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Geschäftsreglement
der Wettbewerbskommission
(Geschäftsreglement WEKO, GR-WEKO)

vom 15. Juni 2015 (Stand am 1. November 2015)

vom Bundesrat genehmigt am 25. September 2015

Die Wettbewerbskommission,

gestützt auf Artikel 20 Absatz 1 des Kartellgesetzes vom 6. Oktober 19951 (KG),

erlässt folgendes Reglement:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand  

1 Die­ses Re­gle­ment re­gelt die Or­ga­ni­sa­ti­on und die Zu­stän­dig­kei­ten der Wett­be­werbs­be­hör­den, näm­lich:

a.
der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on, be­ste­hend aus:
1.
der Ge­samt­kom­mis­si­on (Kom­mis­si­on),
2.
der Kam­mer für Teil­ver­fü­gun­gen und der Kam­mer für Un­ter­neh­mens­zu­sam­menschlüs­se (Kam­mern),
3.
dem Prä­si­di­um;
b.
des Se­kre­ta­ri­ats.

2 Es re­gelt zu­dem die In­for­ma­ti­ons­po­li­tik der Wett­be­werbs­be­hör­den.

Art. 2 Geltungsbereich  

Die­ses Re­gle­ment gilt für sämt­li­che Zu­stän­dig­kei­ten der Wett­be­werbs­be­hör­den, die sich aus dem KG und sei­nen Aus­füh­rungs­er­las­sen so­wie wei­te­ren Ge­set­zen und in­ter­na­tio­na­len Ab­kom­men er­ge­ben, na­ment­lich aus dem:

a.
Luft­fahrt­ge­setz vom 21. De­zem­ber 19482;
b.
Fern­mel­de­ge­setz vom 30. April 19973;
c.
Bun­des­ge­setz vom 24. März 20064 über Ra­dio und Fern­se­hen;
d.
Preis­über­wa­chungs­ge­setz vom 20. De­zem­ber 19855 (PüG);
e.
Bin­nen­markt­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 19956;
f.
Bun­des­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 19957 über die tech­ni­schen Han­dels­hemm­nis­se;
g.
Land­wirt­schafts­ge­setz vom 29. April 19988;
h.
Ab­kom­men zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft vom 21. Ju­ni 19999 über den Luft­ver­kehr;
i.
Ab­kom­men zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und der Eu­ro­päi­schen Uni­on vom 17. Mai 201310 über die Zu­sam­men­ar­beit bei der An­wen­dung ih­res Wett­be­werbs­rechts.
Art. 3 Sitz  

Die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on hat ih­ren Sitz in Bern.

2. Kapitel: Kommission

1. Abschnitt: Organisation

Art. 4 Einberufung und Leitung der Sitzungen  

1 Die Kom­mis­si­on wird durch den Prä­si­den­ten oder die Prä­si­den­tin ein­be­ru­fen. Sie muss ein­be­ru­fen wer­den, wenn vier ih­rer Mit­glie­der dies ver­lan­gen.

2 Die Sit­zun­gen wer­den durch den Prä­si­den­ten oder die Prä­si­den­tin ge­lei­tet. Er oder sie legt zu Be­ginn der Sit­zung die Trak­tan­den­lis­te zum Ent­scheid vor.

Art. 5 Sitzungsteilnehmende  

1 Ne­ben den Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on neh­men der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin des Se­kre­ta­ri­ats (der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin) so­wie von ihm oder ihr be­stimm­tes Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats an den Sit­zun­gen teil, es sei denn, es lie­ge ein ge­gen­tei­li­ger Be­schluss der Kom­mis­si­on vor.

2 Der Preis­über­wa­cher oder die Preis­über­wa­che­rin kann mit be­ra­ten­der Stim­me an den Sit­zun­gen teil­neh­men (Art. 5 Abs. 2 zwei­ter Satz PüG11); er oder sie kann sich auch schrift­lich ver­neh­men oder sich ver­tre­ten las­sen.

3 Die Sit­zun­gen sind nicht öf­fent­lich.

Art. 6 Beschlussfassung  

1 Die Kom­mis­si­on ist be­schluss­fä­hig, wenn:

a.
min­des­tens die Hälf­te der Mit­glie­der an­we­send ist; und
b.
mehr als die Hälf­te der an­we­sen­den Mit­glie­der un­ab­hän­gi­ge Sach­ver­stän­di­ge sind.

2 Sind min­des­tens die Hälf­te der an­we­sen­den Mit­glie­der kei­ne un­ab­hän­gi­gen Sach­ver­stän­di­gen, so kann die Be­schluss­fä­hig­keit durch Aus­schluss der not­wen­di­gen An­zahl die­ser Mit­glie­der her­ge­stellt wer­den. Das Los be­stimmt, wer aus­ge­schlos­sen wird.

3 Die Kom­mis­si­on fasst ih­re Be­schlüs­se mit dem ein­fa­chen Mehr der an­we­sen­den Mit­glie­der. Bei Stim­men­gleich­heit gibt der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin den Sti­chent­scheid.

Art. 7 Protokoll  

1 Über die Sit­zun­gen wird Pro­to­koll ge­führt. Das Pro­to­koll ent­hält zu­min­dest die Na­men der Sit­zungs­teil­neh­mer und Sit­zungs­teil­neh­me­rin­nen, die Trak­tan­den, die ge­stell­ten An­trä­ge und die ge­fass­ten Be­schlüs­se.

2 Das Pro­to­koll wird von der Kom­mis­si­on ge­neh­migt und vom Pro­to­koll­füh­rer oder der Pro­to­koll­füh­re­rin un­ter­schrie­ben.

Art. 8 Zirkulationsbeschlüsse  

1 Die Kom­mis­si­on kann über ein­zel­ne Ge­schäf­te auf dem Zir­ku­la­ti­ons­weg be­schlies­sen, es sei denn, vier Mit­glie­der ver­lang­ten in­nert drei Werk­ta­gen ab Zu­stel­lung des Be­schluss­an­trags ei­ne Be­ra­tung.

2 Der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin sorgt für die In­for­ma­ti­on der Kom­mis­si­ons­mit­glie­der, des Preis­über­wa­chers oder der Preis­über­wa­che­rin so­wie des Di­rek­tors oder der Di­rek­to­rin und ko­or­di­niert die Be­schluss­fas­sung.

3 Ein Be­schluss kommt zu­stan­de, wenn:

a.
min­des­tens die Hälf­te der Mit­glie­der an der Ab­stim­mung teil­neh­men; und
b.
mehr als die Hälf­te der teil­neh­men­den Mit­glie­der un­ab­hän­gi­ge Sach­ver­stän­di­ge sind.

4 Die Kom­mis­si­on fasst ih­re Be­schlüs­se mit ein­fa­chem Mehr der an der Ab­stim­mung teil­neh­men­den Mit­glie­der. Bei Stim­men­gleich­heit gibt der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin den Sti­chent­scheid.

Art. 9 Unterschriften  

Ver­fü­gun­gen, Emp­feh­lun­gen, Gut­ach­ten und Stel­lung­nah­men der Kom­mis­si­on tra­gen die Un­ter­schrif­ten des Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin und des Di­rek­tors oder der Di­rek­to­rin.

2. Abschnitt: Zuständigkeiten

Art. 10  

1 Die Kom­mis­si­on nimmt al­le Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se der Wett­be­werbs­be­hör­den wahr, die nicht aus­drück­lich ei­nem an­de­ren Or­gan oder dem Se­kre­ta­ri­at zu­ge­wie­sen sind.

2 Sie hat ins­be­son­de­re die fol­gen­den Auf­ga­ben:

a.
Sie er­lässt all­ge­mei­ne Be­kannt­ma­chun­gen und stellt dem Bun­des­rat An­trag auf Er­lass von Ver­ord­nun­gen über ge­recht­fer­tig­te Ar­ten von Wett­be­werb­sa­b­re­den (Art. 6 KG).
b.
Sie nimmt Stel­lung in Ver­fah­ren über die aus­nahms­wei­sen Zu­las­sun­gen aus über­wie­gen­den öf­fent­li­chen In­ter­es­sen (Art. 31 und 36 KG) so­wie in Ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt und dem Bun­des­ge­richt.
c.
Sie ge­neh­migt die Be­grün­dung und Be­en­di­gung der Ar­beits­ver­hält­nis­se des Per­so­nals des Se­kre­ta­ri­ats ab der Lohn­klas­se 24 mit Aus­nah­me der Di­rek­ti­on (Art. 24 Abs. 1 zwei­ter Halb­satz KG).
d.
Sie trifft or­ga­ni­sa­to­ri­sche und ver­trag­li­che Vor­keh­ren zur Wah­rung der In­ter­es­sen der Wett­be­werbs­be­hör­den und zur Ver­hin­de­rung von In­ter­es­sen­kol­li­sio­nen; da­zu ge­hört ins­be­son­de­re der Er­lass ei­nes Ver­hal­tens­ko­dex für die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on so­wie die Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen des Se­kre­ta­ri­ats.
e.
Sie ent­schei­det, ob Kom­mis­si­ons­mit­glie­der, das Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats so­wie bei­ge­zo­ge­ne Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen vom Amts­ge­heim­nis (Art. 25 KG) zu ent­bin­den sind.
f.
Sie ge­neh­migt das in­ter­ne In­for­ma­ti­ons­kon­zept (Art. 32 Bst. d).
g.
Sie legt die all­ge­mei­nen Zie­le und Prio­ri­tä­ten ih­rer Tä­tig­keit so­wie der Tä­tig­keit des Se­kre­ta­ri­ats fest.
h.
Sie nimmt zu­han­den der an­de­ren Or­ga­ne und des Se­kre­ta­ri­ats Stel­lung zu Rechts­fra­gen von grund­sätz­li­cher Be­deu­tung.

3 Sie kann das Prä­si­di­um oder ein­zel­ne Mit­glie­der mit der Prü­fung be­stimm­ter Ge­schäf­te oder Ge­schäfts­ka­te­go­ri­en be­trau­en oder da­für be­son­de­re Aus­schüs­se bil­den.

4 Sie kann ex­ter­ne Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen zur Be­ra­tung bei­zie­hen.

3. Kapitel: Kammern

1. Abschnitt: Organisation

Art. 11 Zusammensetzung  

1 Die Kam­mern wer­den von der Kom­mis­si­on be­stellt.

2 Sie be­ste­hen je aus drei Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on; da­bei müs­sen je­weils min­des­tens:

a.
zwei Mit­glie­der un­ab­hän­gi­ge Sach­ver­stän­di­ge sein; und
b.
ein Mit­glied dem Prä­si­di­um an­ge­hö­ren.

3 Fällt ein Mit­glied der Kam­mer aus, so kann es für ein ein­zel­nes Ver­fah­ren durch ein von der Kom­mis­si­on be­stimm­tes an­de­res Mit­glied der Kom­mis­si­on ver­tre­ten wer­den.

Art. 12 Vorsitz  

1 Den Vor­sitz hat ein Mit­glied der Kam­mer, das dem Prä­si­di­um an­ge­hört.

2 Ge­hö­ren in ei­ner Kam­mer meh­re­re Mit­glie­der dem Prä­si­di­um an, so be­stimmt sich der Vor­sitz nach dem Rang, dann nach dem Dienstal­ter und schliess­lich nach dem Le­bensal­ter.

Art. 13 Einberufung und Leitung der Sitzungen  

1 Ei­ne Kam­mer wird durch den Vor­sit­zen­den oder die Vor­sit­zen­de ein­be­ru­fen. Sie muss ein­be­ru­fen wer­den, wenn ein Mit­glied der Kam­mer dies ver­langt.

2Die Sit­zun­gen wer­den durch den Vor­sit­zen­den oder die Vor­sit­zen­de ge­lei­tet. Er oder sie legt zu Be­ginn der Sit­zung die Trak­tan­den­lis­te der Kam­mer zum Ent­scheid vor.

Art. 14 Sitzungsteilnehmende  

1 Ne­ben den Mit­glie­dern der Kam­mer neh­men der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin so­wie von ihm oder ihr be­stimm­tes Per­so­nal an den Sit­zun­gen teil, es sei denn, es lie­ge ein ge­gen­tei­li­ger Be­schluss der Kam­mer vor.

2 Der Preis­über­wa­cher oder die Preis­über­wa­che­rin kann mit be­ra­ten­der Stim­me an den Sit­zun­gen teil­neh­men (Art. 5 Abs. 2 zwei­ter Satz PüG12); er oder sie kann sich auch schrift­lich ver­neh­men oder sich ver­tre­ten las­sen.

3 Die Sit­zun­gen sind nicht öf­fent­lich.

Art. 15 Beschlussfassung  

1 Ei­ne Kam­mer ist be­schluss­fä­hig, wenn al­le drei Mit­glie­der an­we­send sind.

2 Ei­ne Kam­mer fasst ih­re Be­schlüs­se mit dem ein­fa­chen Mehr. Bei Stim­men­gleich­heit gibt der oder die Vor­sit­zen­de den Sti­chent­scheid.

Art. 16 Protokoll  

1 Über die Sit­zun­gen wird Pro­to­koll ge­führt. Das Pro­to­koll ent­hält zu­min­dest die Na­men der Sit­zungs­teil­neh­mer und Sit­zungs­teil­neh­me­rin­nen, die Trak­tan­den, die ge­stell­ten An­trä­ge und die ge­fass­ten Be­schlüs­se.

2 Das Pro­to­koll wird von der Kam­mer ge­neh­migt und vom Pro­to­koll­füh­rer oder der Pro­to­koll­füh­re­rin un­ter­schrie­ben.

Art. 17 Zirkulationsbeschlüsse  

1 Ei­ne Kam­mer kann über ein­zel­ne Ge­schäf­te auf dem Zir­ku­la­ti­ons­weg be­schlies­sen, es sei denn, ein Mit­glied ver­lan­ge in­nert drei Werk­ta­gen ab Zu­stel­lung des Be­schluss­an­trags ei­ne Be­ra­tung.

2 Der oder die Vor­sit­zen­de sorgt für die In­for­ma­ti­on der Kam­mer­mit­glie­der, des Preis­über­wa­chers oder der Preis­über­wa­che­rin so­wie des Di­rek­tors oder der Di­rek­to­rin und ko­or­di­niert die Be­schluss­fas­sung.

3 Ein Be­schluss kommt zu­stan­de, wenn al­le drei Mit­glie­der an der Ab­stim­mung teil­neh­men.

4 Die Kam­mer fasst ih­re Be­schlüs­se mit dem ein­fa­chen Mehr. Bei Stim­men­gleich­heit gibt der oder die Vor­sit­zen­de den Sti­chent­scheid.

Art. 18 Unterschriften  

Ver­fü­gun­gen und Stel­lung­nah­men ei­ner Kam­mer tra­gen die Un­ter­schrif­ten des oder der Vor­sit­zen­den und des Di­rek­tors oder der Di­rek­to­rin.

2. Abschnitt: Zuständigkeiten

Art. 19 Kammer für Teilverfügungen  

1 Die Kam­mer für Teil­ver­fü­gun­gen schliesst auf An­trag des Se­kre­ta­ri­ats das Un­ter­su­chungs­ver­fah­ren für einen Teil der Par­tei­en mit Teil­ver­fü­gung ab, wäh­rend die Un­ter­su­chung ge­gen den üb­ri­gen Teil der Par­tei­en wei­ter­ge­führt wird.

2 Sie ent­schei­det mit Teil­ver­fü­gung über:

a.
die Ver­fah­rensein­stel­lung; oder
b.
die Ge­neh­mi­gung ei­ner ein­ver­nehm­li­chen Re­ge­lung zu­sam­men mit üb­ri­gen Mass­nah­men (Art. 30 Abs. 1 KG), ins­be­son­de­re Sank­tio­nen (Art. 49a KG) und Ge­büh­ren (Art. 53a KG).

3 Ar­ti­kel 30 Ab­satz 2 KG über Stel­lung­nah­men der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten, An­hö­run­gen und zu­sätz­li­che Un­ter­su­chungs­mass­nah­men gilt sinn­ge­mä­ss.

4 Die Kam­mer kann den An­trag an das Se­kre­ta­ri­at zu­rück­wei­sen und ver­lan­gen, dass das Se­kre­ta­ri­at der Kom­mis­si­on einen An­trag zum gleich­zei­ti­gen Ent­scheid für al­le Ver­fah­rens­par­tei­en vor­legt.

5 Sie ist auch zu­stän­dig für al­le im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Teil­ver­fü­gung nach Ab­satz 1 ste­hen­den Stel­lung­nah­men in Ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt und dem Bun­des­ge­richt.

Art. 20 Kammer für Unternehmenszusammenschlüsse  

1 Die Kam­mer für Un­ter­neh­mens­zu­sam­menschlüs­se prüft auf An­trag des Se­kre­ta­ri­ats, ob hin­sicht­lich ei­nes Zu­sam­menschluss­vor­ha­bens ei­ne Prü­fung durch­zu­füh­ren ist (Art. 32 Abs. 1 KG).

2 Sie lei­tet ge­ge­be­nen­falls ei­ne Prü­fung ein. Ei­ne sol­che ist in je­dem Fall ein­zu­lei­ten, wenn die Mehr­heit der Mit­glie­der der Kom­mis­si­on es ver­langt.

3 Das Se­kre­ta­ri­at lässt sei­nen An­trag al­len Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on zu­kom­men. Will ein Mit­glied der Kom­mis­si­on, das nicht Mit­glied der Kam­mer ist, ei­ne Prü­fung ver­lan­gen, so teilt es dies den üb­ri­gen Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on so­wie dem Se­kre­ta­ri­at in­nert ge­setz­ter Frist un­ab­hän­gig vom Ent­scheid der Kam­mer mit.

4 Die Kam­mer ent­schei­det über die Be­wil­li­gung des vor­zei­ti­gen Voll­zugs ei­nes Zu­sam­menschlus­ses in der vor­läu­fi­gen Prü­fung (Art. 32 Abs. 2 KG).

5 Die Kom­mis­si­on kann die Kam­mer mit wei­te­ren stän­di­gen Auf­ga­ben im Rah­men des Zu­sam­menschluss­kon­troll­ver­fah­rens be­trau­en. Sol­che zu­sätz­li­chen Auf­ga­ben sind in ge­eig­ne­ter Form zu pu­bli­zie­ren.

Art. 21 Beizug von Experten und Expertinnen  

Die Kam­mern kön­nen ex­ter­ne Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen zur Be­ra­tung bei­zie­hen.

4. Kapitel: Präsidium

1. Abschnitt: Organisation

Art. 22 Zusammensetzung  

Das Prä­si­di­um be­steht aus dem Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin und min­des­tens ei­nem Vi­ze­prä­si­den­ten oder ei­ner Vi­ze­prä­si­den­tin.

Art. 23 Einberufung und Leitung der Sitzungen  

1 Das Prä­si­di­um wird durch den Prä­si­den­ten oder die Prä­si­den­tin ein­be­ru­fen. Es muss ein­be­ru­fen wer­den, wenn ein Mit­glied des Prä­si­di­ums dies ver­langt.

2 Die Sit­zun­gen wer­den durch den Prä­si­den­ten oder die Prä­si­den­tin ge­lei­tet.

Art. 24 Sitzungsteilnehmende  

1 Ne­ben den Mit­glie­dern des Prä­si­di­ums neh­men der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin so­wie von ihm oder ihr be­stimm­tes Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats an den Sit­zun­gen teil, es sei denn, es lie­ge ein ge­gen­tei­li­ger Be­schluss des Prä­si­di­ums vor.

2 Die Sit­zun­gen sind nicht öf­fent­lich.

Art. 25 Protokoll  

Über die Sit­zun­gen wird kein Pro­to­koll ge­führt, es sei denn, ein Mit­glied des Prä­si­di­ums ver­lan­ge dies aus­drück­lich.

Art. 26 Unterschriften  

Ver­fü­gun­gen über Haus­durch­su­chun­gen und Be­schlag­nah­men (Art. 42 Abs. 2 KG) wer­den von ei­nem Mit­glied des Prä­si­di­ums un­ter­zeich­net.

2. Abschnitt: Zuständigkeiten

Art. 27 Präsidium  

1 Das Prä­si­di­um be­rei­tet zu­sam­men mit dem Di­rek­tor oder der Di­rek­to­rin so­wie dem von ihm oder ihr be­stimm­ten Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats die Kom­mis­si­ons­sit­zun­gen vor.

2 Es pflegt die Be­zie­hun­gen mit der Wirt­schaft, der Wis­sen­schaft, staat­li­chen Stel­len und aus­län­di­schen Wett­be­werbs­be­hör­den so­wie wei­te­ren in­ter­es­sier­ten Krei­sen.

3 Es kann mit Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on und dem Se­kre­ta­ri­at Fra­gen be­spre­chen, die im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Ver­fah­ren ste­hen oder un­ab­hän­gig von ei­nem sol­chen sind.

Art. 28 Präsident oder Präsidentin  

1 Der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin:

a.
sorgt für die Ko­or­di­na­ti­on zwi­schen der Kom­mis­si­on und dem Se­kre­ta­ri­at;
b.
nimmt die Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 haupt­ver­ant­wort­lich wahr und ko­or­di­niert die­se mit den an­de­ren Mit­glie­dern des Prä­si­di­ums und dem Di­rek­tor oder der Di­rek­to­rin;
c.
in­for­miert die Kom­mis­si­on und den Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin über sei­ne oder ih­re Tä­tig­kei­ten so­wie über die Tä­tig­kei­ten des Prä­si­di­ums;
d.
sorgt für die sach­ge­rech­te und recht­zei­ti­ge In­for­ma­ti­on der Kom­mis­si­on über die Tä­tig­kei­ten des Se­kre­ta­ri­ats;
e.
be­auf­sich­tigt die Ge­schäfts­füh­rung des Se­kre­ta­ri­ats;
f.
kann auch aus­ser­halb der Sit­zun­gen mit Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on und dem Se­kre­ta­ri­at Fra­gen be­spre­chen, die im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Ver­fah­ren ste­hen oder un­ab­hän­gig von ei­nem sol­chen sind.

2 Er oder sie kann sich bei der Er­fül­lung sei­ner oder ih­rer Auf­ga­ben durch einen Vi­ze­prä­si­den­ten oder ei­ne Vi­ze­prä­si­den­tin ver­tre­ten las­sen.

Art. 29 Anordnungen bei besonderer Dringlichkeit  

Bei be­son­de­rer Dring­lich­keit kann ein Mit­glied des Prä­si­di­ums das Nö­ti­ge an­ord­nen; es ori­en­tiert die Kom­mis­si­on so­fort.

5. Kapitel: Sekretariat

1. Abschnitt: Organisation

Art. 30  

1 Das Se­kre­ta­ri­at setzt sich aus fol­gen­den Per­so­nen zu­sam­men:

a.
dem Di­rek­tor oder der Di­rek­to­rin;
b.
dem stell­ver­tre­ten­den Di­rek­tor oder der stell­ver­tre­ten­den Di­rek­to­rin;
c.
min­des­tens ei­nem Vi­ze­di­rek­tor oder ei­ner Vi­ze­di­rek­to­rin;
d.
dem Lei­ter oder der Lei­te­rin Res­sour­cen und Lo­gis­tik;
e.
den Mit­ar­bei­tern und Mit­ar­bei­te­rin­nen.

2 Es kann sich in Diens­te glie­dern.

3 Sei­ne Ge­schäfts­lei­tung be­steht aus den in Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–d ge­nann­ten so­wie wei­te­ren vom Di­rek­tor oder der Di­rek­to­rin be­stimm­ten Per­so­nen.

2. Abschnitt: Zuständigkeiten

Art. 31 Sekretariat  

1 Zu­sätz­lich zu den ihm di­rekt im Ge­setz über­tra­ge­nen Auf­ga­ben nimmt das Se­kre­ta­ri­at die fol­gen­den Auf­ga­ben wahr:

a.
Es führt Markt­be­ob­ach­tun­gen durch.
b.
Es in­for­miert das Prä­si­di­um über den Ab­schluss von Vor­ab­klä­run­gen (Art. 26 KG).
c.
Es er­öff­net im Ein­ver­neh­men mit ei­nem Mit­glied des Prä­si­di­ums die Un­ter­su­chun­gen so­wie die Sank­ti­ons­ver­fah­ren (Art. 27, 53 und 57 KG) und nimmt die Un­ter­su­chungs­hand­lun­gen vor.
d.
Es legt die Ge­schäf­te der Kom­mis­si­on, der zu­stän­di­gen Kam­mer oder ei­nem Mit­glied des Prä­si­di­ums mit ei­nem be­grün­de­ten An­trag zum Ent­scheid vor. Bein­hal­tet der An­trag ein Prä­ju­diz oder ei­ne Pra­xis­än­de­rung, so weist es spe­zi­ell dar­auf hin.
e.
Es er­teilt den Mit­glie­dern der Kom­mis­si­on auf Ver­lan­gen Aus­künf­te über lau­fen­de Ge­schäf­te, die in de­ren Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz fal­len.
f.
Es kann auch aus­ser­halb der Sit­zun­gen mit der Kom­mis­si­on, dem Prä­si­di­um und dem Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin Fra­gen be­spre­chen, die im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Ver­fah­ren ste­hen oder un­ab­hän­gig von ei­nem sol­chen sind.

2 Es kann ex­ter­ne Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen zur Be­ra­tung bei­zie­hen.

Art. 32 Direktor oder Direktorin  

Der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin:

a.
lei­tet die Se­kre­ta­ri­ats­ge­schäf­te und ist für die Tä­tig­kei­ten des Se­kre­ta­ri­ats ver­ant­wort­lich;
b.
legt die Or­ga­ni­sa­ti­on des Se­kre­ta­ri­ats fest und re­gelt die De­le­ga­ti­on der Kom­pe­ten­zen so­wie die Un­ter­schrifts­be­fug­nis;
c.
be­grün­det, än­dert oder be­en­det die Ar­beits­ver­hält­nis­se des Per­so­nals des Se­kre­ta­ri­ats mit Aus­nah­me der Di­rek­ti­on, un­ter Vor­be­halt der er­for­der­li­chen Ge­neh­mi­gun­gen durch die Kom­mis­si­on (Art. 10 Abs. 2 Bst. c);
d.
hält die in­ter­nen In­for­ma­ti­ons- und Ent­schei­dungs­pro­zes­se in ei­nem Kon­zept fest und un­ter­brei­tet die­ses der Kom­mis­si­on zur Ge­neh­mi­gung;
e.
sorgt in­ner­halb des Se­kre­ta­ri­ats für ei­ne ein­heit­li­che Rechts­an­wen­dung;
f.
or­ga­ni­siert die Ar­bei­ten im Rah­men der von der Kom­mis­si­on ge­setz­ten Prio­ri­tä­ten;
g.
in­for­miert mit dem von ihm oder ihr be­stimm­ten Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats die Kom­mis­si­on, die Kam­mern und das Prä­si­di­um über al­le Ge­schäf­te, die in de­ren Zu­stän­dig­keit lie­gen, und über die Tä­tig­kei­ten des Se­kre­ta­ri­ats im All­ge­mei­nen;
h.
be­zeich­net das Per­so­nal des Se­kre­ta­ri­ats, das zur Lei­tung von An­hö­run­gen und zu Zeu­gen­ein­ver­nah­men be­fugt ist;
i.
pflegt in Ab­spra­che mit dem Prä­si­di­um die Be­zie­hun­gen mit der Wirt­schaft, der Wis­sen­schaft, staat­li­chen Stel­len und aus­län­di­schen Wett­be­werbs­be­hör­den so­wie wei­te­ren in­ter­es­sier­ten Krei­sen.

6. Kapitel: Information

Art. 33 Informationskonzept  

Die Kom­mis­si­on legt die Grund­sät­ze ih­rer In­for­ma­ti­ons­po­li­tik (Art. 48 und 49 KG) in ei­nem Kon­zept fest.

Art. 34 Amtliche Publikation  

Die in kar­tell­recht­li­chen Ver­fah­ren vor­ge­se­he­nen amt­li­chen Pu­bli­ka­tio­nen er­fol­gen im Bun­des­blatt und im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt.

Art. 35 Veröffentlichung von Entscheiden und Stellungnahmen  

1 End­ver­fü­gun­gen und Er­geb­nis­se aus Zu­sam­menschluss­kon­troll­ver­fah­ren wer­den pu­bli­ziert.

2 Wei­te­re Ent­schei­de und Stel­lung­nah­men, na­ment­lich aus Vor­ab­klä­run­gen und Be­ra­tun­gen, wer­den pu­bli­ziert, so­fern sie für die Pra­xis der Wett­be­werbs­be­hör­den von Be­deu­tung sind.

Art. 36 Jahresbericht  

1 Der Jah­res­be­richt an den Bun­des­rat (Art. 49 Abs. 2 KG) gibt den Be­hör­den und der Öf­fent­lich­keit ei­ne Über­sicht über die Tä­tig­kei­ten der Wett­be­werbs­be­hör­den.

2 Er wird durch das Se­kre­ta­ri­at er­stellt und von der Kom­mis­si­on ge­neh­migt.

Art. 37 Medienarbeit  

Ver­ant­wort­lich für die Me­di­en­ar­beit sind der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin und der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin.

7. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 38 Aufhebung eines anderen Erlasses  

Das Ge­schäfts­re­gle­ment der Wett­be­werbs­kom­mis­si­on vom 1. Ju­li 199613 wird auf­ge­ho­ben.

Art. 39 Inkrafttreten  

Die­ses Re­gle­ment tritt am 1. No­vem­ber 2015 in Kraft.

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LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT 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OPers-PDHH-DDPS OPers-PPOE OPers-PPOE-DDPS OPers-ServAS OPersT OPersTF OPESp OPF OPFCC OPFr OPGA OPha OPICChim OPICin OPIE OPM OPMA OPMéd OPN OPO OPoA OPOVA OPP 1 OPP 2 OPP 3 OPPB OPPBE OPPh OPPM OPPPS OPPr OPR OPrI OProP OPSP OPsy OPTA OPTP OPU OPubl OPuM OPVA OQPN OQuaDu OR-AVS ORA ORAb OrAc ORAgr ORaP ORAT ORB ORC ORCN ORCPL ORCPP ORCS ORCSN Ordonnance sur les systèmes d’information AC ORE I ORe-DFI OREA OREDT OREE ORegBL ORF ORFI Org CF Org ChF Org DEFR Org DETEC Org DFAE Org DFF Org DFI Org DFJP Org LRH Org-DDPS Org-OMP ORH ORIn ORInt ORM ORMI ORN ORNI OROEM ORPGAA ORPL ORPMUE ORRChim ORRTP ORS ORSA ORSec ORT ORTV OrX ORésDAlan OS OS LCart OS-FINMA OSAC OSALA OSAMal OSAR OSAss OSAv OSaVé OSaVé–DEFR–DETEC OSCi OSCi-DEFR OSCPT OSCR OSE OSEP OServAS OSEtr OSFPrHE OSIA OSIAC OSIAgr OSIAr OSIP-AFD OSIS OSIS-SRC OSites OSIVét OSJo OSL OSLing OSM OSMP OSNA OSO OSOA Osol OSPA OSPBC OSPEX OSPF OSPro OSR OSRA OSRens OSRev OSRP OSS OST-SCPT OStrA OSur-ASR OSV OsVO OT OTa-IPI OTab OTAS OTBC 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