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Bundesgesetz über die Stempelabgaben

vom 27. Juni 1973 (Stand am 1. Januar 2020)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf die Artikel 132 Absatz 1 und 134 der Bundesverfassung1,2 nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 25. Oktober 19723.

beschliesst:

Einleitung

I. Gegenstand des Gesetzes

Art. 1

1Der Bund er­hebt Stem­pe­l­ab­ga­ben:

a.1
auf der Aus­ga­be fol­gen­der in­län­di­scher Ur­kun­den:
1.
Ak­ti­en,
2.2
Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und An­teil­schei­ne von Ge­nos­sen­schaf­ten,
2bis.3
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne und Be­tei­li­gungs­schei­ne von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken,
3.
Ge­nuss­schei­ne,
4. und 5.4 ...
b.5
auf dem Um­satz der fol­gen­den in­län­di­schen und aus­län­di­schen Ur­kun­den:
1.
Ob­li­ga­tio­nen,
2.
Ak­ti­en,
3.6
Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und An­teil­schei­ne von Ge­nos­sen­schaf­ten,
3bis.7
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne und Be­tei­li­gungs­schei­ne von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken,
4.
Ge­nuss­schei­ne,
5.8
An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz vom 23. Ju­ni 20069 (KAG),
6.
Pa­pie­re, die die­ses Ge­setz den Ur­kun­den nach den Zif­fern 1–5 gleich­stellt;
c.
auf der Zah­lung von Ver­si­che­rungs­prä­mi­en ge­gen Quit­tung.

2Wer­den bei den in Ab­satz 1 er­wähn­ten Rechts­vor­gän­gen kei­ne Ur­kun­den aus­ge­stellt oder um­ge­setzt, so tre­ten an ih­re Stel­le die der Fest­stel­lung der Rechts­vor­gän­ge die­nen­den Ge­schäfts­bü­cher oder sons­ti­gen Ur­kun­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
4 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
8 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
9 SR 951.31

II. ...

Art. 2

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 1963; BBl 1981 III 737).

III. Verhältnis zum kantonalen Recht

Art. 3

1Ur­kun­den, wel­che die­ses Ge­setz als Ge­gen­stand ei­ner Stem­pe­l­ab­ga­be oder steu­er­frei er­klärt, dür­fen von den Kan­to­nen nicht mit gleich­ge­ar­te­ten Ab­ga­ben oder Re­gis­trie­rungs­ge­büh­ren be­las­tet wer­den. An­stän­de, die sich auf Grund die­ser Be­stim­mung

er­ge­ben, be­ur­teilt das Bun­des­ge­richt als ein­zi­ge In­stanz (Art. 116 des Bun­des­rechts­pfle­ge­ge­set­zes vom 16. Dez. 1943 – OG1).

2Zu den steu­er­frei­en Ur­kun­den ge­hö­ren auch die Frach­tur­kun­den im Ge­päck-, Tier- und Gü­ter­ver­kehr der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen und der vom Bund kon­zes­sio­nier­ten Trans­port­un­ter­neh­men.2


1 [BS 3 531; AS 1948 485 Art. 86, 1955 871 Art. 118, 1959 902, 1969 737 Art. 80 Bst. b 767, 1977 237 Ziff. II 3 862 Art. 52 Ziff. 2 1323 Ziff. III, 1978 688 Art. 88 Ziff. 3 1450, 1979 42, 1980 31 Ziff. IV 1718 Art. 52 Ziff. 2 1819 Art. 12 Abs. 1, 1982 1676 An­hang Ziff. 13, 1983 1886 Art. 36 Ziff. 1, 1986 926 Art. 59 Ziff. 1, 1987 226 Ziff. II 1 1665 Ziff. II, 1988 1776 An­hang Ziff. II 1, 1989 504 Art. 33 Bst. a, 1990 938 Ziff. III Abs. 5, 1992 288, 1993 274 Art. 75 Ziff. 1 1945 An­hang Ziff. 1, 1995 1227 An­hang Ziff. 3 4093 An­hang Ziff. 4, 1996 508 Art. 36 750 Art. 17 1445 An­hang Ziff. 2 1498 An­hang Ziff. 2, 1997 1155 An­hang Ziff. 6 2465 An­hang Ziff. 5, 1998 2847 An­hang Ziff. 3 3033 An­hang Ziff. 2, 1999 1118 An­hang Ziff. 1 3071 Ziff. I 2, 2000 273 An­hang Ziff. 6 416 Ziff. I 2 505 Ziff. I 1 2355 An­hang Ziff. 1 2719, 2001 114 Ziff. I 4 894 Art. 40 Ziff. 3 1029 Art. 11 Abs. 2, 2002 863 Art. 35 1904 Art. 36 Ziff. 1 2767 Ziff. II 3988 An­hang Ziff. 1, 2003 2133 An­hang Ziff. 7 3543 An­hang Ziff. II 4 Bst. a 4557 An­hang Ziff. II 1, 2004 1985 An­hang Ziff. II 1 4719 An­hang Ziff. II 1, 2005 5685 An­hang Ziff. 7. AS 2006 1205 Art. 131 Abs. 1]. Sie­he heu­te das Bun­des­ge­richts­ge­setz vom 17. Ju­ni 2005 (SR 173.110).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999 (AS 2000 322; BBl 1999 7922). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 9 des BG vom 20. März 2009 über die Bahn­re­form 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).

IV. Begriffsbestimmungen

Art. 4

1In­län­der ist, wer im In­land Wohn­sitz, dau­ern­den Auf­ent­halt, sta­tu­ta­ri­schen oder ge­setz­li­chen Sitz hat oder als Un­ter­neh­men im in­län­di­schen Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.

2In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit fes­tem Ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 110 KAG1 wer­den in die­sem Ge­setz den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt.2

3Ob­li­ga­tio­nen sind schrift­li­che, auf fes­te Be­trä­ge lau­ten­de Schuld­an­er­ken­nun­gen, die zum Zwe­cke der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­be­schaf­fung oder An­la­ge­ge­wäh­rung oder der Kon­so­li­die­rung von Ver­bind­lich­kei­ten in ei­ner Mehr­zahl von Ex­em­pla­ren aus­ge­ge­ben wer­den, na­ment­lich An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen mit Ein­schluss der Par­tia­len von An­lei­hen, für wel­che ein Grund­pfand­recht ge­mä­ss Ar­ti­kel 875 des Zi­vil­ge­setz­bu­ches3 be­steht, Ren­ten­ti­tel, Pfand­brie­fe, Kas­se­nob­li­ga­tio­nen, Kas­sen- und De­po­si­ten­schei­ne so­wie Schuld­buch­for­de­run­gen.4

4Den Ob­li­ga­tio­nen gleich­ge­stellt sind:

a.
in ei­ner Mehr­zahl aus­ge­ge­be­ne Wech­sel, wech­se­l­ähn­li­che Schuld­ver­schrei­bun­gen und an­de­re Dis­kont­pa­pie­re, so­fern sie zur Un­ter­brin­gung im Pu­bli­kum be­stimmt sind;
b.
Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Dar­le­hens­for­de­run­gen;
c.
in ei­ner Mehr­zahl aus­ge­ge­be­ne, der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­be­schaf­fung die­nen­de Buch­for­de­run­gen.5

5Geld­markt­pa­pie­re sind Ob­li­ga­tio­nen mit ei­ner fes­ten Lauf­zeit von nicht mehr als zwölf Mo­na­ten.6


1 SR 951.31
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
3 SR 210
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

Erster Abschnitt: Emissionsabgabe

I. Gegenstand der Abgabe

Art. 5 Beteiligungsrechte

1Ge­gen­stand der Ab­ga­be sind:

a.
die ent­gelt­li­che oder un­ent­gelt­li­che Be­grün­dung und Er­hö­hung des Nenn­wer­tes von Be­tei­li­gungs­rech­ten in Form von:
Ak­ti­en in­län­di­scher Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten;
Stam­man­tei­len in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung;2
Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len in­län­di­scher Ge­nos­sen­schaf­ten;
Ge­nuss­schei­nen in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten oder Ge­nos­sen­schaf­ten. Als Ge­nuss­schei­ne gel­ten Ur­kun­den über An­sprü­che auf einen An­teil am Rein­ge­winn oder am Li­qui­da­ti­ons­er­geb­nis;
3
Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen in­län­di­scher Ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten oder ge­werb­li­cher Un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Rechts;
4
Be­tei­li­gungs­schei­nen von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken.
b.5
...

2Der Be­grün­dung von Be­tei­li­gungs­rech­ten im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be a sind gleich­ge­stellt:

a.
die Zu­schüs­se, die die Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter oh­ne ent­spre­chen­de Ge­gen­leis­tung an die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft er­brin­gen, oh­ne dass das im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ge­sell­schafts­ka­pi­tal oder der ein­be­zahl­te Be­trag der Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le er­höht wird;
b.6
der Hand­wech­sel der Mehr­heit der Ak­ti­en, Stam­man­tei­len oder Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le an ei­ner in­län­di­schen Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft, die wirt­schaft­lich li­qui­diert oder in li­qui­de Form ge­bracht wor­den ist;
c.7
...

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (AS 1992 733; BBl 1983 II 745).
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).
7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

Art. 5a

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).

Art. 6 Ausnahmen

1Von der Ab­ga­be sind aus­ge­nom­men:

a.
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaf­ten, die sich, oh­ne einen Er­werbs­zweck zu ver­fol­gen, ent­we­der der Für­sor­ge für Be­dürf­ti­ge und Kran­ke, der För­de­rung des Kul­tus, des Un­ter­richts so­wie an­de­rer ge­mein­nüt­zi­ger Zwe­cke oder der Be­schaf­fung von Woh­nun­gen zu mäs­si­gen Miet­zin­sen oder der Ge­wäh­rung von Bürg­schaf­ten wid­men, so­fern nach den Sta­tu­ten
die Di­vi­den­de auf höchs­tens 6 Pro­zent des ein­be­zahl­ten Ge­sell­schafts- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals be­schränkt,
die Aus­rich­tung von Tan­tie­men aus­ge­schlos­sen und
bei der Auf­lö­sung der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft der nach Rück­zah­lung des ein­be­zahl­ten Ge­sell­schafts- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals ver­blei­ben­de Teil des Ver­mö­gens ei­nem der er­wähn­ten Zwe­cke zu­zu­wen­den ist;
abis.1Be­tei­li­gungs­rech­te, die in Durch­füh­rung von Be­schlüs­sen über Fu­sio­nen oder die­sen wirt­schaft­lich gleich­kom­men­de Zu­sam­menschlüs­se, Um­wand­lun­gen und Spal­tun­gen von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaf­ten be­grün­det oder er­höht wer­den;
b.2
die Be­grün­dung oder Nenn­wert­er­hö­hung von Be­tei­li­gungs­rech­ten an Ge­nos­sen­schaf­ten, so­weit die Leis­tun­gen der Ge­nos­sen­schaf­ter im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 ge­samt­haft ei­ne Mil­li­on Fran­ken nicht über­stei­gen;
c.3
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Trans­port­un­ter­neh­men, die aus In­ves­ti­ti­ons­bei­trä­gen der öf­fent­li­chen Hand zu de­ren Guns­ten be­grün­det oder er­höht wer­den;
d.
die Be­tei­li­gungs­rech­te, die un­ter Ver­wen­dung frü­he­rer Auf­gel­der und Zu­schüs­se der Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nach­weist, dass sie auf die­sen Leis­tun­gen die Ab­ga­be ent­rich­tet hat;
e.4
...
f.5
...
g.6
die Be­tei­li­gungs­rech­te, die un­ter Ver­wen­dung ei­nes Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals oder Be­tei­li­gungs­ka­pi­tals ei­ner Ge­nos­sen­schafts­bank be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nach­weist, dass sie auf die­sem Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal oder Be­tei­li­gungs­ka­pi­tal die Ab­ga­be ent­rich­tet hat;
h.7
die bei der Grün­dung oder Ka­pi­tal­er­hö­hung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, ei­ner Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung ent­gelt­lich aus­ge­ge­be­nen Be­tei­li­gungs­rech­te, so­weit die Leis­tun­gen der Ge­sell­schaf­ter ge­samt­haft ei­ne Mil­li­on Fran­ken nicht über­stei­gen;
i.8
die Be­grün­dung von An­tei­len von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG9;
j.10
Be­tei­li­gungs­rech­te, die zur Über­nah­me ei­nes Be­trie­bes oder Teil­be­trie­bes ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern ge­mä­ss letz­ter Jah­res­bi­lanz die Hälf­te des Ka­pi­tals und der ge­setz­li­chen Re­ser­ven die­ser Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft nicht mehr ge­deckt ist;
k.11
die bei of­fe­nen Sa­nie­run­gen vor­ge­nom­me­ne Be­grün­dung von Be­tei­li­gungs­rech­ten oder die Er­hö­hung von de­ren Nenn­wert bis zur Hö­he vor der Sa­nie­rung so­wie Zu­schüs­se von Ge­sell­schaf­tern oder Ge­nos­sen­schaf­tern bei stil­len Sa­nie­run­gen, so­weit:
be­ste­hen­de Ver­lus­te be­sei­tigt wer­den, und
die Leis­tun­gen der Ge­sell­schaf­ter oder Ge­nos­sen­schaf­ter ge­samt­haft 10 Mil­lio­nen Fran­ken nicht über­stei­gen;
l.12
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ban­ken, die un­ter Ver­wen­dung des Wand­lungs­ka­pi­tals ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 193413 be­grün­det oder er­höht wer­den;
m.14
die Be­tei­li­gungs­rech­te an Ban­ken oder Kon­zern­ge­sell­schaf­ten von Fi­nanz­grup­pen, für die Mass­nah­men nach den Ar­ti­keln 28–32 des Ban­ken­ge­set­zes an­ge­ord­net wer­den kön­nen, die bei der Um­wand­lung von Fremd- in Ei­gen­ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 3 des Ban­ken­ge­set­zes be­grün­det oder er­höht wer­den.

2Fal­len die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­be­frei­ung da­hin, so ist auf den noch be­ste­hen­den Be­tei­li­gungs­rech­ten die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.15


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 9 des BG vom 20. März 2009 über die Bahn­re­form 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
5 Ein­ge­fügt durch Art. 24 des ABRG vom 20. Dez. 1985 (AS 1988 1420; BBl 1984 I 1129). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II des BG vom 28. Sept. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2019 433; BBl 2018 2325).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft) (AS 1992 733; BBl 1983 II 745). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. März 1995 (AS 1995 4259; BBl 1995 I 89). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
9 SR 951.31
10 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
12 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor) (AS 2012 811; BBl 2011 4717). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3451; BBl 2015 7083).
13 SR 952.0
14 Ein­ge­fügt durch Ziff. II des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3451; BBl 2015 7083).
15 Im Sin­ne ei­ner Be­rich­ti­gung nach Art. 33 Abs. 1 GVG (AS 1974 1051) hat die Re­dak-ti­ons­kom­mis­si­on der BVers den Pas­sus «oder An­tei­len an An­la­ge­fonds» ge­stri­chen.

II. Entstehung der Abgabeforderung

Art. 7

1Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht:

a.1
bei Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen, Stam­man­tei­len von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und bei Be­tei­li­gungs­schei­nen von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken: im Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Be­grün­dung oder der Er­hö­hung der Be­tei­li­gungs­rech­te ins Han­dels­re­gis­ter;
abis.2bei Be­tei­li­gungs­rech­ten, die im Ver­fah­ren der be­ding­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung be­grün­det wer­den: im Zeit­punkt ih­rer Aus­ga­be;
b.3
...
c.
bei Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len: im Zeit­punkt ih­rer Be­grün­dung oder Er­hö­hung;
d.
bei Ge­nuss­schei­nen: im Zeit­punkt ih­rer Aus­ga­be oder Er­hö­hung;
e.
bei Zu­schüs­sen und bei ei­nem Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten: im Zeit­punkt des Zu­schus­ses oder des Hand­wech­sels;
f.4
....

2...5


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (SR 220 am En­de, SchlB zum Tit. XXVI).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

III. Abgabesätze und Berechnungsgrundlage

Art. 8 Beteiligungsrechte

1Die Ab­ga­be auf Be­tei­li­gungs­rech­ten be­trägt 1 Pro­zent und wird be­rech­net:2

a.
bei der Be­grün­dung und Er­hö­hung von Be­tei­li­gungs­rech­ten: vom Be­trag, der der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft als Ge­gen­leis­tung für die Be­tei­li­gungs­rech­te zu­fliesst, min­des­tens aber vom Nenn­wert;
b.
auf Zu­schüs­sen: vom Be­trag des Zu­schus­ses;
c.
beim Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten: vom Rein­ver­mö­gen, das sich im Zeit­punkt des Hand­wech­sels in der Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft be­fin­det, min­des­tens aber vom Nenn­wert al­ler be­ste­hen­den Be­tei­li­gungs­rech­te.

2...3

3Sa­chen und Rech­te sind zum Ver­kehrs­wert im Zeit­punkt ih­rer Ein­brin­gung zu be­wer­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

Art. 9 Besondere Fälle

1Die Ab­ga­be be­trägt:

a.1
...
b.2
...
c.3
...
d.4
auf un­ent­gelt­lich aus­ge­ge­be­nen Ge­nuss­schei­nen: 3 Fran­ken je Ge­nuss­schein;
e.5
auf Be­tei­li­gungs­rech­ten, die in Durch­füh­rung von Be­schlüs­sen über die Fu­si­on, Spal­tung oder Um­wand­lung von Ein­zel­un­ter­neh­men, Han­dels­ge­sell­schaf­ten oh­ne ju­ris­ti­sche Per­sön­lich­keit, Ver­ei­nen, Stif­tun­gen oder Un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Rechts be­grün­det oder er­höht wer­den, so­fern der bis­he­ri­ge Rechts­trä­ger wäh­rend min­des­tens fünf Jah­ren be­stand: 1 Pro­zent des Nenn­werts, vor­be­hält­lich der Aus­nah­men in Ar­ti­kel 6 Ab­satz 1 Buch­sta­be h. Über den Mehr­wert wird nach­träg­lich ab­ge­rech­net, so­weit wäh­rend den der Um­struk­tu­rie­rung nach­fol­gen­den fünf Jah­ren die Be­tei­li­gungs­rech­te ver­äus­sert wer­den.

2Von den Ein­zah­lun­gen, die wäh­rend ei­nes Ge­schäfts­jah­res auf das Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal ge­macht wer­den, wird die Ab­ga­be nur so­weit er­ho­ben, als die­se Ein­zah­lun­gen die Rück­zah­lun­gen auf dem Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal wäh­rend des glei­chen Ge­schäfts­jah­res über­stei­gen.


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III Art. 7 Ziff. 1 des BG vom 4. Okt. 1991 über die Än­de­rung des OR (Die Ak­ti­en­ge­sell­schaft), in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (SR 220 am En­de, SchlB zum Tit. XXVI).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791 4839; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 9a

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).

IV. Abgabepflicht

Art. 10

1Für Be­tei­li­gungs­rech­te ist die Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft ab­ga­be­pflich­tig.1 Für die beim Hand­wech­sel der Mehr­heit von Be­tei­li­gungs­rech­ten (Art. 5 Abs. 2 Bst.b) ge­schul­de­te Ab­ga­be haf­tet der Ver­äus­se­rer der Be­tei­li­gungs­rech­te so­li­da­risch.

2...2

3und 4...3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).

V. Fälligkeit der Abgabeforderung

Art. 11

Die Ab­ga­be wird fäl­lig:

a.1
auf Ge­nos­sen­schafts­an­tei­len: 30 Ta­ge nach Ge­schäfts­ab­schluss;
b.2
auf Be­tei­li­gungs­rech­ten: 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 7);
c.
in al­len an­dern Fäl­len: 30 Ta­ge nach Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung (Art. 7).

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 30. Sept. 2011 (Stär­kung der Sta­bi­li­tät im Fi­nanz­sek­tor), in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 811; BBl 2011 4717).

VI. Stundung und Erlass der Abgabeforderung

Art. 12

Wenn bei der of­fe­nen oder stil­len Sa­nie­rung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft die Er­he­bung der Emis­si­ons­ab­ga­be ei­ne of­fen­ba­re Här­te be­deu­ten wür­de, so soll die Ab­ga­be ge­stun­det oder er­las­sen wer­den.

Zweiter Abschnitt: Umsatzabgabe

I. Gegenstand der Abgabe

Art. 13 Regel

1Ge­gen­stand der Ab­ga­be ist die ent­gelt­li­che Über­tra­gung von Ei­gen­tum an den in Ab­satz 2 be­zeich­ne­ten Ur­kun­den, so­fern ei­ne der Ver­trags­par­tei­en oder ei­ner der Ver­mitt­ler Ef­fek­ten­händ­ler nach Ab­satz 3 ist.1

2Steu­er­ba­re Ur­kun­den sind:

a.
die von ei­nem In­län­der aus­ge­ge­be­nen:
1.
Ob­li­ga­tio­nen (Art. 4 Abs. 3 und 4),
2.2
Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, An­teil­schei­ne und Be­tei­li­gungs­schei­ne von Ge­nos­sen­schaf­ten, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne, Ge­nuss­schei­ne,
3.3
An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss KAG4;
b.
die von ei­nem Aus­län­der aus­ge­ge­be­nen Ur­kun­den, die in ih­rer wirt­schaft­li­chen Funk­ti­on den Ti­teln nach Buch­sta­be a gleich­ste­hen. Der Bun­des­rat hat die Aus­ga­be von aus­län­di­schen Ti­teln von der Ab­ga­be aus­zu­neh­men, wenn die Ent­wick­lung der Wäh­rungs­la­ge oder des Ka­pi­tal­mark­tes es er­for­dert;
c.
Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Ur­kun­den der in Buch­sta­ben a und b be­zeich­ne­ten Ar­ten.5

3Ef­fek­ten­händ­ler sind:

a.6
die Ban­ken, die ban­k­ähn­li­chen Fi­nanz­ge­sell­schaf­ten im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19347, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank so­wie die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20158;
b.
die nicht un­ter Buch­sta­be a fal­len­den in­län­di­schen na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, in­län­di­schen An­stal­ten und Zweignie­der­las­sun­gen aus­län­di­scher Un­ter­neh­men, de­ren Tä­tig­keit aus­sch­liess­lich oder zu ei­nem we­sent­li­chen Teil dar­in be­steht,
1.
für Drit­te den Han­del mit steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu be­trei­ben (Händ­ler), oder
2.
als An­la­ge­be­ra­ter oder Ver­mö­gens­ver­wal­ter Kauf und Ver­kauf von steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu ver­mit­teln (Ver­mitt­ler);
c.9
...
d.10
die nicht un­ter die Buch­sta­ben a und b fal­len­den in­län­di­schen Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und Ge­nos­sen­schaf­ten so­wie in­län­di­schen Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge und der ge­bun­de­nen Vor­sor­ge, de­ren Ak­ti­ven nach Mass­ga­be der letz­ten Bi­lanz zu mehr als 10 Mil­lio­nen Fran­ken aus steu­er­ba­ren Ur­kun­den nach Ab­satz 2 be­ste­hen;
e.11
...
f.12
der Bund, die Kan­to­ne und die po­li­ti­schen Ge­mein­den samt ih­ren An­stal­ten, so­fern sie in ih­rer Rech­nung für mehr als 10 Mil­lio­nen Fran­ken steu­er­ba­re Ur­kun­den nach Ab­satz 2 aus­wei­sen, so­wie die in­län­di­schen Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung.13

4Als in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge und der ge­bun­de­nen Vor­sor­ge nach Ab­satz 3 Buch­sta­be d gel­ten:

a.
die Ein­rich­tun­gen nach Ar­ti­kel 48 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 198214 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVG) und nach Ar­ti­kel 331 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts15, der Si­cher­heits­fonds so­wie die Auf­fan­gein­rich­tung nach den Ar­ti­keln 56 und 60 BVG;
b.
Frei­zü­gig­keits­s­tif­tun­gen nach den Ar­ti­keln 10 Ab­satz 3 und 19 der Ver­ord­nung vom 3. Ok­to­ber 199416 über die Frei­zü­gig­keit in der be­ruf­li­chen Al­ters—, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge;
c.
die Trä­ger der in Ar­ti­kel 1 Ab­satz 1 Buch­sta­be b der Ver­ord­nung vom 13. No­vem­ber 198517 über die steu­er­li­che Ab­zugs­be­rech­ti­gung für Bei­trä­ge an an­er­kann­te Vor­sor­ge­for­men er­wähn­ten ge­bun­de­nen Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen und Vor­sor­ge­ver­ein­ba­run­gen;
d.
An­la­ge­stif­tun­gen, die sich der An­la­ge und der Ver­wal­tung von Ver­mö­gen von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen nach den Buch­sta­ben a–c wid­men und un­ter der Stif­tungs­auf­sicht des Bun­des oder der Kan­to­ne ste­hen.18

5Als in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung nach Ab­satz 3 Buch­sta­be f gel­ten: der Aus­gleichs­fonds der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung so­wie der Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung.19


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
4 SR 951.31
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
7 SR 952.0
8 SR 958.1
9 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 18. März 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
14 SR 831.40
15 SR 220
16 SR 831.425
17 SR 831.461.3
18 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
19 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).

Art. 14 Ausnahmen

1Von der Ab­ga­be sind aus­ge­nom­men:

a.1
die Aus­ga­be in­län­di­scher Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung und von Ge­nos­sen­schaf­ten, Be­tei­li­gungs­schei­ne von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne, Ge­nuss­schei­ne, An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen nach KAG2, Ob­li­ga­tio­nen und Geld­markt­pa­pie­re, ein­sch­liess­lich der Fe­st­über­nah­me durch ei­ne Bank oder Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft und der Zu­tei­lung bei ei­ner nach­fol­gen­den Emis­si­on;
b.3
die Sachein­la­ge von Ur­kun­den zur Li­be­rie­rung in- oder aus­län­di­scher Ak­ti­en, Stam­man­tei­le von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le, Be­tei­li­gungs­schei­ne von Ge­nos­sen­schafts­ban­ken, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne und An­tei­le von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen nach KAG;
c.4
...
d.
der Han­del mit Be­zugs­rech­ten;
e.
die Rück­ga­be von Ur­kun­den zur Til­gung;
f.5
die Aus­ga­be von Ob­li­ga­tio­nen aus­län­di­scher Schuld­ner, die auf ei­ne frem­de Wäh­rung lau­ten (Eu­roob­li­ga­tio­nen), so­wie von Be­tei­li­gungs­rech­ten an aus­län­di­schen Ge­sell­schaf­ten. Als Eu­roob­li­ga­tio­nen gel­ten aus­sch­liess­lich Ti­tel, bei de­nen so­wohl die Ver­gü­tung des Zin­ses als auch die Rück­zah­lung des Ka­pi­tals in ei­ner frem­den Wäh­rung er­fol­gen;
g.6
der Han­del mit in- und aus­län­di­schen Geld­markt­pa­pie­ren;
h.7
die Ver­mitt­lung oder der Kauf und Ver­kauf von aus­län­di­schen Ob­li­ga­tio­nen, so­weit der Käu­fer oder der Ver­käu­fer ei­ne aus­län­di­sche Ver­trags­par­tei ist;
i.8
die mit ei­ner Um­struk­tu­rie­rung, ins­be­son­de­re ei­ner Fu­si­on, Spal­tung oder Um­wand­lung ver­bun­de­ne Über­tra­gung steu­er­ba­rer Ur­kun­den von der über­nom­me­nen, spal­ten­den oder um­wan­deln­den Un­ter­neh­mung auf die auf­neh­men­de oder um­ge­wan­del­te Un­ter­neh­mung;
j.9
der Er­werb oder die Ver­äus­se­rung von steu­er­ba­ren Ur­kun­den im Rah­men von Um­struk­tu­rie­run­gen nach den Ar­ti­keln 61 Ab­satz 3 und 64 Ab­satz 1bis des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 199010 über die di­rek­te Bun­des­steu­er so­wie bei der Über­tra­gung von Be­tei­li­gun­gen von min­des­tens 20 Pro­zent am Grund- oder Stamm­ka­pi­tal an­de­rer Ge­sell­schaf­ten auf ei­ne in- oder aus­län­di­sche Kon­zern­ge­sell­schaft.

2...11

3Der ge­werbs­mäs­si­ge Ef­fek­ten­händ­ler ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be a und b Zif­fer 1 ist von dem auf ihn selbst ent­fal­len­den Teil der Ab­ga­ben be­freit, so­weit er Ti­tel aus sei­nem Han­dels­be­stand ver­äus­sert oder zur Äuf­nung die­ses Be­stan­des er­wirbt. Als Han­dels­be­stand gel­ten die aus steu­er­ba­ren Ur­kun­den zu­sam­men­ge­setz­ten Ti­tel­be­stän­de, die sich aus der Han­del­stä­tig­keit der ge­werbs­mäs­si­gen Händ­ler er­ge­ben, nicht aber Be­tei­li­gun­gen und Be­stän­de mit An­la­ge­cha­rak­ter.12


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
2 SR 951.31
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 7 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2018 5247, 2019 4631; BBl 2015 8901).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
9 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Okt. 2003, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2617; BBl 2000 4337).
10 SR 642.11
11 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).
12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

II. Entstehung der Abgabeforderung

Art. 15

1Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht mit dem Ab­schluss des Ge­schäf­tes.

2Bei be­ding­ten oder ein Wahl­recht ein­räu­men­den Ge­schäf­ten ent­steht die Ab­ga­be­for­de­rung mit der Er­fül­lung des Ge­schäf­tes.

III. Abgabesatz und Berechnungsgrundlage

Art. 16 Regel

1Die Ab­ga­be wird auf dem Ent­gelt be­rech­net und be­trägt:

a.
1,5 Pro­mil­le2 für von ei­nem In­län­der aus­ge­ge­be­ne Ur­kun­den;
b.
3 Pro­mil­le3 für von ei­nem Aus­län­der aus­ge­ge­be­ne Ur­kun­den.

2Be­steht das Ent­gelt nicht in ei­ner Geld­sum­me, so ist der Ver­kehrs­wert der ver­ein­bar­ten Ge­gen­leis­tung mass­ge­bend.


1 Sach­über­schrift ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).
2 Ab­ga­be­satz ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).
3 Ab­ga­be­satz ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1977, in Kraft seit 1. April 1978 (AS 1978 201; BBl 1977 II 1453).

IV. Abgabepflicht

Art. 17 Regel

1Ab­ga­be­pflich­tig ist der Ef­fek­ten­händ­ler.

2Er schul­det ei­ne hal­be Ab­ga­be:

a.
wenn er ver­mit­telt: für je­de Ver­trags­par­tei, die sich we­der als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler noch als von der Ab­ga­be be­frei­ter An­le­ger aus­weist;
b.
wenn er Ver­trags­par­tei ist: für sich selbst und die Ge­gen­par­tei, die sich we­der als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler noch als von der Ab­ga­be be­frei­ter An­le­ger aus­weist.1

3Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt als Ver­mitt­ler, wenn er

a.
mit sei­nem Auf­trag­ge­ber zu den Ori­gi­nal­be­din­gun­gen des mit der Ge­gen­par­tei ab­ge­schlos­se­nen Ge­schäf­tes ab­rech­net;
b.
le­dig­lich Ge­le­gen­heit zum Ge­schäfts­ab­schluss nach­weist;
c.
die Ur­kun­den am Ta­ge ih­res Er­werbs wei­ter­ver­äus­sert.

4...2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 19. März 1999 über dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 1999 1287; BBl 1999 1025). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).

Art. 17a Von der Abgabe befreite Anleger

1Von der Ab­ga­be nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 2 be­freit sind:

a.
aus­län­di­sche Staa­ten und Zen­tral­ban­ken;
b.2
in­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ar­ti­kel 7 KAG3;
c.4
aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ar­ti­kel 119 KAG;
d.
aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung;
e.
aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge;
f.
aus­län­di­sche Le­bens­ver­si­che­rer, die ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren aus­län­di­schen Re­gu­lie­rung un­ter­ste­hen;
g.
aus­län­di­sche Ge­sell­schaf­ten, de­ren Ak­ti­en an ei­ner an­er­kann­ten Bör­se ko­tiert sind, so­wie ih­re aus­län­di­schen kon­so­li­dier­ten Kon­zern­ge­sell­schaf­ten.

2Als aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rung gel­ten Ein­rich­tun­gen, wel­che die glei­chen Auf­ga­ben wie in­län­di­sche Ein­rich­tun­gen nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 5 er­fül­len und ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren Auf­sicht un­ter­stellt sind.

3Als aus­län­di­sche Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge gel­ten Ein­rich­tun­gen:

a.
die der Al­ters—, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge die­nen;
b.
de­ren Mit­tel dau­ernd und aus­sch­liess­lich für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge be­stimmt sind; und
c.
die ei­ner der Bun­desauf­sicht ver­gleich­ba­ren Auf­sicht un­ter­stellt sind.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000 über neue dring­li­che Mass­nah­men im Be­reich der Um­satz­ab­ga­be (AS 2000 2991; BBl 2000 5835). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
3 SR 951.31
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).

Art. 18 Emissionsgeschäfte

1Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt als Ver­trags­par­tei, wenn er die Ur­kun­den bei ih­rer Emis­si­on fest über­nimmt.

2Über­nimmt der Ef­fek­ten­händ­ler die Ur­kun­den als Un­ter­be­tei­lig­ter von ei­nem an­dern Ef­fek­ten­händ­ler und gibt er sie wäh­rend der Emis­si­on wei­ter, so ist er von dem auf ihn ent­fal­len­den Teil der Ab­ga­ben aus­ge­nom­men.

3Der Ef­fek­ten­händ­ler gilt fer­ner als Ver­trags­par­tei, wenn er Aus­wei­se über Un­ter­be­tei­li­gun­gen an Dar­le­hens­for­de­run­gen aus­gibt.1


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1991, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 222; BBl 1991 IV 497 521).

Art. 19 Geschäfte mit ausländischen Banken und Börsenagenten

1Ist beim Ab­schluss ei­nes Ge­schäf­tes ei­ne aus­län­di­sche Bank, ein aus­län­di­scher Bör­se­n­agent oder ei­ne zen­tra­le Ge­gen­par­tei im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20152 Ver­trags­par­tei, so ent­fällt die die­se Par­tei be­tref­fen­de hal­be Ab­ga­be.3 Das Glei­che gilt für Ti­tel, die von ei­ner als Ge­gen­par­tei auf­tre­ten­den Bör­se bei der Aus­übung von stan­dar­di­sier­ten De­ri­va­ten über­nom­men oder ge­lie­fert wer­den.

2...4


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 3577; BBl 2004 4899).
2 SR 958.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. März 2010, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2010 (AS 2010 3317; BBl 2009 8745 8753).

Art. 19a Zum Zweck der Steuersicherung zwischengeschaltete Organisationen

Wer im Wohn­sitz­staat ei­ner na­tür­li­chen Per­son ei­ner staat­li­chen Be­wil­li­gungs- oder Kon­troll­pflicht un­ter­steht und aus­sch­liess­lich die Mel­de- und Steu­er­pflich­ten für de­ren in der Schweiz ge­hal­te­ne Ver­mö­gens­wer­te er­füllt, ist für die da­mit ver­bun­de­nen Ge­schäf­te von der Um­satz­ab­ga­be be­freit.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 29. Sept. 2017, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 705; BBl 2017 1511).

V. Fälligkeit der Abgabeforderung

Art. 20

Die Ab­ga­be wird 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res fäl­lig, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 15).

Dritter Abschnitt: Abgabe auf Versicherungsprämien

I. Gegenstand der Abgabe

Art. 21 Regel

Ge­gen­stand der Ab­ga­be sind die Prä­mi­en­zah­lun­gen für Ver­si­che­run­gen,

a.
die zum in­län­di­schen Be­stand ei­nes der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­ten oder ei­nes in­län­di­schen öf­fent­lich-recht­li­chen Ver­si­che­rers ge­hö­ren;
b.
die ein in­län­di­scher Ver­si­che­rungs­neh­mer mit ei­nem nicht der Bun­desauf­sicht un­ter­stell­ten aus­län­di­schen Ver­si­che­rer ab­ge­schlos­sen hat.
Art. 22 Ausnahmen

Von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men sind die Prä­mi­en­zah­lun­gen für die

a.1
nicht­rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung so­wie die rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung mit pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung; der Bun­des­rat legt in ei­ner Ver­ord­nung die not­wen­di­gen Ab­gren­zun­gen fest;
abis.2 Le­bens­ver­si­che­rung, so­weit die­se der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge im Sin­ne des BVG3 dient;
ater.4Le­bens­ver­si­che­rung, wel­che von ei­nem Ver­si­che­rungs­neh­mer mit Wohn­sitz im Aus­land ab­ge­schlos­sen wird;
b.
Kran­ken- und In­va­li­di­täts­ver­si­che­rung;
c.
Un­fall­ver­si­che­rung;
d.
Trans­port­ver­si­che­rung für Gü­ter;
e.
Ver­si­che­rung für Ele­men­tar­schä­den an Kul­tur­land und Kul­tu­ren;
f.
Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung;
g.
Ha­gel­ver­si­che­rung;
h.
Vieh­ver­si­che­rung;
i.
Rück­ver­si­che­rung;
k.
Kas­ko­ver­si­che­rung für die in der Ver­ord­nung5 zu um­schrei­ben­den Luft­fahr­zeu­ge und Schif­fe, die im We­sent­li­chen im Aus­land der ge­werbs­mäs­si­gen Be­för­de­rung von Per­so­nen und Gü­tern die­nen;
l.
Feu­er—, Dieb­stahl—, Glas—, Was­ser­scha­den—, Kre­dit—, Ma­schi­nen- und Schmuck­ver­si­che­rung, so­fern der Ab­ga­be­pflich­ti­ge nach­weist, dass sich die ver­si­cher­te Sa­che im Aus­land be­fin­det.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
3 SR 831.40
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).
5 V vom 3. Dez. 1973 über die Stem­pe­l­ab­ga­ben (SR 641.101).

II. Entstehung der Abgabeforderung

Art. 23

Die Ab­ga­be­for­de­rung ent­steht mit der Zah­lung der Prä­mie.

III. Abgabesätze und Berechnungsgrundlage

Art. 24

1Die Ab­ga­be be­trägt 5 Pro­zent der Bar­prä­mie; für die Le­bens­ver­si­che­rung be­trägt sie 2,5 Pro­zent der Bar­prä­mie.1

2Die Ab­ga­be­pflich­ti­gen ha­ben in ih­ren Bü­chern für je­den ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­zweig die steu­er­ba­ren und die be­frei­ten Prä­mi­en ge­son­dert aus­zu­wei­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).

IV. Abgabepflicht

Art. 25

Ab­ga­be­pflich­tig ist der Ver­si­che­rer. Ist die Ver­si­che­rung mit ei­nem aus­län­di­schen Ver­si­che­rer ab­ge­schlos­sen wor­den (Art. 21 Bst. b), so hat der in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.

V. Fälligkeit der Abgabeforderung

Art. 26

Die Ab­ga­be wird 30 Ta­ge nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res fäl­lig, in dem die Ab­ga­be­for­de­rung ent­stan­den ist (Art. 23).

Vierter Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen für alle Abgaben

I. Festsetzung der Abgaben

Art. 27

1Für die Fest­set­zung der Ab­ga­ben ist der wirk­li­che In­halt der Ur­kun­den oder Rechts­vor­gän­ge mass­ge­bend; von den Be­tei­lig­ten ge­brauch­te un­rich­ti­ge Be­zeich­nun­gen und Aus­drucks­wei­sen fal­len nicht in Be­tracht.

2Kann der für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­de Sach­ver­halt nicht ein­deu­tig ab­ge­klärt wer­den, so ist er durch Ab­wä­gung al­ler auf Grund pflicht­ge­mäs­ser Er­mitt­lung fest­ge­stell­ten Um­stän­de zu er­schlies­sen.

II. Umrechnung ausländischer Währungen

Art. 28

1Lau­tet der für die Ab­ga­be­be­rech­nung mass­ge­ben­de Be­trag auf ei­ne aus­län­di­sche Wäh­rung, so ist er auf den Zeit­punkt der Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung (Art. 7, 15, 23) in Schwei­zer­fran­ken um­zu­rech­nen.

2Ist un­ter den Par­tei­en kein be­stimm­ter Um­rech­nungs­kurs ver­ein­bart wor­den, so ist der Um­rech­nung das Mit­tel der Geld- und Brief­kur­se am letz­ten Werk­ta­ge vor der Ent­ste­hung der Ab­ga­be­for­de­rung zu­grun­de zu le­gen.

III. Verzugszins

Art. 29

Auf Ab­ga­be­be­trä­gen, die nach Ab­lauf der in den Ar­ti­keln 11, 20 und 26 ge­re­gel­ten Fäl­lig­keits­ter­mi­ne aus­ste­hen, ist oh­ne Mah­nung ein Ver­zugs­zins ge­schul­det. Der Zins­satz wird vom Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ment be­stimmt.

IV. Verjährung der Abgabeforderung

Art. 30

1Die Ab­ga­be­for­de­rung ver­jährt fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem sie ent­stan­den ist (Art. 7, 15, 23).

2Die Ver­jäh­rung be­ginnt nicht oder steht still, so­lan­ge die Ab­ga­be­for­de­rung si­cher­ge­stellt oder ge­stun­det ist oder kei­ner der Zah­lungs­pflich­ti­gen im In­land Wohn­sitz hat.

3Die Ver­jäh­rung wird un­ter­bro­chen durch je­de An­er­ken­nung der Ab­ga­be­for­de­rung von Sei­ten ei­nes Zah­lungs­pflich­ti­gen so­wie durch je­de auf Gel­tend­ma­chung des Ab­ga­be­an­spru­ches ge­rich­te­te Amts­hand­lung, die ei­nem Zah­lungs­pflich­ti­gen zur Kennt­nis ge­bracht wird; mit der Un­ter­bre­chung be­ginnt die Ver­jäh­rung von neu­em.

4Still­stand und Un­ter­bre­chung wir­ken ge­gen­über al­len Zah­lungs­pflich­ti­gen.

Fünfter Abschnitt: Behörden und Verfahren

A. Behörden

I. Eidgenössische Steuerverwaltung

Art. 31

Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung er­lässt für die Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben al­le Wei­sun­gen, Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de, die nicht aus­drück­lich ei­ner an­dern Be­hör­de vor­be­hal­ten sind.

II. Amtshilfe

Art. 32

1Die Steu­er­be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den und die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung un­ter­stüt­zen sich ge­gen­sei­tig in der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be; sie ha­ben sich kos­ten­los die zweck­dien­li­chen Mel­dun­gen zu er­stat­ten, die be­nö­tig­ten Aus­künf­te zu er­tei­len und in amt­li­che Ak­ten Ein­sicht zu ge­wäh­ren.

2Die Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des und die an­dern als die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den sind ge­gen­über der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung aus­kunfts­pflich­tig, so­fern die ver­lang­ten Aus­künf­te für die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes von Be­deu­tung sein kön­nen. Ei­ne Aus­kunft darf nur ver­wei­gert wer­den, so­weit ihr we­sent­li­che öf­fent­li­che In­ter­es­sen, ins­be­son­de­re die in­ne­re oder äus­se­re Si­cher­heit des Bun­des oder der Kan­to­ne ent­ge­gen­ste­hen, oder die Aus­kunft die an­ge­gan­ge­ne Be­hör­de in der Durch­füh­rung ih­rer Auf­ga­be we­sent­lich be­ein­träch­ti­gen wür­de. Das Post—, Te­le­fon- und Te­le­gra­fen­ge­heim­nis ist zu wah­ren.

3An­stän­de über die Aus­kunfts­pflicht von Ver­wal­tungs­be­hör­den des Bun­des ent­schei­det der Bun­des­rat, An­stän­de über die Aus­kunfts­pflicht von Be­hör­den der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und Ge­mein­den, so­fern die kan­to­na­le Re­gie­rung das Aus­kunfts­be­geh­ren ab­ge­lehnt hat, das Bun­des­ge­richt (Art. 120 des Bun­des­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 20051).2

4Die mit öf­fent­lich-recht­li­chen Auf­ga­ben be­trau­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen sind im Rah­men die­ser Auf­ga­ben gleich den Be­hör­den zur Aus­kunft ver­pflich­tet; Ab­satz 3 fin­det sinn­ge­mäs­se An­wen­dung.


1 SR 173.110
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

IIa. Datenbearbeitung

Art. 32a

1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung be­treibt zur Er­fül­lung der Auf­ga­ben nach die­sem Ge­setz ein In­for­ma­ti­ons­sys­tem. Die­ses kann be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten über ad­mi­nis­tra­ti­ve und straf­recht­li­che Sank­tio­nen ent­hal­ten, die steu­er­recht­lich we­sent­lich sind.

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung und die Be­hör­den nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 1 ge­ben ein­an­der die Da­ten wei­ter, die für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben dien­lich sein kön­nen. Die Be­hör­den nach Ar­ti­kel 32 Ab­sät­ze 2 und 4 ge­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung die Da­ten wei­ter, die für die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes von Be­deu­tung sein kön­nen.

3Die Da­ten wer­den ein­zeln, auf Lis­ten oder auf elek­tro­ni­schen Da­ten­trä­gern über­mit­telt. Sie kön­nen auch mit­tels ei­nes Ab­ruf­ver­fah­rens zu­gäng­lich ge­macht wer­den. Die­se Amts­hil­fe ist kos­ten­los.

4Per­so­nen­da­ten und die zu ih­rer Be­ar­bei­tung ver­wen­de­ten Ein­rich­tun­gen wie Da­ten­trä­ger, EDV-Pro­gram­me und Pro­gramm­do­ku­men­ta­tio­nen sind vor un­be­fug­tem Ver­wen­den, Ver­än­dern oder Zer­stö­ren so­wie vor Dieb­stahl zu schüt­zen.

5Der Bun­des­rat kann Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen er­las­sen, ins­be­son­de­re über die Or­ga­ni­sa­ti­on und den Be­trieb des In­for­ma­ti­ons­sys­tems, über die Ka­te­go­ri­en der zu er­fas­sen­den Da­ten, über die Zu­griffs- und Be­ar­bei­tungs­be­rech­ti­gung, über die Auf­be­wah­rungs­dau­er so­wie die Ar­chi­vie­rung und Ver­nich­tung der Da­ten.

III. Schweigepflicht

Art. 33

1Wer mit dem Voll­zug die­ses Ge­set­zes be­traut ist oder da­zu bei­ge­zo­gen wird, hat ge­gen­über an­dern Amts­stel­len und Pri­va­ten über die in Aus­übung sei­nes Am­tes ge­mach­ten Wahr­neh­mun­gen Still­schwei­gen zu be­wah­ren und den Ein­blick in amt­li­che Ak­ten zu ver­wei­gern.

2Kei­ne Ge­heim­hal­tungs­pflicht be­steht:

a.
bei Leis­tung von Amts­hil­fe nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 1 und bei Er­fül­lung ei­ner Pflicht zur An­zei­ge straf­ba­rer Hand­lun­gen;
b.
ge­gen­über Or­ga­nen der Rechts­pfle­ge und der Ver­wal­tung, die vom Bun­des­rat all­ge­mein oder vom Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ment1 im Ein­zel­fal­le zur Ein­ho­lung amt­li­cher Aus­künf­te bei den mit dem Voll­zug die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Be­hör­den er­mäch­tigt wor­den sind.

1 Be­zeich­nung ge­mä­ss nicht ver­öf­fent­lich­tem BRB vom 19. Dez. 1997.

B. Verfahren

I. Abgabeerhebung

Art. 34 Anmeldung als Abgabepflichtiger; Selbstveranlagung

1Wer auf Grund die­ses Ge­set­zes ab­ga­be­pflich­tig wird, hat sich un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den.

2Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung bei Fäl­lig­keit der Ab­ga­be (Art. 11, 20, 26) un­auf­ge­for­dert die vor­ge­schrie­be­ne Ab­rech­nung mit den Be­le­gen ein­zu­rei­chen und gleich­zei­tig die Ab­ga­be zu ent­rich­ten.

3...1


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 1 des Un­ter­neh­mens­steu­er­re­form­ge­set­zes II vom 23. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 2893; BBl 2005 4733).

Art. 35 Auskunft des Abgabepflichtigen

1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über al­le Tat­sa­chen, die für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Ab­ga­be­be­mes­sung von Be­deu­tung sein kön­nen, nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen Aus­kunft zu er­tei­len; er hat ins­be­son­de­re:

a.
Steu­er­ab­rech­nun­gen, Steu­er­er­klä­run­gen und Fra­ge­bo­gen voll­stän­dig und ge­nau aus­zu­fül­len;
b.
sei­ne Ge­schäfts­bü­cher ord­nungs­ge­mä­ss zu füh­ren und sie, die Be­le­ge und an­de­re Ur­kun­den auf Ver­lan­gen bei­zu­brin­gen.

2Die Be­strei­tung der Ab­ga­be­pflicht ent­bin­det nicht von der Aus­kunfts­pflicht.

3Wird die Aus­kunfts­pflicht be­strit­ten, so trifft die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ei­ne Ver­fü­gung.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 26 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

Art. 36 Auskunft Dritter

1Die bei der Grün­dung oder Ka­pi­tal­er­hö­hung ei­ner Ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft mit­wir­ken­den Per­so­nen (ins­be­son­de­re Ban­ken, No­ta­re und Treu­hän­der) ha­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf Ver­lan­gen über al­le Tat­sa­chen, die für die Ab­ga­be­pflicht oder für die Be­mes­sung der Emis­si­ons­ab­ga­be von Be­deu­tung sein kön­nen, nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen Aus­kunft zu er­tei­len.

2Wird die Aus­kunfts­pflicht be­strit­ten, so fin­det Ar­ti­kel 35 Ab­satz 3 An­wen­dung.

Art. 37 Überprüfung

1Die Er­fül­lung der Pflicht zur An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger so­wie die Steu­er­ab­rech­nun­gen und -ab­lie­fe­run­gen wer­den von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über­prüft.

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann zur Ab­klä­rung des Sach­ver­halts die Ge­schäfts­bü­cher, die Be­le­ge und an­de­re Ur­kun­den des Ab­ga­be­pflich­ti­gen an Ort und Stel­le prü­fen.

3Er­gibt sich, dass der Ab­ga­be­pflich­ti­ge sei­nen ge­setz­li­chen Pflich­ten nicht nach­ge­kom­men ist, so ist ihm Ge­le­gen­heit zu ge­ben, zu den er­ho­be­nen Aus­set­zun­gen Stel­lung zu neh­men.

4Lässt sich der An­stand nicht er­le­di­gen, so trifft die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung einen Ent­scheid.

5Die an­läss­lich ei­ner Prü­fung ge­mä­ss Ab­satz 1 oder 2 bei ei­ner Bank oder Spar­kas­se im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19341, bei der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank oder bei ei­ner Pfand­brief­zen­tra­le ge­mach­ten Fest­stel­lun­gen dür­fen aus­sch­liess­lich für die Durch­füh­rung der Stem­pe­l­ab­ga­ben ver­wen­det wer­den. Das Bank­ge­heim­nis ist zu wah­ren.


1 SR 952.0

II. Entscheide der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Art. 38

Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung trifft al­le Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de, wel­che die Ab­ga­beer­he­bung not­wen­dig macht; sie trifft einen Ent­scheid ins­be­son­de­re dann, wenn

a.
die Ab­ga­be­for­de­rung oder die Mit­haf­tung be­strit­ten wird;
b.
für einen be­stimm­ten Fall vor­sorg­lich die amt­li­che Fest­stel­lung der Ab­ga­be­pflicht, der Grund­la­gen der Ab­ga­be­be­mes­sung oder der Mit­haf­tung be­an­tragt wird;
c.
der Ab­ga­be­pflich­ti­ge oder Mit­haf­ten­de die ge­mä­ss Ab­rech­nung ge­schul­de­te Ab­ga­be nicht ent­rich­tet.

III. Einsprache

Art. 39 ...

1Ver­fü­gun­gen und Ent­schei­de der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung kön­nen in­nert 30 Ta­gen nach der Er­öff­nung mit Ein­spra­che an­ge­foch­ten wer­den.

2Die Ein­spra­che ist schrift­lich bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen; sie hat einen be­stimm­ten An­trag zu ent­hal­ten und die zu sei­ner Be­grün­dung die­nen­den Tat­sa­chen an­zu­ge­ben.

3Ist gül­tig Ein­spra­che er­ho­ben wor­den, so hat die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung die Ver­fü­gung oder den Ent­scheid oh­ne Bin­dung an die ge­stell­ten An­trä­ge zu über­prü­fen.

4Das Ein­spra­che­ver­fah­ren ist trotz Rück­zug der Ein­spra­che wei­ter­zu­füh­ren, wenn An­halts­punk­te da­für vor­lie­gen, dass die Ver­fü­gung oder der Ent­scheid dem Ge­setz nicht ent­spricht.

5Der Ein­spra­cheent­scheid ist zu be­grün­den und hat ei­ne Rechts­mit­tel­be­leh­rung zu ent­hal­ten.


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

Art. 39a

1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

Art. 40

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

IV. Kosten

Art. 41

1Im Ver­an­la­gungs- und im Ein­spra­che­ver­fah­ren wer­den in der Re­gel kei­ne Kos­ten be­rech­net.

2Oh­ne Rück­sicht auf den Aus­gang des Ver­fah­rens kön­nen die Kos­ten von Un­ter­su­chungs­mass­nah­men demje­ni­gen auf­er­legt wer­den, der sie schuld­haft ver­ur­sacht hat.

V. Zwangsvollstreckung

Art. 42 Betreibung

1Wird der An­spruch auf Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten auf Mah­nung hin nicht be­frie­digt, so ist Be­trei­bung ein­zu­lei­ten; vor­be­hal­ten bleibt die Ein­ga­be in ei­nem Kon­kurs.

2Ist die Ab­ga­be­for­de­rung noch nicht rechts­kräf­tig fest­ge­setzt und wird sie be­strit­ten, so un­ter­bleibt ih­re end­gül­ti­ge Kol­lo­ka­ti­on, bis ein rechts­kräf­ti­ger Ab­ga­be­ent­scheid vor­liegt.

Art. 43 Sicherstellung

1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten, auch wenn sie we­der rechts­kräf­tig fest­ge­setzt noch fäl­lig sind, si­cher­stel­len las­sen, wenn

a.
der Be­zug als ge­fähr­det er­scheint;
b.
der Zah­lungs­pflich­ti­ge kei­nen Wohn­sitz in der Schweiz hat oder An­stal­ten trifft, den Wohn­sitz in der Schweiz auf­zu­ge­ben oder sich im Han­dels­re­gis­ter lö­schen zu las­sen;
c.
der Zah­lungs­pflich­ti­ge mit der Zah­lung der Ab­ga­be in Ver­zug ist oder wie­der­holt in Ver­zug war.

2Die Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gung hat den Rechts­grund der Si­cher­stel­lung, den si­cher­zu­stel­len­den Be­trag und die Stel­le, wel­che die Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­nimmt, an­zu­ge­ben. Wird die Si­cher­stel­lung auf­grund von Ab­satz 1 Buch­sta­ben a oder b an­ge­ord­net, so gilt die Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gung als Ar­rest­be­fehl im Sin­ne von Ar­ti­kel 274 des Bun­des­ge­set­zes über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs1; die Ein­spra­che ge­gen den Ar­rest­be­fehl ist aus­ge­schlos­sen.2

3Ge­gen Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gun­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung kann beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de ge­führt wer­den.3

4Be­schwer­den ge­gen Si­cher­stel­lungs­ver­fü­gun­gen ha­ben kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung.4

5...5


1 SR 281.1
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227 1307; BBl 1991 III 1).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 4. Okt. 1991 (AS 1992 288; BBl 1991 II 465). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

C. Revision und Erläuterung von Entscheiden

Art. 44

1Auf die Re­vi­si­on und die Er­läu­te­rung von Ent­schei­den der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung wer­den die Ar­ti­kel 66–69 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19681 sinn­ge­mä­ss an­ge­wandt.

2...2


1 SR 172.021
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 51 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197; BBl 2001 4202).

Sechster Abschnitt: Strafbestimmungen

A. Widerhandlungen

I. Hinterziehung

Art. 45

1Wer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig, zum ei­ge­nen oder zum Vor­teil ei­nes an­dern, dem Bun­de Stem­pe­l­ab­ga­ben vor­ent­hält oder sich oder ei­nem an­dern auf an­de­re Wei­se einen un­recht­mäs­si­gen Ab­ga­be­vor­teil ver­schafft, wird, so­fern nicht die Straf­be­stim­mung von Ar­ti­kel 14 des Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­set­zes vom 22. März 19741 zu­trifft, we­gen Hin­ter­zie­hung mit Bus­se bis zu 30 000 Fran­ken oder, so­fern dies einen hö­he­ren Be­trag er­gibt, bis zum Drei­fa­chen der hin­ter­zo­ge­nen Ab­ga­be oder des un­recht­mäs­si­gen Vor­teils be­straft.2

2–4...3


1 SR 313.0
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).

II. Abgabegefährdung

Art. 46

1Wer die ge­setz­mäs­si­ge Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben ge­fähr­det, in­dem er vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig

a.
der Pflicht zur An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger, zur Ein­rei­chung von Steu­er­er­klä­run­gen, Auf­stel­lun­gen und Ab­rech­nun­gen, zur Er­tei­lung von Aus­künf­ten und zur Vor­la­ge von Ge­schäfts­bü­chern, Re­gis­tern und Be­le­gen nicht nach­kommt;
b.
in ei­ner Steu­er­er­klä­rung, Auf­stel­lung oder Ab­rech­nung, in ei­nem An­trag auf Be­frei­ung, Rück­er­stat­tung, Stun­dung oder Er­lass von Ab­ga­ben un­wah­re An­ga­ben macht oder er­heb­li­che Tat­sa­chen ver­schweigt oder da­bei un­wah­re Be­le­ge über er­heb­li­che Tat­sa­chen vor­legt;
c.1
als Ab­ga­be­pflich­ti­ger oder aus­kunfts­pflich­ti­ger Drit­ter un­rich­ti­ge Aus­künf­te er­teilt;
d.
der Pflicht zur ord­nungs­ge­mäs­sen Füh­rung und Auf­be­wah­rung der Ge­schäfts­bü­cher, Re­gis­ter und Be­le­ge zu­wi­der­han­delt;
e.
die ord­nungs­ge­mäs­se Durch­füh­rung ei­ner Buch­prü­fung oder an­dern amt­li­chen Kon­trol­le er­schwert, be­hin­dert oder ver­un­mög­licht oder
f.
wahr­heits­wid­rig er­klärt, Ef­fek­ten­händ­ler zu sein oder nach Strei­chung im Re­gis­ter der Ef­fek­ten­händ­ler die ab­ge­ge­be­nen Er­klä­run­gen nicht wi­der­ruft,

wird, so­fern nicht ei­ne der Straf­be­stim­mun­gen der Ar­ti­kel 14–16 des Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­set­zes vom 22. März 19742 zu­trifft, mit Bus­se bis zu 20 000 Fran­ken be­straft.3

2Bei ei­ner Wi­der­hand­lung im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be e bleibt die Straf­ver­fol­gung nach Ar­ti­kel 285 des Straf­ge­setz­bu­ches4 vor­be­hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
2 SR 313.0
3 Fas­sung des letz­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
4 SR 311.0

III. Ordnungswidrigkeiten

Art. 47

1Wer ei­ne Be­din­gung, an die ei­ne be­son­de­re Be­wil­li­gung ge­knüpft wur­de, nicht ein­hält,

wer ei­ner Vor­schrift die­ses Ge­set­zes, ei­ner Ver­ord­nung oder ei­ner auf Grund sol­cher Vor­schrif­ten er­las­se­nen all­ge­mei­nen Wei­sung oder un­ter Hin­weis auf die Straf­dro­hung die­ses Ar­ti­kels an ihn ge­rich­te­ten Ein­zel­ver­fü­gung zu­wi­der­han­delt,

wird mit Bus­se bis zu 5000 Fran­ken be­straft.

2Straf­bar ist auch die fahr­läs­si­ge Be­ge­hung.

IV. Allgemeine Bestimmungen

Art. 48–49

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).

B. Verhältnis zum Verwaltungsstrafrechtsgesetz

Art. 50

1Das Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­setz vom 22. März 19741 fin­det An­wen­dung; ver­fol­gen­de und ur­tei­len­de Ver­wal­tungs­be­hör­de im Sin­ne je­nes Ge­set­zes ist die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung.2

2...3


1 SR 313.0
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 8 des An­hangs zum VStrR, in Kraft seit 1. Jan. 1975 (AS 1974 1857; BBl 1971 I 993).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 1963; BBl 1981 III 737).

Siebenter Abschnitt: Schluss- und Übergangsbestimmungen

I. Anrechnung bezahlter Emissionsabgaben

Art. 51

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 3 des BG vom 10. Okt. 1997 über die Re­form der Un­ter­neh­mens­be­steue­rung 1997, mit Wir­kung seit 1.April 1998 (AS 1998 669; BBl 1997 II 1164).

II. Änderung des Verrechnungssteuergesetzes

Art. 52

...1


1 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 1974 11 kon­sul­tiert wer­den.

III. Aufhebung bisherigen Rechts

Art. 53

1Mit dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes wer­den auf­ge­ho­ben:

a.
das Bun­des­ge­setz vom 4. Ok­to­ber 19171 über die Stem­pe­l­ab­ga­ben;
b.
das Bun­des­ge­setz vom 15. Fe­bru­ar 19212 be­tref­fend Er­lass und Stun­dung von Stem­pe­l­ab­ga­ben;
c.
das Bun­des­ge­setz vom 24. Ju­ni 19373 über Er­gän­zung und Ab­än­de­rung der eid­ge­nös­si­schen Stem­pel­ge­setz­ge­bung.

2Die aus­ser Kraft ge­setz­ten Be­stim­mun­gen blei­ben in Be­zug auf Ab­ga­be­for­de­run­gen, Tat­sa­chen und Rechts­ver­hält­nis­se, die vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ent­stan­den oder ein­ge­tre­ten sind, auch nach die­sem Zeit­punkt an­wend­bar.


1 [BS 6 101; AS 1966 371 Art. 68 Ziff. I]
2 [BS 6 126]
3 [BS 6 165; AS 1966 371 Art. 68 Ziff. II]

IV. Vollzug

Art. 54

Der Bun­des­rat er­lässt die für den Voll­zug er­for­der­li­chen Vor­schrif­ten.

V. Inkrafttreten

Art. 55

Der Bun­des­rat be­stimmt den Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens die­ses Ge­set­zes.

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A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP