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Verordnung
über die Verwaltung der Armee
(VVA)

vom 21. Februar 2018 (Stand am 1. Januar 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 142 Absatz 3 und 150 Absatz 1 des Militärgesetzes vom 3. Februar 19951 (MG)
sowie auf Artikel 167 Absatz 3 der Verordnung der Bundesversammlung vom 30. März 19492 über die Verwaltung der Armee,

verordnet:

1. Kapitel: Gegenstand

Art. 1  

Die­se Ver­ord­nung re­gelt die Ver­wal­tungs­tä­tig­kei­ten zu­guns­ten der Mi­li­zan­ge­hö­ri­gen der Ar­mee, na­ment­lich die Or­ga­ni­sa­ti­on, das Sold­we­sen, die Ver­pfle­gung, die Un­ter­kunft so­wie die Rei­sen und Trans­por­te.

2. Kapitel: Organisation

1. Abschnitt: Verwaltungs- und Kontrollorgane

Art. 2 Weisungsbefugnisse  

Die Lo­gis­tik­ba­sis der Ar­mee (LBA) er­lässt die für die Ver­wal­tungs­tä­tig­kei­ten not­wen­di­gen fach­tech­ni­schen Re­gle­men­te, Wei­sun­gen und Be­feh­le.

Art. 3 Rechnungsführerin oder Rechnungsführer  

1 Rech­nungs­füh­re­rin oder Rech­nungs­füh­rer in For­ma­tio­nen, Schu­len und Kur­sen für die Trup­pen- und Fach­dienst­buch­hal­tung, ge­ord­net nach Funk­ti­ons­stu­fe, sind:

a.
Chefin oder Chef Kom­missa­ri­ats­dienst;
b.
Quar­tier­meis­te­rin oder Quar­tier­meis­ter;
c.
Fou­rie­rin oder Fou­ri­er;
d.
Trup­pen­buch­hal­te­rin oder Trup­pen­buch­hal­ter.

2 An­ge­stell­te des Bun­des kön­nen die Funk­ti­on als Rech­nungs­füh­re­rin oder Rech­nungs­füh­rer im Rah­men ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit aus­üben.

3 In be­son­de­ren Fäl­len be­zeich­net die LBA die Rech­nungs­füh­re­rin oder den Rech­nungs­füh­rer.

Art. 4 Wechsel der Rechnungsführerin oder des Rechnungsführers  

1 Beim Wech­sel der Rech­nungs­füh­re­rin oder des Rech­nungs­füh­rers müs­sen Ge­schäf­te, Buch­hal­tung, Kas­sen und Wa­ren­vor­rä­te sach­ge­mä­ss über­ge­ben wer­den. Die Über­ga­be ist in ei­nem Pro­to­koll fest­zu­hal­ten, des­sen Rich­tig­keit von der über­ge­ben­den und der über­neh­men­den Per­son zu be­schei­ni­gen ist. Die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant nimmt Kennt­nis von der Über­ga­be und be­schei­nigt dies mit der Un­ter­schrift. Das Pro­to­koll ist der Buch­hal­tung bei­zu­le­gen.

2 Die über­ge­ben­de Per­son bleibt für ih­re dienst­li­chen Ver­rich­tun­gen ver­ant­wort­lich und kann bei der Er­le­di­gung hän­gi­ger Ge­schäf­te zur Mit­hil­fe an­ge­hal­ten wer­den.

Art. 5 Kontrollstelle für die Truppenbuchhaltungen  

1 Kon­troll­stel­le für die Trup­pen­buch­hal­tun­gen ist, ge­ord­net nach Funk­ti­ons­stu­fe:

a.
die LBA für die Di­rekt­un­ter­stell­ten der Chefin oder des Chef der Ar­mee und für die Stä­be der gros­sen Ver­bän­de;
b.
die Chefin oder der Chef des Kom­missa­ri­ats­diens­tes des vor­ge­setz­ten Sta­bes für For­ma­tio­nen;
c.
die Quar­tier­meis­te­rin oder der Quar­tier­meis­ter.

2 Die Chefin oder der Chef der LBA kann ar­mee­weit Kon­trol­len an­ord­nen.

Art. 6 Kontrollen  

1 Die Kon­troll­stel­len füh­ren wäh­rend des Diens­tes ei­ner For­ma­ti­on bei den ad­mi­nis­tra­tiv un­ter­stell­ten Rech­nungs­füh­re­rin­nen und Rech­nungs­füh­rern un­an­ge­mel­de­te Kon­trol­len durch.

2 Die Kon­trol­len sind in Diens­ten von höchs­tens ei­nem Mo­nat Dau­er min­des­tens ein­mal, in län­ge­ren Diens­ten min­des­tens ein­mal mo­nat­lich durch­zu­füh­ren.

3 Die Kon­troll­stel­le trägt die Kon­trol­le in die Buch­hal­tungs­un­ter­la­gen der ad­mi­nis­tra­tiv un­ter­stell­ten Per­son ein und be­schei­nigt die Kon­trol­le so­wie die ord­nungs­ge­mäs­se Buch­füh­rung. Sie teilt das Er­geb­nis der Kon­trol­le der Kom­man­dan­tin oder dem Kom­man­dan­ten mit.

4 Bei Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten ord­net die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant die not­wen­di­gen Mass­nah­men an und mel­det den Sach­ver­halt auf dem Dienst­weg.

2. Abschnitt: Buchhaltung

Art. 7 Grundsätze  

1 Die LBA legt die Form der Trup­pen­buch­hal­tung, die Grund­sät­ze so­wie die zu ver­wen­den­den Ap­pli­ka­tio­nen und For­mu­la­re fest.

2 Der Lehr­ver­band Lo­gis­tik er­stellt die Aus­bil­dungs­grund­la­gen.

Art. 8 Belege  

Die Ein­nah­men und Aus­ga­ben al­ler Kas­sen sind durch For­mu­la­re und Ori­gi­nal­rech­nun­gen zu be­le­gen.

Art. 9 Unterschriften  

1 Die Un­ter­la­gen der Trup­pen­buch­hal­tung sind wie folgt zu un­ter­schrei­ben:

a.
Die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten von For­ma­tio­nen, Schu­len und Kur­sen be­stä­ti­gen durch ih­re Un­ter­schrift, dass sie Ein­sicht in die Kenn­zah­len der Buch­hal­tung, die Kas­sen­bü­cher und den Kon­to­aus­zug ge­nom­men ha­ben.
b.
Die Rech­nungs­füh­re­rin oder der Rech­nungs­füh­rer be­schei­nigt mit der Un­ter­schrift die Rich­tig­keit al­ler Ab­schlüs­se, Ab­rech­nun­gen und der üb­ri­gen Be­le­ge.
c.
Kann die Rech­nungs­füh­re­rin oder der Rech­nungs­füh­rer die ma­te­ri­el­le Rich­tig­keit oder die Be­rech­ti­gung ei­ner Aus­ga­be oder ei­ner Ein­nah­me aus­nahms­wei­se nicht be­ur­tei­len, so ist die Be­rech­ti­gung durch die Kom­man­dan­tin oder den Kom­man­dan­ten oder das zu­stän­di­ge Fa­ch­or­gan schrift­lich ein­zu­ho­len.

2 Die Grup­pe Ver­tei­di­gung er­lässt Wei­sun­gen zur Un­ter­schrif­ten­re­ge­lung bei Dienst­leis­tun­gen.

3 Die LBA er­lässt Wei­sun­gen zur Un­ter­schrif­ten­re­ge­lung für Gel­d­emp­fän­ge­rin­nen und Gel­d­emp­fän­ger.

Art. 10 Buchhaltungsperiode  

1 Die Buch­hal­tungs­pe­ri­ode der Trup­pen­buch­hal­tung dau­ert ma­xi­mal einen Ka­len­der­mo­nat.

2 Über Aus­nah­men ent­schei­det die LBA.

Art. 11 Besondere Buchhaltung  

Ist ei­ne mi­li­tä­ri­sche Buch­hal­tung nach den Ar­ti­keln 7–10 nicht mög­lich, so ord­net die LBA Er­gän­zun­gen oder die Füh­rung ei­ner ge­eig­ne­ten Buch­hal­tung an.

Art. 12 Kreditbegehren  

1 Will die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant Aus­ga­ben an­ord­nen, die nicht vor­ge­se­hen sind, so reicht sie oder er auf dem Dienst­weg ein Kre­dit­be­geh­ren an die LBA ein.

2 Über Kre­dit­be­geh­ren bis zu 50 000 Fran­ken ent­schei­det die LBA, über Be­geh­ren um hö­he­re Be­trä­ge die Grup­pe Ver­tei­di­gung.

3 Die LBA führt über die Kre­dit­be­geh­ren Kon­trol­le und legt das Ab­rech­nungs­ver­fah­ren fest.

3. Abschnitt: Kassen

Art. 13 Grundsätze  

1 Die Rech­nungs­füh­re­rin oder der Rech­nungs­füh­rer hat für die si­che­re Auf­be­wah­rung der Gel­der wäh­rend des Diens­tes zu sor­gen.

2 Die Ver­men­gung von ei­ge­nem Geld mit Gel­dern der Kas­sen ist ver­bo­ten.

3 Dienst­kas­sen, De­pot­kas­sen, Kan­ti­nen­kas­sen und Ma­te­ri­al­ver­lust­kas­sen dür­fen nur wäh­rend der Dau­er ei­nes Diens­tes ge­führt wer­den.

Art. 14 Dienstkasse  

Al­le Ein­nah­men zu­guns­ten des Bun­des, auch sol­che aus Leis­tun­gen der Trup­pe zu­guns­ten Drit­ter, und al­le Aus­ga­ben zu­las­ten des Bun­des sind in der Dienst­kas­se zu ver­bu­chen.

Art. 15 Depotkasse  

Ei­ne De­pot­kas­se muss ge­führt wer­den, wenn An­ge­hö­ri­ge der For­ma­ti­on wäh­rend des Diens­tes Geld hin­ter­le­gen wol­len.

Art. 16 Kantinenkasse  

1 So­fern die Trup­pe ei­ne Kan­ti­ne führt, muss sie ei­ne Kan­ti­nen­kas­se füh­ren. Bei der Auf­lö­sung der Kan­ti­ne ist der all­fäl­li­ge Über­schuss in der Dienst­kas­se zu ver­ein­nah­men und aus­zu­wei­sen.

2 Die LBA ent­schei­det über das Sor­ti­ment und die Ge­winn­span­ne und re­gelt die Ge­winn­ver­wen­dung.

Art. 17 Materialverlustkasse  

1 Ei­ne Ma­te­ri­al­ver­lust­kas­se muss ge­führt wer­den, wenn Ma­te­ri­al­ver­lus­te oder ‑be­schä­di­gun­gen durch Soldab­zü­ge nach Ar­ti­kel 45 oder durch ein­zel­ne An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee be­zahlt wer­den. Die Ma­te­ri­al­ver­lust­kas­se muss am En­de des Diens­tes auf­ge­löst wer­den.

2 Die LBA ent­schei­det über die Ver­wen­dung der Mit­tel bei Auf­lö­sung der Kas­se.

Art. 18 Sponsorenkasse  

1 Für die Ver­wal­tung von Spon­so­ren­gel­dern ist ei­ne Spon­so­ren­kas­se zu füh­ren.

2 Mit Auf­la­gen ver­se­he­ne Spon­so­ren­gel­der sind aus­sch­liess­lich nach ih­rer be­son­de­ren Be­stim­mung zu ver­wen­den.

Art. 19 Kioskkasse  

1 Ki­o­skkas­sen dür­fen nur auf Waf­fen­plät­zen ge­führt wer­den.

2 Ei­ne Ki­o­skkas­se darf nur mit Zu­stim­mung der LBA er­öff­net wer­den.

3 Die LBA legt die Ge­winn­span­ne fest und re­gelt die Ge­winn­ver­wen­dung.

Art. 20 Vereinskasse  

Ei­ne For­ma­ti­on darf über den ein­zel­nen Dienst hin­aus ei­ne Ver­eins­kas­se füh­ren.

Art. 21 Meldepflicht bei Eröffnung einer Sponsoren-, Kiosk- oder Vereinskasse  

Die Rech­nungs­füh­re­rin oder der Rech­nungs­füh­rer stellt si­cher, dass bei Er­öff­nung ei­ner Spon­so­ren-, Ki­osk- oder Ver­eins­kas­se die LBA auf dem Dienst­weg in­for­miert wird.

4. Abschnitt: Zahlungen

Art. 22 Prüfungspflicht  

1 Die Rech­nungs­füh­re­rin oder der Rech­nungs­füh­rer über­nimmt und kon­trol­liert al­le Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen, die zu­las­ten der For­ma­ti­on ge­hen, auf ih­re Be­schaf­fen­heit und Men­ge und prüft die Rich­tig­keit der Rech­nun­gen. Wer­den Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen von Fach­dien­st­of­fi­zie­rin­nen oder Fach­dien­st­of­fi­zie­ren ver­an­lasst und ent­ge­gen­ge­nom­men, so müs­sen die­se die ent­spre­chen­den Kon­trol­len und Prü­fun­gen vor­neh­men und mit ih­rer Un­ter­schrift be­stä­ti­gen.

2 Die Rech­nun­gen dür­fen erst nach Be­stä­ti­gung ih­rer Rich­tig­keit be­zahlt wer­den.

3 Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen, die zu­guns­ten der For­ma­ti­on ge­hen, sind den­sel­ben Kon­trol­len auf Be­schaf­fen­heit und Men­ge und der­sel­ben Prü­fung auf Rich­tig­keit der Rech­nun­gen zu un­ter­zie­hen.

Art. 23 Abrechnungspflicht  

1 Die For­ma­ti­on hat über Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen ab­zu­rech­nen und die Rech­nungs­be­trä­ge an­zu­wei­sen oder bar zu be­zah­len.

2 Vor­aus­zah­lun­gen, Dar­le­hen und Vor­schüs­se an Lie­fe­ran­tin­nen und Lie­fe­ran­ten sind ver­bo­ten.

3 Die Jah­res­buch­hal­tun­gen sind bar­geld­los zu füh­ren.

4 Über Aus­nah­men im Ein­zel­fall ent­schei­det die LBA.

5. Abschnitt: Revision und Aufbewahrung der Buchhaltung

Art. 24 Revision  

1 Die Kon­troll­stel­le über­prüft die Buch­hal­tung, be­vor die­se wei­ter­ge­lei­tet wird.

2 Je­de Kon­troll­stel­le ist ge­gen­über ih­rer über­ge­ord­ne­ten Stel­le für die Kon­trol­le ver­ant­wort­lich.

Art. 25 Aufgebot von Rechnungsführerinnen oder Rechnungsführern  

1 Die LBA kann säu­mi­ge oder nach­läs­si­ge Rech­nungs­füh­re­rin­nen oder Rech­nungs­füh­rer zur Rech­nungs­ab­ga­be, Aus­kunft­s­er­tei­lung oder zu er­gän­zen­den Ar­bei­ten auf­bie­ten. Für sol­che Auf­ge­bo­te wer­den kei­ne fi­nan­zi­el­len Ent­schä­di­gun­gen ent­rich­tet.

2 Die LBA kann in be­son­de­ren Fäl­len für die Kon­trol­le aus­ser­or­dent­li­cher Aus­ga­ben Fach­leu­te bei­zie­hen.

Art. 26 Revision im Assistenz- und im Aktivdienst  

1 Bei grös­se­ren Trup­pen­auf­ge­bo­ten zum As­sis­tenz- oder zum Ak­tiv­dienst muss mit der Re­vi­si­on der Buch­hal­tun­gen so­fort be­gon­nen wer­den. Die Re­vi­si­on hat lau­fend zu er­fol­gen. Feh­ler und Män­gel sind so­fort zu be­he­ben.

2 Die LBA trifft die zur Be­he­bung der Feh­ler und Män­gel er­for­der­li­chen Mass­nah­men.

Art. 27 Aufbewahrung der Buchhaltungsunterlagen  

Die Rech­nungs­füh­re­rin­nen und Rech­nungs­füh­rer be­wah­ren sämt­li­che Un­ter­la­gen der Trup­pen­buch­hal­tung der For­ma­tio­nen, Schu­len und Kur­se wäh­rend fünf Jah­ren auf.

3. Kapitel: Sold

1. Abschnitt: Soldberechtigung

Art. 28 Dauer  

Die Sold­be­rech­ti­gung be­ginnt mit dem Ein­rückungs­tag und en­det mit dem Ent­las­sungs­tag.

Art. 29 Reisetage  

Stel­lungs­pflich­ti­ge und An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, die von ih­rem Wohn­ort aus am Vor­tag ab­rei­sen müs­sen, um zur fest­ge­setz­ten Zeit ein­rücken zu kön­nen, oder die erst am Tag nach der Ent­las­sung den Wohn­ort or­dent­lich er­rei­chen kön­nen, sind für die­se Rei­se­ta­ge sold­be­rech­tigt.

Art. 30 Ausserdienstliche Kommandoübergabe  

1 Bei ei­ner aus­ser­dienst­li­chen Kom­man­do­über­ga­be be­steht An­spruch auf:

a.
Sold;
b.
Pen­si­ons­ver­pfle­gungs­ent­schä­di­gung;
c.
Rei­se mit Marsch­be­fehl;
d.
Trans­port der Bü­ro­kis­te.

2 Die vor­ge­setz­te Kom­man­dan­tin oder der vor­ge­setz­te Kom­man­dant muss die Rich­tig­keit der Be­le­ge be­schei­ni­gen.

2. Abschnitt: Gradsold, Soldzulage und Funktionssold

Art. 31 Gradsold  

1 Der Grad­sold be­trägt pro Tag:

Grad

Fr.

Korps­kom­man­dant

30.—

Di­vi­sio­när

27.—

Bri­ga­dier

25.—

Oberst

23.—

Oberst­leut­nant

20.—

Ma­jor

18.—

Haupt­mann

16.—

Ober­leut­nant

13.—

Leut­nant

12.—

Chef­ad­ju­tant

11.50

Haupt­ad­ju­tant

11.50

Stab­s­ad­ju­tant

11.—

Ad­ju­tant­un­ter­of­fi­zier

10.—

Haupt­feld­wei­bel

9.50

Fou­ri­er

9.50

Feld­wei­bel

9.—

Ober­wacht­meis­ter

8.50

Wacht­meis­ter

8.—

Kor­po­ral

7.—

Ober­ge­frei­ter

6.50

Ge­frei­ter

6.—

Sol­dat

5.—

Re­krut

4.—

2 Dienst­leis­tun­gen, die der Stel­lung in ei­nem hö­he­ren Grad ent­spre­chen, be­rech­ti­gen nicht zu ei­nem hö­he­ren Sold.

3 Im Grad­sold sind die Ver­gü­tun­gen für den Trans­port des Mi­li­tär­ge­päcks von der Woh­nung zur Bahn­sta­ti­on und zu­rück in­be­grif­fen.

Art. 32 Soldzulage  

1 Wäh­rend der Grund­aus­bil­dungs­diens­te zum Er­lan­gen ei­nes hö­he­ren Gra­des be­trägt die Sold­zu­la­ge pro Tag höchs­tens:

a.
50 Fran­ken zum Er­lan­gen des Gra­des ei­nes Un­ter­of­fi­ziers oder ei­nes hö­he­ren Un­ter­of­fi­ziers;
b.
80 Fran­ken zum Er­lan­gen des Gra­des ei­nes Of­fi­ziers;
c.
100 Fran­ken zum Er­lan­gen des Gra­des ei­nes hö­he­ren Un­ter­of­fi­ziers auf der Stu­fe Trup­pen­kör­per oder des Gra­des ei­nes Haupt­manns.

2 Die Grup­pe Ver­tei­di­gung re­gelt die Hö­he der Sold­zu­la­ge un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Gra­des und der Funk­ti­on der An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee so­wie der Na­tur, der Dau­er und der Be­son­der­hei­ten der Grund­aus­bil­dungs­diens­te.

Art. 33 Funktionssold  

Der Funk­ti­ons­sold für die Fa­ch­of­fi­zie­re ent­spricht dem Grad­sold der ent­spre­chen­den Of­fi­ziers­funk­ti­on.

3. Abschnitt: Besondere Soldverhältnisse

Art. 34 Angestellte des Bundes  

Mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal nach Ar­ti­kel 47 MG so­wie zi­vi­le An­ge­stell­te der Mi­li­tär­ver­wal­tung be­zie­hen Sold und die da­mit ver­bun­de­nen Ver­gü­tun­gen nur für die Dienst­ta­ge, zu de­nen sie im Rah­men ih­res Mi­liz­diens­tes auf­ge­bo­ten sind.

Art. 35 Truppenbesuche und Erkundungen  

1 Die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten, ih­re Stä­be so­wie die sie be­glei­ten­den Ka­der be­zie­hen bei Trup­pen­be­su­chen Sold und die da­mit ver­bun­de­nen Ver­gü­tun­gen. Den glei­chen An­spruch ha­ben die Of­fi­zie­rin­nen und Of­fi­zie­re der Stä­be der gros­sen Ver­bän­de, die auf Be­fehl die Kur­se un­ter­stell­ter For­ma­tio­nen be­su­chen, so­wie die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten al­ler Stu­fen für die Er­kun­dung mit ih­ren Un­ter­stell­ten. Aus­ge­nom­men sind die An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee nach Ar­ti­kel 34.

2 Die Rich­tig­keit der Be­le­ge ist von der vor­ge­setz­ten Kom­man­dan­tin oder vom vor­ge­setz­ten Kom­man­dan­ten zu be­schei­ni­gen.

Art. 36 Beförderung  

Be­för­der­te be­zie­hen den Sold des neu­en Gra­des ab dem Tag, an wel­chem die Be­för­de­rung in Kraft tritt.

Art. 37 Urlaub  

1 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee sind für die Dau­er der all­ge­mei­nen Ur­lau­be so­wie für die Rei­se­ta­ge von per­sön­li­chen Ur­lau­ben sold­be­rech­tigt.

2 Im Ur­laub aus dem Dienst Ent­las­se­ne sind bis zum Tag des Ur­laubs­an­tritts sold­be­rech­tigt.

Art.38 Erkrankung: militärmedizinische Versorgung  

1 Er­krank­te An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee sind sold­be­rech­tigt, so­lan­ge sie sich bei der Trup­pe in ei­nem Kran­ken­zim­mer, ei­ner Kran­ken­ab­tei­lung oder ei­nem me­di­zi­ni­schen Zen­trum ei­ner mi­li­tär­me­di­zi­ni­schen Re­gi­on be­fin­den.

2 Im Ur­laub er­krank­te An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, die der Mi­li­tär­ver­si­che­rung nicht ge­mel­det wer­den und wie­der zur Trup­pe zu­rück­keh­ren, sind für die Krank­heits­ta­ge sold­be­rech­tigt.

Art.39 Erkrankung: zivilmedizinische Versorgung  

1 Er­krank­te An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee sind bei ei­ner Ab­klä­rung in ei­nem Zi­vil­spi­tal bis zu drei Ta­ge sold­be­rech­tigt.

2 Bei ei­ner län­ger dau­ern­den Be­hand­lung in ei­nem Zi­vil­spi­tal oder bei der Ver­set­zung in häus­li­che Be­hand­lung schei­det die be­trof­fe­ne Per­son di­rekt aus dem Dienst aus. Vom fol­gen­den Tag an kom­men die Leis­tun­gen der Mi­li­tär­ver­si­che­rung zur An­wen­dung.

Art. 40 Verhaftung  

An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee im Mi­li­tär­dienst, die von ei­ner mi­li­tä­ri­schen oder zi­vi­len Straf­be­hör­de ver­haf­tet wer­den, sind bis zum Tag der Ver­haf­tung bei ih­rer For­ma­ti­on sold­be­rech­tigt.

Art. 41 Untersuchungshaft  

1 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee im Mi­li­tär­dienst, die durch ei­ne mi­li­tä­ri­sche Straf­be­hör­de in Un­ter­su­chungs­haft ver­setzt wer­den, sind bis zum Tag der Ver­haf­tung sold­be­rech­tigt. Der Sold, wel­cher der ver­haf­te­ten Per­son bis zu die­sem Tag zu­steht, ist dem Un­ter­su­chungs­rich­ter oder der Un­ter­su­chungs­rich­te­rin zu­han­den der Ge­richts­kas­se ab­zu­lie­fern.

2 Wird das Ver­fah­ren ein­ge­stellt oder die be­schul­dig­te Per­son frei­ge­spro­chen, so wer­den ihr die zu­rück­be­hal­te­nen Gel­der voll­stän­dig aus­be­zahlt. Die Ge­richts­kas­se ver­gü­tet ihr den Sold für die Zeit der Haft, längs­tens aber bis zur Ent­las­sung der Trup­pe.

Art. 42 Arrest  

An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee ha­ben kein An­recht auf Sold für nach der Ent­las­sung aus dem Dienst ver­büss­te Ar­rest­ta­ge.

Art. 43 Todesfall  

1 Für im Dienst ver­stor­be­ne An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee ist die Be­sol­dung bis zum To­des­tag zu be­rech­nen.

2 Für die Be­stat­tung kön­nen fol­gen­de Kos­ten zu­las­ten der Dienst­kas­se über­nom­men wer­den:

a.
Kranz- oder Blu­men­spen­de;
b.
orts­üb­li­che To­des­an­zei­gen der Trup­pe in drei Ta­ges­zei­tun­gen, in be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len in höchs­tens sechs Ta­ges­zei­tun­gen;
c.
mi­li­tä­ri­sches Ge­leit.

3 Die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant be­schei­nigt die Rich­tig­keit der Be­le­ge.

4. Abschnitt: Soldauszahlung

Art. 44 Zeitpunkt, Vorschüsse  

1 Der Sold wird am Schluss je­der Buch­hal­tungs­pe­ri­ode aus­be­zahlt.

2 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee kön­nen bei der Kom­man­dan­tin oder dem Kom­man­dan­ten um Sold­vor­schüs­se er­su­chen.

3 Die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant darf Sold­vor­schüs­se nur im Rah­men der be­reits ge­leis­te­ten Dienst­ta­ge an­ord­nen.

Art. 45 Soldabzüge  

Soldab­zü­ge dür­fen nur zur De­ckung von Ma­te­ri­al­ver­lus­ten und ‑be­schä­di­gun­gen ver­wen­det wer­den, für die nach Ar­ti­kel 140 MG die For­ma­ti­on haf­tet. Die Ein­nah­men und Aus­ga­ben wer­den in der Ma­te­ri­al­ver­lust­kas­se ver­bucht.

4. Kapitel: Verpflegung

1. Abschnitt: Naturalverpflegung

Art. 46 Verpflegungskredit  

1 Der Ver­pfle­gungs­kre­dit für die Na­tu­ral­ver­pfle­gung pro Per­son und Tag be­trägt höchs­tens 15 Fran­ken.

2 Der Be­trag wird pe­ri­odisch durch die LBA fest­ge­legt.

Art. 47 Verpflegungsmittel  

1 Der Ver­pfle­gungs­kre­dit ist für die Be­schaf­fung al­ler Le­bens­mit­tel für die Ver­pfle­gung der Trup­pe (Ver­pfle­gungs­mit­tel) be­stimmt.

2 Die LBA be­stimmt die pro­duk­te­s­pe­zi­fi­schen Qua­li­täts­merk­ma­le und die Her­kunft der Ver­pfle­gungs­mit­tel.

Art. 48 Benützung des Verpflegungskredits  

1 Der nicht be­an­spruch­te Ver­pfle­gungs­kre­dit aus Schu­len und Kur­sen ver­fällt am En­de der Dienst­leis­tung.

2 Wird der Ver­pfle­gungs­kre­dit über­schrit­ten, so ist der Fehl­be­trag in der Dienst­kas­se als Ein­nah­me zu­guns­ten des Bun­des zu ver­bu­chen. Ei­ne Über­tra­gung auf den nächs­ten Dienst ist nicht ge­stat­tet. Die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten von For­ma­tio­nen kön­nen in be­grün­de­ten Fäl­len einen Aus­gleich in­ner­halb ih­rer For­ma­ti­on an­ord­nen.

3 In be­son­de­ren Fäl­len ent­schei­det die LBA, ob Über­schrei­tun­gen des Ver­pfle­gungs­kre­dits als Aus­ga­ben zu­las­ten des Bun­des über­nom­men wer­den.

Art. 49 Notverpflegung und Tagesportion  

1 Die LBA legt die Zu­sam­men­set­zung der Spe­zi­al­ra­ti­on und Notra­ti­on (Not­ver­pfle­gung) fest.

2 Für den Ak­tiv­dienst legt die LBA im Ein­ver­neh­men mit den Or­ga­nen der wirt­schaft­li­chen Lan­des­ver­sor­gung die Ta­ges­por­ti­on fest.

Art. 50 Verpflegung während der Rekrutierung  

Stel­lungs­pflich­ti­ge ha­ben wäh­rend der Teil­nah­me an der Re­kru­tie­rung An­spruch auf die nö­ti­ge Ver­pfle­gung.

Art. 51 Verpflegung bei einer Mobilmachung  

1 Wird bei ei­ner Mo­bil­ma­chung ei­ne voll­stän­di­ge Ver­pfle­gungs­au­to­no­mie der An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee be­foh­len, so wer­den die­se für den ers­ten Tag mit 10 Fran­ken und für den zwei­ten Tag mit 15 Fran­ken ent­schä­digt.

2 Es be­ste­hen für die­se Ta­ge kei­ne wei­te­ren Ver­pfle­gungs­be­rech­ti­gun­gen.

3 Bei al­len an­de­ren Fäl­len der Mo­bil­ma­chung legt die LBA die Be­trä­ge fest.

Art. 52 Pflichtkonsum  

Zwecks Um­satz der Ar­mee­vor­rä­te kann die LBA den Ver­brauch be­stimm­ter Ver­pfle­gungs­mit­tel und Men­gen an­ord­nen.

Art. 53 Haushalt  

1 Die Ver­pfle­gung wird grund­sätz­lich im Trup­pen­haus­halt zu­be­rei­tet.

2 Je­de For­ma­ti­on führt in der Re­gel einen ei­ge­nen Haus­halt. For­ma­tio­nen, für wel­che die Füh­rung ei­nes ei­ge­nen Haus­halts nicht mög­lich oder un­zweck­mäs­sig ist, sind dem Haus­halt ei­ner an­de­ren For­ma­ti­on an­zu­sch­lies­sen.

Art. 54 Überwachung  

1 Die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten wa­chen dar­über, dass durch recht­zei­ti­ge Vor­keh­run­gen die Ver­pfle­gung der Trup­pe si­cher­ge­stellt ist und dass die Trup­pe ge­sund und aus­rei­chend ver­pflegt wird.

2 Sie sor­gen da­für, dass kei­ne Le­bens­mit­tel ver­schwen­det oder miss­bräuch­lich ver­wen­det wer­den.

Art. 55 Serviceentschädigung  

1 Bei Trup­pen­ver­pfle­gung der Of­fi­zie­re und hö­he­ren Un­ter­of­fi­zie­re in Re­stau­rants auf den Waf­fen­plät­zen und den da­zu­ge­hö­ren­den Aus­sen­stand­orten wird zu­las­ten der Dienst­kas­se ei­ne Ent­schä­di­gung für Be­die­nung, Ge­deck, Tischwä­sche und klei­ne Zuta­ten (Ser­viceent­schä­di­gung) aus­ge­rich­tet, so­fern die LBA dies be­wil­ligt hat.

2 In al­len üb­ri­gen Fäl­len über­nimmt der Bund kei­ne Kos­ten für die Ser­viceent­schä­di­gung. Sol­che Kos­ten fal­len aus­sch­liess­lich zu­las­ten des An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee.

Art. 56 Abgabe an Dritte  

1 Rech­nungs­füh­re­rin­nen und Rech­nungs­füh­rer ha­ben für die Ab­ga­be von Trup­pen­ver­pfle­gung an Drit­te Ent­schä­di­gun­gen zu ver­lan­gen.

2 Sie ver­lan­gen von Bun­des­an­ge­stell­ten und auf Waf­fen­plät­zen sta­tio­nier­ten kan­to­na­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern pro Früh­stück 7 Fran­ken und pro Mit­tag- und Nachtes­sen je 10 Fran­ken, so­fern ein dienst­li­ches In­ter­es­se an vom Trup­pen­haus­halt be­zo­ge­ner Ver­pfle­gung be­steht.

3 In den üb­ri­gen Fäl­len ist die Be­wil­li­gung durch die Kom­man­dan­tin oder den Kom­man­dant bei der LBA ein­zu­ho­len. Die­se legt die Ent­schä­di­gung im Ein­zel­fall fest.

4 Sämt­li­che Ein­nah­men aus an Drit­te ab­ge­ge­be­ner Trup­pen­ver­pfle­gung sind in der Dienst­kas­se der For­ma­ti­on zu ver­bu­chen und der Ver­pfle­gungs­ab­rech­nung gut­zu­schrei­ben.

Art. 57 Patientenverpflegung  

Die Ver­pfle­gung von Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten bei der Trup­pe, im me­di­zi­ni­schen Zen­trum ei­ner mi­li­tär­me­di­zi­ni­schen Re­gi­on, in Kran­ken­ab­tei­lun­gen und in Mi­li­tär­spi­tä­lern er­folgt nach An­ord­nung der zu­stän­di­gen Trup­pen­ärz­tin­nen und -ärz­te im Rah­men des Ver­pfle­gungs­kre­dits. Mehr­kos­ten in­fol­ge ärzt­li­cher Ver­ord­nung sind zu be­grün­den.

Art. 58 Naturalverpflegung ausserhalb des Truppenhaushalts  

1 So­fern For­ma­tio­nen nicht an ei­nem Trup­pen­haus­halt teil­neh­men kön­nen, sind die Ver­pfle­gungs­mit­tel ei­ner Gast­stät­te oder ei­ner Pri­vat­per­son zur Zu­be­rei­tung ge­gen Ent­rich­tung ei­ner Ent­schä­di­gung ab­zu­ge­ben.

2 Für die Zu­be­rei­tung der Ver­pfle­gung durch Gast­stät­ten oder Pri­va­te be­trägt die Ent­schä­di­gung in­klu­si­ve Kü­chen­be­nüt­zung und Brenn­ma­te­ri­al:

Fr.

a.
pro Per­son und Ver­pfle­gungs­tag (bis 20 Per­so­nen):
(Früh­stück Fr. 1.20, Mit­tag- und Nachtes­sen je Fr. 2.40)

6.–

b.
ab 21 Per­so­nen, je­doch höchs­tens pro Tag:
(Früh­stück Fr. 24.–, Mit­tag- und Nachtes­sen je Fr. 48.–)

120.–

3 In be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len kann die LBA die An­sät­ze an­ge­mes­sen er­hö­hen.

2. Abschnitt: Pensionsverpflegung

Art. 59  

1 Ist die Na­tu­ral­ver­pfle­gung nicht mög­lich, so kann die LBA ei­ne Ver­pfle­gung in ei­ner Gast­stät­te (Pen­si­ons­ver­pfle­gung) be­wil­li­gen.

2 Sie setzt die Pen­si­ons­ver­pfle­gungs­ent­schä­di­gung fest. Die­se be­trägt höchs­tens 60 Fran­ken pro Per­son und Tag. Nur die tat­säch­lich ab­ge­ge­be­nen Mahl­zei­ten sind zu ver­gü­ten.

3 Bei ein­zel­nen Dienst­leis­tun­gen kann die Pen­si­ons­ver­pfle­gungs­ent­schä­di­gung für den Ein­rückungs- und den Ent­las­sungs­tag wie folgt ver­rech­net wer­den:

a.
für das Früh­stück, wenn der Wohn­ort vor 6.30 Uhr ver­las­sen wird;
b.
für das Mit­tages­sen, wenn der Wohn­ort vor 12.45 Uhr ver­las­sen oder nach 13 Uhr er­reicht wird;
c.
für das Nachtes­sen, wenn der Wohn­ort vor 19 Uhr ver­las­sen oder nach 19.30 Uhr er­reicht wird.

3. Abschnitt: Beschaffung und Verbrauch der Verpflegung

Art. 60 Beschaffungsart  

Die Art der Be­schaf­fung der Ver­pfle­gung wird im Aus­bil­dungs- und im As­sis­tenz­dienst durch die LBA, im Ak­tiv­dienst durch das Kom­man­do Ope­ra­tio­nen im Ein­ver­neh­men mit den Or­ga­nen der wirt­schaft­li­chen Lan­des­ver­sor­gung be­stimmt.

Art. 61 Selbstsorge  

1 Die Trup­pe be­schafft die Ver­pfle­gungs­mit­tel im Aus­bil­dungs- und im As­sis­tenz­dienst durch frei­en Ein­kauf (Selbst­sor­ge).

2 Im Ak­tiv­dienst er­folgt die Selbst­sor­ge nach den Wei­sun­gen des Kom­man­dos Ope­ra­tio­nen.

3 Durch Selbst­sor­ge be­schaff­te Ver­pfle­gungs­mit­tel, die nicht bis Diens­ten­de auf­ge­braucht wer­den kön­nen, sind best­mög­lich zu­guns­ten der Dienst­kas­se und un­ter Gut­schrift des ver­ein­nahm­ten Be­trags in der Ver­pfle­gungs­ab­rech­nung zu ver­kau­fen.

Art. 62 Verbrauch von Verpflegungsmitteln  

Die den Trup­pen ge­lie­fer­ten Ver­pfle­gungs­mit­tel sind aus­sch­liess­lich für ih­ren Ei­gen­ver­brauch be­stimmt.

Art. 63 Armeeproviant  

1 Die LBA be­schafft und ver­wal­tet die Vor­rä­te an Ver­pfle­gungs­mit­teln der Ar­mee (Ar­mee­pro­vi­ant).

2 Sie sorgt für den recht­zei­ti­gen Um­satz des Ar­mee­pro­vi­ants durch Be­lie­fe­rung der Trup­pen oder An­ord­nung von Pflicht­kon­sum.

3 In Aus­nah­me­fäl­len kann die LBA Ar­mee­pro­vi­ant zum Ver­kauf frei­ge­ben.

4 Die Trup­pe hat Ar­mee­pro­vi­ant von der LBA oder von an­de­ren Trup­pen zu be­zie­hen.

5. Kapitel: Unterkunft und andere Infrastrukturen

1. Abschnitt: Kasernierung

Art. 64  

1 So­fern sich in den Übungs­ge­bie­ten Un­ter­künf­te be­fin­den, die dem Bund ge­hö­ren oder für de­ren Be­nüt­zung ei­ne ver­trag­li­che Re­ge­lung be­steht, ha­ben die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten die­se zu be­an­spru­chen und zu be­nüt­zen. Die Zu­wei­sun­gen des Kom­man­dos Ope­ra­tio­nen sind für die Trup­pe ver­bind­lich.

2 Stel­lungs­pflich­ti­ge ha­ben wäh­rend der Teil­nah­me an der Re­kru­tie­rung An­spruch auf die nö­ti­ge Un­ter­kunft.

2. Abschnitt: Kantonnemente

Art. 65 Kantonnementseinrichtungen  

Für un­ent­behr­li­che Kan­ton­ne­ment­sein­rich­tun­gen und Mass­nah­men zum Schutz der Räum­lich­kei­ten wen­den sich die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten vor­gän­gig an die Ge­mein­de­be­hör­den. Die­se be­schaf­fen das er­for­der­li­che Ma­te­ri­al nach den An­ga­ben der Kom­man­dan­tin oder des Kom­man­dan­ten und hal­ten es der Trup­pe zur Ver­fü­gung. Die Ein­rich­tungs­ar­bei­ten wer­den so weit als mög­lich von der Trup­pe selbst aus­ge­führt.

Art. 66 Aussergewöhnlich hohe Kosten  

Ent­ste­hen aus­ser­ge­wöhn­lich ho­he Kos­ten für Kan­ton­ne­ment­sein­rich­tun­gen, für Mass­nah­men zum Schutz der Räum­lich­kei­ten oder für die Ver­sor­gung der Trup­pe, so ist vor der Aus­füh­rung bei der LBA auf dem Dienst­weg ein Kre­dit­be­geh­ren ein­zu­rei­chen und die­sem ein de­tail­lier­ter Kos­ten­vor­an­schlag bei­zu­le­gen.

Art. 67 Vorübergehende Abwesenheit  

1 Bei vor­über­ge­hen­der Ab­we­sen­heit der Trup­pe wäh­rend bis zu sechs Ta­gen oder fünf Näch­ten kann die Trup­pe die Un­ter­kunfts­räu­me mit ih­ren Ein­rich­tun­gen be­legt las­sen. Bei län­ge­rer Ab­we­sen­heit sind die Un­ter­kunfts­räu­me zu­rück­zu­ge­ben.

2 Zim­mer sind zu räu­men, so­fern die Ab­we­sen­heit län­ger als drei Näch­te dau­ert oder an ei­nem an­dern Ort Zim­mer­un­ter­kunft be­zo­gen wird.

3 Die LBA kann Aus­nah­men be­wil­li­gen.

Art. 68 Zimmer  

1 Sind die Kos­ten für die Zim­mer, wel­che die Ge­mein­de den Of­fi­zie­ren, hö­he­ren Un­ter­of­fi­zie­ren und weib­li­chen An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee als Un­ter­kunft an­bie­tet, hö­her als die vom Bun­des­rat fest­ge­setz­te Zim­me­rent­schä­di­gung, so trägt die Ge­mein­de die Mehr­kos­ten.

2 Ist die Un­ter­kunft in Zim­mern nicht mög­lich, so sind be­son­de­re Kan­ton­ne­men­te mit Bet­ten oder Ma­trat­zen und dem nö­ti­gen Mo­bi­li­ar ein­zu­rich­ten. Den Ge­mein­den wer­den da­für die Ent­schä­di­gun­gen für Kan­ton­ne­men­te so­wie für Ma­trat­zen- oder Bett­be­nüt­zung aus­ge­rich­tet.

3 Be­zie­hen die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Per­so­nen mit Be­wil­li­gung der Kom­man­dan­tin oder des Kom­man­dan­ten an­de­re als von der Ge­mein­de zu­ge­wie­se­ne Zim­mer oder Un­ter­künf­te, so ha­ben sie die Mehr­kos­ten zu tra­gen.

4 In be­son­de­ren Fäl­len kann die LBA die Zim­me­rent­schä­di­gung bis auf höchs­tens 200 Fran­ken pro Per­son und Nacht er­hö­hen.

5 Die An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee ha­ben die Zim­mer­kos­ten mit der Lo­gis­ge­be­rin oder dem Lo­gis­ge­ber sel­ber ab­zu­rech­nen.

Art. 69 Entschädigungen 3  

Die Ent­schä­di­gun­gen für Räum­lich­kei­ten und Plät­ze rich­ten sich nach den An­sät­zen im An­hang.

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6009).

Art. 70 Pauschalentschädigung  

1 Für die Be­nüt­zung stän­dig ein­ge­rich­te­ter Kan­ton­ne­men­te kann die LBA mit Ge­mein­den und Pri­va­ten Pau­schal­ent­schä­di­gun­gen ver­ein­ba­ren. Für nicht vom Bund sub­ven­tio­nier­te, stän­dig ein­ge­rich­te­te Kan­ton­ne­men­te kann sie ei­ne Er­hö­hung der Pau­schal­ent­schä­di­gung um bis zu 40 Pro­zent pro Per­son und Tag be­wil­li­gen.

2 Sie gibt ein Ver­zeich­nis der Ge­mein­den und Pri­va­ten her­aus, mit wel­chen Pau­schal­ent­schä­di­gun­gen ver­ein­bart wor­den sind.

Art. 71 Strohberechtigung in Kantonnementen  

Die LBA legt die Be­rech­ti­gung für den Be­zug von Stroh fest.

3. Abschnitt: Biwak

Art. 72 Benützung von Zeltplätzen und Sportanlagen  

1 Für die Be­nüt­zung der Ein­rich­tun­gen auf Zelt­plät­zen oder Sport­an­la­gen ha­ben die Kom­man­dan­tin­nen und Kom­man­dan­ten bei der LBA vor­gän­gig ein Ge­such um Ent­schä­di­gung ein­zu­rei­chen.

2 Die LBA kann die Ent­schä­di­gung im Rah­men der Kan­ton­ne­ments­ent­schä­di­gun­gen be­wil­li­gen.

Art. 73 Strohberechtigung bei Biwaks  

Für das Bi­wak wird der Trup­pe die glei­che Stroh­men­ge ab­ge­ge­ben wie für das Kan­ton­ne­ment.

4. Abschnitt: Logisentschädigung

Art. 74 Anspruch  

1 An­spruch auf ei­ne Lo­gis­ent­schä­di­gung ha­ben:

a.
An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, wel­che die Mo­tor­fahr­zeu­ge der Kom­man­dan­tin­nen oder Kom­man­dan­ten der gros­sen Ver­bän­de so­wie der Di­rekt­un­ter­stell­ten der Chefin oder des Chefs der Ar­mee fah­ren und sich auf die­sen Fahr­ten selbst un­ter­zu­brin­gen ha­ben;
b.
Fach­s­pe­zia­lis­tin­nen und -spe­zia­lis­ten, die nicht bei der Trup­pe un­ter­ge­bracht wer­den kön­nen.

2 Das Ge­such um Ent­schä­di­gung ist an die LBA zu rich­ten.

3 Die Zim­mer­kos­ten sind der Lo­gis­ge­be­rin oder dem Lo­gis­ge­ber sel­ber zu be­zah­len.

Art. 75 Ansätze  

1 Die Lo­gis­ent­schä­di­gung ent­spricht dem orts­üb­li­chen Zim­mer­preis; sie be­trägt je­doch höchs­tens 70 Fran­ken pro Per­son und Nacht. In be­son­de­ren Fäl­len kann die LBA die Lo­gis­ent­schä­di­gung bis auf höchs­tens 200 Fran­ken pro Per­son und Nacht er­hö­hen.

2 Wird das Zim­mer nicht mehr als vier Näch­te be­nützt, so er­höht sich die Lo­gi­sent­schä­di­gung um 25 Pro­zent.

3 Mit der Lo­gis­ent­schä­di­gung wer­den sämt­li­che Kos­ten der Zim­mer­be­nüt­zung ab­ge­gol­ten.

5. Abschnitt: Andere Infrastrukturen

Art. 76 Alp- und Berghütten, Schiess- und Übungsplätze  

1 Er­folgt die Er­kun­dung, Über­nah­me und Rück­ga­be von ab­ge­le­ge­nen Alp- und Berg­hüt­ten so­wie von Schiess- und Übungs­plät­zen im Bei­sein der Be­sit­ze­rin, des Be­sit­zers oder ei­ner zur Ver­tre­tung be­stimm­ten Per­son, so kann ihr oder ihm als Ver­gü­tung der Spe­sen ei­ne Pau­schal­ent­schä­di­gung von 30 Fran­ken pro Stun­de aus­ge­rich­tet wer­den.

2 Der Be­sit­ze­rin oder dem Be­sit­zer oder der zur Ver­tre­tung be­stimm­ten Per­son wer­den für die Teil­nah­me an der Er­kun­dung, Über­nah­me und Rück­ga­be ab­ge­le­ge­ner Alp- und Berg­hüt­ten so­wie von Schiess- und Übungs­plät­zen für die mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln be­fahr­ba­re Stre­cke die ef­fek­ti­ven Bil­lett­kos­ten 2. Klas­se ver­gü­tet. Auf al­len üb­ri­gen Stre­cken hat die Trup­pe den Trans­port zu or­ga­ni­sie­ren.

Art. 77 Abgelegene Berghütten touristischer Vereinigungen  

Für die Un­ter­kunft in ab­ge­le­ge­nen Berg­hüt­ten tou­ris­ti­scher Ver­ei­ni­gun­gen be­zahlt die Trup­pe höchs­tens die für Ver­eins­mit­glie­der gel­ten­de Über­nach­tungs­ta­xe.

Art. 78 Kirchen und vergleichbare Kultstätten  

Für die Be­nüt­zung von Kir­chen und ver­gleich­ba­ren Kult­stät­ten zur Durch­füh­rung von ge­schlos­se­nen Mi­li­tär­got­tes­diens­ten wird ei­ne Ent­schä­di­gung nach den orts­üb­li­chen An­sät­zen der lo­ka­len Kirch­ge­mein­de aus­ge­rich­tet.

Art. 79 Private Zimmer  

1 Sind An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee er­mäch­tigt, wäh­rend der Dienst­leis­tung im ei­ge­nen Zim­mer zu näch­ti­gen, so wird we­der ei­ne Zim­me­rent­schä­di­gung noch ei­ne Lo­gis­ent­schä­di­gung aus­ge­rich­tet.

2 Das mi­li­tä­ri­sche Per­so­nal hat, so­fern es nicht be­sol­de­ten Mi­li­tär­dienst leis­tet, für sei­ne Un­ter­kunft selbst auf­zu­kom­men und sei­ne Zim­mer der Quar­tier­ge­be­rin oder dem Quar­tier­ge­ber di­rekt zu be­zah­len.

Art. 80 Schiessanlagen  

1 Für die Be­nüt­zung von Schiess­an­la­gen, wel­che die Ge­mein­den oder Schiess­ver­ei­ne der Trup­pe zur Ver­fü­gung stel­len, rich­tet der Bund für die Auf­sicht wäh­rend des Schies­sens auf elek­tri­schen Trans­port­schei­ben- und Du­el­lan­la­gen so­wie elek­tro­ni­schen Tref­fer­an­zei­gean­la­gen auf Ver­lan­gen ei­ne Stun­den­ent­schä­di­gung von 25 Fran­ken pro Stun­de aus.

2 Wird kei­ne Stun­den­ent­schä­di­gung ver­langt, so rich­tet der Bund für die Be­reit­stel­lung, Über­nah­me und Über­ga­be der An­la­ge ei­ne ein­ma­li­ge Ent­schä­di­gung von 50 Fran­ken aus.

3 Zu­sätz­lich rich­tet der Bund für die Be­nüt­zung der Schiess­an­la­ge, des Schei­ben- und Zei­ger­ma­te­ri­als, ein­sch­liess­lich Auf­zie­hen von neu­en Schei­ben­bil­dern, so­wie für den Ma­te­ri­al- und Strom­ver­brauch fol­gen­de Ent­schä­di­gun­gen pro Schuss aus:

a.
bei ein­fa­chen Schiess­an­la­gen (Zug­schei­ben): 17 Rap­pen;
b.
bei elek­tri­schen Trans­port­schei­ben- und Du­el­lan­la­gen: 25 Rap­pen;
c.
bei elek­tro­ni­schen Tref­fer­an­zei­gean­la­gen: 30 Rap­pen.

4 Der Zei­ger- und Si­che­rungs­dienst hat durch die Trup­pe zu er­fol­gen.

Art. 81 Unterhalt der Unterkünfte  

In Aus­bil­dungs­diens­ten der For­ma­tio­nen wer­den die per­sön­li­che Aus­rüs­tung und die Un­ter­kunft des hö­he­ren Ka­ders durch An­ge­hö­ri­ge der For­ma­ti­on un­ter­hal­ten.

6. Kapitel: Reisen und Transporte

Art. 82 Beförderung mit Bahn, Bus und Schiff  

1 Für die von der Trup­pe und von Mi­li­tär­be­hör­den an­ge­ord­ne­ten Rei­sen und Trans­por­te gilt der Marsch­be­fehl als Fahr­aus­weis.

2 In Mo­bil­ma­chungs­fäl­len dient die Uni­form zu­sam­men mit dem Dienst­büch­lein als Be­för­de­rungs­be­rech­ti­gung.

Art. 83 Beförderung mit anderen Transportmitteln  

Die Be­för­de­rung mit an­de­ren Trans­port­mit­teln (Seil­bah­nen, Ski­lif­ten, Bahn­ver­lad und Fäh­ren) ist nur zu­läs­sig, wenn der glei­che Zweck in­nert nütz­li­cher Frist nicht mit trup­pe­nei­ge­nen Mit­teln er­reicht wer­den kann.

Art. 84 Vereinbarung  

Die LBA legt im Ein­ver­neh­men mit den Trans­port­un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Ver­kehrs das Ver­trags­werk für die Rei­sen und Trans­por­te der Trup­pe, Stel­lungs­pflich­ti­gen und Mi­li­tär­be­hör­den fest.

Art. 85 Anrecht 4  

Bei Rei­sen zu­las­ten des Bun­des ha­ben Of­fi­zie­re, Of­fi­ziers­an­wär­te­rin­nen und -an­wär­ter, hö­he­re Un­ter­of­fi­zie­re so­wie hö­he­re Un­ter­of­fi­ziers­an­wär­te­rin­nen und -an­wär­ter An­recht auf die Be­nüt­zung der 1. Klas­se, al­le üb­ri­gen An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee so­wie Stel­lungs­pflich­ti­ge auf die Be­nüt­zung der 2. Klas­se.

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III der V vom 16. Okt. 2019, in Kraft seit 1. Dez. 2019 (AS 2019 3233).

Art. 86 Rückerstattung von Billettkosten  

Bil­lett­kos­ten für Fahr­ten, die zu­las­ten des Bun­des ge­hen, kön­nen durch die Rech­nungs­füh­re­rin oder den Rech­nungs­füh­rer ver­gü­tet wer­den:

a.
wenn An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee man­gels gül­ti­gen Aus­wei­ses den Be­för­de­rungs­preis be­zah­len müs­sen; die oder der An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee hat den Nach­weis über den Bil­lett­be­zug zu er­brin­gen;
b.
wenn An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee Trans­port­mit­tel von Un­ter­neh­men be­nüt­zen müs­sen, die kei­nem schwei­ze­ri­schen Ta­rif­ver­bund an­ge­schlos­sen sind, und die Bil­lett­kos­ten nicht über den Marsch­be­fehl ab­ge­gol­ten wer­den.
Art. 87 Anspruch auf unentgeltliche Beförderung  

An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee ha­ben bei Rei­sen wäh­rend der Dienst­dau­er An­spruch auf un­ent­gelt­li­che Be­för­de­rung auf Schwei­zer Ter­ri­to­ri­um mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln.

Art. 88 Reisevergütung an Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer: Rekrutenschule  

Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Ver­tei­di­gung, Be­völ­ke­rungs­schutz und Sport (VBS) be­zahlt Aus­land­schwei­ze­rin­nen und Aus­land­schwei­zern, die die Re­kru­ten­schu­le ab­sol­vie­ren, am Ein­rückungs­tag die Bil­lett­kos­ten vom aus­län­di­schen Wohn­ort zum Ein­rückungs­ort und am Ent­las­sungs­tag die Bil­lett­kos­ten vom Ent­las­sungs­ort zum aus­län­di­schen Wohn­ort.

Art. 89 Reisevergütung an Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer: übrige Ausbildungsdienste  

1 Aus­land­schwei­ze­rin­nen und Aus­land­schwei­zer, die an­de­re Aus­bil­dungs­diens­te leis­ten, müs­sen die Rei­se­kos­ten für die Hin- und Rück­rei­se zwi­schen dem aus­län­di­schen Wohn­ort und der Grenz­über­gangs­sta­ti­on oder dem Flug­ha­fen sel­ber be­zah­len.

2 So­fern ei­ne Kom­man­dan­tin oder ein Kom­man­dant aus Ka­der­man­gel die Ein­be­ru­fung von An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee mit Aus­land­ur­laub zu die­sen Aus­bil­dungs­diens­ten als un­be­dingt er­for­der­lich er­ach­tet und die An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee be­reit sind, den Dienst frei­wil­lig zu leis­ten, kann die LBA auf be­grün­de­tes vor­dienst­li­ches Ge­such die Rück­er­stat­tung der Bil­lett­kos­ten für die Hin- und Rück­rei­se zwi­schen dem aus­län­di­schen Wohn­ort und der Grenz­über­gangs­sta­ti­on oder dem Flug­ha­fen be­wil­li­gen.

Art. 90 Reisevergütung an Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer: Aktivdienst  

Den zum Ak­tiv­dienst auf­ge­bo­te­nen Aus­land­schwei­ze­rin­nen und Aus­land­schwei­zern sind die Rei­se­kos­ten für die Hin- und Rück­rei­se zwi­schen dem aus­län­di­schen Wohn­ort und der Grenz­über­gangs­sta­ti­on oder dem Flug­ha­fen zu ver­gü­ten. Die Kos­ten ge­hen zu­las­ten der Dienst­kas­se.

7. Kapitel: Sanitätsdienst

Art. 91 Mangel an Truppenärztinnen und -ärzten  

Ste­hen kei­ne Trup­pen­ärz­tin­nen oder -ärz­te im Dienst, reicht ih­re Zahl nicht aus oder kön­nen sie nicht recht­zei­tig er­reicht wer­den, so er­folgt die Be­hand­lung:

a.
auf den Waf­fen­plät­zen durch die von der Ober­fel­därz­tin oder dem Ober­feld­arzt er­nann­ten Waf­fen­plat­zärz­tin­nen und -ärz­te;
b.
in al­len üb­ri­gen Fäl­len durch Zi­vi­lärz­tin­nen und -ärz­te.
Art. 92 Epidemien  

1 Bei Epi­de­mi­en oder in an­de­ren be­son­de­ren Fäl­len kann die Ober­fel­därz­tin oder der Ober­feld­arzt auf An­trag der Kom­man­dan­tin oder des Kom­man­dan­ten die vor­über­ge­hen­de An­stel­lung von ge­lern­tem Zi­vil­kran­ken­pfle­ge­per­so­nal be­wil­li­gen.

2 Das mit Be­wil­li­gung der Ober­fel­därz­tin oder des Ober­feld­arz­tes an­ge­stell­te zi­vi­le Kran­ken­pfle­ge­per­so­nal wird nach An­ord­nun­gen des Kom­man­dos Ope­ra­tio­nen ent­schä­digt.

Art. 93 Leistungen an die Zivilbevölkerung  

Not­fall­leis­tun­gen durch Trup­pen­ärz­tin­nen und -ärz­te zu­guns­ten der Zi­vil­be­völ­ke­rung sind kos­ten­los.

Art. 94 Vorladen von Sanitätsoffizierinnen und Sanitätsoffizieren  

Die Ober­fel­därz­tin oder der Ober­feld­arzt kann Sa­ni­täts­of­fi­zie­rin­nen oder Sa­ni­täts­of­fi­zie­re, die ih­re Pflich­ten in Be­zug auf das sa­ni­täts­dienst­li­che Rap­port­we­sen nicht oder man­gel­haft er­fül­len, zur Er­stel­lung oder Be­rei­ni­gung der Rap­por­te, zur Aus­kunft­s­er­tei­lung oder zu er­gän­zen­den Ar­bei­ten über das Kom­man­do Aus­bil­dung vor­la­den. Für sol­che Vor­la­dun­gen wer­den kei­ne Kos­ten er­stat­tet.

Art. 95 Medikamente  

1 Me­di­ka­men­te sind in der Re­gel bei der Ar­mee­apo­the­ke zu be­zie­hen; klei­ne Be­zü­ge dür­fen im frei­en Han­del er­fol­gen.

2 Die LBA re­gelt die Ein­zel­hei­ten des Be­zugs.

Art. 96 Sanitätsmaterial  

Für pri­va­te Ap­pa­ra­te und In­stru­men­te, die ei­ne Trup­pen­ärz­tin, ein Trup­pen­arzt, ei­ne Trup­pen­zahn­ärz­tin oder ein Trup­pen­zahn­arzt im Rah­men ei­ner mi­li­tä­ri­schen Dienst­leis­tung ein­setzt, darf nur mit Be­wil­li­gung der LBA ei­ne Ent­schä­di­gung aus­ge­rich­tet wer­den.

Art. 97 Einsatz von Sanitätsformationen in Zivilspitälern  

1 Wer­den An­ge­hö­ri­ge der Sa­ni­täts­trup­pen zu Dienst­leis­tun­gen in Zi­vil­spi­tä­lern ein­ge­setzt, so ist für die Leis­tun­gen des Spi­tals ei­ne Ent­schä­di­gung pro Per­son und Ein­satz­tag an die Spi­tal­ver­wal­tung aus­zu­rich­ten.

2 Für die Leis­tun­gen beim Ein­satz von An­ge­hö­ri­gen der Sa­ni­täts­trup­pen in Zi­vil­spi­tä­lern wird fol­gen­de Pau­schal­ent­schä­di­gung pro Per­son und Tag be­zahlt:

a.
2 Fran­ken, wenn der fach­tech­ni­sche Ein­satz bei Dienst­leis­tun­gen im Trup­pen­ver­band durch das Kom­man­do Ope­ra­tio­nen an­ge­ord­net oder be­wil­ligt wird;
b.
3 Fran­ken bei Fach­aus­bil­dung zu Spe­zia­lis­tin­nen und Spe­zia­lis­ten der Sa­ni­täts­trup­pen und bei Spi­tal­prak­ti­ka wäh­rend den Sa­ni­täts­re­kru­ten­schu­len.

3 In der Pau­schal­ent­schä­di­gung ent­hal­ten sind die Kos­ten für Be­reit­stel­lung der Bü­ros, Rei­ni­gung der ver­schie­de­nen Ar­beits­räu­me, Ab­ga­be, Rei­ni­gung und In­stand­stel­lung der Spi­tal­wä­sche und sons­ti­ge Ne­ben­aus­la­gen.

8. Kapitel: Zivile Seelsorgerinnen und Seelsorger

Art. 98  

1 Kann für Auf­ga­ben der Ar­mee­seel­sor­ge nicht ei­ne Ar­mee­seel­sor­ge­rin oder ein Ar­mee­seel­sor­ger auf­ge­bo­ten wer­den, so darf ei­ne zi­vi­le Seel­sor­ge­rin oder ein zi­vi­ler Seel­sor­ger bei­ge­zo­gen wer­den.

2 Zi­vi­le Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­ger, die bei be­son­de­ren Mi­li­tär­got­tes­diens­ten mit­wir­ken, wer­den zu den orts­üb­li­chen An­sät­zen zu­las­ten der Dienst­kas­se ent­schä­digt.

9. Kapitel: Verpflegung der Armeetiere

Art. 99  

Die LBA be­stimmt die Ver­pfle­gung der Ar­mee­tie­re.

10. Kapitel: Disposition und Einsatz ziviler Fahrzeuge

1. Abschnitt: Allgemeines

Art. 100 Grundsätze  

1 Die Trup­pe kann zur Be­wäl­ti­gung von Trans­port- und Ar­beits­be­darfss­pit­zen in al­len La­gen zi­vi­le Res­sour­cen an­for­dern, so­fern:

a.
die fest zu­ge­teil­ten ei­ge­nen Mit­tel für den Auf­trag nicht aus­rei­chen oder nicht ge­eig­net sind;
b.
die über die Zu­tei­lung hin­aus be­nö­tig­ten Mit­tel we­der beim ei­ge­nen Trup­pen­kör­per noch durch die kurz­fris­ti­ge Zu­tei­lung zu­sätz­li­cher Mit­tel aus Bun­des­be­stän­den be­schafft wer­den kön­nen;
c.
der Trans­port-Ser­vice des VBS kei­ne Ka­pa­zi­tä­ten zur Ver­fü­gung stellt; und
d.
ein Auf­trag nicht mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln er­füllt wer­den kann.

2 Die Bud­ge­tie­rung, Kre­dit­zu­tei­lung und Dis­po­si­ti­on für den Ein­satz zi­vi­ler Fahr­zeu­ge er­folgt in Ab­spra­che mit der LBA.

Art. 101 Begriffe  

1 Als Fahr­zeu­ge gel­ten al­le Mo­tor­fahr­zeu­ge, Aus­nah­me­fahr­zeu­ge und mo­tor­lo­sen Fahr­zeu­ge.

2 Als Aus­nah­me­fahr­zeu­ge gel­ten Kran­wa­gen, Bau­ma­schi­nen und Bau­ge­rä­te.

2. Abschnitt: Miete ziviler Fahrzeuge

Art. 102 Miete, Einsatz  

1 Die LBA schliesst mit der Hal­te­rin oder dem Hal­ter ei­nes zu mie­ten­den zi­vi­len Fahr­zeugs einen pri­vat­recht­li­chen Miet­ver­trag ab.

2 Die ge­mie­te­ten Fahr­zeu­ge wer­den von An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee be­dient.

3 Sie ver­keh­ren mit ih­ren kan­to­na­len Kon­troll­schil­dern. Aus­nah­me­fahr­zeu­ge, die nicht auf öf­fent­li­chen Stras­sen ver­keh­ren, müs­sen nicht im­ma­tri­ku­liert sein.

Art. 103 Einsatz von Ausnahmefahrzeugen  

1 Für die Be­die­nung von Aus­nah­me­fahr­zeu­gen wer­den Ar­mee­an­ge­hö­ri­ge ein­ge­setzt, die in ih­rem zi­vi­len Be­ruf sol­che Fahr­zeu­ge füh­ren und ei­ne ent­spre­chen­de mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung be­sit­zen.

2 Zu­stän­dig für den Ein­satz ist die LBA in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Kom­man­do Ope­ra­tio­nen und den Kan­to­nen.

3. Abschnitt: Aufträge an Transportunternehmen und Garagenbetriebe

Art. 104  

1 Die LBA kann zu­guns­ten der Trup­pe Trans­port- oder Ar­beits­auf­trä­ge an Trans­port­un­ter­neh­men oder Ga­ra­gen­be­trie­be er­tei­len.

2 Die zi­vi­len Fahr­zeu­ge wer­den von zi­vi­lem Per­so­nal be­dient.

3 Für die Be­nüt­zung von pri­va­ten Ga­ra­gen­be­trie­ben wer­den be­zahlt:

Mo­tor­rad oder An­hän­ger der Ge­län­de­per­so­nen­wa­gen

Fr.

Mo­tor­fahr­zeug bis 3,5 t Ge­samt­ge­wicht

Fr.

Mo­tor­fahr­zeug über 3,5 t Ge­samt­ge­wicht

Fr.

a.
ein­ma­li­ge Be­nüt­zung von Wasch­platz in­kl. Schlauch­ma­te­ri­al und Was­ser

2.—

4.—

5.—

b.
Zu­schlag für:

Be­nüt­zung des Lif­tes

2.50

3.—

Ver­wen­dung ei­ner Hoch­druck­was­ser­pum­pe

2.50

3.—

4 Hoch­druck­schmier­an­la­gen und Ab­dampf­ge­rä­te pri­va­ter Ga­ra­gen­be­trie­be dür­fen von der Trup­pe nicht be­nützt wer­den.

4. Abschnitt: Dienstliche Verwendung ziviler Fahrzeuge

Art. 105 Grundsätze  

1 Zi­vi­le Fahr­zeu­ge kön­nen vor­über­ge­hend dienst­lich ver­wen­det wer­den.

2 Ei­ne dienst­li­che Ver­wen­dung zi­vi­ler Fahr­zeu­ge darf nicht be­foh­len wer­den.

3 Der Hal­te­rin oder dem Hal­ter sind vor der Ver­wen­dung die Be­din­gun­gen nach den Ar­ti­keln 106–109 be­kannt­zu­ge­ben.

4 Dienst­lich ver­wen­de­te Fahr­zeu­ge sind von der Hal­te­rin, dem Hal­ter oder der von ihr oder ihm be­auf­trag­ten Per­son zu füh­ren.

Art. 106 Bewilligung  

1 Die Be­wil­li­gung für die dienst­li­che Ver­wen­dung zi­vi­ler Fahr­zeu­ge wird für höchs­tens acht Ta­ge er­teilt, wenn der glei­che Zweck nicht mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln in­nert nütz­li­cher Frist er­reicht wer­den kann oder wenn kei­ne ge­eig­ne­ten Mi­li­tär­fahr­zeu­ge zur Ver­fü­gung ste­hen.

2 Zu­stän­dig für die Er­tei­lung der Be­wil­li­gung sind:

a.
im Aus­bil­dungs- und im As­sis­tenz­dienst:
1.
für Fris­ten bis zu vier Ta­gen: die Kom­man­dan­tin­nen oder Kom­man­dan­ten der gros­sen Ver­bän­de,
2.
für län­ge­re Fris­ten: die Di­rekt­un­ter­stell­ten der Chefin oder des Chefs der Ar­mee;
b.
im Ak­tiv­dienst:
1.
die Di­rekt­un­ter­stell­ten der Chefin oder des Chefs der Ar­mee,
2.
die Chefin oder der Chef Trans­port der gros­sen Ver­bän­de für die ihr oder ihm fach­tech­nisch un­ter­stell­ten For­ma­tio­nen.
Art. 107 Entschädigung  

1 Die Ent­schä­di­gung deckt die durch die dienst­li­che Ver­wen­dung ent­ste­hen­den Be­triebs- und Un­ter­halts­kos­ten, in­klu­si­ve Steu­ern und Ver­si­che­rung.

2 Die Ki­lo­me­te­rent­schä­di­gung für die dienst­li­che Ver­wen­dung pri­va­ter Fahr­zeu­ge be­trägt:

a.
70 Rap­pen für Per­so­nen­wa­gen;
b.
30 Rap­pen für Mo­tor­rä­der und Rol­ler.
Art. 108 Haftung  

1 Der Bund über­nimmt Schä­den an dienst­lich ver­wen­de­ten zi­vi­len Fahr­zeu­gen, so­fern nicht Drit­te da­für haft­bar ge­macht wer­den kön­nen.

2 Wird der Scha­den von der Kas­ko­ver­si­che­rung der Hal­te­rin oder des Hal­ters über­nom­men, so er­setzt der Bund den Selbst­be­halt oder den Bo­nus­ver­lust.

3 Der Bund haf­tet nicht für Schä­den, die die Fahr­zeug­füh­re­rin oder der Fahr­zeug­füh­rer vor­sätz­lich oder grob­fahr­läs­sig her­bei­führt.

Art. 109 Verwendung ohne Bewilligung  

1 Die Ver­wen­dung zi­vi­ler Fahr­zeu­ge oh­ne Be­wil­li­gung gibt kei­nen An­spruch auf Ver­gü­tung.

2 Für Schä­den bei Ver­wen­dung oh­ne Be­wil­li­gung be­steht kei­ne Haf­tung des Bun­des.

11. Kapitel: Betriebsstoffe

Art. 110 Beschaffung und Kontingentierung  

1 Die Trup­pe be­schafft die Be­triebss­tof­fe bei den durch die LBA be­zeich­ne­ten Tank­stel­len, von Lo­gis­tik­trup­pen oder aus Nach­schub­tank­an­la­gen.

2 Die Be­schaf­fung der Be­triebss­tof­fe durch die Trup­pe er­folgt durch Nach­schub.

3 Die Grup­pe Ver­tei­di­gung kann ei­ne Kon­tin­gen­tie­rung der Be­triebss­tof­fe an­ord­nen.

Art. 111 Selbstsorge  

1 Im Aus­bil­dungs- und im As­sis­tenz­dienst kann die Be­schaf­fung der Be­triebss­tof­fe durch frei­en Ein­kauf (Selbst­sor­ge) nur in Aus­nah­me­fäl­len durch die LBA be­wil­ligt wer­den.

2 Im Ak­tiv­dienst kann das Kom­man­do Ope­ra­tio­nen im Ein­ver­neh­men mit den Or­ga­nen der wirt­schaft­li­chen Lan­des­ver­sor­gung für be­stimm­te Trup­pen Selbst­sor­ge an­ord­nen.

12. Kapitel: Postdienst, Telefon und Datenleitungen

1. Abschnitt: Postdienst

Art. 112  

1 Die Quar­tier­meis­te­rin oder der Quar­tier­meis­ter ist für die Or­ga­ni­sa­ti­on des Post­diens­tes in­ner­halb der For­ma­ti­on ver­ant­wort­lich. Sie oder er re­gelt auf­grund der Wei­sun­gen für den Post­dienst so­wie im Ein­ver­neh­men mit der Feld­po­st­un­ter­of­fi­zie­rin oder dem Feld­po­st­un­ter­of­fi­zier und den be­tei­lig­ten Stel­len der Schwei­ze­ri­schen Post den Nach­schub und Rück­schub der Post in ih­rem oder sei­nem Be­reich.

2 Die Fou­rie­rin oder der Fou­ri­er ist für die Or­ga­ni­sa­ti­on des Post­diens­tes in­ner­halb der For­ma­ti­on ver­ant­wort­lich.

2. Abschnitt: Telefon

Art. 113 Zivile Anschlüsse  

1 Im Aus­bil­dungs- und im As­sis­tenz­dienst sind die über das Te­le­fon­netz der An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten ge­führ­ten mi­li­tär­dienst­li­chen Te­le­fon­ge­sprä­che kos­ten­pflich­tig.

2 Im Ak­tiv­dienst ge­nies­sen die Kom­man­do­stel­len für die mi­li­tär­dienst­li­chen Te­le­fon­ge­sprä­che Kos­ten­frei­heit.

Art. 114 Übernahme ziviler Anschlüsse  

1 Die Trup­pe kann einen zi­vi­len An­schluss mit dem Ein­ver­ständ­nis der Abon­nen­tin oder des Abon­nen­ten über­neh­men, wenn sie sich län­ger als 24 Stun­den am glei­chen Ort auf­hält und die ge­le­gent­li­che Be­nüt­zung des zi­vi­len An­schlus­ses nicht aus­reicht.

2 Die zu­stän­di­ge Stel­le der be­trof­fe­nen An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten hält vor der Über­nah­me den Kos­ten­stand fest und teilt der Abon­nen­tin oder dem Abon­nen­ten so­wie der Trup­pe den Zeit­punkt der Ab­le­sung und den Kos­ten­stand mit.

Art. 115 Militärische Anschlüsse  

1 Je­de Kom­man­do­stel­le kann von der zu­stän­di­gen Stel­le ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten einen ei­ge­nen An­schluss ein­rich­ten las­sen, wenn die Über­nah­me ei­nes zi­vi­len An­schlus­ses nicht aus­reicht.

2 Die Trup­pe, die für die Über­nah­me von Fern­mel­de­lei­tun­gen be­son­ders aus­ge­bil­det ist, darf an den von der zu­stän­di­gen Stel­le der be­trof­fe­nen An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten be­zeich­ne­ten Punk­ten ge­eig­ne­te Mi­li­tär­ap­pa­ra­te an­sch­lies­sen.

3 Die An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten le­gen die Prei­se für mi­li­tä­ri­sche An­schlüs­se fest.

3. Abschnitt: Datenleitungen

Art. 116  

1 Für mi­li­tä­ri­sche Zwe­cke kön­nen An­schlüs­se an die Sprach- und Da­ten­net­ze der An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten er­stellt wer­den.

2 Aus­ser den An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten oder der Füh­rungs­un­ter­stüt­zungs­bri­ga­de darf nur die da­für be­son­ders aus­ge­bil­de­te Trup­pe An­schluss­lei­tun­gen er­stel­len und ge­eig­ne­te End­ge­rä­te an­sch­lies­sen. Da­bei ist das Ge­schäfts­ge­heim­nis der be­trof­fe­nen An­bie­te­rin­nen zu wah­ren.

13. Kapitel: Büromaterial

Art. 117  

1 Die Trup­pen be­zie­hen ihr all­ge­mei­nes Bü­ro­ma­te­ri­al grund­sätz­lich beim zu­stän­di­gen Lo­gis­tik­cen­ter.

2 Für aus­ser­or­dent­li­che oder zu­sätz­li­che Be­dürf­nis­se kön­nen die For­ma­tio­nen ihr Bü­ro­ma­te­ri­al im Pri­vat­han­del kau­fen; die LBA re­gelt die Vor­aus­set­zun­gen.

14. Kapitel: Schadenersatz

Art. 118 Zuständigkeit  

1 Für den ers­tin­stanz­li­chen Ent­scheid über ver­mö­gens­recht­li­che An­sprü­che sind zu­stän­dig:

a.
das Ge­ne­ral­se­kre­ta­ri­at VBS be­tref­fend:
1.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che Drit­ter nach den Ar­ti­keln 134–136 MG, so­weit nicht ei­ne an­de­re Stel­le zu­stän­dig ist,
2.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Be­schä­di­gung von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen (Mo­tor­fahr­zeu­ge und Fahr­rä­der) und Mi­li­tär­schif­fen durch An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee nach Ar­ti­kel 139 Ab­satz 1 MG,
3.
Ent­schä­di­gung we­gen Ver­lus­tes oder Be­schä­di­gung des Ei­gen­tums von An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee nach Ar­ti­kel 137 MG,
4.
Rück­griffs­an­sprü­che auf An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee nach Ar­ti­kel 138 MG, so­weit nicht ei­ne an­de­re Stel­le zu­stän­dig ist;
b.
das Kom­man­do Aus­bil­dung be­tref­fend:
1.
Strei­tig­kei­ten in Be­lan­gen des Schiess­we­sens aus­ser Dienst, der aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­keit der Trup­pe und der Ent­schä­di­gung der Dach­ver­bän­de,
2.
For­de­run­gen der Kan­to­ne oder pri­va­ter Or­ga­ni­sa­tio­nen aus der Durch­füh­rung der vor­dienst­li­chen Aus­bil­dung so­wie aus der Bei­trags­leis­tung des Bun­des an pri­va­te Or­ga­ni­sa­tio­nen und Rück­for­de­run­gen des Bun­des;
c.
das Kom­man­do Ope­ra­tio­nen be­tref­fend:
1.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Be­schä­di­gung von Luft­fahr­zeu­gen durch An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee,
2.
An­sprü­che des Bun­des oder ge­gen den Bund im Zu­sam­men­hang mit der Aus­wahl von An­wär­te­rin­nen und An­wär­tern auf die Tä­tig­keit als Mi­li­tär­pi­lo­tin oder -pi­lot, Be­rufs­pi­lo­tin oder -pi­lot, Flug­leh­re­rin oder ‑leh­rer oder Fall­schirm­auf­klä­re­rin oder -auf­klä­rer,
3.
Prä­mi­en, Ent­schä­di­gun­gen und Zu­la­gen an An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee aus dem mi­li­tä­ri­schen Flug­dienst;
d.
die LBA be­tref­fend:
1.
Sold, Soldab­zü­ge, Rei­se­ver­gü­tun­gen und an­de­re Ent­schä­di­gun­gen der dienst­leis­ten­den An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee,
2.
For­de­run­gen des Bun­des oder ge­gen den Bund aus Ver­pflich­tun­gen der Ge­mein­den und Pri­va­ten hin­sicht­lich Un­ter­kunft und Ver­pfle­gung der Trup­pe so­wie sons­ti­ger Leis­tun­gen für die Trup­pe,
3.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen pflicht­wid­ri­ger Rech­nungs­füh­rung und pflicht­wid­ri­ger Auf­sicht über die­se,
4.
Kos­ten für die Be­stat­tung ver­stor­be­ner An­ge­hö­ri­ger der Ar­mee,
5.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Ver­lus­tes oder Ver­schwen­dung von Mu­ni­ti­on oder Spreng­stof­fen und de­ren Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al,
6.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Ver­lus­tes, Be­schä­di­gung und man­geln­den Un­ter­halts der per­sön­li­chen Aus­rüs­tung so­wie der üb­ri­gen Aus­rüs­tung der Ar­mee, so­weit nicht ei­ne an­de­re Stel­le zu­stän­dig ist,
7.
Rück­ga­be oder Kauf von Ge­gen­stän­den der per­sön­li­chen Aus­rüs­tung,
8
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Be­schä­di­gung und man­geln­den Un­ter­halts von Bau­ten und Ein­rich­tun­gen so­wie Ma­te­ri­al­ver­lus­ten auf kan­to­na­len und eid­ge­nös­si­schen Waf­fen- und Schiess­plät­zen,
9.
An­sprü­che aus der Stel­lung von Fahr­zeu­gen,
10.
An­sprü­che aus der Mie­te von Te­le­ma­tik­mit­teln,
11.
An­sprü­che aus der sa­ni­täts­dienst­li­chen Be­hand­lung er­krank­ter oder ver­un­fall­ter An­ge­hö­ri­ger der Ar­mee,
12.
An­sprü­che aus Ver­mie­tung, Ver­lust oder Be­schä­di­gung von Sa­ni­täts­ma­te­ri­al oder sa­ni­täts­dienst­li­chen Ein­rich­tun­gen,
13.
An­sprü­che von An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee aus dem Ver­kauf und der Ver­wen­dung von Ar­mee­tie­ren so­wie der Be­hand­lung kran­ker oder ver­letz­ter Ar­mee­tie­re,
14.
Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Ver­lus­tes, Be­schä­di­gung und man­geln­den Un­ter­halts von Spe­zial­ma­te­ri­al so­wie von per­ma­nen­ten In­fra­struk­tu­r­an­la­gen der Luft­waf­fe,
15.
Ab­ga­be von bun­des­ei­ge­nen Ar­mee­pfer­den für Sport, aus­ser­dienst­li­che Tä­tig­kei­ten und be­son­de­re Ver­an­stal­tun­gen;
e.
das Bun­des­amt für Rüs­tung be­tref­fend Scha­den­er­satz­an­sprü­che we­gen Ver­lus­tes, Be­schä­di­gung und man­geln­den Un­ter­halts von Ob­jekt­ma­te­ri­al und mi­li­tä­ri­schen Im­mo­bi­li­en, so­weit nicht ei­ne an­de­re Stel­le zu­stän­dig ist;
f.
das Bun­des­amt für Lan­des­to­po­gra­fie be­tref­fend Rech­nungs­stel­lung für Kar­ten, die der Trup­pe leih­wei­se ab­ge­ge­ben, aber nicht zu­rück­ge­ge­ben wur­den.

2 Be­ste­hen ge­gen ei­ne An­ge­hö­ri­ge oder einen An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee aus dem­sel­ben Scha­dener­eig­nis ver­schie­de­ne Er­satz­an­sprü­che, so ent­schei­det ei­ne Stel­le ge­samt­haft. Die be­tei­lig­ten Stel­len ei­ni­gen sich über die Zu­stän­dig­keit.

3 Im Zwei­fels­fall oder bei Un­ei­nig­keit der be­tei­lig­ten Stel­len be­zeich­net das VBS die für den ers­tin­stanz­li­chen Ent­scheid zu­stän­di­ge Stel­le.

4 Das Ge­ne­ral­se­kre­ta­ri­at VBS kann die Er­le­di­gung klei­ne­rer Scha­den­fäl­le durch be­son­de­re Wei­sun­gen den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des VBS oder der Trup­pe über­tra­gen.

Art. 119 Verfahren  

Die zu­stän­di­ge Stel­le be­han­delt die An­sprü­che und ent­schei­det dar­über. Sie kann für die Ab­klä­rung des Scha­dens Sach­ver­stän­di­ge bei­zie­hen und über den be­tref­fen­den Sach­kre­dit ent­schä­di­gen.

Art. 120 Verfahren bei Haftung der Formationen  

1 Ge­gen Er­satz­an­sprü­che we­gen Ver­lus­tes und Be­schä­di­gung von Ma­te­ri­al nach Ar­ti­kel 140 MG kann die For­ma­ti­on in­nert 30 Ta­gen nach Er­halt der Rech­nung bei der zu­stän­di­gen Stel­le schrift­lich Ein­spra­che er­he­ben.

2 Die Ein­spra­che hat den ge­nau­en Sach­ver­halt so­wie die Be­grün­dung für die voll­stän­di­ge oder teil­wei­se Ab­leh­nung der Haf­tung zu ent­hal­ten. Die Be­weis­mit­tel sind an­zu­ge­ben und, so­weit die For­ma­ti­on sie in Hän­den hat, bei­zu­le­gen.

3 Die zu­stän­di­ge Stel­le klärt den Sach­ver­halt ab und ent­schei­det über die Haf­tung.

4 Zur An­ord­nung von Soldab­zü­gen we­gen Ver­lus­tes und Be­schä­di­gung von Ma­te­ri­al ist die Kom­man­dan­tin oder der Kom­man­dant der For­ma­ti­on oder Schu­le zu­stän­dig.

15. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 121 Festlegung der Entschädigungen  

So­weit die Ent­schä­di­gun­gen nicht durch die­se Ver­ord­nung be­stimmt sind, wer­den sie durch die LBA fest­ge­legt.

Art. 122 Aufhebung anderer Erlasse  

Die fol­gen­den Er­las­se wer­den auf­ge­ho­ben:

1.
die Ver­ord­nung vom 29. No­vem­ber 19955 über die Ver­wal­tung der Ar­mee;
2.
die Ver­ord­nung des VBS vom 12. De­zem­ber 19956 über die Ver­wal­tung der Ar­mee.
Art. 123 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. April 2018 in Kraft.

Anhang 7

7 Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6009).

(Art. 69)

Entschädigungen für Räumlichkeiten und Plätze

Je Person und Tag

Räume in

Truppenunter­künften

Fr.

Zivilschutzan­lagen/-räumen

Fr.

1.
Kantonnemente

1.1
Pauschalentschädigungen

In diesen Entschädigungen sind alle Lei­stungen nach Ziffer 1.2 enthalten. Werden nicht alle Leistungen erbracht, sind die ent­sprechenden Ansätze abzuziehen.

×

8.10

4.20

1.2 Einzelne Leistungen

Für Personen, die in Zimmern unterge­bracht sind, dürfen lediglich die Ent­schädi­gungen nach den Ziffern 1.2.3, 1.2.4 und 1.2.5 aus­gerichtet werden.

×

1.2.1
Kantonnementsraum
(inkl. Liegestelle, Matratze, Kissen, Kissen­überzug, Einrichtungen, elektrische Energie für Beleuchtung und Kleingeräte, WC, WC‑Papier, Waschgelegenheit, Wasser, Reinigungsmittel, Abwasserreinigung)

×

4.30

1.60

1.2.2
Duschen
(inkl. elektrische Energie für Beleuchtung und Kleingeräte, Wasser, Kosten für Warm­wasseraufbereitung, Reinigungsmit­tel, Abwasserreinigung)

×

–.80

–.80

1.2.3
Essraum
(inkl. Mobiliar, elektrische Energie für Beleuchtung und Kleingeräte, WC, WC‑Papier, Handwaschgelegenheit, Wasser, Reinigungs­mittel, Abwasserreinigung)

×

1.70

–.80

1.2.4
Essgeschirr

×

–.10

–.10

1.2.5
Küche
(inkl. Kochapparate und sonstige Ausrü­stung sowie Geräte, elektrische Energie für Beleuchtung und Kleingeräte, Wasser, Abwasserreinigung)

×

1.20

–.90

1.3
Sonderleistungen

1.3.1
Notunterkunft
(nur Unterkunftsraum)

×

2.10

1.3.2
Kantonnemente für höheres Kader, sofern die Unterkunft in Zimmern nicht möglich ist
(inkl. Leistun­gen nach den Ziffern 1.2.1–1.2.5, Betten mit Wäsche; Reinigung der Wäsche zulasten der Dienstkasse)

×

10.60

6.70

1.3.3
Matratzen

×

–.50

–.30

1.3.4
Bettstellen mit Matratzen

×

1.50

–.80

1.4
Küchen

pro Tag

pro Tag

1.4.1
Benützung für Kleinküchenbetriebe
(inkl. Kochherd, -geräte, -geschirr, Brennmaterial und Beleuchtung)

40.—

40.—

1.4.2
Benützung für das Aufwärmen der Speisen

20.—

20.—

1.5
Zuschlag für Kurzeinquartierungen
Alle Entschädigungen nach den Ziffern 1.1–1.4 erhöhen sich bei Ein­quartierungen von bis zu drei Tagen um 25 Prozent.
1.6
Freiluftbäder
1.6.1
Für die Benützung von Freiluft- und Hallenbädern, für welche Eintrittspreise erhoben werden, fallen die Kosten zulasten der Dienstkasse. Es können die ortsüblichen Eintrittspreise bis höchstens 7 Franken verrechnet werden.
1.6.2
Die Entschädigung darf je Kalendermonat nur einmal ausbezahlt werden. Über Ausnahmen entscheidet die LBA.
1.7
Heizung
1.7.1
Wo Messgeräte vorhanden sind, werden die effektiven Energiekosten zu den orts­­üblichen Marktpreisen zulasten der Dienstkasse bezahlt.
1.7.2
Können die tatsächlichen Energiekosten nicht ermittelt werden, so richten sich die Heizungsentschädigungen nach den Ziffern 3.1 und 3.2.
1.8
Kehrichtentsorgung
1.8.1
Wird eine Gemeindegebühr für die Kehrichtentsorgung (Container‑, Sack‑, Gewichts­gebühr usw.) erhoben, so können die tatsächlichen Kehrichtentsorgungskosten zum ortsüblichen Tarif zulasten der Dienstkasse bezahlt werden.
1.8.2
Können die tatsächlichen Kehrichtentsorgungskosten nicht ermittelt werden,
so kön­nen je Person und Tag 10 Rappen für die Haushaltungsabfälle und 10 Rappen für die Küchenabfälle zulasten der Dienstkasse bezahlt werden.

Je Person und Nacht

Zimmer in

Hotels und Gasthäusern

Fr.

öffentlichen und privaten Gebäuden

Fr.

2.
Zimmer

Die ortsüblichen Zimmerpreise (inkl. Heizung), jedoch höchstens Fr.:

Unterhalt der Zimmer und der persönlichen Ausrüstung durch die Truppe

(siehe Art. 68 und 81)

2.1
Einzelne weibliche Angehörige der Armee, höheres Kader wenn in Zimmer untergebracht

70.—

2.2
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere und Angehörige der Mann­schaft, sofern die dienstlichen Ver­hältnisse eine Benützung von Zimmern zulassen.

30.–

Die Zimmerentschädigungen erhö­hen sich bei Einquartierung bis zu vier Nächten um 25 Prozent

Je

Räume in

Heizung nur für effektive Heizungstage

Hotels und Gast­wirt­schaften

Fr.

öffentlichen und privaten Gebäuden

Fr.



Fr.

3.
Büros, Postlokale, Untersuchungs- und Kranken­zimmer, Arbeitsräume, Theorie­säle
inkl. Beleuchtung und Ein­richtungen
3.1
Raum bis zu 30 m2

Tag

15.—

11.—

2.50

3.2
Zuschlag für grössere Räume

je weitere 10 m2 oder Teile davon/ Tag

3.—

3.—

–.50

3.3
Spezialeinrichtungen für Un­ter­suchungs- und Kranken­zimmer:

a.
Betten mit Matratzen und Wäsche;

Tag

2.50

2.50

b.
Betten mit Matratzen ohne Wäsche;

Tag

1.50

1.50

c.
Matratzen mit Bettwä­sche

Tag

1.50

1.50

Reinigung der Wäsche zulasten der Dienstkasse

4.
Rapporträume
(gelegentliche Benützung) inkl. Beleuchtung

4.1.
Raum bis zu 30 m2

effektiven Be­nützungstag

15.—

11.—

2.50

4.2.
Zuschlag für grössere Räume

je weitere 10 m2 oder Teile davon/ effektiven Be­nützungstag

3.—

3.—

–.50

5.
Magazine
inkl. Beleuchtung

5.1
Allgemeine Magazine

5.1.1
Raum bis 30 m2

Tag

3.—

3.—

5.1.2
Zuschlag für grössere Räume

je weitere 10 m2 oder Teile davon/ Tag

1.—

1.—

5.2
Eingerichtete Magazine mit Gleisanschluss, Verlade­rampen, Warenaufzügen und ande­ren Einrichtungen

5.2.1
Raum bis zu 30 m2

5.—

5.—

5.2.2
Zuschlag für grössere Räume

10 m2 oder je weitere Teile davon/ Tag

1.—

1.—

6.
Stallungen

6.1
Pauschalentschädigung
In dieser Entschädigung sind alle Leistungen nach Zif­fer 6.2 enthalten. Werden nicht alle Leistungen erbracht, sind die entsprechenden An­sätze in Ab­zug zu bringen.

Pferd oder Maultier und Tag

3.—

6.2
Einzelne Leistungen

6.2.1
Stallungen

Pferd oder Maultier und Tag

2.10

6.2.2
Beleuchtung

Pferd oder Maultier und Tag

–.30

6.2.3
Stalleinrichtungen

Pferd oder Maultier und Tag

–.60

7.
Werkstätte
inkl. Beleuchtung und Heizung

7.1
Eingerichtete und ausgerüstete Werk­stätte bei Benützung durch Truppen­handwerker/innen

Je effektiven Arbeitsplatz und effektiven Tag 12 Franken

7.2
Benützung von Maschinen und Werk­zeugen

nach ortsüblichen Tarifen

7.3
Stromverbrauch

nach ortsüblichen Tarifen

Je

Motorräder oder An­hänger der Geländeper­sonenwagen

Fr.

Motorfahrzeuge bis 3,5 t Gesamt­gewicht

Fr.

Motorfahr­zeuge über 3,5 t Gesamtgewicht

Fr.

8.
Garagen und Abstellplätze für Motorfahrzeuge
(bei notwendiger Unter­brin­gung)

8.1
Garage (inkl. Licht, Heizung und Wasserverbrauch)

während der ersten 10 Nächte

Fahrzeug und Nacht

1.50

5.—

7.50

ab der 11. Nacht

Fahrzeug und Nacht

–.75

2.50

3.75

8.2
Abstellplatz

Tag

bis 1500 m2

Fr. 50.–

ab 1501 m2

Fr. 80.–

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