei­ten­den und der In­te­gra­ti­on von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen be­setzt wer­den.

3 Aus­nahms­wei­se kann ei­ne an­de­re Art der Aus­schrei­bung vor­ge­se­hen wer­den.

15 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 12 Stellenzugang  

(Art. 8 Abs. 3 BPG)

Das Amt des Ge­ne­ral­se­kre­tärs und sei­nes Stell­ver­tre­ters ist Schwei­zer Bür­gern vor­be­hal­ten.

Art. 13 Arbeitsvertrag  

(Art. 8 BPG)

1 Das Ar­beits­ver­hält­nis wird durch schrift­li­chen Ver­trag be­grün­det.

2 Der Ver­trag ent­hält min­des­tens fol­gen­de Punk­te:

a.
die Na­men der Ver­trags­par­tei­en;
b.
den Be­ginn und die Dau­er des Ar­beits­ver­hält­nis­ses;
c.
die Funk­ti­on bzw. den Ar­beits­be­reich;
d.
den Ar­beit­s­ort und die Be­din­gun­gen über die Ver­setz­bar­keit;
e.
die Pro­be­zeit;
f.
den Be­schäf­ti­gungs­grad;
g.16
die Lohn­klas­se und den Lohn;
h.
die Vor­sor­ge­ein­rich­tung und den Vor­sor­ge­plan;
i.
all­fäl­li­ge Ver­pflich­tung zu re­gel­mäs­si­ger Wo­chen­end-, Nacht­ar­beit oder Pi­kett­dienst.

3 Än­de­run­gen des Ar­beits­be­reichs und Ar­beit­sorts kön­nen durch den Ar­beit­ge­ber oh­ne Kün­di­gung des Ar­beits­ver­tra­ges vor­ge­nom­men wer­den, wenn sie dienst­lich er­for­der­lich und zu­mut­bar sind. Der Ar­beits­ver­trag muss eben­falls nicht ge­kün­digt wer­den, wenn im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Re­or­ga­ni­sa­ti­on die or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ein­glie­de­rung än­dert.

16 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 14 Probezeit  

(Art. 8 BPG)

1 Wo der Ver­trag nichts an­de­res vor­sieht, gel­ten die ers­ten drei Mo­na­te als Pro­be­zeit. Die­se kann in be­grün­de­ten Fäl­len auf längs­tens sechs Mo­na­te fest­ge­setzt oder ver­län­gert wer­den.

2 Bei den Ge­richts­schrei­bern, dem üb­ri­gen wis­sen­schaft­li­chen Per­so­nal und den Lei­tern der Diens­te be­trägt die Pro­be­zeit sechs Mo­na­te.

3 Bei be­fris­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­sen oder bei in­ter­nen Über­trit­ten kann die Pro­be­zeit ver­kürzt oder ganz auf sie ver­zich­tet wer­den.

Art. 15 Befristete Arbeitsverhältnisse  

(Art. 9 Abs. 1 und 2 BPG)

1 Be­fris­te­te Ar­beits­ver­hält­nis­se dür­fen nicht zur Um­ge­hung des Kün­di­gungs­schut­zes nach Ar­ti­kel 10 BPG oder der Pflicht zur Stel­len­aus­schrei­bung ab­ge­schlos­sen wer­den.17

2 und 3 ...18

17 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

18 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453). Sie­he auch die Ue­Best. die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 16 Interne Übertritte  

(Art. 12 BPG)

1 An­ge­stell­te, die in ei­ne Ver­wal­tungs­ein­heit des Bun­des über­tre­ten, müs­sen den bis­he­ri­gen Ar­beits­ver­trag beim Bun­des­ge­richt kün­di­gen.

2 Die Be­tei­lig­ten ver­ein­ba­ren ge­mein­sam den Ter­min des Über­tritts. Bei Un­ei­nig­keit gel­ten die Kün­di­gungs­fris­ten nach Ar­ti­kel 12 Ab­sät­ze 2 und 3 BPG.

3 Folgt auf den bis­he­ri­gen Ar­beits­ver­trag un­ter­bruchs­los ein neu­er Ar­beits­ver­trag, so fin­den die Schutz­be­stim­mun­gen nach Ar­ti­kel 336c OR19 auch wäh­rend der Dau­er der ver­ein­bar­ten Pro­be­zeit An­wen­dung.

4 Für die Dau­er ei­nes be­fris­te­ten Über­tritts in ei­ne Ver­wal­tungs­ein­heit des Bun­des muss der Ar­beits­ver­trag nicht ge­kün­digt wer­den. Die Be­tei­lig­ten ver­ein­ba­ren ge­mein­sam die Be­din­gun­gen des be­fris­te­ten Über­tritts.

Art. 17 Änderung des Arbeitsvertrages  

(Art. 8 Abs. 1 und Art. 13 BPG)

1 Je­de Ver­trags­än­de­rung be­darf der schrift­li­chen Form.

2 Kommt über ei­ne Ver­trags­än­de­rung kei­ne Ei­ni­gung zu­stan­de, so muss der Ver­trag un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 nach den Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 10 BPG ge­kün­digt wer­den.20

20 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 17a Kündigungsfristen 21  

(Art. 12 Abs. 2 BPG)

1 Wäh­rend der Pro­be­zeit kann das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­lich ge­kün­digt wer­den:

a.
in den ers­ten drei Mo­na­ten mit ei­ner Kün­di­gungs­frist von sie­ben Ta­gen;
b.
ab dem vier­ten Mo­nat auf En­de des der Kün­di­gung fol­gen­den Mo­nats.

2 Nach Ab­lauf der Pro­be­zeit kann das Ar­beits­ver­hält­nis auf En­de je­des Mo­nats or­dent­lich ge­kün­digt wer­den. Da­bei gel­ten fol­gen­de Min­dest­fris­ten:

a.
zwei Mo­na­te im ers­ten Dienst­jahr;
b.
drei Mo­na­te im zwei­ten bis und mit dem neun­ten Dienst­jahr;
c.
vier Mo­na­te ab dem zehn­ten Dienst­jahr.

3 Der Ar­beit­ge­ber kann den An­ge­stell­ten im Ein­zel­fall ei­ne kür­ze­re Kün­di­gungs­frist zu­ge­ste­hen, wenn kei­ne we­sent­li­chen In­ter­es­sen ent­ge­gen­ste­hen.

21 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 18 Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus eigenem Verschulden  

(Art. 19 Abs. 1 und 2 BPG)

1 Die Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses gilt als ver­schul­det, wenn:

a.
es durch den Ar­beit­ge­ber auf­ge­löst wird:
1.
we­gen Ver­let­zung wich­ti­ger ge­setz­li­cher oder ver­trag­li­cher Pflich­ten,
2.
we­gen Män­geln in der Leis­tung oder im Ver­hal­ten, die trotz schrift­li­cher Mah­nung an­hal­ten oder sich wie­der­ho­len,
3.
we­gen man­geln­der Be­reit­schaft zur Ver­rich­tung zu­mut­ba­rer an­de­rer Ar­beit;
b.
die an­ge­stell­te Per­son zu­mut­ba­re gleich­wer­ti­ge Ar­beit bei ei­nem Ar­beit­ge­ber nach Ar­ti­kel 3 BPG ab­lehnt.

2 Die Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses gilt auch als ver­schul­det, wenn es durch den Ar­beit­ge­ber auf­ge­löst wird:

a.
we­gen man­geln­der Eig­nung oder Be­reit­schaft, die im Ar­beits­ver­trag ver­ein­bar­te Ar­beit zu ver­rich­ten;
b.
we­gen Um­stän­den, bei de­ren Vor­han­den­sein die Fort­set­zung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses nach Treu und Glau­ben nicht mehr zu­ge­mu­tet wer­den darf.

3 Aus wich­ti­gen Grün­den kann in den Fäl­len nach Ab­satz 2 be­stimmt wer­den, dass die Kün­di­gung als un­ver­schul­det gilt.

Art. 18a Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit oder Unfall 22  

(Art. 10 Abs. 3 und 12 Abs. 2 BPG)

1 Bei Ar­beits­ver­hin­de­rung we­gen Krank­heit oder Un­fall kann der Ar­beit­ge­ber das Ar­beits­ver­hält­nis nach Ab­lauf der Pro­be­zeit frü­he­s­tens auf das En­de ei­ner min­des­tens zwei Jah­re dau­ern­den Ar­beits­ver­hin­de­rung or­dent­lich auf­lö­sen.23

2 Be­stand schon vor Be­ginn der Ar­beits­ver­hin­de­rung we­gen Krank­heit oder Un­fall ein Kün­di­gungs­grund nach Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 3 und 4 BPG, so kann der Ar­beit­ge­ber das Ar­beits­ver­hält­nis aus die­sem Grund vor En­de der Frist nach Ab­satz 1 auf­lö­sen, so­fern der Kün­di­gungs­grund der an­ge­stell­ten Per­son vor der Ar­beits­ver­hin­de­rung be­kannt­ge­ge­ben wur­de. Da­von aus­ge­nom­men ist ei­ne auf Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­be c BPG ge­stütz­te Kün­di­gung, so­fern die man­geln­de Eig­nung oder Taug­lich­keit ge­sund­heit­lich be­dingt ist.

3 Ver­wei­gert die an­ge­stell­te Per­son ih­re Mit­wir­kung an den Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 3 oder be­folgt sie die ärzt­li­chen An­ord­nun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 67 Ab­satz 4 nicht, so kann der Ar­beit­ge­ber das Ar­beits­ver­hält­nis vor En­de der Frist nach Ab­satz 1 kün­di­gen, so­fern ein Kün­di­gungs­grund nach Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 3 und 4 BPG be­steht.

4 Der Ar­beit­ge­ber kann das Ar­beits­ver­hält­nis von an­ge­stell­ten Per­so­nen, bei de­nen durch die In­va­li­den­ver­si­che­rung ei­ne dau­ern­de Teil­ar­beits­un­fä­hig­keit fest­ge­stellt wur­de, vor Ab­lauf der Frist nach Ab­satz 1 we­gen man­geln­der Taug­lich­keit kün­di­gen, so­fern ih­nen ei­ne zu­mut­ba­re Ar­beit an­ge­bo­ten wird. Die Kün­di­gung kann frü­he­s­tens auf den Zeit­punkt des Be­ginns der Aus­zah­lung der In­va­li­den­ren­te er­fol­gen.

22 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

Art. 19 Anstellung auf Amtsdauer 24  

(Art. 14 BPG; Art. 26 BGG)

1 Die Wie­der­wahl des Ge­ne­ral­se­kre­tärs und des Stell­ver­tre­ters fin­det spä­tes­tens sechs Mo­na­te vor Ab­lauf der Amts­dau­er statt. Das Ge­richt ent­schei­det frei über die Wie­der­wahl.

2 Der Ge­ne­ral­se­kre­tär und sein Stell­ver­tre­ter kön­nen das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­lich auf sechs Mo­na­te kün­di­gen.

3 Aus wich­ti­gen Grün­den kann das Ar­beits­ver­hält­nis frist­los ge­kün­digt wer­den.

24 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 20 Altersgrenze 25  

(Art. 10 Abs. 2 BPG)26

Im Ein­zel­fall kann das Ar­beits­ver­hält­nis im Ein­ver­neh­men mit der be­trof­fe­nen Per­son über das or­dent­li­che Rück­tritts­al­ter hin­aus bis längs­tens zum 70. Al­ters­jahr ver­län­gert wer­den.

25 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 17. Jan. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2011 639).

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

Art. 21 Laufbahn der Gerichtsschreiber  

Die An­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen für die Ge­richts­schrei­ber und de­ren Lauf­bahn wer­den in ei­ner Richt­li­nie ge­re­gelt.

6. Abschnitt: Lohn

Art. 22 Lohnklassen  

(Art. 15 BPG)

Der Lohn wird im Rah­men der Lohn­klas­sen ge­mä­ss Ar­ti­kel 36 BPV27 (Be­ur­tei­lungs­stu­fe A) fest­ge­setzt.

Art. 23 Anfangslohn  

(Art. 15 BPG)

1 Der An­fangs­lohn be­rück­sich­tigt Aus­bil­dung, Be­rufs- und Le­bens­er­fah­rung so­wie den Ar­beits­markt.

2 Bei ei­nem Funk­ti­ons­wech­sel wer­den die Richt­li­ni­en des Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ments (EFD) für die Lohn­fest­set­zung sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det.

Art. 24 Lohn bei Teilzeitbeschäftigung  

(Art. 15 BPG)

1 Bei teil­zeit­be­schäf­tig­ten An­ge­stell­ten ent­spre­chen der Lohn, der Orts­zu­schlag und die Zu­la­gen dem Be­schäf­ti­gungs­grad. Die Ar­ti­kel 36 und 36a blei­ben vor­be­hal­ten.28

2 Bei un­re­gel­mäs­si­gem Ein­satz kön­nen mit den An­ge­stell­ten Ta­ges-, Durch­schnitts- oder Stun­den­löh­ne ver­ein­bart wer­den.

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

Art. 24a Lohn bei verminderter Leistungsfähigkeit 29  

(Art. 15 BPG)

1 Ist die Leis­tungs­fä­hig­keit der an­ge­stell­ten Per­son in­fol­ge ge­sund­heit­li­cher Pro­ble­me ver­min­dert, so kön­nen die Ver­trags­par­tei­en in ei­ner Ver­trags­än­de­rung ver­ein­ba­ren, dass:

a.
ein hö­he­rer Be­schäf­ti­gungs­grad gilt, als im Ar­beits­ver­trag zur Er­fül­lung der Auf­ga­ben ver­langt wird; Lohn und Orts­zu­schlag blei­ben un­ver­än­dert;
b.
bei gleich­blei­ben­dem Be­schäf­ti­gungs­grad ein tiefe­rer Lohn und Orts­zu­schlag aus­ge­rich­tet wird, der dem Grad der Leis­tungs­fä­hig­keit ent­spricht.

2 Der Ar­beit­ge­ber über­prüft die Ver­trags­än­de­rung re­gel­mäs­sig. So­bald die an­ge­stell­te Per­son die für die Er­fül­lung der Auf­ga­ben er­for­der­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit wie­der er­reicht hat, ist die Ver­trags­än­de­rung rück­gän­gig zu ma­chen.

29 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 25 Lohnentwicklung 30  

(Art. 15 BPG)

1 Be­rech­nungs­grund­la­ge für die Loh­n­ent­wick­lung auf­grund von Leis­tung und Er­fah­rung ist der Höchst­be­trag der Lohn­klas­se.

2 Bis zum Höchst­be­trag der Lohn­klas­se 26 wird der Lohn jähr­lich wie folgt er­höht:

a.
0,5 Pro­zent bei ge­nü­gen­den Leis­tun­gen;
b.31
3 Pro­zent bei gu­ten Leis­tun­gen;
c.
4 Pro­zent bei sehr gu­ten Leis­tun­gen.32

3 Über dem Höchst­be­trag der Lohn­klas­se 26 wird der Lohn jähr­lich wie folgt er­höht, bis der Höchst­be­trag der Lohn­klas­se er­reicht ist:33

a.34
2 Pro­zent bei gu­ten Leis­tun­gen;
b.
3 Pro­zent bei sehr gu­ten Leis­tun­gen.35

4 Rei­chen die be­wil­lig­ten Mit­tel nicht aus, so wer­den die vor­ge­se­he­nen Lohn­er­hö­hun­gen vor­wie­gend in den höchs­ten Ge­häl­tern ent­spre­chend ge­kürzt.36

5 und 6 ...37

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 3. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 3961).

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

32 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 19. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Dez. 2015 (AS 2015 4105).

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 19. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Dez. 2015 (AS 2015 4105).

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

37 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, mit Wir­kung seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

Art. 26 Ausserordentliche Lohnanpassungen bei neuen Aufgaben oder neuer Funktionsbewertung  

(Art. 15 BPG)

1 Ist der Lohn der an­ge­stell­ten Per­son hö­her als die Lohn­klas­se, der sie nach der Funk­ti­ons­be­wer­tung zu­ge­wie­sen ist, kann der Lohn nach zwei Jah­ren auf den Höchst­lohn die­ser Lohn­klas­se ge­senkt wer­den.

2 Statt ei­ner Lohn­sen­kung kann der zu ho­he Lohn im Ein­ver­ständ­nis mit der an­ge­stell­ten Per­son vom Teue­rungs­aus­gleich aus­ge­nom­men wer­den, bis der Lohn den Höchst­be­trag der Lohn­klas­se nicht mehr über­steigt, die auf Grund der Funk­ti­ons­be­wer­tung ge­recht­fer­tigt ist.

3 Liegt der Lohn im Ver­gleich zu den an­de­ren Löh­nen zu tief, kann er an­ge­ho­ben wer­den. Da­bei darf der Höchst­be­trag der mass­ge­bli­chen Lohn­klas­se nicht über­schrit­ten wer­den.

Art. 27 Auszahlung  

(Art. 15 BPG)

Der Lohn wird in drei­zehn Tei­len aus­be­zahlt.

Art. 28 Ortszuschlag 38  

(Art. 15 BPG)

Es wird der Orts­zu­schlag aus­ge­rich­tet, den der Bun­des­rat für den je­wei­li­gen Dienstort vor­sieht.

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 21. Aug. 2008, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2008 4299).

Art. 29 Teuerungsausgleich und Reallohnerhöhung 39  

(Art. 16 BPG)

1 Das Bun­des­ge­richt rich­tet den glei­chen Teue­rungs­aus­gleich und die glei­che Re­al­lohn­er­hö­hung aus, wie sie vom Bun­des­rat für das Per­so­nal der all­ge­mei­nen Bun­des­ver­wal­tung be­schlos­sen wer­den.

2 Orts­zu­schlag und Fa­mi­li­en­zu­la­gen wer­den in glei­chem Um­fang wie für die all­ge­mei­ne Bun­des­ver­wal­tung an­ge­passt.40

39 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 2. Ju­ni 2008, in Kraft seit 2. Ju­ni 2008 (AS 2008 2921).

40 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

Art. 30 Vergütungen  

(Art. 15 BPG)

1 Ver­gü­tun­gen kön­nen aus­ge­rich­tet wer­den für:

a.
an­ge­ord­ne­te Sonn­tags- und Nacht­ar­beit;
b.
Pi­kett­dienst.

2 Die Grund­sät­ze des EFD wer­den sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det.41

41 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 31 Besondere Massnahmen  

(Art. 15 BPG)

1 Bei wie­der­hol­ten Leis­tun­gen der Be­ur­tei­lungs­stu­fe C wer­den Ent­wick­lungs­mass­nah­men ge­trof­fen, ei­ne we­ni­ger an­for­de­rungs­rei­che Stel­le zu­ge­wie­sen oder an­de­re ge­eig­ne­te Mass­nah­men er­grif­fen. So­zia­len Här­te­fäl­len ist an­ge­mes­sen Rech­nung zu tra­gen.

2 Wenn die Ge­samt­be­ur­tei­lung un­ge­nü­gend ist, wird der Lohn in den Lohn­klas­sen 29 und hö­her ge­kürzt. Die Kür­zung be­trägt im ers­ten Jahr ein Pro­zent und ab dem zwei­ten Jahr zwei Pro­zent.42

3 Füh­ren die Mass­nah­men nicht zu bes­se­ren Leis­tun­gen, wird das Ar­beits­ver­hält­nis ge­kün­digt.43

42 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

43 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

7. Abschnitt: Besondere Lohnbestandteile

Art. 32 Funktionszulage  

(Art. 15 BPG)

1 Für Auf­ga­ben mit be­son­de­ren An­for­de­run­gen und Be­an­spru­chun­gen, die kei­ne dau­er­haf­te Hö­her­ein­rei­hung recht­fer­ti­gen, kann ei­ne Funk­ti­ons­zu­la­ge aus­ge­rich­tet wer­den.

2 Die Funk­ti­ons­zu­la­ge ent­spricht höchs­tens dem Un­ter­schied zwi­schen dem Höchst­be­trag ge­mä­ss Ar­beits­ver­trag und dem Höchst­be­trag der Lohn­klas­se der hö­her be­wer­te­ten Funk­ti­on.

3 Die Be­rech­nungs­grund­sät­ze des EFD wer­den sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det.

Art. 33 Leistungsprämie in Form einer Einsatzprämie 44  

(Art. 15 BPG)

1 Be­son­de­re Ein­sät­ze kön­nen mit Leis­tungs­prä­mi­en in Form von ein­ma­li­gen Ein­satz­prä­mi­en von bis zu 6 Pro­zent des Höchst­be­trags der Lohn­klas­se ab­ge­gol­ten wer­den.

2 Zur spon­ta­nen Aus­zeich­nung be­son­de­rer Ein­sät­ze kön­nen klei­ne­re Na­tu­ral­prä­mi­en aus­ge­rich­tet wer­den.

3 Die Prä­mie kann auch an Grup­pen von An­ge­stell­ten aus­ge­rich­tet wer­den.

44 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 3. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 3961).

Art. 34 Leistungsprämie in Form einer Anerkennungsprämie 45  

(Art. 15 BPG)

1 Hat die Loh­n­ent­wick­lung den Höchst­be­trag der Lohn­klas­se er­reicht, so kann ei­ne Leis­tungs­prä­mie in Form ei­ner An­er­ken­nungs­prä­mie aus­ge­rich­tet wer­den, wenn die Leis­tun­gen der Be­ur­tei­lungs­stu­fe A+ ent­spre­chen.

2 Die An­er­ken­nungs­prä­mie be­trägt bis zu 5 Pro­zent des Höchst­be­trags der Lohn­klas­se.

3 Auf die An­er­ken­nungs­prä­mie be­steht kein An­spruch. Sie wird jähr­lich neu be­schlos­sen.

4 An­er­ken­nungs­prä­mi­en kön­nen höchs­tens an 18 Pro­zent der Ge­richts­schrei­ber so­wie 18 Pro­zent der üb­ri­gen An­ge­stell­ten aus­ge­rich­tet wer­den.

45 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 3. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 3961).

Art. 35 Arbeitsmarktzulage  

(Art. 15 BPG)

Zur Ge­win­nung und Er­hal­tung aus­ge­wie­se­ner Per­so­nen kann ei­ne Ar­beits­markt­zu­la­ge von bis zu 20 % des Höchst­be­tra­ges der Lohn­klas­se ge­währt wer­den.

Art. 36 Anspruch auf Familienzulage 46  

(Art. 31 Abs. 1 und 2 BPG)

Die Fa­mi­li­en­zu­la­ge wird bis zum vollen­de­ten 18. Al­ters­jahr des Kin­des aus­ge­rich­tet. Für in Aus­bil­dung ste­hen­de Kin­der und für er­werbs­un­fä­hi­ge Kin­der (Art. 7 des BG vom 6. Okt. 200047 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts) wird sie längs­tens bis zum vollen­de­ten 25. Al­ters­jahr aus­ge­rich­tet.

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

47 SR 830.1

Art. 36a Ergänzende Leistungen zur Familienzulage 48  

Das Bun­des­ge­richt rich­tet be­trags­mäs­sig im glei­chen Um­fang er­gän­zen­de Leis­tun­gen zur Fa­mi­li­en­zu­la­ge aus wie die all­ge­mei­ne Bun­des­ver­wal­tung.

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

Art. 36b Zulage für Verwandtschaftsunterstützung 49  

Der hal­be Be­trag der Zu­la­ge, die für je­des wei­te­re zu­la­gen­be­rech­tig­te Kind bis zum vollen­de­ten 16. Al­ters­jahr gilt, kann aus­ge­rich­tet wer­den an An­ge­stell­te:

a.
de­ren Ehe­frau, Ehe­mann, ein­ge­tra­ge­ne Part­ne­rin oder ein­ge­tra­ge­ner Part­ner we­gen schwe­rer Krank­heit an der Aus­übung ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit dau­ernd ge­hin­dert ist;
b.
die na­he Ver­wand­te auf be­hörd­li­che An­ord­nung un­ter­stüt­zen.

49 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

8. Abschnitt: Funktionsbewertung

Art. 37 Funktionsbewertung  

(Art. 15 BPG)

1 Je­de Funk­ti­on wird be­wer­tet und ei­ner Lohn­klas­se zu­ge­wie­sen.

2 Mass­ge­bend für die Be­wer­tung sind die er­for­der­li­che Vor­bil­dung, der Um­fang des Auf­ga­ben­krei­ses so­wie das Mass der be­trieb­li­chen An­for­de­run­gen, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Ge­fähr­dun­gen.

3 Der Per­so­nal­chef er­stat­tet das Gut­ach­ten. Er wen­det die Richt­li­ni­en des Fi­nanz­de­par­te­ments sinn­ge­mä­ss an und kann die Mei­nung des Per­so­nal­am­tes ein­ho­len.

9. Abschnitt: Arbeitszeit, Ferien, Urlaub

Art. 38 Arbeitszeit  

(Art. 17 BPG)

1 Die durch­schnitt­li­che Wo­chen­ar­beits­zeit be­trägt für voll­zeit­be­schäf­tig­te An­ge­stell­te 42 Stun­den. Für teil­zeit­be­schäf­tig­te An­ge­stell­te re­du­ziert sich die Wo­chen­ar­beits­zeit ent­spre­chend dem Be­schäf­ti­gungs­grad. Vor­be­hal­ten blei­ben ab­wei­chen­de Re­ge­lun­gen für das Ka­der.

2 So­weit be­trieb­lich mög­lich, wer­den den An­ge­stell­ten mit Ar­beits­zei­ter­fas­sung fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten an­ge­bo­ten. Die­se be­ru­hen in der Re­gel auf der glei­ten­den Ar­beits­zeit.

3 Der Ar­beit­ge­ber bie­tet den An­ge­stell­ten mit Ar­beits­zei­ter­fas­sung Wo­chen­ar­beits­zei­ten zwi­schen 40 und 44 Ar­beits­stun­den ge­gen Aus­gleich in Fe­ri­en­ta­gen oder Lohn an. Den Ge­richts­schrei­bern wer­den die ent­spre­chen­den Ar­beits­mo­del­le mit zu­sätz­li­chen Fe­ri­en­ta­gen ge­gen Lohn­re­duk­ti­on an­ge­bo­ten.

4 An­ge­stell­ten mit Ver­trau­ens­ar­beits­zeit, die sich be­reit er­klä­ren, Über­stun­den oh­ne Zeit­kom­pen­sa­ti­on zu leis­ten, kann die glei­che Ver­gü­tung ge­währt wer­den wie dem Per­so­nal der all­ge­mei­nen Bun­des­ver­wal­tung.50

5 Im Ein­ver­neh­men mit dem Ar­beit­ge­ber kön­nen die An­ge­stell­ten einen Teil ih­rer Ar­beit in Te­le­ar­beit leis­ten (mo­bi­les Ar­bei­ten und Heim­ar­beit).51

50 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 23. Dez. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2009 353).

51 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 12. Okt. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 4965).

Art. 39 Mehrarbeit und Überzeit  

(Art. 17 BPG)

1 Bei aus­ser­or­dent­li­cher Ge­schäfts­last oder we­gen drin­gen­der Ar­beit kann auf An­trag des Vor­ge­setz­ten vor­über­ge­hend Mehr­ar­beit und Über­zeit an­ge­ord­net wer­den.

2 Mehr­ar­beit und Über­zeit sind in der Re­gel durch Frei­zeit von glei­cher Dau­er aus­zu­glei­chen.

3 Ist der Aus­gleich durch Frei­zeit nicht mög­lich, kön­nen Aus­gleichs­ta­ge auf das nächs­te Ka­len­der­jahr über­tra­gen oder in be­grün­de­ten Fäl­len Bar­ver­gü­tun­gen aus­ge­rich­tet wer­den.

4 Die Bar­ver­gü­tun­gen be­tra­gen:

a.
für Mehr­ar­beit bis zur wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit von 45 Stun­den 100 Pro­zent des auf die Stun­de um­ge­rech­ne­ten Loh­nes;
b.
für Über­zeit, die die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit von 45 Stun­den über­steigt, 125 Pro­zent des auf die Stun­de um­ge­rech­ne­ten Loh­nes.

5 Im Ka­len­der­jahr dür­fen ins­ge­samt höchs­tens 150 Stun­den Mehr­ar­beit und Über­zeit durch ei­ne Bar­ver­gü­tung ab­ge­gol­ten wer­den.

6 Auf das fol­gen­de Ka­len­der­jahr dür­fen ins­ge­samt höchs­tens 100 Stun­den Mehr­ar­beit und Über­zeit über­tra­gen wer­den.

7 Für Teil­zeit­ar­bei­ten­de gel­ten die Ab­sät­ze 4–6 ent­spre­chend dem Be­schäf­ti­gungs­grad.

Art. 40 Freie Tage  

(Art. 17 BPG)

1 Er­ge­ben sich in ei­nem Ka­len­der­jahr:

a.
we­ni­ger als 63 Sonn- und Fei­er­ta­ge, so wer­den die feh­len­den frei­en Ta­ge nach­be­zo­gen;
b.
mehr als 63 Sonn- und Fei­er­ta­ge, so ver­rin­gert sich der Fe­ri­en­an­spruch ent­spre­chend.

2 In Lau­san­ne gel­ten als Fei­er­ta­ge Neu­jahr, Berchtolds­tag, Kar­frei­tag, Os­ter­mon­tag, Auf­fahrt, Pfingst­mon­tag, Bun­des­fei­er­tag, Bet­tag­mon­tag, Weih­nach­ten und der Ste­phans­tag. Die Nach­mit­tage von Hei­ligabend und Syl­ves­ter sind eben­falls ar­beits­frei.52

3 In Lu­zern gel­ten als Fei­er­ta­ge Neu­jahr, Berchtolds­tag, Kar­frei­tag, Os­ter­mon­tag, Auf­fahrt, Pfingst­mon­tag, Fron­leich­nam, Bun­des­fei­er­tag, Ma­riä Him­mel­fahrt, Leo­de­gar, Al­ler­hei­li­gen, Ma­riä Emp­fäng­nis, Weih­nach­ten und der Ste­phans­tag. Eben­falls ar­beits­frei sind je ein hal­ber Ar­beits­tag am Schmut­zi­gen Don­ners­tag und Gü­dis­mon­tag so­wie die Nach­mit­tage von Hei­ligabend und Syl­ves­ter.53

4 Für An­ge­stell­te des Bun­des­ge­richts an an­de­ren Ar­beit­sor­ten gel­ten die am je­wei­li­gen Stand­ort mass­ge­bli­chen Bun­des­vor­schrif­ten.54

52 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

53 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

54 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 41 Ferien  

(Art. 17 BPG)

1 Die An­ge­stell­ten ha­ben pro Ka­len­der­jahr An­spruch auf Fe­ri­en von:

a.
6 Wo­chen bis und mit dem Ka­len­der­jahr, in dem sie das 20. Al­ters­jahr voll­en­den;
b.
5 Wo­chen vom Be­ginn des Ka­len­der­jah­res, in dem sie das 21. Al­ters­jahr vollen­den;
c.
6 Wo­chen vom Be­ginn des Ka­len­der­jah­res, in dem sie das 50. Al­ters­jahr vollen­den;
d.
7 Wo­chen vom Be­ginn des Ka­len­der­jah­res, in dem sie das 60. Al­ters­jahr vollen­den.

2 Fe­ri­en sind so an­zu­set­zen, dass der Ab­lauf der Ar­bei­ten nicht be­ein­träch­tigt und die Er­ho­lung ge­währ­leis­tet wird.

3 Fe­ri­en sind grund­sätz­lich in dem Ka­len­der­jahr zu be­zie­hen, in wel­chem der An­spruch ent­steht. Ist dies nicht mög­lich, so sind sie im Fol­ge­jahr zu be­zie­hen.

4 Fe­ri­en wer­den im Ver­hält­nis zur Dau­er der Ab­we­sen­heit ge­kürzt, wenn die an­ge­stell­te Per­son die Ar­beit wäh­rend ei­nes Ka­len­der­jah­res län­ger aus­setzt als:

a.55
ins­ge­samt 90 Ka­len­der­ta­ge we­gen Krank­heit, Un­falls oder ob­li­ga­to­ri­schen Diens­tes; bei der Be­rech­nung der Kür­zung wer­den die ers­ten 90 Ab­we­sen­heits­ta­ge nicht be­rück­sich­tigt; als Ab­we­sen­heits­ta­ge gel­ten Ta­ge, an de­nen die an­ge­stell­te Per­son nicht ent­spre­chend ih­rem Be­schäf­ti­gungs­grad ge­ar­bei­tet hat;
b.
30 Ta­ge we­gen un­be­zahl­ten Ur­laubs.56

55 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

56 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 42 Urlaub  

(Art. 17 BPG)

1 Müs­sen oder wol­len An­ge­stell­te in be­son­de­ren Fäl­len die Ar­beit aus­set­zen, so ha­ben sie um be­zahl­ten, teil­wei­se be­zahl­ten oder un­be­zahl­ten Ur­laub nach­zu­su­chen.

2 Bei der Be­ur­tei­lung des Ge­su­ches wer­den in an­ge­mes­se­ner Wei­se der Grund so­wie die Ar­beits­si­tua­ti­on be­rück­sich­tigt. Die Leis­tung und das Ver­hal­ten kön­nen eben­falls be­rück­sich­tigt wer­den.

3 Im Üb­ri­gen wer­den die Richt­li­ni­en des EFD sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det.

10. Abschnitt: Weitere Leistungen des Arbeitgebers

Art. 43 Arbeitsgeräte, Material  

(Art. 18 Abs. 1 BPG)

1 Die An­ge­stell­ten wer­den mit den nö­ti­gen Ar­beits­ge­rä­ten und dem nö­ti­gen Ma­te­ri­al aus­ge­rüs­tet.

2 Ver­wen­den An­ge­stell­te im Ein­ver­neh­men mit dem Ar­beit­ge­ber ei­ge­ne Ar­beits­ge­rä­te, kann ei­ne Ver­gü­tung aus­ge­rich­tet wer­den.

Art. 44 Dienstkleidung  

(Art. 18 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 Bst. c BPG)

Die Mit­ar­bei­ter des Wei­bel- und des Haus­diens­tes tra­gen Dienst­klei­dung. Die­se wird un­ent­gelt­lich ab­ge­ge­ben.

Art. 45 Spesen  

(Art. 18 Abs. 2 BPG)

1 Den An­ge­stell­ten wer­den die Mehr­aus­la­gen er­setzt, die ih­nen durch be­ruf­li­che Ein­sät­ze ent­ste­hen.

2 Die An­sät­ze des EFD wer­den sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det für:

a.
Mahl­zei­ten, Un­ter­kunft und Rei­se;
b.
Dienst­rei­sen ins Aus­land;
c.
die Teil­nah­me an in­ter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen;
d.
den Um­zug aus dienst­li­chen Grün­den;
e.
Re­prä­sen­ta­ti­ons­aus­la­gen.
Art. 46 Treueprämie 57  

(Art. 32 Bst. b BPG)

1 Nach Vollen­dung des 10. An­stel­lungs­jah­res so­wie nach je fünf wei­te­ren An­stel­lungs­jah­ren kann ei­ne Treue­prä­mie aus­ge­rich­tet wer­den.58

2 Die Treue­prä­mie ent­spricht:

a.
nach dem 10. und dem 15. An­stel­lungs­jahr je ei­nem hal­b­en Mo­nats­lohn;
b.
nach dem 20. An­stel­lungs­jahr und nach je fünf wei­te­ren An­stel­lungs­jah­ren ei­nem Mo­nats­lohn.59

3 Die Treue­prä­mie wird grund­sätz­lich als Bar­be­trag aus­ge­rich­tet. Die An­ge­stell­ten kön­nen sie im Ein­ver­neh­men mit den Vor­ge­setz­ten aus­nahms­wei­se als be­zahl­ten Ur­laub be­zie­hen.

4 An­ge­stell­ten, de­ren Leis­tun­gen oder Ver­hal­ten nur teil­wei­se ge­nü­gen, kann die Treue­prä­mie ganz oder teil­wei­se ver­wei­gert wer­den.

5 Für die Be­rech­nung der An­zahl An­stel­lungs­jah­re zäh­len un­ab­hän­gig des Be­schäf­ti­gungs­gra­des die un­un­ter­bro­che­nen Ar­beits­ver­hält­nis­se, die in den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des Bun­des be­stan­den ha­ben. Die Lehr­zeit nach dem Be­rufs­bil­dungs­ge­setz vom 13. De­zem­ber 200260 wird nicht be­rück­sich­tigt.61

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 3. Aug. 2009, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 3961).

58 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 19. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4105).

59 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 19. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4105).

60 SR 412.10

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453). Sie­he auch die Ue­Best. die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 47 Verbesserungsvorschläge  

(Art. 32 Bst. c BPG)

1 Die Vor­ge­set­zen un­ter­stüt­zen durch ge­eig­ne­te Mass­nah­men ein in­no­va­ti­ves Ver­hal­ten und för­dern die Um­set­zung von Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen.

2 Rea­li­sier­te Ide­en kön­nen mit ei­ner Bar­prä­mie oder an­de­ren Leis­tun­gen im glei­chen Ge­gen­wert be­lohnt wer­den.

Art. 48 Unterstützung von Einrichtungen zu Gunsten des Personals  

(Art. 32 Bst. e BPG)62

1 Zur Er­leich­te­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen oder der per­sön­li­chen Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on kön­nen Ein­rich­tun­gen zu Guns­ten des Per­so­nals un­ter­stützt wer­den, wie:

a.
die fa­mi­li­ener­gän­zen­de Kin­der­be­treu­ung;
b.
der Be­trieb von Per­so­nal­re­stau­rants, Er­fri­schungs­räu­men und an­de­ren lei­s­tungs­er­hal­ten­den und -för­dern­den Ein­rich­tun­gen.

2 Für vor­teil­haf­te Kon­di­tio­nen auf Spar­ka­pi­ta­li­en bei der Spar­kas­se Bun­des­per­so­nal gel­ten die Vor­schrif­ten der zu­stän­di­gen In­sti­tu­tio­nen.63

3 An­läs­se zur Pfle­ge der Be­zie­hun­gen zwi­schen den ak­ti­ven und den pen­sio­nier­ten An­ge­stell­ten kön­nen un­ter­stützt wer­den.

62 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

63 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 49 Verfahrens- und Parteikosten  

(Art. 18 Abs. 2 BPG)

1 Der Ar­beit­ge­ber ver­gü­tet den An­ge­stell­ten, die in­fol­ge Aus­übung ih­rer dienst­li­chen Tä­tig­keit in ein Zi­vil- oder Straf­ver­fah­ren ver­wi­ckelt wer­den, die Ver­fah­rens- und Par­tei­kos­ten zu­rück, wenn:

a.
das Ver­fah­ren mit der dienst­li­chen Tä­tig­keit zu­sam­men­hängt;
b.
die Hand­lung we­der grob­fahr­läs­sig noch vor­sätz­lich be­gan­gen wur­de; und
c.
der Bund ein In­ter­es­se an der Füh­rung des Pro­zes­ses hat.

2 Vor Rechts­kraft des Ur­teils wer­den nur Kos­ten­gut­spra­chen ge­leis­tet. Aus wich­ti­gen Grün­den kön­nen aus­nahms­wei­se auch in die­sen Fäl­len Kos­ten­ver­gü­tun­gen aus­ge­rich­tet wer­den.

Art. 50 Ausrichtung von Entschädigungen  

(Art. 19 BPG)

1 Kün­digt der Ar­beit­ge­ber das Ar­beits­ver­hält­nis, oh­ne dass die be­tref­fen­de Per­son ein Ver­schul­den trifft, so wird un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 4 ei­ne Ent­schä­di­gung aus­ge­rich­tet:

a.
An­ge­stell­ten, die ei­ne sehr spe­zia­li­sier­te Funk­ti­on aus­üben, für die kei­ne oder nur ei­ne schwa­che Nach­fra­ge be­steht;
b.
An­ge­stell­ten, de­ren Ar­beits­ver­hält­nis bei ei­nem Ar­beit­ge­ber nach Ar­ti­kel 3 BPG un­un­ter­bro­chen 20 Jah­re ge­dau­ert hat;
c.
An­ge­stell­ten, die min­des­tens 50 Jah­re alt sind.

2 Bei un­ver­schul­de­ter Nicht­wie­der­wahl wird dem Ge­ne­ral­se­kre­tär und sei­nem Stell­ver­tre­ter ei­ne Ent­schä­di­gung nach Ar­ti­kel 51 Ab­satz 1 aus­ge­rich­tet.

3 Wei­te­re Ent­schä­di­gun­gen nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 4 BPG kön­nen un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 4 bei Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses aus­ge­rich­tet wer­den:64

a.
in Ein­zel­fäl­len hö­he­ren Ka­deran­ge­hö­ri­gen;
b.
den un­ter den So­zi­al­plan fal­len­den An­ge­stell­ten.

4 Kei­ne Ent­schä­di­gung wird aus­ge­rich­tet, wenn:65

a.
ei­ne Wei­ter­be­schäf­ti­gung bei ei­nem Ar­beit­ge­ber nach Ar­ti­kel 3 BPG er­folgt;
b.66
...
c.
das Ar­beits­ver­hält­nis aus ei­ge­nem Ver­schul­den (Art. 18) auf­ge­löst wird.

5 Wird die Per­son in­nert ei­nes Jah­res nach der Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses bei ei­nem Ar­beit­ge­ber nach Ar­ti­kel 3 BPG an­ge­stellt, so ist die Ent­schä­di­gung nach den Ab­sät­zen 1 und 2 ganz oder teil­wei­se zu­rück­zu­er­stat­ten.67

64 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

65 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

66 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

67 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 51 Höhe der Entschädigungen  

(Art. 19 Abs. 5 BPG)68

1 Die Ent­schä­di­gung nach Ar­ti­kel 50 Ab­sät­ze 1, 2 und 3 ent­spricht min­des­tens ei­nem Mo­nats­lohn und höchs­tens ei­nem Jah­res­lohn.69

2 ...70

68 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

69 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

70 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 52 Leistungen bei Einsatz in internationalen Organisationen  

(Art. 17 und 18 Abs. 2 BPG)

Zur För­de­rung des Ein­sat­zes von An­ge­stell­ten in in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen ins­be­son­de­re fol­gen­de Leis­tun­gen er­bracht wer­den:

a.
Ge­wäh­rung von be­zahl­tem, teil­wei­se be­zahl­tem oder un­be­zahl­tem Ur­laub von bis zu fünf Jah­ren Dau­er;
b.
Über­nah­me von aus­ser­or­dent­li­chen Kos­ten, die mit dem Ein­satz der An­ge­stell­ten bei in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­sam­men­hän­gen, so­weit die­se nicht durch ent­spre­chen­de Leis­tun­gen der in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­ti­on ab­ge­gol­ten wer­den.

10a. Abschnitt: Berufliche Vorsorge71

71 Eingefügt durch Ziff. I der V des BGer vom 21. Aug. 2008, in Kraft seit 1. Juli 2008 (AS 2008 4299).

Art. 52a Versicherbarer Lohn  

(Art. 32g Abs. 5 BPG)

1 Bei PU­BLI­CA ver­si­chert wer­den im Rah­men der re­gle­men­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen der Lohn so­wie die Lohn­be­stand­tei­le nach An­hang 2 der BPV72.

2 Wird ei­ner an­ge­stell­ten Per­son nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 2 kei­ne Teue­rungs­zu­la­ge aus­ge­rich­tet oder wird ihr Lohn nach Ar­ti­kel 67 Ab­satz 2 oder 3 her­ab­ge­setzt, so bleibt der bis­he­ri­ge ver­sicher­ba­re Lohn bis zu dem Zeit­punkt un­ver­än­dert, in dem die Teue­rungs­zu­la­ge wie­der aus­ge­rich­tet wird oder der Lohn­an­spruch bei Krank­heit oder Un­fall er­lischt.

3 ...73

4 Im Fall von Mass­nah­men bei Um­struk­tu­rie­run­gen nach Ar­ti­kel 77 be­stimmt sich der ver­sicher­ba­re Lohn nach dem So­zi­al­plan. V des BGe­rV des BGer vom

72 SR 172.220.111.3

73 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

Art. 52b Meldung  

Der ver­sicher­ba­re Lohn wird PU­BLI­CA vom Per­so­nal­dienst des Bun­des­ge­richts als mass­ge­ben­der Lohn ge­mel­det.

Art. 52c Beteiligung am Einkauf  

(Art. 32 Bst. a BPG)

Der Ar­beit­ge­ber kann sich zu­las­ten der Per­so­nal­kre­di­te am re­gle­men­ta­ri­schen Ein­kauf be­tei­li­gen, so­fern bei Neu­an­stel­lun­gen der Vor­sor­ge­schutz ge­mes­sen an der Funk­ti­on und der Qua­li­fi­ka­ti­on der an­zu­stel­len­den Per­son als un­an­ge­mes­sen ge­ring er­scheint.

Art. 52d Versicherungsschutz während des Urlaubs  

(Art. 17 und 31 Abs. 5 BPG)

1 Wäh­rend ei­nes un­be­zahl­ten oder teil­wei­se be­zahl­ten Ur­laubs bleibt der Ver­si­che­rungs­schutz wäh­rend min­des­tens zwei Mo­na­ten un­ver­än­dert.

2 Wird ein un­be­zahl­ter oder teil­wei­se be­zahl­ter Ur­laub von mehr als zwei Mo­na­ten ge­währt, so ver­ein­bart der Ar­beit­ge­ber mit der an­ge­stell­ten Per­son vor Ur­laubs­an­tritt, ob und wie die Ver­si­che­rung und die Bei­trags­pflicht ab dem drit­ten Ur­laubs­mo­nat wei­ter­be­ste­hen sol­len.

3 Wer­den ab dem drit­ten Ur­laubs­mo­nat die Ar­beit­ge­ber­bei­trä­ge oder die Ri­si­ko­prä­mie nicht mehr über­nom­men, so mel­det der Ar­beit­ge­ber den Ur­laub PU­BLI­CA. Die an­ge­stell­te Per­son kann den bis­he­ri­gen Ver­si­che­rungs­schutz auf­recht­er­hal­ten, in­dem sie nebst den ei­ge­nen Sp­ar­bei­trä­gen auch die Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers und die Ri­si­ko­prä­mie be­zahlt, oder die Ver­si­che­rung auf die Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät be­schrän­ken.

4 Die wäh­rend des Ur­laubs von der an­ge­stell­ten Per­son ge­schul­de­ten Bei­trä­ge wer­den ihr nach der Wie­der­auf­nah­me der Ar­beit vom Lohn ab­ge­zo­gen.

Art. 52dbis Weiterführung der Vorsorge nach Lohnreduktion 74  

1 Wird der ver­sicher­ba­re Lohn ei­ner an­ge­stell­ten Per­son nach dem 58. Al­ters­jahr um höchs­tens die Hälf­te re­du­ziert, so kann auf ihr Ver­lan­gen die Vor­sor­ge für den bis­he­ri­gen Ver­si­che­rungs­schutz auf­recht­er­hal­ten wer­den (Art. 33a des BG vom 25. Ju­ni 198275 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge; BVG), in­dem sie ne­ben den ei­ge­nen Sp­ar­bei­trä­gen auch die Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers und die Ri­si­ko­prä­mie auf dem der Lohn­re­duk­ti­on ent­spre­chen­den An­teil des bis­he­ri­gen ver­si­cher­ten Ver­diens­tes be­zahlt.

2 Bei ge­ne­rel­len Lohnan­pas­sun­gen, na­ment­lich bei Re­al­lohn­er­hö­hun­gen und ge­ne­rel­len Ein­rei­hungs­kor­rek­tu­ren, ver­än­dern sich die be­zahl­ten Bei­trä­ge auf dem der Lohn­re­duk­ti­on ent­spre­chen­den An­teil nicht.

3 Wird der Lohn im In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers re­du­ziert, so kann die­ser sich zu­las­ten der Per­so­nal­kre­di­te bis höchs­tens zur Hälf­te an den Sp­ar­bei­trä­gen und an der Ri­si­ko­prä­mie für die Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge be­tei­li­gen. Die Kos­ten­be­tei­li­gung kann be­fris­tet wer­den.

74 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 17. Jan. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2011 639).

75 SR 831.40

Art. 52dter Weiterführung der Vorsorge nach Vollendung des
65. Altersjahres
76  

Ver­ein­ba­ren der Ar­beit­ge­ber und die an­ge­stell­te Per­son ei­ne Fort­set­zung des An­stel­lungs­ver­hält­nis­ses über das 65. Al­ters­jahr hin­aus, so kann auf Ver­lan­gen der an­ge­stell­ten Per­son ih­re Al­ters­vor­sor­ge bis zum En­de der Er­werbs­tä­tig­keit, höchs­tens je­doch bis zur Vollen­dung des 70. Al­ters­jah­res wei­ter­ge­führt wer­den (Art. 33b BVG77). In die­sem Fall fi­nan­ziert der Ar­beit­ge­ber die Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers.

76 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 17. Jan. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2011 639).

77 SR 831.40

Art. 52e Berufsinvalidität  

(Art. 32j Abs. 2 BPG)

1 Die zu­stän­di­ge Stel­le be­an­tragt bei PU­BLI­CA die Aus­rich­tung ei­ner Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung für an­ge­stell­te Per­so­nen, wenn:78

a.
sie das 50. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben;
b.
der ärzt­li­che Dienst auf An­trag des Ar­beit­ge­bers fest­stellt, dass sie aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den nicht oder nur noch teil­wei­se fä­hig sind, ih­re bis­he­ri­ge oder ei­ne an­de­re zu­mut­ba­re Be­schäf­ti­gung aus­zuü­ben;
c.
ein rechts­kräf­ti­ger Ent­scheid der zu­stän­di­gen IV-Stel­le vor­liegt, wo­nach kein An­spruch oder nur ein Teil­an­spruch auf ei­ne Ren­te be­steht; und
d.
Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 oh­ne ihr Ver­schul­den er­folg­los ge­blie­ben sind.

2 Die Ein­zel­hei­ten des An­spruchs auf die Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung so­wie de­ren Art und Hö­he wer­den im Vor­sor­ge­re­gle­ment für die An­ge­stell­ten und Ren­ten­be­zie­hen­den des Vor­sor­ge­werks des Bun­des (VRAB) ge­re­gelt.

78 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 52f Überbrückungsrente  

(Art. 32k Abs. 2 BPG)

1 Be­zieht ei­ne Per­son ei­ne gan­ze oder hal­be Über­brückungs­ren­te nach dem VRAB, so über­nimmt der Ar­beit­ge­ber einen Teil der Kos­ten zur Fi­nan­zie­rung der ef­fek­tiv be­zo­ge­nen Über­brückungs­ren­te. Die Hö­he der Ar­beit­ge­ber­be­tei­li­gung rich­tet sich nach An­hang 1 der BPV79.

2 Kein An­spruch auf die Ar­beit­ge­ber­be­tei­li­gung be­steht, wenn das Ar­beits­ver­hält­nis un­mit­tel­bar vor dem Al­ters­rück­tritt we­ni­ger als fünf Jah­re ge­dau­ert hat.

11. Abschnitt: Übrige Pflichten des Personals

Art. 53 Wohnort  

(Art. 21 Abs. 1 Bst. a und Art. 24 Abs. 2 Bst. a BPG)

1 Die An­ge­stell­ten müs­sen das Ge­richt in an­ge­mes­se­ner Zeit er­rei­chen kön­nen.

2 Der Chef des Haus­diens­tes und sein Stell­ver­tre­ter sind ver­pflich­tet, in der zu­ge­wie­se­nen Woh­nung zu woh­nen.

Art. 54 Dienstwohnung  

(Art. 21 Abs. 1 Bst. b BPG)

Die Grund­sät­ze des EFD be­tref­fend die Nut­zung von Dienst­woh­nun­gen und die Ent­schä­di­gun­gen wer­den sinn­ge­mä­ss an­ge­wen­det.

Art. 55 Nebenbeschäftigung  

(Art. 23 BPG)

1 Öf­fent­li­che Äm­ter und an­de­re Tä­tig­kei­ten, die An­ge­stell­te aus­ser­halb ih­res Ar­beits­ver­hält­nis­ses mit dem Bun­des­ge­richt aus­üben, be­dür­fen ei­ner Be­wil­li­gung, wenn sie:

a.
ge­gen Ent­gelt aus­ge­übt wer­den oder
b.
die An­ge­stell­ten in ei­nem Um­fang be­an­spru­chen, der ih­re Leis­tungs­fä­hig­keit im Ar­beits­ver­hält­nis mit dem Bun­des­ge­richt ver­min­dern kann, oder
c.
auf Grund ih­rer Art die Ge­fahr ei­nes Kon­flik­tes mit den dienst­li­chen In­te­res­sen mit sich brin­gen.

2 Für öf­fent­li­che Äm­ter so­wie Tä­tig­kei­ten im In­ter­es­se des Ge­richts kann be­zahl­ter Ur­laub bis zu ma­xi­mal 15 Ta­gen ge­währt wer­den.

3 Teil­zeit­be­schäf­tig­te be­dür­fen ei­ner Be­wil­li­gung nur nach Mass­ga­be von Ab­satz 1 Buch­sta­be b und c.

4 Die An­ge­stell­ten in­for­mie­ren das zu­stän­di­ge Or­gan über Tat­sa­chen, wel­che die Be­wil­li­gungs­pflicht be­grün­den kön­nen.

Art. 56 Ablieferungspflicht  

(Art. 21 Abs. 2 BPG)

1 Zu­satzein­kom­men aus Ne­ben­be­schäf­ti­gun­gen kön­nen in der Be­wil­li­gung teil­wei­se ab­lie­fe­rungs­pflich­tig er­klärt wer­den.

2 Hat der Bund an der Aus­übung ei­ner Tä­tig­keit zu Guns­ten Drit­ter ein we­sent­li­ches In­ter­es­se, so kön­nen die An­ge­stell­ten von der Ab­lie­fe­rungs­pflicht ganz oder teil­wei­se be­freit wer­den.

Art. 57 Vorteilsannahme  

(Art. 21 Abs. 3 BPG)

1 Nicht als Ge­schen­ke oder sons­ti­ge Vor­tei­le im Sin­ne von Ar­ti­kel 21 Ab­satz 3 BPG gel­ten ge­ring­fü­gi­ge, so­zi­al üb­li­che Vor­tei­le, ins­be­son­de­re sol­che, die bei of­fi­zi­el­len Be­su­chen ge­macht wer­den.

2 In Zwei­fels­fäl­len klä­ren die An­ge­stell­ten die Zu­läs­sig­keit der An­nah­me von Vor­tei­len zu­sam­men mit ih­ren Vor­ge­setz­ten ab.

Art. 58 Berufs- und Amtsgeheimnis  

(Art. 22 BPG)

1 Die An­ge­stell­ten sind zur Ver­schwie­gen­heit über be­ruf­li­che und ge­richt­li­che An­ge­le­gen­hei­ten ver­pflich­tet, die nach ih­rer Na­tur oder ge­mä­ss spe­zi­al­ge­setz­li­cher Vor­schrift ge­heim zu hal­ten sind.

2 Die Pflicht zur Wah­rung des Amts- und Be­rufs­ge­heim­nis­ses bleibt auch nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses be­ste­hen.

3 Die An­ge­stell­ten dür­fen sich als Par­tei, Zeu­gen, Aus­kunfts­per­so­nen oder ge­richt­li­che Sach­ver­stän­di­ge über Wahr­neh­mun­gen, die sie auf­grund ih­rer Auf­ga­ben oder in Aus­übung ih­rer Funk­ti­on ge­macht ha­ben und die sich auf ih­re dienst­li­chen Auf­ga­ben be­zie­hen, nur äus­sern, wenn die zu­stän­di­ge Stel­le nach Ar­ti­kel 84 und 85 sie schrift­lich da­zu er­mäch­tigt hat. Kei­ne Er­mäch­ti­gung ist er­for­der­lich, wenn die Aus­sa­gen Tat­sa­chen be­tref­fen, die ei­ne An­zei­ge- oder Mel­de­pflicht der An­ge­stell­ten nach Ar­ti­kel 302 der Straf­pro­zess­ord­nung80 oder nach Ar­ti­kel 22a Ab­sät­ze 1 und 2 BPG be­grün­den.81

4 Vor­be­hal­ten blei­ben Ar­ti­kel 150−156 in Ver­bin­dung mit Ar­ti­kel 162 Ab­satz 1 Buch­sta­be c des Par­la­ments­ge­set­zes vom 13. De­zem­ber 200282.83

80 SR 312.0

81 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

82 SR 171.10

83 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 5984  

84 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

12. Abschnitt: Verletzung der arbeitsrechtlichen Pflichten

Art. 60 Administrativuntersuchung  

(Art. 25 BPG)

1 Mit der Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung wird ab­ge­klärt, ob ein Sach­ver­halt vor­liegt, der im öf­fent­li­chen In­ter­es­se ein Ein­schrei­ten von Am­tes we­gen er­for­dert.

2 Die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung rich­tet sich nicht ge­gen be­stimm­te Per­so­nen.

3 Die Ad­mi­nis­tra­ti­vun­ter­su­chung wird durch Un­ter­su­chungs­or­ga­ne ge­führt, die nicht im be­tref­fen­den Auf­ga­ben­be­reich tä­tig sind. Mit der Un­ter­su­chung kön­nen aus­ser­halb des Ge­richts ste­hen­de Per­so­nen be­traut wer­den.

4 Das Ver­fah­ren rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach dem Bun­des­ge­setz über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren vom 20. De­zem­ber 196885.

Art. 61 Disziplinarische Untersuchungen  

(Art. 25 BPG)

1 Bei der Er­öff­nung der Dis­zi­pli­nar­un­ter­su­chung wird die Per­son be­zeich­net, die mit der Un­ter­su­chung be­auf­tragt wird. Mit der Un­ter­su­chung kön­nen aus­ser­halb des Ge­richts ste­hen­de Per­so­nen be­traut wer­den.

2 Das ers­tin­stanz­li­che Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren rich­tet sich nach dem Bun­des­ge­setz über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren vom 20. De­zem­ber 196886.

3 En­det das Ar­beits­ver­hält­nis, so fällt das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren da­hin.

4 Führt die Ver­let­zung ar­beits­recht­li­cher Pflich­ten gleich­zei­tig zu ei­ner Dis­zi­pli­nar­un­ter­su­chung und zu ei­nem straf­recht­li­chen Ver­fah­ren, so wird der Ent­scheid über die dis­zi­pli­na­ri­sche Mass­nah­me bis zur Be­en­di­gung des straf­recht­li­chen Ver­fah­rens auf­ge­scho­ben. Aus wich­ti­gen Grün­den kann aus­nahms­wei­se vor Be­en­di­gung des straf­recht­li­chen Ver­fah­rens über die dis­zi­pli­na­ri­sche Mass­nah­me ent­schie­den wer­den.

Art. 62 Disziplinarmassnahmen  

(Art. 25 BPG)

1 Dis­zi­plin­ar­mass­nah­men kön­nen nur nach ei­ner Un­ter­su­chung aus­ge­spro­chen wer­den.

2 Ge­gen An­ge­stell­te, die ih­re ar­beits­recht­li­chen Pflich­ten schuld­haft ver­let­zen, kön­nen fol­gen­de Dis­zi­plin­ar­mass­nah­men er­grif­fen wer­den:

a.
Ver­war­nung;
b.87
...
c.
Än­de­rung des Auf­ga­ben­krei­ses.

3 Ge­gen An­ge­stell­te, die ih­re ar­beits­recht­li­chen Pflich­ten vor­sätz­lich oder grob­fahr­läs­sig ver­let­zen, kön­nen zu­dem fol­gen­de Dis­zi­plin­ar­mass­nah­men er­grif­fen wer­den:

a.
Lohn­kür­zung von höchs­tens 10 % wäh­rend längs­tens ei­nes Jah­res;
b.
Bus­se bis zu ei­nem Fünf­tel ei­nes mo­nat­li­chen Brut­to­loh­nes;
c.88
Än­de­rung der Ar­beits­zeit.

87 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

88 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 63 Verjährung  

(Art. 25 BPG)

1 Die dis­zi­pli­na­ri­sche Ver­ant­wort­lich­keit der An­ge­stell­ten ver­jährt ein Jahr nach Ent­de­ckung der Ver­let­zung der ar­beits­recht­li­chen Pflich­ten, auf al­le Fäl­le drei Jah­re nach der letz­ten Ver­let­zung die­ser Pflich­ten.

2 Die Ver­jäh­rung ruht, so­lan­ge we­gen des näm­li­chen Tat­be­stan­des ein Straf­ver­fah­ren durch­ge­führt wird oder so­lan­ge über Rechts­mit­tel noch nicht ent­schie­den ist, die im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren er­grif­fen wor­den sind.

Art. 64 Haftung der Angestellten  

(Art. 25 BPG)

Die Haf­tung der An­ge­stell­ten für Scha­den, den sie dem Bund oder ei­nem Drit­ten zu­fü­gen, so­wie das Ver­fah­ren zur Gel­tend­ma­chung die­ses Scha­dens rich­ten sich nach dem Ver­ant­wort­lich­keits­ge­setz vom 14. März 195889.

Art. 65 Strafrechtliche Verantwortlichkeit  

(Art. 25 BPG)

1 Wenn bei ei­ner Ver­let­zung der ar­beits­recht­li­chen Pflich­ten zu­gleich der Tat­be­stand ei­ner straf­ba­ren Hand­lung nach ei­nem eid­ge­nös­si­schen oder kan­to­na­len Straf­ge­setz in Be­tracht kommt, so sind die Ak­ten mit den Ein­ver­nah­me­pro­to­kol­len der Bun­des­an­walt­schaft zu über­wei­sen.

2 Ist ge­gen ei­ne an­ge­stell­te Per­son ein Straf­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten, rich­tet sich das Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 7 der Ver­ord­nung vom 30. De­zem­ber 195890 zum Ver­ant­wort­lich­keits­ge­setz.

Art. 66 Freistellung vom Dienst  

(Art. 26 BPG)

1 Die an­ge­stell­te Per­son kann so­fort vor­sorg­lich vom Dienst ent­ho­ben oder in ei­ner an­dern Funk­ti­on ein­ge­setzt wer­den, na­ment­lich wenn:

a.
schwe­re Vor­komm­nis­se straf­recht­li­cher oder dis­zi­pli­na­ri­scher Na­tur fest­ge­stellt oder ver­mu­tet wer­den;
b.
wie­der­hol­te Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten er­wie­sen sind; oder
c.
ein lau­fen­des Ver­fah­ren be­hin­dert wird.

2 Zu­gleich kön­nen der Lohn und wei­te­re Leis­tun­gen ge­kürzt oder ge­stri­chen wer­den.

Art. 66a Freistellung nach Kündigung 91  

(Art. 25 BPG)

1 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis durch die zu­stän­di­ge Stel­le ge­kün­digt, so kann die­se die an­ge­stell­te Per­son von der Ar­beit frei­stel­len, so­fern das not­wen­di­ge Ver­trau­en nicht mehr vor­han­den ist.

2 Die an­ge­stell­te Per­son muss ein bei an­de­ren Ar­beit- oder Auf­trag­ge­bern er­ziel­tes Er­satzein­kom­men mel­den. Die­ses Ein­kom­men wird vom Lohn ab­ge­zo­gen.

91 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

13. Abschnitt: Massnahmen zu Gunsten des Personals

Art. 67 Lohnanspruch bei Krankheit und Unfall 92  

(Art. 29 BPG)

1 Bei Ar­beits­ver­hin­de­rung we­gen Krank­heit oder Un­fall be­zahlt der Ar­beit­ge­ber den vol­len Lohn nach den Ar­ti­keln 15 und 16 BPG wäh­rend zwölf Mo­na­ten.

2 Nach Ab­lauf die­ser Frist be­zahlt der Ar­beit­ge­ber wäh­rend zwölf Mo­na­ten 90 Pro­zent des Loh­nes. Die Sum­me des ge­kürz­ten Loh­nes darf nicht ge­rin­ger sein als die Leis­tun­gen der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung oder der Pen­si­ons­kas­se des Bun­des (PU­BLI­CA), auf die die an­ge­stell­te Per­son bei In­va­li­di­tät An­spruch hät­te.

3 Die Lohn­fort­zah­lung nach Ab­satz 2 kann in be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len bis zum Ab­schluss der me­di­zi­ni­schen Ab­klä­run­gen oder bis zur Aus­rich­tung ei­ner Ren­te, längs­tens aber um wei­te­re zwölf Mo­na­te wei­ter­ge­führt wer­den. Die fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen der In­va­li­den­ver­si­che­rung so­wie der PU­BLI­CA wer­den da­bei an­ge­rech­net.

4 Vor­aus­set­zung für die Leis­tun­gen nach den Ab­sät­zen 1–3 ist, dass ein Arzt­zeug­nis vor­liegt. Die zu­stän­di­ge Stel­le kann ei­ne Un­ter­su­chung durch einen Ver­trau­ens­arzt oder den ärzt­li­chen Dienst ver­an­las­sen.

5 Ist ei­ne an­ge­stell­te Per­son we­gen Krank­heit oder Un­fall an der Ar­beit ver­hin­dert und war sie in den zwölf Mo­na­ten vor dem Be­ginn die­ser Ab­we­sen­heit wäh­rend ins­ge­samt min­des­tens 30 Ta­gen we­gen Krank­heit oder Un­fall an der Ar­beit ver­hin­dert, so wird die Dau­er die­ser Ab­we­sen­heit an die Frist nach Ab­satz 1 an­ge­rech­net.

6 Ar­bei­tet ei­ne an­ge­stell­te Per­son nach Be­ginn der Ar­beits­ver­hin­de­rung zwi­schen­zeit­lich wie­der, so ver­län­gern sich die Fris­ten nach den Ab­sät­zen 1–3 um die An­zahl der Ta­ge, an de­nen die gan­ze täg­li­che Sol­l­ar­beits­zeit ge­leis­tet und die An­for­de­run­gen ge­mä­ss Stel­len­be­schrieb er­füllt wer­den.

7 Wird ei­ner an­ge­stell­ten Per­son nach Ar­ti­kel 18a Ab­satz 4 ge­kün­digt, so be­steht die Lohn­fort­zah­lungs­pflicht nach den Ab­sät­zen 1 und 2 so­lan­ge wei­ter, wie sie nach dem ge­kün­dig­ten Ar­beits­ver­hält­nis ge­dau­ert hät­te. Der Lohn nach dem neu­en Ar­beits­ver­hält­nis und die fi­nan­zi­el­len Leis­tun­gen der In­va­li­den­ver­si­che­rung so­wie der PU­BLI­CA wer­den da­bei an­ge­rech­net.

8 Nach Ab­lauf der Fris­ten nach den Ab­sät­zen 1–3 be­steht un­ab­hän­gig vom Wei­ter­be­ste­hen des Ar­beits­ver­hält­nis­ses kein An­spruch mehr auf Lohn.

9 Bei be­fris­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­sen en­det die Lohn­fort­zah­lung nach den Ab­sät­zen 1 und 2 spä­tes­tens mit dem En­de des Ar­beits­ver­hält­nis­ses.

92 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

Art. 67a Leistungen bei Krankheit und Unfall während Dienstreisen im Ausland 93  

(Art. 29 BPG)

Bei Krank­heit oder Un­fall wäh­rend Dienst­rei­sen im Aus­land über­nimmt der Ar­beit­ge­ber die von den pri­va­ten Ver­si­che­run­gen der an­ge­stell­ten Per­son nicht ge­deck­ten Kos­ten der­je­ni­gen Leis­tun­gen, die in der Schweiz im Rah­men des Bun­des­ge­set­zes vom 18. März 199494 über die Kran­ken­ver­si­che­rung und des Bun­des­ge­set­zes vom 20. März 198195 über die Un­fall­ver­si­che­rung rück­ver­gü­tet wer­den.

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

94 SR 832.10

95 SR 832.20

Art. 68 Kürzung des Lohnanspruchs  

(Art. 29 BPG)

1 Die So­zi­al­zu­la­gen wer­den auch wäh­rend der Lohn­fort­zah­lung nach Ar­ti­kel 67 Ab­sät­ze 2 und 3 un­ge­kürzt aus­ge­rich­tet; da­nach ent­fällt der An­spruch.

2 Die Kür­zung nach Ar­ti­kel 67 un­ter­bleibt, wenn die Ar­beit in­fol­ge ei­nes Be­rufs­un­falls oder ei­ner gleich­zu­set­zen­den Be­rufs­krank­heit aus­ge­setzt wer­den muss.

3 Der Lohn­an­spruch ist zu kür­zen oder zu ent­zie­hen, wenn ei­ne Krank­heit oder ein Un­fall ab­sicht­lich oder grob­fahr­läs­sig her­bei­ge­führt oder be­wusst ei­ne aus­ser­ge­wöhn­li­che Ge­fahr oder ein Wag­nis ein­ge­gan­gen wor­den ist.

4 Der Lohn­an­spruch kann ge­kürzt oder in schwe­ren Fäl­len ent­zo­gen wer­den, wenn die an­ge­stell­te Per­son oh­ne trif­ti­gen Grund ih­re Mit­wir­kung an den Ein­glie­de­rungs­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 4 ver­wei­gert.96

96 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 69 Anrechnung von Leistungen der Sozialversicherungen auf den Lohn  

(Art. 29 Abs. 3 BPG)

1 Auf den Lohn­an­spruch bei Krank­heit und Un­fall wer­den Leis­tun­gen der Mi­li­tär­ver­si­che­rung, der Schwei­ze­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rungs­an­stalt (SU­VA) oder ei­ner an­dern ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung an­ge­rech­net. Die Ren­ten und Tag­gel­der der In­va­li­den­ver­si­che­rung wer­den so­weit an­ge­rech­net, als die­se zu­sam­men mit dem Lohn, ein­sch­liess­lich der an­ge­rech­ne­ten Leis­tun­gen der Mi­li­tär­ver­si­che­rung, der SU­VA oder ei­ner an­dern ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung den un­ge­kürz­ten An­spruch über­stei­gen.

2 Der An­spruch ist nach den Grund­sät­zen des je­wei­li­gen Ver­si­che­rungs­trä­gers zu kür­zen, wenn sich die Per­son auf Kos­ten der Mi­li­tär­ver­si­che­rung, der SU­VA oder ei­ner an­dern ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung oder der In­va­li­den­ver­si­che­rung in ei­ner Heil­an­stalt auf­hält.

Art. 70 Militär-, Zivilschutz- und ziviler Ersatzdienst  

(Art. 29 Abs. 1 BPG)

1 Bei Ar­beits­aus­set­zung we­gen ob­li­ga­to­ri­schen schwei­ze­ri­schen Mi­li­tär- und Zi­vil­schutz­diens­tes und wäh­rend der Dau­er des zi­vi­len Er­satz­diens­tes wird der un­ge­kürz­te Lohn aus­ge­rich­tet. Die ge­setz­li­chen Er­werbs­aus­fall­ent­schä­di­gun­gen fal­len an den Ar­beit­ge­ber.

2 Wird wäh­rend der Dienst­leis­tung ei­ne Sold­zu­la­ge be­zo­gen, wird der Lohn um den ent­spre­chen­den Be­trag ge­kürzt.

3 Für die Dau­er der Grund­aus­bil­dung kann der Lohn, so­weit er die Hö­he der Er­werbs­aus­fall­ent­schä­di­gung über­steigt, zu­rück­ge­for­dert wer­den, wenn die An­stel­lung we­ni­ger als vier Jah­re ge­dau­ert hat.

4 Bei frei­wil­li­ger Dienst­leis­tung kann der Lohn wäh­rend höchs­tens 10 Ar­beits­ta­gen pro Jahr aus­ge­rich­tet wer­den.

5 Die So­zi­al­zu­la­gen wer­den un­ge­kürzt aus­ge­rich­tet.

Art. 71 Lohnfortzahlung bei Mutterschaft  

(Art. 29 Abs. 1 BPG)

1 Bei Ar­beits­aus­set­zung we­gen Mut­ter­schaft wer­den der An­ge­stell­ten wäh­rend vier Mo­na­ten der vol­le Lohn und die So­zi­al­zu­la­gen aus­ge­rich­tet.97

2 Auf Wunsch kann die Ar­beit ma­xi­mal einen Mo­nat vor der er­rech­ne­ten Nie­der­kunft aus­ge­setzt wer­den.

3 Im Ein­ver­neh­men mit dem zu­stän­di­gen Dienst kann die Mit­ar­bei­te­rin die Hälf­te des Mut­ter­schafts­ur­laubs in Form ei­ner Re­duk­ti­on des ver­ein­bar­ten Be­schäf­ti­gungs­gra­des be­zie­hen. Ar­bei­tet der Va­ter des Kin­des eben­falls beim Bun­des­ge­richt, kön­nen die El­tern die­se Ar­beits­zeit­re­duk­ti­on un­ter sich auf­tei­len.

97 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 71a Reduktion des Beschäftigungsgrads nach der Geburt oder Adoption 98  

1 Die El­tern ha­ben ab der Ge­burt ih­res Kin­des oder nach der Ad­op­ti­on ei­nes Kin­des An­spruch auf ei­ne Re­duk­ti­on des Be­schäf­ti­gungs­grads um höchs­tens 20 Pro­zent, so­fern kei­ne or­ga­ni­sa­to­ri­schen Än­de­run­gen nö­tig sind. Der Be­schäf­ti­gungs­grad darf da­bei nicht un­ter 60 Pro­zent fal­len.

2 Der An­spruch auf Re­duk­ti­on des Be­schäf­ti­gungs­grads ist in­ner­halb von 12 Mo­na­ten nach der Ge­burt oder der Ad­op­ti­on gel­tend zu ma­chen.

3 Die Ar­beit mit re­du­zier­tem Be­schäf­ti­gungs­grad be­ginnt spä­tes­tens am ers­ten Tag nach Ab­lauf der zwölf­mo­na­ti­gen Frist ge­mä­ss Ab­satz 2 und gilt un­be­fris­tet.

98 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 72 Lohnfortzahlung bei Adoption  

(Art. 17 Abs. 4 BPG)99

1 Bei Ar­beits­aus­set­zung we­gen Auf­nah­me von Klein­kin­dern zur Pfle­ge und Er­zie­hung zwecks spä­te­rer Ad­op­ti­on wird der Lohn wäh­rend zwei­er Mo­na­te aus­ge­rich­tet.100

2 Ar­bei­ten bei­de Ad­op­tiv­el­tern beim Bund, so be­steht der An­spruch nur für einen El­tern­teil. Sie kön­nen die zwei­mo­na­ti­ge Ar­beits­aus­set­zung nach ei­ge­nem Er­mes­sen auf­tei­len.101

3 Kan­to­na­le Re­ge­lun­gen blei­ben vor­be­hal­ten.102

99 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

100 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

101 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

102 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 73 Lohnfortzahlung im Todesfall  

(Art. 29 Abs. 2 BPG)

1 Im To­des­fall er­hal­ten die Hin­ter­blie­be­nen einen Nach­ge­nuss des Loh­nes in der Hö­he ei­nes Sechs­tels des Jah­res­loh­nes.

2 In glei­chem Mas­se wird die Zu­la­ge für Ver­wandt­schafts­un­ter­stüt­zung nach Ar­ti­kel 36b aus­ge­rich­tet.103

103 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5957).

Art. 74 Leistungen bei Berufsunfall  

(Art. 29 Abs. 1 BPG)

Die Leis­tun­gen bei Be­rufs­un­fall rich­ten sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 63 BPV104.

Art. 75 Ersatz von Schäden  

(Art. 18 Abs. 2 BPG)

1 Dem an Kon­fe­ren­zen oder ähn­li­che An­läs­se ins Aus­land ent­sand­ten Per­so­nal, das oh­ne Ver­schul­den ei­ne Ver­mö­gen­sein­bus­se er­lit­ten hat, kann ei­ne Ent­schä­di­gung ge­währt wer­den.

2 Die Ent­schä­di­gung wird im Ein­ver­neh­men mit dem EFD ge­re­gelt.

Art. 76 Verjährung  

(Art. 34 BPG)

Die Ver­jäh­rungs­fris­ten für An­sprü­che aus dem Ar­beits­ver­hält­nis rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 127 und 128 OR105.

105 SR 220

14. Abschnitt: Umstrukturierungen 106

106 Fassung gemäss Ziff. I der V des BGer vom 24. Juni 2013, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2013 2453).

Art. 77 Massnahmen bei Umstrukturierungen und Reorganisationen 107  

(Art. 10, 19 und 31 BPG)108

1 Um­struk­tu­rie­run­gen und Re­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­den so­zi­al­ver­träg­lich um­ge­setzt.109

2 Fol­gen­de Mass­nah­men ha­ben ge­gen­über der Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses Vor­rang:

a.110
die Wei­ter­be­schäf­ti­gung der An­ge­stell­ten an ei­ner zu­mut­ba­ren an­de­ren Stel­le;
b.111
...
c.
die Um­schu­lung und die be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dung;
d.
die vor­zei­ti­ge Pen­sio­nie­rung.

3 An­ge­stell­te, die vor­aus­sicht­lich nicht mehr in der Ver­wal­tungs­ein­heit wei­ter­be­schäf­tigt wer­den kön­nen, müs­sen spä­tes­tens sechs Mo­na­te vor ei­ner all­fäl­li­gen Kün­di­gung dar­über in­for­miert wer­den.112

4 Die An­ge­stell­ten un­ter­stüt­zen die Be­mü­hun­gen des Ar­beit­ge­bers. Sie ar­bei­ten ak­tiv an den ein­ge­lei­te­ten Mass­nah­men mit und ent­wi­ckeln Ei­genini­tia­ti­ve, ins­be­son­de­re bei der Su­che nach ei­ner neu­en An­stel­lung.

5 Zu­stän­dig für die Aus­ar­bei­tung und Un­ter­zeich­nung des So­zi­al­pla­nes mit den So­zi­al­part­nern ist die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on.113

107 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

108 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

109 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453). Die Be­rich­ti­gung vom 29. Jan. 2019 be­trifft nur den fran­zö­si­schen Text (AS 2019 419).

110 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

111 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

112 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

113 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Mai 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2995).

Art. 78 Leistungen bei vorzeitiger Pensionierung im Rahmen von Umstrukturierungen und Reorganisationen 114  

(Art. 31 Abs. 5 BPG)115

1 Im Rah­men von Um­struk­tu­rie­run­gen und Re­or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen An­ge­stell­te frü­he­s­tens ab dem vollen­de­ten 55. Al­ters­jahr vor­zei­tig pen­sio­niert wer­den, so­fern die­se nicht ei­ne zu­mut­ba­re an­de­re Stel­le ab­ge­lehnt ha­ben:116

a.
wenn ih­re Stel­le auf­ge­ho­ben wird;
b.
wenn ihr Auf­ga­ben­ge­biet stark ver­än­dert wird; oder
c.
im Rah­men ei­ner So­li­da­ri­täts­ak­ti­on mit jün­ge­ren An­ge­stell­ten, de­ren Stel­le auf­ge­ho­ben wird.

2 Ist die an­ge­stell­te Per­son im Zeit­punkt ih­rer vor­zei­ti­gen Pen­sio­nie­rung 55‒62 Jah­re alt, so er­hält sie die Al­ters­ren­te, die ihr im Fal­le ei­ner Pen­sio­nie­rung bei Vollen­dung des 63. Al­ters­jah­res zu­stün­de, so­wie ei­ne vom Ar­beit­ge­ber voll­stän­dig fi­nan­zier­te Über­brückungs­ren­te.117

2bis Ist die an­ge­stell­te Per­son in die­sem Zeit­punkt min­des­tens 63 Jah­re alt, so er­hält sie ne­ben ih­rer re­gle­men­ta­ri­schen Al­ters­ren­te die vom Ar­beit­ge­ber voll­stän­dig fi­nan­zier­te Über­brückungs­ren­te.118

3 Das Ge­richt er­stat­tet der PU­BLI­CA den nicht fi­nan­zier­ten Teil der Leis­tun­gen nach den Ab­sät­zen 2 und 2bis im Zeit­punkt des vor­zei­ti­gen Aus­schei­dens der An­ge­stell­ten zu­rück.119

4 In Här­te­fäl­len kön­nen wei­te­re Leis­tun­gen er­bracht wer­den.

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

115 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

116 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

117 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

118 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

119 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

Art. 78a Leistungen bei einvernehmlicher Auflösung des Arbeitsverhältnisses 120  

(Art. 19 Abs. 3 und 31 Abs. 5 BPG)

Der Ar­beit­ge­ber kann der an­ge­stell­ten Per­son, die das 60. Al­ters­jahr vollen­det hat, die Leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 78 auch dann er­brin­gen, wenn:

a.
das Ar­beits­ver­hält­nis aus be­trieb­li­chen oder per­so­nal­po­li­ti­schen Grün­den ein­ver­nehm­lich auf­ge­löst wird; und
b.
kein Kün­di­gungs­grund nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 oder 4 BPG vor­liegt.

120 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

15. Abschnitt: Mitwirkung und Sozialpartnerschaft

Art. 79 Sozialpartnerschaft 121  

(Art. 33 BPG)

1 Die Mit­spra­che und die Mit­wir­kung der So­zi­al­part­ner in per­so­nal­re­le­van­ten An­ge­le­gen­hei­ten, ins­be­son­de­re bei Um­struk­tu­rie­run­gen, wer­den vor al­lem durch früh­zei­ti­ge und um­fas­sen­de In­for­ma­ti­on, durch Ge­le­gen­heit zur Stel­lung­nah­me und wenn nö­tig durch Ver­hand­lun­gen ge­währ­leis­tet.

2 Die So­zi­al­part­ner wer­den in al­len wich­ti­gen Per­so­nal­an­ge­le­gen­hei­ten recht­zei­tig und um­fas­send in­for­miert und min­des­tens im Um­fang von Ar­ti­kel 33 Ab­satz 2 BPG kon­sul­tiert.

3 Als So­zi­al­part­ner des Bun­des­ge­richts gel­ten die an­er­kann­ten Bun­des­per­so­nal­ver­bän­de.

4 Über­nimmt das Bun­des­ge­richt im We­sent­li­chen ei­ne Re­ge­lung der all­ge­mei­nen Bun­des­ver­wal­tung, so be­schrän­ken sich In­for­ma­ti­on und Kon­sul­ta­ti­on auf die Per­so­nal­de­le­ga­ti­on des Bun­des­ge­richts.

121 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 24. Mai 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2995).

Art. 80 Personaldelegation  

(Art. 33 Abs. 4 BPG)

1 Um die Zu­sam­men­ar­beit zu för­dern, wird ei­ne Per­so­nal­de­le­ga­ti­on ge­wählt.

2 Die Tä­tig­keit der Per­so­nal­de­le­ga­ti­on ist grund­sätz­lich be­ra­ten­der Na­tur. Die Be­ra­tung er­folgt zu­han­den der zu­stän­di­gen Ver­wal­tungs­or­ga­ne. Die Per­so­nal­de­le­ga­ti­on äus­sert sich zu:

a.
Per­so­nal­fra­gen im All­ge­mei­nen und be­tref­fend be­stimm­te Per­so­nal­ka­te­go­ri­en;
b.
be­trieb­li­chen Ver­ein­fa­chun­gen und Ver­bes­se­run­gen so­wie bau­li­chen Mass­nah­men;
c.
Ge­sund­heits- und Aus­bil­dungs­fra­gen.
Art. 80a Schlichtungskommission gemäss Gleichstellungsgesetz 122  

1 Die Schlich­tungs­kom­mis­si­on ge­mä­ss dem Gleich­stel­lungs­ge­setz vom 24. März 1995123 be­steht aus vier Mit­glie­dern. Sie zählt gleich vie­le Frau­en wie Män­ner.

2 Der Ar­beit­ge­ber wird durch zwei wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter des Ge­ne­ral­se­kre­ta­ria­tes un­ter­schied­li­chen Ge­schlechts ver­tre­ten. Die Per­so­nal­de­le­ga­ti­on be­zeich­net zwei Mit­glie­der, da­von min­des­tens ei­nes aus ih­rer Mit­te und min­des­tens einen Ge­richts­schrei­ber. Der Vor­sitz wird vom Per­so­nal­chef aus­ge­übt.

3 Für das Ver­fah­ren sind die Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 10. De­zem­ber 2004124 über die Schlich­tungs­kom­mis­si­on Gleich­stel­lungs­ge­setz sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

122 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

123 SR 151.1

124 SR 172.327.1

15a. Abschnitt: Datenschutz125

125 Eingefügt durch Ziff. I der V des BGer vom 17. Aug. 2012, in Kraft seit 17. Aug. 2012 (AS 2012 5413).

Art. 80b Schutz von Personendaten 126  

(Art. 27 BPG)

Für die Be­ar­bei­tung der Per­so­nen­da­ten von Be­wer­bern, An­ge­stell­ten und ehe­ma­li­gen An­ge­stell­ten des Bun­des­ge­richts sind un­ter Vor­be­halt der ab­wei­chen­den Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts die Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 22. No­vem­ber 2017127 über den Schutz von Per­so­nen­da­ten des Bun­des­per­so­nals sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

126 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

127 SR 172.220.111.4

Art. 80c Aufbewahrung, Archivierung und Vernichtung 128  

1 Die in Pa­pier­form ein­ge­reich­ten Be­wer­bungs­dos­siers wer­den den ab­ge­wie­se­nen Be­wer­bern zu­rück­ge­sen­det. Die üb­ri­gen Da­ten wer­den, mit Aus­nah­me des Be­wer­bungs­schrei­bens, spä­tes­tens drei Jah­re nach Ab­schluss des Be­wer­bungs­ver­fah­rens ver­nich­tet. Be­son­de­re Ver­ein­ba­run­gen mit den Be­wer­bern blei­ben vor­be­hal­ten.

2 Die Per­so­nal­dos­siers, in­klu­si­ve die Leis­tungs­be­ur­tei­lun­gen und die ge­stützt dar­auf ge­fäll­ten Ent­schei­de so­wie die Er­geb­nis­se von Per­sön­lich­keits­tests und Po­ten­zi­al­be­ur­tei­lun­gen, wer­den bis zehn Jah­re nach der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses auf­be­wahrt. An­sch­lies­send wer­den sie ver­nich­tet, so­weit sie nicht mehr be­nö­tigt wer­den und sie nicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 der Ver­ord­nung des Bun­des­ge­richts vom 27. Sep­tem­ber 1999129 zum Ar­chi­vie­rungs­ge­setz ar­chi­vie­rungs­wür­dig sind.

128 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 18. Dez. 2018, in Kraft seit 1. März 2019 (AS 2019 619).

129 SR 152.21

Art. 80d Benutzung der elektronischen Infrastruktur  

(Art. 25b Abs. 2 BGG130)

Für die Be­nut­zung der elek­tro­ni­schen In­fra­struk­tur sind die Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 22. Fe­bru­ar 2012131 über die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, die bei der Nut­zung der elek­tro­ni­schen In­fra­struk­tur des Bun­des an­fal­len, sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

130 Bun­des­ge­richts­ge­setz vom 17. Ju­ni 2005 (SR 173.110)

131 SR 172.010.442

Art. 80e Datenschutzbeauftragter  

(Art. 11a DSG und Art. 23 VDSG)

1 Der Da­ten­schutz­be­auf­trag­te des Bun­des­ge­richts ist:

a.
Da­ten­schutz­ver­ant­wort­li­cher im Sin­ne von Ar­ti­kel 11a Ab­satz 5 Buch­sta­be e des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 1992132 über den Da­ten­schutz (DSG) so­wie Ar­ti­kel 12a und 12b der Ver­ord­nung vom 14. Ju­ni 1993133 zum Bun­des­ge­setz über den Da­ten­schutz (VDSG);
b.
Da­ten­schutz­be­ra­ter im Sin­ne von Ar­ti­kel 23 VDSG.

2 Er übt sei­ne Funk­ti­on fach­lich un­ab­hän­gig aus.

3 Die An­ge­stell­ten des Bun­des­ge­richts kön­nen den Da­ten­schutz­be­auf­trag­ten des Bun­des­ge­richts je­der­zeit um Be­ra­tung er­su­chen.

16. Abschnitt: ...

Art. 81134  

134 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

17. Abschnitt: Kompetenzordnung

Art. 82 Gesamtgericht 135  

Das Ge­samt­ge­richt ist zu­stän­dig für die Be­grün­dung, Än­de­rung und Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses des Ge­ne­ral­se­kre­tärs und sei­nes Stell­ver­tre­ters.

135 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 83136  

136 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 84 Verwaltungskommission  

1 Die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on ist zu­stän­dig zur Be­hand­lung der Per­so­nal­an­ge­le­gen­hei­ten der Ge­richts­schrei­ber und der dem Ge­ne­ral­se­kre­tär di­rekt un­ter­stell­ten wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter.137 Sie ent­schei­det ins­be­son­de­re über:

a.
die An­stel­lung (Art. 13);
b.
die Än­de­rung oder Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses (Art. 17 und 18);
c.
Lohn­er­hö­hun­gen, Funk­ti­ons­zu­la­gen, Ein­satz­prä­mi­en, An­er­ken­nungs­prä­mi­en und Ar­beits­markt­zu­la­gen (Art. 25, 26, 32, 33, 34 und 35);
d.
die Funk­ti­ons­be­wer­tung (Art. 37);
e.
Ur­laubs­ge­su­che (Art. 42);
f.
die Ver­wei­ge­rung von Treue­prä­mi­en (Art. 46);
g.
die Aus­rich­tung von Ent­schä­di­gun­gen (Art. 50, 51 und 52);
h.
die Be­wil­li­gung von Ne­ben­be­schäf­ti­gun­gen (Art. 55);
i.
die Ent­bin­dung vom Amts- und Be­rufs­ge­heim­nis (Art. 58);
j.
die Er­öff­nung von Ad­mi­nis­tra­tiv- und Dis­zi­pli­nar­un­ter­su­chun­gen und Dis­zi­plin­ar­mass­nah­men (Art. 60, 61 und 62);
k.
die Über­wei­sung der Ak­ten an die Bun­des­an­walt­schaft (Art. 65).

2 Die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on kann Zu­stän­dig­kei­ten an den Ge­ne­ral­se­kre­tär de­le­gie­ren.

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 85 Generalsekretär  

Der Ge­ne­ral­se­kre­tär ist zu­stän­dig für die Ent­schei­dun­gen in Per­so­nal­an­ge­le­gen­hei­ten, die das üb­ri­ge Per­so­nal be­tref­fen.

Art. 86 Antragsrecht  

1 In Per­so­nal­an­ge­le­gen­hei­ten steht ein An­trags­recht zu:

a.
der Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on für die Wahl des Ge­ne­ral­se­kre­tärs und sei­nes Stell­ver­tre­ters;
b.138
...
c.139
je­der Ab­tei­lung für die An­stel­lung und die Zu­tei­lung ih­rer Ge­richts­schrei­ber;
d.
den Ab­tei­lungs­prä­si­den­ten für ih­re Mit­ar­bei­ter;
e.140
...
f.
den Lei­tern der Diens­te für ih­re Mit­ar­bei­ter.

2 ...141

138 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

139 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

140 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

141 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

Art. 87 Ausführungsvorschriften  

1 Die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on er­lässt die Richt­li­ni­en be­tref­fend An­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen, An­fangs­lohn und Lauf­bahn der Ge­richts­schrei­ber (Art. 21 und 23).142

2 Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on und Ge­ne­ral­se­kre­tär er­las­sen je die Wei­sun­gen und Richt­­li­ni­en zu die­ser Ver­ord­nung, na­ment­lich be­tref­fend:

a.
Wei­ter­bil­dung der Ge­richts­schrei­ber (Art. 2 Abs. 6);
b.
Ein­satz- und An­er­ken­nungs­prä­mi­en (Art. 33 und 34);
c.
fle­xi­ble und glei­ten­de Ar­beits­zeit (Art. 38);
d.
Über­tra­gung des Fe­ri­en­an­spruchs (Art. 41 Abs. 3);
e.
Ur­laub (Art. 42);
f.
Dienst­klei­dung (Art. 44);
g.
Ne­ben­be­schäf­ti­gun­gen (Art. 55);
h.
Ab­lie­fe­rungs­pflicht (Art. 56);
i.
Scha­den­er­satz im Zu­sam­men­hang mit Aus­land­e­in­sät­zen (Art. 75);
j.
Per­so­nal­de­le­ga­ti­on (Art. 80).

142 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 20. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5627).

18. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 88 Änderung bisherigen Rechts  

...143

143 Die Änd. kön­nen un­ter AS 2001 3258kon­sul­tiert wer­den.

Art. 89 Überführungs- und Übergangsbestimmungen  

1 Die bis­he­ri­gen Dienst­ver­hält­nis­se wer­den sinn­ge­mä­ss nach der Über­füh­rungs­ver­ord­nung BtG-BPG vom 3. Ju­li 2001144 mit Wir­kung auf den 1. Ja­nu­ar 2002 in ein Ar­beits­ver­hält­nis nach neu­em Recht über­führt.

2 Vor­be­hal­ten bleibt die Amts­dau­er der auf Amts­dau­er ge­wähl­ten Ge­richts­schrei­ber und des Ge­ne­ral­se­kre­tärs. Für die­se Per­so­nen blei­ben die alt­recht­li­chen Be­stim­mun­gen über die Auf­lö­sung des Dienst­ver­hält­nis­ses bis En­de 2002 an­wend­bar. Die Über­füh­rung die­ser Dienst­ver­hält­nis­se wird im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 und 3 der Über­füh­rungs­ver­ord­nung BtG-BPG auf den 1. Ja­nu­ar 2003 vor­ge­nom­men.

3 Die Funk­ti­ons­wech­sel und Lohn­mass­nah­men per 1. Ja­nu­ar 2002 rich­ten sich nach neu­em Recht.

4 Än­dert sich die Lohn­klas­se ein­zig durch den Wech­sel vom al­ten zum neu­en Lohn­sys­tem, so be­steht ei­ne Lohn­ga­ran­tie auf der Hö­he des ak­tu­el­len Loh­nes zu­züg­lich Teue­rungs­aus­gleich.

144 [AS 2001 1846. AS 2007 4477Ziff. I 7]

Art. 89a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
24. Juni 2013
145  

1 Die ge­mä­ss Ar­ti­kel 15 Ab­satz 2 auf fünf Jah­re ge­schlos­se­nen Ar­beits­ver­trä­ge der Ge­richts­schrei­ber dau­ern ab In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 24. Ju­ni 2013 höchs­tens noch ein Jahr. Ge­richts­schrei­ber, die kei­nen un­be­fris­te­ten Ver­trag er­hal­ten, kön­nen ver­lan­gen, dass der bis­he­ri­ge fünf­jäh­ri­ge Ar­beits­ver­trag voll­stän­dig zu En­de ge­führt wird.

2 Für die Be­rech­nung der Treue­prä­mie nach Ar­ti­kel 46 Ab­satz 5 wer­den die vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 24. Ju­ni 2013 an­er­kann­ten An­stel­lungs­jah­re nach bis­he­ri­gem Recht an­ge­rech­net.

3 Bei Aus- und Wie­der­ein­trit­ten der an­ge­stell­ten Per­son bei Ver­wal­tungs­ein­hei­ten nach Ar­ti­kel 2 BPG nach dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 24. Ju­ni 2013 wer­den die bis­he­ri­gen An­stel­lungs­jah­re für die Be­rech­nung der Treue­prä­mie nicht mehr an­ge­rech­net.

4 War die an­ge­stell­te Per­son vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 24. Ju­ni 2013 we­gen Krank­heit oder Un­fall an der Ar­beit ver­hin­dert, so wird die Dau­er der Ar­beits­ver­hin­de­rung an die Frist von zwei Jah­ren nach Ar­ti­kel 18a an­ge­rech­net.

5 Er­reicht die an­ge­stell­te Per­son die Drei­mo­nats­frist der min­des­tens hälf­ti­gen Wie­der­auf­nah­me der Ar­beit nach Ar­ti­kel 67 Ab­satz 5 des bis­he­ri­gen Rechts erst nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 24. Ju­ni 2013, so wird die Ar­beits­ver­hin­de­rung nicht un­ter­bro­chen.

145 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 24. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 2453).

Art. 89b Übergangsbestimmung zur Änderung vom
29. Juni 2015
146  

Die Be­tei­li­gung des Ar­beit­ge­bers an der Fi­nan­zie­rung der Über­brückungs­ren­te von An­ge­stell­ten, die beim In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 29. Ju­ni 2015 das 59. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben und bis spä­tes­tens am 31. Ju­li 2017 vor­zei­tig pen­sio­niert wer­den, rich­tet sich nach bis­he­ri­gem Recht.

146 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 29. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Aug. 2015 (AS 20152339).

Art. 90 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2002 in Kraft.

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