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Verordnung des EDI
über Ausbildungen in der Tierhaltung und
im Umgang mit Tieren
(Tierschutz-Ausbildungsverordnung, TSchAV)1

vom 5. September 2008 (Stand am 1. März 2018)

1 Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)2,

gestützt auf die Artikel 190 Absätze 3 und 4, 197 Absatz 3, 198 Absatz 3,
202 Absatz 2 und 203 Absatz 1 der Tierschutzverordnung vom 23. April 20083
(TSchV),

verordnet:

2 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­blikations­verordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.

3 SR 455.1

1. Kapitel: Gegenstand und Geltungsbereich

Art. 14  

1 Die­se Ver­ord­nung ent­hält die An­er­ken­nungs­kri­te­ri­en für die fach­s­pe­zi­fi­sche be­rufs­u­n­ab­hän­gi­ge Aus­bil­dung für:

a.
Per­so­nen, die ge­werbs­mäs­sig Equi­den hal­ten;
b.
Per­so­nen, die für die Be­treu­ung von Wild­tie­ren ver­ant­wort­lich sind oder ge­werbs­mäs­sig Tie­re be­treu­en;
c.
Per­so­nen, die ge­werbs­mäs­sig Spei­se­fi­sche, Be­satz­fi­sche oder Pan­zer­kreb­se züch­ten oder hal­ten;
d.
Per­so­nen, die mehr Tie­re ab­ge­ben als die in Ar­ti­kel 101 Buch­sta­be c TSchV fest­ge­leg­te An­zahl;
e.
Per­so­nen, wel­che die Klau­en­pfle­ge bei Rin­dern oder die Huf­pfle­ge bei Equi­den durch­füh­ren;
f.
De­tail­han­dels­fach­leu­te im Zoofach­han­del, die für die Be­treu­ung der Tie­re ver­ant­wort­lich sind;
g.
Per­so­nen, die in Han­dels­be­trie­ben Pan­zer­kreb­se, Spei­se-, Kö­der- oder Be­satz­fi­sche be­treu­en;
h.
das Fach­per­so­nal Tier­ver­su­che;
i.
das Tier­trans­port­per­so­nal;
j.
das Per­so­nal der Schlacht­be­trie­be, das mit Tie­ren um­geht oder sie be­täubt und ent­blu­tet; und
k.
Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der von Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern.

2 Sie ent­hält die An­er­ken­nungs­kri­te­ri­en für die Aus­bil­dung mit Sach­kun­denach­weis für:

a.
die Hal­tung und die Be­treu­ung von Haus­tie­ren und Wild­tie­ren;
b.
den Um­gang mit Fi­schen und Pan­zer­kreb­sen;
c.
die Be­treu­ung von Tie­ren bei Han­dels­ver­an­stal­tun­gen und in der Wer­bung; und
d.
die Enthor­nung und die Ka­stra­ti­on von Läm­mern, Zick­lein, Käl­bern und Fer­keln.

3 Sie re­gelt die Form der Wei­ter­bil­dung und das Ver­fah­ren zur Durch­füh­rung der Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen.

4 Sie legt In­halt und Form der Aus­bil­dung zur Er­lan­gung ei­ner kan­to­na­len Be­wil­li­gung für die Ver­wen­dung von Ge­rä­ten zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken im Um­gang mit Hun­den nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV fest.

5 Sie ent­hält die Prü­fungs­vor­schrif­ten für die Aus­bil­dung von:

a.
Per­so­nen nach Ab­satz 1;
b.
Per­so­nen, die ei­ne kan­to­na­le Be­wil­li­gung für die Ver­wen­dung von Ge­rä­ten zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken im Um­gang mit Hun­den nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV er­wer­ben wol­len.

6 Sie gilt nicht für die Aus­bil­dung mit Sach­kun­denach­weis für den Um­gang mit Fi­schen und Pan­zer­kreb­sen nach Ar­ti­kel 5a der Ver­ord­nung vom 24. No­vem­ber 19935 zum Bun­des­ge­setz über die Fi­sche­rei.

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

5 SR 923.01

2. Kapitel: Fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung

1. Abschnitt: Betreuung, Pflege, Zucht und Haltung von Tieren 6

6 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Art. 2 Lernziele 7  

1 Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 5, 85 Ab­satz 2, 97 Ab­satz 2, 102 Ab­satz 2 oder 103 Buch­sta­be e TSchV muss sein, dass die Tier­hal­te­rin oder der Tier­hal­ter be­zie­hungs­wei­se die für die Tier­be­treu­ung ver­ant­wort­li­che Per­son scho­nend und fach­ge­recht mit den Tie­ren um­geht, sie tier­ge­recht hält, ge­sund er­hält, ver­ant­wor­tungs­be­wusst züch­tet und ge­sun­de Jung­tie­re her­an­zieht.

2 Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 102 Ab­satz 5 TSchV muss sein, dass die Per­son, wel­che die Klau­en­pfle­ge für Rin­der oder die Huf­pfle­ge für Equi­den durch­führt, scho­nend und fach­ge­recht mit den Tie­ren um­zu­ge­hen weiss.

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 3 Form und Umfang  

1 Die Aus­bil­dung um­fasst einen theo­re­ti­schen und einen prak­ti­schen Teil so­wie ein Prak­ti­kum auf ei­nem Be­trieb nach Ar­ti­kel 206 TSchV.

2 Der theo­re­ti­sche und der prak­ti­sche Teil um­fas­sen zu­sam­men min­des­tens 40 Stun­den, da­von der theo­re­ti­sche Teil min­des­tens 20 und der prak­ti­sche Teil min-des­tens 10 Stun­den. Das Prak­ti­kum um­fasst min­des­tens drei Mo­na­te.

3 In der Aus­bil­dung von Per­so­nen, die ge­werbs­mäs­sig Heim­tie­re oder Nutz­hun­de züch­ten, müs­sen min­des­tens 10 Stun­den des theo­re­ti­schen Teils für die Be­rei­che nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 Buch­sta­ben d–g ein­ge­setzt wer­den.8

8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Art. 4 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se über die be­treu­ten Tie­re in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Tier­schutz­ge­setz­ge­bung so­wie an­de­re fach­s­pe­zi­fisch re­le­van­te Ge­setz­ge­bun­gen;
b.
scho­nen­der Um­gang mit Tie­ren;
c.
Hy­gie­ne in den Ge­he­gen und Räum­lich­kei­ten, Hy­gie­ne von Ma­te­ri­al und Per­so­nen so­wie Prä­ven­ti­on von In­fek­ti­ons­krank­hei­ten;
d.
Ver­ant­wor­tung, Pflich­ten und Zu­stän­dig­kei­ten der die Tie­re be­treu­en­den Per­so­nen;
e.
Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Tie­res; und
f.
Nor­mal­ver­hal­ten und Be­dürf­nis­se der Tie­re so­wie An­zei­chen von Angst, Stress und Lei­den.

2 Für die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 5, 85 Ab­satz 2, 97 Ab­satz 2, 102 Ab­satz 2 oder 103 Buch­sta­be e TSchV ver­mit­telt der theo­re­ti­sche Teil ver­tief­te Kennt­nis­se über die be­treu­ten Tie­re in fol­gen­den Be­rei­chen:9

a.
Tier­be­treu­ung so­wie Pfle­ge von kran­ken und ver­letz­ten Tie­ren;
b.
Füt­te­rung, ins­be­son­de­re Fut­ter­zu­sam­men­set­zung, phy­sio­lo­gi­scher Fut­ter­­be­darf und Be­schäf­ti­gung im Zu­sam­men­hang mit der Fut­ter­auf­nah­me;
c.
Hal­tungs­an­sprü­che und Ge­stal­tung der Hal­tungs­um­welt, die ein art­ty­pi­sches Ver­hal­ten er­mög­licht;
d.
Auf­zucht von Tie­ren und nor­ma­le Ent­wick­lung von Jung­tie­ren;
e.
Ab­lauf ei­ner nor­ma­len Ge­burt oder Ei­ab­la­ge und häu­figs­te An­zei­chen von Ge­burts­stö­run­gen oder Le­ge­not;
f.
Ver­er­bungs­leh­re, Zucht­me­tho­den und Ab­stam­mungs­kon­trol­len; und
g.
Zucht­zie­le und Erb­schä­den.

3 Für die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 102 Ab­satz 5 TSchV ver­mit­telt der theo­re­ti­sche Teil ver­tief­te Kennt­nis­se in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Tier­be­treu­ung so­wie Pfle­ge von kran­ken und ver­letz­ten Tie­ren;
b.
fach­ge­rech­ter Um­gang mit den Tie­ren;
c.
Hal­tungs­be­din­gun­gen, die ein art­ty­pi­sches Ver­hal­ten er­mög­li­chen;
d.
fach­ge­rech­te und scho­nen­de Durch­füh­rung der Dienst­leis­tun­gen;
e.
Rei­ni­gung und Des­in­fek­ti­on von Räu­men, Ge­he­gen und Ge­rät­schaf­ten.10

9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Art. 5 Inhalt des praktischen Teils 11  

1 Der prak­ti­sche Teil der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 5, 85 Ab­satz 2, 97 Ab­satz 2, 102 Ab­satz 2 oder 103 Buch­sta­be e TSchV muss Übun­gen be­tref­fend Um­gang mit Tie­ren, Pfle­ge, Ver­hal­tens­be­ob­ach­tun­gen, Ein­rich­ten von Ge­he­gen und Hy­gie­ne bein­hal­ten.12

2 Der prak­ti­sche Teil der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 102 Ab­satz 5 TSchV muss Übun­gen be­tref­fend Um­gang mit Tie­ren, Pfle­ge, Hy­gie­ne so­wie Aus­übung der mit der Dienst­leis­tung ver­bun­de­nen Hand­grif­fe am Tier bein­hal­ten.

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

12 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

1a. Abschnitt: Detailhandelsfachleute im Zoofachhandel13

13 Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 5a Lernziele  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 103 Buch­sta­be b TSchV muss sein, dass De­tail­han­dels­fach­leu­te die Tie­re tier­ge­recht hal­ten und sie ge­sund er­hal­ten, ih­re Kennt­nis­se kun­den­ge­recht wei­ter­ge­ben und wis­sen, wor­auf es bei der ver­ant­wor­tungs­vol­len Zucht und Auf­zucht ge­sun­der Tie­re an­kommt.

Art. 5b Form und Umfang  

1 Die Aus­bil­dung be­steht aus ei­nem theo­re­ti­schen Teil und ei­nem Prak­ti­kum auf ei­nem oder meh­re­ren Be­trie­ben nach Ar­ti­kel 206 TSchV. Das Prak­ti­kum er­folgt tier­grup­pen­spe­zi­fisch mit min­des­tens vier Tier­grup­pen nach Ar­ti­kel 5d Ab­satz 1.

2 Der theo­re­ti­sche Teil um­fasst min­des­tens 90 Stun­den und das Prak­ti­kum min­des­tens 40 Ar­beits­ta­ge, da­von min­des­tens je zehn Ar­beits­ta­ge bei vier ver­schie­de­nen Tier­grup­pen nach Ar­ti­kel 5d.

Art. 5c Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Tier­schutz­ge­setz­ge­bung und an­de­re fach­s­pe­zi­fisch re­le­van­te Ge­setz­ge­bun­gen;
b.
scho­nen­der Um­gang mit Tie­ren;
c.
Hy­gie­ne in den Ge­he­gen und von Ma­te­ri­al und Per­so­nen so­wie Prä­ven­ti­on von In­fek­ti­ons­krank­hei­ten;
d.
Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Tie­res; und
e.
Nor­mal­ver­hal­ten und Be­dürf­nis­se der Tie­re so­wie An­zei­chen von Angst, Stress und Lei­den.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se hin­sicht­lich häu­fig ge­han­del­ter Tier­ar­ten in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Tier­be­treu­ung so­wie Pfle­ge von kran­ken und ver­letz­ten Tie­ren;
b.
Füt­te­rung, ins­be­son­de­re Fut­ter­zu­sam­men­set­zung, phy­sio­lo­gi­scher Fut­ter­­be­darf, Be­schäf­ti­gung im Zu­sam­men­hang mit der Fut­ter­auf­nah­me;
c.
Hal­tungs­an­sprü­che und Ge­stal­tung ei­ner Hal­tungs­um­welt, die ein art­ty­pi­sches Ver­hal­ten er­mög­licht;
d.
Auf­zucht von Tie­ren; und
e.
fach­ge­rech­tes Tö­ten der be­treu­ten Tie­re.
Art. 5d Inhalt des Praktikums  

1 Das Prak­ti­kum wird nach fol­gen­den Tier­grup­pen ab­sol­viert:

a.
Hun­de, Kat­zen und Frett­chen;
b.
Kle­in­s­äu­ger, ins­be­son­de­re Na­ge­tie­re, Ka­nin­chen und Igel­ar­ti­ge;
c.
Vö­gel, ins­be­son­de­re Ka­na­ri­en­vö­gel, Pracht­fin­ken und Pa­pa­gei­en­ar­ti­ge;
d.
Süss- und Meer­was­ser­fi­sche;
e.
Teich­fi­sche;
f.
Rep­ti­li­en, ins­be­son­de­re Ech­sen, Schlan­gen und Schild­krö­ten, so­wie Am­phi­bi­en, ins­be­son­de­re Frosch- und Schwanz­lur­che.

2 Es muss Übun­gen be­tref­fend Um­gang mit Tie­ren, Pfle­ge, Ver­hal­tens­be­ob­ach­tun­gen, Ein­rich­ten von Ge­he­gen, Hy­gie­ne und Trans­port von Tie­ren bein­hal­ten.

2. Abschnitt: Tiertransportpersonal

Art. 6 Lernziele  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 150 TSchV muss sein, dass das Tier­trans­port­per­so­nal scho­nend mit Tie­ren um­geht und für ih­re fach­ge­rech­te Be­treu­ung sorgt.

Art.7 Form und Umfang  

1 Der theo­re­ti­sche Teil um­fasst min­des­tens zwölf Stun­den.

2 Der prak­ti­sche Teil er­folgt tier­grup­pen­spe­zi­fisch durch Be­glei­tung ei­ner er­fah­re­nen Tier­trans­por­teu­rin oder ei­nes er­fah­re­nen Tier­trans­por­teurs und um­fasst:

a.
für Ge­flü­gel­trans­port­per­so­nal min­des­tens zwei Ar­beits­ta­ge, die für Ge­flü­gel auf­zu­wen­den sind;
b.
für Tier­trans­port­per­so­nal für Heim­tie­re, Ver­suchs­tie­re oder Wild­tie­re min­des­tens zwei Ar­beits­ta­ge, die für re­gel­mäs­sig trans­por­tier­te Tier­ar­ten die­ser Tier­grup­pen auf­zu­wen­den sind;
c.
in al­len üb­ri­gen Fäl­len min­des­tens fünf Ar­beits­ta­ge, wo­von min­des­tens ein Tag für je­de Tier­grup­pe nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–d auf­zu­wen­den ist.14

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Art. 8 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Ge­setz­ge­bung in den Be­rei­chen Tier­schutz, Tier­seu­chen und Stras­sen­ver­kehr;
b.
Nor­mal­ver­hal­ten und Be­dürf­nis­se der Tie­re; und
c.
Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Tie­res.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Um­gang mit den Tie­ren wie Ein- und Aus­la­den, Trei­ben, scho­nen­de Un­ter­brin­gung wäh­rend des Trans­ports un­ter be­son­de­rer Be­rück­sich­ti­gung von Trans­port­kli­ma und Grup­pen­zu­sam­men­set­zung;
b.
Be­treu­ung von kran­ken und ver­letz­ten Tie­ren;
c.
Fahr­wei­se;
d.
An­for­de­run­gen an tech­nisch-bau­li­che Ein­rich­tun­gen wie Ram­pen, Fahr­zeu­ge und An­hän­ger;
e.
Ver­ant­wor­tung, Pflich­ten und Zu­stän­dig­kei­ten der Mit­glie­der der Ge­schäfts­lei­tung, Dis­po­nen­tin­nen und Dis­po­nen­ten, Fah­re­rin­nen und Fah­rer so­wie Be­treue­rin­nen und Be­treu­er von Tie­ren; und
f.
Rei­ni­gung und Des­in­fek­ti­on.
Art. 9 Inhalt des praktischen Teils  

1 Der prak­ti­sche Teil wird tier­grup­pen­spe­zi­fisch nach fol­gen­den Tier­grup­pen ver­mit­telt:

a.
Jun­grin­der oder Mu­nis;
b.
Kü­he;
c.
Schwei­ne;
d.
klei­ne Wie­der­käu­er;
e.
Ge­flü­gel;
f.15
Heim­tie­re, ins­be­son­de­re Hun­de und Kat­zen;
g.16
Ver­suchs­tie­re; und
h.17
Wild­tie­re.

2 Er muss Übun­gen be­tref­fend Um­gang mit Tie­ren wie Ein- und Aus­la­den, Trei­ben, Fah­ren und Be­treu­en von Tie­ren bein­hal­ten.

15 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

17 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

3. Abschnitt: Personal der Schlachtbetriebe 18

18 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 10 Lernziele 19  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 TSchV muss sein, dass das Per­so­nal der Schlacht­be­trie­be scho­nend mit Tie­ren um­geht und sie kor­rekt be­täubt und ent­blu­tet.

19 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art.11 Form undUmfang 20  

1 Die Aus­bil­dung um­fasst einen theo­re­ti­schen und einen prak­ti­schen Teil. Der prak­ti­sche Teil wird un­ter An­wei­sung wäh­rend der Ar­beit in ei­nem oder meh­re­ren Schlacht­be­trie­ben21 ab­sol­viert. Er er­folgt auf­ga­ben­spe­zi­fisch mit min­des­tens ei­ner Tier­grup­pe nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1. Per­so­nen, die Tä­tig­kei­ten mit mehr als ei­ner Tier­grup­pe durch­füh­ren, müs­sen mit min­des­tens zwei Tier­grup­pen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1 prak­tisch aus­ge­bil­det wer­den.

2 Per­so­nen in lei­ten­der Funk­ti­on so­wie Tier­schutz­be­auf­trag­te nach Ar­ti­kel 177a Ab­satz 3 TSchV müs­sen sich in bei­den Auf­ga­ben­be­rei­chen nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b TSchV aus­bil­den las­sen.

3 Der theo­re­ti­sche Teil um­fasst min­des­tens sechs Stun­den.

4 Der prak­ti­sche Teil um­fasst pro Tier­grup­pe je­weils min­des­tens zwei Ta­ge, ins­ge­samt min­des­tens zwölf Stun­den.

20 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

21 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627). Die Änd. wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.

Art.12 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Ge­setz­ge­bung in den Be­rei­chen Tier­schutz, Tier­seu­chen und Le­bens­mit­tel­hy­gie­ne;
b.
Nor­mal­ver­hal­ten und Be­dürf­nis­se der Tie­re; und
c.
Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Tie­res.

2 Der theo­re­ti­sche Teil der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 Buch­sta­be a TSchV ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Um­gang mit den Tie­ren wie Aus­la­den, Trei­ben, Auf­stal­len und Be­treu­ung; und
b.
Ver­ant­wor­tung, Pflich­ten und Zu­stän­dig­kei­ten der Per­so­nen, die mit dem Aus­la­den, dem Trei­ben, der tier­schutz­kon­for­men Un­ter­brin­gung und Be­treu-ung der Tie­re in Schlacht­be­trie­ben be­traut sind.

3 Der theo­re­ti­sche Teil der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 Buch­sta­be b TSchV ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
An­wen­dung der Be­täu­bungs­me­tho­den und Über­prü­fen der Wirk­sam­keit;
b.
Ent­blu­ten;
c.
fach­ge­rech­te An­wen­dung, Rei­ni­gung und La­ge­rung der Be­täu­bungs­ge­rä­te und Mu­ni­ti­on so­wie Über­prü­fung der Funk­ti­ons­tüch­tig­keit; und
d.
Ver­ant­wor­tung, Pflich­ten und Zu­stän­dig­kei­ten der Per­so­nen, die mit der Be­täu­bung und dem Ent­blu­ten der Tie­re in Schlacht­be­trie­ben be­traut sind.
Art.13 Inhalt des praktischen Teils  

Der prak­ti­sche Teil bein­hal­tet:

a.
für die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 Buch­sta­be a TSchV: Übun­gen be­tref­fend den Um­gang mit Tie­ren wie das Aus­la­den, Trei­ben, Un­ter­brin­gen und Be­treu­en;
b.
für die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 177 Ab­satz 2 Buch­sta­be b TSchV: Übun­gen be­tref­fend das An­wen­den von Be­täu­bungs­me­tho­den und das Rei­ni­gen und Über­prü­fen von Be­täu­bungs­ge­rä­ten.

4. Abschnitt: Ausbilderinnen und Ausbilder von Tierhalterinnen und Tierhaltern

Art. 14 Lernziele  

1 Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 203 TSchV muss sein, dass Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der von Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern über ver­tief­te Kennt­nis­se der arts­pe­zi­fi­schen Be­dürf­nis­se der Tie­re und ih­rer tier­ge­rech­ten Hal­tung ver­fü­gen.

222

3 Nach Ab­sol­vie­ren der Aus­bil­dung müs­sen Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der ih­re Kennt­nis­se ver­ständ­lich und nach­voll­zieh­bar wei­ter­ge­ben kön­nen.

22 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Nov. 2016, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4873).

Art. 15 Umfang  

Die Aus­bil­dung um­fasst ins­ge­samt min­des­tens 140 Stun­den, da­von der theo­re­ti­sche Teil min­des­tens 50 und ma­xi­mal 70 Stun­den.

Art. 16 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Auf­bau von Lek­tio­nen und Stun­den­plä­nen;
b.
an­ge­wand­te Lern­psy­cho­lo­gie;
c.
Ein­bet­tung der Tier­schutz­ge­setz­ge­bung ins Schwei­zer Rechts­sys­tem, Auf­ga­ben der Tier­schutz­be­hör­den und Pflich­ten der Tier­hal­te­rin­nen und Tierhal­ter; und
d.
Ad­mi­nis­tra­ti­on des Kurs­we­sens.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se in den Be­rei­chen der ent­spre­chen­den Aus­bil­dun­gen nach den Ar­ti­keln 197 und 198 TSchV.

Art. 17 Inhalt des praktischen Teils  

Der prak­ti­sche Teil ver­mit­telt prak­ti­sche Fä­hig­kei­ten in den Be­rei­chen nach Ar­ti­kel 16.

5. Abschnitt: Leiterinnen und Leiter von Versuchstierhaltungen 23

23 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 18 Lernziele  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 115 TSchV muss sein, dass die Lei­te­rin oder der Lei­ter der Ver­suchs­tier­hal­tung für die fach­ge­rech­te Hal­tung und Pfle­ge der Ver­suchs­tie­re und den scho­nen­den Um­gang mit ih­nen sorgt und Ver­suchs­tie­re ver­ant­wor­tungs­be­wusst züch­tet oder er­zeugt.

Art. 19 Umfang  

Die Aus­bil­dung um­fasst ins­ge­samt min­des­tens 40 Stun­den, da­von der theo­re­ti­sche Teil min­des­tens 30 Stun­den.

Art. 20 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se der In­hal­te nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 Buch­sta­ben b–d.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se der In­hal­te nach Ar­ti­kel 24 Ab­sät­ze 1 Buchs­ta­ben e–j und 2 Buch­sta­ben a–f und i so­wie Ar­ti­kel 28 Buch­sta­ben a, f und g.

Art. 21 Inhalt des praktischen Teils  

Der prak­ti­sche Teil ver­mit­telt die In­hal­te nach Ar­ti­kel 25 Buch­sta­ben a–f so­wie die prak­ti­sche Um­set­zung der Vor­ga­ben in ei­ner be­ste­hen­den Ver­suchs­tier­hal­tung.

6. Abschnitt: Versuchsdurchführende Personen 24

24 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 22 Lernziele  

1 Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 134 TSchV muss sein, dass die ver­suchs­durch­füh­ren­de Per­son ver­ant­wor­tungs­be­wusst und scho­nend mit Ver­suchs­tie­ren um­geht.

2 Die Aus­bil­dung hat das 3R-Prin­zip (re­place-re­du­ce-re­fi­ne) zu ver­mit­teln, wo­nach:

a.
Tier­ver­su­che nach Mög­lich­keit durch ver­suchs­tier­freie Me­tho­den zu er­set­zen sind («re­place»);
b.
die An­zahl Tier­ver­su­che auf ein Mi­ni­mum zu be­schrän­ken ist («re­du­ce»);
c.
die Be­las­tung der Ver­suchs­tie­re so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten ist («re­fi­ne»).
Art. 23 Umfang  

Der theo­re­ti­sche und der prak­ti­sche Teil um­fas­sen je min­des­tens 20 Stun­den.

Art. 24 Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se über häu­fig ver­wen­de­te Ver­suchs­tier­ar­ten in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Grund­sät­ze der Tier­schutz­ge­setz­ge­bung und tier­ver­suchss­pe­zi­fi­sche Vor­schrif­ten;
b.
ethi­sche Grund­sät­ze in Be­zug auf die Nut­zung von Tie­ren zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken, ih­re Wür­de und ih­ren Stel­len­wert;
c.
Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Tie­res;
d.
Nor­mal­ver­hal­ten und Be­dürf­nis­se der Tie­re so­wie An­zei­chen von Angst, Stress und Lei­den;
e.
Zucht­me­tho­den, wich­tigs­te La­b­or­tier­stäm­me so­wie ge­ne­ti­sche Stan­dar­di­sie­rung;
f.
Me­tho­dik der Her­stel­lung gen­tech­nisch ver­än­der­ter Tie­re und de­ren Cha­rak­te­ri­sie­rung;
g.
Auf­zucht;
h.
Ge­sund­heits­über­wa­chung und wich­tigs­te Ver­suchs­tier­krank­hei­ten, Hy­gie­ne in den Ge­he­gen und Räum­lich­kei­ten und von Ma­te­ri­al und Per­so­nen so­wie Prä­ven­ti­on von In­fek­ti­ons­krank­hei­ten;
i.
Hal­tung von Tie­ren in Bar­rie­ren­sys­te­men, na­ment­lich von spe­zi­fi­ziert pa­tho­gen­frei­en und von gno­to­bio­ti­schen Tie­ren; und
j.
Ver­ant­wor­tung, Pflich­ten und Zu­stän­dig­kei­ten der die Tie­re be­treu­en­den Per­so­nen.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se hin­sicht­lich der zu ver­wen­den­den Ver­suchs­tier­ar­ten in den Be­rei­chen:

a.
scho­nen­der Um­gang mit Ver­suchs­tie­ren;
b.
Be­treu­ung und Pfle­ge, ins­be­son­de­re von kran­ken oder ope­rier­ten Ver­suchs-tie­ren;
c.
Füt­te­rung, ins­be­son­de­re von kran­ken oder ope­rier­ten Ver­suchs­tie­ren;
d.
Hal­tungs­an­sprü­che und Ge­stal­tung ei­ner Hal­tungs­um­welt, die ein art­ty­pi­sches Ver­hal­ten er­mög­licht;
e.
Ver­hal­tens­ab­wei­chun­gen im Hin­blick auf An­zei­chen von Krank­heit, Schmerz, Er­re­gung und Angst;
f.
scho­nen­der Trans­port von Ver­suchs­tie­ren;
g.
scho­nen­de An­äs­the­sie­me­tho­den und Über­prü­fung ih­rer Wirk­sam­keit;
h.
fach­ge­rech­te An­al­ge­sie;
i.
fach­ge­rech­tes Tö­ten; und
j.
3R-Prin­zip und sei­ne prak­ti­sche An­wen­dung an­hand von be­währ­ten Bei­spie­len.
Art.25 Inhalt des praktischen Teils  

Der prak­ti­sche Teil muss Übun­gen bein­hal­ten be­tref­fend:

a.
den scho­nen­den Um­gang mit Ver­suchs­tie­ren;
b.
Ver­hal­tens­be­ob­ach­tun­gen;
c.
Ge­wichts- und Ge­schlechts­be­stim­mun­gen;
d.
Mar­kie­ren von Ver­suchs­tie­ren;
e.
Blutent­nah­men, Ap­pli­ka­ti­on von Sub­stan­zen, Sam­meln von Harn- und Kot-pro­ben;
f.
hy­gie­ni­sches Ar­bei­ten;
g.
Er­ken­nen der ver­schie­de­nen Sta­di­en ei­ner all­ge­mei­nen An­äs­the­sie und de­ren Über­wa­chung so­wie Ver­ab­rei­chen von An­al­ge­ti­ka und Über­prü­fung der An­al­ge­sie.

7. Abschnitt: Tierschutzbeauftragte sowie Versuchsleiterinnen und Versuchsleiter 25

25 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 26 Lernziele 26  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 129b Ab­satz 1 oder 132 Ab­satz 1 TSchV muss sein, dass die Tier­schutz­be­auf­trag­ten so­wie die Ver­suchs­lei­te­rin­nen und Ver­suchs­lei­ter die Tier­ver­su­che fach­ge­recht und me­tho­disch kor­rekt pla­nen und lei­ten so­wie das 3R-Prin­zip an­wen­den.

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 27 Form und Umfang 27  

Die Aus­bil­dung be­steht aus ei­nem theo­re­ti­schen und ei­nem ver­suchs­zie­l­ori­en­tier­ten Teil von je min­des­tens 20 Stun­den Dau­er.

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 28 Inhalt des theoretischen Teils  

Der theo­re­ti­sche Teil ver­tieft die Lern­in­hal­te nach Ar­ti­kel 24 und ver­mit­telt Kennt­nis­se in fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Tier­schutz­vor­schrif­ten be­tref­fend Tier­ver­su­che und Ver­suchs­tie­re;
b.
na­tio­na­le Vor­schrif­ten über die Re­gis­trie­rung von Arz­nei­mit­teln, Bio­lo­gi­ka und Che­mi­ka­li­en so­wie Grund­zü­ge ent­spre­chen­der in­ter­na­tio­na­ler Ab­kom­men;
c.
Re­cher­che und Ana­ly­se wis­sen­schaft­li­cher Pu­bli­ka­tio­nen im Hin­blick auf Ver­suchs­pla­nung und Über­prü­fung mög­li­cher Al­ter­na­tiv­me­tho­den, Kennt­nis­se der wich­tigs­ten Quel­len zu Al­ter­na­tiv­me­tho­den;
d.
Bio­me­trie und An­wen­dung sta­tis­ti­scher Me­tho­den bei der Ver­suchs­pla­nung, Ana­ly­se und In­ter­pre­ta­ti­on von Er­geb­nis­sen;
e.
Wahl ge­eig­ne­ter Tier­ar­ten, Stäm­me und Li­ni­en in Ab­hän­gig­keit vom Ver­suchs­de­sign;
f.
Schmerz­be­ur­tei­lung und Be­las­tungs­er­fas­sung;
g.
Mög­lich­kei­ten zur Ver­min­de­rung der Be­las­tung der Ver­suchs­tie­re, ins­be­son­de­re Mög­lich­kei­ten der Schmerz­mit­tel­ga­be und An­wen­dung von Ab­bruch­kri­te­ri­en;
h.
Grund­sät­ze der gu­ten La­bor­pra­xis;
i.
Prä­ven­ti­on und Er­ken­nen von Krank­hei­ten, Ein­fluss von In­fek­ti­ons­krank­hei­ten oder Arz­nei­mit­tel­ga­ben auf die Ver­such­s­er­geb­nis­se;
j.
Gno­to­bio­lo­gie;
k.
Ver­fah­ren, Sta­di­en so­wie mög­li­che Kom­pli­ka­tio­nen wäh­rend und nach ei­ner An­äs­the­sie, ein­sch­liess­lich der not­wen­di­gen Mass­nah­men zu de­ren Be­he­bung; und
l.
phar­ma­ko­lo­gi­sche Ei­gen­schaf­ten der ge­bräuch­lichs­ten An­äs­the­ti­ka und Anal­ge­ti­ka, ih­re Wahl im Hin­blick auf Tier­art, Art des Ein­griffs und Ver­suchs­an­ord­nung so­wie tier­arts­pe­zi­fi­sche Re­ak­tio­nen auf An­äs­the­ti­ka.
Art. 29 Inhalt des versuchszielorientierten Teils  

Der ver­suchs­zie­l­ori­en­tier­te Teil ver­mit­telt in ge­eig­ne­ter Form die me­tho­den- und die tier­arts­pe­zi­fi­schen Kennt­nis­se, die er­for­der­lich sind, da­mit ei­ne fach­ge­rech­te Durch­füh­rung der vor­ge­se­he­nen Tier­ver­su­che ge­währ­leis­tet ist.

3. Kapitel: Ausbildung mit Sachkundenachweis 28

28 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

1. Abschnitt: Haltung und Betreuung von Haustieren sowie private Haltung und Betreuung von Wildtieren 29

29 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 30 Lernziel  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 4 oder 85 Ab­satz 3 TSchV muss sein, dass die Tier­hal­te­rin oder der Tier­hal­ter be­zie­hungs­wei­se die für die Tier­be­treu­ung ver­ant­wort­li­che Per­son die Grund­sät­ze der tier­ge­rech­ten Hal­tung kennt.

Art. 31 Form und Umfang  

Die Aus­bil­dung er­folgt in Form ei­nes Kur­ses oder ei­nes Prak­ti­kums. Der Kurs um­fasst min­des­tens fünf Stun­den Theo­rie, das Prak­ti­kum min­des­tens drei Wo­chen Mit­ar­beit bei der Be­treu­ung der Tie­re in ei­ner Tier­hal­tung.

Art. 32 Inhalt  

Die Aus­bil­dung ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se oder prak­ti­sche Fä­hig­kei­ten in den Be­rei­chen Rechts­grund­la­gen, arts­pe­zi­fi­sche Be­dürf­nis­se der Tie­re, Tier­be­treu­ung, Füt­te­rung, Ge­stal­tung der Hal­tungs­um­welt so­wie Auf­zucht von Jung­tie­ren.

2. Abschnitt: …

Art. 33–3530  

30 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Nov. 2016, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4873).

3. Abschnitt: Umgang mit Fischen und Panzerkrebsen

Art. 36 Lernziele 31  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 97 Ab­satz 3 TSchV muss sein, dass die aus­ge­bil­de­ten Per­so­nen wis­sen, wie man scho­nend mit Fi­schen und Pan­zer­kreb­sen um­geht und de­ren un­nö­ti­ge Be­las­tung ver­mei­det.

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 37 Form und Umfang  

Die Aus­bil­dung er­folgt in Form ei­nes Kur­ses mit prak­ti­schen Übun­gen und dau­ert min­des­tens fünf Stun­den.

Art. 38 Inhalt der Ausbildung  

Die Aus­bil­dung ver­mit­telt:

a.
Grund­kennt­nis­se in den Be­rei­chen Rechts­grund­la­gen, Bau und Funk­ti­ons­wei­se des Kör­pers von Fi­schen und Pan­zer­kreb­sen so­wie Über­wa­chung der Was­ser­qua­li­tät;
b.
ver­tief­te Kennt­nis­se über Hal­tungs­an­for­de­run­gen, ins­be­son­de­re bei ho­her Be­satz­dich­te, und über die Be­las­tung durch Mar­kie­rungs­me­tho­den;
c.
die Fä­hig­keit zur scho­nen­den Durch­füh­rung von Fang, Mar­kie­rung, Häl­te­rung und Tö­tung.

4. Abschnitt: Betreuung von Tieren an Handelsveranstaltungen und in der Werbung 32

32 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 39 Lernziel 33  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 103 Buch­sta­be d TSchV muss sein, dass die an Han­dels­ver­an­stal­tun­gen oder in der Wer­bung für die Be­treu­ung ei­nes Tie­res ver­ant­wort­li­che Per­son weiss, wie man scho­nend mit ihm um­geht.

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 40 Form und Umfang  

Die Aus­bil­dung er­folgt in Form ei­nes Kur­ses von min­des­tens drei Stun­den Dau­er oder ei­nes Prak­ti­kums wäh­rend min­des­tens drei An­läs­sen auf ei­nem Be­trieb nach Ar­ti­kel 206 TSchV un­ter der Lei­tung ei­ner Per­son mit ent­spre­chen­dem Sach­kun­de­nach­weis.

Art. 41 Inhalt der Ausbildung  

Die Aus­bil­dung ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se der Rechts­grund­la­gen so­wie ver­tief­te Kennt­nis­se über das Ein­fan­gen und Fest­hal­ten von Tie­ren, über den scho­nen­den Trans­port, die art­ge­rech­te Be­treu­ung und Ge­he­ge­ge­stal­tung so­wie das Füh­ren von Tier­be­stan­des­kon­trol­len.

5. Abschnitt: Enthornung und Kastration von Lämmern, Zicklein, Kälbern und Ferkeln

Art. 42 Lernziel  

Das Ziel der Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 32 TSchV muss sein, dass die Tier­hal­te­rin oder der Tier­hal­ter Jung­tie­re scho­nend und fach­ge­recht ka­striert oder enthornt.

Art. 43 Form und Umfang  

Die Aus­bil­dung er­folgt in Form ei­nes Theo­rie­kur­ses von min­des­tens drei Stun­den Dau­er, ge­folgt von prak­ti­schem Üben un­ter tier­ärzt­li­cher Auf­sicht auf dem ei­ge­nen Be­trieb.

Art. 44 Inhalt der Ausbildung  

1 Die Aus­bil­dung ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se der Rechts­grund­la­gen und Ana­to­mie so­wie ver­tief­te Kennt­nis­se in den Be­rei­chen Be­las­tung, Schmerz, Schmer­zaus­schal­tung und Chir­ur­gie.

2 Das prak­ti­sche Üben auf dem ei­ge­nen Be­trieb muss Übun­gen be­tref­fend Vor­be­rei­tung des Tie­res auf den Ein­griff, kor­rek­tes Do­sie­ren und Ver­ab­rei­chen von Tier­arz­nei­mit­teln so­wie die kor­rek­te Vor­nah­me des Ein­griffs und die Über­wa­chung des Tie­res bein­hal­ten.

4. Kapitel: Ausbildung für die Verwendung von Geräten zu therapeutischen Zwecken im Umgang mit Hunden34

34 Ursprünglich 4a. Kap. Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

Art. 44a Lernziel  

Das Ziel der Aus­bil­dung35 nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV muss sein, dass Per­so­nen, die Ge­rä­te zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken im Um­gang mit Hun­den ein­set­zen:

a.
wis­sen, wann ei­ne The­ra­pie mit sol­chen Ge­rä­ten an­ge­bracht ist; und
b.
die­se Ge­rä­te kor­rekt, scho­nend und mit der nö­ti­gen Zu­rück­hal­tung an­wen­den kön­nen.

35 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627). Die Änd. wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.

Art. 44b Form und Umfang  

1 Die Aus­bil­dung be­steht aus ei­nem theo­re­ti­schen Teil und ei­nem Prak­ti­kum.

2 Der theo­re­ti­sche Teil um­fasst min­des­tens 12 Stun­den und das Prak­ti­kum min­des­tens 20 Ar­beits­ta­ge, wo­von min­des­tens je fünf Ar­beits­ta­ge bei zwei ver­schie­de­nen, im Um­gang mit sol­chen Ge­rä­ten er­fah­re­nen The­ra­peu­tin­nen oder The­ra­peu­ten mit kan­to­na­ler Be­wil­li­gung ab­sol­viert wer­den müs­sen.

Art. 44c Inhalt des theoretischen Teils  

1 Der theo­re­ti­sche Teil ver­mit­telt Grund­kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
Lern­theo­rie und Ver­hal­tens­kun­de;
b.
An­wen­dung von ethi­schen Prin­zi­pi­en im Um­gang mit Hun­den und Be­ur­tei­lung, ob die The­ra­pie­me­tho­den tier­schutz­kon­form sind.

2 Er ver­mit­telt ver­tief­te Kennt­nis­se in den fol­gen­den Be­rei­chen:

a.
re­le­van­te tier­schutz­recht­li­che Be­stim­mun­gen;
b.
zur An­wen­dung vor­ge­se­he­ne Ge­rä­te und de­ren Aus­wir­kun­gen, ins­be­son­de­re von Strom und akus­ti­schen Si­gna­len, auf den Or­ga­nis­mus.
Art. 44d Inhalt des Praktikums  

Das Prak­ti­kum muss Übun­gen bein­hal­ten be­tref­fend:

a.
Be­ur­tei­lung des Cha­rak­ters ei­nes Hun­des;
b.
Um­gang der The­ra­peu­tin oder des The­ra­peu­ten mit dem Hund;
c.
Me­tho­dik bei der The­ra­pie von Hun­den;
d.
Aus­wahl und Durch­füh­rung von er­folg­ver­spre­chen­den The­ra­pie­mass­nah­men.
Art. 454836  

36 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, mit Wir­kung seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

5. Kapitel: Weiterbildung 37

37 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 49 Zweck der Weiterbildung 38  

Zweck der Fort­bil­dung ist es, Fach­kennt­nis­se und prak­ti­sche Fä­hig­kei­ten auf den neues­ten Stand des Wis­sens zu brin­gen.

38 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627). Die Änd. wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.

Art. 50 Form  

Die Fort­bil­dung kann er­fol­gen:

a.
in Form ei­nes Kur­ses;
b.
in Form ei­nes Prak­ti­kums;
c.
durch die Teil­nah­me an Kon­gres­sen oder Work­shops.

6. Kapitel: Verfahren 39

39 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

1. Abschnitt: Grundsätze bei der Durchführung von Ausbildungen 40

40 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 51 Kursunterlagen 41  

Wer Aus­bil­dun­gen durch­führt, muss den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern schrift­li­che Un­ter­la­gen zum Lern­stoff ab­ge­ben.

41 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 52 Ausbildungskontrolle  

Nach dem theo­re­ti­schen Aus­bil­dungs­teil wird der Ler­ner­folg aus­ge­wer­tet und do­ku­men­tiert.

Art. 53 Praktisches Üben im Rahmen von Ausbildungen  

Das prak­ti­sche Üben im Rah­men ei­ner Aus­bil­dung er­folgt un­ter Auf­sicht an­hand der täg­lich an­fal­len­den Ar­beit in ei­ner Tier­hal­tung. Nur zu Übungs­zwe­cken dür­fen kei­ne Ein­grif­fe an Tie­ren vor­ge­nom­men wer­den, aus­ser wenn ein Ein­griff nach Ar­ti­kel 141 TSchV als Tier­ver­such be­wil­ligt wor­den ist.

2. Abschnitt: Nachweis von Aus- und Weiterbildungen 42

42 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 54 Nachweis einer Ausbildung oder eines Kurses 43  

Die Be­stä­ti­gung zum Nach­weis ei­ner Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 197 TSchV oder ei­nes Kur­ses nach Ar­ti­kel 198 Ab­satz 2 TSchV muss min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
Lo­go oder Stem­pel mit Na­men und Adres­se der Or­ga­ni­sa­to­rin oder des Or­ga­ni­sa­tors;
b.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Hei­mat­ort oder Her­kunfts­land und Wohn­ort der Kurs­ab­sol­ven­ten­tin oder des Kurs­ab­sol­ven­ten;
c.
Aus­bil­dungs­ort und -da­tum so­wie Be­zeich­nung der Aus­bil­dung;
d.
Ort, Da­tum, Na­me und Un­ter­schrift der für die Aus­bil­dung ver­ant­wort­li­chen Per­son.

43 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 55 Nachweis eines Praktikums  

Die Be­stä­ti­gung zum Nach­weis ei­nes Prak­ti­kums nach Ar­ti­kel 198 Ab­satz 2 TSchV muss min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:44

a.
Na­me, Adres­se, Aus­bil­dung und prak­ti­sche Er­fah­rung der für die Be­treu­ung der Prak­ti­kan­tin oder des Prak­ti­kan­ten ver­ant­wort­li­chen Per­son;
b.
An­ga­ben zum Tier­be­stand und zur Nut­zungs­form der Tier­hal­tung;
c.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Hei­mat­ort oder Her­kunfts­land und Wohn­ort der Prak­ti­kan­tin oder des Prak­ti­kan­ten;
d.
Dau­er, Um­fang und Art der Tä­tig­kei­ten der Prak­ti­kan­tin oder des Prak­ti­kan­ten;
e.
Ort, Da­tum, Na­me und Un­ter­schrift der Be­triebs­lei­te­rin oder des Be­triebs­lei­ters.

44 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 56 Amtliche Bestätigung der langjährigen Erfahrung  

Die Be­hör­de be­stä­tigt die lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung nach Ar­ti­kel 193 Ab­satz 3 TSchV ei­ner Per­son im Um­gang mit ei­ner Tier­art un­ter An­ga­be fol­gen­der In­hal­te:

a.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Hei­mat­ort oder Her­kunfts­land und Wohn­ort der Per­son;
b.
An­ga­ben zum Tier­be­stand, zur Nut­zungs­form, zur Dau­er des Be­ste­hens der Tier­hal­tung so­wie zur für die Tier­be­treu­ung ver­ant­wort­li­chen Per­son;
c.
Ort, Da­tum, Stem­pel, Na­me und Un­ter­schrift der von der zu­stän­di­gen Be­hör­de da­zu er­mäch­tig­ten Per­son.
Art. 57 Bestätigung einer Weiterbildung  

Die Be­stä­ti­gung über die Teil­nah­me an ei­ner Wei­ter­bil­dung muss min­des­tens die fol­gen­den An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
Ver­an­stal­te­rin oder Ver­an­stal­ter;
b.
Be­zeich­nung und Dau­er der Wei­ter­bil­dung mit Durch­füh­rungs­ort und ‑da­tum;
c.
Na­me der Teil­neh­me­rin oder des Teil­neh­mers.

7. Kapitel: Prüfungsvorschriften 45

45 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

1. Abschnitt: Prüfungsorganisation

Art. 58 Durchführung der Prüfung  

1 Die An­bie­te­rin­nen und An­bie­ter der fach­s­pe­zi­fi­schen be­rufs­u­n­ab­hän­gi­gen Aus­bil­dun­gen füh­ren die Prü­fun­gen zum Ab­schluss die­ser Aus­bil­dun­gen durch.46

2 Die Aus­bil­dungs­stät­ten nach Ar­ti­kel 205 TSchV füh­ren die Prü­fung zum Ab­schluss der Aus­bil­dung von Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­dern von Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern durch.

3 Die Kan­to­ne füh­ren die Prü­fun­gen nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV zur Er­lan­gung der Be­wil­li­gung zum Ver­wen­den von Ge­rä­ten zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken im Um­gang mit Hun­den durch.47

448

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

47 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013 (AS 2013 3781). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, mit Wir­kung seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 59 Prüfungsaufsicht  

1 Die Or­ga­ni­sa­to­rin­nen und Or­ga­ni­sa­to­ren von Aus­bil­dun­gen be­stim­men die Prü­fungs­auf­sicht.

2 Die Prü­fungs­auf­sicht setzt sich aus min­des­tens drei Mit­glie­dern zu­sam­men, die die An­for­de­run­gen an die Prü­fungs­ex­per­tin­nen und Prü­fungs­ex­per­ten nach Ar­ti­kel 60 er­fül­len.

Art. 60 Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten  

1 Die Or­ga­ni­sa­to­rin­nen und Or­ga­ni­sa­to­ren er­nen­nen Prü­fungs­ex­per­tin­nen und Prü­fungs­ex­per­ten, die für die ge­prüf­ten Fä­cher min­des­tens die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 203 TSchV er­fül­len.

2 Für die Ab­nah­me der Prü­fung ist zu­sätz­lich zur Prü­fungs­ex­per­tin oder zum Prü­fungs­ex­per­ten min­des­tens ei­ne wei­te­re, un­ab­hän­gi­ge Per­son als Bei­sit­ze­rin oder Bei­sit­zer an­we­send.

3 Die Re­sul­ta­te so­wie be­son­de­re Be­ob­ach­tun­gen wäh­rend der Prü­fung, ein­sch­liess­lich der Ein­wän­de der Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten, wer­den schrift­lich fest­gehal­ten und von der prü­fen­den und der bei­sit­zen­den Per­son un­ter­zeich­net.

Art. 61 Prüfungsentscheid  

1 Die Prü­fungs­ex­per­tin­nen und Prü­fungs­ex­per­ten tei­len das Er­geb­nis der Prü­fung und ih­re Be­wer­tung des Prü­fungs­er­folgs der Prü­fungs­auf­sicht schrift­lich mit.

2 Die Prü­fungs­auf­sicht ent­schei­det auf­grund der Be­wer­tung, ob die Prü­fung bes­tan­den wur­de.

Art. 62 Anmeldung zur Prüfung  

1 Die An­mel­dung zur Prü­fung er­folgt zu­han­den der durch­füh­ren­den Or­ga­ni­sa­ti­on mit dem Nach­weis, dass die vor­ge­schrie­be­nen Aus­bil­dungs­kur­se be­sucht wor­den sind.

2 Die durch­füh­ren­de Aus­bil­dungs­stät­te ent­schei­det über die Zu­las­sung zur Prü­fung.

Art. 63 Bewertung  

1 Die Be­wer­tung wird in gan­zen und hal­b­en No­ten aus­ge­drückt. 6 ist die höchs­te, 1 die tiefs­te No­te. No­ten un­ter 4 ste­hen für un­ge­nü­gen­de Leis­tun­gen.

2 Die Prü­fung zum Ab­schluss der fach­s­pe­zi­fi­schen be­rufs­u­n­ab­hän­gi­gen Aus­bil­dung ist be­stan­den, wenn der No­ten­durch­schnitt min­des­tens 4 be­trägt, wo­bei kei­ne Teil­no­te un­ter 3 sein darf.49

3 Die Prü­fung zum Ab­schluss der fach­s­pe­zi­fi­schen be­rufs­u­n­ab­hän­gi­gen Aus­bil­dung des Tier­trans­port­per­so­nals und des Per­so­nals der Schlacht­be­rie­be ist be­stan­den, wenn min­des­tens die No­te 4 er­reicht wur­de.50

4 Die Prü­fung zur Er­lan­gung der Be­wil­li­gung zum Ver­wen­den von Ge­rä­ten zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken im Um­gang mit Hun­den nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV ist be­stan­den, wenn der No­ten­durch­schnitt min­des­tens 4 be­trägt.51

552

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

50 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

51 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 3781).

52 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 23. Okt. 2013 (AS 2013 3781). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, mit Wir­kung seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 64 Wiederholung der Prüfung  

1 Ei­ne nicht be­stan­de­ne Prü­fung kann höchs­tens zwei­mal wie­der­holt wer­den. Ei­ne Wie­der­ho­lung ist frü­he­s­tens drei Mo­na­te nach der letz­ten nicht be­stan­de­nen Prü­fung mög­lich.

2 Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der von Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern müs­sen Prü­fungs­tei­le, die min­des­tens mit der No­te 4 ab­ge­schlos­sen wur­den, nicht wie­der­ho­len.

Art. 65 Prüfungsausweis  

Wer die Prü­fung be­stan­den hat, er­hält von der für die Prü­fung zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­ti­on einen Aus­weis aus­ge­stellt, der den Er­folg der ab­sol­vier­ten Prü­fung fest­hält und min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben ent­hält:

a.
Lo­go mit Na­men und Adres­se der für die Prü­fung zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­to­rin oder des für die Prü­fung zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­tors;
b.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum, Hei­mat­ort oder Her­kunfts­land und Wohn­ort der Kan­di­da­tin oder des Kan­di­da­ten;
c.
Prü­fungs­ort und -da­tum;
d.
Be­zeich­nung der mit der Prü­fung be­stan­de­nen Aus­bil­dung;
e.
Ort, Da­tum, Na­me und Un­ter­schrift der Prü­fungs­or­ga­ni­sa­to­rin oder des Prü­fungs­or­ga­ni­sa­tors.

2. Abschnitt: Form, Inhalt und Dauer der Prüfungen53

53 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 66 Form und Dauer der Prüfung  

1 Die Prü­fung zum Ab­schluss der fach­s­pe­zi­fi­schen be­rufs­u­n­ab­hän­gi­gen Aus­bil­dung und die Prü­fung für Per­so­nen, die Ge­rä­te zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 3 TSchV ein­set­zen, er­folgt schrift­lich oder münd­lich.

2 Das Tier­trans­port­per­so­nal und das Per­so­nal der Schlacht­be­trie­be wird münd­lich oder schrift­lich wäh­rend 30 Mi­nu­ten ge­prüft.

Art. 67 Inhalt der Prüfung  

1 Die Prü­fung deckt al­le Stoff­ge­bie­te der Aus­bil­dung ab.

2 Beim Tier­trans­port­per­so­nal und beim Per­so­nal der Schlacht­be­trie­be muss die Prü­fung min­des­tens drei ver­schie­de­ne Be­rei­che des Aus­bil­dungs­stoffs ab­de­cken. Es sind schwer­ge­wich­tig die prak­ti­schen Aspek­te zu prü­fen, wo­bei die Prü­fungs­fra­gen auf­ga­ben­spe­zi­fisch zu stel­len sind.

Art. 68 und 69  

Auf­ge­ho­ben

8. Kapitel: Schlussbestimmungen 54

54 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 10. Jan. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 627).

Art. 70 Aufhebung bisherigen Rechts  

Die Ver­ord­nung vom 22. Au­gust 198655 über den Er­werb des Fä­hig­keits­aus­wei­ses für Tier­pfle­ger (VT­pf) wird auf­ge­ho­ben.

Art. 71 Übergangsbestimmungen  

1 Aus­bil­dun­gen zur Er­lan­gung des Fä­hig­keits­aus­wei­ses nach Ar­ti­kel 13 VT­pf56, die vor dem 1. Ok­to­ber 2008 be­gon­nen wur­den, wer­den nach bis­he­ri­gem Recht durch­ge­führt.

2 Aus­bil­dun­gen zur Aus­bil­de­rin oder zum Aus­bil­der von Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern, die vor dem 1. Ok­to­ber 2008 ab­sol­viert wur­den, so­wie lang­jäh­ri­ge ein­schlä­gi­ge Er­fah­rung wer­den von der Aus­bil­dungs­stät­te nach Ar­ti­kel 205 TSchV an ei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung nach die­ser Ver­ord­nung an­ge­mes­sen an­ge­rech­net.

Art. 72 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ok­to­ber 2008 in Kraft.

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PublG PublV PVBger PVFMH PVFMH-VBS PVGer PVO-ETH PVO-TVS PVSPA PVSPA-VBS PäV PüG Q: QStV QuNaV R: RAG RAV RDV ReRBGer ResV-EDI RHG RHV RKV RLG RLV RPG RPV RSD RTVG RTVV RV-AHV RVOG RVOV RöV S: SAFIG SBBG SBMV SBV SchKG SDR SDSG SebG SebV SEFV SeilV SFV SGV SIaG SIRG SKV SnAV SPBV-EJPD SpDV SpG SpoFöG SpoFöV SpV SRVG SSchG SSchV SSchV-EDI SSV StAG StAhiG StAhiV StAV StBOG STEBV StFG StFV StG StGB StHG StPO StromVG StromVV StSG StSV STUG STUV StV STVG SuG SV SVAG SVAV SVG SVKG SVV T: TabV TAMV TBDV TEVG TGBV TGV ToG ToV TPFV TrG TSchAV TSchG TSchV TSG TStG TStV TSV TUG TVAV TVSV TwwV TZV U: UIDV UraM URG URV USG UVG UVPV UVV UWG V: V Mil Pers V-ASG V-FIFG V-FIFG-WBF V-GSG V-HFKG V-LTDB V-NDA V-NISSG V-NQR-BB V-StGB-MSt VABK VABUA VAböV VAEW VAG VAK VAM VAmFD VAN VAND VAPF VAPK VASA VASm VASR VATV VATV-VBS VAusb VAusb-VBS VAV VAwG VAZV VBB VBBo VBGA VBGF VBGÖ VBKV VBLN VBO VBO-ÜPF VBP VBPO VBPV VBPV-EDA VBR I VBRK VBSTB VBVA VBVV VBWK VböV VCITES VD-ÜPF VDA VDPS VDPV-EDI VDSG VDSZ VDTI 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VVS-ÜPF VVTA VVV VVWAL VWEV VWL VWLV VWS VwVG VZAE VZAG VZG VZSchB VZV VZVM VöB VüKU VÜPF VüV-ÖV W: WaG WaV WBV WeBiG WeBiV WEFV WEG WFG WFV WG WPEG WPEV WRG WRV WSchG WSchV WV WZV WZVV Z: ZAG ZAV ZBstG ZDG ZDUeV ZDV ZDV-WBF ZEBG ZentG ZeugSG ZeugSV ZEV ZG ZGB ZISG ZPO ZSAV-BiZ ZSTEBV ZStGV ZStV ZSV ZTG ZUG ZustV-PrSV ZuV ZV ZV-EFD ZWG ZWV Ü: ÜbZ ÜüAVaS ÜüiZR ÜüRK ÜüSKZGIA ÜüzAiK No acronym: 818_101_24 331 632_319 818_102 830_31 131_211 131_212 131_213 131_214 131_215 131_216_1 131_216_2 131_217 131_218 131_221 131_222_1 131_222_2 131_223 131_224_1 131_224_2 131_225 131_226 131_227 131_228 131_229 131_231 131_232 131_233 131_235 142_318 142_513 170_321 172_010_441 172_211_21 172_220_11 172_327_11 196_127_67 221_213_221 221_415 360_2 361_0 361_2 362_0 366_1 367_1 420_126 420_171 510_620_2 514_10 632_421_0 672_933_6 701 732_12 741_618 748_222_0 748_222_1 811_117_2 812_121_5 812_214_5 817_023_41 818_101_25 831_471 837_033 837_21 861 935_121_41 935_121_42 935_816_2
A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD