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Verordnung
über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen
zum Strassenverkehr
(Verkehrszulassungsverordnung,1 VZV)

vom 27. Oktober 1976 (Stand am 7. Juli 2021)

1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 12 Absätze 1, 3 und 4, 13 Absätze 2 und 4, 15 Absätze 4–6, 15a Absatz 2bis, 15c Absätze 2 und 3, 22 Absatz 1, 25, 57, 103 Absätze 1 und 3 sowie 104–106 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 19582 (SVG),3

verordnet:

2 SR 741.01

3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Einleitung

Art. 1 Gegenstand 45  

Die­se Ver­ord­nung re­gelt die Zu­las­sung von Fahr­zeug­füh­rern und Fahr­zeu­gen zum Stras­sen­ver­kehr, die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Fahr­zeug­füh­rer so­wie die An­for­de­run­gen an die Ver­kehrs­ex­per­ten.

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Sept. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20075013).

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Art. 2 Abkürzungen 6  

1 Es wer­den fol­gen­de Ab­kür­zun­gen für Be­hör­den und Or­ga­ni­sa­tio­nen ver­wen­det:7

a.
UVEK: Eid­ge­nös­si­sches De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on;
b.
ASTRA: Bun­des­amt für Stras­sen;
c.8
FSP: Fö­de­ra­ti­on der Schwei­zer Psy­cho­lo­gin­nen und Psy­cho­lo­gen;
d.9
SGRM: Schwei­ze­ri­sche Ge­sell­schaft für Rechts­me­di­zin;
e.10
VfV: Schwei­ze­ri­sche Ver­ei­ni­gung für Ver­kehrs­psy­cho­lo­gie.

2 Es wer­den fol­gen­de Ab­kür­zun­gen für Vor­schrif­ten ver­wen­det:

a.
SVG: Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz vom 19. De­zem­ber 1958;
b.
VRV: Ver­kehrs­re­geln­ver­ord­nung vom 13. No­vem­ber 196211;
c.
VVV: Ver­kehrs­ver­si­che­rungs­ver­ord­nung vom 20. No­vem­ber 195912;
d.
VTS: Ver­ord­nung vom 19. Ju­ni 199513 über die tech­ni­schen
An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge;
e.
AstG: Au­to­mo­bil­steu­er­ge­setz vom 21. Ju­ni 199614;
f.
AR­V1: Ver­ord­nung vom 19. Ju­ni 199515 über die Ar­beits- und Ru­he­zeit der be­rufs­mäs­si­gen Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer und -füh­re­rin­nen;
g.
AR­V2: Ver­ord­nung vom 6. Mai 198116 über die Ar­beits- und Ru­he­zeit der be­rufs­mäs­si­gen Füh­rer von leich­ten Per­so­nen­trans­port­fahr­zeu­gen und schwe­ren Per­so­nen­wa­gen.

3 Es wer­den fol­gen­de Ab­kür­zun­gen für Sub­sys­te­me des In­for­ma­ti­ons­sys­tems Ver­kehrs­zu­las­sung ver­wen­det:

a.
IVZ-Mass­nah­men: Sub­sys­tem IVZ-Mass­nah­men;
b.
IVZ-Per­so­nen: Sub­sys­tem IVZ-Per­so­nen.17

6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

11 SR 741.11

12 SR 741.31

13 SR 741.41

14 SR 641.51

15 SR 822.221

16 SR 822.222

17 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

1 Zulassung von Personen 18

18 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

11 Allgemeine Bestimmungen19

19 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Art. 3 Ausweiskategorien  

1 Der Füh­rer­aus­weis wird für fol­gen­de Ka­te­go­ri­en er­teilt:

A: Mo­tor­rä­der;

B: 20 Mo­tor­wa­gen und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von nicht mehr als 3500 kg und nicht mehr als acht Sitz­plät­zen aus­ser dem Füh­rer­sitz;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie B und ei­nem An­hän­ger, des­sen Ge­samt­ge­wicht 750 kg nicht über­steigt;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie B und ei­nem An­hän­ger mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 750 kg, so­fern das Ge­samt­zugs­ge­wicht 3500 kg nicht über­steigt;

C: 21 Mo­tor­wa­gen, aus­ge­nom­men je­ne der Ka­te­go­rie D, mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 3500 kg;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie C und ei­nem An­hän­ger, des­sen Ge­samt­ge­wicht 750 kg nicht über­steigt;

D: 22 Mo­tor­wa­gen zum Per­so­nen­trans­port mit mehr als acht Sitz­plät­zen aus­ser dem Füh­rer­sitz;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie D und ei­nem An­hän­ger, des­sen Ge­samt­ge­wicht 750 kg nicht über­steigt;

BE: Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie B und ei­nem An­hän­ger, die als Kom­bi­na­ti­on nicht un­ter die Ka­te­go­rie B fal­len;

CE: Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie C und ei­nem An­hän­ger mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 750 kg;

DE: Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Ka­te­go­rie D und ei­nem An­hän­ger mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 750 kg.

2 Der Füh­rer­aus­weis wird für fol­gen­de Un­ter­ka­te­go­ri­en er­teilt:

A1: Mo­tor­rä­der mit ei­nem Hub­raum von nicht mehr als 125 cm3 und ei­ner Mo­tor­leis­tung von höchs­tens 11 kW;

B1: Klein- und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge mit ei­nem Leer­ge­wicht von nicht mehr als 550 kg;

C1:23 Mo­tor­wa­gen, aus­ge­nom­men je­ne der Ka­te­go­rie D, mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 3500 kg, aber nicht mehr als 7500 kg;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Un­ter­ka­te­go­rie C1 und ei­nem An­hän­ger, des­sen Ge­samt­ge­wicht 750 kg nicht über­steigt;

D1:24 Mo­tor­wa­gen zum Per­so­nen­trans­port mit mehr als acht, aber nicht mehr als 16 Sitz­plät­zen aus­ser dem Füh­rer­sitz;

Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Un­ter­ka­te­go­rie D1 und ei­nem An­hän­ger, des­sen Ge­samt­ge­wicht 750 kg nicht über­steigt;

C1E:25 Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Un­ter­ka­te­go­rie C1 und ei­nem An­hän­ger mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 750 kg, so­fern das Ge­samt­zugs­ge­wicht 12 000 kg nicht über­steigt;

D1E:26 Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen aus ei­nem Zug­fahr­zeug der Un­ter­ka­te­go­rie D1 und ei­nem An­hän­ger mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 750 kg, so­fern das Ge­samt­zugs­ge­wicht 12 000 kg nicht über­steigt und der An­hän­ger nicht zum Per­so­nen­trans­port ver­wen­det wird.

3 Der Füh­rer­aus­weis wird für fol­gen­de Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en er­teilt:

F:27 Mo­tor­fahr­zeu­ge, aus­ge­nom­men Mo­tor­rä­der, mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 45 km/h;

G:28 land- und forst­wirt­schaft­li­che29 Mo­tor­fahr­zeu­ge mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 30 km/h so­wie ge­werb­lich im­ma­tri­ku­lier­te Ar­beits­kar­ren, Mo­tor­kar­ren und Trak­to­ren mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 30 km/h auf land- und forst­wirt­schaft­li­chen Fahr­ten, un­ter Aus­schluss der Aus­nah­me­fahr­zeu­ge;

M: Mo­tor­fahr­rä­der.

20 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

21 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

22 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

24 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

25 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019 191).

27 Die Be­rich­ti­gung vom 19. Aug. 2014 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2014 2601).

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 10. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Okt. 2005 (AS 20054191).

29 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321). Die­se Änd. wur­de in den in der AS ge­nann­ten Be­stim­mun­gen be­rück­sich­tigt.

Art. 4 Berechtigungen  

1 Es be­rech­tigt der Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie:

A: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Un­ter­ka­te­go­ri­en A1 und B1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

B: zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen der Un­ter­ka­te­go­rie B1 und der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

C: zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­ri­en B1 und C1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

D: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­ri­en B1, C1 und D1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

BE: zum Füh­ren von Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Ka­te­go­rie DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1E und D1E , wenn der Fahr­zeug­füh­rer den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sitzt;

CE: zum Füh­ren von Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Ka­te­go­ri­en BE und DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1E und D1E, wenn der Fahr­zeug­füh­rer den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sitzt;

DE: zum Füh­ren von Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Ka­te­go­rie BE und der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1E und D1E.

2 Es be­rech­tigt der Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie:

A1: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

B1:30 zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M so­wie von Mo­tor­schlit­ten;

C1: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­rie B1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

D1: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­ri­en B1 und C1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M;

C1E: zum Füh­ren von Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Ka­te­go­ri­en BE und DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­rie D1E, wenn der Fahr­zeug­füh­rer den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sitzt;

D1E: zum Füh­ren von Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Ka­te­go­ri­en BE und DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­rie C1E, wenn der Fahr­zeug­füh­rer den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sitzt.

3 Es be­rech­tigt der Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­rie:

F: zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G und M;

G:31 zum Füh­ren von Fahr­zeu­gen der Spe­zi­al­ka­te­go­rie M; zum Füh­ren von land- und forst­wirt­schaft­li­chen Aus­nah­me­fahr­zeu­gen und land- und forst­wirt­schaft­li­chen Trak­to­ren mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 40 km/h so­wie ge­werb­lich im­ma­tri­ku­lier­ten Trak­to­ren mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 40 km/h auf land- und forst­wirt­schaft­li­chen Fahr­ten, so­fern der In­ha­ber an ei­nem vom ASTRA an­er­kann­ten Trak­tor­fahr­kurs teil­ge­nom­men hat.

4 Die Be­rech­ti­gun­gen nach den Ab­sät­zen 1–3 sind im IVZ-Per­so­nen ein­zu­tra­gen.32

5 Im Üb­ri­gen be­rech­tigt im Bin­nen­ver­kehr der Füh­rer­aus­weis:33

a.
der Ka­te­go­rie D: zum Füh­ren von lee­ren Trol­ley­bus­sen;
b.34
der Ka­te­go­rie C: zum Füh­ren von Po­li­zei­mann­schafts­fahr­zeu­gen und Feu­er­wehr­mo­tor­wa­gen mit mehr als acht Sitz­plät­zen, von lee­ren Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie D, der Un­ter­ka­te­go­rie D1 und lee­ren Trol­ley­bus­sen;
c.
der Un­ter­ka­te­go­rie C1: zum Füh­ren von lee­ren Fahr­zeu­gen der Un­ter­ka­te­go­rie D1;
d.
der Ka­te­go­ri­en B und C so­wie der Un­ter­ka­te­go­rie C1: zum Mit­füh­ren von land- und forst­wirt­schaft­li­chen An­hän­gern oder An­hän­gern der Feu­er­wehr, der Po­li­zei und des Zi­vil­schut­zes;
e.
der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G und M: zum Mit­füh­ren von An­hän­gern an Fahr­zeu­gen die­ser Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en;
f.35
der Ka­te­go­rie B: zum Füh­ren von leich­ten Mo­tor­wa­gen der Un­ter­ka­te­go­rie D1 für die Be­he­bung von Pan­nen und zum Ab­schlep­pen, zum Über­füh­ren und Er­pro­ben von Fahr­zeu­gen im Zu­sam­men­hang mit dem Fahr­zeug­han­del, mit Re­pa­ra­tu­ren oder Um­bau­ten am Fahr­zeug, zum Er­pro­ben von neu­en Fahr­zeu­gen durch Her­stel­ler und Im­por­teu­re, zum Be­gut­ach­ten von Fahr­zeu­gen durch Sach­ver­stän­di­ge so­wie für die amt­li­che Fahr­zeug­prü­fung und Fahr­ten zu die­ser Prü­fung;
g.36
der Ka­te­go­ri­en B und F: zum Füh­ren von Elek­tro-Rik­schas.

6 So­weit Ab­satz 5 das Füh­ren von lee­ren Fahr­zeu­gen an­de­rer Ka­te­go­ri­en, Un­ter­ka­te­go­ri­en und Trol­ley­bus­sen er­laubt, dür­fen Per­so­nen mit­ge­führt wer­den, die für die Fest­stel­lung von Män­geln, die Über­prü­fung von Re­pa­ra­tu­ren so­wie die Durch­füh­rung von amt­li­chen Fahr­zeug­prü­fun­gen er­for­der­lich sind.37

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

32 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4941).

35 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

36 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

37 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

Art. 5 Ausnahmen von der Ausweispflicht  

1 Kei­nen Lern­fahr­aus­weis be­nö­ti­gen:

a.
In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie C oder der Un­ter­ka­te­go­rie C1, die ein Ge­such um den Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie D1 stel­len;
b.
In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie C, die ein Ge­such um den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie D stel­len;
c.
Ge­such­stel­ler um den Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G und M.

2 Ein Füh­rer­aus­weis ist nicht er­for­der­lich zum Füh­ren:

a.
ei­nes Mo­tor­ein­ach­sers oh­ne An­hän­ger (zu Fuss);
b.
ei­nes Mo­tor­hand­wa­gens;
c.
ei­nes Ar­beits­mo­tor­wa­gens auf be­grenz­ten, aber dem Ver­kehr nicht völ­lig ver­schlos­se­nen Stras­sen­bau­stel­len;
d.
ei­nes Leicht-Mo­tor­fahr­ra­des;
e.38
ei­nes Elek­tro-Stehrol­lers;
f.39
ei­nes mo­to­ri­sier­ten Roll­stuhls mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von höchs­tens 20 km/h.

3 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann mit der Be­wil­li­gung des wer­kin­ter­nen Ver­kehrs nach Ar­ti­kel 33 VVV40 Aus­nah­men ge­stat­ten hin­sicht­lich der er­for­der­li­chen Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie (Art. 3).

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

39 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

40 SR 741.31

11a Verkehrsmedizinische und verkehrspsychologische Untersuchungen41

41 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. Juli 2015, in Kraft seit 1. Juli 2016 (AS 2015 2599).

Art. 5a Grundsatz  

1 Ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chun­gen nach die­ser Ver­ord­nung dür­fen nur un­ter der Ver­ant­wor­tung von an­er­kann­ten Ärz­ten durch­ge­führt wer­den.

2 Ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­sche Un­ter­su­chun­gen nach die­ser Ver­ord­nung dür­fen nur un­ter der Ver­ant­wor­tung von an­er­kann­ten Psy­cho­lo­gen durch­ge­führt wer­den.

Art. 5abis Anerkennungsstufen  

1 Die kan­to­na­le Be­hör­de an­er­kennt Ärz­te für Un­ter­su­chun­gen nach fol­gen­den Stu­fen:

a.42
Stu­fe 1: ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Kon­troll­un­ter­su­chun­gen von über 75-jäh­ri­gen In­ha­bern ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses;
b.
Stu­fe 2:
1.
erst­ma­li­ge Un­ter­su­chung von Be­wer­bern um einen Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en C oder D oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1 oder D1 oder ei­ner Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port,
2.
ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Kon­troll­un­ter­su­chun­gen von In­ha­bern ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses nach Zif­fer 1 oder ei­ner Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port,
3.
Un­ter­su­chun­gen von Ver­kehrs­ex­per­ten nach Ar­ti­kel 65 Ab­satz 2 Buch­sta­be d;
c.
Stu­fe 3:
1.
Zweit­un­ter­su­chun­gen von Per­so­nen nach den Buch­sta­ben a und b, wenn das Er­geb­nis der Er­st­un­ter­su­chung kei­nen ein­deu­ti­gen Schluss über de­ren Fahr­eig­nung zu­lässt,
2.
erst­ma­li­ge Un­ter­su­chung von Be­wer­bern um einen Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis oder ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port, an de­ren me­di­zi­ni­scher Eig­nung zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen die kan­to­na­le Be­hör­de zwei­felt,
3.
erst­ma­li­ge Un­ter­su­chung von über 65-jäh­ri­gen oder kör­per­be­hin­der­ten Be­wer­bern um einen Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis oder um ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port,
4.
ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Kon­troll­un­ter­su­chun­gen von Aus­weis­in­ha­bern wäh­rend oder nach schwe­ren kör­per­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen durch Un­fall­ver­let­zun­gen oder Krank­hei­ten, und
5.
ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chun­gen in Fäl­len nach Ar­ti­kel 15dAb­satz 1 Buch­sta­ben d und e SVG;
d.
Stu­fe 4: al­le ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen und Gut­ach­ten zur Fahr­eig­nung und Fahr­fä­hig­keit.

2 Fachärz­te, die von ei­nem an­er­kann­ten Arzt nach Ab­satz 1 zu Fahr­eig­nungs­un­ter­su­chun­gen bei­ge­zo­gen wer­den, be­nö­ti­gen kei­ne An­er­ken­nung.

3 In­ha­ber ei­ner An­er­ken­nung ei­ner hö­he­ren Stu­fe dür­fen al­le Un­ter­su­chun­gen durch­füh­ren, für die ei­ne An­er­ken­nung ei­ner nied­ri­ge­ren Stu­fe vor­ge­schrie­ben ist.

42 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2809).

Art. 5b Anerkennungsvoraussetzungen für Ärzte, die verkehrsmedizinische Untersuchungen durchführen  

1 Ärz­te, die Un­ter­su­chun­gen der Stu­fe 1 durch­füh­ren wol­len, wer­den an­er­kannt, wenn sie:

a.
einen eid­ge­nös­si­schen oder an­er­kann­ten aus­län­di­schen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel be­sit­zen; und
b.
über Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten nach An­hang 1bis ver­fü­gen und dies ge­gen­über der kan­to­na­len Be­hör­de be­stä­ti­gen.

2 Ärz­te, die Un­ter­su­chun­gen der Stu­fe 2 durch­füh­ren wol­len, wer­den an­er­kannt, wenn sie:

a.
die An­er­ken­nung der Stu­fe 1 be­sit­zen; und
b.
die Mo­du­le 4 und 5 der ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Fort­bil­dung der SGRM ab­sol­viert ha­ben.

3 Ärz­te, die Un­ter­su­chun­gen der Stu­fe 3 durch­füh­ren wol­len, wer­den an­er­kannt, wenn sie:

a.
die An­er­ken­nung der Stu­fe 2 be­sit­zen; und
b.
das Mo­dul 6 der ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Fort­bil­dung der SGRM ab­sol­viert ha­ben.

4 Ärz­te, die Un­ter­su­chun­gen der Stu­fe 4 durch­füh­ren wol­len, wer­den an­er­kannt, wenn sie den Ti­tel «Ver­kehrs­me­di­zi­ne­rIn SGRM» oder einen von der SGRM als gleich­wer­tig an­er­kann­ten Ti­tel be­sit­zen.

5 Als Vor­aus­set­zung für die An­er­ken­nung der Stu­fen 2 und 3 dür­fen nur Mo­du­le der ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Fort­bil­dung der SGRM ver­langt wer­den, de­ren Um­fang und In­halt vom ASTRA ge­neh­migt wur­den.

Art. 5c Anerkennungsvoraussetzungen für Psychologen, die verkehrspsychologische Untersuchungen durchführen  

Psy­cho­lo­gen, die ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­sche Un­ter­su­chun­gen durch­füh­ren wol­len, wer­den von der kan­to­na­len Be­hör­de an­er­kannt, wenn sie:

a.
den Ti­tel «Fach­psy­cho­lo­ge/Fach­psy­cho­lo­gin für Ver­kehrs­psy­cho­lo­gie FSP» mit Schwer­punkt Dia­gno­s­tik be­sit­zen;
b.
einen von der VfV als gleich­wer­tig an­er­kann­ten Ti­tel be­sit­zen.
Art. 5d Anerkennungsverfahren  

1 Die An­er­ken­nung wird von der Be­hör­de des Kan­tons er­teilt, in dem der Arzt oder Psy­cho­lo­ge vor­wie­gend tä­tig ist.

2 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann vor­schrei­ben, dass die Be­stä­ti­gung nach Ar­ti­kel 5bAb­satz 1 Buch­sta­be b elek­tro­nisch er­folgt.

Art. 5e Umfang und Gültigkeit der Anerkennung  

1 Die An­er­ken­nung gilt für die gan­ze Schweiz.

2 Sie gilt für fünf Jah­re.

Art. 5f Verlängerung der Anerkennung  

1 Die An­er­ken­nung wird um fünf Jah­re ver­län­gert für Ärz­te:

a.
der Stu­fe 1, wenn der In­ha­ber ge­gen­über der kan­to­na­len Be­hör­de be­stä­tigt, dass er die An­for­de­run­gen nach An­hang 1bis wei­ter­hin er­füllt, oder wenn er die An­er­ken­nung ei­ner hö­he­ren Stu­fe er­wor­ben hat;
b.
der Stu­fen 2 und 3, wenn der In­ha­ber sich an min­des­tens ei­nem hal­b­en Tag zu vier Stun­den in ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Fra­gen fort­ge­bil­det oder ei­ne An­er­ken­nung ei­ner hö­he­ren Stu­fe er­wor­ben hat;
c.
der Stu­fe 4, wenn der In­ha­ber nach­weist, dass er sich ge­mä­ss dem Ti­tel­re­gle­ment der Sek­ti­on Ver­kehrs­me­di­zin der SGRM fort­ge­bil­det hat.

2 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann vor­schrei­ben, dass die Be­stä­ti­gung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a elek­tro­nisch er­folgt.

3 Die An­er­ken­nung ei­nes Ver­kehrs­psy­cho­lo­gen wird um fünf Jah­re ver­län­gert, wenn er nach­weist, dass er die im Wei­ter­bil­dungs­cur­ri­cu­lum zur Er­lan­gung des Ti­tels «Fach­psy­cho­lo­gin/Fach­psy­cho­lo­ge für Ver­kehrs­psy­cho­lo­gie FSP» vor­ge­schrie­be­ne Fort­bil­dung oder ei­ne von der VfV als gleich­wer­tig an­er­kann­te Fort­bil­dung be­sucht hat.

Art. 5g Erlöschen der Anerkennung 43  

Die An­er­ken­nung er­lischt am En­de des Jah­res, in dem de­ren In­ha­ber das 75. Al­ters­jahr er­reicht hat.

43 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2809).

Art. 5h Qualitätssicherung  

1 Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen für die Ver­län­ge­rung der An­er­ken­nung der Stu­fen 2 und 3 wer­den nur an­ge­rech­net, wenn sie von den Kan­to­nen ge­neh­migt wor­den sind. Die Ge­neh­mi­gung er­folgt nach Rück­spra­che mit der SGRM und der VfV.

2 Die Kan­to­ne kön­nen die Über­prü­fung der Er­fül­lung der An­er­ken­nungs­vor­aus­set­zun­gen und der Qua­li­tät der Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te Drit­ten über­tra­gen.

Art. 5i Durchführung der Untersuchungen und Meldung der Ergebnisse  

1 Die kan­to­na­le Be­hör­de stellt dem Arzt oder dem Psy­cho­lo­gen al­le Ak­ten zur Ver­fü­gung, wel­che die Fahr­eig­nung der zu un­ter­su­chen­den Per­son be­tref­fen.

2 Die Ärz­te ha­ben die Un­ter­su­chun­gen nach den Ar­ti­keln 11b, 27 Ab­satz 1 so­wie 65 Ab­satz 2 Buch­sta­be d nach den An­hän­gen 2 und 2a durch­zu­füh­ren.

3 Die Ärz­te und Psy­cho­lo­gen ha­ben die Un­ter­su­chungs­er­geb­nis­se den kan­to­na­len Be­hör­den mit­zu­tei­len.

4 Die Ärz­te ver­wen­den zur Mel­dung der Un­ter­su­chungs­er­geb­nis­se an die kan­to­na­len Be­hör­den die For­mu­la­re nach:

a.
An­hang 3 bei Un­ter­su­chun­gen nach den Ar­ti­keln 6 Ab­satz 4 Buch­sta­be a Zif­fer 1, 11b, 27 Ab­satz 1 und 65 Ab­satz 2 Buch­sta­be d;
b.
An­hang 3a bei Un­ter­su­chun­gen nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 1bis und 9 Ab­satz 4;
c.
An­hang 4 bei Un­ter­su­chun­gen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1.
Art. 5j Vorgehen bei nicht schlüssigen Untersuchungsergebnissen  

1 Lässt das Er­geb­nis ei­ner Fahr­eig­nungs­un­ter­su­chung kei­nen ein­deu­ti­gen Schluss zu, so kann der Arzt bei der kan­to­na­len Be­hör­de ei­ne zu­sätz­li­che Un­ter­su­chung durch einen Arzt mit ei­ner An­er­ken­nung ei­ner hö­he­ren Stu­fe be­an­tra­gen. Bei ei­nem nicht ein­deu­ti­gen Er­geb­nis ei­ner Un­ter­su­chung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 Buch­sta­be b muss die­ser min­des­tens die An­er­ken­nung der Stu­fe 3 be­sit­zen.

2 Um all­fäl­li­ge Zwei­fel am Un­ter­su­chungs­er­geb­nis aus­zuräu­men, kann der Arzt mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 4 bei der kan­to­na­len Be­hör­de ei­ne Kon­troll­fahrt be­an­tra­gen, an der ein Arzt und ein Ver­kehrs­ex­per­te teil­neh­men.

3 Be­steht die un­ter­such­te Per­son die Kon­troll­fahrt nicht, so nimmt der Ver­kehrs­ex­per­te ihr den Füh­rer­aus­weis auf der Stel­le ab und über­mit­telt ihn der kan­to­na­len Be­hör­de.

12 Führerprüfung44

44 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

121 Voraussetzungen für den Erwerb eines Lernfahr- oder Führerausweises

Art. 5k Wohnsitz in der Schweiz 45  

1 Lern­fahr- und Füh­rer­aus­wei­se so­wie die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port wer­den nur Per­so­nen er­teilt, die in der Schweiz Wohn­sitz ha­ben, sich hier auf­hal­ten oder be­rufs­mäs­sig in der Schweiz im­ma­tri­ku­lier­te Mo­tor­fahr­zeu­ge füh­ren wol­len.

2 Für Wo­chen­auf­ent­hal­ter gilt der Fa­mi­li­en­wohn­sitz als Wohn­sitz, so­fern sie re­gel­mäs­sig durch­schnitt­lich zwei Mal im Mo­nat dort­hin zu­rück­keh­ren.

45 Ur­sprüng­lich Art. 5a.

Art. 6 Mindestalter  

1 Das Min­destal­ter zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen be­trägt für:

a.
die Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G und M: 14 Jah­re;
b.46
die Spe­zi­al­ka­te­go­rie F für:
1.
Ar­beits­mo­tor­fahr­zeu­ge und Trak­to­ren mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 45 km/h so­wie Mo­tor­kar­ren und land- und forst­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge: 16 Jah­re,
2.
die üb­ri­gen Fahr­zeu­ge: 18 Jah­re;
c.47
die Un­ter­ka­te­go­rie A1 für:
1.
Klein­mo­tor­rä­der: 15 Jah­re,
2.
die üb­ri­gen Fahr­zeu­ge: 16 Jah­re;
cbis.48
die Ka­te­go­ri­en B und BE: 17 Jah­re;
d.49
die Ka­te­go­ri­en A, C und CE so­wie die Un­ter­ka­te­go­ri­en B1, C1 und C1E: 18 Jah­re;
e.
die Ka­te­go­ri­en D und DE so­wie die Un­ter­ka­te­go­ri­en D1 und D1E: 21 Jah­re;
f.50
Mo­tor­fahr­zeu­ge, für die ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist: 16 Jah­re.
2 Ler­nen­den der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung «Stras­sen­trans­port­fach­frau/Stras­sen­trans­port­fach­mann EFZ» darf der Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­ri­en C und CE be­reits nach vollen­de­tem 17. Al­ters­jahr er­teilt wer­den. Die Füh­rer­prü­fung der Ka­te­go­ri­en B, C und CE darf frü­he­s­tens 6 Mo­na­te vor dem vollen­de­ten 18. Al­ters­jahr ab­ge­legt, der Füh­rer­aus­weis erst nach vollen­de­tem 18. Al­ters­jahr er­teilt wer­den.51

3 ...52

3bis...53

4 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann:

a.
Per­so­nen mit Be­hin­de­rung, die auf ein Mo­tor­fahr­zeug an­ge­wie­sen und zu des­sen si­che­rer Füh­rung fä­hig sind:54
1.55
den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­rie B1 oder der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F oder M auf­grund ei­ner Mel­dung nach An­hang 3 ei­nes Arz­tes mit min­des­tens der An­er­ken­nung der Stu­fe 3 vor Er­rei­chen des je­wei­li­gen Min­destal­ters er­tei­len,
2.
das Füh­ren von Fahr­zeu­gen, für die ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist, vor Er­rei­chen des Min­destal­ters be­wil­li­gen;
b.
den Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­rie M vor Er­rei­chen des Min­destal­ters er­tei­len, wenn die Ver­wen­dung ei­nes an­de­ren Ver­kehrs­mit­tels un­zu­mut­bar ist.

5 In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G oder M dür­fen Mo­tor­fahr­zeu­ge, für die ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist (Art. 5 Abs. 2), vor Er­rei­chen des 16. Al­ters­jah­res füh­ren.

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

47 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

50 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

51 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

52 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2009 (AS 2007 3533).

53 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004 (AS 2004 5057). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2009 (AS 2007 3533).

54 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

55 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 7 Medizinische Mindestanforderungen  

1 Wer einen Lern­fahr-, Füh­rer­aus­weis oder ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port er­wer­ben will, muss die me­di­zi­ni­schen Min­dest­an­for­de­run­gen nach An­hang 1 er­fül­len.

1bis Wer die Seh­schär­fe­wer­te nach An­hang 1 Zif­fer 1.1 nur mit ei­ner Seh­hil­fe er­reicht, muss die­se wäh­rend der Fahrt tra­gen. Bei neu auf­tre­ten­der Ein­äu­gig­keit muss ei­ne vier­mo­na­ti­ge Fahr­ka­renz ein­ge­hal­ten, ein au­ge­n­ärzt­li­ches Zeug­nis ein­ge­reicht und ei­ne Kon­troll­fahrt mit ei­nem Ver­kehrs­ex­per­ten be­stan­den wer­den.56

2 Wer ein Mo­tor­fahr­zeug führt, für das ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist, muss ei­ne Min­dest­seh­schär­fe kor­ri­giert oder un­kor­ri­giert ein­sei­tig von 0,2 er­rei­chen und darf kei­ne ex­tre­me Ge­sichts­feld­ein­schrän­kung auf­wei­sen.

3 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann von den me­di­zi­ni­schen Min­dest­an­for­de­run­gen ab­wei­chen, wenn der Ge­such­stel­ler über die Fahr­eig­nung nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 2 SVG ver­fügt und ein Arzt mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 4 dies be­stä­tigt.57

56 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015 (AS 2015 2599). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 8 Fahrpraxis  

1 Wer den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie D er­wer­ben will, muss nach­wei­sen, dass er wäh­rend ei­nes Jah­res re­gel­mäs­sig Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie C oder Trol­ley­bus­se ge­führt hat.58

2 Vom Er­for­der­nis der Fahr­pra­xis nach Ab­satz 1 ist be­freit, wer sich über den er­folg­rei­chen Ab­schluss der Min­dest­aus­bil­dung nach Ab­satz 2bis aus­wei­sen kann und:

a.
wäh­rend min­des­tens drei Mo­na­ten einen Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie C oder einen Trol­ley­bus ge­führt hat; oder
b.
wäh­rend min­des­tens zwei Jah­ren re­gel­mäs­sig Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie B ge­führt hat.59

2bis In der Min­dest­aus­bil­dung soll der Fahr­schü­ler ler­nen, das Fahr­zeug rich­tig zu be­die­nen und sich die ent­spre­chen­den Au­to­ma­tis­men an­eig­nen. Er soll zu­dem zu ei­ner part­ner­schaft­li­chen Fahr­wei­se be­fä­higt und in die La­ge ver­setzt wer­den, das Fahr­zeug selbst­stän­dig und oh­ne Ge­fähr­dung der üb­ri­gen Ver­kehrs­teil­neh­mer zu füh­ren. Die Min­dest­aus­bil­dung ist bei ei­nem Fahr­leh­rer zu ab­sol­vie­ren, der be­rech­tigt ist, Fahr­un­ter­richt mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug oder ei­ner Fahr­zeug­kom­bi­na­ti­on der Ka­te­go­ri­en C, D, CE und DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1, D1, C1E und D1E zu er­tei­len und den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie D be­sitzt.60

2ter Die Min­dest­aus­bil­dung um­fasst für Be­wer­ber, die:

a.
den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie B oder der Un­ter­ka­te­go­rie C1 oder D1 be­sit­zen: 52 Fahr­lek­tio­nen à min­des­tens 45 Mi­nu­ten;
b.
den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie C be­sit­zen: 24 Fahr­lek­tio­nen à min­des­tens 45 Mi­nu­ten;
c.
den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie D be­schränkt auf Li­ni­en­ver­kehr be­sit­zen: 12 Fahr­lek­tio­nen à min­des­tens 45 Mi­nu­ten.61

3 Wer den Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie D1 er­wer­ben will, muss:

a.62
wäh­rend min­des­tens drei Mo­na­ten einen Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie C oder einen Trol­ley­bus ge­führt ha­ben; oder
b.
wäh­rend min­des­tens ei­nes Jah­res re­gel­mäs­sig Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie B ge­führt ha­ben.

4 Wer mit Mo­tor­fahr­zeu­gen der Ka­te­go­ri­en B oder C, der Un­ter­ka­te­go­ri­en B1 oder C1 oder der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F be­rufs­mäs­sig Per­so­nen trans­por­tie­ren will, muss wäh­rend ei­nes Jah­res re­gel­mäs­sig ein Mo­tor­fahr­zeug der ent­spre­chen­den oder ei­ner hö­he­ren Aus­weis­ka­te­go­rie, aus­ge­nom­men die Ka­te­go­rie A und die Un­ter­ka­te­go­rie A1 ge­führt ha­ben.

5 Wo nichts an­de­res ver­merkt ist, gilt als Fahr­pra­xis im Sin­ne die­ses Ar­ti­kels das re­gel­mäs­si­ge Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen, das im Zeit­punkt der Ein­rei­chung ei­nes Ge­su­ches um einen Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis oder um ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port nicht län­ger als zwei Jah­re zu­rück­liegt. Lern­fahr­ten gel­ten nicht als Fahr­pra­xis.

6 Der Ge­such­stel­ler darf wäh­rend der Dau­er der Fahr­pra­xis nach den Ab­sät­zen 1–5, min­des­tens aber wäh­rend ei­nes Jah­res, bis zur Er­tei­lung des Lern­fahr­aus­wei­ses oder, wenn ein sol­cher nicht er­for­der­lich ist, bis zur Zu­las­sung zur prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug kei­ne Wi­der­hand­lung ge­gen die Be­stim­mun­gen des Stras­sen­ver­kehrs­rechts be­gan­gen ha­ben, die zu ei­nem Ent­zug des Füh­rer­aus­wei­ses führt oder ge­führt hat.63

58 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

59 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2007 3533).

60 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004 (AS 2004 5057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2007 3533).

61 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2007 3533).

62 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

63 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

Art. 9 Sehtest 64  

1 Vor der Ein­rei­chung ei­nes Ge­suchs um die Er­tei­lung ei­nes Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­wei­ses oder ei­ner Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port muss der Ge­such­stel­ler sein Seh­ver­mö­gen sum­ma­risch prü­fen las­sen:

a.
bei ei­nem in der Schweiz tä­ti­gen Arzt mit ei­nem eid­ge­nös­si­schen oder ei­nem an­er­kann­ten aus­län­di­schen Di­plom; oder
b.
bei ei­nem in der Schweiz tä­ti­gen di­plo­mier­ten Au­gen­op­ti­ker.

2 Zu un­ter­su­chen sind die Seh­schär­fe, das Ge­sichts­feld und die Au­gen­be­weg­lich­keit (Dop­pel­se­hen).

3 Der Seh­test darf im Zeit­punkt der Ein­rei­chung des Ge­suchs nicht mehr als 24 Mo­na­te zu­rück­lie­gen.

4 ...65

64 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

65 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

Art. 10 Kurs über lebensrettende Sofortmassnahmen  

1 Wer sich zur Prü­fung der Ba­sis­theo­rie für den Er­werb ei­nes Lern­fahr­aus­wei­ses der Ka­te­go­ri­en A oder B oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en A1 oder B1 an­mel­det, muss nach­wei­sen, dass er an ei­nem Kurs über le­bens­ret­ten­de So­fort­mass­nah­men teil­ge­nom­men hat.

2 Der Nach­weis der Aus­bil­dung in le­bens­ret­ten­den So­fort­mass­nah­men wird mit ei­ner Be­schei­ni­gung ei­ner vom ASTRA an­er­kann­ten Stel­le er­bracht. Die Be­schei­ni­gung darf nur Teil­neh­mern aus­ge­stellt wer­den, die den gan­zen Kurs be­sucht ha­ben. Der Kurs darf nicht mehr als sechs Jah­re zu­rück­lie­gen.

3 Der Kurs ver­mit­telt:

a.
In­struk­tio­nen über die Si­che­rung der Un­fall­stel­le und die Alar­mie­rung der Ret­tungs­kräf­te;
b.
Kennt­nis­se über die Mass­nah­men, die bei ei­ner ver­letz­ten Per­son bis zum Ein­satz ärzt­li­cher Hil­fe zur Er­hal­tung der le­bens­wich­ti­gen Kör­per­funk­tio­nen ge­trof­fen wer­den müs­sen; und
c.
Kennt­nis­se ins­be­son­de­re über die rich­ti­ge La­ge­rung der ver­letz­ten Per­son, die Be­at­mung bei Atem­still­stand, die Vor­keh­ren bei schwe­ren Blu­tun­gen und die Grund­la­gen der Herz­mas­sa­ge.

4 Die Or­ga­ni­sa­ti­on und die Pro­gram­me von Kur­sen über le­bens­ret­ten­de So­fort­mass­nah­men so­wie die An­for­de­run­gen an die In­struk­to­ren be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung des ASTRA.

5 Den Kurs über le­bens­ret­ten­de So­fort­mass­nah­men brau­chen nicht zu ab­sol­vie­ren:

a.
In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der in Ab­satz 1 er­wähn­ten Ka­te­go­ri­en oder Un­ter­ka­te­go­ri­en;
b.
Ärz­te, Zahn­ärz­te und Tierärz­te;
c.
Pfle­ge­per­so­nal mit Di­plom oder Fä­hig­keits­aus­weis;
d.
In­struk­to­ren von Not­hel­fer­kur­sen;
e.
an­de­re als die in den Buch­sta­ben a–d ge­nann­ten Per­so­nen, die den Nach­weis der Aus­bil­dung in le­bens­ret­ten­den So­fort­mass­nah­men durch ei­ne vom ASTRA an­er­kann­te Stel­le er­brin­gen.

122 Gesuch um Erteilung eines Lernfahr- oder Führerausweises

Art. 11 Einreichung des Gesuchs  

1 Wer einen Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis oder ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port er­wer­ben will, muss bei der Zu­las­sungs­be­hör­de oder ei­ner von ihr be­zeich­ne­ten Stel­le ein­rei­chen:

a.
ein voll­stän­dig und wahr­heits­ge­treu aus­ge­füll­tes Ge­suchs­for­mu­lar nach An­hang 4;
b.66
zwei ak­tu­el­le far­bi­ge Pass­fo­tos im For­mat 35×45 mm;
c.
ei­ne Be­schei­ni­gung über den Ab­schluss ei­nes Kur­ses nach Ar­ti­kel 10.

2 Der Last­wa­gen­füh­rer-Lehr­ling, der das 18. Al­ters­jahr noch nicht er­reicht hat, und der Mo­tor­rad­me­cha­ni­ker-Lehr­ling müs­sen dem Ge­such zu­dem ei­ne Be­stä­ti­gung des kan­to­na­len Lehr­ling­s­am­tes über den Ab­schluss ei­nes gül­ti­gen Lehr­ver­tra­ges bei­le­gen.

3 Wird das Ge­such erst­mals ein­ge­reicht, muss der Ge­such­stel­ler per­sön­lich vor­spre­chen und zu­sätz­lich einen gül­ti­gen Iden­ti­täts­nach­weis mit Fo­to vor­le­gen. Die mit der Ent­ge­gen­nah­me be­trau­te Per­son prüft und be­stä­tigt mit Stem­pel und Un­ter­schrift die Iden­ti­tät des Ge­such­stel­lers und lei­tet das Ge­suchs­for­mu­lar an die Zu­las­sungs­be­hör­de wei­ter.

4 Wird das Ge­such nach der An­nul­lie­rung des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be ein­ge­reicht, so muss zu­dem ein Gut­ach­ten ei­nes Ver­kehrs­psy­cho­lo­gen nach Ar­ti­kel 5cbei­ge­legt wer­den, das die ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­sche Eig­nung be­jaht. Das Gut­ach­ten darf frü­he­s­tens einen Mo­nat vor Ab­lauf der Sperr­frist ein­ge­reicht wer­den und nicht äl­ter als drei Mo­na­te sein.67

66 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

67 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004 (AS 2004 5057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 11a68  

68 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 11b Prüfung des Gesuchs 69  

1 Die kan­to­na­le Be­hör­de prüft, ob die Vor­aus­set­zun­gen für den Er­werb ei­nes Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­wei­ses oder ei­ner Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port er­füllt sind. Sie:

a.
weist Ge­such­stel­ler, die den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en C oder D oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1 oder D1 oder ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port er­wer­ben wol­len, an einen Arzt mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 2;
b.
weist Ge­such­stel­ler, die das 65. Al­ters­jahr über­schrit­ten ha­ben, kör­per­be­hin­dert sind oder an de­ren me­di­zi­ni­scher Eig­nung zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen sie aus an­de­ren Grün­den zwei­felt, an einen Arzt mit min­des­tens der An­er­ken­nung der Stu­fe 3;
c.
weist Ge­such­stel­ler zur Un­ter­su­chung an einen an­er­kann­ten Ver­kehrs­psy­cho­lo­gen nach Ar­ti­kel 5c, so­fern sie an de­ren cha­rak­ter­li­cher oder psy­chi­scher Eig­nung zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen zwei­felt;
d.
hört einen min­der­jäh­ri­gen oder un­ter um­fas­sen­der Bei­stand­schaft ste­hen­den Ge­such­stel­ler und sei­nen ge­setz­li­chen Ver­tre­ter an, so­fern Letz­te­rer sei­ne Un­ter­schrift auf dem Ge­suchs­for­mu­lar ver­wei­gert;
e.70
klärt ab, ob der Ge­such­stel­ler im IVZ-Mass­nah­men ver­zeich­net ist.

2 Sie kann einen Aus­zug aus dem Straf­re­gis­ter und in Zwei­fels­fäl­len einen po­li­zei­li­chen Füh­rungs­be­richt ein­ho­len.

3 Per­so­nen mit Epi­lep­sie wer­den nur auf­grund ei­nes be­für­wor­ten­den Be­rich­tes ei­nes Fach­arz­tes für Neu­ro­lo­gie zum Ver­kehr zu­ge­las­sen.

69 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

70 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

Art. 11c Amtsgeheimnis; Anerkennung von Eignungsgutachten  

1 Die Mit­glie­der, Be­am­ten und An­ge­stell­ten der Zu­las­sungs­be­hör­den und Be­schwer­dein­stan­zen un­ter­lie­gen hin­sicht­lich der ih­nen be­kannt ge­ge­be­nen Be­fun­de und Mel­dun­gen be­tref­fend den kör­per­li­chen und psy­chi­schen Ge­sund­heits­zu­stand so­wie das Seh­ver­mö­gen von Ge­such­stel­lern um einen Lern­fahr­aus­weis und In­ha­bern ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses dem Amts­ge­heim­nis. Dies gilt nicht für den Aus­tausch von In­for­ma­tio­nen un­ter die­sen Be­hör­den oder mit den be­gut­ach­ten­den Stel­len.

2 Die Be­fun­de und Mel­dun­gen über den kör­per­li­chen und psy­chi­schen Ge­sund­heits­zu­stand müs­sen so auf­be­wahrt wer­den, dass sie von Un­be­fug­ten nicht ein­ge­se­hen wer­den kön­nen.

3 Gut­ach­ten und Be­rich­te nach die­ser Ver­ord­nung, die nicht äl­ter als drei Mo­na­te sind, sind in al­len Kan­to­nen an­zu­er­ken­nen. Die Kan­to­ne ge­ben ein­an­der die Ärz­te nach Ar­ti­kel 5abis und die Psy­cho­lo­gen nach Ar­ti­kel 5c be­kannt.71

71 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

123 Gemeinsame Bestimmungen zum Ablegen der Theorieprüfungen und der praktischen Führerprüfung

Art. 12 Prüfungsort  

1 Der Wohn­sitz­kan­ton kann be­wil­li­gen, dass die Prü­fung der Ba­sis­theo­rie, die Prü­fung der Zu­satz­theo­rie und die prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung in ei­nem an­de­ren Kan­ton ab­ge­legt wer­den.

2 Ei­ne Be­wil­li­gung ist nicht er­for­der­lich, wenn die Aus­bil­dung und die Prü­fung in Kur­sen der Ar­mee er­fol­gen.

Art. 12a Prüfungsergebnis  

Das Prü­fungs­er­geb­nis muss dem Kan­di­da­ten er­öff­net wer­den. Das Nicht­be­ste­hen der Prü­fung ist zu be­grün­den, auf Ver­lan­gen schrift­lich.

124 Prüfung der Basistheorieund erstmalige Datenerfassung im IVZ-Personen 72

72 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das Informations­system Verkehrszulassung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

Art. 13 Prüfung der Basistheorie  

1 Mit der Prü­fung der Ba­sis­theo­rie stellt die Zu­las­sungs­be­hör­de fest, ob der Ge­such­stel­ler über die Kennt­nis­se nach An­hang 11 Zif­fer II. 1 ver­fügt.73

1bis Die Prü­fung der Ba­sis­theo­rie kann frü­he­s­tens einen Mo­nat vor Er­rei­chen des Min­destal­ters ab­ge­legt wer­den.74

2 Die Kan­to­ne er­ar­bei­ten die Prü­fungs­fra­gen im Ein­ver­neh­men mit dem ASTRA.

3 Kei­ne Prü­fung der Ba­sis­theo­rie müs­sen Per­so­nen ab­le­gen, die:

a.
einen Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en A, B, C oder D oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en A1, B1, C1 oder D1 er­wer­ben wol­len und be­reits einen Füh­rer­aus­weis ei­ner die­ser Ka­te­go­ri­en oder Un­ter­ka­te­go­ri­en be­sit­zen;
b.
einen Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F er­wer­ben wol­len und be­reits ei­nen Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­rie G be­sit­zen;
c.
einen Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en BE, CE oder DE oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1E oder D1E er­wer­ben wol­len und den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sit­zen.

4 Wer den Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en F, G oder M er­wer­ben will, legt ei­ne Prü­fung der Ba­sis­theo­rie ab, wel­che der ent­spre­chen­den Fahr­zeug­ka­te­go­rie an­ge­passt ist.

5 Wer nach der An­nul­lie­rung des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be ein neu­es Ge­such um einen Lern­fahr­aus­weis stel­len will, muss die Prü­fung der Ba­sis­theo­rie wie­der­ho­len.75

73 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Aug. 2005, in Kraft seit 1. März 2006 (AS 2005 4519)

74 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

75 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

Art. 14 Erstmalige Datenerfassung im IVZ-Personen 76  

Vor der Er­tei­lung des Lern­fahr­aus­wei­ses oder ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G oder M über­mit­telt die Zu­las­sungs­be­hör­de dem IVZ-Per­so­nen die Per­so­na­li­en des Ge­suchs­tel­lers und die für die Er­tei­lung des Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­wei­ses er­for­der­li­chen Da­ten.

76 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

125 Lernfahrausweis

Art. 15 Erteilung  

1 Der Lern­fahr­aus­weis wird nach be­stan­de­ner Prü­fung der Ba­sis­theo­rie er­teilt. Ist kei­ne sol­che Prü­fung ab­zu­le­gen, wird der Lern­fahr­aus­weis er­teilt, wenn die Vor­aus­set­zun­gen zu des­sen Er­werb er­füllt sind.

2 Der Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­rie A wird für Mo­tor­rä­der, ein­sch­liess­lich sol­che mit Sei­ten­wa­gen, mit ei­ner Mo­tor­leis­tung von nicht mehr als 35 kW und ei­nem Ver­hält­nis von Mo­tor­leis­tung und Leer­ge­wicht von nicht mehr als 0,20 kW/kg er­teilt. Die­se Leis­tungs­be­schrän­kung gilt nicht bei:

a.
Ler­nen­den der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung «Mo­tor­rad­me­cha­ni­ke­rin/Mo­tor­rad­me­cha­ni­ker EFZ», die von ei­nem Fahr­leh­rer der Ka­te­go­rie A aus­ge­bil­det wer­den;
b.77
Per­so­nen, die in Kur­sen der Po­li­zei auf Mo­tor­rä­dern aus­ge­bil­det wer­den;
c.
Ver­kehrs­ex­per­ten im Rah­men ih­rer Aus- und Wei­ter­bil­dung.78

2bis Der Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­rie A oh­ne Leis­tungs­be­schrän­kung wird Per­so­nen er­teilt, die den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A mit Leis­tungs­be­schrän­kung seit min­des­tens zwei Jah­ren be­sit­zen und die klag­lo­se Fahr­pra­xis nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 6 nach­wei­sen kön­nen.79

3 Im Lern­fahr­aus­weis kön­nen die glei­chen Auf­la­gen, Be­schrän­kun­gen und Zu­satz­an­ga­ben wie im Füh­rer­aus­weis ein­ge­tra­gen wer­den.80

4 Die In­ha­ber ha­ben un­ter Vor­la­ge des Lern­fahr­aus­wei­ses der Zu­las­sungs­be­hör­de in­nert 14 Ta­gen je­de Tat­sa­che zu mel­den, die ei­ne Än­de­rung oder Er­set­zung des Aus­wei­ses er­for­dert.

5 Der Lehr­meis­ter hat ei­ne Auf­lö­sung des Lehr­ver­hält­nis­ses mit dem Mo­tor­rad­me­cha­ni­ker-Lehr­ling wäh­rend der Gül­tig­keits­dau­er des Lern­fahr­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie A un­ver­züg­lich der Zu­las­sungs­be­hör­de zu mel­den, die den Lern­fahr­aus­weis aus­ge­stellt hat. Die­se for­dert den Aus­weis­in­ha­ber zur Vor­la­ge des Lern­fahraus­wei­ses auf und er­teilt für die ver­blei­ben­de Gül­tig­keits­dau­er einen Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­rie A für Mo­tor­rä­der mit ei­ner Mo­tor­leis­tung von nicht mehr als 35 kW und ei­nem Ver­hält­nis von Mo­tor­leis­tung und Leer­ge­wicht von nicht mehr als 0,20 kW/kg.81

77 Die Be­rich­ti­gung vom 7. Ju­li 2021 be­trifft nur den fran­zö­si­schen Text (AS 2021 419).

78 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

79 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

80 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

81 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004 (AS 2004 5057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Dez. 2015, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 405).

Art. 16 Gültigkeit  

1 Der Lern­fahr­aus­weis ist gül­tig:

a.
vier Mo­na­te für die Ka­te­go­rie A und die Un­ter­ka­te­go­rie A1;
b.
12 Mo­na­te für die Un­ter­ka­te­go­rie B1 und die Spe­zi­al­ka­te­go­rie F;
c.
24 Mo­na­te für al­le üb­ri­gen Ka­te­go­ri­en.

2 Die Gül­tig­keits­dau­er des Lern­fahr­aus­wei­ses für die Ka­te­go­rie A und die Un­ter­ka­te­go­rie A1 wird um zwölf Mo­na­te ver­län­gert, wenn der Nach­weis der er­folg­rei­chen Ab­sol­vie­rung der prak­ti­schen Grund­schu­lung nach Ar­ti­kel 19 vor­liegt.

3 Die Gül­tig­keit des Lern­fahr­aus­wei­ses er­lischt, wenn:

a.
der In­ha­ber drei Mal in Fol­ge die Füh­rer­prü­fung nicht be­stan­den hat und die Zu­las­sungs­be­hör­de auf­grund ei­nes Tests die Fahr­eig­nung des Be­wer­bers ver­neint;
b.
das Lehr­ver­hält­nis vor Vollen­dung des 18. Al­ters­jah­res des Last­wa­gen­füh­rer-Lehr­lings auf­ge­löst wird.82

4 Einen zwei­ten Lern­fahr­aus­weis kann nur be­an­tra­gen, wer auf­grund ei­nes Tests der Zu­las­sungs­be­hör­de als fahr­ge­eig­net gilt oder nach Ab­lauf der Gül­tig­keits­dau­er des ers­ten Lern­fahr­aus­wei­ses noch nicht al­le Prü­fungs­mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft hat. Die Zu­las­sungs­be­hör­de ver­fügt all­fäl­li­ge Auf­la­gen.

82 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 17 Lernfahrt  

1 Als Lern­fahrt gilt je­de Fahrt mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug, des­sen Füh­rer im Be­sitz ei­nes Lern­fahr­aus­wei­ses sein muss.

2 Der Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­rie A, der Un­ter­ka­te­go­ri­en A1 und B1 so­wie der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F be­rech­tigt zu Lern­fahr­ten oh­ne Be­gleit­per­son.

2bis Der Lern­fahr­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie D1 be­rech­tigt zu Lern­fahr­ten mit Fahr­zeu­gen der Un­ter­ka­te­go­rie C1, der­je­ni­ge der Un­ter­ka­te­go­rie D1E zu Lern­fahr­ten mit Fahr­zeug­kom­bi­na­tio­nen der Un­ter­ka­te­go­rie C1E.83

3 Mit dem Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­ri­en BE, CE oder DE so­wie der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1E oder D1E dür­fen auf An­hän­ger­zü­gen Lern­fahr­ten oh­ne Be­gleit­per­son durch­ge­führt wer­den, wenn der Fahr­schü­ler den Füh­rer­aus­weis für das Zug­fahr­zeug be­sitzt.

4 Auf Lern­fahr­ten mit Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie D oder der Un­ter­ka­te­go­rie D1 dür­fen kei­ne Per­so­nen mit­ge­führt wer­den. Aus­ge­nom­men sind die Be­gleit­per­son nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 SVG, der Fahr­leh­rer, der Ver­kehrs­ex­per­te so­wie wei­te­re Fahr­schü­ler.84

5 Fol­gen­de Be­rech­ti­gun­gen und Auf­la­gen sind im Lern­fahr­aus­weis ein­zu­tra­gen:

a.
der Lern­fahr­aus­weis der Ka­te­go­rie C oder der Un­ter­ka­te­go­rie C1 be­rech­tigt zu Lern­fahr­ten mit ei­nem Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie B;
b.
ge­hör­lo­se und kör­per­be­hin­der­te Per­so­nen dür­fen nur von ei­nem be­hörd­lich an­er­kann­ten Aus­bil­der be­glei­tet wer­den;
c.
Last­wa­gen­füh­rer-Lehr­lin­ge dür­fen Lern­fahr­ten nur in Be­glei­tung ei­nes Fahr­leh­rers oder ei­nes be­fug­ten Aus­bil­ders aus­füh­ren. Auf Lern­fahr­ten mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug der Ka­te­go­rie B ist die­se Be­glei­tung nur bis zum voll­en­de­ten 18. Al­ters­jahr er­for­der­lich;
d.85
der Lern­fahr­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie C1 be­rech­tigt zu Lern­fahr­ten mit Feu­er­wehr­mo­tor­wa­gen, die ein Ge­samt­ge­wicht von mehr als 7500 kg auf­wei­sen, und Fahr­schul­last­wa­gen der Ka­te­go­rie C.

6 Auf Lern­fahr­ten dür­fen kei­ne be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­por­te durch­ge­führt wer­den.

83 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

84 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

85 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

Art. 17a Übungsfahrt 86  

1 Als Übungs­fahrt gilt je­de Fahrt mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug, des­sen Füh­rer nicht im Be­sitz ei­nes Lern­fahr­aus­wei­ses sein muss und die als Vor­be­rei­tung auf ei­ne prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung durch­ge­führt wird.

2 Auf Übungs­fahr­ten mit Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie D oder der Un­ter­ka­te­go­rie D1, für die kein Lern­fahr­aus­weis er­for­der­lich ist, dür­fen die Be­gleit­per­son nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 SVG, der Fahr­leh­rer, der Ver­kehrs­ex­per­te so­wie wei­te­re Fahr­schü­ler mit­fah­ren; der Fahr­zeug­füh­rer hat ei­ne Be­stä­ti­gung über die Zu­las­sung zur Füh­rer­prü­fung der Ka­te­go­rie D oder der Un­ter­ka­te­go­rie D1 mit­zu­füh­ren.

3 Die Be­stä­ti­gung der An­mel­dung zu ei­nem an­er­kann­ten Trak­tor­fahr­kurs nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 3 be­rech­tigt die In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Spe­zi­al­ka­te­go­rie G zum Durch­füh­ren von Übungs­fahr­ten mit Trak­to­ren, die ei­ne Höchst­ge­schwin­dig­keit von 40 km/h auf­wei­sen. Das Füh­ren von Aus­nah­me­fahr­zeu­gen ist nicht ge­stat­tet. An­hän­ger dür­fen aus­sch­liess­lich auf dem di­rek­ten Weg zum Kur­sort und wäh­rend des Kur­ses mit­ge­führt wer­den. Die Ver­an­stal­ter von Trak­tor­fahr­kur­sen dür­fen die An­mel­dung frü­he­s­tens einen Mo­nat vor dem Kurs­be­such be­stä­ti­gen.

86 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

126 Fahrausbildung

Art. 18 Kurs über Verkehrskunde  

1 Wer den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A oder B oder der Un­ter­ka­te­go­rie A1 oder B1 er­wer­ben will, muss sich über die Teil­nah­me an ei­nem Kurs über Ver­kehrs­kun­de aus­wei­sen kön­nen.87

2 Die Kurs­teil­nah­me setzt den Be­sitz ei­nes Lern­fahr­aus­wei­ses vor­aus.

3 Vom Kurs­be­such be­freit sind Per­so­nen, die be­reits einen Füh­rer­aus­weis ei­ner der Ka­te­go­ri­en oder Un­ter­ka­te­go­ri­en nach Ab­satz 1 be­sit­zen.

4 Der Kurs soll na­ment­lich durch Ver­kehrs­sinn­bil­dung und Ge­fah­ren­leh­re zu ei­ner de­fen­si­ven und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Fahr­wei­se mo­ti­vie­ren. Die Dau­er des Kur­ses be­trägt ins­ge­samt acht Stun­den. Er ist bei ei­nem Fahr­leh­rer zu ab­sol­vie­ren.

5 Der Fahr­leh­rer hat dem Fahr­schü­ler ei­ne Be­stä­ti­gung ab­zu­ge­ben, dass die­ser am Kurs über Ver­kehrs­kun­de teil­ge­nom­men hat.

87 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

Art. 19 Praktische Grundschulung für Motorrad-Fahrschüler  

1 Wer den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A oder der Un­ter­ka­te­go­rie A1 er­wer­ben will, muss in­nert vier Mo­na­ten seit der Er­tei­lung des Lern­fahr­aus­wei­ses die prak­ti­sche Grund­schu­lung bei ei­nem In­ha­ber der Fahr­lehr­er­be­wil­li­gung der Ka­te­go­rie A ab­sol­vie­ren. Wird ein neu­er Lern­fahr­aus­weis aus­ge­stellt, so muss die prak­ti­sche Grund­schu­lung nicht wie­der­holt wer­den.88

2 In der prak­ti­schen Grund­schu­lung soll der Fahr­schü­ler sich das für das Fah­ren im Ver­kehr er­for­der­li­che Grund­ver­ständ­nis der Fahrdy­na­mik und die Blick­tech­nik an­eig­nen und ler­nen, das Fahr­zeug rich­tig zu be­die­nen. Die Grund­schu­lung soll zu­dem zu ei­ner de­fen­si­ven, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten und ener­gie­spa­ren­den Fahr­wei­se mo­ti­vie­ren. Be­wer­ber um den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A dür­fen die prak­ti­sche Grund­schu­lung nicht mit Fahr­zeu­gen der Un­ter­ka­te­go­rie A1 ab­sol­vie­ren.89

3 Die prak­ti­sche Grund­schu­lung dau­ert zwölf Stun­den.90

4 Der Fahr­leh­rer muss dem Fahr­schü­ler schrift­lich be­stä­ti­gen, dass er an der prak­ti­schen Grund­schu­lung teil­ge­nom­men und die Kurs­zie­le er­reicht hat.

88 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

89 Letz­ten Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

90 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

Art. 19a Durchführung  

Das ASTRA er­lässt Wei­sun­gen über die Ge­stal­tung und den In­halt des Kur­ses über Ver­kehrs­kun­de und der prak­ti­schen Grund­schu­lung.

Art. 20 Ausbildung von Lastwagenführer-Lehrlingen  

1 Wer Last­wa­gen­füh­rer-Lehr­lin­ge aus­bil­den will, be­nö­tigt ei­ne Aus­bil­dungs­be­wil­li­gung. Die­se wird von der kan­to­na­len Be­hör­de nur Lehr­meis­tern oder Be­triebs­an­ge­hö­ri­gen er­teilt, die über Er­fah­rung im Chauf­feur­be­ruf und ei­ne min­des­tens drei­jäh­ri­ge Fahr­pra­xis auf Last­wa­gen oh­ne ver­kehrs­ge­fähr­den­de Ver­let­zung von Ver­kehrs­vor­schrif­ten ver­fü­gen, einen gu­ten Leu­mund be­sit­zen und Ge­währ bie­ten, dass ih­nen die Aus­bil­dung von jun­gen Er­wach­se­nen an­ver­traut wer­den kann.

2 Wer die Aus­bil­dungs­be­wil­li­gung er­wer­ben will, hat einen In­struk­ti­ons­kurs zu be­su­chen und sich über die er­for­der­li­chen Ver­kehrs­kennt­nis­se (Anh. 11 Ziff. II) aus­zu­wei­sen. Das ASTRA er­lässt Richt­li­ni­en über die In­struk­ti­ons­kur­se.

3 Die Aus­bil­dungs­be­wil­li­gung wird für sechs Jah­re er­teilt. Sie kann um je wei­te­re sechs Jah­re ver­län­gert wer­den, wenn der In­ha­ber nach­weist, dass er seit der Aus­stel­lung oder der letz­ten Ver­län­ge­rung einen Wie­der­ho­lungs­kurs ab­sol­viert hat und min­des­tens ein Lehr­ling, den er re­gel­mäs­sig be­glei­tet hat, die Füh­rer­prü­fung auf Last­wa­gen be­stan­den hat.

4 Ist der Lern­fahr­aus­weis für einen Last­wa­gen­füh­rer-Lehr­ling vor dem 18. Al­ters­jahr er­teilt wor­den, so hat der Lehr­meis­ter ei­ne vor­zei­ti­ge Auf­lö­sung des Lehr­ver­hält­nis­ses un­ver­züg­lich der kan­to­na­len Zu­las­sungs­be­hör­de zu mel­den, die den Lern­fahr­aus­weis aus­ge­stellt hat.

127 Prüfung der Zusatztheorie für Führer von Last- und Gesellschaftswagen

Art. 21  

1 Mit der Prü­fung der Zu­satz­theo­rie stellt die Zu­las­sungs­be­hör­de fest, ob der Ge­such­stel­ler um einen Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en C oder D oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1 oder D1 über die Kennt­nis­se in An­hang 11 Zif­fer II. 2 ver­fügt.

2 Die Kan­to­ne er­ar­bei­ten die Prü­fungs­fra­gen im Ein­ver­neh­men mit dem ASTRA.

3 ...91

4 ...92

91 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, mit Wir­kung seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

92 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

128 Praktische Führerprüfung

Art. 22 Praktische Führerprüfung  

1 Mit der prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung stellt der Ver­kehrs­ex­per­te fest, ob der Ge­such­stel­ler fä­hig ist, ein Mo­tor­fahr­zeug der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie un­ter Ein­hal­tung der Ver­kehrs­re­geln auch in schwie­ri­gen Ver­kehrs­si­tua­tio­nen vor­aus­schau­end und mit Rück­sicht auf die üb­ri­gen Ver­kehrs­teil­neh­mer zu füh­ren.

1bis Ge­such­stel­ler um einen Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie B, die den Lern­fahr­aus­weis vor dem zu­rück­ge­leg­ten 20. Al­ters­jahr er­wor­ben ha­ben, müs­sen die­sen seit min­des­tens ei­nem Jahr be­sit­zen, um zur prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung zu­ge­las­sen zu wer­den. Dies gilt nicht für Ler­nen­de der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung «Stras­sen­trans­port­fach­frau/Stras­sen­trans­port­fach­mann EFZ».93

2 Die Zu­las­sungs­be­din­gun­gen und der Prü­fungs­stoff rich­ten sich nach An­hang 12.

3 Kei­ne prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung ha­ben ab­zu­le­gen:

a.
In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie B oder der Un­ter­ka­te­go­rie B1, die einen Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie A1 er­wer­ben wol­len und die prak­ti­sche Grund­schu­lung nach Ar­ti­kel 19 ab­ge­schlos­sen ha­ben;
b.
Per­so­nen, die einen Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G oder M er­wer­ben wol­len. Ar­ti­kel 28 Ab­satz 2 bleibt vor­be­hal­ten;
c.94
In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie C oder der Un­ter­ka­te­go­rie C1, die einen Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie D1 er­wer­ben wol­len.

4 Stellt sich bei der prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung her­aus, dass der Ge­such­stel­ler die Ver­kehrs­re­geln nur un­ge­nü­gend kennt, so ord­net die Zu­las­sungs­be­hör­de ei­ne neue Prü­fung der Ba­sis­theo­rie an.

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

94 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

Art. 23 Wiederholung  

1 Wer die prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung zwei­mal nicht be­steht, wird zu ei­ner wei­te­ren Füh­rer­prü­fung nur zu­ge­las­sen, wenn ein Fahr­leh­rer be­schei­nigt, dass die Fahr­aus­bil­dung ab­ge­schlos­sen ist.

2 Wer die prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung drei­mal nicht be­steht, kann zu ei­ner vier­ten Prü­fung nur auf­grund ei­nes die Eig­nung be­stä­ti­gen­den Tests nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 3 zu­ge­las­sen wer­den.

129 Führerausweis

Art. 24 Erteilung 95  

1 Der Füh­rer­aus­weis wird un­ter Vor­be­halt von Art. 24a un­be­fris­tet er­teilt.

2 Er wird für al­le Ka­te­go­ri­en, Un­ter­ka­te­go­ri­en und die Spe­zi­al­ka­te­go­rie F nach be­stan­de­ner prak­ti­scher Füh­rer­prü­fung er­teilt; für die Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G und M wird er nach be­stan­de­ner Prü­fung der Ba­sis­theo­rie er­teilt. Ar­ti­kel 28 Ab­satz 2 bleibt vor­be­hal­ten.

3 Der Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A mit Leis­tungs­be­schrän­kung wird Per­so­nen er­teilt, die einen Lern­fahr­aus­weis mit Leis­tungs­be­schrän­kung be­sit­zen und die prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung be­stan­den ha­ben. Der Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A oh­ne Leis­tungs­be­schrän­kung wird Per­so­nen er­teilt, die einen Lern­fahr­aus­weis oh­ne Leis­tungs­be­schrän­kung be­sit­zen und die prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung be­stan­den ha­ben.96

4 und 5...97

95 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

96 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

97 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

Art. 24a Führerausweis auf Probe 98  

1 Der Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en A und B wird auf Pro­be er­teilt. Dies gilt nicht bei Per­so­nen, die be­reits In­ha­ber ei­nes un­be­fris­te­ten Füh­rer­aus­wei­ses ei­ner die­ser Ka­te­go­ri­en sind.

2 Vor der Er­tei­lung des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be er­wor­be­ne Un­ter­ka­te­go­ri­en und Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en so­wie wäh­rend der Pro­be­zeit er­wor­be­ne wei­te­re Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en wer­den eben­falls auf das Ab­lauf­da­tum des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be be­fris­tet.

98 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 24b Erteilung einer beschränkten Fahrbewilligung oder des definitiven Führerausweises der Spezialkategorien oder der Unterkategorie A1 99  

1 Hat der In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be die Wei­ter­aus­bil­dung wäh­rend der Pro­be­zeit nicht be­sucht, so er­teilt die kan­to­na­le Be­hör­de ihm ei­ne auf den Wei­ter­aus­bil­dungs­tag be­schränk­te Fahr­be­wil­li­gung, wenn er die Wei­ter­aus­bil­dung nach­ho­len will und die An­mel­de­be­stä­ti­gung ei­nes an­er­kann­ten Kurs­ver­an­stal­ters vor­legt.

2 Will der In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be, der die Wei­ter­aus­bil­dung we­der wäh­rend der Pro­be­zeit be­sucht noch da­nach nach­ge­holt hat, nur Fahr­zeu­ge der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en und der Un­ter­ka­te­go­rie A1 füh­ren, so kann ihm die Zu­las­sungs­be­hör­de auf Ge­such hin er­tei­len:

a.
den de­fi­ni­ti­ven Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en;
b.
den de­fi­ni­ti­ven Füh­rer­aus­weis der Un­ter­ka­te­go­rie A1, so­fern er die­se be­reits be­sass.

99 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 24c Eintrag von Berechtigungen 100  

Im Füh­rer­aus­weis sind fol­gen­de Be­rech­ti­gun­gen ein­zu­tra­gen:

a.
die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port nach Ar­ti­kel 25 un­ter An­ga­be der Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie, mit wel­cher die Trans­por­te aus­ge­führt wer­den dür­fen;
b.
die Be­wil­li­gung zum Füh­ren von Trol­ley­bus­sen ge­mä­ss Ar­ti­kel 17 Ab­satz 3 der Trol­ley­bus-Ver­ord­nung vom 6. Ju­li 1951101;
c.
die Be­rech­ti­gung der auf An­trag der kan­to­na­len Ärz­te­ge­sell­schaft be­zeich­ne­ten Not­fal­lärz­te zur Ver­wen­dung des Kenn­zei­chens «Arzt/Not­fall»;
d.102
die Be­wil­li­gung für In­ha­ber der Un­ter­ka­te­go­rie C1 zum Füh­ren von Feu­er­wehr­mo­tor­wa­gen mit ei­nem Ge­samt­ge­wicht von mehr als 7500 kg und un­ab­hän­gig von der Platz­zahl, so­fern die Füh­rer­prü­fung mit ei­nem Feu­er­wehr­mo­tor­wa­gen mit ei­nem Be­triebs­ge­wicht von mehr als 7500 kg oder mit ei­nem Fahr­schul­last­wa­gen der Ka­te­go­rie C ab­sol­viert wur­de;
e.103
der Fä­hig­keits­aus­weis für den Per­so­nen- oder Gü­ter­trans­port un­ter An­ga­be der für den Trans­port zu­ge­las­se­nen Ka­te­go­rie oder Un­ter­ka­te­go­rie und der Gül­tig­keits­dau­er, so­fern kei­ne se­pa­ra­te Kar­te aus­ge­stellt wur­de (Art. 9 Abs. 3 der Chauf­feur­zu­las­sungs­ver­ord­nung vom 15. Ju­ni 2007104).

100 Ur­sprüng­lich Art. 24a

101 SR 744.211

102 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

103 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2007 (AS 2007 3533). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2008 5569).

104 SR 741.521

Art. 24d Eintrag von Auflagen, Beschränkungen und anderen Zusatzangaben 105  

Für Auf­la­gen, Be­schrän­kun­gen und an­de­re Zu­satz­an­ga­ben, die im Füh­rer­aus­weis ein­ge­tra­gen wer­den, sind Schlüs­sel­zah­len oder Kurz­tex­te zu ver­wen­den. Das ASTRA er­lässt die ent­spre­chen­den Wei­sun­gen.

105 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 24e Entfernung von Auflagen, Beschränkungen und anderen Zusatzangaben 106  

1 Die Zu­las­sungs­be­hör­de hebt Auf­la­gen und Be­schrän­kun­gen auf, wenn der Aus­weis­in­ha­ber die Vor­aus­set­zun­gen zur un­ein­ge­schränk­ten Füh­rung von Fahr­zeu­gen der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie er­füllt.

2 An­de­re Zu­satz­an­ga­ben wer­den ent­fernt, wenn die Vor­aus­set­zun­gen für de­ren Ein­trag weg­ge­fal­len sind.

106 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 24f Ausstellung eines neuen Lernfahr- oder Führerausweises 107  

1 Wird die Fahr­be­rech­ti­gung er­wei­tert oder ein­ge­schränkt, oder wer­den die An­ga­ben auf dem Aus­weis ge­än­dert, muss ein neu­er Aus­weis aus­ge­stellt wer­den. Der bis­he­ri­ge Aus­weis ver­liert mit der Aus­hän­di­gung des neu­en Aus­wei­ses sei­ne Gül­tig­keit und muss ein­ge­zo­gen wer­den.

2 Als Er­satz für einen ver­lo­re­nen Aus­weis darf ein neu­er Lern­fahr- oder Füh­rer­aus­weis nur bei schrift­lich be­stä­tig­tem Ver­lust ab­ge­ge­ben wer­den. Wird der er­setz­te Aus­weis wie­der auf­ge­fun­den, so muss er in­nert 14 Ta­gen der Be­hör­de ab­ge­ge­ben wer­den. Für Per­so­nen mit Wohn­sitz im Aus­land gilt Ar­ti­kel 24h Ab­sät­ze 2 und 3.108

107 Ur­sprüng­lich Art. 24c

108 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Art. 24g Mitführen von Ausweisen in besonderen Fällen 109  

1 Füh­rer von land- und forst­wirt­schaft­li­chen Mo­tor­fahr­zeu­gen müs­sen auf Fahr­ten zwi­schen dem Be­trieb und dem be­wirt­schaf­te­ten Ein­satz­ge­biet den Füh­rer­aus­weis oder die Be­stä­ti­gung der An­mel­dung zu ei­nem an­er­kann­ten Trak­tor­fahr­kurs nicht mit sich füh­ren.110

2 ...111

109 Ur­sprüng­lich Art. 24d

110 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

111 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Art. 24h Führerausweise für Personen mit Wohnsitz im Ausland 112  

1 Per­so­nen, die einen Füh­rer­aus­weis ge­stützt auf Ar­ti­kel 42 Ab­satz 3bis Buch­sta­be b er­wer­ben, oh­ne in der Schweiz Wohn­sitz zu ha­ben, wird ein auf die nächs­te pe­ri­odi­sche ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung (Art. 27 Abs. 1 Bst. a) be­fris­te­ter Füh­rer­aus­weis er­teilt.

2 Per­so­nen, die ih­ren Wohn­sitz ins Aus­land ver­legt ha­ben und de­ren schwei­ze­ri­scher Füh­rer­aus­weis ab­han­den ge­kom­men ist, er­hal­ten ei­ne Be­stä­ti­gung über die in der Schweiz re­gis­trier­ten Fahr­be­rech­ti­gun­gen.

3 Die Zu­las­sungs­be­hör­de stellt auf Ge­such hin einen auf höchs­tens fünf Jah­re be­fris­te­ten Füh­rer­aus­weis aus:

a.
als Er­satz für einen ab­han­den ge­kom­me­nen schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis, der ge­stützt auf Ar­ti­kel 42 Ab­satz 3bis Buch­sta­be b er­teilt wur­de;
b.
als Er­satz für einen ab­han­den ge­kom­me­nen schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis, wenn die Be­stä­ti­gung nach Ab­satz 2 vom neu­en Wohn­sitz­staat nicht als Nach­weis der in der Schweiz er­wor­be­nen Fahr­be­rech­ti­gun­gen an­er­kannt wird; oder
c.
als Er­satz für einen ab­han­den ge­kom­me­nen oder ab­ge­lau­fe­nen schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis, wenn die­ser vom neu­en Wohn­sitz­staat als Le­gi­ti­ma­ti­ons­nach­weis für die von ihm er­teil­ten Fahr­be­rech­ti­gun­gen an­er­kannt wur­de, oh­ne dass ein na­tio­na­ler Füh­rer­aus­weis aus­ge­stellt wur­de; ein ab­ge­lau­fe­ner Füh­rer­aus­weis auf Pro­be darf nur er­setzt wer­den, wenn der In­ha­ber die im schwei­ze­ri­schen Recht vor­ge­schrie­be­ne Wei­ter­aus­bil­dung be­sucht hat.

112 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

129a Berufsmässiger Personentransport mit leichten Personentransportfahrzeugen und schweren Personenwagen

Art. 25 Bewilligung  

1 Wer mit Fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie B oder C, der Un­ter­ka­te­go­rie B1 oder C1 oder der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F be­rufs­mäs­sig Per­so­nen trans­por­tie­ren will (Art. 3 Abs. 1bis ARV 2113), be­nö­tigt ei­ne Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port. Be­rufs­mäs­si­ge Per­so­nen­trans­por­te mit Elek­tro-Rik­schas be­dür­fen auch dann kei­ner Be­wil­li­gung, wenn die Elek­tro-Rik­schas mit ei­nem Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie B oder F ge­führt wer­den.114

2 Die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port ist nicht er­for­der­lich für:

a.
die be­rufs­mäs­si­ge Be­för­de­rung von ver­letz­ten, kran­ken oder be­hin­der­ten Per­so­nen in da­zu ein­ge­rich­te­ten und mit den be­son­de­ren Warn­vor­rich­tun­gen (Art. 82 Abs. 2 und Art. 110 Abs. 3 Bst. a VTS115) aus­ge­rüs­te­ten Fahr­zeu­gen, wenn:
1.
aus­sch­liess­lich ver­letz­te, kran­ke oder be­hin­der­te Be­triebs­an­ge­hö­ri­ge in be­triebs­ei­ge­nen Fahr­zeu­gen be­för­dert wer­den,
2.
der Fahr­zeug­füh­rer im Rah­men sei­ner dienst­li­chen Tä­tig­keit bei der Po­li­zei, der Mi­li­tär­ver­wal­tung, dem Zi­vil­schutz oder der Feu­er­wehr am Stras­sen­ver­kehr teil­nimmt und dies von der Be­hör­de be­wil­ligt wur­de;
b.
be­rufs­mäs­si­ge Per­so­nen­trans­por­te, bei de­nen der Fahr­preis in an­de­ren Leis­tun­gen ein­ge­rech­net wird und die Fahr­stre­cke nicht mehr als 50 km be­trägt.

3 Die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port wird dem In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie B, der Un­ter­ka­te­go­rie B1 oder der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F er­teilt, wenn der Be­wer­ber:

a.
an ei­ner Prü­fung der Zu­satz­theo­rie nach­weist, dass er die Ar­beits- und Ru­he­zeit der be­rufs­mäs­si­gen Füh­rer von leich­ten Per­so­nen­trans­port­fahr­zeu­gen kennt; wer le­dig­lich Fahr­ten nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­be a, b oder c ARV 2 durch­füh­ren will, muss die­se Prü­fung nicht ab­le­gen; und
b.
an ei­ner zu­sätz­li­chen prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung nach­weist, dass er fä­hig ist, Per­so­nen in ei­nem Mo­tor­fahr­zeug der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie auch in schwie­ri­gen Ver­kehrs­si­tua­tio­nen oh­ne Ge­fähr­dung zu trans­por­tie­ren.116

4 Dem In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie D oder der Un­ter­ka­te­go­rie D1 wird die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port oh­ne wei­te­re Prü­fung er­teilt.

4bis Dem In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie C wird auf Ge­such hin die Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port oh­ne wei­te­re Prü­fung er­teilt, so­fern er wäh­rend min­des­tens ei­nes Jah­res vor der Ein­rei­chung des Ge­su­ches mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug kei­ne Wi­der­hand­lung ge­gen die Be­stim­mun­gen des Stras­sen­ver­kehrs­rechts be­gan­gen hat, die zu ei­nem Ent­zug des Füh­rer­aus­wei­ses führt oder ge­führt hat. Dies gilt eben­so für den In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses der Un­ter­ka­te­go­rie C1, so­fern er die Zu­satz­theo­rie­prü­fung nach An­hang 11 Zif­fer 2 be­stan­den hat.117

5 Die Be­wil­li­gung ist nur zu­sam­men mit dem Füh­rer­aus­weis gül­tig.

113 SR 822.222

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

115 SR 741.41

116 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

117 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Nov. 2003 (AS 2003 3719).

12a Meldepflichten und verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchungen 118

118 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 3. Juli 2002 (AS 2002 3259). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 1. Juli 2015, in Kraft seit 1. Juli 2016 (AS 2015 2599).

Art. 26 Meldepflichten 119  

1 Der In­ha­ber muss un­ter Vor­la­ge sei­nes Füh­rer­aus­wei­ses oder ei­ner be­son­de­ren Be­wil­li­gung der Be­hör­de in­nert 14 Ta­gen je­de Tat­sa­che mel­den, die den Er­satz des Aus­wei­ses oder der Be­wil­li­gung er­for­dert.

2 Ver­legt der Aus­weis­in­ha­ber den Wohn­sitz, muss er sei­ne neue Adres­se der zu­stän­di­gen Be­hör­de am neu­en Wohn­sitz in­nert 14 Ta­gen mit­tei­len. Bei ei­ner Wohn­sitz­ver­le­gung in das Aus­land muss er sich bei der bis­he­ri­gen Be­hör­de ab­mel­den.

119 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Art. 26a120  

120Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 17. Okt. 1979 (AS 1979 1753). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, mit Wir­kung seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Art. 26b121  

121 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001 (AS 2001 1387). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, mit Wir­kung seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

Art. 27 Verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchungen 122  

1 Die Pflicht, sich ei­ner ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Kon­troll­un­ter­su­chung zu un­ter­zie­hen, be­steht für:

a.
die fol­gen­den Fahr­zeug­füh­rer bis zum 50. Al­ters­jahr al­le fünf Jah­re, da­nach al­le drei Jah­re:
1.
In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­ri­en C und D so­wie der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1 und D1,
2.
In­ha­ber der Be­wil­li­gung zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port nach Ar­ti­kel 25,
b.123
über 75-jäh­ri­ge Aus­weis­in­ha­ber al­le zwei Jah­re;
c.
Aus­weis­in­ha­ber wäh­rend oder nach schwe­ren kör­per­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen durch Un­fall­ver­let­zun­gen oder Krank­hei­ten.

2 Die ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Kon­troll­un­ter­su­chung muss un­ter der Ver­ant­wor­tung ei­nes Arz­tes nach Ar­ti­kel 5abis durch­ge­führt wer­den.

3 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann:

a.
auf An­trag des Arz­tes die in Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b ge­nann­ten Fris­ten ver­kür­zen;
b.
den Füh­rer­aus­weis auf die nächs­te ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung be­fris­ten, wenn kei­ne Ge­währ be­steht, dass sich der Aus­weis­in­ha­ber frei­wil­lig den häu­fi­ge­ren ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen nach Buch­sta­be a un­ter­zieht.

4 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann im Ein­zel­fall an­ord­nen, dass der Um­fang ei­ner ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung aus­zu­deh­nen oder ein­zu­schrän­ken ist; der Arzt ist in die­sem Fall nicht an die For­mu­la­re nach den An­hän­gen 2 und 2a ge­bun­den.

122 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

123 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 2809).

12b Weiterausbildung für Inhaber eines Führerausweises auf Probe124

124 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 27a Allgemeines  

1 Die Wei­ter­aus­bil­dung dau­ert 7 Stun­den und wird an ei­nem Tag durch­ge­führt.125

2 Die Wei­ter­aus­bil­dung ist in Grup­pen von sechs bis zwölf Per­so­nen durch­zu­füh­ren. Ei­ne Grup­pe be­steht ent­we­der aus In­ha­bern ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be der Ka­te­go­rie A oder aus In­ha­bern ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be der Ka­te­go­rie B. Der Kurs­in­halt ist auf die je­wei­li­ge Ka­te­go­rie aus­zu­rich­ten. Wer den Füh­rer­aus­weis auf Pro­be der Ka­te­go­ri­en A und B be­sitzt, kann wäh­len, ob er die Wei­ter­aus­bil­dung mit ei­nem Mo­tor­rad der Ka­te­go­rie A oder mit ei­nem Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie B be­su­chen will.

3 Ei­ne Grup­pe ist von so vie­len Mo­de­ra­to­ren zu be­treu­en, wie dies für ei­ne ge­fahr­lo­se Durch­füh­rung der Wei­ter­aus­bil­dung und zur Er­rei­chung ih­rer Zie­le not­wen­dig ist.

4 Die Wei­ter­aus­bil­dung ist grund­sätz­lich mit dem ei­ge­nen Fahr­zeug zu be­su­chen. Der Kurs­ver­an­stal­ter kann Kurs­teil­neh­mern, die kein ei­ge­nes Fahr­zeug be­sit­zen, Kurs­fahr­zeu­ge zur Ver­fü­gung stel­len.

125 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 27b Ziele 126  

1 Die Wei­ter­aus­bil­dung soll die Kurs­teil­neh­men­den in die La­ge ver­set­zen, re­ak­ti­ons­schnell, si­cher und un­ter An­wen­dung der fahr­zeug­tech­nisch ma­xi­mal zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ver­zö­ge­rungs­leis­tung zu brem­sen so­wie die Grund­sät­ze ei­ner um­welt­scho­nen­den und ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Fahr­wei­se an­zu­wen­den.

2 Im Üb­ri­gen sol­len die Kennt­nis­se der Kurs­teil­neh­men­den über die we­sent­li­chen Ein­fluss­fak­to­ren von Un­fäl­len ge­för­dert wer­den durch das Er­le­ben von Fahr­si­tua­tio­nen un­ter rea­li­täts­na­hen Be­din­gun­gen.

126 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 27c Zeitpunkt des Besuchs der Weiterausbildung 127  

Die Wei­ter­aus­bil­dung ist in­ner­halb von zwölf Mo­na­ten nach der Er­tei­lung des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be zu be­su­chen.

127 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 27d Kursbescheinigung und Meldung an die kantonale Behörde 128  

1 Nach dem Be­such der Wei­ter­aus­bil­dung muss der Kurs­ver­an­stal­ter den Kurs­teil­neh­men­den ih­re Teil­nah­me auf dem For­mu­lar nach An­hang 4a be­stä­ti­gen und auf elek­tro­ni­schem Weg der kan­to­na­len Be­hör­de mit­tei­len.

2 Je­der Kurs­ver­an­stal­ter, der den Be­such der Wei­ter­aus­bil­dung be­stä­tigt, muss der Zu­las­sungs­be­hör­de wäh­rend fünf Jah­ren Aus­kunft über den Na­men und den Vor­na­men, die Adres­se und die Füh­rer­aus­weis­num­mer der be­tref­fen­den Kurs­teil­neh­men­den ge­ben kön­nen.

128 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 27e Kursveranstalter  

Zur Ver­an­stal­tung der Wei­ter­aus­bil­dung ist ei­ne Be­wil­li­gung er­for­der­lich. Die­se wird von der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Sitz­kan­tons er­teilt, wenn sie fest­stellt, dass der Ge­such­stel­ler:129

a.130
über Un­ter­richts­lo­ka­li­tä­ten, -plät­ze und -ma­te­ri­al ver­fügt, um ei­ne ge­fahr­lo­se Durch­füh­rung der Wei­ter­aus­bil­dung und die Ziel­er­rei­chung zu ge­währ­leis­ten;
b.
min­des­tens vier Mo­de­ra­to­ren ein­set­zen kann; die Mo­de­ra­to­ren, die In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be der Ka­te­go­rie A wei­ter­aus­bil­den, müs­sen zu­sätz­lich über ei­ne Aus­bil­dung als Mo­tor­rad­fahr­leh­rer ver­fü­gen;
c.
über ei­ne ge­nü­gen­de Haft­pflicht­ver­si­che­rung und ei­ne Voll­kas­ko­ver­si­che­rung für die Fahr­zeu­ge der Kurs­teil­neh­mer ver­fügt;
d.
die Wei­ter­aus­bil­dungs­kur­se öf­fent­lich an­bie­tet; aus­ge­nom­men sind die Wei­ter­aus­bil­dungs­kur­se der Ar­mee;
e.131
...
f.
über ein Qua­li­täts­si­che­rungs­sys­tem nach Ar­ti­kel 27f ver­fügt.

129 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

130 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

131 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 27f Qualitätssicherung  

Je­der Kurs­ver­an­stal­ter muss ein Qua­li­täts­si­che­rungs­sys­tem be­trei­ben, das die Ver­mitt­lung der In­hal­te und die Er­rei­chung der Zie­le der Wei­ter­aus­bil­dung ge­währ­leis­tet.

Art. 27g Zuständigkeiten der Kantone  

1 Die Kan­to­ne:

a.
be­auf­sich­ti­gen die Durch­füh­rung der Wei­ter­aus­bil­dung;
b.
füh­ren den so­zi­al­päd­ago­gi­schen Eig­nungs­test für die Zu­las­sung zur Mo­de­ra­to­ren­aus­bil­dung durch;
c.
ent­schei­den über die An­rech­nung von Vor­kennt­nis­sen in der Mo­de­ra­to­ren­aus­bil­dung;
d.
neh­men die Prü­fun­gen zur Er­lan­gung des Kom­pe­tenz­nach­wei­ses als Mo­de­ra­tor ab;
e.
über­wa­chen die Aus­bil­dungs­stät­ten für Mo­de­ra­to­ren.

2 Sie kön­nen die Er­fül­lung die­ser Auf­ga­ben an­de­ren Stel­len über­tra­gen.

13 Massnahmen 132

132 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

131 Neue Führerprüfung, Abklärung der Fahreignung oder der Fahrkompetenz und vorsorglicher Entzug 133134

133 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

134 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Art. 28 Anordnung einer neuen Führerprüfung  

1 Hat ein Fahr­zeug­füh­rer Wi­der­hand­lun­gen be­gan­gen, die an sei­ner Fahr­kom­pe­tenz zwei­feln las­sen, so ord­net die Zu­las­sungs­be­hör­de ei­ne neue theo­re­ti­sche oder prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung oder bei­des an.135

2 Sie kann für Ge­such­stel­ler um einen Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G oder M so­wie für Füh­rer von Mo­tor­fahr­zeu­gen, für die ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist, ei­ne prak­ti­sche Füh­rer­prü­fung an­ord­nen, wenn sie an de­ren Fahr­kom­pe­tenz zwei­felt.

3 Wird die neue Füh­rer­prü­fung im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Füh­rer­aus­weis­ent­zug ver­fügt, kann sie in der Re­gel frü­he­s­tens einen Mo­nat nach Ab­lauf des Ent­zu­ges ab­ge­legt wer­den; die Be­hör­de gibt der be­trof­fe­nen Per­son einen Lern­fahr­aus­weis ab.

4 Be­steht die be­trof­fe­ne Per­son die neue Füh­rer­prü­fung nicht, gilt Ar­ti­kel 23.

5 Das Da­tum der neu­en Füh­rer­prü­fung wird im Füh­rer­aus­weis nicht ein­ge­tra­gen.

135 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Art. 28a Fahreignungsuntersuchung 136  

1 Be­ste­hen Zwei­fel an der Fahr­eig­nung ei­ner Per­son (Art. 15d Abs. 1 SVG), so ord­net die kan­to­na­le Be­hör­de an:

a.
bei ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen Fra­ge­stel­lun­gen: ei­ne Fahr­eig­nungs­un­ter­su­chung durch einen Arzt nach Ar­ti­kel 5abis;
b.
bei ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­schen Fra­ge­stel­lun­gen, na­ment­lich nach Ar­ti­kel 15d Ab­satz 1 Buch­sta­be c SVG: ei­ne Fahr­eig­nungs­un­ter­su­chung durch einen Ver­kehrs­psy­cho­lo­gen nach Ar­ti­kel 5c.

2 Der Arzt, der die Fahr­eig­nungs­un­ter­su­chung durch­führt, muss:

a.
in Fäl­len nach Ar­ti­kel 15d Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b SVG über ei­ne An­er­ken­nung der Stu­fe 4 ver­fü­gen;
b.
in Fäl­len nach Ar­ti­kel 15d Ab­satz 1 Buch­sta­ben d und e SVG über ei­ne An­er­ken­nung min­des­tens der Stu­fe 3 ver­fü­gen.

3 Bei so­wohl ver­kehrs­me­di­zi­ni­schen als auch ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­schen Fra­ge­stel­lun­gen ist ei­ne ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung durch einen Arzt mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 4 und ei­ne ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­sche Un­ter­su­chung durch einen Psy­cho­lo­gen mit der An­er­ken­nung nach Ar­ti­kel 5cdurch­zu­füh­ren.

136 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013 (AS 2013 4697). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 29 Kontrollfahrt  

1 Be­ste­hen Zwei­fel an der Fahr­kom­pe­tenz ei­nes Fahr­zeug­füh­rers, so kann die kan­to­na­le Be­hör­de zur Ab­klä­rung der not­wen­di­gen Mass­nah­men ei­ne Kon­troll­fahrt mit ei­nem Ver­kehrs­ex­per­ten an­ord­nen. Ei­ne ärzt­lich be­glei­te­te Kon­troll­fahrt zur Ab­klä­rung der Fahr­eig­nung darf sie nur in Fäl­len nach Ar­ti­kel 5jAb­satz 2 an­ord­nen.137

2 Be­steht die be­trof­fe­ne Per­son die Kon­troll­fahrt nicht, wird:

a.138
der Füh­rer­aus­weis ent­zo­gen oder der aus­län­di­sche Füh­rer­aus­weis ab­er­kannt. Die be­trof­fe­ne Per­son kann ein Ge­such um einen Lern­fahr­aus­weis stel­len;
b.
ein Fahr­ver­bot ver­fügt, wenn die Kon­troll­fahrt mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug ab­sol­viert wur­de, zu des­sen Füh­rung ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist.

3 Die Kon­troll­fahrt kann nicht wie­der­holt wer­den.

4 Bleibt die be­trof­fe­ne Per­son der Kon­troll­fahrt un­ent­schul­digt fern, gilt die­se als nicht be­stan­den. Die Be­hör­de muss bei der An­ord­nung der Kon­troll­fahrt auf die­se Säum­nis­fol­ge auf­merk­sam ma­chen.

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

138 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 30 Vorsorglicher Entzug 139  

Be­ste­hen ernst­haf­te Zwei­fel an der Fahr­eig­nung ei­ner Per­son, so kann der Lern­fahr- oder der Füh­rer­aus­weis vor­sorg­lich ent­zo­gen wer­den.

139 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

Art. 30a Meldungen von Privatpersonen über Fahreignungsmängel 140  

1 Mel­det ei­ne Pri­vat­per­son der kan­to­na­len Be­hör­de Zwei­fel an der Fahr­eig­nung ei­ner an­de­ren Per­son, so kann die kan­to­na­le Be­hör­de beim be­han­deln­den Arzt einen Be­richt ein­ho­len. Auf Wunsch der mel­den­den Per­son si­chert sie die­ser Ver­trau­lich­keit zu. Ih­re Iden­ti­tät darf auch im Rah­men von Ad­mi­nis­tra­tiv­ver­fah­ren nicht preis­ge­ge­ben wer­den.

2 Hat die ge­mel­de­te Per­son kei­nen be­han­deln­den Arzt oder gibt sie die­sen nicht be­kannt, so kann die kan­to­na­le Be­hör­de nach pflicht­ge­mäs­sem Er­mes­sen ei­ne Un­ter­su­chung nach Ar­ti­kel 28a an­ord­nen.

140 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 2013 4697).

132 Ausweisentzug 141

141 Ursprünglich vor Art. 30. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 31 Informationspflicht 142  

Wird ein Lern­fahr- oder ein Füh­rer­aus­weis­ent­zug auf un­be­stimm­te Zeit oder für im­mer ver­fügt, so in­for­miert die Ent­zugs­be­hör­de die be­trof­fe­ne Per­son bei der Er­öff­nung der Ver­fü­gung über die Be­din­gun­gen zum Wie­der­er­werb des Lern­fahr- oder des Füh­rer­aus­wei­ses.

142 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 32 Freiwillige Rückgabe des Führerausweises 143  

Wird der Füh­rer­aus­weis der Be­hör­de frei­wil­lig zu­rück­ge­ge­ben, so hat dies die Wir­kung ei­nes Ent­zu­ges. Die Be­hör­de hat die Rück­ga­be schrift­lich zu be­stä­ti­gen.

143 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 33 Umfang des Entzuges 144  

1 Der Ent­zug des Lern­fahr- oder des Füh­rer­aus­wei­ses ei­ner Ka­te­go­rie oder Un­ter­ka­te­go­rie hat den Ent­zug des Lern­fahr- und des Füh­rer­aus­wei­ses al­ler Ka­te­go­ri­en, al­ler Un­ter­ka­te­go­ri­en und der Spe­zi­al­ka­te­go­rie F zur Fol­ge.145

2 Der Ent­zug des Lern­fahr- oder des Füh­rer­aus­wei­ses ei­ner Spe­zi­al­ka­te­go­rie hat den Ent­zug des Lern­fahr- und des Füh­rer­aus­wei­ses al­ler Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en zur Fol­ge.

3 Die Ab­sät­ze 1 und 2 fin­den kei­ne An­wen­dung, wenn ein Ent­zug aus me­di­zi­ni­schen Grün­den ver­fügt wird.

4 Die Ent­zugs­be­hör­de kann:

a.146
mit dem Lern­fahr- oder dem Füh­rer­aus­weis ei­ner Ka­te­go­rie oder Un­ter­ka­te­go­rie auch den Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en G und M ent­zie­hen;
b.
mit dem Lern­fahr- oder dem Füh­rer­aus­weis ei­ner Spe­zi­al­ka­te­go­rie auch den Lern­fahr- oder den Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en ent­zie­hen.

5 In Här­te­fäl­len kann un­ter Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Min­dest­dau­er der Aus­weis­ent­zug je Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie für ei­ne un­ter­schied­li­che Dau­er ver­fügt wer­den, so­fern der Aus­weis­in­ha­ber na­ment­lich:

a.
die Wi­der­hand­lung, die zum Aus­weis­ent­zug führ­te, mit ei­nem Mo­tor­fahr­zeug be­gan­gen hat, auf des­sen Be­nut­zung er be­ruf­lich nicht an­ge­wie­sen ist; und
b.
als Füh­rer ei­nes Mo­tor­fahr­zeu­ges der Ka­te­go­rie, Un­ter­ka­te­go­rie oder Spe­zi­al­ka­te­go­rie, für wel­che die Ent­zugs­dau­er ver­kürzt wer­den soll, un­be­schol­ten ist.

144 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

145 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

146 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

Art. 34 Führerausweis mit Beschränkungen 147  

1 Die kan­to­na­le Be­hör­de kann den Füh­rer­aus­weis von Per­so­nen, wel­che die me­di­zi­ni­schen Min­dest­an­for­de­run­gen nach An­hang 1 auch mit Hilfs­mit­teln nicht mehr voll­stän­dig er­fül­len, be­schrän­ken, statt ihn ganz zu ent­zie­hen.

2 Ein Arzt mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 4 muss be­ur­tei­len, mit wel­chen Be­schrän­kun­gen ei­ne si­che­re Teil­nah­me am Ver­kehr noch mög­lich ist.

3 Der Füh­rer­aus­weis kann na­ment­lich ört­lich, zeit­lich, auf be­stimm­te Stras­sen­ty­pen, auf be­stimm­te Fahr­zeu­gar­ten oder auf in­di­vi­du­ell an­ge­pass­te oder aus­ge­stat­te­te Fahr­zeu­ge be­schränkt wer­den.

147 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

132a Massnahmen gegenüber Inhabern des Führerausweises auf Probe 148

148 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 35 Verlängerung der Probezeit 149  

1 Be­geht der In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be ei­ne Wi­der­hand­lung, die zum Ent­zug des Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en führt, und en­det die­ser Ent­zug wäh­rend der Pro­be­zeit, wird ein neu­er Füh­rer­aus­weis auf Pro­be aus­ge­stellt. Die neue Pro­be­zeit en­det ein Jahr nach dem Ab­lauf­da­tum des ent­zo­ge­nen Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be.

2 En­det der Aus­weis­ent­zug nach der Pro­be­zeit, wird ein neu­er Füh­rer­aus­weis auf Pro­be aus­ge­stellt. Die neue Pro­be­zeit en­det ein Jahr nach sei­nem Aus­stel­lungs­da­tum.

149 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 35a Annullierung 150  

1 Be­geht der In­ha­ber des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be ei­ne zwei­te Wi­der­hand­lung, die zum Ent­zug des Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en führt, wird der Aus­weis an­nul­liert. Dies gilt auch, wenn der Aus­weis in­zwi­schen un­be­fris­tet er­teilt wur­de.

2 Die An­nul­lie­rung be­trifft al­le Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en. Sie be­trifft auch die Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en, wenn der Aus­weis­in­ha­ber kei­ne Ge­währ bie­tet, dass er künf­tig mit Fahr­zeu­gen der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en kei­ne Wi­der­hand­lun­gen be­geht.

3 Be­trifft die An­nul­lie­rung nur die Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en, stellt die Zu­las­sungs­be­hör­de einen Füh­rer­aus­weis der Spe­zi­al­ka­te­go­ri­en aus.

4 Die Ent­zugs­be­hör­de in­for­miert den be­trof­fe­nen Fahr­zeug­füh­rer über die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen er wie­der einen Lern­fahr­aus­weis er­wer­ben kann.

150 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 35b Neuer Lernfahrausweis 151  

Wer nach der An­nul­lie­rung des Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be Mo­tor­fahr­zeu­ge füh­ren will, muss ein Ge­such um einen Lern­fahr­aus­weis stel­len. Ar­ti­kel 35a Ab­satz 3 bleibt vor­be­hal­ten.

151 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

132b Fahrverbot und Verwarnung 152

152 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 36 Fahrverbot und Verwarnung 153  

1 Die Ver­wal­tungs­be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons hat Per­so­nen das Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen, für die ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist, zu un­ter­sa­gen, wenn die­se in­fol­ge kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Krank­hei­ten oder Ge­bre­chen, we­gen Trunk­sucht oder an­de­rer Süch­te oder aus an­de­ren Grün­den da­zu nicht ge­eig­net sind.154

2 Ein Fahr­ver­bot kann für min­des­tens einen Mo­nat an­ge­ord­net wer­den, wenn der Füh­rer durch Ver­let­zung von Ver­kehrs­re­geln den Ver­kehr schwer oder wie­der­holt ge­fähr­det oder an­de­re Ver­kehrs­teil­neh­mer wie­der­holt be­läs­tigt hat. Wird von ei­nem Fahr­ver­bot ab­ge­se­hen, kann der Fehl­ba­re ver­warnt wer­den.155

3 Ein Fahr­ver­bot von min­des­tens ei­nem Mo­nat muss ge­gen­über Per­so­nen ver­fügt wer­den, die ein Mo­tor­fahr­zeug, für das ein Füh­rer­aus­weis nicht er­for­der­lich ist:

a.156
mit ei­ner Ate­mal­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 0,40 mg/l oder mehr oder mit ei­ner Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 0,80 Pro­mil­le oder mehr ge­führt ha­ben;
b.
in fahr­un­fä­hi­gem Zu­stand we­gen Be­täu­bungs- oder Arz­nei­mit­te­lein­fluss ge­führt ha­ben;
c.157
ge­führt ha­ben und sich vor­sätz­lich ei­ner Blut­pro­be, ei­ner Ate­mal­ko­hol­pro­be oder ei­ner Vor­un­ter­su­chung, die an­ge­ord­net wur­de oder mit de­ren An­ord­nung sie rech­nen muss­ten, oder ei­ner zu­sätz­li­chen ärzt­li­chen Un­ter­su­chung wi­der­setzt oder ent­zo­gen oder den Zweck die­ser Mass­nah­men ver­ei­telt ha­ben;
d.
zum Ge­brauch ent­wen­det ha­ben;
e.
trotz Fahr­ver­bo­tes ge­führt ha­ben;
f.
nach Ver­let­zung oder Tö­tung ei­nes Men­schen zur Flucht ver­wen­det ha­ben.158

4 Ei­ne Ver­war­nung kann ver­fügt wer­den, wenn die Ate­mal­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on 0,25 mg/l oder mehr, aber we­ni­ger als 0,40 mg/l oder wenn die Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on 0,50 Pro­mil­le oder mehr, aber we­ni­ger als 0,80 Pro­mil­le be­trägt.159

153 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

154 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

155 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

156 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2631).

157 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2631).

158 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

159 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 2004 (AS 2004 2853). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2015 2631).

Art. 37 Umfang des Fahrverbotes 160  

Das Fahr­ver­bot gilt für je­ne Fahr­zeu­gar­ten, für die es in der Ver­fü­gung an­ge­ord­net ist.

160 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

133

Art. 38 und 39161  

161 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

134 Verkehrsunterricht zur Nachschulung 162

162Fassung gemäss Ziff. I der V vom 13. Febr. 1991, in Kraft seit 1. Juni 1991 (AS 1991 982).

Art. 40 Allgemeines  

1 Der Ver­kehrs­un­ter­richt nach Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 Buch­sta­be e SVG wird von den Kan­to­nen durch­ge­führt.163

2 Durch ei­ne ge­ziel­te Nach­schu­lung sol­len die Kurs­teil­neh­mer zu kor­rek­tem Ver­hal­ten im Stras­sen­ver­kehr ver­an­lasst wer­den.164

3 Zum Ver­kehrs­un­ter­richt kön­nen Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer, Füh­rer von Mo­tor­fahr­rä­dern und Rad­fah­rer auf­ge­bo­ten wer­den, die wie­der­holt in ver­kehrs­ge­fähr­den­der Wei­se ge­gen Ver­kehrs­re­geln ver­stos­sen ha­ben. Zu­stän­dig für die An­ord­nung sind die Ent­zugs­be­hör­den.

4 Der Be­such des Ver­kehrs­un­ter­richts kann al­lein oder in Ver­bin­dung mit an­de­ren Mass­nah­men (Ver­war­nung, Ent­zug, Fahr­ver­bot) ver­fügt wer­den.165

5 Die Kos­ten des Ver­kehrs­un­ter­richts ge­hen zu Las­ten der Be­trof­fe­nen.

163 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

164Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 1991, in Kraft seit 1. Ju­ni 1991 (AS 1991 982).

165 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 41 Organisation; Verfahren  

1 Wer Ver­kehrs­un­ter­richt durch­füh­ren will, be­darf der An­er­ken­nung durch die kan­to­na­le Be­hör­de.166

1bis Die An­er­ken­nung wird er­teilt, wenn:

a.
die Lei­tung für ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung des Un­ter­richts Ge­währ bie­tet;
b.
für den Un­ter­richt ge­eig­ne­te Lehr­kräf­te ein­ge­setzt wer­den;
c.
das ge­eig­ne­te Un­ter­richts­lo­kal und -ma­te­ri­al vor­han­den sind;
d.
der Lehr­plan und der Lehr­stoff den vor­ge­schrie­be­nen Un­ter­richt ge­währ­leis­ten.167

1ter Die An­er­ken­nung zur Durch­füh­rung von Ver­kehrs­un­ter­richt gilt für die gan­ze Schweiz.168

2 Die Dau­er des Kur­ses rich­tet sich nach Art und Ge­stal­tung, be­trägt aber in der Re­gel acht Stun­den.169

3 Er­ge­ben sich beim Ver­kehrs­un­ter­richt Zwei­fel an der Eig­nung ei­nes Teil­neh­mers als Fahr­zeug­füh­rer, so ist der kan­to­na­len Be­hör­de Mel­dung zu er­stat­ten. Die­se trifft die not­wen­di­gen Mass­nah­men; sie kann un­ter an­de­rem die Wie­der­ho­lung des Kur­ses, Fahr­un­ter­richt oder ei­ne neue Füh­rer­prü­fung (Art. 28) an­ord­nen.170

4 Die Vor­la­dung zum Ver­kehrs­un­ter­richt ist un­ter Hin­weis auf die be­gan­ge­nen Ver­kehrs­wi­der­hand­lun­gen zu be­grün­den.

5 Wird der Vor­la­dung un­ent­schul­digt kei­ne Fol­ge ge­ge­ben, so setzt die kan­to­na­le Be­hör­de einen neu­en Ter­min fest; der Be­trof­fe­ne hat die Kos­ten für den ver­säum­ten Ver­kehrs­un­ter­richt zu tra­gen. Die An­fech­tung neu­er Vor­la­dun­gen, die we­gen Ver­ein­ba­rung ei­nes an­de­ren Ter­mins er­ge­hen, ist aus­ge­schlos­sen.171

6 ...172

166 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

167 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

168 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

169Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 1991, in Kraft seit 1. Ju­ni 1991 (AS 1991 982).

170 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

171 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Ziff. II 64 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).

172 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 64 der V vom 8. Nov. 2006 über die An­pas­sung von Bun­des­rats­ver­ord­nun­gen an die To­tal­re­vi­si­on der Bun­des­rechts­pfle­ge, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).

14 Motorfahrzeugführer aus dem Ausland

Art. 42 Anerkennung der Ausweise  

1 Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer aus dem Aus­land dür­fen in der Schweiz nur Mo­tor­fahr­zeu­ge füh­ren, wenn sie:

a.
einen gül­ti­gen na­tio­na­len Füh­rer­aus­weis be­sit­zen; oder
b.
einen gül­ti­gen in­ter­na­tio­na­len Füh­rer­aus­weis nach dem Ab­kom­men vom 24. April 1926173 über Kraft­fahr­zeug­ver­kehr, nach dem Ab­kom­men vom 19. Sep­tem­ber 1949174 über den Stras­sen­ver­kehr oder nach dem Über­ein­kom­men vom 8. No­vem­ber 1968175 über den Stras­sen­ver­kehr be­sit­zen und einen sol­chen zu­sam­men mit dem ent­spre­chen­den na­tio­na­len Füh­rer­aus­weis vor­wei­sen kön­nen.176

2 Der aus­län­di­sche na­tio­na­le oder in­ter­na­tio­na­le Füh­rer­aus­weis be­rech­tigt den In­ha­ber in der Schweiz zur Füh­rung der Mo­tor­fahr­zeug­ka­te­go­ri­en, die auf dem Aus­weis aus­drück­lich, ver­ständ­lich und in la­tei­ni­scher Schrift do­ku­men­tiert sind.177

3 Füh­rer von Mo­tor­fahr­rä­dern, Klein­mo­tor­rä­dern, land- und forst­wirt­schaft­li­chen Mo­tor­fahr­zeu­gen und Ar­beits­mo­tor­fahr­zeu­gen aus dem Aus­land be­nö­ti­gen kei­nen Füh­reraus­weis, so­fern in ih­rem Her­kunfts­land kein Aus­weis ver­langt wird. Sol­che Füh­rer ha­ben stets einen Iden­ti­täts­aus­weis mit Fo­to auf sich zu tra­gen und dür­fen nur das Fahr­zeug füh­ren, mit dem sie in die Schweiz ein­ge­reist sind.178

3bis Einen schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis be­nö­ti­gen:

a.
Fahr­zeug­füh­rer aus dem Aus­land, die seit zwölf Mo­na­ten in der Schweiz woh­nen und sich in die­ser Zeit nicht län­ger als drei Mo­na­te un­un­ter­bro­chen im Aus­land auf­ge­hal­ten ha­ben;
b.179
Per­so­nen, die be­rufs­mäs­sig in der Schweiz im­ma­tri­ku­lier­te Mo­tor­fahr­zeu­ge der Ka­te­go­ri­en C oder D oder der Un­ter­ka­te­go­ri­en C1 oder D1 füh­ren oder ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 25 be­dür­fen.180

3ter Per­so­nen, die Vor­rech­te, Im­mu­ni­tä­ten und Er­leich­te­run­gen nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007181 ge­nies­sen, be­nö­ti­gen kei­nen schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis, wenn sie:

a.
einen gül­ti­gen na­tio­na­len Füh­rer­aus­weis be­sit­zen;
b.
nicht Schwei­zer Bür­ger sind; und
c.
In­ha­ber ei­ner Le­gi­ti­ma­ti­ons­kar­te des Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ments für aus­wär­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten sind, wel­che be­stä­tigt, dass sie die Im­mu­ni­tät von der Ge­richts­bar­keit ge­nies­sen.182

4 Aus­län­di­sche Füh­rer­aus­wei­se, die der Füh­rer un­ter Um­ge­hung der Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung über den Er­werb des schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses oder der in sei­nem Wohn­sitz­staat gel­ten­den Zu­stän­dig­keits­be­stim­mun­gen er­wor­ben hat, dür­fen in der Schweiz nicht ver­wen­det wer­den.

173 SR 0.741.11

174 Nicht ra­ti­fi­ziert von der Schweiz.

175 SR 0.741.10. Sie­he auch das Eu­ro­päi­sche Zu­satz­über­ein­kom­men vom 1. Mai 1971 (SR 0.741.101).

176 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

177 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 4697).

178Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

179 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

180Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

181 SR 192.12

182 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 11 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

Art. 43 Mindestalter  

1 Aus­län­di­sche Füh­rer­aus­wei­se dür­fen in der Schweiz nur von Per­so­nen ver­wen­det wer­den, die das in die­ser Ver­ord­nung von den schwei­ze­ri­schen Füh­rern ver­lang­te Min­destal­ter er­reicht ha­ben. Für un­be­glei­te­te Fahr­ten mit Mo­tor­wa­gen der Ka­te­go­rie B gilt ein Min­destal­ter von 18 Jah­ren.183

2 Füh­rer von aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­rä­dern, Klein­mo­tor­rä­dern und Mo­tor­rä­dern mit ei­nem Zy­lin­de­rin­halt bis 125 cm3, die das in ih­rem Her­kunfts­land vor­ge­schrie­be­ne Min­destal­ter er­reicht ha­ben, sind zu Fahr­ten in der Schweiz zu­ge­las­sen, wenn sie min­des­tens 16 Jah­re alt sind und kei­ne Aus­schluss­grün­de vor­lie­gen.

3 Das ASTRA184 kann in be­grün­de­ten Fäl­len Aus­nah­men vom Min­dest­al­ter aus­län­di­scher Fahr­zeug­füh­rer be­wil­li­gen.

183 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 191).

184 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259). Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

Art. 44 Erwerb des schweizerischen Führerausweises 185  

1 Dem In­ha­ber ei­nes gül­ti­gen na­tio­na­len aus­län­di­schen Aus­wei­ses wird der schwei­ze­ri­sche Füh­rer­aus­weis der ent­spre­chen­den Ka­te­go­rie er­teilt, wenn er auf ei­ner Kon­troll­fahrt nach­weist, dass er die Ver­kehrs­re­geln kennt und Fahr­zeu­ge der Ka­te­go­ri­en, für die der Aus­weis gel­ten soll, si­cher zu füh­ren ver­steht. Füh­rer von Mo­tor­wa­gen ha­ben die Kon­troll­fahrt auf ei­nem Fahr­zeug der Ka­te­go­rie ab­zu­le­gen, wel­che zum Füh­ren al­ler im Aus­weis ein­ge­tra­ge­nen Ka­te­go­ri­en be­rech­tigt. Be­sitzt der Aus­weis­in­ha­ber zu­sätz­lich die Be­rech­ti­gung zum Füh­ren von Mo­tor­rä­dern, so wird da­für kei­ne wei­te­re Kon­troll­fahrt durch­ge­führt. Für die ärzt­li­chen Un­ter­su­chun­gen gel­ten die Ar­ti­kel 7 Ab­sät­ze 1 und 1bis, 9, 11b Ab­satz 1 so­wie 27 sinn­ge­mä­ss.186

2 Der zum be­rufs­mäs­si­gen Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen be­rech­ti­gen­de schwei­ze­ri­sche Füh­rer­aus­weis wird Mo­tor­fahr­zeug­füh­rern aus dem Aus­land nur er­teilt, wenn sie zu­sätz­lich zur Kon­troll­fahrt an ei­ner Prü­fung nach­wei­sen, dass sie die in der Schweiz für sol­che Füh­rer gel­ten­de Re­ge­lung ken­nen.

3 Füh­rer von aus­län­di­schen Mo­tor­fahr­rä­dern, Klein­mo­tor­rä­dern, land- und forst­wirt­schaft­li­chen Mo­tor­fahr­zeu­gen und Ar­beits­mo­tor­fahr­zeu­gen, die sich um den schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­weis be­wer­ben, ha­ben ei­ne Füh­rer­prü­fung ab­zu­le­gen, wenn sie nicht im Be­sitz ei­nes ent­spre­chen­den aus­län­di­schen Aus­wei­ses sind.

4 Die Be­hör­den zie­hen bei der Er­tei­lung ei­nes schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses Aus­wei­se ein, die von EU- oder EFTA-Staa­ten aus­ge­stellt wor­den sind, und sen­den sie an die Aus­stel­lungs­be­hör­de zu­rück. Sie ver­mer­ken in Aus­wei­sen, die von an­dern Staa­ten aus­ge­stellt wor­den sind, die Un­gül­tig­keit für die Schweiz. Der In­halt der aus­län­di­schen Aus­wei­se wird re­gis­triert.

185Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

186 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 44a Führerausweis auf Probe 187  

1 In­ha­bern ei­nes gül­ti­gen aus­län­di­schen Füh­rer­aus­wei­ses, der zum Füh­ren von Mo­tor­fahr­zeu­gen der Ka­te­go­rie A oder B be­rech­tigt, wird ein schwei­ze­ri­scher Füh­rer­aus­weis auf Pro­be er­teilt. Die Pro­be­zeit be­ginnt mit der Aus­stel­lung des schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses. Sie dau­ert drei Jah­re, ab­züg­lich der Zeit­dau­er zwi­schen dem Aus­stell­da­tum des aus­län­di­schen Füh­rer­aus­wei­ses und dem letz­ten re­gu­lä­ren Um­tausch­ter­min nach Ar­ti­kel 42 Ab­satz 3bis Buch­sta­be a. Sie be­zieht sich auf al­le be­reits er­wor­be­nen Aus­weis­ka­te­go­ri­en und auf die wäh­rend der Pro­be­zeit er­wor­be­nen wei­te­ren Ka­te­go­ri­en und Un­ter­ka­te­go­ri­en.

2 Der schwei­ze­ri­sche Füh­rer­aus­weis wird nicht auf Pro­be er­teilt bei Per­so­nen, de­ren Füh­rer­aus­weis der Ka­te­go­rie A oder B:

a.
vor dem 1. De­zem­ber 2005 aus­ge­stellt wur­de; oder
b.
am oder nach dem 1. De­zem­ber 2005 aus­ge­stellt wur­de und bei der Wohn­sitz­nah­me in der Schweiz be­reits min­des­tens ein Jahr gül­tig war.

187 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004 (AS 2004 5057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

Art. 45 Aberkennung; Entzug  

1 Aus­län­di­sche Füh­rer­aus­wei­se kön­nen nach den glei­chen Be­stim­mun­gen ab­er­kannt wer­den, die für den Ent­zug des schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses gel­ten. Sie sind aus­ser­dem auf un­be­stimm­te Zeit ab­zu­er­ken­nen, wenn sie in Um­ge­hung der schwei­ze­ri­schen oder aus­län­di­schen Zu­stän­dig­keits­be­stim­mun­gen im Aus­land er­wor­ben wor­den sind. Die Ab­er­ken­nung ei­nes aus­län­di­schen Füh­rer­aus­wei­ses ist der zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Be­hör­de di­rekt oder durch Ver­mitt­lung des ASTRA mit­zu­tei­len.

2 Mit dem Ent­zug des schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses ist im­mer auch die Aber­ken­nung all­fäl­li­ger aus­län­di­scher Füh­rer­aus­wei­se zu ver­fü­gen.

3 Bei in­ter­na­tio­na­len Füh­rer­aus­wei­sen ist die Ab­er­ken­nung an der da­für vor­ge­se­he­nen Stel­le ein­zu­tra­gen. Der Ein­trag ist mit dem Amts­stem­pel zu ver­se­hen.

4 Ab­er­kann­te aus­län­di­sche Füh­rer­aus­wei­se wer­den bei der Be­hör­de hin­ter­legt. Sie sind dem Be­rech­tig­ten aus­zu­hän­di­gen:

a.
nach Ab­lauf der Ab­er­ken­nungs­frist oder Auf­he­bung der Ab­er­ken­nung;
b.
auf Ver­lan­gen beim Ver­las­sen der Schweiz, wenn er hier kei­nen Wohn­sitz hat. Bei un­be­fris­te­ter Ab­er­ken­nung kann die Un­gül­tig­keit in der Schweiz ver­merkt wer­den, wenn die Ge­fahr von Miss­bräu­chen be­steht.188

5 Kann die Ab­er­ken­nung dem Be­trof­fe­nen in der Schweiz nicht er­öff­net wer­den, so ist sie durch das ASTRA auf dem Rechts­hil­fe­weg er­öff­nen zu las­sen.

6 Ab­er­ken­nun­gen, die we­gen Um­ge­hung der schwei­ze­ri­schen oder aus­län­di­schen Zu­stän­dig­keits­be­stim­mun­gen ver­fügt wur­den, er­lö­schen, wenn der In­ha­ber nach­weist, dass er seit­her:

a.
wäh­rend min­des­tens drei Mo­na­ten Wohn­sitz in dem Staat be­grün­det hat, der den ab­er­kann­ten Aus­weis aus­ge­stellt hat; oder
b.
einen gül­ti­gen Aus­weis im neu­en Wohn­sitz­staat er­wor­ben hat.189

7 Die von aus­län­di­schen Be­hör­den ver­füg­ten Ent­zü­ge von aus­län­di­schen Füh­reraus­wei­sen sind zu voll­zie­hen, wenn das ASTRA dies an­ord­net.

188Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

189Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

Art. 46 Internationale Führerausweise  

1 In­ter­na­tio­na­le Füh­rer­aus­wei­se dür­fen nur In­ha­bern na­tio­na­ler schwei­ze­ri­scher oder aus­län­di­scher Aus­wei­se er­teilt wer­den, die in der Schweiz Wohn­sitz ha­ben. Auf­grund schwei­ze­ri­scher Aus­wei­se aus­ge­stell­te in­ter­na­tio­na­le Füh­rer­aus­wei­se sind in der Schweiz un­gül­tig.190

2 Die Gül­tig­keits­dau­er be­trägt drei Jah­re; sie darf nicht über die Gül­tig­keits­dau­er des na­tio­na­len Füh­rer­aus­wei­ses hin­aus­ge­hen.191

3 Die Kan­to­ne kön­nen die Aus­stel­lung in­ter­na­tio­na­ler Füh­rer­aus­wei­se an In­ha­ber schwei­ze­ri­scher Füh­rer­aus­wei­se Stras­sen­be­nüt­zer­ver­bän­den über­tra­gen.192

4 Wird ein na­tio­na­ler Füh­rer­aus­weis ent­zo­gen oder ab­er­kannt, so ist für die Dau­er der Mass­nah­me auch ein all­fäl­li­ger in­ter­na­tio­na­ler Füh­rer­aus­weis ein­zu­zie­hen.

190 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

191Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

192 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. März 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

15 ...

Art. 4764193  

193 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Sept. 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 20075013).

15a Moderatoren von Weiterausbildungskursen194

194 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Dez. 2005 (AS 2004 5057).

Art. 64a Bewilligungspflicht  

1 Mo­de­ra­to­ren von Wei­ter­aus­bil­dungs­kur­sen be­nö­ti­gen ei­ne Be­wil­li­gung.

2 Die Be­wil­li­gung wird vom Wohn­sitz­kan­ton er­teilt. Sie ist in der gan­zen Schweiz gül­tig.

Art. 64b Voraussetzungen  

1 Vor­aus­set­zung für den Er­halt der Be­wil­li­gung ist der Be­such ei­ner Mo­de­ra­to­ren­aus­bil­dung an ei­ner vom ASTRA an­er­kann­ten Aus­bil­dungs­stät­te und die Er­lan­gung des Kom­pe­tenz­nach­wei­ses nach Ar­ti­kel 64d.

2 Wer zur Aus­bil­dung zu­ge­las­sen wer­den will, hat bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de des Wohn­sitz­kan­tons ein Ge­such mit Le­bens­lauf, An­ga­ben über die bis­he­ri­ge Aus­bil­dung und Be­rufs­zeug­nis­se ein­zu­rei­chen.

3 Zur Aus­bil­dung zu­ge­las­sen wird, wer:

a.
das 25. Al­ters­jahr vollen­det hat;
b.
einen Ab­schluss als Fahr­leh­rer, Ver­kehrs­ex­per­te, Ver­kehrs­in­struk­tor oder ei­ne gleich­wer­ti­ge Aus­bil­dung nach­weist;
c.
drei Jah­re Be­rufs­er­fah­rung in ei­nem Tä­tig­keits­ge­biet nach Buch­sta­be b nach­weist;
d.
nach sei­nem bis­he­ri­gen Ver­hal­ten Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Be­rufs­aus­übung bie­tet;
e.
einen die so­zi­al­päd­ago­gi­sche Eig­nung be­stä­ti­gen­den Ein­tritts­test be­stan­den hat.
Art. 64c Ausbildung  

1 Die Aus­bil­dung muss den Be­wer­ber be­fä­hi­gen:

a.
den Lehr- und Prü­fungs­stoff der Ba­sis­theo­rie, des Kur­ses über Ver­kehrs­kun­de, der prak­ti­schen Grund­schu­lung für Mo­tor­rad-Fahr­schü­ler und der prak­ti­schen Füh­rer­prü­fung zu ken­nen;
b.195
den In­halt der Wei­ter­aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 27b Ab­sät­ze 1 und 2 me­tho­disch ge­eig­net zu ver­mit­teln;
c.
die un­ter­schied­li­chen Cha­rak­tere der Kurs­teil­neh­mer so­wie die un­ter­schied­li­chen Grup­pen­dy­na­mi­ken zu er­ken­nen und ein­zu­schät­zen und die ent­spre­chen­de Lehr­me­tho­de zu wäh­len;
d.
die Haupt­ur­sa­chen von Stras­sen­ver­kehrs­un­fäl­len un­ter be­son­de­rer Be­rück­sich­ti­gung der Neu­len­ker als Ver­ur­sa­cher zu ken­nen;
e.
die Ent­wick­lungs­pha­sen von jun­gen Er­wach­se­nen und ih­re Aus­wir­kun­gen auf das Ver­hal­ten im Stras­sen­ver­kehr zu ken­nen;
f.
die in­ne­re Ein­stel­lung der Kurs­teil­neh­mer so zu be­ein­flus­sen, dass die­se zu ei­nem ge­fah­ren­ver­mei­den­den, um­welt­scho­nen­den und part­ner­schaft­li­chen Fah­ren mo­ti­viert wer­den.

2 Vor­kennt­nis­se wer­den nach An­hö­ren der Aus­bil­dungs­stät­te an­ge­rech­net. Für die Zu­stän­dig­kei­ten gilt Ar­ti­kel 27g.

195 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

Art. 64d Kompetenznachweis  

1 Zur Er­lan­gung des Kom­pe­tenz­nach­wei­ses muss der Be­wer­ber:

a.
in ei­ner schrift­li­chen Prü­fung nach­wei­sen, dass er fä­hig ist, un­ter­schied­lich zu­sam­men­ge­setz­ten Per­so­nen­grup­pen Theo­rie- und Pra­xis­un­ter­richt zu er­tei­len; und
b.196
pro­be­wei­se einen Wei­ter­aus­bil­dungs­kurs mo­de­rie­ren, der den gan­zen In­halt ab­deckt.

2 Das Er­geb­nis der Prü­fung ist dem Be­wer­ber un­ter An­ga­be der Ge­samt­no­te schrift­lich zu er­öff­nen. Im Fal­le des Nicht­be­ste­hens ist ei­ne Rechts­mit­tel­be­leh­rung an­zu­fü­gen. Das Prü­fungs­er­geb­nis ist dem Wohn­sitz­kan­ton des Be­wer­bers mit­zu­tei­len.

3 Wer die Mo­de­ra­to­ren­prü­fung nicht be­stan­den hat, kann die nicht be­stan­de­nen Ele­men­te im Rah­men ei­ner Nach­prü­fung wie­der­ho­len. Wird die­se Nach­prü­fung nicht be­stan­den, so muss der Kan­di­dat das Haupt­mo­dul ein zwei­tes Mal ab­sol­vie­ren, be­vor er zu ei­ner drit­ten und letz­ten Prü­fung zu­ge­las­sen wird.197

196 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 191).

197 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Sept. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20075013).

Art. 64e Geltungsdauer der Bewilligung  

1 Die Be­wil­li­gung wird auf drei Jah­re be­fris­tet. Ih­re Gel­tungs­dau­er wird um je­weils drei Jah­re ver­län­gert, wenn der In­ha­ber den Nach­weis er­bringt, dass er in­ner­halb der drei Jah­re:

a.
an min­des­tens 30 Ta­gen Wei­ter­aus­bil­dungs­kur­se für die In­ha­ber ei­nes Füh­rer­aus­wei­ses auf Pro­be er­teilt hat; und
b.
zwei ganz­tä­gi­ge Wei­ter­bil­dungs­kur­se für Mo­de­ra­to­ren be­sucht hat.

2 Die An­for­de­run­gen an die Or­ga­ni­sa­to­ren und den In­halt der Wei­ter­bil­dungs­kur­se für Mo­de­ra­to­ren le­gen die Kan­to­ne im Ein­ver­neh­men mit dem ASTRA fest.

3 Den Mo­de­ra­to­ren ist die Er­tei­lung von Wei­ter­aus­bil­dungs­kur­sen von den Kurs­ver­an­stal­tern und je­der ganz­tä­gi­ge Be­such von Wei­ter­bil­dungs­kur­sen von de­ren Or­ga­ni­sa­to­ren schrift­lich zu be­stä­ti­gen.

Art. 64f Ausbildungsstätten für Moderatoren  

1 Aus­bil­dungs­stät­ten für Mo­de­ra­to­ren müs­sen vom ASTRA an­er­kannt wer­den. Die An­er­ken­nung wird er­teilt, wenn:

a.
die Lei­tung für die ein­wand­freie Füh­rung der Aus­bil­dungs­stät­te und die sach­kun­di­ge Über­wa­chung des Un­ter­richts Ge­währ bie­tet;
b.
der Aus­bil­dungs­stät­te ge­eig­ne­te Lehr­kräf­te zur Ver­fü­gung ste­hen;
c.
das ge­eig­ne­te Un­ter­richts­lo­kal und -ma­te­ri­al so­wie ge­eig­ne­te Un­ter­richts­plät­ze vor­han­den sind;
d.
der Lehr­plan und der ge­bo­te­ne Lehr­stoff die vor­ge­schrie­be­ne Aus­bil­dung ge­währ­leis­ten.

2 Das ASTRA kann die An­er­ken­nung wi­der­ru­fen, wenn de­ren Vor­aus­set­zun­gen nicht mehr ge­ge­ben sind oder wenn an der Aus­bil­dungs­stät­te wäh­rend mehr als zwei Jah­ren kei­ne Mo­de­ra­to­ren mehr aus­ge­bil­det wur­den.

3 Die Aus­bil­dungs­stät­ten ha­ben da­für zu sor­gen, dass die Aus­bil­dung die für Mo­de­ra­to­ren er­for­der­li­chen Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten ver­mit­telt. Sie ha­ben die Be­wer­ber zur Prü­fung für die Er­lan­gung des Kom­pe­tenz­nach­wei­ses an­zu­mel­den.

16 Verkehrsexperten für Führer- und Fahrzeugprüfungen

Art. 65 Anforderungen  

1 Die Ver­kehrs­ex­per­ten für amt­li­che Füh­rer- und Fahr­zeug­prü­fun­gen müs­sen die An­for­de­run­gen nach den Ab­sät­zen 2–5 er­fül­len.198

2 Der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer- und Fahr­zeug­prü­fun­gen muss

a.
das 24. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben;
b.
sich über ei­ne ab­ge­schlos­se­ne Leh­re als Au­to­me­cha­ni­ker oder in ei­nem tech­nisch gleich­wer­ti­gen Be­ruf so­wie über ei­ne min­des­tens ein­jäh­ri­ge Be­rufs­­pra­xis seit Ab­schluss der Leh­re aus­wei­sen;
c.
seit min­des­tens drei Jah­ren im Be­sitz des schwei­ze­ri­schen Füh­rer­aus­wei­ses der Ka­te­go­rie B oder C sein, oh­ne wäh­rend die­ser Zeit ei­ne ver­kehrs­ge­fähr­den­de Ver­let­zung von Ver­kehrs­vor­schrif­ten be­gan­gen zu ha­ben;
d.199
nach­wei­sen, dass er die me­di­zi­ni­schen Min­dest­an­for­de­run­gen nach An­hang 1 er­füllt, in­dem er ei­ne Mel­dung nach An­hang 3 ei­nes Arz­tes mit der An­er­ken­nung der Stu­fe 2 bei­bringt;
e.200
ein die ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­sche Eig­nung be­stä­ti­gen­des Gut­ach­ten ei­nes Ver­kehrs­psy­cho­lo­gen nach Ar­ti­kel 5c bei­brin­gen.

3 Der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer­prü­fun­gen hat sich an­stel­le von Ab­satz 2 Buch­sta­be b über ei­ne ab­ge­schlos­se­ne Leh­re in ir­gend­ei­nem Be­ruf oder über ei­ne an­de­re gleich­wer­ti­ge Aus­bil­dung aus­zu­wei­sen.

4 Beim Ver­kehrs­ex­per­ten für Fahr­zeug­prü­fun­gen ent­fällt die An­for­de­rung nach Ab­satz 2 Buch­sta­be e.

5 Fahr­leh­rer, die Ver­kehrs­ex­per­ten wer­den wol­len, müs­sen den Fahr­lehr­er­be­ruf wäh­rend min­des­tens ei­nes Jah­res klag­los aus­ge­übt und das 24. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben. Sie müs­sen in der Aus­bil­dung und Prü­fung die Fä­cher nach­ho­len, auf die sich die Fahr­leh­rer­prü­fung nicht be­zo­gen hat.

198 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

199 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

200 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Ju­li 2015, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2015 2599).

Art. 66 Ausbildung  

1 Die Aus­bil­dung zum Ver­kehrs­ex­per­ten für Füh­rer- und/oder Fahr­zeug­prü­fun­gen er­folgt in den Fach­grup­pen nach An­hang 7. Der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer- oder Fahr­zeug­prü­fun­gen, der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer- und Fahr­zeug­prü­fun­gen wer­den will, hat in der Aus­bil­dung die Fach­grup­pen nach­zu­ho­len, in de­nen er nicht aus­ge­bil­det wor­den ist.

2 Der Lehr­stoff der theo­re­ti­schen Fach­grup­pen ist auf die prak­ti­sche Tä­tig­keit der Ver­kehrs­ex­per­ten aus­zu­rich­ten. In der prak­ti­schen Aus­bil­dung wird der an­ge­hen­de Ver­kehrs­ex­per­te in den tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Be­trieb­sab­lauf der Zu­las­sungs­be­hör­de ein­ge­führt und zur selb­stän­di­gen Ab­nah­me von Füh­rer- und/oder Fahr­zeug­prü­fun­gen be­fä­higt.

3 Die Aus­bil­dung in den theo­re­ti­schen Fach­grup­pen er­folgt in Kur­sen durch fach­lich und päd­ago­gisch ge­schul­te Lehr­kräf­te.

4 Die prak­ti­sche Aus­bil­dung um­fasst In­struk­tio­nen und prak­ti­sche Ar­bei­ten. Sie er­folgt bei Ver­kehrs­ex­per­ten, die zur Ab­nah­me von Fahr­zeug­prü­fun­gen aus­ge­bil­det wer­den, durch Zu­las­sungs­be­hör­den, die über die er­for­der­li­chen Ein­rich­tun­gen und Ge­rä­te ver­fü­gen.

Art. 67 Prüfung  

1 Nach Ab­schluss ei­nes Kur­ses, frü­he­s­tens aber nach sechs­mo­na­ti­ger Tä­tig­keit bei ei­ner Zu­las­sungs­be­hör­de hat der an­ge­hen­de Ver­kehrs­ex­per­te ei­ne Ab­schluss­prü­fung in den Fach­grup­pen nach An­hang 7 ab­zu­le­gen. Der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer­prü­fun­gen oder für Fahr­zeug­prü­fun­gen, der Ver­kehrs­ex­per­te für Füh­rer- und Fahr­zeug­prü­fun­gen wer­den will, hat die Prü­fung in den Fach­grup­pen ab­zu­le­gen, in de­nen er nicht ge­prüft wor­den ist.201

1bis Die Prü­fung in den Fach­grup­pen nach An­hang 7 Zif­fern 12, 22 und 32 kann in meh­re­re Teil­prü­fun­gen auf­ge­teilt wer­den. Die Teil­prü­fun­gen kön­nen vor Ab­schluss ei­nes Kur­ses, aber frü­he­s­tens nach drei­mo­na­ti­ger Tä­tig­keit bei ei­ner Zu­las­sungs­be­hör­de ab­ge­legt wer­den.202

2 Bei der Be­ur­tei­lung der Prü­fung sind die Er­fah­rungs­no­ten zu be­rück­sich­ti­gen.

3 Das Er­geb­nis der Prü­fung ist dem Ge­prüf­ten un­ter An­ga­be der No­ten pro Fach­grup­pe und der Ge­samt­no­te von der Zu­las­sungs­be­hör­de zu er­öff­nen, bei der der Ge­prüf­te an­ge­stellt ist. Das Be­ste­hen der Prü­fung ist durch ein Zeug­nis zu be­stä­ti­gen.

201 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

202 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

Art. 68 Wiederholung der Prüfung  

1 Die Ver­kehrs­ex­per­ten-Prü­fung kann ins­ge­samt drei­mal ab­ge­legt wer­den.

2 Wer die Prü­fung nicht be­stan­den hat, wird je­weils frü­he­s­tens nach Ab­lauf ei­nes hal­b­en Jah­res noch­mals zur Prü­fung zu­ge­las­sen.

3 Die zwei­te Prü­fung be­zieht sich nur auf die Fach­grup­pen, in de­nen das Er­geb­nis un­ge­nü­gend war, die drit­te Prü­fung da­ge­gen auf al­le Fach­grup­pen der zwei­ten Prü­fung.

Art. 68a Einsatz der Verkehrsexperten 203  

1 Die Ver­kehrs­ex­per­ten dür­fen amt­li­che Füh­rer- oder Fahr­zeug­prü­fun­gen ab­neh­men, wenn sie die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 66 ab­ge­schlos­sen und die Prü­fung nach Ar­ti­kel 67 be­stan­den ha­ben.

2 Ha­ben sie ei­ne Teil­prü­fung nach Ar­ti­kel 67 Ab­satz 1bis be­stan­den, so dür­fen sie be­reits wäh­rend der Aus­bil­dung selbst­stän­dig Füh­rer- oder Fahr­zeug­prü­fun­gen ab­neh­men, wenn:

a.
die in der Teil­prü­fung nach­ge­wie­se­nen Kom­pe­ten­zen sie da­zu be­fä­hi­gen; und
b.
sie da­bei in ge­eig­ne­ter Wei­se von ei­nem Aus­bil­der be­treut wer­den.

203 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

Art. 69 Aufgaben der Behörden 204  

1 Die Kan­to­ne und die zu­stän­di­ge Be­hör­de des Bun­des er­las­sen ein Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­re­gle­ment.

2 Die Aus­bil­dung der Ver­kehrs­ex­per­ten ob­liegt den Kan­to­nen. Die Prü­fung wird durch kan­to­na­le oder in­ter­kan­to­na­le Kom­mis­sio­nen ab­ge­nom­men, de­nen Vor­ste­her von Zu­las­sungs­be­hör­den, Chef-Ver­kehrs­ex­per­ten und wei­te­re Fach­leu­te an­ge­hö­ren.

3 Die Kan­to­ne und die zu­stän­di­ge Bun­des­stel­le sind für die Wei­ter­bil­dung ih­rer Ver­kehrs­ex­per­ten be­sorgt. Ih­nen ob­liegt ins­be­son­de­re die Wei­ter­aus­bil­dung der Ver­kehrs­ex­per­ten zur Ab­nah­me von Füh­rer­prü­fun­gen und zur Durch­füh­rung tech­ni­scher Prü­fun­gen von Fahr­zeu­gen.

204 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 23. Fe­br. 2005 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen, in Kraft seit 1. März 2005 (AS 2005 1167).

17 Vermieter von Motorfahrzeugen

Art. 70  

1 Wer ge­werbs­mäs­sig Mo­tor­fahr­zeu­ge an Selbst­fah­rer ver­mie­tet, hat über die Mie­ter Ver­zeich­nis­se zu füh­ren. Er hat den Kon­troll­or­ga­nen auf Ver­lan­gen Ein­sicht in die­se Ver­zeich­nis­se zu ge­wäh­ren.

2 Die Ver­zeich­nis­se sind wäh­rend zwei­er Jah­re auf­zu­be­wah­ren.

2 Fahrzeuge

21 Motorfahrzeuge und ihre Anhänger

211 Zulassung

Art. 71 Grundsätze  

1 Fahr­zeu­g­aus­weis und Kon­troll­schil­der wer­den er­teilt, wenn:

a.205
die vor­ge­schrie­be­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung be­steht oder der Hal­ter nach Ar­ti­kel 73 Ab­satz 1 SVG von der Ver­si­che­rungs­pflicht be­freit ist;
b.206
das Fahr­zeug den Bau- und Aus­rüs­tungs­vor­schrif­ten ent­spricht und die für die Zu­las­sung er­for­der­li­chen An­ga­ben vor­lie­gen;
c.
das Fahr­zeug nach AStG207 ver­steu­ert oder von der Steu­er be­freit ist;
d.208
das im Aus­land her­ge­stell­te Fahr­zeug ver­an­lagt oder von der Zoll­ver­an­la­gung be­freit ist;
e.209
die ge­ge­be­nen­falls nach dem Schwer­ver­kehrs­ab­ga­be­ge­setz vom 19. De­zem­ber 1997210 für das Fahr­zeug ge­schul­de­te Ab­ga­be oder die ge­schul­de­ten Si­cher­heits­leis­tun­gen voll­um­fäng­lich be­zahlt wor­den sind und das Fahr­zeug mit dem vor­ge­schrie­be­nen Er­fas­sungs­ge­rät zur Ab­ga­beer­he­bung aus­ge­rüs­tet ist.211

1bis Das Ver­fah­ren zur Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b rich­tet sich nach der VTS212.213

2 Für die Er­tei­lung von Ta­ges­aus­wei­sen und Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­wei­sen so­wie die Ab­ga­be von ent­spre­chen­den Kon­troll­schil­dern (Art. 20–26 VVV214) ist ei­ne Be­wil­li­gung der Zoll­be­hör­den nicht er­for­der­lich.

3 Für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung der Fahr­zeu­ge gel­ten die Ar­ti­kel 16–19 VVV.

4 Fahr­zeu­g­aus­wei­se sind, un­ter Vor­be­halt der Ab­ga­be ei­nes Du­pli­kats, stets im Ori­gi­nal mit­zu­füh­ren. Sie müs­sen bei land- und forst­wirt­schaft­li­chen Fahr­zeu­gen auf Fahr­ten zwi­schen dem Be­trieb und dem be­wirt­schaf­te­ten Ein­satz­ge­biet so­wie bei An­hän­gern der Feu­er­wehr und des Zi­vil­schut­zes auf Fahr­ten in­ner­halb des Ge­mein­de­ge­bie­tes nicht mit­ge­führt wer­den.215

205 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 23. Fe­br. 2005 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen, in Kraft seit 1. März 2005 (AS 2005 1167).

206 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

207 SR 641.51

208Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 35 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

209 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 7. März 2008, in Kraft seit 1. April 2008 (AS 2008769).

210 SR 641.81

211 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 der Au­to­mo­bil­steu­er­ver­ord­nung vom 20. Nov. 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 3058).

212SR 741.41

213 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

214 SR 741.31

215 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

Art. 72 Ausnahmen  

1 We­der Fahr­zeu­g­aus­weis noch Kon­troll­schil­der be­nö­ti­gen:

a.
Mo­tor­ein­ach­ser, die von ei­ner zu Fuss ge­hen­den Per­son ge­führt wer­den und kei­nen An­hän­ger zie­hen;
b.
Mo­tor­hand­wa­gen;
c.216
fol­gen­de An­hän­ger, un­ter Aus­schluss der Aus­nah­me­an­hän­ger:
1.
land- und forst­wirt­schaft­li­che An­hän­ger mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 30 km/h an Trak­to­ren so­wie an Mo­tor­fahr­zeu­gen mit ei­ner bau­art­be­ding­ten Höchst­ge­schwin­dig­keit von 30 km/h,
2.
land- und forst­wirt­schaft­li­che An­hän­ger mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 30 km/h und ei­nem Ga­ran­tie­ge­wicht von höchs­tens 1500 kg an Mo­tor­fahr­zeu­gen mit ei­ner bau­art­be­ding­ten Höchst­ge­schwin­dig­keit von mehr als 30 km/h und All­rad­an­trieb,
3.
An­hän­ger an Mo­tor- und Ar­beits­kar­ren,
4.
An­hän­ger und Nach­lau­fach­sen an Mo­tor­ein­ach­sern,
5.217
Schlit­ten­an­hän­ger;
d.
Ar­beits­fahr­zeu­ge auf be­grenz­ten, aber dem Ver­kehr nicht völ­lig ver­schlos­se­nen Stras­sen­bau­stel­len;
e.
Mo­tor­fahr­zeu­ge und ih­re An­hän­ger im be­hörd­lich be­wil­lig­ten wer­kin­ter­nen Ver­kehr auf öf­fent­li­chen Stras­sen;
f.
Ab­schlepprol­lis;
g.218
Fahr­ba­re Trans­port­be­häl­ter; die Be­wil­li­gung für das Schlep­pen von und zur Ver­la­de­sta­ti­on wird auf das Zug­fahr­zeug aus­ge­stellt und auf be­stimm­te Ar­ten von Be­häl­tern be­schränkt;
h.219
ge­schlepp­te Mo­tor­fahr­zeu­ge;
i.220
Fahr­zeu­ge, die auf ei­nem Trans­port­mo­tor­wa­gen oder ei­nem An­hän­ger trans­por­tiert und beim Auf- und Ab­la­den ge­fah­ren wer­den, so­fern der Hal­ter des Trans­port­fahr­zeugs ei­ne Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 VVV221 ab­ge­schlos­sen hat;
j.222
Fahr­zeu­ge, die durch Un­ter­neh­men des Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­bes auf dem be­triebs­in­ter­nen Are­al ver­scho­ben wer­den, so­fern ei­ne Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 VVV be­steht;
k.223
Leicht-Mo­tor­fahr­rä­der;
l.224
Roll­stüh­le225 mit elek­tri­schem An­trieb und ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 10 km/h.

2 ...226

3 Die Kan­to­ne kön­nen bei Vor­lie­gen ei­nes gül­ti­gen Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses die Über­füh­rung ei­nes Fahr­zeugs zur Fahr­zeug­prü­fung auf dem kür­zes­ten Weg durch ei­ne Vor­la­dung be­wil­li­gen.227

216Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 3 der V vom 2. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Okt. 1998 (AS 1998 2352).

217 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

218Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 4 der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 816).

219Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 7. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 726).

220 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

221 SR 741.31

222 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

223 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

224 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

225 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 2015, in Kraft seit 1. Ju­ni 2015 (AS 2015 1333).

226 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 12. Okt. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4941).

227 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 93).

212 Fahrzeugausweis

Art. 73 Ausweisarten  

Es gibt fol­gen­de Ar­ten von Fahr­zeu­g­aus­wei­sen:

a.
den Fahr­zeu­g­aus­weis für die or­dent­li­che Zu­las­sung von Mo­tor­fahr­zeu­gen oder An­hän­gern;
b.
den Fahr­zeu­g­aus­weis für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung von Mo­tor­fahr­zeu­gen oder An­hän­gern;
c.
den Ta­ges­aus­weis für Mo­tor­fahr­zeu­ge oder An­hän­ger;
d.
den Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­weis für die Zu­las­sung von Mo­tor­fahr­zeu­gen oder An­hän­gern von Un­ter­neh­mun­gen des Mo­tor­fahr­zeug­ge­wer­bes;
e.
den Aus­weis für Er­satz­fahr­zeu­ge.
Art. 74 Erteilung  

1 Die Zu­las­sungs­be­hör­de des Stand­ort­kan­tons er­teilt den Fahr­zeu­g­aus­weis dem Hal­ter, wenn ihr der ent­spre­chen­de Ver­si­che­rungs­nach­weis zur Ver­fü­gung steht und fol­gen­de Un­ter­la­gen vor­lie­gen:228

a.
bei der erst­ma­li­gen Zu­las­sung ei­nes Fahr­zeugs schwei­ze­ri­scher Her­kunft oder bei der Zu­las­sung ei­nes Fahr­zeugs aus­län­di­scher Her­kunft:
1.
den Prü­fungs­be­richt (Form. 13.20 A) ge­ge­be­nen­falls mit Zoll­stem­pel oder mit se­pa­ra­ter Zoll­be­wil­li­gung,
2.229
...
b.
bei der Zu­las­sung be­reits im­ma­tri­ku­lier­ter Fahr­zeu­ge nach Ver­le­gung des Stand­ort­kan­tons oder Hal­ter­wech­sel:
1.
den al­ten Fahr­zeu­g­aus­weis,
2.230
beim Hal­ter­wech­sel ei­nes Fahr­zeugs, für das kei­ne Zoll­ver­an­la­gung durch­ge­führt wur­de, zu­dem ei­ne auf den neu­en Hal­ter lau­ten­de Be­wil­li­gung der Zoll­be­hör­den.231

2 Der Be­wer­ber um den Ta­ges­aus­weis muss nicht Hal­ter des Fahr­zeugs sein, und das Fahr­zeug muss nicht im Stand­ort­kan­ton zu­ge­las­sen wer­den.232

3 Der Kol­lek­tiv-Fahr­zeu­g­aus­weis wird vom Kan­ton, in dem das Un­ter­neh­men sei­nen Sitz hat, auf das Un­ter­neh­men oder des­sen ver­ant­wort­li­chen Lei­ter aus­ge­stellt.

4 Der Aus­weis für Er­satz­fahr­zeu­ge kann auch vom Kan­ton er­teilt wer­den, in dem das Ori­gi­nal­fahr­zeug ge­brauch­s­un­fä­hig ge­wor­den ist und das Er­satz­fahr­zeug be­zo­gen wird.

5 Die In­ha­ber ha­ben un­ter Vor­la­ge des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses der Be­hör­de in­nert 14 Ta­gen je­de Tat­sa­che zu mel­den, die ei­ne Än­de­rung oder Er­set­zung des Aus­wei­ses er­for­dert. Sie ha­ben der Be­hör­de die end­gül­ti­ge Aus­ser­ver­kehrs­et­zung des Fahr­zeugs un­ter Rück­ga­be des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses be­kannt zu ge­ben. Lässt der Hal­ter in­nert 14 Ta­gen kein an­de­res Fahr­zeug in den Ver­kehr set­zen, so hat er auch die Kon­troll­schil­der un­ver­züg­lich zu­rück­zu­ge­ben.

228 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Fe­br. 2007 (AS2007 93).

229 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. März 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 20072183).

230Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 35 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

231 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 der Au­to­mo­bil­steu­er­ver­ord­nung vom 20. Nov. 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 3058).

232 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

Art. 75 Prüfungsbericht  

1 Be­steht ei­ne Ty­pen­ge­neh­mi­gung (Art. 2 Bst. b TGV233) oder ein Da­ten­blatt (Art. 2 Bst. l TGV), so wird der Prü­fungs­be­richt vom Her­stel­ler oder Im­por­teur aus­ge­füllt.234

2 Be­steht we­der ei­ne Ty­pen­ge­neh­mi­gung noch ein Da­ten­blatt, so wird der Prü­fungs­be­richt von der Zu­las­sungs­be­hör­de aus­ge­füllt.235

3 Für die Mel­dung tech­ni­scher Än­de­run­gen (Art. 34 Abs. 2 VTS236) ist ein be­son­de­rer Prü­fungs­be­richt (Form. 13.20 B) er­for­der­lich.237

4 Die Prü­fungs­be­rich­te oder de­ren In­halt so­wie die tech­ni­schen An­ga­ben in den Bei­la­gen sind von der Be­hör­de wäh­rend 15 Jah­ren seit der ers­ten In­ver­kehrs­et­zung der Fahr­zeu­ge auf­zu­be­wah­ren.

5 Im Ein­ver­neh­men mit den Kan­to­nen, der zu­stän­di­gen Be­hör­de im Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für Ver­tei­di­gung, Be­völ­ke­rungs­schutz und Sport (VBS) und der Eid­ge­nös­si­schen Zoll­ver­wal­tung238 legt das ASTRA den In­halt des Prü­fungs­be­richts fest und er­lässt Wei­sun­gen über das Aus­fül­len des Prü­fungs­be­rich­tes.239

233SR 741.511

234 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

235 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321).

236 SR 741.41

237Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

238 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Fe­br. 2019 (AS 2019321). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

239 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Okt. 2003 (AS 2003 3373).

Art. 76 Zollveranlagungs- und Versteuerungskontrolle 240  

1 Als Nach­weis der Zoll­ver­an­la­gung und der Ver­steue­rung nach AStG241 gilt der zoll­amt­lich ab­ge­stem­pel­te Prü­fungs­be­richt (Form. 13.20 A).

2 Die Be­rech­ti­gung, in der Schweiz ein Fahr­zeug zu ver­wen­den, für das kei­ne Zoll­ver­an­la­gung durch­ge­führt wur­de oder das un­ver­steu­ert ist, ist mit ei­ner Be­wil­li­gung der Zoll­be­hör­de nach­zu­wei­sen.

3 Die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung gibt den Zu­las­sungs­be­hör­den die Fahr­zeug­ar­ten be­kannt, für die der Nach­weis der Zoll­ver­an­la­gung und der Ver­steue­rung nach Ab­satz 1 oder ei­ne Be­wil­li­gung nach Ab­satz 2 nicht er­for­der­lich ist.

240Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 35 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

241 SR 641.51

Art. 77 Standort  

1 Als Stand­ort gilt der Ort, wo das Fahr­zeug nach Ge­brauch in der Re­gel für die Nacht ab­ge­stellt wird.

2 Der Wohn­sitz des Hal­ters gilt als Stand­ort

a.
bei Fahr­zeu­gen, die wäh­rend der Wo­che aus­ser­halb des Wohn­sitz­kan­tons des Hal­ters ver­wen­det und durch­schnitt­lich min­des­tens zwei­mal im Mo­nat über das Wo­chen­en­de im Wohn­sitz­kan­ton des Hal­ters un­ter­ge­bracht wer­den;
b.
bei Fahr­zeu­gen, die in ver­schie­de­nen Kan­to­nen je we­ni­ger als neun zu­sam­men­hän­gen­de Mo­na­te ver­wen­det wer­den;
c.
bei Fahr­zeu­gen mit glei­cher Stand­ort­dau­er in­ner­halb und aus­ser­halb des Wohn­sitz­kan­tons des Hal­ters.
Art. 78 Halter  

1 Die Hal­te­rei­gen­schaft be­ur­teilt sich nach den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen. Als Hal­ter gilt na­ment­lich, wer die tat­säch­li­che und dau­ern­de Ver­fü­gungs­ge­walt über das Fahr­zeug be­sitzt und es in sei­nem In­ter­es­se oder auf sei­ne Kos­ten ge­braucht oder ge­brau­chen lässt.

1bis Sind meh­re­re Per­so­nen Hal­ter ei­nes Fahr­zeugs, so ha­ben sie ei­ne ge­gen­über den Zu­las­sungs­be­hör­den ver­ant­wort­li­che Per­son zu be­zeich­nen. Die­se Per­son wird im Fahr­zeu­g­aus­weis als Hal­ter ein­ge­tra­gen.242

2 Die kan­to­na­le Be­hör­de klärt die Hal­te­rei­gen­schaft nur in Zwei­fels­fäl­len ab, na­ment­lich wenn der Ver­si­che­rungs­nach­weis nicht auf den Be­wer­ber um den Fahr­zeu­g­aus­weis lau­tet, wenn der Be­wer­ber kei­nen Füh­rer­aus­weis be­sitzt oder bei der Er­tei­lung von Wech­sel­schil­dern und bei Ge­schäfts­fahr­zeu­gen, die ei­nem Ar­beit­neh­mer zur Ver­fü­gung ste­hen.

242 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2853).

Art. 79 Gültigkeit  

1 Der Fahr­zeu­g­aus­weis für die or­dent­li­che Zu­las­sung und der Kol­lek­tiv- Fahr­zeug­aus­weis sind un­be­fris­tet gül­tig.

2 Die Gül­tig­keits­dau­er des Aus­wei­ses für Er­satz­fahr­zeu­ge, des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung und des Ta­ges­aus­wei­ses rich­tet sich nach der VVV243; für die Gül­tig­keit der Son­der­be­wil­li­gung ist die VRV244 mass­ge­bend.

3 Der Fahr­zeu­g­aus­weis für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung un­ver­zoll­ter Fahr­zeu­ge darf un­ter Be­ach­tung des Ar­ti­kels 17 VVV nur dann über die Gül­tig­keits­dau­er und Zoll­be­wil­li­gung hin­aus be­fris­tet oder ver­län­gert wer­den, wenn dies in der Zoll­be­wil­li­gung aus­drück­lich vor­ge­se­hen ist.

Art. 80 Eintragungen  

1 Als Auf­la­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3245 und 96 Zif­fer 1 Ab­satz 3246 SVG gel­ten:

a.
die im Fahr­zeu­g­aus­weis oder im An­hang zum Fahr­zeu­g­aus­weis ein­ge­tra­ge­nen Ver­fü­gun­gen der Be­hör­de, z. B. über die Höchst­ge­schwin­dig­keit;
b.
die Ein­tra­gun­gen über die zu­läs­si­gen Höchst­ge­wich­te und Mas­se der Fahr­zeu­ge;
c.247
die Ein­tra­gun­gen über die Platz­zahl.

2 Die Ver­wen­dung ei­nes Fahr­zeugs zum be­rufs­mäs­si­gen Per­so­nen­trans­port nach Ar­ti­kel 3 ARV 2, aus­ge­nom­men Fahr­zeu­ge nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 Buch­sta­be d ARV 2, wird im Fahr­zeu­g­aus­weis ein­ge­tra­gen.248

3 Bei Aus­nah­me­fahr­zeu­gen wird im Fahr­zeu­g­aus­weis das Er­for­der­nis der Son­der­­be­wil­li­gung ein­ge­tra­gen. Bei Fahr­zeu­gen, die zum Zie­hen be­son­ders schwe­rer An­hän­ger be­stimmt sind, wer­den die vom SVG ab­wei­chen­den Zug­ge­wich­te als Ver­fü­gung der Be­hör­de im Fahr­zeu­g­aus­weis ver­merkt.

4 Ein Hal­ter, der sein Fahr­zeug least oder häu­fig oder dau­ernd Drit­ten über­lässt, kann bei der Zu­las­sungs­be­hör­de mit ei­nem amt­li­chen elek­tro­ni­schen For­mu­lar be­an­tra­gen, dass ein Hal­ter­wech­sel sei­ner oder der Zu­stim­mung ei­ner zu­sätz­li­chen im For­mu­lar er­wähn­ten na­tür­li­chen oder ju­ris­ti­schen Per­son be­darf. Steht ei­nem Hal­ter der elek­tro­ni­sche Weg nicht of­fen, so kann er das Ge­such schrift­lich ein­rei­chen. Die Zu­las­sungs­be­hör­de trägt die Be­schrän­kung im Fahr­zeu­g­aus­weis ein und über­mit­telt dem In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung die Da­ten, wenn ihr das Ge­such im Zeit­punkt der Zu­las­sung vor­liegt.249

5 Die Zu­las­sungs­be­hör­de be­wahrt das For­mu­lar im Ori­gi­nal oder elek­tro­nisch re­pro­du­zier­bar auf, so­lan­ge der Ein­trag be­steht und zehn Jah­re dar­über hin­aus.250

245 Die­ser Abs. ist heu­te auf­ge­ho­ben.

246 Heu­te: Art. 96 Abs. 1 Bst. c.

247 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Ju­li 2002, in Kraft seit 1. April 2003 (AS 2002 3259).

248 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

249 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001 (AS 2001 1387). Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. II 8 der V vom 30. Nov. 2018 über das In­for­ma­ti­ons­sys­tem Ver­kehrs­zu­las­sung, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4997).

250 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. April 2001 (AS 2001 1387). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20127149).

Art. 81 Annullierung 251  

1 Wird ein Fahr­zeug aus­ser Ver­kehr ge­setzt oder durch ein an­de­res Fahr­zeug er­setzt, so hat der Hal­ter den Fahr­zeu­g­aus­weis und ein all­fäl­li­ges Du­pli­kat durch die Be­hör­de an­nul­lie­ren zu las­sen. Kommt der Hal­ter die­ser Pflicht nicht nach, so wer­den ihm die im Aus­weis ver­merk­ten Schil­der nicht mehr zu­ge­teilt, aus­ser wenn er nach­weist, dass das Fahr­zeug ver­schrot­tet oder auf einen an­dern Hal­ter zu­ge­las­sen wur­de.

2 Wird der Zu­las­sungs­be­hör­de ein Fahr­zeu­g­aus­weis vor­ge­legt, der einen Ein­trag nach Ar­ti­kel 80 Ab­satz 4 ent­hält, so ver­wei­gert sie:

a.
die Aus­stel­lung des Fahr­zeu­g­aus­wei­ses auf einen neu­en Hal­ter;
b.
die Lö­schung des Ein­trags.252

3 Die Ver­wei­ge­rung ist hin­fäl­lig, wenn die schrift­li­che oder elek­tro­ni­sche Zu­stim­mung der im For­mu­lar ge­nann­ten na­tür­li­chen oder ju­ris­ti­schen Per­son oder ein rechts­kräf­ti­ges Ge­richts­ur­teil über die Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se vor­lie­gen.253

4 ...254

251 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. April 2001, in Kraft seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

252 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20127149).

253 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20127149).

254 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2013 (AS 20127149).

213 Kontrollschilder

Art. 82 Arten von Kontrollschildern  

1 Es wer­den ab­ge­ge­ben:

a.255
Kon­troll­schil­der mit weis­sem Grund und schwar­zer Schrift für Mo­tor­wa­gen, Mo­tor­rä­der, Klein- und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge, Mo­tor­ein­ach­ser und An­hän­ger;
b.
Kon­troll­schil­der mit hell­blau­em Grund und schwar­zer Schrift für Ar­beits­fahr­zeu­ge;
c.
Kon­troll­schil­der mit hell­brau­nem Grund und schwar­zer Schrift für Aus­nah­me­fahr­zeu­ge;
d.256Kon­troll­schil­der mit hell­grü­nem Grund und schwar­zer Schrift für land- und forst­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge;
e.257Kon­troll­schil­der mit gel­bem Grund und schwar­zer Schrift für Klein­mo­tor­rä­der und Leicht­mo­tor­fahr­zeu­ge;
f.
Kon­troll­schil­der mit schat­ten­schwar­zem Grund und weis­ser Schrift für Ar­mee­fahr­zeu­ge; las­sen sich die­se Kon­troll­schil­der nicht zweck­mäs­sig an­brin­gen, so wer­den Wap­pen, Buch­sta­be und Num­mer in ei­nem schat­ten­schwar­zen Feld auf die Ka­ros­se­rie auf­ge­malt;
g.258
...

2 Be­son­ders ge­kenn­zeich­net wer­den:

a.
die Schil­der für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung nach Ar­ti­kel 18 VVV259;
b.260
...
c.
die Händ­ler­schil­der mit dem Buch­sta­ben «U»;
d.261
die Schil­der für Fahr­zeu­ge von Hal­tern mit di­plo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Vor­rech­ten und Im­mu­ni­tä­ten mit dem Zei­chen «CD», «CC» oder «AT» auf dun­kel­grü­nem oder dun­kelblau­em Feld.

3 Ein Schil­der­wech­sel ist vor­zu­neh­men, wenn sich die Fahr­zeu­gein­tei­lung än­dert und für die neue Fahr­zeu­gart ei­ne an­de­re Schil­der­art be­stimmt ist. Kein Schil­der­wech­sel ist er­for­der­lich:

a.
bei Mo­tor­fahr­zeu­gen bis höchs­tens 3500 kg Ge­samt­ge­wicht, wenn sich die Ein­tei­lung für höchs­tens sechs zu­sam­men­hän­gen­de Mo­na­te än­dert;
b.
bei den üb­ri­gen Mo­tor­fahr­zeu­gen, wenn sich die Ein­tei­lung für höchs­tens drei zu­sam­men­hän­gen­de Mo­na­te än­dert.262

255Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 3 der V vom 2. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Okt. 1998 (AS 1998 2352).

256Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

257Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

258Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, mit Wir­kung seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

259 SR 741.31

260 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. April 2001, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2001 (AS 2001 1387).

261Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

262 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20127149).

Art. 83 Material; Ausführung  

1 Die Kon­troll­schil­der be­ste­hen aus kor­ro­si­ons­be­stän­di­gem Me­tall; sie kön­nen mit ei­nem rück­strah­len­den Be­lag ver­se­hen sein. Das ASTRA kann an­de­re ge­eig­ne­te Ma­te­ria­li­en zu­las­sen und Mi­ni­ma­lan­for­de­run­gen für das rück­strah­len­de Ma­te­ri­al fest­le­gen.263

2 Wap­pen, Buch­sta­ben und Zah­len sind auf 1,5 mm er­ha­ben ge­presst. Die Wap­pen müs­sen der of­fi­zi­el­len Ge­stal­tung ent­spre­chen.264

3 Die Kon­troll­schil­der wei­sen fol­gen­de For­ma­te auf, wo­bei die Ecken mit ei­nem Ra­di­us von 1 cm ab­ge­run­det sind:

a.
Das vor­de­re Schild für Mo­tor­wa­gen so­wie das Schild für Mo­tor­ein­ach­ser, land- und forst­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge und Ar­beits­an­hän­ger ha­ben ei­ne Län­ge von 30 cm und ei­ne Hö­he von 8 cm.
b.
Das hin­te­re Schild für Mo­tor­wa­gen so­wie das Schild für Trans­port­an­hän­ger an Mo­tor­wa­gen ha­ben ent­we­der ei­ne Län­ge von 30 cm und ei­ne Hö­he von 16 cm (Hoch­for­mat) oder ei­ne Län­ge von 50 cm und ei­ne Hö­he von 11 cm (Lang­for­mat).
c.
Das Schild für Mo­tor­rä­der, Klein- und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge so­wie für ih­re An­hän­ger hat ei­ne Län­ge von 18 cm und ei­ne Hö­he von 14 cm.
d.
Das Schild für Klein­mo­tor­rä­der und Leicht­mo­tor­fahr­zeu­ge so­wie für ih­re An­hän­ger hat ei­ne Län­ge von 10 cm und ei­ne Hö­he von 14 cm.265

4 Für Fahr­zeu­ge von Hal­tern mit di­plo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Vor­rech­ten und Im­mu­ni­tä­ten kann das ASTRA das For­mat der Schil­der ab­wei­chend re­geln.

5 Bei Mi­li­tär­an­hän­gern ent­spricht das zwei­zei­li­ge Schild dem Schild­for­mat für Mo­tor­rä­der und das ein­zei­li­ge Schild dem vor­de­ren Mo­tor­wa­gen­schild.266

263Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987 628).

264Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987 628).

265 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 20127149).

266Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

Art. 84 Nummerierungssystem  

1 Je­der Kan­ton wird mit zwei gros­sen Buch­sta­ben wie folgt be­zeich­net:

Zü­rich

ZH

Bern

BE

Lu­zern

LU

Uri

UR

Schwyz

SZ

Ob­wal­den

OW

Nid­wal­den

NW

Gla­rus

GL

Zug

ZG

Frei­burg

FR

So­lo­thurn

SO

Ba­sel-Stadt

BS

Ba­sel-Land­schaft

BL

Schaff­hau­sen

SH

Ap­pen­zell A. Rh

AR

Ap­pen­zell I. Rh.

AI

St. Gal­len

SG

Grau­bün­den

GR

Aar­gau

AG

Thur­gau

TG

Tes­sin

TI

Waadt

VD

Wal­lis

VS

Neu­en­burg

NE

Genf

GE

Ju­ra

JU267

2 Die Num­me­rie­rung be­ginnt für Mo­tor­wa­gen, Mo­tor­ein­ach­ser und An­hän­ger ei­ner­seits und Mo­tor­rä­der, Klein- und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge an­der­seits se­pa­rat so­wie für je­de Schil­der­art nach Grund­far­be und be­son­de­rer Kenn­zeich­nung ge­trennt in der Re­gel mit der Zahl 1.268

3 Die Kon­troll­schil­der des Bun­des tra­gen nur das eid­ge­nös­si­sche Wap­pen und erhal­ten den Buch­sta­ben M für Mi­li­tär­kon­troll­schil­der.269

4 Die Kon­troll­schil­der für Fahr­zeu­ge von Hal­tern mit di­plo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Vor­rech­ten und Im­mu­ni­tä­ten ent­hal­ten kei­ne Wap­pen, je­doch Kan­tons­buch­sta­ben in schwar­zer Far­be.270 Zei­chen und Buch­sta­ben kön­nen un­ver­wisch­bar fo­to­gra­fisch ins Me­tall ein­ge­las­sen wer­den.271 Die Zah­len und der Punkt in schwar­zer Far­be kön­nen im glei­chen Ver­fah­ren an­ge­bracht wer­den oder aus ge­stanz­ten, auf das Schild auf­ge­nie­te­ten Alu­mi­ni­um­stücken be­ste­hen. Von den bei­den durch einen Punkt ge­trenn­ten Zah­len­grup­pen gilt die ers­te als Ord­nungs­num­mer in­ner­halb der Missi­on, des Pos­tens, der De­le­ga­ti­on oder der Or­ga­ni­sa­ti­on, und die zwei­te be­zeich­net den ein­zel­nen Staat oder die Or­ga­ni­sa­ti­on. Die ers­ten Zah­len der Ord­nungs­num­mer sind dem Chef der Ver­tre­tung oder der Or­ga­ni­sa­ti­on und sei­nen Stell­ver­tre­tern vor­be­hal­ten.

267Kan­ton ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Nov. 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 1805).

268Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

269 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 23. Fe­br. 2005 über die Fahr­zeu­ge des Bun­des und ih­re Füh­rer und Füh­re­rin­nen, in Kraft seit 1. März 2005 (AS 2005 1167).

270Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

271Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

Art. 85 Anordnung; Schriftart  

1 Auf dem vor­de­ren Schild für Mo­tor­wa­gen und auf dem Schild für Mo­tor­ein­ach­ser, land- und forst­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge und Ar­beits­an­hän­ger sind von links nach rechts die zu­ge­teil­ten Buch­sta­ben, ein Punkt auf hal­ber Hö­he und die Zah­len auf­zu­tra­gen.272

2 Das hin­te­re Schild im Hoch­for­mat für Mo­tor­wa­gen so­wie das Schild für Mo­tor­rä­der, Klein­mo­tor­rä­der, Leicht‑, Klein- und drei­räd­ri­ge Mo­tor­fahr­zeu­ge, Trans­port- und Aus­nah­me­an­hän­ger müs­sen im obe­ren Teil von links nach rechts das eid­ge­nös­si­sche Wap­pen, die Kan­tons­buch­sta­ben und das Kan­tons­wap­pen, im un­te­ren Teil die Kon­troll­num­mer tra­gen.273 Das hin­te­re Schild im Lang­for­mat für Mo­tor­wa­gen und ih­re An­hän­ger muss von links nach rechts das eid­ge­nös­si­sche Wap­pen, die Kan­tons­buch­sta­ben, einen Punkt auf hal­ber Hö­he, die Kon­troll­num­mer und das Kan­tons­wap­pen tra­gen.274

3 Auf dem zwei­zei­li­gen Schild für Mi­li­tär­an­hän­ger wer­den die ers­ten zwei Zah­len im obe­ren Teil ne­ben dem zu­ge­teil­ten Buch­sta­ben auf­ge­führt; auf dem ein­zei­li­gen Schild wird ein grös­se­rer Ab­stand zwi­schen der zwei­ten und drit­ten Zahl ge­macht.275 Das Wap­pen fällt weg.

4 Auf dem vor­de­ren so­wie auf dem hin­te­ren Schild im Lang­for­mat für Fahr­zeu­ge di­plo­ma­ti­scher oder kon­su­la­ri­scher Ver­tre­tun­gen und stän­di­ger De­le­ga­tio­nen oder in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen sind von links nach rechts das Feld mit ei­nem der drei Zei­chen, die Kan­tons­buch­sta­ben und die durch einen Punkt ge­trenn­ten zwei Zah­len­grup­pen an­zu­brin­gen. Auf dem hin­tern Schild im Hoch­for­mat be­fin­den sich im obe­ren Teil das Feld mit dem Zei­chen und die Kan­tons­buch­sta­ben, im un­tern Teil die bei­den Zah­len­grup­pen.276

5 Das ASTRA be­stimmt das Schrift­bild und die Ab­mes­sun­gen für Buch­sta­ben und Zah­len.277

272Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

273Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

274Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987 628).

275Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

276Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. II 10 der V vom 19. Ju­ni 1995 über die tech­ni­schen An­for­de­run­gen an Stras­sen­fahr­zeu­ge, in Kraft seit 1. Okt. 1995 (AS 1995 4425).

277 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 11 der Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung vom 6. Dez. 1999 für das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 2000 243).

Art. 86 CD‑, CC- und AT-Zeichen  

1 Das Zei­chen «CD» ist be­stimmt:

a.
für Dienst­wa­gen der di­plo­ma­ti­schen Missio­nen und für Mo­tor­fahr­zeu­ge der Mit­glie­der des di­plo­ma­ti­schen Per­so­nals die­ser Missio­nen;
b.278
für Dienst­wa­gen stän­di­ger Missio­nen oder an­de­rer Ver­tre­tun­gen bei zwi­schen­staat­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen so­wie für Mo­tor­fahr­zeu­ge der Mit­glie­der des di­plo­ma­ti­schen Per­so­nals die­ser Missio­nen;
c.279
für Dienst­wa­gen in­sti­tu­tio­nel­ler Be­güns­tig­ter nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buchs­ta­ben a, b, i, j, k, l und m des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007280, die Vor­rech­te, Im­mu­ni­tä­ten und Er­leich­te­run­gen ge­nies­sen, so­wie für die Mo­tor­fahr­zeu­ge der höchst­ge­stell­ten Be­am­ten die­ser in­sti­tu­tio­nel­len Be­güns­tig­ten, die in der Schweiz di­plo­ma­ti­schen Sta­tus ge­nies­sen.

2 Das Zei­chen «CC» ist für Dienst­wa­gen der von ei­nem Be­rufs­be­am­ten ge­lei­te­ten kon­su­la­ri­schen Pos­ten und für Mo­tor­fahr­zeu­ge von Be­rufs­kon­su­l­ar­be­am­ten be­stimmt.

3 Das Zei­chen «AT» ist für Mo­tor­fahr­zeu­ge der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs- und tech­ni­schen Per­so­nals der di­plo­ma­ti­schen Missio­nen be­stimmt.

4 Die Ver­wen­dung se­pa­ra­ter Zei­chen «CD» und «AT» ist un­ter­sagt. Die se­pa­ra­ten Zei­chen «CC» sind nur zu­ge­las­sen für höchs­tens einen Wa­gen je­des Ho­no­rar-Pos­ten­chefs ei­nes kon­su­la­ri­schen Pos­tens, dem der Bun­des­rat das Exe­qua­tur er­teilt hat. Der Fahr­zeu­g­aus­weis trägt in die­sen Fäl­len den Ver­merk «CC-Zei­chen be­wil­ligt».

278 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 11 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

279 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 11 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

280 SR 192.12

Art. 87 Schilderabgabe  

1 Die ein­mal zu­ge­teil­te Schild­num­mer bleibt für den Hal­ter re­ser­viert. Die Zu­tei­lung an­de­rer Num­mern ist zu­läs­sig, wenn die Schil­der län­ger als ein Jahr hin­ter­legt oder ent­zo­gen wor­den sind; sie er­folgt über­dies nach Ar­ti­kel 81.

2 Der Ver­lust von Kon­troll­schil­dern ist vom Hal­ter un­ver­züg­lich der Be­hör­de zu mel­den, wel­che Kon­troll­schil­der mit an­de­rer Num­mer zu­teilt und die ver­miss­ten Schil­der im au­to­ma­ti­sier­ten Po­li­zei­fahn­dungs­sys­tem (RI­POL) aus­schrei­ben kann.281

3 Die Her­stel­ler dür­fen kei­ne Schil­der di­rekt an Hal­ter ab­ge­ben.

4 Die Kon­troll­schil­der mit Zei­chen «CD», «CC» und «AT» wer­den im Ein­ver­neh­men mit dem Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für aus­wär­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten ab­ge­ge­ben.

5 Die Kon­troll­schil­der, mit Aus­nah­me der Schil­der für die pro­vi­so­ri­sche Zu­las­sung, blei­ben Ei­gen­tum der Be­hör­de.

281 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 17 der V vom 15. Okt. 2008 über die An­pas­sun­gen an das Bun­des­ge­setz über die po­li­zei­li­chen In­for­ma­ti­ons­sys­te­me des Bun­des, in Kraft seit 5. Dez. 2008 (AS 2008 4943).

Art. 87a Abgabe von Kontrollschildern mit reflektierendem Belag 282  

Die Kan­to­ne stel­len Schil­der mit re­flek­tie­ren­dem Be­lag zur Ver­fü­gung. Sie ent­schei­den, ob sol­che Schil­der für al­le Fahr­zeu­ge oder nur auf Er­su­chen des Hal­ters ab­ge­ge­ben oder um­ge­tauscht wer­den.

282Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. April 1987, in Kraft seit 1. Mai 1987 (AS 1987 628).

22 Prüfungsfahrzeuge 283

283 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. Sept. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 20075013).

Art. 88 Prüfungsfahrzeuge 284