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Verordnung
über die Luftfahrt
(Luftfahrtverordnung, LFV)1

vom 14. November 1973 (Stand am 1. Januar 2019)

1Fassung des Tit. gemäss Ziff. I der V vom 25. Aug. 1976, in Kraft seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 1921).

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf das Bundesgesetz vom 21. Dezember 19482 über die Luftfahrt
(Luft­fahrtgesetz, LFG),

verordnet:

1 Luftfahrzeuge

11 ...

Art. 13  

3Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

12 Einteilung 4

4Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 2  

1 Die Luft­fahr­zeu­ge wer­den in tech­ni­scher Hin­sicht in die Ka­te­go­ri­en nach An­hang ein­ge­teilt.5

2 Als Staats­luft­fahr­zeu­ge gel­ten Luft­fahr­zeu­ge, die im Mi­li­tär‑, Zoll- oder Po­li­zei­dienst von Bund und Kan­to­nen ver­wen­det wer­den oder die der Bun­des­rat aus­drück­lich als sol­che be­zeich­net.

5Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

12a Unbemannte Luftfahrzeuge6

6Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 2a  

1 Un­be­mann­te Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ge­wicht von mehr als 30 kg dür­fen nur mit Be­wil­li­gung des Bun­des­am­tes für Zi­vil­luft­fahrt (BAZL) ein­ge­setzt wer­den.7

2 Die Kan­to­ne sind er­mäch­tigt, für un­be­mann­te Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ge­wicht von we­ni­ger als 30 kg Mass­nah­men zur Ver­min­de­rung der Um­welt­be­las­tung und der Ge­fähr­dung von Per­so­nen und Sa­chen auf der Er­de zu tref­fen.

3 Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (UVEK) re­gelt die Ein­zel­hei­ten.8

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Ju­li 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 20073645).

8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Ju­li 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 20073645).

12b Verbot bestimmter bemannter Luftfahrzeuge9

9Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994 (AS 1994 3028). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 12. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Okt. 2014 (AS 2014 3009).

Art. 2b  

1 Der Be­trieb von be­mann­ten mo­to­risch an­ge­trie­be­nen Luft­fahr­zeu­gen, die we­gen ih­res ge­rin­gen Ge­wichts vom Gel­tungs­be­reich der Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/200810 aus­ge­nom­men sind (Art. 4 Abs. 4 und An­hang II Bst. e und f der ge­nann­ten Ver­ord­nung), ist ver­bo­ten.

2 Vom Ver­bot aus­ge­nom­men sind:

a.
elek­trisch an­ge­trie­be­ne Luft­fahr­zeu­ge;
b.
ae­ro­dy­na­misch ge­steu­er­te Flug­zeu­ge mit Ver­bren­nungs­mo­tor;
c.
Trag­schrau­ber mit Ver­bren­nungs­mo­tor.

3 Das BAZL kann zu­dem für For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te Aus­nah­me­be­wil­li­gun­gen er­tei­len.

10 Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/2008 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 20. Fe­bru­ar 2008 zur Fest­le­gung ge­mein­sa­mer Vor­schrif­ten für die Zi­vil­luft­fahrt und zur Er­rich­tung ei­ner Eu­ro­päi­schen Agen­tur für Flug­si­cher­heit, zur Auf­he­bung der Richt­li­nie 91/670/EWG des Ra­tes, der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1592/2002 und der Richt­li­nie 2004/36/EG, in der für die Schweiz ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Abk. vom 21. Ju­ni 1999 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft über den Luft­ver­kehr (SR 0.748.127.192.68) je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung.

13 Luftfahrzeugregister

Art. 3 Eintragung 11  

1 Das BAZL trägt Flug­zeu­ge, Hub­schrau­ber, an­de­re Dreh­flüg­ler, Mo­tor­seg­ler, Se­gel­flug­zeu­ge, be­mann­te Frei­bal­lo­ne und Luft­schif­fe in das Luft­fahr­zeug­re­gi­ster ein:

a.
wenn die Vor­aus­set­zun­gen, na­ment­lich über das Ei­gen­tum, er­füllt sind (Art. 4 und 5);
b.
wenn sie un­ter schwei­ze­ri­schen Ho­heits- und Ein­tra­gungs­zei­chen zum Ver­kehr zu­ge­las­sen wer­den sol­len.

2 Das BAZL kann die Ein­tra­gung ei­nes Luft­fahr­zeu­ges, für das die Ei­gen­tums­vor­aus­set­zun­gen nicht er­füllt sind, in das Luft­fahr­zeugre­gis­ter be­wil­li­gen, wenn das Luft­fahr­zeug für län­ge­re Zeit von ei­ner schwei­ze­ri­schen Un­ter­neh­mung der ge­werbs­mäs­si­gen Luft­fahrt ver­wen­det wer­den soll.12

3 Schwei­ze­ri­sche Staats­luft­fahr­zeu­ge kön­nen im Luft­fahr­zeugre­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

4 Die Ein­tra­gung kann ver­wei­gert wer­den, wenn das Luft­fahr­zeug of­fen­sicht­lich den in der Schweiz an­wend­ba­ren Luft­tüch­tig­keits­an­for­de­run­gen oder den Be­stim­mun­gen über den Um­welt­schutz nicht ent­spricht.

5 ...13

11Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 735).

12Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Mai 1996, in Kraft seit 1. Ju­li 1996 (AS 1996 1536).

13Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 4 Eigentumsvoraussetzungen 14  

Ein Luft­fahr­zeug er­füllt die vor­ge­schrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen, wenn es aus­schliess­li­ches Ei­gen­tum ist von:

a.
Schwei­zer Bür­gern;
b.
Aus­län­dern, die auf Grund zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen15 na­ment­lich hin­sicht­lich der Be­tei­li­gung am Ka­pi­tal und an der Ge­schäfts­füh­rung schwei­­ze­ri­scher Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men Schwei­zer Bür­gern gleich­ge­stellt sind und die Wohn­sitz in der Schweiz ha­ben und ei­ne Be­wil­li­gung be­sit­zen, län­ge­re Zeit in der Schweiz zu blei­ben;
c.
Aus­län­dern, die in der Schweiz Wohn­sitz ha­ben und ei­ne Be­wil­li­gung be­sit­zen, län­ge­re Zeit in der Schweiz zu blei­ben und die das Luft­fahr­zeug in der Re­gel von der Schweiz aus be­nut­zen;
d.
Han­dels­ge­sell­schaf­ten oder Ge­nos­sen­schaf­ten, die ih­ren Sitz in der Schweiz ha­ben und in der Schweiz im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind;
e.
Kör­per­schaf­ten und An­stal­ten des öf­fent­li­chen Rechts;
f.
Ver­ei­nen, die nach schwei­ze­ri­schem Recht er­rich­tet sind, so­fern zwei Drit­tel ih­rer Mit­glie­der und ih­res Vor­stan­des so­wie ihr Prä­si­dent in der Schweiz Wohn­sitz ha­ben und Schwei­zer Bür­ger oder Aus­län­der sind, die auf Grund zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen16 Schwei­zer Bür­gern gleich­ge­stellt sind.

14Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 735).

15Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

16Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

Art. 5 Treuhandschaft 17  

Für die An­wen­dung die­ser Ver­ord­nung gel­ten treu­hand­schaft­lich be­grün­de­te Ver­fü­gungs­rech­te nicht als Ei­gen­tum.

17Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 735).

Art. 6 Anmeldung 18  

1 Ein Luft­fahr­zeug ist durch den Ei­gen­tü­mer zur Ein­tra­gung an­zu­mel­den.

2 Der An­mel­dung sind bei­zu­le­gen:

a.
Be­le­ge, die das Ei­gen­tum des Ge­such­stel­lers glaub­haft ma­chen;
b.
für Han­dels­ge­sell­schaf­ten und Ge­nos­sen­schaf­ten der Nach­weis, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen des Ar­ti­kels 4 Buch­sta­be d er­fül­len;
c.
für Ver­ei­ne der Nach­weis, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen des Ar­ti­kels 4 Buch­sta­be f er­fül­len;
d.
für Ei­gen­tü­mer im Sin­ne von Ar­ti­kel 4 Buch­sta­be b der Nach­weis, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen die­ser Be­stim­mung er­fül­len;
e.
für Ei­gen­tü­mer im Sin­ne von Ar­ti­kel 4 Buch­sta­be c der Nach­weis, dass sie die Vor­aus­set­zun­gen die­ser Be­stim­mung er­fül­len und ei­ne schrift­li­che Er­klä­rung, dass das Luft­fahr­zeug in der Re­gel von der Schweiz aus be­nutzt wird;
f.
für ein Luft­fahr­zeug, das aus dem Aus­land ein­ge­führt wird:
1.
der Nach­weis, dass es we­der im Her­stel­ler­staat noch im Wohn­sitz­staat ei­nes Rechts­vor­gän­gers des Ge­such­stel­lers ein­ge­tra­gen ist, und
2.
der Nach­weis, dass es nicht im Luft­fahr­zeug­buch oder in ei­nem ent­spre­chen­den Re­gis­ter des letz­ten Ein­tra­gungs­staa­tes auf­ge­nom­men ist; die­ser Nach­weis kann er­setzt wer­den durch die schrift­li­che Er­klä­rung des nach dem Ein­trag im aus­län­di­schen Luft­fahr­zeug­buch Be­rech­tig­ten, dass er der Ein­tra­gung des Luft­fahr­zeu­ges in das schwei­ze­ri­sche Luft­fahr­zeugre­gis­ter zu­stimmt;
g.
für ein ge­brauch­tes Luft­fahr­zeug, das aus dem Aus­land ein­ge­führt wird, der Nach­weis des ord­nungs­ge­mäs­sen Un­ter­hal­tes.

18Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. März 1994, in Kraft seit 1. April 1994 (AS 1994 735).

Art. 719  

19Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. März 1994, mit Wir­kung seit 1. April 1994 (AS 1994 735).

Art. 8 Inhalt des Eintrages  

1 Der Ein­trag im Luft­fahr­zeugre­gis­ter ent­hält min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben:

a.
Da­tum der Ein­tra­gung;
b.
Ein­tra­gungs­zei­chen;
c.
Her­stel­ler;
d.
Bau­mus­ter des Luft­fahr­zeu­ges;
e.
Wer­knum­mer;
f.
Na­me und Adres­se des Ei­gen­tü­mers.

2 Na­me und Adres­se des Hal­ters kön­nen ne­ben dem Ei­gen­tü­mer ein­ge­tra­gen wer­den, wenn der Hal­ter die Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­tra­gung, ab­ge­se­hen vom Ei­gen­tum, er­füllt.

Art. 9 Eintragungszeugnis  

1 Das BAZL stellt dem Ei­gen­tü­mer des Luft­fahr­zeu­ges ein Zeug­nis über den Ein­trag aus.

2 ...20

20Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988, mit Wir­kung seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

Art. 10 Änderungen  

Der ein­ge­tra­ge­ne Ei­gen­tü­mer und, wenn ein sol­cher ein­ge­tra­gen ist, der Hal­ter des Luft­fahr­zeu­ges, ha­ben dem BAZL je­de Än­de­rung der in den Ar­ti­keln 4–7 ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen in­nert zehn Ta­gen schrift­lich zu mel­den. Das Ein­tra­gungs­zeug­nis und das Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis sind der Mel­dung bei­zu­le­gen.21

21Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 11 Löschung  

1 Der Ein­trag ei­nes Luft­fahr­zeu­ges wird ge­löscht:

a.
auf An­trag des Ei­gen­tü­mers;
b.22
von Am­tes we­gen, wenn:
ei­ne Vor­aus­set­zung zur Ein­tra­gung weg­fällt;
23
der Nach­weis der Zoll­ver­an­la­gung oder der vor­über­ge­hen­den Zoll­be­frei­ung nicht er­bracht wird;
der Hal­ter ei­ne Ge­bühr nach der Ver­ord­nung vom 25. Sep­tem­ber 198924 über die Ge­büh­ren des BAZL, wel­che rechts­kräf­tig fest­ge­setzt ist, nicht be­zahlt;
das Luft­fahr­zeug zer­stört wor­den ist.

2 Ist das Luft­fahr­zeug in das Luft­fahr­zeug­buch auf­ge­nom­men, so darf der Ein­trag im Luft­fahr­zeugre­gis­ter nicht ge­löscht wer­den, be­vor das Luft­fahr­zeug im Luft­fahr­zeug­buch ge­stri­chen ist. Die Bord­pa­pie­re ei­nes Luft­fahr­zeu­ges, des­sen Ein­trag von Am­tes we­gen zu lö­schen ist, wer­den aber schon vor der Lö­schung zu­rück­ge­zo­gen.

3 Auf Ver­lan­gen stellt das BAZL über die Lö­schung ei­ne Be­schei­ni­gung aus.

22Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Okt. 1990, in Kraft seit 1. Dez. 1990 (AS 1990 1719).

23 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 36 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

24[AS 19892216, 1993 2749, 1995 5219, 1997 2779Ziff. II 53, 2003 1195, 2005 2695Ziff. II 5. AS 2007 5101Art. 52]. Sie­he heu­te: die V vom 28. Sept. 2007 (SR 748.112.11).

14 Hoheits- und Eintragungszeichen

Art. 12  

Das BAZL er­lässt Be­stim­mun­gen über die Ho­heits- und Ein­tra­gungs­zei­chen der schwei­ze­ri­schen Luft­fahr­zeu­ge.

15 Lufttüchtigkeit und Zulassung zum Verkehr 25

25 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Juni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

Art. 13 Vorbehalt internationalen Rechts 26  

Die Be­stim­mun­gen über die Luft­tüch­tig­keit und das Zu­las­sungs­ver­fah­ren (Ziff. 15) gel­ten, so­weit nicht ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Ab­kom­men vom 21. Ju­ni 199927 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft über den Luft­ver­kehr (Luft­ver­kehrs­ab­kom­men) ei­ne der fol­gen­den EG-Ver­ord­nun­gen in der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung an­wend­bar ist:

a.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 1592/2002;
b.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 2042/2003;
c.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 1702/2003.

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

27 SR 0.748.127.192.68. Die für die Schweiz je­weils ver­bind­li­che Fas­sung ist im An­hang zu die­sem Ab­kom­men ge­nannt und kann beim Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt BAZL, 3003 Bern (www. bazl.ad­min.ch) ein­ge­se­hen oder be­zo­gen wer­den.

Art. 1428  

28 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

Art. 15 Gefahrentragung bei Prüfungen  

1 Für Be­schä­di­gun­gen des Luft­fahr­zeu­ges und sei­ner Aus­rüs­tung bei den Prü­fun­gen haf­tet der Bund nach den Be­stim­mun­gen des Ver­ant­wort­lich­keits­ge­set­zes29.

2 Der Ge­such­stel­ler kann die Prüfflü­ge mit Zu­stim­mung des BAZL auf sei­ne Ge­fahr durch einen ge­eig­ne­ten Pi­lo­ten ei­ge­ner Wahl aus­füh­ren las­sen.

3 Bei je­dem Prüfflug müs­sen die Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de si­cher­ge­stellt sein.

Art. 16 Lufttüchtigkeitszeugnis, eingeschränktes Lufttüchtigkeitszeugnis, Fluggenehmigung sowie Lärm- und Schadstoffzeugnis 30  

1 Das BAZL be­schei­nigt die Luft­tüch­tig­keit der ein­ge­tra­ge­nen Luft­fahr­zeu­ge im Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis, im ein­ge­schränk­ten Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis oder in der Flug­ge­neh­mi­gung.

2 Der Grad der Lärm- und der Schad­stof­f­ent­wick­lung von Luft­fahr­zeu­gen mit mo­to­ri­schem An­trieb wird im Lärm- und Schad­stoff­zeug­nis be­schei­nigt.

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

Art. 17 Ausländische Lufttüchtigkeitszeugnisse, eingeschränkte Lufttüchtigkeitszeugnisse, Fluggenehmigungen sowie Lärm- und Schadstoffzeugnisse 3132  

1 Aus­län­di­sche Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­se, ein­ge­schränk­te Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­se und Flug­ge­neh­mi­gun­gen kön­nen vom BAZL an­er­kannt wer­den, wenn sie aus­ge­stellt wur­den:33

a.
nach den gel­ten­den schwei­ze­ri­schen Be­stim­mun­gen;
b.
nach in­ter­na­tio­na­len Nor­men, die auch für die Schweiz ver­bind­lich sind, oder
c.
nach aus­län­di­schen oder in­ter­na­tio­na­len Nor­men, die den schwei­ze­ri­schen Min­dest­an­for­de­run­gen we­nigs­tens gleich­kom­men und vom BAZL an­er­kannt sind.

2 Aus­län­di­sche Lärm- und Schad­stoff­zeug­nis­se kön­nen vom BAZL an­er­kannt wer­den, wenn sie aus­ge­stellt wur­den:

a.
nach Nor­men, die den schwei­ze­ri­schen Min­dest­an­for­de­run­gen we­nigs­tens gleich­kom­men; oder
b.
nach in­ter­na­tio­na­len Nor­men, die auch für die Schweiz ver­bind­lich sind.34

3 Die Nach­prü­fung, ob das Luft­fahr­zeug luft­tüch­tig ist und die An­for­de­run­gen der Lärm- und Schad­stoff­be­gren­zung er­füllt, bleibt vor­be­hal­ten.35

31Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Dez. 1982, in Kraft seit 1. Jan. 1983 (AS 1982 2277).

32 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

34Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

35Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 18 Zulassung zum Verkehr 36  

1 Ein im Luft­fahr­zeugre­gis­ter ein­ge­tra­ge­nes Luft­fahr­zeug wird zum Ver­kehr zu­ge­las­sen, wenn:

a.
es luft­tüch­tig ist;
b.37
es die An­for­de­run­gen der Be­gren­zung des Lärms und an­de­rer Emis­sio­nen er­füllt;
c.38
die Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de und von Rei­sen­den im vor­ge­schrie­be­nen Um­fang si­cher­ge­stellt sind;
d.39
bei ei­nem aus dem Aus­land ein­ge­führ­ten Luft­fahr­zeug nach­ge­wie­sen wird, dass ei­ne Zoll­ver­an­la­gung durch­ge­führt wur­de oder dass es vor­über­ge­hend zoll­be­freit ist.

2 ...40

3 Die Zu­las­sung zum Ver­kehr wird mit der Er­tei­lung des Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­ses, des ein­ge­schränk­ten Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­ses oder mit der Flug­ge­neh­mi­gung be­schei­nigt. In die­sen Be­schei­ni­gun­gen oder in An­hän­gen da­zu kann das BAZL Auf­la­gen, Be­din­gun­gen und Be­schrän­kun­gen für den Be­trieb fest­le­gen.41

4 In be­son­de­ren Fäl­len, na­ment­lich wäh­rend des Zu­las­sungs­ver­fah­rens, stellt das BAZL ei­ne pro­vi­so­ri­sche Flug­ge­neh­mi­gung aus. Die Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de und von Rei­sen­den müs­sen in je­dem Fall si­cher­ge­stellt sein.42

5 ...43

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

37Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. März 1984, in Kraft seit 1. Apr. 1984 (AS 1984 318).

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

39 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 36 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

40Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

41 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

42 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

43Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 25. Aug. 1976, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 1921).

Art. 19 Gültigkeitsdauer des Lufttüchtigkeitszeugnisses, des eingeschränkten Lufttüchtigkeitszeugnisses und der Fluggenehmigung 44  


1 Die Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­se, ein­ge­schränk­ten Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­se und Flug­ge­neh­mi­gun­gen sind grund­sätz­lich un­be­fris­tet gül­tig. Das BAZL kann ih­re Gül­tig­keit aus­nahms­wei­se be­fris­ten.

2 Das BAZL stellt im be­son­de­ren Fäl­len, na­ment­lich im Zu­las­sungs­ver­fah­ren oder für tech­ni­sche Über­flü­ge, Flug­ge­neh­mi­gun­gen mit be­fris­te­ter Gül­tig­keits­dau­er aus.

44 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

Art. 20 Entzug des Lufttüchtigkeitszeugnisses, des eingeschränkten Lufttüchtigkeitszeugnisses und der Fluggenehmigung 45  

1 Das Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis, das ein­ge­schränk­te Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis oder die Flug­ge­neh­mi­gung wird ent­zo­gen, wenn:46

a.47
das Luft­fahr­zeug nicht mehr luft­tüch­tig ist und der Man­gel in­nert ei­ner vom BAZL an­ge­setz­ten Frist nicht be­ho­ben wor­den ist;
b.48
das Luft­fahr­zeug die An­for­de­run­gen der Be­gren­zung des Lärms und an­de­rer Emis­sio­nen nicht mehr er­füllt und der Man­gel in­nert ei­ner vom BAZL an­ge­setz­ten Frist nicht be­ho­ben wor­den ist:
c.
kei­ne aus­rei­chen­de Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de mehr vor­han­den ist:
d.
nach Ab­lauf der Zoll­be­frei­ung die Ver­zol­lung nicht nach­ge­wie­sen wird.

2 Das Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis kann fer­ner ent­zo­gen wer­den, wenn:

a.
die er­for­der­li­che pe­ri­odi­sche Über­prü­fung der Luft­tüch­tig­keit nicht in­ner­halb der vor­ge­schrie­be­nen Frist durch­ge­führt und be­stä­tigt wird; oder
b.
die Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se un­klar sind.49

3 Vor­be­hal­ten bleibt der Ent­zug nach Ar­ti­kel 92 des Luft­fahrt­ge­set­zes.

45 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

47Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Dez. 1982, in Kraft seit 1. Jan. 1983 (AS 1982 2277).

48Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. März 1984, in Kraft seit 1. Apr. 1984 (AS 1984 318).

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3607).

16 Sonderregeln und andere Massnahmen

Art. 2150  

Das UVEK51 kann in­ner­halb der in den Ar­ti­keln 108 und 109 des Luft­fahrt­ge­set­zes um­schrie­be­nen Gren­zen für Luft­fahr­zeu­ge be­son­de­rer Ka­te­go­ri­en oder bei neu­en tech­ni­schen Er­schei­nun­gen Son­der­re­geln er­las­sen und an­de­re Mass­nah­men tref­fen. Es be­rück­sich­tigt da­bei auch die An­lie­gen des Na­tur‑, Land­schafts- und Um­welt­schut­zes.

50Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

51 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Ju­li 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 20073645). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

2 Flugkörper 52

52Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 2253  

53Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 2354  

1 Die Flug­kör­per wer­den in tech­ni­scher Hin­sicht in die Ka­te­go­ri­en nach An­hang ein­ge­teilt.

2 Klei­ne Flug­kör­per, wie Feu­er­werk­kör­per oder Mo­dell­ra­ke­ten, so­wie Ha­ge­lab­wehr­ge­schos­se dür­fen nur ein­ge­setzt oder ab­ge­schos­sen wer­den, wenn sie die Si­cher­heit der Luft­fahrt nicht be­ein­träch­ti­gen. Zu­sätz­li­che Ein­schrän­kun­gen aus an­dern Grün­den durch den Bund oder die Kan­to­ne blei­ben vor­be­hal­ten.

3 An­de­re Flug­kör­per, na­ment­lich be­mann­te oder un­be­mann­te Ra­ke­ten, dür­fen nur mit Be­wil­li­gung des BAZL ein­ge­setzt oder ab­ge­schos­sen wer­den. Das BAZL kann Auf­la­gen für die Zu­las­sung und den Be­trieb fest­le­gen.

4 Ha­ge­l­ab­wehr­ge­schos­se dür­fen nicht in die Lufträu­me der Klas­sen C und D so­wie der Klas­se E im Be­reich von ATS-Stre­cken ein­drin­gen. Die zu­stän­di­ge Flug­ver­kehrs­lei­t­stel­le kann Aus­nah­men be­wil­li­gen.

54Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

3 Luftfahrtpersonal

31 Ausweis

Art. 24  

1 Das UVEK be­stimmt, wel­che Ka­te­go­ri­en des Luft­fahrt­per­so­nals zur Aus­übung ih­rer Tä­tig­keit ei­nes Aus­wei­ses des BAZL be­dür­fen.

2 Das BAZL kann die Durch­füh­rung von Prü­fun­gen und das Aus­stel­len von Aus­wei­sen ge­eig­ne­ten Ver­bän­den über­tra­gen.55

55Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988, in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

32 Vorschriften

Art. 25  

1 Das UVEK er­lässt über die Aus­wei­se für das Luft­fahrt­per­so­nal Vor­schrif­ten, die ins­be­son­de­re re­geln:

a.
die Art, den Gel­tungs­be­reich und die Gel­tungs­dau­er der Aus­wei­se;
b.
die Vor­aus­set­zun­gen für die Er­tei­lung, die Ver­wei­ge­rung, die Er­neue­rung und den Ent­zug der Aus­wei­se;
c.
das Ver­fah­ren, das da­bei ein­zu­hal­ten ist;
d.
die Rech­te und Pflich­ten der Trä­ger;
e.
die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen mi­li­tä­risch aus­ge­bil­de­tes Luft­fahrt­per­so­nal zi­vi­le Aus­wei­se er­wer­ben kann;
f.
die An­er­ken­nung aus­län­di­scher Aus­wei­se, Fä­hig­keits­prü­fun­gen und flie­ger­ärzt­li­cher Un­ter­su­chun­gen.

2 Das UVEK kann Vor­schrif­ten er­las­sen über das Luft­fahrt­per­so­nal, das für die Aus­übung sei­ner Tä­tig­keit kei­nes Aus­wei­ses be­darf.

3 Das UVEK ord­net den flie­ge­r­ärzt­li­chen Dienst im Ein­ver­neh­men mit dem Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für Ver­tei­di­gung, Be­völ­ke­rungs­schutz und Sport. Die Or­ga­ni­sa­ti­on und die Zu­stän­dig­kei­ten des flie­ge­r­ärzt­li­chen In­sti­tuts wer­den in ei­ner Ver­ord­nung fest­ge­legt, die das De­par­te­ment für Ver­tei­di­gung, Be­völ­ke­rungs­schutz und Sport im Ein­ver­neh­men mit dem UVEK er­lässt.56

56Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. April 2001, in Kraft seit 1. April 2001 (AS 2001 1067).

33 Ausbildung von Luftfahrtpersonal

Art. 26 Grundsatz 57  

Un­ter Vor­be­halt der vom UVEK für ein­zel­ne Ka­te­go­ri­en fest­zu­le­gen­den Aus­nah­men ist die Aus­bil­dung von Luft­fahrt­per­so­nal, das ei­nes amt­li­chen Aus­wei­ses be­darf, nur im Rah­men ei­ner zi­vi­len Aus­bil­dungs­or­ga­ni­sa­ti­on zu­läs­sig, wel­che die An­for­de­run­gen nach der Ver­ord­nung (EU) Nr. 1178/201158 oder der Ver­ord­nung (EU) Nr. 2015/34059 er­füllt.

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

58 Ver­ord­nung (EU) Nr. 1178/2011 der Kom­mis­si­on vom 3. Nov. 2011 zur Fest­le­gung tech­ni­scher Vor­schrif­ten und von Ver­wal­tungs­ver­fah­ren in Be­zug auf das flie­gen­de Per­so­nal in der Zi­vil­luft­fahrt ge­mä­ss der Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/2008 des Eu­ro­päi­schen Par­la­men­tes und des Ra­tes, in der für die Schweiz ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men vom 21. Ju­ni 1999 (SR 0.748.127.192.68) je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung.

59 Ver­ord­nung (EG) Nr. 2015/340 der Kom­mis­si­on vom 20. Fe­bru­ar 2015 zur Fest­le­gung tech­ni­scher Vor­schrif­ten und von Ver­wal­tungs­ver­fah­ren in Be­zug auf Li­zen­zen und Be­schei­ni­gun­gen von Flug­lot­sen ge­mä­ss der Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/2008 des Eu­ro­pä­ischen Par­la­ments und des Ra­tes, zur Än­de­rung der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) Nr. 923/2012 der Kom­mis­si­on und zur Auf­he­bung der Ver­ord­nung (EU) Nr. 805/2011 der Kom­mis­si­on, in der für die Schweiz ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men vom 21. Ju­ni 1999 (SR 0.748.127.192.68) je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung.

Art. 2760  

60 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

Art. 28 Aufsicht über zivile Ausbildungsorganisationen 61  

1 Das BAZL über­wacht den Be­trieb der zi­vi­len Aus­bil­dungs­or­ga­ni­sa­tio­nen für das Luft­fahrt­per­so­nal.

2 Die vom Bund un­ter­stütz­ten Be­rei­che der flie­ge­ri­schen Aus- und Wei­ter­bil­dung un­ter­ste­hen, un­ter Aus­nah­me der Eig­nungs­ab­klä­rung von An­wär­te­rin­nen und An­wär­tern als Mi­li­tär- oder Be­rufs­pi­lo­ten oder als Fall­schirm-Auf­klä­rer (SPHAIR), der Auf­sicht des BAZL.

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

Art. 28a SPHAIR 62  

1 Die Luft­waf­fesorgt für die Durch­füh­rung von Ab­klä­run­gen der Eig­nung von An­wär­te­rin­nen und An­wär­tern als Mi­li­tär- oder Be­rufs­pi­lo­ten oder als Fall­schirm­auf­klä­rer un­ter der Be­zeich­nung SPHAIR.

2 Sie wird in der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben ins­be­son­de­re durch das BAZL, die Or­ga­ni­sa­tio­nen der kom­mer­zi­el­len Luft­fahrt, die Aus­bil­dungs­or­ga­ni­sa­tio­nen der Avia­tik und den Dach­ver­band der Leicht- und Spor­ta­via­tik un­ter­stützt.

3 Das VBS re­gelt nach An­hö­rung der Be­tei­lig­ten nach Ab­satz 2 ins­be­son­de­re:

a.
die Vor­aus­set­zun­gen für die Teil­nah­me an den Eig­nungs­ab­klä­run­gen;
b.
die An­for­de­run­gen an die Eig­nungs­ab­klä­run­gen;
c.
die Or­ga­ni­sa­ti­on der Ge­schäfts­stel­le SPHAIR und den Ein­be­zug der Be­tei­lig­ten nach Ab­satz 2.

62 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

Art. 2963  

63 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

34 Schutz der Gesundheit von Luftfahrzeugbesatzungsmitgliedern 64

64 Eingefügt gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

341 Allgemeine Bestimmungen 65

65 Eingefügt gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

Art. 30 Geltungsbereich und anwendbares Recht 66  

1 Die­se Zif­fer (34) re­gelt den Schutz der Ge­sund­heit von Luft­fahr­zeug­be­sat­zungs­mit­glie­dern von Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men mit Sitz in der Schweiz, die ei­ne Be­wil­li­gung für die ge­werbs­mäs­si­ge Be­för­de­rung von Per­so­nen und Gü­tern ha­ben müs­sen.

2 Sie führt die Richt­li­nie 2000/79/EG in der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung ge­mä­ss Zif­fer 1 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men vom 21. Ju­ni 199967 aus.

66 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

67 SR 0.748.127.192.68.Die für die Schweiz je­weils ver­bind­li­che Fas­sung ist in Ziff. 1 des An­hangs zu die­sem Ab­kom­men ge­nannt und kann beim BAZL ein­ge­se­hen oder be­zo­gen wer­den: Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt, 3003 Bern (www.bazl.ad­min.ch).

Art. 31 Information und Anleitung 68  

Die In­for­ma­ti­on und die An­lei­tung der Be­sat­zungs­mit­glie­der rich­ten sich nach Ar­ti­kel 5 der Ver­ord­nung 3 vom 18. Au­gust 199369 zum Ar­beits­ge­setz (Ge­sund­heits­vor­sor­ge, ArGV 3).

68 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

69 SR 822.113

Art. 32 Anhörung 70  

Die An­hö­rung der Be­sat­zungs­mit­glie­der oder ih­rer Ver­tre­tung im Be­trieb rich­tet sich nach Ar­ti­kel 6 ArGV 371.

70 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

71 SR 822.113

Art. 33 Untersuchung des Gesundheitszustands 72  

1 Je­des Be­sat­zungs­mit­glied hat An­spruch auf ei­ne un­ent­gelt­li­che Un­ter­su­chung des Ge­sund­heits­zu­stands vor der erst­ma­li­gen Auf­nah­me der Ar­beit im Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men.

2 Den An­spruch auf un­ent­gelt­li­che Un­ter­su­chung des Ge­sund­heits­zu­stands nach Klau­sel 4 Zif­fer 1 Buch­sta­be a des An­hangs zur Richt­li­nie 2000/79/EG73 ha­ben die Be­sat­zungs­mit­glie­der wie folgt:

a.
Flug­be­sat­zungs­mit­glie­der: in den im JAR-FCL-3-Re­gle­ment74 vor­ge­schrie­be­nen Ab­stän­den;
b.
die üb­ri­gen Be­sat­zungs­mit­glie­der:
1.
bis zum 41. Le­bens­jahr: al­le 5 Jah­re,
2.
ab dem 42. und bis zum 50. Le­bens­jahr: al­le 2 Jah­re,
3.
ab dem 51. Le­bens­jahr: jähr­lich.

3 Sie ha­ben An­spruch auf ei­ne jähr­li­che Un­ter­su­chung, wenn sie ge­sund­heit­li­che Pro­ble­me ha­ben, die auf die flie­ge­ri­sche Tä­tig­keit zu­rück­zu­füh­ren sind.

4 Die Kos­ten der Un­ter­su­chung des Ge­sund­heits­zu­stan­des trägt das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men.

72 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

73 In der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 1 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men vom 21. Ju­ni 1999 (SR 0.748.127.192.68).

74 JAR-FCL 3 wird nicht in der AS pu­bli­ziert und nicht über­setzt. Das Re­gel­werk kann beim Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt (BAZL), 3003 Bern (www.bazl.ad­min.ch) ein­ge­se­hen oder bei der zu­stän­di­gen Stel­le der Joint Avia­ti­on Au­t­hor­ties ge­gen Ent­gelt be­zo­gen wer­den.

342 Schutz der Gesundheit bei Mutterschaft 75

75 Eingefügt gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

Art. 34 Anwendbarkeit der Schutzvorschriften bei Schwangerschaft 76  

1 Schwan­ge­re Frau­en kön­nen ih­re An­sprü­che auf be­son­de­re Schutz­mass­nah­men gel­tend ma­chen, so­bald sie das Un­ter­neh­men von der Schwan­ger­schaft in Kennt­nis ge­setzt ha­ben.

2 Sie müs­sen auf Ver­lan­gen des Un­ter­neh­mens das Zeug­nis ei­ner Ärz­tin oder ei­nes Arz­tes vor­le­gen.

76 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

Art. 35 Einsatz bei Mutterschaft 77  

Der Ein­satz von schwan­ge­ren Frau­en, Wöch­ne­rin­nen und stil­len­den Müt­tern rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 35 Ab­satz 1 und 35a Ab­sät­ze 1–3 des Ar­beits­ge­set­zes vom 13. März 196478.

77 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

78 SR 822.11

Art. 36 Ersatzarbeit und Lohnersatz 79  

1 Schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter, die vom Flug­dienst be­freit wer­den, ha­ben An­spruch auf 80 Pro­zent des Loh­nes, so­weit ih­nen das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men kei­ne gleich­wer­ti­ge Er­satz­ar­beit am Bo­den zu­wei­sen kann.

2 Auf schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter, wel­che ei­ne Er­satz­ar­beit am Bo­den ver­rich­ten, sind an­wend­bar:

a.
das Ar­beits­ge­setz vom 13. März 196480;
b.
die Ver­ord­nung 1 vom 10. Mai 200081 zum Ar­beits­ge­setz;
c.
die ArGV 382;
d.
die Vor­schrif­ten, die das Eid­ge­nös­si­sche Volks­wirt­schafts­de­part­ment ge­stützt auf Ar­ti­kel 62 Ab­satz 4 der Ver­ord­nung 1 zum Ar­beits­ge­setz er­lässt.

79 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

80 SR 822.11

81 SR 822.111

82 SR 822.113

343 Besatzungsmitglieder mit Familienpflichten 83

83 Eingefügt gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

Art. 3784  

Für den Ein­satz von Be­sat­zungs­mit­glie­dern mit Fa­mi­li­en­pflich­ten gel­ten:

a.
Ar­ti­kel 36 Ab­satz 1 des Ar­beits­ge­set­zes vom 13. März 196485, so­weit der Flug­be­trieb es zu­lässt; und
b.
Ar­ti­kel 36 Ab­satz 3 des Ar­beits­ge­set­zes vom 13. März 1964.

84 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2009, in Kraft seit 15. Okt. 2009 (AS 2009 5027).

85 SR 822.11

4 ...

Art. 38–7486  

86Ur­sprüng­lich: vor Art. 30. Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

5 Verkehr, Betrieb und Unterhalt

51 Verkehrs- und Betriebsregeln87

87Fassung gemäss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 75 Verkehrsregeln  

Das UVEK er­lässt Ver­kehrs­re­geln für die Be­nut­zung des schwei­ze­ri­schen Luftraums.

Art. 76 Betriebsregeln  

1 Das UVEK er­lässt Be­triebs­re­geln, die das in­ter­na­tio­na­le Recht aus­füh­ren oder er­gän­zen.

2 Die Be­triebs­re­geln gel­ten für Schwei­zer Hal­ter und Flug­be­triebs­un­ter­neh­men im In- und Aus­land.

3 Von den Be­triebs­re­geln darf im Aus­land ab­ge­wi­chen wer­den, wenn aus­län­di­sches Recht dies zwin­gend ver­langt.

52 Meldesystem für Ereignisse in der Luftfahrt 88

88Urspünglich: vor Art. 78. Fassung gemäss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 77 Grundsätze 89  

1 Das Mel­de­sys­tem nach den Ar­ti­keln 77–77e dient der Ver­bes­se­rung der Si­cher­heit in der Luft­fahrt. Es rich­tet sich nach der Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/201490.

2 An­de­re im Bun­des­recht vor­ge­se­he­ne Mel­de­pflich­ten blei­ben un­be­rührt.

3 Die Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/2014 ist auch auf Luft­fahr­zeu­ge an­wend­bar, die in An­hang II der Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/200891 auf­ge­führt sind.

4 Die in der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) 2015/101892 auf­ge­führ­ten Er­eig­nis­se müs­sen ge­mel­det wer­den.

89 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

90 Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/2014 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 3. April 2014 über die Mel­dung, Ana­ly­se und Wei­ter­ver­fol­gung von Er­eig­nis­sen in der Zi­vil­luft­fahrt, zur Än­de­rung der Ver­ord­nung (EU) Nr. 996/2010 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes und zur Auf­he­bung der Richt­li­nie 2003/42/EG des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes und der Ver­ord­nun­gen (EG) Nr. 1321/2007 und (EG) Nr. 1330/2007 der Kom­mis­si­on, in der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men (sie­he Fuss­no­te zu Art. 13).

91 Ver­ord­nung (EG) Nr. 216/2008 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 20. Fe­bru­ar 2008 zur Fest­le­gung ge­mein­sa­mer Vor­schrif­ten für die Zi­vil­luft­fahrt und zur Er­rich­tung ei­ner Eu­ro­päi­schen Agen­tur für Flug­si­cher­heit, zur Auf­he­bung der Richt­li­nie 91/670/EWG des Ra­tes, der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1592/2002 und der Richt­li­nie 2004/36/EG, in der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men (sie­he Fuss­no­te zu Art. 13).

92 Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) 2015/1018 der Kom­mis­si­on vom 29. Ju­ni 2015 zur Fest­le­gung ei­ner Lis­te zur Ein­stu­fung von Er­eig­nis­sen in der Zi­vil­luft­fahrt, die ge­mä­ss der Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/2014 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes mel­de­pflich­tig sind, in der für die Schweiz je­weils ver­bind­li­chen Fas­sung ge­mä­ss Zif­fer 3 des An­hangs zum Luft­ver­kehrs­ab­kom­men (sie­he Fuss­no­te zu Art. 13).

Art. 77a–77c93  

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 2007 917). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, mit Wir­kung seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

Art. 77d Meldestelle 94  

1 Das BAZL be­stimmt ei­ne in­ter­ne Mel­de­stel­le, wel­che die ihr über­mit­tel­ten mel­de­pflich­ti­gen Er­eig­nis­se so­wie frei­wil­li­gen Mel­dun­gen er­fasst und aus­wer­tet.

2 Die Mel­de­stel­le ist or­ga­ni­sa­to­risch un­ab­hän­gig von den mit der Auf­sichtstä­tig­keit be­trau­ten Ein­hei­ten des BAZL.

3 Sie be­han­delt Er­eig­nis­mel­dun­gen ver­trau­lich.

4 An­ge­hö­ri­ge der Mel­de­stel­le, die mit der Er­fas­sung und Aus­wer­tung von Er­eig­nis­mel­dun­gen be­traut sind, sind im Rah­men die­ser Tä­tig­kei­ten von ih­rer An­zei­ge- und Ver­fol­gungs­pflicht ent­bun­den.

94 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 2007 917).

Art. 77e Streitigkeiten betreffend den Schutz der Informationsquelle 95  

Das UVEK ist die nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 12 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/201496 zu­stän­di­ge Stel­le.

95 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 2007 917). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

96 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 77Abs. 1.

Art. 77f und 77g 97  

97 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 2007 917). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, mit Wir­kung seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

Art. 7898  

98 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 2007 917).Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988 (AS 1988 534).

53 ...

Art. 7999  

99 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988, mit Wir­kung seit 1. April 1988 (AS 1988 534).Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988 (AS 1988 534).

54 Luftaufnahmen

Art. 80  

Auf­nah­men aus der Luft und die Ver­brei­tung sol­cher Auf­nah­men sind un­ter Vor­be­halt der Ge­setz­ge­bung über den Schutz mi­li­tä­ri­scher An­la­gen er­laubt.

55 Abwurf von Gegenständen

Art. 81  

Der Ab­wurf von Ge­gen­stän­den aus Luft­fahr­zeu­gen wäh­rend des Flug­es ist un­ter Vor­be­halt der vom UVEK be­stimm­ten Aus­nah­men ver­bo­ten.

56 Werbung

Art. 82 an Luftfahrzeugen  

1 Die Wer­bung mit Auf­schrif­ten und bild­li­chen Dar­stel­lun­gen an Luft­fahr­zeu­gen ist un­ter Vor­be­halt der Be­stim­mun­gen der üb­ri­gen Bun­des­ge­setz­ge­bung ge­stat­tet.100

2 Die Ho­heits- und Ein­tra­gungs­zei­chen müs­sen in je­dem Fall deut­lich er­kenn­bar blei­ben.

3 ...101

100Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988, in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

101Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988, mit Wir­kung seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

Art. 83 mit Luftfahrzeugen  

Je­de an­de­re Wer­bung mit Luft­fahr­zeu­gen, na­ment­lich durch Ab­wurf von Flug­blät­tern, Him­mels­schrift, Ver­wen­dung von Laut­spre­chern, Schlep­pen von Wer­be­bän­dern ist un­ter­sagt.

57 Akrobatische Vorführungen an Luftfahrzeugen

Art. 84  

Akro­ba­ti­sche Vor­füh­run­gen an Luft­fahr­zeu­gen be­dür­fen ei­ner Be­wil­li­gung des BAZL. Mit der Be­wil­li­gung wer­den die er­for­der­li­chen Auf­la­gen ver­bun­den.

58 Öffentliche Flugveranstaltungen

Art. 85 Begriff  

Öf­fent­li­che Flug­ver­an­stal­tun­gen sind Ver­an­stal­tun­gen mit Luft­fahr­zeu­gen, zu de­ren Be­such öf­fent­lich ein­ge­la­den wird, na­ment­lich Vor­füh­run­gen und Wett­be­wer­be so­wie Pas­sa­gier­flü­ge aus­ser­halb von Flug­plät­zen.

Art. 86 Bewilligungspflicht  

1 Öf­fent­li­che Flug­ver­an­stal­tun­gen be­dür­fen un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 ei­ner Be­wil­li­gung des BAZL. Vor ei­ner Be­wil­li­gung gros­ser Ver­an­stal­tun­gen ist das Bun­des­amt für Um­welt102 an­zu­hö­ren.

2 Kei­ner Be­wil­li­gung be­dür­fen öf­fent­li­che Flug­ver­an­stal­tun­gen:

a.
auf Flug­plät­zen, wenn le­dig­lich Pas­sa­gier­flü­ge und flie­ge­ri­sche Wett­be­wer­be un­ter den Mit­glie­dern ei­ner orts­an­säs­si­gen Or­ga­ni­sa­ti­on un­ter Ein­schluss ein­zel­ner Gäs­te, vor­ge­se­hen sind;
b.103
aus­ser­halb von Flug­plät­zen, wenn höchs­tens zwan­zig Frei­bal­lo­ne be­tei­ligt sind;
c.
aus­ser­halb von Flug­plät­zen, wenn nicht mehr als zwei Hub­schrau­ber be­tei­ligt sind, un­ter Vor­be­halt der Zu­stim­mung durch die Ge­mein­de­be­hör­den:
d.104
...

102Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 20044937) an­ge­passt.

103 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

104Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 25. Aug. 1976, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1977 (AS 1976 1921).

Art. 87 Gesuch  

1 Das Ge­such um Be­wil­li­gung ei­ner öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tung ist dem BAZL spä­tes­tens sechs Wo­chen vor der Durch­füh­rung ein­zu­rei­chen.105

2 Es muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
Ort und Zeit­punkt;
b.
Ver­an­stal­ter;
c.
ver­ant­wort­li­cher Lei­ter;
d.
Or­ga­ni­sa­ti­ons­plan und vor­ge­se­he­ne Luft­fahr­zeu­ge;
e.
Pro­gramm;
f.
Über­sicht der für die Ver­an­stal­tung ge­trof­fe­nen An­ord­nun­gen, ins­be­son­de­re für die Si­cher­heit der Zu­schau­er, den Ver­kehr am Bo­den und in der Luft so­wie den Sa­ni­täts­dienst.

3 Für Ver­an­stal­tun­gen auf Flug­plät­zen ist die Zu­stim­mung des Flug­platz­hal­ters bei­zu­brin­gen, für Ver­an­stal­tun­gen auf ei­nem an­de­ren Ge­län­de die Zu­stim­mung der Grund­ei­gen­tü­mer so­wie die Er­klä­rung der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de, dass sie ge­gen die Ver­an­stal­tung kei­ne Ein­wen­dung er­hebt.

4 Dem Ge­such um Be­wil­li­gung ei­ner öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tung aus­ser­halb ei­nes Flug­plat­zes sind bei­zu­le­gen:

a.
Kar­ten­aus­schnitt 1:25 000, auf dem das vor­ge­se­he­ne Ge­län­de ein­ge­zeich­net ist;
b.
Skiz­ze des Ge­län­des 1:5000, aus dem auch die um­lie­gen­den Luft­fahrt­hin­der­nis­se er­sicht­lich sind.

105 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

Art. 88 Prüfung  

Das BAZL prüft die Un­ter­la­gen und be­gut­ach­tet ins­be­son­de­re das für die Be­nüt­zung vor­ge­se­he­ne Ge­län­de.

Art. 89 Bewilligung  

1 Das BAZL, er­teilt die Be­wil­li­gung, wenn der Ver­an­stal­ter die zu­sätz­li­che Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de nach den Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 133 nach­ge­wie­sen hat und die üb­ri­gen Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.

1bis Ver­an­stal­tun­gen, in de­ren Rah­men mit Luft­fahr­zeu­gen mit mo­to­ri­schem An­trieb Aus­sen­lan­dun­gen ober­halb von 1100 m über Meer und aus­ser­halb von Ge­birgs­lan­de­plät­zen durch­ge­führt wer­den, be­wil­ligt das BAZL nur, wenn sie ein be­deu­ten­des Ju­bi­lä­um im Ge­birgs­flug zum An­lass ha­ben.106

1ter Ver­an­stal­tun­gen, in de­ren Rah­men mit Luft­fahr­zeu­gen mit mo­to­ri­schem An­trieb Aus­sen­lan­dun­gen auf öf­fent­li­chen Ge­wäs­sern durch­ge­führt wer­den, be­wil­ligt das BAZL nur, wenn die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de die Ein­hal­tung der ge­wäs­ser­schutz-, fi­sche­rei-, um­welt- und na­tur­schutz­recht­li­chen Vor­ga­ben ge­prüft und be­jaht hat und kei­ne Ein­wän­de auf­grund wei­te­rer öf­fent­li­cher In­ter­es­sen er­hebt.107

2 Es setzt die aus Si­cher­heits- und Lärm­grün­den nö­ti­gen Be­din­gun­gen und Auf­la­gen fest.

106 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der Aus­sen­lan­de­ver­ord­nung vom 14. Mai 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2014 (AS 2014 1339).

107 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der Aus­sen­lan­de­ver­ord­nung vom 14. Mai 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2014 (AS 2014 1339).

Art. 90 Leitung  

1 Dem ver­ant­wort­li­chen Lei­ter der Ver­an­stal­tung ob­liegt, ne­ben der Lei­tung des Flug­be­trie­bes, ins­be­son­de­re,

a.
die Aus­wei­se des teil­neh­men­den Flug­per­so­nals und die Zeug­nis­se der ver­wen­de­ten Luft­fahr­zeu­ge zu prü­fen;
b.
das für die Re­ge­lung des Flug­diens­tes ver­ant­wort­li­che Per­so­nal über die Flug­dienst­ord­nung und die ge­trof­fe­nen Si­cher­heits­mass­nah­men zu un­ter­rich­ten;
c.
zu prü­fen, ob die ver­wen­de­ten Luft­fahr­zeu­ge in der Be­wil­li­gung der Flug­ver­an­stal­tung auf­ge­führt sind;
d.
dar­über zu wa­chen, dass das ge­neh­mig­te Pro­gramm ein­ge­hal­ten wird.

2 Auf Flug­plät­zen ste­hen die­se Pflich­ten und Be­fug­nis­se dem Flug­platz­lei­ter zu. Die­ser kann sie un­ter sei­ner Auf­sicht auf den Lei­ter der Ver­an­stal­tung über­tra­gen.

Art. 91 Überwachung  

Das BAZL kann die Ver­an­stal­tung durch einen Sach­ver­stän­di­gen über­wa­chen las­sen. Des­sen Auf­ga­ben wer­den von Fall zu Fall fest­ge­legt.

59 ...

510 Rückzug von Bewilligungen

Art. 99  

Be­wil­li­gun­gen kön­nen zu­rück­ge­zo­gen oder ein­ge­schränkt wer­den, wenn die bei der Er­tei­lung mass­ge­ben­den Vor­aus­set­zun­gen nicht mehr be­ste­hen.

6 Gewerbsmässige Luftfahrt109

109 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 28. Okt. 1998, in Kraft seit 15. Nov. 1998 (AS 1998 2570).

61 Betriebsbewilligung

Art. 100 Gewerbsmässigkeit  

1 Flü­ge gel­ten als ge­werbs­mäs­sig, wenn:

a.
für sie in ir­gend­ei­ner Form ein Ent­gelt ent­rich­tet wird, das mehr als die Kos­ten für Luft­fahr­zeug­mie­te, Treib­stoff so­wie Flug­platz- und Flug­si­che­rungs­ge­büh­ren de­cken soll; und
b.
sie ei­nem nicht be­stimm­ten Kreis von Per­so­nen zu­gäng­lich sind.

2 Bei al­len Flü­gen von Un­ter­neh­men, die über ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung ver­fü­gen, wird die Ge­werbs­mäs­sig­keit ver­mu­tet. Die zoll- und steu­er­recht­li­che Be­ur­tei­lung ei­nes Sach­ver­halts bleibt vor­be­hal­ten.

3 Bei nicht ge­werbs­mäs­si­gen Flü­gen, für die ein Ent­gelt ent­rich­tet wird, sind die Pas­sa­gie­re vor dem Ab­flug auf den pri­va­ten Cha­rak­ter des Flug­es und auf die da­mit ver­bun­de­nen Fol­gen hin­sicht­lich des Ver­si­che­rungs­schut­zes hin­zu­wei­sen.

Art. 101110  

110Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, mit Wir­kung seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 102 Entzug der Betriebsbewilligung  

Das BAZL kann die Be­triebs­be­wil­li­gung ent­zie­hen, wenn:

a.
die Vor­aus­set­zun­gen für ih­re Er­tei­lung nicht mehr er­füllt sind;
b.
Vor­schrif­ten wie­der­holt oder in gro­ber Wei­se ver­letzt wer­den; oder
c.
Auf­la­gen nicht er­füllt wer­den.

611 Unternehmen mit Sitz in der Schweiz

Art. 103 Allgemeine Voraussetzungen für eine Betriebsbewilligung  

1 Ei­nem Un­ter­neh­men mit Sitz in der Schweiz wird ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung für die ge­werbs­mäs­si­ge Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern (Art. 27 LFG) er­teilt, wenn:

a.
das Un­ter­neh­men in der Schweiz im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist mit dem Zweck, ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehr zu be­trei­ben;
b.
das Un­ter­neh­men sich un­ter tat­säch­li­cher Kon­trol­le und mehr­heit­lich im Ei­gen­tum von Schwei­zer Bür­gern be­fin­det; vor­be­hal­ten bleibt der Fall, in dem Aus­län­der oder aus­län­di­sche Ge­sell­schaf­ten auf Grund zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen111 Schwei­zer Bür­gern oder schwei­ze­ri­schen Ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt sind;
c.
im Fall ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft zu­dem mehr als die Hälf­te des Ak­ti­en­ka­pi­tals aus Na­men­ak­ti­en be­steht und sich die­ses mehr­heit­lich im Ei­gen­tum von Schwei­zer Bür­gern oder schwei­ze­risch be­herrsch­ten Han­dels­ge­sell­schaf­ten oder Ge­nos­sen­schaf­ten be­fin­det; vor­be­hal­ten bleibt der Fall, in dem Aus­län­der oder aus­län­di­sche Ge­sell­schaf­ten auf­grund zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen112 Schwei­zer Bür­gern oder schwei­ze­ri­schen Ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt sind;
d.
ein Luft­ver­kehrs­be­trei­ber­zeug­nis vor­liegt, das ins­be­son­de­re die Flug­be­triebs- und Un­ter­halts­or­ga­ni­sa­ti­on re­gelt;
e.
die Luft­fahr­zeu­ge, die das Un­ter­neh­men be­treibt, die Min­dest­an­for­de­run­gen für die vor­ge­se­he­nen Diens­te er­fül­len und im schwei­ze­ri­schen Luft­fahr­zeugre­gis­ter ein­ge­tra­gen sind; im Ein­ver­neh­men mit der Ober­zoll­di­rek­ti­on kön­nen die Luft­fahr­zeu­ge im Luft­fahr­zeugre­gis­ter ei­nes Staa­tes ein­ge­tra­gen sein, mit dem die­se Mög­lich­keit in ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung113 vor­ge­se­hen wur­de;
f.
das Un­ter­neh­men Hal­ter von min­des­tens ei­nem Luft­fahr­zeug ist, das es als Ei­gen­tü­mer oder auf Grund ei­nes Lea­sing­ver­tra­ges be­treibt, der dem Un­ter­neh­men die freie Be­nüt­zung des Luft­fahr­zeugs wäh­rend min­des­tens sechs Mo­na­ten ga­ran­tiert;
g.
dem Un­ter­neh­men ei­ge­ne Flug­be­sat­zun­gen mit den er­for­der­li­chen Aus­wei­sen zur Ver­fü­gung ste­hen;
h.114
...;
i.
das Un­ter­neh­men glaub­haft ma­chen kann, dass es sei­nen Ver­pflich­tun­gen wäh­rend ei­nes Zeit­raums von 24 Mo­na­ten nach Auf­nah­me der Tä­tig­keit je­der­zeit nach­kom­men kann und dass es für die fi­xen und va­ria­blen Kos­ten ge­mä­ss sei­nem Wirt­schafts­plan wäh­rend drei Mo­na­ten nach Auf­nah­me der Tä­tig­keit oh­ne Be­rück­sich­ti­gung von Be­trieb­sein­nah­men auf­kom­men kann; die Fest­le­gung der Ver­pflich­tun­gen und die Er­mitt­lung der Kos­ten ha­ben von rea­lis­ti­schen An­nah­men aus­zu­ge­hen.

2 Ein Un­ter­neh­men, das über ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung ver­fügt, oder ei­ne Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft, die di­rekt oder in­di­rekt ei­ne Mehr­heits­be­tei­li­gung an ei­nem Un­ter­neh­men hält, hat zur Si­che­rung ei­ner schwei­ze­ri­schen Mehr­heit an sei­nem Ge­sell­schafts­ka­pi­tal ein Kauf­recht an bör­sen­ko­tier­ten Ka­pi­talan­tei­len, die von Aus­län­dern er­wor­ben wor­den sind. Das Kauf­recht darf bis zehn Ta­ge nach An­mel­dung des Er­werbs beim Un­ter­neh­mer aus­ge­übt wer­den, wenn der im Ak­ti­en­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne aus­län­di­sche An­teil am Ge­sell­schafts­ka­pi­tal 40 Pro­zent des ge­sam­ten Ge­sell­schafts­ka­pi­tals er­reicht hat oder wenn der im Ak­ti­en­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne aus­län­di­sche An­teil am Ge­sell­schafts­ka­pi­tal den ein­ge­tra­ge­nen schwei­ze­ri­schen An­teil über­stie­gen hat. Der Über­nah­me­preis ent­spricht dem Bör­sen­kurs im Zeit­punkt der Kauf­rechts­aus­übung. Das Un­ter­neh­men ver­öf­fent­licht re­gel­mäs­sig den aus­län­di­schen An­teil am Ge­sell­schafts­ka­pi­tal. Vor­be­hal­ten bleibt der Fall, in dem Aus­län­der oder aus­län­di­sche Ge­sell­schaf­ten auf Grund zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen115 Schwei­zer Bür­gern oder schwei­ze­ri­schen Ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt sind.

3 In be­grün­de­ten Fäl­len kann das BAZL, im Ein­ver­neh­men mit der Ober­zoll­di­rek­ti­on, auf be­stimm­te Zeit die Ver­wen­dung ein­zel­ner Luft­fahr­zeu­ge be­wil­li­gen, die im Luft­fahr­zeugre­gis­ter ei­nes Staa­tes ein­ge­tra­gen sind, mit dem die­se Mög­lich­keit nicht in ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung116 vor­ge­se­hen wur­de.

4 Das BAZL kann in be­grün­de­ten Fäl­len Aus­nah­men von den Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b und c ge­wäh­ren. Es kann die Über­tra­gung ein­zel­ner Be­trieb­s­auf­ga­ben an an­de­re in- oder aus­län­di­sche Un­ter­neh­men be­wil­li­gen.117

111 Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

112 Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

113 Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

114Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, mit Wir­kung seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

115 Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

116 Ei­ne Lis­te die­ser Ver­ein­ba­run­gen kann beim BAZL ein­ge­se­hen wer­den.

117Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 103a Sicherheitsmanagementsystem 118  

1 Fol­gen­de Un­ter­neh­men mit Sitz in der Schweiz müs­sen ein Si­cher­heits­ma­na­ge­ment­sys­tem ein­rich­ten und un­ter­hal­ten:

a.
Hal­ter von Flug­zeu­gen und Hub­schrau­bern, die ge­werbs­mäs­si­ge Flü­ge durch­füh­ren;
b.
In­stand­hal­tungs­be­trie­be für Flug­zeu­ge und Hub­schrau­ber.

2 Für das Si­cher­heits­ma­na­ge­ment­sys­tem sind un­mit­tel­bar an­wend­bar die fol­gen­den Nor­men der In­ter­na­tio­na­len Zi­vil­luft­fahrt-Or­ga­ni­sa­ti­on (ICAO) in An­hang 19 zum Chi­ca­go-Über­ein­kom­men119:120

a.121
Teil I Zif­fern 3.3 und 8.7.3;
b.122
Teil III Sek­ti­on II Zif­fern 1.3 und 6.1.2.

3 Vor­be­hal­ten blei­ben die nach Ar­ti­kel 38 des Chi­ca­go-Über­ein­kom­mens von der Schweiz ge­mel­de­ten Ab­wei­chun­gen.

4 Das UVEK kann Emp­feh­lun­gen des An­hangs 6 des Chi­ca­go-Über­ein­kom­mens für ver­bind­lich er­klä­ren.

5 Das BAZL kann zur Um­set­zung der Nor­men und Emp­feh­lun­gen der ICAO zu­sätz­li­che Wei­sun­gen er­las­sen.

6 An­hang 6 des Chi­ca­go-Über­ein­kom­mens wird in der Amt­li­chen Samm­lung nicht ver­öf­fent­licht. Er kann beim BAZL in fran­zö­si­scher und eng­li­scher Spra­che ein­ge­se­hen wer­den123.

118 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Dez. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 6005).

119 SR 0.748.0. Der Text die­ses An­han­ges wird in der AS nicht ver­öf­fent­licht. Er kann beim Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt un­ter www.bazl.ad­min.ch > Für Fach­leu­te > Re­gu­la­ti­on und Grund­la­gen kos­ten­los ab­ge­ru­fen oder bei der In­ter­na­tio­na­len Zi­vil­luft­fahrt-Or­ga­ni­sa­ti­on (Or­ga­ni­sa­ti­on de l’avia­ti­on ci­vi­le in­ter­na­tio­na­le, Grou­pe de la ven­te des do­cu­ments, 999, rue de l’Uni­ver­sité, Mon­tréal, Qué­bec, Ca­na­da H3C 5H7; www.icao.int) kos­ten­pflich­tig be­zo­gen wer­den.

120 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

121Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

122Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

123Die­se Do­ku­men­te kön­nen über­dies beim Buch­han­del oder bei der ICAO (www.icao.int) be­stellt oder abon­niert wer­den.

Art. 104 Ballone, Segelflugzeuge und Luftfahrzeuge besonderer Kategorien  

1 Bal­lon­fahrt­un­ter­neh­men müs­sen die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 Buch­sta­be b des Luft­fahrt­ge­set­zes und die­je­ni­gen nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, e und g er­fül­len. In be­grün­de­ten Fäl­len kann das BAZL Aus­nah­men zu den Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 103 Ab­satz 1 Buch­sta­be a ge­wäh­ren.

2 Für Un­ter­neh­men, die Se­gel­flug­zeu­ge und Luft­fahr­zeu­ge be­son­de­rer Ka­te­go­ri­en be­trei­ben, ist kei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung er­for­der­lich.

Art. 105 Einzelbewilligung 124  

Für ei­ne kur­ze Zeit oder ei­ne ge­rin­ge An­zahl von Flü­gen kann ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung als Ein­zel­be­wil­li­gung er­teilt wer­den, wenn der Be­trei­ber einen ver­gleich­ba­ren und der Ope­ra­ti­on an­ge­mes­se­nen Si­cher­heits­stan­dard nach­wei­sen kann.

124Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 106 Haftungssumme und Versicherungspflicht  

1 Ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung wird ei­nem Ge­such­stel­ler nur er­teilt, wenn er:

a.
über die fol­gen­den Si­cher­stel­lun­gen ver­fügt:
1.
für Haft­pflicht­an­sprü­che im Fal­le von Tod oder Kör­per­ver­let­zung: über ei­ne mi­ni­ma­le Si­cher­stel­lung von 250 000 Son­der­zie­hungs­rech­ten ge­mä­ss der De­fi­ni­ti­on des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds je Rei­sen­den,
2.125
für Haft­pflicht­an­sprü­che im Fal­le von Be­schä­di­gung von Rei­se­ge­päck: über ei­ne mi­ni­ma­le Si­cher­stel­lung von 1131 Son­der­zie­hungs­rech­ten je Rei­sen­den,
3.126
für Haft­pflicht­an­sprü­che im Fal­le von Be­schä­di­gung von Gü­tern: über ei­ne mi­ni­ma­le Si­cher­stel­lung von 19 Son­der­zie­hungs­rech­ten je Ki­lo­gramm;und
b.
nach­weist, dass er ge­gen die Fol­gen sei­ner Haft­pflicht bis zu den Be­trä­gen nach Buch­sta­be a ver­si­chert ist.127

2 In den Ver­si­che­rungs­ver­trag ist fol­gen­de Be­stim­mung auf­zu­neh­men: En­digt der Ver­trag vor dem im Nach­weis über die Si­cher­stel­lung an­ge­ge­be­nen Zeit­punkt, so ver­pflich­tet sich die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mung, gleich­wohl Er­satz­an­sprü­che bis zum Ent­zug der Be­wil­li­gung nach den Be­stim­mun­gen des Ver­tra­ges zu de­cken, längs­tens aber wäh­rend 15 Ta­gen, nach­dem das BAZL vom En­de des Ver­trags be­nach­rich­tigt wor­den ist. Als Zeit­punkt des Ent­zugs gilt der Tag, an dem die Ent­zugs­ver­fü­gung rechts­kräf­tig wird.

125 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

126 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

127Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 107 Auskunfts- und Meldepflicht  

1 Un­ter­neh­men mit ei­ner Be­triebs­be­wil­li­gung ha­ben dem BAZL auf Ver­lan­gen je­der­zeit Ein­blick in ih­re Be­triebs­füh­rung und Ge­schäfts­un­ter­la­gen zu ge­wäh­ren und die für die Er­stel­lung der Luft­ver­kehrs­sta­tis­tik er­for­der­li­chen An­ga­ben zu lie­fern.

2 ...128

3 Be­ab­sich­ti­gen Un­ter­neh­men, Kon­ti­nen­te oder Ge­bie­te, die sie bis­her nicht an­ge­flo­gen ha­ben, zu be­die­nen, so mel­den sie dem BAZL im Vor­aus ih­re Plä­ne. Zu­dem mel­den sie ihm im Vor­aus al­le be­ab­sich­tig­ten Zu­sam­menschlüs­se oder Über­nah­men so­wie in­nert 14 Ta­gen je­de Än­de­rung des Ei­gen­tums an Ein­zel­be­tei­li­gun­gen, die zehn Pro­zent oder mehr des ge­sam­ten Be­tei­li­gungs­ka­pi­tals des Un­ter­neh­mens oder sei­ner Mut­ter- oder Dach­ge­sell­schaft aus­ma­chen.

128Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, mit Wir­kung seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

612 Unternehmen mit Sitz im Ausland

Art. 108 Allgemeine Voraussetzungen für eine Betriebsbewilligung  

1 Ei­nem Un­ter­neh­men mit Sitz im Aus­land wird ei­ne Be­triebs­be­wil­li­gung für die ge­werbs­mäs­si­ge Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern (Art. 29 LFG) er­teilt, wenn:

a.
es in sei­nem Hei­mat­staat zur ge­werbs­mäs­si­gen Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern im in­ter­na­tio­na­len Luft­ver­kehr zu­ge­las­sen ist;
b.
es die Be­hör­den sei­nes Hei­mat­staats in tech­ni­scher und be­trieb­li­cher Hin­sicht wirk­sam be­auf­sich­ti­gen;
c.
durch die Er­tei­lung der Be­triebs­be­wil­li­gung kei­ne we­sent­li­chen schwei­ze­ri­schen In­ter­es­sen be­ein­träch­tigt wer­den;
d.
schwei­ze­ri­schen Un­ter­neh­men von sei­nem Hei­mat­staat die Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern in gleich­wer­ti­ger Wei­se er­laubt wird;
e.
die Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de (Art. 125) si­cher­ge­stellt sind; und
f.129
es nach­weist, dass sei­ne Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che min­des­tens den in Ar­ti­kel 106 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a–c ge­for­der­ten Be­trä­gen ent­spricht.

2 Be­steht kein of­fen­sicht­li­cher Grund zur An­nah­me, dass die Vor­aus­set­zun­gen von Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b nicht er­füllt sind, so kann auf ei­ne Prü­fung der tech­ni­schen und be­trieb­li­chen Grund­la­gen des Un­ter­neh­mens ver­zich­tet wer­den. Ei­ne ent­spre­chen­de Über­prü­fung kann aber je­der­zeit an­ge­ord­net wer­den.

3 In be­grün­de­ten Fäl­len kann vom Er­for­der­nis nach Ab­satz 1 Buch­sta­be d ab­ge­se­hen wer­den.

129 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II der V vom 17. Aug. 2005 über den Luft­trans­port, in Kraft seit 5. Sept. 2005 (AS 2005 4243).

Art. 109 Auskunfts- und Meldepflicht  

Der In­ha­ber der Be­triebs­be­wil­li­gung ist ver­pflich­tet, dem BAZL oh­ne Ver­zug zu mel­den:

a.
al­le Flug­pro­gram­me und -plä­ne für Flü­ge von und nach der Schweiz;
b.130
al­le Er­eig­nis­se im Sin­ne von Ar­ti­kel 77a, die sich im Zu­sam­men­hang mit Flü­gen von und nach der Schweiz er­eig­nen; und
c.
die für die Er­stel­lung der Luft­ver­kehrs­sta­tis­tik er­for­der­li­chen An­ga­ben.

130Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

62 Streckenkonzession

Art. 110 Linienverkehr  

1 Als Li­ni­en­ver­kehr gel­ten Flü­ge zur ge­werbs­mäs­si­gen Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern, wenn:

a.
sie wäh­rend ei­ner Min­dest­dau­er so re­gel­mäs­sig oder häu­fig er­fol­gen, dass es sich er­kenn­bar um ei­ne sys­te­ma­ti­sche Fol­ge von Flü­gen han­delt; und
b.
im Per­so­nen­ver­kehr in der Öf­fent­lich­keit Sitz­plät­ze zum Ein­zel­kauf an­ge­bo­ten wer­den.

2 Das UVEK er­lässt Aus­füh­rungs­vor­schrif­ten; es be­rück­sich­tigt da­bei die Ent­wick­lun­gen im in­ter­na­tio­na­len Luft­ver­kehr.

Art. 111 Konzessionspflichten  

1 Das kon­zes­sio­nier­te Un­ter­neh­men ist ver­pflich­tet, Flug­plä­ne und Ta­ri­fe fest­zu­le­gen und dem BAZL zu un­ter­brei­ten. Es hat sei­ne Flug­plä­ne und Ta­ri­fe der Öf­fent­lich­keit in ge­eig­ne­ter Wei­se zu­gäng­lich zu ma­chen. Zu­dem hat es si­cher­zu­stel­len, dass die auf die­se Wei­se be­kannt ge­mach­ten Flug­plä­ne und Ta­ri­fe ein­ge­hal­ten wer­den. Art und Um­fang der Be­triebs- und Be­för­de­rungs­pflicht wer­den in der Kon­zes­si­on ge­re­gelt.

2 Das BAZL kann das kon­zes­sio­nier­te Un­ter­neh­men, na­ment­lich im Fall ei­ner Not­la­ge oder bei ver­än­der­ten Ver­hält­nis­sen, auf be­grün­de­tes Ge­such hin von ein­zel­nen oder al­len auf­er­leg­ten Pflich­ten be­frei­en oder ihm an­de­re Er­leich­te­run­gen ge­wäh­ren.

Art. 112 Entzug der Streckenkonzession  

1 Das BAZL kann ei­ne Stre­cken­kon­zes­si­on je­der­zeit und oh­ne Ent­schä­di­gung ent­zie­hen, wenn das kon­zes­sio­nier­te Un­ter­neh­men sei­ne Pflich­ten schwer oder wie­der­holt ver­letzt (Art. 93 LFG).

2 Es kann die Kon­zes­si­on fer­ner ent­zie­hen, wenn die für die Er­tei­lung er­for­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nicht mehr er­füllt sind.

Art. 113131  

131 Auf­ge­ho­ben durch Art. 10 der Slot­ko­or­di­na­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Aug. 2005, mit Wir­kung seit 1. Okt. 2005 (AS 2005 4425).

621 Unternehmen mit Sitz in der Schweiz

Art. 114 Gesuch 132  

1 Un­ter­neh­men mit Sitz in der Schweiz, die Luft­ver­kehrs­li­ni­en be­trei­ben wol­len, un­ter­brei­ten dem BAZL ein Ge­such um Er­tei­lung ei­ner Stre­cken­kon­zes­si­on mit den fol­gen­den An­ga­ben und Un­ter­la­gen:

a.
Li­ni­en- und Flug­plan;
b.
Ta­ri­fe und Be­för­de­rungs­be­din­gun­gen;
c.
An­ga­ben zum Zeit­punkt der Be­trieb­s­auf­nah­me;
d.
An­ga­ben über das zum Ein­satz vor­ge­se­he­ne Flug­ma­te­ri­al;
e.
Ver­trä­ge über die Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren Flug­ge­sell­schaf­ten;
f.
An­ga­ben über die Wirt­schaft­lich­keit der be­an­trag­ten Li­nie.

2 Das BAZL in­for­miert vor dem Ent­scheid über ein Kon­zes­si­ons­ge­such die üb­ri­gen Un­ter­neh­men mit Sitz in der Schweiz, die eben­falls in der La­ge wä­ren, den Be­trieb der glei­chen Luft­ver­kehrs­li­nie si­cher­zu­stel­len.

3 Die üb­ri­gen Un­ter­neh­men kön­nen in­nert 14 Ta­gen seit der Mit­tei­lung durch das BAZL ihr In­ter­es­se am Be­trieb der Luft­ver­kehrs­li­nie an­mel­den. Sie ha­ben vom Zeit­punkt der Mit­tei­lung an 45 Ta­ge Zeit, um ein ent­spre­chen­des Kon­zes­si­ons­ge­such ein­zu­rei­chen.

4 Das BAZL hört vor dem Ent­scheid über ein Kon­zes­si­ons­ge­such für in­ner­schwei­ze­ri­sche Luft­ver­kehrs­li­ni­en die Re­gie­run­gen der be­trof­fe­nen Kan­to­ne, die be­trof­fe­nen Flug­plät­ze und die in­ter­es­sier­ten öf­fent­li­chen Trans­port­un­ter­neh­men an.

5 Be­steht ge­stützt auf staats­ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen ein An­spruch auf Er­tei­lung ei­ner Stre­cken­kon­zes­si­on, so fin­den die Ab­sät­ze 2–4 kei­ne An­wen­dung.

132Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 115 Entscheid  

1 Das BAZL kann die Stre­cken­kon­zes­si­on na­ment­lich ver­wei­gern, wenn das Ver­kehrs­be­dürf­nis in an­de­rer Wei­se gleich­wer­tig be­frie­digt wird oder wenn die an­zu­flie­gen­den Flug­plät­ze kei­ne In­fra­struk­tur für In­stru­men­tenan­flug­ver­fah­ren auf­wei­sen.

2 Lie­gen meh­re­re Ge­su­che für die glei­che Luft­ver­kehrs­li­nie vor und ist die Er­tei­lung meh­re­rer Kon­zes­sio­nen in be­grün­de­ten Fäl­len nicht mög­lich, so be­rück­sich­tigt das BAZL bei sei­nem Ent­scheid ins­be­son­de­re fol­gen­de Kri­te­ri­en:

a.
die Fä­hig­keit des Un­ter­neh­mens, den Be­trieb der Li­nie wäh­rend min­des­tens zwei Flug­plan­pe­ri­oden si­cher­zu­stel­len;
b.
die der Öf­fent­lich­keit in Aus­sicht ge­stell­te Dienst­leis­tung (Pro­dukt­qua­li­tät, Prei­se, Flug­ge­rät, Ka­pa­zi­tät usw.);
c.
die Aus­wir­kun­gen auf den Wett­be­werb in den vor­ge­se­he­nen Be­die­nungs­märk­ten;
d.
die Be­die­nung der schwei­ze­ri­schen Flug­hä­fen;
e.
die öko­no­misch sinn­vol­le Nut­zung be­ste­hen­der Ver­kehrs­rech­te und -ka­pa­zi­tä­ten;
f.
den Zeit­punkt der Ver­kehrs­auf­nah­me;
g.
die Er­fül­lung öko­lo­gi­scher Be­din­gun­gen (lärm- und schad­stoff­ar­me Luft­fahr­zeu­ge);
h.
die vom kon­zes­sio­nier­ten Un­ter­neh­men bis­her er­brach­ten Leis­tun­gen zum Auf­bau des Mark­tes der be­tref­fen­den Luft­ver­kehrs­li­nie.

3 Das BAZL kann die in­ter­es­sier­ten Un­ter­neh­men zu ei­ner An­hö­rung ein­la­den.

Art. 116 Dauer der Streckenkonzession  

1 Die Kon­zes­si­on wird für höchs­tens acht Jah­re er­teilt.

2 Sie kann auf Ge­such hin er­neu­ert wer­den.

3 Die Ent­schei­dung über ei­ne Er­neue­rung wird spä­tes­tens 6 Mo­na­te vor Ab­lauf der Kon­zes­si­on ge­fällt. Im Üb­ri­gen fin­det Ar­ti­kel 115 An­wen­dung.133

133Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 117 Änderung und Übertragung von Rechten und Pflichten aus Konzessionen  

1 Das BAZL kann Rech­te und Pflich­ten aus be­ste­hen­den Kon­zes­sio­nen än­dern oder über­tra­gen.

2 Es kann ins­be­son­de­re ei­nem kon­zes­sio­nier­ten Un­ter­neh­men er­lau­ben, be­stimm­te Flü­ge durch an­de­re schwei­ze­ri­sche oder durch aus­län­di­sche Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men durch­füh­ren zu las­sen, wenn na­ment­lich:

a.
der si­che­re Be­trieb ge­währ­leis­tet ist;
b.
klar­ge­stellt ist, wel­che Be­hör­de die Auf­sicht in­ne­hat; und
c.
die Öf­fent­lich­keit über die Über­tra­gung in­for­miert wird.

3 Das BAZL kann die Über­tra­gung ein­zel­ner Be­trieb­s­auf­ga­ben an an­de­re in- oder aus­län­di­sche Un­ter­neh­men be­wil­li­gen.

Art. 118 Übertragung ungenutzter Streckenkonzessionen an Mitbewerber 134  

1 Übt ein Un­ter­neh­men die in der Stre­cken­kon­zes­si­on ge­währ­ten Ver­kehrs­rech­te nicht aus, so kann je­des an­de­re Un­ter­neh­men beim BAZL ein Ge­such um Über­tra­gung der Kon­zes­si­on ein­rei­chen.

2 Liegt ein sol­ches Ge­such vor, so setzt das BAZL dem kon­zes­sio­nier­ten Un­ter­neh­men ei­ne Frist von höchs­tens drei Mo­na­ten, in­nert der es den Be­trieb der Luft­ver­kehrs­li­nie auf­neh­men muss. Das BAZL kann die Frist in be­grün­de­ten Fäl­len er­stre­cken.

3 Nimmt das kon­zes­sio­nier­te Un­ter­neh­men den Be­trieb in­nert der Frist nicht auf und er­füllt das an­de­re die Kon­zes­si­ons­vor­aus­set­zun­gen, so über­trägt das BAZL die Stre­cken­kon­zes­si­on.

4 Die Ar­ti­kel 114 und 115 sind an­wend­bar.

134Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 118a Heimfall unbenutzter Streckenkonzessionen 135  

Be­dient ein kon­zes­sio­nier­tes Un­ter­neh­men ei­ne Luft­ver­kehrs­li­nie wäh­rend 12 Mo­na­ten nicht, so fällt die Stre­cken­kon­zes­si­on da­hin.

135Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

622 Unternehmen mit Sitz im Ausland

Art. 119 Gesuch  

Un­ter­neh­men mit Sitz im Aus­land, die Luft­ver­kehrs­li­ni­en be­trei­ben wol­len, un­ter­brei­ten dem BAZL ein Ge­such mit fol­gen­den An­ga­ben und Un­ter­la­gen:

a.
den Li­ni­en- und Flug­plan;
b.
die Ta­ri­fe;
c.
An­ga­ben zum Zeit­punkt der Be­trieb­s­auf­nah­me;
d.
An­ga­ben über das zum Ein­satz vor­ge­se­he­ne Flug­ma­te­ri­al;
e.
An­ga­ben zum Rechts­do­mi­zil in der Schweiz.
Art. 120 Verfahren  

1 Die Kon­zes­sio­nie­rung ei­nes aus­län­di­schen Un­ter­neh­mens rich­tet sich nach der je­weils gel­ten­den zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung.

2 Be­steht kei­ne zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­rung oder sind in ei­ner sol­chen be­stimm­te Ver­kehrs­rech­te nicht ge­re­gelt, so kann das BAZL ei­nem aus­län­di­schen Un­ter­neh­men ei­ne Stre­cken­kon­zes­si­on für ei­ne ein­zel­ne Li­nie er­tei­len, wenn das Un­ter­neh­men auch von sei­nem Hei­mat­staat die not­wen­di­gen Ver­kehrs­rech­te be­sitzt.

3 Das BAZL ach­tet bei der Er­tei­lung der Kon­zes­si­on ins­be­son­de­re dar­auf, dass der Hei­mat­staat des Un­ter­neh­mens Ge­gen­recht ge­währt.

Art. 121–122  

...

6a Sicherheitsmassnahmen136

136Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988 (AS 1988 534). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juli 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 20073645).

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 122a Sicherheitsmassnahmen auf Flugplätzen  

1 Der Hal­ter ei­nes Flug­plat­zes mit in­ter­na­tio­na­lem ge­werbs­mäs­si­gem Luft­ver­kehr legt in ei­nem Si­cher­heits­pro­gramm die Si­cher­heits­mass­nah­men fest, die er je nach Be­dro­hungs­la­ge zur Ver­hü­tung von An­grif­fen auf die Si­cher­heit der zi­vi­len Luft­fahrt er­grei­fen wird.

2 Das Si­cher­heits­pro­gramm be­darf der Ge­neh­mi­gung durch das BAZL.

3 Als Si­cher­heits­mass­nah­men kom­men ins­be­son­de­re in Be­tracht:

a.
die auf Aspek­te der Si­cher­heit aus­ge­rich­te­te Kon­trol­le der Flug­gäs­te, des nicht auf­ge­ge­be­nen Hand­ge­päcks, des auf­ge­ge­be­nen Ge­päcks, der Fracht, der Post und der Luft­fahr­zeu­ge;
b.
an­de­re Mass­nah­men, die si­cher­stel­len sol­len, dass kei­ne ver­bo­te­nen Ge­gen­stän­de, wel­che zu wi­der­recht­li­chen Hand­lun­gen ge­gen die Si­cher­heit der zi­vi­len Luft­fahrt ver­wen­det wer­den kön­nen, an Bord von Luft­fahr­zeu­gen ge­lan­gen.

4 Das UVEK ord­net die Si­cher­heits­mass­nah­men an. Zu­vor hört es die zu­stän­di­ge Kan­tons­po­li­zei, den be­trof­fe­nen Flug­platz­hal­ter und die be­trof­fe­nen Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men an.137

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

Art. 122b Sicherheitsmassnahmen der Luftverkehrsunternehmen  

1 Das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men, das Luft­fahr­zeu­ge im in­ter­na­tio­na­len ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehr ein­setzt, ist zur Si­che­rung des Be­trie­bes sei­ner Luft­fahr­zeu­ge ge­mä­ss den vom UVEK fest­ge­leg­ten An­for­de­run­gen ver­pflich­tet. Es hat sei­ne Si­cher­heits­mass­nah­men in ei­nem Si­cher­heits­pro­gramm dar­zu­stel­len.

2 Das Si­cher­heits­pro­gramm be­darf der Ge­neh­mi­gung durch das BAZL.

Art. 122c Anwendbare Bestimmungen  

1 Die Si­cher­heits­mass­nah­men rich­ten sich nach:

a.
den Be­stim­mun­gen un­ter der Glie­de­rungs­ein­heit 6a;
b.
den un­mit­tel­bar an­wend­ba­ren Nor­men der ICAO im An­hang 17 zum Chi­ca­go-Über­ein­kom­men138; vor­be­hal­ten sind die nach Ar­ti­kel 38 die­ses Über­ein­kom­mens ge­mel­de­ten Ab­wei­chun­gen;
c.
den für die Schweiz ver­bind­li­chen Be­stim­mun­gen des Rechts der Eu­ro­päi­schen Uni­on.139

2 Zu­dem sind die Emp­feh­lun­gen der ICAO im An­hang 17 zum Chi­ca­go- Über­ein­kom­men vom 7. De­zem­ber 1944 un­mit­tel­bar an­wend­bar.140

2bis Die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten tref­fen die not­wen­di­gen Mass­nah­men, wenn die Si­cher­heit der Pas­sa­gie­re, der Be­sat­zung oder des Flug­zeugs be­droht ist. Sie dür­fen po­li­zei­li­chen Zwang und po­li­zei­li­che Mass­nah­men nach dem Zwangs­an­wen­dungs­ge­setz vom 20. März 2008141 und sei­nen Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen an­wen­den.142

3 Das BAZL er­lässt die not­wen­di­gen Vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re das Na­tio­na­le Si­cher­heits­pro­gramm Luft­fahrt143.

138SR 0.748.0. Der Text die­ses An­han­ges wird in der AS nicht ver­öf­fent­licht. Er kann beim Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt un­ter www.bazl.ad­min.ch > Für Fach­leu­te > Re­gu­la­ti­on und Grund­la­gen kos­ten­los ab­ge­ru­fen oder bei der In­ter­na­tio­na­len Zi­vil­luft­fahrt-Or­ga­ni­sa­ti­on (Or­ga­ni­sa­ti­on de l’avia­ti­on ci­vi­le in­ter­na­tio­na­le, Grou­pe de la ven­te des do­cu­ments, 999, rue de l’Uni­ver­sité, Mon­tréal, Qué­bec, Ca­na­da H3C 5H7; www.icao.int) kos­ten­pflich­tig be­zo­gen wer­den.

139 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

140 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

141 SR 364

142 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der Zwangs­an­wen­dungs­ver­ord­nung vom 12. Nov. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5475).

143 Das Na­tio­na­le Si­cher­heits­pro­gramm Luft­fahrt ist in eng­li­scher Spra­che ver­fasst. Es wird nicht ver­öf­fent­licht.

Art. 122d Vollzug 144  

1 Das UVEK er­lässt Vor­schrif­ten über:

a.
die Aus­ge­stal­tung der Si­cher­heits­mass­nah­men;
b.
das Zu­sam­men­wir­ken der be­tei­lig­ten Stel­len;
c.
die Ver­tei­lung der Kos­ten zwi­schen dem BAZL, den Flug­platz­hal­tern und den Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men.

2 Das BAZL kann je nach Be­dro­hungs­la­ge im Ein­zel­fall ge­stützt auf ei­ne Be­dro­hungs­ana­ly­se des Bun­des­am­tes für Po­li­zei (fed­pol) wei­te­re Mass­nah­men an­ord­nen und die Kos­ten­tra­gung fest­le­gen; es hört da­zu vor­gän­gig die zu­stän­di­ge Flug­ha­fen­po­li­zei und den be­trof­fe­nen Flug­platz­hal­ter an.

3 Vor­be­hal­ten blei­ben im Ein­zel­fall die be­son­de­ren Be­fug­nis­se der Kom­man­dan­tin oder des Kom­man­dan­ten ei­ner Kan­tons­po­li­zei (Art. 100bis LFG).

144 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

2. Abschnitt: Sicherheitsbeauftragte

Art. 122e Grundsätze  

1 Zur Ab­wehr wi­der­recht­li­cher Hand­lun­gen, wel­che die Si­cher­heit an Bord schwei­ze­ri­scher Luft­fahr­zeu­ge im in­ter­na­tio­na­len ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehr ge­fähr­den kön­nen, wer­den Si­cher­heits­be­auf­trag­te ein­ge­setzt.

2 Die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten kön­nen auch zu Ar­bei­ten am Bo­den auf aus­län­di­schen Flug­plät­zen ein­ge­setzt wer­den.

3 und 4 ...145

145 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

Art. 122f Aufgaben und Kompetenzen  

1 Die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten ha­ben, so­weit das zwin­gend an­wend­ba­re aus­län­di­sche Recht es nicht aus­sch­liesst, ins­be­son­de­re fol­gen­de Auf­ga­ben und Kom­pe­ten­zen:146

a.
An Bord über­wa­chen sie das Ver­hal­ten der Flug­gäs­te und ver­hin­dern wi­der­recht­li­che Hand­lun­gen, wel­che die Si­cher­heit an Bord des Flug­zeugs ge­fähr­den.
b.147
Auf aus­län­di­schen Flug­plät­zen kön­nen sie:
1.
zur Ver­hin­de­rung der Ein­schleu­sung ver­bo­te­ner Ge­gen­stän­de, die zur Ge­fähr­dung der Zi­vil­luft­fahrt ein­ge­setzt wer­den kön­nen, Flug­gäs­te und Hand­ge­päck durch­su­chen und das kon­trol­lier­te Ge­päck und die Ge­päcki­den­ti­fi­ka­ti­on über­wa­chen,
2.
zu­han­den der zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Stel­len mög­li­che Ge­fähr­der be­zeich­nen,
3.
die aus­län­di­schen Stel­len bei de­ren Auf­ga­ben un­ter­stüt­zen.
c.148
...

2 Fed­pol149 er­stellt in Zu­sam­men­ar­beit mit dem BAZL Richt­li­ni­en über die Auf­ga­ben der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten.

146 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

147 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

148 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

149 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

Art. 122g Ausbildung  

1 Zum Ein­satz als Si­cher­heits­be­auf­trag­te oder Si­cher­heits­be­auf­trag­ter kann nur be­stimmt wer­den, wer an ei­nem spe­zi­fi­schen Aus­bil­dungs­pro­gramm teil­ge­nom­men und die Ab­schluss­prü­fung be­stan­den hat.

2 Fed­pol:

a.
er­stellt das An­for­de­rungs­pro­fil der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten;
b.
legt das Aus­bil­dungs­pro­gramm fest;
c.
sorgt für die Wei­ter­bil­dung;
d.
führt ent­spre­chen­de Aus- und Wei­ter­bil­dungs­kur­se durch.

3 Es kann für die Kurs­durch­füh­rung so­wie für die Be­reit­stel­lung und den Un­ter­halt der Kurs­in­fra­struk­tur Drit­te, na­ment­lich Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men und In­sti­tu­tio­nen der Po­li­zei und der Ar­mee, bei­zie­hen.

Art. 122h Einsatz  

1 Fed­pol ist zu­stän­dig für den Ein­satz der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten und die da­mit ver­bun­de­nen ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben.

2 Es legt die Ein­satz­dok­trin und Ein­satz­tak­tik fest.

3 Es be­stimmt nach Rück­spra­che mit dem BAZL Ort, Zeit und Art des Ein­sat­zes auf­grund der Ri­si­ko- und Be­dro­hungs­ana­ly­se.

4 Es in­for­miert die je­weils be­trof­fe­nen Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men und weist sie recht­zei­tig an, die ent­spre­chen­den Sitz­platz­re­ser­va­tio­nen vor­zu­neh­men.

Art. 122i Ausrüstung der Sicherheitsbeauftragten  

1 Fed­pol sorgt in Zu­sam­men­ar­beit mit den Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men für die not­wen­di­ge Aus­rüs­tung der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten.

2 Als Aus­rüs­tung gel­ten ins­be­son­de­re Uni­for­men, Waf­fen und Hilfs­mit­tel.

Art. 122j Unterstellung  

1 Wäh­rend der Aus­bil­dung und des Ein­sat­zes blei­ben die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten dienst- und dis­zi­pli­nar­recht­lich den Vor­schrif­ten ih­res je­wei­li­gen Ar­beit­ge­bers un­ter­stellt.

2 Bei der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben un­ter­ste­hen sie der Wei­sungs­be­fug­nis von fed­pol.

3 An Bord von Luft­fahr­zeu­gen un­ter­ste­hen sie der Bord­ge­walt des Flug­ka­pi­täns.

Art. 122k Risiko- und Bedrohungsanalyse  

Fed­pol ist zu­stän­dig für die Ri­si­ko- und Be­dro­hungs­ana­ly­se im Zu­sam­men­hang mit dem Ein­satz von Si­cher­heits­be­auf­trag­ten.

Art. 122kbis Daten der möglichen Gefährder 150  

1 Zur Be­ur­tei­lung der Ge­fähr­dung des in­ter­na­tio­na­len ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehrs (Art. 21c Abs. 1 Bst. b LFG) be­ar­bei­tet fed­pol im In­for­ma­ti­ons­sys­tem für den Ein­satz von Si­cher­heits­be­auf­trag­ten:

a.
über je­den mög­li­chen Ge­fähr­der die fol­gen­den Da­ten­ka­te­go­ri­en:
1.
ge­buch­te Flü­ge,
2.
An­ga­ben zu ge­tä­tig­ten Zah­lun­gen und da­für ein­ge­setz­ten Zah­lungs­mit­teln;
b.
wei­te­re Da­ten über mög­li­che Ge­fähr­der, die für die Be­ur­tei­lung der Ge­fähr­dung des in­ter­na­tio­na­len ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehrs not­wen­dig sind.

2 Be­tref­fend die Iden­ti­tät und die öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Kon­takt­da­ten von mög­li­chen Ge­fähr­dern (Art. 21c Abs. 1 Bst. a LFG) be­ar­bei­tet fed­pol im Sys­tem die fol­gen­den Da­ten:

a.
Na­men ein­sch­liess­lich Ali­as;
b.
Ge­burts­da­tum;
c.
Ge­burts­ort;
d.
Hei­mat­ort;
e.
Staats­an­ge­hö­rig­keit;
f.
Ge­schlecht;
g.
Zi­vil­stand;
h.
öf­fent­lich zu­gäng­li­che Kon­takt­an­ga­ben wie Po­st­adres­se, E-Mail-Adres­se, Te­le­fon­num­mern;
i.
An­ga­ben zu Rei­se­do­ku­men­ten wie Num­mer, Aus­stel­lungs­staat, Vi­sa.

150 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

Art. 122kter Daten der Sicherheitsbeauftragten 151  

Fed­pol be­ar­bei­tet im In­for­ma­ti­ons­sys­tem die fol­gen­den Da­ten der ein­setz­ba­ren Si­cher­heits­be­auf­trag­ten:

a.
Na­men;
b.
Ge­burts­da­tum;
c.
Ge­burts­ort;
d.
Hei­mat­ort und Na­tio­na­li­tät;
e.
Kon­takt­an­ga­ben wie Po­st­adres­sen, E-Mail-Adres­sen, Te­le­fon­num­mern;
f.
Not­fal­l­adres­se (Na­me, Vor­na­me, Te­le­fon­num­mer und Be­zie­hung der Kon­takt­per­son zum Si­cher­heits­be­auf­trag­ten);
g.
An­ga­ben zu Rei­se­do­ku­men­ten wie Num­mer, Aus­stel­lungs­staat, Vi­sa;
h.
Zah­lungs­ver­bin­dung;
i.
Sprach­kennt­nis­se;
j.
ab­sol­vier­te Kur­se im Hin­blick auf die Tä­tig­keit als Si­cher­heits­be­auf­trag­te und ge­leis­te­te Ein­sät­ze.

151 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

Art. 122l Unterhalt und Aufbewahrung von Schusswaffen  

1 Fed­pol ist, nach Rück­spra­che mit dem BAZL, zu­stän­dig für den Un­ter­halt und die Auf­be­wah­rung der Waf­fen der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten.

2 Fed­pol kann zu die­sem Zweck die Flug­ha­fen­po­li­zei oder an­de­re von ihm be­zeich­ne­te Or­ga­ne bei­zie­hen, vor al­lem für die Auf­be­wah­rung von Waf­fen aus­län­di­scher Si­cher­heits­be­auf­trag­ter bei ei­nem Zwi­schen­halt in der Schweiz.

Art. 122m Pflichten der Luftverkehrsunternehmen  

1 Die Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men kön­nen bei­ge­zo­gen wer­den:

a.
zur Aus- und Wei­ter­bil­dung der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten;
b.
zum Ein­satz und zu den da­mit ver­bun­de­nen ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben;
c.
zur Ri­si­ko- und Be­dro­hungs­ana­ly­se.

2 Ih­nen kön­nen da­bei na­ment­lich fol­gen­de Auf­ga­ben über­tra­gen wer­den:

a.
Sie un­ter­rich­ten im Rah­men der Aus- und Wei­ter­bil­dung luft­fahrts­pe­zi­fi­sche The­men.
b.
Sie re­ser­vie­ren die Sitz­plät­ze für die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten nach Mass­ga­be von fed­pol.
c.
Sie be­sor­gen die not­wen­di­gen luft­fahrts­pe­zi­fi­schen Aus­wei­se für die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten.
d.
Sie stel­len das luft­fahrts­pe­zi­fi­sche Ein­satz­ma­te­ri­al be­reit.
e.
Sie lei­ten si­cher­heits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen, die für die Ri­si­ko- und Be­dro­hungs­ana­ly­se von Be­deu­tung sind, an fed­pol wei­ter.

3 Das BAZL legt die Pflich­ten der Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men im Be­reich der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten in der Be­triebs­be­wil­li­gung fest.

Art. 122n Vergütungen 152  

Das BAZL ver­gü­tet im Zu­sam­men­hang mit dem Ein­satz der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten:

a.
den Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men: die Kos­ten für die er­brach­ten Leis­tun­gen im Zu­sam­men­hang mit:
1.
der Aus- und Wei­ter­bil­dung der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten,
2.
der Ein­satz­pla­nung von Si­cher­heits­be­auf­trag­ten und den da­mit ver­bun­de­nen ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben,
3.
der Ri­si­ko- und Be­dro­hungs­ana­ly­se,
4.
der Aus­rüs­tung der Si­cher­heits­be­auf­trag­ten;
b.
den Kan­to­nen oder Ge­mein­den und der Trans­port­po­li­zei: die Lohn- und Lohn­ne­ben­kos­ten für die Si­cher­heits­be­auf­trag­ten wäh­rend der Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie wäh­rend des Ein­sat­zes;
c.
den Si­cher­heits­be­auf­trag­ten: die Spe­sen für die Aus- und Wei­ter­bil­dung so­wie für den Ein­satz;
d.
den Kan­to­nen oder Ge­mein­den: die Kos­ten für die Be­wirt­schaf­tung der Schuss­waf­fen von aus­län­di­schen Si­cher­heits­be­auf­trag­ten wäh­rend ih­res Auf­ent­halts in der Schweiz.

152 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5625).

Art. 122o Verantwortlichkeit des Bundes  

Die Ver­ant­wort­lich­keit des Bun­des für Schä­den, die ein Si­cher­heits­be­auf­trag­ter in Aus­übung sei­ner Tä­tig­keit Dritt­per­so­nen wi­der­recht­lich zu­fügt, be­ur­teilt sich nach dem Ver­ant­wort­lich­keits­ge­setz vom 14. März 1958153.

6b Erleichterungen in der Luftfahrt154

154 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1998 (AS 1998 2570). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juli 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 20073645).

Art. 122p155  

Für die Durch­füh­rung von Mass­nah­men für Er­leich­te­run­gen in der Luft­fahrt (Fa­ci­li­ta­ti­on) sind die Nor­men und Emp­feh­lun­gen der ICAO im An­hang 9 zum Chi­ca­go­Über­ein­kom­men156 un­mit­tel­bar an­wend­bar. Vor­be­hal­ten sind die nach Ar­ti­kel 38 die­ses Über­ein­kom­mens ge­mel­de­ten Ab­wei­chun­gen.

155 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3843).

156SR 0.748.0. Der Text die­ses An­han­ges wird in der AS nicht ver­öf­fent­licht. Er kann beim Bun­des­amt für Zi­vil­luft­fahrt un­ter www.bazl.ad­min.ch > Für Fach­leu­te > Re­gu­la­ti­on und Grund­la­gen kos­ten­los ab­ge­ru­fen oder bei der In­ter­na­tio­na­len Zi­vil­luft­fahrt-Or­ga­ni­sa­ti­on (Or­ga­ni­sa­ti­on de l’avia­ti­on ci­vi­le in­ter­na­tio­na­le, Grou­pe de la ven­te des do­cu­ments, 999, rue de l’Uni­ver­sité, Mon­tréal, Qué­bec, Ca­na­da H3C 5H7) be­zo­gen wer­den.

7 Haftpflicht

71 des Luftfahrzeughalters gegenüber Dritten auf der Erde

711 Arten der Sicherstellung

Art. 123  

1 Die Haft­pflicht­an­sprü­che Drit­ter auf der Er­de sind un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 durch Ab­schluss ei­ner Haft­pflicht­ver­si­che­rung bei ei­nem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men si­cher­zu­stel­len.157

2 Wird ei­ne Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che durch Hin­ter­le­gung oder So­li­dar­bürg­schaft an­ge­bo­ten, so re­gelt das BAZL die Si­cher­stel­lung im Rah­men der nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen von Fall zu Fall.

157Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

712 Nachweis der Sicherstellung

Art. 124  

1 Als Nach­weis der Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che hat der Hal­ter des Luft­fahr­zeu­ges den Ver­si­che­rungs­nach­weis, den Hin­ter­le­gungs­schein oder die Bürg­schafts­er­klä­rung vor­zu­le­gen.

2 Das BAZL kann vom Hal­ter des Luft­fahr­zeu­ges, Ver­si­che­rer, Auf­be­wah­rer oder Bür­gen nä­he­re Aus­kunft über die Si­cher­stel­lung ver­lan­gen. Es kann die Er­tei­lung des Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­ses bis zum Ein­gang die­ser Aus­kunft aus­set­zen.158

158Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

713 Höhe der Sicherstellung

Art. 125  

1 Die Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de sind für ein Scha­dener­eig­nis (Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men) min­des­tens wie folgt si­cher­zu­stel­len:

Min­dest­ver­si­che­rungs­s­um­me
(Mil­lio­nen Son­der­zie­hungs­rech­te)

a.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht un­ter 500 kg

0,75

b.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 500 kg oder hö­her, aber un­ter 1000 kg

1,5

c.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 1000 kg oder hö­her, aber un­ter 2700 kg

3

d.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 2700 kg oder hö­her, aber un­ter 6000 kg

7

e.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 6000 kg oder hö­her, aber un­ter 12 000 kg

18

f.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 12 000 oder hö­her, aber un­ter 25 000 kg

80

g.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 25 000 kg oder hö­her, aber un­ter 50 000 kg

150

h.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 50 000 kg oder hö­her, aber un­ter 200 000 kg

300

i.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 200 000 kg oder hö­her, aber un­ter 500 000 kg

500

j.
Luft­fahr­zeu­ge mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht von 500 000 kg oder hö­her

700.159

2 Ab­satz 1 gilt nicht für Fes­sel­bal­lo­ne, Hän­ge­glei­ter, Hän­ge­glei­ter mit elek­tri­schem An­trieb, Fall­schir­me, Dra­chen und Dra­chen­fall­schir­me. Für die­se Luft­fahr­zeu­ge setzt das UVEK die Ver­si­che­rungs­s­um­me fest.160

3 Für Flü­ge, die na­ment­lich we­gen der Art der be­för­der­ten Gü­ter ei­ne be­son­de­re Ge­fähr­dung dar­stel­len, kann das BAZL die Er­tei­lung der Be­triebs­be­wil­li­gung vom Nach­weis ei­ner zu­sätz­li­chen Si­cher­stel­lung der Haft­pflicht­an­sprü­che von Drit­ten auf der Er­de ab­hän­gig ma­chen.161

159 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II der V vom 17. Aug. 2005 über den Luft­trans­port, in Kraft seit 5. Sept. 2005 (AS 2005 4243).

160 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Ju­ni 2015, in Kraft seit 15. Ju­li 2015 (AS 2015 2175).

161 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 1998, in Kraft seit 15. Nov. 1998 (AS 1998 2570).

714 Inhalt des Versicherungsvertrages

Art. 126 Wechsel des Halters und Rücktritt  

1 Der Ver­si­che­rungs­ver­trag muss be­stim­men, dass

a.
bei ei­nem Wech­sel des Hal­ters wäh­rend der Ver­trags­dau­er auch die An­sprü­che ge­gen den neu­en Hal­ter ge­deckt sind;
b.
die Rech­te und Pflich­ten aus dem Ver­si­che­rungs­ver­trag auf den neu­en Hal­ter über­ge­hen;
c.
der neue Hal­ter be­rech­tigt ist, in­nert 14 Ta­gen nach dem Hal­ter­wech­sel vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten;
d.
der Ver­si­che­rer be­rech­tigt ist, in­nert 14 Ta­gen, nach­dem er vom Hal­ter­wech­sel Kennt­nis er­hal­ten hat, vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten.

2 Bei ei­nem Rück­tritt er­lischt die Si­cher­stel­lung in dem in Ar­ti­kel 128 Buch­sta­be b an­ge­ge­be­nen Zeit­punkt.

3 Wird dem BAZL vor die­sem Zeit­punkt kei­ne neue Si­cher­stel­lung nach­ge­wie­sen, so ist das Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis zu ent­zie­hen.162

4 Weist der neue Hal­ter in­nert 14 Ta­gen seit dem Wech­sel des Hal­ters ei­ne neue Si­cher­stel­lung nach, so tritt der bis­he­ri­ge Ver­si­che­rungs­ver­trag aus­ser Kraft.

162Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 127 Umfang der gesicherten Ersatzansprüche  

1 Die Si­cher­stel­lung muss bis zu den im Ar­ti­kel 125 an­ge­ge­be­nen Gren­zen die nach den Be­stim­mun­gen des Luft­fahrt­ge­set­zes ge­gen den Hal­ter mög­li­chen Er­satz­an­sprü­che Drit­ter auf der Er­de de­cken.

2 Für Schä­den, die durch ei­ne an Bord be­find­li­che Per­son ver­ur­sacht wer­den, haf­tet der Hal­ter, wenn die­se Per­son nicht zur Be­sat­zung ge­hört (Art. 64 Abs. 2 Bst. b LFG), nur bis zum Be­trag der Si­cher­stel­lung.

3 Schä­den, die durch den Flug­lärm auf der Er­de ver­ur­sacht wer­den, dür­fen im Ver­si­che­rungs­ver­trag nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

Art. 128 Dauer und örtlicher Geltungsbereich  

In den Ver­si­che­rungs­ver­trag sind fol­gen­de Be­stim­mun­gen auf­zu­neh­men:

a.
Läuft der Ver­trag ab, wäh­rend sich das Luft­fahr­zeug auf ei­nem Flug be­fin­det, so ver­län­gert sich die Haf­tung des Ver­si­che­rers zu­guns­ten des ge­schä­dig­ten Drit­ten bis zur nächs­ten Lan­dung, bei der ei­ne amt­li­che Nach­prü­fung der Bord­pa­pie­re mög­lich ist, höchs­tens aber um 24 Stun­den.
b.163
En­digt der Ver­trag vor dem im Nach­weis über die Si­cher­stel­lung an­ge­ge­be­nen Zeit­punkt, so ver­pflich­tet sich die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mung, gleich­wohl Er­satz­an­sprü­che bis zum Ent­zug des Luft­tüch­tig­keits­zeug­nis­ses nach den Be­stim­mun­gen des Ver­tra­ges zu de­cken, längs­tens aber wäh­rend 15 Ta­gen, nach­dem das BAZL vom En­de des Ver­tra­ges be­nach­rich­tigt wor­den ist. Als Zeit­punkt des Ent­zugs gilt der Tag, an dem die Ent­zugs­ver­fü­gung rechts­kräf­tig wird.
c.
Über­fliegt ein Luft­fahr­zeug die im Nach­weis über die Si­cher­stel­lung ge­nann­ten geo­gra­fi­schen Gren­zen ih­res Gel­tungs­be­rei­ches, so ist die Ver­si­che­rung zu­gun­sten des ge­schä­dig­ten Drit­ten auf der Er­de trotz­dem wirk­sam, wenn der Flug aus­ser­halb die­ser Gren­zen durch hö­he­re Ge­walt, durch ei­ne nach den Um­stän­den ge­bo­te­ne Bei­stands­leis­tung oder durch feh­ler­haf­te Len­kung, Füh­rung oder Na­vi­ga­ti­on ver­ur­sacht wur­de.

163Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Mai 1996, in Kraft seit 1. Ju­li 1996 (AS 1996 1536).

Art. 129 Verhältnis zum Nachweis der Sicherstellung  

Der Ver­si­che­rungs­ver­trag muss be­stim­men, dass zu­guns­ten des ge­schä­dig­ten Drit­ten die Be­din­gun­gen mass­ge­bend sind, die sich aus dem Nach­weis über die Si­cher­stel­lung er­ge­ben, auch wenn sie mit dem In­halt des ab­ge­schlos­se­nen Ver­tra­ges nicht über­ein­stim­men.

Art. 130164  

164 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II der V vom 17. Aug. 2005 über den Luft­trans­port, mit Wir­kung seit 5. Sept. 2005 (AS 2005 4243).

715 Versicherer und geschädigter Dritter

Art. 131  

1 Der Hal­ter kann vom Ver­si­che­rer ver­lan­gen, dass er, oh­ne Rück­sicht auf all­fäl­li­ge Rück­griffs­rech­te, sei­ne Er­satz­leis­tung an den ge­schä­dig­ten Drit­ten aus­rich­te, auch wenn nach den Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung die An­sprü­che des ge­schä­dig­ten Drit­ten ge­gen den Hal­ter wei­ter ge­hen als die An­sprü­che des Hal­ters ge­gen den Ver­si­che­rer.

2 Dem ge­schä­dig­ten Drit­ten steht kein un­mit­tel­ba­rer An­spruch ge­gen den Ver­si­che­rer zu, wohl aber im Um­fang sei­ner Scha­den­er­satz­for­de­rung ein Pfand­recht am An­spruch des Hal­ters ge­gen den Ver­si­che­rer.

716 Bescheinigung der Sicherstellung

Art. 132  

Die Be­schei­ni­gung über die Si­cher­stel­lung gibt Aus­kunft über

die Hö­he der Ga­ran­tie­sum­me,
die Gel­tungs­dau­er der ge­leis­te­ten Si­cher­heit und
den geo­gra­phi­schen Gel­tungs­be­reich.

71a Haftpflicht des Luftfahrzeughalters gegenüber Reisenden165

165 Eingefügt durch Anhang Ziff. II der V vom 17. Aug. 2005 über den Lufttransport, in Kraft seit 5. Sept. 2005 (AS 2005 4243).

Art. 132a Minimale Sicherstellung der Haftpflichtansprüche der Reisenden 166  

1 B Die mi­ni­ma­le Si­cher­stel­lung für Haft­pflicht­an­sprü­che der Rei­sen­den be­trägt 250 000 Son­der­zie­hungs­rech­te je Rei­sen­den. Bei nicht­ge­werbs­mäs­si­gen Flü­gen, die mit Luft­fahr­zeu­gen mit ei­nem Ab­flug­ge­wicht bis zu 2700 kg durch­ge­führt wer­den, kann die mi­ni­ma­le Si­cher­stel­lung un­ter die­sem Be­trag lie­gen, muss aber min­des­tens 113 100 Son­der­zie­hungs­rech­te je Rei­sen­den be­tra­gen.167

2 Bei nicht­ge­werbs­mäs­si­gen Flü­gen oh­ne Rei­sen­de kann auf die Si­cher­stel­lung für Haft­pflicht­an­sprü­che der Rei­sen­den ver­zich­tet wer­den.

3 Die Ar­ti­kel 123, 124 Ab­satz 1, 126 Ab­sät­ze 1 und 4, 128 Buch­sta­ben a und c, 129, 131 und 132 sind auf die Haft­pflicht ge­gen­über Rei­sen­den sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

4 Die­ser Ar­ti­kel gilt nicht für die Hän­ge­glei­ter (Art. 132b).168

166 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

167 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

168 Ein­ge­fügt Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 739).

Art. 132b Haftpflicht von Hängegleiterpiloten für Reisende 169  

1 Der Hal­ter oder die Hal­te­rin ei­nes Bi­place-Hän­ge­glei­ters oh­ne An­trieb oder mit elek­tri­schem An­trieb haf­tet im Fal­le ei­nes Un­falls für Tod und Kör­per­ver­let­zung der Rei­sen­den nach den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts170.

2 Die Ar­ti­kel 123, 124 Ab­satz 1, 126 Ab­sät­ze 1 und 4, 128 Buch­sta­ben a und c, 129, 131 und 132 sind sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

3 Das UVEK setzt die Min­dest­ver­si­che­rungs­s­um­me fest.

169 Ein­ge­fügt Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 739).

170 SR 220

72 Haftpflicht bei öffentlichen Flugveranstaltungen

721 Versicherungspflicht des Veranstalters

Art. 133  

1 Öf­fent­li­che Flug­ver­an­stal­tun­gen nach den Ar­ti­keln 85–91 wer­den vom BAZL nur be­wil­ligt, wenn der Ge­such­stel­ler nach­weist, dass der Ver­an­stal­ter für sei­ne Haft­pflicht ver­si­chert ist.

2 Die Haft­pflicht­an­sprü­che sind für ein Scha­dener­eig­nis (Per­so­nen- und Sach­schä­den zu­sam­men) min­des­tens wie folgt si­cher­zu­stel­len:

Ga­ran­tie­sum­me
Fr.

a.
bei öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tun­gen oh­ne akro­ba­ti­sche Pa­trouil­len­flü­ge und oh­ne Tief­flug­akro­ba­tik

2 000 000

b.
bei öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tun­gen oh­ne akro­ba­ti­sche Pa­trouil­len­flü­ge, aber mit Tief­flug­akro­ba­tik

4 000 000

c.
bei öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tun­gen oh­ne Tief­flug­akro­ba­tik, aber mit akro­ba­ti­schen Pa­trouil­len­flü­gen

4 000 000

d.
bei öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tun­gen mit akro­ba­ti­schen Pa­trouil­len­flü­gen und mit Tief­flug­akro­ba­tik

10 000 000.171

3 Bei öf­fent­li­chen Flug­ver­an­stal­tun­gen mit er­höh­ten Ge­fah­ren kann das BAZL die­se Ga­ran­tie­sum­men hin­auf­set­zen.

171Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

722 Versicherung für Ansprüche gegen die Halter

Art. 134172  

Die Ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 133 muss sub­si­di­är die Haft­pflicht­an­sprü­che ge­gen die Hal­ter der an der Ver­an­stal­tung teil­neh­men­den Luft­fahr­zeu­ge de­cken, wenn die Si­cher­stel­lung nach Ar­ti­kel 125 für die De­ckung der An­sprü­che nicht aus­reicht.

172Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Mai 1996, in Kraft seit 1. Ju­li 1996 (AS 1996 1536).

73 Ausländische Luftfahrzeuge

731 Sicherstellungs- und Nachweispflicht 173

173Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988; in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

Art. 135174  

1 Der Hal­ter ei­nes aus­län­di­schen Luft­fahr­zeu­ges muss, be­vor er es im schwei­ze­ri­schen Luftraum ver­wen­det, die Haft­pflicht­an­sprü­che Drit­ter nach den An­sät­zen des Ar­ti­kels 125 si­cher­stel­len. Er muss die Si­cher­stel­lung nach­wei­sen kön­nen.

2 Ver­wen­det ein Hal­ter meh­re­re Luft­fahr­zeu­ge im schwei­ze­ri­schen Luftraum, so muss er nur die für das Luft­fahr­zeug mit dem höchs­ten Ab­flug­ge­wicht vor­ge­se­he­ne Ga­ran­tie­sum­me si­cher­stel­len.

3 Das BAZL kann auf die Si­cher­stel­lung für Schä­den, die durch Lärm oder ra­dio­ak­ti­ve Ver­seu­chung ent­ste­hen, ver­zich­ten.

4 Es kann ge­gen­über Staa­ten, die Hal­ter von Luft­fahr­zeu­gen sind, auf die Si­chers­tel­lung ver­zich­ten.

5 Es kann von den Be­tei­lig­ten die er­for­der­li­chen Aus­künf­te ver­lan­gen.

174Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988; in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

732 Entscheid 175

175Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988; in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

Art. 136176  

1 Das BAZL ent­schei­det über das Vor­lie­gen ei­ner aus­rei­chen­den Si­chers­tel­lung. Im nicht­ge­werbs­mäs­si­gen Luft­ver­kehr prüft es die Si­chers­tel­lung nur stich­pro­ben­wei­se.

2 Die Er­klä­rung ei­nes zum Ge­schäfts­be­trieb in der Schweiz er­mäch­tig­ten Ver­si­che­rers, die Haft­pflicht­an­sprü­che ge­gen den Hal­ter ei­nes aus­län­di­schen Luft­fahr­zeu­ges im Rah­men die­ser Ver­ord­nung zu de­cken, ge­nügt als Nach­weis der Si­cher­stel­lung.

176Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Jan. 1988; in Kraft seit 1. April 1988 (AS 1988 534).

74 Haftpflicht des Luftfrachtführers

Art. 137  

1 Für ent­gelt­li­che Be­för­de­run­gen mit Luft­fahr­zeu­gen so­wie für un­ent­gelt­li­che Be­för­de­run­gen, die von ei­nem Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men mit Be­triebs­be­wil­li­gung aus­ge­führt wer­den, gel­ten die be­son­de­ren Haf­tungs­be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung vom 17. Au­gust 2005177 über den Luft­trans­port so­wie die Vor­aus­set­zun­gen nach den Ar­ti­keln 106 und 108.178

2 Für an­de­re Be­för­de­run­gen mit Luft­fahr­zeu­gen gel­ten die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts179 über die Haft­pflicht.

177SR 748.411

178 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II der V vom 17. Aug. 2005 über den Luft­trans­port, in Kraft seit 5. Sept. 2005 (AS 2005 4243).

179SR 220

8 Luftfahrtinformationen

Art. 138  

Das BAZL ver­öf­fent­licht fol­gen­de Luft­fahrt­in­for­ma­tio­nen:

a.
das Luft­fahrt­hand­buch der Schweiz (AIP-Schweiz) mit In­for­ma­tio­nen von blei­ben­der Gel­tung, die für den si­che­ren Be­trieb der Luft­fahrt we­sent­lich sind:
b.
die Nach­rich­ten für Luft­fah­rer (NO­TAM) und die Luft­fahrt­in­for­ma­ti­ons­blät­ter (AIC), die na­ment­lich über Er­rich­tung, Zu­stand oder Än­de­run­gen von Luft­fahrt­an­la­gen so­wie über Ver­kehrs­diens­te, Ver­fah­ren und Ge­fah­ren für die Luft­fahrt Aus­kunft ge­ben, de­ren recht­zei­ti­ge Kennt­nis für das Luft­fahrt­per­so­nal wich­tig ist.

8a Internationale technische Vorschriften180

180Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 138a  

1 Das UVEK kann im Rah­men sei­ner Recht­set­zungs­be­fug­nis­se aus­nahms­wei­se ein­zel­ne An­hän­ge, ein­sch­liess­lich zu­ge­hö­ri­ger tech­ni­scher Vor­schrif­ten, zum Über­ein­kom­men vom 7. De­zem­ber 1944181 über die in­ter­na­tio­na­le Zi­vil­luft­fahrt so­wie tech­ni­sche Vor­schrif­ten, wel­che im Rah­men der Zu­sam­men­ar­beit der eu­ro­päi­schen Luft­fahrt­be­hör­den fest­ge­legt wer­den, als un­mit­tel­bar an­wend­bar er­klä­ren.

2 Es kann im Ein­ver­neh­men mit der Bun­des­kanz­lei ei­ne be­son­de­re Art der Ver­öf­fent­li­chung sol­cher Be­stim­mun­gen vor­schrei­ben und be­stim­men, dass von ei­ner Über­set­zung ganz oder teil­wei­se ab­zu­se­hen ist.

3 Es ent­schei­det über die Ab­leh­nung von An­hän­gen oder An­hangs­än­de­run­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 90 Buch­sta­be a zwei­ter Satz des Über­ein­kom­mens vom 7. De­zem­ber 1944 über die in­ter­na­tio­na­le Zi­vil­luft­fahrt.182

181SR 0.748.0. Die An­hän­ge sind in der AS nicht ver­öf­fent­licht.

182Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Mai 1996, in Kraft seit 1. Ju­li 1996 (AS 1996 1536).

9 Administrative Bestimmungen

Art. 139 Formulare  

1 Ver­si­che­rungs­nach­wei­se und Ge­su­che um Re­gis­te­r­ein­tra­gun­gen, Er­tei­lung oder Er­neue­rung von Kon­zes­sio­nen, Be­wil­li­gun­gen, Aus­wei­sen und per­sön­li­chen Er­laub­nis­sen sind auf den vom BAZL fest­ge­setz­ten For­mu­la­ren ein­zu­rei­chen.

2 Die­se For­mu­la­re kön­nen beim BAZL oder bei den Flug­platz­lei­tun­gen be­zo­gen wer­den.

3 In dring­li­chen Fäl­len kön­nen Ge­su­che te­le­fo­nisch, te­le­gra­fisch oder mit Fern­schrei­ben ge­stellt wer­den.

Art. 140 Gebühren  

Für die Amts­hand­lun­gen der Auf­sichts­be­hör­den wer­den die in der Ge­büh­ren­ord­nung zum Luft­fahrt­ge­setz183 fest­ge­setz­ten Ge­büh­ren er­ho­ben.

183[AS 1976 668, 1979 778. AS 1983 1526Art. 35 Bst. a]. Heu­te: in der V vom 28. Sept. 2007 über die Ge­büh­ren des BAZL (SR 748.112.11).

Art. 141 Statistik  

1 Das BAZL führt und ver­öf­fent­licht die Luft­fahrt­sta­tis­tik.

2 In­ha­ber von Kon­zes­sio­nen und Be­wil­li­gun­gen so­wie die Trä­ger von Aus­wei­sen sind ver­pflich­tet, dem BAZL die zur Füh­rung der Sta­tis­tik er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen zu lie­fern.

9a Strafbestimmungen184

184Eingefügt durch Ziff. I 1 der V vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1139).

Art. 141a  

Nach Ar­ti­kel 91 Ab­satz 1 Buch­sta­be i LFG wird be­straft, wer:

a.
ei­ne Pflicht nach den fol­gen­den Be­stim­mun­gen ver­letzt: Ar­ti­kel 2a Ab­satz 1, 2b Ab­satz 1, 26, 81, 83, 86 Ab­satz 1 ers­ter Satz, 107 Ab­satz 2, 109 Buch­sta­ben a oder b und 111 Ab­satz 1 ers­ter oder zwei­ter Satz;
b.
ei­ne akro­ba­ti­sche Vor­füh­rung an Luft­fahr­zeu­gen oh­ne Be­wil­li­gung des BAZL durch­führt (Art. 84);
c.
Pa­pie­re, wel­che ge­stützt auf ei­ne Be­stim­mung des Luft­fahrt­rechts an Bord des Luft­fahr­zeu­ges mit­ge­führt wer­den müs­sen, nicht mit­führt;
d.185
Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 376/2014186 ver­letzt.

185 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 17. Fe­br. 2016, in Kraft seit 1. April 2016 (AS 2016 739).

186 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 77Abs. 1.

10 Übergangs- und Schlussbestimmungen

Art. 142187  

187Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3028).

Art. 143 Aufhebung früherer Erlasse  

Es wer­den auf­ge­ho­ben:

a.
die Voll­zie­hungs­ver­ord­nung vom 5. Ju­ni 1950188 zum Luft­fahrt­ge­setz;
b.
die Ver­ord­nung vom 22. No­vem­ber 1966189 über pho­to­gra­phi­sche Auf­nah­men aus der Luft.

188[AS 1950 I 496, 1951 968Art. 15, 1958 690, 1960 360Art. 37 Abs. 2 1257 Art. 45, 1964 329, 1966 1506Art. 5 Abs. 2, 1967 873901 Art. 33 Ziff. 1, 1968 931Art. 8 Abs. 2 1341, 1969 1141]

189[AS 1966 1506]

Art. 144 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 1974 in Kraft.

Anhang 190

190 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 1994 (AS 1994 3028). Fassung gemäss Ziff. II der V vom 24. Juni 2015, in Kraft seit 15. Juli 2015 (AS 2015 2175).

(Art. 2 Abs. 1 und 23 Abs. 1)

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