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Verordnung
über Rohrleitungsanlagen zur Beförderung flüssiger
oder gasförmiger Brenn- oder Treibstoffe
(Rohrleitungsverordnung, RLV)

vom 26. Juni 2019 (Stand am 1. Juli 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 1 Absätze 1, 2 Buchstabe a und 4, 45 Ziffer 3 und 52 Absatz 2 Ziffern 1 und 3 des Rohrleitungsgesetzes vom 4. Oktober 19631 (RLG),

verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand  

Die­se Ver­ord­nung re­gelt den Bau und den Be­trieb von Rohr­lei­tungs­an­la­gen zur Be­för­de­rung flüs­si­ger oder gas­för­mi­ger Brenn- und Treib­stof­fe, Koh­len­was­ser­stof­fe oder Koh­len­was­ser­stoff­ge­mi­sche wie Ro­herd­öl, Erd­gas, Raf­fi­ne­rie­ga­se, Erd­öl­de­stil­la­te oder flüs­si­ge Rück­stän­de der Erd­öl­raf­fi­na­ti­on.

Art. 2 Geltungsbereich  

1 Die­se Ver­ord­nung gilt voll­um­fäng­lich für:

a.
Rohr­lei­tungs­an­la­gen nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 2 RLG;
b.
Rohr­lei­tungs­an­la­gen, die dem Bund oder ei­ner An­stalt des Bun­des ge­hö­ren, un­ab­hän­gig da­von, ob sie un­ter Buch­sta­be a fal­len.

2 Be­ste­hen Rohr­lei­tungs­an­la­gen aus An­la­ge­tei­len, die un­ter Ab­satz 1 fal­len, und aus sol­chen, die nicht dar­un­ter­fal­len, so un­ter­stellt das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) nach An­hö­ren des be­trof­fe­nen Kan­tons die Rohr­lei­tungs­an­la­ge der zweck­mäs­si­ge­ren Ord­nung.

3 Für Rohr­lei­tungs­an­la­gen un­ter kan­to­na­ler Auf­sicht nach Ab­schnitt IV RLG gel­ten die 7.−9. Ab­schnit­te die­ser Ver­ord­nung.

Art. 3 Rohrleitungen nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a RLG  

1 Als Rohr­lei­tun­gen nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 2 Buch­sta­be a RLG gel­ten Rohr­lei­tungs­an­la­gen, bei de­nen der ma­xi­mal zu­läs­si­ge Be­triebs­druck grös­ser als 5 bar und der Aus­sen­durch­mes­ser grös­ser als 6 cm ist; bei den An­ga­ben ist der Druck als Über­druck zu ver­ste­hen.

2 Bei Rohr­lei­tun­gen für den Trans­port von flüs­si­gen Brenn- oder Treib­stof­fen gilt als ma­xi­mal zu­läs­si­ger Be­triebs­druck nach Ab­satz 1 der ma­xi­mal mög­li­che Druck in­klu­si­ve Druck­sto­ss.

Art. 4 Nicht unter das RLG fallende Anlagen  

1 Das RLG gilt nicht für:

a.
Rohr­lei­tun­gen, die Be­stand­tei­le ei­ner Ein­rich­tung zur La­ge­rung, zum Um­schlag, zur Auf­be­rei­tung oder zur Ver­wer­tung von flüs­si­gen oder gas­för­mi­gen Brenn- oder Treib­stof­fen bil­den und das Are­al die­ser Ein­rich­tung um höchs­tens 100 m über­schrei­ten;
b.
Rohr­lei­tun­gen, die von der Sta­ti­on der Un­ter­neh­mung zu den Ver­brau­chern füh­ren und nicht län­ger als 100 m sind.

2 An­fang und En­de der dem RLG un­ter­ste­hen­den Rohr­lei­tungs­an­la­ge sind vom BFE bei der Plan­ge­neh­mi­gung fest­zu­le­gen und sol­len sich bei Schie­bern oder an­de­ren ge­eig­ne­ten In­stal­la­tio­nen be­fin­den.

Art. 5 Aufsichtsorgane  

1 Auf­sichts­be­hör­de ist das BFE.

2 Die tech­ni­sche Auf­sicht ob­liegt dem Eid­ge­nös­si­schen Rohr­lei­tungs­in­spek­to­rat (ERI).

Art. 6 Eidgenössisches Rohrleitungsinspektorat  

1 Das ERI ist ei­ne be­son­de­re Dienst­stel­le des Schwei­ze­ri­schen Ver­eins für tech­ni­sche In­spek­tio­nen (SV­TI) mit ei­ge­ner Rech­nung. Die Ein­zel­hei­ten sind im Ver­trag zwi­schen dem Bund und dem SV­TI ge­re­gelt.

2 Das ERI ver­kehrt mit den Un­ter­neh­mun­gen, den Be­hör­den und den Drit­ten di­rekt. Bei Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten ent­schei­det das BFE.

2. Abschnitt: Plangenehmigungsverfahren

Art. 7 Plangenehmigungspflicht  

1 Rohr­lei­tungs­an­la­gen nach Ar­ti­kel 2 Ab­sät­ze 1 und 2 und Ar­ti­kel 3 dür­fen nur mit ei­ner Plan­ge­neh­mi­gung des BFE er­stellt oder ge­än­dert wer­den.

2 In­stand­hal­tungs­ar­bei­ten an Rohr­lei­tungs­an­la­gen kön­nen oh­ne Plan­ge­neh­mi­gung durch­ge­führt wer­den, wenn da­bei kei­ne be­son­de­ren Aus­wir­kun­gen auf die Um­welt zu er­war­ten sind. In Zwei­fels­fäl­len ent­schei­det das BFE über die Plan­ge­neh­mi­gungs­pflicht.

3 Als In­stand­hal­tungs­ar­bei­ten gel­ten sämt­li­che Ar­bei­ten, die da­zu die­nen, den Be­trieb ei­ner An­la­ge im ge­neh­mig­ten Um­fang si­cher­zu­stel­len, ins­be­son­de­re:

a.
Rohr­son­da­gen und Rohr­kon­trol­len;
b.
die Re­pa­ra­tur und der gleich­wer­ti­ge Er­satz von be­ste­hen­den An­la­ge­tei­len.
Art. 8 Gesuchsunterlagen  

1 Die zur Plan­ge­neh­mi­gung ein­zu­rei­chen­den Un­ter­la­gen müs­sen al­le An­ga­ben ent­hal­ten, die für die Be­ur­tei­lung not­wen­dig sind, ins­be­son­de­re:

a.
einen tech­ni­schen Be­richt;
b.
einen Be­richt über die Aus­wir­kun­gen auf die Um­welt und über die Ab­stim­mung mit der Raum­pla­nung;
c.
die Pro­jekt­plä­ne mit dem Ver­merk «Auf­la­ge­plä­ne».

2 Die Ge­mein­den, die Kan­to­ne und der Bund un­ter­stüt­zen die Ge­such­stel­le­rin bei der Er­ar­bei­tung der Ge­suchs­un­ter­la­gen.

3 Das BFE kann bei Be­darf zu­sätz­li­che Un­ter­la­gen ver­lan­gen.

4 Die Ge­such­stel­le­rin muss die Grund­la­gen für die ein­ge­reich­ten Un­ter­la­gen den Ge­neh­mi­gungs­be­hör­den auf Ver­lan­gen vor­le­gen.

Art. 9 Technischer Bericht  

Der tech­ni­sche Be­richt um­fasst ins­be­son­de­re:

a.
die An­ga­ben über die Un­ter­neh­mung;
b.
die An­ga­ben über den Pro­jekt­ver­fas­ser oder die Pro­jekt­ver­fas­se­rin;
c.
die Be­grün­dung des Pro­jek­tes;
d.
die Pro­jekt­be­schrei­bung;
e.
die rohr­lei­tungs­tech­ni­schen An­ga­ben;
f.
das Ka­tho­den­schutz­kon­zept;
g.
den An­trag und die Be­grün­dung für Aus­nah­me­re­ge­lun­gen nach Ar­ti­kel 6 der Rohr­lei­tungs­si­cher­heits­ver­ord­nung vom 4. April 20072 (RLSV);
h.
die Ter­min­pla­nung;
i.
das Kon­zept für die Fern­mel­de- und die Fern­steue­rungs­an­la­ge so­wie für die Über­wa­chungs­ein­rich­tun­gen;
j.
die Mass­nah­men auf­grund von Ge­fähr­dun­gen der An­la­ge nach Ar­ti­kel 10 Buch­sta­be g.
Art. 10 Bericht über die Auswirkungen auf die Umwelt und über die Abstimmung mit der Raumplanung  

Der Be­richt über die Aus­wir­kun­gen auf die Um­welt und über die Ab­stim­mung mit der Raum­pla­nung ent­hält:

a.
in Be­zug auf die Um­welta­spek­te:
1.
bei Pro­jek­ten, die der Pflicht zur Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung un­ter­ste­hen: einen Um­welt­ver­träg­lich­keits­be­richt,
2.
bei Pro­jek­ten, die nicht der Pflicht zur Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung un­ter­ste­hen: einen Um­welt­be­richt;
b.
einen Kurz­be­richt nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 3 der Stör­fall­ver­ord­nung vom 27. Fe­bru­ar 19913 (StFV);
c.
ei­ne Ri­si­koer­mitt­lung im Sin­ne von An­hang 4.4 StFV, wenn dies auf­grund der Be­ur­tei­lung nach Ar­ti­kel 6 StFV not­wen­dig ist;
d.
einen hy­dro­geo­lo­gi­schen Be­richt;
e.
einen Be­richt über den Bo­den­schutz ein­sch­liess­lich Kar­tie­run­gen;
f.
einen Be­richt über die Ab­stim­mung mit der Raum­pla­nung, ins­be­son­de­re mit der Richt- und Nut­zungs­pla­nung der Kan­to­ne;
g.
einen Be­richt über mög­li­che Ge­fähr­dun­gen der An­la­ge durch gra­vi­ta­ti­ve Na­tur­ge­fah­ren wie Rut­schung, Sturz, La­wi­ne, Hoch­was­ser, Ein­sturz so­wie He­bung durch Grund­was­ser.
Art. 11 Projektpläne  

Die Pro­jekt­plä­ne um­fas­sen:

a.
ei­ne Über­sichts­kar­te über die La­ge der Rohr­lei­tungs­an­la­ge im ge­eig­ne­ten Mass­stab;
b.
die Plä­ne mit den Grund­was­ser- und den Quell­fas­sun­gen, den Bau-, den Land­wirt­schafts- und den Schutz­zo­nen, den un­ter öf­fent­lich-recht­li­chem Schutz ste­hen­den Ob­jek­ten des Na­tur- und Land­schafts­schut­zes, den Kul­tu­r­ob­jek­ten so­wie den Bau­vor­ha­ben mit räum­li­chen Aus­wir­kun­gen wie Bah­nen und Stras­sen;
c.
die Stre­cken­plä­ne der Rohr­lei­tung im Mass­stab 1:1000 oder 1:500;
d.
die Ob­jekt­plä­ne;
e.
die Si­tua­ti­ons-, die Ge­bäu­de und die Um­ge­bungs­ge­stal­tungs­plä­ne für Ne­ben­an­la­gen;
f.
ein me­cha­ni­sches An­la­ge­sche­ma.
Art. 12 Inhalt der Strecken- und Situationspläne  

Die Plä­ne bein­hal­ten ins­be­son­de­re:

a.
die mass­stäb­lich ge­naue La­ge und die Über­de­ckung der Rohr­lei­tung und der Ne­ben­an­la­gen ein­sch­liess­lich der Hoch­bau­ten, der Däm­me usw. in ih­rem Ver­hält­nis zu an­de­ren Ob­jek­ten bis zu ei­ner Ent­fer­nung von 100 m beid­sei­tig der Rohr­lei­tungs­an­la­ge; auf wei­ter ent­fern­te Ob­jek­te, die für die Plan­ge­neh­mi­gung von Be­deu­tung sind, ist hin­zu­wei­sen;
b.
die Gren­zen und die Num­mern der Par­zel­len, de­ren Ge­mein­de- und Kan­tons­zu­ge­hö­rig­keit so­wie der Na­me und die Adres­se des Ei­gen­tü­mers oder der Ei­gen­tü­me­rin;
c.
die Si­cher­heits­ab­stän­de nach Ar­ti­kel 12 Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c RLSV4 und die Schutz­be­rei­che nach Ar­ti­kel 16 RLSV;
d.
Hin­wei­se auf die zu den Stre­cken- und Si­tua­ti­ons­plä­nen da­zu­ge­hö­ren­den Plä­ne;
e.
die tech­ni­schen Da­ten der Roh­re und der Ein­bau­tei­le wie Rohr­werk­stoff, Rohr­di­men­sio­nen und Rohr­be­schich­tung;
f.
die An­ga­ben zum ma­xi­mal zu­läs­si­gen Be­triebs­druck nach Ar­ti­kel 3;
g.
die ört­li­chen Gren­zen, an de­nen die Auf­sicht zu ei­ner an­de­ren Stel­le wech­selt (Auf­sichts­gren­zen);
h.
die Na­men von Ge­wäs­sern, Stras­sen und Plät­zen so­wie an­de­re Be­zeich­nun­gen, die der Iden­ti­fi­ka­ti­on der Ob­jek­te die­nen;
i.
die Bau­strei­fen;
j.
die Ro­dungs­gren­zen;
k.
die un­ter­ir­di­schen Dritt­lei­tun­gen wie Drai­na­ge- oder Ka­bel­lei­tun­gen;
l.
die Be­zeich­nung von Strom­lei­tun­gen mit An­ga­be der Be­triebss­pan­nung;
m.
die Schutz­mass­nah­men für die Rohr­lei­tungs­an­la­ge;
n.
die we­sent­li­chen Ele­men­te des ka­tho­di­schen Schut­zes;
o.
die Stand­orte der Mar­kie­rungs­si­gna­le.
Art. 13 Aussteckung  

1 Für die Aus­ste­ckung von Rohr­lei­tungs­pro­jek­ten gilt:

a.
Die Lei­tungs­ach­se ist sicht­bar durch oran­ge­far­bi­ge Pflö­cke zu mar­kie­ren.
b.
Die Mar­kie­rungs­si­gna­le sind durch Pflö­cke zu mar­kie­ren.
c.
Bäu­me, die ent­fernt wer­den müs­sen, sind durch ei­ne oran­ge­far­bi­ge Mar­kie­rung zu kenn­zeich­nen; schnei­det das Tras­see der Lei­tung Ge­büsch oder Wald, so sind die Gren­zen, in­ner­halb de­rer ge­ro­det wer­den muss, mit oran­ge­far­bi­ger Mar­kie­rung zu be­zeich­nen.
d.
Die Um­riss­li­ni­en von be­an­spruch­tem Grund­ei­gen­tum sind mit blau­en Pflö­cken zu be­zeich­nen.
e.
Die äus­se­ren Kan­ten von Hoch­bau­ten sind durch Pro­fi­le zu kenn­zeich­nen.

2 Die Aus­ste­ckung muss wäh­rend der gan­zen Dau­er der Auf­la­ge des Pro­jek­tes auf­recht­er­hal­ten wer­den.

Art. 14 Projektänderungen während des Verfahrens  

Er­ge­ben sich wäh­rend des Plan­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens we­sent­li­che Än­de­run­gen ge­gen­über dem ur­sprüng­li­chen Pro­jekt, so ist das ge­än­der­te Pro­jekt den Be­trof­fe­nen er­neut zur Stel­lung­nah­me zu un­ter­brei­ten und ge­ge­be­nen­falls öf­fent­lich auf­zu­le­gen.

Art. 15 Teilgenehmigung  

Für un­be­strit­te­ne Tei­le ei­ner Rohr­lei­tungs­an­la­ge kann ei­ne Teil­ge­neh­mi­gung er­teilt wer­den, wenn da­durch die An­la­ge im be­strit­te­nen Be­reich nicht prä­ju­di­ziert wird.

Art. 16 Behandlungsfristen  

Für die Be­hand­lung ei­nes Plan­ge­neh­mi­gungs­ge­su­ches gel­ten für das BFE in der Re­gel die fol­gen­den Fris­ten:

a.
zehn Ar­beits­ta­ge vom Ein­gang des voll­stän­di­gen Ge­su­ches bis zur Über­mitt­lung an die Kan­to­ne und die be­trof­fe­nen Bun­des­be­hör­den;
b.
30 Ar­beits­ta­ge für die Aus­fer­ti­gung des Ent­schei­des nach Ab­schluss der Ein­spra­che­ver­hand­lun­gen und dem Vor­lie­gen der Stel­lung­nah­men der Be­hör­den.
Art. 17 Sistierung  

Be­nö­tigt die Un­ter­neh­mung für die Er­gän­zung der Ge­suchs­un­ter­la­gen, die Er­ar­bei­tung von Pro­jekt­va­ri­an­ten oder die Ver­hand­lun­gen mit Be­hör­den und Ein­spre­chen­den mehr als drei Mo­na­te, so kann das Ver­fah­ren sis­tiert wer­den, bis die Wie­der­auf­nah­me ver­langt wird.

3. Abschnitt: Rohrleitungstechnische Prüfung

Art. 18  

1 Die Un­ter­neh­mung reicht dem ERI die fol­gen­den rohr­lei­tungs­tech­ni­schen Un­ter­la­gen vor der Aus­füh­rung der Ar­bei­ten zur Prü­fung ein:

a.
die Un­ter­la­gen über die Di­men­sio­nie­rung und die Aus­füh­rung der Roh­re, der Form­stücke und Ar­ma­tu­ren;
b.
die Plä­ne, den Be­schrieb und die Sche­mas von Ne­ben­an­la­gen;
c.
die Plä­ne und die Un­ter­la­gen be­tref­fend die Fern­mel­de- und die Fern­steue­rungs­an­la­ge so­wie die Über­wa­chungs­ein­rich­tun­gen;
d.
die Plä­ne und die Un­ter­la­gen be­tref­fend den ka­tho­di­schen Schutz;
e.
die Ex-Zo­nen­plä­ne;
f.
das Län­gen­pro­fil und die hy­drau­li­schen Be­rech­nun­gen ein­sch­liess­lich des Druck­pro­fils bei Lei­tun­gen für flüs­si­ge Stof­fe.

2 Das ERI kann bei Be­darf zu­sätz­li­che Un­ter­la­gen ver­lan­gen.

3 Es prüft die Un­ter­la­gen auf ih­re Über­ein­stim­mung mit den Re­geln der Tech­nik nach Ar­ti­kel 3 RLSV5, der Plan­ge­neh­mi­gung und der Be­triebs­be­wil­li­gung und teilt der Un­ter­neh­mung das Er­geb­nis sei­ner Prü­fung mit.

4. Abschnitt: Bau

Art. 19 Baupläne  

Im An­schluss an die Plan­ge­neh­mi­gung und in Aus­füh­rung der­sel­ben hat die Un­ter­neh­mung die fol­gen­den Bau­plä­ne dem ERI zur tech­ni­schen Prü­fung und an­sch­lies­send dem BFE zur Prü­fung auf ih­re Über­ein­stim­mung mit der Plan­ge­neh­mi­gung vor­zu­le­gen:

a.
die Stre­cken­plä­ne der Rohr­lei­tung im Mass­stab 1:1000 oder 1:500;
b.
die Ob­jekt­plä­ne;
c.
die Si­tua­ti­ons-, die Ge­bäu­de und die Um­ge­bungs­ge­stal­tungs­plä­ne für Ne­ben­an­la­gen.
Art. 20 Auflagenkontrolle durch das BFE  

1 Das BFE kon­trol­liert die Ein­hal­tung der Auf­la­gen aus der Plan­ge­neh­mi­gung. Es über­wacht ins­be­son­de­re die Ein­hal­tung der zum Schutz der Um­welt an­ge­ord­ne­ten Mass­nah­men. Es kann die Auf­la­gen­kon­trol­le ganz oder teil­wei­se von Drit­ten, na­ment­lich von den Kan­to­nen, durch­füh­ren las­sen.

2 Es stimmt sich be­züg­lich der Auf­la­gen­kon­trol­le im Rah­men der tech­ni­schen Auf­sicht mit dem ERI ab. Bei Dif­fe­ren­zen ent­schei­det das BFE.

3 Die Un­ter­neh­mung teilt dem BFE auf An­fra­ge die Or­ga­ni­sa­ti­on der Bau­stel­le, den Ter­min­plan für die Aus­füh­rung des Pro­jek­tes und al­len­falls wei­te­re vom BFE be­nö­tig­te An­ga­ben recht­zei­tig mit.

Art. 21 Technische Aufsicht durch das ERI  

1 Das ERI über­wacht die fach­ge­rech­te Aus­füh­rung der Bau­ar­bei­ten Es kann Kon­trol­len durch­füh­ren oder von Drit­ten durch­füh­ren las­sen.

2 Es in­for­miert das BFE bei Be­darf über die Aus­füh­rung der Bau­ar­bei­ten und über die Ein­hal­tung der da­mit zu­sam­men­hän­gen­den Auf­la­gen.

3 Die Un­ter­neh­mung teilt dem ERI die Or­ga­ni­sa­ti­on der Bau­stel­le, die tech­ni­schen Spe­zi­fi­ka­tio­nen der Bau­aus­füh­rung und den Ter­min­plan für die Aus­füh­rung des Pro­jek­tes recht­zei­tig im Vor­aus mit.

4 Sie muss das ERI über be­son­de­re Vor­komm­nis­se um­ge­hend in­for­mie­ren.

5 Sie er­stellt Pro­to­kol­le über die durch­ge­führ­ten Ar­bei­ten und Kon­trol­len und weist sie auf Ver­lan­gen dem ERI vor.

Art. 22 Technische Abnahmeprüfung  

Das ERI nimmt die aus­ge­führ­ten Ar­bei­ten ab. Die Ab­nah­me­prü­fung um­fasst ins­be­son­de­re:

a.
die Kon­trol­le, ob die An­la­ge der Plan­ge­neh­mi­gung und den kon­trol­lier­ten Bau­plä­nen ent­spricht;
b.
die Prü­fung der Druck­fes­tig­keit und der Dicht­heit der Rohr­lei­tung;
c.
die Prü­fung der Funk­ti­on, der Druck­fes­tig­keit und der Dicht­heit der Ne­ben­an­la­gen;
d.
die Funk­ti­ons­kon­trol­le der Fern­mel­de- und der Fern­steue­rungs­an­la­ge.

5. Abschnitt: Betrieb

Art. 23 Betriebsbewilligung  

Rohr­lei­tungs­an­la­gen dür­fen nur mit ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 30 RLG be­trie­ben wer­den. Die Be­triebs­be­wil­li­gung be­steht aus:

a.
ei­ner ge­ne­rel­len Be­triebs­be­wil­li­gung für die Un­ter­neh­mung mit An­ga­ben zur Or­ga­ni­sa­ti­on, zum Be­trieb und zu den An­la­gen (Be­triebs­re­gle­ment); und
b.
ei­ner Be­wil­li­gung zur In­be­trieb­nah­me der An­la­ge oder ein­zel­ner An­la­ge­tei­le.
Art. 24 Generelle Betriebsbewilligung  

1 Das Ge­such um ei­ne ge­ne­rel­le Be­triebs­be­wil­li­gung ist von der Un­ter­neh­mung dem BFE ein­zu­rei­chen.

2 Dem Ge­such sind fol­gen­de Un­ter­la­gen bei­zu­le­gen:

a.
der Nach­weis ei­ner Haft­pflicht­ver­si­che­rung der Ge­samt­an­la­ge (Art. 30 Abs. 2 Bst. c RLG);
b.
das Be­triebs­re­gle­ment nach Ar­ti­kel 26.
Art. 25 Bewilligung zur Inbetriebnahme der Anlage oder einzelner Anlageteile  

1 Das Ge­such um ei­ne Be­wil­li­gung für die In­be­trieb­nah­me der An­la­ge oder ein­zel­ner An­la­ge­tei­le ist von der Un­ter­neh­mung nach der Er­stel­lung oder der Än­de­rung der Rohr­lei­tungs­an­la­ge dem BFE ein­zu­rei­chen.

2 Dem Ge­such ist ei­ne Be­stä­ti­gung bei­zu­le­gen, wo­nach die zu­stän­di­gen Er­eig­nis­diens­te über die Er­stel­lung oder die Än­de­rung der Rohr­lei­tungs­an­la­ge in­for­miert wor­den sind.6

3 Das BFE er­teilt die Be­wil­li­gung, wenn ei­ne ge­ne­rel­le Be­triebs­be­wil­li­gung vor­liegt, die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 30 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b RLG er­füllt sind und die tech­ni­sche Ab­nah­me­prü­fung nach Ar­ti­kel 22 er­folg­reich durch­ge­führt wur­de. Zu­dem ord­net es die not­wen­di­gen An­pas­sun­gen des Be­triebs­re­gle­ments nach Ar­ti­kel 26 an.

4 Bei ge­ring­fü­gi­gen tech­ni­schen Än­de­run­gen ei­ner Rohr­lei­tungs­an­la­ge kann es im Ein­zel­fall auf die Ein­rei­chung ei­nes Ge­suchs um ei­ne Be­wil­li­gung für die In­be­trieb­nah­me durch die Un­ter­neh­mung ver­zich­ten. Die In­be­trieb­nah­me kann in die­sen Fäl­len nach er­folg­rei­cher tech­ni­scher Ab­nah­me­prü­fung nach Ar­ti­kel 22 und mit der Zu­stim­mung des ERI er­fol­gen.

5 Als ge­ring­fü­gi­ge tech­ni­sche Än­de­run­gen gel­ten:

a.
Än­de­run­gen an der Ver­roh­rung von Ne­ben­an­la­gen;
b.
der Ein­bau von Schutz­plat­ten;
c.
der Ein­bau von Ele­men­ten für den ka­tho­di­schen Kor­ro­si­ons­schutz;
d.
un­we­sent­li­che bau­li­che Än­de­run­gen an Ge­bäu­den von Ne­ben­an­la­gen;
e.
Lei­tungs­um­le­gun­gen.

6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 3 der Rohr­lei­tungs­si­cher­heits­ver­ord­nung vom 4. Ju­ni 2021, in Kraft seit 1. Ju­li 2021 (AS 2021 348).

Art. 26 Betriebsreglement  

1 Das Be­triebs­re­gle­ment wird durch das BFE ge­neh­migt.

2 Das Be­triebs­re­gle­ment um­fasst ins­be­son­de­re die fol­gen­den An­ga­ben über die Or­ga­ni­sa­ti­on der Un­ter­neh­mung:

a.
das Or­ga­ni­gramm;
b.
die Zu­stän­dig­kei­ten und die Ver­ant­wort­lich­kei­ten für die ein­zel­nen An­la­ge­tei­le;
c.
die Schu­lung und die Wei­ter­bil­dung;
d.
das Ver­hält­nis der Un­ter­neh­mung zu Drit­ten, für wel­che die Rohr­lei­tungs­an­la­ge be­trie­ben wird oder wel­che für die Un­ter­neh­mung die An­la­ge oder Tei­le da­von be­trei­ben.

3 Es um­fasst ins­be­son­de­re die fol­gen­den An­ga­ben über den Be­trieb der An­la­ge:

a.
den Be­trieb, die Be­set­zung, die Zu­stän­dig­kei­ten und die Ver­ant­wort­lich­kei­ten der ein­zel­nen Leit­war­ten;
b.
den Be­trieb und die In­stand­hal­tung der Sta­tio­nen und der ver­schie­de­nen Lei­tungs­ab­schnit­te;
c.
die Pflich­ten­hef­te für die Kon­trol­le und den Un­ter­halt von Sta­tio­nen und Lei­tun­gen;
d.
das Kon­zept über die In­for­ma­ti­on der be­trof­fe­nen Grund­ei­gen­tü­mer und Grund­ei­gen­tü­me­rin­nen so­wie der be­trof­fe­nen Ge­mein­den;
e.7
die Or­ga­ni­sa­ti­on zur Be­he­bung von Schä­den;
f.8
...
g.
das Vor­ge­hen bei Bau­ar­bei­ten Drit­ter;
h.
die Lis­te des Re­pa­ra­tur­ma­te­ri­als.

4 Es um­fasst ins­be­son­de­re die fol­gen­den An­ga­ben über die Rohr­lei­tungs­an­la­ge:

a.
die Lis­te der gül­ti­gen Kon­zes­sio­nen, Plan­ge­neh­mi­gun­gen und Be­triebs­be­wil­li­gun­gen;
b.
die Lis­te der Rohr­lei­tungs­an­la­gen mit den Druck­an­ga­ben;
c.
die Lis­te der gül­ti­gen Plan­un­ter­la­gen;
d.
die Lis­te der be­trieb­li­chen Son­der­re­ge­lun­gen;
e.
die Vor­schrif­ten über die Kon­trol­le und die In­stand­hal­tung von Lei­tun­gen, Tras­see und Ne­ben­an­la­gen;
f.
die Si­cher­heits­be­stim­mun­gen für den Be­trieb und die In­stand­hal­tung der An­la­gen.

7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 3 der Rohr­lei­tungs­si­cher­heits­ver­ord­nung vom 4. Ju­ni 2021, in Kraft seit 1. Ju­li 2021 (AS 2021 348).

8 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 2 Ziff. 3 der Rohr­lei­tungs­si­cher­heits­ver­ord­nung vom 4. Ju­ni 2021, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2021 (AS 2021 348).

Art. 27 Ausführungspläne  

1 In­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach der In­be­trieb­nah­me sind dem ERI die Plä­ne des aus­ge­führ­ten Werks ein­zu­rei­chen.

2 Die­se um­fas­sen:

a.
die Stre­cken­plä­ne der Rohr­lei­tung im Mass­stab 1:1000 oder 1:500;
b.
die Ob­jekt­plä­ne;
c.
die Si­tua­ti­ons-, die Ge­bäu­de und die Um­ge­bungs­ge­stal­tungs­plä­ne für Ne­ben­an­la­gen;
d.
die Ver­roh­rungs­plä­ne und Sche­mas;
e.
die Ex-Zo­nen­plä­ne;
f.
das Län­gen­pro­fil ein­sch­liess­lich des Druck­pro­fils bei Lei­tun­gen für flüs­si­ge Stof­fe.
Art. 28 Betriebsaufsicht  

1 Das ERI führt re­gel­mäs­sig, an­ge­mel­det oder un­an­ge­mel­det, Be­triebs­in­spek­tio­nen durch. Die­se um­fas­sen ins­be­son­de­re:

a.
die Kon­trol­le der Un­ter­la­gen wie Be­triebs­re­gle­ment, Plä­ne, Sche­mas;
b.
die Tras­see­kon­trol­len, wie die Kon­trol­le der Mar­kie­rung, von Ge­län­de­ver­än­de­run­gen, von Bau­ten Drit­ter und der Be­pflan­zung;
c.
die Über­prü­fung der Si­cher­heits­or­ga­ne;
d.
die Be­häl­ter­kon­trol­le;
e.
die Sta­ti­ons­kon­trol­len;
f.
die Über­prü­fung des ka­tho­di­schen Kor­ro­si­ons­schut­zes;
g.
die Funk­ti­ons­kon­trol­le der Ab­sperr-, der Fern­mel­de-, der Fern­steu­er- und der Über­wa­chungs­ein­rich­tun­gen;
h.
die Dicht­heits­prü­fun­gen;
i.
die Über­prü­fung von Ein­satz­übun­gen.

2 Das ERI ord­net die Be­he­bung all­fäl­li­ger Män­gel an und setzt da­für ei­ne Frist.

3 Die Un­ter­neh­mung muss das ERI über aus­ser­ge­wöhn­li­che Er­eig­nis­se um­ge­hend in­for­mie­ren.

4 Die Un­ter­neh­mung über­mit­telt dem Bun­des­amt jähr­lich den Ge­schäfts­be­richt, die Jah­res­rech­nung und die Bi­lanz. Das Bun­des­amt kann zu­sätz­li­che An­ga­ben ver­lan­gen, wenn dies für die Aus­übung der Auf­sicht oder zu sta­tis­ti­schen Zwe­cken er­for­der­lich ist.

Art. 29 Betriebseinstellung durch die Unternehmung  

1 Die Un­ter­neh­mung in­for­miert das BFE recht­zei­tig im Vor­aus über ei­ne vor­über­ge­hen­de oder ei­ne end­gül­ti­ge Be­trieb­sein­stel­lung.

2 An­la­gen, de­ren Be­trieb vor­über­ge­hend ein­ge­stellt wird, sind in Be­zug auf den Un­ter­halt und die Kon­trol­le wie in Be­trieb ste­hen­de An­la­gen zu be­han­deln.

3 Wird der Be­trieb ei­ner An­la­ge end­gül­tig ein­ge­stellt, so ord­net das BFE die not­wen­di­gen Mass­nah­men an und über­wacht de­ren Aus­füh­rung.

6. Abschnitt: Bauvorhaben Dritter

Art. 30 Zustimmung  

1 Drit­te, die Bau­ten und An­la­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 28 RLG er­rich­ten und än­dern wol­len, müs­sen recht­zei­tig vor Bau­be­ginn die Zu­stim­mung des BFE ein­ho­len.

2 Als Bau­vor­ha­ben im Sin­ne von Ar­ti­kel 28 RLG gel­ten:

a.
Gra­b­ar­bei­ten, ein­sch­liess­lich Tief­pflü­gen und Bo­den­lo­cke­run­gen, Auf­schüt­tun­gen, Unter­höh­lun­gen und er­heb­li­che Nut­zungs­än­de­run­gen in­ner­halb ei­nes waag­recht ge­mes­se­nen Ab­stan­des von 10 m von der Rohr­lei­tung bzw. in­ner­halb des Schutz­be­reichs von Ne­ben­an­la­gen und Stol­len­por­ta­len;
b.
Spren­gun­gen und die Er­stel­lung von An­la­gen, die Er­schüt­te­run­gen so­wie elek­tri­sche, che­mi­sche oder an­de­re Be­ein­flus­sun­gen er­zeu­gen und die Si­cher­heit der Rohr­lei­tungs­an­la­ge oder de­ren Be­trieb be­ein­träch­ti­gen kön­nen.

3 Die Pflicht, die Zu­stim­mung des BFE ein­zu­ho­len, be­ginnt mit Ein­tritt der Rechts­kraft der Plan­ge­neh­mi­gungs­ver­fü­gung.

4 Die Un­ter­neh­mung macht die Grund­ei­gen­tü­mer und Grund­ei­gen­tü­me­rin­nen, die für Bau­vor­ha­ben ei­ne Zu­stim­mung nach Ab­satz 1 ein­ho­len müs­sen, min­des­tens ein­mal al­le vier Jah­re schrift­lich auf die Pflicht auf­merk­sam, für die Aus­füh­rung von Bau­vor­ha­ben die Zu­stim­mung des BFE ein­zu­ho­len. Ver­stös­se ge­gen die­se Pflicht sind dem BFE un­ver­züg­lich zu mel­den.

Art. 31 Verfahren und Voraussetzung für die Zustimmung  

1 Das Ge­such ist zu­sam­men mit den für die Be­ur­tei­lung not­wen­di­gen Un­ter­la­gen wie Plä­nen, Be­schrei­bun­gen, Bau­pro­gram­men und, so­weit mög­lich, mit der Stel­lung­nah­me der be­trof­fe­nen Un­ter­neh­mung dem ERI ein­zu­rei­chen.

2 Das BFE er­teilt die Zu­stim­mung, wenn dar­ge­legt wird, dass dem oder der Drit­ten oder der Un­ter­neh­mung durch die Ab­leh­nung er­heb­li­che Nach­tei­le er­wach­sen wür­den, und der Er­tei­lung nicht schwer­wie­gen­de­re Si­cher­heits­grün­de ent­ge­gen­ste­hen.

3 Die Zu­stim­mung kann mit Be­din­gun­gen und Auf­la­gen ver­knüpft wer­den, die sich so­wohl an den Drit­ten oder die Drit­te wie an die Un­ter­neh­mung rich­ten kön­nen.

7. Abschnitt: Rohrleitungen unter der Aufsicht der Kantone

Art. 32 Kantonale Zuständigkeit  

1 Die Kan­to­ne re­geln das Ver­fah­ren für den Bau und den Be­trieb so­wie die Kon­trol­le der un­ter ih­rer Auf­sicht ste­hen­den Rohr­lei­tungs­an­la­gen.

2 Lie­gen Bau­vor­ha­ben Drit­ter in­ner­halb des Ab­stan­des nach Ar­ti­kel 30 Ab­satz 2 Buch­sta­be a zu ei­ner Rohr­lei­tungs­an­la­ge mit ei­nem Be­triebs­druck über 5 bar, so ist die Zu­stim­mung der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Stel­le ein­zu­ho­len. Die Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­stim­mung rich­ten sich nach Ar­ti­kel 31.

Art. 33 Oberaufsicht des Bundes  

1 Die Kan­to­ne er­stat­ten dem BFE jähr­lich Be­richt über die un­ter ih­rer Auf­sicht ste­hen­den Rohr­lei­tungs­an­la­gen.

2 Sie in­for­mie­ren das BFE auf An­fra­ge über ih­re Re­ge­lun­gen nach Ar­ti­kel 32.

3 Das BFE er­lässt ei­ne Richt­li­nie be­tref­fend die Ober­auf­sicht des Bun­des über Rohr­lei­tun­gen un­ter der Auf­sicht der Kan­to­ne.

8. Abschnitt: Strafbestimmungen

Art. 34  

Straf­bar im Sin­ne von Ar­ti­kel 45 RLG ist:

a.
wer der Mit­tei­lungs­pflicht nach Ar­ti­kel 28 Ab­satz 3 nicht nach­kommt;
b.
wer oh­ne Zu­stim­mung der Auf­sichts­be­hör­den Bau­vor­ha­ben im Sin­ne von Ar­ti­kel 30 Ab­satz 1 aus­führt oder mit der Zu­stim­mung ver­bun­de­ne Auf­la­gen und Be­din­gun­gen nicht be­ach­tet;
c.
wer Mit­tei­lungs­pflich­ten nach Ar­ti­kel 30 Ab­satz 4 nicht wahr­nimmt.

9. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 35 Aufhebung eines anderen Erlasses  

Die Rohr­lei­tungs­ver­ord­nung vom 2. Fe­bru­ar 20009 wird auf­ge­ho­ben.

9 [AS 2000 746; 2006 4889An­hang 2 Ziff. 4; 2008 2745An­hang Ziff. 4; 2013 749Ziff. III; 2015 4791 An­hang Ziff. 1]

Art. 36 Änderung anderer Erlasse  

Die Än­de­rung an­de­rer Er­las­se wird im An­hang ge­re­gelt.

Art. 37 Übergangsbestimmungen  

1 In­nert ei­nem Jahr ab In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung ha­ben die Kan­to­ne dem BFE Rohr­lei­tungs­an­la­gen un­ter kan­to­na­ler Auf­sicht zu mel­den, die nach Ar­ti­kel 3 die­ser Ver­ord­nung in Ver­bin­dung mit den Ar­ti­keln 1 und 16 RLG un­ter Bun­desauf­sicht fal­len. Mit der Mel­dung geht die Auf­sicht auf das BFE über.

2 Das BFE for­dert den Be­trei­ber um­ge­hend auf, ihm die für die Er­tei­lung der Be­triebs­be­wil­li­gung des Bun­des be­nö­tig­ten Un­ter­la­gen ein­zu­rei­chen.

3 Rohr­lei­tungs­an­la­gen, die neu un­ter Bun­desauf­sicht fal­len, kön­nen bis zur Er­tei­lung der Be­triebs­be­wil­li­gung des Bun­des ge­stützt auf die bis­he­ri­ge kan­to­na­le Be­wil­li­gung wei­ter be­trie­ben wer­den. Das BFE prüft, ob Mass­nah­men nach Ar­ti­kel 18 RLG er­for­der­lich sind.

4 Be­ste­hen­de Be­triebs­be­wil­li­gun­gen des Bun­des wer­den vom BFE in­ner­halb von fünf Jah­ren in Be­wil­li­gun­gen nach die­ser Ver­ord­nung um­ge­wan­delt.

Art. 38 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Au­gust 2019 in Kraft.

Anhang

(Art. 36)

Änderung anderer Erlasse

Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:

10

10 Die Änderungen können unter AS 2019 2205konsultiert werden.

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Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP 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