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Verordnung
über den militärischen Strassenverkehr
(VMSV)

vom 11. Februar 2004 (Stand am 1. Januar 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 2, 8, 30 Absätze 4 und 5, 43, 55, 57 und 106 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 19581 (SVG)
und auf Artikel 150 Absatz 1 des Militärgesetzes vom 3. Februar 19952 (MG),3

verordnet:

1 SR 741.01

2 SR 510.10

3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen4

4 Dieses Kapitel beinhaltete im ursprünglichen Entwurf sechs Artikel.

Art. 1 Gegenstand  

Die­se Ver­ord­nung ent­hält er­gän­zen­de Vor­schrif­ten zur zi­vi­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz­ge­bung, Aus­nah­men von den zi­vi­len Ver­kehrs­re­geln und Be­stim­mun­gen ins­be­son­de­re über tech­ni­sche An­for­de­run­gen an Mi­li­tär­fahr­zeu­ge so­wie über den mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­ver­kehr auf öf­fent­li­chen und aus­ser­halb öf­fent­li­cher Stras­sen.

Art. 2 Geltungsbereich 5  

1 Die Ver­ord­nung gilt für:

a.
Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin­nen so­wie Fuss­gän­ger oder Fuss­gän­ge­rin­nen, die im Mi­li­tär­dienst oder für die aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­kei­ten ein­ge­setzt wer­den;
b.
mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal so­wie Fach­leh­rer und Fach­leh­re­rin­nen, die in ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge füh­ren;
c.
Fahr­zeu­ge so­wie Reit-, Zug- und Trag­tie­re, die zu mi­li­tä­ri­schen Zwe­cken ein­ge­setzt wer­den;
d.6
zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung wäh­rend ei­nes mi­li­tä­ri­schen Ein­sat­zes nach Ar­ti­kel 65c MG.

2 Für den Ein­satz im Aus­land gilt die­se Ver­ord­nung sinn­ge­mä­ss, falls die Vor­schrif­ten des Gast­lan­des oder des Ein­satz­ge­bie­tes die Si­cher­heits­stan­dards der Schwei­zer Ar­mee un­ter­schrei­ten. Für den je­wei­li­gen Ein­satz im Aus­land sind mit­tels staats­ver­trag­li­cher Re­ge­lun­gen be­son­de­re Be­stim­mun­gen zu ver­ein­ba­ren.

3 Zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung so­wie Mit­ar­bei­ten­de der Ar­ma­suis­se un­ter­ste­hen der zi­vi­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz­ge­bung und den Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 23. Fe­bru­ar 20057 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen (VFBF). Für das Füh­ren von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen im Rah­men der be­ruf­li­chen Tä­tig­keit gel­ten zu­dem die Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2, 17, 54, 56–58, 79 Ab­sät­ze 1 und 2, 91 Ab­satz 7 und 91a die­ser Ver­ord­nung.8 Für die An­for­de­run­gen an Mi­li­tär­fahr­zeu­ge, die im Rah­men der be­ruf­li­chen Tä­tig­keit ge­führt wer­den, gel­ten die Ar­ti­kel 39–42, 46 und 91 Ab­sät­ze 5 und 6 die­ser Ver­ord­nung.9

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

7 SR 514.31

8 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 3 Wald-, Fuss- und Wanderwege 10  

1 Die bun­des­recht­li­chen Be­stim­mun­gen über Wald-, Fuss- und Wan­der­we­ge gel­ten nicht für Fahr­zeu­ge so­wie Reit-, Zug- und Trag­tie­re, die zu mi­li­tä­ri­schen Zwe­cken ein­ge­setzt wer­den.

2 Vor dem Be­fah­ren und Be­ge­hen von Fuss- und Wan­der­we­gen durch sol­che Fahr­zeu­ge und Tie­re muss im­mer die Zu­stim­mung der zu­stän­di­gen Be­hör­den ein­ge­holt wer­den.11

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 4 Definitionen  

Es gel­ten fol­gen­de De­fi­ni­tio­nen:

a.12
Mi­li­tär­fahr­zeu­ge sind Fahr­zeu­ge, die für die Ar­mee ge­kauft, ge­mie­tet, ge­least, ge­lie­hen oder re­qui­riert wer­den;
b.
Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin ist, wer im Be­sitz ei­ner mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung ist.
c.
Mi­li­tär­dienst ist der be­sol­de­te Trup­pen­dienst.
d.13
...
e.
Wer­kin­ter­ner Ver­kehr ist der Fahr­ver­kehr auf mi­li­tä­ri­schen Area­len oder auf öf­fent­li­chen Stras­sen zwi­schen be­nach­bar­ten Tei­len der mi­li­tä­ri­schen Area­le.
f.
Mi­li­tä­ri­sche Area­le sind Im­mo­bi­li­en oder Ge­län­de, die als sol­che ge­kenn­zeich­net sind oder mit bau­li­chen Mass­nah­men (Schran­ken, Zäu­ne etc.) ab­ge­sperrt oder ab­sperr­bar sind.
g.
Ver­kehrs­mass­nah­men sind Ver­kehrs­be­schrän­kun­gen, An­ord­nun­gen zur Re­gu­lie­rung oder Si­che­rung des Ver­kehrs und wei­te­re Vor­keh­run­gen, die sich auf den Ver­kehr aus­wir­ken.

12 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

13 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 5 Abkürzungen  

1 Es wer­den fol­gen­de Ab­kür­zun­gen für Be­hör­den ver­wen­det:

a.
UVEK­für das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on;
b.
ASTRA­für das Bun­des­amt für Stras­sen;
c.
VBS­für das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Ver­tei­di­gung,
Be­völ­ke­rungs­schutz und Sport;
d.14
LBA­für die Lo­gis­tik­ba­sis der Ar­mee und ihr un­ter­stell­ten Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee;
e.15
LVb Log­für den Lehr­ver­band Lo­gis­tik;
f.
SVSAA­für das Stras­sen­ver­kehrs- und Schiff­fahrt­samt Ar­mee;
g.16
SAT­für die Ver­wal­tungs­stel­le Schiess­we­sen und aus­ser­dienst­li­che Tä­tig­kei­ten.

2 Es wer­den fol­gen­de Ab­kür­zun­gen für Er­las­se ver­wen­det:

a.
SVG­für das Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz vom 19. De­zem­ber 195817;
b.
SDRfür die Ver­ord­nung vom 29. No­vem­ber 200218 über die
Be­för­de­rung ge­fähr­li­cher Gü­ter auf der Stras­se;
c.
ADRfür das Über­ein­kom­men vom 30. Sep­tem­ber 195719 über die in­ter­na­tio­na­le Be­för­de­rung ge­fähr­li­cher Gü­ter auf der Stras­se;
d.
MG­für das Mi­li­tär­ge­setz vom 3. Fe­bru­ar 199520;
e.
MStGfür das Mi­li­tär­straf­ge­setz vom 13. Ju­ni 192721;
f.
BetmG­für das Bun­des­ge­setz vom 3. Ok­to­ber 195122 über die
Be­täu­bungs­mit­tel und die psy­cho­tro­pen Stof­fe;
g.23
VVA­für die Ver­ord­nung vom 21. Fe­bru­ar 201824 über die
Ver­wal­tung der Ar­mee;
h.
VTS­für die Ver­ord­nung vom 19. Ju­ni 199525 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge;
i.26
VFBFfür die Ver­ord­nung vom 23. Fe­bru­ar 200527 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen;
j.28
VZV­für die Ver­kehrs­zu­las­sungs­ver­ord­nung vom 27. Ok­to­ber 197629;
k.30
VATV­für die Ver­ord­nung vom 26. No­vem­ber 200331 über die aus­ser­dienst­li­che Tä­tig­keit in den mi­li­tä­ri­schen Ge­sell­schaf­ten und Dach­ver­bän­den;
l.32
VMBM­für die Ver­ord­nung vom 24. No­vem­ber 200433 über die me­di­zi­ni­sche Be­ur­tei­lung der Mi­li­tär­dienst­taug­lich­keit und der Mi­li­tär­dienst­fä­hig­keit.

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

15 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

17 SR 741.01

18 SR 741.621

19 SR 0.741.621

20 SR 510.10

21 SR 321.0

22 SR 812.121

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

24 SR 510.301

25 SR 741.41

26 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

27 SR 514.31

28 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

29 SR 741.51

30 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

31 SR 512.30

32 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

33 SR 511.12

2. Kapitel: Verkehrsmassnahmen

1. Abschnitt: Verkehrsmassnahmen für den zivilen Strassenverkehr

Art. 7 Zuständigkeit  

1 Die ver­ant­wort­li­chen Trup­pen­kom­man­dan­ten oder Trup­pen­kom­man­dan­tin­nen, die Mi­li­tär­po­li­zei oder die Ka­der von Ver­kehrs­for­ma­tio­nen kön­nen auf öf­fent­li­chen Stras­sen, aus­ge­nom­men auf Au­to­bah­nen und Au­to­stras­sen, Ver­kehrs­mass­nah­men an­ord­nen, die nicht län­ger als 8 Ta­ge dau­ern.34

2 Die Mi­li­tär­po­li­zei kann aus­ser­dem Ver­kehrs­mass­nah­men an­ord­nen bei Ver­schie­bun­gen:

a.
auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen;
b.
von Rau­pen­fahr­zeu­gen;
c.
von Aus­nah­me­fahr­zeu­gen bzw. Aus­nah­me­trans­por­ten.

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 8 Anhörung der zivilen Behörden 35  

Die an­ord­nen­den Or­ga­ne neh­men vor Aus­füh­rung der Ver­kehrs­mass­nah­men mit den zu­stän­di­gen zi­vi­len Be­hör­den des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den Rück­spra­che.

35 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 3 der Na­tio­nal­stras­sen­ver­ord­nung vom 7. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5957).

Art. 9 Signalisation, Zeichen und Weisungen  

1 Trifft ei­ne mi­li­tä­ri­sche Stel­le ge­gen­über zi­vi­len Stras­sen­be­nüt­zern ei­ne Ver­kehrs­mass­nah­me, sorgt sie für die Ver­kehrs­re­ge­lung oder Ab­sper­rung. Müs­sen da­zu Si­gna­le oder Mar­kie­run­gen an­ge­bracht wer­den, so sind da­mit nach Mög­lich­keit die zi­vi­len Be­hör­den zu be­auf­tra­gen.

2 Die Trup­pe hat das zi­vi­le Si­gnal «An­de­re Ge­fah­ren» auf­zu­stel­len oder an­de­re ge­eig­ne­te Mit­tel ein­zu­set­zen, wenn sie im Fahr­bahn­be­reich tä­tig ist und die Ver­kehrs- oder Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se es er­for­dern. Zwin­gend müs­sen Ver­kehrs­re­ge­lungs­or­ga­ne im Ein­satz ab 1.-Klass-Stras­sen mit­tels Trio­pan-Warn­si­gnal, nachts und bei schlech­ten Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen zu­sätz­lich mit Blink­leuch­ten ab­ge­si­chert sein.

Art. 10 Anordnung durch zivile Behörden  

Sind Ver­kehrs­mass­nah­men er­for­der­lich, de­ren An­ord­nung nicht in die Zu­stän­dig­keit der mi­li­tä­ri­schen Or­ga­ne fällt, ist auf dem Dienst­weg ein Ge­such um Anord­nung der ent­spre­chen­den Mass­nah­men über das SVSAA an die zu­stän­di­ge zi­vi­le Be­hör­de zu rich­ten.

Art. 11 Beschwerdeführung durch das VBS  

So­weit ge­gen kan­to­na­le Ver­fü­gun­gen über Ver­kehrs­mass­nah­men, bei de­nen mi­li­tä­ri­sche In­ter­es­sen tan­giert wer­den, die Be­schwer­de zu­läs­sig ist, ist das VBS für die Be­schwer­de­füh­rung zu­stän­dig.

Art. 12 Strassen und Areale des Bundes  

1 Ver­kehrs­mass­nah­men für den öf­fent­li­chen Ver­kehr auf Stras­sen und Area­len im Ei­gen­tum des Bun­des, die das VBS ver­wal­tet, wer­den durch das SVSAA ver­fügt.

2 Wird durch Ver­kehrs­mass­nah­men der öf­fent­li­che Ver­kehr ein­ge­schränkt oder aus­ge­schlos­sen, so muss die Ver­fü­gung im Bun­des­blatt und im kan­to­na­len Amts­blatt ver­öf­fent­licht wer­den. Die Be­stim­mun­gen über die Ge­heim­hal­tung blei­ben vor­be­hal­ten.

2. Abschnitt Verkehrsmassnahmen für den militärischen Strassenverkehr

Art. 13 Ausnahmen von zivilen Verkehrsmassnahmen  

1 Aus­nah­men von zi­vi­len Ver­bo­ten und Be­schrän­kun­gen dür­fen für mi­li­tä­ri­sche Stras­sen­be­nüt­zer nur an­ge­ord­net wer­den, wenn mi­li­tä­ri­sche Be­dürf­nis­se es er­for­dern und die nö­ti­gen Si­cher­heits­mass­nah­men so­wie Vor­keh­run­gen im In­ter­es­se des üb­ri­gen Ver­kehrs ge­trof­fen wor­den sind.

2 Das zi­vi­le Vor­schrifts­si­gnal «Höchst­brei­te 2,3 m» gilt nicht für Mi­li­tär­fahr­zeu­ge.

Art. 14 Zuständigkeit für vorübergehende Verkehrsmassnahmen  

1 Ver­kehrs­mass­nah­men, die nicht län­ger als 30 Ta­ge dau­ern (vor­über­ge­hen­de Ver­kehrs­mass­nah­men), kön­nen von den Ver­kehrs- und Trans­por­t­of­fi­zie­ren, von den Trup­pen­kom­man­dan­ten oder den Chefs Ver­kehr und Trans­port der Lehr­ver­bän­de ge­trof­fen wer­den. Aus­ge­nom­men sind Ver­kehrs­mass­nah­men auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen so­wie Aus­nah­men von Ver­bo­ten für Fahr­zeu­ge, die den Vor­ga­ben der SDR/ADR un­ter­ste­hen. Die vor­über­ge­hen­den Aus­nah­men wer­den von der Trup­pe mit mi­li­tä­ri­schen Si­gna­len ge­kenn­zeich­net.

2 Die vor­über­ge­hen­den Ver­kehrs­mass­nah­men für die Schiess- und Übungs­plät­ze so­wie die Ge­wäs­ser­über­setz­stel­len wer­den vom zu­stän­di­gen Lehr­ver­band, von der zu­stän­di­gen Ein­satz­bri­ga­de, der zu­stän­di­gen Ter­ri­to­ri­al­di­vi­si­on oder der Luft­waf­fe an­ge­ord­net.36

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 15 Zuständigkeit für dauernde Verkehrsmassnahmen  

1 Ver­kehrs­mass­nah­men, die län­ger als 30 Ta­ge dau­ern (dau­ern­de Ver­kehrs­mass­nah­men), kön­nen vom SVSAA ver­fügt wer­den. Die­ses sorgt für die Si­gna­li­sa­ti­on; es kann an­de­re Dienst- oder Kom­man­do­stel­len da­mit be­auf­tra­gen.

2 In be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len kann das SVSAA auf ei­ne Si­gna­li­sa­ti­on der dau­ern­den Ver­kehrs­mass­nah­men oder der Aus­nah­men von Ver­bo­ten für Fahr­zeu­ge mit ge­fähr­li­cher oder was­ser­ge­fähr­den­der La­dung ver­zich­ten.

3 Ver­kehrs­mass­nah­men für mi­li­tä­ri­sche Stras­sen­be­nüt­zer und Aus­nah­men von zi­vi­len Fahr­ver­bo­ten so­wie von Mass- und Ge­wichts­be­schrän­kun­gen sind im Bun­des­blatt und im kan­to­na­len Amts­blatt oder Amts­an­zei­ger zu ver­öf­fent­li­chen. Die Be­stim­mun­gen über die Ge­heim­hal­tung blei­ben vor­be­hal­ten.

Art. 16 Anhörung  

1 Die an­ord­nen­de Stel­le hört vor­gän­gig die be­trof­fe­nen zi­vi­len Be­hör­den und Grund­ei­gen­tü­mer an und er­lässt die not­wen­di­gen Auf­la­gen und Si­cher­heits­mass­nah­men. Die Ver­kehrs- und/oder Trans­por­t­of­fi­zie­re oder die Trup­pen­kom­man­dan­ten und Trup­pen­kom­man­dan­tin­nen kön­nen auf die vor­gän­gi­ge An­hö­rung ver­zich­ten, wenn die Um­stän­de ei­ne sol­che nicht zu­las­sen.

2 Er­teilt das SVSAA Aus­nah­men von Ver­bo­ten für Fahr­zeu­ge mit ge­fähr­li­cher oder was­ser­ge­fähr­den­der La­dung, so ist vor­gän­gig das ASTRA an­zu­hö­ren.

Art. 17 Militärische Strassensignalisation 37  

1 Die mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­si­gna­le rich­ten sich an al­le Len­ker und Len­ke­rin­nen von Fahr­zeu­gen mit Mi­li­tär­kon­troll­schil­dern. Sie ge­hen den zi­vi­len Si­gna­len vor.

2 Die mi­li­tä­ri­schen Vor­schrifts­si­gna­le, aus­ge­nom­men Höchst­ge­schwin­dig­keits­sig­na­le, gel­ten nicht für die Len­ker und Len­ke­rin­nen von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 3.

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

3. Kapitel: Militärische Fahrberechtigungen

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 18 Militärische Fahrberechtigung 38  

1 Wer im Mi­li­tär­dienst oder wäh­rend der aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge führt, be­nö­tigt ei­ne mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung. Sie ist in den zi­vi­len Füh­rer­aus­weis in­te­griert und nur mit die­sem gül­tig. Zi­vi­le Auf­la­gen gel­ten auch für den mi­li­tä­ri­schen Be­reich.

2 Mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal so­wie Fach­leh­rer und Fach­leh­re­rin­nen, die in ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge füh­ren, be­nö­ti­gen:

a.
einen zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie; oder
b.
einen zi­vi­len Füh­rer­aus­weis mit der ent­spre­chen­den mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung.

3 Kei­ne mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung be­nö­ti­gen:

a.
mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal, wenn es im Mi­li­tär­dienst oder wäh­rend sei­ner aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge mit ei­nem zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie führt;
b.
ak­ti­ve An­ge­hö­ri­ge der Po­li­zei, der Feu­er­wehr, der Sa­ni­tät und der Zoll­ver­wal­tung, wenn sie wäh­rend ih­rer aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge mit ei­nem zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie füh­ren;
c.39
An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, wenn sie im Mi­li­tär­dienst ihr zi­vi­les Fahr­zeug mit ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 106 VVA40 dienst­lich ver­wen­den;
d.41
in Flug­platz- oder Lo­gis­tik­for­ma­tio­nen ein­ge­teil­tes zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung, wenn es im Mi­li­tär­dienst die glei­chen Fahr­zeug­ty­pen wie in sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­keit mit ei­nem zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie führt;
e.42
ak­ti­ves und ehe­ma­li­ges zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung so­wieehe­ma­li­ges mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal, wenn:
1.
es an­läss­lich ei­ner me­di­zi­ni­schen Be­ur­tei­lung sei­ner Mi­li­tär­dienst­taug­lich­keit nicht den Taug­lich­keits­ent­scheid «Mi­li­tär­dienst­taug­lich, kein Füh­ren von mi­li­tä­ri­schen Mo­tor­fahr­zeu­gen» er­hal­ten hat,
2.
ihm die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung nicht nach Ar­ti­kel 38 ent­zo­gen wur­de,
3.
es nach Ar­ti­kel 8 VATV43 be­rech­tigt ist, an frei­wil­li­gen aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­kei­ten teil­zu­neh­men,
4.
es wäh­rend der frei­wil­li­gen aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge mit ei­nem zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie führt, und
5.
es nach­weis­lich ei­ne Ein­füh­rung durch den durch­füh­ren­den mi­li­tä­ri­schen Ver­ein auf den zu füh­ren­den Mi­li­tär­fahr­zeu­gen ge­mä­ss den Vor­ga­ben des LVb Log er­hal­ten hat.

4 Wer Mi­li­tär­fahr­zeu­ge mit ei­nem Aus­weis nach Ab­satz 1, 2 oder 3 Buch­sta­be a, b oder c führt, ist auch dann zum Per­so­nen- und Sachtrans­port be­rech­tigt, wenn der zi­vi­le Füh­rer­aus­weis die­se Be­rech­ti­gung nicht um­fasst.44

5 Wer als zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung wäh­rend ei­nes mi­li­tä­ri­schen Ein­sat­zes nach Ar­ti­kel 65c MG den glei­chen Fahr­zeug­typ wie in sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­keit führt, be­nö­tigt:

a.
einen zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie; oder
b.
einen zi­vi­len Füh­rer­aus­weis mit der ent­spre­chen­den mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung.45

6 Das zi­vi­le Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung ist wäh­rend ei­nes mi­li­tä­ri­schen Ein­sat­zes nach Ar­ti­kel 65c MG zu Per­so­nen- und Sachtrans­por­ten be­rech­tigt, wenn der zi­vi­le Füh­rer­aus­weis die­se Be­rech­ti­gung um­fasst.46

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

39 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016 (AS 2016 4423). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

40 SR 510.301

41 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

42 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

43 SR 512.30

44 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

45 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

46 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 19 Fahrberechtigungskategorien  

1 Die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung47 wird für fol­gen­de Haupt­ka­te­go­ri­en er­teilt:

Co­de

a.
Mo­tor­rä­der;

910

b.
Leich­te Mo­tor­wa­gen bis 3500 kg Ge­samt­ge­wicht;

920

c.
Schwe­re Mo­tor­wa­gen über 3500 kg Ge­samt­ge­wicht;

930

d.
Mo­tor­fahr­zeu­ge mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 45 km/h;

940

e.
Ge­pan­zer­te Rau­pen­fahr­zeu­ge;

950

f.
Ge­pan­zer­te Rad­fahr­zeu­ge;

960

g.
Spe­zi­al­fahr­zeu­ge;

970

h.
An­hän­ger.

E

2 Das SVSAA kann:

a.
die Haupt­ka­te­go­ri­en un­ter­tei­len;
b.
die mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gun­gen auf be­stimm­te Ka­te­go­ri­en oder Fahr­zeug­ty­pen er­wei­tern oder be­schrän­ken.

47 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

Art. 20 Ausbildungskontrolle  

An­stel­le ei­nes Lern­fahr­aus­wei­ses be­sit­zen die mi­li­tä­ri­schen Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer oder Mo­tor­fahr­zeug­füh­re­rin­nen bis zur Aus­stel­lung der mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung die Aus­bil­dungs­kon­trol­le für Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer oder Mo­tor­fahr­zeug­füh­re­rin­nen.

Art. 21 Gesellschaftswagen; Kranwagen  

1 Die Fahr­be­rech­ti­gungs­ka­te­go­rie 930 mit ent­spre­chen­dem PI­SA-Aus­bil­dungs­co­de be­rech­tigt zum Füh­ren von Ge­sell­schafts­wa­gen, so­fern die zu trans­por­tie­ren­den Per­so­nen:

a.
Mi­li­tär­dienst ab­sol­vie­ren; oder
b.
als mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal oder Fach­leh­rer und Fach­leh­re­rin ih­re be­ruf­li­che Tä­tig­keit aus­üben;
c.48
als Mit­glie­der ei­ner mi­li­tä­ri­schen Ge­sell­schaft oder ei­nes mi­li­tä­ri­schen Dach­ver­ban­des nach Ar­ti­kel 6 VATV49 an ei­ner durch die SAT be­wil­lig­ten aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­keit teil­neh­men;
d.50
als Gäs­te an ei­ner durch die SAT be­wil­lig­ten aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­keit teil­neh­men und nach Ar­ti­kel 47 Ab­satz 2 Buch­sta­be a oder b be­för­dert wer­den; oder
e.51
Zi­vil­per­so­nen sind, die nach Ar­ti­kel 47 Ab­satz 2 Buch­sta­be e in Not­fäl­len oder zur Hil­fe­leis­tung mit­ge­führt wer­den müs­sen.52

1bis An­de­re Per­so­nen dür­fen in Ge­sell­schafts­wa­gen nur mit­ge­führt wer­den, wenn der Fahr­zeug­füh­rer oder die Fahr­zeug­füh­re­rin die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 3 Buch­sta­be a oder b er­füllt.53

2 Fahr­zeug­füh­rer und Fahr­zeug­füh­re­rin­nen von mi­li­tä­risch im­ma­tri­ku­lier­ten Kran­wa­gen be­nö­ti­gen kei­nen Kran­füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A ge­mä­ss der Kran­ver­ord­nung vom 27. Sep­tem­ber 199954.

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

49 SR 512.30

50 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

51 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

52 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

53 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

54 SR 832.312.15

Art. 2255  

55 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

2. Abschnitt: Ausbildung

Art. 23 Voraussetzungen  

1 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee wer­den zur Aus­bil­dung als Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin zu­ge­las­sen, wenn:

a.
ein mi­li­tä­ri­sches Be­dürf­nis be­steht;
b.
sie den me­di­zi­ni­schen Min­dest­an­for­de­run­gen ge­nü­gen;
c.
sie die Eig­nungs­prü­fung für Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin­nen be­stan­den ha­ben;
d.
sie den ge­for­der­ten zi­vi­len Füh­rer­aus­weis56 be­sit­zen;
e.57
ih­nen der zi­vi­le Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A, A1, B, B1, C, C1, D oder D1 in den letz­ten zwei Jah­ren nicht ent­zo­gen wur­de:
1.
für mehr als drei Mo­na­te, oder
2.
we­gen Fah­rens in an­ge­trun­ke­nem Zu­stand oder un­ter Be­täu­bungs­mit­te­lein­fluss;
f.58
ihr Füh­rer­aus­weis auf Pro­be nicht an­nul­liert wur­de.

2 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, die nach An­hang 1 Zif­fer 4 VMBM59 nur für be­son­de­re Funk­tio­nen mi­li­tär­dienst­taug­lich sind, so­wie Mit­glie­der von mi­li­tä­ri­schen Ge­sell­schaf­ten und Dach­ver­bän­den wäh­rend ih­rer aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­kei­ten wer­den zur Aus­bil­dung als Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin zu­ge­las­sen, wenn sie die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b–f er­fül­len.60

56 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

58 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

59 SR 511.12

60 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019 (AS 2019 771). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

Art. 24 Eignungsprüfung 61  

1 Zur Er­lan­gung ei­ner mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung ist ei­ne Eig­nungs­prü­fung zu be­ste­hen.

2 Für die mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gun­gen zum Füh­ren von leich­ten nicht ge­län­de­gän­gi­gen Mo­tor­wa­gen und von Mo­tor­fahr­zeu­gen mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 45 km/h muss kei­ne Eig­nungs­prü­fung be­stan­den wer­den.

3 Das Kom­man­do Aus­bil­dung be­stimmt den In­halt der Eig­nungs­prü­fung so­wie die An­for­de­run­gen an die Prü­fung.

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 25 Ziviler Führerausweis  

1 Wer sich zum Fahr­zeug­füh­rer oder zur Fahr­zeug­füh­re­rin aus­bil­den las­sen will, muss grund­sätz­lich im Be­sitz des zi­vi­len Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie B sein.62

2 Für die Aus­bil­dung auf Mo­tor­rä­dern ge­nügt ein zi­vi­ler Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A oder der Un­ter­ka­te­go­rie A1.

3 Für die Aus­bil­dung auf Mo­tor­fahr­zeu­gen mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 45 km/h ge­nügt ein zi­vi­ler Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A bis G.

4 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee, die nach An­hang 1 Zif­fer 4 VMBM63 nur für be­son­de­re Funk­tio­nen mi­li­tär­dienst­taug­lich sind, so­wie Mit­glie­der von mi­li­tä­ri­schen Ge­sell­schaf­ten und Dach­ver­bän­den wäh­rend ih­rer aus­ser­dienst­li­chen Tä­tig­kei­ten dür­fen nur auf leich­ten nicht ge­län­de­gän­gi­gen Mo­tor­wa­gen und auf Ga­bel­stap­lern aus­ge­bil­det wer­den. Sie müs­sen:64

a.
den zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Aus­weis­ka­te­go­rie be­sit­zen;
b.
für das Füh­ren von Ga­bel­stap­lern zu­sätz­lich ei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dungs­be­stä­ti­gung nach der EKAS-Richt­li­nie Nr. 651865 vor­le­gen.66

62 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

63 SR 511.12

64 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

65 Die­se EKAS-Richt­li­nie kann ab­ge­ru­fen wer­den un­ter www.ekas.ad­min.ch.

66 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 26 Ausbildungsverantwortung 67  

Der LVb Log trägt die Aus- und Wei­ter­bil­dungs­ver­ant­wor­tung für das im Be­reich Ver­kehr und Trans­port ein­ge­setz­te Lehr­per­so­nal.

67 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

Art. 27 Ausbilder und Ausbilderinnen  

1 Wer Fahr­schü­ler oder Fahr­schü­le­rin­nen der Fahr­be­rech­ti­gungs­ka­te­go­rie 910, 930 oder 930E in­di­vi­du­ell aus­bil­det, be­nö­tigt die Fahr­lehr­er­be­wil­li­gung der be­tref­fen­den Ka­te­go­rie.68

1bis Das SVSAA ist Auf­sichts­be­hör­de für die aus­sch­liess­lich in der Ar­mee und der Grup­pe Ver­tei­di­gung ein­ge­setz­ten Fahr­leh­rer und Fahr­leh­re­rin­nen. Es re­gelt die Be­rufs­aus­übung und Wei­ter­bil­dung.69

1ter Die für die An­stel­lung der Fahr­leh­rer und Fahr­leh­re­rin­nen zu­stän­di­gen Stel­len der Grup­pe Ver­tei­di­gung mel­den dem SVSAA die zur Er­fül­lung sei­ner Kon­trol­l­auf­ga­ben er­for­der­li­chen Da­ten über die Fahr­leh­rer und Fahr­leh­re­rin­nen, na­ment­lich Na­me, Vor­na­me, Adres­se, AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer, Be­schäf­ti­gungs­grad und Ar­beit­s­ort.70

2 Die für die Fahr­aus­bil­dung ein­ge­setz­ten Be­glei­ter oder Be­glei­te­rin­nen müs­sen die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung oder den zi­vi­len Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie be­sit­zen und ei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung ab­sol­viert ha­ben.

68 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

69 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008 (AS 2008 5653). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

70 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

Art. 28 Fahrschule, Fahrausbildung  

1 Als Fahr­schu­le gilt die Fahrt, auf wel­cher der Fahr­zeug­füh­rer oder die Fahr­zeug­füh­re­rin, der oder die den ent­spre­chen­den zi­vi­len Füh­rer­aus­weis noch nicht be­sitzt, durch einen In­ha­ber oder ei­ne In­ha­be­rin der Fahr­lehr­er­be­wil­li­gung der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie be­glei­tet und in­di­vi­du­ell aus­ge­bil­det wird. Für die­ses Fah­ren ist am Fahr­zeug die blaue Ta­fel mit weis­sem L an­zu­brin­gen.71

2 Als Fahr­aus­bil­dung gel­ten die üb­ri­gen be­glei­te­ten oder un­be­glei­te­ten mi­li­tä­risch an­ge­ord­ne­ten Fahr­ten zu Aus­bil­dungs- und Übungs­zwe­cken. Für die­se Fahr­ten darf die blaue Ta­fel mit dem weis­sen L nicht an­ge­bracht wer­den.

3 Bis zum Er­rei­chen der Prü­fungs­rei­fe sind in der Fahr­schu­le und Fahr­aus­bil­dung Per­so­nen­trans­por­te un­ter­sagt. Ab Er­rei­chen der Prü­fungs­rei­fe kann ein mi­li­tä­ri­scher Ver­kehrs­ex­per­te oder ei­ne mi­li­tä­ri­sche Ver­kehrs­ex­per­tin der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie die Be­rech­ti­gung zum Per­so­nen­trans­port in der Aus­bil­dungs­kon­trol­le für Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin ein­tra­gen.

71 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

Art. 29 Militärische Verkehrsexperten Verkehrsexpertinnen  

1 Wer ei­ne mi­li­tä­ri­sche Füh­rer­prü­fung ab­nimmt, muss den ent­spre­chen­den mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­ex­per­ten­aus­weis be­sit­zen.

2 Das SVSAA er­lässt mit Zu­stim­mung des ASTRA Wei­sun­gen für die Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie die Prü­fung der mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­ex­per­ten und Ver­kehrs­ex­per­tin­nen und führt die Prü­fun­gen durch.

3 Das SVSAA er­teilt und ent­zieht den mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­ex­per­ten­aus­weis.

Art. 30 Ausbildungs- und Prüfungsfahrzeuge  

Das SVSAA be­stimmt im Ein­ver­neh­men mit dem ASTRA die ein­zel­nen Ka­te­go­ri­en der Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­fahr­zeu­ge so­wie de­ren Aus­rüs­tung.

3. Abschnitt: Führerprüfung

Art. 31  

1 Das SVSAA legt im Ein­ver­neh­men mit dem ASTRA, auf Ba­sis der VZV72 über die Zu­las­sung von Per­so­nen und Fahr­zeu­gen zum Stras­sen­ver­kehr, die An­for­de­run­gen für die theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Prü­fung fest.

2 Die Füh­rer­prü­fun­gen sind von mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­ex­per­ten und Ver­kehrs­ex­per­tin­nen ab­zu­neh­men. Das SVSAA er­nennt die­se nach Rück­spra­che mit dem LVb Log.73

3 Zur Ab­nah­me der Füh­rer­prü­fung für leich­te nicht ge­län­de­gän­gi­ge Mo­tor­wa­gen wäh­rend des Mi­li­tär­diens­tes sind bei Vor­lie­gen der Füh­rer­aus­weis­ka­te­go­rie B auch die Ver­ant­wort­li­chen für Ver­kehr und Trans­port be­rech­tigt.74

4 Zur Ab­nah­me der Füh­rer­prü­fung für leich­te nicht ge­län­de­gän­gi­ge Mo­tor­wa­gen wäh­rend der aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­keit sind bei Vor­lie­gen der Füh­rer­aus­weis­ka­te­go­rie B die durch die SAT be­zeich­ne­ten sach­ver­stän­di­gen Per­so­nen be­rech­tigt. Die SAT mel­det dem SVSAA die be­rech­tig­ten Per­so­nen.75

72 SR 741.51

73 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

74 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

75 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

4. Abschnitt: Erteilung der militärischen Fahrberechtigung und Nachkontrollen

Art. 32 Zuständigkeit 76  

1 Das SVSAA er­teilt die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung und ver­fügt all­fäl­li­ge mi­li­tä­ri­sche Auf­la­gen und Be­schrän­kun­gen.

2 Es sorgt für die Über­mitt­lung der Da­ten nach Ar­ti­kel 6 Buch­sta­be a der Ver­ord­nung vom 30. No­vem­ber 201877 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung an das Sub­sys­tem IVZ-Per­so­nen.

76 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

77 SR 741.58

Art. 33 Gültigkeit; Eintragung  

Die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung wird un­be­fris­tet er­teilt und im zi­vi­len Füh­rer­aus­weis im Kre­dit­kar­ten­for­mat (FAK) ein­ge­tra­gen. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen im Ar­ti­kel 34. Sie be­hält ih­re Gül­tig­keit auch nach dem Aus­schei­den des Fahr­zeug­füh­rers oder der Fahr­zeug­füh­re­rin aus der Ar­mee für die aus­ser­dienst­li­che mi­li­tä­ri­sche Tä­tig­keit.

Art. 34 Militärische Fahrberechtigung auf Probe  

1 Dem In­ha­ber oder der In­ha­be­rin ei­nes zi­vi­len Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be wird die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung mit glei­cher Be­fris­tung wie im zi­vi­len Recht er­teilt.

2 Die Ver­län­ge­rung der Pro­be­zeit des zi­vi­len Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be gilt auch für die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung.

3 Ab­satz 2 fin­det kei­ne An­wen­dung bei Weg­fall der Vor­aus­set­zun­gen zur Er­tei­lung der mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung oder bei Wi­der­hand­lun­gen, die zu de­ren Ent­zug füh­ren.

Art. 35 Vertrauensärztliche Kontrolluntersuchung  

1 In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­ner mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung der Haupt­ka­te­go­rie 930 wer­den ge­mä­ss den zi­vi­len Vor­schrif­ten durch die zu­stän­di­ge zi­vi­le Be­hör­de zur ver­trau­en­s­ärzt­li­chen Kon­troll­un­ter­su­chung auf­ge­bo­ten. Un­ter­ste­hen sie nicht oder nicht mehr der zi­vi­len Kon­troll­un­ter­su­chungs­pflicht, so wer­den sie durch das SVSAA nach den Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 VZV78 bis zur Ent­las­sung aus der Mi­li­tär­dienst­pflicht zur Kon­troll­un­ter­su­chung durch den Trup­pen­arzt oder die Trup­pen­ärz­tin auf­ge­bo­ten.79

2 In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­ner mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung der Haupt­ka­te­go­ri­en 950 und 960 wer­den durch das SVSAA nach den Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 VZV bis zur Ent­las­sung aus der Mi­li­tär­dienst­pflicht zur Kon­troll­un­ter­su­chung durch den Trup­pen­arzt oder die Trup­pen­ärz­tin auf­ge­bo­ten.80

3 Für nicht mi­li­tär­dienst­pflich­ti­ge In­ha­ber und In­ha­be­rin­nen ei­ner mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung, die im Rah­men von be­ruf­li­chen oder aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­kei­ten schwe­re Mo­tor­wa­gen len­ken, rich­tet sich die ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Kon­troll­un­ter­su­chung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 VZV.81

4 Das SVSAA er­lässt im Ein­ver­neh­men mit dem LVb Log Wei­sun­gen über die Kon­troll­un­ter­su­chung nach Ab­satz 3, ins­be­son­de­re über die ärzt­li­che Zu­stän­dig­keit.82

78 SR 741.51

79 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

80 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

81 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

82 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 36 Repetitorium  

1 Zu Be­ginn der Dienst­leis­tung ha­ben die Fahr­zeug­füh­rer und Fahr­zeug­füh­re­rin­nen al­ler Ka­te­go­ri­en ei­ne funk­ti­ons­be­zo­ge­ne Re­pe­ti­ti­ons­aus­bil­dung zu ab­sol­vie­ren.83

2 Der LVb Log er­lässt die da­für not­wen­di­gen Vor­ga­ben und An­for­de­run­gen und be­stimmt die Gül­tig­keits­dau­er des Re­pe­ti­to­ri­ums.84

3 Die Trup­pen­kom­man­dan­ten und Trup­pen­kom­man­dan­tin­nen sind für die Durch­füh­rung ver­ant­wort­lich.

83 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

84 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

5. Abschnitt: Entzug des zivilen Führerausweises und der militärischen Fahrberechtigung

Art. 37 Entzug des zivilen Führerausweises  

1 Wem der zi­vi­le Füh­rer­aus­weis ent­zo­gen ist, darf auch im Mi­li­tär­dienst kei­ne Mo­tor­fahr­zeu­ge füh­ren. Len­ker und Len­ke­rin­nen müs­sen dem Trup­pen­kom­man­dan­ten oder der Trup­pen­kom­man­dan­tin den Ent­zug un­ver­züg­lich mel­den, wenn die­ser in ei­ne Dienst­leis­tung fällt.85

2 Tritt im Mi­li­tär­dienst ein Grund für den mög­li­chen Ent­zug des zi­vi­len Füh­rer­aus­wei­ses ein, so ver­stän­digt ent­we­der der Trup­pen­kom­man­dant oder die Trup­pen­kom­man­dan­tin die mi­li­tä­ri­schen Po­li­zei­or­ga­ne oder die Or­ga­ne der Mi­li­tär­jus­tiz das SVSAA.

3 Das SVSAA be­nach­rich­tigt die zu­stän­di­gen zi­vi­len Ad­mi­nis­tra­tiv­be­hör­den des Wohn­sitz­kan­tons.

85 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 38 Entzug der militärischen Fahrberechtigung  

1 Das SVSAA ent­zieht dem oder der An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung, wenn:

a.
ihm oder ihr der zi­vi­le Füh­rer­aus­weis wie­der­holt oder dau­ernd ent­zo­gen wur­de;
b.
er oder sie den An­for­de­run­gen als mi­li­tä­ri­scher Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin nicht mehr ge­nügt;
c.86
er oder sie die mi­li­tä­ri­schen Vor­schrif­ten be­züg­lich Al­ko­hol- oder Be­täu­bungs­mit­tel­kon­sum miss­ach­tet;
d.
er oder sie die An­for­de­run­gen und Vor­aus­set­zun­gen zur Er­tei­lung des zi­vi­len Füh­rer­aus­wei­ses oder der mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung nicht mehr er­füllt;
e.87
er oder sie den me­di­zi­ni­schen An­for­de­run­gen nicht mehr ge­nügt.

2 Die mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gung wird für al­le Ka­te­go­ri­en ent­zo­gen. Den An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee, die nach An­hang 1 Zif­fer 4 VMBM88 nur für be­son­de­re Funk­tio­nen mi­li­tär­dienst­taug­lich er­klärt wer­den, wer­den die mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gun­gen bis auf die in Ar­ti­kel 25 Ab­satz 4 ge­nann­ten Ka­te­go­ri­en ent­zo­gen.89

3 Ge­gen den Ent­zug der mi­li­tä­ri­schen Fahr­be­rech­ti­gung kann Dienst­be­schwer­de ge­führt wer­den.

86 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

87 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

88 SR 511.12

89 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

4. Kapitel: Fahrzeuge

1. Abschnitt: Ausnahmen von den zivilen technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge

Art. 39 Grundsatz 90  

Das SVSAA kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len für Mi­li­tär­fahr­zeu­ge Aus­nah­men von der VTS91 so­wie von den Vor­schrif­ten über Mas­se und Ge­wich­te der Fahr­zeu­ge und de­ren La­dung an­ord­nen.

90 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

91 SR 741.41

Art. 40 Raupenfahrzeuge  

1 Rau­pen­fahr­zeu­ge be­nö­ti­gen kein Da­ten­auf­zeich­nungs­ge­rät und kei­nen Fahrt­schrei­ber.92

2 Die pe­ri­odi­sche Prü­fungs­pflicht der Rau­pen­fahr­zeu­ge ent­fällt; an ih­re Stel­le tre­ten die re­gel­mäs­si­gen tech­ni­schen Kon­trol­len im Rah­men der In­stand­hal­tung.

92 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

Art. 41 Übrige Fahrzeuge  

1 Die Vor­schrif­ten über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge so­wie über Bau, Aus­rüs­tung, Mas­se und Ge­wich­te der Fahr­zeu­ge (Mo­tor­leis­tung, Rauch-, Ab­gas- oder Ge­räuschwer­te etc.), die zum Zeit­punkt der Er­stel­lung der Ty­pen­ge­neh­mi­gung des Fahr­zeu­ges gel­ten, fin­den auch auf spä­ter erst­mals in Ver­kehr ge­setz­te Mi­li­tär­fahr­zeu­ge des­sel­ben Typs An­wen­dung.

1bis Bei schwe­ren Mo­tor­wa­gen, ins­be­son­de­re bei Last­wa­gen, kön­nen zu­sätz­li­che Sitzein­rich­tun­gen im La­de­raum be­wil­ligt wer­den.93

2 Die Vor­schrif­ten des ADR94 so­wie der SDR95, die den Bau und die Aus­rüs­tung von Fahr­zeu­gen be­tref­fen, gel­ten nicht für Mi­li­tär­fahr­zeu­ge für den Stück­gut­ver­kehr, die vor dem 1. Ja­nu­ar 2000 in Ver­kehr ge­setzt wur­den und de­ren Ver­wen­dungs­zweck in den Gel­tungs­be­reich der An­hän­ge 1 und 2 die­ser Ver­ord­nung fällt. Sie sind je­doch an­wend­bar für Fahr­zeu­ge mit fest­ver­bun­de­nen Tanks (Tank­fahr­zeu­ge), Auf­setz­tanks, Tank­con­tai­nern, Tank­wech­se­lauf­bau­ten (Tank­wech­sel­be­häl­tern) oder orts­be­weg­li­chen Tanks so­wie für Bat­te­rie-Fahr­zeu­ge und Fahr­zeu­ge mit Gas­con­tai­nern mit meh­re­ren Ele­men­ten (MEGC). Aus­nah­men sind im An­hang 1 auf­ge­führt.96

3 Ge­pan­zer­te Rad- und Rau­pen­fahr­zeu­ge, die über ei­ne Bord­feu­er­lösch­an­la­ge oder über einen Feu­er­lö­scher von min­des­tens 2 Ki­lo­gramm ver­fü­gen, sind von der Pflicht zur Aus­rüs­tung mit Feu­er­lö­scher nach Ar­ti­kel 114 Ab­satz 2 VTS97 be­freit.98

3bis Ge­pan­zer­te Rad­fahr­zeu­ge sind für die Rauch-, Ab­gas- und Ver­damp­fungs­mes­sung den Rau­pen­fahr­zeu­gen gleich­ge­stellt. An­de­re Mi­li­tär­fahr­zeu­ge müs­sen die Vor­schrif­ten über Rauch-, Ab­gas- und Ver­damp­fungs­mes­sung so weit er­fül­len, als ihr Ein­satz dies zu­lässt.99

4 Die pe­ri­odi­schen Prü­fungs­in­ter­val­le von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen wer­den durch das SVSAA fest­ge­legt.

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

94 SR 0.741.621

95 SR 741.621

96 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

97 SR 741.41

98 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

99 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008 (AS 2008 5653). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 42 Typengenehmigung  

Das SVSAA ist für die Ty­pen­ge­neh­mi­gung zu­stän­dig, so­fern das Fahr­zeug nicht ei­ner zi­vi­len Ty­pen­ge­neh­mi­gung ent­spricht.

2. Abschnitt: Fahrzeugimmatrikulation und Kennzeichnung

Art. 43 Militärfahrzeuge  

1 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge ver­keh­ren in der Re­gel mit Mi­li­tär­kon­troll­schil­dern. Sie sind bei Be­nüt­zung durch die Trup­pe mit den Kenn­zei­chen des Ver­ban­des zu be­schrif­ten.

2 Die Ab­ga­be von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen an Drit­te rich­tet sich nach Ar­ti­kel 8 VFBF100.101

100 SR 514.31

101 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 43a Formale Anforderungen an Militärkontrollschilder 102  

1 Die Mi­li­tär­kon­troll­schil­der müs­sen ein recht­e­cki­ges For­mat auf­wei­sen.

2 Las­sen sie sich nicht zweck­mäs­sig an­brin­gen, so wer­den Wap­pen, Buch­sta­be und Num­mer in ei­nem schat­ten­schwar­zen Feld auf der Ka­ros­se­rie auf­ge­malt oder auf­ge­klebt.

3 Bei Mi­li­tär­an­hän­gern kann das zwei­zei­li­ge Schild dem Schild­for­mat für Mo­tor­rä­der und das ein­zei­li­ge Schild dem vor­de­ren Mo­tor­wa­gen­schild ent­spre­chen.

4 Auf dem zwei­zei­li­gen Schild für Mi­li­tär­an­hän­ger wer­den die ers­ten zwei Zah­len im obe­ren Teil ne­ben dem zu­ge­teil­ten Buch­sta­ben auf­ge­führt; auf dem ein­zei­li­gen Schild kann ein grös­se­rer Ab­stand zwi­schen der zwei­ten und drit­ten Zahl ge­macht wer­den. Das Wap­pen fällt weg.

102 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 44 Requisitionsfahrzeuge  

1 Re­qui­si­ti­ons­fahr­zeu­ge ver­keh­ren mit kan­to­na­len Kon­troll­schil­dern.

2 Feh­len Fahr­zeu­g­aus­weis und Kon­troll­schil­der, wer­den sie für Fahr­ten, die der Stel­lung des Fahr­zeu­ges die­nen, durch die Re­qui­si­ti­ons­ver­fü­gung er­setzt.

3 Nach der Über­nah­me durch die Trup­pe wird die Stamm­num­mer des Fahr­zeu­ges zur Mi­li­tär­kon­troll­schild­num­mer.

4 Re­qui­si­ti­ons­fahr­zeu­ge sind als Mi­li­tär­fahr­zeu­ge zu kenn­zeich­nen und mit dem Kenn­zei­chen des Ver­ban­des zu be­schrif­ten.

Art. 45 Eingemietete Fahrzeuge  

Ein­ge­mie­te­te Fahr­zeu­ge ver­keh­ren mit kan­to­na­len Kon­troll­schil­dern. Der zi­vi­le Hal­ter trägt die Haft­pflicht nach SVG. An­sprü­che des Haft­pflicht­ver­si­che­rers ge­gen den Hal­ter aus Un­fäl­len wäh­rend der Ein­mie­tung wer­den durch den Bund über­nom­men. Vor­be­hal­ten blei­ben An­sprü­che ge­mä­ss MG.

Art. 46 Eintragungen im Fahrzeugausweis  

1 Das SVSAA kann bei Mi­li­tär­fahr­zeu­gen die not­wen­di­gen Ver­fü­gun­gen im Fahr­zeu­g­aus­weis ein­tra­gen.

2 Die Be­wil­li­gung für gel­be Ge­fahr­lich­ter ist nur ein­zu­tra­gen, wenn die Lich­ter fest und dau­ernd am Mi­li­tär­fahr­zeug an­ge­bracht sind.

3. Abschnitt: Verwendung der Fahrzeuge

Art. 46a Verwendung der Militärfahrzeuge 103  

Fahr­zeug­füh­rer und Fahr­zeug­füh­re­rin­nen dür­fen Mi­li­tär­fahr­zeu­ge nur füh­ren, wenn sie aus­drück­lich oder nach den Um­stän­den zur Fahrt be­rech­tigt sind.

103 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 47 Privatfahrten; Mitführen von Zivilpersonen  

1 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge dür­fen nicht für pri­va­te Fahr­ten ver­wen­det wer­den.

2 In Mi­li­tär­fahr­zeu­gen dür­fen kei­ne Zi­vil­per­so­nen mit­ge­führt wer­den. Aus­ge­nom­men sind Zi­vil­per­so­nen, die:

a.
bei ei­ner mi­li­tä­ri­schen Übung, ei­ner dienst­li­chen Ver­rich­tung der Trup­pe oder bei aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Ver­an­stal­tun­gen mit­wir­ken;
b.
als Be­su­cher oder Be­su­che­rin bei mi­li­tä­ri­schen Übun­gen, Be­suchs­ta­gen, Fah­nen- oder Stan­dar­ten­über­ga­ben, Be­för­de­rungs­fei­ern oder aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Ver­an­stal­tun­gen trans­por­tiert wer­den müs­sen;
c.104
an or­ga­ni­sier­ten mi­li­tä­ri­schen Füh­rung teil­neh­men oder im Rah­men von be­wil­lig­ten Trup­pen­e­in­sät­zen nach der Ver­ord­nung vom 21. Au­gust 2013105 über die Un­ter­stüt­zung zi­vi­ler oder aus­ser­dienst­li­cher Tä­tig­kei­ten mit mi­li­tä­ri­schen Mit­teln trans­por­tiert wer­den müs­sen;
d.
aus an­de­ren dienst­li­chen oder mi­li­tä­ri­schen Grün­den mit­fah­ren müs­sen;
e.
in Not­fäl­len oder zur Hil­fe­leis­tung mit­ge­führt wer­den.106

3 ...107

104 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 13. Jan. 2016, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2016 393).

105 SR 513.74

106 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

107 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 48 Private Verwendung ziviler Fahrzeuge 108  

Die pri­va­te Ver­wen­dung zi­vi­ler Fahr­zeu­ge im Mi­li­tär­dienst ist nur zum Ein­rü­cken, im Ur­laub und nach der Ent­las­sung ge­stat­tet. Der Kom­man­dant oder die Kom­man­dan­tin kann in be­grün­de­ten Fäl­len Aus­nah­men be­wil­li­gen.

108 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 49 Dienstliche Verwendung ziviler Fahrzeuge  

1 In be­son­de­ren Fäl­len kann die vor­über­ge­hen­de dienst­li­che Ver­wen­dung zi­vi­ler Fahr­zeu­ge be­wil­ligt wer­den. Für die­se gel­ten im Üb­ri­gen die Ar­ti­kel 105–109 VVA109.110

2 Die Ver­wen­dungs­be­schrän­kun­gen für zi­vi­le Ar­beits­fahr­zeu­ge und zi­vi­le land­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge gel­ten nicht, wenn die Fahr­zeu­ge von der Trup­pe ein­ge­setzt wer­den.

109 SR 510.301

110 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 50 Mitfahrende auf Militärfahrzeugen  

1 Auf der La­de­brücke von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen dür­fen Per­so­nen nur mit­ge­führt wer­den, wenn sie durch ge­nü­gend ho­he Sei­ten­wän­de ge­schützt sind. Ste­hen und hin­aus­leh­nen so­wie sit­zen auf Sei­ten- und Rück­wän­den sind ver­bo­ten. Es ist für ge­nü­gend Lüf­tung zu sor­gen.

2 Der Per­so­nen­trans­port auf La­de­brücken von Mi­li­tär­fahr­zeu­gen mit He­be­büh­nen oder Wech­se­la­brol­lauf­bau­ten ist ver­bo­ten.111

3 Mit­fah­ren­de dür­fen nicht durch mit­ge­führ­te Ge­gen­stän­de oder Stof­fe ge­fähr­det wer­den.

4 ...112

5 Das Mit­füh­ren von Per­so­nen auf dem Ober­bau ge­pan­zer­ter Rad- und Rau­pen­fahr­zeu­ge ist ver­bo­ten. Auf den üb­ri­gen Aus­nah­me- und Ar­beits­fahr­zeu­gen dür­fen sich Mit­fah­ren­de nö­ti­gen­falls wäh­rend der Fahrt aus­ser­halb der Füh­rer­ka­bi­ne auf­hal­ten. Sie müs­sen sich ge­nü­gend fest­hal­ten kön­nen.

6 ...113

7 An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee dür­fen zum Ab­rol­len und Ein­zie­hen von Feu­er­wehr­schläu­chen auf dem Fahr­zeug auch ste­hend mit­fah­ren, so­fern sie sich fest­hal­ten kön­nen und nicht schnel­ler als 30 km/h ge­fah­ren wird.

8 Auf Fahr­zeu­gen, die mit auf­ge­setz­ter Schutz­mas­ke, ge­schlos­se­nen Lu­ken, Nacht­sicht­ge­rä­ten oder Rest­licht­ver­stär­kern ge­führt wer­den, dür­fen An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee nur mit­fah­ren, wenn die Si­cher­heits­mass­nah­men nach Ar­ti­kel 69 er­grif­fen wor­den sind.114

111 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

112 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

113 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 51 Bau von Truppenleitungen  

1 Das Mit­fah­ren auf ei­nem be­son­ders ein­ge­rich­te­ten, hin­ten am Mo­tor­fahr­zeug oder An­hän­ger an­ge­brach­ten Tritt­brett ist wäh­rend des Ein­sat­zes (Lei­tungs­bau) ge­stat­tet. Wird ein An­hän­ger mit­ge­führt, darf kein Tritt­brett am Zug­fahr­zeug mon­tiert wer­den.

2 Fährt der Lei­tungs­bau­wa­gen im Schritt­tem­po, so darf mit der nö­ti­gen Vor­sicht vom Tritt­brett auf- und ab­ge­sprun­gen wer­den.

3 Wird beim Lei­tungs­bau nicht schnel­ler als mit 30 km/h ge­fah­ren, gilt fol­gen­des:

a.
Der Bei­fah­rer oder die Bei­fah­re­rin und Mit­fah­ren­de auf dem Bau­wa­gen so­wie im An­hän­ger dür­fen ste­hend mit­fah­ren; sie müs­sen sich je­doch fest­hal­ten kön­nen.
b.
Auf dem An­hän­ger des Bau­wa­gens dür­fen höchs­tens vier Per­so­nen mit­fah­ren.
Art. 52 Anhänger an Militärfahrzeugen; Schleppen  

1 Das Mit­füh­ren von mehr als ei­nem An­hän­ger ist nur mit Be­wil­li­gung des SVSAA ge­stat­tet.

2 Flug­zeu­ge dür­fen mit Mi­li­tär­fahr­zeu­gen im wer­kin­ter­nen Ver­kehr ge­schleppt wer­den.

Art. 53 Ziehen von Skifahrern  

1 Schnee­pis­ten­fahr­zeu­ge dür­fen höchs­tens zehn Ski­fah­rer oder Ski­fah­re­rin­nen mit­zie­hen. Hin­ten am Fahr­zeug muss ein Schutz­bü­gel an­ge­bracht sein, der ein Auf­fah­ren ver­hin­dert.

2 Mo­tor­schlit­ten dür­fen zwei Ski­fah­rer oder Ski­fah­re­rin­nen zum An­le­gen ei­ner Lang­lauf­spur mit­zie­hen.

3 Die Ski­fah­rer oder Ski­fah­re­rin­nen müs­sen sich am Zug­seil so fest­hal­ten, dass sie sich so­fort los­lö­sen kön­nen. Der Len­ker oder die Len­ke­rin in­for­miert die Ski­fah­rer oder Ski­fah­re­rin­nen vor der Fahrt, wie sie sich zu ver­hal­ten ha­ben.115

115 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

4. Abschnitt: Ausnahmefahrzeuge und Ausnahmetransporte

Art. 54 Bewilligungspflicht  

1 Fahr­ten mit ge­pan­zer­ten Rad­fahr­zeu­gen und mi­li­tä­ri­schen Aus­nah­me­fahr­zeu­gen so­wie Aus­nah­me­trans­por­te aus­ser­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Übungs­plät­zen und der­glei­chen sind oh­ne Be­wil­li­gung ge­stat­tet, wenn fol­gen­de Mas­se und Ge­wich­te nicht über­schrit­ten wer­den:116

a.
ei­ne Län­ge von 30 m;
b.
ein La­dungs­über­hang von 3 m nach vorn, ge­mes­sen von der Mit­te der Lenk­vor­rich­tung, oder 5 m nach hin­ten, ge­mes­sen ab Mit­te der Hin­ter­ach­se oder ab dem Dreh­punkt der Hin­ter­ach­sen;
c.
ei­ne Brei­te von 3 m;
d.
...117
e.
ei­ne Hö­he von 4 m;
f.118
ein Be­triebs­ge­wicht von 44 t;
g.119
ei­ne Achs­be­las­tung von 12 t bei Ein­zelach­sen, von 20 t bei Dop­pelach­sen und von 30 t bei Drei­fachach­sen.

2 Wer­den die Mas­se und Ge­wich­te nach Ab­satz 1 über­schrit­ten, ist ei­ne Be­wil­li­gung des SVSAA er­for­der­lich. Die­ses hört die zu­stän­di­gen zi­vi­len Be­hör­den an und ver­fügt die not­wen­di­gen Auf­la­gen und Si­cher­heits­mass­nah­men. Dau­er­be­wil­li­gun­gen sind auf 36 Mo­na­te zu be­schrän­ken.

116 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

117 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

118 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

119 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 55 Warentransport auf Arbeitsfahrzeugen  

Der Trans­port von Wa­ren und Las­ten auf Ar­beits­fahr­zeu­gen durch die Trup­pe ist ge­stat­tet:

a.
auf kur­z­en Stre­cken beim Be­la­den und Ent­la­den von Fahr­zeu­gen, Ei­sen­bahn­wa­gen, Schif­fen und Flug­zeu­gen;
b.
auf Bau­stel­len;
c.
auf Übungs­plät­zen;
d.
im wer­kin­ter­nen Ver­kehr.
Art. 56 Fahrten mit Raupenfahrzeugen  

1 Für Fahr­ten mit Rau­pen­fahr­zeu­gen der Haupt­ka­te­go­rie 950 aus­ser­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Area­len der Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee und Übungs­plät­zen ist grund­sätz­lich ei­ne Be­wil­li­gung der Mi­li­tär­po­li­zei er­for­der­lich. Die­se hört die zu­stän­di­gen zi­vi­len Be­hör­den an und ver­fügt die not­wen­di­gen Auf­la­gen und Si­cher­heits­mass­nah­men.120

2 Oh­ne Be­wil­li­gung dür­fen aus­ser auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen ver­keh­ren:

a.121
Ber­ge­pan­zer zur Hil­fe­leis­tung;
b.
Schüt­zen­pan­zer der Bau­rei­he M 113;
c.
Rau­pen­trans­port­wa­gen M 548;
d.
Rau­pen­fahr­zeu­ge auf den in den Pan­zer­kar­ten be­zeich­ne­ten Stras­sen der Klas­se P1.

120 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

121 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 57 Sicherheitsmassnahmen bei Fahrten mit gepanzerten Rad- und Raupenfahrzeugen 122  

1 Bei al­len Fahr­ten mit Rau­pen­fahr­zeu­gen aus­ser­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Are­alen der Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee und Übungs­plät­zen ist die Marsch­stras­se un­mit­tel­bar vor der Fahrt zu er­kun­den.

2 Der Ab­stand zwi­schen den ge­pan­zer­ten Rad- und Rau­pen­fahr­zeu­gen muss wäh­rend der Fahrt min­des­tens 50 Me­ter be­tra­gen, aus­ser bei Fahr­ten in­ner­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Area­len der Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee, Schiess­plät­zen so­wie Übungs­plät­zen und -dör­fern.123

2bis Über­brei­te ge­pan­zer­te Rad- und Rau­pen­fahr­zeu­ge sind bei Fahr­ten aus­ser­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Area­len der Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee, Schiess­plät­zen so­wie Übungs­plät­zen und -dör­fern mit den hier­für vor­ge­se­he­nen Mit­teln zu kenn­zeich­nen.124

3 Die Be­sat­zung der Rau­pen­fahr­zeu­ge darf dem nach­fol­gen­den Ver­kehr die Er­laub­nis zum Über­ho­len erst er­tei­len, wenn das Über­ho­len nach den all­ge­mei­nen Re­geln zu­läs­sig ist. Das Zei­chen zum Über­ho­len darf aus­nahms­wei­se auch an Stel­len er­teilt wer­den, wo Si­gna­le oder Mar­kie­run­gen das Über­ho­len un­ter­sa­gen, so­fern je­de Ge­fähr­dung aus­ge­schlos­sen ist.

4 Dem nach­fol­gen­den Ver­kehr ist das Über­ho­len zu er­leich­tern, nö­ti­gen­falls durch An­hal­ten.

5 Bei Fahr­ten aus­ser­halb von Ka­ser­nena­rea­len, Area­len der Lo­gis­tik­be­trie­be der Ar­mee, Schiess­plät­zen so­wie Übungs­plät­zen und -dör­fern ist an der Spit­ze der Ko­lon­ne oder des ein­zel­nen Rau­pen­fahr­zeugs ein Be­gleit­fahr­zeug mit ein­ge­schal­te­tem gel­bem Ge­fah­ren­licht ein­zu­set­zen. Auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen fährt das Be­gleit­fahr­zeug hin­ter der Ko­lon­ne oder dem Ein­zel­fahr­zeug.125

6 Oh­ne Be­gleit­fahr­zeu­ge dür­fen aus­ser auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen ver­keh­ren:

a.
Schüt­zen­pan­zer der Bau­rei­he M 113;
b.
Rau­pen­trans­port­wa­gen M 548.126

122 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

123 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

124 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

125 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013 (AS 2013 1801). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

126 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Jan. 2014, in Kraft seit 1. März 2014 (AS 2014 467).

5. Kapitel: Gefahrguttransporte

Art. 58 Grundlagen  

1 Die Be­för­de­rung ge­fähr­li­cher Gü­ter rich­tet sich nach den An­hän­gen 1 und 2 die­ser Ver­ord­nung.

2 Das VBS kann die An­hän­ge 1 und 2 die­ser Ver­ord­nung mit Zu­stim­mung des UVEK än­dern.

Art. 59 Ausbildung 127128  

1 Wer Ge­fahr­gut trans­por­tiert, muss ei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung ab­sol­viert ha­ben.

2 Das SVSAA de­fi­niert die Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­vor­ga­ben in An­leh­nung an die Vor­schrif­ten des ADR129.

3 Es kann die­se Auf­ga­be Drit­ten über­tra­gen.130

127 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

128 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

129 SR 0.741.621

130 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

6. Kapitel: Regeln für den Fahrverkehr

1. Abschnitt: Fahrfähigkeit

Art. 60 Fahrfähigkeit des Fahrzeugführers oder der Fahrzeugführerin 131  

1 Wer ein Fahr­zeug im Mi­li­tär­dienst, für die aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­kei­ten oder als zi­vi­les Per­so­nal der Grup­pe Ver­tei­di­gung wäh­rend ei­nes mi­li­tä­ri­schen Ein­sat­zes nach Ar­ti­kel 65c MG führt, ist da­für ver­ant­wort­lich, dass er oder sie fahr­fä­hig ist. Er oder sie muss der vor­ge­setz­ten Per­son die Um­stän­de mel­den, die ihm oder ihr das Fah­ren er­schwe­ren oder ver­un­mög­li­chen. Die Fahr­un­fä­hig­keit gilt in je­dem Fall als er­wie­sen, wenn er oder sie ge­gen die Vor­ga­ben in den Ar­ti­keln 60–63 ver­stösst.132

2 Grund­sätz­lich über­wa­chen die Vor­ge­setz­ten die Fahr­fä­hig­keit der Fahr­zeug­füh­rer und Fahr­zeug­füh­re­rin­nen.

3 Mi­li­tä­ri­sches Per­so­nal so­wie Fach­leh­rer und Fach­leh­re­rin­nen, die in ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit Mi­li­tär­fahr­zeu­ge füh­ren, un­ter­ste­hen be­züg­lich Fahr­fä­hig­keit der zi­vi­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz­ge­bung. Die Ar­ti­kel 61–63 sind nicht an­wend­bar.133

131 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

132 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

133 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 61 Ruhe- und Lenkzeit 134  

1 Wer ein Mo­tor­fahr­zeug im Mi­li­tär­dienst führt, muss zu je­dem Zeit­punkt die­ser Tä­tig­keit in­ner­halb der vor­an­ge­gan­ge­nen 24 Stun­den ei­ne zu­sam­men­hän­gen­de Ru­he­zeit von sechs Stun­den ein­ge­hal­ten ha­ben.135

2 Bei Übun­gen kann die Ru­he­zeit auf­ge­teilt wer­den. In die­sem Fall muss sie min­des­tens 8 Stun­den dau­ern. Mög­lich ist ei­ne Auf­tei­lung in Blö­cke von ein­mal 4 und zwei­mal 2 Stun­den, ein­mal 5 und ein­mal 3 Stun­den oder zwei­mal 4 Stun­den.

3 Als Ru­he­zeit gilt:

a.136
die Zeit, in wel­cher der Len­ker oder die Len­ke­rin frei von dienst­li­chen Ver­rich­tun­gen ist und Ge­le­gen­heit zum Schla­fen hat;
b.
der all­ge­mei­ne Ur­laub (oh­ne Hin- und Rück­weg).

4 Die be­foh­le­nen Es­sens­zei­ten gel­ten nicht als Ru­he­zeit.

5 Die rei­ne Lenk­zeit darf in­ner­halb von 24 Stun­den 10 Stun­den nicht über­schrei­ten.

134 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

135 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

136 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 62 Einsatzzeitkontrolle 137  

Wer ein Mo­tor­fahr­zeug im Mi­li­tär­dienst führt, muss ei­ne Ein­satz­zeit­kon­trol­le über die der Fahrt vor­an­ge­gan­ge­nen 24 Stun­den füh­ren und die­se stets auf sich tra­gen.

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

Art. 63 Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum 138  

1 Wer weiss oder nach den Um­stän­den wis­sen kann, dass er oder sie im Mi­li­tär­dienst oder für die aus­ser­dienst­li­chen mi­li­tä­ri­schen Tä­tig­kei­ten ein Mo­tor­fahr­zeug füh­ren muss, darf ab sechs Stun­den vor An­tritt der Fahrt kei­nen Al­ko­hol trin­ken.139

2 Er oder sie darf kein Mo­tor­fahr­zeug füh­ren, wenn er oder sie ei­ne Ate­mal­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 0,05 mg/l oder mehr oder ei­ne Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 0,10 Pro­mil­le oder mehr auf­weist oder ei­ne Al­ko­hol­men­ge im Kör­per hat, die zu ei­ner sol­chen Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on führt.140

3 Die Fahr­un­fä­hig­keit gilt in je­dem Fall als er­wie­sen, wenn Be­täu­bungs­mit­tel kon­su­miert wur­den.

4 Bei Kon­sum von Me­di­ka­men­ten und an­de­ren Stof­fen, wel­che die Fahr­fä­hig­keit be­ein­träch­ti­gen kön­nen, muss der Fahr­zeug­füh­rer oder die Fahr­zeug­füh­re­rin dies dem Trup­pen­arzt oder der Trup­pen­ärz­tin un­ver­züg­lich mel­den und den Vor­ge­setz­ten oder die Vor­ge­setz­te über ei­ne Ein­schrän­kung der Fahr­fä­hig­keit in­for­mie­ren. In die­sem Fall darf er oder sie als Fah­rer oder Fah­re­rin nicht ein­ge­setzt wer­den.

138 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

139 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

140 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2585).

Art. 63a Verfahren 141  

1 Für die Fest­stel­lung der Miss­ach­tung des Al­ko­hol­ver­bo­tes gel­ten für die zu­stän­di­gen mi­li­tä­ri­schen Be­hör­den die Vor­ga­ben der zi­vi­len Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz­ge­bung.

2 Wird die Ate­mal­ko­hol­pro­be mit ei­nem Test­ge­rät nach Ar­ti­kel 11 der Stras­sen­ver­kehrs­kon­troll­ver­ord­nung vom 28. März 2007142 durch­ge­führt, gilt die Miss­ach­tung des Al­ko­hol­ver­bo­tes als fest­ge­stellt, wenn der tiefe­re Wert der bei­den Ate­mal­ko­hol­mes­sun­gen ei­ner Ate­mal­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 0,05 oder mehr, aber we­ni­ger als 0,40 mg/l ent­spricht und der Fahr­zeug­füh­rer oder die Fahr­zeug­füh­re­rin die­sen Wert un­ter­schrift­lich an­er­kennt.

141 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008 (AS 2008 5653). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2585).

142 SR 741.013

Art. 63b und 63c143  

143 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008 (AS 2008 5653). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II der V vom 1. Ju­li 2015, mit Wir­kung seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2585).

2. Abschnitt: Verkehrsregeln

Art. 64 Ausnahmen zum zivilen Recht  

1 Für den mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­ver­kehr gel­ten die zi­vi­len Ver­kehrs­re­geln, so­weit die­se Ver­ord­nung kei­ne Aus­nah­men oder Er­gän­zun­gen vor­sieht.

2 Von den Aus­nah­men zu den zi­vi­len Ver­kehrs­re­geln darf nur Ge­brauch ge­macht wer­den, wenn mi­li­tä­ri­sche Be­dürf­nis­se es er­for­dern und die nö­ti­gen Si­cher­heits­mass­nah­men so­wie Vor­keh­run­gen im In­ter­es­se des üb­ri­gen Ver­kehrs ge­trof­fen wor­den sind. Dies ist je­doch aus­ge­schlos­sen auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen.

Art. 65 Höchstgeschwindigkeiten 144  

1 Das SVSAA kann die zu­läs­si­ge Ge­schwin­dig­keit für ein­zel­ne Fahr­zeug­ty­pen und Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen be­schrän­ken. Es trägt die Be­schrän­kung im Fahr­zeu­g­aus­weis als Auf­la­ge ein.

2 ...145

3 Auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen kön­nen Rau­pen­fahr­zeu­ge un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Stras­sen-, Ver­kehrs- und Sicht­ver­hält­nis­se mit der be­trieb­li­chen Höchst­ge­schwin­dig­keit ge­fah­ren wer­den.

144 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

145 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, mit Wir­kung seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 66 Autobahnen und Autostrassen  

1 Nur mit ei­ner Be­wil­li­gung des SVSAA dür­fen auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen ver­keh­ren:

a.
Ver­bän­de von mehr als 30 Mo­tor­wa­gen so­wie Tei­le von Ver­bän­den, die sich in­ner­halb ei­ner Stun­de fol­gen und zu­sam­men mehr als 30 Mo­tor­wa­gen um­fas­sen;
b.
ge­pan­zer­te Rad­fahr­zeu­ge, Aus­nah­me­fahr­zeu­ge und Aus­nah­me­trans­por­te, wel­che die Mas­se und Ge­wich­te nach Ar­ti­kel 54 über­schrei­ten.146

2 Ge­fechts­übun­gen, Weg­wei­sung, Vor­bei­mär­sche, Lei­tungs­bau sind auf Au­to­stras­sen und Au­to­bah­nen ver­bo­ten.

146 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 67 Militärische Fahrzeugverbände  

1 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge müs­sen aus­ser­orts un­ter sich einen Ab­stand von we­nigs­tens 50 Me­tern ein­hal­ten.

2 Marsch­hal­te von Fahr­zeug­ver­bän­den sind auf Haupt- und Ne­ben­stras­sen nur zu­läs­sig, wenn an­de­re Hal­temög­lich­kei­ten feh­len und für ei­ne aus­rei­chen­de Ver­kehrs­re­ge­lung und Si­gna­li­sa­ti­on ge­sorgt wird.

3 Die Öf­fent­lich­keit ist recht­zei­tig durch die Me­di­en über Ver­schie­bun­gen gros­ser Fahr­zeug­ver­bän­de zu ori­en­tie­ren, wenn die­se den zi­vi­len Ver­kehr oder die Ru­he der An­woh­ner und An­woh­ne­rin­nen be­ein­träch­ti­gen. Das SVSAA ist für die In­for­ma­ti­on zu­stän­dig.

3. Abschnitt: Sicherheitsvorkehrungen

Art. 68 Beleuchtung  

1 Mi­li­tär­mo­tor­fahr­zeu­ge ver­keh­ren tags­über mit Ab­blend- oder Tag­fahr­licht.147

2 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge dür­fen oh­ne Licht nur dort fah­ren, wo kein zi­vi­ler Ver­kehr zu­ge­las­sen ist und die er­for­der­li­chen Si­cher­heits­vor­keh­run­gen ge­trof­fen sind.148

147 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

148 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

Art. 69 Fahren mit Schutzmaske, geschlossenen Luken, Fahrernachtsichtgeräten oder Restlichtverstärkerbrillen 149  

1 Das Fah­ren mit auf­ge­setz­ter Schutz­mas­ke, ge­schlos­se­nen Lu­ken, Fah­rer­nacht­sicht­ge­rä­ten oder Rest­licht­ver­stär­ker­bril­len ist nur auf für die­sen Zweck aus­ge­schie­de­nen und ab­ge­sperr­ten Übungs­ge­län­den zu­läs­sig. Die Trup­pe hat mit ge­eig­ne­ten Mit­teln wie Si­gna­li­sa­ti­on, Plan­tons, Be­ob­ach­tern und Be­ob­ach­te­rin­nen si­cher­zu­stel­len, dass kei­ne zi­vi­len Fahr­zeu­ge oder Per­so­nen Zu­tritt ha­ben.

2 Bei Dun­kel­heitsind für die in der Übung ein­ge­setz­ten Trup­pen zu Fuss ent­spre­chen­de Sperr­zo­nen aus­zu­schei­den, so­fern die­se Trup­pen über kei­ne Rest­licht­ver­stär­ker­bril­len oder an­de­re ge­eig­ne­te Nacht­sicht­mit­tel ver­fü­gen.

149 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

Art. 70 Sicherheitsgurten 150  

1 Die Si­cher­heits­gur­ten sind, so­fern vor­han­den, in sämt­li­chen Mo­tor­fahr­zeu­gen zu tra­gen.

2 Von die­ser Pflicht aus­ge­nom­men sind der Kom­man­dant oder die Kom­man­dan­tin und der Rück­wärts­be­ob­ach­ter oder die Rück­wärts­be­ob­ach­te­rin von Fahr­zeu­gen der Fahr­be­rech­ti­gungs­ka­te­go­ri­en 950 und 960.151

3 Be­fiehlt der Kom­man­dant oder die Kom­man­dan­tin die Vor­be­rei­tung des Schnellaus­stiegs, so sind auch die üb­ri­gen In­sas­sen und In­sas­sin­nen von der Gur­ten­trag­pflicht be­freit.152

150 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

151 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

152 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 70a Helm und Schutzausrüstung 153  

An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee ha­ben zu tra­gen:

a.
auf dem Mo­tor­rad: den mi­li­tä­ri­schen In­te­gral­helm und die Schutzaus­rüs­tung für Mo­tor­rad­fah­rer und Mo­tor­rad­fah­re­rin­nen;
b.
auf dem Fahr­rad: den mi­li­tä­ri­schen Fahr­rad­helm.

153 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 71 Kennzeichnung von Reit-, Zug- und Tragtieren  

Reit-, Zug- und Trag­tie­re, die von der Trup­pe ein­ge­setzt wer­den, sind nachts oder wenn die Wit­te­rung es er­for­dert, mit re­flek­tie­ren­den Bein­stul­pen zu ver­se­hen.

Art. 72 Kennzeichnung von Fussgängern  

1 Die An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee ha­ben wäh­rend der Ar­beits­zeit, so­bald sie sich
zu Fuss auf öf­fent­li­chen Stras­sen be­we­gen, und wenn es die Sicht­ver­hält­nis­se (na­ment­lich bei Ne­bel) er­for­dern, die Leucht­ga­ma­sche zu tra­gen.

2 Nachts und wenn die Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se es er­for­dern, sind Fuss­gän­ger­ko­lon­nen auf öf­fent­li­chen Stras­sen min­des­tens vor­ne und hin­ten mit ei­ner ge­eig­ne­ten, nicht blen­den­den Licht­quel­le (Ta­schen- oder Stab­lam­pe etc.) zu kenn­zeich­nen.

4. Abschnitt: Arbeiten auf der Strasse

Art. 73 Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen  

1 Das gel­be Ge­fah­ren­licht ist bei ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen wie bei­spiels­wei­se Ar­bei­ten auf der lin­ken Stras­sen­sei­te, auf schnell be­fah­re­nen Stras­sen, bei Nacht oder wit­te­rungs­be­ding­ten Sicht­er­schwer­nis­sen etc. ein­zu­schal­ten; nö­ti­gen­falls muss der Ver­kehr ge­mä­ss Ar­ti­kel 9 ge­re­gelt wer­den.

2 Je­des Mit­glied der Trup­pe, das auf der Stras­se Ar­bei­ten ver­rich­tet, muss min­des­tens mit ei­ner re­flek­tie­ren­den Warn­wes­te und zwei re­flek­tie­ren­den Bein­stul­pen aus­ge­rüs­tet sein.154

3 Ver­kehrs­re­ge­lungs­or­ga­ne der Trup­pe müs­sen zu­sätz­lich mit weis­sen Hand­schu­hen mit Man­schet­ten oder Arm­stul­pen und nachts mit Stablam­pen aus­ge­rüs­tet sein.155

154 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

155 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 74 Verlegen von Telefon- und Wasserleitungen  

Legt die Trup­pe Te­le­fon­lei­tun­gen oder Was­ser­lei­tun­gen ent­lang der oder über die Stras­se, so sorgt sie für die nö­ti­gen Si­cher­heits­vor­keh­run­gen bzw. Si­gna­li­sa­ti­on. Führt die Ver­le­gungs­stre­cke ent­lang der Stras­se, ist die Si­gna­li­sa­ti­on nur nö­tig, falls die Lei­tun­gen die Fahr­bahn ver­en­gen oder be­ein­träch­ti­gen. Bei Schlauch­brü­cken ist aus­ser­dem der Ver­kehr zu re­geln.

7. Kapitel: Polizeiliche Massnahmen im Strassenverkehr

Art. 75 Truppe  

1 Die Trup­pe hat den mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­ver­kehr in ih­rem Be­reich sel­ber zu über­wa­chen. Sie sorgt für die Ver­kehrs­re­ge­lung, die Ver­kehrs­dis­zi­plin und wacht über die Ein­hal­tung der Ver­kehrs­vor­schrif­ten.

2 Die Ver­kehrs­re­ge­lung durch die Trup­pe um­fasst für die Dau­er des be­tref­fen­den Ein­sat­zes auch den zi­vi­len Ver­kehr.

3 Die Trup­pe muss die Zu­stim­mung der zi­vi­len Po­li­zei ein­ho­len, wenn sie den Ver­kehr zu Aus­bil­dungs­zwe­cken oder bei Licht­si­gna­len re­geln will.

4 Die mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­for­ma­tio­nen sind ins­be­son­de­re zu­stän­dig für die Ver­kehrs­or­ga­ni­sa­ti­on von Ver­schie­bun­gen und Trans­por­ten so­wie für die Ver­kehrs­über­wa­chung.

5 Die Ver­kehrs­re­ge­lungs­or­ga­ne tra­gen die be­son­de­re Si­cher­heits­aus­rüs­tung.

Art. 76 Militärpolizei  

1 Die Mi­li­tär­po­li­zei sorgt all­ge­mein für Si­cher­heit im mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­ver­kehr. Sie ist ins­be­son­de­re zu­stän­dig für:

a.
die Durch­füh­rung der ver­kehrs­po­li­zei­li­chen Kon­trol­len;
b.
die Kon­trol­le der zi­vi­len Mo­tor­fahr­zeu­ge, wel­che durch An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee im Mi­li­tär­dienst ge­führt wer­den;
c.
Tat­be­stands­auf­nah­me bei mi­li­tä­ri­schen Ver­kehrs­un­fäl­len.

2 Zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben hat die Mi­li­tär­po­li­zei die Be­fug­nis­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 54 SVG.

3 Ge­gen­über zi­vi­len Stras­sen­be­nüt­zern und Stras­sen­be­nüt­ze­rin­nen schrei­tet die Mi­li­tär­po­li­zei nur ein, falls die­se ei­ne Ge­fahr für den Ver­kehr dar­stel­len. Sie zieht so­fort die zu­stän­di­ge zi­vi­le Po­li­zei bei.

Art. 77 Meldungen  

Die Po­li­zei­or­ga­ne mel­den Wi­der­hand­lun­gen ge­gen Stras­sen­ver­kehrs­vor­schrif­ten von mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­be­nüt­zern dem Kom­man­dan­ten oder der Kom­man­dan­tin der Fehl­ba­ren.

Art. 78 Feststellung der Fahrunfähigkeit; Blut-, Urinproben und andere Vortests 156  

1 Ist die Ab­nah­me ei­ner Blut- oder Urin­pro­be oder ein an­de­rer Vor­test er­for­der­lich, so kön­nen die Mi­li­tär­po­li­zei, die Or­ga­ne der Mi­li­tär­jus­tiz oder der Trup­pen­kom­man­dant oder die Trup­pen­kom­man­dan­tin die­se Mass­nah­men an­ord­nen.

2 Muss ei­ne Pro­be oder ein Vor­test ge­gen den Wil­len der be­trof­fe­nen Per­son ab­ge­nom­men be­zie­hungs­wei­se durch­ge­führt wer­den, so ist al­lein der mi­li­tä­ri­sche Un­ter­su­chungs­rich­ter oder die mi­li­tä­ri­sche Un­ter­su­chungs­rich­te­rin für die An­ord­nung der Mass­nah­me zu­stän­dig.

3 Die Ab­nah­me ei­ner Blut- oder Urin­pro­be oder die Durch­füh­rung ei­nes an­de­ren Vor­tests er­folgt aus­sch­liess­lich durch einen Trup­pen- oder Zi­vil­arzt oder ei­ne Trup­pen- oder Zi­vi­lärz­tin. Die­ser oder die­se sorgt da­für, dass die Pro­be ei­nem vom ASTRA an­er­kann­ten In­sti­tut zur Ana­ly­se zu­ge­stellt wird.

156 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

8. Kapitel: Verkehrsunfälle

1. Abschnitt: Sicherstellen von Beweismitteln; Beizug von Polizei und Militärjustiz

Art. 79 Fahrtschreiber 157  

1 Bei je­dem nach Ar­ti­kel 83 zu mel­den­den Ver­kehrs­un­fall muss, falls ein Fahrt­schrei­ber vor­han­den ist, auf der Un­fall­stel­le vor der Fahr­zeug­ber­gung oder
-ver­schie­bung der Da­ten­trä­ger oder das Ein­la­ge­blatt des Fahrt­schrei­bers si­cher­ge­stellt wer­den.158

2 Für die Aus­wer­tung sind die­se un­ver­züg­lich an die Mi­li­tär­po­li­zei zu sen­den.159

3 Die Trup­pe ist ver­ant­wort­lich, dass vor der Wei­ter­ver­wen­dung des Fahr­zeu­ges, spä­tes­tens je­doch nach 48 Stun­den, ein neu­er Da­ten­trä­ger ein­ge­baut wird.

157 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

158 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

159 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

Art. 80 Beizug des militärischen Untersuchungsrichters oder der militärischen Untersuchungsrichterin und der Polizei 160  

1 Der mi­li­tä­ri­sche Un­ter­su­chungs­rich­ter oder die mi­li­tä­ri­sche Un­ter­su­chungs­rich­te­rin und die mi­li­tä­ri­sche oder die zi­vi­le Po­li­zei sind zwin­gend bei­zu­zie­hen, wenn bei ei­nem Ver­kehrs­un­fall oder ei­nem Scha­den­fall mit Mi­li­tär­fahr­zeu­gen:

a.
Per­so­nen er­heb­lich ver­letzt oder ge­tö­tet wur­den;
b.
der Sach­ver­halt un­klar oder be­strit­ten ist;
c.
grob­fahr­läs­si­ge oder vor­sätz­li­che Hand­lungs­wei­sen ver­mu­tet wer­den;
oder
d.
die Ge­samt­scha­den­sum­me 50 000 Fran­ken über­steigt.

2 Die mi­li­tä­ri­sche oder die zi­vi­le Po­li­zei ist auch dann zwin­gend bei­zu­zie­hen, wenn die Ge­samt­scha­den­sum­me min­des­tens 5000 Fran­ken be­trägt.

160 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

2. Abschnitt: Schadenregulierung161

161 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Juni 2013, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2013 1801).

Art. 81  

1 Die Scha­den­re­gu­lie­rung er­folgt durch das Scha­den­zen­trum VBS. Bei der be­wil­lig­ten dienst­li­chen Ver­wen­dung von Pri­vat­fahr­zeu­gen er­folgt die Scha­den­re­gu­lie­rung vor­gän­gig über die pri­va­te Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung.

2 Das Scha­den­zen­trum VBS ent­schei­det ers­tin­stanz­lich über Rück­grif­fe und Scha­dens­be­tei­li­gun­gen ge­gen­über An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee aus Scha­den­fäl­len im Zu­sam­men­hang mit Mi­li­tär­fahr­zeu­gen.

3 Fahr­zeug­füh­rer oder Fahr­zeug­füh­re­rin­nen dür­fen kei­ne Schuld­an­er­ken­nung un­ter­schrei­ben.

Art. 82  

Auf­ge­ho­ben

3. Abschnitt: Meldewesen und Instandsetzung

Art. 83 Unfall- und Schadenmeldungen 162  

1 Ver­kehrs­un­fäl­le und Scha­den­fäl­le sind stets der vor­ge­setz­ten Per­son zu mel­den.

2 Die vor­ge­setz­te Per­son lei­tet Mel­dun­gen über Ver­kehrs­un­fäl­le und Scha­den­fäl­le in­nert fünf Ta­gen mit­tels des For­mu­lars «Un­fall­mel­dung/Scha­den­an­zei­ge» an das Scha­den­zen­trum VBS wei­ter.163

3 Sind An­ge­hö­ri­ge der Ar­mee ver­letzt oder ge­tö­tet wor­den, so lei­tet sie die Mel­dung um­ge­hend auch an die Mi­li­tär­ver­si­che­rung wei­ter.164

4 Bei der dienst­li­chen Ver­wen­dung von Pri­vat­fahr­zeu­gen hat der Fahr­zeug­füh­rer oder die Fahr­zeug­füh­re­rin zu­dem die ei­ge­ne Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung zu in­for­mie­ren.

162 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

163 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

164 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

Art. 84165  

165 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 85 Schwere Unfälle; Benachrichtigung der Angehörigen  

1 Bei schwe­ren Un­fäl­len mit Mi­li­tär­fahr­zeu­gen ist zu­sätz­lich zum Bei­zug der Per­so­nen und Stel­len nach Ar­ti­kel 80 und zu den Mel­dun­gen nach Ar­ti­kel 83 ei­ne ers­te Mel­dung so­fort te­le­fo­nisch an die Pi­kett­stel­le des VBS zu er­stat­ten und mit­tels ent­spre­chen­dem For­mu­lar um­ge­hend zu be­stä­ti­gen.166

2 Der zu­stän­di­ge Kom­man­dant oder die zu­stän­di­ge Kom­man­dan­tin ist für die un­ver­züg­li­che Be­nach­rich­ti­gung der An­ge­hö­ri­gen von ver­letz­ten oder ge­tö­te­ten Mi­li­tär­per­so­nen ver­ant­wort­lich.

166 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 86167  

167 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

Art. 87 Instandsetzung 168  

Die be­schä­dig­ten Mi­li­tär­fahr­zeu­ge dür­fen frü­he­s­tens nach Ab­lauf ei­ner War­te­frist von 14 Ta­gen re­pa­riert wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben an­ders­lau­ten­de Wei­sun­gen der Un­ter­su­chungs­or­ga­ne, des SVSAA oder des Scha­den­zen­trums VBS.

168 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1801).

9. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 88 Vollzug 169  

1 Die LBA er­lässt die zum Voll­zug die­ser Ver­ord­nung not­wen­di­gen Wei­sun­gen.

2 Wir­ken sich Wei­sun­gen auf den zi­vi­len Ver­kehr aus, so holt sie vor­gän­gig die Zu­stim­mung des ASTRA ein.

169 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

Art. 89 Aufhebung bisherigen Rechts  

Die Ver­ord­nung vom 17. Au­gust 1994170 über den mi­li­tä­ri­schen Stras­sen­ver­kehr (VMSV) wird auf­ge­ho­ben.

170 [AS 1994 2211, 1996 158, 1997 2779Ziff. II 29, 1998 1796Art. 1 Ziff. 1]

Art. 90 Änderung bisherigen Rechts  

Die nach­ste­hen­den Ver­ord­nun­gen wer­den wie folgt ge­än­dert:

...171

171 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 2004 945kon­sul­tiert wer­den.

Art. 91 Übergangsbestimmungen  

1 Der mi­li­tä­ri­sche eo­sin­ro­te Füh­rer­aus­weis be­hält sei­ne Gül­tig­keit.

2–4 ...172

5 Vor dem 1. Ja­nu­ar 1995im Ver­kehr ge­setz­te Mi­li­tär­an­hän­ger wer­den nicht mit ei­nem Un­ter­leg­keil aus­ge­rüs­tet.

6 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge, die vor dem 1. Ju­li 1983 erst­mals zum Ver­kehr zu­ge­las­sen wur­den, müs­sen nicht nach­ge­rüs­tet wer­den. Nach bis­he­ri­gem Recht ver­füg­te Zu­las­sun­gen be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit.

7 Für be­reits im Ver­kehr ste­hen­de Mi­li­tär­an­hän­ger muss der Fahr­zeu­g­aus­weis nicht mit­ge­führt wer­den, so­fern die zu­läs­si­gen Zug­fahr­zeu­ge und die er­laub­te Höchst­ge­schwin­dig­keit auf ei­ner Ta­fel am An­hän­ger ver­merkt sind. Der Aus­weis wird bei der Ab­ga­be­stel­le des An­hän­gers hin­ter­legt.

172 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

Art. 91a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
12. November 2008
173  

1 Al­le ge­pan­zer­ten Rad­fahr­zeu­ge der Ar­mee, wel­che ab dem 1. Ja­nu­ar 2004 erst­mals in Ver­kehr ge­setzt wur­den, sind bis am 31. De­zem­ber 2010 mit ei­nem Da­ten­auf­zeich­nungs­ge­rät oder Fahrt­schrei­ber aus­zu­rüs­ten.

2 Mi­li­tär­fahr­zeu­ge, die vor dem 1. Ja­nu­ar 2000 in Ver­kehr ge­setzt wur­den, be­nö­ti­gen für Ge­fahr­gut­trans­por­te im Stück­gut­ver­kehr kei­ne Zu­las­sungs­be­schei­ni­gung ge­mä­ss ADR174.

3 ...175

4 Per­so­nen­wa­gen 8 Plät­ze PUCH/MBG so­wie Mi­li­tär­fahr­zeu­ge der Klas­se N2, die vor dem 1. März 2006 in Ver­kehr ge­setzt wur­den und mit quer zur Fahrtrich­tung an­ge­ord­ne­ten Sitz­bän­ken aus­ge­rüs­tet sind, müs­sen nicht mit Be­cken­gur­ten nach­ge­rüs­tet wer­den.

173 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5653).

174 SR 0.741.621

175 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Mai 2015, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1695).

Art. 91b Übergangsbestimmung zur Änderung vom
27. Mai 2015
176  

So­fern nicht an­ders im Fahr­zeu­g­aus­weis spe­zi­fi­ziert, kön­nen Mi­li­tär­fahr­zeu­ge mit Kom­pres­si­ons­zün­dung über 3,5 Ton­nen Ge­samt­ge­wicht, Wech­se­lauf­bau­an­hän­ger 9,6 Ton­nen zwei­ach­sig Lanz+Mar­ti mit C625-Auf­bau so­wie Sachen­trans­port­an­hän­ger der Ty­pen 85 und 87 al­le­samt mit Pla­ne bis 31. De­zem­ber 2022 als EX/II-Be­för­de­rungs­ein­hei­ten ge­mä­ss ADR177 ver­wen­det wer­den.

176 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Mai 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1695).

177 SR 0.741.621

Art. 91c Übergangsbestimmung zur Änderung vom
16. November 2016
178  

1 Fahr­be­rech­ti­gun­gen, für wel­che gel­be Fahr­aus­wei­se aus­ge­stellt wur­den, kön­nen bis spä­tes­tens 31. De­zem­ber 2017 in mi­li­tä­ri­sche Fahr­be­rech­ti­gun­gen nach neu­em Recht um­ge­tauscht wer­den.

2 Da­nach ver­lie­ren sie ih­re Gül­tig­keit.

178 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4423).

Art. 91d Übergangsbestimmung zur Änderung vom
13. Februar 2019
179  

Mi­li­tär­kon­troll­schil­der, die nicht den An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 43a ent­spre­chen, kön­nen noch bis zum 30. Ju­ni 2019 ver­wen­det wer­den.

179 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2019, in Kraft seit 15. März 2019 (AS 2019 771).

Art. 92 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. März 2004 in Kraft.

Anhang 1 180

180 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 14. Juni 2013 (AS 2013 1801). Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 1 der V vom 27. Mai 2015 (AS 2015 1695), vom 16. Nov. 2016 (AS 2016 4423), Anhang 11 Ziff. 2 der Strahlenschutzverordnung vom 26. April 2017 (AS 2017 4261), Ziff. II Abs. 1 der V vom 13. Febr. 2019 (AS 2019 771) und V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

(Art. 41 Abs. 2 und 58)

Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter

Teil 1 Allgemeine Vorschriften

1100 Geltungsbereich und Anwendbarkeit

1101 Die Klassifizierung und die Beförderung gefährlicher Güter richten sich grundsätzlich nach der Verordnung vom 29. November 2002181 über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse (SDR).

1102 Die Anhänge 1 und 2 der vorliegenden Verordnung gelten für:

a.
die Truppe im Militärdienst, wenn diese im Sinne von Kapitel 1.4 ADR182 als Absenderin, Beförderin, Empfängerin, Verladerin, Verpackerin oder Entladerin von gefährlichen Gütern beteiligt ist;
b.
militärisches Personal sowie Fachlehrer und Fachlehrerinnen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit gefährliche Güter mit Militärfahrzeugen befördern;
c.
ziviles Personal der Gruppe Verteidigung, das in Erfüllung seiner Aufgaben gefährliche Güter mit Bundesfahrzeugen befördert.

1103 Die Anhänge 1 und 2 gelten nicht:

a.
auf ausländischem Hoheitsgebiet;
b.
für Beförderungen durch zivile Leistungserbringer;
c.
im Rahmen ausserdienstlicher Tätigkeiten;
d.
wenn gefährliche Güter befördert werden, die in Anhang 2 nicht aufgeführt sind, ausgenommen neubeschaffte Munition;
e.
für den Verkehr mit Abfällen, namentlich Sonder- und anderen kontrollpflichtigen Abfällen, zu zivilen Entsorgungsunterneh­men im Sinne der Verordnung vom 22. Juni 2005183 über den Verkehr mit Abfällen.

1104 Beförderungen von gefährlichen Gütern, die nicht unter den Geltungsbereich der Anhänge 1 und 2 fallen, unterstehen grundsätz­lich den zivilen Transportvorschriften. Diese können allenfalls durch nationale oder internationale Bestimmungen ergänzt werden, zum Beispiel durch Verständigungsprotokolle (MOU), Einsatz- und Verhaltensregeln (ROE/ROB), multilaterale Übereinkommen oder zeitlich begrenzte Verfügungen bzw. Ausnahmebewilligungen, die von den zuständigen nationalen Behörden gewährt wer­den.

1105 Militärfahrzeuge mit festverbundenen Tanks (Tankfahrzeuge), Aufsetztanks, Tankcontainern, Tankwechselaufbauten (Tankwech­selbehälter), ortsbewegliche Tanks sowie Batterie-Fahrzeuge und Gascontainer mit mehreren Elementen (MEGC) sowie die Führer und Führerinnen solcher Fahrzeuge sind der SDR und dem ADR unterstellt.

1106 Das SVSAA kann mit Zustimmung des ASTRA Ausnahmen bewilligen, namentlich von den Vorschriften über die Art der Beför­derung des Gutes, die zu verwendenden Fahrzeuge sowie die Kennzeichnung der Versandstücke, Container, Fahrzeuge und Aggregate.

1200 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

1201 Die Vorschriften der Anhänge 1 und 2 gelten nicht für:

a.
Beförderungen von Maschinen oder Geräten, die in ihrem inneren Aufbau oder in ihren Funktionselementen gefährliche Güter enthalten, vorausgesetzt, es werden Massnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern;
b.
Notfallbeförderungen zur Rettung menschlichen Lebens oder zum Schutz der Umwelt, vorausgesetzt, es werden alle Mass­nahmen zur völlig sicheren Durchführung dieser Beförderungen getroffen;
c.
Beförderungen von Gütern der Klasse 1, die als Bestandteil des Waffensystems gelten und zum Einsatz von Bordwaffen dienen;
d.
Beförderungen von gefährlichen Gütern, mit denen die Fahrzeugbesatzung und Mitfahrende ausgerüstet sind, vorausgesetzt, die mitgeführten gefährlichen Güter sind für den unmittelbaren Einsatz dieser Fahrzeuginsassen vorgesehen.

1300 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Gasen

1301 Die Vorschriften der Anhänge 1 und 2 gelten nicht für Beförderungen von:

a.
Gasen der Gruppen A und O, wenn der Druck des Gases im Gefäss oder Tank bei einer Temperatur von 20 °C höchstens 200 kPa (2 bar) beträgt und das Gas kein verflüssigtes oder tiefgekühlt verflüssigtes Gas ist; das schliesst jede Art von Gefäss oder Tank ein, z.B. auch Maschinen- und Apparateteile;
b.
Gasen in Ausrüstungsteilen des Fahrzeuges oder seines Aufbaus;
c.
Gasen in Kraftstoffbehältern von beförderten Fahrzeugen. Der Betriebshahn zwischen dem Kraftstoffbehälter und dem Motor muss geschlossen und der elektrische Kontakt muss unterbrochen sein.

1400 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von flüssigen Kraftstoffen

1401 Die Vorschriften der Anhänge 1 und 2 gelten nicht für Beförderungen von:

a.
Kraftstoff, der zum Antrieb des Fahrzeuges oder zum Betrieb seiner Einrichtungen dient, namentlich in tragbaren Reserve­kraftstoffbehältern (Kanister), die auf der Beförderungseinheit in dafür vorgesehenen Einrichtungen befestigt sind;
b.
Kraftstoff in Behältern von als Ladung beförderten Fahrzeugen, Baugeräten oder anderen Beförderungsmitteln (wie Boote), wenn er für den Antrieb oder zum Betrieb einer ihrer Einrichtungen dient, sowie entsprechender Reservekraftstoff in tragbaren Behältern wie Kanistern, die in dafür vorgesehenen Einrichtungen befestigt sind.

1500 Freistellung im Zusammenhang mit der Beförderung von Einrichtungen zur Speicherung und Erzeugung elektrischer Energie

1501 Die Vorschriften der Anhänge 1 und 2 gelten nicht für Einrichtungen zur Speicherung und Erzeugung elektrischer Energie (z.B. Lithiumbatterien, elektrische Kondensatoren, asymmetrische Kondensatoren, Metallhydrid-Speichersysteme, Brennstoffzellen):

a.
die in Fahrzeugen eingebaut sind, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, und die für deren Antrieb oder den Betrieb einer ihrer Einrichtungen dienen;
b.
die in einem Gerät für dessen Betrieb enthalten sind, das während der Beförderung verwendet wird oder für die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. tragbarer Rechner).

1600 Freistellungen in Zusammenhang mit Mengen, die je Beförderungseinheit befördert werden

1601 Sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, gelten in Anhang 2 folgende Masseinheiten:

a.
für Gegenstände: die Gesamtmasse in kg der Gegenstände ohne ihre Verpackungen (für Gegenstände der Klasse 1: die Nettomasse des explosiven Stoffes in kg);
b.
für feste Stoffe, verflüssigte Gase, tiefgekühlt verflüssigte Gase und gelöste Gase: die Nettomasse in kg;
c.
für flüssige Stoffe: die Gesamtmenge der enthaltenen gefährlichen Güter in Liter.

1602 Wenn gefährliche Güter in derselben Beförderungseinheit befördert werden, darf die Summe der Menge der Stoffe und Gegenstände, multipliziert mit dem jeweiligen Faktor des gefährlichen Gutes in Anhang 2 Spalte 8, 1000 (Freigrenze) nicht überschreiten.

1603 Gefährliche Güter, die nach den Ziffern 1200–1501 freigestellt sind, bleiben in der Berechnung nach Ziffer 1602 unberücksichtigt.

1604 Wenn die nach Ziffer 1602 berechneten Werte nicht überschritten werden, dürfen gefährliche Güter in Versandstücken in derselben Beförderungseinheit befördert werden, ohne dass nachfolgende Vorschriften von Anhang 1 anzuwenden sind:

a.
Ziffer 1701;
b.
Teil 8 mit Ausnahme der Ziffern 8101, 8106, 8110–8112, 8205, 8301–8303 und 8305–8403;
c.
Teil 9;
d.
Teil 10, Tabelle 10B.

1700 Beförderungseinschränkungen durch die zuständigen Behörden

1701 Fahrzeuge, die gefährliche Güter über der Freigrenze befördern, dürfen in den mit dem Signal «Tunnel» (Art. 45 Abs. 3 und Anhang 2 Ziff. 4.07 der Signalisationsverordnung vom 5. Sept. 1979184; SSV) bezeichneten Tunnels nur auf dem rechten Fahrstreifen verkehren.

1702 Bestimmte, entsprechend signalisierte Strassenstrecken (Anhang 2 Ziff. 2.10.1 Signal «Verbot für Fahrzeuge mit gefährlicher Ladung», 2.11 Signal «Verbot für Fahrzeuge mit wassergefährdender Ladung» und Art. 19 Abs. 1 SSV) dürfen von Fahrzeugen mit gefährlichen Gütern nicht oder nur beschränkt befahren werden. Diese Strecken sowie die damit verbundenen Beschränkungen sind in Teil 10, Tabellen 10A und 10B, sowie in Anhang 2 dieser Verordnung enthalten.

1703 Bei einer Überschreitung der vorgeschriebenen Grenzen für die freie Durchfahrt durch die in Teil 10, Tabelle 10B, aufgeführten Tunnels kann das SVSAA in besonderen Härtefällen und im Einvernehmen mit den zuständigen zivilen Behörden eine Einzelbewilligung für die Beförderung gefährlicher Güter erteilen. Dabei können besondere betriebliche Massnahmen angeordnet werden (u.a. Durchfahrt während bestimmten Uhrzeiten, Durchfahrt in Konvois mit Begleitfahrzeugen oder Verwendung besonderer Warnvorrichtungen).

1800 Beförderung von radioaktiven Stoffen

1801 Armeematerial mit radioaktiven Stoffen, das gemäss SDR/ADR als frei­gestelltes Versandstück befördert werden kann, und Gegenstände, die nach Artikel 15 der Strahlenschutzverordnung vom 26. April 2017185 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zugelassen sind, unterliegen nicht den Transportvorschriften nach SDR/ADR, Klasse 7.

1802 In allen anderen Fällen, insbesondere wenn das Material nuklidspezifisch in einer Umgangsbewilligung des BAG aufgeführt ist, sind die Vorschriften der SDR/ADR, Klasse 7, zwingend einzuhalten. Beförderungen dieser Art müssen mindestens 10 Tage im Voraus dem SVSAA gemeldet werden.

1900 Bewilligungsregelungen für Beförderungen nach den Ziffern 1703–1802 und Kontrollen

1901 Der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin muss die vom SVSAA ausgestellte Bewilligung vom Verladeort bis zum Bestimmungsort mit sich führen.

Behörde, die das Visum bzw. die Bewilligung erteilt

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt der Armee (SVSAA)

CH-3003 Bern

Innerhalb der Bürozeiten Tel. +41 (0)58 464 29 06 oder +41 (0)58 464 10 43

Ausserhalb der Bürozeiten Fax +41 (0)58 463 37 88 oder Mobile +41 (0)79 211 69 46

+41 (0)79 211 11 31

Teil 2 Klassifizierung

2100 Die Klassifizierung gefährlicher Güter (Zuordnung der UN-Nr., der Klassifizierungscodes und der allfälligen Verpackungsgrup­pen) richtet sich nach dem ADR.

Teil 3 Verzeichnis der gefährlichen Güter und Sondervorschriften

3100 Die gefährlichen Güter mit den entsprechenden Sondervorschriften sind in Anhang 2 aufgeführt.

Teil 4 Vorschriften für die Verwendung von Verpackungen und Tanks

4100 Gefährliche Güter dürfen nur in bauartgeprüften Original- oder Ordonnanzverpackungen wie Kanistern, Fässern, Kisten, Flaschen oder Druckgefässen befördert werden, in denen sie übergeben wurden oder die dafür zur Verfügung gestellt worden sind. Müll- oder Hülsensäcke gelten nicht als bauartgeprüfte Verpackungen; sie dürfen namentlich nicht für den Rückschub von unverbrauch­ter Munition verwendet werden. Undichte oder beschädigte Verpackungen dürfen nicht mehr verwendet werden.

4200 Abweichend von den Bestimmungen der SDR und des ADR dürfen ungereinigte, leere Kraftstofftanks für Luftfahrzeuge der Luftwaffe, die Kerosin (UN 1223) oder Düsenkraftstoff (UN 1863, VG III) enthalten haben, wie folgt befördert werden:

a.
Der Fassungsraum jedes Tanks übersteigt nicht 1500 Liter.
b.
Die Tanks sind zylindrische Behälter aus einer Aluminiumlegierung mit einer Wanddicke von 2–3 mm, mit verschliess­baren Befüllöffnungen und oben liegenden Entleerungsstutzen. Sie sind nicht den Vorschriften über die Verwendung, den Bau, die Ausrüstung, die Zulassung des Baumusters, die Prüfung und die Kennzeichnung nach den Kapiteln 4.3 und 6.8 SDR/ADR unterstellt.
c.
Zum Transport sind die Entleerungsstutzen mit Gummikappen oder mittels Verschlusseinrichtungen dicht verschlossen.
d.
Die Tanks sind in stapelbaren Transportrahmen oder -umschliessungen so befestigt, dass sie sich unter normalen Beförde­rungsbedingungen nicht lösen oder bewegen können.
e.
Die Tanks werden mit dicht verschlossenen Tanköffnungen oder, sofern dies möglich ist, in gedeckten Fahrzeugen oder in bedeckten Fahrzeugen mit ausreichender Belüftung befördert.
f.
Die Aussenwände der Tanks oder ihrer Transportrahmen oder -umschliessungen sind auf beiden Längsseiten sowie vorne und hinten nach Absatz 5.3.1.7.3 und Abschnitt 5.3.6 SDR/ADR zu kennzeichnen.
g.
Sind die nach Buchstabe «f» angebrachten Kennzeichnungen ausserhalb des Fahrzeugs nicht sichtbar, so müssen dieselben Grosszettel (Placards) und Kennzeichen auch auf beiden Längsseiten und hinten am Fahrzeug angebracht werden. Vorne und hinten an der Beförderungseinheit muss sich in jedem Fall eine orangefarbene Tafel ohne Kennzeichnungsnummer entsprechend Absatz 5.3.2.1.1 SDR/ADR befinden.
h.
Die Angabe im Beförderungspapier lautet:
«Leerer Kraftstofftank für Luftfahrzeuge, letztes Ladegut: UN 1223 Kerosin, 3, III, (D/E) UMWELTGEFÄHRDEND» oder

«Leerer Kraftstofftank für Luftfahrzeuge, letztes Ladegut: UN 1863 Düsenkraftstoff, 3, III, (D/E) UMWELT­GEFÄHRDEND».
Alle übrigen Vorschriften der SDR und des ADR bleiben anwendbar.

4300 Abweichend von den Bestimmungen der SDR und des ADR, dürfen aufmunitionierte Mun-Loader F18 der Luftwaffe wie folgt befördert werden:

a.
Die Munitionstrommel darf nur mit UN0328 PATRONEN FÜR WAFFEN, MIT INERTEM GESCHOSS (20MM FLZ KANN 92 UPAT 97), 1.2C oder UN0339 PATRONEN FÜR WAFFEN, MIT INERTEM GESCHOSS (20MM FLZ KANN 92 MZWK PAT), 1.4C bestückt werden.
b.
In den Zufuhrschienen ist keinerlei Munition erlaubt.
c.
Aufmunitionierte Mun-Loader F18 sind gemäss Kapitel 5.2 SDR/ADR mit UN-Nummer, Benennung und Gefahrzettel zu kennzeichnen.
d.
Aufmunitionierte Mun-Loader F18 sind mit der speziell angefertigten Schutzplane zu decken. Die Plane ist auf beiden Längs­seiten mit den Aufschriften «UMVERPACKUNG» sowie den entsprechenden Gefahrzetteln 1.2C und den Be­schriftungen «UN0328 PATRONEN FÜR WAFFEN, MIT INERTEM GESCHOSS/CARTOUCHES À PROJECTILE INERTE POUR ARMES» beziehungsweise mit den Gefahrzetteln 1.4C und den Beschriftungen «UN0339 PATRONEN FÜR WAFFEN, MIT INERTEM GESCHOSS/CARTOUCHES À PROJECTILE INERTE POUR ARMES» zu versehen.
e.
Die Druckgasflaschen (Nenninhalt je 33 Liter) mit UN1066 STICKSTOFF, VERDICHTET müssen geleert sein. Die Ven­tile müssen offen bleiben, die Flaschenschultern sind mit einer Abdeckung zu versehen, die die Aufschrift «Flasche leer, Ventil offen/Bouteille vide, valve ouverte» trägt. Volle oder teilweise gefüllte Druckgasflaschen sind zu entfernen, mit Ventilschutzkappen zu versehen und gesichert in einem separaten Fahrzeug zu befördern.
f.
Aufmunitionierte Mun-Loader F18 sind in bedeckten oder gedeckten Fahrzeugen zu befördern, die gemäss Kapitel 5.3 SDR/ADR mit Grosszetteln (Placards) auf beiden Längsseiten und hinten am Fahrzeug gekennzeichnet sind. Vorne und hinten an der Beförderungseinheit muss sich eine orangefarbene Tafel ohne Kennzeichnungsnummer entsprechend Absatz 5.3.2.1.1 SDR/ADR befinden.
g.
Die Angabe im Beförderungspapier nach Absatz 5.4.1.1.1 e) SDR/ADR lautet «Mun Loader F18».
Alle übrigen Vorschriften der SDR und des ADR bleiben anwendbar.

Teil 5 Vorschriften für den Versand

5100 Wer gefährliche Güter versendet, muss sich vergewissern, dass der Transport zu den in dieser Verordnung verlangten Bedingungen ausgeführt wird, insbesondere was die Verpackung, das Zusammenladeverbot, das Mitführen der schriftlichen Weisungen und allenfalls des Beförderungspapiers betrifft.

5200 Kennzeichnung und Bezettelung

5201 Munition in Originalverpackungen darf ohne Kennzeichnung und Bezettelung nach den Abschnitten 5.2.1 und 5.2.2 SDR/ADR befördert werden.

5202 Abweichend zur SDR und zum ADR können Güter der Klasse 1 in der Armee mit folgenden Gefahrzetteln gekennzeichnet werden:

1.1B
für die Verträglichkeitsgruppe B der Unterklassen 1.1, 1.2 und 1.4;
1.1E
für die Verträglichkeitsgruppen C, D, E und G der Unterklasse 1.1;
1.2E
für die Verträglichkeitsgruppen C, D, E und G der Unterklassen 1.2 und 1.4, die Verträglichkeitsgruppen C und G der Unterklasse 1.3 sowie die Verträglichkeitsgruppe S der Unterklasse 1.4.

5203 Gefährliche Güter der Klasse 1 können auch in der Armee mit Gefahrzetteln nach Kapitel 5.2 SDR/ADR versehen werden.

5204 Beim Rückschub von leeren, gereinigten Verpackungen oder Umverpackungen, die Güter der Klasse 1 enthalten haben, müssen die Gefahrgutkennzeichnung (UN-Nummer und Benennung) und -bezettelung (Gefahrzettel) entfernt, abgedeckt oder durchgestri­chen werden. Das Abdecken ist auch dann gewährleistet, wenn die leeren Verpackungen auf Paletten gestapelt und gebunden werden, sodass die Gefahrgutkennzeichnung und -bezettelung nach innen gerichtet und nach aussen nicht mehr sichtbar sind.

Teil 6 Bau- und Prüfvorschriften für Verpackungen und Tanks

6100 Die Bau- und Prüfvorschriften der SDR und des ADR für Verpackungen, Grosspackmittel (IBC), Grossverpackungen und Tanks gelten sinngemäss. Die armasuisse ist ermächtigt, Verpackungen zu prüfen. Sie kann mit Zustimmung einer nach Artikel 15 der Gefahrgutumschliessungsverordnung vom 31. Oktober 2012186 bezeichneten Konformitätsbewertungsstelle Ausnahmen von der SDR und vom ADR bewilligen.

Teil 7 Vorschriften für die Beförderung, die Be- und Entladung und die Handhabung

7100 Einzelne Teile einer Ladung gefährlicher Güter sind so anzuordnen und mit geeigneten Mitteln zu sichern, dass sie sich während der Fahrt nicht verschieben können.

7200 Zusammenladeverbote

7201 Die Zusammenladung richtet sich nach den Angaben der folgenden Tabelle.

Klasse 1

Klassen 2–9

LQ

(begrenzte Mengen)

Nahrungs-,

Genuss- und Futtermittel

Material

Personen

Klasse 1

Verträglich­keitsgruppe

B

C/D/E/G

H

S

B

1

4

3

C/D/E/G

1

4

2

3

H

4

3

S

4

3

Klassen 2–9

2

3

LQ

4

4

4

4

3

Zusammenladung verboten

Zusammenladung
zugelassen

1
Zusammenladung zugelassen, unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von mindestens 1 m.
2
Zusammenladung zugelassen, unter der Bedingung, dass Güter der Klasse 3 (entzündbare, flüssige Stoffe), Klasse 6.1 (giftige Stoffe), Klasse 6.2 (ansteckungsgefährliche Stoffe) und Klasse 9 mit einem Abstand von mindestens 1 m zu Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln befördert werden, auch wenn die Gefahr als Nebengefahr gekennzeichnet ist.
3
Zusammenladung zugelassen, vorausgesetzt, dass die mitgeführten gefährlichen Güter für den unmittelbaren Einsatz der Fahrzeuginsassen und -insassinnen vorgesehen sind und die Ladungssicherung gemäss Ziffer 7100 sowie eine ausreichende Belüftung des Fahrzeuginnenraums gewährleistet sind.
4
Die Zusammenladung von 591-4710 RSG 2000, 594-7910 MARK RSG 2000 sowie 594-7900 MARK SPRAY MARK RSG 2000 ist unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von mindestens 1 m zugelassen. Die Zusammenladung von übrigen in begrenzten Mengen verpackten gefährlichen Gütern mit allen Arten von explosiven Stoffen und Gegenständen mit Explosivstoff, ausgenommen solchen der Unterklasse 1.4, ist verboten.

7202 Das Zusammenladeverbot gilt nicht zwischen Zugfahrzeug und Anhänger.

7300 Begrenzungen für explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff

7301 Die gesamte Nettomasse in kg der explosiven Stoffe (oder, bei Gegenständen mit Explosivstoff, die gesamte Nettomasse des in allen Gegenständen enthaltenen Explosivstoffs), die in einer Beförderungseinheit befördert werden darf, ist entsprechend den Angaben der folgenden Tabelle begrenzt.

Unterklasse

1.1–1.3

1.4

Ungereinigte leere
Verpackungen

Verträglichkeitsgruppe

ausser 1.1A

ausser 1.4S

1.4S

Konventionelle Beförderungseinheiten

1 000 kg NEM

1 000 kg NEM

unbegrenzt

unbegrenzt

EX/II–Beförderungseinheiten

5 000 kg NEM

15 000 kg NEM

unbegrenzt

unbegrenzt

EX/III–Beförderungseinheiten

16 000 kg NEM

16 000 kg NEM

unbegrenzt

unbegrenzt

Für die Beschreibung von Fahrzeugen EX/II siehe Teil 9

7302 Werden Stoffe und Gegenstände verschiedener Unterklassen der Klasse 1 in eine Beförderungseinheit verladen und sind die Zusammenladeverbote der Ziffern 7200–7202 berücksichtigt, so ist die gesamte Ladung so zu behandeln, als ob sie zur gefährlichsten Unterklasse gehörte (nach der Reihenfolge 1.1, 1.2, 1.3, 1.4). Jedoch wird die Nettomasse von explosiven Stoffen der Verträglich­keitsgruppe S bei der Begrenzung der beförderten Mengen nicht berücksichtigt.

Teil 8 Vorschriften für die Fahrzeugbesatzungen, die Ausrüstung, den Betrieb der Fahrzeuge und die Dokumentation

8100 Allgemeine Vorschriften für die Beförderungseinheiten und das Bordgerät

8101 Für die Beförderung von gefährlichen Gütern in Versandstücken ist das Beförderungspapier nach Abschnitt 5.4.1 SDR/ADR nicht erforderlich, wenn die Truppe im Militärdienst als Absenderin auftritt.

8102 Für die Beförderung von gefährlichen Gütern in Militärfahrzeugen mit festverbundenen Tanks (Tankfahrzeuge), Aufsetztanks, Tankcontainern, Tankwechselaufbauten (Tankwechselbehälter), in ortsbeweglichen Tanks sowie in Batterie-Fahrzeugen und Gascontainern mit mehreren Elementen (MEGC) ist das Beförderungspapier nach Abschnitt 5.4.1 SDR/ADR immer notwendig.

8103 Bei Gefahrgutbeförderungen über der Freigrenze sind die schriftlichen Weisungen gemäss ADR in der Kabine der Fahrzeugbesat­zung an leicht zugänglicher Stelle mitzuführen.

8104 Die schriftlichen Weisungen sind vom Beförderer oder der Beförderin vor Antritt der Fahrt den Mitgliedern der Fahrzeugbesat­zung in deren Sprachen bereitzustellen.

8105 Der Beförderer oder die Beförderin hat darauf zu achten, dass jedes Mitglied der Fahrzeugbesatzung die Weisungen versteht und in der Lage ist, diese richtig anzuwenden.

8106 Vor Antritt der Fahrt müssen sich die Mitglieder der Fahrzeugbesatzung selbst über die geladenen gefährlichen Güter informieren und die schriftlichen Weisungen über die bei einem Unfall oder Notfall zu ergreifenden Massnahmen einsehen.

8107 Die Truppe im Militärdienst, militärisches Personal sowie Fachlehrer und Fachlehrerinnen, die gefährliche Güter in Versand­stücken über der Freigrenze befördern, sind nicht verpflichtet, die in den schriftlichen Weisungen aufgeführte persönliche Schutzausrüstung mitzuführen.

8108 Das Anbringen von orangefarbener Kennzeichnung und Grosszetteln (Placards) ist einzig auf Beförderungseinheiten mit festver­bundenen Tanks (Tankfahrzeuge), Aufsetztanks, Tankcontainern, Tankwechselaufbauten (Tankwechselbehälter), ortsbeweglichen Tanks, Batterie-Fahrzeugen und Gascontainern mit mehreren Elementen (MEGC) sowie mit loser Schüttung erforderlich.

8109 Sofern auf der gesamten Beförderungseinheit vorhanden, sind die orangefarbenen Tafeln bei Stückguttransporten grundsätzlich über der Freigrenze aufzuklappen. Abweichungen und Ausnahmen sind in Ziffer 8110 geregelt.

8110 In der ausserordentlichen Lage ist bei der Beförderung von gefährlichen Gütern in gedeckten oder bedeckten Fahrzeugen auf das Anbringen von Grosszetteln und die Kennzeichnung mit orangefarbenen Tafeln zu verzichten. In der normalen und der besonderen Lage ist der Armeestab aufgrund der Bedrohungs- oder Gefährdungslage befugt, das Anbringen sämtlicher Gefahrgutkennzeichnungen an gedeckten oder bedeckten Beförderungseinheiten befristet zu untersagen (Kapitel 1.10 SDR/ADR; Verhinderung von Diebstahl und Missbrauch).

8111 Kanisterfahrzeuge (rollende Betriebsstoffmagazine) mit mehr als 500 Liter Güter der Klasse 3 oder mehr als 25 ungereinigten leeren oder teilweise gefüllten Treibstoffkanistern müssen mindestens einen Feuerlöscher à 12 kg ABC–Pulver, einen Sack Ölbindemittel, eine Schaufel aus nicht funkenerzeugendem Material und zwei selbststehende Warnzeichen mitführen (z.B. reflektierende Kegel oder Warndreiecke oder orangefarbene Warnblinkleuchten, die von der elektrischen Ausrüstung des Fahrzeugs unabhängig sind).

8112 Die Standardausrüstung von militärischen Beförderungseinheiten muss nicht mit den in den Abschnitten 8.1.4 und 8.1.5 SDR/ADR erwähnten Ausrüstungsgegenständen (Feuerlöschausrüstung und sonstige Ausrüstung) ergänzt werden, wenn die Truppe im Militärdienst, militärisches Personal oder Fachlehrer und Fachlehrerinnen gefährliche Güter in Versandstücken befördern.

8200 Vorschriften für die Ausbildung der Fahrzeugführer und Fahrzeugführerinnen

8201 Wer Gefahrgut über der Freigrenze transportiert, muss eine entsprechende Schulung absolviert haben. Für die Beförderung gefährlicher Güter unter der Freigrenze genügt eine Unterweisung nach Kapitel 1.3 und Abschnitt 8.2.3 SDR/ADR.

8202 Die ADR-Schulungsbescheinigung nach Unterabschnitt 8.2.2.8 SDR/ADR zur Beförderung gefährlicher Güter in Versandstücken benötigen:

a.
Fahrzeugführer und Fahrzeugführerinnen, denen seit dem 1. Januar 2004 eine militärische Fahrberechtigung der Kategorie 930/930E erteilt worden ist und die im Militärdienst gefährliche Güter in Versandstücken über der Freigrenze in Fahrzeugen von mehr als 7,5 t Gesamtgewicht befördern;
b.
militärisches und ziviles Personal der Gruppe Verteidigung, das gefährliche Güter in Versandstücken über der Freigrenze befördert.

8203 Die ADR-Schulungsbescheinigung zur Beförderung gefährlicher Güter in Tanks benötigen Lenker und Lenkerinnen:

a.
von Fahrzeugen, mit denen gefährliche Güter in fest verbundenen Tanks oder Aufsetztanks mit einem Fassungsraum von mehr als 1 m3 befördert werden;
b.
von Batterie-Fahrzeugen mit einem Gesamtfassungsraum von mehr als 1 m3;
c.
von Fahrzeugen, mit denen gefährliche Güter in Tankcontainern, ortsbeweglichen Tanks oder MEGC mit einem Einzelfassungsraum von mehr als 3 m3 auf einer Beförderungseinheit befördert werden;
d.
von Fahrzeugen mit Kleinbetankungssystemen.

8204 Keine ADR- Schulungsbescheinigung im Militärdienst benötigen:

a.
Fahrzeugführer und Fahrzeugführerinnen, denen vor dem 1. Januar 2004 eine militärische Fahrberechtigung der Kategorie 930/930E erteilt worden ist und die gefährliche Güter in Versandstücken über der Freigrenze befördern;
b.
Lenker und Lenkerinnen von Fahrzeugen unter 7,5 t Gesamtgewicht, die gefährliche Güter in Versandstücken über der Freigrenze befördern;
c.
Truppenhandwerker und Truppenhandwerkerinnen, die Übungs- und Kontrollfahrten mit ungereinigten leeren Tanks oder Klein­betankungssystemen durchführen.
Diese Lenker und Lenkerinnen erhalten eine Ausbildung nach den Kapiteln 1.3 und 8.2.3 SDR/ADR.

8205 Die betroffenen Lehrverbände führen sämtliche Erst- oder Auffrischungsschulungen des Basiskurses und die Erst- oder Auf­­frischungsschulungen der Aufbaukurse sowie die dazugehörenden Prüfungen durch.

8206 (bleibt offen)

8207 Ungeachtet des Schulungsveranstalters behalten zivile, in der Schweiz ausgestellte ADR-Schulungsbescheinigungen in der Armee ihre volle Gültigkeit.

8208 Die Geltungsdauer der ADR-Schulungsbescheinigung ist auf 5 Jahre begrenzt und kann 12 Monate vor Ablaufdatum mit einer Auffri­schungsschulung und einer anschliessenden Kontrollprüfung auf weitere 5 Jahre verlängert werden. Die neue Geltungsdauer beginnt mit dem Ablaufdatum der vorherigen ADR-Schulungsbescheinigung.

8209 Kann die Auffrischungsschulung nicht rechtzeitig vor dem Ablaufdatum absolviert werden, so muss der Inhaber oder die Inhaberin der verfallenen ADR-Schulungsbescheinigung an einem kompletten Basiskurs sowie allfälligen Aufbaukursen teilnehmen und die Prüfungen bestanden haben.

8210 Für Fahrzeugführer und Fahrzeugführerinnen ist die Bestätigung in der «Ausbildungskontrolle für Motorfahrzeugführer» unter der Rubrik «ADR/SDR-Ausbildung» bis einen Monat nach Bestehen der entsprechenden Prüfung als Ersatz für die ADR-Schulungsbescheinigung gültig.

8300 Verschiedene Vorschriften, die von der Fahrzeugbesatzung zu beachten sind

8301 Das Öffnen eines Versandstücks mit gefährlichen Gütern durch die Fahrzeugbesatzung oder Mitfahrende ist während der Beförde­rung verboten. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind Lenker und Lenkerinnen:

a.
von Kanisterfahrzeugen (rollenden Betriebstoffmagazinen) nach Ziffer 8111;
b.
mit Berechtigung nach Ziffer 8203 und technischer Ausbildung am Fahrzeug mit Kleinbetankungssystem. Diese sind berechtigt, die Tankmodule (IBC) zwecks Betankung zu öffnen.

8302 Beim Transport und bei Ladearbeiten ist das Rauchen in den Fahrzeugen sowie in der Nähe von gefährlichen Gütern verboten.

8303 Entstehen durch einen Unfall Gefahren für Mitmenschen oder Umwelt, so ist die gefährdete Zone abzusichern und die zivilen Rettungsdienste sind zu alarmieren.

8304 Zusätzlich hat der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin die Massnahmen zu treffen, die in den schriftlichen Weisungen vorgeschrieben sind, sofern er oder sie dabei sich selbst oder Dritte nicht unnötigen Gefahren aussetzt.

8305 Mitfahrende sind zur Hilfeleistung beizuziehen.

8400 Vorschriften für die Überwachung der Fahrzeuge

8401 Das freiwillige Halten und Parken eines Fahrzeuges mit gefährlichen Gütern ist auf öffentlichen Strassen untersagt, wenn der Transport selbst es nicht erfordert (Beladen, Entladen, Kontrolle der Fahrzeuge oder der Ladung, gesetzlich vorgeschriebene Pausen, schlechte Witterungsverhältnisse). Beim notwendigen Halten und Parken ist die Überwachung des Fahrzeuges und der Ladung gemäss den Bestimmungen des Sicherungsorgans und in Abhängigkeit von der aktuellen Gefährdungslage sicherzustellen.

8402 Bei einer akuten Bedrohungs- oder Gefährdungslage kann der Armeestab zusätzliche Sicherungsvorschriften im Sinne von Kapitel 1.10 SDR/ADR erlassen. Ansonsten sind die in den Sicherungsplänen des Departementsbereichs Verteidigung aufgeführten Sicherungsmassnahmen umzusetzen.

8403 Für Güter der Klasse 1, welche aufgrund von Missbrauchs- und Diebstahlgefahr verschärften Sicherungsvorschriften unterliegen (in Anhang 2 Spalte 3 mit einem Stern versehen), gelten die in den entsprechenden Weisungen des Chefs der Armee festgelegten erhöhten Sicherungsvorschriften und -anordnungen.

8500 (bleibt offen)

8600 Strassentunnelbeschränkungen für die Durchfahrt von Fahrzeugen mit gefährlichen Gütern

8601 Die Vorschriften dieses Kapitels finden Anwendung, wenn die Durchfahrt von Fahrzeugen durch Strassentunnels gemäss Ziffer 1702 und Teil 10, Tabelle 10B, beschränkt ist.

8602 Die Beschränkungen für die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter durch Tunnels basieren auf dem im Anhang 2 Spalte 10 angegebenen Tunnelbeschränkungscode dieser Güter. Wenn anstelle eines der Tunnelbeschränkungscodes «–» angegeben ist, unterliegen die gefährlichen Güter keiner Tunnelbeschränkung.

8603 Wenn eine Beförderungseinheit gefährliche Güter enthält, denen unterschiedliche Tunnelbeschränkungscodes zugeordnet wurden, ist der gesamten Ladung der restriktivste dieser Tunnelbeschränkungscodes zuzuordnen.

8604 Gefährliche Güter, die in Übereinstimmung mit den Ziffern 1201 bis 1604 befördert werden, unterliegen nicht den Tunnelbeschränkungen und sind bei der Bestimmung des der gesamten Ladung einer Beförderungseinheit zuzuordnenden Tunnelbeschränkungscodes nicht zu berücksichtigen.

8605 Nachdem der der gesamten Ladung der Beförderungseinheit zuzuordnende Tunnelbeschränkungscode bestimmt worden ist, gelten folgende Beschränkungen für die Durchfahrt dieser Beförderungseinheit durch Tunnels:

Tunnel­beschränkungs­code
der gesamten Ladung

Beschränkung

B

Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien B, C, D und E.

B1000C

Beförderungen, bei denen die Nettoexplosivstoffmasse je Beförderungseinheit

– 1000 kg überschreitet: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien B, C, D und E;

– 1000 kg nicht überschreitet: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien C, D und E.

B/D

Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien B, C, D und E.

Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien D und E.

B/E

Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien B, C, D und E.

Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorie E.

C

Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien C, D und E.

C5000D

Beförderungen, bei denen die Nettoexplosivstoffmasse je Beförderungseinheit

– 5000 kg überschreitet: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien C, D und E;

– 5000 kg nicht überschreitet: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien D und E.

C/D

Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien C, D und E.

Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien D und E.

C/E

Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien C, D und E.

Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorie E.

D

Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien D und E.

D/E

Beförderungen in loser Schüttung oder in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorien D und E.

Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorie E.

E

Durchfahrt verboten durch Tunnels der Kategorie E.

Durchfahrt durch alle Tunnels gestattet.

Bem. Zum Beispiel ist die Durchfahrt einer Beförderungseinheit mit UN 0487 SIGNALKÖRPER, RAUCH (Heulpet), Klassifizie­rungscode 1.3G, Tunnelbeschränkungscode C5000D in einer Menge, die einer gesamten Nettoexplosivstoffmasse von 3000 kg entspricht, durch Tunnels der Kategorien D und E verboten.

Teil 9 Vorschriften für den Bau und die Zulassung der Fahrzeuge

9100 Militärfahrzeuge benötigen keinen Eintrag im Fahrzeugausweis als Nachweis einer erhöhten Haftpflichtversicherung.

9200 Sofern nicht anders im Fahrzeugausweis spezifiziert, gelten Militärmotorfahrzeuge mit Kompressionszündung (Dieselantrieb) über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, Wechselaufbauanhänger 9,6 Tonnen zweiachsig Lanz+Marti mit C625-Aufbau sowie Sachentrans­portanhänger des Typs 85 und 87 allesamt mit Plane als EX/II–Beförderungseinheiten und können als solche verwendet werden.

Teil 10 Strassenstrecken mit Beförderungseinschränkungen

10A Strassenstrecken in der Nähe geschützter Gewässer

Liste der Strassenstrecken, auf denen die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter verboten oder eingeschränkt ist (Anhang 2 Spalte 11).

AG

Baden/Dättwil, «Täfernstrasse» (Länge rd. 250 m);

AG

Frick–Oeschgen, «Oeschgerstrasse» (Länge rd. 600 m);

AG

Kantonsstrasse 335, «Brunnenrainstrasse», Teilstrecke «Berghof» (Punkt 663) bis «Liegenschaft Restaurant Waldegg»;

AG

Kantonsstrasse 420, Strecke zwischen Mülligen, Länge 400 m und Birmenstorf, Länge 500 m1;

AG

Reinach, «Brüggelmoosstrasse» (Länge 400 m);

AG

Spreitenbach, Gemeindestrasse «Müslistrasse» (Länge 250 m);

BE

Belp, Gürbebrücke–Verzweigung Auhaus/Giessenhof (Länge 1,3 km);

BE

Kantonsstrasse 1315, Gimmiz–Aarberg (Länge 3 km) inkl. Verzweigung Richtung Kappelen (Länge rd. 1 km);

BE

Neuenegg, Süri–Matzenried (Länge 1,5 km);

BE

Seedorf, Gemeindestrasse Räbhalen–Verzweigung Holteren/Ruchwil (Länge 300 m);

BL

Muttenz, «Rheinfelderstrasse» (Strecke zwischen Einmündung «Auhafen» und Anschluss Hagnau, Länge 2,4 km);

BS

Basel und Riehen, «Riehenstrasse»–«Äussere Baselstrasse» (Strecke zwischen «Fasanenstrasse/Allmendstrasse»
und «Rauracherstrasse», Länge rd. 1 km);

BS

Riehen, «Äussere Baselstrasse» (Strecke zwischen «Rauracherstrasse» und «Bäumlihofstrasse», Länge rd. 200 m)1;

BS

Riehen, «Rauracherstrasse» (Strecke zwischen «Äussere Baselstrasse» und «Bäumlihofstrasse», Länge rd. 200 m)1;

BS

Riehen, «Weilstrasse» (Strecke zwischen «Lörracherstrasse» und Zollamt «Weilstrasse», Länge rd. 800 m);

GE

Kantonsstrasse 75, Chemin de la Greube bis zum Kieswerk «Bois de Bay» (Länge 1,3 km)1, 2;

GE

Kantonsstrasse 80, Route de Veyrier bis zum Weiler Vessy (Länge 1,1 km)1, 2;

GE

Pont de la Fontenette2;

GE

Pont de Vessy2;

GE

Pont du Val d’Arve2;

GE

Route du Bout du Monde (Länge 600 m)1, 2;

GE

Route du Bout du Monde (Strecke zwischen Brücke und Weiler Vessy, Länge 800 m)2;

GE

Uferweg links der Rhone vom «Barrage de Verbois» Richtung «Moulin-de-Vert» (Länge 1,5 km)2;

GE

Uferweg rechts der Rhone von der «Route de Verbois» zum Werk von Verbois und zum Kieswerk von Russin (Länge 1 km)1, 2;

GE

Weg von der «Route de Peney» zur sog. «Maison Carrée» (Länge 1,2 km)1, 2.

NE

Kantonsstrasse 414, St-Martin–Sägewerk Debrot (Länge 1 km);

NE

Kantonsstrasse 2233, Strasse südlich von Boveresse bis nördlich von Môtiers, Bahnhofplatz (Länge 950 m)1;

SO

Grenchen, Grenchen–Romont, «Romontstrasse» (Länge 400 m);

SG

Verbindungsstrasse Valens–Vasön (Länge 2300 m);

TI

Chiasso «Via Soldini» (Strecke zwischen «Via Passeggiata» und «Via Interlenghi» Länge 200 m) und «Via Interlenghi»
(Strecke zwischen «Via Soldini» und «Via Vincenzo Vela» Länge 400 m);

TI

Mendrisio, Strecke «Via Pra Mag», «Via Laveggio», «Via Prati Maggi» bis Kreuzung «Via alla Rossa» (Länge 1,2 km);

TI

Mendrisio–Coldrerio, «Via Sant’Apollonia» (Länge 1,5 km);

VD

Kantonsstrasse 26, Le Brassus–Kreuzung Grand-Fuey (Länge 11 km)1;

VD

Kantonsstrasse 289, Orny–Bavois, par Entreroches (Länge 2200 m).

1
Zubringerdienst gestattet
2
Auf diesen Strassenstrecken ist die Beförderung solcher Flüssigkeiten nur mit Tankfahrzeugen verboten.

10B Strassenstrecken mit Tunnel: Liste der Strecken mit beschränkenden Kategorien

Kanton

Strassenstrecke
Nationalstrasse = N
Kantonsstrasse = KS

Tunnel

Tunnelkategorie
(1.9.5.2 ADR)

UR/TI

N2 Göschenen–Airolo

St. Gotthard

E

GR

N13 Thusis–Tessin

San Bernardino

E

TG

KS Frauenfeld

Kreisel Bahnhof Frauenfeld

E

TI

KS Bellinzona–Brissago

Mappo/Morettina

E

TI

KS Lugano

Vedeggio–Cassarate

E

VD

KS Crissier

Galerie du Marcolet

E

VS/Italien

KS Martigny–Aosta

Grosser St. Bernhard

E

Anhang 2 187

187 Fassung gemäss Ziff. II Abs. 2 der V vom 25. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6015).

(Art. 58)

Liste der zugelassenen Güter und Mengen

Klasse 1 – Explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff

Zeichenerklärung:

Beförderung gemäss den Bestimmungen des Sicherungsorgans und in Abhängigkeit von der aktuellen Gefährdungslage.
Bahntransport verboten

Gefahrgutdaten

Freigrenzenberechnung

Tunnel

Wasserschutz

ALN

UN-Nr.

Name und Beschreibung

Klasse

Klassifizierungscode

Gefahrzettel

Freigrenze bei Alleingut (kg)

Multiplikator

NEM pro Schuss oder Stück in kg

Tunnel­beschränkungscode

Fahrverbot bei geschützten Gewässern

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(6)

(7)

(8)

(9)

(10)

(11)

590-0440

0012

5,6MM MATCH TRAININGS PAT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0016

E

590-0501

0012

6MM BR NORMA

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

590-0509

0012

7,5MM MATCH TRAINING 11,3G

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0033

E

590-0655

0012

7,65MM PARA FMJ

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

590-0760

0012

10,4X33MM GW PAT ZU G 150

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0033

E

590-0853

0475

SORT MIL SPRST

1

1.1D

1

20

50

7.3404

B1000C

590-0854

0475

SORT ZIV SPRST

1

1.1D

1

20

50

10.6200

B1000C

590-0856

0475

SORT SPUERHUNDE, ZIV SPRST IN KISTE

1

1.1D

1

20

50

3.6500

B1000C

590-0863

0414

12CM MW TEIL LADG ENTS

1

1.2C

1

20

50

35.0000

B1000C

590-0927

0303

TGW 73 NB G

1

1.4G

1.4
+ 8

333

3

0.1300

E

590-0948

0006

12CM WG 68 MVZ 68 LADG 0-6 LAW ABSCH

1

1.1E

1

20

50

3.7200

B1000C

591-0235

0408

AMZ M9327A1 (8,1CM MW WG 94 AMZ LADG 0-6)

1

1.1D

1

20

50

0.0085

B1000C

591-1050

0012

5,6MM GW PAT 90

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0016

E

591-1051

0012

5,6MM GW PAT 90 (GEGURTET)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0016

E

591-1055

0012

5,6MM GW LSP PAT 90

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0019

E

591-1065

0012

5,6MM GW PAT 90 U LSP PAT 90 (3:1)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0016

E

591-1070

0012

5,6MM GW PAT 19 EXP

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0017

E

591-1100

0012

7,5MM GP 11

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0033

E

591-1108

0012

7,5MM LSP PAT 11

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0038

E

591-1120

0012

7.62MM GW PAT 12

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0029

E

591-1125

0012

7,62MM HK PAT 12

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0029

E

591-1235

0012

8,6MM GW PAT 04

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0057

E

591-1236

0012

8,6MM GW PAT 05 HK

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0058

E

591-1237

0012

8,6MM GW PAT 06 TC

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0058

E

591-1240

0012

9MM PIST PAT 41

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

591-1241

0012

9MM PIST PAT 14

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

591-1242

0012

9MM PIST PAT S

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

591-1243

0012

9MM PIST PAT HK

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

591-1244

0012

9MM PIST PAT A 4

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

591-1255

0012

MZ GW 91 FLINTENLAUF PAT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0023

E

591-1275

0009

12,7MM MG 64 PZ SPR PAT 92

1

1.2G

1

20

50

0.0180

B1000C

591-1276

0300

12,7MM MG 64 PZ SPR PAT 93 LSP

1

1.4G

1.4

333

3

0.0260

E

591-1280

0300

12,7MM MG 64 PZ SPR PAT 92 + PZ SPR PAT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0260

E

591-1430

0339

20MM FLZ KANN 92 MZWK PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0400

E

591-1450

0012

MZGW 91 SCHROT PAT 04

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0021

E

591-1451

0301

MZGW 91 RS PAT LANG

1

1.4G

1.4
+ 6.1
+ 8

333

3

0.0010

E

591-1452

0301

MZGW 91 RS PAT KURZ

1

1.4G

1.4
+ 6.1
+ 8

333

3

0.0015

E

591-1453

0012

MZGW 91 TUEROE PAT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0013

E

591-1500

0328

30MM SPZ KAN 00 PFEIL PAT LSP

1

1.2C

1

20

50

0.1860

B1000C

591-1505

0328

30MM SPZ KAN 00 MZWK PAT LSP

1

1.2C

1

20

50

0.1820

B1000C

591-1545

0321

35MM FLAB KAN 63/90 MI BR PAT 93 BOZ

1

1.2E

1

20

50

0.4450

B1000C

591-1546

0321

35MM FLAB KAN 63/90 MI BR PAT 93 MZ LSP

1

1.2E

1

20

50

0.4450

B1000C

591-1555

0049

40MM GW BS PAT 08

1

1.1G

1

20

50

0.0033

B1000C

591-1560

0321

40MM GW SPLI PAT 97 MZ

1

1.2E

1

20

50

0.0411

B1000C

591-1561

0301

40MM MZW 10 RS PAT

1

1.4G

1.4
+ 6.1
+ 8

333

3

0.0660

E

591-1563

0339

40MM MZW 10 E PAT M

1

1.4C

1.4

333

3

0.0002

E

591-1564

0312

40MM MZW 10 SIG PAT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0160

E

591-1565

0012

40MM MZW 10 GS PAT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

591-1566

0006

40MM GW SPR PAT 15

1

1.1E

1

20

50

0.0563

B1000C

591-1567

0012

40MM GW RS PAT 15

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0100

E

591-1570

0171

6CM W BEL G 87 ZZ

1

1.2G

1

20

50

0.2528

B1000C

591-1823

0321

8,1CM MW WG 66 + MVZ 55

1

1.2E

1

20

50

0.5640

B1000C

591-1831

0171

8,1CM MW BEL G 73 ZZ LADG 0-6

1

1.2G

1

20

50

0.7260

B1000C

591-1837

0015

8,1CM MW NB WG 68 LADG 0-6

1

1.2G

1

20

50

2.1200

B1000C

591-1842

0321

8,1CM MW WG 94 AMZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.8760

B1000C

591-1844

0321

8,1CM MW WG 12 MVZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.8760

B1000C

591-2252

0171

12CM MW BEL G 74 ZZ LADG 0-7

1

1.2G

1

20

50

2.6070

B1000C

591-2256

0321

12CM MW WG 88 AMZ LADG 0-7

1

1.2E

1

20

50

3.8200

B1000C

591-2258

0321

12CM MW WG 93 MVZ LADG 0-7

1

1.2E

1

20

50

3.8250

B1000C

591-2260

0006

12CM MW INT G 96 STRIX

1

1.1E

1

20

50

2.5000

B1000C

591-2261

0279

12CM MW LADG TRG 96 STRIX

1

1.1C

1

20

50

0.6500

B1000C

591-2262

0281

12CM MW ZU ANTR 96 STRIX

1

1.2C

1

20

50

0.9230

B1000C

591-2272

0328

12CM PZ KAN PFEIL PAT 98 LSP

1

1.2C

1

20

50

9.5770

B1000C

591-2500

0168

15,5CM HB 66 ST G OZ

1

1.1D

1

20

50

6.7400

B1000C

591-2501

0171

15,5CM HB 66 BEL G OZ

1

1.2G

1

20

50

2.8930

B1000C

591-2505

0320

15,5CM HB 66 ZUE PAT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0020

E

591-2509

0242

15,5CM HB 66 U 74 LADG 3-7

1

1.3C

1

20

50

5.6000

C5000D

591-2510

0414

15,5CM HB CONT LADG 3-7 GRUNDMODUL

1

1.2C

1

20

50

3.3500

B1000C

591-2511

0414

15,5CM HB CONT LADG 3-7 MODULE

1

1.2C

1

20

50

1.3500

B1000C

591-2512

0409

MVZ 67

1

1.2D

1

20

50

0.0200

B1000C

591-2513

0409

MZZ 68

1

1.2D

1

20

50

0.0150

B1000C

591-2518

0410

MZZ 88

1

1.4D

1.4

333

3

0.0004

E

591-2529

0414

15,5CM HB66 U 74 LADG 3-4

1

1.2C

1

20

50

2.1000

B1000C

591-2531

0414

15,5CM KAN LADG 10

1

1.2C

1

20

50

14.0000

B1000C

591-2535

0414

15,5CM KAN CONT LADG 7-9

1

1.2C

1

20

50

11.7000

B1000C

591-2545

0168

15,5CM KANN INT G 01 SMART

1

1.1D

1

20

50

4.4850

B1000C

591-2550

0409

AMZ 91

1

1.2D

1

20

50

0.0200

B1000C

591-3151

0181

PZF HL PAT 95

1

1.1E

1

20

50

1.6420

B1000C

591-3160

0321

RGW 90 HH PAT 16 SMW

1

1.2E

1

20

50

0.88750

B1000C

591-3170

0181

M72 MK2 PAT 16SMW

1

1.1E

1

20

50

0.4510

B1000C

591-3210

0182

FLAB LWF BL 84 RAPIER

1

1.2E

1

20

50

17.5700

B1000C

591-3211

0182

FLAB LWF BL 01 RAPIER

1

1.2E

1

20

50

19.2720

B1000C

591-3220

0181

L FLAB LWF BL 94 STINGER

1

1.1E

1

20

50

4.9800

B1000C

591-3235

inert

FLZ LWF LL 63 STABIFL

591-3240

0181

FLZ LWF LL 63/91 GEBRAUCHSBEREIT

1

1.1E

1

20

50

24.7200

B1000C

591-3241

0276

FLZ LWF LL 63/91 STEKO

1

1.4C

1.4

333

3

0.3500

E

591-3242

0286

FLZ LWF LL 63/80 SPRK

1

1.1D

1

20

50

4.7500

B1000C

591-3243

0409

FLZ LWF LL 63/80 AZ 63/93

1

1.2D

1

20

50

0.0360

B1000C

591-3244

0281

FLZ LWF LL 63/80 RAK ANTR

1

1.2C

1

20

50

19.8000

B1000C

591-3245

inert

FLZ LWF LL 63/80 STABIFL

591-3246

inert

FLZ LWF LL 63/90 STEUERFL

591-3250

0182

FLZ LWF LL 97 AMRAAM

1

1.2E

1

20

50

54.3000

B1000C

591-3252

0182

FLZ LWF LL AMRAAM 120C-7

1

1.2E

1

20

50

61.3508

B1000C

591-3255

0181

LWF LL AIM-9X

1

1.1E

1

20

50

30.8000

B1000C

591-3303

0182

TOW HL LWF 96 PIP

1

1.2E

1

20

50

6.9500

B1000C

591-3310

0182

NLAW PAT 16 SMW

1

1.2E

1

20

50

1.7300

B1000C

591-3470

0285

HG 85

1

1.2D

1

20

50

0.1668

B1000C

591-3800

0137

RI LADG 96 L KOMPL

1

1.1D

1

20

50

1.5000

B1000C

591-3810

0137

RI LADG 96 SCH KOMPL

1

1.1D

1

20

50

9.6000

B1000C

591-3825

0463

TRI SPR LADG 88 KOMPL

1

1.1D

1

20

50

41.0000

B1000C

591-4010

0048

200G SPR PAT, 3 ZUE LOECHER

1

1.1D

1

20

50

0.2030

B1000C

591-4020

0084

1KG SPR PAT, PLASTIT

1

1.1D

1

50

20

1.0000

B1000C

591-4030

0084

100G BOHR-PAT, PLASTIT

1

1.1D

1

50

20

0.1000

B1000C

591-4091

0059

5KG V-LADG 66

1

1.1D

1

20

50

5.8500

B1000C

591-4093

0059

10KG V-LADG 66

1

1.1D

1

20

50

11.3000

B1000C

591-4095

0059

20KG V-LADG 66

1

1.1D

1

20

50

22.4000

B1000C

591-4098

0048

SPR ROHR

1

1.1D

1

20

50

3.3200

B1000C

591-4160

0048

SPRK 75

1

1.1D

1

20

50

0.5250

B1000C

591-4181

0048

SPRST SORT (AUSB)

1

1.1D

1

20

50

13.120

B1000C

591-4200

0463

KMB SORT 95

1

1.1D

1

20

50

0.8900

B1000C

591-4201

0059

33MM KMB LADG 95

1

1.1D

1

20

50

0.0570

B1000C

591-4202

0059

67MM KMB LADG 95

1

1.1D

1

20

50

0.4450

B1000C

591-4204

0441

20MM KMB LADG 99

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0115

E

591-4210

0467

KMB SORT 99 (UW SPRENG)

1

1.2D

1

20

50

0.0580

B1000C

591-4212

0500

ZUE SCHLAUCH 100M + SV (UW SPRENG)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

591-4213

0500

ZUE SCHLAUCH 10M ZUE KAP TRG (UW SPRENG)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

591-4214

0361

ZUE SCHLAUCH SORT (UW SRPENG)

1

1.4B

1.4

333

3

0.0100

E

591-4405

0283

DETO 82

1

1.2D

1

20

50

0.0012

B1000C

591-4409

0255

ELEKTRON SPR KAP 16 ESK3, 3M

1

1.4B

1.4

333

3

0.0024

E

591-4410

0029

SPR KAP 8

1

1.1B

1

20

50

0.0016

B1000C

591-4411

0255

ELEKTRON SPR KAP 16 ESK3, 20M

1

1.4B

1.4

333

3

0.0024

E

591-4412

0255

EL ANZUENDPILLE

1

1.4G

1.4

333

3

0.0006

E

591-4415

0361

ZUE VOR 90 (SPR ROHR)

1

1.4B

1.4

333

3

0.0021

E

591-4435

0350

ZUE SORT (PYRO)

1

1.4B

1.4

333

3

0.5410

E

591-4437

0255

ZUE SORT B (EL HU)

1

1.4B

1.4

333

3

0.2100

E

591-4441

0361

SCHL Z SYST PZ SAP SORT E

1

1.4B

1.4

333

3

0.0509

E

591-4442

0361

SCHL Z SYST G/RTTG SORT C

1

1.4B

1.4

333

3

0.1504

E

591-4443

0361

SCHL Z SYST G/RTTG SORT D

1

1.4B

1.4

333

3

0.0213

E

591-4444

0065

SPR SCHNUR 74

1

1.1D

1

20

50

0.0120/m

B1000C

591-4445

0065

SPR SCHNUR 96, 5G

1

1.1D

1

20

50

0.0050/m

B1000C

591-4446

0361

ZZUE SCHNUR, 150,3M, KONFEKT SPR KAP 8

1

1.4B

1.4

333

3

0.0185

E

591-4447

0361

ZZUE SCHNUR,150,2M, KONFEKT SPRKAP 8+SZ83

1

1.4B

1.4

333

3

0.0135

E

591-4448

0500

STARTER SL 0, 15M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

591-4450

0255

ESPR KAP 66 HU, 0/30

1

1.4B

1.4

333

3

0.0007

E

591-4453

0255

ESPR KAP 66 HU, 3/30

1

1.4B

1.4

333

3

0.0007

E

591-4456

0255

ESPR KAP 66 HU, 6/30

1

1.4B

1.4

333

3

0.0007

E

591-4459

0255

ESPR KAP 66 HU, 9/30

1

1.4B

1.4

333

3

0.0007

E

591-4462

0255

ESPR KAP 66 HU, 12/30

1

1.4B

1.4

333

3

0.0007

E

591-4464

0500

ZUE SCHLAUCH 65M + MECH SV 09

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4467

0500

ZUE SCHLAUCH 5M + MECH SV 09

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4468

0500

ZUE SCHLAUCH 20M + MECH SV 09

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4469

0500

ZUE SCHLAUCH 10M + MECH SV 09

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4476

0255

ZUE SORT B (AUSB)

1

1.4B

1.4

333

3

0.1500

E

591-4500

inert

ZUE SCHLAUCH, 750M

591-4510

0500

ZUE SCHLAUCH 15M + KZUE 15

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4511

0257

ZUE SCHLAUCH 30M + SZUE 15

1

1.4B

1.4

333

3

0.0020

E

591-4512

0257

ZUE SCHLAUCH 30M DOPPELT + KZUE 15

1

1.4B

1.4

333

3

0.0020

E

591-4513

0500

ZUE SCHLAUCH 100M + SZUE 15

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

591-4651

0048

REAKT SCHUTZ ELE 15,5CM FEST KAN 93

1

1.1D

1

20

50

0.3520

B1000C

591-4652

0048

REAKT SCHUTZ ELE R OBEN 15,5CM FEST KAN

1

1.1D

1

20

50

0.5900

B1000C

591-4653

0048

REAKT SCHUTZ ELE L OBEN 15,5CM FEST KAN

1

1.1D

1

20

50

0.5900

B1000C

591-4670

0475

BLT SPRST C2, ROLLE 9 KG

1

1.1D

1

20

50

9.0000

B1000C

591-4671

0475

BLT SPRST C2, STREIFEN 20 MM

1

1.1D

1

20

50

0.7690

B1000C

591-4672

0475

BLT SPRST C3, STREIFEN 20 MM

1

1.1D

1

20

50

0.8200

B1000C

591-4673

0475

BLT SPRST C5, ROLLE 9 KG

1

1.1D

1

20

50

9.0000

B1000C

591-4680

0288

SCHNEID LDG 13, 125 G/M

1

1.1D

1

20

50

0.1275

B1000C

591-4681

0288

SCHNEID LDG 13, 250 G/M

1

1.1D

1

20

50

0.2550

B1000C

591-4682

0288

SCHNEID LDG 13, 500 G/M

1

1.1D

1

20

50

0.5100

B1000C

591-4683

0288

SCHNEID LDG 13, 1150 G/M

1

1.1D

1

20

50

1.1500

B1000C

591-4684

0042

ZUE VERST 20 G

1

1.1D

1

20

50

0.0200

B1000C

591-4686

0288

SCHNEID LADG 20, 10MM

1

1.1D

1

20

50

0.0700

B1000C

591-4687

0288

SCHNEID LADG 20, 15MM

1

1.1D

1

20

50

0.1550

B1000C

591-4688

0288

SCHNEID LADG 20, 25M

1

1.1D

1

20

50

0.4300

B1000C

591-4689

0288

SCHNEID LADG 20, 40MM

1

1.1D

1

20

50

1.1000

B1000C

591-4690

inert

K-SCHNEIDER 16

591-4710

1950

RSG 2000

2

siehe UN 1950 DRUCKGASPACKUNGEN, entzündbar, 2.1

591-4800

0500

KZ MS STUFE 03 75MS, 6M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0009

E

591-4801

0500

KZ MS STUFE 04 100MS, 6M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0009

E

591-4802

0500

KZ MS STUFE 05 125MS, 6M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0009

E

591-4803

0500

KZ MS STUFE 06 150MS, 6M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0009

E

591-4819

0500

VZ 0MS, 7,8M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

591-4822

0500

VZ 25MS, 4,8M

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

592-5052

0012

5,6MM RFPAT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5053

0012

5,6MM FARB PAT ROT STGW 90

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5054

0012

5,6MM FARB PAT BLAU STGW 90

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5055

0012

5,6MM FARB PAT ROT LMG 05

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5056

0012

5,6MM FARB PAT BLAU LMG 05

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5080

0012

7,5MM UPAT 92 LSP (PZF EI-LAUF)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

592-5090

0012

7,62MM UPAT 16 LSP (EI LAUF RGW 90)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

592-5120

0012

9MM FARB PAT ROT PIST

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5121

0012

9MM FARB PAT BLAU PIST

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

592-5143

0339

12,7MM MG 64 UPAT 04 + UPAT 05 LSP (3:1)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0157

E

592-5144

0339

12,7MM MG 64 UPAT 04 (GEGURTET)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0150

E

592-5155

0339

12,7MM MG 64 UPAT 05 LSP (GEGURTET)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0170

E

592-5165

0012

MZGW 91 U RS PAT LANG

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0012

E

592-5166

0012

MZGW 91 U RS PAT KURZ

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0013

E

592-5198

0339

20MM FLZ KAN 92 UPAT 97

1

1.4C

1.4

333

3

0.0380

E

592-5200

0183

21MM UPAT 16 LSP (EI LAUF SYST M72 MK2)

1

1.3C

1

20

50

0.0215

C5000D

592-5220

0328

27MM UPAT 90 LSP (PZ KAN EI LAEUFE)

1

1.2C

1

20

50

0.1620

B1000C

592-5221

0328

30MM SPZ KAN 00 UPAT LSP

1

1.2C

1

20

50

0.1820

B1000C

592-5270

0328

35MM FLAB KAN 63 UG O LSP

1

1.2C

1

20

50

0.3400

B1000C

592-5272

0328

35MM FLAB KAN 63 UG LSP

1

1.2C

1

20

50

0.3540

B1000C

592-5281

0012

40MM GW UPAT 08

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

592-5282

0197

40MM MZW 10 U RS PAT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0690

E

592-5355

0303

7,6CM UNB PAT 97 EL ZUE

1

1.4G

1.4

333

3

0.0895

E

592-5363

0321

8,1CM MW EUG 66 + MVZ 55

1

1.2E

1

20

50

0.0197

B1000C

592-5365

0321

8,1CM MW EUG 91 MVZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.1983

B1000C

592-5366

0321

8,1CM MW EUG 04 MVZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.1983

B1000C

592-5367

0321

8,1CM MW EUG 12 MVZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.1870

B1000C

592-5368

0321

8,1CM MW EUG 16 MVZ LADG 0-6

1

1.2E

1

20

50

0.2020

B1000C

592-5459

0321

12CM MW EUG 93 MVZ LADG 0-7

1

1.2E

1

20

50

1.2350

B1000C

592-5460

0328

12CM PZ KAN UHL PAT 87 LSP

1

1.2C

1

20

50

6.2160

B1000C

592-5463

0328

12CM PZ KAN UPFEIL PAT 10 LSP

1

1.2C

1

20

50

6.3420

B1000C

592-5485

0169

15,5CM HB 74 EUG OZ

1

1.2D

1

20

50

0.5230

B1000C

592-5489

0414

15,5CM HB ULADG 2 / L47

1

1.2C

1

20

50

1.2000

B1000C

592-5551

0502

PZF UPAT 95

1

1.2C

1

20

50

0.2560

B1000C

592-5630

0281

TOW U LWF

1

1.2C

1

20

50

3.7400

B1000C

592-5656

0285

EUHG 11

1

1.2D

1

20

50

0.0830

B1000C

592-5870

0255

ELEKTRON SPR KAP 18 ESK3, UEB

1

1.4B

1.4

333

3

0.0001

E

593-6021

0014

PLATZ PAT 6MM

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

593-6062

0054

40MM GW BEL PAT 15 (WL)

1

1.3G

1

20

50

0.0690

C5000D

593-6063

0054

40MM GW BEL PAT 15 (IR)

1

1.3G

1

20

50

0.0634

C5000D

593-6067

0016

7,6CM NB PAT 95 EL ZUE

1

1.3G

1
+ 8

20

50

0.3050

C5000D

593-6152

0238

LEINENW AUSR 90, 250M (4 PACK)

1

1.2G

1

20

50

0.4000

B1000C

593-6153

0238

LEINENW AUSR 90, 400M (4 PACK)

1

1.2G

1

20

50

0.9840

B1000C

593-6155

0238

PACK LEINENW RAK 90, LEINE 250M

1

1.2G

1

20

50

0.1000

B1000C

593-6156

0238

PACK LEINENW RAK 90, LEINE 400M

1

1.2G

1

20

50

0.2460

B1000C

593-6404

0430

BR PLATTE RSZ

1

1.3G

1

20

50

0.2200

C5000D

593-6405

0430

BR BLATT

1

1.3G

1

20

50

0.0200

C5000D

593-6406

0131

SPEZ RSZ 78

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6413

0131

SZ 83

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6414

0105

ZZUE SCHNUR, 150

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0051/m

E

593-6420

inert

MECH ZUENDPISTOLE 10

593-6421

inert

EL ZUENDMASCHINE 10

593-6435

0325

PYRO ZUE 74

1

1.4G

1.4

333

3

0.0229

E

593-6440

0323

12,7MM EL IMPULS KART (EOD GT)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0105

E

593-6470

0054

15MM PYRO-KPAT

1

1.3G

1

20

50

0.0039

C5000D

593-6471

0312

15MM PYRO-PFPAT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0035

E

593-6540

0312

26,5MM RAKP 78 SIG PAT ROT

1

1.4G

1.4

333

3

0.0207

E

593-6542

0312

26,5MM RAKP 78 SIG PAT GRUEN

1

1.4G

1.4

333

3

0.0210

E

593-6544

0312

26,5MM RAKP 78 SIG PAT ROT (PISTENWART)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0510

E

593-6548

0054

26,5MM RAKP 78 LE PAT GELB (FSCH, 300M)

1

1.3G

1

20

50

0.0400

C5000D

593-6550

0312

26,5MM RAKP 78 LE PAT GELB

1

1.4G

1.4

333

3

0.0215

E

593-6553

0312

SIG PAT 04

1

1.4G

1.4

333

3

0.0379

E

593-6555

0431

SIG RAK ROT FSCH (HAND)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0610

E

593-6557

0191

SIG FACKEL ROT NACHT (HAND)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0730

E

593-6558

0191

SIG FACKEL TAG/NACHT (HAND)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0900

E

593-6559

0323

AUTOMATISCHE AUSLOESUNG FLU-8B/P, 0,11KG

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6560

0191

SIG RAK ROT FSCH (HAND)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0920

E

593-6610

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 03)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6611

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 07)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

593-6612

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 32)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6613

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 33)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6614

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 34)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6615

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 35)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6616

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 36)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6617

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 37)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6618

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 38)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6619

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 39)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6620

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 41)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6621

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 23)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6622

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 24)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6623

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 25)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6624

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 26)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6625

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MH 42)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6626

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 83)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6627

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 84)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6628

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 85)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

593-6629

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 87)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6630

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 92)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6631

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 93)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6632

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 94)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

593-6633

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 71)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6634

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 95)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6635

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 98)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6636

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 04)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6637

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 08)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6638

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 10)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6639

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 11)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6640

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 96)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6641

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 30)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6642

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MG 97)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6643

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 12)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6644

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 13)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6645

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 14)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6646

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 15)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6647

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 19)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6648

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 20)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0008

E

593-6649

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 22)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6650

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 28)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6651

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 21)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6652

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 06)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

593-6653

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MH 29)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6654

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MS 71)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6655

0367

F/A18 C/D SMDC (DODIC MS 73)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0007

E

593-6657

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 50)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6658

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 51)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6659

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 55)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6660

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 52)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6661

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 53)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0007

E

593-6662

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 54)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6663

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 56)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6664

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 57)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6665

0367

F/A18 C SMDC (DODIC MU 59)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6666

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 68)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6667

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 70)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6668

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 71)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6669

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 72)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6670

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 61)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6671

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 62)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6672

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 63)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6673

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 64)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0006

E

593-6674

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 65)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6675

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 66)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6676

0367

F/A18 D SMDC (DODIC MU 67)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6708

0431

IRRITATIONSKOERPER 2 KNALL

1

1.4G

1.4

333

3

0.0050

E

593-6709

0431

IRRITATIONSKOERPER 9 KNALL

1

1.4G

1.4

333

3

0.0100

E

593-6710

0431

IRRITATIONSKOERPER, 1 KNALL 14

1

1.4G

1.4

333

3

0.0080

E

593-6711

0431

IRRITATIONSKOERPER 6 KNALL 20

1

1.4G

1.4

333

3

0.0110

E

593-6716

0301

TGW 73 CS G

1

1.4G

1.4
+ 6.1
+ 8

333

3

0.1300

E

593-6721

0301

TRAENENGAS-VK, 1 G CS

1

1.4G

1.4
+ 6.1
+ 8

333

3

0.0045

E

593-6726

0368

KZUE 05 Z CS G U NB G

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0019

E

593-6728

0431

CS HG 20

1

1.4G

1.4

333

3

0.1220

E

593-6741

0303

NBK 09

1

1.4G

1.4

333

3

0.1160

E

593-6742

0303

2KG NBK

1

1.4G

1.4
+ 8

333

3

1.9300

E

593-6750

0303

NB HG 06 (SPIRCO)

1

1.4G

1.4

333

3

0.2130

E

593-6755

0431

BK HG 20

1

1.4G

1.4

333

3

0.0118

E

593-6760

0507

RK 12 GELB

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0500

E

593-6761

0507

RK 12 GRUEN

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0590

E

593-6762

0507

RK 12 ROT

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0550

E

593-6801

0276

F/A18 C/D INIT JAU-27/A (DODIC MF 72)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0002

E

593-6802

0276

F/A18 C/D INIT JAU-25/A (DODIC XW 52)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0002

E

593-6803

0173

F/A18 C/D CART ACT INIT (DODIC MJ 98))

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

593-6806

0276

F/A18 C CART CCU-71/A (DODIC XW 57)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0026

E

593-6807

0276

F/A18 D CART CCU-72/A (DODIC XW 58)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0028

E

593-6808

0410

F/A18 D EXPL SEQ DCU-241/A (DODIC XW 53)

1

1.4D

1.4

333

3

0.0007

E

593-6809

0276

F/A18 D EXPL INIT JAU-24/A (DODIC XW 55)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0003

E

593-6810

0276

F/A18 D EXPL INIT JAU-23/A (DODIC XW 54)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0003

E

593-6811

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SN 97)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6812

0367

F/A18 D DET CORD RAU-2/A (DODIC SN 98)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6818

0323

F/A18 C/D FIRE EXT CART (DODIC JL 43)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6819

0323

F/A18 C/D FIRE EXT CART (DODIC JL 44)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6820

0186

F/A18 C/D ROCK MK109 MOD 1 (DODIC SS 67)

1

1.3C

1

20

50

0.4536

C5000D

593-6824

0367

F/A18 C/D FIRE EXT CART (DODIC JL 42)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6831

0276

F/A18 C/D CART CCU-99/A (DODIC MT 97)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0034

E

593-6832

0276

F/A18 C/D CART CCU-118/A (DODIC MT 13)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0062

E

593-6833

0276

F/A18 C/D CART CCU-105/A (DODIC MT 91)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0077

E

593-6835

0276

F/A18 C/D CART CCU-102/A (DODIC MT 98)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0081

E

593-6836

0276

F/A18 C/D CART CCU-101/A (DODIC MT 89)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0248

E

593-6837

0276

F/A18 C/D CART CCU-100/A (DODIC MT 88)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0728

E

593-6839

0276

F/A18 C/D INIT 0.3 SEC DEL (DODIC MC 50)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0022

E

593-6840

0276

F/A18 C/D INIT JAU-56/A (DODIC MT 07)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0415

E

593-6841

0276

F/A18 D INIT JAU-66/A (DODIC MT 16)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0068

E

593-6843

inert

F/A18 C/D BATT MXU-792A/A (DODIC CWDR)

593-6844

0186

F/A18 C/D ROCK MK124 MOD 0 (DODIC MT 31)

1

1.3C

1

20

50

3.0969

C5000D

593-6845

0186

F/A18 C/D ROCK MK122 MOD 0 (DODIC MT 29)

1

1.3C

1

20

50

0.2110

C5000D

593-6846

0186

F/A18 D ROCK MK123 MOD 0 (DODIC MT 30)

1

1.3C

1

20

50

3.0969

C5000D

593-6848

0276

F/A18 C/D T DELAY JAU-76/A (DODIC WB 55)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0020

E

593-6849

0276

F/A18 D T DELAY JAU-77/A (DODIC WB 56)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0020

E

593-6851

0367

F/A18 C/D CART CCU-132/A (DODIC SR 94)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6852

0173

F/A18 C/D INIT CCU-133/A (DODIC SQ 03)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6853

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 14)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6854

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 12)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6855

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 11)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6856

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 07)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6857

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 10)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6858

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 08)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6859

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 17)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6860

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 16)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6861

0367

F/A18 C/D DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 15)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6862

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 18)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6863

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 06)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6864

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 19)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6865

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 09)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6866

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 05)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6867

0367

F/A18 C DET CORD RAU-2/A (DODIC SP 04)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

593-6869

0237

F/A18 C/D CUTTER BBU-57/A (DODIC SR 95)

1

1.4D

1.4

333

3

0.0159

E

593-6870

0173

F/A18 C/D CUTTER BBU-58/A (DODIC SQ 04)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6885

0276

F/A18 C/D CART CCU-136A/A

1

1.4C

1.4

333

3

0.0003

E

593-6886

0093

F/A18 C/D FLARE (MJU-38A/B)

1

1.3G

1

20

50

0.1512

C5000D

593-6887

1383

F/A18 C/D FLARE (MJU-49/B)

4.2

siehe UN 1383 PYROPHORES METALL, N.A.G.
oder PYROPHORE LEGIERUNG, N.A.G.

593-6891

0276

F/A18 C/D CART MK 19 MOD 0 (DODIC MO 12)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0020

E

593-6892

0276

F/A18 C/D CART CCU-45/B (DODIC MD 65)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0088

E

593-6893

0276

F/A18 C/D INIT JAU-74/A (DODIC WB 15)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0410

E

593-6894

0276

F/A18 C/D CART CCU-146/A (DODIC WB 16)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0395

E

593-6901

0323

EKAPP PAT 07 (HELI)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0007

E

593-6902

0323

KAPP-PAT EL ZUE (TAA 76 LLS)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

593-6903

0323

EC635 EKAPP-PAT 05

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0002

E

593-6910

0276

LASTENABSCH PAT 78 EL ZUE (DODIC M 189)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0043

E

593-6911

0276

LASTENABSCH PAT 79 EL ZUE (MAU-50,TIGER)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0152

E

593-6914

1383

IR-PAT 12 (1"X1" FLZ)

4.2

siehe UN 1383 PYROPHORES METALL, N.A.G.
oder PYROPHORE LEGIERUNG, N.A.G.

593-6915

0093

IR-PAT 10 EL ZUE (1"X1" FLZ)

1

1.3G

1

20

50

0.0710

C5000D

593-6917

0093

IR-PAT 06 EL ZUE (1"X1" FLZ)

1

1.3G

1

20

50

0.1100

C5000D

593-6920

0240

ADS 95 EJECTION ROCKET

1

1.3G

1

20

50

0.0850

C5000D

593-6921

0070

PARACHUTE COVER CUTTER

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0001

E

593-6923

0093

IR-PAT 22 EL ZUE (1"x1" FLZ)

1

1.3G

1

20

50

0.1050

C5000D

593-6926

0323

ABSCH PAT 12 EL ZUE (CCU-145/A))

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

593-6927

0323

ABSCH PAT 16 EL ZUE (CCM 11 MK1))

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0005

E

593-6951

0276

FLOESCHPAT 89 EL ZUE(861-345, HINTEN)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0007

E

593-6952

0276

FLOESCHPAT 89 EL ZUE (861-355, VORNE)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0007

E

593-6953

0276

FLOESCHPAT VORNE EL ZUE, EC635

1

1.4C

1.4

333

3

0.0004

E

593-6954

0276

FLOESCHPAT HINTEN EL ZUE, EC635

1

1.4C

1.4

333

3

0.0004

E

593-6955

0276

SATZ SS PAT (MK CH11A PC9, VORN U HINT)

1

1.4C

1.4

333

3

0.1562

E

593-6956

0276

SATZ KDO SYST AUSL PAT (SS MK CH11A PC9)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0065

E

593-6982

0276

SS F-5 E/F MANN/SITZ TRENN PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0030

E

593-6983

0276

SS F-5 E/F TREIB PAT (DODIC MT 84)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0020

E

593-6984

0276

SS F-5 E/F VERST PAT (PIL SCHIRMAUSZPAT)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0001

E

593-6985

0276

SS F-5 E/F HANDAUSL PAT (DODIC M 700)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0035

E

593-6986

0276

SS F-5 F HANDAUSL PAT (DODIC MF 69)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0031

E

593-6987

0276

SS F-5 E/F SITZAUSL PAT (DODIC M 710)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0027

E

593-6988

0276

SS F-5 E/F SITZAUFRICHT PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0040

E

593-6989

0276

SS F-5 E/F STABISCHIRM AUSZIEH PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0035

E

593-6990

0186

SS F-5 E/F SITZABSCH PAT (CKU-7A/A)

1

1.3C

1

20

50

3.2330

C5000D

593-6992

0276

SS F-5 F ROLLGURTEN PAT (DODIC SP 97)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0081

E

593-6993

0276

SS F-5 F TREIB PAT VORNE (DODIC MF 70)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0031

E

593-6994

0276

SS F-5 F TREIB PAT HINTEN (DODIC MF 71)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0052

E

593-6995

0276

SS F-5 F DACHABWURF VPAT (DODIC M 703)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0045

E

593-6996

0276

SS F-5 F VORDERSITZAUSL VPAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0045

E

593-6997

0276

SS F-5 E/F DACHABWURF PAT (DODIC M 897)

1

1.4C

1.4

333

3

0.0068

E

593-6998

0276

SS F-5 E/F PILOTENSCHIRM AUSZIEH PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0009

E

593-6999

0276

SS F-5 E ROLLGURTEN PAT

1

1.4C

1.4

333

3

0.0081

E

594-7005

0014

5,6MM GW MARK PAT 90

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

594-7006

0014

5,6MM GW MARK PAT 90 (gegurtet)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

594-7036

0014

7,5MM MARK PAT MG 51

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0007

E

594-7040

0014

8,6MM GW MARK PAT 10

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0022

E

594-7055

0014

9MM PIST MARK PAT 77

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

594-7061

0014

9MM REV KPAT 05

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0003

E

594-7070

0413

35MM FLAB KAN 63 MARK PAT

1

1.2C

1

20

50

0.3035

B1000C

594-7110

0413

7,5CM FKAN MARK PAT

1

1.2C

1

20

50

0.1350

B1000C

594-7350

0312

ABSCH MARK PAT 93 (SIM SYST PZF)

1

1.4G

1.4

333

3

0.0060

E

594-7360

0281

ABSCH MARK PAT 94 (ABSCH SIM STINGER)

1

1.2C

1

20

50

0.2000

B1000C

594-7425

inert

MARK HG 85

594-7426

inert

Z KOMPL (MARK HG 85)

594-7427

0373

KPAT (MARK HG 85)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0010

E

594-7428

0373

KPAT MARK HG 85, (153 DB)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0020

E

594-7710

inert

MARK SPR ROHR

594-7770

0373

MARK ZUE VOR 90 (MARK SPR ROHR)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0004

E

594-7812

0054

26,5MM RAKP 78 KPAT

1

1.3G

1

20

50

0.0115

C5000D

594-7817

0431

U IRRITATIONSKOERPER 14

1

1.4G

1.4

333

3

0.0050

E

594-7845

0405

ABSCH MARK PAT 83, 6 SCHUSS (SIM SYST 81)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0216

E

594-7847

0405

TREFFER MARK PAT 87, ORANGE (SIM SYST 81)

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

0.0685

E

594-7848

0431

MARK PAT 03, WEISS (SIMUG),

1

1.4G

1.4

333

3

0.0240

E

594-7850

0487

HEULPET ROT

1

1.3G

1

20

50

0.0380

C5000D

594-7851

0487

HEULPET BLAU

1

1.3G

1

20

50

0.0380

C5000D

594-7852

0487

HEULPET GELB

1

1.3G

1

20

50

0.0380

C5000D

594-7857

0487

KPET ROT

1

1.3G

1

20

50

0.0270

C5000D

594-7858

0487

KPET BLAU

1

1.3G

1

20

50

0.0270

C5000D

594-7859

0487

KPET GELB

1

1.3G

1

20

50

0.0270

C5000D

594-7875

0197

MARK PAT SIK, ORANGE

1

1.4G

1.4

333

3

0.0105

E

594-7900

1950

MARK SPRAY MARK RSG 2000

2

siehe UN 1950 DRUCKGASPACKUNGEN, entzündbar, 2.1

594-7910

1950

MARK RSG 2000

2

siehe UN 1950 DRUCKGASPACKUNGEN, entzündbar, 2.1

595-8444

3363

LWF LL AIM-9X CATM

9

siehe UN 3363 GEFÄHRLICHE GÜTER IN GERÄTEN

Zivil

0027

SCHWARZPULVER, gekörnt oder in Mehlform

1

1.1D

1

20

50

verschieden

B1000C

Zivil

0081

SPRENGSTOFF, TYP A

1

1.1D

1

50

20

verschieden

B1000C

Zivil

0082

SPRENGSTOFF, TYP B

1

1.1D

1

50

20

verschieden

B1000C

Zivil

0083

SPRENGSTOFF, TYP C

1

1.1D

1

20

50

verschieden

B1000C

Zivil

0084

SPRENGSTOFF, TYP D

1

1.1D

1

50

20

verschieden

B1000C

Zivil

0241

SPRENGSTOFF, TYP E

1

1.1D

1

50

20

verschieden

B1000C

Zivil

0456

SPRENGKAPSELN, ELEKTRISCH

1

1.4S

1.4

unbegrenzt

verschieden

E

Übrige Klassen

Gefahrgutdaten

Freigrenzenberechnung

Tunnel

Wasserschutz

Verpackungs-gruppe

UN-Nr.

Name und Beschreibung

Klasse

Klassifizierungscode

Gefahrzettel

Freigrenze bei Alleingut

Multi-plikator

NEM pro Schuss oder Stück in kg

Tunnel-beschränkungscode

Fahrverbot bei geschützten Gewässern

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(6)

(7)

(8)

(9)

(10)

(11)

1001

ACETYLEN, GELÖST

2

4F

2.1

333 kg

3

B/D

1002

LUFT, VERDICHTET (DRUCKLUFT)

2

1A

2.2

1000 Liter

1

E

1005

AMMONIAK, WASSERFREI

2

2TC

2.3
+ 8

50 kg

20

C/D

0 kg

1006

ARGON, VERDICHTET

2

1A

2.2

1000 Liter

1

E

1009

BROMTRIFLUORMETHAN
(GAS ALS KÄLTEMITTEL R 13B1)

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

1011

BUTAN

2

2F

2.1

333 kg

3

B/D

1013

KOHLENDIOXID

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

1018

CHLORDIFLUORMETHAN (GAS ALS KÄLTEMITTEL R 22)

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

1028

DICHLORDIFLUORMETHAN (GAS ALS KÄLTEMITTEL R 12)

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

1030

1,1-DIFLUORETHAN (GAS ALS KÄLTEMITTEL R 152a)

2

2F

2.1

333 kg

3

B/D

1044

FEUERLÖSCHER mit verdichtetem oder verflüssigtem Gas

2

6A

2.2

1000 kg

1

E

1046

HELIUM, VERDICHTET

2

1A

2.2

1000 Liter

1

E

1049

WASSERSTOFF, VERDICHTET

2

1F

2.1

333 Liter

3

B/D

1066

STICKSTOFF, VERDICHTET

2

1A

2.2

1000 Liter

1

E

1070

DISTICKSTOFFMONOXID

2

2O

2.2
+ 5.1

1000 kg

1

C/E

1072

SAUERSTOFF, VERDICHTET

2

1O

2.2
+ 5.1

1000 Liter

1

E

1073

SAUERSTOFF, TIEFGEKÜHLT, FLÜSSIG

2

3O

2.2
+ 5.1

1000 kg

1

C/E

1080

SCHWEFELHEXAFLUORID

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

II

1090

ACETON

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1104

AMYLACETATE

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1114

BENZEN

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

I

1131

KOHLENSTOFFDISULFID

3

FT1

3
+ 6.1

20 Liter

50

C/E

0 Liter

II

1133

KLEBSTOFFE, mit entzündbar flüssigem Stoff
(Dampfdruck bei 50 °C grösser als 110 kPa)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1133

KLEBSTOFFE, mit entzündbar flüssigem Stoff

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

I

1139

SCHUTZANSTRICHLÖSUNG (einschliesslich zu Industrie-
oder anderen Zwecken verwendete Oberflächenbehandlungen
oder Beschichtungen, wie Zwischenbeschichtung für Fahrzeug­karosserien, Auskleidung für Fässer)

3

F1

3

20 Liter

50

D/E

II

1139

SCHUTZANSTRICHLÖSUNG (einschliesslich zu Industrie-
oder anderen Zwecken verwendete Oberflächenbehandlungen
oder Beschichtungen, wie Zwischenbeschichtungen für Fahrzeug­karosserien, Auskleidung für Fässer) (Dampfdruck bei 50 °C
grösser als 110 kPa)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1139

SCHUTZANSTRICHLÖSUNG (einschliesslich zu Industrie-
oder anderen Zwecken verwendete Oberflächenbehandlungen
oder Beschichtungen, wie Zwischenbeschichtung für Fahrzeug­karosserien, Auskleidung für Fässer) (mit einem Flammpunkt unter 23 °C und viskos gemäss 2.2.3.1.4) (Dampfdruck bei 50 °C grösser als 110 kPa)

3

F1

3

1000 Liter

1

E

II

1145

CYCLOHEXAN

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1147

DECAHYDRONAPHTHALEN

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

III

1148

DIACETONALKOHOL

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1154

DIETHYLAMIN

3

FC

3 + 8

333 Liter

3

D/E

0 Liter

I

1155

DIETHYLETHER (ETHYLETHER)

3

F1

3

20 Liter

50

D/E

II

1170

ETHANOL (ETHYLALKOHOL) oder ETHANOL, LÖSUNG (ETHYLALKOHOL, LÖSUNG)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1171

ETHYLENGLYCOLMONOETHYLETHER

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1173

ETHYLACETAT

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1188

ETHYLENGLYCOLMONOMETHYLETHER

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1193

ETHYLMETHYLKETON (METHYLETHYLKETON)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1198

FORMALDEHYDLÖSUNG, ENTZÜNDBAR

3

FC

3 + 8

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

III

1202

DIESELKRAFTSTOFF oder GASÖL oder HEIZÖL, LEICHT (Flammpunkt höchstens 60 °C)

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

150 Liter

II

1203

BENZIN oder OTTOKRAFTSTOFF

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

150 Liter

II

1206

HEPTANE

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

1208

HEXANE

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1210

DRUCKFARBE, entzündbar oder DRUCKFARBZUBEHÖRSTOFFE (einschliesslich
Druckfarbverdünnung und -lösemittel), entzündbar

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1219

ISOPROPANOL (ISOPROPYLALKOHOL)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1223

KEROSIN

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

II

1230

METHANOL

3

FT1

3
+ 6.1

333 Liter

3

D/E

II

1245

METHYLISOBUTYLKETON

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

II

1247

METHYLMETHACRYLAT, MONOMER, STABILISIERT

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

1261

NITROMETHAN

3

F1

3

333 Liter

3

E

I

1263

FARBE (einschliesslich Farbe, Lack, Emaille, Beize, Schellack, Firnis, Politur, flüssiger Füllstoff und flüssige Lackgrundlage) oder FARBZUBEHÖRSTOFFE (einschliesslich Farbverdünnung und
-lösemittel)

3

F1

3

20 Liter

50

D/E

0 Liter

II

1263

FARBE (einschliesslich Farbe, Lack, Emaille, Beize, Schellack, Firnis, Politur, flüssiger Füllstoff und flüssige Lackgrundlage) oder FARBZUBEHÖRSTOFFE (einschliesslich Farbverdünnung und
-lösemittel) (Dampfdruck bei 50 °C grösser als 110 kPa)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1263

FARBE (einschliesslich Farbe, Lack, Emaille, Beize, Schellack, Firnis, Politur, flüssiger Füllstoff und flüssige Lackgrundlage) oder FARBZUBEHÖRSTOFFE (einschliesslich Farbverdünnung und
-lösemittel)

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

III

1266

PARFÜMERIEERZEUGNISSE mit entzündbaren Lösungsmitteln

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1268

ERDÖLDESTILLATE, N.A.G. oder ERDÖLPRODUKTE N.A.G. (Dampfdruck bei 50 °C grösser als 110 kPa)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1268

ERDÖLDESTILLATE, N.A.G. oder ERDÖLPRODUKTE N.A.G.

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

II

1274

n-PROPANOL (n-PROPYLALKOHOL)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1274

n-PROPANOL (n-PROPYLALKOHOL)

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

III

1292

TETRAETHYLSILICAT

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1293

TINKTUREN, MEDIZINISCHE

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1293

TINKTUREN, MEDIZINISCHE

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

II

1294

TOLUEN

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

1296

TRIETHYLAMIN

3

FC

3
+ 8

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1299

TERPENTIN

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

III

1300

TERPENTINÖLERSATZ

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

III

1307

XYLENE

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

II

1325

ENTZÜNDBARER ORGANISCHER FESTER STOFF, N.A.G.

4.1

F1

4.1

333 kg

3

E

III

1325

ENTZÜNDBARER ORGANISCHER FESTER STOFF, N.A.G.

4.1

F1

4.1

1000 kg

1

E

III

1328

HEXAMETHYLENTETRAMIN

4.1

F1

4.1

1000 kg

1

E

III

1332

METALDEHYD

4.1

F1

4.1

1000 kg

1

E

III

1350

SCHWEFEL

4.1

F3

4.1

1000 kg

1

E

III

1362

KOHLE, AKTIVIERT

4.2

S2

4.2

unbegrenzt

E

I

1383

PYROPHORES METALL, N.A.G. oder PYROPHORE LEGIERUNG, N.A.G.

4.2

S4

4.2

0 kg

nicht anwendbar

B/E

I

1428

NATRIUM

4.3

W2

4.3

20 Liter

50

B/E

I

1436

ZINK-PULVER oder ZINK-STAUB

4.3

WS

4.3
+ 4.2

20 kg

50

E

II

1436

ZINK-PULVER oder ZINK-STAUB

4.3

WS

4.3
+ 4.2

333 kg

3

D/E

III

1436

ZINK-PULVER oder ZINK-STAUB

4.3

WS

4.3
+ 4.2

1000 kg

1

E

II

1446

BARIUMNITRAT

5.1

OT2

5.1
+ 6.1

333 kg

3

E

II

1463

CHROMTRIOXID, WASSERFREI

5.1

OTC

5.1 +
6.1 + 8

333 kg

3

E

III

1479

ENTZÜNDEND (OXIDIEREND) WIRKENDER FESTER
STOFF, N.A.G.

5.1

O2

5.1

1000 kg

1

E

0 kg

II

1485

KALIUMCHLORAT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

III

1486

KALIUMNITRAT

5.1

O2

5.1

1000 kg

1

E

II

1488

KALIUMNITRIT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

II

1490

KALIUMPERMANGANAT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

II

1493

SILBERNITRAT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

II

1495

NATRIUMCHLORAT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

II

1496

NATRIUMCHLORIT

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

III

1500

NATRIUMNITRIT

5.1

OT2

5.1
+ 6.1

1000 kg

1

E

III

1505

NATRIUMPERSULFAT

5.1

O2

5.1

1000 kg

1

E

II

1544

ALKALOIDE, FEST, N.A.G. oder ALKALOIDSALZE, FEST, N.A.G.

6.1

T2

6.1

333 kg

3

D/E

II

1547

ANILIN

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

I

1556

ARSENVERBINDUNG, FLÜSSIG, N.A.G. , anorganisch, einschliesslich Arsenate, n.a.g., Arsenite, n.a.g. und Arsensulfide, n.a.g.

6.1

T4

6.1

20 Liter

50

C/E

II

1556

ARSENVERBINDUNG, FLÜSSIG, N.A.G. , anorganisch, einschliesslich Arsenate, n.a.g., Arsenite, n.a.g. und Arsensulfide, n.a.g.

6.1

T4

6.1

333 Liter

3

D/E

III

1556

ARSENVERBINDUNG, FLÜSSIG, N.A.G. , anorganisch, einschliesslich Arsenate, n.a.g., Arsenite, n.a.g. und Arsensulfide, n.a.g.

6.1

T4

6.1

333 Liter

3

E

II

1564

BARIUMVERBINDUNG, N.A.G.

6.1

T5

6.1

333 kg

3

D/E

III

1564

BARIUMVERBINDUNG, N.A.G.

6.1

T5

6.1

333 kg

3

E

III

1593

DICHLORMETHAN

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

II

1597

DINITROBENZENE, FLÜSSIG

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

III

1597

DINITROBENZENE, FLÜSSIG

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

III

1616

BLEIACETAT

6.1

T5

6.1

333 kg

3

E

II

1624

QUECKSILBER(II)CHLORID

6.1

T5

6.1

333 kg

3

D/E

II

1638

QUECKSILBERIODID

6.1

T5

6.1

333 kg

3

D/E

II

1643

KALIUMQUECKSILBER(II)-IODID

6.1

T5

6.1

333 kg

3

D/E

II

1648

ACETONITRIL

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1663

NITROPHENOLE (o-, m-, p-)

6.1

T2

6.1

333 kg

3

E

0 Liter

I

1670

PERCHLORMETHYLMERCAPTAN

6.1

T1

6.1

20 Liter

50

C/D

II

1671

PHENOL, FEST

6.1

T2

6.1

333 kg

3

D/E

I

1680

KALIUMCYANID, FEST

6.1

T5

6.1

20 kg

50

C/E

II

1687

NATRIUMAZID

6.1

T5

6.1

333 kg

3

E

I

1689

NATRIUMCYANID, FEST

6.1

T5

6.1

20 kg

50

C/E

III

1690

NATRIUMFLUORID, FEST

6.1

T5

6.1

333 kg

3

E

III

1710

TRICHLORETHYLEN

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

0 Liter

II

1715

ESSIGSÄUREANHYDRID

8

CF1

8 + 3

333 Liter

3

D/E

III

1719

ÄTZENDER ALKALISCHER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

8

C5

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

I

1744

BROM oder BROM, LÖSUNG

8

CT1

8
+ 6.1

20 Liter

50

C/D

II

1748

CALCIUMHYPOCHLORIT, TROCKEN oder CALCIUMHYPOCHLORIT MISCHUNG, TROCKEN,
mit mehr als 39 % aktivem Chlor (8,8 % aktivem Sauerstoff)

5.1

O2

5.1

333 Liter

3

E

II

1755

CHROMSÄURE, LÖSUNG

8

C1

8

333 Liter

3

E

III

1755

CHROMSÄURE, LÖSUNG

8

C1

8

1000 Liter

1

E

III

1759

ÄTZENDER FESTER STOFF, N.A.G.

8

C10

8

1000 kg

1

E

III

1760

ÄTZENDER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

8

C9

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

II

1775

FLUORBORSÄURE

8

C1

8

333 Liter

3

E

II

1779

AMEISENSÄURE mit mehr als 85 Masse-% Säure

8

CF1

8
+ 3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

1789

CHLORWASSERSTOFFSÄURE

8

C1

8

333 Liter

3

E

I

1790

FLUORWASSERSTOFFSÄURE
mit mehr als 85 % Fluorwasserstoff

8

CT1

8
+ 6.1

20 Liter

50

C/D

I

1790

FLUORWASSERSTOFFSÄURE mit mehr als 60 % Fluorwasser-
stoff, aber höchstens 85 % Fluorwasserstoff

8

CT1

8
+ 6.1

20 Liter

50

C/D

II

1790

FLUORWASSERSTOFFSÄURE
mit höchstens 60 % Fluorwasserstoff

8

CT1

8
+ 6.1

333 Liter

3

E

III

1791

HYPOCHLORITLÖSUNG

8

C9

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

II

1802

PERCHLORSÄURE mit höchstens 50 Masse-% Säure

8

CO1

8
+ 5.1

333 Liter

3

E

II

1803

PHENOLSULFONSÄURE, FLÜSSIG

8

C3

8

333 Liter

3

E

III

1805

PHOSPHORSÄURE, LÖSUNG

8

C1

8

1000 Liter

1

E

II

1807

PHOSPHORPENTOXID

8

C2

8

333 kg

3

E

II

1811

KALIUMHYDROGENDIFLUORID, FEST

8

CT2

8
+ 6.1

333 kg

3

E

II

1813

KALIUMHYDROXID, FEST

8

C6

8

333 kg

3

E

II

1814

KALIUMHYDROXIDLÖSUNG

8

C5

8

333 Liter

3

E

0 Liter

III

1814

KALIUMHYDROXIDLÖSUNG

8

C5

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

II

1823

NATRIUMHYDROXID, FEST

8

C6

8

333 kg

3

E

0 Liter

II

1824

NATRIUMHYDROXIDLÖSUNG

8

C5

8

333 Liter

3

E

0 Liter

II

1830

SCHWEFELSÄURE mit mehr als 51 % Säure

8

C1

8

333 Liter

3

E

0 Liter

1845

Kohlendioxid, fest (Trockeneis)

9

M11

unterliegt nicht den Vorschriften des ADR / der VMSV

II

1846

TETRACHLORKOHLENSTOFF

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

1849

NATRIUMSULFID, HYDRATISIERT mit mindestens
30 % Kristallwasser

8

C6

8

333 kg

3

E

III

1863

DÜSENKRAFTSTOFF

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

II

1866

HARZLÖSUNG, entzündbar (Dampfdruck bei 50 °C grösser
als 110 kPa)

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

1872

BLEIDIOXID

5.1

OT2

5.1
+ 6.1

1000 kg

1

E

I

1873

PERCHLORSÄURE mit mehr als 50 Masse-%, aber
höchstens 72 Masse-% Säure

5.1

OC1

5.1
+ 8

20 Liter

50

B/E

II

1885

BENZIDIN

6.1

T2

6.1

333 kg

3

D/E

III

1888

CHLOROFORM

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

0 Liter

III

1897

TETRACHLORETHYLEN

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

0 Liter

I

1903

DESINFEKTIONSMITTEL, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C9

8

20 Liter

50

E

0 Liter

II

1903

DESINFEKTIONSMITTEL, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C9

8

333 Liter

3

E

0 Liter

III

1903

DESINFEKTIONSMITTEL, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C9

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

1910

Calciumoxid

8

C6

unterliegt nicht den Vorschriften des ADR / der VMSV

1912

METHYLCHLORID UND DICHLORMETHAN, GEMISCH

2

2F

2.1

333 kg

3

B/D

III

1942

AMMONIUMNITRAT mit höchstens 0,2 % brennbaren Stoffen, einschliesslich jedes als Kohlenstoff berechneten organischen
Stoffes, unter Ausschluss jedes anderen zugesetzten Stoffes

5.1

O2

5.1

1000 kg

1

E

III

1944

SICHERHEITSZUENDHOELZER
(Heftchen, Briefchen oder Schachteln)

4.1

F1

4.1

unbegrenzt

E

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, erstickend

2

5A

2.2

1000 kg

1

E

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, ätzend

2

5C

2.2
+ 8

20 kg

50

E

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, ätzend, oxidierend

2

5CO

2.2
+ 5.1
+ 8

20 kg

50

E

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, entzündbar

2

5F

2.1

333 kg

3

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, entzündbar, ätzend

2

5FC

2.1
+ 8

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, oxidierend

2

5O

2.2
+ 5.1

1000 kg

1

E

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig

2

5T

2.2
+ 6.1

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig, ätzend

2

5TC

2.2
+ 6.1
+ 8

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig, entzündbar

2

5TF

2.1
+ 6.1

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig, entzündbar, ätzend

2

5TFC

2.1
+ 6.1
+ 8

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig, oxidierend

2

5TO

2.2
+ 5.1
+ 6.1

20 kg

50

D

1950

DRUCKGASPACKUNGEN, giftig, oxidierend, ätzend

2

5TOC

2.2
+ 5.1
+ 6.1
+ 8

20 kg

50

D

1954

VERDICHTETES GAS, ENTZÜNDBAR, N.A.G.

2

1F

2.1

333 Liter

3

B/D

1956

VERDICHTETES GAS, N.A.G.

2

1A

2.2

1000 Liter

1

E

1965

KOHLENWASSERSTOFFGAS, GEMISCH, VERFLÜSSIGT, N.A.G. (Gemisch A, A 01, A 02, A 0, A 1, B 1, B 2, B oder C)

2

2F

2.1

333 kg

3

B/D

1971

METHAN, VERDICHTET oder ERDGAS, VERDICHTET,
mit hohem Methangehalt

2

1F

2.1

333 Liter

3

B/D

1974

BROMCHLORDIFLUORMETHAN
(GAS ALS KÄLTEMITTEL R 12B1)

2

2A

2.2

1000 kg

1

C/E

1977

STICKSTOFF, TIEFGEKÜHLT, FLÜSSIG

2

3A

2.2

1000 kg

1

C/E

1978

PROPAN

2

2F

2.1

333 kg

3

B/D

I

1986

ALKOHOLE, ENTZÜNDBAR, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

20 Liter

50

C/E

0 Liter

II

1986

ALKOHOLE, ENTZÜNDBAR, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1986

ALKOHOLE, ENTZÜNDBAR, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

III

1987

ALKOHOLE, N.A.G.

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

I

1992

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

20 Liter

50

C/E

0 Liter

II

1992

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1992

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, GIFTIG, N.A.G.

3

FT1

3
+ 6.1

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

I

1993

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

3

F1

3

20 Liter

50

D/E

0 Liter

II

1993

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

1993

ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

0 Liter

II

2014

WASSERSTOFFPEROXID, WÄSSERIGE LÖSUNG mit mindestens 20 %, aber höchstens 60 % Wasserstoffperoxid (Stabilisierung nach Bedarf)

5.1

OC1

5.1
+ 8

333 Liter

3

E

0 Liter

I

2031

SALPETERSÄURE, andere als rotrauchende, mit mehr
als 70 % Säure

8

CO1

8
+ 5.1

20 Liter

50

E

0 Liter

II

2031

SALPETERSÄURE, andere als rotrauchende, mit mindestens
65 %, aber höchstens 70 % Säure

8

CO1

8
+ 5.1

333 Liter

3

E

0 Liter

II

2031

SALPETERSÄURE, andere als rotrauchende, mit weniger
als 65 % Säure

8

C1

8

333 Liter

3

E

0 Liter

I

2032

SALPETERSÄURE, ROTRAUCHEND

8

COT

8 + 5.1
+ 6.1

20 Liter

50

C/D

0 Liter

2037

GEFÄSSE, KLEIN, MIT GAS (GASPATRONEN),
ohne Entnahmeeinrichtung, nicht nachfüllbar

2

5F

2.1

333 Liter

3

D

I

2059

NITROCELLULOSE, LÖSUNG, ENTZÜNDBAR ,
mit höchstens 12,6 % Stickstoff in der Trockenmasse und
höchstens 55 % Nitrocellulose

3

D

3

20 Liter

50

B

III

2077

alpha-NAPHTHYLAMIN

6.1

T2

6.1

333 kg

3

E

II

2078

TOLUENDIISOCYANAT

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

II

2079

DIETHYLENTRIAMIN

8

C7

8

333 Liter

3

E

0 Liter

2187

KOHLENDIOXID, TIEFGEKÜHLT, FLÜSSIG

2

3A

2.2

1000 kg

1

C/E

II

2206

ISOCYANATE, GIFTIG, N.A.G. oder
ISOCYANAT, LÖSUNG, GIFTIG, N.A.G.

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

III

2206

ISOCYANATE, GIFTIG, N.A.G. oder
ISOCYANAT, LÖSUNG, GIFTIG, N.A.G.

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

III

2208

CALCIUMHYPOCHLORIT, MISCHUNG, TROCKEN,
mit mehr als 10 %, aber höchstens 39 % aktivem Chlor

5.1

O2

5.1

1000 kg

1

E

0 kg

III

2209

FORMALDEHYDLÖSUNG mit mindestens 25 % Formaldehyd

8

C9

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

III

2254

STURMZÜNDHÖLZER

4.1

F1

4.1

unbegrenzt

E

II

2259

TRIETHYLENTETRAMIN

8

C7

8

333 Liter

3

E

0 Liter

III

2289

ISOPHORONDIAMIN

8

C7

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

II

2296

METHYLCYCLOHEXAN

3

F1

3

333 Liter

3

D/E

III

2310

PENTAN-2,4-DION

3

FT1

3
+ 6.1

1000 Liter

1

D/E

III

2319

TERPENKOHLENWASSERSTOFFE, N.A.G.

3

F1

3

1000 Liter

1

D/E

III

2320

TETRAETHYLENPENTAMIN

8

C7

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

III

2327

TRIMETHYLHEXAMETHYLENDIAMINE

8

C7

8

1000 Liter

1

E

I

2401

PIPERIDIN

8

CF1

8
+ 3

20 Liter

50

D/E

III

2431

ANISIDINE

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

II

2465

DICHLORISOCYANURSÄURE, TROCKEN oder DICHLORISOCYANURSÄURESALZE

5.1

O2

5.1

333 kg

3

E

0 kg

III

2491

ETHANOLAMIN oder ETHANOLAMIN, LÖSUNG

8

C7

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

I

2570

CADMIUMVERBINDUNG

6.1

T5

6.1

20 kg

50

C/E

II

2570

CADMIUMVERBINDUNG

6.1

T5

6.1

333 kg

3

D/E

III

2570

CADMIUMVERBINDUNG

6.1

T5

6.1

333 kg

3

E

III

2582

EISEN(III)CHLORID, LÖSUNG

8

C1

8

1000 Liter

1

E

III

2623

FEUERANZÜNDER, FEST, mit entzündbarem flüssigem Stoff getränkt

4.1

F1

4.1

unbegrenzt

E

III

2672

AMMONIAKLÖSUNG in Wasser, relative Dichte zwischen
0,880 und 0,957 bei 15 °C, mit mehr als 10 %, aber höchstens
35 % Ammoniak

8

C5

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

III

2693

HYDROGENSULFITE, WÄSSERIGE LÖSUNG, N.A.G.

8

C1

8

1000 Liter

1

E

I

2734

AMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, ENTZÜNDBAR, N.A.G. oder POLYAMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, ENTZÜNDBAR, N.A.G.

8

CF1

8
+ 3

20 Liter

50

D/E

II

2734

AMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, ENTZÜNDBAR, N.A.G. oder POLYAMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, ENTZÜNDBAR, N.A.G.

8

CF1

8
+ 3

333 Liter

3

D/E

I

2735

AMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G. oder
POLYAMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C7

8

20 Liter

50

E

0 Liter

II

2735

AMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G. oder
POLYAMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C7

8

333 Liter

3

E

0 Liter

III

2735

AMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G. oder
POLYAMINE, FLÜSSIG, ÄTZEND, N.A.G.

8

C7

8

1000 Liter

1

E

0 Liter

I

2783

ORGANOPHOSPHORPESTIZID, FEST, GIFTIG

6.1

T7

6.1

20 kg

50

C/E

II

2783

ORGANOPHOSPHORPESTIZID, FEST, GIFTIG

6.1

T7

6.1

333 kg

3

D/E

III

2783

ORGANOPHOSPHORPESTIZID, FEST, GIFTIG

6.1

T7

6.1

333 kg

3

E

II

2789

EISESSIG oder ESSIGSÄURE, LÖSUNG mit mehr als
80 Masse-% Säure

8

CF1

8
+ 3

333 Liter

3

D/E

II

2790

ESSIGSÄURE, LÖSUNG mit mindestens 50 Masse-%
und höchstens 80 Masse-% Säure

8

C3

8

333 Liter

3

E

III

2790

ESSIGSÄURE, LÖSUNG mit mehr als 10 Masse-%,
aber weniger als 50 Masse-% Säure

8

C3

8

1000 Liter

1

E

2794

BATTERIEN (AKKUMULATOREN), NASS,
GEFÜLLT MIT SÄURE, elektrische Sammler

8

C11

8

1000 kg

1

E

2795

BATTERIEN (AKKUMULATOREN), NASS,
GEFÜLLT MIT ALKALIEN, elektrische Sammler

8

C11

8

1000 kg

1

E

II

2796

SCHWEFELSÄURE mit höchstens 51 % Säure oder BATTERIEFLÜSSIGKEIT, SAUER

8

C1

8

333 Liter

3

E

0 Liter

2800

BATTERIEN (AKKUMULATOREN), NASS,
AUSLAUFSICHER, elektrische Sammler

8

C11

8

1000 kg

1

E

I

2810

GIFTIGER ORGANISCHER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

6.1

T1

6.1

20 Liter

50

C/E

0 Liter

II

2810

GIFTIGER ORGANISCHER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

D/E

0 Liter

III

2810

GIFTIGER ORGANISCHER FLÜSSIGER STOFF, N.A.G.

6.1

T1

6.1

333 Liter

3

E

0 Liter

I

2811

GIFTIGER ORGANISCHER FESTER STOFF, N.A.G.

6.1

T2

6.1

20 kg

50

C/E

II

2811

GIFTIGER ORGANISCHER FESTER STOFF, N.A.G.

6.1

T2

6.1

333 kg

3

D/E

III

2811

GIFTIGER ORGANISCHER FESTER STOFF, N.A.G.

6.1

T2

6.1

333 kg

3

E

2814

ANSTECKUNGSGEFÄHRLICHER STOFF, GEFÄHRLICH
FÜR MENSCHEN

6.2

I1

6.2

0 kg/L

nicht anwendbar

(-)

II

2817

AMMONIUMHYDROGENDIFLUORID, LÖSUNG

8

CT1