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Verordnung über die Stempelabgaben

vom 3. Dezember 1973 (Stand am 1. Januar 2020)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 22 Buchstabe a und 54 des Bundesgesetzes vom 27. Juni 19731 über die Stempelabgaben (im folgenden Gesetz genannt),2

verordnet:

1 Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Eidgenössische Steuerverwaltung

1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung er­lässt die all­ge­mei­nen Wei­sun­gen und trifft die Ein­zel­ver­fü­gun­gen, die für die Er­he­bung der Stem­pe­l­ab­ga­ben er­for­der­lich sind; sie be­stimmt Form und In­halt der For­mu­la­re für die An­mel­dung als Ab­ga­be­pflich­ti­ger so­wie für die Steu­er­ab­rech­nun­gen, Steu­er­er­klä­run­gen, Re­gis­ter und Fra­ge­bo­gen.

2Sie ist zur Be­schwer­de an das Bun­des­ge­richt be­rech­tigt.1


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 44 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).

Art. 2 Buchführung des Abgabepflichtigen

1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat sei­ne Bü­cher so ein­zu­rich­ten und zu füh­ren, dass sich aus ih­nen die für die Ab­ga­be­pflicht und Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­den Tat­sa­chen oh­ne be­son­de­ren Auf­wand zu­ver­läs­sig er­mit­teln und nach­wei­sen las­sen. Die ab­ga­be­pflich­ti­gen Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­mä­ss Ob­li­ga­tio­nen­recht nicht buch­füh­rungs­pflich­tig sind, ha­ben bei der Füh­rung ih­rer Um­satz­re­gis­ter die Be­stim­mun­gen der Ge­schäfts­bü­cher­ver­ord­nung vom 24. April 20022 sinn­ge­mä­ss an­zu­wen­den.

2Wer­den die Bü­cher elek­tro­nisch oder auf ver­gleich­ba­re Wei­se ge­führt und auf­be­wahrt, müs­sen al­le steu­er­lich we­sent­li­chen Ge­schäfts­vor­fäl­le und Zah­len vom Ur­be­leg bis zur Jah­res­rech­nung und Steu­er­ab­rech­nung si­cher­ge­stellt sein.

3Die Bü­cher sind sorg­fäl­tig, ge­ord­net und vor schäd­li­chen Ein­wir­kun­gen ge­schützt auf­zu­be­wah­ren. Sie müs­sen von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert an­ge­mes­se­ner Frist ein­ge­se­hen und ge­prüft wer­den kön­nen.

4So­weit für die Buch­prü­fung er­for­der­lich, sind das ent­spre­chen­de Per­so­nal so­wie die Ge­rä­te oder Hilfs­mit­tel für die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung un­ent­gelt­lich ver­füg­bar zu hal­ten. Da­bei muss die Mög­lich­keit be­ste­hen, die Ge­schäfts­un­ter­la­gen oder Tei­le da­von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf de­ren Be­geh­ren auf Pa­pier aus­ge­druckt zur Ver­fü­gung zu stel­len.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
2 SR 221.431

Art. 3 Auskünfte; Gutachten von Sachverständigen; Einvernahme

1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann Aus­künf­te schrift­lich oder münd­lich ein­ho­len, Sach­ver­stän­di­ge bei­zie­hen und den Ab­ga­be­pflich­ti­gen zur Ein­ver­nah­me la­den.

2Wo es an­ge­zeigt er­scheint, sind die Aus­künf­te in Ge­gen­wart des Ein­ver­nom­me­nen zu pro­to­kol­lie­ren; das Pro­to­koll ist von die­sem und vom ein­ver­neh­men­den Be­am­ten und vom al­len­falls bei­ge­zo­ge­nen Pro­to­koll­füh­rer zu un­ter­zeich­nen.

3Vor je­der Ein­ver­nah­me nach Ab­satz 2 ist der Ein­zu­ver­neh­men­de zur Wahr­heit zu er­mah­nen und auf die Fol­gen un­rich­ti­ger Aus­künf­te (Art. 46 Abs. 1 Bst. c des Ge­set­zes) hin­zu­wei­sen.

Art. 4 Buchprüfung

1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge ist be­rech­tigt und auf Ver­lan­gen ver­pflich­tet, der Buch­prü­fung (Art. 37 Abs. 2 des Ge­set­zes) bei­zu­woh­nen und die er­for­der­li­chen Auf­schlüs­se zu er­tei­len.

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ist nicht ver­pflich­tet, die Buch­prü­fung zum vor­aus an­zu­zei­gen.

Art. 5 Zwangsvollstreckung

1Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ist zu­stän­dig, für die For­de­run­gen des Bun­des an Stem­pe­l­ab­ga­ben, Zin­sen, Kos­ten und Bus­sen die Be­trei­bung an­zu­he­ben, sie in ei­nem Kon­kurs ein­zu­ge­ben, die Auf­he­bung des Rechts­vor­schla­ges zu ver­lan­gen und al­le wei­te­ren zur Si­che­rung oder Ein­trei­bung der For­de­rung not­wen­di­gen Vor­keh­ren zu tref­fen.

2Vor­be­hal­ten bleibt die Zu­stän­dig­keit der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­ver­wal­tung zur Ver­wah­rung von Ver­lust­schei­nen und zur Gel­tend­ma­chung der in ei­nem Ver­lust­schein ver­ur­kun­de­ten For­de­rung.

Art. 6 Sicherheitsleistung

1Die nach Ar­ti­kel 43 des Ge­set­zes ver­füg­te Si­cher­stel­lung ist ge­mä­ss der Ver­ord­nung vom 21. Ju­ni 19571 über Si­cher­stel­lun­gen zu­guns­ten der Eid­ge­nos­sen­schaft durch Re­al­kau­ti­on, Bürg­schaf­ten, Ga­ran­ti­en oder Kau­ti­ons­ver­si­che­rung zu leis­ten.

2Ei­ne ge­leis­te­te Si­cher­heit ist frei­zu­ge­ben, so­bald die si­cher­ge­stell­ten Ab­ga­ben, Zin­sen und Kos­ten be­zahlt sind oder der Grund der Si­cher­stel­lung da­hin­ge­fal­len ist.

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1 [AS 1957 509, 1975 2373 Art. 19 Abs. 1 Bst. b. AS 1986 154 Art. 51 Ziff. 3]. Heu­te: ge­mä­ss Art. 49 der Fi­nanz­haus­halt­ver­ord­nung vom 5. April 2006 (SR 611.01).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 3 Ziff. 13 der V vom 3. Fe­br. 1993 über Or­ga­ni­sa­ti­on und Ver­fah­ren eid­ge­nös­si­scher Re­kurs- und Schieds­kom­mis­sio­nen, mit Wir­kung seit 1. März 1993 (AS 1993 879).

Art. 7 Löschung im Handelsregister

1Ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung oder Ge­nos­sen­schaft darf im Han­dels­re­gis­ter erst dann ge­löscht wer­den, wenn die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung dem kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt an­ge­zeigt hat, dass die ge­schul­de­ten Stem­pe­l­ab­ga­ben be­zahlt sind.

2Auf die Lö­schung ei­ner an­de­ren Rechts­ein­heit im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a der Han­dels­re­gis­ter­ver­ord­nung vom 17. Ok­to­ber 20071 fin­det Ab­satz 1 An­wen­dung, wenn die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung dem kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt mit­ge­teilt hat, dass die Rechts­ein­heit auf­grund des Ge­set­zes steu­er­pflich­tig ge­wor­den ist.2


1 SR 221.411
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).

Art. 8 Rückerstattung nicht geschuldeter Abgaben

1Be­zahl­te Ab­ga­ben und Zin­sen, die nicht durch Ent­scheid der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung fest­ge­setzt wor­den sind, wer­den zu­rück­er­stat­tet, so­bald fest­steht, dass sie nicht ge­schul­det wa­ren.

2Ist ei­ne nicht ge­schul­de­te Ab­ga­be über­wälzt wor­den, so wird die Rück­er­stat­tung nur ge­währt, wenn fest­steht, dass der von der Über­wäl­zung Be­trof­fe­ne in den Ge­nuss der Rück­er­stat­tung ge­bracht wird.

3Die Rück­er­stat­tung ist in­so­weit aus­ge­schlos­sen, als nach dem Sach­ver­halt, den der Rück­for­dern­de gel­tend macht, ei­ne an­de­re, wenn auch in­zwi­schen ver­jähr­te Bun­des­steu­er ge­schul­det war.

4Der Rück­er­stat­tungs­an­spruch ver­jährt fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem die Zah­lung ge­leis­tet wor­den ist.

5Die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes und der Ver­ord­nung über die Ab­ga­beer­he­bung fin­den sinn­ge­mäs­se An­wen­dung; kommt der Ge­such­stel­ler sei­nen Aus­kunfts­pflich­ten nicht nach und kann der An­spruch oh­ne die von der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ver­lang­ten Aus­künf­te nicht ab­ge­klärt wer­den, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.

2 Emissionsabgabe

21 Abgabe auf Aktien, Partizipationsscheinen und Stammanteilen von Gesellschaften mit beschränkter Haftung

Art. 9 Begründung und Erhöhung des Nennwertes von Beteiligungsrechten

1Wird für ei­ne in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung beim kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt die ent­gelt­li­che oder un­ent­gelt­li­che Be­grün­dung oder Er­hö­hung des Nenn­wer­tes von Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen oder Stam­man­tei­len an­ge­mel­det, so hat die Ge­sell­schaft die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res, in wel­chem die Be­tei­li­gungs­rech­te aus­ge­ge­ben wur­den, der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung un­auf­ge­for­dert zu ent­rich­ten.1

2Der Ab­rech­nung sind die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Grün­dung oder die Ka­pi­tal­er­hö­hung, ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Sta­tu­ten oder des Pro­to­kolls der Ge­ne­ral­ver­samm­lung über die Sta­tu­ten­än­de­rung, der Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes über die ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung, der Emis­si­ons­pro­spekt so­wie bei Sachein­la­gen der Sachein­la­ge­ver­trag, die Ein­gangs­bi­lanz und ei­ne Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar über den Ver­kehrs­wert der Sachein­la­gen samt der Prü­fungs­be­stä­ti­gung des Re­vi­sors bei­zu­le­gen.2

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4Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen nach Ge­neh­mi­gung der Jah­res­rech­nung den Ge­schäfts­be­richt oder ei­ne un­ter­zeich­ne­te Ab­schrift der Jah­res­rech­nung (Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung) ein­zu­rei­chen, so­fern die Bi­lanz­sum­me mehr als fünf Mil­lio­nen Fran­ken be­trägt. In den üb­ri­gen Fäl­len sind die Un­ter­la­gen auf Ver­lan­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen.4

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1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, mit Wir­kung 1. April 1998 (AS 1998 961).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 228).

Art. 10 Zuschüsse; Handwechsel der Mehrheit von Beteiligungsrechten

1Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung muss die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung in­nert 30 Ta­gen un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ent­rich­ten, wenn:

a.
sie von ih­ren Ge­sell­schaf­tern Zu­schüs­se im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 Buch­sta­be a des Ge­set­zes er­hält;
b.
ih­re Be­tei­li­gungs­rech­te un­ter den in Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 Buch­sta­be b des Ge­set­zes ge­nann­ten Um­stän­den zur Mehr­heit die Hand ge­wech­selt ha­ben.1

1bisDie 30-Ta­ge-Frist be­ginnt mit dem Ab­lauf des Vier­tel­jah­res:

a.
in dem der Zu­schuss ge­leis­tet wur­de: für die Fäl­le nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a;
b.
in dem der Hand­wech­sel er­folg­te: für die Fäl­le nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b.2

2Der Ab­rech­nung sind ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Be­schlüs­se und ei­ne Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar über den Ver­kehrs­wert der Sachein­la­gen bei­zu­le­gen; beim Hand­wech­sel der Mehr­heit der Be­tei­li­gungs­rech­te ist über­dies die dem Hand­wech­sel zu­grun­de lie­gen­de Bi­lanz bei­zu­fü­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
2 Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).

22 Abgabe auf Genussscheinen von Aktiengesellschaften, Kommanditaktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung

Art. 11

1Je­de in­län­di­sche Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, die be­schliesst, dass Ge­nuss­schei­ne be­grün­det wer­den kön­nen, hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der Be­schlüs­se ein­zu­rei­chen.

2Die Ab­ga­be auf den Ge­nuss­schei­nen ist der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar un­auf­ge­for­dert zu ent­rich­ten, und zwar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf je­des Vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum aus­ge­ge­be­nen Ge­nuss­schei­ne.2

3Der Ab­rech­nung sind die Be­schlüs­se über die Aus­ga­be von Ge­nuss­schei­nen so­wie der Emis­si­ons­pro­spekt bei­zu­le­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).

23 Abgabe auf Genossenschaftsanteilen und Genussscheinen von Genossenschaften sowie auf Beteiligungsscheinen von Genossenschaftsbanken

Art. 12

1Je­de in­län­di­sche Ge­nos­sen­schaft, de­ren Sta­tu­ten Geld­leis­tun­gen der Ge­nos­sen­schaf­ter oder die Schaf­fung ei­nes Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tals durch Ge­nos­sen­schafts­an­tei­le oder von Ge­nuss­schei­nen vor­se­hen, hat sich un­ver­züg­lich nach ih­rer Ein­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter oder nach Auf­nah­me sol­cher Be­stim­mun­gen in ih­re Sta­tu­ten un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den; der An­mel­dung ist ein un­ter­zeich­ne­tes Ex­em­plar der gel­ten­den Sta­tu­ten bei­zu­le­gen.

1bisDie Ge­nos­sen­schaft hat die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ge­schäfts­ab­schluss un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.1

2Die Ge­nos­sen­schaft hat un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung in­nert 30 Ta­gen nach Ge­neh­mi­gung der Jah­res­rech­nung den Ge­schäfts­be­richt oder ei­ne un­ter­zeich­ne­te Ab­schrift der Jah­res­rech­nung (Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung) ein­zu­rei­chen, so­fern die Bi­lanz­sum­me mehr als fünf Mil­lio­nen Fran­ken be­trägt. In den üb­ri­gen Fäl­len sind die Un­ter­la­gen auf Ver­lan­gen der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen.2

2bisDie Ge­nos­sen­schafts­ban­ken, de­ren Sta­tu­ten die Auf­nah­me von Be­tei­li­gungs­ka­pi­tal vor­se­hen, ha­ben der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung die Ab­ga­be auf Be­tei­li­gungs­schei­nen auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar un­auf­ge­for­dert zu ent­rich­ten, und zwar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Vier­tel­jah­res, in dem die Be­grün­dung oder Er­hö­hung von Be­tei­li­gungs­ka­pi­tal im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wur­de. Im Üb­ri­gen sind die Ab­sät­ze 1 und 2 an­wend­bar.3

3 und 44


1 Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).
3 Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. II 4 der Fi­nan­z­in­sti­tuts­ver­ord­nung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5073).

24

Art. 13–15

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, mit Wir­kung seit 1. April 1993 (AS 1993 228).

25 Abgabebefreiung; Guthaben im Konzern; Stundung und Erlass der Abgabeforderung

Art. 16 Abgabebefreiung

1Das Ge­such um Ab­ga­be­be­frei­ung nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, c, d, f, g, j und l des Ge­set­zes ist der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen. Es hat ei­ne Be­grün­dung mit An­ga­be der Be­weis­mit­tel zu ent­hal­ten; die als Be­weis­mit­tel an­ge­ru­fe­nen Ur­kun­den sind bei­zu­le­gen.1

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann vom Ge­such­stel­ler über al­le Tat­sa­chen, die für die Be­frei­ung von Be­deu­tung sein kön­nen, die er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Be­le­ge ver­lan­gen; er­füllt der Ge­such­stel­ler die Auf­la­ge nicht, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 791).

Art. 16a

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der V vom 18. Ju­ni 2010 (AS 2010 2963). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 791).

Art. 17 Stundung und Erlass der Abgabeforderung

1Das Ge­such um Stun­dung oder Er­lass von Emis­si­ons­ab­ga­ben, die bei der of­fe­nen oder stil­len Sa­nie­rung ent­stan­den sind (Art. 12 des Ge­set­zes), ist bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen. Das Ge­such hat die Ur­sa­chen der Ver­lus­te und die zu ih­rer Be­sei­ti­gung ge­trof­fe­nen und vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men dar­zu­stel­len; Un­ter­la­gen über die Sa­nie­rung, wie Rund­schrei­ben, Re­chen­schafts­be­rich­te, Ge­ne­ral­ver­samm­lungs­pro­to­kol­le so­wie die Ge­schäfts­be­rich­te oder Jah­res­rech­nun­gen der letz­ten Jah­re und ei­ne Auf­stel­lung der Sa­nie­rungs­bu­chun­gen sind bei­zu­le­gen. Mit be­son­de­rem amt­li­chem For­mu­lar sind die von den Ge­sell­schaf­tern oder Ge­nos­sen­schaf­tern bei der Sa­nie­rung er­lit­te­nen Ein­bus­sen und ih­re in Be­tei­li­gungs­rech­te um­ge­wan­del­ten For­de­run­gen zu mel­den.

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung kann vom Ge­such­stel­ler über al­le Tat­sa­chen, die für die Stun­dung oder den Er­lass von Be­deu­tung sein kön­nen, die er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Be­le­ge ver­lan­gen; er­füllt der Ge­such­stel­ler die Auf­la­ge nicht, so wird das Ge­such ab­ge­wie­sen.

3Die Ein­spra­cheent­schei­de der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung über Stun­dung und Er­lass von Ab­ga­ben un­ter­lie­gen der Be­schwer­de nach den all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen über die Bun­des­rechts­pfle­ge.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 44 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).

Art. 17a und 17b

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992 (AS 1993 228). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Fe­br. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2012 (AS 2012 791).

3 Umsatzabgabe

Art. 18 Beginn der Abgabepflicht

1Die Ab­ga­be­pflicht des Ef­fek­ten­händ­lers be­ginnt mit der Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit.

2Ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen und ge­bun­de­nen Vor­sor­ge so­wie die öf­fent­li­che Hand nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben d und f des Ge­set­zes wer­den sechs Mo­na­te nach Ab­lauf des Ge­schäfts­jah­res, in dem die dort ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen ein­ge­tre­ten sind, ab­ga­be­pflich­tig. Nach­weis­bar treu­hän­de­risch ver­wal­te­te Ur­kun­den sind nicht Ak­ti­ven im Sin­ne je­ner Be­stim­mung, so­fern sie in der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung ein­zu­rei­chen­den Bi­lanz ge­son­dert aus­ge­wie­sen sind.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).

Art. 19 Anmeldung als Abgabepflichtiger

1Der Ef­fek­ten­händ­ler hat sich vor Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht (Art. 18) un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den.

2In der An­mel­dung sind an­zu­ge­ben: der Na­me (die Fir­ma) und der Sitz des Un­ter­neh­mens so­wie al­ler in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen, auf wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­pflicht zu­tref­fen, oder, wenn es sich um ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son oder um ei­ne Han­dels­ge­sell­schaft oh­ne ju­ris­ti­sche Per­sön­lich­keit mit sta­tu­ta­ri­schem Sitz im Aus­land han­delt, die Fir­ma und der Sitz der Haupt­nie­der­las­sung und die Adres­se der in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen; das Rech­nungs­jahr; das Da­tum des Be­ginns der Ab­ga­be­pflicht. Mit der An­mel­dung sind die für die Über­prü­fung der Ab­ga­be­pflicht er­for­der­li­chen Be­le­ge (Sta­tu­ten, Bi­lan­zen, Be­schlüs­se über Ka­pi­tal­er­hö­hun­gen u. dgl.) ein­zu­rei­chen.

3Nach Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht ein­tre­ten­de Än­de­run­gen an den ge­mä­ss Ab­satz 2 zu mel­den­den Tat­sa­chen und ein­zu­rei­chen­den Be­le­gen, ins­be­son­de­re die Er­rich­tung neu­er Zweignie­der­las­sun­gen, sind un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu mel­den.

Art. 20 Registrierung der Effektenhändler

Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung re­gis­triert die Ef­fek­ten­händ­ler und gibt je­dem die ihm zu­ge­teil­te Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer be­kannt.

Art. 21 Führung des Umsatzregisters

1Der Ef­fek­ten­händ­ler hat für sei­nen Haupt­sitz und für je­de ab­ga­be­pflich­ti­ge Zweignie­der­las­sung je ein Um­satz­re­gis­ter zu füh­ren. Wenn er sei­ne Bü­cher so ein­rich­tet, dass sich aus ih­nen die für die Ab­ga­be­be­mes­sung mass­ge­ben­den Tat­sa­chen oh­ne be­son­de­ren Auf­wand zu­ver­läs­sig er­mit­teln und nach­wei­sen las­sen, kann ihn die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung von der Füh­rung ei­nes be­son­de­ren Um­satz­re­gis­ters ent­bin­den.

2Das Re­gis­ter ist wie folgt der Rei­he nach in Spal­ten zu glie­dern:

1.
Da­tum des Ge­schäfts­ab­schlus­ses;
2.
Art des Ge­schäf­tes;
3.
An­zahl oder Nenn­wert der Ti­tel;
4.
Be­zeich­nung der Ti­tel;
5.1
Ti­tel­kurs, Wäh­rung so­wie Um­rech­nungs­kurs bei Fremd­wäh­run­gen;
6.2
Na­me, Do­mi­zil, An­säs­sig­keits­staat und Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer des Ver­käu­fers und des Käu­fers;
7.
Ent­gelt in Schwei­zer Wäh­rung
a.
ab­ga­be­be­las­te­te Um­sät­ze
aa.
in­län­di­sche Ti­tel
bb.
aus­län­di­sche Ti­tel,
b.
nicht ab­ga­be­be­las­te­te Um­sät­ze.

3Je­des Ge­schäft ist in­nert drei Ta­gen nach sei­nem Ab­schluss oder nach Ein­gang der Ab­rech­nung im Re­gis­ter ein­zu­tra­gen, so­fern es nicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b oder d–g des Ge­set­zes von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men ist. Der Zu­griff auf die Da­ten der nicht ein­zu­tra­gen­den Ge­schäf­te ist für Kon­troll­zwe­cke der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung auf de­ren Be­geh­ren zu ge­währ­leis­ten.3

4In der Spal­te «Art des Ge­schäf­tes» ist das Ge­schäft, so­fern es sich nicht um einen ein­fa­chen Kauf oder Ver­kauf han­delt, nach sei­ner Art zu be­zeich­nen (z. B. Um­wand­lung, Un­ter­be­tei­li­gung, Re­port, Tausch). In der Spal­te «Na­me, Do­mi­zil, An­säs­sig­keits­staat und Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mer des Käu­fers und des Ver­käu­fers» ist der An­säs­sig­keits­staat auf­zu­füh­ren (min­des­tens die An­ga­be Schweiz/Liech­ten­stein oder Aus­land); das Do­mi­zil ist nur an­zu­ge­ben, wenn kei­ne Ab­ga­be ge­schul­det ist.4

5Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ei­ne von Ab­satz 2 ab­wei­chen­de Art der Ein­tra­gung ge­stat­ten. Der An­trag des Ab­ga­be­pflich­ti­gen ist un­ter Vor­la­ge von Mus­tern zu be­grün­den.

6Das Ent­gelt für die ab­ga­be­be­las­te­ten Um­sät­ze ist Sei­te für Sei­te oder Tag für Tag und auf En­de je­des Quar­tals zu­sam­men­zu­zäh­len.5

7Die Re­gis­ter­sei­ten sind fort­lau­fend zu num­me­rie­ren und ge­hef­tet oder in Bü­chern zu­sam­men­ge­fasst wäh­rend fünf Jah­ren nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem die letz­te Ein­tra­gung er­folgt ist, auf­zu­be­wah­ren. Die Auf­be­wah­rung kann elek­tro­nisch er­fol­gen, so­fern die in Ar­ti­kel 2 er­wähn­ten Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.6

8Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b Zif­fer 2 so­wie d und f des Ge­set­zes müs­sen die mit in­län­di­schen Ban­ken im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes wie auch die mit in­län­di­schen Händ­lern nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes ge­tä­tig­ten Ge­schäf­te nicht im Re­gis­ter ein­tra­gen, wenn sie sich beim Ab­schluss die­ser Ge­schäf­te nicht als Ef­fek­ten­händ­ler aus­ge­wie­sen ha­ben.7


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992 (AS 1993 228). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).

Art. 22 Eintragung des Entgelts

1Als Ent­gelt (Art. 16 Abs. 1 des Ge­set­zes) darf im Re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
ent­we­der der in der Ab­rech­nung ent­hal­te­ne Kurs­wert der ge­han­del­ten Ur­kun­den, ein­sch­liess­lich der Ver­gü­tung für lau­fen­de Zin­sen oder für noch nicht ab­ge­trenn­te Cou­pons;
b.
oder der End­be­trag der Ab­rech­nung.

2Die Art des Ein­tra­ges darf nur auf Be­ginn ei­nes Ge­schäfts­jah­res ge­wech­selt wer­den.

3Ein Ent­gelt in aus­län­di­scher Wäh­rung ist in Schwei­zer­fran­ken um­zu­rech­nen (Art. 28 des Ge­set­zes) und ein­zu­tra­gen.

4Sind in­län­di­sche und aus­län­di­sche Ur­kun­den in der Wei­se mit­ein­an­der ver­bun­den, dass sie nur als Ein­heit ge­han­delt wer­den kön­nen, so ist das gan­ze Ent­gelt in der Spal­te «in­län­di­sche Ti­tel» ein­zu­tra­gen.

Art. 23 Abrechnung unter Effektenhändlern

1Die Ban­ken im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank, die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20153 und die Pfand­brief­zen­tra­len gel­ten oh­ne be­son­de­ren Aus­weis als re­gis­trier­te Ef­fek­ten­händ­ler.4

2Al­le sons­ti­gen Ef­fek­ten­händ­ler ha­ben sich ge­gen­über ih­ren Ver­trags­par­tei­en mit ei­ner Er­klä­rung nach amt­li­chem For­mu­lar (Kar­te) als re­gis­trier­te Ef­fek­ten­händ­ler aus­zu­wei­sen. Die ab­ge­ge­be­nen Kar­ten sind zu num­me­rie­ren, über sie ist ein be­son­de­res Ver­zeich­nis an­zu­le­gen (mit Na­me und Adres­se des Emp­fän­gers, Da­tum der Aus­stel­lung, fort­lau­fen­de Num­mer) und die­se zur Ver­fü­gung der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu hal­ten.

3Die Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b Zif­fer 2 so­wie d und f des Ge­set­zes kön­nen im ge­schäft­li­chen Ver­kehr mit in­län­di­schen Ban­ken so­wie mit in­län­di­schen Händ­lern nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes da­von ab­se­hen, sich als Ef­fek­ten­händ­ler aus­zu­wei­sen (Art. 21 Abs. 8).5

4Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat die ihm ab­ge­ge­be­nen Kar­ten ge­ord­net nach den Ef­fek­ten­händ­ler-Num­mern zur Ver­fü­gung der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
2 SR 952.0
3 SR 958.1
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 7 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).

Art. 24 Abgabeabrechnung

1Der Ab­ga­be­pflich­ti­ge hat die Ab­ga­be auf Grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Ge­schäfts­vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum ab­ge­schlos­se­nen oder er­füll­ten Ge­schäf­te (Art. 15 Abs. 1 und 2 des Ge­set­zes) un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.

2Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ein von Ab­satz 1 ab­wei­chen­des Ab­rech­nungs­ver­fah­ren ge­stat­ten oder an­ord­nen.

Art. 25 Entlassung aus der Abgabepflicht

1Wer sei­ne Ge­schäftstä­tig­keit auf­ge­ben will oder die ge­setz­li­chen Ei­gen­schaf­ten als Ef­fek­ten­händ­ler nicht mehr als er­füllt er­ach­tet, hat das un­ver­züg­lich der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­zei­gen.

2Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ent­schei­det auf Grund der An­zei­ge oder von Am­tes we­gen, ob und auf wel­chen Zeit­punkt die Ab­ga­be­pflicht auf­hört und die Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler in Kraft tritt.

3Macht ei­ne Ge­sell­schaft, Ge­nos­sen­schaft, Ein­rich­tung der be­ruf­li­chen und ge­bun­de­nen Vor­sor­ge so­wie die öf­fent­li­che Hand glaub­haft, dass sie die in Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­ben d und f des Ge­set­zes um­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen bald wie­der er­fül­len wer­de, so kann sie auf ihr Er­su­chen frei­wil­lig als Ef­fek­ten­händ­ler re­gis­triert blei­ben, je­doch längs­tens wäh­rend zwei­er Jah­re.1

4Der Be­trof­fe­ne hat auf das Da­tum sei­ner Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler hin al­le von ihm ab­ge­ge­be­nen Er­klä­run­gen mit amt­li­chem For­mu­lar zu wi­der­ru­fen und die­sen Wi­der­ruf der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung un­ter Bei­la­ge des in Ar­ti­kel 23 Ab­satz 2 er­wähn­ten Ver­zeich­nis­ses zu mel­den.2

5In­nert 30 Ta­gen nach der Strei­chung als re­gis­trier­ter Ef­fek­ten­händ­ler sind der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung die Schluss­ab­rech­nung ein­zu­rei­chen und die ge­schul­de­ten Ab­ga­ben zu über­wei­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).

Art. 25a Handelsbestand der gewerbsmässigen Händler

1Die Ban­ken und die ban­k­ähn­li­chen Fi­nanz­ge­sell­schaf­ten im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342, die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank und die zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en im Sin­ne des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20153 sind ge­werbs­mäs­si­ge Händ­ler im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 3 des Ge­set­zes.4

2Ef­fek­ten­händ­ler nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 3 Buch­sta­be b Zif­fer 1 des Ge­set­zes kön­nen die Be­frei­ung des Han­dels­be­stan­des erst be­an­spru­chen, wenn sie der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung den Nach­weis er­bracht ha­ben, dass sie den Han­del mit steu­er­ba­ren Ur­kun­den ge­werbs­mäs­sig be­trei­ben.

3Han­dels­be­stand im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 3 des Ge­set­zes ist die Ge­samt­heit der li­be­rier­ten Ti­tel, wel­che der ge­werbs­mäs­si­ge Ef­fek­ten­händ­ler mit der Ab­sicht der Wei­ter­ver­äus­se­rung für ei­ge­ne Rech­nung er­wor­ben hat. Die von der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank zur Durch­füh­rung ih­rer Geld- und Wäh­rungs­po­li­tik er­wor­be­nen Ur­kun­den gel­ten als Han­dels­be­stand der Na­tio­nal­bank.

4Nicht zum Han­dels­be­stand ge­hö­ren steu­er­ba­re Ur­kun­den, die:

a.
vom Ef­fek­ten­händ­ler ge­stützt auf Ar­ti­kel 665 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts5 zu den An­schaf­fungs­kos­ten in die Bi­lanz ein­ge­stellt wer­den;
b.6
zu den dau­ern­den Be­tei­li­gun­gen im Sin­ne der auf Ar­ti­kel 42 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 20147 ge­stütz­ten Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen der FIN­MA ge­hö­ren;
c.
nicht je­der­zeit und frei han­del­bar sind, ins­be­son­de­re weil sie:
1.
als Ga­ran­tie oder als Pfand­de­ckung die­nen, ins­be­son­de­re beim Lom­bard,
2.
vom Ef­fek­ten­händ­ler für frem­de Rech­nung ge­hal­ten wer­den,
3.
einen kom­mer­zi­el­len Kre­dit ver­kör­pern;
d.
vom Ef­fek­ten­händ­ler bei ei­ner Emis­si­on fest über­nom­men wer­den.

5Der ge­werbs­mäs­si­ge Händ­ler hat für sich ei­ne hal­be Um­satz­ab­ga­be zu ent­rich­ten für die Über­füh­rung von:

a.
steu­er­frei er­wor­be­nen Ti­teln aus dem Han­dels­be­stand in einen an­de­ren Be­stand;
b.
Ti­teln aus ei­nem an­de­ren Be­stand in den Han­dels­be­stand.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1992, in Kraft seit 1. April 1993 (AS 1993 228).
2 SR 952.0
3 SR 958.1
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 7 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
5 SR 220
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 2 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1269).
7 SR 952.02

4 Abgabe auf Versicherungsprämien

Art. 26 Anmeldung als Abgabepflichtiger

1Die der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­ten so­wie die in­län­di­schen öf­fent­lich-recht­li­chen Ver­si­che­rer ha­ben sich, be­vor sie Ver­si­che­run­gen über­neh­men, un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den. Nicht ver­pflich­tet zur An­mel­dung sind Ver­si­che­rer, die aus­sch­liess­lich Ver­si­che­run­gen über­neh­men, de­ren Prä­mi­en von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men sind (Art. 22 des Ge­set­zes).

2In der An­mel­dung sind an­zu­ge­ben: der Na­me (die Fir­ma) und der Sitz des Un­ter­neh­mens so­wie al­ler in­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen, auf wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Ab­ga­be­pflicht (Art. 21 f. des Ge­set­zes) zu­tref­fen, das Rech­nungs­jahr, das Da­tum der Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit und die zu be­trei­ben­den Ver­si­che­rungs­zwei­ge.

3Nach Be­ginn der Ab­ga­be­pflicht ein­tre­ten­de Än­de­run­gen an den ge­mä­ss Ab­satz 2 zu mel­den­den Tat­sa­chen sind un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu mel­den.

4Der in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer, der mit ei­nem nicht der Bun­desauf­sicht un­ter­stell­ten aus­län­di­schen Ver­si­che­rer Ver­trä­ge ab­sch­liesst, de­ren Prä­mi­en der Ab­ga­be un­ter­lie­gen, hat sich nach Ver­trags­ab­schluss un­auf­ge­for­dert bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung an­zu­mel­den. In der An­mel­dung sind der Na­me und die Adres­se des Ver­si­che­rungs­neh­mers, der Ver­si­che­rungs­zweig, der aus­län­di­sche Ver­si­che­rer und das Fäl­lig­keits­da­tum der Prä­mie an­zu­ge­ben.

Art. 26a Rückkaufsfähige Lebensversicherung

1Als rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­run­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes gel­ten Le­bens­ver­si­che­run­gen, bei de­nen der Ein­tritt des ver­si­cher­ten Er­eig­nis­ses ge­wiss ist. Dar­un­ter fal­len ins­be­son­de­re die ge­misch­te Ver­si­che­rung, die le­bens­läng­li­che To­des­fall­ver­si­che­rung und die Ren­ten­ver­si­che­rung mit Prä­mi­en­rück­ge­währ.

2Wer­den ei­ne rück­kaufs­fä­hi­ge und ei­ne nicht rück­kaufs­fä­hi­ge Ver­si­che­rung in ei­nem Ver­trag mit­ein­an­der kom­bi­niert, so un­ter­liegt nur die für die rück­kaufs­fä­hi­ge Ver­si­che­rung ge­son­dert aus­ge­wie­se­ne Prä­mie der Ab­ga­be.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 961).

Art. 26b Periodische Prämienzahlung

1Als rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­run­gen mit pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes gel­ten Ver­si­che­run­gen, die mit im we­sent­li­chen gleich ho­hen, über die ge­sam­te Ver­trags­lauf­zeit ver­teil­ten Jah­res­prä­mi­en fi­nan­ziert wer­den. Dar­un­ter fal­len auch:

a.
Ver­si­che­run­gen mit re­gel­mäs­sig stei­gen­den Prä­mi­en;
b.
Ver­si­che­run­gen mit in­de­xier­ten Prä­mi­en;
c.
Ver­si­che­run­gen, bei de­nen die höchs­te der für die ers­ten fünf Jah­re der Ver­trags­lauf­zeit ver­ein­bar­ten Jah­res­prä­mi­en die tiefs­te um nicht mehr als 20 Pro­zent über­steigt;
d.
le­bens­läng­li­che To­des­fall­ver­si­che­run­gen mit ab­ge­kürz­ter Prä­mi­en­zah­lung.

2Kei­ne pe­ri­odi­sche Prä­mi­en­zah­lung im Sin­ne von Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be a des Ge­set­zes liegt ins­be­son­de­re vor, wenn:

a.
die Ver­trags­lauf­zeit we­ni­ger als fünf Jah­re be­trägt; oder
b.
trotz ver­trag­lich ver­ein­bar­ter pe­ri­odi­scher Prä­mi­en­zah­lung in den ers­ten fünf Jah­ren der Ver­trags­lauf­zeit nicht fünf Jah­res­prä­mi­en be­zahlt wer­den, es sei denn, dass:
1.
die Prä­mi­en­zah­lungs­pflicht we­gen Tod oder In­va­li­di­tät der ver­si­cher­ten Per­son er­lischt, oder
2.
der Ab­fin­dungs­wert (Rück­kaufs­wert ein­sch­liess­lich sämt­li­cher Über­schuss­be­tei­li­gun­gen) tiefer als die be­zahl­ten Prä­mi­en ist.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 961).

Art. 27 Fahrzeugkaskoversicherung

1Als Fahr­zeug­kas­ko­ver­si­che­rung im Sin­ne der Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be k und 24 Ab­satz 1 des Ge­set­zes gilt je­de Ver­si­che­rung ge­gen die Ge­fahr ir­gend­ei­ner Be­schä­di­gung oder ei­nes Dieb­stahls des Fahr­zeu­ges.

2Die Prä­mie der Kas­ko­ver­si­che­rung für ein Luft­fahr­zeug ge­mä­ss Ar­ti­kel 22 Buch­sta­be k des Ge­set­zes ist von der Ab­ga­be aus­ge­nom­men, wenn sein Ab­flug­ge­wicht 5700 kg über­steigt.

Art. 28 Abgabeabrechnung

1Der Ver­si­che­rer hat die Ab­ga­be auf­grund der Ab­rech­nung nach amt­li­chem For­mu­lar in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf des Ge­schäfts­vier­tel­jah­res für die in die­sem Zeit­raum ver­ein­nahm­ten Prä­mi­en (Art. 23 des Ge­set­zes), ge­son­dert nach Ver­si­che­rungs­zwei­gen, un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten. Die Auf­tei­lung auf Ver­si­che­rungs­zwei­ge er­streckt sich auch auf kom­bi­nier­te Ver­si­che­run­gen, so­fern die Prä­mi­en­an­tei­le ver­schie­de­nen Ab­ga­be­sät­zen un­ter­lie­gen. Ent­hält die Prä­mi­en­rech­nung auf­grund ge­setz­li­cher Be­stim­mun­gen ei­nes Kan­tons oder des Bun­des For­de­run­gen, die nicht als Prä­mi­en­zah­lung für ei­ne Ver­si­che­rung qua­li­fi­zie­ren, so sind die­se ein­deu­tig zu be­zeich­nen und ge­son­dert auf­zu­füh­ren; an­dern­falls ist die Ab­ga­be auf dem Ge­samt­be­trag ge­schul­det.1

2Wird ei­ne Ver­si­che­rung von meh­re­ren Ver­si­che­rern ge­mein­schaft­lich über­nom­men (Mit­ver­si­che­rung), so hat je­der Ver­si­che­rer die Ab­ga­be nach Ab­satz 1 für den auf ihn ent­fal­len­den Prä­mi­en­an­teil zu ent­rich­ten. Sind an ei­nem Mit­ver­si­che­rungs­ver­trag je­doch aus­sch­liess­lich der Auf­sicht des Bun­des un­ter­stell­te oder in­län­di­sche öf­fent­lich-recht­li­che Ver­si­che­rer be­tei­ligt, so hat der fe­der­füh­ren­de Ver­si­che­rer die ge­sam­te Ab­ga­be zu ent­rich­ten.2

3Der ab­ga­be­pflich­ti­ge in­län­di­sche Ver­si­che­rungs­neh­mer (Art. 25 Satz 2 des Ge­set­zes) hat die Ab­ga­be in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf je­des Quar­tals für die in die­sem Zeit­raum be­zahl­ten Prä­mi­en mit amt­li­chem For­mu­lar un­auf­ge­for­dert der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung zu ent­rich­ten.

4Um un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Um­trie­be zu ver­mei­den, kann die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung ein von den Ab­sät­zen 1 und 3 ab­wei­chen­des Ab­ga­be­ab­rech­nungs­ver­fah­ren ge­stat­ten oder an­ord­nen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2008 5073).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, in Kraft seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).

5 Übergangsbestimmungen

Art. 29 und 30

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 24. Mai 2006, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2006 (AS 2006 2349).

Art. 30a Lebensversicherungen

Die Ab­ga­be auf den Prä­mi­en für die rück­kaufs­fä­hi­ge Le­bens­ver­si­che­rung wird auf Ver­si­che­run­gen mit Ver­si­che­rungs­be­ginn nach dem 31. März 1998 er­ho­ben.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 1998, in Kraft seit 1. April 1998 (AS 1998 961).

6 Schlussbestimmungen

Art. 31 Aufhebung bisherigen Rechts

Auf­ge­ho­ben wer­den:

am 1. Ju­li 1974:
die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 7. Ju­ni 19281 zu den Bun­des­ge­set­zen über die Stem­pe­l­ab­ga­ben, mit Aus­nah­me der Ar­ti­kel 75–83;
die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 1. Ok­to­ber 19372 zum Bun­des­ge­setz vom 24. Ju­ni 1937 über Er­gän­zung und Ab­än­de­rung der eid­ge­nös­si­schen Stem­pel­ge­setz­ge­bung;
am 1. Ja­nu­ar 1975:
die Ar­ti­kel 75–83 der Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 7. Ju­ni 19283 zu den Bun­des­ge­set­zen über die Stem­pe­l­ab­ga­ben.

1 [BS 6 134; AS 1954 1145 Ziff. I, 1958 362 UeB Art. 7 Abs. 1, 1966 371 Art. 71 Abs. 1 1688]
2 [BS 6 170; AS 1954 1145 Ziff. II]
3 [BS 6 134; AS 1954 1145 Ziff. I, 1958 362 UeB Art. 7 Abs. 1, 1966 371 Art. 71 Abs. 1 1688]

Art. 32 Inkrafttreten

Die­se Ver­ord­nung tritt wie folgt in Kraft:

am 1. Ju­li 1974: die Ar­ti­kel 1–25 und 29–31;
am 1. Ja­nu­ar 1975: die Ar­ti­kel 26–28.

Schlussbestimmungen der Änderung vom 28. Oktober 1992

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 18. Juni 2010

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EOG EOV EPDG EPDV EPDV-EDI EpG EpV ERV-BVGer ESV ExpaV EÖBV EÖBV-EJPD F: FamZG FamZV FAV FDO FHG FHV FIFG FiFV FiG FiLaG FiLaV FinfraG FinfraV FinfraV-FINMA FINIG FINIV FINMAG FiV FKG FLG FLV FMBV FMedG FMedV FMG FMV FOrgV FPV FrSV FusG FV FVAV FWG FWV FZG FZV G: GaGV GBV GebR-BVGer GebR-PatGer GebV ESTV GebV SchKG GebV-AIG GebV-ArG GebV-ASTRA GebV-AVG GebV-BAFU GebV-BASPO GebV-BAZL GebV-BJ GebV-BLW GebV-EDA GebV-EDI-NBib GebV-En GebV-ESA GebV-fedpol GebV-FMG GebV-HReg GebV-IGE GebV-KG GebV-NBib GebV-Publ GebV-SBFI GebV-TPS GebV-TVD GebV-VBS GebV-öV GebV-ÜPF GeBüV GeoIG GeoIV GeoIV-swisstopo GeomV GeoNV GesBG GesBKV GGBV GGUV GgV GKZ GlG GLPV GR-PatGer GR-WEKO GRN GRS GSchG GSchV GSG GTG GUMG GUMV GUMV-EDI GVVG GüTG GüTV H: HArG HArGV HasLV HasLV-WBF HBV HELV HEsÜ HFG HFKG HFV HGVAnG HKSV HKsÜ HMG HRegV HSBBV HVA HVI HVUV HyV I: IAMV IBH-V IBLV IBSG IBSV IFEG IGE-OV IGE-PersV IGEG InvV IPFiV IPRG IQG IR-PatGer IRSG IRSV ISABV-V ISchV ISLV IStrV-EZV ISUV ISVet-V IVG IVV IVZV J: J+S-V-BASPO JSG JStG JStPO JSV K: KAG KAKV-FINMA KBFHV KEG KEV KFG KFV KG KGSG KGSV KGTG KGTV KGVV KHG KHV KJFG KJFV KKG KKV KKV-FINMA KlinV KLV KMG KMV KOV KoVo KPAV KPFV KR-PatGer KRG KRV KV-GE KVAG KVAV KVG KVV L: LAfV LBV LDV LeV LFG LFV LGBV LGeoIV LGV LIV LMG LMVV LPG LRV LSMV LSV LTrV LugÜ LV-Informationssystemeverordnung LVG LVV LVV-VBS LwG M: MAkkV MaLV MaschV MatV MAV MBV MCAV MedBG MedBV MepV MetG MetV MFV MG MIG MinLV MinVG MinVV MinöStG MinöStV MiPV MIV MiVo-HF MJV MNKPV MPV MSchG MSchV MSG MStG MStP MStV MSV MVG MVV MWSTG MWSTV N: NAFG NagV NBibG NBibV NDG NEV NFSV NHG NHV NISSG NISV NIV NSAG NSAV NSG NSV NZV NZV-BAV O: OAV-SchKG OBG OBV OHG OHV OR OrFV Org-VöB OV-BK OV-BR OV-EDA OV-EDI OV-EFD OV-EJPD OV-HFG OV-UVEK OV-VBS OV-WBF P: PAG ParlG ParlVV PartG PaRV PatG PatGG PatV PAV PAVO PAVV PBG PBV PfG PfV PG PGesV PGesV–WBF–UVEK PGRELV PhaV PHV POG PRG PrHG PrSG PrSV PRTR-V PSAV PSMV PSPV PSPV-BK PSPV-EDA PSPV-EDI PSPV-EJPD PSPV-UVEK PSPV-VBS PSPV-WBF PSPVK PsyBV PsyG PublG PublV PVBger PVFMH PVFMH-VBS PVGer PVO-ETH PVO-TVS PVSPA PVSPA-VBS PäV PüG Q: QStV QuNaV R: RAG RAV RDV ReRBGer ResV-EDI RHG RHV RKV RLG RLV RPG RPV RSD RTVG RTVV RV-AHV RVOG RVOV RöV S: SAFIG SBBG SBMV SBV SchKG SDR SDSG SebG SebV SEFV SeilV SFV SGV SIaG SIRG SKV SnAV SPBV-EJPD SpDV SpG SpoFöG SpoFöV SpV SRVG SSchG SSchV SSchV-EDI SSV StAG StAhiG StAhiV StAV StBOG STEBV StFG StFV StG StGB StHG StPO StromVG StromVV StSG StSV STUG STUV StV STVG SuG SV SVAG SVAV SVG SVKG SVV T: TabV TAMV TBDV TEVG TGBV TGV ToG ToV TPFV TrG TSchAV TSchG TSchV TSG TStG TStV TSV TUG TVAV TVSV TwwV TZV U: UIDV UraM URG URV USG UVG UVPV UVV UWG V: V Mil Pers V-ASG V-FIFG V-FIFG-WBF V-GSG V-HFKG V-LTDB V-NDA V-NISSG V-NQR-BB V-StGB-MSt VABK VABUA VAböV VAEW VAG VAK VAM VAmFD VAN VAND VAPF VAPK VASA VASm VASR VATV VATV-VBS VAusb VAusb-VBS VAV VAwG VAZV VBB VBBo VBGA VBGF VBGÖ VBKV VBLN VBO VBO-ÜPF VBP VBPO VBPV VBPV-EDA VBR I VBRK VBSTB VBVA VBVV VBWK VböV VCITES VD-ÜPF VDA VDPS VDPV-EDI VDSG VDSZ VDTI 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A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP 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OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH 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