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Bundesgesetz
über den Bau der schweizerischen
Eisenbahn-Alpentransversale1
(Alpentransit-Gesetz, AtraG)

vom 4. Oktober 1991 (Stand am 1. Dezember 2019)

1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf die Artikel 81, 87 und 196 Ziffer 3 der Bundesverfassung2,3
nach Einsicht in die Botschaften des Bundesrates vom 23. Mai 19904 und
26. Juni 19915,

beschliesst:

2SR 101

3 Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

4BBl 1990II 1075

5BBl 1991III 1160

1. Abschnitt: Grundsatz

Art. 1 Ziele  

Der Bund ver­wirk­licht ein um­fas­sen­des Kon­zept zur Wah­rung der ver­kehrs­po­li­ti­schen Stel­lung der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft in Eu­ro­pa und zum Schutz der Al­pen vor wei­te­ren öko­lo­gi­schen Be­las­tun­gen. Die­ses soll einen leis­tungs­fä­hi­gen Schie­nen­kor­ri­dor si­cher­stel­len, die Stras­sen vom Gü­ter­fern­ver­kehr ent­la­sten, dem Per­so­nen­ver­kehr die­nen und be­reits be­ste­hen­de über­mäs­si­ge Be­las­tun­gen ab­bau­en.

Art. 2 Förderungsmassnahmen 6  

Zur För­de­rung der Zie­le nach Ar­ti­kel 1 und ei­ner gu­ten Aus­las­tung der Neu­en Ei­sen­bahn-Al­pen­trans­ver­sa­le (NE­AT) ist durch ge­eig­ne­te flan­kie­ren­de Mass­nah­men an­zu­stre­ben, dass sich der al­pen­que­ren­de Gü­ter­tran­sit­ver­kehr grund­sätz­lich auf der Schie­ne ab­wi­ckelt.

6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

2. Abschnitt: Konzept

Art. 37  

7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 3bis NEAT-Konzept 8  

1 Das NE­AT-Kon­zept strebt an, die Schweiz zu ei­ner Dreh­schei­be im eu­ro­päi­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits-Per­so­nen­ver­kehr zu ent­wi­ckeln. Bei der Aus­füh­rung ist lau­fend der bahn­tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt um­zu­set­zen. Im Gü­ter­ver­kehr ist na­ment­lich die op­ti­ma­le Ein­bin­dung in die eu­ro­päi­schen Bahn­kor­ri­do­re für den Un­be­glei­te­ten Kom­bi­nier­ten Ver­kehr (UVK) zu ver­wirk­li­chen.

2 Das NE­AT-Kon­zept um­fasst den Aus­bau der Tran­si­tach­sen Gott­hard und Lötsch­berg–Sim­plon als Ge­samt­sys­tem so­wie den bes­se­ren An­schluss der Ost­schweiz an die Tran­si­tach­se Gott­hard.

8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

Art. 4 Anliegen der Kantone  

Den An­lie­gen der be­trof­fe­nen Kan­to­ne nach scho­nen­der Li­ni­en­füh­rung ist im Rah­men der Pla­nung und Rea­li­sie­rung der Wer­ke an­ge­mes­sen zu ent­spre­chen.

Art. 59  

9 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 5bis Finanzierte NEAT-Investitionen 10  

Fol­gen­de Pro­jek­te der NE­AT sind in der Fi­nan­zie­rungs­re­ge­lung nach Ar­ti­kel 196 Zif­fer 3 der Bun­des­ver­fas­sung ein­ge­schlos­sen:11

a.12
Gott­hard: Das Netz der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen (SBB) wird um einen Gott­hard-Ba­si­stun­nel zwi­schen den Räu­men Alt­dorf/Erst­feld und Bo­dio/Bias­ca, die Neu­bau­stre­cke bis in den Raum Gi­us­ti­zia so­wie einen Ce­ne­ri-Ba­si­stun­nel zwi­schen den Räu­men Sant’An­to­ni­no/Ca­de­naz­zo und Lu­ga­no (Mas­sa­gno)/Ve­zia ein­sch­liess­lich der Ver­knüp­fun­gen an die Stamm­li­ni­en er­wei­tert. Dar­in in­be­grif­fen sind die Bahn­strom­ver­sor­gung so­wie die Ar­bei­ten zur In­be­trieb­nah­me die­ser Wer­ke. Die Bau­stel­le­n­er­schlies­sung in der Sur­sel­va er­folgt über das be­ste­hen­de Ei­sen­bahn­netz, das nach den ent­spre­chen­den Be­dürf­nis­sen aus­zu­bau­en ist.
b.
Lötsch­berg: das Netz der BLS Lötsch­berg­bahn AG wird durch einen neu­en, teil­wei­se ein­glei­sig aus­ge­rüs­te­ten Lötsch­berg-Ba­si­stun­nel zwi­schen dem Raum Fru­ti­gen und dem Raum Steg/Balt­schie­der ein­sch­liess­lich der Ver­knüp­fun­gen an die Stamm­li­ni­en er­wei­tert. Die neue Li­nie ist so zu kon­zi­pie­ren, dass der An­schluss an die Sim­plon­li­nie ge­währ­leis­tet und ein Au­to­ver­lad mög­lich sind.
c.13
Ost­schweiz: Der Bund ver­bes­sert die An­bin­dung der Ost­schweiz an die Gott­hard­li­nie, in­dem er die Stre­cke zwi­schen St. Gal­len und Arth-Goldau teil­wei­se aus­baut.

10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

11 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

12 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

13 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

Art. 6–814  

14 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 8bis Sachplan 15  

1 Der Bund stellt die Ab­stim­mung der Vor­ha­ben un­ter­ein­an­der und im Ge­samt­zu­sam­men­hang si­cher. Der Bun­des­rat er­lässt zu die­sem Zweck einen Sach­plan nach Ar­ti­kel 13 des Raum­pla­nungs­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 197916. Dar­in wer­den zu­min­dest fest­ge­legt:

a.17
die Ver­bin­dun­gen zwi­schen dem Ba­si­stun­nel am Gott­hard und dem Ba­si­stun­nel Ce­ne­ri so­wie der Tun­nel Thal­wil (Ni­del­bad);
b.
die Au­to­ver­la­de­an­la­gen im Kan­der­tal und im Rho­ne­tal so­wie de­ren An­schluss an die Lötsch­berg-Ba­sis­li­nie;
c.
die di­rek­te Ver­bin­dung des Mit­tel­wal­lis mit der Lötsch­berg-Ba­sis­li­nie und de­ren An­schluss an die Sim­plon­li­nie.

2 Der Bau und die Fi­nan­zie­rung der un­ter Ar­ti­kel 5bis nicht er­wähn­ten Vor­ha­ben er­for­dern se­pa­ra­te all­ge­mein­ver­bind­li­che Bun­des­be­schlüs­se.

15 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

16 SR 700

17 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

Art. 9 Anpassungen des bestehenden Eisenbahnnetzes 18  

Der Bund stellt in­nert nütz­li­cher Frist den Aus­bau der Zu­fahrts­stre­cken zu den Al­pen­tran­sit­li­ni­en im zen­tra­len Mit­tel­land und im Sü­den si­cher und re­gelt des­sen Fi­nan­zie­rung; er sorgt für die Ko­or­di­na­ti­on mit den Pri­vat­bah­nen. Die SBB und die be­trof­fe­nen Pri­vat­bah­nen pas­sen ih­re Net­ze an die Ver­hält­nis­se, die mit den neu­en Li­ni­en ent­ste­hen, bis spä­tes­tens zu de­ren In­be­trieb­nah­me an.

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

Art. 1019  

19 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 10bis Staffelung der NEAT 20  

1 Die NE­AT nach den Ar­ti­keln 3–9 wird in zwei Pha­sen rea­li­siert:

a.
Die ers­te Pha­se um­fasst den Bau des Ba­si­stun­nels am Gott­hard und am Lötsch­berg;
b.21
Die zwei­te Pha­se um­fasst die Rea­li­sie­rung der üb­ri­gen Pro­jek­te nach Ar­ti­kel 5bis.

2 Der Bun­des­rat ent­schei­det über den Bau­be­ginn der zwei­ten Pha­se.

3 Das Be­triebs­kon­zept ist lau­fend zu op­ti­mie­ren und der Tech­no­lo­gie­fort­schritt bei den Bah­nen aus­zu­schöp­fen.

20 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

21 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

Art. 10ter Weitere Eisenbahngrossprojekte nach Artikel 196 Ziffer 3 der Bundesverfassung 2223  

Die nach­ste­hen­den Ei­sen­bahn­gross­pro­jek­te nach Ar­ti­kel 196 Zif­fer 3 der Bun­des­ver­fas­sung wer­den in se­pa­ra­ten Bun­des­ge­set­zen ge­re­gelt:24

a.
BAHN 2000,
b.
der An­schluss der Ost- und West­schweiz an das eu­ro­päi­sche Ei­sen­bahn-Hoch­leis­tungs­netz,
c.
die Ver­bes­se­rung des Lärm­schut­zes ent­lang der Ei­sen­bahn­stre­cken durch ak­ti­ve und pas­si­ve Mass­nah­men

22 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

23 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

24 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

3. Abschnitt: Projektierung

Art. 11 Vorprojekte  

1 Die Vor­pro­jek­te für die neu­en Li­ni­en des NE­AT-Kon­zep­tes ge­ben Auf­schluss ins­be­son­de­re über die Li­ni­en­füh­rung, die An­schluss­stel­len, das Aus­mass der Bahn­hof- und Ter­mi­nal­be­rei­che und die Kreu­zungs­bau­wer­ke.25

2 Die Vor­pro­jek­te ha­ben den Be­lan­gen der Raum­pla­nung, des Um­welt­schut­zes, des Na­tur- und Hei­mat­schut­zes und der Lan­des­ver­tei­di­gung Rech­nung zu tra­gen.

3 Die Vor­pro­jek­te sind dem Bun­des­amt für Ver­kehr vor­zu­le­gen.

4 Das Bun­des­amt für Ver­kehr hört zu den Vor­pro­jek­ten die in­ter­es­sier­ten Bun­des­­be­hör­den, Kan­to­ne und Ei­sen­bahn­un­ter­neh­mun­gen an. Die Ge­mein­den wer­den vom Kan­ton an­ge­hört.

5 Die Vor­pro­jek­te be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung des Bun­des­ra­tes. Die­ser be­stimmt die Li­ni­en­füh­rung.26

6 Die Prü­fung und Ge­neh­mi­gung der Vor­pro­jek­te um­fasst auch die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung nach der Um­welt­schutz­ge­setz­ge­bung.

7 Vor­be­rei­tungs­mass­nah­men für die Pro­jekt­be­rei­ni­gung oder die Er­här­tung der Ent­schei­dungs­grund­la­gen sind zu­läs­sig. Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on27 ent­schei­det über Ein­wän­de Drit­ter. Die Ei­gen­tü­mer sind ge­mä­ss dem Ent­eig­nungs­ge­setz vom 20. Ju­ni 193028 vor­gän­gig zu ori­en­tie­ren. Ent­schä­di­gungs­recht­li­che Fol­gen rich­ten sich nach der eid­ge­nös­si­schen Enteig­nungs­ge­setz­ge­bung.

25 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

27 Be­zeich­nung ge­mä­ss nicht ver­öf­fent­lich­tem BRB vom 19. Dez. 1997.

28SR 711

Art. 1229  

29 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 3 des BG vom 26. Sept. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3205; BBl 2013 7185).

Art. 13 Freier Wettbewerb  

1 Der Bund stellt im Rah­men sei­nes Sub­mis­si­ons­rechts für Pla­nung, Pro­jek­tie­rung und Bau den frei­en Wett­be­werb für die ein­zel­nen Teil­stücke si­cher.

2 Für in- und aus­län­di­sche Be­wer­ber sind gleich­wer­ti­ge Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zu ver­lan­gen.

4. Abschnitt: Finanzierung

Art. 14 Finanzierungsbedingungen 30  

1 Der Bund stellt den be­trof­fe­nen Bah­nen die be­nö­tig­ten Mit­tel in Form von markt­ge­mä­ss ver­zins­li­chen oder von va­ria­bel ver­zins­li­chen be­dingt rück­zahl­ba­ren Dar­­le­hen so­wie in Form von A-fonds-per­du-Bei­trä­gen zur Ver­fü­gung.

2 Markt­ge­mä­ss ver­zins­li­che Dar­le­hen dür­fen höchs­tens bis zu 25 Pro­zent der Pro­jekt­kos­ten (ein­sch­liess­lich der Ka­pi­tal­kos­ten) ge­währt wer­den. Die­se Dar­le­hen wer­den in der Be­stan­des­rech­nung ver­bucht. Bis zur In­be­trieb­nah­me von Bau­ab­schnit­ten wer­den die Dar­le­hens­zin­sen ak­ti­viert und ver­zinst.

3 Bun­des­rat und Bah­nen re­geln die Ein­zel­hei­ten der Ge­wäh­rung von Dar­le­hen und A-fonds-per­du-Bei­trä­gen in ei­ner Ver­ein­ba­rung.

4 Die Mit­tel aus dem Treib­stoff­zol­ler­trag nach Ar­ti­kel 36ter Ab­satz 1 Buch­sta­be c der Bun­des­ver­fas­sung31 wer­den den Bah­nen à-fonds-per­du ge­währt. Der Bun­des­rat ver­teilt die Mit­tel auf die Ba­sis­li­ni­en.

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

31 [AS 1996 1491]. Sie­he heu­te: Art. 86 Abs. 3 Bst. b der Bun­des­ver­fas­sung vom 18. April 1999 (SR 101).

Art. 1532  

32 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 16 Verpflichtungskredite 33  

Die Bun­des­ver­samm­lung be­wil­ligt etap­pen­wei­se mit ein­fa­chen Bun­des­be­schlüs­sen die zur Ver­wirk­li­chung der Gott­hard- und Lötsch­berg-Ba­sis­li­ni­en so­wie die für den Ein­be­zug der Ost­schweiz be­nö­tig­ten Ver­pflich­tungs­kre­di­te.

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

Art. 17 Sonderrechnung  

1 Für die Pro­jek­tie­rung, den Bau und den Be­trieb der Li­ni­en am Gott­hard und am Lötsch­berg füh­ren die SBB und die BLS ei­ge­ne Rech­nun­gen.34

2 Der Bun­des­rat er­lässt die not­wen­di­gen Vor­schrif­ten.

34 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 20. März 2009 über die zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung der Bahnin­fra­struk­tur, in Kraft seit 1. Sept. 2009 (AS 2009 4219).

5. Abschnitt: Koordination, Kontrolle, Berichterstattung

Art. 1835  

35 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

Art. 19 Aufsicht und Kontrolle 36  

1 Der Bun­des­rat stellt die Auf­sicht und die Kon­trol­le über das NE­AT-Pro­jekt si­cher.

2 Er kann ein Be­ra­tungs­or­gan ein­set­zen, das er mit der Be­ur­tei­lung zen­tra­ler Pro­jek­t­auf­ga­ben be­auf­tragt.

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

Art. 20 Berichterstattung und Oberaufsicht 37  

1 Der Bun­des­rat ori­en­tiert die eid­ge­nös­si­schen Rä­te ab 1992 jähr­lich über:

a.
den Stand der Ver­wirk­li­chung des Kon­zep­tes;
b.
die Auf­wen­dun­gen auf­grund der be­wil­lig­ten Ver­pflich­tungs­kre­di­te;
c.
die bis­he­ri­ge so­wie die für die fünf nach­fol­gen­den Jah­re vor­ge­se­he­ne Be­las­tung des Bun­des.

2 Mit je­der Be­an­spru­chung ei­nes neu­en Kre­di­tes ori­en­tiert er fer­ner die eid­ge­nös­si­schen Rä­te über:

a.
die zu er­war­ten­den Ge­samt­kos­ten für die Ver­wirk­li­chung des Kon­zep­tes;
b.
die auf den neues­ten Stand ge­brach­te Wirt­schaft­lich­keits­rech­nung.

3-538

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BB vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769774; BBl 1996 IV 638).

38 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 22. März 2019 (Auf­lö­sung der NE­AT-Auf­sichts­de­le­ga­ti­on der eid­ge­nös­si­schen Rä­te), mit Wir­kung seit 1. Dez. 2019 (AS 2019 2341; BBl 2018 72237237).

6. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 21 Vollzug  

Der Bun­des­rat voll­zieht die­sen Be­schluss. Er er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen.

Art. 22 Referendum, Inkrafttreten und Geltungsdauer  

1 Die­ser Be­schluss ist all­ge­mein­ver­bind­lich; er un­ter­steht dem fa­kul­ta­ti­ven Re­fe­ren­dum.

2 Der Bun­des­rat be­stimmt das In­kraft­tre­ten.

339

Da­tum des In­kraft­tre­tens: 1. De­zem­ber 199240

39 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BB vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 769; BBl 1996 IV 638).

40BRB vom 30. Nov. 1992

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