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Verkehrsversicherungsverordnung
(VVV)1

vom 20. November 1959 (Stand am 1. Februar 2019)

1Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1980, in Kraft seit 1. Jan. 1981 (AS 1980 1511). Gemäss derselben Bestimmung wurden die Einschaltartikel «bis» mit kleinen Buchstaben «a» numeriert.

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 25, 64, 67 Absatz 3, 70 Absatz 3, 72 Absatz 1, 74 Absatz 3, 76 Absätze 3 und 5, 76a Absatz 5, 76b Absatz 5, 79a Absätze 2 und 3, 89 Absätze 1 und 2, 106 Absatz 1 sowie 108 des Strassenverkehrsgesetzes vom
19. Dezember 19582 (SVG),3

verordnet:

2 SR 741.01

3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Jan. 2004, in Kraft seit 1. März 2004 (AS 2004 649).

1. Teil: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Motorfahr­zeuge 4  

1 Die im SVG und in die­ser Ver­ord­nung ent­hal­te­nen Haft­pflicht- und Ver­si­che­rungs­be­stim­mun­gen für Mo­tor­fahr­zeu­ge gel­ten, un­ter Vor­be­halt der Ar­ti­kel 34–38, für al­le Mo­tor­fahr­zeu­ge.5

2 Die be­son­dern Vor­schrif­ten des Bun­des­ge­set­zes vom 29. März 19506 über die Trol­ley­bus­un­ter­neh­mun­gen blei­ben vor­be­hal­ten.

4 Ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 wur­den im gan­zen Er­lass die Rand­ti­tel in Sach­über­schrif­ten um­ge­wan­delt (AS 2011 4933).

5Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

6SR 744.21

Art. 2 Losgelöste Mo­torfahrzeug-An­hänger  

1 Wird ein Scha­den durch einen An­hän­ger ver­ur­sacht, der nicht mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug ver­bun­den ist, so trifft die Haf­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 69 SVG den Hal­ter des An­hän­gers. Hat je­doch ei­ne an­de­re Per­son in ih­rer Ei­gen­schaft als Mo­tor­fahr­zeug­hal­ter den An­hän­ger zur Zeit des Un­fal­les oder un­mit­tel­bar vor­her ver­wen­det, so ob­liegt die­sem Mo­tor­fahr­zeug­hal­ter die Haf­tung für den durch den An­hän­ger ver­ur­sach­ten Scha­den.

2 Hält der Haft­pflich­ti­ge meh­re­re für das Zie­hen des An­hän­gers ge­eig­ne­te Mo­tor­fahr­zeu­ge, die bei ver­schie­de­nen Ver­si­che­rern ver­si­chert sind, so ob­liegt die Ver­si­che­rungs­leis­tung dem Ver­si­che­rer des Mo­tor­fahr­zeugs, an dem der An­hän­ger zur Zeit des Un­fal­les oder un­mit­tel­bar vor­her ver­wen­det wur­de. Be­steht kein sol­cher Zu­sam­men­hang zwi­schen dem An­hän­ger und ei­nem be­stimm­ten Zug­fahr­zeug, so haf­ten die ver­schie­de­nen Ver­si­che­rer dem Ge­schä­dig­ten so­li­da­risch für die Er­satz­leis­tung. Die­se wird un­ter die Ver­si­che­rer ver­teilt nach der Zahl der bei je­dem von ih­nen ver­si­cher­ten Zug­fahr­zeu­ge.

3 Wird ein Scha­den von ei­nem An­hän­ge­wa­gen ver­ur­sacht, der nicht für die Ver­wen­dung an Mo­tor­fahr­zeu­gen be­stimmt ist, so fin­det Ar­ti­kel 69 SVG nur An­wen­dung, wenn der An­hän­ge­wa­gen zur Zeit des Un­fal­les oder un­mit­tel­bar vor­her an ei­nem Mo­tor­fahr­zeug ver­wen­det wur­de.

2. Teil: Haftpflichtversicherung der Motorfahrzeuge

1. Abschnitt: Mindestversicherung und gemeinsame Bestimmungen 7

7Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

I. Versicherungsnachweis

Art. 3 Mindest­versi­che­rung 8  

1 Die Ver­si­che­rung muss die Er­satz­rech­te der Ge­schä­dig­ten min­des­tens bis zum Be­trag von 5 Mil­lio­nen Fran­ken je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men de­cken.

2 Bei Mo­tor­wa­gen und An­hän­ger­zü­gen, mit de­nen Per­so­nen be­för­dert wer­den, er­höht sich die Min­dest­ver­si­che­rung für das Un­fal­ler­eig­nis bei ei­ner Platz­zahl von 10 bis 50 Per­so­nen auf 10 Mil­lio­nen Fran­ken und bei ei­ner Platz­zahl ab 51 Per­so­nen auf 20 Mil­lio­nen Fran­ken.

8Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975 (AS 1975 1857). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Jan. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 649).

Art. 3a Erfordernis 9  

1 Mo­tor­fahr­zeu­ge und zur Per­so­nen­be­för­de­rung be­stimm­te An­hän­ger, ein­sch­liess­lich Sat­te­l­an­hän­ger, aus­ge­nom­men Fahr­zeu­ge des Bun­des und der Kan­to­ne, wer­den zum Ver­kehr nur zu­ge­las­sen, wenn der Be­hör­de ein Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­liegt.

2 Ein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis ist der Be­hör­de zu über­mit­teln, wenn ein Fahr­zeug im Ver­kehr be­las­sen oder er­neut zum Ver­kehr zu­ge­las­sen wer­den soll:

a.
nach der Über­nah­me durch einen an­dern Hal­ter;
b.
nach der Ver­le­gung des Stand­ortes in einen an­dern Kan­ton;
c.
nach der Hin­ter­le­gung der Kon­troll­schil­der bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de (Art. 68 Abs. 3 SVG);
d.
nach der Mel­dung des Ver­si­che­rers über Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung (Art. 68 Abs. 2 SVG);
e.
bei der Er­set­zung des Kon­troll­schil­des durch ein sol­ches mit an­de­rer Num­mer.

3 Der Ver­si­che­rer kann den Ge­schä­dig­ten in den Fäl­len ge­mä­ss Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b das Feh­len des neu­en Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses nicht ent­ge­gen­hal­ten, so­lan­ge das Fahr­zeug mit dem bis­he­ri­gen Fahr­zeu­g­aus­weis ver­se­hen ist.

4 Die Zu­las­sungs­be­hör­den mel­den dem Bun­des­amt für Stras­sen (ASTRA) nach den Vor­schrif­ten von An­hang 1:10

a.
die Zu­las­sung des Fahr­zeu­ges (Kon­troll­mel­dung);
b.
die Aus­ser­ver­kehrs­et­zung des Fahr­zeu­ges.

5 Das ASTRA11 gibt die Da­ten nach Ab­satz 4 dem Ver­si­che­rer, der den Ver­si­che­rungs­nach­weis aus­ge­stellt hat, wei­ter.

9Ur­sprüng­lich Art. 3. Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839).

11 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

Art. 4 Inhalt und Form  

1 Der Ver­si­che­rungs­nach­weis ent­hält die er­for­der­li­chen An­ga­ben über das Fahr­zeug, den Hal­ter und den Ver­si­che­rer so­wie über die für die An­wen­dung die­ser Ver­ord­nung er­heb­li­chen Be­din­gun­gen des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges und be­zeich­net den Tag, an dem die Ver­si­che­rungs­de­ckung be­ginnt.

2 Be­din­gun­gen des Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses, in­be­grif­fen Be­schrän­kun­gen und Be­fris­tun­gen, die in die­ser Ver­ord­nung nicht vor­ge­se­hen sind, gel­ten als nicht vor­han­den.

3 Die Ver­si­che­rungs­nach­wei­se müs­sen in elek­tro­ni­scher Form aus­ge­stellt und vom Ver­si­che­rer an das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung über­mit­telt wer­den. Die Aus­ge­stal­tung und die Über­mitt­lung der Ver­si­che­rungs­nach­wei­se rich­ten sich nach An­hang 1.12

12 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 7 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

Art. 5 Ausstellung der Nachweise  

1 Ver­si­che­rungs­nach­wei­se kön­nen aus­ge­stellt wer­den:

a.
von Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mun­gen, die nach der Bun­des­ge­setz­ge­bung über die Ver­si­che­rungs­auf­sicht zum Be­trieb der Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung in der Schweiz zu­ge­las­sen sind;
b.13
von der Bun­des­ver­wal­tung und der Schwei­ze­ri­schen Post für die nicht bei ei­ner Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mung ver­si­cher­ten Fahr­zeu­ge des Bun­des.

2 Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht14 teilt den kan­to­na­len Be­hör­den die Lis­te der Un­ter­neh­mun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a mit und gibt ih­nen die ein­tre­ten­den Än­de­run­gen be­kannt.15

3 Ver­si­che­rungs­nach­wei­se, die für den Ver­si­cher­ten auf den Be­ginn ei­nes Mo­nats aus­ge­stellt wer­den, sind so zu über­mit­teln, dass die kan­to­na­le Be­hör­de das Fahr­zeug an den letz­ten bei­den Ar­beits­ta­gen des Vor­mo­nats zum Ver­kehr zu­las­sen kann.16

4 In­ter­na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­aus­wei­se (Grü­ne Kar­ten) wer­den vom na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro oder, mit des­sen Ge­neh­mi­gung, von in der Schweiz zur Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rern ab­ge­ge­ben.17

13 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 2 der V vom 23. Fe­br. 2005 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen, in Kraft seit 1. März 2005 (AS 2005 1167).

14Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) an­ge­passt. Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

15Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

16 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

17Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

Art. 6 Prüfung, Auf­be­wahrung  

1 Die Be­hör­de weist den Ver­si­che­rungs­nach­weis zu­rück, wenn die dar­in ent­hal­te­nen An­ga­ben un­voll­stän­dig oder un­zu­tref­fend sind. In Zwei­fels­fäl­len ver­an­lasst sie die er­for­der­li­chen Er­he­bun­gen oder be­nach­rich­tigt den Ver­si­che­rer. Dies gilt sinn­ge­mä­ss, wenn an­zu­neh­men ist, dass die im Nach­weis fest­ge­hal­te­nen Tat­sa­chen nach­träg­lich ei­ne Än­de­rung er­fah­ren ha­ben.

2 Ver­si­che­rungs­nach­wei­se wer­den vom ASTRA wäh­rend ih­rer Gül­tig­keit und da­nach noch drei Jah­re lang elek­tro­nisch auf­be­wahrt.18

319

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

19Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, mit Wir­kung seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

II. Aussetzen und Aufhören der Versicherung

Art. 7 Meldung des Versicherers  

1 Der Ver­si­che­rer darf das Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung frü­he­s­tens an dem Tag mel­den, an dem die ver­trags­ge­mäs­se Ver­si­che­rungs­de­ckung en­det. Ver­an­lasst der Ver­si­che­rer das Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung, so hat er dem Ver­si­che­rungs­neh­mer die be­vor­ste­hen­de Mel­dung und de­ren Fol­gen an­zu­kün­di­gen.

2 Nach Ein­gang der Mel­dung ent­zieht die Be­hör­de un­ver­züg­lich den Fahr­zeu­g­aus­weis ge­mä­ss Ar­ti­kel 16 Ab­satz 1 SVG und be­auf­tragt die Po­li­zei, Fahr­zeu­g­aus­weis und Kon­troll­schil­der ein­zu­zie­hen.

3 Der Ent­zug des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses fällt da­hin, wenn der Be­hör­de ein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­liegt.20

4 Liegt kein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis vor und sind die Kon­troll­schil­der am 30. Tag nach Ab­lauf der ver­trags­ge­mäs­sen Ver­si­che­rungs­de­ckung nicht bei der Be­hör­de ein­ge­trof­fen, so wer­den sie zum Ein­zug im au­to­ma­ti­sier­ten Po­li­zei­fahn­dungs­sys­tem (RI­POL) aus­ge­schrie­ben.21

20 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

21Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 16 der V vom 15. Okt. 2008 über die An­pas­sun­gen an das Bun­des­ge­setz über die po­li­zei­li­chen In­for­ma­ti­ons­sys­te­me des Bun­des, in Kraft seit 5. Dez. 2008 (AS 2008 4943).

Art. 7a Konkurs eines Versicherers 22  

1 Wird über einen Ver­si­che­rer der Kon­kurs er­öff­net, so macht die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht den kan­to­na­len Zu­las­sungs­be­hör­den da­von un­ver­züg­lich An­zei­ge.

2 Die kan­to­na­le Be­hör­de for­dert die Fahr­zeug­hal­ter un­ver­züg­lich auf, ihr in­ner­halb von vier Wo­chen einen neu­en Ver­si­che­rungs­nach­weis zu über­mit­teln oder die Kon­troll­schil­der zu hin­ter­le­gen.23

3 Liegt auf die­sen Zeit­punkt kein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis vor oder sind die Kon­troll­schil­der nicht bei der Be­hör­de ein­ge­trof­fen, so ver­fügt sie un­ver­züg­lich den Ent­zug des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 1 SVG, be­auf­tragt die Po­li­zei, Fahr­zeu­g­aus­weis und Kon­troll­schil­der ein­zu­zie­hen, und schreibt letz­te­re zum Ein­zug im RI­POL aus.24

22Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

24 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

Art. 8 Hinterlegung von Fahrzeug­ausweis und Kontroll­­schildern  

1 Der Hal­ter, der die Ver­si­che­rung ru­hen las­sen will, hat die Kon­troll­schil­der bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de zu hin­ter­le­gen (Art. 68 Abs. 3 SVG). Nimmt er das Fahr­zeug nicht mehr in Be­trieb, so hat er auch den Fahr­zeu­g­aus­weis ab­zu­ge­ben. An­dern­falls kann die kan­to­na­le Be­hör­de die Kon­troll­schil­der für die er­for­der­li­che Dau­er sper­ren.25

2 Aus­weis und Kon­troll­schil­der kön­nen je­der­zeit der Be­hör­de ab­ge­ge­ben oder ihr durch die Post zu­ge­stellt wer­den. Die Ver­si­che­rung ruht von dem auf die Ab­ga­be oder Ver­sen­dung fol­gen­den Tag an. Die für die Ent­ge­gen­nah­me zu­stän­di­gen Stel­len füh­ren ein Ver­zeich­nis der hin­ter­leg­ten Aus­wei­se und Kon­troll­schil­der, aus dem her­vor­geht, von wel­chem Ta­ge an die Ver­si­che­rung ruht.

25Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4691).

III. Ersatzfahrzeuge und vorläufige Verkehrsberechtigung 26

26 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Jan. 2004, in Kraft seit 1. März 2004 (AS 2004 649).

Art. 9 Behördliche Be­willigung  

1 Die Über­tra­gung der Kon­troll­schil­der ei­nes Mo­tor­fahr­zeugs auf ein Er­satz­fahr­zeug be­darf in je­dem ein­zel­nen Fal­le ei­ner vor­aus­ge­hen­den schrift­li­chen Be­wil­li­gung der zu­stän­di­gen Be­hör­de.

2 Die Be­wil­li­gung wird er­teilt, wenn ein mit schwei­ze­ri­schen Kon­troll­schil­dern ver­keh­ren­des Fahr­zeug we­gen Be­schä­di­gung, Re­pa­ra­tur, Re­vi­si­on, Um­bau u. dgl. nicht ge­brauchs­fä­hig und das Er­satz­fahr­zeug be­triebs­si­cher ist.27

3 Für die Nach­prü­fung von Er­satz­fahr­zeu­gen gilt Ar­ti­kel 33 der Ver­ord­nung vom 19. Ju­ni 199528 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen für Stras­sen­fahr­zeu­ge sinn­ge­mä­ss.29

4 Als Er­satz­fahr­zeug kann nur be­wil­ligt wer­den:

a.
für ein Mo­tor­rad ein an­de­res Mo­tor­rad und für ein Klein­mo­tor­rad ein an­de­res Klein­mo­tor­rad;
b.
für ein Leicht­mo­tor­fahr­zeug ein an­de­res Leicht­mo­tor­fahr­zeug;
c.
für ein drei­räd­ri­ges Mo­tor­fahr­zeug ein an­de­res drei­räd­ri­ges Mo­tor­fahr­zeug oder ein Klein­mo­tor­fahr­zeug;
d.
für ein Klein­mo­tor­fahr­zeug ein an­de­res Klein­mo­tor­fahr­zeug oder ein drei­räd­ri­ges Mo­tor­fahr­zeug;
e.
für einen leich­ten Mo­tor­wa­gen ein an­de­rer leich­ter Mo­tor­wa­gen;
f.
für einen schwe­ren Per­so­nen­wa­gen ein an­de­rer Per­so­nen­wa­gen;
g.30
für einen schwe­ren Mo­tor­wa­gen zum Sachen­trans­port ein an­de­rer Mo­tor­wa­gen zum Sachen­trans­port;
h.
für einen Ge­sell­schafts­wa­gen ein an­de­rer Ge­sell­schafts­wa­gen, des­sen Platz­zahl nach Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 kei­ne hö­he­re Min­dest­ver­si­che­rung be­dingt;
i.
für einen ge­werb­li­chen Trak­tor ein an­de­rer ge­werb­li­cher Trak­tor;
k.31
für ein land- oder forst­wirt­schaft­li­ches Mo­tor­fahr­zeug ein an­de­res land- oder forst­wirt­schaft­li­ches Mo­tor­fahr­zeug;
l.
für ei­ne schwe­re oder leich­te Ar­beits­ma­schi­ne ei­ne an­de­re Ar­beits­ma­schi­ne, für einen Ar­beits­kar­ren ein an­de­rer Ar­beits­kar­ren;
m.
für einen An­hän­ger ein an­de­rer An­hän­ger glei­cher oder ähn­li­cher Art; bei An­hän­gern zur Per­so­nen­be­för­de­rung gilt Buch­sta­be h sinn­ge­mä­ss.32

5 Die Be­hör­de kann in be­grün­de­ten Fäl­len Ab­wei­chun­gen von Ab­satz 4 ge­stat­ten, so­fern für das Er­satz­fahr­zeug ein Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­liegt; für An­hän­ger, die nicht der Per­so­nen­be­för­de­rung die­nen, ist kein Ver­si­che­rungs­nach­weis er­for­der­lich.33

6 In be­grün­de­ten Här­te­fäl­len kann die Be­hör­de für ein we­gen Be­schä­di­gung oder Re­pa­ra­tur nicht ge­brauchs­fä­hi­ges leich­tes Mo­tor­fahr­zeug oder einen schwe­ren Per­so­nen­wa­gen zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port einen Per­so­nen­wa­gen oder Klein­bus oh­ne Fahrt­schrei­ber als Er­satz­fahr­zeug be­wil­li­gen. Das Füh­ren des Ar­beits­bu­ches rich­tet sich in die­sem Fall nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 4 der Ver­ord­nung vom 6. Mai 198134 über die Ar­beits- und Ru­he­zeit der be­rufs­mäs­si­gen Füh­rer von leich­ten Per­so­nen­trans­port­fahr­zeu­gen und schwe­ren Per­so­nen­wa­gen so­wie nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 der Chauf­feur­ver­ord­nung vom 19. Ju­ni 199535.36

27Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 5. Sept. 1967, in Kraft seit 1. Jan. 1968 (AS 1967 1295).

28SR 741.41

29Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 249).

32Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

34 SR 822.222

35 SR 822.221

36 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 10 Verfahren, Frist  

1 Die Be­wil­li­gung für die Ver­wen­dung des Er­satz­fahr­zeugs wird nur er­teilt, wenn der Fahr­zeu­g­aus­weis des Ori­gi­nal­fahr­zeugs bei der Be­hör­de hin­ter­legt wird.

2 Die Be­wil­li­gung ist auf längs­tens 30 Ta­ge zu be­fris­ten.37

3 Die Be­wil­li­gung ist nach Ab­lauf der Frist un­ver­züg­lich der Be­hör­de zu­rück­zu­ge­ben. Kommt der Hal­ter die­ser Pflicht nicht nach, so trifft die Be­hör­de die er­for­der­li­chen Mass­nah­men.

438

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

38Ein­ge­fügt durch Art. 152 Ziff. 1 der V vom 27. Okt. 1976 über die Zu­las­sung von Per­so­nen und Fahr­zeu­gen zum Stras­sen­ver­kehr (VZV – AS 1976 2423). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2001, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 10a Generelle Ersatzfahrzeugbewilligungen 39  

1 Die Be­hör­de kann Un­ter­neh­men, die über be­triebs­ei­ge­ne Er­satz­fahr­zeu­ge ver­fü­gen, ge­ne­rel­le Er­satz­fahr­zeug­be­wil­li­gun­gen er­tei­len. Ei­ne ge­ne­rel­le Er­satz­fahr­zeug­be­wil­li­gung ist zu er­tei­len, wenn meh­re­re Ein­zel­hal­ter über ein ge­mein­sa­mes Er­satz­fahr­zeug ver­fü­gen und durch ei­ne ge­mein­sam ge­nutz­te Or­ga­ni­sa­ti­on, bei­spiels­wei­se ei­ne Ta­xi­zen­tra­le, ver­bun­den sind. Die Be­wil­li­gung ist auf ein Jahr zu be­fris­ten und kann je­weils um ein Jahr ver­län­gert wer­den.

2 Die Be­wil­li­gung wird er­teilt, wenn:

a.
das Er­satz­fahr­zeug be­triebs­si­cher ist; und
b.
die letz­te amt­li­che Prü­fung des Er­satz­fahr­zeugs bei der Er­tei­lung oder Ver­län­ge­rung der Be­wil­li­gung nicht wei­ter zu­rück­liegt als die letz­te amt­li­che Prü­fung bei der or­dent­li­chen Im­ma­tri­ku­la­ti­on.

3 Im Fahr­zeu­g­aus­weis für Er­satz­fahr­zeu­ge oder in ei­nem An­hang zum Fahr­zeu­g­aus­weis wer­den die Kon­troll­schild-Num­mern und die Mar­ke des Fahr­zeu­ges oder der Fahr­zeu­ge ein­ge­tra­gen, die zu er­set­zen sind. Bei ei­nem Er­satz­fahr­zeug meh­re­rer ein­zel­ner Hal­ter ist die Be­zeich­nung der ge­mein­sam ge­nutz­ten Or­ga­ni­sa­ti­on, bei­spiels­wei­se ei­ner Ta­xi­zen­tra­le, ein­zu­tra­gen.

4 Der Er­satz­fahr­zeu­g­aus­weis ist nur gül­tig, wenn gleich­zei­tig der Fahr­zeu­g­aus­weis des nicht ge­brauchs­fä­hi­gen Fahr­zeu­ges mit­ge­führt wird.

39 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 10b Vorläufige Verkehrsberechtigung 40  

1 Der Hal­ter darf für Fahr­ten in der Schweiz ein amt­lich ge­prüf­tes Fahr­zeug, für das der Fahr­zeu­g­aus­weis noch nicht er­teilt wur­de, mit den Kon­troll­schil­dern sei­nes Fahr­zeu­ges ver­wen­den, das aus­ser Ver­kehr ge­setzt wer­den soll, wenn:

a.
ein gül­ti­ger Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­liegt; aus­ge­nom­men sind An­hän­ger, die we­der der Per­so­nen­be­för­de­rung noch dem Trans­port ge­fähr­li­cher Gü­ter die­nen;
b.
die Un­ter­la­gen nach Ar­ti­kel 74 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b Zif­fer 1 der Ver­kehrs­zu­las­sungs­ver­ord­nung vom 27. Ok­to­ber 197641 (VZV) und der Fahr­zeu­g­aus­weis des Fahr­zeu­ges, das aus­ser Ver­kehr ge­setzt wer­den soll, der Zu­las­sungs­be­hör­de oder zu de­ren Hän­den der Post über­ge­ben so­wie ge­ge­be­nen­falls zu­sätz­lich die Un­ter­la­gen nach Ar­ti­kel 81 Ab­satz 3 VZV und Ar­ti­kel 16 Ab­satz 2 oder Ar­ti­kel 15 Ab­satz 5 der Schwer­ver­kehrs­ab­ga­be­ver­ord­nung vom 6. März 200042 (SVAV) bei­ge­legt wor­den sind; und
c.
die Er­klä­rung nach An­hang 5 vom Hal­ter aus­ge­füllt mit­ge­führt wird.

2 Die Be­rech­ti­gung ist längs­tens 30 Ta­ge ab Gül­tig­keits­be­ginn des Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses gül­tig.

3 Sie gilt für schwe­re und leich­te Mo­tor­fahr­zeu­ge und An­hän­ger un­ter sich, die gleich­ar­ti­ge Kon­troll­schil­der tra­gen dür­fen, so­wie für Mo­tor­fahr­zeu­ge und An­hän­ger, die mit Wech­sel­schil­dern ver­wen­det wer­den. Sie gilt je­doch nicht für Mo­tor­fahr­zeu­ge und An­hän­ger, die pro­vi­so­risch im­ma­tri­ku­liert sind oder mit Ta­ges­aus­wei­sen ver­wen­det wer­den.

4 Mass­ge­blich für die Aus­ser- und die In­ver­kehrs­et­zung ist das Da­tum des Post­stem­pels.

5 Wur­de der Ver­si­che­rungs­nach­weis nicht oder nicht recht­zei­tig über­mit­telt, so er­streckt sich die für das ur­sprüng­li­che Fahr­zeug gel­ten­de Haft­pflicht­ver­si­che­rung wäh­rend höchs­tens 30 Ta­gen ab In­ver­kehrs­et­zung des neu­en Fahr­zeu­ges auch auf die­ses. Der Ver­si­che­rer kann Rück­griff auf den fehl­ba­ren Hal­ter neh­men.43

40 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Jan. 2004, in Kraft seit 1. März 2004 (AS 2004 649).

41 SR 741.51

42 SR 641.811

43 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS 2007 83).

2. Abschnitt: Besondere Verhältnisse

I. Erhöhte Risiken

Art. 11 Art der Risiken  

1 Der Hal­ter be­darf ei­ner be­hörd­li­chen Be­wil­li­gung, die im Fahr­zeug­aus­weis zu ver­mer­ken ist, wenn er ein Mo­tor­fahr­zeug oder einen An­hän­ger zum Trans­port von ge­fähr­li­chen Gü­tern ver­wen­den will, für das die er­höh­te Ver­si­che­rungs­de­ckung nach Ar­ti­kel 12 er­for­der­lich ist. Die Be­wil­li­gung wird nur er­teilt, wenn das er­höh­te Ri­si­ko im Ver­si­che­rungs­nach­weis ver­merkt ist.44

2 Mo­tor­wa­gen, die mit dem Füh­rer­sitz mehr als neun Plät­ze auf­wei­sen, wer­den zum Ver­kehr nur zu­ge­las­sen, wenn im Ver­si­che­rungs­nach­weis we­nigs­tens so vie­le Plät­ze ver­merkt sind, wie das Fahr­zeug auf­weist.45

3 Der Ver­si­che­rer kann den Ge­schä­dig­ten das Feh­len der ver­trag­li­chen De­ckung für die in die­sem Ar­ti­kel ge­nann­ten be­son­dern Ri­si­ken nicht ent­ge­gen­hal­ten.

44 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 25. März 1998, in Kraft seit 1. Mai 1998 (AS 1998 1188).

45Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

Art. 12 Gefährliche Güter  

1 Die Min­dest­ver­si­che­rung für Mo­tor­fahr­zeu­ge und An­hän­ger­zü­ge, mit de­nen ge­fähr­li­che Gü­ter be­för­dert wer­den, be­trägt je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men 15 Mil­lio­nen Fran­ken.46 Per­so­nen­schä­den sind zu­erst zu de­cken. Wer­den ge­fähr­li­che Gü­ter nur auf ei­nem An­hän­ger be­för­dert, so ist für die­sen An­hän­ger ei­ne Zu­satz­ver­si­che­rung er­for­der­lich.47

2 So­fern der Ver­si­che­rungs­ver­trag nichts an­de­res be­stimmt, gilt die er­höh­te Ver­si­che­rungs­de­ckung ge­mä­ss Ab­satz 1 nur, wenn der Scha­den durch die ge­fähr­li­chen Ei­gen­schaf­ten der be­för­der­ten Gü­ter48 ver­ur­sacht wur­de.

3 Die Lis­te der ge­fähr­li­chen Gü­ter wird vom Bun­des­rat auf­ge­stellt.

46Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Jan. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 649).

47Fas­sung ge­mä­ss Art. 29 Abs. 2 Ziff. 4 der V vom 29. Nov. 2002 über die Be­för­de­rung ge­fähr­li­cher Gü­ter auf der Stras­se, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 4212).

48Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

II. Wechsel-Kontrollschilder

Art. 13 Allgemeine Bedingungen  

1 Wech­sel­schil­der wer­den auf Er­su­chen des Fahr­zeug­hal­ters nach Mass­ga­be der nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen er­teilt.

2 Ein Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar wird nur für Fahr­zeu­ge des­sel­ben Hal­ters und mit Stand­ort im glei­chen Kan­ton ab­ge­ge­ben. Wech­sel­schil­der wer­den für höchs­tens zwei Fahr­zeu­ge er­teilt. Die­se Ein­schrän­kung gilt nicht für Ar­beits­mo­tor­wa­gen und An­hän­ger. Die Ver­wen­dung von mehr als ei­nem Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar an ei­nem Fahr­zeug ist nicht ge­stat­tet.49

3 Ein Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar wird nur für Mo­tor­fahr­zeu­ge un­ter sich und für An­hän­ger un­ter sich ab­ge­ge­ben; die Fahr­zeu­ge müs­sen über­dies gleich­ar­ti­ge Kon­troll­schil­der tra­gen kön­nen.50

4 Für je­des Fahr­zeug, das mit Wech­sel­schil­dern ver­wen­det wird, ist ein ge­son­der­ter Fahr­zeu­g­aus­weis aus­zu­stel­len.

49Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4691).

50Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 5. Sept. 1967, in Kraft seit 1. Jan. 1968 (AS 1967 1295).

Art. 14 Verwendung  

1 Von den Fahr­zeu­gen, für die ein Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar er­teilt wur­de, darf stets nur je­nes im öf­fent­li­chen Ver­kehr ver­wen­det wer­den, wel­ches das Schild oder Schil­der­paar trägt.

2 Wer­den Wi­der­hand­lun­gen ge­gen die­se Be­stim­mung fest­ge­stellt, so kann dem fehl­ba­ren Hal­ter die Be­wil­li­gung zur Ver­wen­dung von Wech­sel­schil­dern zeit­wei­lig oder dau­ernd ent­zo­gen wer­den.

Art. 15 Versicherung  

1 Für je­des Mo­tor­fahr­zeug, für das ein Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar er­teilt wird, ist ein ge­son­der­ter Ver­si­che­rungs­nach­weis er­for­der­lich, der be­son­ders ge­kenn­zeich­net sein kann.

2 Wird ein Fahr­zeug, dem ein Wech­sel­schild oder Wech­sel­schil­der­paar zu­ge­teilt war, un­ter Zu­tei­lung ei­nes Kon­troll­schil­des mit an­de­rer Num­mer neu im­ma­tri­ku­liert, so ist ein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis bei­zu­brin­gen.

3 Der Ver­si­che­rer kann Ge­schä­dig­ten die un­er­laub­te gleich­zei­ti­ge Ver­wen­dung von mehr als ei­nem der Mo­tor­fahr­zeu­ge nicht ent­ge­gen­hal­ten; er kann je­doch in sol­chen Fäl­len auf den Hal­ter Rück­griff neh­men.

III. Provisorische Immatrikulation

Art. 16 Anwendungs­fälle  

1 Mo­tor­fahr­zeu­ge wer­den pro­vi­so­risch im­ma­tri­ku­liert, wenn sich ihr Stand­ort nur oder nur noch für be­schränk­te Zeit in der Schweiz be­fin­det.51

2 Un­ver­zoll­te Mo­tor­fahr­zeu­ge, de­ren Hal­ter nicht im Ge­nuss der di­plo­ma­ti­schen Vor­rech­te und Be­frei­un­gen ste­hen, dür­fen nur pro­vi­so­risch und nur mit Zu­stim­mung der Zoll­be­hör­den im­ma­tri­ku­liert wer­den.

3 Die Be­stim­mun­gen über die Fahr­zeu­ge, die im in­ter­na­tio­na­len Ver­kehr mit aus­län­di­schen Aus­wei­sen und Kon­troll­schil­dern zu­ge­las­sen sind, blei­ben vor­be­hal­ten.

51Fas­sung ge­mä­ss Art. 152 Ziff. 1 VZV, in Kraft seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 2423).

Art. 17 Fahrzeug­aus­weis  

1 Für pro­vi­so­risch im­ma­tri­ku­lier­te Mo­tor­fahr­zeu­ge wird ein be­son­ders ge­kenn­zeich­ne­ter Fahr­zeu­g­aus­weis aus­ge­stellt. Er ist nach Mass­ga­be der fol­gen­den Be­stim­mun­gen so zu be­fris­ten, dass sei­ne Gül­tig­keit spä­tes­tens an dem im Ver­si­che­rungs­nach­weis an­ge­ge­be­nen Ta­ge und stets auf das En­de ei­nes Mo­nats ab­läuft.

2 Die Gül­tig­keit des Aus­wei­ses hat spä­tes­tens mit dem zwölf­ten auf die Aus­stel­lung fol­gen­den Mo­nat zu en­den. Aus­wei­se, die im Ok­to­ber oder No­vem­ber aus­ge­stellt wer­den, kön­nen je­doch auf En­de des fol­gen­den Jah­res be­fris­tet wer­den. Die Ver­län­ge­rung ei­nes für kür­ze­re Zeit aus­ge­stell­ten Aus­wei­ses bis zu den vor­ste­hend ge­nann­ten Fris­ten ist zu­läs­sig.

3 Die pro­vi­so­ri­sche Im­ma­tri­ku­la­ti­on ei­nes Fahr­zeugs kann von der zu­stän­di­gen Be­hör­de aus zu­rei­chen­den Grün­den ver­län­gert wer­den. Ist die Gül­tig­keit der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on wäh­rend ei­nes Aus­land­auf­ent­hal­tes ab­ge­lau­fen, kön­nen die Zoll­be­hör­den bei ei­ner Wie­der­ein­rei­se die Ver­wen­dung des Fahr­zeugs für höchs­tens 48 Stun­den be­wil­li­gen; Vor­aus­set­zung da­zu ist der Ab­schluss ei­ner Grenz­ver­si­che­rung im Sin­ne von Ar­ti­kel 4552 die­ser Ver­ord­nung.53

4 Als Stand­ort des Fahr­zeugs gilt wäh­rend der Gül­tig­keits­dau­er der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on der Ort, der für die Aus­stel­lung des Aus­wei­ses mass­ge­bend war. Für die Ver­län­ge­rung ist je­doch der all­fäl­li­ge neue Stand­ort­kan­ton zu­stän­dig.54

5 Die Er­tei­lung des Aus­wei­ses kann von der Be­zah­lung oder Si­cher­stel­lung der Ge­büh­ren und der für die Gül­tig­keits­dau­er des Aus­wei­ses ge­schul­de­ten Fahr­zeug­steu­ern ab­hän­gig ge­macht wer­den. Wei­te­re Si­cher­hei­ten kön­nen nicht ge­for­dert wer­den.

52 Heu­te: Art. 44

53Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

54Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987628).

Art. 18 Kontroll­schilder und Kontroll­marke  

1 Für pro­vi­so­risch im­ma­tri­ku­lier­te Mo­tor­fahr­zeu­ge wer­den be­son­de­re Kon­troll­schil­der ge­mä­ss An­hang 2 Buch­sta­be A die­ser Ver­ord­nung ab­ge­ge­ben.55 Die Kon­troll­schil­der ver­lie­ren ih­re Gül­tig­keit zu­sam­men mit dem Fahr­zeu­g­aus­weis. Sie müs­sen, wenn die im Fahr­zeu­g­aus­weis fest­ge­leg­te Dau­er der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on ab­ge­lau­fen ist, der aus­stel­len­den Be­hör­de nicht zu­rück­ge­ge­ben wer­den, sind je­doch bei miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung amt­lich ein­zu­zie­hen.

2 Je­des Kon­troll­schild trägt die Kon­troll­mar­ke ge­mä­ss An­hang 2 Buch­sta­be B; die Kon­troll­mar­ke nennt das Jahr und den Mo­nat, in dem die Gül­tig­keit der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on ab­läuft.56

55Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987628).

56Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

Art. 19 Versicherung  

1 Für die pro­vi­so­ri­sche Im­ma­tri­ku­la­ti­on muss der Be­hör­de ein be­fris­te­ter Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­lie­gen.57

2 Wäh­rend der im Fahr­zeu­g­aus­weis fest­ge­leg­ten Dau­er der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on wird das Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­­si­che­rung ge­gen­über Ge­schä­dig­ten nur wirk­sam, wenn Aus­weis und Kon­troll­schil­der der Be­hör­de zu­rück­ge­ge­ben oder amt­lich ein­ge­zo­gen wer­den und frü­he­s­tens von dem auf die Ver­sen­dung, Ab­ga­be oder Ein­zie­hung fol­gen­den Ta­ge an.

3 Im üb­ri­gen en­det der Ver­si­che­rungs­schutz für Ge­schä­dig­te frü­he­s­tens am 15. Ta­ge nach Ab­lauf der im Fahr­zeu­g­aus­weis fest­ge­leg­ten Dau­er der pro­vi­so­ri­schen Im­ma­tri­ku­la­ti­on.

458

559

57Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4691).

58Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4691).

59Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, mit Wir­kung seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

IV. Tagesausweise

Art. 20 Erteilung 60  

1 Per­so­nen mit Wohn­sitz in der Schweiz wer­den auf Ge­such hin Ta­ges­aus­wei­se für be­triebs­si­che­re Mo­tor­fahr­zeu­ge oder An­hän­ger aus­ge­stellt.

2 Der Ge­such­stel­ler hat zu be­stä­ti­gen, dass das Fahr­zeug be­triebs­si­cher ist. Die Be­hör­de kann die Be­triebs­si­cher­heit sel­ber über­prü­fen oder ei­ne Be­stä­ti­gung ei­ner von ihr an­er­kann­ten Re­pa­ra­tur­werk­stät­te ver­lan­gen.

3 Die Be­hör­de kann vom Ge­such­stel­ler ver­lan­gen, dass er wei­te­re Do­ku­men­te wie den Fahr­zeu­g­aus­weis oder den Prü­fungs­be­richt vor­legt. Sie kann zur Si­cher­stel­lung der durch nicht recht­zei­ti­ge Rück­ga­be der Kon­troll­schil­der ent­stan­de­nen Kos­ten ei­ne an­ge­mes­se­ne Kau­ti­on ver­lan­gen.

4 Ta­ges­aus­wei­se wer­den aus­ge­stellt für ei­ne Gül­tig­keits­dau­er von 24, 48, 72 oder 96 Stun­den.

5 Die mit dem Ta­ges­aus­weis ab­ge­ge­be­nen Kon­troll­schil­der sind spä­tes­tens beim Ab­lauf der Gül­tig­keit des Aus­wei­ses bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de ab­zu­ge­ben oder ihr durch die Post zu­zu­sen­den.

6 Fahr­zeug­hal­ter, wel­che die mit dem Ta­ges­aus­weis ver­bun­de­nen Be­din­gun­gen nicht be­ach­ten, kön­nen vom wei­tern Be­zug sol­cher Aus­wei­se aus­ge­schlos­sen wer­den.

60 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 20a Verwendung 61  

1 Fahr­zeu­ge, die mit ei­nem Ta­ges­aus­weis ver­se­hen sind, dür­fen nur für un­ent­gelt­li­che Fahr­ten ver­wen­det und nicht ver­mie­tet wer­den; es dür­fen sich höchs­tens acht Per­so­nen nebst dem Fahr­zeug­füh­rer im Fahr­zeug be­fin­den.

2 Ta­ges­aus­wei­se dür­fen nicht ver­wen­det wer­den für:

a.
den Trans­port ge­fähr­li­cher Gü­ter, wo­für nach Ar­ti­kel 12 ei­ne er­höh­te Min­dest­ver­si­che­rung er­for­der­lich ist;
b.
Sachen­trans­por­te mit schwe­ren Mo­tor­fahr­zeu­gen oder mit An­hän­gern, de­ren Ge­samt­ge­wicht mehr als 3500 kg be­trägt, aus­ser für Trans­por­te nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 4 Buch­sta­ben a und b so­wie Ab­satz 5.

61 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 21 Versicherung  

1 Der Hal­ter, der sich um einen Ta­ges­aus­weis be­wirbt, hat der von den Kan­to­nen ab­zu­sch­lies­sen­den Kol­lek­tiv- Haft­pflicht­ver­si­che­rung bei­zu­tre­ten. Ab­satz 5 ist vor­be­hal­ten.

2 Der Hal­ter hat sei­nen Prä­mi­en­an­teil vor Be­zug des Aus­wei­ses zu ent­rich­ten. Stellt er der Be­hör­de die Kon­troll­schil­der nach Ab­lauf ih­rer Gül­tig­keit nicht recht­zei­tig zu, so schul­det er für je­den wei­tern Tag ei­ne Zu­satz­prä­mie.62

3 Ge­hen die Kon­troll­schil­der nach Ab­lauf der Gül­tig­keit nicht recht­zei­tig bei der Be­hör­de ein, so ver­an­lasst sie de­ren po­li­zei­li­che Ein­zie­hung.63

4 Die Ver­si­che­rungs­de­ckung und die Pflicht zur Prä­mi­en­zah­lung en­den in je­dem Fal­le 60 Ta­ge nach Ab­lauf der Gül­tig­keit des Aus­wei­ses.

5 Ta­ges­aus­wei­se für die Fahrt zur amt­li­chen Prü­fung ei­nes zu im­ma­tri­ku­lie­ren­den Mo­tor­fahr­zeugs kön­nen auf Grund des für das Fahr­zeug be­ste­hen­den Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses er­teilt wer­den.

62 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

63 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

V. Kollektiv-Fahrzeugausweise

Art. 22 Art und Natur der Ausweise 64  

1 Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­se in Ver­bin­dung mit Händ­ler­schil­dern wer­den ab­ge­ge­ben für:

a.
Mo­tor­wa­gen;
b.
Mo­tor­rä­der;
c.
Klein­mo­tor­rä­der;
d.
land- und forst­wirt­schaft­li­che65 Mo­tor­fahr­zeu­ge;
e.
Ar­beits­mo­tor­fahr­zeu­ge;
f.
An­hän­ger.

2 Aus­ser an den Fahr­zeu­gen nach Ab­satz 1 dür­fen ver­wen­det wer­den:66

a.67
Händ­ler­schil­der für Mo­tor­wa­gen an al­len mehr­spu­ri­gen Mo­tor­fahr­zeu­gen, die kei­ne Mo­tor­rä­der sind;
b.68
das Händ­ler­schild für Mo­tor­rä­der an al­len Mo­tor­fahr­zeu­gen, die kei­ne Mo­tor­wa­gen sind;
c.69
das Händ­ler­schild für Klein­mo­tor­rä­der an Leicht­mo­tor­fahr­zeu­gen und an Mo­tor­fahr­rä­dern;
d.
al­le Händ­ler­schil­der an Aus­nah­me­fahr­zeu­gen der ent­spre­chen­den Fahr­zeug­ka­te­go­rie;
e.70
das Händ­ler­schild für land- und forst­wirt­schaft­li­che Mo­tor­fahr­zeu­ge an land- und forst­wirt­schaft­li­chen An­hän­gern und An­hän­ger­zü­gen.71

2bis Beim Mit­füh­ren ei­nes An­hän­gers an Mo­tor­wa­gen kann das hin­te­re Schild des Zug­fahr­zeugs als Schild des An­hän­gers ver­wen­det wer­den.72

3 Ver­wen­dungs- und Ver­kehrs­be­schrän­kun­gen für Ar­beits­fahr­zeu­ge oder land- und forst­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge so­wie die Pflicht zur Ein­ho­lung ei­ner Son­der­be­wil­li­gung für Aus­nah­me­fahr­zeu­ge sind auch bei Ver­wen­dung mit Händ­ler­schil­dern zu be­ach­ten.

64Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

65 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I Abs. 1 der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 249). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

66 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

67Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

68Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

69Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

70 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

71Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

72Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

Art. 23 Erteilung 73  

1 Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­se wer­den ab­ge­ge­ben an Be­trie­be, wel­che die im An­hang 4 auf­ge­führ­ten Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len und:

a.
über die für die Art des Be­trie­bes er­for­der­li­chen Be­wil­li­gun­gen ver­fü­gen;
b.
Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ver­wen­dung des Kol­lek­tiv- Fahr­zeug­aus­wei­ses bie­ten und
c.
so­weit es sich um Un­ter­neh­men des Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­bes han­delt, die in Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 SVG vor­ge­schrie­be­ne Ver­si­che­rung ab­ge­schlos­sen ha­ben.

2 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann von den Vor­aus­set­zun­gen des An­hangs 4 zu Guns­ten des Be­wer­bers oder In­ha­bers aus­nahms­wei­se ab­wei­chen, wenn die Ge­samt­be­ur­tei­lung des Be­trie­bes er­gibt, dass die Händ­ler­schil­der oh­ne Ge­fahr für die Ver­kehrs­si­cher­heit und die Um­welt ab­ge­ge­ben wer­den kön­nen.74

73Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

74 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 23a Entzug 75  

1 Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­se sind zu ent­zie­hen, wenn die Vor­aus­set­zun­gen für die Er­tei­lung nicht mehr er­füllt sind.

2 Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ver­wen­dung des Kol­lek­tiv-Fahr­zeug­aus­wei­ses ist na­ment­lich nicht mehr ge­ge­ben, wenn der In­ha­ber ei­ne miss­bräuch­li­che Ver­wen­dung des Aus­wei­ses ver­an­lasst oder ge­dul­det hat, bei­spiels­wei­se durch Un­ter­las­sen der er­for­der­li­chen Auf­sicht oder da­durch, dass ein nicht be­triebs­si­che­res Fahr­zeug in Ver­kehr ge­setzt wur­de. In leich­ten Fäl­len kann der Aus­weis­ent­zug an­ge­droht wer­den.76

75Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

76 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 24 Verwendung 77  

1 Der Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­weis be­rech­tigt zum An­brin­gen der dar­in ge­nann­ten Händ­ler­schil­der an ge­prüf­ten und nicht­ge­prüf­ten, be­triebs­si­che­ren und den Vor­schrif­ten ent­spre­chen­den Fahr­zeu­gen der im Aus­weis ge­nann­ten Art. Nicht in al­len Tei­len den Vor­schrif­ten ent­spre­chen muss das Fahr­zeug auf Fahr­ten, die zur Fest­stel­lung ei­nes Man­gels oder zur Kon­trol­le sei­ner Be­he­bung er­for­der­lich sind.

2 Der In­ha­ber des Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­ses ist wie ein Hal­ter für den be­triebs­si­che­ren und vor­schrifts­ge­mäs­sen Zu­stand des Fahr­zeu­ges ver­ant­wort­lich (Art. 93 Ziff. 2 SVG).

3 Händ­ler­schil­der dür­fen ver­wen­det wer­den:

a.
zu Fahr­ten für die Be­he­bung von Pan­nen und zum Ab­schlep­pen;
b.
zum Über­füh­ren und Er­pro­ben von Fahr­zeu­gen im Zu­sam­men­hang mit dem Fahr­zeug­han­del, mit Re­pa­ra­tu­ren oder Um­bau­ten am Fahr­zeug;
c.
zum Er­pro­ben von neu­en Fahr­zeu­gen durch Her­stel­ler und Im­por­teu­re;
d.
zum Be­gut­ach­ten von Fahr­zeu­gen durch Sach­ver­stän­di­ge;
e.
für die amt­li­che Fahr­zeug­prü­fung und die Fahrt zu die­ser Prü­fung;
f.
für al­le wei­te­ren un­ent­gelt­li­chen Fahr­ten, so­fern sich mit Ein­schluss des Füh­rers höchs­tens neun Per­so­nen im oder auf dem Fahr­zeug be­fin­den.

4 Für fol­gen­de Sachen­trans­por­te dür­fen mit Händ­ler­schil­dern ver­se­he­ne schwe­re Mo­tor­fahr­zeu­ge ver­wen­det wer­den:

a.
Trans­por­te von Fahr­zeug­tei­len im Zu­sam­men­hang mit Fahr­zeug­re­pa­ra­tu­ren oder -um­bau­ten im ei­ge­nen Be­trieb;
b.
das Mit­füh­ren von Bal­last in den Fäl­len nach Ab­satz 3 Buch­sta­ben b–e;
c.
das Ab­schlep­pen, Ber­gen und Über­füh­ren von Un­fall- und Pan­nen­fahr­zeu­gen vom Un­fall- oder Pan­nen­ort zu ei­ner na­he­ge­le­ge­nen Re­pa­ra­tur­werk­stät­te oder zum Be­trieb des In­ha­bers des Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­ses.

5 In den Fäl­len von Ab­satz 3 Buch­sta­ben a undfso­wie Ab­satz 4 Buch­sta­ben a und c dür­fen Händ­ler­schil­der nur an ver­zoll­ten und nach dem Au­to­mo­bil­steu­er­ge­setz vom 21. Ju­ni 199678 ver­steu­er­ten Fahr­zeu­gen ver­wen­det wer­den. Im Fal­le von Ab­satz 4 Buch­sta­be a dür­fen Händ­ler­schil­der auch an un­ver­zoll­ten oder un­ver­steu­er­ten Fahr­zeu­gen ver­wen­det wer­den, so­fern die trans­por­tier­ten Tei­le für Ar­bei­ten am Fahr­zeug selbst be­stimmt sind.79

6 Wer­den Händ­ler­schil­der an be­la­de­nen Mo­tor­fahr­zeu­gen oder An­hän­gern zum Sachen­trans­port ver­wen­det, ist mit dem Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­weis ein Be­leg über das zu­läs­si­ge Ge­samt­ge­wicht (wie z. B. der Ty­pen­schein, die Her­steller­ga­ran­tie oder der Fahr­zeu­g­aus­weis ei­ner frü­he­ren Zu­las­sung), bei der Ver­wen­dung der Händ­ler­schil­der an An­hän­ger­zü­gen zu­sätz­lich ein Be­leg über die zu­läs­si­ge An­hän­ge­last mit­zu­füh­ren.80 Die Be­för­de­rung ge­fähr­li­cher Gü­ter be­darf ei­ner be­hörd­li­chen Be­wil­li­gung und der Zu­satz­ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 12.

77Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

78SR 641.51

79Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 der Au­to­mo­bil­steu­er­ver­ord­nung vom 20. Nov. 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 3058).

80Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

Art. 25 Berechtigte Per­sonen 81  

1 Ein Mo­tor­fahr­zeug, das mit Händ­ler­schil­dern ver­se­hen ist oder einen mit Händ­ler­schild ver­se­he­nen An­hän­ger zieht, darf un­ter Vor­be­halt der Ab­sät­ze 2 und 3 nur ver­keh­ren, wenn ei­ne der fol­gen­den Per­so­nen das Fahr­zeug führt oder den Füh­rer be­glei­tet:82

a.
In­ha­ber oder An­ge­stell­te des Be­trie­bes;
b.
Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge der Be­triebs­in­ha­ber oder Be­triebs­lei­ter (Di­rek­to­ren, Ge­schäfts­füh­rer, Be­triebs- oder Ver­kaufs­chefs), wenn sie mit dem In­ha­ber oder Lei­ter des Be­trie­bes im glei­chen Haus­halt le­ben.83

2 Liegt die Über­füh­rung ei­nes Fahr­zeu­ges im In­ter­es­se des Be­trie­bes, kön­nen wei­te­re vom Be­triebs­in­ha­ber oder Be­triebs­lei­ter be­auf­trag­te Per­so­nen Händ­ler­schil­der ver­wen­den, müs­sen je­doch das Fahr­zeug sel­ber füh­ren.84

3 Mit Händ­ler­schil­dern ver­se­he­ne Fahr­zeu­ge kön­nen Kau­f­in­ter­es­sen­ten für un­be­glei­te­te Fahr­ten über­las­sen wer­den, wenn sie be­triebs­si­cher sind und den Vor­schrif­ten ent­spre­chen. Der In­ha­ber des Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­ses hat über die­se Fahr­ten ein Ver­zeich­nis zu füh­ren, das wäh­rend zwei Jah­ren auf­zu­be­wah­ren ist. Er hat den Kon­troll­or­ga­nen auf Ver­lan­gen Ein­sicht in die­ses Ver­zeich­nis zu ge­wäh­ren.85

486

81Fas­sung ge­mä­ss Art. 152 Ziff. 1 VZV (AS 1976 2423).

82 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1383).

83Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

84Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

85 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

86 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

Art. 26 Versicherung  

1 Wer sich um die Er­tei­lung ei­nes Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­ses für Mo­tor­fahr­zeu­ge be­wirbt, hat der Be­hör­de einen be­son­ders ge­kenn­zeich­ne­ten Ver­si­che­rungs­nach­weis über­mit­teln zu las­sen.87

2 Die Ver­si­che­rung hat im Rah­men des SVG88 die Schä­den zu de­cken, die durch das Fahr­zeug ver­ur­sacht wer­den, wel­ches das auf­grund des Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses er­teil­te Händ­ler­schild trägt.89

3 Die miss­bräuch­li­che Ver­wen­dung der Schil­der, na­ment­lich die Ver­wen­dung durch ei­ne nicht be­rech­tig­te Per­son, kann dem Ge­schä­dig­ten nicht ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über die Scha­den­de­ckung bei der Ent­wen­dung von Fahr­zeu­gen zum Ge­brauch (Art. 75 SVG).

87 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

88Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

89Fas­sung ge­mä­ss Art. 152 Ziff. 1 VZV, in Kraft seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 2423).

3. Abschnitt: Haftpflichtversicherung für Unternehmungen und Veranstaltungen

I. Unternehmungen des Motorfahrzeuggewerbes

Art. 27 Versiche­rungs­pflicht  

1 Die Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 SVG deckt die Haft­pflicht der Un­ter­neh­mer im Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­be für de­ren ei­ge­ne Mo­tor­fahr­zeu­ge oh­ne Hal­ter­ver­si­che­rung und für die ih­nen über­ge­be­nen Mo­tor­fahr­zeu­ge. Zum Ab­schluss die­ser Ver­si­che­rung sind ver­pflich­tet:90

a.
die In­ha­ber von Un­ter­neh­mun­gen, die Mo­tor­fahr­zeu­ge oder Mo­tor­fahr­zeu­g­an­hän­ger her­stel­len, mon­tie­ren, mit Ka­ros­se­ri­en ver­se­hen, um­bau­en oder re­pa­rie­ren;
b.
die Im­por­teu­re, Händ­ler und Mak­ler von Mo­tor­fahr­zeu­gen und Mo­tor­fahr­zeu­g­an­hän­gern;
c.
die In­ha­ber von Hilfs­be­trie­ben des Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­bes, wie Fahr­zeug-Speng­le­rei­en, ‑Satt­le­rei­en, ‑Ma­le­rei­en;
d.
die Mo­tor­fahr­zeug-Ab­bruch­un­ter­neh­mer.

2 Der Ver­si­che­rungs­pflicht wer­den durch Ver­fü­gung der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de wei­te­re Un­ter­neh­mun­gen des Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­bes un­ter­stellt, in de­ren Be­trieb re­gel­mäs­sig be­triebs­be­rei­te, je­doch nicht mit Fahr­zeu­g­aus­wei­sen ver­se­he­ne Mo­tor­fahr­zeu­ge vor­han­den sind.

3 Von der Ver­si­che­rungs­pflicht wer­den auf Ge­such hin durch Ver­fü­gung der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de die Un­ter­neh­mer be­freit, die nach­wei­sen, dass sich in ih­rem Be­trieb aus­sch­liess­lich ein­zeln im­ma­tri­ku­lier­te ei­ge­ne oder nur voll­stän­dig ge­brauch­s­un­fä­hi­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge be­fin­den.91

90Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

91Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

Art. 28 Verfahren  

1 Wer einen ge­mä­ss Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 die­ser Ver­ord­nung ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Be­trieb er­öff­nen will, hat dies der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de vor der Er­öff­nung zu mel­den.

2 Die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de hat ei­ne Ver­fü­gung zu tref­fen, wenn ein Un­ter­neh­mer

a.
der Mel­de­pflicht ge­mä­ss Ab­satz 1 nicht nach­kommt oder die Ver­si­che­rungs­pflicht be­strei­tet,
b.
ge­mä­ss Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 der Ver­si­che­rungs­pflicht zu un­ter­stel­len ist,
c.
die Be­frei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht ver­langt.

3 Vor der Ver­fü­gung ist dem Un­ter­neh­mer Ge­le­gen­heit zu ge­ben zur Stel­lung­nah­me. Die Ver­fü­gung ist ihm schrift­lich, un­ter An­ga­be der Grün­de und mit ei­nem Hin­weis auf die Be­schwer­demög­lich­keit ge­mä­ss Ar­ti­kel 89 Ab­satz 3 SVG mit­zu­tei­len.

Art. 29 Versicherungs­nachweis 92  

1 Der ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Un­ter­neh­mer hat der zu­stän­di­gen Be­hör­de einen be­son­de­ren Ver­si­che­rungs­nach­weis zu über­ge­ben. Dies ent­bin­det ihn nicht von der Pflicht, die nach den Ar­ti­keln 3, 11, 15, 19 und 26 die­ser Ver­ord­nung vor­ge­schrie­be­nen Ver­si­che­rungs­nach­wei­se ab­zu­ge­ben.

2 Aus­set­zen und Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 SVG sind vom Ver­si­che­rer der kan­to­na­len Be­hör­de zu mel­den und wer­den ge­gen­über Ge­schä­dig­ten erst wirk­sam nach Ab­lauf von 60 Ta­gen seit dem Emp­fang der Mel­dung bei der Be­hör­de.

3 Bringt ein Un­ter­neh­mer trotz be­hörd­lich fest­ge­stell­ter und nicht durch Be­schwer­de an­ge­foch­te­ner Ver­si­che­rungs­pflicht den für die Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 SVG er­for­der­li­chen Ver­si­che­rungs­nach­weis nicht bei, so setzt ihm die Be­hör­de hier­für ei­ne Frist von 30 Ta­gen un­ter Hin­weis auf die Straf­dro­hung des Ar­ti­kels 292 des Straf­ge­setz­bu­ches93. Das­sel­be gilt, wenn der Ver­si­che­rer das Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung nach Ab­satz 2 mel­det.

92Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

93SR 311.0

II. Rennen

Art. 30 Anwendungs­fälle  

1 Ar­ti­kel 72 SVG gilt:

a.
für Ren­nen, Wett­fahr­ten oder Re­kord­ver­su­che auf öf­fent­li­chen Stras­sen, so­fern mög­lichst schnell oder mit ei­ner Durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit von mehr als 50 km/Std. ge­fah­ren wer­den soll oder die täg­li­che Fahr­zeit für einen Fahr­zeug­füh­rer mehr als 12, für zwei sich ab­lö­sen­de Fahr­zeug­füh­rer zu­sam­men mehr als 15 Stun­den be­trägt;
b.
für die Ver­an­stal­tun­gen die­ser Art auf ab­ge­sperr­ten Stras­sen, auf Renn­bah­nen oder im Ge­län­de, so­fern als Teil­neh­mer oder Zu­schau­er an­de­re Per­so­nen als die Mit­glie­der des ver­an­stal­ten­den Ver­ban­des zu­ge­las­sen wer­den.

2 Die Kan­to­ne kön­nen dem Bun­des­rat im Ein­zel­fall be­an­tra­gen,

a.
wei­te­re mo­tor- oder rad­sport­li­che Ver­an­stal­tun­gen der Haft- und Ver­si­che­rungs­pflicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 72 SVG zu un­ter­stel­len, so­fern ih­re Durch­füh­rung mit be­son­dern Ge­fah­ren ver­bun­den ist;
b.
Aus­nah­men für ein­zel­ne Ver­an­stal­tun­gen oder die auf be­son­dern Renn­bah­nen durch­ge­führ­ten Fahr­ten zu ver­fü­gen, so­fern ei­ne Ge­fähr­dung Drit­ter als aus­ge­schlos­sen er­scheint.
Art. 31 Versicherungs­nachweis  

1 Wer ei­ne ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Ver­an­stal­tung durch­führt, hat der Be­hör­de je­des da­von be­rühr­ten Kan­tons einen Ver­si­che­rungs­nach­weis ab­zu­ge­ben, der be­fris­tet sein kann. Ist der Nach­weis be­fris­tet, so kann der Ver­si­che­rer ihn nicht wi­der­ru­fen.

2 Wer auf ei­ner be­son­dern An­la­ge re­gel­mäs­si­ge Ver­an­stal­tun­gen durch­führt, hat der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de einen un­be­fri­ste­ten Ver­si­che­rungs­nach­weis ab­zu­ge­ben. Der Ver­si­che­rer hat der Be­hör­de das Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung zu mel­den. Ar­ti­kel 29 Ab­satz 3 ist sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.94

94Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

III. Besondere Fälle

Art. 32 Strassenbau­ma­schinen  

1 Die Ver­wen­dung selbst­fah­ren­der Ar­beits­ma­schi­nen oh­ne Fahr­zeug­aus­weis und Kon­troll­schil­der bei Ar­bei­ten auf Stras­sen, die dem Ver­kehr nicht völ­lig ver­schlos­sen sind, ist nur ge­stat­tet, wenn der Un­ter­neh­mer nach­weist, dass er als Hal­ter al­ler ein­ge­setz­ten Ma­schi­nen die­ser Art nach Mass­ga­be des SVG ge­gen Haft­pflicht ver­si­chert ist.

2 Ar­ti­kel 29 die­ser Ver­ord­nung gilt sinn­ge­mä­ss.

Art. 33 Werkinterner Verkehr auf öffentlichen Strassen  

1 Muss für den Fahr­ver­kehr zwi­schen be­nach­bar­ten Tei­len ei­nes Fa­brik- oder Werk­be­trie­bes die öf­fent­li­che Stras­se be­nützt wer­den, so kann die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de dem Un­ter­neh­mer die Ver­wen­dung von Mo­tor­fahr­zeu­gen oh­ne Fahr­zeu­g­aus­weis und Kon­troll­schil­der auf kur­z­er Stras­sen­stre­cke ge­stat­ten, so­fern er nach­weist, dass er als Hal­ter al­ler die­ser Fahr­zeu­ge nach Mass­ga­be des SVG ge­gen Haft­pflicht ver­si­chert ist.

2 Ar­ti­kel 29 die­ser Ver­ord­nung gilt sinn­ge­mä­ss.

3. Teil: Haftpflichtversicherung der Motorfahrzeuge von geringer Motorkraft oder Geschwindigkeit95

95Fassung gemäss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

I. Motorfahrräder

Art. 34 Haftpflicht  

Be­nüt­zer von Mo­tor­fahr­rä­dern haf­ten nach Ob­li­ga­tio­nen­recht96.

Art. 35 Versicherung  

1 Der Nach­weis, dass die vor­ge­schrie­be­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung be­steht (Art. 63 SVG), wird mit ei­ner Ver­si­che­rungs­vi­gnet­te er­bracht.

2 Die Vi­gnet­te wird ab­ge­ge­ben, wenn der Hal­ter nach­weist, dass er wäh­rend der Gül­tig­keits­dau­er der Vi­gnet­te ge­gen haft­pflicht­recht­li­che An­sprü­che ver­si­chert ist.

3 Die Vi­gnet­te muss hin­sicht­lich Ge­stal­tung dem Mus­ter nach An­hang 3 ent­spre­chen und die bei­den letz­ten Zif­fern des Ab­ga­be­jah­res so­wie ei­ne in­di­vi­du­el­le Num­mer tra­gen. Sie ist im obe­ren Drit­tel des Kon­troll­schilds und im da­für vor­ge­se­he­nen Feld des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses an­zu­brin­gen.

4 Die Ver­si­che­rung für Mo­tor­fahr­rä­der muss die Er­satz­rech­te der Ge­schä­dig­ten min­des­tens bis zum Be­trag von 2 Mil­lio­nen Fran­ken je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men de­cken.

Art. 36 Gültigkeitsdauer und Ersatz der Vignetten  

1 Die Vi­gnet­ten sind vom 1. Ja­nu­ar des auf­ge­druck­ten Ab­ga­be­jah­res bis zum 31. Mai des fol­gen­den Jah­res gül­tig.

2 Vi­gnet­ten, bei de­nen die Jah­res­zahl oder die in­di­vi­du­el­le Num­mer un­les­bar sind, und ab­han­den ge­kom­me­ne Vi­gnet­ten sind auf dem Kon­troll­schild und im Fahr­zeu­g­aus­weis zu er­set­zen. Sie kön­nen durch Vi­gnet­ten mit glei­cher Gül­tig­keits­dau­er er­setzt wer­den.

Art. 37 Beschaffung und Abgabe der Vignetten  

1 Für die Be­schaf­fung und die Ab­ga­be der Vi­gnet­ten sind die Kan­to­ne zu­stän­dig.

2 Sie kön­nen Drit­te mit der Ab­ga­be der Vi­gnet­ten be­auf­tra­gen.

3 Je­de Ab­ga­be­stel­le muss der kan­to­na­len Be­hör­de die voll­stän­dig aus­ge­füll­te Ver­si­che­rungs­kar­te über­mit­teln und Fol­gen­des mel­den:

a.
bei ei­nem Mo­tor­fahr­rad, das be­reits ein­mal in Ver­kehr ge­setzt wur­de: die neue Vi­gnet­ten­num­mer;
b.
bei ei­nem Mo­tor­fahr­rad, das erst­mals in Ver­kehr ge­setzt wird: die Kon­troll­schild- und die Vi­gnet­ten­num­mer.

4 Die kan­to­na­le Be­hör­de muss die von den Ab­ga­be­stel­len nach Ab­satz 3 zu lie­fern­den In­for­ma­tio­nen nach dem Ab­lauf der Gül­tig­keit der Vi­gnet­te noch fünf Jah­re auf­be­wah­ren.

II. Motorhandwagen, Motoreinachser, Leicht-Motorfahrräder, Rollstühle 9797

97 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Juni 2015 (AS 2015 1319). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.

Art. 38 Versicherung und Haftpflicht  

1 Die Be­nüt­zer der fol­gen­den Mo­tor­fahr­zeu­ge sind von der Ver­si­che­rungs­pflicht nach Ar­ti­kel 63 SVG aus­ge­nom­men:

a.
Mo­tor­hand­wa­gen;
b.
Mo­tor­ein­ach­ser, die nur von ei­ner zu Fuss ge­hen­den Per­son ge­führt und nicht für das Zie­hen von An­hän­gern ver­wen­det wer­den;
c.
Leicht-Mo­tor­fahr­rä­der;
d.
Roll­stüh­le mit elek­tri­schem An­trieb und ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 10 km/h.

2 Sie haf­ten nach Ob­li­ga­tio­nen­recht98.

4. Teil: Nationales Versicherungsbüro und Nationaler Garantiefonds 99100

99Fassung gemäss Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 5465).

100 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

1. Abschnitt: Nationales Versicherungsbüro 101

101 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

I. Ausländische Motorfahrzeuge und Anhänger 102

102 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

Art. 39 Geltungsbereich 103  

1 Die Ar­ti­kel 39–49 gel­ten für Schä­den, die von aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeu­gen auf dem Ge­biet der Schweiz ver­ur­sacht wer­den. Für aus­län­di­sche Mo­tor­fahr­zeu­ge nach Ar­ti­kel 38 gilt Ar­ti­kel 53a Buch­sta­be b.104

2 Sie fin­den sinn­ge­mä­ss An­wen­dung, wenn der Hal­ter ei­nes aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeugs oder Mo­tor­fahr­zeu­g­an­hän­gers nach Ar­ti­kel 69 SVG und Ar­ti­kel 2 die­ser Ver­ord­nung für den von ei­nem An­hän­ger oder ei­nem ge­schlepp­ten Fahr­zeug auf dem Ge­biet der Schweiz ver­ur­sach­ten Scha­den ein­ste­hen muss.

3 Fahr­zeu­ge gel­ten als aus­län­disch, wenn sie auf­grund ei­nes aus­län­di­schen Fahr­zeu­g­aus­wei­ses und aus­län­di­scher Kon­troll­schil­der zu­ge­las­sen sind.105

103 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

104Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

105 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 40 Deckungsan­spruch  

1 Die Ge­schä­dig­ten kön­nen für die Scha­den­er­satz­an­sprü­che, die ih­nen ge­gen den haft­pflich­ti­gen Mo­tor­fahr­zeug­hal­ter von Ge­set­zes we­gen zu­ste­hen, vom Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro De­ckung ver­lan­gen.106

2 Die De­ckung kann je­doch nur im glei­chen Um­fang be­an­sprucht wer­den, wie wenn der Un­fall durch ein schwei­ze­ri­sches Fahr­zeug ver­ur­sacht wor­den wä­re. Ar­ti­kel 42 Ab­satz 2 bleibt vor­be­hal­ten.

3 Ei­ne über die schwei­ze­ri­sche Min­dest­de­ckung hin­aus­ge­hen­de For­de­rung wird er­füllt, wenn:

a.
das schä­di­gen­de Fahr­zeug aus ei­nem Staat stammt, der ei­ne hö­he­re ge­setz­li­che Min­dest­de­ckung vor­schreibt; oder
b.
für das schä­di­gen­de Fahr­zeug auf­grund der Ver­si­che­rungs­po­li­ce ei­ne hö­he­re De­ckung be­steht und aus dem Aus­land die ent­spre­chen­de De­ckungs­zu­sa­ge vor­liegt.107

4 Der De­ckungs­an­spruch un­ter­liegt im Üb­ri­gen den­sel­ben Re­geln wie das di­rek­te For­de­rungs­recht ge­gen einen Ver­si­che­rer im Sin­ne von Ar­ti­kel 65 Ab­satz 1 SVG.

106 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

107 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 41 Deckungspflicht 108  

1 Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro ist für die De­ckung der Schä­den nach Ar­ti­kel 39 zu­stän­dig. Es wird da­bei durch ei­ne Mit­glied­ge­sell­schaft, einen ge­schäfts­füh­ren­den Ver­si­che­rer oder ein Scha­den­re­gu­lie­rungs­un­ter­neh­men ver­tre­ten (Ver­tre­ter).

2 Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro be­zeich­net sei­nen Ver­tre­ter un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­na­tio­na­len Zu­sam­men­ar­beits­ver­trä­ge.

3 Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro und dem Ver­tre­ter ist ver­trag­lich zu re­geln.

4 Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro be­zeich­net in­nert 30 Ta­gen einen an­de­ren Ver­tre­ter, wenn:

a.
sich ei­ne Kol­li­si­on zwi­schen den In­ter­es­sen des zu­nächst be­zeich­ne­ten Ver­tre­ters und der ge­schä­dig­ten Per­son er­gibt, aus­ser der aus­län­di­sche Ver­si­che­rer stim­me der Scha­den­re­gu­lie­rung durch den zu­nächst be­zeich­ne­ten Ver­tre­ter zu;
b.
dies zur ord­nungs­ge­mäs­sen Ab­wick­lung der Scha­den­re­gu­lie­rung er­for­der­lich ist.

5 Ha­ben Ge­schä­dig­te, die noch nicht ab­ge­fun­den sind, Wohn­sitz oder ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halt im Aus­land, so kann das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro oder, mit des­sen Zu­stim­mung, der Ver­tre­ter einen aus­län­di­schen Ver­si­che­rer oder ein aus­län­di­sches na­tio­na­les Ver­si­che­rungs­bü­ro mit der Scha­den­re­gu­lie­rung im Na­men des Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros be­auf­tra­gen, so­fern die Be­tei­lig­ten ih­re Ein­wil­li­gung ge­ben.

108 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 42 Pflichten der Ge­schädigten  

1 Will ein Ge­schä­dig­ter die Scha­den­de­ckung nach Ar­ti­kel 74 Ab­satz 2 Buch­sta­be a SVG be­an­spru­chen, so muss er den Scha­den­fall un­ver­züg­lich dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro mit fol­gen­den An­ga­ben mel­den:109

a.
Un­fall (Ort, Da­tum, Zeit, Her­gang, Un­fall­be­tei­lig­te, Zeu­gen und Un­fall­pro­to­koll);
b.
Scha­den (Art und Grös­sen­ord­nung);
c.
schä­di­gen­des Fahr­zeug (Art, Mar­ke, Far­be, Kon­troll­schild, Zu­las­sungs­staat);
d.
Hin­weis, ob ein Po­li­zei­rap­port er­stellt wur­de.

2 Ver­letzt der Ge­schä­dig­te die­se Mel­de­pflicht schuld­haft, so kann die Ent­schä­di­gung um den Mehr­auf­wand, der dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro da­durch ent­steht, ge­kürzt wer­den.110

109 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

110 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 43 Pflichten des Vertreters 111  

1 Der Ver­tre­ter hat dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro die von ihm be­han­del­ten Scha­den­fäl­le mit den An­ga­ben zu mel­den, die es letz­te­rem er­mög­li­chen:

a.
dem Ge­schä­dig­ten Aus­kunft zu er­tei­len, wel­cher Ver­tre­ter den Scha­den­fall be­ar­bei­tet;
b.
die kor­rek­te Scha­den­re­gu­lie­rung und Ab­rech­nung nach Mass­ga­be der Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros zu kon­trol­lie­ren;
c.
die von den na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros be­schlos­se­nen und in den Sta­tu­ten des Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros vor­ge­se­he­nen Sta­tis­ti­ken zu er­stel­len.

2 Er muss den Fall an das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro zu­rück­ge­ben, wenn:

a.
sich ei­ne Kol­li­si­on zwi­schen sei­nen und den In­ter­es­sen der ge­schä­dig­ten Per­son er­gibt;
b.
sich nach­träg­lich her­aus­stellt, dass ein an­de­rer als der ur­sprüng­lich an­ge­nom­me­ne aus­län­di­sche Ver­si­che­rer zu­stän­dig ist; oder
c.
dies zur ord­nungs­ge­mäs­sen Ab­wick­lung der Scha­den­re­gu­lie­rung er­for­der­lich ist.

3 Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro ent­zieht dem Ver­tre­ter die Scha­den­re­gu­lie­rung in ei­nem Fall nach Ab­satz 2, wenn der Ver­tre­ter den Fall nicht von sich aus zu­rück­gibt.

111 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 44 Grenz­versiche­rung  

1 Der Füh­rer ei­nes aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeugs muss bei der Ein­fahrt in die Schweiz ei­ne Grenz­ver­si­che­rung ab­sch­lies­sen, so­fern die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 45 nicht er­füllt sind.

2 Die Grenz­ver­si­che­rung ge­währt dem Hal­ter des dar­in be­zeich­ne­ten Fahr­zeugs und den Per­so­nen, für die er ver­ant­wort­lich ist, in den auf dem Grenz­ver­si­che­rungs­nach­weis auf­ge­führ­ten Staa­ten min­des­tens einen Ver­si­che­rungs­schutz, der der Min­dest­de­ckungs­pflicht im je­wei­li­gen Staat ent­spricht.

3 Die Prä­mi­en wer­den vom na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro fest­ge­legt. Sie be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht.

4 Grenz­ver­si­che­rungs­nach­wei­se wer­den vom na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro oder, mit des­sen Ge­neh­mi­gung, von in der Schweiz zur Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rern her­aus­ge­ge­ben.

Art. 45 Gleichwertige Versicherungs­nachweise  

1 Kei­ne Grenz­ver­si­che­rung be­nö­ti­gen Füh­rer aus­län­di­scher Mo­tor­fahr­zeu­ge, wenn die Scha­den­de­ckung in der Schweiz auf­grund ei­ner Ver­ein­ba­rung des schwei­ze­ri­schen mit dem aus­län­di­schen na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro für al­le Mo­tor­fahr­zeu­ge ge­währ­leis­tet ist:112

a.
wel­che die or­dent­li­chen Kon­troll­schil­der des be­tref­fen­den Staa­tes tra­gen; oder
b.
für wel­che bei der Ein­rei­se ei­ne für die Schweiz gül­ti­ge in­ter­na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­kar­te (Grü­ne Kar­te) oder ein an­de­rer für die Schweiz ge­nü­gen­der Grenz­ver­si­che­rungs­nach­weis vor­ge­wie­sen wird.

2 Das na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro teilt dem ASTRA die Lis­te der Staa­ten nach Ab­satz 1 mit.

112 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 46 Pflichten der ausländischen Fahrzeugführer  

1 Aus­län­di­sche Mo­tor­fahr­zeu­ge dür­fen in der Schweiz nur ver­keh­ren, so­lan­ge die Scha­den­de­ckung nach Ar­ti­kel 44 oder 45 ge­währ­leis­tet ist.

2 Der Füh­rer ei­nes aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeugs muss die in­ter­na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­kar­te (Grü­ne Kar­te) oder den Grenz­ver­si­che­rungs­nach­weis im Fahr­zeug mit­füh­ren und auf Ver­lan­gen den Kon­troll­or­ga­nen vor­wei­sen, so­fern nicht das Kon­troll­schild als Ver­si­che­rungs­nach­weis gilt.

Art. 47 Motorsportliche Veranstaltungen 113  

Führt ei­ne aus­län­di­sche mo­tor­sport­li­che Ver­an­stal­tung über schwei­ze­ri­sches Ge­biet, so darf der be­trof­fe­ne Kan­ton die er­for­der­li­che Be­wil­li­gung nur er­tei­len, wenn ein in der Schweiz zur Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu­ge­las­se­ner Ver­si­che­rer beim Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro den Nach­weis ei­ner aus­rei­chen­den De­ckung all­fäl­li­ger Schä­den hin­ter­legt hat.

113 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 48 Aufgaben der Polizei  

1 In den Rap­por­ten hält die Po­li­zei über die von aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeu­gen ver­ur­sach­ten Un­fäl­le die An­ga­ben fest, die für die Er­mitt­lung des Haft­pflich­ti­gen und sei­nes Ver­si­che­rers not­wen­dig sind.

2 Sie er­stellt die Rap­por­te un­ver­züg­lich und sen­det dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro oder dem Ver­tre­ter ei­ne Ko­pie da­von so­wie das Dop­pel oder ei­ne Ko­pie der Grü­nen Kar­te oder des Grenz­ver­si­che­rungs­nach­wei­ses. Kön­nen die bei­den letzt­ge­nann­ten Do­ku­men­te nicht ko­piert wer­den, so wird de­ren In­halt im Po­li­zei­rap­port fest­ge­hal­ten.114

3 Kann der Füh­rer des aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­zeugs das er­for­der­li­che Do­ku­ment (Art. 44 und 45) nicht vor­le­gen, so ist dies un­ter An­ga­be der gel­tend ge­mach­ten Grün­de im Rap­port zu ver­mer­ken und fest­zu­hal­ten, ob und bei wel­cher Un­ter­neh­mung ei­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung für das Fahr­zeug be­steht.

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 49 Ausschluss des Arrestes  

Zur Si­che­rung der im Ge­setz vor­ge­se­he­nen Er­satz­an­sprü­che für die Schä­den, die ein aus­län­di­sches Mo­tor­fahr­zeug ver­ur­sacht hat, sind Ar­rest und po­li­zei­li­che oder straf­rich­ter­li­che Be­schlag­nah­me des Fahr­zeugs oder an­de­rer vom aus­län­di­schen Haft­pflich­ti­gen mit­ge­führ­ten Ge­gen­stän­de nur auf An­trag des na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros mög­lich.

II. Auskunftsstelle115

115 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

Art. 49a Informationssystem Verkehrszulassung und eigenes Register 116  

1 Die Aus­kunfts­stel­le (Art. 79a SVG) nutzt zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung.117

2 Sie führt zu­sätz­lich ein ei­ge­nes Re­gis­ter, das fol­gen­de In­for­ma­tio­nen ent­hält:

a.
die Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen, die in der Schweiz zum Be­trieb der Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu­ge­las­sen sind so­wie die von die­sen im Aus­land be­nann­ten Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ten (Art. 79b SVG);
b.
die von Bund und Kan­to­nen nach Ar­ti­kel 73 Ab­satz 3 SVG be­zeich­ne­ten Scha­den­re­gu­lie­rungs­stel­len.

116 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 7 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

117 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 7 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

Art. 49b Zugriffsberechtigung  

Die In­for­ma­tio­nen im Re­gis­ter nach Ar­ti­kel 49a Ab­satz 2 kön­nen von den aus­län­di­schen Aus­kunfts­stel­len on­li­ne ab­ge­ru­fen wer­den, um die von den schwei­ze­ri­schen Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen im Aus­land be­nann­ten Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ten zu er­mit­teln.

Art. 49c Aufbewahrung der Daten  

Die In­for­ma­tio­nen im Re­gis­ter nach Ar­ti­kel 49a Ab­satz 2 müs­sen wäh­rend sie­ben Jah­ren nach dem Er­lö­schen der Be­triebs­be­wil­li­gung der Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung be­zie­hungs­wei­se der Auf­lö­sung des Ver­tra­ges zwi­schen dem Ver­si­che­rer und sei­nem Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ten oder der Be­en­di­gung der Tä­tig­keit als Scha­den­re­gu­lie­rungs­stel­le on­li­ne ab­ruf­bar sein.

Art. 49d Erteilung von Auskünften  

1 Die Aus­kunfts­stel­le er­teilt ge­schä­dig­ten Per­so­nen und So­zi­al­ver­si­che­run­gen fol­gen­de Aus­künf­te zum Fahr­zeug, das den Un­fall ver­ur­sacht ha­ben soll:

a.
Na­me und Adres­se des Haft­pflicht­ver­si­che­rers so­wie, wenn die­ser sei­nen Sitz nicht im Wohn­sitz­staat der ge­schä­dig­ten Per­son hat, Na­me und Adres­se des Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ten im Wohn­sitz­staat der ge­schä­dig­ten Per­son;
b.
Num­mer der Ver­si­che­rungs­po­li­ce und, wenn die­se ab­ge­lau­fen ist, den Zeit­punkt der Be­en­di­gung des Ver­si­che­rungs­schut­zes;
c.
Na­me und Adres­se des Hal­ters, so­fern die ge­schä­dig­te Per­son ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se gel­tend ma­chen kann;
d.
Adres­se der zu­stän­di­gen Scha­den­re­gu­lie­rungs­stel­le des Bun­des oder des Kan­tons, wenn der Scha­den durch ein Fahr­zeug ver­ur­sacht wor­den ist, für wel­ches der Bund oder der Kan­ton haf­tet.

2 Aus­künf­te über in der Schweiz im­ma­tri­ku­lier­te Mo­tor­fahr­zeu­ge wer­den er­teilt, so­fern der Un­fall nicht län­ger als sie­ben Jah­re zu­rück­liegt. Ist ein Mo­tor­fahr­zeug im Aus­land im­ma­tri­ku­liert, wer­den Aus­künf­te er­teilt, so­fern die In­for­ma­ti­on bei der aus­län­di­schen Aus­kunfts­stel­le er­hält­lich ist.

3 Die Aus­kunft­s­er­tei­lung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 126 der VZV118 über die Zu­las­sung von Per­so­nen und Fahr­zeu­gen zum Stras­sen­ver­kehr.

2. Abschnitt: Nationaler Garantiefonds 119

119Fassung gemäss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

I. … 120

120Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002 (AS 2003 136). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, mit Wirkung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 50121  

121Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 51122  

122 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

II. Unbekannte oder nicht versicherte Fahrzeuge und fahrzeugähnliche Geräte 123

123 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002 (AS 2003 136). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 52 Obliegenheiten des Geschädig­ten; Selbstbehalt  

1 Will ein Ge­schä­dig­ter die Scha­den­de­ckung nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 2 Buch­sta­be a SVG be­an­spru­chen, so muss er:124

a.125
den Scha­den­fall un­ver­züg­lich dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds mel­den und al­le An­ga­ben ma­chen, die zur Er­mitt­lung der schä­di­gen­den und haft­pflich­ti­gen Per­so­nen füh­ren kön­nen;
b.
ei­ne Be­stä­ti­gung bei­brin­gen, dass ein Po­li­zei­rap­port er­stellt wur­de.

2 Ver­letzt er die­se Mel­de­pflicht schuld­haft, so kann die Ent­schä­di­gung an­ge­mes­sen ge­kürzt wer­den.

3 Ver­ur­sa­chen un­be­kann­te Mo­tor­fahr­zeu­ge oder An­hän­ger oder un­be­kann­te Rad­fah­rer oder Be­nüt­zer von fahr­zeu­g­ähn­li­chen Ge­rä­ten Sach­schä­den, so be­trägt der Selbst­be­halt pro Ge­schä­dig­ter 1000 Fran­ken.126 Haf­tet der Schä­di­ger aus dem­sel­ben Er­eig­nis für einen er­heb­li­chen Per­so­nen­scha­den, so ent­fällt der Selbst­be­halt.127

4 Hat der Schä­di­ger kei­ne leis­tungs­pflich­ti­ge Haft­pflicht­ver­si­che­rung oder ist das Feh­len ei­ner sol­chen Ver­si­che­rung strit­tig, so ist der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds zur Vor­leis­tung ver­pflich­tet.128

124 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

125 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

126Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

127 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107).

128 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002 (AS 2003 136). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 53 Deckungspflicht 129  

1 Der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds ist für die De­ckung der Schä­den nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 2 Buch­sta­be a SVG zu­stän­dig. Er wird da­bei durch ei­ne Mit­glied­ge­sell­schaft, einen ge­schäfts­füh­ren­den Ver­si­che­rer oder ein Scha­den­re­gu­lie­rungs­un­ter­neh­men ver­tre­ten (Ver­tre­ter).

2 Der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds be­zeich­net sei­nen Ver­tre­ter un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­na­tio­na­len Zu­sam­men­ar­beits­ver­trä­ge.

3 Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds und dem Ver­tre­ter ist ver­trag­lich zu re­geln.

4 Der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds be­zeich­net einen an­de­ren Ver­tre­ter, wenn:

a.
sich ei­ne Kol­li­si­on zwi­schen den In­ter­es­sen des zu­nächst be­zeich­ne­ten Ver­tre­ters und der ge­schä­dig­ten Per­son er­gibt;
b.
dies zur ord­nungs­ge­mäs­sen Ab­wick­lung der Scha­den­re­gu­lie­rung er­for­der­lich ist.

5 Der Ver­tre­ter hat dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds die An­ga­ben zu mel­den, die es letz­te­rem er­mög­li­chen:

a.
dem Ge­schä­dig­ten Aus­kunft zu er­tei­len, wel­cher Ver­tre­ter den Scha­den­fall be­ar­bei­tet;
b.
die kor­rek­te Scha­den­re­gu­lie­rung und die Ab­rech­nung zu kon­trol­lie­ren.

6 Der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds ent­zieht dem Ver­tre­ter die Scha­den­re­gu­lie­rung in ei­nem Fall nach Ab­satz 4, wenn der Ver­tre­ter den Fall nicht von sich aus zu­rück­gibt.

129 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 53a Umfang der Leistungen 130  

Der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds deckt die Haf­tung für Schä­den, die ver­ur­sacht wer­den durch:

a.
nicht er­mit­tel­te oder nicht ver­si­cher­te Mo­tor­fahr­zeu­ge oder An­hän­ger: im Um­fang der ob­li­ga­to­ri­schen Min­dest­ver­si­che­rung;
b.
nicht er­mit­tel­te oder nicht ver­si­cher­te Mo­tor­fahr­zeu­ge nach Ar­ti­kel 38: im Um­fang von 2 Mil­lio­nen Fran­ken je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men;
c.
nicht er­mit­tel­te, un­ge­nü­gend ver­si­cher­te oder nicht ver­si­cher­te Rad­fah­rer oder Be­nüt­zer von fahr­zeu­g­ähn­li­chen Ge­rä­ten: im Um­fang von 2 Mil­lio­nen Fran­ken je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men.

130 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 54 Ausländische Geschädigte 131  

1 Von der Scha­den­de­ckung nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 2 Buch­sta­be a SVG so­wie nach Ar­ti­kel 50 bis 53 die­ser Ver­ord­nung sind aus­ge­nom­men die An­sprü­che der Ge­schä­dig­ten, die we­der Schwei­zer Bür­ger sind noch zur Zeit des Un­fal­les in der Schweiz Wohn­sitz hat­ten.

2 Vor­be­hal­ten blei­ben:

a.
ab­wei­chen­de zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­run­gen;
b.
vom ASTRA an­er­kann­te Ab­kom­men zwi­schen dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds und aus­län­di­schen na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds;
c.
an­de­re Fäl­le, in de­nen Ge­gen­recht ge­währt wird.

131 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

III. Entschädigungsstelle132

132 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

Art. 54a  

1 Wer­den Haft­pflicht­an­sprü­che ge­gen die Ent­schä­di­gungs­stel­le (Art. 79d SVG) er­ho­ben, so prüft die­se, ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Be­hand­lung des Fal­les er­füllt sind. Ge­ge­be­nen­falls un­ter­rich­tet sie un­ver­züg­lich fol­gen­de Stel­len dar­über, dass ein An­trag auf Ent­schä­di­gung bei ihr ein­ge­gan­gen ist und dass sie in­nert zwei­er Mo­na­te auf die­sen ein­ge­hen wer­de:

a.
die Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung, bei der das schä­di­gen­de Fahr­zeug ver­si­chert ist;
b.
den für die Schweiz zu­stän­di­gen Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ten der­je­ni­gen Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung, bei der das scha­den­ver­ur­sa­chen­de Fahr­zeug ver­si­chert ist, wenn die be­tref­fen­de Po­li­ce im Aus­land aus­ge­stellt wor­den ist;
c.
die Ent­schä­di­gungs­stel­le des Staa­tes, in dem die Ver­si­che­rungs­po­li­ce aus­ge­stellt wor­den ist;
d.
die Per­son, die den Un­fall ver­ur­sacht hat, so­fern sie be­kannt ist;
e.
das na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro des Staa­tes, in dem sich der Un­fall er­eig­net hat, wenn das un­fall­ve­rur­sa­chen­de Fahr­zeug sei­nen ge­wöhn­li­chen Stand­ort nicht in die­sem Staat hat;
f.
die Scha­den­re­gu­lie­rungs­stel­le des Bun­des oder des zu­stän­di­gen Kan­tons, wenn die­se für das un­fall­ve­rur­sa­chen­de Fahr­zeug haf­ten;
g.
die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht.

2 Die Ent­schä­di­gungs­stel­le re­gu­liert die Scha­den­er­satz­an­sprü­che nach Mass­ga­be des an­wend­ba­ren Rechts, wenn die Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung oder de­ren Scha­den­re­gu­lie­rungs­be­auf­trag­ter nicht in­nert zwei­er Mo­na­te seit dem Ein­gang der Scha­den­er­satz­for­de­rung bei der Ent­schä­di­gungs­stel­le ent­we­der ei­ne be­grün­de­te Ant­wort ab­ge­ben oder ein be­grün­de­tes An­ge­bot vor­le­gen. Sie be­rück­sich­tigt da­bei die Leis­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­run­gen.

3 Wird die Ent­schä­di­gungs­stel­le von der Ent­schä­di­gungs­stel­le ei­nes an­de­ren Staa­tes dar­über in­for­miert, dass die­se ein Scha­den­er­satz­be­geh­ren ge­gen einen Ver­si­che­rer er­hal­ten hat, der in der Schweiz ei­ne Ver­si­che­rungs­po­li­ce aus­ge­stellt hat, lei­tet sie die­se In­for­ma­ti­on an die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht wei­ter.

IV. Insolvenz des Versicherers133

133 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

Art. 54b  

1 Wird über ei­ne in der Schweiz zum Be­trieb der Mo­tor­fahr­zeug-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu­ge­las­se­ne Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung der Kon­kurs er­öff­net, so über­nimmt der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds die Haf­tung für die Schä­den.

2 Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht re­gelt die Mo­da­li­tä­ten im Ein­zel­fall.

3 Muss das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro für im Aus­land ver­ur­sach­te Schä­den auf­kom­men, die durch Fahr­zeu­ge oder An­hän­ger ver­ur­sacht wor­den sind, die bei ei­ner schwei­ze­ri­schen Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung ver­si­chert sind, über wel­che der Kon­kurs er­öff­net wor­den ist, so nimmt es Rück­griff auf den Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds.

V. Ausländische radsportliche Veranstaltungen134

134 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

Art. 54c  

Führt ei­ne aus­län­di­sche rad­sport­li­che Ver­an­stal­tung über schwei­ze­ri­sches Ge­biet, so darf der be­trof­fe­ne Kan­ton die er­for­der­li­che Be­wil­li­gung nur er­tei­len, wenn die zu­stän­di­ge Haft­pflicht­ver­si­che­rung den Nach­weis ei­ner aus­rei­chen­den De­ckung all­fäl­li­ger Schä­den hin­ter­legt hat.

3. Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen für das Nationale Versicherungsbüro und den Nationalen Garantiefonds 135

135 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 136).

Art. 55 Statuten, Streitigkeiten 136  

1 Die Sta­tu­ten des Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros und des Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds so­wie de­ren Än­de­run­gen be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung des ASTRA.

2 Bei Strei­tig­kei­ten zwi­schen dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro und dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds oder zwi­schen die­sen und ih­ren Mit­glie­dern ent­schei­det das ASTRA.

136 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 56 Verhältnis 137  

1 Steht nicht fest, ob der Scha­den letzt­lich von ei­nem aus­län­di­schen Ver­si­che­rer ge­deckt wird, so er­folgt die Scha­den­re­gu­lie­rung nach Mass­ga­be der Wahr­schein­lich­keit zu Las­ten des Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros oder des Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds. Im Zwei­fels­fall wird ein Scha­den zu Las­ten des Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds re­gu­liert. In je­dem Fall wird der Selbst­be­halt nach Ar­ti­kel 52 Ab­satz 3bis zur de­fi­ni­ti­ven Re­gu­lie­rung zu­rück­be­hal­ten.

2 Stellt sich her­aus, dass für den vom Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro nach Ab­satz 1 über­nom­me­nen Scha­den de­fi­ni­tiv kein aus­län­di­scher Ver­si­che­rer de­ckungs­pflich­tig ist, so nimmt es Rück­griff auf den Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds.

3 Wur­de der Auf­wand pro­vi­so­risch vom Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds ge­deckt und er­gibt sich ei­ne De­ckungs­pflicht ei­nes aus­län­di­schen na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros nach­träg­lich, so nimmt er Rück­griff auf das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro. Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro er­stat­tet dem Ge­schä­dig­ten den zu­rück­be­hal­te­nen Selbst­be­halt, so­bald die Rück­griffs­zah­lung aus dem Aus­land ein­ge­gan­gen ist.

4 Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro und der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds sind ver­pflich­tet, ein­an­der ge­gen­sei­tig al­le Tat­sa­chen zu mel­den, die einen Rück­griff nach den Ab­sät­zen 2 und 3 be­grün­den.

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 57138  

138 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

Art. 58 Beiträge der Motorfahrzeughalter 139  

Das Na­tio­na­le Ver­si­che­rungs­bü­ro und der Na­tio­na­le Ga­ran­tie­fonds be­rech­nen die Bei­trä­ge nach an­er­kann­ten Re­geln der Ver­si­che­rungs­tech­nik. Sie le­gen die Bei­trä­ge und das Kal­ku­la­ti­ons­sche­ma der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) zur Ge­neh­mi­gung vor.

139 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839).

Art. 59 Pflichten der Versicherungsunternehmen 140  

1 Die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men müs­sen die Ver­si­che­rungs­neh­mer über die Hö­he der Bei­trä­ge in­for­mie­ren.

2 Sie müs­sen dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro und dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds:

a.
die Bei­trä­ge über­wei­sen;
b.
die An­ga­ben mel­den, die die­se be­nö­ti­gen, um zu über­prü­fen, ob die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men die Bei­trags­er­he­bungs­pflicht kor­rekt er­fül­len.

140 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839).

Art. 59a Mitwirkung der Behörden 141  

Das ASTRA und die FIN­MA mel­den dem Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ro und dem Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds die An­ga­ben, die die­se be­nö­ti­gen, um zu über­prü­fen, ob die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men die Bei­trags­er­he­bungs­pflicht kor­rekt er­fül­len.

141 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839).

Art. 59b142  

142 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3839).

Art. 59c Leistungskoordination 143  

Die Ko­or­di­na­ti­on der Leis­tun­gen der So­zi­al­ver­si­che­run­gen mit den Scha­den­er­satz­leis­tun­gen des Na­tio­na­len Ver­si­che­rungs­bü­ros oder des Na­tio­na­len Ga­ran­tie­fonds rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 72 bis 75 des Bun­des­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 2000144 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts.

143 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 136).

144 SR 830.1

5. Teil: Strafbestimmungen145

145Ursprünglich 7. Teil

Art. 60  

1. Wer ei­ne durch die­se Ver­ord­nung vor­ge­schrie­be­ne Be­wil­li­gung nicht ein­holt, wer die zu ei­nem Ta­ges­aus­weis ge­hö­ren­den Kon­troll­schil­der oder die Er­satz­fahr­zeug­be­wil­li­gung nicht recht­zei­tig der Be­hör­de zu­rück­gibt,

wird mit Bus­se146 be­straft.147

2. Wer Be­schrän­kun­gen, Auf­la­gen oder Be­fris­tun­gen miss­ach­tet, die mit Be­wil­li­gun­gen oder be­son­dern Fahr­zeu­g­aus­wei­sen im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung ver­bun­den sind, ins­be­son­de­re
wer die Be­stim­mung von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 die­ser Ver­ord­nung über die Ver­wen­dung von Fahr­zeu­gen mit Wech­sel­schil­dern über­tritt,
wer oh­ne Be­rech­ti­gung Händ­ler­schil­der ver­wen­det, die nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 6148 ver­lang­ten Be­le­ge nicht mit­führt oder ein mit Händ­ler­schil­dern ver­se­he­nes Fahr­zeug zu Fahr­ten ver­wen­det, die nach die­ser Ver­ord­nung nicht ge­stat­tet sind,149

wird mit Bus­se be­straft.

3. …150

wird mit Bus­se be­straft.

4. Wer aus­län­di­sche Kon­troll­schil­der für Mo­tor­fahr­zeu­ge, in die Schweiz ein­führt, um sie un­ter Um­ge­hung be­ste­hen­der Vor­schrif­ten zu ver­wen­den, wird mit Bus­se be­straft. Die Zoll­be­hör­den kön­nen Kon­troll­schil­der be­schlag­nah­men, wenn an­zu­neh­men ist, dass sie miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung die­nen sol­len, und sie zur wei­te­ren Ab­klä­rung des Sach­ver­hal­tes der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de über­mit­teln; die­se zieht die Schil­der end­gül­tig ein, wenn die Ab­sicht miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung fest­ge­stellt ist.151 152

5. Der Fahr­zeug­hal­ter oder In­ha­ber ei­nes Kol­lek­tiv- Fahr­zeug­aus­wei­ses und Per­so­nen, die an ih­rer Stel­le über Fahr­zeug oder Aus­weis ver­fü­gen, un­ter­ste­hen der glei­chen Straf­dro­hung wie der Tä­ter, wenn sie von der Wi­der­hand­lung Kennt­nis hat­ten oder bei pflicht­ge­mäs­ser Auf­merk­sam­keit ha­ben konn­ten.

6. Die vor­ste­hen­den Straf­be­stim­mun­gen fin­den kei­ne An­wen­dung, wenn die Tat un­ter ei­ne Straf­dro­hung des SVG fällt.

146 Be­zeich­nung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107). Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Art. vor­ge­nom­men.

147 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

148Ver­weis ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

149Fas­sung die­ses Ab­sat­zes ge­mä­ss Art. 152 Ziff. 1 VZV, in Kraft seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 2423).

150Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

151 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 20011383).

152Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 1975, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1975 1857).

6. Teil: Schlussbestimmungen 153154

153Ursprünglich 8. Teil

154 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

1. Abschnitt: Inkrafttreten 155

155 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

Art. 61156  

1 Die Ar­ti­kel 58–89 SVG (Haft­pflicht und Ver­si­che­rung) und die­se Ver­ord­nung tre­ten am 1. Ja­nu­ar 1960 in Kraft; eben­so die Ar­ti­kel 96, 97 und 99 Zif­fer 4 SVG (Straf­be­stim­mun­gen).

2 Die ein­zel­nen Haft­pflicht- und Ver­si­che­rungs­be­stim­mun­gen des SVG und die­ser Ver­ord­nung gel­ten nicht für Schä­den, die vor ih­rem In­kraft­tre­ten ver­ur­sacht wur­den.

156 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107).

Art. 62–71157  

157 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107).

Art. 72158  

158 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 19. Okt. 1983, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1994 (AS 1983 1655).

Art. 73–76159  

159 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107).

2. Abschnitt: Ausnahmen, Weisungen 160

160 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

Art. 76a 161162  

1 Das ASTRA kann für die Durch­füh­rung die­ser Ver­ord­nung Wei­sun­gen er­las­sen. Es kann in be­son­de­ren Fäl­len Aus­nah­men von ein­zel­nen Be­stim­mun­gen ge­stat­ten, wenn da­bei die Scha­den­de­ckung nicht ver­min­dert wird.

2 Es trifft all­ge­mei­ne An­ord­nun­gen in der Re­gel nach Rück­spra­che mit den Kan­to­nen und be­trof­fe­nen Krei­sen.

161Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 5. Sept. 1967 (AS 1967 1295). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 1992, in Kraft seit 1. Aug. 1992 (AS 1992 1338).

162 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2007 (AS 2007 2107).

Art. 76b163  

163Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 5. Sept. 1967 (AS 1967 1295). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

Art. 77164  

164Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 22. Nov. 1995 (AS 1995 5465). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 83).

Schlussbestimmungen der Änderung vom 15. Oktober 1975 165

165Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wirkung seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

Schlussbestimmung der Änderung vom 24. Mai 1989 166

166Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wirkung seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

Schlussbestimmungen der Änderung vom 1. Juli 1992 167

167Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wirkung seit 1. Juli 2007 (AS 2007 2107).

Schlussbestimmungen zur Änderung vom 14. Januar 2004 168

168 AS 2004 649. In Kraft seit 1. Nov. 2004.

1 Die neuen Mindestversicherungssummen sind auf alle Schadenereignisse anwendbar, die ab dem 1. Januar 2005 eintreten.

2 Der Versicherer ist berechtigt, die Prämien anzupassen, wenn er durch diese Verordnungsänderung zu einer Mehrleistung verpflichtet wird.

3 Prämienerhöhungen nach Absatz 2 sind dem Versicherungsnehmer spätestens 30 Tage vor deren Inkrafttreten schriftlich anzuzeigen. Der Versicherungsnehmer hat daraufhin das Recht, den Vertrag zu kündigen. Der Versicherer muss in der Anzeige der Prämienerhöhung auf dieses Kündigungsrecht hinweisen. Die Kündigung ist gültig, wenn sie spätestens am Tage vor dem Inkrafttreten der Prämienerhöhung beim Versicherer eintrifft.

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 29. November 2006 169

Versicherungsnachweise dürfen bis am 31. Dezember 2008 in Papierform ausge­stellt werden.

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 12. Oktober 2011 170

1 Aus den Versicherungsverträgen für Radfahrer und Benützer von Fahrzeugen nach dem bisherigen Artikel 37, die für das Jahr 2011 abgeschlossen wurden, bleibt der Versicherer bis zum 31. Mai 2012 im bisherigen Umfang deckungspflichtig, sofern die Fahrradvignette am Fahrzeug befestigt ist.

2 Die Kantone sorgen dafür, dass eine Liste der Codes zur Feststellung der Haftpflichtversicherungsgesellschaft noch bis mindestens 31. Dezember 2012 bei der Polizei allgemein zugänglich aufliegt.

Anhang 1 171

171Fassung gemäss Ziff. II der V vom 1. Juli 1992 (AS 1992 1338). Bereinigt gemäss Ziff. III der V vom 29. Nov. 2006 (AS2007 83), Anhang 4 Ziff. II 7 der V vom 30. Nov. 2018 über das Informations­system Verkehrszulassung (AS 2018 4997) und Ziff. II der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 249).

(Art. 3a Abs. 4 und 4 Abs. 3)

Versicherungsnachweise

A. Versicherungsnachweise für Motorfahrzeuge

1. Die Versicherungsnachweise müssen folgende Datenfelder beinhalten:

Versicherungsnachweisnummer
Kontrollschild
Fahrzeugart
Fabrikmarke/Typ
Fahrgestellnummer
Stammnummer
Besondere Verhältnisse
Datum des Beginns der Gültigkeit
Befristungsdatum
Grund der Inverkehrsetzung
Name, Vorname, Geburtsdatum, Heimatstaat und Adresse des Halters
Name, Vorname und Wohnort des Lenkers
Standort des Fahrzeuges
Name, Code und Adresse des Versicherers
Versicherungsreferenznummer
Schildart
Anzahl Plätze

2. Folgende Rubriken des Versicherungsnachweises müssen vom Versicherer über­mittelt werden:

Angaben des Kontrollschildes (wenn dem Versicherer bekannt)
Fahrzeugart
Fabrikmarke und Typ
Fahrgestellnummer (Kanton kann darauf verzichten)
Stammnummer
Besondere Verhältnisse
Datum des Beginns der Gültigkeit
Befristungsdatum (nur bei befristeten Versicherungsnachweisen)
Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse des Halters
Name, Vorname und Wohnort des Lenkers (nur wenn Standort nicht iden­tisch mit Halteradresse)
Name, Code und Adresse des Versicherers
Police-Nummer
3. Dem Versicherer werden über das Informationssystem Verkehrszulassung folgende Daten rückübermittelt:
Fahrzeugart
Besondere Verwendungen
Anzahl Plätze
Sitzplätze/Stehplätze
Höchstgeschwindigkeit
Kontrollschild
Schildart
Schildfarbe
Versicherungsgesellschaftscode
Referenz/Policennummer
Halteradresse
Geburtsdatum
Heimatstaat
Standortadresse
Marke/Typ
Stammnummer
Fahrgestellnummer
Datum der Inverkehrsetzung
Befristungsdatum
Mutationsgrund Inverkehrsetzung
Datum der Ausserverkehrsetzung
Mutationsgrund Ausserverkehrsetzung
Übermittlungsdatum
Typenschein-Nummer inklusive Zusatzcode
Fahrzeugfarbe
Gesamtgewicht
Leergewicht
Karosserieform
Datum der ersten Inverkehrsetzung
Hubraum
Nutzlast
Dachlast
Gewicht des Zuges
Kilowatt
Leistung Kilowatt

B. Versicherungsnachweis für Unternehmungen und Veranstaltungen

1. Die Versicherungsnachweise sind 21 cm breit und 14,8 cm hoch (Format A5). Die Grundfarbe des Papiers ist grau.

2. Die Versicherungsnachweise müssen wie folgt gestaltet sein:

Interne Kontrollnummer des Versicherers
No de contrôle interne de l’assureur
No di controllo interno dell’assicuratore

Versicherungs-Nachweis für Unternehmungen
und Veranstaltungen
Attestation d’assurance pour entreprises et manifestat
ions
Attestato d’assicurazione per aziende e manifestazioni

Police

No
Polizza


Art. 27

VVV

OAV


Art. 32

VVV

OAV


Art. 33

VVV

OAV

Versicherungsnehmer –
Preneur d’assurance – Stipulante

Unternehmen des
Motorfahrzeuggewerbes

Strassenbaumaschinen

Werkinterner Verkehr auf öffentlichen
Strassen

Entreprise de la
branche automobile

Machines pour la
construction des routes

Véhicules d’usine
empruntant la voie
publique

Aziende dell’industria dei veicoli a motore

Macchine per la
costruzione di strade

Veicoli di fabbrica
circolanti su strade pubbliche

Gültig ab:/
Valable des:/
Valido dal:

Gültig ab:/
Valable des:/
Valido dal:

Gültig ab:/
Valable des:/
Valido dal:


Art. 30

VVV

OAV


Rennen – Course de vitesse – Gara di velocità

Nähere Bezeichnung des Unter­nehmens (Werkes) oder der
Veranstaltung
Désignation plus précise de l’entreprise (usine) ou de la
manifestation
Designazione più precisa dell’azienda
(officina) o della manifestazione

Deckungssummen:
Montants d’assurance:
Somme assicurate:

Ereignis
Evénement
Sinistro


Fr.


________________

Personenschaden
Mort ou lésions
corporelles
Morte o lesioni
corporali



Fr.



________________

Sachschaden
Dommages matériels
Danni materiali


Fr.


________________

Gültig ab:
Valable des:
Valido dal:

bis
jusqu’au
al

Die auf Grund obiger Police abgeschlossene Versicherung entspricht den
Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1958
über den Strassenverkehr.

L’assurance conlure sur la base de la police indiquée ci-dessus est
conformes aux exigences des dispositions de la loi fédérale du
19 décembre 1958
sur la circulation routière.
L’assicurazione stipulata in base alla polizza sopra citate è conforme alle
disposizioni della legge federale del 19 dicembre 1958 sulla circolazione stradale.

Ort und Datum
Lieu et date
Luogo e date

Stempel und Unterschrift des Versicherers

Anhang 2 172

172Fassung gemäss Ziff. II der V vom 15. April 1987 (AS 1987 628). Bereinigt gemäss Ziff. I der V vom 1. Juli 1992 (AS 1992 1338), vom 22. Nov. 1995 (AS 1995 5465) und Ziff. II der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 249).

(Art. 18)

Provisorische Immatrikulation

A. Kontrollschilder

1. Die Schilder für provisorisch immatrikulierte Motorfahrzeuge werden unabhängig von den übrigen Kontrollschildern nummeriert. Mit der Nummerierung kann von vorne begonnen werden, wenn Gewähr besteht, dass sich nicht gleichzeitig zwei ver­schie­dene provisorisch immatrikulierte Motorwagen oder Motorräder mit gültigen Kon­trollschildern gleicher Nummer in Verkehr befinden.

2. Die Schilder für provisorisch immatrikulierte Motorfahrzeuge sind aus dünnem Blech und entsprechen in Ausführung und Beschriftung den Vorschriften, die für die übrigen Kontrollschilder gelten (Art. 83 und 85 VZV173). Das ASTRA kann die Verwendung anderer Materialien zulassen.

3.174 Die Schilder für provisorisch immatrikulierte Motorfahrzeuge tragen anschlies­send an die Kontrollnummer einen erhaben gepressten, senkrechten roten Balken; Schilder unverzollter Fahrzeuge tragen zusätzlich den Buchstaben «Z». Auf den vor­deren Schildern für Motorwagen und den Schildern für Motorräder und für Klein­motorräder ist der rote Balken 33 mm breit und 67 mm hoch, auf den hinteren Schil­dern für Motorwagen 36 mm breit und 75 mm hoch.

4. Auf dem roten Balken wird die Jahrzahl des dem Verfalljahr vorangehenden Jah­res vertieft eingepresst.

B. Kontrollmarken

1. Auf dem roten Balken ist eine Kontrollmarke aufzukleben, die die Zahl des Ver­fallmonats und die beiden letzten Ziffern des Verfalljahres trägt.

2. Diese Kontrollmarke ist 5 cm hoch und 3 cm breit. Die Ecken sind mit einem Radius von 0,2 cm abgerundet. Die Grundfarbe ist rot. Die letzten beiden Ziffern des Verfalljahres sind in weisser Schrift gemäss untenstehendem Muster auf der Marke platziert. Die Zahl des Verfallmonats steht in schwarzer, 3,3 cm hoher Schrift mit einer Strichstärke von 0,45 cm in der Mitte der Marke.

3. Die Kontrollmarken werden von den Kantonen beschafft.

Anhang 3 175

175Fassung gemäss Ziff. II der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4933).

(Art. 35 Abs. 3)

Versicherungsvignetten für Motorfahrräder

Anhang 4 176

176Fassung gemäss Ziff. II der V vom 1. Juli 1992 (AS 1992 1338). Bereinigt gemäss Anhang 1 Ziff. II 6 der V vom 19. Juni 1995 über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (AS 1995 4425), Art. 1 Ziff. 6 der V vom 22. Juni 1998 (AS 1998 1796), Ziff. I der V vom 21. Jan. 2015 (AS 2015 463) und Ziff. I und II der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 249).

(Art. 23)

Mindestanforderungen für die Erteilung von Kollektiv-Fahrzeugausweisen

1 Fahrzeughersteller

1.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Diplom als Ing. ETH oder HTL auf dem Gebiet Maschinen- oder Fahr­zeugbau oder
Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker und 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Reparaturwerkstätte.

1.2 Umfang des Betriebes für

1.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:
Herstellung von mindestens 20 Fahrzeugen pro Jahr;

1.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis weitere 20 Fahrzeuge hergestellt werden.

1.3 Räumlichkeiten:

Fabrikationsräume und Einrichtungen für die regelmässige Herstel­lung und Montage von Fahrzeugen,
Abstellplatz für mindestens fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

1.4 Betriebseinrichtungen:

Maschinenpark, Einrichtungen und Werkzeugsortiment für die Her­stel­lung und Montage von Fahrzeugen,
Batterieladegerät, Wagenheber, optisches Lichteinstellgerät.

2 Fahrzeugimporteure

2.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker und insgesamt 5-jährige Tä­tig­keit in der Branche oder in einer Reparaturwerkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche oder in einer Reparatur­werk­stätte.

2.2 Umfang des Betriebes für

2.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:
Import von mindestens 20 neuen Fahrzeugen pro Jahr;

2.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis weitere 20 neue Fahrzeuge im­portiert werden.

2.3 Räumlichkeiten:

Raum für Fahrzeugaufbereitung und Fahrzeugpräsentation von min­de­s­tens 50 m2,
Abstellplatz für mindestens weitere zehn Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

2.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für die Bereitstellung von Fahr­zeugen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Wagenheber, optisches Licht­ein­stell­gerät, typengeprüftes Abgasmessgerät.

3 Fahrzeughandel

3.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker und insgesamt 5-jährige Tä­tig­keit in der Branche oder in einer Reparaturwerkstätte oder
6-jährige Berufserfahrung in der Branche oder in einer Reparatur­werk­stätte.

3.2 Umfang des Betriebes für

3.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Verkauf pro Jahr von mindestens
40 leichten Motorwagen,
10 schweren Motorwagen,
30 Motorrädern,
20 land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen,
20 Arbeitsfahrzeugen,
20 Anhängern,
20 dreirädrigen Motorfahrzeugen,
20 Kleinmotorfahrzeugen, oder
20 Leichtmotorfahrzeugen;

3.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

a.
für leichte Motorwagen: ein Kollektiv-Fahrzeugausweis je 40 verkaufte leichte Motorwagen pro Jahr;
b.
für die übrigen Fahrzeugarten:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Personen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis weitere

10 schwere Motorwagen,
30 Motorräder,
20 land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge,
20 Arbeitsfahrzeuge,
20 Anhänger,
20 dreirädrige Motorfahrzeuge,
20 Kleinmotorfahrzeuge oder
20 Leichtmotorfahrzeuge verkauft werden.

3.3 Räumlichkeiten:

Raum für Fahrzeugaufbereitung und Fahrzeugpräsentation von min­de­s­tens 50 m2,
Abstellplatz für mindestens weitere zehn Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

3.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für die Bereitstellung von Fahr­zeugen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Wagenheber, optisches Licht­ein­stellgerät, typengeprüftes Abgasmessgerät.

4 Reparaturwerkstätte für leichte Motorwagen und ähnliche Fahrzeuge

4.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fach­mann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

4.2 Umfang des Betriebes für

4.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

4.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

der direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Reparaturarbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

4.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

4.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an leichten Motorwagen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Schweissanlage, Wagenheber, Rei­fenmontiermaschine, Auswuchtmaschine, Lenkgeometrie-Prüf­ge­rät (Mess­platte), typengeprüftes Abgasmessgerät, optisches Lichtein­stell­gerät.

5 Reparaturwerkstätte für schwere Motorwagen

5.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

5.2 Umfang des Betriebes für

5.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen, an mindestens 20 Fahrzeugen pro Jahr;

5.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 20 Fahrzeugen ent­geltliche Reparaturarbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

5.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

5.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an schwe­ren Motorwagen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Schweissanlage, Wagenheber, Rei­fen­­montiermaschine, Auswuchtmaschine, vom UVEK aner­kanntes Abgas­messgerät, optisches Lichteinstellgerät.

6 Reparaturwerkstätte für Motorräder und ähnliche Fahrzeuge

6.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Motorradmechaniker und insgesamt 5-jährige Tätig­keit in der Branche oder
6 Jahre Berufstätigkeit in der Branche.

6.2 Umfang des Betriebes für

6.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 30 Fahrzeugen pro Jahr;

6.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 30 Fahrzeugen ent­geltliche Reparaturarbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

6.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mehrere Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

6.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an Motor­rä­dern,
Batterieladegerät, Schweissanlage, Motorrad-Hebebühne, Reifen­mon­tier­maschine, Auswuchtgerät, Lichteinstellgerät.

7 Reparaturwerkstätte für land- und forstwirtschaftliche Motorfahrzeuge

7.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Landmaschinenmechaniker, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

7.2 Umfang des Betriebes für

7.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 30 Fahrzeugen pro Jahr;

7.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 30 Fahrzeugen ent­geltliche Reparaturarbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

7.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

7.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen,
Batterieladegerät, Schweissanlage, vom UVEK anerkanntes Ab­gas­mess­gerät, Lichteinstellgerät.

8 Reparaturwerkstätte für Anhänger

8.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann oder für ei­nen technisch gleichwertigen Beruf und insgesamt 5-jährige Tätig­keit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

8.2 Umfang des Betriebes für

8.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 30 Fahrzeugen pro Jahr;

8.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugaus­weis an weite­ren 30 Fahrzeugen entgeltliche Reparaturarbeiten aus­geführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

8.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

8.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an Anhängern,
Schweissanlage, Wagenheber.

9 Karosseriewerkstätte

9.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Fahrzeugschlosser, Karosseriespengler, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Bran­che oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

9.2 Umfang des Betriebes für

9.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 30 Fahrzeugen pro Jahr;

9.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 30 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

9.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

9.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Karosseriewerkstatt,
Schweissanlage, Wagenheber, optisches Lichteinstellgerät.

10 Autospenglerei

10.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Fahrzeugschlosser, Karosseriespengler, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Bran­che oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

10.2 Umfang des Betriebes für

10.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Reparaturarbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

10.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Reparaturarbeiten ausgeführt wer­den, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen.

10.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

10.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Autospenglerei,
Richtsystem (z. B. Dozzer), mobile Pressen, Schweissanlage, Richt­plat­te, optisches Lichteinstellgerät, Lenkgeometrie-Prüfgerät (Mess­platte), Wagenheber.

11 Autospritzwerk

11.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Autolackierer, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

11.2 Umfang des Betriebes für

11.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

11.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

11.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

11.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Autospritzwerk,
Spritzkabine, Farbmischanlage.

12 Autosattlerei

12.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Karosseriesattler, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

12.2 Umfang des Betriebes für

12.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 20 Fahrzeugen pro Jahr;

12.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 20 Fahrzeugen entgeltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überfüh­rungsfahrten notwendig machen.

12.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens ein Fahrzeug,
Abstellplätze für mindestens zwei weitere Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

12.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen für Autosattlerei und vollständiges Sortiment von Sattlerwerkzeugen.

13 Autoelektrowerkstätte

13.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Autoelektriker, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Repara­tur­werkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

13.2 Umfang des Betriebes für

13.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

13.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

13.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

13.4 Betriebseinrichtungen.

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Autoelektriker,
typengeprüftes Abgasmessgerät, Elektroprüfbank, optisches Licht­ein­stell­gerät.

14 Lenkgeometrie-Werkstätte

14.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Reparatur­werkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

14.2 Umfang des Betriebes für

14.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

14.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

14.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

14.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Lenkgeometrie-Werk­statt,
optisches Achsvermessungsgerät, Lift oder Grube, Lenkgeometrie- Prüfgerät (Messplatte).

15 Fahrtschreibereinbau-Werkstätte

15.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Autoelektriker, Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insgesamt 5-jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Repara­turwerkstätte oder Autoelektrowerkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

15.2 Umfang des Betriebes für

15.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

15.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Personen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weiteren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Über­füh­rungsfahrten notwen­dig machen.

15.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

15.4 Betriebseinrichtungen:

Geräte und Einrichtungen für den Einbau, die Prüfung und die Reparatur von Fahrtschreibern.

15.5 Bewilligung:

Bewilligung der Eidgenössischen Zollverwaltung als Werkstätte für den Einbau, die Nachprüfung und die Reparatur von Fahrtschreibern.

16 Diesel-Spezialwerkstätte

16.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Reparatur­werkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

16.2 Umfang des Betriebes für

16.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

16.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

16.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

16.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Dieselpumpenreparatu­ren,
Pumpen- und Düsenprüfstand, vom UVEK anerkanntes Abgas­mess­­gerät.

17 Bremsen-Spezialwerkstätte

17.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder in einer Reparatur­werkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

17.2 Umfang des Betriebes für

17.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Entgeltliche Arbeiten, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen, an mindestens 50 Fahrzeugen pro Jahr;

17.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis an weite­ren 50 Fahrzeugen ent­geltliche Arbeiten ausgeführt werden, die Probe- oder Überführungsfahrten notwen­dig machen.

17.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge,
Abstellplatz für mindestens weitere fünf Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

17.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Bremsenreparaturen, Bremsenprüfstand.

18 Betriebe mit grossem Motorfahrzeugpark

18.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker oder Automobil-Fachmann und insge­samt 5‑jährige Tätigkeit in der Branche oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche.

18.2 Umfang des Betriebes für

18.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Eigener Fahrzeugpark von mindestens 30 Fahrzeugen;

18.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Per­sonen ist. Zu­dem muss der eigene Fahrzeugpark je Kollektiv- Fahrzeug­ausweis 30 weitere Fahr­zeuge umfassen.

18.3 Räumlichkeiten:

Reparaturraum für mindestens zwei Fahrzeuge.

18.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für Reparaturen an Fahr­zeu­gen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Schweissanlage, Wagenheber, Rei­fen­montiermaschine, Auswuchtmaschine, Lenkgeometrie-Prüf­ge­rät (Mess­­platte), typengeprüftes Abgasmessgerät, optisches Lichtein­stell­gerät.

19 Betriebe, die Fahrzeuge erproben

19.1 Fachkenntnisse und Erfahrungen des Gesuchstellers oder einer andern im Betrieb verantwortlichen Person:

Fähigkeitszeugnis als Automobil-Mechatroniker und insgesamt 5-jährige Tä­tig­keit in der Branche oder in einer Reparaturwerkstätte oder
6-jährige Berufstätigkeit in der Branche oder in einer Reparatur­werk­stätte.

19.2 Umfang des Betriebes für

19.21 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis:

Erproben von mindestens 20 Fahrzeugen pro Jahr;

19.22 weitere Kollektiv-Fahrzeugausweise:

Anzahl Kollektiv-Fahrzeugausweise ≤

, wobei y die An­zahl der

direkt im Motorfahrzeugbereich hauptberuflich beschäftigten Personen ist. Zudem müssen pro Jahr je Kollektiv-Fahrzeugausweis weitere 20 Fahr­zeuge erprobt werden.

19.3 Räumlichkeiten:

Raum für Fahrzeugaufbereitung mindestens 50 m2,
Abstellplatz für mindestens weitere zwei Fahrzeuge und
Büro mit Telefon.

19.4 Betriebseinrichtungen:

Einrichtungen und Werkzeugsortiment für die Bereitstellung von Fahr­zeugen,
Lift oder Grube, Batterieladegerät, Wagenheber, optisches Licht­ein­stellgerät, typengeprüftes Abgasmessgerät.

20 Betriebe, die in mehreren Betriebsarten tätig sind

Betrieben, die in mehreren Betriebsarten tätig sind, deren Betriebsum­fang je Betriebsart jedoch die geforderte Mindestgrösse nicht erreicht, kann ein Kollektiv-Fahrzeugausweis abgegeben werden, wenn der ge­samte Betriebs­umfang den für eine Betriebsart allein vorgeschriebenen Mindest­­umfang erreicht und die Räumlichkeiten und Betriebseinrich­tungen den Anfor­de­run­gen für jede einzelne Betriebsart insgesamt ent­sprechen.

Anhang 5 177

177Fassung gemäss Ziff. I der V vom 22. Okt. 2008 (AS 2008 5083). Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 249).

(Art. 10b)

Vorläufige Verkehrsberechtigung in der Schweiz

1. Halter/Halterin

Name/Firma:
Vorname:
Strasse/Nr.:
PLZ/Ort:

2. Einzulösendes Fahrzeug

Kontrollschild-Nr.:
Marke/Typ:
Fahrgestell-Nr.:
Stamm-Nr.:

3. Der Halter/die Halterin bestätigt, dass er/sie am … bei der Motorhaftpflichtversicherung … einen Versicherungsnachweis angefordert hat.

4. Der Halter/die Halterin bestätigt, folgende Unterlagen am … der Post oder der Zulassungsbehörde übergeben zu haben:

a.
Fahrzeugausweis für das einzulösende Fahrzeug oder Prüfbericht (Formular 13.20 A);
b.
Fahrzeugausweis für das Fahrzeug, das ausser Verkehr gesetzt werden soll;
c.
das amtliche Formular mit schriftlicher Zustimmung des Halters/der Halterin und der vom Eintrag begünstigten Person (z.B. Leasing­firma) bzw. rechtskräftiges Gerichtsurteil über die Eigentumsverhältnisse, wenn im Fahrzeugausweis der Code 178 «Halterwechsel verboten» ein­getragen ist;
d.
für LSVA178-pflichtige Fahrzeuge: Konformitätsausweis (Art. 16 Abs. 2 SVAV179) oder auf den Halter/die Halterin lautende Befreiungs­erklärung der Eidgenössischen Zollverwaltung (Art. 15 Abs. 5 SVAV).

Datum:

Unterschrift (Halter/in):

Hinweis: Das wahrheitsgemäss ausgefüllte Formular ist nach Artikel 10b Absatz 1 der Verkehrsversicherungsverordnung in Fahrzeugen, welche vor der Erteilung des Fahrzeugausweises verwendet werden dürfen, mitzuführen. Die vorläufige Verkehrsberechtigung gilt für Fahrten in der Schweiz bis zur Zustellung des Fahrzeugausweises, längstens aber 30 Tage ab Gültigkeitsbeginn des Versicherungsnach­weises. Sie gilt nicht für Motorfahrzeuge und Anhänger, die provisorisch immatriku­liert sind oder mit Tagesausweisen verwendet werden.

178 Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe

179 SR 641.811

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