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Verordnung des EFD
über die Quellensteuer bei der direkten Bundessteuer
(Quellensteuerverordnung, QStV)

vom 11. April 2018 (Stand am 1. Januar 2021)

Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD),

gestützt auf die Artikel 89 Absatz 2, 92 Absatz 5, 99a Absatz 3, 99b Absatz 2 und
161 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 19901
über die direkte Bundessteuer (DBG)
sowie auf Artikel 1 Buchstabe b der Verordnung vom 18. Dezember 19912
über Kompetenzzuweisungen bei der direkten Bundessteuer an das
Finanzdepartement,

verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Anwendbare Quellensteuertarife  

1 Fol­gen­de Ta­rif­co­des wer­den bei den nach­ste­hend auf­ge­führ­ten Per­so­nen für den Quel­len­steu­er­ab­zug an­ge­wen­det:

a.
Ta­rif­co­de A:bei le­di­gen, ge­schie­de­nen, ge­richt­lich oder tat­säch­lich ge­trennt le­ben­den und ver­wit­we­ten Per­so­nen, die nicht mit Kin­dern oder un­ter­stüt­zungs­be­dürf­ti­gen Per­so­nen im glei­chen Haus­halt zu­sam­men­le­ben;
b.
Ta­rif­co­de B:bei in recht­lich und tat­säch­lich un­ge­trenn­ter Ehe le­ben­den Ehe­leu­ten, bei wel­chen nur der Ehe­mann oder die Ehe­frau er­werbs­tä­tig ist;
c.
Ta­rif­co­de C:bei in recht­lich und tat­säch­lich un­ge­trenn­ter Ehe le­ben­den Ehe­leu­ten, bei wel­chen bei­de Ehe­leu­te er­werbs­tä­tig sind;
d.
Ta­rif­co­de D: bei Per­so­nen, die Leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 3 des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19463 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung er­hal­ten;
e.
Ta­rif­co­de E:bei Per­so­nen, die im ver­ein­fach­ten Ab­rech­nungs­ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2124be­steu­ert wer­den;
f.
Ta­rif­co­de F:bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach der Ver­ein­ba­rung vom 3. Ok­to­ber 19744 zwi­schen der Schweiz und Ita­li­en über die Be­steue­rung der Grenz­gän­ger und den fi­nan­zi­el­len Aus­gleich zu­guns­ten der ita­lie­ni­schen Grenz­ge­mein­den, die in ei­ner ita­lie­ni­schen Grenz­ge­mein­de le­ben und de­ren Ehe­mann oder Ehe­frau aus­ser­halb der Schweiz er­werbs­tä­tig ist;
g.
Ta­rif­co­de G: bei Er­satzein­künf­ten nach Ar­ti­kel 3, die nicht über die Ar­beit­ge­ber an die quel­len­steu­er­pflich­ti­gen Per­so­nen aus­be­zahlt wer­den;
h.
Ta­rif­co­de H:bei le­di­gen, ge­schie­de­nen, ge­richt­lich oder tat­säch­lich ge­trennt le­ben­den und ver­wit­we­ten Per­so­nen, die mit Kin­dern oder un­ter­stüt­zungs­be­dürf­ti­gen Per­so­nen im glei­chen Haus­halt zu­sam­men­le­ben und de­ren Un­ter­halt zur Haupt­sa­che be­strei­ten;
i.
Ta­rif­co­de L:bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach dem Ab­kom­men vom 11. Au­gust 19715 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung auf dem Ge­bie­te der Steu­ern vom Ein­kom­men und vom Ver­mö­gen (DBA-D), wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den Ta­rif­co­de A er­fül­len;
j.
Ta­rif­co­de M: bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach dem DBA-D, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den Ta­rif­co­de B er­fül­len;
k.
Ta­rif­co­de N: bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach dem DBA-D, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den Ta­rif­co­de C er­fül­len;
l.
Ta­rif­co­de P:bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach dem DBA-D, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den Ta­rif­co­de H er­fül­len;
m.
Ta­rif­co­de Q: bei Grenz­gän­ge­rin­nen und Grenz­gän­gern nach dem DBA-D, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den Ta­rif­co­de G er­fül­len.

2 Der Steu­er­satz für Ein­künf­te, die nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben d und g der Quel­len­steu­er un­ter­lie­gen, rich­tet sich nach den Zif­fern 1 und 2 des An­hangs.

Art. 2 Fälligkeit und Berechnung der Quellensteuer  

1 Der Quel­len­steu­er­ab­zug ist im Zeit­punkt der Aus­zah­lung, Über­wei­sung, Gut­schrift oder Ver­rech­nung der steu­er­ba­ren Leis­tung fäl­lig. Der Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung muss die Quel­len­steu­er un­ge­ach­tet all­fäl­li­ger Ein­wän­de (Art. 137 DBG) oder Lohn­pfän­dun­gen ab­zie­hen.

2 Die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung (ESTV) legt in Zu­sam­men­ar­beit mit den Kan­to­nen ge­samtschwei­ze­risch gül­ti­ge Me­tho­den und Ver­fah­ren zur Be­rech­nung der Quel­len­steu­er fest.

3 Für die Be­rech­nung der Quel­len­steu­er gilt Ar­ti­kel 40 Ab­satz 3 DBG sinn­ge­mä­ss.

Art. 3 Ersatzeinkünfte  

Der Quel­len­steu­er un­ter­wor­fen sind al­le Er­satzein­künf­te aus Ar­beits­ver­hält­nis­sen so­wie aus Kran­ken‑, Un­fall‑, In­va­li­den- und Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung. Ins­be­son­de­re ge­hö­ren da­zu Tag­gel­der, Ent­schä­di­gun­gen, Teil­ren­ten und an de­ren Stel­le tre­ten­de Ka­pi­tal­leis­tun­gen.

Art. 4 Ordentliche Veranlagung bei Vergütungen aus dem Ausland  

1 Er­hält ei­ne steu­er­pflich­ti­ge Per­son die Ver­gü­tun­gen von ei­nem nicht in der Schweiz an­säs­si­gen Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung, so wird sie im or­dent­li­chen Ver­fah­ren ver­an­lagt.

2 Sie wird je­doch in der Schweiz an der Quel­le be­steu­ert, wenn:

a.
die Ver­gü­tung der Leis­tung von ei­ner in der Schweiz ge­le­ge­nen Be­triebs­stät­te oder fes­ten Ein­rich­tung des Ar­beit­ge­bers ge­tra­gen wird;
b.
ei­ne Ar­beit­neh­me­rent­sen­dung un­ter ver­bun­de­nen Ge­sell­schaf­ten vor­liegt und die Ge­sell­schaft mit Sitz in der Schweiz als fak­ti­scher Ar­beit­ge­ber zu qua­li­fi­zie­ren ist; oder
c.
ein aus­län­di­scher Per­so­nal­ver­lei­her im Wi­der­spruch zu Ar­ti­kel 12 Ab­satz 2 des Ar­beits­ver­mitt­lungs­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19896 Per­so­nal an einen Ein­satz­be­trieb in der Schweiz ver­leiht und die Ver­gü­tung der Leis­tung von die­sem Ein­satz­be­trieb ge­tra­gen wird.
Art. 5 Meldepflichten  

1 Die Ar­beit­ge­ber müs­sen die Be­schäf­ti­gung von Per­so­nen, die nach Ar­ti­kel 83 oder 91 DBG quel­len­steu­er­pflich­tig sind, der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de in­nert acht Ta­gen ab Stel­len­an­tritt auf dem da­für vor­ge­se­he­nen For­mu­lar mel­den.

2 Über­mit­telt der Ar­beit­ge­ber die Quel­len­steu­er­ab­rech­nung elek­tro­nisch, so kann er Neu­an­stel­lun­gen mit­tels mo­nat­li­cher Ab­rech­nung mel­den.

3 Die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer müs­sen dem Ar­beit­ge­ber Än­de­run­gen von Sach­ver­hal­ten mel­den, die für die Er­he­bung der Quel­len­steu­er mass­ge­bend sind. Der Ar­beit­ge­ber mel­det die Än­de­run­gen in­ner­halb der Fris­ten nach den Ab­sät­zen 1 und 2 der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de.

Art. 6 Bezugsprovision  

1 Die Kan­to­ne le­gen den An­satz und die Mo­da­li­tä­ten der Be­zugs­pro­vi­si­on fest. Sie kön­nen die Be­zugs­pro­vi­si­on nach Art und Hö­he der steu­er­ba­ren Ein­künf­te so­wie nach dem vom Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung ge­wähl­ten Ab­rech­nungs­ver­fah­ren ab­stu­fen.

2 Die zu­stän­di­ge Steu­er­be­hör­de kann die Be­zugs­pro­vi­si­on kür­zen oder strei­chen, wenn der Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung die Ver­fah­rens­pflich­ten ver­letzt.

Art. 7 Rückerstattung  

Hat der Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung einen zu ho­hen Quel­len­steu­er­ab­zug vor­ge­nom­men und hier­über be­reits mit der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de ab­ge­rech­net, so kann die­se den Dif­fe­renz­be­trag di­rekt der steu­er­pflich­ti­gen Per­son zu­rück­er­stat­ten.

Art. 8 Bundessteueranteil bei Grenzgängerinnen und Grenzgängern aus Deutschland  

Wer­den Per­so­nen mit dem Ta­rif­co­de L, M, N, P oder Q be­steu­ert, so be­trägt der An­teil der di­rek­ten Bun­des­steu­er 10 Pro­zent des ge­sam­ten Quel­len­steu­er­be­trags.

2. Abschnitt: Natürliche Personen mit steuerrechtlichem Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz

Art. 9 Obligatorische nachträgliche ordentliche Veranlagung  

1 Ei­ne Per­son wird nach Ar­ti­kel 89 Ab­satz 1 Buch­sta­be a DBG nach­träg­lich or­dent­lich ver­an­lagt, wenn ihr Brut­to­ein­kom­men aus un­selbst­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit in ei­nem Steu­er­jahr min­des­tens 120 000 Fran­ken be­trägt.

2 Als Brut­to­ein­kom­men aus un­selbst­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit gel­ten die Ein­künf­te nach Ar­ti­kel 84 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b DBG.

3 Zwei­ver­die­ner­ehe­paa­re wer­den nach­träg­lich or­dent­lich ver­an­lagt, wenn das Brut­to­ein­kom­men von Ehe­mann oder Ehe­frau in ei­nem Steu­er­jahr min­des­tens 120 000 Fran­ken be­trägt.

4 Die nach­träg­li­che or­dent­li­che Ver­an­la­gung wird bis zum En­de der Quel­len­steu­er­pflicht bei­be­hal­ten, und zwar un­ab­hän­gig da­von, ob das Brut­to­ein­kom­men vor­über­ge­hend oder dau­ernd un­ter den Min­dest­be­trag von 120 000 Fran­ken fällt, Ehe­leu­te sich schei­den las­sen oder sich tat­säch­lich oder recht­lich tren­nen.

5 Bei un­ter­jäh­ri­ger Steu­er­pflicht rich­tet sich die Be­rech­nung des Min­dest­be­trags nach Ar­ti­kel 40 Ab­satz 3 DBG.

Art. 10 Nachträgliche ordentliche Veranlagung auf Antrag  

1 Die quel­len­steu­er­pflich­ti­ge Per­son kann bei der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de bis zum 31. März des auf das Steu­er­jahr fol­gen­den Jah­res schrift­lich einen An­trag um Durch­füh­rung ei­ner nach­träg­li­chen or­dent­li­chen Ver­an­la­gung ein­rei­chen. Ein ge­stell­ter An­trag kann nicht mehr zu­rück­ge­zo­gen wer­den.

2 Ge­schie­de­ne so­wie tat­säch­lich oder recht­lich ge­trenn­te Ehe­leu­te, die nach Ar­ti­kel 89aDBG auf An­trag nach­träg­lich or­dent­lich ver­an­lagt wur­den, wer­den bis zum En­de der Quel­len­steu­er­pflicht nach­träg­lich or­dent­lich ver­an­lagt.

Art. 11 Regelung von Härtefällen  

1 Auf Ge­such von quel­len­steu­er­pflich­ti­gen Per­so­nen, die Un­ter­halts­bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 33 Ab­satz 1 Buch­sta­be c DBG leis­ten und bei de­nen der Ta­rif­co­de A, B, C oder H an­ge­wen­det wird, kann die Steu­er­be­hör­de zur Mil­de­rung von Här­te­fäl­len bei der Be­rech­nung der Quel­len­steu­er Kin­derab­zü­ge bis höchs­tens zur Hö­he der Un­ter­halts­bei­trä­ge be­rück­sich­ti­gen.

2 Wur­den Un­ter­halts­bei­trä­ge bei der An­wen­dung ei­nes die­ser Ta­rif­co­des be­rück­sich­tigt, so wird die nach­träg­li­che or­dent­li­che Ver­an­la­gung nur auf An­trag der quel­len­steu­er­pflich­ti­gen Per­son durch­ge­führt. Wird die nach­träg­li­che or­dent­li­che Ver­an­la­gung be­an­tragt, so wird die­se bis zum En­de der Quel­len­steu­er­pflicht durch­ge­führt.

Art. 12 Wechsel von der Quellenbesteuerung zur ordentlichen Besteuerung  

1 Ei­ne bis­her an der Quel­le be­steu­er­te Per­son wird für die gan­ze Steu­er­pe­ri­ode im or­dent­li­chen Ver­fah­ren ver­an­lagt, wenn sie:

a.
die Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung er­hält;
b.
ei­ne Per­son mit Schwei­zer Bür­ger­recht oder mit Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung hei­ra­tet.

2 Die Quel­len­steu­er ist ab dem Fol­ge­mo­nat nach der Er­tei­lung der Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung oder der Hei­rat nicht mehr ge­schul­det. Die an der Quel­le ab­ge­zo­ge­ne Steu­er wird zins­los an­ge­rech­net.

Art. 13 Wechsel von der ordentlichen Besteuerung zur Quellenbesteuerung  

1 Un­ter­liegt ein Ein­kom­men in­ner­halb ei­ner Steu­er­pe­ri­ode zu­nächst der or­dent­li­chen Be­steue­rung und dann der Quel­len­steu­er, so wird die steu­er­pflich­ti­ge Per­son für das ge­sam­te Jahr und bis zum En­de der Quel­len­steu­er­pflicht nach­träg­lich or­dent­lich ver­an­lagt.

2 Die Schei­dung so­wie die tat­säch­li­che oder recht­li­che Tren­nung von ei­nem Ehe­mann oder ei­ner Ehe­frau mit Schwei­zer Bür­ger­recht oder Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung lö­sen für ei­ne aus­län­di­sche Ar­beit­neh­me­rin oder einen aus­län­di­schen Ar­beit­neh­mer oh­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung ab Be­ginn des Fol­ge­mo­nats wie­der die Be­steue­rung an der Quel­le aus.

3 All­fäl­li­ge Vor­aus­zah­lun­gen vor dem Über­gang zur Quel­len­be­steue­rung so­wie an der Quel­le ab­ge­zo­ge­ne Steu­ern sind an­zu­rech­nen.

3. Abschnitt: Natürliche Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz sowie juristische Personen ohne Sitz oder tatsächliche Verwaltung in der Schweiz

Art. 14 Nachträgliche ordentliche Veranlagung bei Quasi-Ansässigkeit  

1 Ei­ne Per­son, die nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 DBG steu­er­pflich­tig ist und in der Re­gel min­des­tens 90 Pro­zent ih­rer welt­wei­ten Brut­to­ein­künf­te, ein­sch­liess­lich der Brut­to­ein­künf­te des Ehe­manns oder der Ehe­frau, in der Schweiz ver­steu­ert (Qua­si-An­säs­sig­keit), kann bei der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de bis zum 31. März des auf das Steu­er­jahr fol­gen­den Jah­res schrift­lich einen An­trag um Durch­füh­rung ei­ner nach­träg­li­chen or­dent­li­chen Ver­an­la­gung ein­rei­chen. Ein ge­stell­ter An­trag kann nicht mehr zu­rück­ge­zo­gen wer­den.

2 Die Steu­er­be­hör­de prüft im Ver­an­la­gungs­ver­fah­ren, ob die quel­len­steu­er­pflich­ti­ge Per­son im Steu­er­jahr die Vor­aus­set­zun­gen der Qua­si-An­säs­sig­keit er­füllt. Da­zu er­mit­telt sie nach den Ar­ti­keln 16–18 und 20–23 DBG zu­erst die welt­wei­ten Brut­to­ein­künf­te und da­nach den An­teil der in der Schweiz steu­er­ba­ren Brut­to­ein­künf­te.

Art. 15 Nachträgliche ordentliche Veranlagung von Amtes wegen  

1 Die zu­stän­di­gen kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den kön­nen von Am­tes we­gen ei­ne nach­träg­li­che or­dent­li­che Ver­an­la­gung durch­füh­ren, wenn sich aus der Ak­ten­la­ge der be­grün­de­te Ver­dacht er­gibt, dass stos­sen­de Ver­hält­nis­se zu­guns­ten oder zu­un­guns­ten der steu­er­pflich­ti­gen Per­son vor­lie­gen.

2 Für die Ein­lei­tung ei­ner nach­träg­li­chen or­dent­li­chen Ver­an­la­gung von Am­tes we­gen gilt Ar­ti­kel 120 DBG über die Ver­an­la­gungs­ver­jäh­rung.

Art. 16 Künstlerinnen und Künstler, Sportlerinnen und Sportler, Referentinnen und Referenten  

1 Als Ta­ges­ein­künf­te von im Aus­land wohn­haf­ten Künst­le­rin­nen und Künst­lern, Sport­le­rin­nen und Sport­lern so­wie Re­fe­ren­tin­nen und Re­fe­ren­ten gel­ten die Ein­künf­te nach Ar­ti­kel 92 Ab­satz 3 DBG, di­vi­diert durch die Zahl der Auf­tritts- und Pro­be­ta­ge. Zu den Ta­ges­ein­künf­ten zäh­len ins­be­son­de­re:

a.
die Brut­to­ein­künf­te ein­sch­liess­lich al­ler Zu­la­gen und Ne­ben­ein­künf­te so­wie Na­tu­ral­leis­tun­gen; und
b.
al­le vom Ver­an­stal­ter über­nom­me­nen Spe­sen, Kos­ten und Quel­len­steu­ern.

2 Ist bei Grup­pen der An­teil des ein­zel­nen Mit­glieds nicht be­kannt oder schwer zu er­mit­teln, so wird für des­sen Be­stim­mung das durch­schnitt­li­che Ta­ges­ein­kom­men pro Kopf be­rech­net.

3 Zu den Ta­ges­ein­künf­ten ge­hö­ren auch Ver­gü­tun­gen, die nicht der quel­len­steu­er­pflich­ti­gen Per­son sel­ber, son­dern ei­ner Dritt­per­son zu­flies­sen.

Art. 17 Hypothekargläubigerinnen und Hypothekargläubiger  

Als steu­er­ba­re Ein­künf­te von im Aus­land an­säs­si­gen Hy­po­the­kargläu­bi­ge­rin­nen und Hy­po­the­kargläu­bi­gern gel­ten die Brut­to­ein­künf­te aus For­de­run­gen nach Ar­ti­kel 94 DBG. Da­zu ge­hö­ren auch Zin­sen, die nicht der quel­len­steu­er­pflich­ti­gen Per­son sel­ber, son­dern ei­ner Dritt­per­son zu­flies­sen.

Art. 18 Im Ausland wohnhafte Empfängerinnen und Empfänger von Renten aus Vorsorge  

1 So­weit kei­ne ab­wei­chen­de staats­ver­trag­li­che Re­ge­lung be­steht, un­ter­lie­gen die Ren­ten von im Aus­land wohn­haf­ten Emp­fän­ge­rin­nen und Emp­fän­gern nach den Ar­ti­keln 95 und 96 DBG der Quel­len­steu­er.

2 Wird die Quel­len­steu­er nicht er­ho­ben, weil die Be­steue­rung dem an­dern Ver­trags­staat zu­steht, so hat sich der Schuld­ner der steu­er­ba­ren Leis­tung den aus­län­di­schen Wohn­sitz der Emp­fän­ge­rin oder des Emp­fän­gers schrift­lich be­stä­ti­gen zu las­sen und die­sen pe­ri­odisch zu über­prü­fen.

Art. 19 Im Ausland wohnhafte Empfängerinnen und Empfänger von Kapitalleistungen aus Vorsorge  

1 Ka­pi­tal­leis­tun­gen an im Aus­land wohn­haf­te Emp­fän­ge­rin­nen und Emp­fän­ger nach den Ar­ti­keln 95 und 96 DBG un­ter­lie­gen un­ge­ach­tet staats­ver­trag­li­cher Re­ge­lun­gen im­mer der Quel­len­steu­er. Der Ta­rif ist in Zif­fer 3 des An­hangs fest­ge­legt.

2 Die er­ho­be­ne Quel­len­steu­er wird zins­los zu­rück­er­stat­tet, wenn die Emp­fän­ge­rin oder der Emp­fän­ger der Ka­pi­tal­leis­tung:

a.
in­ner­halb von drei Jah­ren seit Aus­zah­lung einen ent­spre­chen­den An­trag bei der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Steu­er­be­hör­de stellt; und
b.
dem An­trag ei­ne Be­stä­ti­gung der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de des an­spruchs­be­rech­tig­ten Wohn­sitz­staa­tes bei­liegt, wo­nach:
1.
die­se von der Ka­pi­tal­leis­tung Kennt­nis ge­nom­men hat, und
2.
die Emp­fän­ge­rin oder der Emp­fän­ger der Ka­pi­tal­leis­tung ei­ne im Sin­ne des Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens mit der Schweiz dort an­säs­si­ge Per­son ist.
Art. 20 Bezugsminima  

Die Quel­len­steu­er wird bei Per­so­nen nach den Ar­ti­keln 16–18 nicht er­ho­ben, wenn die steu­er­ba­ren Brut­to­ein­künf­te un­ter den in Zif­fer 4 des An­hangs fest­ge­leg­ten Be­trä­gen lie­gen.

4. Abschnitt: Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Art. 21 Anwendbares Recht  

So­fern sich aus Ar­ti­kel 37a DBG und aus den Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts nichts an­de­res er­gibt, gel­ten die Be­stim­mun­gen des DBG über die Quel­len­steu­er und die üb­ri­gen Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung sinn­ge­mä­ss auch im Ver­fah­ren der ver­ein­fach­ten Ab­rech­nung.

Art. 22 Besteuerungsgrundlage  

Die Steu­er wird auf der Grund­la­ge des vom Ar­beit­ge­ber der AHV-Aus­gleichs­kas­se ge­mel­de­ten Brut­to­lohns er­ho­ben.

Art. 23 Ablieferung der Quellensteuer durch den Arbeitgeber  

1 Für die Ab­rech­nung und die Ab­lie­fe­rung der Quel­len­steu­er an die zu­stän­di­ge AHV-Aus­gleichs­kas­se gel­ten die Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 31. Ok­to­ber 19477 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung über das ver­ein­fach­te Ab­rech­nungs­ver­fah­ren sinn­ge­mä­ss.

2 Wird die Steu­er auf Mah­nung der AHV-Aus­gleichs­kas­se hin nicht ab­ge­lie­fert, so er­stat­tet die­se der Steu­er­be­hör­de des Kan­tons Mel­dung, in dem der Ar­beit­ge­ber sei­nen Sitz oder Wohn­sitz hat. Die Steu­er­be­hör­de be­zieht die Steu­er nach den Vor­schrif­ten der Steu­er­ge­setz­ge­bung.

Art. 24 Überweisung der Quellensteuer an die Steuerbehörden  

Die AHV-Aus­gleichs­kas­se über­weist die ein­kas­sier­ten Steu­er­zah­lun­gen nach Ab­zug der ihr zu­ste­hen­den Be­zugs­pro­vi­si­on an die Steu­er­be­hör­de des Kan­tons, in dem die quel­len­steu­er­pflich­ti­ge Per­son ih­ren Wohn­sitz hat.

5. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 25 Aufhebung eines anderen Erlasses  

Die Quel­len­steu­er­ver­ord­nung vom 19. Ok­to­ber 19938 wird auf­ge­ho­ben.

Art. 26 Änderung eines anderen Erlasses  

9

9 Die Än­de­rung kann un­ter AS 2018 1829kon­sul­tiert wer­den.

Art. 27 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2021 in Kraft.

Anhang

(Art. 1 Abs. 2, 19 Abs. 1 und 20)

Quellensteuertarife

1.
Die Quellensteuer von Personen mit dem Tarifcode D beträgt 1 Prozent der Bruttoeinkünfte.
2.
Die Quellensteuer auf Ersatzeinkünften mit dem Tarifcode G beträgt:

Franken

bis
18 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Brutto­einkünfte

0.00

0.80;

für
36 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

144.00

2.50 mehr;

für
60 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

744.00

4.50 mehr;

für
90 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

2 094.00

8.00 mehr;

für
120 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

4 494.00

11.00 mehr;

für
180 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

11 094.00

13.00 mehr;

für
819 000 Franken jährliche Bruttoeinkünfte und für je weitere 100 Franken jährliche Bruttoeinkünfte

94 164.00

11.50 mehr.

3.
a.Die Quellensteuer auf dem Bruttobetrag der Kapitalleistungen nach Artikel 19 Absatz 1 beträgt für alleinstehende Personen:

auf dem Betrag bis

25 000 Franken

0,00 %

auf dem Betrag über 25 000 bis

50 000 Franken

0,35 %

auf dem Betrag über 50 000 bis

75 000 Franken

0,65 %

auf dem Betrag über 75 000 bis

100 000 Franken

1,30 %

auf dem Betrag über 100 000 bis

125 000 Franken

1,70 %

auf dem Betrag über 125 000 bis

150 000 Franken

2,00 %

auf dem Betrag über 150 000 bis

750 000 Franken

2,60 %

auf dem Betrag über

750 000 Franken

2,30 %

b.Die Quellensteuer auf dem Bruttobetrag der Kapitalleistungen nach Artikel 19 Absatz 1 beträgt für verheiratete Personen:

auf dem Betrag bis

25 000 Franken

0,00 %

auf dem Betrag über 25 000 bis

50 000 Franken

0,20 %

auf dem Betrag über 50 000 bis

75 000 Franken

0,50 %

auf dem Betrag über 75 000 bis

100 000 Franken

0,90 %

auf dem Betrag über 100 000 bis

125 000 Franken

1,25 %

auf dem Betrag über 125 000 bis

150 000 Franken

2,00 %

auf dem Betrag über 150 000 bis

900 000 Franken

2,60 %

auf dem Betrag über

900 000 Franken

2,30 %

4.
Die Quellensteuer wird nach Artikel 20 nicht erhoben, wenn die steuerbaren Bruttoeinkünfte weniger betragen als:

bei Künstlerinnen, Künstlern, Sport­lerinnen, Sportlern, Referentinnen und Referenten (Art. 92 DBG)

Fr. 300.–

der von einem Schuldner der steuerbaren Leistung pro Veranstaltung ausgerichteten Leistungen;

bei Verwaltungsrätinnen und Verwal­tungsräten (Art. 93 DBG)

Fr. 300.–

der von einem Schuldner der steuerbaren Leistung gesamthaft in einem Steuerjahr ausgerichteten Leistungen;

bei Hypothekargläubigerinnen und Hypothekargläubigern (Art. 94 DBG)

Fr. 300.–

im Steuerjahr;

bei Empfängerinnen und Empfängern von Renten (Art. 95 und 96 DBG)

Fr. 1000.–

im Steuerjahr.

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A: AB-EBV AB-SBV AB-VASm AdoV AEFV AETR AEV AFZFG AFZFV AHVG AHVV AIAG AIAV AIG AkkredV-PsyG ALBAG ALBAV AlgV AlkG AlkV AllergV AllgGebV AltlV AMBV AMZV AO ArG ArGV 1 ArGV 2 ArGV 3 ArGV 4 ArGV 5 ARPV ARV 1 ARV 2 ASG AStG AStV ASV ASV-RAB AsylG AsylV 1 AsylV 2 AsylV 3 AtraG AtraV ATSG ATSV AufRBGer AufzV AuLaV AVFV AVG AVIG AVIV AVO AVO-FINMA AVV AwG AWV AZG AZGV B: BankG BankV BauAV BauPG BauPV BBG BBV BDSV BEG BehiG BehiV BekV-RAB BetmG BetmKV BetmSV BetmVV-EDI BeV BevSV BewG BewV BG-HAÜ BG-KKE BGA BGBB BGCITES BGerR BGF BGFA BGG BGIAA BGLE BGMD BGMK BGRB BGS BGSA BGST BGÖ BIFG BiGV BIV-FINMA BiZG BKSG BKSV BMV BPDV BPG BPI BPR BPS BPV BSG BSO BStatG BStG BStGerNR BStGerOR BStKR BStV BSV BTrV BURV BV BVG BVV 1 BVV 2 BVV 3 BWIS BZG BöB BüG BÜPF BüV C: CartV ChemG ChemGebV ChemPICV ChemRRV ChemV CyRV CZV D: DBG DBV DBZV DesG DesV DGV DR 04 DSG DV-RAB DZV DüBV DüV E: EBG EBV EDAV-DS-EDI EDAV-EU-EDI EDAV-Ht EHSM-V EiV EKBV EleG ELG ELV EMRK EnEV EnFV EnG ENSIG ENSIV EntG EntsG EntsV EnV EOG EOV EPDG EPDV EPDV-EDI EpG EpV ERV-BVGer ESV ExpaV EÖBV EÖBV-EJPD F: FamZG FamZV FAV FDO FHG FHV FIFG FiFV FiG FiLaG FiLaV FinfraG FinfraV FinfraV-FINMA FINIG FINIV FINMAG FiV FKG FLG FLV FMBV FMedG FMedV FMG FMV FOrgV FPV FrSV FusG FV FVAV FWG FWV FZG FZV G: GaGV GBV GebR-BVGer GebR-PatGer GebV ESTV GebV SchKG GebV-AIG GebV-ArG GebV-ASTRA GebV-AVG GebV-BAFU GebV-BASPO GebV-BAZL GebV-BJ GebV-BLW GebV-EDA GebV-EDI-NBib GebV-En GebV-ESA GebV-fedpol GebV-FMG GebV-HReg GebV-IGE GebV-KG GebV-NBib GebV-Publ GebV-SBFI GebV-TPS GebV-TVD GebV-VBS GebV-öV GebV-ÜPF GeBüV GeoIG GeoIV GeoIV-swisstopo GeomV GeoNV GesBG GesBKV GGBV GGUV GgV GKZ GlG GLPV GR-PatGer GR-WEKO GRN GRS GSchG GSchV GSG GTG GUMG GUMV GUMV-EDI GVVG GüTG GüTV H: HArG HArGV HasLV HasLV-WBF HBV HELV HEsÜ HFG HFKG HFV HGVAnG HKSV HKsÜ HMG HRegV HSBBV HVA HVI HVUV HyV I: IAMV IBH-V IBLV IBSG IBSV IFEG IGE-OV IGE-PersV IGEG InvV IPFiV IPRG IQG IR-PatGer IRSG IRSV ISABV-V ISchV ISLV IStrV-EZV ISUV ISVet-V IVG IVV IVZV J: J+S-V-BASPO JSG JStG JStPO JSV K: KAG KAKV-FINMA KBFHV KEG KEV KFG KFV KG KGSG KGSV KGTG KGTV KGVV KHG KHV KJFG KJFV KKG KKV KKV-FINMA KlinV KLV KMG KMV KOV KoVo KPAV KPFV KR-PatGer KRG KRV KV-GE KVAG KVAV KVG KVV L: LAfV LBV LDV LeV LFG LFV LGBV LGeoIV LGV LIV LMG LMVV LPG LRV LSMV LSV LTrV LugÜ LV-Informationssystemeverordnung LVG LVV LVV-VBS LwG M: MAkkV MaLV MaschV MatV MAV MBV MCAV MedBG MedBV MepV MetG MetV MFV MG MIG MinLV MinVG MinVV MinöStG MinöStV MiPV MIV MiVo-HF MJV MNKPV MPV MSchG MSchV MSG MStG MStP MStV MSV MVG MVV MWSTG MWSTV N: NAFG NagV NBibG NBibV NDG NEV NFSV NHG NHV NISSG NISV NIV NSAG NSAV NSG NSV NZV NZV-BAV O: OAV-SchKG OBG OBV OHG OHV OR OrFV Org-VöB OV-BK OV-BR OV-EDA OV-EDI OV-EFD OV-EJPD OV-HFG OV-UVEK OV-VBS OV-WBF P: PAG ParlG ParlVV PartG PaRV PatG PatGG PatV PAV PAVO PAVV PBG PBV PfG PfV PG PGesV PGesV–WBF–UVEK PGRELV PhaV PHV POG PRG PrHG PrSG PrSV PRTR-V PSAV PSMV PSPV PSPV-BK PSPV-EDA PSPV-EDI PSPV-EJPD PSPV-UVEK PSPV-VBS PSPV-WBF PSPVK PsyBV PsyG 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A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH OPers-PDHH-DDPS OPers-PPOE OPers-PPOE-DDPS OPers-ServAS OPersT OPersTF OPESp OPF OPFCC OPFr OPGA OPha OPICChim OPICin OPIE OPM OPMA OPMéd OPN OPO OPoA OPOVA OPP 1 OPP 2 OPP 3 OPPB OPPBE OPPh OPPM OPPPS OPPr OPR OPrI OProP OPSP OPsy OPTA OPTP OPU OPubl OPuM OPVA OQPN OQuaDu OR-AVS ORA ORAb OrAc ORAgr ORaP ORAT ORB ORC ORCN ORCPL ORCPP ORCS ORCSN Ordonnance sur les systèmes d’information AC ORE I ORe-DFI OREA OREDT OREE ORegBL ORF ORFI Org CF Org ChF Org DEFR Org DETEC Org DFAE Org DFF Org DFI Org DFJP Org LRH Org-DDPS Org-OMP ORH ORIn ORInt ORM ORMI ORN ORNI OROEM ORPGAA ORPL ORPMUE ORRChim ORRTP ORS ORSA ORSec ORT ORTV OrX ORésDAlan OS OS LCart OS-FINMA OSAC OSALA OSAMal OSAR OSAss OSAv OSaVé OSaVé–DEFR–DETEC OSCi OSCi-DEFR OSCPT OSCR OSE OSEP OServAS OSEtr OSFPrHE OSIA OSIAC OSIAgr OSIAr OSIP-AFD OSIS OSIS-SRC OSites OSIVét OSJo OSL OSLing OSM OSMP OSNA OSO OSOA Osol OSPA OSPBC OSPEX OSPF OSPro OSR OSRA OSRens OSRev OSRP OSS OST-SCPT OStrA OSur-ASR OSV OsVO OT OTa-IPI OTab OTAS OTBC OTConst OTDD OTEMO OTEO OTerm OThand OTM OTN OTNI OTo OTPE OTPSP OTR 1 OTR 2 OTrA OTrans Otransa OTrD OTRF OTS OTStup-DFI OTV OTVA OTVM OTém OUC OUMin OUMR OUS OVA OVCC OVid-TP OVIS OVotE Oémol-En P: PA PFCC PPM PPMin R: RAATPF RAI RAPG RAVS RCE RCETF RCN RDE REmol-TAF REmol-TFB RFA RFPPF RI-COMCO RInfo-TFB RNC ROTPF RP-ASR RP-EPF 1 RP-EPF 2 RP-FINMA RP-IFSN RP-IPI RP-METAS RP-MNS RP-PUBLICA RP-Swissmedic RPBC RPEC RS 04 RSD RSTF RTAF RTF RTFB S: SDR No acronym: 818_101_24 331 632_319 818_102 830_31 131_211 131_212 131_213 131_214 131_215 131_216_1 131_216_2 131_217 131_218 131_221 131_222_1 131_222_2 131_223 131_224_1 131_224_2 131_225 131_226 131_227 131_228 131_229 131_231 131_232 131_233 131_235 142_318 142_513 170_321 172_010_441 172_211_21 172_220_11 172_327_11 196_127_67 221_213_221 221_415 360_2 361_0 361_2 362_0 366_1 367_1 420_126 420_171 510_620_2 514_10 632_421_0 672_933_6 701 732_12 741_618 748_222_1 811_117_2 812_121_5 812_214_5 817_023_41 818_101_25 831_471 837_033 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A: AETR AIMP C: C CC CColl-SFS Ccrldsae Cdf CE-TAF CEDU CLug CO Cost. Cost.-GE CP CPC CPM CPP Crapc Csacrim Cspida Cspmscmai Cvfliag D: DE-OCB DE-Oferr DE-OMBat DPA DPMin G: GebV-BLW GebV-IGE L: LAAF LAAgr LADI LAEl LAF LAFam LAFE LAgr LAI LAID LAIn LAINF LAlc LAM LAMal LAP LAPub LAr LArm LArRa LAS LASec LAsi LASPI LATC LATer LAV LAVS LBCR LBI LBNS LC LCA LCAP LCart LCB LCC LCel LCF LCin LCIP LCit LCo LCoe LCP LCPI LCSFS LCSl LCStr LD LDA LDerr LDes LDFR LDI LDIP LDis LDist LDL LDP LDPS LEF LEGU LEne LENu LEp LEspr LF-CAA LF-CITES LF-RMA LFC LFCo LFE Lferr LFFS LFIF LFINMA LFLP LFO LFOSTRA LFPC LFPr LFR LFSI LFSP LFus LGD LGI LI LIAC LIAut LIB LICol LIE LIF LIFD LIFI LIFSN LIFT LIG LImA LImT LInFi LIOm LIP LIPG LIPI LIPIn LISDC LIsFi LITC LIVA LL LLCA LLD LLing LLN LM LMB LMC LMCCE LMD LMet LMSI LNA LNI LOAP LOF LOGA LOP LPAc LPAG LPAM LPAmb LPAn LPar LParl LPBC LPC LPCA LPChim LPCu LPD LPDS LPers LPFC LPGA LPM LPMed LPN LPO LPP LPPC LPPsi LPrA LPRI LProdC LPS LPSan LPSP LPSpo LPSt LPSU LPT LPTes LPTS LPubb LPV LRaP LRAV LRCN LRDP LResp LRFF LRMT LRNIS LRTV LRUm LRVC LSA LSAI LSC LSCPT LSEst LSIF LSIM LSIP LSIS LSISA LSISpo LSN LSO LSPr LSPro LSR LSRPP LSSE LStat LStrI LStup LSu LTAF LTAlp LTB LTBC LTC LTCo LTD LTEO LTF LTFB LTM LTo LTras LTrasf LTS LTTP LTV LUC LUD LUFI LUMin LUSN LVAMal M: MMRa O: O QNQ FP O suolo O-CITES O-G+S-UFSPO O-GM O-LPRI O-LPRI-DEFR O-LPSU O-LRNIS O-ODI-DFAE O-OPers O-OPers-DFAE O-SIAMV O-SIEs O-SIFPU O-SISVet O-STAC O-SUFSM OA Fam OAAF OAAM OAAP OAASF OABCT OAC OACata OACMIL OACS OACust OADAP OAdd OADI OADo OAdoz OAE OAE-AF OAEl OAEP OAEs OAF OAFA OAFami OAFE OAGio OAI OAIMP OAINF OAlc OAlle OAllerg OALPar OAM OAMal OAMed OAMin OAMM OAOrg OAOVA OAPA OAPCM OAppG OAPub OAPuE OAPuE-DFGP OARF OARF-UFT OARG OArm OArRa OASA OASAE OASAM OASAM-DDPS OASAOG OAsc OASec OASEF OASF OAsi 1 OAsi 2 OAsi 3 OASL OASPR OASSP OATV OATVM OAut