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Vorsorgereglement
für die Angestellten und die Rentenbeziehenden
des Vorsorgewerks Bund
(VRAB)

vom 15. Juni 2007 (Stand am 1. Januar 2021)

Das paritätische Organ des Vorsorgewerks Bund (POB),

gestützt auf Artikel 32c Absatz 3 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 20001,

beschliesst:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand  

1 Das vor­lie­gen­de Re­gle­ment bil­det Be­stand­teil des An­schluss­ver­tra­ges vom 15. Ju­ni 20072 für das Vor­sor­ge­werk Bund.

2 Es re­gelt die Ver­si­che­rung ge­gen die wirt­schaft­li­chen Fol­gen von Al­ter, Tod und In­va­li­di­tät im Rah­men des Vor­sor­ge­werks Bund.

Art. 2 Geltungsbereich 3  

Die­ses Re­gle­ment gilt für die Ar­beit­ge­ber des Vor­sor­ge­werks Bund, de­ren An­ge­stell­te und Ren­ten­be­zie­hen­de, für Per­so­nen, die nach Ar­ti­kel 18d wei­ter­ver­si­chert sind, und für Per­so­nen, de­nen PU­BLI­CA in­fol­ge Schei­dung Leis­tun­gen aus­rich­tet.

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 3 Vorsorgepläne 4  

1 Für die Sp­ar­bei­trä­ge (Art. 24), die frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­ge (Art. 25) und die Ein­käu­fe (Art. 32) be­ste­hen fol­gen­de Vor­sor­ge­plä­ne:

a.
Stan­dard­plan: für die Ver­si­che­rung der an­ge­stell­ten Per­so­nen bis und mit Lohn­klas­se 23;
b.
Ka­der­plan: für die Ver­si­che­rung der an­ge­stell­ten Per­so­nen ab Lohn­klas­se 24.

2 An­ge­stell­te von Ar­beit­ge­bern, die den Lohn nicht nach der BPV re­geln, sind ge­mä­ss der Per­so­nal­ver­ord­nung des Ar­beit­ge­bers im Stan­dard­plan oder im Ka­der­plan ver­si­chert.5

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 25. Nov. 2015, vom BR ge­neh­migt am 3. Ju­ni 2016 und in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 1789).

5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

Art. 3a Vorsorgepläne für Angehörige der besonderen Personalkategorien 6  

1 So­lan­ge An­ge­hö­ri­ge der be­son­de­ren Per­so­nal­ka­te­go­ri­en zu­sätz­li­che Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers nach Ar­ti­kel 3 VPABP er­hal­ten, sind sie in ei­nem Vor­sor­ge­plan nach An­hang 6aver­si­chert.

2 Die Ent­rich­tung der Sp­ar­bei­trä­ge rich­tet sich in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 24 Ab­satz 2 nach An­hang 6a Zif­fer I.

3 Die Leis­tung frei­wil­li­ger Sp­ar­bei­trä­ge rich­tet sich in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 25 Ab­sät­ze 1 und 2 nach An­hang 6a Zif­fer II.7

3bis Per­so­nen, die frü­he­s­tens seit dem 1. Mai 2019 An­ge­hö­ri­ge der be­son­de­ren Per­so­nal­ka­te­go­ri­en nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­ben a Zif­fern 1 und 2 so­wie b Zif­fern 1, 2 und 4 VPABP sind, kön­nen kei­ne frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­ge leis­ten. Die üb­ri­gen An­ge­hö­ri­gen die­ser Per­so­nal­ka­te­go­ri­en, die vor dem 1. Ja­nu­ar 2020 we­der das 50. Al­ters­jahr noch 23 Dienst­jah­re vollen­det ha­ben, kön­nen ab die­sem Da­tum kei­ne frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­ge leis­ten.8

3ter An­ge­hö­ri­ge der be­son­de­ren Per­so­nal­ka­te­go­ri­en nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a Zif­fer 3 VPAPB kön­nen kei­ne frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­ge leis­ten.9

4 Der Ein­kauf rich­tet sich nach An­hang 6a Zif­fer III.

6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 25. Nov. 2015, vom BR ge­neh­migt am 3. Ju­ni 2016 und in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 1789).

8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. März 2019, vom BR ge­neh­migt am 10. April 2019 und in Kraft seit 1. Mai 2019 (AS 2019 1241).

9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. März 2019, vom BR ge­neh­migt am 10. April 2019 und in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1241).

Art. 4 Leistungsziel  

Die dem vor­lie­gen­den Re­gle­ment zu­grun­de lie­gen­den Mo­dell­rech­nun­gen ba­sie­ren auf dem Rück­tritts­al­ter 65.

Art. 5 Abkürzungen  

Die in die­sem Re­gle­ment ver­wen­de­ten Ab­kür­zun­gen sind im An­hang 7 auf­ge­führt.

Art. 6 Eingetragene Partnerschaft  

Die ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft nach dem PartG ist der Ehe gleich­ge­stellt. Die Wir­kun­gen der ge­richt­li­chen Auf­lö­sung der ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft sind den­je­ni­gen der Schei­dung gleich­ge­stellt.

Art. 7 Abtretung und Verpfändung der Leistungsansprüche  

Die An­sprü­che aus die­sem Re­gle­ment dür­fen vor Fäl­lig­keit we­der ab­ge­tre­ten noch ver­pfän­det wer­den und sind auch nicht pfänd­bar. Vor­be­hal­ten sind die Be­stim­mun­gen des 10. Ka­pi­tels (Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung).

Art. 8 Zins, Verzugszins  

So­weit die­ses Re­gle­ment nichts Ab­wei­chen­des fest­legt, wer­den die für die Ver­zin­sung an­wend­ba­ren Sät­ze jähr­lich von der Kas­sen­kom­mis­si­on be­stimmt. Die Zins­sät­ze sind im An­hang 1 auf­ge­führt.

Art. 9 Verwaltungskosten, Gebühren der Aufsichtsbehörde und Beiträge an den Sicherheitsfonds BVG  

Die Fi­nan­zie­rung der Ver­wal­tungs­kos­ten, der Ge­büh­ren der Auf­sichts­be­hör­de und der Bei­trä­ge an den Si­cher­heits­fonds BVG bil­det Ge­gen­stand ei­ner se­pa­ra­ten an­schluss­ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung zwi­schen den Ar­beit­ge­bern und PU­BLI­CA.

Art. 10 Auskunfts- und Meldepflichten der Versicherten, Rentenbeziehenden und Hinterlassenen  

1 Neu zu ver­si­chern­de an­ge­stell­te Per­so­nen so­wie ver­si­cher­te Per­so­nen, Ren­ten­be­zie­hen­de und ih­re Hin­ter­las­se­nen sind ver­pflich­tet, über al­le Tat­sa­chen, wel­che die Be­zie­hung zu PU­BLI­CA be­tref­fen, wahr­heits­ge­treu Aus­kunft zu er­tei­len und al­le er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen ein­zu­rei­chen.10

2 Ver­si­cher­te Per­so­nen und Ren­ten­be­zie­hen­de, die An­spruch auf Leis­tun­gen von PU­BLI­CA ha­ben, oder de­ren Hin­ter­las­se­ne ha­ben ins­be­son­de­re un­ver­züg­lich schrift­lich zu mel­den:

a.
die Hei­rat oder die Wie­der­ver­hei­ra­tung be­zie­hungs­wei­se das Ein­ge­hen ei­ner Le­ben­s­part­ner­schaft im Sin­ne von Ar­ti­kel 45 im Fal­le ei­nes An­spruchs auf Ehe­gat­ten- oder Le­ben­s­partn­er­ren­te;
b.
die Ein­tra­gung ei­ner Part­ner­schaft ge­mä­ss PartG im Fal­le ei­nes An­spruchs auf Ehe­gat­ten- oder Le­ben­s­partn­er­ren­te;
c.
den Ab­schluss der Aus­bil­dung bzw. die Er­lan­gung der Er­werbs­fä­hig­keit ei­nes Kin­des, für das ein An­spruch auf Kin­der- bzw. Wai­sen­ren­te über das 18. Al­ters­jahr hin­aus be­steht;
d.
den Tod der ver­si­cher­ten oder der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son.

3 Ver­si­cher­te Per­so­nen und Ren­ten­be­zie­hen­de mit An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen von PU­BLI­CA ha­ben dar­über hin­aus die an­re­chen­ba­ren Leis­tun­gen und Ein­künf­te nach Ar­ti­kel 77 Ab­satz 1, de­ren Ver­än­de­run­gen so­wie Än­de­run­gen des In­va­li­di­täts­gra­des und der Ren­ten­hö­he un­ver­züg­lich und un­auf­ge­for­dert schrift­lich zu mel­den.11

4 An­sprü­che ge­gen­über an­de­ren Ver­si­che­run­gen oder Haft­pflich­ti­gen sind PU­BLI­CA un­ver­züg­lich und un­auf­ge­for­dert schrift­lich zu mel­den.

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Änd. des POB vom 21. März, 7. Mai und 30. Sept. 2019, vom BR ge­neh­migt am 30. Okt. 2019 und in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 3447).

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

Art. 11 Folgen der Verletzung der Auskunfts- und Meldepflichten  

1 Neu zu ver­si­chern­de an­ge­stell­te Per­so­nen so­wie ver­si­cher­te Per­so­nen, Ren­ten­be­zie­hen­de und ih­re Hin­ter­las­se­nen ha­ben PU­BLI­CA die Kos­ten für den Mehr­auf­wand, der PU­BLI­CA in­fol­ge un­ter­las­se­ner, un­rich­ti­ger oder ver­spä­te­ter An­ga­ben er­wächst, zu er­set­zen. Die Ein­zel­hei­ten wer­den im Kos­ten­re­gle­ment fest­ge­hal­ten.

2 Als Ver­let­zung der Aus­kunfts- oder Mel­de­pflicht gel­ten die nicht recht­zei­ti­ge Er­tei­lung der Aus­kunft oder der Mel­dung und die Ver­wei­ge­rung der Aus­kunft­ser­tei­lung oder Mel­dung.

3 Ver­letzt ei­ne ver­si­cher­te Per­son, die ein Ge­such um Aus­rich­tung von Leis­tun­gen von PU­BLI­CA ge­stellt hat, ei­ne ihr ob­lie­gen­de Aus­kunfts- oder Mel­de­pflicht, sis­tiert PU­BLI­CA die Ab­klä­run­gen be­tref­fend den Leis­tungs­an­spruch und ent­schei­det erst nach Ein­gang der er­for­der­li­chen In­for­ma­tio­nen über den An­spruch.

4 Ver­letzt ei­ne ver­si­cher­te oder ei­ne ren­ten­be­zie­hen­de Per­son, die An­spruch auf Leis­tun­gen von PU­BLI­CA hat, ei­ne ihr ob­lie­gen­de Aus­kunfts- oder Mel­de­pflicht, sis­tiert PU­BLI­CA die Aus­zah­lung der Leis­tun­gen bis zum Ein­gang der er­for­der­li­chen In­for­ma­tio­nen.

5 Leis­tun­gen wer­den in je­dem Fall erst aus­be­zahlt, wenn die an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son al­le zur Be­ur­tei­lung des Leis­tungs­an­spruchs not­wen­di­gen Un­ter­la­gen bei­ge­bracht hat. Bei ver­spä­te­ter Ein­rei­chung die­ser Un­ter­la­gen wer­den die Leis­tun­gen oh­ne Zin­sen aus­be­zahlt.

Art. 12 Informationspflicht von PUBLICA, Vorsorgeausweis 12  

1 Mit der Auf­nah­me in PU­BLI­CA er­hält die ver­si­cher­te Per­son einen Vor­sor­ge­aus­weis. Die­ser ent­hält die für sie mass­ge­ben­den An­ga­ben über die be­ruf­li­che Vor­sor­ge. Die ver­si­cher­ten Per­so­nen er­hal­ten min­des­tens ein­mal pro Jahr einen Vor­sor­ge­aus­weis zu­ge­stellt.13

2 PU­BLI­CA in­for­miert die ver­si­cher­ten Per­so­nen min­des­tens ein­mal pro Jahr in ge­eig­ne­ter Wei­se über ih­re Or­ga­ni­sa­ti­on und die Fi­nan­zie­rung so­wie über die Zu­sam­men­set­zung des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans.

12 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

Art. 13 Meldepflicht des Arbeitgebers  

1 Der Ar­beit­ge­ber mel­det PU­BLI­CA frist­ge­recht die zu ver­si­chern­den an­ge­stell­ten Per­so­nen so­wie die er­for­der­li­chen Da­ten, die für die Füh­rung der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge be­nö­tigt wer­den, ins­be­son­de­re den mass­ge­ben­den Jah­res­lohn, den Be­schäf­ti­gungs­grad, den Zi­vil­stand, das Hei­rats­da­tum so­wie die re­le­van­ten Da­ten der Kin­der, für die ein An­spruch auf Leis­tun­gen nach den Ar­ti­keln 41, 47 und 58 be­steht. Der Ar­beit­ge­ber ist für die Voll­stän­dig­keit und die Rich­tig­keit der An­ga­ben ver­ant­wort­lich.

2 Bei ver­spä­te­ter Mel­dung ei­ner Än­de­rung wird das Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis der ver­si­cher­ten Per­son auf den Zeit­punkt der tat­säch­li­chen Än­de­rung der Ver­hält­nis­se kor­ri­giert.

2. Kapitel: Versicherte Personen

Art. 14 Voraussetzungen für die Aufnahme in die Versicherung  

An­ge­stell­te Per­so­nen wer­den ab dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 17. Al­ters­jah­res ge­gen die Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät ver­si­chert. Ab dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 21. Al­ters­jah­res wer­den sie auch für das Al­ter ver­si­chert.

Art. 15 und 1614  

14 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der Änd. des POB vom 21. März, 7. Mai und 30. Sept. 2019, vom BR ge­neh­migt am 30. Okt. 2019 und mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 3447).

Art. 17 Nicht zu versichernde Personen  

Nicht in die Ver­si­che­rung bei PU­BLI­CA auf­ge­nom­men wer­den an­ge­stell­te Per­so­nen:

a.15
für die ein be­fris­te­ter Ar­beits­ver­trag von höchs­tens drei Mo­na­ten be­grün­det wur­de; vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 1k BVV 2;
b.
die bei ei­nem Ar­beit­ge­ber des Vor­sor­ge­werks Bund le­dig­lich ne­ben­be­ruf­lich tä­tig sind und be­reits für ei­ne haupt­be­ruf­li­che Er­werbs­tä­tig­keit ob­li­ga­to­risch ver­si­chert sind oder im Haupt­be­ruf ei­ne selb­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit aus­üben;
c.
die im Sin­ne des IVG zu min­des­tens 70 Pro­zent in­va­lid sind;
cbis.16
die nach Ar­ti­kel 26a BVG bei der leis­tungs­pflich­ti­gen Vor­sor­ge­ein­rich­tung pro­vi­so­risch wei­ter­ver­si­chert wer­den;
d.
die als Lo­kal­per­so­nal im Aus­land als nicht ver­setz­ba­res Per­so­nal des EDA tä­tig sind und für die das EDA ge­gen­über der AHV nicht bei­trags­pflich­tig ist; oder
e.
die das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben.

15 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 2. und 15. Sept. so­wie 20. Okt. 2009, vom BR ge­neh­migt am 11. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (BBl 2009 8465).

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 18 Ende der Versicherung  

1 Die Ver­si­che­rung en­det:

a.17
mit der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses, so­fern in die­sem Zeit­punkt kein An­spruch auf Al­ters- oder In­va­li­den­leis­tun­gen fäl­lig wird und die Ver­si­che­rung nicht nach Ar­ti­kel 18d wei­ter­ge­führt wird;
b.18
bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 18b.
c.19
...

2 Für die Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät bleibt die be­tref­fen­de Per­son wäh­rend ei­nes Mo­nats nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses bei PU­BLI­CA ver­si­chert. Die Leis­tun­gen ent­spre­chen je­nen, die bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses ver­si­chert wa­ren. Wird vor­her ein neu­es Vor­sor­ge­ver­hält­nis be­grün­det, so ist die neue Vor­sor­ge­ein­rich­tung zu­stän­dig.

17 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

18 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

19 Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 18a Aufrechterhalten des Vorsorgeschutzes bei unbezahltem Urlaub 20  

Wäh­rend ei­nes un­be­zahl­ten oder teil­wei­se be­zahl­ten Ur­laubs wird auf Ver­lan­gen der ver­si­cher­ten Per­son nach Mass­ga­be der ar­beits­recht­li­chen Be­stim­mun­gen der bis­he­ri­ge Ver­si­che­rungs­schutz ganz oder teil­wei­se auf­recht­er­hal­ten.

20 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 18b Weiterführung der Altersvorsorge nach Vollendung des
65. Altersjahres
21  

Wird das Ar­beits­ver­hält­nis nach dem vollen­de­ten 65. Al­ters­jahr fort­ge­setzt, so wird auf Ver­lan­gen der ver­si­cher­ten Per­son die Al­ters­vor­sor­ge bis zur Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses, höchs­tens aber bis zur Vollen­dung des 70. Al­ters­jah­res wei­ter­ge­führt.

21 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 18c Weiterführung der Vorsorge bei Reduktion des massgebenden Jahreslohnes 22  

1 Wird der mass­ge­ben­de Jah­res­lohn ei­ner ver­si­cher­ten Per­son nach Vollen­dung des 58. Al­ters­jah­res um ma­xi­mal die Hälf­te re­du­ziert, so wird auf Ver­lan­gen der ver­si­cher­ten Per­son die Vor­sor­ge für den bis­he­ri­gen ver­si­cher­ten Ver­dienst ganz oder teil­wei­se wei­ter­ge­führt.

2 Die Wei­ter­ver­si­che­rung des bis­he­ri­gen ver­si­cher­ten Ver­diens­tes dau­ert höchs­tens bis zum En­de des Ar­beits­ver­hält­nis­ses. Sie en­det in je­dem Fall bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res.

22 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 18d Weiterführung der Versicherung bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber oder in gegenseitigem Einvernehmen 23  

1 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis ei­ner ver­si­cher­ten Per­son nach Vollen­dung des 58. Al­ters­jah­res und vor Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res vom Ar­beit­ge­ber oder in ge­gen­sei­ti­gem Ein­ver­neh­men auf­ge­löst, so wird auf Ver­lan­gen der ver­si­cher­ten Per­son die Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 47a Ab­sät­ze 2–6 BVG wei­ter­ge­führt. Die An­mel­dung zur Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung muss in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses in schrift­li­cher Form bei PU­BLI­CA ein­ge­hen.

2 Die ver­si­cher­te Per­son schul­det die Ver­wal­tungs­kos­ten ge­mä­ss Kos­ten­re­gle­ment und die Ri­si­ko­prä­mie für die Ver­si­che­rung der Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät. Führt sie auch die Al­ters­vor­sor­ge wei­ter, so schul­det sie zu­dem nebst den ei­ge­nen Sp­ar­bei­trä­gen auch die Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers; sie kann frei­wil­li­ge Sp­ar­bei­trä­ge leis­ten.

3 Mass­ge­bend für die Be­rech­nung der Sp­ar­bei­trä­ge und der Ri­si­ko­prä­mie ist der ver­si­cher­te Ver­dienst im Zeit­punkt der Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses. Führt die ver­si­cher­te Per­son die Al­ters­vor­sor­ge wei­ter, so kann sie ver­lan­gen, dass für die Be­rech­nung der Sp­ar­bei­trä­ge und der Ri­si­ko­prä­mie die Hälf­te des bis­he­ri­gen ver­si­cher­ten Ver­diens­tes mass­ge­bend ist.

4 Im Üb­ri­gen ist die ver­si­cher­te Per­son gleich­be­rech­tigt wie die auf­grund ei­nes be­ste­hen­den Ar­beits­ver­hält­nis­ses Ver­si­cher­ten.

5 Die Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung en­det bei Ein­tritt der Ri­si­ken Tod oder In­va­li­di­tät oder bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res. Bei Teilin­va­li­di­tät wird der ver­si­cher­te Ver­dienst ent­spre­chend dem An­spruch auf In­va­li­den­ren­te ge­kürzt.

6 Tritt die ver­si­cher­te Per­son vor Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res in ei­ne neue Vor­sor­ge­ein­rich­tung ein, so wird die Aus­tritts­leis­tung min­des­tens in dem Um­fang über­wie­sen, der für den Ein­kauf in die vol­len re­gle­men­ta­ri­schen Leis­tun­gen der neu­en Vor­sor­ge­ein­rich­tung ver­wen­det wer­den kann.

7 Ver­bleibt nach die­ser Über­wei­sung min­des­tens ein Drit­tel der Aus­tritts­leis­tung bei PU­BLI­CA, so wird die Ver­si­che­rung wei­ter­ge­führt. Der ver­si­cher­te Ver­dienst wird ent­spre­chend der über­wie­se­nen Aus­tritts­leis­tung ge­kürzt.

8 Ver­bleibt nach der Über­wei­sung we­ni­ger als ein Drit­tel der Aus­tritts­leis­tung bei PU­BLI­CA, so en­det die Ver­si­che­rung. Der ver­blei­ben­de Teil der Aus­tritts­leis­tung wird:

a.
als Al­ters­leis­tung an die ver­si­cher­te Per­son aus­ge­rich­tet, wenn die­se das 60. Al­ters­jahr vollen­det hat;
b.
an ei­ne Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung über­wie­sen, wenn die ver­si­cher­te Per­son das 60. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det hat.

9 En­det die Ver­si­che­rung in­fol­ge Kün­di­gung durch die ver­si­cher­te Per­son oder Kün­di­gung durch PU­BLI­CA we­gen Bei­trags­aus­stän­den, so wird die Aus­tritts­leis­tung:

a.
als Al­ters­leis­tung an die ver­si­cher­te Per­son aus­ge­rich­tet, wenn die­se das 60. Al­ters­jahr vollen­det hat;
b.
an ei­ne Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung über­wie­sen, wenn die ver­si­cher­te Per­son das 60. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det hat.

23 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

3. Kapitel: Bemessungsgrundlagen

Art. 19 Massgebender Jahreslohn  

1 Der Ar­beit­ge­ber er­mit­telt den für die Ver­si­che­rung mass­ge­ben­den Jah­res­lohn der ver­si­cher­ten Per­so­nen und teilt ihn PU­BLI­CA mit.

2 Die für die Er­mitt­lung des mass­ge­ben­den Jah­res­loh­nes aus­schlag­ge­ben­den Kri­te­ri­en sind durch den Ar­beit­ge­ber für je­de Ka­te­go­rie von ver­si­cher­ten Per­so­nen nach ein­heit­li­chen Grund­sät­zen un­ter Be­ach­tung der Be­stim­mun­gen des BVG und sei­ner Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen fest­zu­le­gen.

3 Der mass­ge­ben­de Jah­res­lohn darf das AHV-pflich­ti­ge Ein­kom­men der ver­si­cher­ten Per­son nicht über­stei­gen. Vor­be­hal­ten blei­ben die Ar­ti­kel 18a und 18c.24

4 Der Ar­beit­ge­ber kann den mass­ge­ben­den Jah­res­lohn zum Vor­aus auf­grund des letz­ten be­kann­ten Jah­res­loh­nes be­stim­men. Für das lau­fen­de Jahr be­reits ver­ein­bar­te Än­de­run­gen sind da­bei zu be­rück­sich­ti­gen. Wo der Be­schäf­ti­gungs­grad oder die Ein­kom­mens­hö­he stark schwan­ken, wird der mass­ge­ben­de Jah­res­lohn auf­grund des Durch­schnitts­loh­nes der je­wei­li­gen Be­rufs­grup­pe pau­schal fest­ge­setzt.

5 Bei stark schwan­ken­den Löh­nen be­stimmt sich die Bei­trags­pflicht nach dem mass­ge­ben­den Jah­res­lohn ge­mä­ss AHV-Lohn­be­schei­ni­gung. Bis zur de­fi­ni­ti­ven Ab­rech­nung schul­det der Ar­beit­ge­ber PU­BLI­CA Akon­to­bei­trä­ge.

6 Ist ei­ne ver­si­cher­te Per­son we­ni­ger als ein Jahr an­ge­stellt, so gilt als mass­ge­ben­der Jah­res­lohn der Lohn, den sie bei ganz­jäh­ri­ger Be­schäf­ti­gung er­zie­len wür­de.

24 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 20 Versicherter Verdienst  

1 Der ver­si­cher­te Ver­dienst ent­spricht dem mass­ge­ben­den Jah­res­lohn ver­min­dert um den Ko­or­di­na­ti­ons­be­trag.

2 Der Ko­or­di­na­ti­ons­be­trag ent­spricht 30 Pro­zent des mass­ge­ben­den Jah­res­loh­nes, höchs­tens aber dem un­te­ren Grenz­be­trag nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 BVG.

3 Bei ei­ner teilin­va­li­den ver­si­cher­ten Per­son gilt für die Be­rech­nung des ver­si­cher­ten Ver­diens­tes Ar­ti­kel 21 sinn­ge­mä­ss.25

4 Als Be­mes­sungs­grund­la­ge für den höchs­ten bei­be­hal­te­nen ver­si­cher­ten Ver­dienst gilt der ver­si­cher­te Ver­dienst, der un­mit­tel­bar vor ei­ner Re­duk­ti­on galt.26

25 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

26 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 21 Teilzeitbeschäftigung 27  

Bei teil­zeit­be­schäf­tig­ten ver­si­cher­ten Per­so­nen ent­spricht der mass­ge­ben­de Jah­res­lohn dem Lohn, der bei ei­nem Be­schäf­ti­gungs­grad von 100 Pro­zent er­zielt wür­de. Der ver­si­cher­te Ver­dienst ent­spricht dem mass­ge­ben­den Jah­res­lohn, ver­min­dert um den Ko­or­di­na­ti­ons­be­trag und um­ge­rech­net auf den für die Ver­si­che­rung mass­ge­ben­den Be­schäf­ti­gungs­grad.

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 22 Nicht versicherbarer Verdienst  

Ein­kom­men, das bei ei­nem dem Vor­sor­ge­werk Bund nicht an­ge­schlos­se­nen Ar­beit­ge­ber oder durch selb­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit er­zielt wird, kann nicht bei PU­BLI­CA ver­si­chert wer­den.

4. Kapitel: Sparbeiträge, Risikoprämie, eingebrachte Austrittsleistungen und Einkauf

Art. 23 Sparbeiträge und Risikoprämie  

Mass­ge­bend für die Be­rech­nung der Sp­ar­bei­trä­ge so­wie der Ri­si­ko­prä­mie ist der ver­si­cher­te Ver­dienst.

Art. 24 Sparbeiträge  

1 Die Sp­ar­bei­trä­ge wer­den ab dem 1. Ja­nu­ar nach vollen­de­tem 21. Al­ters­jahr er­ho­ben. Sie wer­den nach Al­ter gestaf­felt und bil­den die Al­ters­gut­schrif­ten.

2 Für die ein­zel­nen Vor­sor­ge­plä­ne gel­ten fol­gen­de Sp­ar­bei­trä­ge:

a.
Stan­dard­plan, für an­ge­stell­te Per­so­nen bis Lohn­klas­se 23:

Al­ter­s­staf­fe­lung (Bei­trags­klas­se)

Sp­ar­bei­trag der an­ge­stell­ten Per­son
(%)

Sp­ar­bei­trag des Ar­beit­ge­bers
(%)

Al­ters­gut­schrif­ten
To­tal
(%)

22–34

5,85

6,90

12,75

35–44

7,25

9,00

16,25

45–54

9,40

16,60

26,00

55–65

12,50

21,75

34,25

66–70

5,85

5,85

11,70

b.
Ka­der­plan für an­ge­stell­te Per­so­nen ab Lohn­klas­se 24:

Al­ter­s­staf­fe­lung (Bei­trags­klas­se)

Sp­ar­bei­trag der an­ge­stell­ten Per­son(%)

Sp­ar­bei­trag des Ar­beit­ge­bers
(%)

Al­ters­gut­schrif­ten
To­tal
(%)

22–34

5,95

6,80

12,75

35–44

7,25

9,00

16,25

45–54

9,70

19,20

28,90

55–65

12,80

24,30

37,10

66–70

5,95

5,95

11,90.28

3 Das Al­ter für die Fest­le­gung der Sp­ar­bei­trä­ge und da­mit der Al­ters­gut­schrif­ten ent­spricht der Dif­fe­renz zwi­schen dem lau­fen­den Ka­len­der­jahr und dem Ge­burts­jahr der ver­si­cher­ten Per­son.

4 Die Än­de­rung der Bei­trags­klas­se nach Ab­satz 1 er­folgt auf den 1. Ja­nu­ar des Jah­res, in dem die ent­spre­chen­de Al­ter­sklas­se er­reicht wird.

5 ...29

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Änd. des POB vom 21. März, 7. Mai und 30. Sept. 2019, vom BR ge­neh­migt am 30. Okt. 2019 und in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 3447).

29 Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 25 Freiwilliger Sparbeitrag  

1 Die ver­si­cher­te Per­son kann zu­sätz­lich zu den Sp­ar­bei­trä­gen nach Ar­ti­kel 24 frei­wil­li­ge Sp­ar­bei­trä­ge leis­ten.

2 Bei ei­ner Ver­si­che­rung im Stan­dard­plan be­steht die Wahl zwi­schen fol­gen­den frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­gen:

Al­ter­s­staf­fe­lung (Bei­trags­klas­se)

Frei­wil­li­ger Sp­ar­bei­trag (%)

Va­ri­an­te 1

Frei­wil­li­ger Sp­ar­bei­trag (%)

Va­ri­an­te 2

22–44

1,0

2,0

45–70

2,0

5,0.30

2bis Bei ei­ner Ver­si­che­rung im Ka­der­plan be­steht die Wahl zwi­schen fol­gen­den frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­gen:

Al­ter­s­staf­fe­lung (Bei­trags­klas­se)

Frei­wil­li­ger Sp­ar­bei­trag (%)

Va­ri­an­te 1

Frei­wil­li­ger Sp­ar­bei­trag (%)

Va­ri­an­te 2

22–44

1,0

2,0

45–70

3,0

6,0.31

3 ...32

4 Grund­la­ge für die Fest­set­zung des frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trags ist der ver­si­cher­te Ver­dienst der ver­si­cher­ten Per­son.33

5 Der Ar­beit­ge­ber mel­det PU­BLI­CA un­ver­züg­lich die Ent­rich­tung ei­nes frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trags, die Än­de­rung der Hö­he oder den voll­stän­di­gen Ver­zicht dar­auf.34

6 Die Mu­ta­ti­on wird je­weils auf den ers­ten Tag des Fol­ge­mo­nats nach der Mel­dung wirk­sam. Ei­ne er­neu­te Mu­ta­ti­on wird frü­he­s­tens ein hal­b­es Jahr nach der letz­ten Mu­ta­ti­on wirk­sam.35

7 Die frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­ge wer­den dem Son­der­spar­gut­ha­ben36 (Art. 36a) gut­ge­schrie­ben.37

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).

31 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).

32 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 25. Nov. 2015, vom BR ge­neh­migt am 3. Ju­ni 2016 und mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 1789).

33 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

36 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783). Die Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 26 Risikoprämie  

1 Für die Ver­si­che­rung der Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät wird ei­ne Ri­si­ko­prä­mie er­ho­ben.

2 Die Ri­si­ko­prä­mie wird vom Ar­beit­ge­ber be­zahlt.

3 Die Prä­mi­en­pflicht be­steht ab Auf­nah­me in die Ver­si­che­rung. Sie en­det:

a.
beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son;
b.
mit Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses;
c.
bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res der ver­si­cher­ten Per­son;
d.
bei In­va­li­di­tät ge­mä­ss Ar­ti­kel 53.

4 Vor­be­hal­ten bleibt die Be­zah­lung der Ri­si­ko­prä­mie bei ei­ner Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18d.38

38 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 27 Bezahlung der Sparbeiträge und der Risikoprämie  

1 Die Sp­ar­bei­trä­ge und die Ri­si­ko­prä­mie sind ge­samt­haft vom Ar­beit­ge­ber ge­schul­det. Sie sind PU­BLI­CA mo­nat­lich zu über­wei­sen. Der Sp­ar­bei­trag (Art. 24 und 25) der ver­si­cher­ten Per­son wird die­ser mo­nat­lich vom Lohn ab­ge­zo­gen.

2 Bei ei­ner Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18dsinddie Sp­ar­bei­trä­ge und die Ri­si­ko­prä­mie ge­samt­haft von der ver­si­cher­ten Per­son ge­schul­det. Sie wer­den die­ser mo­nat­lich in Rech­nung ge­stellt.39

39 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 28 Beitrags- und Prämienpflicht bei untermonatigem Ein- und Austritt, unbezahltem Urlaub, bei Reduktion des massgebenden Jahreslohnes sowie Tod 40  

1 Er­folgt die Auf­nah­me der ver­si­cher­ten Per­son in die Ver­si­che­rung vor dem 15. des Mo­nats, wird der gan­ze Mo­nats­bei­trag ge­schul­det. Er­folgt die Auf­nah­me der ver­si­cher­ten Per­son am 15. des Mo­nats oder spä­ter, sind die Bei­trä­ge ab dem 1. Tag des Fol­ge­mo­nats ge­schul­det.

2 Er­folgt der Aus­tritt der ver­si­cher­ten Per­son vor dem 15. des Mo­nats, ist für die­sen Mo­nat kein Bei­trag ge­schul­det. Er­folgt der Aus­tritt der ver­si­cher­ten Per­son am 15. des Mo­nats oder spä­ter, ist der gan­ze Mo­nats­bei­trag ge­schul­det.

3 Die Re­ge­lung nach den Ab­sät­zen 1 und 2 gilt bei un­be­zahl­tem Ur­laub (Art. 29) und Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge bei Re­duk­ti­on des mass­ge­ben­den Jah­res­loh­nes (Art. 29a) sinn­ge­mä­ss.41

4 Beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son ist der Bei­trag für den ge­sam­ten Mo­nat ge­schul­det.

40 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

41 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 29 Urlaub  

1 Wäh­rend ei­nes un­be­zahl­ten oder teil­wei­se be­zahl­ten Ur­laubs bleibt die Ver­si­che­rung oh­ne ge­gen­tei­li­ge Mit­tei­lung des Ar­beit­ge­bers, min­des­tens aber wäh­rend zwei Mo­na­ten un­ver­än­dert.

2 Die ver­si­cher­te Per­son kann die Ver­si­che­rung ab dem drit­ten Mo­nat des Ur­laubs auch nur für die Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät wei­ter­füh­ren. In die­sem Fall wer­den das Al­ters­gut­ha­ben und ein Son­der­spar­gut­ha­ben bis zur Be­en­di­gung des Ur­laubs ver­zinst (Art. 36b).42

42 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 29a Sparbeiträge und Risikoprämie im Falle der Weiterführung der Vorsorge bei Reduktion des massgebenden Jahreslohnes 43  

1 Führt die ver­si­cher­te Per­son bei Re­duk­ti­on des mass­ge­ben­den Jah­res­loh­nes ih­re Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18cwei­ter, so hat sie für die Wei­ter­ver­si­che­rung des bis­he­ri­gen ver­si­cher­ten Ver­diens­tes nebst den ei­ge­nen Sp­ar­bei­trä­gen auch die Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers und die Ri­si­ko­prä­mie zu be­zah­len (Art. 24 und 26).

2 Ei­ne all­fäl­li­ge fi­nan­zi­el­le Be­tei­li­gung des Ar­beit­ge­bers an der Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge er­folgt nach Mass­ga­be der ar­beits­recht­li­chen Vor­schrif­ten.

43 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 30 Eingebrachte Austrittsleistungen  

Aus­tritts­leis­tun­gen an­de­rer Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen und Gut­ha­ben bei Frei­zü­gig­keitsein­rich­tun­gen müs­sen bei Auf­nah­me in PU­BLI­CA über­wie­sen wer­den. Sie wer­den in vol­lem Um­fang dem Al­ters­gut­ha­ben der ver­si­cher­ten Per­son gut­ge­schrie­ben.

Art. 3144  

44 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 32 Einkauf  

1 Der Ein­kauf ist un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 4 in­ner­halb der vom BVG fest­ge­leg­ten Gren­zen ge­mä­ss An­hang 2 mög­lich. Mass­ge­bend sind das Al­ter und der ver­si­cher­te Ver­dienst im Zeit­punkt des Ein­kaufs. Bei den ge­mä­ss Ar­ti­kel 19 Ab­satz 4 (Jah­res­lohn) ver­si­cher­ten Per­so­nen ist der zwölf­fa­che Be­trag des durch­schnitt­li­chen mo­nat­li­chen ver­si­cher­ten Ver­diens­tes, be­rech­net auf höchs­tens die letz­ten zwölf Mo­na­te, mass­ge­bend.

2 Die ver­si­cher­te Per­son kann im Rah­men von Ab­satz 1 in­ner­halb von 90 Ta­gen ab Auf­nah­me in die Ver­si­che­rung die Hö­he des ers­ten Ein­kaufs frei be­stim­men. Nach Ab­lauf die­ser Frist be­trägt der Min­dest­be­trag für einen Ein­kauf 2000 Fran­ken. Ist die ver­blei­ben­de mög­li­che Ein­kaufs­s­um­me ge­rin­ger als 2000 Fran­ken, so ist die ge­sam­te Sum­me in ei­ner Zah­lung zu ent­rich­ten.45

2bis Ein­käu­fe wer­den dem Al­ters­gut­ha­ben (Art. 36) bis zu des­sen ma­xi­ma­ler Hö­he gut­ge­schrie­ben. Wei­ter­ge­hen­de Ein­käu­fe wer­den ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a) bis zu des­sen ma­xi­ma­ler Hö­he gut­ge­schrie­ben. Ein über­schüs­si­ger Be­trag wird zu­rück­er­stat­tet.46

3 Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger von Al­ters­leis­tun­gen, die das 65. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det ha­ben und bei ei­nem Ar­beit­ge­ber des Vor­sor­ge­werks Bund ei­ne Ar­beit auf­neh­men, kön­nen sich nur so­weit in re­gle­men­ta­ri­sche Leis­tun­gen ein­kau­fen, als die­se den Vor­sor­ge­schutz, wie er vor dem Ein­tritt des Vor­sor­ge­falls Al­ter be­stan­den hat, über­stei­gen.

4 Ein­käu­fe, die nach Ein­tritt der Ar­beits­un­fä­hig­keit, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, ge­tä­tigt wur­den, wer­den rück ab­ge­wi­ckelt (Art. 57 Abs. 3).

5 Wur­den Vor­be­zü­ge für die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung ge­tä­tigt, so dür­fen Ein­käu­fe erst vor­ge­nom­men wer­den, wenn die Vor­be­zü­ge zu­rück­be­zahlt sind.47

45 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

46 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

47 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 32a Einkauf zur Erhöhung der Altersrente bei Rücktritt vor Vollendung des
65. Altersjahres
4849  

1 Frü­he­s­tens mit der An­mel­dung zum Ren­ten­be­zug vor Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res kann die ver­si­cher­te Per­son durch einen Ein­kauf ih­re Al­ters­ren­te ma­xi­mal bis zur Hö­he ih­rer ver­si­cher­ten In­va­li­den­ren­te er­hö­hen. Für die­se Be­rech­nung der Al­ters­ren­te bleibt ein all­fäl­li­ges Son­der­spar­gut­ha­ben un­be­rück­sich­tigt. Er­folgt die Mel­dung die­ses Ein­kaufs we­ni­ger als drei Mo­na­te vor dem Rück­tritt, so wer­den der ver­si­cher­ten Per­son die Ver­wal­tungs­kos­ten ge­mä­ss Kos­ten­re­gle­ment in Rech­nung ge­stellt.

2 Die­se Er­hö­hung der Al­ters­ren­te kann nur mit­tels ei­ner ein­ma­li­gen Di­rekt­zah­lung er­fol­gen.

3 Trifft die Zah­lung für die Fi­nan­zie­rung der Er­hö­hung der Al­ters­ren­te nach dem Al­ters­rück­tritt der ver­si­cher­ten Per­son bei PU­BLI­CA ein, so wird sie zu­rück­er­stat­tet.

48 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Änd. des POB vom 21. März, 7. Mai und 30. Sept. 2019, vom BR ge­neh­migt am 30. Okt. 2019 und in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 3447).

Art. 32b Einkauf nach Vollendung des
65. Altersjahres
50  

1 Ein Ein­kauf nach Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res ist mög­lich, wenn die ver­si­cher­te Per­son:

a.
sich bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res nicht voll­stän­dig ein­ge­kauft hat; und
b.
seit Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res die Al­ters­vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18b wei­ter­ge­führt hat.

2 Mass­ge­bend für die Be­rech­nung der Ein­kaufs­s­um­me sind:

a.
der ver­si­cher­te Ver­dienst bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res;
b.
die an­wend­ba­ren Fak­to­ren ge­mä­ss An­hang 2; und
c.
das im Zeit­punkt des Ein­kaufs vor­han­de­ne Al­ters­gut­ha­ben.

50 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der Änd. des POB vom 21. März, 7. Mai und 30. Sept. 2019, vom BR ge­neh­migt am 30. Okt. 2019 und in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 3447).

Art. 33 Meldungen des Einkaufs an die Steuerbehörden  

1 Bei Vor­be­zü­gen, die in­ner­halb von drei Jah­ren nach ei­nem Ein­kauf ge­tä­tigt wer­den, mel­det PU­BLI­CA den Steu­er­be­hör­den gleich­zei­tig mit der Mit­tei­lung be­tref­fend den Vor­be­zug auch die in­nert der drei vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­re er­folg­ten Ein­käu­fe.51

2 Tritt die ver­si­cher­te Per­son in­ner­halb von drei Jah­ren nach dem Ein­kauf aus PU­BLI­CA aus und be­steht An­spruch auf ei­ne Ba­r­aus­zah­lung der Aus­tritts­leis­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 83, so mel­det PU­BLI­CA den Steu­er­be­hör­den gleich­zei­tig mit der Mit­tei­lung be­tref­fend die Ba­r­aus­zah­lung auch die in­nert der drei vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­re er­folg­ten Ein­käu­fe.52

51 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

52 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

5. Kapitel: Sanierungsmassnahmen

Art. 34 Massnahmen bei Unterdeckung  

1 Er­gibt die ver­si­che­rungs­tech­ni­sche Über­prü­fung ei­ne Un­ter­de­ckung im Sin­ne des BVG, so sind vom pa­ri­tä­ti­schen Or­gan un­ter Be­ach­tung der ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten Sa­nie­rungs­mass­nah­men um­zu­set­zen.53

2 Das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan kann von den Ar­beit­ge­bern, von den ver­si­cher­ten Per­so­nen und, im Rah­men von Ar­ti­kel 65d Ab­satz 3 Buch­sta­be b BVG, von den Ren­ten­be­zie­hen­den be­fris­tet einen Sa­nie­rungs­bei­trag er­he­ben, so­fern an­de­re Mass­nah­men nicht zum Ziel füh­ren. Der Bei­trag des Ar­beit­ge­bers muss min­des­tens so hoch sein wie die Sum­me der Bei­trä­ge der ver­si­cher­ten Per­so­nen.

3 Ein Sa­nie­rungs­bei­trag kann nur mit Zu­stim­mung des Ar­beit­ge­bers er­ho­ben wer­den, so­weit da­mit über­ob­li­ga­to­ri­sche Leis­tun­gen fi­nan­ziert wer­den.

4 Der Sa­nie­rungs­bei­trag wird für die Be­rech­nung der Aus­tritts­leis­tung, der Al­ters-, der In­va­li­den- so­wie der To­des­fall­leis­tun­gen nicht be­rück­sich­tigt.

5 Wird ein Sa­nie­rungs­bei­trag er­ho­ben, in­for­miert das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan des Vor­sor­ge­werks Bund die ver­si­cher­ten Per­so­nen und die Ren­ten­be­zie­hen­den über:

a.
den Satz oder den Be­trag;
b.
die vor­ge­se­he­ne Dau­er;
c.
die Auf­tei­lung zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und den ver­si­cher­ten Per­so­nen;
d.
den Zah­lungs­mo­dus.

6 So­fern sich die Er­he­bung von Sa­nie­rungs­bei­trä­gen als un­ge­nü­gend er­weist, kann der Min­dest­zins­satz auf dem BVG-Al­ters­gut­ha­ben wäh­rend der Dau­er der Un­ter­de­ckung, längs­tens aber wäh­rend fünf Jah­ren um bis zu 0,5 Pro­zent un­ter­schrit­ten wer­den.

7 Der Ar­beit­ge­ber kann im Fal­le ei­ner Un­ter­de­ckung Ein­la­gen in ein ge­son­der­tes Kon­to Ar­beit­ge­ber­bei­trags­re­ser­ve mit Ver­wen­dungs­ver­zicht vor­neh­men oder Mit­tel der or­dent­li­chen Ar­beit­ge­ber­bei­trags­re­ser­ve auf die­ses Kon­to über­tra­gen.

8 Bei Un­ter­de­ckung kann die Aus­zah­lung ei­nes Vor­be­zugs zeit­lich und be­trags­mäs­sig ein­ge­schränkt oder ganz ver­wei­gert wer­den, wenn der Vor­be­zug der Rück­zah­lung von Hy­po­the­kar­dar­le­hen dient. Die Ein­schrän­kung oder Ver­wei­ge­rung der Aus­zah­lung ist nur für die Dau­er der Un­ter­de­ckung mög­lich. Das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan muss die ver­si­cher­te Per­son, wel­cher die Aus­zah­lung ein­ge­schränkt oder ver­wei­gert wird, über die Dau­er und das Aus­mass der Mass­nah­me in­for­mie­ren.

53 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 35 Bezahlung der Sanierungsbeiträge  

1 Die vom Ar­beit­ge­ber und von den ver­si­cher­ten Per­so­nen zu leis­ten­den Sa­nie­rungs­bei­trä­ge sind ge­samt­haft vom Ar­beit­ge­ber ge­schul­det.

1bis Bei ei­ner Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18d schul­det die ver­si­cher­te Per­son ih­ren Sa­nie­rungs­bei­trag. Die­ser wird ihr in Rech­nung ge­stellt.54

2 Der Ab­zug des Bei­trags­an­teils er­folgt:

a.
bei den ver­si­cher­ten Per­so­nen mo­nat­lich vom Lohn;
b.
bei den Ren­ten­be­zie­hen­den mo­nat­lich von der Ren­te.

54 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

6. Kapitel: Leistungen

1. Abschnitt: Altersleistungen

Art. 36 Altersguthaben  

1 Für je­de ver­si­cher­te Per­son wird ein in­di­vi­du­el­les Al­ters­gut­ha­ben ge­bil­det.

2 Das Al­ters­gut­ha­ben setzt sich zu­sam­men aus:

a.55
den Al­ters­gut­schrif­ten nach Ar­ti­kel 24 und An­hang 6a Zif­fer I;
b.
den ein­ge­brach­ten Aus­tritts­leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 30;
c.56
den Be­trä­gen, die nach Ar­ti­kel 100 Ab­satz 1 in­fol­ge Schei­dung gut­ge­schrie­ben wor­den sind;
d.57
den gut­ge­schrie­be­nen Ein­käu­fen nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 2bis;
dbis.58
den Wie­der­ein­käu­fen nach Schei­dung nach Ar­ti­kel 100 Ab­satz 2 drit­ter Satz;
e.59
den Rück­zah­lun­gen der für Wohn­ei­gen­tum vor­be­zo­ge­nen Be­trä­ge oder der Ein­zah­lung des aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­ses;
f.
all­fäl­li­gen Zu­satz­gut­schrif­ten;
g.
dem vom Ar­beit­ge­ber all­fäl­lig ge­leis­te­ten Ein­kauf;
h.
den Zin­sen nach An­hang 1.

3 Vom Al­ters­gut­ha­ben wer­den ab­ge­zo­gen:

a.60
Vor­be­zü­ge im Rah­men der Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung oder aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­te Er­lö­se, so­weit sie nicht von ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben ab­ge­zo­gen wer­den kön­nen (Art. 97 Abs. 1);
b.61
der An­teil der Aus­tritts­leis­tung, der in­fol­ge Schei­dung zu­guns­ten des be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten oder der be­rech­tig­ten Ehe­gat­tin über­tra­gen wur­de, so­weit er nicht von ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben ab­ge­zo­gen wer­den kann (Art. 100 Abs. 2 ers­ter Satz);
c.62
der An­teil des Al­ters­gut­ha­bens, der in­fol­ge Teil­pen­sio­nie­rung in ei­ne Al­ters­leis­tung um­ge­wan­delt wur­de (Art. 38).

4–8 ...63

55 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

56 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

58 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

59 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

60 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

62 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

63 Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 36a Sondersparguthaben 64  

1 Für je­de ver­si­cher­te Per­son, die frei­wil­li­ge Sp­ar­bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 25 leis­tet oder de­ren Ar­beit­ge­ber einen zu­sätz­li­chen Sp­ar­bei­trag nach An­hang 6a Zif­fer I leis­tet, wird ein in­di­vi­du­el­les Son­der­spar­gut­ha­ben ge­bil­det.65

2 Das Son­der­spar­gut­ha­ben setzt sich zu­sam­men aus:

a.
den frei­wil­li­gen Sp­ar­bei­trä­gen nach Ar­ti­kel 25;
abis.66
den zu­sätz­li­chen Sp­ar­bei­trä­gen des Ar­beit­ge­bers nach An­hang 6a Zif­fer I;
ater.67
der ein­ma­li­gen Gut­schrift nach Ar­ti­kel 9 VPABP;
b.
den gut­ge­schrie­be­nen Ein­käu­fen nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 2bis;
bbis.68
den Wie­der­ein­käu­fen nach Schei­dung nach Ar­ti­kel 100 Ab­satz 2 drit­ter Satz, so­weit sie nicht dem Al­ters­gut­ha­ben gut­ge­schrie­ben wer­den;
c.
den Rück­zah­lun­gen der für Wohn­ei­gen­tum vor­be­zo­ge­nen Be­trä­ge und der Ein­zah­lung des aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­ses, so­weit sie nicht dem Al­ters­gut­ha­ben gut­ge­schrie­ben wer­den;
d.
den Zin­sen nach An­hang 1.

3 Vom Son­der­spar­gut­ha­ben wer­den ab­ge­zo­gen:

a.
Vor­be­zü­ge im Rah­men der Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung und aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­te Er­lö­se (Art. 97 Abs. 1);
b.69
der An­teil der Aus­tritts­leis­tung, der in­fol­ge Schei­dung zu­guns­ten des be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten oder der be­rech­tig­ten Ehe­gat­tin über­tra­gen wur­de (Art. 100 Abs. 2 ers­ter Satz);
c.
der An­teil des Son­der­spar­gut­ha­bens, der in­fol­ge Teil­pen­sio­nie­rung in ei­ne Al­ters­leis­tung um­ge­wan­delt wur­de (Art. 38 Abs. 3);
d.70
der An­teil des Son­der­spar­gut­ha­bens, der in­fol­ge Teilin­va­li­di­tät als Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­gen wur­de (Art. 55 Abs. 1 Bst. b).

64 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

65 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

66 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

67 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

68 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

69 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

70 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Mai 2013, vom BR ge­neh­migt am 14. Ju­ni 2013 und in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1783).

Art. 36b Verzinsung 71  

1 Die Al­ters­gut­schrif­ten wer­den im lau­fen­den Jahr oh­ne Zins dem Al­ters­gut­ha­ben gut­ge­schrie­ben.

2 En­de Jahr wird das Al­ters­gut­ha­ben auf sei­nem Stand am En­de des Vor­jah­res mit dem Zins­satz nach An­hang 1 Zif­fer 1 ver­zinst. All­fäl­li­ge Gut­schrif­ten auf dem Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36 Ab­satz 2 Buch­sta­ben b–g wer­den pro ra­ta tem­po­ris mit dem­sel­ben Zins­satz ver­zinst.

3 Ist ei­ne Be­rech­nung der Aus­tritts­leis­tung er­for­der­lich, ins­be­son­de­re bei ei­nem Vor­sor­ge­fall oder ei­nem Aus­tritt, so wird das Al­ters­gut­ha­ben auf sei­nem Stand am En­de des Vor­jah­res pro ra­ta tem­po­ris mit dem Zins­satz nach An­hang 1 Zif­fer 2 ver­zinst.

4 Das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan be­stimmt je­weils En­de Jahr die Zins­sät­ze für:

a.
die Ver­zin­sung des Al­ters­gut­ha­bens im lau­fen­den Jahr (An­hang 1 Ziff. 1);
b.
die Ver­zin­sung bei der Be­rech­nung der Aus­tritts­leis­tung im fol­gen­den
Jahr (An­hang 1 Ziff. 2).

5 Für die Son­der­spar­gut­ha­ben gel­ten die Ab­sät­ze 1–4 sinn­ge­mä­ss.

71 Ur­sprüng­lich: Art. 36a. Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 37 Beginn und Ende des Anspruchs auf eine Altersleistung  

1 Der An­spruch auf ei­ne Al­ters­leis­tung be­ginnt frü­he­s­tens am Mo­nats­ers­ten nach vollen­de­tem 60. Al­ters­jahr der ver­si­cher­ten Per­son mit der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses und spä­tes­tens am Mo­nats­ers­ten nach vollen­de­tem 70. Al­ters­jahr.

2 Er er­lischt am En­de des Mo­nats, in des­sen Ver­lauf die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son stirbt.

3 Hat ei­ne ver­si­cher­te Per­son bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te und hat sie das 70. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det, so kann sie statt der Al­ters­ren­te ver­lan­gen, dass ihr die Aus­tritts­leis­tung an die Vor­sor­ge­ein­rich­tung des neu­en Ar­beit­ge­bers über­wie­sen wird. Wenn sie das 65. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det hat und als ar­beits­los ge­mel­det ist, kann sie statt der Al­ters­ren­te die Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung an ei­ne Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung ver­lan­gen (Art. 84).72

4 Die ver­si­cher­te Per­son muss die Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung spä­tes­tens 30 Ta­ge vor der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses schrift­lich bei PU­BLI­CA be­an­tra­gen.73 Er­folgt der An­trag we­ni­ger als 30 Ta­ge vor Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses oder nach des­sen Be­en­di­gung, so kön­nen der ver­si­cher­ten Per­son die da­für vor­ge­se­he­nen Ver­wal­tungs­kos­ten in Rech­nung ge­stellt wer­den, so­fern das Kos­ten­re­gle­ment dies vor­sieht.

72 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

73 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 38 Teilpensionierung  

1 Wird der Lohn der ver­si­cher­ten Per­son nach dem vollen­de­ten 60. Al­ters­jahr in ei­nem oder meh­re­ren Schrit­ten re­du­ziert, so hat sie für je­de Re­duk­ti­on An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te, die der Re­duk­ti­on des ver­si­cher­ten Ver­diens­tes ent­spricht.74

2 ...75

3 Das Al­ters­gut­ha­ben (Art. 36) so­wie ein Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a) wer­den bei Teil­pen­sio­nie­rung an­teil­mäs­sig in ei­ne Teilal­ters­leis­tung nach Ar­ti­kel 39 um­ge­wan­delt. Die ver­blei­ben­den Tei­le des Al­ters­gut­ha­bens und ei­nes Son­der­spar­gut­ha­bens wer­den wei­ter­ge­führt. Der ver­blei­ben­de ver­si­cher­te Ver­dienst wird nach den Be­stim­mun­gen über die Teil­zeit­be­schäf­ti­gung (Art. 21) be­rech­net.76

4 Hat ei­ne ver­si­cher­te Per­son bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses An­spruch auf ei­ne Teilal­ters­ren­te und hat sie das 70. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det, so gilt Ar­ti­kel 37 Ab­sät­ze 3 und 4 sinn­ge­mä­ss. Vor­be­hal­ten bleibt die Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18c.77

74 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

75 Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

76 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

77 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 39 Altersrente  

1 Die Al­ters­leis­tung wird, vor­be­hält­lich Ar­ti­kel 40, als Ren­te aus­be­zahlt.

2 Der Be­trag der jähr­li­chen Al­ters­ren­te be­stimmt sich nach dem im Zeit­punkt der Pen­sio­nie­rung vor­han­de­nen Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36, er­höht um ein Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a), mul­ti­pli­ziert mit dem für das Pen­sio­nie­rungs­al­ter mass­ge­ben­den Um­wand­lungs­satz ge­mä­ss An­hang 3; bei Schei­dung vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 100 Ab­sät­ze 4 und 5.78

3 Der Um­wand­lungs­satz wird auf den Mo­nat ge­nau er­mit­telt.

78 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 40 Kapitalbezug  

1 Bei Al­ters­rück­tritt kön­nen bis zu 100 Pro­zent der Sum­me aus dem Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36 so­wie aus ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a), wel­che in die­sem Zeit­punkt für die Al­ters­leis­tung aus­ge­schie­den wird, als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­gen wer­den. Mel­det die ver­si­cher­te Per­son den Ka­pi­tal­be­zug we­ni­ger als drei Mo­na­te vor dem Rück­tritt, so wer­den ihr die Ver­wal­tungs­kos­ten ge­mä­ss Kos­ten­re­gle­ment in Rech­nung ge­stellt; die Ka­pi­tal­ab­fin­dung wird nach Be­zah­lung der Ver­wal­tungs­kos­ten über­wie­sen.79

2 ...80

3 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis ei­ner ver­si­cher­ten Per­son, die ei­ne Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zie­hen kann, oh­ne de­ren Ver­schul­den durch den Ar­beit­ge­ber auf­ge­löst, so kann die ver­si­cher­te Per­son den Ka­pi­tal­be­zug oder die ein­ma­li­ge Än­de­rung ei­nes be­reits ge­mel­de­ten Ka­pi­tal­be­zugs bis zum Al­ters­rück­tritt mel­den. Für die Be­zah­lung der Ver­wal­tungs­kos­ten gilt Ab­satz 1 sinn­ge­mä­ss.81

4 Bei ver­hei­ra­te­ten ver­si­cher­ten Per­so­nen setzt der Be­zug ei­ner Ka­pi­tal­ab­fin­dung die schrift­li­che Zu­stim­mung des Ehe­gat­ten oder der Ehe­gat­tin mit­tels be­glau­big­ter Un­ter­schrift vor­aus. Statt die Un­ter­schrift be­glau­bi­gen zu las­sen, kann der Ehe­gat­te oder die Ehe­gat­tin bei PU­BLI­CA die Zu­stim­mungs­er­klä­rung per­sön­lich un­ter Vor­la­ge ei­nes amt­li­chen Per­so­nal­aus­wei­ses un­ter­schrei­ben.

5 Im Um­fang des Be­zugs ei­ner Ka­pi­tal­ab­fin­dung wer­den die Al­ters­ren­te und die da­mit ver­si­cher­ten üb­ri­gen Leis­tun­gen mit Aus­nah­me der Über­brückungs­ren­te ge­kürzt.

5bis An­tei­le am Al­ters­gut­ha­ben, die der Ar­beit­ge­ber auf den Zeit­punkt des Al­ters­rück­tritts der ver­si­cher­ten Per­son fi­nan­ziert hat, sind nach Mass­ga­be der ar­beits­recht­li­chen Be­stim­mun­gen vom Ka­pi­tal­be­zug aus­ge­nom­men.82

6 Wur­den Ein­käu­fe (Art. 32) ge­tä­tigt, so dür­fen die dar­aus re­sul­tie­ren­den Leis­tun­gen in­ner­halb der nächs­ten drei Jah­re nicht in Ka­pi­tal­form aus der Vor­sor­ge zu­rück­ge­zo­gen wer­den. Von der Be­gren­zung aus­ge­nom­men sind die Wie­der­ein­käu­fe im Fal­le der Schei­dung nach Ar­ti­kel 22d FZG.83

7 Der Ka­pi­tal­be­zug ist aus­ge­schlos­sen, wenn die Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18d mehr als zwei Jah­re ge­dau­ert hat.84

79 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

80 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

81 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

82 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

83 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

84 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 41 Anspruch auf Alters-Kinderrente  

1 Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger ei­ner Al­ters­ren­te ha­ben An­spruch auf ei­ne Al­ters-Kin­der­ren­te für je­des Kind, das im Fal­le ih­res To­des ei­ne Wai­sen­ren­te be­an­spru­chen könn­te.

2 Für Kin­der, die nach Vollen­dung des 18. Al­ters­jah­res in Aus­bil­dung sind, ist jähr­lich und un­auf­ge­for­dert ein Aus­bil­dungs­nach­weis zu er­brin­gen. Oh­ne die­sen Nach­weis wird die Aus­zah­lung der Al­ters-Kin­der­ren­te ein­ge­stellt.

Art. 42 Höhe der Alters-Kinderrente 85  

Die Al­ters-Kin­der­ren­te be­trägt einen Sechs­tel der lau­fen­den Al­ters­ren­te; bei Schei­dung vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 100 Ab­satz 6 ers­ter Satz.

85 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

2. Abschnitt: Hinterlassenenleistungen

Art. 43 Grundsatz  

1 Ein An­spruch auf Hin­ter­las­se­nen­leis­tun­gen be­steht, wenn die ver­stor­be­ne Per­son:

a.86
im Zeit­punkt des To­des oder bei Be­ginn der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zum Tod ge­führt hat, bei PU­BLI­CA ver­si­chert war (Art. 18 Bst. a BVG);
b.
in­fol­ge ei­nes Ge­burts­ge­bre­chens bei Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit min­des­tens zu 20 Pro­zent, aber we­ni­ger als zu 40 Pro­zent ar­beits­un­fä­hig war und bei Er­hö­hung der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zum Tod ge­führt hat, auf min­des­tens 40 Pro­zent ver­si­chert war (Art. 18 Bst. b BVG);
c.
als Min­der­jäh­ri­ge in­va­lid (Art. 8 Abs. 2 ATSG) wur­de und des­halb bei Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit min­des­tens zu 20 Pro­zent, aber we­ni­ger als zu 40 Pro­zent ar­beits­un­fä­hig war und bei Er­hö­hung der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zum Tod ge­führt hat, auf min­des­tens 40 Pro­zent ver­si­chert war (Art. 18 Bst. c BVG); oder
d.
von PU­BLI­CA im Zeit­punkt des To­des ei­ne Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te er­hielt (Art. 18 Bst. d BVG).

2 Ein Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a) wird in je­dem Fall als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung in nach­ste­hen­der Rei­hen­fol­ge aus­be­zahlt:87

a.
an den über­le­ben­den Ehe­gat­ten oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin so­wie an die Kin­der mit An­spruch auf Wai­sen­ren­te;
b.88
an die na­tür­li­chen Per­so­nen, die von der ver­stor­be­nen Per­son in er­heb­li­chem Mas­se un­ter­stützt wor­den sind, oder die Per­son, die mit die­ser in den letz­ten fünf Jah­ren bis zu ih­rem Tod un­un­ter­bro­chen ei­ne Le­bens­ge­mein­schaft im Sin­ne von Ar­ti­kel 45 Ab­satz 3 ge­führt hat oder die für den Un­ter­halt ei­nes oder meh­re­rer ge­mein­sa­mer Kin­der auf­kom­men muss;
c.
an die Kin­der oh­ne An­spruch auf Wai­sen­ren­te;
d.
an die El­tern;
e.
an die Ge­schwis­ter;
f.
an die ge­setz­li­chen Er­ben un­ter Aus­schluss des Ge­mein­we­sens.89

3 Die Ka­pi­tal­ab­fin­dung steht meh­re­ren An­spruchs­be­rech­tig­ten der­sel­ben Be­güns­tig­ten­grup­pe zu glei­chen Tei­len zu.90

86 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

87 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

88 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 2. und 15. Sept. so­wie 20. Okt. 2009, vom BR ge­neh­migt am 11. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (BBl 2009 8465).

89 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

90 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 44 Anspruch auf Ehegattenrente  

1 Beim Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son hat der über­le­ben­de Ehe­gat­te oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin An­spruch auf ei­ne Ehe­gat­ten­ren­te, wenn er oder sie:

a.
für den Un­ter­halt min­des­tens ei­nes Kin­des auf­kom­men muss;
b.91
das 40. Al­ters­jahr vollen­det hat und min­des­tens zwei Jah­re mit der ver­stor­be­nen Per­son ver­hei­ra­tet war; oder
c.
ei­ne gan­ze Ren­te nach IVG be­zieht oder in­nert zwei­er Jah­re seit dem Tod des Ehe­gat­ten oder der Ehe­gat­tin An­spruch auf ei­ne sol­che Ren­te be­kommt.

2 Er­füllt der über­le­ben­de Ehe­gat­te oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin kei­ne die­ser Vor­aus­set­zun­gen, so hat er oder sie:

a.
beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son An­spruch auf ei­ne ein­ma­li­ge Ab­fin­dung in der Hö­he des To­des­fall­ka­pi­tals nach Ar­ti­kel 50;
b.
beim Tod der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son An­spruch auf ei­ne ein­ma­li­ge Ab­fin­dung in der Hö­he von drei Ehe­gat­ten-Jah­res­ren­ten nach BVG.92

2bis Ent­steht in ei­nem Fall nach Ab­satz 2 ein An­spruch auf Ehe­gat­ten­ren­te, nach­dem der über­le­ben­de Ehe­gat­te oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin die Ab­fin­dung er­hal­ten hat, so wird die­se an die Ehe­gat­ten­ren­te an­ge­rech­net.93

3 Der An­spruch auf die Ehe­gat­ten­ren­te be­ginnt mit dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son, frü­he­s­tens aber nach dem Tag, an dem der An­spruch der ver­stor­be­nen Per­son auf Lohn, Lohn­nach­ge­nuss, Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te auf­hört.

4 Der An­spruch er­lischt bei Hei­rat, Wie­der­ver­hei­ra­tung oder beim Tod.

5 Der ge­schie­de­ne Ehe­gat­te oder die ge­schie­de­ne Ehe­gat­tin hat An­spruch auf ei­ne Ehe­gat­ten­ren­te, wenn die Ehe min­des­tens zehn Jah­re ge­dau­ert hat und ihm oder ihr in­fol­ge Schei­dung ei­ne Ren­te nach Ar­ti­kel 124e Ab­satz 1 oder 126 Ab­satz 1 ZGB zu­ge­spro­chen wor­den ist. Der An­spruch be­steht, so­lan­ge die Ren­te ge­schul­det ge­we­sen wä­re.94

91 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

92 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

94 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 45 Anspruch auf Lebenspartnerrente  

1 Beim Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son hat die über­le­ben­de Le­ben­s­part­ne­rin oder der über­le­ben­de Le­ben­s­part­ner An­spruch auf ei­ne Le­ben­s­partn­er­ren­te, wenn sie oder er kei­ne Ehe­gat­ten­ren­te oder kei­ne aus ei­nem an­de­ren Vor­sor­ge­fall be­reits lau­fen­de Le­ben­s­partn­er­ren­te ei­ner Vor­sor­ge­ein­rich­tung der 2. Säu­le be­zieht und:

a.95
das 40. Al­ters­jahr vollen­det hat und mit der ver­stor­be­nen Per­son min­des­tens in den letz­ten fünf Jah­ren vor dem Tod un­un­ter­bro­chen ei­ne Le­ben­s­part­ner­schaft ge­führt hat; oder
b.
für den Un­ter­halt ei­nes oder meh­re­rer ge­mein­sa­mer Kin­der, die ge­mä­ss vor­lie­gen­dem Re­gle­ment An­spruch auf Wai­sen­ren­ten ha­ben, auf­kom­men muss.

2 Der An­spruch auf ei­ne Le­ben­s­partn­er­ren­te be­steht nur, wenn die Le­ben­s­part­ner­schaft PU­BLI­CA in Form ei­nes Le­ben­s­part­ner­ver­tra­ges schrift­lich ge­mel­det wor­den ist. Die­ser von bei­den Le­ben­s­part­nern un­ter­zeich­ne­te Le­ben­s­part­ner­ver­trag ist im Ori­gi­nal und zu Leb­zei­ten der bei­den Le­ben­s­part­ner PU­BLI­CA zu­zu­stel­len.

3 Ei­ne Le­ben­s­part­ner­schaft im Sin­ne die­ser Be­stim­mung ist ei­ne ehe­ähn­li­che Le­bens­ge­mein­schaft von nicht ver­hei­ra­te­ten Per­so­nen un­ter­schied­li­chen oder glei­chen Ge­schlechts, die un­ter­ein­an­der nicht ver­wandt sind und de­ren Part­ner­schaft nicht ge­mä­ss dem PartG ein­ge­tra­gen ist. Als Le­ben­s­part­ner­schaft gilt auch ei­ne ehe­ähn­li­che Le­bens­ge­mein­schaft von ver­wand­ten Per­so­nen, zwi­schen de­nen kein Ehe­hin­der­nis be­steht.

4 Der An­spruch auf die Le­ben­s­partn­er­ren­te be­ginnt mit dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son, frü­he­s­tens aber nach dem Tag, an dem der An­spruch der ver­stor­be­nen Per­son auf Lohn, Lohn­nach­ge­nuss, Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te auf­hört. Der An­spruch ist bis spä­tes­tens sechs Mo­na­te nach dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son gel­tend zu ma­chen.

5 Die Dau­er ei­ner Le­ben­s­part­ner­schaft wird an die dar­auf fol­gen­de Ehe­dau­er ge­mä­ss den An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 44 Ab­satz 1 Buch­sta­be b für die Ehe­gat­ten­ren­te an­ge­rech­net, un­ter der Vor­aus­set­zung, dass ein von bei­den Le­ben­s­part­nern un­ter­zeich­ne­ter Le­ben­s­part­ner­ver­trag im Ori­gi­nal und zu Leb­zei­ten der bei­den Le­ben­s­part­ner PU­BLI­CA zu­ge­stellt wur­de.

6 Die An­spruchs­be­rech­ti­gung wird erst im Zeit­punkt der Gel­tend­ma­chung des An­spruchs ge­prüft. Auf Ver­lan­gen von PU­BLI­CA hat der über­le­ben­de Le­ben­s­part­ner oder die über­le­ben­de Le­ben­s­part­ne­rin PU­BLI­CA die not­wen­di­gen An­ga­ben zu­zu­stel­len. Da­zu ge­hö­ren na­ment­lich:

a.
der Nach­weis der Wohn­ge­mein­de, mit wel­chem der ge­mein­sa­me Wohn­sitz in den letz­ten 5 Jah­ren vor dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son be­legt wird, oder der Nach­weis, dass in den letz­ten 5 Jah­ren vor dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son ein ge­mein­sa­mer Haus­halt be­stan­den hat;
b.
Be­stä­ti­gun­gen über den Zi­vil­stand bei­der Le­ben­s­part­ner oder Le­ben­spart­ne­rin­nen;
c.
In­for­ma­tio­nen be­tref­fend die ge­mein­sa­men Kin­der;
d.
wei­te­re Do­ku­men­te wie Schei­dungs­ur­tei­le oder Ren­ten­ver­fü­gun­gen.

7 Der An­spruch er­lischt:

a.
bei Hei­rat, beim Ein­ge­hen ei­ner Le­ben­s­part­ner­schaft im Sin­ne die­ses Ar­ti­kels oder beim Tod des über­le­ben­den Le­ben­s­part­ners oder der über­le­ben­den Le­ben­s­part­ne­rin;
b.
wenn der über­le­ben­de Le­ben­s­part­ner oder die über­le­ben­de Le­ben­s­part­ne­rin An­spruch auf ei­ne Ehe­gat­ten­ren­te in­fol­ge Tod sei­ner ge­schie­de­nen Ehe­gat­tin oder ih­res ge­schie­de­nen Ehe­gat­ten hat.

8 Er­ge­ben sich bei der Ab­klä­rung der An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen Zwei­fel, na­ment­lich wenn gleich­zei­tig An­sprü­che ge­mä­ss Ar­ti­kel 49 (To­des­fall­ka­pi­tal) gel­tend ge­macht wer­den, darf PU­BLI­CA Leis­tun­gen erst er­brin­gen, wenn die Ab­klä­run­gen ab­ge­schlos­sen sind. Zins für auf­ge­scho­be­ne Leis­tungs­aus­rich­tung ist nicht ge­schul­det.

95 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 46 Höhe der Ehegatten- und Lebenspartnerrente  

1 Die jähr­li­che Ehe­gat­ten- und die Le­ben­s­partn­er­ren­te be­tra­gen:

a.
beim Tod ei­ner ver­si­cher­ten Per­son, die das 65. Al­ters­jahr noch nicht er­reicht hat:
zwei Drit­tel der ver­si­cher­ten In­va­li­den­ren­te;
b.
beim Tod ei­ner Per­son, die ei­ne Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te be­zieht:
zwei Drit­tel der lau­fen­den Ren­te;
c.
beim Tod ei­ner ver­si­cher­ten Per­son, die das 65. Al­ters­jahr vollen­det hat:
zwei Drit­tel der im Zeit­punkt des To­des von der ver­si­cher­ten Per­son er­wor­be­nen Al­ters­ren­te, be­rech­net auf der Grund­la­ge des Al­ters­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 36.

2 Ist der über­le­ben­de Ehe­gat­te bzw. Le­ben­s­part­ner oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin bzw. Le­ben­s­part­ne­rin mehr als 15 Jah­re jün­ger als die ver­stor­be­ne Per­son und hat die Ehe bzw. die Le­ben­s­part­ner­schaft we­ni­ger als 5 Jah­re ge­dau­ert und muss die über­le­ben­de Per­son nicht für den Un­ter­halt von we­nigs­tens ei­nem Kind auf­kom­men, so wird die Ren­te um zwei Pro­zent ih­res vol­len Be­tra­ges für je­des gan­ze oder an­ge­bro­che­ne Jahr ge­kürzt, um das die über­le­ben­de an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son mehr als 15 Jah­re jün­ger ist als die ver­stor­be­ne Per­son.

3 Die Ehe­gat­ten­ren­te nach Ar­ti­kel 44 Ab­satz 5 ent­spricht höchs­tens dem Be­trag der Ehe­gat­ten­ren­te ge­mä­ss BVG. ...96

4 Sie wird um je­nen Be­trag ge­kürzt, um den sie zu­sam­men mit den Hin­ter­las­se­nen­leis­tun­gen der AHV den An­spruch aus dem Schei­dungs­ur­teil über­steigt. Hin­ter­las­se­nen­ren­ten der AHV wer­den da­bei nur so weit an­ge­rech­net, als sie hö­her sind als ein ei­ge­ner An­spruch auf ei­ne In­va­li­den­ren­te der IV oder ei­ne Al­ters­ren­te der AHV.97

96 Satz auf­ge­ho­ben ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

97 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 46a Kapitalbezug anstelle einer Ehegatten- oder Lebenspartnerrente 98  

1 Die Ehe­gat­ten- und die Le­ben­s­partn­er­ren­te nach Ar­ti­kel 46 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und c kön­nen ganz oder teil­wei­se als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­gen wer­den. Das­sel­be gilt für die Ehe­gat­ten- und die Le­ben­s­partn­er­ren­ten nach Ar­ti­kel 46 Ab­satz 1 Buch­sta­be b, so­fern die ver­stor­be­ne Per­son ei­ne In­va­li­den­ren­te be­zog.

2 Wünscht die an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son die Ehe­gat­ten- oder Le­ben­s­partn­er­ren­te ganz oder teil­wei­se in Ka­pi­tal­form zu be­zie­hen, so muss sie PU­BLI­CA ei­ne ent­spre­chen­de schrift­li­che und ei­gen­hän­dig un­ter­zeich­ne­te Er­klä­rung zu­stel­len. Die­se Er­klä­rung muss bis spä­tes­tens drei Mo­na­te nach dem Tod der ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son bei PU­BLI­CA ein­ge­hen. All­fäl­li­ge Ren­ten­zah­lun­gen wer­den von der Ka­pi­tal­ab­fin­dung ab­ge­zo­gen.99

3 Die Ka­pi­tal­ab­fin­dung ent­spricht dem Bar­wert der als Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­ge­nen Ren­te.

4 Im Um­fang des Be­zugs der Ka­pi­tal­ab­fin­dung wer­den die Ehe­gat­ten- und die Le­ben­s­partn­er­ren­te ge­kürzt.

5 Hat der über­le­ben­de Ehe­gat­te oder Le­ben­s­part­ner oder die über­le­ben­de Ehe­gat­tin oder Le­ben­s­part­ne­rin das 45. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det, so wird die Ka­pi­tal­ab­fin­dung um zwei Pro­zent für je­des gan­ze oder an­ge­bro­che­ne Jahr ge­kürzt, um das die an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son oder der Be­zü­ge­rin oder des Be­zü­gers ei­ner In­va­li­den­ren­te jün­ger als 45 Jah­re alt ist. Die vol­le Ka­pi­tal­ab­fin­dung ent­spricht je­doch min­des­tens dem To­des­fall­ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 50.100

98 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

99 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

100 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

Art. 46b Zusätzliches Todesfallkapital 101  

Über­steigt das To­des­fall­ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 50 das für die Ren­te nach Ar­ti­kel 46 Ab­satz 1 not­wen­di­ge De­ckungs­ka­pi­tal, so wird der über­stei­gen­de Teil als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung an die nach Ar­ti­kel 44 oder 45 an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son aus­be­zahlt.

101 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 47 Anspruch auf Waisenrente  

1 Die Kin­der ei­ner ver­stor­be­nen ver­si­cher­ten oder ren­ten­be­zie­hen­den Per­son ha­ben An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te.

2 Der An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te be­ginnt nach dem Tag, an dem der An­spruch der ver­stor­be­nen Per­son auf Lohn, Lohn­nach­ge­nuss, Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te auf­hört.

3 Der An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te dau­ert, bis das Kind das 18. Al­ters­jahr vollen­det hat. Dar­über hin­aus dau­ert er bis zur Vollen­dung des 25. Al­ters­jah­res, wenn das Kind nach­ge­wie­se­ner­mas­sen noch in Aus­bil­dung oder im Sin­ne des IVG zu min­des­tens 70 Pro­zent in­va­lid ist.

4 Für Kin­der, die nach Vollen­dung des 18. Al­ters­jah­res in Aus­bil­dung sind, ist jähr­lich und un­auf­ge­for­dert ein Aus­bil­dungs­nach­weis zu er­brin­gen. Oh­ne die­sen Nach­weis wird die Aus­zah­lung der Wai­sen­ren­te ein­ge­stellt.

5 An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te ha­ben auch Pfle­ge- und Stief­kin­der, für de­ren Un­ter­halt die ver­si­cher­te oder ren­ten­be­zie­hen­de Per­son auf­zu­kom­men hat­te.

Art. 48 Höhe der Waisenrente  

1 Die Wai­sen­ren­te be­trägt:

a.
beim Tod ei­ner ver­si­cher­ten Per­son, die das 65. Al­ters­jahr noch nicht er­reicht hat:
einen Sechs­tel der ver­si­cher­ten In­va­li­den­ren­te;
b.102
beim Tod ei­ner Per­son, die ei­ne Al­ters- oder In­va­li­den­ren­te be­zieht:
einen Sechs­tel der lau­fen­den Ren­te; bei Schei­dung vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 100 Ab­satz 6 zwei­ter Satz;
c.
beim Tod ei­ner ver­si­cher­ten Per­son, die das 65. Al­ters­jahr vollen­det hat:
einen Sechs­tel der im Zeit­punkt des To­des von der ver­si­cher­ten Per­son er­wor­be­nen Al­ters­ren­te, be­rech­net auf der Grund­la­ge des Al­ters­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 36.

2 Voll­wai­sen er­hal­ten die dop­pel­te Wai­sen­ren­te.

102 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 49 Anspruch auf Todesfallkapital  

1 Stirbt ei­ne ver­si­cher­te Per­son und ent­steht kein An­spruch nach den Ar­ti­keln 44 und 45, so zahlt PU­BLI­CA ein To­des­fall­ka­pi­tal aus.103 An­spruchs­be­rech­tigt sind, un­ab­hän­gig vom Erbrecht, in nach­ste­hen­der Rei­hen­fol­ge:

a.
na­tür­li­che Per­so­nen, die von der ver­si­cher­ten Per­son in er­heb­li­chem Mas­se un­ter­stützt wor­den sind;
b.104
die Per­son, die mit der ver­si­cher­ten Per­son in den letz­ten fünf Jah­ren vor dem Tod un­un­ter­bro­chen ei­ne Le­ben­s­part­ner­schaft ge­führt hat oder die für den Un­ter­halt ei­nes oder meh­re­rer ge­mein­sa­mer Kin­der auf­kom­men muss, so­fern die An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 er­füllt sind;
c.
die Kin­der der ver­si­cher­ten Per­son;
d.
die El­tern.

2 Nicht an­spruchs­be­rech­tigt sind Per­so­nen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b, die von ei­ner an­de­ren Vor­sor­ge­ein­rich­tung ei­ne Ehe­gat­ten- oder Le­ben­s­partn­er­ren­te be­zie­hen.105

3 Das To­des­fall­ka­pi­tal steht meh­re­ren An­spruchs­be­rech­tig­ten der­sel­ben Be­güns­tig­ten­grup­pe zu glei­chen Tei­len zu.

4 Wer­den in­ner­halb ei­nes Jah­res seit dem Tod der ver­si­cher­ten Per­son kei­ne An­sprü­che gel­tend ge­macht, so ver­fällt das To­des­fall­ka­pi­tal dem Vor­sor­ge­werk Bund.106

103 Fas­sung ge­mä­ss Be­schuss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

104 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

105 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

106 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 50 Höhe des Todesfallkapitals  

Das To­des­fall­ka­pi­tal ent­spricht der Hälf­te des Al­ters­gut­ha­bens im Zeit­punkt des To­des der ver­si­cher­ten Per­son. Es wird um den Bar­wert ei­ner all­fäl­li­gen Wai­sen­ren­te (Art. 47 und 48) re­du­ziert.107

107 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

3. Abschnitt: Invalidenleistungen

Art. 51 Invalidität  

1 ...108

2 An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen hat die ver­si­cher­te Per­son, die:

a.
im Sin­ne des IVG zu min­des­tens 40 Pro­zent in­va­lid ist und bei Be­ginn der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, bei PU­BLI­CA ver­si­chert war (Art. 23 Bst. a BVG);
b.
in­fol­ge ei­nes Ge­burts­ge­bre­chens bei Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit min­des­tens zu 20 Pro­zent, aber we­ni­ger als zu 40 Pro­zent ar­beits­un­fä­hig war und bei Er­hö­hung der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, auf min­des­tens 40 Pro­zent ver­si­chert war (Art. 23 Bst. b BVG); oder
c.
als Min­der­jäh­ri­ge in­va­lid (Art. 8 Abs. 2 ATSG) wur­de und des­halb bei Auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit min­des­tens zu 20 Pro­zent, aber we­ni­ger als zu 40 Pro­zent ar­beits­un­fä­hig war und bei Er­hö­hung der Ar­beits­un­fä­hig­keit, de­ren Ur­sa­che zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, auf min­des­tens 40 Pro­zent ver­si­chert war (Art. 23 Bst. c BVG).

3 Ar­beits­un­fä­hig­keit ist die durch ei­ne Be­ein­träch­ti­gung der kör­per­li­chen, geis­ti­gen oder psy­chi­schen Ge­sund­heit be­ding­te, vol­le oder teil­wei­se Un­fä­hig­keit, im bis­he­ri­gen Be­ruf oder Auf­ga­ben­be­reich zu­mut­ba­re Ar­beit zu leis­ten. Bei lan­ger Dau­er wird auch die zu­mut­ba­re Tä­tig­keit in ei­nem an­de­ren Be­ruf oder Auf­ga­ben­be­reich be­rück­sich­tigt (Art. 6 ATSG).

4 Bei Rück­tritt vor vollen­de­tem 65. Al­ters­jahr kann der An­spruch auf In­va­li­den­ren­te nur ent­ste­hen, wenn die Ar­beits­un­fä­hig­keit, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, vor der Pen­sio­nie­rung ein­ge­tre­ten ist.

108 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 52 Beginn des Anspruchs und der Auszahlung 109  

1 Für den Be­ginn des An­spruchs auf In­va­li­den­leis­tun­gen gel­ten sinn­ge­mä­ss die ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen des IVG (Art. 26 Abs. 1 BVG).

2 Die Aus­zah­lung von In­va­li­den­leis­tun­gen setzt einen rechts­kräf­ti­gen Ent­scheid der IV vor­aus. Sie be­ginnt am ers­ten Tag nach dem En­de des An­spruchs der in­va­li­den Per­son auf die Lohn­fort­zah­lung durch den Ar­beit­ge­ber.

109 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 52a Ende des Anspruchs 110  

1 Der An­spruch der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son auf In­va­li­den­leis­tun­gen er­lischt:

a.
mit dem Tod;
b.
im Um­fang, in dem sie die Er­werbs­fä­hig­keit wie­der er­langt, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 52b Ab­sät­ze 1 und 2; oder
c.
bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res.

2 Nach Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res wird an­stel­le der In­va­li­den­ren­te ei­ne Al­ters­ren­te aus­ge­rich­tet. Die­se Al­ters­ren­te kann nicht in Ka­pi­tal­form be­zo­gen wer­den.

110 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 52b Anspruch bei Herabsetzung oder Aufhebung der IV-Rente 111  

1 Wird die IV-Ren­te nach Ver­min­de­rung des In­va­li­di­täts­gra­des her­ab­ge­setzt oder auf­ge­ho­ben, so bleibt die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son wäh­rend drei Jah­ren zu den glei­chen Be­din­gun­gen ver­si­chert, so­fern sie vor der Her­ab­set­zung oder der Auf­he­bung der IV-Ren­te an Mass­nah­men zu Wie­der­ein­glie­de­rung teil­ge­nom­men hat oder die IV-Ren­te we­gen der Wie­der­auf­nah­me ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit oder Er­hö­hung des Be­schäf­ti­gungs­gra­des her­ab­ge­setzt oder auf­ge­ho­ben wur­de (Art. 26a Abs. 1 BVG).

2 Der Ver­si­che­rungs­schutz und der Leis­tungs­an­spruch blei­ben auf­recht­er­hal­ten, so­lan­ge die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son ei­ne Über­gangs­leis­tung nach Ar­ti­kel 32 IVG be­zieht, auch wenn die drei­jäh­ri­ge Frist nach Ab­satz 1 ab­ge­lau­fen ist (Art. 26a Abs. 2 BVG).

3 Wäh­rend der Wei­ter­ver­si­che­rung und Auf­recht­er­hal­tung des Leis­tungs­an­spruchs wird die In­va­li­den­ren­te ent­spre­chend dem ver­min­der­ten In­va­li­di­täts­grad ge­kürzt, je­doch nur so weit, wie die Kür­zung durch ein Zu­satzein­kom­men der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son aus­ge­gli­chen wird (Art. 26a Abs. 3 BVG).

4 Wird ei­ne IV-Ren­te ge­stützt auf ei­ne Über­prü­fung nach Buch­sta­be ader Schluss­be­stim­mun­gen der Än­de­rung vom 18. März 2011 des IVG her­ab­ge­setzt oder auf­ge­ho­ben, so ver­min­dert sich oder en­det der An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen auf den Zeit­punkt, ab dem der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son ei­ne her­ab­ge­setz­te oder kei­ne IV‑Ren­te aus­ge­rich­tet wird.

111 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 53 Befreiung von der Bezahlung der Sparbeiträge und der Risikoprämie  

1 So­lan­ge der An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen be­steht, sind die in­va­li­de Per­son und der Ar­beit­ge­ber ent­spre­chend dem Ren­ten­an­spruch von der Be­zah­lung der Sp­ar­bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 24 und der Ri­si­ko­prä­mie nach Ar­ti­kel 26 be­freit.112

2 Die­se Be­frei­ung:

a.
er­folgt un­ab­hän­gig da­von, ob die In­va­li­di­tät auf Un­fall oder Krank­heit zu­rück­zu­füh­ren ist;
b.
um­fasst auch künf­ti­ge al­ters­be­ding­te Er­hö­hun­gen der Al­ters­gut­schrif­ten.

112 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 54 Altersguthaben einer invaliden Person  

1 Das Al­ters­gut­ha­ben der in­va­li­den Per­son wird dem Ren­ten­an­spruch ent­spre­chend in einen ak­ti­ven und einen pas­si­ven Teil auf­ge­teilt.

2 In dem Um­fang, in wel­chem die ver­si­cher­te Per­son ei­ne In­va­li­den­ren­te er­hält, wird der pas­si­ve Teil ih­res Al­ters­gut­ha­bens durch die­je­ni­gen jähr­li­chen Al­ters­gut­schrif­ten ge­äuf­net, die sich er­ge­ben wür­den, wenn sie nicht in­va­lid ge­wor­den wä­re; mass­ge­bend da­bei ist der ver­si­cher­te Ver­dienst bei Ein­tritt der Ar­beits­un­fä­hig­keit, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat. All­fäl­li­ge Teue­rungs­aus­glei­che bis zum Be­ginn des An­spruchs auf die In­va­li­den­ren­te wer­den nicht be­rück­sich­tigt.113

3 Für die Be­rech­nung der Al­ters­ren­te gilt Ar­ti­kel 39 sinn­ge­mä­ss.

4 Im Fall ei­ner Wie­der­ein­glie­de­rung ent­spricht die Aus­tritts­leis­tung demje­ni­gen Teil des ge­mä­ss Ab­satz 2 ge­bil­de­ten Al­ters­gut­ha­bens, der durch das En­de des An­spruchs auf die In­va­li­den­ren­te wie­der ak­tiv wird; bei Schei­dung vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 100 Ab­satz 3 ers­ter Satz.114

113 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

114 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009 (BBl 2009 2721). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 55 Behandlung eines Sondersparguthabens bei Invalidität 115  

1 Bei Teilin­va­li­di­tät kann die an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son ein Son­der­spar­gut­ha­ben (Art. 36a):

a.
zu­guns­ten ei­ner spä­te­ren Er­hö­hung der Al­ters­ren­te (Art. 39 Abs. 2) wei­ter ste­hen las­sen; oder
b.
ent­spre­chend dem Teil­ren­ten­an­spruch als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zie­hen.

2 Bei Vollin­va­li­di­tät wird ein Son­der­spar­gut­ha­ben als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung aus­be­zahlt.

3 Im To­des­fall wird ein Son­der­spar­gut­ha­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 43 Ab­satz 2 aus­be­zahlt.

115 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 56 Umfang des Anspruchs auf eine Invalidenrente  

Die in­va­li­de Per­son hat An­spruch auf:

a.
ei­ne Vier­tels­ren­te bei ei­ner In­va­li­di­tät im Sin­ne des IVG von min­des­tens 40 Pro­zent;
b.
ei­ne hal­be Ren­te bei ei­ner In­va­li­di­tät im Sin­ne des IVG von min­des­tens 50 Pro­zent;
c.
ei­ne Drei­vier­tels­ren­te bei ei­ner In­va­li­di­tät im Sin­ne des IVG von min­des­tens 60 Pro­zent;
d.
ei­ne gan­ze In­va­li­den­ren­te bei ei­ner In­va­li­di­tät im Sin­ne des IVG von min­des­tens 70 Pro­zent.
Art. 57 Berechnung der Invalidenrente  

1 Die In­va­li­den­leis­tun­gen wer­den nach dem für das or­dent­li­che AHV-Al­ter gel­ten­den Um­wand­lungs­satz (An­hang 3) be­rech­net. Als Al­ters­gut­ha­ben wer­den da­bei, bei Schei­dung un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 100 Ab­satz 3, an­ge­rech­net:116

a.
das Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36, das die ver­si­cher­te Per­son bis zum Be­ginn des An­spruchs auf die In­va­li­den­leis­tung er­wor­ben hat; und
b.
die Sum­me der Al­ters­gut­schrif­ten nach Ar­ti­kel 24 ab Be­ginn des An­spruchs auf die In­va­li­den­leis­tung bis zur Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res. Mass­ge­bend für die Hö­he der Al­ters­gut­schrif­ten ist der ver­si­cher­te Ver­dienst bei Ein­tritt der Ar­beits­un­fä­hig­keit, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat. All­fäl­li­ge Teue­rungs­aus­glei­che bis zum Be­ginn des An­spruchs auf ei­ne In­va­li­den­ren­te wer­den nicht be­rück­sich­tigt.117

2 Das Al­ters­gut­ha­ben und die Al­ters­gut­schrif­ten wer­den zu zwei Pro­zent ver­zinst. Der Ar­ti­kel 36bAb­sät­ze 1 und 2 wird an­ge­wen­det.118

3 Bei der Be­rech­nung des Al­ters­gut­ha­bens nach Ab­satz 1 nicht be­rück­sich­tigt wer­den Ein­käu­fe, die nach Ein­tritt der Ar­beits­un­fä­hig­keit ge­tä­tigt wer­den, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat. Die­se Ein­käu­fe wer­den zu­rück­er­stat­tet.119

4 Die In­va­li­den­leis­tung darf 60 Pro­zent des ver­si­cher­ten Ver­diens­tes bei Ein­tritt der Ar­beits­un­fä­hig­keit, die zur In­va­li­di­tät ge­führt hat, nicht über­stei­gen. All­fäl­li­ge Teue­rungs­aus­glei­che bis zum Be­ginn des An­spruchs auf ei­ne In­va­li­den­ren­te wer­den nicht be­rück­sich­tigt.120

5 Ent­steht der An­spruch auf ei­ne In­va­li­den­ren­te wäh­rend ei­nes un­be­zahl­ten oder teil­wei­se be­zahl­ten Ur­laubs, ist für die Be­rech­nung der In­va­li­den­ren­te der letz­te ver­si­cher­te Ver­dienst vor Be­ginn des Ur­laubs mass­ge­bend.

6 Für die Be­rech­nung der Hin­ter­las­se­nen­ren­ten nach den Ar­ti­keln 46 Ab­satz 1 Buch­sta­be a und Ar­ti­kel 48 Ab­satz 1 Buch­sta­be a sind der ver­si­cher­te Ver­dienst und das Al­ters­gut­ha­ben im Zeit­punkt des To­des mass­ge­bend.

116 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

117 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

118 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

119 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

120 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 58 Anspruch auf Invaliden-Kinderrente  

1 Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger ei­ner In­va­li­den­ren­te ha­ben An­spruch auf ei­ne In­va­li­den-Kin­der­ren­te für je­des Kind, das im Fal­le ih­res To­des ei­ne Wai­sen­ren­te be­an­spru­chen könn­te.

2 Für Kin­der, die nach Vollen­dung des 18. Al­ters­jah­res in Aus­bil­dung sind, ist jähr­lich und un­auf­ge­for­dert ein Aus­bil­dungs­nach­weis zu er­brin­gen. Oh­ne die­sen Nach­weis wird die Aus­zah­lung der In­va­li­den-Kin­der­ren­te ein­ge­stellt.

Art. 59 Höhe der Invaliden-Kinderrente 121  

Die In­va­li­den-Kin­der­ren­te be­trägt einen Sechs­tel der In­va­li­den­ren­te; bei Schei­dung vor­be­hal­ten ist Ar­ti­kel 100 Ab­satz 6 ers­ter Satz.

121 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

7. Kapitel: Überbrückungsrente und Sozialplan 122

122 Fassung gemäss Ziff. I des Beschlusses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR genehmigt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 60 Anspruch  

1 Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger ei­ner Al­ters­ren­te ha­ben vom Be­ginn des Be­zugs der Al­ters­ren­te bis zum or­dent­li­chen AHV-Al­ter An­spruch auf ei­ne Über­brückungs­ren­te, die dem Grad der Pen­sio­nie­rung ent­spricht.123

2 Die ver­si­cher­te Per­son muss PU­BLI­CA spä­tes­tens drei Mo­na­te vor dem Be­ginn des Be­zugs der Al­ters­ren­te mit­tei­len, ob sie ei­ne gan­ze, ei­ne hal­be oder kei­ne Über­brückungs­ren­te be­zie­hen will.

3 Der Ar­beit­ge­ber und die ver­si­cher­te Per­son müs­sen ih­re in den ar­beits­recht­li­chen Vor­schrif­ten fest­ge­leg­ten An­tei­le an der Fi­nan­zie­rung der ef­fek­tiv ver­lang­ten Über­brückungs­ren­te bis spä­tes­tens zu de­ren Be­ginn an PU­BLI­CA ver­gü­ten.

4 Die ver­si­cher­te Per­son teilt PU­BLI­CA spä­tes­tens drei Mo­na­te vor dem Be­zug der Über­brückungs­ren­te mit, nach wel­chem der fol­gen­den Be­rech­nungs­grund­sät­ze sie ih­ren An­teil fi­nan­zie­ren will:124

a.
mit ei­ner so­fort be­gin­nen­den le­bens­läng­li­chen Kür­zung der Al­ters­ren­te, auf die sie ge­mä­ss Ar­ti­kel 39 An­spruch hat (An­hang 4, Zif­fer I, Ta­bel­le 1 oder 2);
b.
mit ei­nem Aus­kauf der Kür­zung nach Buch­sta­be a (An­hang 4, Zif­fer II); oder
c.
mit ei­ner bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters be­gin­nen­den le­bens­läng­li­chen Kür­zung der Al­ters­ren­te und der da­mit ver­bun­de­nen Leis­tun­gen, auf die sie ge­mä­ss Ar­ti­kel 39 An­spruch hat (An­hang 5, Zif­fer I, Ta­bel­le 1 oder 2).125

4bis Trifft die Mit­tei­lung der ver­si­cher­ten Per­son we­ni­ger als drei Mo­na­te vor dem Be­zug der Über­brückungs­ren­te bei PU­BLI­CA ein, so wer­den ihr die Ver­wal­tungs­kos­ten ge­mä­ss Kos­ten­re­gle­ment in Rech­nung ge­stellt.126

5 Stirbt die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son, die sich für die Fi­nan­zie­rung nach Ab­satz 4 Buch­sta­be c ent­schie­den hat­te, vor Er­rei­chen des AHV-Al­ters, so wer­den die Hin­ter­las­se­nen­leis­tun­gen ver­si­che­rungs­tech­nisch ge­kürzt (An­hang 5, Zif­fer II).127

6 Wer die Al­ters­ren­te als Ka­pi­tal be­zieht, kann die Über­brückungs­ren­te nur be­an­spru­chen, wenn er oder sie die Kür­zung nach Ab­satz 4 Buch­sta­be b aus­kauft.128

123 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

124 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

125 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

126 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

127 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

128 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 61 Höhe der Überbrückungsrente  

1 Die Über­brückungs­ren­te ent­spricht ent­we­der der vol­len oder der hal­b­en ma­xi­ma­len AHV-Ren­te, ge­wich­tet nach dem durch­schnitt­li­chen Be­schäf­ti­gungs­grad.

2 Die Ar­beit­ge­ber mel­den PU­BLI­CA den durch­schnitt­li­chen Be­schäf­ti­gungs­grad drei Mo­na­te vor dem al­ters­be­ding­ten Aus­tritt der ver­si­cher­ten Per­son.

Art. 62 und 63129  

129 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art.64 Sozialplanleistungen 130131  

1 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis ei­ner ver­si­cher­ten Per­son ge­mä­ss den ar­beits­recht­li­chen Be­stim­mun­gen nach So­zi­al­plan be­en­det, so ent­steht ein An­spruch auf ei­ne le­bens­läng­li­che Al­ters­ren­te und ei­ne vom Ar­beit­ge­ber voll­stän­dig fi­nan­zier­te Über­brückungs­ren­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 61.

2 Hat die ver­si­cher­te Per­son bei Be­ginn des An­spruchs auf Al­ters­leis­tun­gen das 60., aber noch nicht das 63. Al­ters­jahr vollen­det, so er­hält sie die Al­ters­ren­te, die ihr im Fal­le der Pen­sio­nie­rung bei Vollen­dung des 63. Al­ters­jah­res zu­stün­de. Als Al­ters­gut­ha­ben wer­den an­ge­rech­net:

a.
das Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36, das die ver­si­cher­te Per­son bis zum Be­ginn des An­spruchs auf Al­ters­leis­tun­gen er­wor­ben hat; und
b.
die Sum­me der Al­ters­gut­schrif­ten nach Ar­ti­kel 24 ab Be­ginn des An­spruchs auf Al­ters­leis­tun­gen bis zur Vollen­dung des 63. Al­ters­jah­res; mass­ge­bend für die Hö­he der Al­ters­gut­schrif­ten ist der ver­si­cher­te Ver­dienst un­mit­tel­bar vor Be­ginn des An­spruchs auf Al­ters­leis­tun­gen.

3 Hat die ver­si­cher­te Per­son bei Be­ginn des An­spruchs auf Al­ters­leis­tun­gen das 63. Al­ters­jahr vollen­det, so er­hält sie die Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 39.

4 Ein Son­der­spar­gut­ha­ben kann zur Er­hö­hung der nach Ab­satz 2 und 3 fest­ge­leg­ten Al­ters­ren­te ver­wen­det wer­den. Das Al­ters­gut­ha­ben und ein Son­der­spar­gut­ha­ben kön­nen in An­wen­dung von Ar­ti­kel 40 als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­gen wer­den.

5 Der Ar­beit­ge­ber über­weist PU­BLI­CA das für die Fi­nan­zie­rung der Al­ters­ren­te nach Ab­satz 2 und der Über­brückungs­ren­te not­wen­di­ge De­ckungs­ka­pi­tal.132

130 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Okt. 2014, vom BR ge­neh­migt am 5. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4569).

131 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

132 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

8. Kapitel: Gemeinsame Bestimmungen zu den Leistungen

Art. 65 Beschränkung der Ansprüche  

1 An­sprü­che, die über die­ses Re­gle­ment hin­aus­ge­hen, ins­be­son­de­re An­sprü­che auf un­ge­bun­de­ne Mit­tel des Vor­sor­ge­werks Bund oder von PU­BLI­CA kön­nen im Rah­men der Ver­si­che­rung nach die­sem Re­gle­ment nicht gel­tend ge­macht wer­den. Die Be­stim­mun­gen über die Teil­li­qui­da­ti­on blei­ben vor­be­hal­ten.

2 Im Fal­le des Aus­tritts ei­nes Ar­beit­ge­bers oder ei­ner Ver­wal­tungs­ein­heit aus PU­BLI­CA oder aus ei­nem Vor­sor­ge­werk oder bei ei­nem Sta­tus­wech­sel (Art. 32f BPG) rich­ten sich das Vor­ge­hen und die An­sprü­che der ver­si­cher­ten Per­so­nen und der Ren­ten­be­zie­hen­den nach den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen und dem Teil­li­qui­da­ti­ons­re­gle­ment.

Art. 66 Ausrichtung der Leistungen als Kapitalabfindung  

1 PU­BLI­CA rich­tet an­stel­le von Ren­ten im­mer dann ei­ne nach den ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Grund­la­gen von PU­BLI­CA er­mit­tel­te Ka­pi­tal­ab­fin­dung aus, wenn:

a.
die Al­ters­ren­te we­ni­ger als 10 Pro­zent oder die Al­ters-Kin­der­ren­te we­ni­ger als zwei Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 AHVG be­trägt;
b.
die Ehe­gat­ten- oder die Le­ben­s­partn­er­ren­te we­ni­ger als 6 Pro­zent oder die Wai­sen­ren­te we­ni­ger als zwei Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 AHVG be­trägt;
c.133
die In­va­li­den­ren­te we­ni­ger als 10 Pro­zent oder die In­va­li­den-Kin­der­ren­te we­ni­ger als 2 Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 AHVG be­trägt.

2 Mit der Ka­pi­tal­aus­zah­lung er­lö­schen al­le wei­te­ren An­sprü­che der ver­si­cher­ten Per­son oder ih­rer Hin­ter­las­se­nen ge­gen­über PU­BLI­CA, ins­be­son­de­re auf all­fäl­li­ge künf­ti­ge ge­setz­li­che oder frei­wil­li­ge An­pas­sun­gen an die Preis­ent­wick­lung so­wie auf Al­ters-Kin­der­ren­te oder In­va­li­den-Kin­der­ren­te.

133 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 67 Verhältnis zu den gesetzlichen Leistungen  

Sind die Leis­tun­gen nach die­sem Re­gle­ment für ei­ne ge­mä­ss BVG ob­li­ga­to­risch ver­si­cher­te Per­son klei­ner als die Leis­tun­gen nach BVG, so wer­den letz­te­re aus­ge­rich­tet.

Art. 68 Leistungen nach dem Austritt aus PUBLICA  

1 Bleibt PU­BLI­CA nach dem Aus­tritt für einen Vor­sor­ge­fall zu­stän­dig, so rich­ten sich die Leis­tun­gen nach den re­gle­men­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen, die im Zeit­punkt des An­spruchs­be­ginns Gel­tung hat­ten.

2 Än­dern sich die Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen nach der erst­ma­li­gen Zu­spre­chung der Leis­tung, so wer­den die Leis­tungs­an­sprü­che ge­stützt auf die im Zeit­punkt der er­neu­ten Be­ur­tei­lung des An­spruchs gel­ten­den Be­stim­mun­gen be­ur­teilt.

Art. 69 Vorleistungspflicht von PUBLICA  

Wird PU­BLI­CA vor­leis­tungs­pflich­tig, weil die für die Leis­tungs­er­brin­gung zu­stän­di­ge Vor­sor­ge­ein­rich­tung noch nicht fest­steht und die be­rech­tig­te Per­son zu­letzt bei PU­BLI­CA ver­si­chert war (Art. 26 Abs. 4 BVG), so be­schränkt sich der An­spruch auf die BVG-Min­dest­leis­tun­gen. Stellt sich spä­ter her­aus, dass PU­BLI­CA nicht leis­tungs­pflich­tig ist, wer­den die vor­ge­leis­te­ten Be­trä­ge bei der leis­tungs­pflich­ti­gen Vor­sor­ge­ein­rich­tung samt Zins zu­rück­ge­for­dert.

Art. 70 Auszahlung der Leistungen  

1 Leis­tun­gen von PU­BLI­CA wer­den auf das von dem oder der An­spruchs­be­rech­tig­ten ge­nann­te Bank- oder Post­kon­to über­wie­sen. Al­le Über­wei­sun­gen er­fol­gen aus­sch­liess­lich auf ein ein­zi­ges Kon­to. Die Kos­ten der Über­wei­sung auf ein aus­län­di­sches Kon­to kön­nen der ver­si­cher­ten Per­son be­las­tet wer­den. Die Über­wei­sung er­folgt in je­dem Fall in Schwei­zer Fran­ken.

2 Die wie­der­keh­ren­den Leis­tun­gen von PU­BLI­CA wer­den je­weils in den ers­ten zehn Ta­gen des Mo­nats über­wie­sen.

3 Leis­tun­gen in Form ei­ner Ka­pi­tal­ab­fin­dung wer­den in­ner­halb von 30 Ta­gen ab Ent­ste­hung des Leis­tungs­an­spruchs aus­be­zahlt.

4 Für den Mo­nat, in dem der An­spruch ent­steht oder er­lischt, wird die Leis­tung voll aus­ge­rich­tet.

Art. 71 Berichtigung von Leistungen  

1 Stellt sich nach­träg­lich her­aus, dass ei­ne Leis­tung un­rich­tig fest­ge­setzt wor­den ist, nimmt PU­BLI­CA die Be­rich­ti­gung vor.

2 Hat PU­BLI­CA zu tie­fe Ren­ten­leis­tun­gen er­bracht, so leis­tet sie die in­fol­ge Be­rich­ti­gung er­for­der­li­che Nach­zah­lung un­ver­züg­lich oh­ne Zins. Wird PU­BLI­CA in Ver­zug ge­setzt, so be­zahlt sie Ver­zugs­zin­sen nach An­hang 1.134

134 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 72 Rückerstattung von zu Unrecht bezogenen Leistungen  

1 Wer ei­ne Leis­tung von PU­BLI­CA ent­ge­gen­nimmt, auf die er oder sie kei­nen An­spruch hat, muss sie samt Zin­sen (An­hang 1 Ziff. 4) zu­rück­er­stat­ten.135

2 In Här­te­fäl­len oder aus ver­wal­tungs­öko­no­mi­schen Grün­den kann PU­BLI­CA auf die Rück­for­de­rung von Leis­tun­gen ganz oder teil­wei­se ver­zich­ten. Die Kas­sen­kom­mis­si­on re­gelt die Ein­zel­hei­ten in ei­nem Här­te­fall­re­gle­ment.

135 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 73 Verjährung  

1 Die Ver­jäh­rung von Leis­tungs­an­sprü­chen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 41 BVG.

2 Die Ver­jäh­rung von Rück­for­de­rungs­an­sprü­chen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 35a BVG.

Art. 74 Lebensbescheinigung  

1 PU­BLI­CA kann die Aus­zah­lung von Ren­ten­leis­tun­gen von ei­ner Le­bens­be­schei­ni­gung ab­hän­gig ma­chen.

2 An­spruchs­be­rech­tig­ten mit Wohn­sitz im Aus­land wird jähr­lich ein ent­spre­chen­des For­mu­lar zu­ge­stellt. Wird die­ses nicht in­nert der dar­in ge­setz­ten Frist voll­stän­dig aus­ge­füllt an PU­BLI­CA zu­rück­ge­schickt, so wird die Ren­ten­zah­lung oh­ne wei­te­re Mel­dung ein­ge­stellt.

Art. 75 Anpassung an die Preisentwicklung  

Die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ren­ten wer­den im Rah­men der fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten des Vor­sor­ge­werks Bund an die Preis­ent­wick­lung an­ge­passt. Das pa­ri­tä­ti­sche Or­gan ent­schei­det jähr­lich dar­über, ob und in wel­chem Aus­mass die Ren­ten an­ge­passt wer­den. Der ent­spre­chen­de Be­schluss wird im Jah­res­be­richt er­läu­tert. Ar­ti­kel 36 Ab­satz 1 BVG bleibt vor­be­hal­ten.

Art. 76 Kürzung, Entzug, Verweigerung von Risikoleistungen  

1 PU­BLI­CA kann ih­re Leis­tun­gen im ent­spre­chen­den Um­fang kür­zen, wenn die AHV/IV ei­ne Leis­tung kürzt, ent­zieht oder ver­wei­gert, weil die an­spruchs­be­rech­tig­te Per­son den Tod oder die In­va­li­di­tät durch schwe­res Ver­schul­den her­bei­ge­führt hat oder sich ei­ner Ein­glie­de­rungs­mass­nah­me der IV wi­der­setzt.

2 In Här­te­fäl­len kann die Kür­zung der Leis­tun­gen ganz oder teil­wei­se un­ter­blei­ben. Die Kas­sen­kom­mis­si­on re­gelt die Ein­zel­hei­ten in ei­nem Här­te­fall­re­gle­ment.

Art. 77 Überentschädigung 136  

1 Für die Über­ent­schä­di­gungs­be­rech­nung sind die Ar­ti­kel 34a BVG so­wie 24, 24a und 25 BVV 2 an­wend­bar. Ab­wei­chend von Ar­ti­kel 34a Ab­satz 1 BVG dür­fen die Hin­ter­las­se­nen-, In­va­li­den- und Be­rufs­in­va­li­den­leis­tun­gen von PU­BLI­CA zu­sam­men mit an­de­ren Leis­tun­gen glei­cher Art und Zweck­be­stim­mung so­wie wei­te­ren an­re­chen­ba­ren Ein­künf­ten 100 Pro­zent des mut­mass­lich ent­gan­ge­nen Ver­diens­tes nicht über­stei­gen.

2 Wird nach Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res an­stel­le der In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te ei­ne Al­ters­ren­te aus­ge­rich­tet, so wird die­se wie ei­ne In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te be­han­delt.

3 Zu den an­re­chen­ba­ren Ein­künf­ten im Sin­ne von Ab­satz 1 zählt auch der nach Ar­ti­kel 43 Ab­satz 2 oder nach Ar­ti­kel 55 Ab­satz 1 Buch­sta­be b oder 2 als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­ge­ne Teil des Son­der­spar­gut­ha­bens, der den zu­sätz­li­chen Sp­ar­bei­trä­gen des Ar­beit­ge­bers nach Ar­ti­kel 36aAb­satz 2 Buch­sta­be abis und der ein­ma­li­gen Gut­schrift nach Ar­ti­kel 36a Ab­satz 2 Buch­sta­be ater ent­spricht.

4 Die Hin­ter­las­se­nen­leis­tun­gen von PU­BLI­CA und die zu­sätz­li­chen an­re­chen­ba­ren Ein­künf­te der Hin­ter­las­se­nen nach Ab­satz 3 und Ar­ti­kel 24 BVV 2 wer­den ge­samt­haft be­rück­sich­tigt. Ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dun­gen wer­den in ver­si­che­rungs­tech­nisch gleich­wer­ti­ge Ren­ten um­ge­wan­delt. Die Kür­zung wird pro­por­tio­nal auf die ein­zel­nen Ren­ten an­ge­rech­net.

5 Der in­fol­ge Über­ent­schä­di­gung nicht aus­be­zahl­te Teil der Leis­tun­gen ver­fällt dem Vor­sor­ge­werk Bund.

6 In Här­te­fäl­len kann PU­BLI­CA ganz oder teil­wei­se auf die Kür­zung von Leis­tun­gen ver­zich­ten. Die Kas­sen­kom­mis­si­on re­gelt die Ein­zel­hei­ten in ei­nem Här­te­fall­re­gle­ment.

136 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

Art. 78 Ansprüche gegenüber haftpflichtigen Dritten  

Ge­gen­über ei­ner Dritt­per­son, die für den Ver­si­che­rungs­fall haf­tet, tritt PU­BLI­CA im Zeit­punkt des Er­eig­nis­ses bis auf die Hö­he der re­gle­men­ta­ri­schen Leis­tun­gen in die An­sprü­che der ver­si­cher­ten Per­son, ih­rer Hin­ter­las­se­nen und wei­te­rer Be­güns­tig­ter nach Ar­ti­kel 49 ein.

Art. 79 Freiwillige Leistungen in Härtefällen  

1 In be­son­de­ren Här­te­fäl­len kann die Kas­sen­kom­mis­si­on auf be­grün­de­tes Ge­such hin ver­si­cher­ten Per­so­nen und Ren­ten­be­zie­hen­den die Aus­rich­tung ei­ner Leis­tung ge­wäh­ren, die nach die­sem Re­gle­ment nicht aus­drück­lich vor­ge­se­hen ist, aber dem Vor­sor­ge­zweck von PU­BLI­CA ent­spricht.

2 Die Kas­sen­kom­mis­si­on re­gelt in ei­nem Här­te­fall­re­gle­ment die Ein­zel­hei­ten be­tref­fend die Be­stim­mung des Här­te­fal­les, die Leis­tungs­hö­he und die Leis­tungs­dau­er.

9. Kapitel: Austrittsleistungen

Art. 80 Anspruch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor dem
1. Januar nach Vollendung des
21. Altersjahres
 

En­det das Ar­beits­ver­hält­nis ei­ner ver­si­cher­ten Per­son vor dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 21. Al­ters­jah­res, so ent­steht kein An­spruch auf ei­ne Aus­tritts­leis­tung, es sei denn, die ver­si­cher­te Per­son ha­be ei­ne Aus­tritts­leis­tung in PU­BLI­CA ein­ge­bracht. In die­sem Fall hat sie An­spruch auf die ein­ge­brach­te Aus­tritts­leis­tung, ein­sch­liess­lich Zins (An­hang 1 Ziff. 5).137

137 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 81 Anspruch bei vollständiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Vollendung des 60. Altersjahres  

1 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis vor Vollen­dung des 60. Al­ters­jah­res voll­stän­dig be­en­det, oh­ne dass ein Vor­sor­ge­fall ein­tritt, so hat die ver­si­cher­te Per­son An­spruch auf ei­ne Aus­tritts­leis­tung.

2 Bei ei­ner teilin­va­li­den Per­son be­schränkt sich der An­spruch auf Aus­tritts­leis­tung auf den ak­ti­ven Teil der Ver­si­che­rung.

Art. 81a Anspruch am Ende der Versicherung nach Artikel 18d 138  

En­det die Ver­si­che­rung, oh­ne dass ein Vor­sor­ge­fall ein­tritt, so rich­tet sich der An­spruch auf die Aus­tritts­leis­tung nach Ar­ti­kel 18d Ab­sät­ze 8 und 9.

138 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 82 Form der Erhaltung des Vorsorgeschutzes  

1 Tritt die ver­si­cher­te Per­son nach ih­rem vor Vollen­dung des 60. Al­ters­jah­res er­folg­ten Aus­schei­den ein neu­es Ar­beits­ver­hält­nis an, so wird ih­re Aus­tritts­leis­tung an die Vor­sor­ge­ein­rich­tung ih­res neu­en Ar­beit­ge­bers über­wie­sen.

2 So­bald PU­BLI­CA vom Aus­tritt der ver­si­cher­ten Per­son Kennt­nis hat, for­dert sie die­se auf, die für die Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung not­wen­di­gen An­ga­ben zu lie­fern.

3 PU­BLI­CA in­for­miert die ver­si­cher­te Per­son, die kein neu­es Ar­beits­ver­hält­nis be­grün­det, über die Mög­lich­kei­ten der Er­hal­tung des Vor­sor­ge­schut­zes, und ver­langt von ihr die ent­spre­chen­den In­for­ma­tio­nen. Die ver­si­cher­te Per­son muss PU­BLI­CA mit­tei­len, in wel­cher zu­läs­si­gen Form (Frei­zü­gig­keits­po­li­ce oder Frei­zü­gig­keits­kon­to) sie ih­ren Vor­sor­ge­schutz er­hal­ten will. Ih­re Aus­tritts­leis­tung kann höchs­tens an zwei Frei­zü­gig­keitsein­rich­tun­gen über­tra­gen wer­den.

4 Bleibt die Mit­tei­lung der ver­si­cher­ten Per­son aus, so über­weist PU­BLI­CA die Aus­tritts­leis­tung frü­he­s­tens nach Ab­lauf von 6 Mo­na­ten und spä­tes­tens nach zwei Jah­ren an die Stif­tung Auf­fan­gein­rich­tung.

5 Die Ver­zin­sung der Aus­tritts­leis­tung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 2 Ab­sät­ze 3 und 4 FZG (An­hang 1 Ziff. 6).139

6 Re­du­ziert ei­ne ver­si­cher­te Per­son ih­ren Be­schäf­ti­gungs­grad, oh­ne dass ein Vor­sor­ge­fall ein­tritt, so ver­bleibt das gan­ze bis zu die­sem Zeit­punkt an­ge­spar­te Al­ters­gut­ha­ben bei PU­BLI­CA. Die ver­si­cher­te Per­son kann je­doch in­nert drei Mo­na­ten nach der Re­duk­ti­on des Be­schäf­ti­gungs­gra­des die Über­wei­sung des dem Um­fang die­ser Re­duk­ti­on ent­spre­chen­den An­teils des Al­ters­gut­ha­bens schrift­lich gel­tend ma­chen. Für die Über­wei­sung die­ses An­teils gel­ten die Ab­sät­ze 1 und 3 sinn­ge­mä­ss. Vor­be­hal­ten bleibt die Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18c für ver­si­cher­te Per­so­nen, die das 58. Al­ters­jahr vollen­det und das 60. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det ha­ben. Bei Re­duk­tio­nen des Be­schäf­ti­gungs­gra­des nach dem vollen­de­ten 60. Al­ters­jahr gilt Ar­ti­kel 84a.140

139 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

140 Vier­ter und fünf­ter Satz ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 83 Barauszahlung  

1 Die ver­si­cher­te Per­son kann die Ba­r­aus­zah­lung der Aus­tritts­leis­tung ver­lan­gen, wenn:

a.
sie die Schweiz end­gül­tig ver­lässt und sich nicht im Fürs­ten­tum Liech­ten­stein nie­der­lässt; Ab­satz 4 bleibt vor­be­hal­ten;
b.141
sie in der Schweiz ei­ne selbst­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit auf­nimmt und der ob­li­ga­to­ri­schen be­ruf­li­chen Vor­sor­ge nicht mehr un­ter­steht; oder
c.
die Aus­tritts­leis­tung we­ni­ger als dem von ihr ent­rich­te­ten Jah­res­bei­trag ent­spricht.

2 Die ver­si­cher­te Per­son hat den Nach­weis für das Be­ste­hen ei­nes Ba­r­aus­zah­lungs­grun­des zu er­brin­gen. Ins­be­son­de­re sind vor­zu­le­gen:

a.
bei end­gül­ti­gem Ver­las­sen der Schweiz ei­ne Be­stä­ti­gung der Ein­woh­ner­kon­trol­le;
b.
bei Auf­nah­me ei­ner selb­stän­di­gen Er­werbs­tä­tig­keit ei­ne Be­stä­ti­gung der AHV-Aus­gleichs­kas­se.

3 PU­BLI­CA kann im Zwei­fels­fall wei­te­re Nach­wei­se ver­lan­gen.

4 Ver­legt die ver­si­cher­te Per­son ih­ren Wohn­sitz in einen Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Uni­on, nach Is­land oder nach Nor­we­gen und un­ter­steht sie in die­sem Staat wei­ter­hin der ob­li­ga­to­ri­schen Ver­si­che­rung für das Al­ter und ge­gen die Ri­si­ken Tod und In­va­li­di­tät, so kann sie die Ba­r­aus­zah­lung im Um­fang des bis zum Aus­tritt aus PU­BLI­CA er­wor­be­nen Al­ters­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 15 BVG nicht ver­lan­gen.

5 ...142

6 Bei ver­hei­ra­te­ten ver­si­cher­ten Per­so­nen setzt die Ba­r­aus­zah­lung der Aus­tritts­leis­tung die schrift­li­che Zu­stim­mung des Ehe­gat­ten oder der Ehe­gat­tin mit­tels be­glau­big­ter Un­ter­schrift vor­aus. Statt die Un­ter­schrift be­glau­bi­gen zu las­sen, kann der Ehe­gat­te oder die Ehe­gat­tin bei PU­BLI­CA die Zu­stim­mungs­er­klä­rung per­sön­lich un­ter Vor­la­ge ei­nes amt­li­chen Per­so­nal­aus­wei­ses un­ter­schrei­ben.

7 Hat die ver­si­cher­te Per­son zur Ver­bes­se­rung ih­res Vor­sor­ge­schut­zes in­ner­halb der letz­ten drei Jah­re vor der Ba­r­aus­zah­lung einen Ein­kauf ge­leis­tet, blei­ben all­fäl­li­ge ge­setz­li­che Aus­zah­lungs­be­schrän­kun­gen vor­be­hal­ten.

141 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

142 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

Art. 84 Anspruch bei ganzer oder teilweiser Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Vollendung des 60. Altersjahres 143  

1 Wird das Ar­beits­ver­hält­nis ei­ner ver­si­cher­ten Per­son nach Vollen­dung des 60. Al­ters­jah­res aus an­de­ren Grün­den als in­fol­ge Tod oder In­va­li­di­tät ganz oder teil­wei­se be­en­det (Art. 37 Abs. 3 und 38 Abs. 4), so kann sie wäh­len zwi­schen:

a.
der Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung an die Vor­sor­ge­ein­rich­tung des neu­en Ar­beit­ge­bers;
b.
dem Be­zug von Al­ters­leis­tun­gen; oder
c.144
der Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung an ei­ne Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung, wenn sie als ar­beits­los ge­mel­det ist.

2 Ver­si­cher­te Per­so­nen, die das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben, kön­nen die Über­wei­sung der Aus­tritts­leis­tung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a nur ver­lan­gen, wenn sie nach dem Re­gle­ment der Vor­sor­ge­ein­rich­tung des neu­en Ar­beit­ge­bers in die Ver­si­che­rung auf­ge­nom­men wer­den und ih­re Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 33b BVG wei­ter­füh­ren.145

143 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

144 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 2. und 15. Sept. so­wie 20. Okt. 2009, vom BR ge­neh­migt am 11. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (BBl 2009 8465).

145 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 84a Anspruch bei Reduktion des massgebenden Jahreslohnes nach Vollendung des 60. Altersjahres 146  

Re­du­ziert sich der mass­ge­ben­de Jah­res­lohn ei­ner ver­si­cher­ten Per­son nach Vollen­dung des 60. Al­ters­jah­res aus an­de­ren Grün­den als in­fol­ge In­va­li­di­tät, so kann sie zu­sätz­lich zu den Mög­lich­kei­ten nach Ar­ti­kel 84 wäh­len zwi­schen:147

a.
dem Be­las­sen des bis zu die­sem Zeit­punkt an­ge­spar­ten Al­ters­gut­ha­bens bei PU­BLI­CA;
b.148
der Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge ge­mä­ss den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 18c.

146 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

147 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

148 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 85 Berechnung  

1 Die Aus­tritts­leis­tung wird auf­grund von Ar­ti­kel 15 FZG (An­sprü­che im Bei­trags­pri­mat) be­rech­net und ent­spricht der Sum­me des im Zeit­punkt der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses vor­han­de­nen Al­ters­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 36 und ei­nes Son­der­spar­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 36a. In je­dem Fall be­steht je­doch min­des­tens An­spruch auf die Aus­tritts­leis­tung nach Ar­ti­kel 17 FZG be­zie­hungs­wei­se auf das Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 15 BVG, wenn die­ses die Aus­tritts­leis­tung nach Ar­ti­kel 17 FZG über­steigt.149

2 Der Min­dest­be­trag nach Ar­ti­kel 17 FZG setzt sich un­ter Ab­zug von Vor­be­zü­gen für Wohn­ei­gen­tum, von aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­sen und von Aus­zah­lun­gen in­fol­ge Schei­dung zu­sam­men aus der Sum­me der:

a.
von der ver­si­cher­ten Per­son ein­ge­brach­ten Aus­tritts­leis­tun­gen und ge­leis­te­ten Ein­käu­fe, bei­des samt Zin­sen;
b.
wäh­rend der Bei­trags­dau­er von der ver­si­cher­ten Per­son ge­leis­te­ten Sp­ar­bei­trä­ge (Art. 24 und 25) samt ei­nem Zu­schlag von 4 Pro­zent pro Al­ters­jahr ab dem 20. Al­ters­jahr, höchs­tens aber von 100 Pro­zent; vor­be­hal­ten ist Ab­satz 5;
c.
all­fäl­li­gen vom Ar­beit­ge­ber ge­leis­te­ten Ein­käu­fe nach Ar­ti­kel 87, samt Zin­sen.150

3 Der Zins­satz für die Ver­zin­sung nach Ab­satz 2 rich­tet sich nach dem FZG. Wäh­rend der Dau­er ei­ner Un­ter­de­ckung kann er auf den Zins­satz, mit dem die Al­ters­gut­ha­ben ver­zinst wer­den, her­ab­ge­setzt wer­den.151

4 Die al­len­falls zur Be­he­bung ei­ner Un­ter­de­ckung er­ho­be­nen Bei­trä­ge (Art. 34) wer­den nicht an­ge­rech­net (Art. 17 Abs. 2 Bst. f FZG). ...152

5 Für Sp­ar­bei­trä­ge, wel­che die ver­si­cher­te Per­son bei un­be­zahl­tem Ur­laub nach Ar­ti­kel 18a, Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18c oder Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18d an­stel­le des Ar­beit­ge­bers ge­leis­tet hat, wird kein Zu­schlag nach Ab­satz 2 Buch­sta­be b be­rech­net.153

6 ...154

149 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

150 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

151 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

152 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 2. und 15. Sept. so­wie 20. Okt. 2009, vom BR ge­neh­migt am 11. Nov. 2009 (BBl 2009 8465). Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

153 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

154 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010 (BBl 2010 9039). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

Art. 86 Berichtigung von Austrittsleistungen  

Hat PU­BLI­CA ei­ne zu tie­fe Aus­tritts­leis­tung er­bracht, so rich­tet sich der Zins auf der Nach­zah­lung nach Ar­ti­kel 7 FZV (An­hang 1 Ziff. 7).155

155 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 87 Beteiligung des Arbeitgebers am Einkauf  

1 Hat sich der Ar­beit­ge­ber am Ein­kauf der ver­si­cher­ten Per­son be­tei­ligt, so wird der ent­spre­chen­de Be­trag von der Aus­tritts­leis­tung ab­ge­zo­gen.

2 Der Ab­zug ver­min­dert sich mit je­dem Bei­trags­jahr ab Be­zah­lung der Ar­beit­ge­ber­be­tei­li­gung um einen Zehn­tel des vom Ar­beit­ge­ber über­nom­me­nen Be­trags. Der nicht ver­brauch­te Teil fällt an ein Bei­trags­re­ser­ve­n­kon­to des Ar­beit­ge­bers.

Art. 88 Informationen im Freizügigkeitsfall  

Die ver­si­cher­te Per­son und die neue Vor­sor­ge­ein­rich­tung be­zie­hungs­wei­se die Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung oder die Stif­tung Auf­fan­gein­rich­tung er­hal­ten von PU­BLI­CA im Frei­zü­gig­keits­fall fol­gen­de In­for­ma­tio­nen:

a.
die Hö­he des Al­ters­gut­ha­bens ge­mä­ss Ar­ti­kel 36;
b.
die Hö­he des Min­dest­be­trags ge­mä­ss Ar­ti­kel 85 Ab­satz 2 (Art. 17 FZG);
c.
die Hö­he des Al­ters­gut­ha­bens ge­mä­ss Ar­ti­kel 15 BVG;
d.156
...
e.157
In­for­ma­tio­nen be­tref­fend Vor­be­zü­ge für die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung ge­mä­ss den Ar­ti­keln 91–98;
f.
In­for­ma­tio­nen be­tref­fend die Ver­pfän­dung des An­spruchs auf Vor­sor­ge­leis­tun­gen ge­mä­ss den Ar­ti­keln 91 und 94;
g.158
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he des Al­ters­gut­ha­bens bei Vollen­dung des 50. Al­ters­jah­res;
h.
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he des Al­ters­gut­ha­bens bei Hei­rat be­zie­hungs­wei­se am 1. Ja­nu­ar 1995;
i.159
In­for­ma­tio­nen be­tref­fend Be­trä­ge, die nach Ar­ti­kel 100 Ab­satz 2 in­fol­ge Schei­dung über­tra­gen wor­den sind.

156 Auf­ge­ho­ben durch Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

157 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

158 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

159 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 89 Erhaltung des Vorsorgeschutzes in besonderen Fällen  

Wech­selt die ver­si­cher­te Per­son vom Vor­sor­ge­werk Bund zu ei­nem an­de­ren Vor­sor­ge­werk von PU­BLI­CA, so rech­net PU­BLI­CA in je­dem Fall wie im Frei­zü­gig­keits­fall ab.

Art. 90 Rücküberweisung der Austrittsleistung an PUBLICA  

1 Muss PU­BLI­CA Hin­ter­las­se­nen- oder In­va­li­den­leis­tun­gen er­brin­gen, nach­dem sie die Aus­tritts­leis­tung an die neue Vor­sor­ge­ein­rich­tung oder ei­ne Frei­zü­gig­keits­ein­rich­tung über­wie­sen hat, so ist ihr die­se Aus­tritts­leis­tung samt Zins (An­hang 1 Ziff. 8) so­weit zu­rück­zu­er­stat­ten, als dies zur Aus­zah­lung der Hin­ter­las­se­nen- oder In­va­li­den­leis­tun­gen nö­tig ist.160

2 Wur­de die Aus­tritts­leis­tung an die in­va­li­de Per­son oder an ih­re Hin­ter­las­se­nen aus­be­zahlt, so be­rech­net sich die Hö­he der Hin­ter­las­se­nen- oder In­va­li­den­leis­tun­gen auf der Ba­sis der zu­rück­er­stat­te­ten Aus­tritts­leis­tung.

160 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

10. Kapitel: Wohneigentumsförderung

Art. 91 Vorbezug und Verpfändung  

1 Zur Fi­nan­zie­rung von Wohn­ei­gen­tum zum ei­ge­nen Be­darf im Sin­ne der Ar­ti-kel 1–4 WEFV kann die ver­si­cher­te Per­son Leis­tun­gen von PU­BLI­CA vor de­ren Fäl­lig­keit vor­be­zie­hen oder den An­spruch auf Vor­sor­ge­leis­tun­gen oder einen Be­trag bis zur Hö­he ih­rer Aus­tritts­leis­tung ver­pfän­den.

1bis Hat die Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 18d mehr als zwei Jah­re ge­dau­ert, so be­steht kein An­spruch auf Vor­be­zug oder Ver­pfän­dung.161

2 Für Vor­be­zug und Ver­pfän­dung zur Fi­nan­zie­rung von Wohn­ei­gen­tum kann PU­BLI­CA Ver­wal­tungs­ge­büh­ren er­he­ben. Die­se wer­den im Kos­ten­re­gle­ment fest­ge­hal­ten und der ver­si­cher­ten Per­son auf Ver­lan­gen vor­gän­gig mit­ge­teilt.162

161 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

162 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 92 Vorbezug  

1 Die Ge­su­che um Vor­be­zü­ge zur Fi­nan­zie­rung von Wohn­ei­gen­tum zum ei­ge­nen Be­darf wer­den in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs be­han­delt.

2 Der Min­dest­be­trag für den Vor­be­zug be­trägt 20 000 Fran­ken. Die­ser Min­dest­be­trag gilt nicht für den Er­werb von An­teil­schei­nen an Wohn­bau­ge­nos­sen­schaf­ten und von ähn­li­chen Be­tei­li­gun­gen.

3 Ein Vor­be­zug kann bis zur Vollen­dung des 62. Al­ters­jah­res al­le fünf Jah­re gel­tend ge­macht wer­den.163 Hat die ver­si­cher­te Per­son vor der Auf­nah­me bei PU­BLI­CA bei ei­ner an­de­ren Vor­sor­ge­ein­rich­tung einen Vor­be­zug ge­tä­tigt, so sind die seit­her ver­gan­ge­nen Jah­re an­zu­rech­nen.

4 Die ver­si­cher­te Per­son darf bis zum 50. Al­ters­jahr einen Be­trag bis zur Hö­he der Aus­tritts­leis­tung be­zie­hen.

5 Ei­ne ver­si­cher­te Per­son, die das 50. Al­ters­jahr über­schrit­ten hat, darf höchs­tens den grös­se­ren der bei­den nach­fol­gen­den Be­trä­ge be­zie­hen:

a.
den bei Vollen­dung des 50. Al­ters­jah­res aus­ge­wie­se­nen Be­trag der Aus­tritts­leis­tung, er­höht um die seit­her vor­ge­nom­me­nen Rück­zah­lun­gen und ver­min­dert um den Be­trag, der seit­her auf­grund von Vor­be­zü­gen oder Pfand­ver­wer­tun­gen für das Wohn­ei­gen­tum ein­ge­setzt wor­den ist;
b.
die Hälf­te der Dif­fe­renz zwi­schen der Aus­tritts­leis­tung im Zeit­punkt des Vor­be­zugs und der für das Wohn­ei­gen­tum in die­sem Zeit­punkt be­reits ein­ge­setz­ten Frei­zü­gig­keits­leis­tung.

6 Bei ei­ner ver­hei­ra­te­ten ver­si­cher­ten Per­son setzt der Vor­be­zug die schrift­li­che Zu­stim­mung des Ehe­gat­ten oder der Ehe­gat­tin vor­aus. PU­BLI­CA kann die Be­glau­bi­gung der Un­ter­schrift ver­lan­gen. Statt die Un­ter­schrift be­glau­bi­gen zu las­sen, kann der Ehe­gat­te oder die Ehe­gat­tin bei PU­BLI­CA die Zu­stim­mungs­er­klä­rung per­sön­lich un­ter Vor­la­ge ei­nes amt­li­chen Per­so­nal­aus­wei­ses un­ter­schrei­ben.

7 Im Üb­ri­gen gel­ten die ent­spre­chen­den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen über die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung mit Mit­teln der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge.

163 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 93 Rückzahlung  

1 Der vor­be­zo­ge­ne Be­trag muss zu­rück­be­zahlt wer­den, wenn:

a.
das Wohn­ei­gen­tum ver­äus­sert wird;
b.
Rech­te an die­sem Wohn­ei­gen­tum ein­ge­räumt wer­den, die wirt­schaft­lich ei­ner Ver­äus­se­rung gleich­kom­men; oder
c.
beim Tod der ver­si­cher­ten Per­son kei­ne Vor­sor­ge­leis­tung fäl­lig wird.

2 Der vor­be­zo­ge­ne Be­trag kann zu­rück­be­zahlt wer­den bis:164

a.165
zur Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res;
b.
zum Ein­tritt ei­nes an­de­ren Vor­sor­ge­fal­les; oder
c.
zur Ba­r­aus­zah­lung der Aus­tritts­leis­tung.

3 Be­zahlt die ver­si­cher­te Per­son den Vor­be­zug zu­rück, so wird der ent­spre­chen­de Be­trag va­lu­ta­ge­recht dem Al­ters­gut­ha­ben nach Ar­ti­kel 36 Ab­satz 2 Buch­sta­be e gut­ge­schrie­ben. Der Min­dest­be­trag für die Rück­zah­lung be­trägt 10 000 Fran­ken. Ist der aus­ste­hen­de Vor­be­zug klei­ner als der Min­dest­be­trag, so ist die Rück­zah­lung in ei­nem ein­zi­gen Be­trag zu leis­ten.166

164 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

165 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 17. und 26. Nov. 2020, vom BR ge­neh­migt am 4. Dez. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5903).

166 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

Art. 94 Verpfändung  

1 Die Ver­pfän­dung ist PU­BLI­CA schrift­lich an­zu­zei­gen.

2 Der ma­xi­mal ver­pfänd­ba­re Be­trag ent­spricht dem Ma­xi­mal­be­trag, der vor­be­zo­gen wer­den kann.

3 Die schrift­li­che Zu­stim­mung des Pfand­gläu­bi­gers oder der Pfand­gläu­bi­ge­rin ist, so­weit die Pfand­sum­me be­trof­fen ist, er­for­der­lich für:

a.
die Ba­r­aus­zah­lung der Aus­tritts­leis­tung;
b.
die Aus­zah­lung der Vor­sor­ge­leis­tung;
c.
die Über­tra­gung ei­nes Teils der Aus­tritts­leis­tung in­fol­ge Schei­dung auf ei­ne Vor­sor­ge­ein­rich­tung des Ehe­gat­ten oder der Ehe­gat­tin der ver­si­cher­ten Per­son.

4 Ver­wei­gert der Pfand­gläu­bi­ger oder die Pfand­gläu­bi­ge­rin die Zu­stim­mung, so hat PU­BLI­CA den ent­spre­chen­den Be­trag si­cher­zu­stel­len.

5 Wech­selt die ver­si­cher­te Per­son die Vor­sor­ge­ein­rich­tung, so muss PU­BLI­CA dem Pfand­gläu­bi­ger oder der Pfand­gläu­bi­ge­rin mit­tei­len, an wen und in wel­chem Um­fang die Aus­tritts­leis­tung über­tra­gen wird.

6 Im Üb­ri­gen gel­ten die ent­spre­chen­den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen über die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung mit Mit­teln der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge.

Art. 95 Einzureichende Unterlagen  

Will ei­ne ver­si­cher­te Per­son von ei­nem Vor­be­zug oder ei­ner Ver­pfän­dung Ge­brauch ma­chen, so hat sie PU­BLI­CA die Ver­trags­do­ku­men­te über Er­werb, Er­stel­lung von Wohn­ei­gen­tum oder Amor­ti­sa­ti­on von Hy­po­the­kar­dar­le­hen, das Re­gle­ment bzw. den Miet- oder Dar­le­hens­ver­trag beim Er­werb von An­teil­schei­nen mit dem Wohn­bau­trä­ger und die ent­spre­chen­den Ur­kun­den bei ähn­li­chen Be­tei­li­gun­gen ein­zu­rei­chen.

Art. 96 Auszahlung  

1 PU­BLI­CA zahlt den Vor­be­zug spä­tes­tens nach sechs Mo­na­ten aus, nach­dem die ver­si­cher­te Per­son ih­ren An­spruch gel­tend ge­macht hat.

2 PU­BLI­CA zahlt den Vor­be­zug ge­gen Vor­wei­sung der ent­spre­chen­den Be­le­ge und im Ein­ver­ständ­nis der ver­si­cher­ten Per­son di­rekt an den Ver­käu­fer, Er­stel­ler, Dar­le­hens­ge­ber oder an die nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 1 Buch­sta­be b WEFV Be­rech­tig­ten aus.

3 Ab­satz 2 gilt sinn­ge­mä­ss für die Aus­zah­lung auf­grund ei­ner Ver­wer­tung des ver­pfän­de­ten Vor­sor­ge­gut­ha­bens.

4 Ist ei­ne Aus­zah­lung in­ner­halb von sechs Mo­na­ten aus Li­qui­di­täts­grün­den nicht mög­lich oder zu­mut­bar, so er­stellt PU­BLI­CA ei­ne Prio­ri­tä­ten­ord­nung, die der Auf­sichts­be­hör­de zur Kennt­nis zu brin­gen ist.

Art. 97 Vorsorgerechtliche Auswirkungen 167  

1 Bei der Aus­zah­lung ei­nes Vor­be­zugs oder der Ver­wer­tung ei­nes Pfan­des wer­den ein Son­der­spar­gut­ha­ben und, so­weit er­for­der­lich, das Al­ters­gut­ha­ben ent­spre­chend her­ab­ge­setzt. Das Al­ters­gut­ha­ben nach BVG wird im sel­ben Ver­hält­nis wie die Sum­me aus dem Al­ters­gut­ha­ben und ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben her­ab­ge­setzt. Die ver­si­cher­ten Leis­tun­gen wer­den ent­spre­chend ge­kürzt.168

2 Um ei­ne Ein­bus­se des Vor­sor­ge­schut­zes durch ei­ne Leis­tungs­kür­zung bei Tod oder In­va­li­di­tät zu ver­mei­den, in­for­miert PU­BLI­CA die ver­si­cher­te Per­son über die Mög­lich­kei­ten ei­ner Ri­si­ko­ver­si­che­rung bei ei­ner Pri­vat­ver­si­che­rung.

3 Be­zahlt die ver­si­cher­te Per­son den Vor­be­zug oder die Aus­zah­lung we­gen ei­ner Pfand­ver­wer­tung zu­rück, so wird der ent­spre­chen­de Be­trag va­lu­ta­ge­recht ent­spre­chend der Her­ab­set­zung nach Ab­satz 1 gut­ge­schrie­ben. Das Al­ters­gut­ha­ben nach BVG wird im sel­ben Ver­hält­nis wie bei der Her­ab­set­zung nach Ab­satz 1 er­höht.169

167 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

168 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

169 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 98 Rückerstattung bezahlter Steuern  

Das Recht auf Rück­er­stat­tung der be­zahl­ten Steu­ern er­lischt nach Ab­lauf von drei Jah­ren seit Wie­der­ein­zah­lung des Vor­be­zugs oder des Pfand­ver­wer­tungs­er­lö­ses an ei­ne Ein­rich­tung der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge. Die Rück­zah­lung kann nicht vom steu­er­ba­ren Ein­kom­men ab­ge­zo­gen wer­den.

11. Kapitel: Scheidung

Art. 99 Vorsorgeausgleich 170  

Für den Vor­sor­ge­aus­gleich bei Schei­dung gel­ten die ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen des ZGB, der ZPO, des BVG und des FZG samt Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen.

170 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 100 Vorsorgerechtliche Auswirkungen 171  

1 Ein zu­guns­ten ei­ner ver­si­cher­ten Per­son in­fol­ge Schei­dung über­tra­ge­ner An­teil der Aus­tritts­leis­tung oder als le­bens­lan­ge Ren­te be­zie­hungs­wei­se in Ka­pi­tal­form über­tra­ge­ner Ren­ten­an­teil wird im Ver­hält­nis, in dem er der Vor­sor­ge des ver­pflich­te­ten Ehe­gat­ten oder der ver­pflich­te­ten Ehe­gat­tin be­las­tet wur­de, dem Al­ters­gut­ha­ben nach BVG und dem Al­ters­gut­ha­ben nach die­sem Re­gle­ment gut­ge­schrie­ben.

2 Ein zu­las­ten ei­ner ver­si­cher­ten Per­son in­fol­ge Schei­dung über­tra­ge­ner An­teil der Aus­tritts­leis­tung wird von ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben und, so­weit er­for­der­lich, vom Al­ters­gut­ha­ben ab­ge­zo­gen. Das Al­ters­gut­ha­ben nach BVG wird im sel­ben Ver­hält­nis wie die Sum­me aus dem Al­ters­gut­ha­ben und ei­nem Son­der­spar­gut­ha­ben her­ab­ge­setzt. Die ver­si­cher­te Per­son kann sich im Rah­men der über­tra­ge­nen Aus­tritts­leis­tung wie­der ein­kau­fen; bei ei­nem Wie­der­ein­kauf wird das Al­ters­gut­ha­ben nach BVG im sel­ben Ver­hält­nis wie bei der Her­ab­set­zung er­höht. Ar­ti­kel 32 Ab­satz 4 ist an­wend­bar.172

3 Wird in­fol­ge Schei­dung ein An­teil der Aus­tritts­leis­tung ei­ner in­va­li­den ver­si­cher­ten Per­son zu­guns­ten des be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten oder der be­rech­tig­ten Ehe­gat­tin über­tra­gen, so führt dies zu ei­ner Re­duk­ti­on der Aus­tritts­leis­tung. Die­se be­rech­net sich nach Ar­ti­kel 54 Ab­satz 4. Die Kür­zung der In­va­li­den­ren­te der ver­pflich­te­ten Per­son be­rech­net sich nach Ar­ti­kel 19 Ab­sät­ze 2 und 3 BVV 2. Die­ser Ab­satz gilt sinn­ge­mä­ss für be­rufs­in­va­li­de Per­so­nen.

4 Wird in­fol­ge Schei­dung ein Ren­ten­an­teil als le­bens­lan­ge Ren­te be­zie­hungs­wei­se in Ka­pi­tal­form zu­guns­ten des be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten oder der be­rech­tig­ten Ehe­gat­tin über­tra­gen, so führt dies zu ei­ner Re­duk­ti­on der Leis­tun­gen von PU­BLI­CA an die ver­pflich­te­te Per­son. Ein über­tra­ge­ner Ren­ten­an­teil ge­hört nicht zur lau­fen­den Ren­te der ver­pflich­te­ten Per­son nach Ar­ti­kel 46 Ab­satz 1 Buch­sta­be b oder Ar­ti­kel 48 Ab­satz 1 Buch­sta­be b. Er löst kei­nen An­spruch der be­rech­tig­ten Per­son auf wei­te­re Leis­tun­gen von PU­BLI­CA aus. Vor der ers­ten jähr­li­chen Ren­ten­über­tra­gung an die Vor­sor­ge- oder Frei­zü­gig­keitsein­rich­tung der be­rech­tig­ten Per­son kann die­se mit PU­BLI­CA ver­ein­ba­ren, dass der Ren­ten­an­teil in Ka­pi­tal­form über­wie­sen wird.

5 Tritt wäh­rend des Schei­dungs­ver­fah­rens der Vor­sor­ge­fall Al­ter ein oder vollen­det ei­ne in­va­li­de oder be­rufs­in­va­li­de Per­son wäh­rend des Schei­dungs­ver­fah­rens das 65. Al­ters­jahr, so nimmt PU­BLI­CA ei­ne Kür­zung der Leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 19g FZV vor.

6 Der An­spruch auf ei­ne Al­ters- oder In­va­li­den-Kin­der­ren­te oder auf ei­ne Kin­der­ren­te zur Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung, der im Zeit­punkt der Ein­lei­tung des Schei­dungs­ver­fah­rens be­steht, wird vom Vor­sor­ge­aus­gleich nicht be­rührt. Wur­de ei­ne Kin­der­ren­te nicht be­rührt, so wird die Wai­sen­ren­te auf den glei­chen Grund­la­gen be­rech­net.

171 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

172 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

12. Kapitel: Rechtspflege

Art. 101  

1 Für Strei­tig­kei­ten zwi­schen PU­BLI­CA, Ar­beit­ge­bern und An­spruchs­be­rech­tig­ten sind die von den Kan­to­nen nach Ar­ti­kel 73 BVG be­zeich­ne­ten Ge­rich­te zu­stän­dig. Die­se sind auch zu­stän­dig für Strei­tig­kei­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–d BVG.

2 Ge­richts­stand ist der schwei­ze­ri­sche Sitz oder Wohn­sitz des oder der Be­klag­ten oder der Ort des Be­trie­bes, bei dem die ver­si­cher­te Per­son an­ge­stellt wur­de.

3 Die Ent­schei­de der kan­to­na­len Ge­rich­te kön­nen auf dem Weg der Be­schwer­de beim Bun­des­ge­richt an­ge­foch­ten wer­den (Art. 86 Abs. 1 Bst. d BGG).

13. Kapitel: Schlussbestimmungen

1. Abschnitt: Übergangsbestimmungen

Art. 102173  

173 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

Art. 103 Versicherungsleistungen nach bisherigem Recht 174  

1 Al­le un­ter bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­nen Ren­ten, fes­ten Zu­schlä­ge, Über­brückungs­ren­ten und IV-Er­satz­ren­ten wer­den be­trags­mäs­sig über­führt.

2 Die Kür­zung der Al­ters­ren­ten in­fol­ge Be­zugs ei­ner nach bis­he­ri­gem Recht aus­ge­rich­te­ten Über­brückungs­ren­te rich­tet sich nach bis­he­ri­gem Recht (An­hang 6).

3 Die in­fol­ge ad­mi­nis­tra­ti­ver Auf­lö­sung des Dienst­ver­hält­nis­ses im Sin­ne von Ar­ti­kel 32 der EVK-Sta­tu­ten und Ar­ti­kel 43 der PKB-Sta­tu­ten zu­ge­spro­che­nen Ren­ten wer­den bei Er­rei­chen des or­dent­li­chen AHV-Al­ters in Al­ters­ren­ten glei­cher Hö­he um­ge­wan­delt.

4 Für un­ter bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­ne Ren­ten, die nach Ab­satz 1 über­führt wor­den sind, gilt das vor­lie­gen­de Re­gle­ment in Be­zug auf:

a.
die An­pas­sung der Ren­ten an die Preis­ent­wick­lung (Art. 75);
b.
nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ent­stan­de­ne Hin­ter­las­se­nen­ren­ten, die sich je­doch auf nach bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­ne Leis­tun­gen be­zie­hen (Art. 43–48);
c.
das En­de des An­spruchs auf Hin­ter­las­se­nen­ren­ten (Art. 44 Abs. 4, Art. 45 Abs. 7 und Art. 47 Abs. 3 und 4);
d.
die Er­he­bung all­fäl­li­ger Sa­nie­rungs­bei­trä­ge (Art. 34 und 35);
e.
die Über­ent­schä­di­gungs­be­rech­nung (Art. 77):
1.
beim Tod der ren­ten­be­zie­hen­den Per­son,
2.
wenn die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son das or­dent­li­che AHV-Al­ter er­reicht, oder
3.
bei der Neu­be­rech­nung des Leis­tungs­an­spruchs durch die MV, UV oder ei­ne an­de­re So­zi­al­ver­si­che­rung.

174 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 104 Fester Zuschlag, Überbrückungsrente und IV-Ersatzrente nach bisherigem Recht 175  

1 Der un­ter bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­ne An­spruch auf den fes­ten Zu­schlag und die Über­brückungs­ren­te er­lischt, wenn:

a.
die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son stirbt, spä­tes­tens aber wenn sie das or­dent­li­che AHV-Al­ter er­reicht;
b.
der Ehe­gat­te oder die Ehe­gat­tin ei­ner ren­ten­be­zie­hen­den Per­son stirbt, spä­tes­tens aber wenn er oder sie das or­dent­li­che AHV-Al­ter er­reicht, oder bei Schei­dung der Ehe, so­fern die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son einen Zu­schlag ge­mä­ss Ar­ti­kel 29 Ab­satz 1 Buch­sta­be b Zif­fer 3 der EVK-Sta­tu­ten oder ge­mä­ss Ar­ti­kel 40 Ab­satz 1 Buch­sta­be b Zif­fer 3 der PKB-Sta­tu­ten be­zieht; oder
c.
mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ei­ne IV-Ren­te erst­mals zu­ge­spro­chen, der An­spruch auf ei­ne IV-Ren­te ge­än­dert oder der Be­rufs­in­va­li­di­täts­grad auf­grund der Fest­stel­lun­gen des ärzt­li­chen Diens­tes her­ab­ge­setzt oder er­höht wird.

2 Er­lischt ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­be c der An­spruch auf den fes­ten Zu­schlag, so hat die Per­son, die ei­ne vor dem 1. Ju­ni 2003 ent­stan­de­ne In­va­li­den­ren­te be­zieht, ent­spre­chend dem noch be­ste­hen­den Be­rufs­in­va­li­di­täts­grad An­spruch auf ei­ne IV‑Er­satz­ren­te nach die­sem Re­gle­ment. Das­sel­be gilt, wenn die Per­son kei­nen An­spruch auf einen fes­ten Zu­schlag hat­te und der An­spruch auf ei­ne IV-Ren­te erst­mals und mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments her­ab­ge­setzt wird.

3 Wird der Be­rufs­in­va­li­di­täts­grad in­fol­ge ei­nes Ent­scheids der IV oder des ärzt­li­chen Diens­tes mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments her­ab­ge­setzt, so wird die Hö­he der un­ter bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­nen IV-Er­satz­ren­te ent­spre­chend der Her­ab­set­zung des Be­rufs­in­va­li­di­täts­gra­des ge­kürzt.

4 Der An­spruch auf die un­ter bis­he­ri­gem Recht ent­stan­de­ne IV-Er­satz­ren­te er­lischt, wenn die ren­ten­be­zie­hen­de Per­son stirbt, spä­tes­tens aber wenn sie das or­dent­li­che AHV-Al­ter er­reicht.

175 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

Art. 105 Überführte Invalidenrenten 176  

1 Vor dem 1. Ju­ni 2003 ent­stan­de­ne In­va­li­den­ren­ten so­wie vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ent­stan­de­ne PU­BLI­CA-Be­rufs­in­va­li­den­ren­ten wer­den be­trags­mäs­sig in Be­rufs­in­va­li­den­ren­ten über­führt.

2 Vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ent­stan­de­ne PU­BLI­CA-In­va­li­den­ren­ten wer­den be­trags­mäs­sig in In­va­li­den­ren­ten über­führt.

3 Für die In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­ten ge­mä­ss den Ab­sät­zen 1 und 2 fin­det die­ses Re­gle­ment An­wen­dung in Be­zug auf die Vor­aus­set­zun­gen (Art. 62 und 51) und den Um­fang (Art. 62 und 56) des Ren­ten­an­spruchs. Es fin­det eben­falls An­wen­dung in Be­zug auf den Be­ginn (Art. 62 und 52) und die Be­rech­nung (Art. 63 und 57) des Leis­tungs­an­spruchs in­fol­ge ei­ner Er­hö­hung des In­va­li­di­täts- oder Be­rufs­in­va­li­di­täts­gra­des, so­fern die­se Er­hö­hung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments Wir­kung ent­fal­tet.

4 Für die Be­rufs­in­va­li­den­ren­ten ge­mä­ss Ab­satz 1 fin­det Ar­ti­kel 62 Ab­satz 6 in Be­zug auf das En­de des An­spruchs An­wen­dung; vor­be­hal­ten bleibt der Fall, in wel­chem die Per­son An­spruch auf ei­ne AHV-Al­ters­ren­te hat. Für die In­va­li­den­ren­ten ge­mä­ss Ab­satz 2 fin­det Ar­ti­kel 52a Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b in Be­zug auf das En­de des An­spruchs An­wen­dung.177

5 Wird in­fol­ge ei­nes Ent­scheids der IV oder des ärzt­li­chen Diens­tes mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments der An­spruch auf ei­ne In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te ge­mä­ss den Ab­sät­zen 1 und 2 her­ab­ge­setzt, so wird die Hö­he der Ren­te ent­spre­chend der Her­ab­set­zung des An­spruchs ge­kürzt. Wird mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments erst­mals ei­ne IV-Ren­te zu­ge­spro­chen oder erst­mals der An­spruch auf ei­ne IV-Ren­te ge­än­dert, so bleibt die Hö­he der vor dem 1. Ju­ni 2003 ent­stan­de­nen In­va­li­den­ren­te un­ver­än­dert.

176 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

177 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 106 Wiedereingliederung von Bezügerinnen und Bezügern einer überführten Invalidenrente 178179  

Wird ei­ne Per­son, die ei­ne vor dem 1. Ju­ni 2003 ent­stan­de­ne In­va­li­den­ren­te oder ei­ne vor dem 1. Ju­li 2008 ent­stan­de­ne PU­BLI­CA-Be­rufs­in­va­li­den­ren­te oder PU­BLI­CA-In­va­li­den­ren­te (Art. 105 Abs. 1 oder 2) be­zieht, mit Wir­kung nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments wie­der­ein­ge­glie­dert, so wird auf den Vor­tag des In­kraft­tre­tens die­ses Re­gle­ments ei­ne Aus­tritts­leis­tung nach Ar­ti­kel 46 PKBV 1 be­zie­hungs­wei­se Ar­ti­kel 27 Ab­satz 3 PKBV 2 be­rech­net.180 Die­ser Be­trag wird in dem ab In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments nach Ar­ti­kel 54 Ab­satz 2 wei­ter ge­äuf­ne­ten Al­ters­gut­ha­ben für die Be­rech­nung der Aus­tritts­leis­tung be­rück­sich­tigt (Art. 54 Abs. 4).

178 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 5. Nov. 2008, vom BR ge­neh­migt am 14. Jan. 2009, in Kraft seit 1. Fe­br. 2009 (BBl 2009 2721).

179 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

180 Fas­sung ge­mä­ss Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

Art. 107181  

181 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

Art. 108 Garantie nach Artikel 25 PUBLICA-Gesetz  

1 Die Ga­ran­tie setzt vor­aus, dass bis zum Be­ginn des Ren­ten­an­spruchs die re­gle­men­ta­ri­schen Sp­ar­bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers und der an­ge­stell­ten Per­son lücken­los und ent­spre­chend dem Be­schäf­ti­gungs­grad am Vor­tag des In­kraft­tre­tens die­ses Re­gle­ments be­zahlt wur­den.

2 ...182

3 Nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ge­leis­te­te Ein­käu­fe, Rück­zah­lun­gen von Vor­be­zü­gen für die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung oder Ein­la­gen in­fol­ge Schei­dung be­ein­flus­sen den Ga­ran­tie­an­spruch nicht.

4 Nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Re­gle­ments ge­tä­tig­te Vor­be­zü­ge für Wohn­ei­gen­tum, Er­lö­se aus der Ver­wer­tung ver­pfän­de­ter Vor­sor­ge­gut­ha­ben und Aus­zah­lun­gen in­fol­ge Schei­dung füh­ren zu ei­ner ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Kür­zung des Ga­ran­tie­an­spruchs.

5 Wird das Al­ters­gut­ha­ben der ver­si­cher­ten Per­son aus Grün­den nach Ab­satz 4 re­du­ziert und er­folgt vor dem Rück­tritt ei­ne voll­stän­di­ge Rück­er­stat­tung oder ein voll­stän­di­ger Wie­der­ein­kauf, so lebt der ur­sprüng­li­che Ga­ran­tie­an­spruch wie­der auf. An­sons­ten er­folgt ei­ne ver­si­che­rungs­tech­ni­sche Kür­zung des ur­sprüng­li­chen Ga­ran­tie­an­spruchs im Um­fang der nicht er­folg­ten Rück­er­stat­tung oder des nicht er­folg­ten Wie­der­ein­kaufs.

182 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der Be­schlüs­se des POB vom 19. Ju­ni 2018 und vom 8. Okt. 2018, vom BR ge­neh­migt am 30. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4749).

Art. 108a Übergangsbestimmung zur Änderung vom
8. September 2010
183  

1 Für ver­si­cher­te Per­so­nen, die bei der Re­duk­ti­on des Be­schäf­ti­gungs­gra­des den Vor­sor­ge­schutz nach bis­he­ri­gem Recht bei­be­hal­ten ha­ben, gel­ten nach In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung die Vor­schrif­ten zur Wei­ter­füh­rung der Vor­sor­ge nach Ar­ti­kel 18c (Art. 29a und 85Abs. 5).

2 Die Ver­zin­sung bei der Be­rech­nung der Aus­tritts­leis­tung (Art. 36bAbs. 4 Bst. b) im Jahr 2011 rich­tet sich nach dem En­de 2010 fest­ge­leg­ten Zins­satz.184

183 Ein­ge­fügt durch Be­schluss des POB vom 8. Sept. 2010, vom BR ge­neh­migt am 24. Nov. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (BBl 2010 9039).

184 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 26. Ju­ni 2012, vom BR ge­neh­migt am 15. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2013 979).

Art. 108b Übergangsbestimmung zur Änderung vom
21. Juni 2011
185  

1 Die bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters be­gin­nen­de le­bens­läng­li­che Kür­zung der zwi­schen dem 1. Ju­li 2008 und dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 21. Ju­ni 2011 ent­stan­de­nen Al­ters­ren­ten in­fol­ge Be­zugs ei­ner Über­brückungs­ren­te rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 2.

2 Die Kür­zung der nach dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 21. Ju­ni 2011 ent­stan­de­nen Hin­ter­las­se­nen­ren­ten rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 4 Buch­sta­be b, so­fern ei­ne Per­son, die ei­ne zwi­schen dem 1. Ju­li 2008 und dem In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung ent­stan­de­ne Al­ters­ren­te be­zieht, vor Er­rei­chen des AHV-Al­ters stirbt.

185 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 21. Ju­ni 2011, vom BR ge­neh­migt am 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Ju­li 2012 (AS 2012 2069).

Art. 108c Übergangsbestimmung zur Änderung vom
15. Oktober 2013
186  

1 Die bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters be­gin­nen­de le­bens­läng­li­che Kür­zung der zwi­schen dem 1. Ju­li 2012 und dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. Ok­to­ber 2013 ent­stan­de­nen Al­ters­ren­ten in­fol­ge Be­zugs ei­ner Über­brückungs­ren­te rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 2.

2 Die Kür­zung der nach dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. Ok­to­ber 2013 ent­stan­de­nen Hin­ter­las­se­nen­ren­ten rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 4 Buch­sta­be b, so­fern ei­ne Per­son, die ei­ne zwi­schen dem 1. Ju­li 2012 und dem In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung ent­stan­de­ne Al­ters­ren­te be­zieht, vor Er­rei­chen des AHV-Al­ters stirbt.

186 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Okt. 2013, vom BR ge­neh­migt am 20. Aug. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 2947).

Art. 108d Übergangsbestimmung zur Änderung vom
25. November 2015
187  

1 Die am 31. De­zem­ber 2016 im Ka­der­plan 2 ver­si­cher­ten Per­so­nen wer­den auf den 1. Ja­nu­ar 2017 in den Ka­der­plan (bis­her: Ka­der­plan 1) über­führt.

2 Für ver­si­cher­te Per­so­nen, die auf den 1. Ju­li 2008 in das Bei­trags­pri­mat und in den Ka­der­plan 2 über­führt wur­den und die bis und mit dem 31. De­zem­ber 2016 das 60. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben, gel­ten die Be­stim­mun­gen des Ka­der­plans 2 nach bis­he­ri­gem Recht bis zum 31. De­zem­ber 2017.

187 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 25. Nov. 2015, vom BR ge­neh­migt am 3. Ju­ni 2016 und in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 1789).

Art. 108e Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
6. September 2016
188  

1 Ge­schie­de­ne Ehe­gat­ten oder Ehe­gat­tin­nen, de­nen vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 6. Sep­tem­ber 2016 in­fol­ge Schei­dung ei­ne Ren­te oder ei­ne Ka­pi­tal­ab­fin­dung für ei­ne le­bens­läng­li­che Ren­te zu­ge­spro­chen wur­de, ha­ben An­spruch auf Hin­ter­las­se­nen­leis­tun­gen nach bis­he­ri­gem Recht.

2 Nach In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung in­fol­ge Schei­dung zu­guns­ten der ver­si­cher­ten Per­son über­tra­ge­ne An­tei­le der Aus­tritts­leis­tung oder als le­bens­lan­ge Ren­te be­zie­hungs­wei­se in Ka­pi­tal­form über­tra­ge­ne Ren­ten­an­tei­le be­ein­flus­sen den Ga­ran­tie­an­spruch nach Ar­ti­kel 108 nicht.

3 Nach In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung in­fol­ge Schei­dung zu­guns­ten des be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten oder der be­rech­tig­ten Ehe­gat­tin über­tra­ge­ne An­tei­le der Aus­tritts­leis­tung füh­ren zu ei­ner ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Kür­zung des Ga­ran­tie­an­spruchs nach Ar­ti­kel 108.

4 Für die vor dem 1. Ju­li 2008 ent­stan­de­nen Ren­ten, die nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 1 be­trags­mäs­sig über­führt wor­den sind, gilt in Be­zug auf die Re­duk­ti­on der Aus­tritts­leis­tung und der Leis­tun­gen in­fol­ge Schei­dung Ar­ti­kel 100 Ab­sät­ze 3–5. Die Kür­zung die­ser Ren­ten wird mit den im Zeit­punkt der Rechts­kraft des Schei­dungs­ur­teils gel­ten­den tech­ni­schen Grund­la­gen be­rech­net.189

188 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 6. Sept. 2016, vom BR ge­neh­migt am 10. Mai 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2017 3279).

189 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Mai 2018 (AS 2018 2431).

Art. 108f Übergangsbestimmung zur Änderung vom
15. Februar 2018: nominelle Besitzstandsgarantie für die Altersrente der Übergangsgeneration
190  

1 Ver­si­cher­te, die am 31. De­zem­ber 2018 min­des­tens 60 Jah­re alt sind, ha­ben bei Al­ters­rück­tritt An­spruch auf ei­ne no­mi­nel­le Be­sitz­stands­ga­ran­tie im Um­fang der Al­ters­ren­te, die sie bei ei­nem Al­ters­rück­tritt am 31. De­zem­ber 2018 un­ter An­wen­dung der zu die­sem Zeit­punkt gel­ten­den tech­ni­schen Pa­ra­me­ter er­hal­ten hät­ten.

2 Der An­spruch er­lischt, wenn ab dem 1. Ja­nu­ar 2019:

a.
das Al­ters­gut­ha­ben oder ein Son­der­spar­gut­ha­ben der ver­si­cher­ten Per­son ver­min­dert wird;
b.
ei­ne Teil­pen­sio­nie­rung er­folgt; oder
c.
die ver­si­cher­te Per­son aus dem Vor­sor­ge­werk Bund aus­tritt.

190 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).

Art. 108g Übergangsbestimmung zur Änderung vom
15. Februar 2018: Aufwertung der Alters-, Invaliden- oder Hinterlassenenrente der Übergangsgeneration
191  

1 Die Al­ters­gut­ha­ben und Son­der­spar­gut­ha­ben von Ver­si­cher­ten, die am 31. De­zem­ber 2018 min­des­tens 60 Jah­re alt sind und zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2018 und dem 31. De­zem­ber 2018 un­un­ter­bro­chen im Vor­sor­ge­werk Bund ver­si­chert wa­ren, wer­den auf­ge­wer­tet.

2 Die Auf­wer­tung er­folgt erst im Zeit­punkt des Al­ters­rück­tritts und nur im Um­fang, in dem ei­ne Al­ters­ren­te be­zo­gen wird.

3 Für die Auf­wer­tung mass­ge­bend sind:

a.
das Al­ter der ver­si­cher­ten Per­son am 31. De­zem­ber 2018; und
b.
das Al­ters­gut­ha­ben und ein Son­der­spar­gut­ha­ben der ver­si­cher­ten Per­son am 31. De­zem­ber 2018, ab­züg­lich der ab dem 1. Ja­nu­ar 2016 ge­tä­tig­ten:
1.
Ein­käu­fe,
2.
Wie­der­ein­käu­fe nach Schei­dung,
3.
Rück­zah­lun­gen der für Wohn­ei­gen­tum vor­be­zo­ge­nen Be­trä­ge oder Ein­zah­lun­gen der aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­se.

4 Die fol­gen­de Ta­bel­le bil­det die Grund­la­ge für die Auf­wer­tung (mo­nat­li­che li­nea­re In­ter­po­la­ti­on):

Al­ter am 31. De­zem­ber 2018

Auf­wer­tung

Män­ner

Frau­en

70

10,07 %

10,07 %

69

10,24 %

10,24 %

68

10,39 %

10,39 %

67

10,74 %

10,74 %

66

11,07 %

11,07 %

65

11,00 %

11,00 %

64

11,00 %

11,00 %

63

10,41 %

11,00 %

62

9,63 %

10,41 %

61

8,64 %

9,63 %

60

7,07 %

8,06 %

5 Die Auf­wer­tung wird an­teils­mäs­sig ge­kürzt, wenn das Al­ters­gut­ha­ben oder ein Son­der­spar­gut­ha­ben nach dem 31. De­zem­ber 2018 ver­min­dert wird in­fol­ge:

a.
Be­zugs von Al­ters­gut­ha­ben oder Son­der­spar­gut­ha­ben als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung;
b.
von Vor­be­zü­gen im Rah­men der Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung oder von aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­sen;
c.
Über­tra­gung ei­nes An­teils der Aus­tritts­leis­tung in­fol­ge Schei­dung;
d.
Aus­zah­lung ei­nes Son­der­spar­gut­ha­bens als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung nach Ar­ti­kel 55 Ab­satz 1 Buch­sta­be b.

6 Ent­steht nach dem 31. De­zem­ber 2018 ein An­spruch auf ei­ne In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te, so er­folgt die Auf­wer­tung im Zeit­punkt, in dem der An­spruch ent­steht, auf demje­ni­gen Teil des am 31. De­zem­ber 2018 vor­han­de­nen Al­ters­gut­ha­bens, der für die Be­rech­nung der In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te mass­ge­bend ist. Er­lischt der An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res oder der An­spruch auf Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters, so wird die Auf­wer­tung für die Be­rech­nung der an­stel­le der In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te aus­ge­rich­te­ten Al­ters­ren­te mit­be­rück­sich­tigt. Auf ei­nem am 31. De­zem­ber 2018 vor­han­de­nen Son­der­spar­gut­ha­ben er­folgt die Auf­wer­tung, so­fern es zu­guns­ten ei­ner spä­te­ren Er­hö­hung der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 55 Ab­satz 1 Buch­sta­be a ste­hen­ge­las­sen wur­de.

7 Ist vor dem 1. Ja­nu­ar 2019 ein An­spruch auf ei­ne In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te ent­stan­den, so er­folgt die Auf­wer­tung bei der Be­rech­nung der Al­ters­ren­te in sinn­ge­mäs­ser An­wen­dung der Ab­sät­ze 3 und 4 beim Er­lö­schen:

a.
des An­spruchs auf In­va­li­den­leis­tun­gen bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res;
b.
des An­spruchs auf Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters.

8 Stirbt ei­ne ver­si­cher­te Per­son nach dem 31. De­zem­ber 2018, so er­folgt für die Be­rech­nung der Hin­ter­las­se­nen­ren­te die Auf­wer­tung auf dem am 31. De­zem­ber 2018 vor­han­de­nen Al­ters­gut­ha­ben. Wird die Ehe­gat­ten- oder die Le­ben­s­partn­er­ren­te ganz oder teil­wei­se als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung be­zo­gen, so wird die Auf­wer­tung an­teils­mäs­sig ge­kürzt.

191 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).

Art. 108h Übergangsbestimmung zur Änderung vom
15. Februar 2018: Einmaleinlage des Vorsorgewerks Bund
192  

1 Das Vor­sor­ge­werk Bund er­höht die Al­ters­gut­ha­ben und Son­der­spar­gut­ha­ben von Ver­si­cher­ten, die am 31. De­zem­ber 2018 das 45., aber noch nicht das 60. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben und zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2018 und dem 31. De­zem­ber 2018 un­un­ter­bro­chen im Vor­sor­ge­werk Bund ver­si­chert wa­ren, durch ei­ne Ein­mal­ein­la­ge. Die­se wird gestaf­felt über drei Jah­re in gleich­mäs­si­gen mo­nat­li­chen Teil­be­trä­gen er­wor­ben.

2 Der noch nicht er­wor­be­ne Teil der Ein­mal­ein­la­ge wird an­teils­mäs­sig ge­kürzt, wenn das Al­ters­gut­ha­ben oder ein Son­der­spar­gut­ha­ben in den Jah­ren 2019–2021 ver­min­dert wird in­fol­ge:

a.
Aus­tritts aus dem Vor­sor­ge­werk Bund;
b.
Be­zugs von Al­ters­gut­ha­ben oder Son­der­spar­gut­ha­ben als ein­ma­li­ge Ka­pi­tal­ab­fin­dung;
c.
von Vor­be­zü­gen im Rah­men der Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung oder von aus der Pfand­ver­wer­tung des Vor­sor­ge­gut­ha­bens er­ziel­ten Er­lö­sen;
d.
Über­tra­gung ei­nes An­teils der Aus­tritts­leis­tung in­fol­ge Schei­dung;
e.
Aus­zah­lung ei­nes Son­der­spar­gut­ha­bens nach Ar­ti­kel 43 Ab­satz 2 oder Ar­ti­kel 55 Ab­satz 1 Buch­sta­be b.

3 Ist ein An­spruch auf ei­ne In­va­li­den- oder Be­rufs­in­va­li­den­ren­te vor dem 1. Ja­nu­ar 2019 ent­stan­den, so wird die Ein­mal­ein­la­ge bei der Be­rech­nung der Al­ters­ren­te er­wor­ben, wenn nach dem 31. De­zem­ber 2018:

a.
der An­spruch auf In­va­li­den­leis­tun­gen bei Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res er­lischt;
b.
der An­spruch auf Be­rufs­in­va­li­den­leis­tung bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters er­lischt.

192 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).

Art. 108i Übergangsbestimmung zur Änderung vom
15. Februar 2018: Kürzung von Alters- und Hinterlassenenrenten infolge Bezugs einer Überbrückungsrente
193  

1 Die bei Er­rei­chen des AHV-Al­ters be­gin­nen­de le­bens­läng­li­che Kür­zung der zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2015 und dem 31. De­zem­ber 2018 ent­stan­de­nen Al­ters­ren­ten in­fol­ge Be­zugs ei­ner Über­brückungs­ren­te rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 2.

2 Die Kür­zung der nach dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. Fe­bru­ar 2018 ent­stan­de­nen Hin­ter­las­se­nen­ren­ten rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 4 Buch­sta­be b, so­fern ei­ne Per­son, die ei­ne zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2015 und dem 31. De­zem­ber 2018 ent­stan­de­ne Al­ters­ren­te be­zieht, vor Er­rei­chen des AHV-Al­ters stirbt.

193 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des Be­schlus­ses des POB vom 15. Fe­br. 2018, vom BR ge­neh­migt am 25. April 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2431).