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Verordnung
über die Adressierungselemente
im Fernmeldebereich
(AEFV)

vom 6. Oktober 1997 (Stand am 1. Januar 2021)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 12b, 28 Absätze 2, 3, 4 und 6, 28a Absatz 4, 59 Absatz 3, 62 und 64 Absatz 2 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 19971 (FMG),2

verordnet:

1 SR 784.10

2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

1. Abschnitt: Geltungsbereich sowie Begriffe und Abkürzungen3

3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 1  

1 Die­se Ver­ord­nung gilt für al­le Adres­sie­rungs­ele­men­te aus­ser Do­main­na­men.

2 Die in die­ser Ver­ord­nung ver­wen­de­ten Be­grif­fe und Ab­kür­zun­gen sind im An­hang er­klärt.

2. Abschnitt: Verwaltung und Zuteilung der Adressierungselemente

Art. 2 Nummerierungspläne und Vorschriften über die Verwaltung der Adressierungselemente 4  

1 Das Bun­des­amt für Kom­mu­ni­ka­ti­on (BA­KOM) er­stellt die Num­me­rie­rungs­plä­ne und er­lässt die Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te.5

2 Es kann zur Si­cher­stel­lung von ge­nü­gend Adres­sie­rungs­ele­men­ten oder auf­grund in­ter­na­tio­na­ler Nor­men und Emp­feh­lun­gen die Num­me­rie­rungs­plä­ne und die Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te än­dern. Es be­rück­sich­tigt da­bei die Aus­wir­kun­gen der Än­de­rung auf die In­ha­be­rin­nen der Adres­sie­rungs­ele­men­te.6

3 Es be­nach­rich­tigt die In­ha­be­rin­nen der Adres­sie­rungs­ele­men­te min­des­tens 24 Mo-na­te vor ei­ner wich­ti­gen Än­de­rung der Num­me­rie­rungs­plä­ne und min­des­tens sechs Mo­na­te vor ei­ner wich­ti­gen Än­de­rung der Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te. In drin­gen­den Fäl­len oder für we­ni­ger wich­ti­ge Än­de­run­gen sind kür­ze­re Fris­ten zu­läs­sig.

4 Vor der Fest­le­gung oder vor wich­ti­gen Än­de­run­gen der Num­me­rie­rungs­plä­ne kon­sul­tiert das BA­KOM7 die in­ter­es­sier­ten Krei­se.

5 Das BA­KOM er­lässt die tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten für die Um­set­zung von Än­de­run­gen der Num­me­rie­rungs­plä­ne.8

6 In­ha­be­rin­nen von Num­mern­blö­cken müs­sen ih­re Kun­din­nen und Kun­den, de­nen sie ei­ne oder meh­re­re Num­mern zu­ge­teilt ha­ben, vor wich­ti­gen Än­de­run­gen der Num­me­rie­rungs­plä­ne in ge­eig­ne­ter Wei­se in­for­mie­ren. Sie be­gin­nen mit die­ser In­for­ma­ti­ons­tä­tig­keit min­des­tens sechs Mo­na­te vor­her.9

4 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243). Die Änd. wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

7 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845). Die Änd. wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

Art. 3 Öffentlichkeit  

Die Num­me­rie­rungs­plä­ne und die Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te sind der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich zu ma­chen.

Art. 4 Zuteilung  

1 Das BA­KOM teilt auf Ge­such Adres­sie­rungs­ele­men­te zu.

1bis Das Ge­such muss min­des­tens ent­hal­ten:

a.
Na­me und Adres­se der Ge­such­stel­le­rin oder des Ge­such­stel­lers;
b.
ge­wünsch­tes Adres­sie­rungs­ele­ment.10

1ter Das BA­KOM kann zur Über­prü­fung von Na­me, Adres­se und recht­li­cher Exis­tenz der Ge­such­stel­le­rin oder des Ge­such­stel­lers wei­te­re An­ga­ben oder Do­ku­men­te ver­lan­gen, ins­be­son­de­re:

a.
bei na­tür­li­chen Per­so­nen: die Ko­pie ei­nes gül­ti­gen na­tio­na­len Iden­ti­täts­aus­wei­ses oder Pas­ses so­wie ei­ne ak­tu­el­le Wohn­sitz­be­stä­ti­gung;
b.
bei Ver­ei­nen oder Stif­tun­gen mit Sitz in der Schweiz oh­ne Ein­trag im Han­dels­re­gis­ter: die be­glau­big­te Ko­pie der Ver­eins­sta­tu­ten oder der Stif­tungs­ur­kun­de;
c.
bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen oder Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten mit Sitz im Aus­land: einen ak­tu­el­len, be­glau­big­ten aus­län­di­schen Han­dels­re­gis­ter­aus­zug oder, wenn die­ser nicht ge­nü­gend In­for­ma­tio­nen ent­hält oder kei­ne dem Han­dels­re­gis­ter ent­spre­chen­de In­sti­tu­ti­on exis­tiert, ein amt­li­ches Do­ku­ment, das die recht­li­che Exis­tenz der Rechts­ein­heit ge­mä­ss an­wend­ba­rem aus­län­di­schem Recht be­stä­tigt;
d.
die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (UID) nach dem Bun­des­ge­setz vom 18. Ju­ni 201011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer.12

2 Es kann die Adres­sie­rungs­ele­men­te pro­vi­so­risch zu­tei­len.13

3 Es kann die Zu­tei­lung ei­nes Adres­sie­rungs­ele­men­tes ver­wei­gern, wenn:

a.14
der Ver­dacht be­steht, dass die Ge­such­stel­le­rin oder der Ge­such­stel­ler mit Hil­fe des Adres­sie­rungs­ele­men­tes ei­ne Ver­let­zung von Bun­des­recht be­ge­hen wird;
abis15. der Ver­dacht be­steht, dass die Ge­such­stel­le­rin oder der Ge­such­stel­ler die­ses Adres­sie­rungs­ele­ment be­an­tragt, um die Zu­tei­lung an an­de­re In­ter­es­sier­te zu ver­hin­dern;
b.
wich­ti­ge tech­ni­sche Grün­de oder die Ein­hal­tung in­ter­na­tio­na­ler Nor­men es er­for­dern;
c.
es nicht haupt­säch­lich für die Ver­wen­dung in der Schweiz vor­ge­se­hen ist;
d.
die Ver­wal­tungs­ge­büh­ren nicht be­zahlt wer­den;
e.16
sich die Ge­such­stel­le­rin oder der Ge­such­stel­ler in Kon­kurs, in Li­qui­da­ti­on oder im Nach­lass­ver­fah­ren be­fin­det.

4 Ge­such­stel­le­rin­nen mit Sitz im Aus­land müs­sen ei­ne Kor­re­spon­denz­adres­se in der Schweiz be­zeich­nen, an wel­che ins­be­son­de­re Mit­tei­lun­gen, Vor­la­dun­gen und Ver­fü­gun­gen rechts­gül­tig zu­ge­stellt wer­den kön­nen.17

5 Stellt ei­ne Ge­such­stel­le­rin oder ein Ge­such­stel­ler, bei der oder dem die Zu­tei­lung ei­nes Adres­sie­rungs­ele­ments we­gen Nicht­be­zah­lens der fäl­li­gen Ver­wal­tungs­ge­büh­ren nach Ar­ti­kel 11 Ab­satz 1 Buch­sta­be d wi­der­ru­fen wur­de, ein neu­es Zu­tei­lungs­ge­such, so kann das BA­KOM vor der Zu­tei­lung Fol­gen­des ver­lan­gen:

a.
die Be­zah­lung der aus­ste­hen­den Ge­büh­ren;
b.
die Vor­aus­zah­lung der ein­ma­li­gen Ver­wal­tungs­ge­bühr für die Zu­tei­lung des Adres­sie­rungs­ele­ments so­wie der ge­schul­de­ten Ver­wal­tungs­ge­büh­ren für die Ver­wal­tung bis En­de des lau­fen­den Jah­res.18

10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

11 SR 431.03

12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

15 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Fe­br. 2003 (AS 2003 397). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 20144173).

17 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 20144173).

18 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005 (AS 2005 691). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 4a19  

19 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 20071039). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 5 Gemeinsame Nutzung  

Das BA­KOM kann meh­re­ren In­ha­be­rin­nen Adres­sie­rungs­ele­men­te für die ge­mein­sa­me Nut­zung zu­tei­len.

Art. 6 Untergeordnete Adressierungselemente  

Kön­nen auf ein Adres­sie­rungs­ele­ment un­ter­ge­ord­ne­te Ele­men­te, zum Bei­spiel ein Na­me oder ei­ne Un­ter­adres­se, fol­gen, so kann das BA­KOM die In­ha­be­rin er­mäch­ti­gen, die­se un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­na­tio­na­len Nor­men zu be­stim­men und zu­zu­tei­len.

Art. 7 Nutzungsdauer und Neuzuteilung  

1 Adres­sie­rungs­ele­men­te wer­den in der Re­gel un­be­fris­tet zu­ge­teilt.

2 Adres­sie­rungs­ele­men­te, an de­nen die Nut­zungs­be­rech­ti­gung er­lo­schen ist, wer­den frü­he­s­tens sechs Mo­na­te nach dem Er­lö­schungs­da­tum neu zu­ge­teilt. Aus­nahms­wei­se kön­nen Adres­sie­rungs­ele­men­te so­fort neu zu­ge­teilt wer­den.

Art. 7a Übertragung im Fall einer Fusion 20  

1 Die Fir­ma, die aus ei­ner Fu­si­on her­vor­geht, wird In­ha­be­rin al­ler Adres­sie­rungs­ele­men­te, die den fu­sio­nier­ten Fir­men zu­ge­teilt wor­den wa­ren.

2 Wird die neue Fir­ma In­ha­be­rin ei­ner Zahl von Adres­sie­rungs­ele­men­ten, wel­che die pro In­ha­be­rin zu­läs­si­ge Höchst­zahl über­schrei­tet, so legt das BA­KOM fest, bis wann sie auf die über­zäh­li­gen Adres­sie­rungs­ele­men­te ver­zich­ten muss.

20 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 8 Nutzungszweck  

1 Die In­ha­be­rin darf die ihr zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te nur für die bei der Zu­tei­lung fest­ge­leg­ten Zwe­cke ver­wen­den.

2 Sie kann beim BA­KOM die Be­wil­li­gung für die Ab­än­de­rung des Nut­zungs­zwecks der ihr zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te be­an­tra­gen. Die Be­wil­li­gung wird nur er­teilt, wenn der neue Nut­zungs­zweck die Be­din­gun­gen für die Zu­tei­lung der ent­spre­chen­den Adres­sie­rungs­ele­men­te er­füllt.

Art. 9 Informationen über die Adressierungselemente  

1 Das BA­KOM macht In­for­ma­tio­nen über die von ihm zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te und de­ren Nut­zungs­zweck, über den Na­men und die Adres­se ih­rer In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber so­wie, falls ihr Sitz im Aus­land ist, über ih­re Kor­re­spon­denz­adres­se in der Schweiz der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich. Es kann die­se In­for­ma­tio­nen durch Ab­ruf­ver­fah­ren zu­gäng­lich ma­chen.21

2 ...22

21 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

22 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000 (AS 2000 1093). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 10 Verfügungen des BAKOM  

Be­ste­hen über die Ver­wen­dung be­stimm­ter Adres­sie­rungs­ele­men­te kei­ne Vor­schrif­ten, so legt das BA­KOM die­se so­wie die Ver­wal­tungs­ge­büh­ren im Ein­zel­fall fest.

Art. 11 Widerruf  

1 Das BA­KOM kann die Zu­tei­lung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten wi­der­ru­fen, wenn:

a.
ei­ne Än­de­rung der Num­me­rie­rungs­plä­ne oder der Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te dies er­for­dert;
b.23
die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber der Adres­sie­rungs­ele­men­te das an­wend­ba­re Recht, ins­be­son­de­re die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung, die Vor­schrif­ten des BA­KOM oder die Be­stim­mun­gen der Zu­tei­lungs­ver­fü­gung, miss­ach­tet;
bbis.24
ei­ne an­de­re Be­hör­de ge­stützt auf ih­re Zu­stän­dig­keit ei­ne Ver­let­zung von Bun­des­recht fest­stellt, die mit Hil­fe des Adres­sie­rungs­ele­men­tes be­gan­gen wur­de;
bter.25
der Ver­dacht be­steht, dass die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber mit Hil­fe des Adres­sie­rungs­ele­men­tes ei­ne Ver­let­zung von Bun­des­recht be­geht;
bqua­ter.26 sich die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber die Adres­sie­rungs­ele­men­te zu­tei­len liess, um die Zu­tei­lung an an­de­re In­ter­es­sier­te zu ver­hin­dern;
c.27
die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber al­le oder einen Teil der ihr oder ihm zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te nicht mehr oder nicht haupt­säch­lich in der Schweiz ver­wen­det;
d.28
die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber die fäl­li­gen Ver­wal­tungs­ge­büh­ren nicht be­zahlt;
dbis.29
sich die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber in Kon­kurs, in Li­qui­da­ti­on oder im Nach­lass­ver­fah­ren be­fin­det;
e.
an­de­re wich­ti­ge Grün­de wie in­ter­na­tio­na­le Emp­feh­lun­gen, Nor­men oder Har­mo­ni­sie­run­gen es er­for­dern.

2 Als vor­läu­fi­ge Mass­nah­me kann das BA­KOM an­ord­nen, dass die be­tref­fen­den Adres­sie­rungs­ele­men­te aus­ser Be­trieb ge­setzt wer­den.

3 Ein Adres­sie­rungs­ele­ment gilt als wi­der­ru­fen, wenn die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber ver­stor­ben ist oder in­fol­ge Kon­kurs oder Li­qui­da­ti­on aus dem Han­dels­re­gis­ter ge­löscht wur­de.30

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

24 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

25 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

26 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173). Die Be­rich­ti­gung vom 13. Jan. 2015 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2015 183).

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

29 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173). Die Be­rich­ti­gung vom 13. Jan. 2015 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2015 183).

30 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 12 Wirkung des Widerrufs  

1 Der Wi­der­ruf von Adres­sie­rungs­ele­men­ten tritt so­fort in Kraft.31

1bis Das BA­KOM kann ein spä­te­res In­kraft­tre­ten des Wi­der­rufs ver­fü­gen, wenn Be­nut­ze­rin­nen und Be­nut­zer von in Be­trieb ste­hen­den Adres­sie­rungs­ele­men­ten da­von be­trof­fen sind oder wich­ti­ge tech­ni­sche oder wirt­schaft­li­che Grün­de dies er­for­dern.32

2 Mit dem Wi­der­ruf der Adres­sie­rungs­ele­men­te wer­den auch die un­ter­ge­ord­ne­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te wi­der­ru­fen.

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

32 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Kapitel 1a : Übertragung der Verwaltung von Adressierungselementen an Dritte33

33 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Dez. 2001, in Kraft seit 1. April 2002 (AS 2002273).

1. Abschnitt: Allgemeine Regeln

Art. 13 Verfahren und Bedingungen der Übertragung 34  

1 Wird die Ver­wal­tung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten auf­grund ei­nes Aus­schrei­bungs- oder ei­nes Ein­la­dungs­ver­fah­rens (Art. 28a Abs. 2 FMG) ei­nem Drit­ten (Be­auf­trag­ten) über­tra­gen, so be­wer­tet und ge­wich­tet das BA­KOM die An­ge­bo­te ins­be­son­de­re nach fol­gen­den Kri­te­ri­en:

a.
Preis, An­ge­mes­sen­heit und Qua­li­tät der Diens­te;
b.
Qua­li­fi­ka­tio­nen und Ei­gen­schaf­ten der Be­wer­be­rin;
c.
Ge­währ­leis­tung der öf­fent­li­chen Si­cher­heit und der Be­kämp­fung der Cy­ber­kri­mi­na­li­tät;
d.
Ge­währ­leis­tung des Schut­zes kri­ti­scher In­fra­struk­tu­ren; und
e.
Be­tei­li­gung der be­trof­fe­nen Ge­mein­schaft an der Ver­wal­tung der über­tra­ge­nen Res­sour­cen.

2 Die Be­wer­be­rin­nen dür­fen we­der die Un­ter­la­gen ih­rer Kon­kur­ren­tin­nen und Kon­kur­ren­ten ein­se­hen noch zu ih­ren An­ge­bo­ten und an­de­ren ein­ge­reich­ten Do­ku­men­ten Stel­lung neh­men.

3 Die Ver­fü­gun­gen müs­sen die Ge­schäfts­ge­heim­nis­se der Be­wer­be­rin­nen wah­ren.

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 13a Übertragungsform  

Die Ver­wal­tung und Zu­tei­lung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten an Drit­te muss in Form ei­ner Be­wil­li­gung oder ei­nes Ver­trags über­tra­gen wer­den.

Art. 13b Übertragungsdauer  

1 Die Be­wil­li­gung oder der Ver­trag wird vom BA­KOM auf ei­ne be­stimm­te Dau­er er­teilt oder aus­ge­fer­tigt. Es legt die­se Dau­er nach der Art und der Be­deu­tung der über­tra­ge­nen Ver­wal­tung und Zu­tei­lung der Adres­sie­rungs­ele­men­te fest.

2 Es kann die Be­wil­li­gung oder den Ver­trag er­neu­ern.

Art. 13c Übertragung von wesentlichen Aufgaben  

Die ge­sam­te oder teil­wei­se Über­tra­gung der durch ei­ne Be­wil­li­gung oder einen Ver­trag vor­ge­se­he­nen we­sent­li­chen Auf­ga­ben ist nur mit Zu­stim­mung des BA­KOM mög­lich.

Art. 13d Änderung der Bewilligung oder des Vertrags  

1 Das BA­KOM kann ein­zel­ne Be­stim­mun­gen der Be­wil­li­gung oder des Ver­trags vor Ab­lauf ih­rer Dau­er ver­än­der­ten tat­säch­li­chen oder recht­li­chen Ver­hält­nis­sen an­pas­sen, wenn die Än­de­rung zur Wah­rung über­wie­gen­der öf­fent­li­cher In­ter­es­sen not­wen­dig ist.

2 Die Be­auf­trag­te wird an­ge­mes­sen ent­schä­digt, wenn die Än­de­rung der Be­wil­li­gung oder des Ver­trags einen fi­nan­zi­el­len Scha­den im Zu­sam­men­hang mit der über­tra­ge­nen Ver­wal­tung und Zu­tei­lung der Adres­sie­rungs­ele­men­te be­wirkt. Die­se Ent­schä­di­gung um­fasst nicht die Kom­pen­sa­ti­on des ent­gan­ge­nen Ge­winns.35

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 13e Verwaltung und Zuteilung von Adressierungselementen durch die Beauftragten  

1 Die Be­auf­trag­ten ver­wal­ten die Adres­sie­rungs­ele­men­te auf zweck­mäs­si­ge und ge­eig­ne­te Wei­se. Sie tei­len die Adres­sie­rungs­ele­men­te auf trans­pa­ren­te und nicht­dis­kri­mi­nie­ren­de Wei­se zu.

2 Die Ar­ti­kel 4–12 gel­ten sinn­ge­mä­ss für die Ver­wal­tung und Zu­tei­lung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten durch die Be­auf­trag­ten.

3 Das BA­KOM kann in der Be­wil­li­gung oder im Ver­trag be­son­de­re Re­geln für die Ver­wal­tung und die Ver­wen­dung der Adres­sie­rungs­ele­men­te durch die Be­auf­trag­ten fest­le­gen.

Art. 13f Tätigkeitsjournal  

1 Die Be­auf­trag­ten ver­mer­ken ih­re Ak­ti­vi­tä­ten im Zu­sam­men­hang mit der Zu­tei­lung, dem Wi­der­ruf und der Aus­ser­be­trieb­set­zung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten in ei­nem Tä­tig­keits­jour­nal.

2 Sie be­wah­ren die Ein­tra­gun­gen in die­sem Jour­nal so­wie die ent­spre­chen­den Be­le­ge wäh­rend zehn Jah­ren auf.

Art. 13g Informationspflicht  

1 Die Be­auf­trag­ten müs­sen dem BA­KOM al­le Aus­künf­te ge­ben und al­le Do­ku­men­te un­ter­brei­ten, die für den Voll­zug die­ser Ver­ord­nung und ih­rer Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen not­wen­dig sind. Das BA­KOM kann ins­be­son­de­re die Lis­te der zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te und ei­ne Ko­pie des Tä­tig­keits­jour­nals ver­lan­gen.

2 Die Be­auf­trag­ten stel­len dem BA­KOM die zur Er­stel­lung ei­ner amt­li­chen Sta­tis­tik er­for­der­li­chen An­ga­ben un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung. Im Üb­ri­gen gel­ten die Ar­ti­kel 97–103 der Ver­ord­nung vom 9. März 200736 über Fern­mel­de­diens­te sinn­ge­mä­ss.37

36 SR 784.101.1

37 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 13h Preise 38  

Un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 40 Ab­sät­ze 3 und 4 FMG le­gen die Be­auf­trag­ten die Prei­se für ih­re Diens­te der Ver­wal­tung und Zu­tei­lung von Adres­sie­rungs­ele­men­ten nach ei­ge­nem Er­mes­sen fest, so­fern auf dem be­tref­fen­den Markt wirk­sa­mer Wett­be­werb herrscht.

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 13i Aufsicht  

1 Das BA­KOM wacht dar­über, dass die Be­auf­trag­ten das an­wend­ba­re Recht, ins­be­son­de­re die­se Ver­ord­nung und ih­re Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen, so­wie ih­re Be­wil­li­gung oder ih­ren Ver­trag ein­hal­ten. Es kann ein­zel­ne Auf­sichts­auf­ga­ben pri­vat­recht­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen über­tra­gen und mit die­sen zu­sam­men­ar­bei­ten.

2 Es kon­trol­liert in der Re­gel ein­mal pro Jahr die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te durch die Be­auf­trag­ten.

3 Sind An­zei­chen vor­han­den, dass ei­ne Be­auf­trag­te ih­ren in der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung, de­ren Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen, der Be­wil­li­gung oder dem Ver­trag fest­ge­leg­ten Ver­pflich­tun­gen nicht mehr nach­kommt, so führt das BA­KOM ei­ne Über­prü­fung durch. Die Be­auf­trag­te muss den Zu­tritt zu ih­ren Räum­lich­kei­ten und An­la­gen ge­wäh­ren und al­le nütz­li­chen In­for­ma­tio­nen lie­fern.

4 Wird auf Grund der Über­prü­fung fest­ge­stellt, dass die Be­auf­trag­te ih­re Ver­pflich­tun­gen nicht oder nicht mehr er­füllt, so trägt sie die Kos­ten für die Über­prü­fung.

Art. 13j Aufsichtsmassnahmen  

1 Er­füllt die Be­auf­trag­te ih­re Ver­pflich­tun­gen nicht mehr, so kann das BA­KOM:

a.
sie auf­for­dern, den Man­gel zu be­he­ben oder Mass­nah­men zu tref­fen, da­mit die Ver­let­zung sich nicht wie­der­holt; die Be­auf­trag­te muss der Be­hör­de mit­tei­len, was sie un­ter­nom­men hat;
b.39
von ihr ver­lan­gen, die Ein­nah­men, die sie bei der Rechts­ver­let­zung er­zielt hat, an den Bund ab­zu­lie­fern oder der be­trof­fe­nen Ge­mein­schaft von In­ha­be­rin­nen von Adres­sie­rungs­ele­men­ten zu­rück­zu­er­stat­ten;
c.
die Be­wil­li­gung oder den Ver­trag durch Auf­la­gen er­gän­zen;
d.
die Be­wil­li­gung oder den Ver­trag ein­schrän­ken oder sus­pen­die­ren oder im Sin­ne von Ar­ti­kel 13k Ab­satz 1 mit so­for­ti­ger Wir­kung die Be­wil­li­gung ent­zie­hen oder den Ver­trag auf­lö­sen.

2 Das BA­KOM kann von Am­tes we­gen vor­sorg­li­che Mass­nah­men ver­fü­gen.

39 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 13k Ende der übertragenen Tätigkeit 40  

1 Das BA­KOM ent­zieht die Be­wil­li­gung oder löst den Ver­trag oh­ne Ent­schä­di­gung auf, wenn ei­ne Be­auf­trag­te die Vor­aus­set­zun­gen für die Aus­übung der über­tra­ge­nen Tä­tig­keit nicht mehr er­füllt, ih­re Tä­tig­keit ein­ge­stellt hat oder in Kon­kurs ge­ra­ten ist.

2 Es kann die Be­wil­li­gung oder den Ver­trag ge­gen an­ge­mes­se­ne Ent­schä­di­gung der Be­auf­trag­ten ent­zie­hen oder auf­lö­sen, wenn sich die tat­säch­li­chen oder recht­li­chen Ver­hält­nis­se ver­än­dert ha­ben und der Ent­zug oder die Auf­lö­sung zur Wah­rung über­wie­gen­der öf­fent­li­cher In­ter­es­sen not­wen­dig ist. Die Ent­schä­di­gung um­fasst nicht die Kom­pen­sa­ti­on des ent­gan­ge­nen Ge­winns. Sie be­rück­sich­tigt den Be­trag, den die Be­auf­trag­te nach Ab­satz 5 Buch­sta­be b für die ge­leis­te­te Un­ter­stüt­zung er­hal­ten hat.

3 Das BA­KOM kann die Auf­ga­be der Ver­wal­tung und die Zu­tei­lung der be­tref­fen­den Adres­sie­rungs­ele­men­te sel­ber über­neh­men oder di­rekt ei­ner an­de­ren Be­auf­trag­ten über­tra­gen.41

4 Die An­sprü­che der In­ha­be­rin­nen auf die ih­nen zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te blei­ben ge­gen­über der neu­en Be­auf­trag­ten oder dem BA­KOM er­hal­ten.

5 Die Be­auf­trag­te oder im Kon­kurs­fall die Kon­kurs­mas­se muss mit der neu­en Be­auf­trag­ten oder mit dem BA­KOM zu­sam­men­ar­bei­ten und ih­nen je­de tech­ni­sche und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Hil­fe und Un­ter­stüt­zung leis­ten, die zur Si­cher­stel­lung der Kon­ti­nui­tät und Si­cher­heit der über­tra­ge­nen Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te not­wen­dig ist. Sie hat An­spruch auf ei­ne auf dem Nutz­wert ih­rer Un­ter­stüt­zung ba­sie­ren­de Ent­schä­di­gung. Die Hö­he der Ent­schä­di­gung wird auf Ver­lan­gen vom BA­KOM fest­ge­setzt. Die Be­auf­trag­te oder die Kon­kurs­mas­se muss ins­be­son­de­re Fol­gen­des be­reit­stel­len:

a.
kos­ten­los ihr Tä­tig­keits­jour­nal nach Ar­ti­kel 13f so­wie al­le auf­ge­zeich­ne­ten Da­ten und In­for­ma­tio­nen be­tref­fend die In­ha­be­rin­nen der zu­ge­teil­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te oder be­tref­fend die Hand­lun­gen zur Ver­wal­tung die­ser Adres­sie­rungs­ele­men­te und ih­re, ins­be­son­de­re tech­ni­schen, Merk­ma­le;
b.
die für die Wei­ter­füh­rung der über­tra­ge­nen Auf­ga­be un­er­läss­li­che tech­ni­sche oder In­for­ma­tikin­fra­struk­tur.

6 Die Be­auf­trag­te oder im Kon­kurs­fall die Kon­kurs­mas­se wacht dar­über, dass den In­ha­be­rin­nen, de­nen sie Adres­sie­rungs­ele­men­te zu­ge­teilt hat, die Ein­stel­lung ih­rer Tä­tig­kei­ten und die Vor­ge­hens­wei­se für die Wah­rung ih­rer An­sprü­che be­kannt sind.

40 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

41 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 13l Personendaten  

1 Die Be­auf­trag­ten dür­fen die Per­so­nen­da­ten ih­rer Kun­din­nen und Kun­den be­ar­bei­ten, so­weit und so­lan­ge dies not­wen­dig ist für die über­tra­ge­ne Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te, für die Aus­übung ih­rer Auf­ga­ben und die Er­fül­lung ih­rer Ver­pflich­tun­gen, die in der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung und de­ren Aus­füh­rungs­­be­stim­mun­gen fest­ge­legt sind, so­wie für den Er­halt des für die ent­spre­chen­den Lei­s­tun­gen ge­schul­de­ten Ent­gelts.

2 Im Üb­ri­gen rich­ten sich die In­for­ma­ti­ons­be­ar­bei­tung durch die Be­auf­trag­ten und ih­re Be­auf­sich­ti­gung nach den für die Bun­des­or­ga­ne gel­ten­den Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 199242 über den Da­ten­schutz.

Art. 13m Technische und administrative Vorschriften  

1 Das BA­KOM kann den Be­auf­trag­ten vor­schrei­ben, Vor­schlä­ge für Num­me­rie­rungs­plä­ne oder für Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te zu ma­chen oder bei de­ren Aus­ar­bei­tung mit­zu­wir­ken.

2 Es legt die Num­me­rie­rungs­plä­ne fest und er­lässt die von den Be­auf­trag­ten vor­­ge­schla­ge­nen Vor­schrif­ten über die Ver­wal­tung der Adres­sie­rungs­ele­men­te. Es ver­öf­fent­licht sie.

2. Abschnitt: ...

Art. 14–14c43  

43 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14cbis44  

44 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 20071039). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14cter45  

45 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009 (AS 2009 5845). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14cquater46  

46 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 20071039). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14d–14f47  

47 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14fbis48  

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009 (AS 2009 5845). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 14g14i49  

49 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 20144173).

Art. 15  

Auf­ge­ho­ben

3. Abschnitt: Kurznummern für SMS- und MMS-Dienste50

50 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Febr. 2005 (AS 2005691).

Art. 15a Geltungsbereich  

1 Die Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts re­geln die Ver­wal­tung und Zu­tei­lung der für SMS- und MMS-In­halts­diens­te ver­wen­de­ten Adres­sie­rungs­ele­men­te (Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te).

2 Das BA­KOM kann Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu un­ter­ge­ord­ne­ten Adres­sie­rungs­ele­men­ten er­las­sen, ins­be­son­de­re über die im Zu­sam­men­hang mit den Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te ver­wen­de­ten Schlüs­sel­wör­ter.

Art. 15b Format  

Die Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te be­ste­hen aus drei bis fünf Zif­fern, wo­bei die ers­te Zif­fer ei­ne sol­che von 1 bis 9 sein muss.

2 Ent­spre­chen sie Kurz­num­mern ge­mä­ss Ar­ti­kel 31b, kön­nen sie de­ren For­mat an­neh­men und aus mehr als fünf Zif­fern be­ste­hen.51

51 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

Art. 15c Übertragung  

1 Die Ver­wal­tung und die Zu­tei­lung von Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te sind be­wil­li­gungs­pflich­tig. Das BA­KOM er­teilt auf Ge­such je­der Fern­mel­de­dienstan­bie­te­rin, die den Zu­gang zu sol­chen Diens­ten an­bie­ten will und Ge­währ für die Ein­hal­tung ih­rer Pflich­ten bie­tet, ei­ne Be­wil­li­gung.

2 Die Be­wil­li­gung wird für ei­ne un­be­fris­te­te Dau­er er­teilt.

3 Das BA­KOM pu­bli­ziert die Lis­te der An­bie­te­rin­nen, de­nen ei­ne Be­wil­li­gung er­teilt wur­de.

Art. 15d Pflichten 52  

1 In­ha­be­rin­nen ei­ner Be­wil­li­gung zur Ver­wal­tung und Zu­tei­lung von Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te ha­ben die fol­gen­den Pflich­ten:

a.
Auf­bau von Ver­wal­tungs- und Zu­tei­lungs­ver­fah­ren, die trans­pa­rent, nicht dis­kri­mi­nie­rend und mit den an­de­ren An­bie­te­rin­nen von Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te ko­or­di­niert sind;
b.
Samm­lung und Ak­tua­li­sie­rung der Da­ten über die In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber der von ih­nen zu­ge­teil­ten Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te;
c.
Si­cher­stel­lung ei­ner ef­fi­zi­en­ten Ver­wal­tung der Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te, na­ment­lich durch die Ein­rich­tung ei­nes Sys­tems für die Wie­der­ver­wen­dung von nicht oder nicht mehr ver­wen­de­ten Num­mern.

2 Sie de­fi­nie­ren die Kurz­num­mern­be­rei­che, die aus­sch­liess­lich der Be­reit­stel­lung von Diens­ten mit ero­ti­schen oder por­no­gra­fi­schen In­hal­ten vor­be­hal­ten sind, und stel­len si­cher, dass die­se Diens­te nur über Num­mern die­ser Be­rei­che an­ge­bo­ten wer­den.53

3 ...54

52 In Kraft seit 1. Okt. 2005.

53 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

54 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 15e Zuteilung 55  

1 Das BA­KOM kann die Zu­tei­lung von be­stimm­ten Kurz­num­mern­be­rei­chen vor­be­hal­ten oder ih­re Ver­wen­dung nur un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen be­wil­li­gen.

2 Die In­ha­be­rin­nen ei­ner Be­wil­li­gung tei­len die Kurz­num­mern für SMS- und MMS-Diens­te auf Ge­such in der Rei­hen­fol­ge der Ge­such­sein­gän­ge zu.

3 Sie ko­or­di­nie­ren die Zu­tei­lung un­ter­ein­an­der so, dass den Ge­such­stel­le­rin­nen von al­len An­bie­te­rin­nen die glei­che Num­mer zu­ge­teilt wer­den kann.

55 In Kraft seit 1. Okt. 2005.

Art. 15f Öffentlich zugängliche Angaben 56  

1 Die In­ha­be­rin­nen ei­ner Be­wil­li­gung müs­sen min­des­tens die fol­gen­den Da­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 15dAb­satz 1 Buch­sta­be b öf­fent­lich zu­gäng­lich ma­chen:

a.
Kurz­num­mer für SMS- und MMS-Diens­te;
b.
voll­stän­di­ger Na­me der In­ha­be­rin oder des In­ha­bers der be­tref­fen­den Kurz­num­mer;
c.
Adres­se des Wohn- oder Ge­schäfts­sit­zes der In­ha­be­rin oder des In­ha­bers;
d.
Kor­re­spon­denz­adres­se in der Schweiz, wenn die Adres­se der In­ha­be­rin oder des In­ha­bers nach Buch­sta­be c nicht in der Schweiz ist;
e.
bei Dienst­an­ge­bo­ten, wel­che vor­gän­gig an­ge­nom­men wer­den müs­sen und die Über­tra­gung von meh­re­ren In­for­ma­ti­ons­ein­hei­ten bein­hal­ten kön­nen («Pu­sh»-Diens­te), die Schlüs­sel­wör­ter zur De­ak­ti­vie­rung die­ser Diens­te.

2 Die­se Da­ten müs­sen durch Ab­ruf­ver­fah­ren zu­gäng­lich sein.

56 In Kraft seit 1. Okt. 2005.

2. Kapitel: Adressierungselemente des Nummerierungsplans E.164 57

57 Empfehlung der ITU-T. Sie kann bei der Internationalen Fernmelde­union, Place des Nations, 1211 Genève 20, bezogen werden; siehe auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

1. Abschnitt: Kennzahlen

Art. 16 Format  

Die Kenn­zah­len wer­den grund­sätz­lich aus zwei Zif­fern ge­bil­det, de­nen die Ver­kehrs­aus­schei­dungs­zif­fer 0 vor­an­ge­stellt ist (For­mat=0xx). Das BA­KOM kann sie durch Zu­satz­zif­fern er­wei­tern.

Art. 17 Zuteilung  

1 Das BA­KOM kann den An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten Kenn­zah­len zu­tei­len für:

a.
den Über­gang von ei­nem Fern­mel­de­netz auf ein an­de­res;
b.58
den Zu­gang zu Son­der­diens­ten;
c.
die Si­cher­stel­lung des in­ter­nen Netz­be­triebs durch die Dienstan­bie­te­rin;
d.59
Ver­bin­dungs­steue­rungs­adres­sen (rou­ting num­bers).

2 Die Kenn­zah­len wer­den nur zu­ge­teilt, wenn kei­ne an­de­ren Lö­sun­gen zur Er­rei­chung der in Ab­satz 1 er­wähn­ten Zie­le vor­han­den sind oder wenn die­se Lö­sun­gen für die An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten oder ih­re Kun­din­nen und Kun­den un­zu­mut­ba­re Kon­se­quen­zen hät­ten.60

58 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

59 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

60 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 18 Verwendung von Kennzahlen ohne formelle Zuteilung  

1 Das BA­KOM be­stimmt die Kenn­zah­len, wel­che die An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten oh­ne for­mel­le Zu­tei­lung ver­wen­den kön­nen oder müs­sen.61

2 ...62

3 Das BA­KOM er­lässt die not­wen­di­gen tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten.63

61 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001, in Kraft seit 15. Nov. 2001 (AS 2001 2726).

62 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

63 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

2. Abschnitt: Zuteilung von Nummern in Blöcken 6465

64 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243). Die Änd. wurde im ganzen Text vorgenommen.

65 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Febr. 2005 (AS 2005 691).

Art. 19 Nummernblöcke  

1Num­mern für Kun­din­nenundKun­den wer­den in Blö­cken von 10000 ein­zel­nen auf­ein­an­der fol­gen­den Num­mern zu­ge­teilt.66

2 ...67

66 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

67 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 22. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2005 (AS 2005 3385).

Art. 20 Primärzuteilung  

1 Das BA­KOM teilt je­der An­bie­te­rin, die in der Schweiz mit­tels Adres­sie­rungs­­ele­men­ten des Num­me­rie­rungs­plans E.164 Fern­mel­de­diens­te an­bie­ten will, einen Num­mern­block zu.

2 Es kann einen oder meh­re­re zu­sätz­li­che Num­mern­blö­cke der­sel­ben Ka­te­go­rie zu­tei­len, wenn:

a.
die An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten nach­weist, dass sie durch­schnitt­lich 50 Pro­zent oder mehr der von ihr ver­wal­te­ten Num­mern ih­ren Kun­din­nen und Kun­den68 zu­ge­teilt hat; oder
b.
wich­ti­ge tech­ni­sche oder wirt­schaft­li­che Grün­de dies recht­fer­ti­gen.

3 Das BA­KOM legt die Be­din­gun­gen der Zu­tei­lung fest.

68 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243). Die Änd. wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

Art. 21 Inhalt des Gesuchs  

Im Ge­such sind an­zu­ge­ben:

a.
die Art des Fern­mel­de­diens­tes, den die Ge­such­stel­le­rin an­bie­ten will;
b.
der Na­me, un­ter dem der Dienst an­ge­bo­ten wer­den wird und die Be­schrei­bung des An­ge­bots;
c.
das Da­tum der In­be­trieb­nah­me des Diens­tes;
d.
die geo­gra­phi­sche Aus­deh­nung des be­tref­fen­den Net­zes oder Diens­tes;
e.
die Pla­nung der Be­nut­zung der Num­mern über einen Zeit­raum von min­de­s­tens drei Jah­ren.
Art. 22 Informationspflicht  

1 Die In­ha­be­rin von Num­mern­blö­cken macht dem BA­KOM auf En­de je­des Ka­len­der­jah­res pro zu­ge­teil­ten Num­mern­block fol­gen­de An­ga­ben:

a.
An­zahl Num­mern, die ih­ren Kun­din­nen und Kun­den zu­ge­teilt sind;
b.
An­zahl Num­mern, die für ih­re ei­ge­nen Zwe­cke ge­nutzt wer­den;
c.
An­zahl Num­mern, die por­tiert wur­den;
d.
An­zahl Num­mern, die frei sind.

1bis Das BA­KOM kann wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den in Ab­satz 1 er­wähn­ten An­ga­ben ver­lan­gen.69

2 Die­se In­for­ma­tio­nen müs­sen auf den 20. No­vem­ber je­des Jah­res oder auf den letz­ten Ar­beits­tag vor die­sem Da­tum hin er­mit­telt wer­den.

69 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

Art. 23 Untergeordnete Zuteilungen  

1 Je­de In­ha­be­rin ei­nes Num­mern­blocks kann Num­mern dar­aus ih­rer­seits an re­gis­trier­te An­bie­te­rin­nen nach Ar­ti­kel 4 FMG zum Er­brin­gen von Fern­mel­de­diens­ten wei­ter zu­tei­len.70

2 Sie muss da­für sor­gen, dass die Emp­fän­ge­rin­nen der Num­mern:

a.
die ihr auf­er­leg­ten Be­din­gun­gen ein­hal­ten, wenn sie ih­rer­seits die Num­mern wei­ter zu­tei­len;
b.71
Num­mern nicht oh­ne ih­re Ein­wil­li­gung wei­te­ren An­bie­te­rin­nen zu­tei­len;
c.
ihr die in Ar­ti­kel 22 ver­lang­ten In­for­ma­tio­nen lie­fern.

3 ...72

70 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

71 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

72 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Fe­br. 2003 (AS 2003 397). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 23a Nummernblöcke mit portierten Nummern 73  

1 Ei­ne An­bie­te­rin kann auf einen Num­mern­block, aus dem Num­mern por­tiert sind, nur ver­zich­ten, wenn:

a.
ei­ne an­de­re An­bie­te­rin, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­tei­lung ei­nes Num­mern­blocks er­füllt, be­reit ist, sich die­sen so­fort neu zu­tei­len zu las­sen; oder
b.
sie die Art des Fern­mel­de­diens­tes, für die ihr der Num­mern­block zu­ge­teilt wur­de, nicht mehr an­bie­tet.

2 Er­lischt auf­grund ei­nes Wi­der­rufs oder ei­nes Ver­zichts nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b die Nut­zungs­be­rech­ti­gung an ei­nem Num­mern­block, aus dem Num­mern por­tiert sind, so kann das BA­KOM die­sen so­fort wie­der ei­ner An­bie­te­rin sei­ner Wahl zu­tei­len. Dies kann oh­ne de­ren Zu­stim­mung er­fol­gen. Zu­tei­lungs­kri­te­ri­um ist ins­be­son­de­re die An­zahl der aus die­sem Num­mern­block zu den ein­zel­nen An­bie­te­rin­nen por­tier­ten Num­mern.

3 ...74

73 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

74 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 23b Nutzungsüberwachung 75  

1 Teilt die In­ha­be­rin ei­nes Num­mern­blocks zur Er­brin­gung von mo­bi­len Fern­mel­de­diens­ten Num­mern dar­aus für Pre­paid-An­wen­dun­gen zu, so muss sie über­wa­chen, ob die­se Num­mern ge­nutzt wer­den.

2 Wer­den in­ner­halb von 24 Mo­na­ten kei­ne Ver­bin­dun­gen von und zu ei­ner sol­chen Num­mer her­ge­stellt, so muss sie die Num­mer aus­ser Be­trieb neh­men und spä­tes­tens zwölf Mo­na­te nach der Aus­ser­be­trieb­nah­me für die Zu­tei­lung an neue Kun­din­nen und Kun­den be­reit­stel­len.

75 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 23c Massnahmen des SECO bei UWG-Verletzung 76  

1 Hat das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (SE­CO) den be­grün­de­ten Ver­dacht, dass mit Hil­fe ei­ner Num­mer aus ei­nem Num­mern­block wie­der­holt ge­gen Ar­ti­kel 3 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. De­zem­ber 198677 ge­gen den un­lau­te­ren Wett­be­werb ver­stos­sen wur­de, so kann es die An­bie­te­rin, der das BA­KOM den Num­mern­block zu­ge­teilt hat, oder die An­bie­te­rin, zu der die Num­mer por­tiert wur­de, an­wei­sen:

a.
ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen auf die Num­mer um­ge­hend zu sper­ren;
b.
dem SE­CO die fol­gen­den An­ga­ben über die Num­mern­in­ha­be­rin oder den Num­mern­in­ha­ber mit­zu­tei­len:
1.
den Na­men oder die Fir­ma,
2.
die Wohn­adres­se oder das Rechts­do­mi­zil,
3.
bei ei­nem Sitz oder Wohn­sitz im Aus­land: ei­ne Schwei­zer Kor­re­spon­denz­adres­se;
c.
an­sch­lies­send die Sper­rung wie­der auf­zu­he­ben.

2 Teilt die An­bie­te­rin dem SE­CO die An­ga­ben um­ge­hend mit, so sperrt sie die Num­mer nicht.

76 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

77 SR 241

Art. 24 Widerruf  

Das BA­KOM kann die Zu­tei­lung von Num­mern­blö­cken wi­der­ru­fen, wenn über einen Zeit­raum von zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Ka­len­der­jah­ren we­ni­ger als 5 Pro­zent der zu­ge­teil­ten Num­mern von der Kund­schaft der Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin ver­wen­det wor­den sind.

2a. Abschnitt: Verwendung von Nummern ohne formelle Zuteilung 78

78 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Febr. 2005 (AS 2005 691).

Art. 24a ... 7980  

1 Das BA­KOM be­stimmt die Num­mern, die oh­ne for­mel­le Zu­tei­lung ge­nutzt wer­den kön­nen oder müs­sen, und er­lässt da­zu die tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten.

2 ...81

79 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

80 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

81 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

2b. Abschnitt:Zuteilung von Einzelnummern 82

82 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Febr. 2005 (AS 2005 691).

Art. 24b Allgemeine Bestimmungen 83  

1 ...84

2 Das BA­KOM be­stimmt die Num­mern­be­rei­che, aus de­nen Num­mern ein­zeln zu­ge­teilt wer­den, und legt die Nut­zung fest.

3 Es führt ei­ne Lis­te der ein­zeln zu­ge­teil­ten Num­mern. Im Wei­te­ren müs­sen die An­bie­te­rin­nen von Fern­mel­de­diens­ten über die In­for­ma­tio­nen ver­fü­gen, bei wel­cher An­bie­te­rin ei­ne zu­ge­teil­te Num­mer in Be­trieb steht und wel­che Mo­da­li­tä­ten für die zu­ge­hö­ri­gen Ver­bin­dun­gen zu be­ach­ten sind.85

4 Das BA­KOM er­lässt die not­wen­di­gen tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten.86

83 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000 (AS 2000 1093). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

84 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

85 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

86 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 24c Zuteilung 87  

1 Das BA­KOM teilt ju­ris­ti­schen und na­tür­li­chen Per­so­nen ei­ne oder meh­re­re Num­mern zu, wenn sie die­se für den da­für fest­ge­leg­ten Dienst nut­zen wol­len. Die Zu­tei­lungs­ge­su­che wer­den in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs be­han­delt.

2 ...88

2bis Die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber ei­ner zu­ge­teil­ten Ein­zel­num­mer hat si­cher­zu­stel­len, dass bei Be­trieb, Nut­zung oder Be­kannt­ga­be der Num­mer durch Drit­te das an­wend­ba­re Recht, ins­be­son­de­re die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung, die Vor­schrif­ten des BA­KOM und die Be­stim­mun­gen der Zu­tei­lungs­ver­fü­gung, ein­ge­hal­ten wird.89

3 Die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber ei­ner zu­ge­teil­ten Ein­zel­num­mer muss dem BA­KOM auf An­fra­ge be­kannt ge­ben, wel­che Dienst­leis­tun­gen zu ei­nem ge­ge­be­nen Zeit­punkt er­bracht wur­den.90

87 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001 (AS 2001 2726). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

88 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

89 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

90 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 24d Alphanumerische Bezeichnung 91  

1 Ge­such­stel­le­rin­nen und Ge­such­stel­ler kön­nen für die letz­ten sechs Zif­fern ei­ner be­an­trag­ten Num­mer ei­ne al­pha­nu­me­ri­sche Be­zeich­nung ge­mä­ss ITU-T Emp­feh­lung E.16192 mel­den. Sie müs­sen sel­ber si­cher­stel­len, dass sie die al­pha­nu­me­ri­sche Be­zeich­nung ei­ner Num­mer nut­zen dür­fen. Das BA­KOM über­prüft nicht, ob sie be­rech­tigt sind, die al­pha­nu­me­ri­sche Be­zeich­nung ei­ner Num­mer zu ver­wen­den. Die Be­hand­lung von Ver­let­zun­gen pri­va­ter Rech­te Drit­ter an ei­ner al­pha­nu­me­ri­schen Be­zeich­nung ei­ner Num­mer rich­tet sich nach den zi­vil­recht­li­chen Be­stim­mun­gen.

2 Die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber der Num­mer darf für die letz­ten sechs Zif­fern nur die bei de­ren Zu­tei­lung ge­mel­de­te al­pha­nu­me­ri­sche Be­zeich­nung nut­zen. Für die Be­kannt­ga­be der Num­mer kann sie oder er die­se Be­zeich­nung am En­de mit wei­te­ren al­pha­nu­me­ri­schen Zei­chen er­gän­zen. Die Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin­nen sind ver­pflich­tet, die er­gänz­ten Zei­chen beim Ver­bin­dungs­auf­bau zu igno­rie­ren.

91 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

92 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 24e Nutzungsbedingungen 93  

1 Mit Pro­gram­men des Typs Web-Dia­ler oder PC-Dia­ler oder mit ähn­li­chen Pro­gram­men dür­fen kei­ne Ver­bin­dun­gen zu 090x-Num­mern her­ge­stellt wer­den, um Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen in Rech­nung zu stel­len.94

2 ...95

2bis ...96

3 Das BA­KOM legt die wei­te­ren Be­din­gun­gen für die Nut­zung der ein­zeln zu­ge­teil­ten Num­mern fest und er­lässt ge­ge­be­nen­falls die not­wen­di­gen tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten.

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

94 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Aug. 2005 (AS 2005 3385).

95 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

96 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014 (AS20144173). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 24f In- und Ausserbetriebnahme 97  

1 Die Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin, bei der ei­ne ein­zeln zu­ge­teil­te Num­mer in Be­trieb ge­nom­men wird, muss dem BA­KOM das Da­tum der In­be­trieb­nah­me mel­den. Wird ei­ne ein­zeln zu­ge­teil­te Num­mer nicht spä­tes­tens 180 Ta­ge nach der Zu­tei­lung in Be­trieb ge­nom­men, so gilt dies als Ver­zicht auf die Zu­tei­lung und die Num­mer kann vom BA­KOM so­fort neu zu­ge­teilt wer­den. Auf be­grün­de­tes Ge­such hin kann das BA­KOM die­se Frist ver­län­gern.

2 Die Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin, bei der ei­ne ein­zeln zu­ge­teil­te Num­mer aus­ser Be­trieb ge­nom­men wird, muss dem BA­KOM das Da­tum der Aus­ser­be­trieb­nah­me mel­­den. Wird ei­ne ein­zeln zu­ge­teil­te Num­mer nicht in­ner­halb von 30 Ta­gen nach der Aus­ser­be­trieb­nah­me wie­der in Be­trieb ge­nom­men, so gilt dies als Ver­zicht auf die Zu­tei­lung und die Num­mer kann vom BA­KOM neu zu­ge­teilt wer­den. Die­se Be­stim­mung ist nicht an­wend­bar auf Aus­ser­be­trieb­nah­men nach Ar­ti­kel 11 Ab­satz 2.

97 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005 (AS 2005 691). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 24g98  

98 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005 (AS 2005 691). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 24h Sperrung durch die Fernmeldedienstanbieterinnen 99  

1 Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin­nen kön­nen den Zu­gang zu ein­zeln zu­ge­teil­ten Num­mern bei be­grün­de­tem Ver­dacht, dass die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber die­se in rechts­wid­ri­ger Wei­se oder zu ei­nem rechts­wid­ri­gen Zweck miss­braucht, bei zeit­li­cher Dring­lich­keit zur Ab­wehr ei­nes dro­hen­den, nicht leicht wie­der­gutz­u­ma­chen­den Nach­teils bis zum Ab­lauf von vier Werk­ta­gen sper­ren. Sie in­for­mie­ren un­ver­züg­lich das BA­KOM und be­grün­den da­bei die vor­ge­nom­me­ne Sper­rung. Das BA­KOM er­lässt die not­wen­di­gen tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten.

2 Die Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin­nen kön­nen auch den Zu­gang zu in­ter­na­tio­na­len Num­mern, die au­to­ma­tisch mit­tels PC- oder Web-Dia­ler ge­wählt wer­den, sper­ren. Sie müs­sen min­des­tens al­le 30 Ta­ge über­prü­fen, ob die Sper­rung noch ge­recht­fer­tigt ist.

99 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

Art. 24i Neuzuteilung 100  

Ein­zeln zu­ge­teil­te Num­mern kön­nen mit Zu­stim­mung der ge­gen­wär­ti­gen In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber so­fort an­de­ren In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern neu zu­ge­teilt wer­den.

100 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

3. Abschnitt: Kurznummern

Art. 25 Zuteilungsbedingungen  

1 Das BA­KOM kann für einen der in den Ar­ti­keln 28–32auf­ge­führ­ten Diens­te ei­ne Kurz­num­mer zu­tei­len, wenn der ent­spre­chen­de Dienst je­der­zeit in der ge­sam­ten Schweiz und in den drei Amtss­pra­chen zur Ver­fü­gung steht.101

2 Wol­len meh­re­re Dienstan­bie­te­rin­nen einen ähn­li­chen Dienst an­bie­ten, müs­sen sie die glei­che Kurz­num­mer ge­mein­sam nut­zen.

3 Das BA­KOM kann Aus­nah­men ge­wäh­ren, wenn die Be­din­gung der je­der­zei­ti­gen, lan­des­wei­ten Ver­füg­bar­keit oder die Ver­wen­dung der glei­chen Kurz­num­mer ei­ne un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Här­te dar­stel­len wür­de.

4 Es kann für die In­be­trieb­nah­me der Kurz­num­mer ei­ne Frist vor­se­hen. Die­se Frist wird in der Zu­tei­lungs­ver­fü­gung fest­ge­legt.102

101 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

102 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Fe­br. 2003, in Kraft seit 1. Fe­br. 2003 (AS 2003 397).

Art. 26 Format und technische Anforderungen  

Die Kurz­num­mern be­ste­hen grund­sätz­lich aus drei Zif­fern, von de­nen die ers­te ei­ne 1 ist (For­mat=1xx). Das BA­KOM kann sie um ei­ne oder zwei Zu­satz­zif­fern er­wei­tern.

Art. 27 Kommunikationsfähigkeit und Bereitstellung für die Kundinnen und Kunden 103  

1 Die Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin, mit de­ren Un­ter­stüt­zung die In­ha­be­rin der Kurz­num­mer ih­ren Dienst an­bie­tet, muss den üb­ri­gen Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin­nen die In­be­trieb­nah­me neu­er Kurz­num­mern min­des­tens 60 Ta­ge im Vor­aus mit­tei­len.

2 Die üb­ri­gen Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin­nen müs­sen ih­ren Kun­din­nen und Kun­den den Zu­gang zu den Kurz­num­mern spä­tes­tens auf den mit­ge­teil­ten Zeit­punkt der In­be­trieb­nah­me be­reit­stel­len.

103 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Fe­br. 2003, in Kraft seit 1. März 2003 (AS 2003 397).

Art. 28 Notrufdienste 104  

1 Für die fol­gen­den Not­ruf­diens­te ste­hen Kurz­num­mern zur Ver­fü­gung:

a
eu­ro­päi­sche Not­ruf­num­mer;
b.
Po­lizei­not­ruf;
c.
Feu­er­wehr­not­ruf;
d.
Sa­ni­täts­not­ruf;
e.
te­le­fo­ni­sche Hil­fe für Er­wach­se­ne;
f.
te­le­fo­ni­sche Hil­fe für Kin­der und Ju­gend­li­che;
g.
Ver­gif­tungs­not­ruf.

2 Die Not­ruf­diens­te sind von Or­ga­ni­sa­tio­nen zu be­trei­ben, die von den zu­stän­di­gen Be­hör­den an­er­kannt sind.

104 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 29 Luftrettungsdienste 105  

Das BA­KOM kann der Ge­such­stel­le­rin ei­ne Kurz­num­mer zu­tei­len, wenn die­se Dienst­leis­tun­gen von all­ge­mei­nem Nut­zen im Be­reich Luftret­tungs­diens­te an­bie­ten will, die das un­ver­züg­li­che Ein­grei­fen von Fach­leu­ten vor Ort er­for­dern.

105 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 30 Sicherheits-Informationsdienste  

1 Das BA­KOM kann der Ge­such­stel­le­rin ei­ne Kurz­num­mer zu­tei­len, wenn die­se In­for­ma­ti­ons­diens­te für die öf­fent­li­che Si­cher­heit an­bie­ten will, die die An­ru­fen­den bei kon­kre­ten Ge­fah­rensi­tua­tio­nen in­for­mie­ren oder be­ra­ten.106

2 Die Ge­such­stel­le­rin muss bei der Ein­ga­be ih­res Ge­suchs glaub­wür­dig dar­le­gen, dass ihr Dienst pro Jahr min­des­tens 1 Mil­li­on Ma­le an­ge­ru­fen wird.

3 Wird die er­for­der­li­che An­zahl An­ru­fe wäh­rend zwei­er auf­ein­an­der fol­gen­der Ka­len­der­jah­re nicht er­reicht, so kann die Kurz­num­mer wi­der­ru­fen wer­den.107

4 ...108

106 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

107 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

108 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 20144173).

Art. 31109  

109 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4775).

Art. 31a Auskunftsdienste über die Verzeichnisse 110  

1 Das BA­KOM kann der Ge­such­stel­le­rin ei­ne Kurz­num­mer zu­tei­len, wenn die­se Aus­kunfts­diens­te über die schwei­ze­ri­schen Kun­den­ver­zeich­nis­se des öf­fent­li­chen Te­le­fon­diens­tes an­bie­ten will.111

1bis Die zu­ge­teil­te Num­mer kann für die Be­reit­stel­lung von auf Aus­kunfts­diens­ten auf­bau­en­den Mehr­wert­diens­ten (ver­bun­de­ne Diens­te) ge­nutzt wer­den. Das BA­KOM legt die ge­neh­mig­ten ver­bun­de­nen Diens­te fest.112

2 Die Ge­such­stel­le­rin muss bei der Ein­ga­be ih­res Ge­suchs glaub­wür­dig dar­le­gen, dass ihr Dienst pro Jahr ei­ne An­zahl An­ru­fe ver­zeich­net, die min­des­tens 1 % der Ge­samt­zahl jähr­li­cher An­ru­fe auf die zur Er­brin­gung von Ver­zeich­nis­aus­kunfts­diens­ten zu­ge­teil­ten Kurz­num­mern ent­spricht.113

3 Wird die er­for­der­li­che An­zahl An­ru­fe wäh­rend zwei­er auf­ein­an­der fol­gen­der Ka­len­der­jah­re nicht er­reicht, so kann die Kurz­num­mer wi­der­ru­fen wer­den.114

3bis ...115

4 Das BA­KOM er­lässt die not­wen­di­gen ad­mi­nis­tra­ti­ven und tech­ni­schen Vor­schrif­ten.

110 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001, in Kraft seit 15. Nov. 2001 (AS 2001 2726).

111 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

112 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, in Kraft seit 1. April 2007 (AS 20071039).

113 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Fe­br. 2003, in Kraft seit 1. März 2003 (AS 2003 397).

115 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2007 (AS 20071039). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

Art. 31b Kurznummern für europäisch harmonisierte Dienste 116  

1 Das BA­KOM kann auf Ge­such ei­ne Kurz­num­mer zu­tei­len, wenn die Ge­such­stel­le­rin einen Dienst mit ei­ner von der CEPT an­er­kann­ten eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­ten Kurz­num­mer an­bie­ten will.

2 Die Ge­such­stel­le­rin muss in ei­ner Ver­ein­ba­rung mit den üb­ri­gen eu­ro­päi­schen Diens­ter­brin­gern nach­wei­sen, dass sie den eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­ten Dienst für die Schweiz er­brin­gen will.

3 Kurz­num­mern für eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­te Diens­te kön­nen in Be­zug auf die An­zahl Zif­fern vom For­mat nach Ar­ti­kel 26 ab­wei­chen.

3bis Ver­bin­dun­gen zu Kurz­num­mern für eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­te Diens­te von so­zi­alem Wert müs­sen für die An­ru­fen­den kos­ten­los sein.117

4 Das BA­KOM kann für Kurz­num­mern für eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­te Diens­te Nut­zungs­be­din­gun­gen er­las­sen.

116 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

117 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5845).

Art. 32 Verzeichnis und Vermittlungsdienst für Sehbehinderte und Personen mit eingeschränkter Mobilität 118  

Der Zu­gang zum Ver­zeich­nis und zum Ver­mitt­lungs­dienst für Seh­be­hin­der­te und Per­so­nen mit ein­ge­schränk­ter Mo­bi­li­tät im Sin­ne von Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 Buch­sta­be f der Ver­ord­nung vom 9. März 2007119 über Fern­mel­de­diens­te muss über Kurz­num­mern si­cher­ge­stellt sein.

118 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

119 SR 784.101.1

Art. 33 Freie Wahl der Anbieterin für nationale und internationale Verbindungen 120  

Das BA­KOM kann ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten auf Ge­such Kurz­num­mern für die freie Wahl der An­bie­te­rin für na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Ver­bin­dun­gen zu­tei­len.

120 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 34 Informationspflicht  

1 Die In­ha­be­rin­nen von Kurz­num­mern müs­sen dem BA­KOM auf En­de je­des Ka­len­der­jahrs die An­zahl An­ru­fe pro Jahr be­kannt ge­ben. Aus­ge­nom­men sind die In­ha­be­rin­nen von Kurz­num­mern für die freie Wahl der Dienstan­bie­te­rin nach Ar­ti­kel 33.121

2 Das BA­KOM kann von der An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten, mit de­ren Un­ter­stüt­zung die In­ha­be­rin der Kurz­num­mer ih­ren Dienst be­treibt, ver­lan­gen, die An­zahl An­ru­fe pro Jahr zu be­schei­ni­gen.

121 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

3. Kapitel: Adressierungselemente des Nummerierungsplans X.121 (DNIC)122

122 Empfehlung der ITU-T. Sie kann bei der Internationalen Fernmelde­union, Place des Nations, 1211 Genève 20, bezogen werden; siehe auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 35 Zuteilung  

1 Auf Ge­such123 teilt das BA­KOM der Ge­such­stel­le­rin einen Zehn­tel-DNIC zu, wenn die­se einen na­tio­na­len oder re­gio­na­len pa­ket­ver­mit­tel­ten Da­ten­über­tra­gungs­dienst an­bie­tet und die­ser Dienst nach der ITU-T-Emp­feh­lung X.753 mit den ent­spre­chen­den in­ter­na­tio­na­len Diens­ten ver­bun­den ist.

2 Das Ge­such muss die fol­gen­den An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
den Num­me­rie­rungs­plan des Da­ten­net­zes;
b.
den Ver­wen­dungs­zweck der Num­mern;
c.
die An­zahl der ef­fek­ti­ven und der vor­ge­se­he­nen Kun­din­nen und Kun­den;
d.
die ver­schie­de­nen an­ge­bo­te­nen Diens­te.

3 Die rest­li­chen neun Zehn­tel des DNIC sind für zu­künf­ti­ge Be­dürf­nis­se re­ser­viert, im Prin­zip für je­ne der In­ha­be­rin des ers­ten zu­ge­teil­ten Zehn­tel-DNIC.

4 Das BA­KOM kann einen DNIC ef­fek­tiv zwi­schen meh­re­ren In­ha­be­rin­nen auf­tei­len, so­bald 75 Pro­zent der für die Schweiz zu­ge­teil­ten DNIC be­legt sind.

5 Es be­ar­bei­tet die Ge­su­che für die Zu­tei­lung ei­nes Zehn­tel-DNIC in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs und so­lan­ge für die Schweiz zu­ge­teil­te DNIC vor­han­den sind.124

123 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243). Die Änd. wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

124 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

Art. 36 Neuzuteilung  

Je­der zu­ge­teil­te DNIC oder zu­ge­teil­te Zehn­tel-DNIC kann durch das BA­KOM un­ter Zu­stim­mung der ge­gen­wär­ti­gen In­ha­be­rin so­fort ei­ner an­dern In­ha­be­rin zu­ge­teilt wer­den.

4. Kapitel: Weitere Adressierungselemente 125

125 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 37 Zuteilung eines ADMD-Namens  

1 Das BA­KOM teilt der Ge­such­stel­le­rin den be­an­trag­ten ADMD-Na­men zu, so­fern die­ser Na­me noch kei­ner an­de­ren Fern­mel­de­dien­stan­bie­te­rin in der Schweiz zu­ge­teilt wur­de.

2 Es über­prüft nicht, ob die Ge­such­stel­le­rin be­rech­tigt ist, den be­an­trag­ten Na­men zu ver­wen­den.

3 Die In­ha­be­rin ei­nes ADMD-Na­mens muss vor dem An­schluss ei­nes PRMD über­prü­fen, ob die­ses vom BA­KOM zu­ge­teilt wur­de.

4 Sie muss dem BA­KOM bis spä­tes­tens auf En­de je­des Ka­len­der­jah­res die Lis­te mit den PRMD-Na­men über­ge­ben, die an ihr Sys­tem an­ge­schlos­sen sind.

Art. 38 Zuteilung eines PRMD-Namens  

1 Das BA­KOM teilt der Ge­such­stel­le­rin den be­an­trag­ten PRMD-Na­men zu, so­fern die­ser Na­me in der Schweiz noch nicht zu­ge­teilt wur­de.126

2 Es über­prüft nicht, ob die Ge­such­stel­le­rin be­rech­tigt ist, den be­an­trag­ten Na­men zu ver­wen­den.

126 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 39 Zuteilung eines RDN-Namens  

1 Das BA­KOM teilt der Ge­such­stel­le­rin den be­an­trag­ten RDN-Na­men zu, so­fern die­ser Na­me in der Schweiz noch nicht zu­ge­teilt wur­de.127

2 Es über­prüft nicht, ob die Ge­such­stel­le­rin be­rech­tigt ist, den be­an­trag­ten Na­men zu ver­wen­den.

3 Die In­ha­be­rin ei­nes RDN-Na­mens de­fi­niert die Struk­tur des ihm un­ter­ge­ord­ne­ten Teils des schwei­ze­ri­schen DIT.

4 Wenn sie ein First le­vel DSA be­trei­ben möch­te, ist sie ver­pflich­tet:

a.
die Ver­bin­dung zwi­schen dem First le­vel-DSA in der Schweiz und je­nen der an­dern Län­der si­cher­zu­stel­len;
b.128
die ihr zu die­sem Zweck von den Be­trei­be­rin­nen von First le­vel DSA oder Se­cond le­vel DSA über­ge­be­nen Ab­fra­ge- und Ant­wort­mel­dun­gen un­ver­än­dert zu über­tra­gen;
c.
ihr Sys­tem 24 Stun­den am Tag zu be­trei­ben;
d.
dies so zu tun, dass auf die zu den ak­tua­li­sier­ten Adres­sen der Be­trei­be­rin­nen von Se­cond le­vel DSA ge­hö­ren­den Da­ten je­der­zeit im «On­li­ne»-Mo­dus zu­ge­grif­fen wer­den kann.

127 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

128 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 40 Zuteilung von NSAP-Adressen  

1 Das BA­KOM kann ei­ner Ge­such­stel­le­rin ei­ne NS­AP-Adres­se nach dem For­mat ISO-DCC oder ISO-ICD zu­tei­len, wie sie in der ITU-T-Emp­feh­lung X.213129 ISO/IEC-Norm 8348130 de­fi­niert ist.

2 Grund­la­ge für die Zu­tei­lung von ISO-DCC NS­AP-Adres­sen bil­det die Schwei­zer Norm SN 074 020131.

3 Grund­la­gen für die Zu­tei­lung von ISO-ICD NS­AP-Adres­sen bil­den die tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­schrif­ten des BA­KOM.

129 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

130 Die­se Norm kann beim Zen­tral­se­kre­ta­ri­at der in­ter­na­tio­na­len Nor­mie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, 1, rue de Va­rem­bé, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den.

131 Der Text die­ser Norm kann ge­gen Be­zah­lung be­zo­gen wer­den bei der Schwei­ze­ri­schen Nor­men-Ver­ei­ni­gung (SNV), Sul­zer­al­lee 70, 8404Win­ter­thur; www.snv.ch.

Art. 41 Gebrauch und Weitervergabe von NSAP-Adressbereichen  

1 Die In­ha­be­rin ei­ner NS­AP-Adres­se kann in Über­ein­stim­mung mit den in­ter­na­tio­nal gel­ten­den Nor­men selbst das For­mat des frei­en Teils sei­nes Adres­sie­rungs­be­reichs de­fi­nie­ren; sie kann die­sen Teil Drit­ten zur Be­nut­zung oder Ver­wal­tung zur Ver­fü­gung stel­len.

2 Sie ist da­für ver­ant­wort­lich, dass die in ih­rem Adress­be­reich zu­ge­teil­ten NS­AP-Adres­sen ein­deu­tig sind.

3 Sie kann nur mit Sys­te­men kom­mu­ni­zie­ren, de­ren NS­AP-Adres­sen vor­schrifts­mäs­sig in­ner­halb der Hier­ar­chie von NS­AP-Adres­sen zu­ge­teilt wur­den, die in der ITU-T-Emp­feh­lung X.213132 ISO/IEC-Norm 8348133, An­hang A, er­wähnt ist.134

132 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den.

133 Die­se Norm kann beim Zen­tral­se­kre­ta­ri­at der In­ter­na­tio­na­len Nor­mie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, 1, rue de Va­rem­bé, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den.

134 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Fe­br. 1999 (AS 1999 378).

Art. 42 Zuteilung eines ICD  

1 Wer einen ICD-Co­de nach der ISO/IEC-Norm 6523135 be­nut­zen will, muss die­sen beim BA­KOM be­an­tra­gen.136

2 Er­füllt das Ge­such die er­for­der­li­chen Be­din­gun­gen, lei­tet es das BA­KOM an die für die Zu­tei­lung zu­stän­di­ge in­ter­na­tio­na­le Stel­le wei­ter.

135 Die­se Norm kann beim Zen­tral­se­kre­ta­ri­at der In­ter­na­tio­na­len Nor­mie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, 1, rue de Va­rem­bé, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den.

136 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Fe­br. 1999 (AS 1999 378).

Art. 43 Zuteilung eines Objektbezeichners  

1 Das BA­KOM teilt der Ge­such­stel­le­rin einen Ob­jekt­be­zeich­ner zu, der von den der Schweiz zu­ge­teil­ten Kno­ten ab­hängt, wenn:

a.
die­ser nach den in­ter­na­tio­na­len Nor­men be­nutzt wird;
b.
der Ge­such­stel­le­rin nicht be­reits ein an­de­rer Schwei­zer Ob­jekt­be­zeich­ner des glei­chen Typs zu­ge­teilt wor­den ist.137

2 Es de­fi­niert die Struk­tur der Ob­jekt­be­zeich­ner, die von den der Schweiz zu­ge­teil­ten Kno­ten ab­hän­gen.138

3 Die Grund­la­gen be­tref­fend die Zu­tei­lung von Ob­jekt­be­zeich­nern bil­den die ITU-T-Emp­feh­lung X.680139 ISO/IEC-Norm 8824140 und die Vor­schrif­ten des BA­KOM.141

137 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001, in Kraft seit 15. Nov. 2001 (AS 2001 2726).

138 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001, in Kraft seit 15. Nov. 2001 (AS 2001 2726).

139 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

140 Die­se Norm kann beim Zen­tral­se­kre­ta­ri­at der In­ter­na­tio­na­len Nor­mie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, 1, rue de Va­rem­bé, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den.

141 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

Art. 44 Zuteilung einer IIN  

1 Wer einen IIN-Co­de nach der ITU-T-Emp­feh­lung E.118142 be­nut­zen will, muss die­sen beim BA­KOM be­an­tra­gen.143

2 Er­füllt das Ge­such die er­for­der­li­chen Be­din­gun­gen, so lei­tet es das BA­KOM an die für die Zu­tei­lung zu­stän­di­ge in­ter­na­tio­na­le Stel­le wei­ter.

142 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

143 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Fe­br. 1999 (AS 1999 378).

Art. 45 Zuteilung eines ISPC 144  

1 Auf Ge­such teilt das BA­KOM ei­ner An­bie­te­rin ei­nes in­ter­na­tio­na­len öf­fent­li­chen Fern­mel­de­diens­tes, der sei­ner­seits mit an­dern gleich­wer­ti­gen in­ter­na­tio­na­len Diens­ten ver­bun­den ist, einen ISPC zu.

1bis Es kann der Be­trei­be­rin ei­nes pri­va­ten GSM-R-Fun­knet­zes einen ISPC zu­tei­len, wenn die­se kei­nen in­ter­na­tio­na­len öf­fent­li­chen Fern­mel­de­dienst an­bie­tet.145

2 Es be­ar­bei­tet die Ge­su­che für die Zu­tei­lung ei­nes ISPC in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs und so­lan­ge für die Schweiz zu­ge­teil­te ISPC vor­han­den sind.

3 Die Zu­tei­lung er­folgt nach der ITU-T-Emp­feh­lung Q.708146.

144 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Fe­br. 1999 (AS 1999 378).

145 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005, in Kraft seit 1. Fe­br. 2005 (AS 2005 691).

146 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 46 Zuteilung eines NSPC  

1 Das BA­KOM ver­wal­tet und teilt die na­tio­na­len Si­gna­li­sie­rungs­punkt-Co­des des Zwi­schen­net­zes (NI=11) zu.

2 Die Be­trei­be­rin ei­ner Fern­mel­de­an­la­ge ver­wal­tet die Si­gna­li­sie­rungs­punkt-Co­des ih­res ei­ge­nen Net­zes (NI=10) nach der ITU-T-Emp­feh­lung Q.705147.

147 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 47 Zuteilung eines MNC 148  

1 Auf Ge­such teilt das BA­KOM ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten einen Mo­bi­le Net­work Co­de (MNC) nach der ITU-T-Emp­feh­lung E.212149 zu, so­fern die An­bie­te­rin:

a.
über ei­ne Funk­kon­zes­si­on für GSM, UMTS, LTE oder ei­ne ver­gleich­ba­re Mo­bil­funk­tech­nik ver­fügt; oder
b.
mit ei­ner In­ha­be­rin ei­ner Funk­kon­zes­si­on nach Buch­sta­be a ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Nut­zung von de­ren schwei­ze­ri­schem Mo­bil­fun­knetz (na­tio­na­les Ro­aming) ab­ge­schlos­sen hat.150

1bis Das BA­KOM kann der Be­trei­be­rin ei­nes Fern­mel­de­net­zes einen MNC zu­tei­len, wenn dies bei der Zu­sam­men­schal­tung mit in- oder aus­län­di­schen An­bie­te­rin­nen für die Iden­ti­fi­ka­ti­on des Net­zes nö­tig ist.151

2 Es kann ei­ner Be­trei­be­rin ei­nes pri­va­ten Fun­knet­zes GSM-R einen MNC zu­tei­len, wenn die­se kei­ne Fern­mel­de­diens­te an­bie­tet.152

2bis Es kann ei­nem Or­gan nach Ar­ti­kel 47 Ab­satz 1 FMG zur Er­fül­lung sei­ner Auf­ga­ben im Rah­men der Si­cher­heits­kom­mu­ni­ka­ti­on einen MNC zu­tei­len; wer­den für die­se Auf­ga­ben meh­re­re Teil­net­ze auf­ge­baut, so ist der MNC für die­se ge­mein­sam zu nut­zen.153

3 Es be­ar­bei­tet die Ge­su­che um Zu­tei­lung ei­nes MNC in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs und so­lan­ge für die Schweiz zu­ge­teil­te MNC vor­han­den sind.154

148 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Fe­br. 1999 (AS 1999 378).

149 Die­se Emp­feh­lung kann im In­ter­net bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on gra­tis ab­ge­ru­fen wer­den un­ter www.itu.int oder bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20 gra­tis be­zo­gen wer­den.

150 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 20144173).

151 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS20144173).

152 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4775).

153 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

154 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4775).

Art. 47a155  

155 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998 (AS 1999 378). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 47b Zuteilung eines T-MNC für die PMR/PAMR-Funknetze 156  

1 Auf Ge­such teilt das BA­KOM ei­ner An­bie­te­rin von Fern­mel­de­diens­ten einen Te­tra Mo­bi­le Net­work Co­de nach der ETS-Norm 300 392-1 des ET­SI157 zu.

2 Es be­ar­bei­tet die Ge­su­che für die Zu­tei­lung ei­nes T-MNC in der Rei­hen­fol­ge ih­res Ein­gangs und so­lan­ge für die Schweiz zu­ge­teil­te T-MNC vor­han­den sind.

156 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2001, in Kraft seit 15. Nov. 2001 (AS 2001 2726).

157 Die­se Norm kann beim Eu­ro­päi­schen In­sti­tut für Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­nor­men, 650, rou­te des Lu­cio­les, 06921 So­phia An­ti­po­lis, Frank­reich, be­zo­gen wer­den.

Art. 47c Zuteilung von Rufzeichen für die Übertragung von Daten auf den Frequenzen des Jedermannsfunks 158  

Auf Ge­such teilt das BA­KOM ein Ruf­zei­chen nach An­hang 42 des Ra­dio­re­gle­ments vom 17. No­vem­ber 1995159 für die Über­tra­gung von Da­ten auf den Fre­quen­zen des Je­der­manns­funks zu, wie es das Da­ten­funk-Pro­to­koll (Packet Ra­dio) ver­langt.

158 Ein­ge­fügt durch Ziff. 1 der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6581).

159 SR 0.784.403.1

Art. 47d Zuteilung von Rufzeichen und Kennungen für den Hochsee- und Rheinfunk 160  

Auf Ge­such teilt das BA­KOM ein Ruf­zei­chen und Ken­nun­gen für die Be­nut­zung von Funk­an­la­gen nach Ar­ti­kel 36 Ab­sät­ze 1 und 2 der Ver­ord­nung vom 18. No­vem­ber 2020161 über die Nut­zung des Funk­fre­quenz­spek­trums (VNF) auf Hoch­see- und Rhein­schif­fen zu.

160 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

161 SR 784.102.1

Art. 47e Zuteilung von Rufzeichen für den Flugfunk 162  

Auf Ge­such teilt das BA­KOM ein Ruf­zei­chen für die Be­nut­zung von Funk­an­la­gen nach Ar­ti­kel 36 Ab­satz 3 VNF163 zur Teil­nah­me am Flug­funk zu.

162 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

163 SR 784.102.1

Art. 47f Zuteilung von Rufzeichen für den Amateurfunk 164  

1 Auf Ge­such teilt das BA­KOM na­tür­li­chen Per­so­nen und Ama­teur­funk­ver­ei­nen ein Ruf­zei­chen nach Ar­ti­kel 19 und An­hang 42 des Ra­dio­re­gle­ments vom 17. No­vem­ber 1995165 und Ar­ti­kel 44 VNF166 zur Teil­nah­me am Ama­teur­funk­dienst zu.

2 Na­tür­li­che Per­so­nen, die beim BA­KOM ein Ama­teur­fun­k­ruf­zei­chen be­an­tra­gen, müs­sen ei­nes der fol­gen­den Fä­hig­keits­zeug­nis­se be­sit­zen:

a.
Fä­hig­keits­zeug­nis für den Ama­teur­funk;
b.
Ra­dio­te­le­gra­fis­ten­aus­weis;
c.
Ra­dio­te­le­fo­nis­ten­aus­weis für den Ama­teur­funk;
d.
Ein­stei­ge­raus­weis für Funkama­teu­rin­nen und Funkama­teu­re.

3Das BA­KOM kann Ama­teur­funk­ver­ei­nen auf Ge­such hin für höchs­tens ein Jahr ein Spe­zi­al­ruf­zei­chen er­tei­len.

164 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

165 SR 0.784.403.1

166 SR 784.102.1

Art. 48 Zuteilung eines Hersteller-Codes  

Auf Ge­such teilt das BA­KOM einen Her­stel­ler-Co­de nach der ITU-T-Emp­feh­lung T.35167 zu.

167 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve 20, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 49 Zuteilung eines Unternehmer-Codes 168  

1 Wer einen Un­ter­neh­mer-Co­de nach der ITU-T Emp­feh­lung M.1400169 be­nut­zen will, muss die­sen beim BA­KOM be­an­tra­gen.

2 Er­füllt das Ge­such die er­for­der­li­chen Be­din­gun­gen, lei­tet es das BA­KOM an die für die Zu­tei­lung zu­stän­di­ge in­ter­na­tio­na­le Stel­le wei­ter.

168 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 2000, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1093).

169 Die­se Emp­feh­lung kann bei der In­ter­na­tio­na­len Fern­mel­deuni­on, Place des Na­ti­ons, 1211 Genè­ve, be­zo­gen wer­den; sie­he auch: www.itu.int/rec/T-REC-E/en

Art. 50 Neuzuteilung  

Je­des zu­ge­teil­te Adres­sie­rungs­ele­ment kann vom BA­KOM un­ter Zu­stim­mung der bis­he­ri­gen In­ha­be­rin so­fort ei­ner neu­en In­ha­be­rin zu­ge­teilt wer­den.

Art. 51 Meldepflicht  

1 Die In­ha­be­rin muss dem BA­KOM un­ver­züg­lich mel­den, wenn sie ein ihr zu­ge­teil­tes Adres­sie­rungs­ele­ment nicht mehr be­nutzt.

2 Sie teilt dem BA­KOM fer­ner al­le Ver­än­de­run­gen der An­ga­ben mit, die für die Zu­tei­lung aus­schlag­ge­bend wa­ren.

5. Kapitel: Schlussbestimmungen

1. Abschnitt: Vollzug

Art. 52  

1 Das BA­KOM er­lässt die not­wen­di­gen ad­mi­nis­tra­ti­ven und tech­ni­schen Vor­schrif­ten und be­stimmt, wel­che Ver­si­on der in die­ser Ver­ord­nung zi­tier­ten in­ter­na­tio­na­len Nor­men und Emp­feh­lun­gen für die Schweiz gilt.

2 Es kann in­ter­na­tio­na­le Ver­ein­ba­run­gen tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven In­halts, die in den An­wen­dungs­be­reich die­ser Ver­ord­nung fal­len, ab­sch­lies­sen.

3 ...170

170 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

2. Abschnitt: Übergangsbestimmungen

Art. 53171  

171 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 54 Kurznummern 172  

1 Die Num­mern 1600, 161, 162 und 164 kön­nen so lan­ge in Be­trieb blei­ben, bis die In­ha­be­rin­nen auf den Be­trieb ver­zich­ten, längs­tens je­doch bis zum 31. De­zem­ber 2022. Sie dür­fen nur ent­spre­chend der Zu­tei­lungs­ver­fü­gung ver­wen­det wer­den. Wird in­ner­halb ei­nes Ka­len­der­jah­res die Zahl von 500 000 An­ru­fen nicht er­reicht, so kann die be­tref­fen­de Num­mer wi­der­ru­fen wer­den. Die Num­mern dür­fen we­der über­nom­men noch auf an­de­re In­ha­be­rin­nen über­tra­gen wer­den.

2Pan­nen­diens­te, die In­ha­be­rin­nen der Num­mer 140 sind, müs­sen den Be­trieb die­ser Num­mer bis zum 31. De­zem­ber 2025 ein­stel­len. Sie in­for­mie­ren die An­ru­fen­den über die be­ab­sich­tig­te Aus­ser­be­trieb­nah­me, dür­fen ih­nen aber kei­ne Er­satz­num­mer be­kannt­ge­ben.173

172 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Dez. 2015 (AS 2015 4051).

173 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

Art. 54a174  

174 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 2000 (AS 2000 1093). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 55 und 56175  

175 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 56a176  

176 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Dez. 2001 (AS 2002273). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

Art. 56b und 56c177  

177 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 19. Jan. 2005 (AS 2005 691). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2007, mit Wir­kung seit 1. April 2007 (AS 20071039).

3. Abschnitt: Inkrafttreten

Art. 57  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 1998 in Kraft.

Anhang 178

178 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 19. Febr. 2003 (AS 2003 397). Bereinigt durch Ziff. II der V vom 5. Dez. 2003 (AS 2003 4775), vom 19. Jan. 2005 (AS 2005 691) vom 4. Nov. 2009 (AS 2009 5845) vom 5. Nov. 2014 (AS 20144173) und Ziff. II der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 20206243).

(Art. 1)

Begriffe und Abkürzungen

ADMD (Administration Management Domain). ADMD-Namen: Namen der Anbieterinnen von X.400a /ISO 10021b-Mitteilungsdiensten.

Ausser Betrieb: Bei einzeln zugeteilten Nummern bedeutet diese Bezeichnung, dass die Nummer im schweizerischen Fernmeldenetz nicht implementiert ist.

CEPT (Conférence européenne des administrations des postes et des télécommu­nications): Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommuni­kation.

DCC (Data Country Code): Bezeichnung des Formats einer NSAP-Adresse für nationale OSI-Netzwerke.

DIT (Directory Information Tree): Gesamtstruktur des globalen Verzeichnisses nach der ITU-T-Empfehlung X.500a und der ISO-Norm 9594b.

DNIC (Data Network Identification Code): Code zur Identifikation eines Daten­übermittlungsnetzes nach ITU-T-Empfehlung X.121a.

DSA (Directory System Agent)

First level DSA: Verzeichnis-System, das den Eintritt in das globale Verzeich­nis nach ITU-T-Empfehlung X.500a und ISO/IEC-Norm 9594b ermöglicht.
Second level DSA:Verzeichnis-Systeme, die dem First level DSA hierar­chisch untergeordnet sind.

ETSI (European Telecommunications Standard Institute): Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen.

GSM-R (Global System for Mobile Communication Railway): Auf der GSM-Norm basierendes privates Mobilfunksystem für Eisenbahnunternehmen.

Herstellercode (code de prestataire, ...): Code, der von den Kontrollverfahren der Telefax-Geräte der Gruppe 3 (keine normalisierten Mittel) verwendet wird und dessen Struktur in der ITU-T-Empfehlung T.35a spezifiziert ist.

ICD (International Code Designator): Bezeichnung des Formats einer NSAP-Adresse für multinationale OSI-Netzwerke.

IEC (International Electrotechnical Commission): Name der internationalen elekt­rotechnischen Kommission.

IIN (Issuer Identifier Number): Identifikationsnummer für Aussteller von internatio­nalen Fernmelde-Kreditkarten gemäss ITU-T-Empfehlung E.118a und ISO-Norm 7812–2b.

In Betrieb: Bei einzeln zugeteilten Nummern bedeutet diese Bezeichnung, dass die Nummer im schweizerischen Fernmeldenetz ständig oder zeitweilig eingeschaltet ist.

ISO (International Organisation for Standardization): Name der internationalen Nor­mierungsorganisation.

ISPC (International Signalling Point Code): Code für den internationalen Signalisie­rungspunkt nach der ITU-T-Empfehlung Q.708a.

ITU-T: Normierungsbereich der ITU (Internationale Fernmeldeunion).

MMS (Multimedia Messaging Service): Dienst, der den Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, im Allgemeinen mittels eines Mobilfunk-Endgeräts Nachrichten auszutau­schen, die Text, Bild und Ton enthalten können.

MNC (Mobile Network Code): Identifikationscode für ein öffentliches, terrestrisches Mobiltelefonienetz nach der ITU-T-Empfehlung E.212a.

NI (Network Indicator): Netzkennzeichnungsnummer zur Unterscheidung der ver­schiedenen Signalisierungsnetze.

NSAP (Network Service Access Point). NSAP-Adresse: Information, die der Iden­tifizierung eines OSI-Netzwerk-Zugangspunktes dient.

NSPC (National Signalling Point Code): Code für den nationalen Signalisierungs­punkt.

Objektbezeichner (identificateur d’objet, ...): Numerischer Wert, der die genaue Identifikation eines Informationselements im Rahmen eines Kommunikationspro­zesses erlaubt.

OSI (Open Systems Interconnection): Gesamtheit von Normen und Modell für die Interkonnektion von offenen Systemen.

PAMR (Public Access Mobile Radio): Öffentliches Mobilfunksystem, wie TETRA (Terrestrial Trunked Radio), das einer vom ETSI festgelegten Norm entspricht.

PMR (Private Mobile Radio): Privates Mobilfunksystem.

PRMD (Private Management Domain). PRMD-Namen: Namen der Betreiber von privaten X.400a/ISO 10021b-Mitteilungssystemen.

RDN (Relative Distinguished Name). RDN-Namen: Namen der Verzeichnisein­träge, deren Eindeutigkeit sich auf einen bestimmten Eintrag bezieht und die Bestandteil eines Verzeichnisnamens (Directory name) bilden.

SMS (Short Message Service): Dienst, der den Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, im Allgemeinen mittels eines Mobilfunk-Endgeräts Kurztexte auszutauschen.

T-MNC (Tetra Mobile Network Code): Identifikationscode für ein PMR/PAMR-Funknetz nach der ETS-Norm 300 392-1 des ETSI.

Zwischennetz (réseau intermédiaire, ...): Netz für die Entkopplung von Signalisie­rungsnetzen SS7 (Signalling System Number 7) nach den ITU-T-Empfehlungen der Reihe Q.700a.

a
Diese Empfehlung kann bei der Internationalen Fernmeldeunion, Place des Nations, 1211 Genève 20, bezogen werden.
b
Diese Norm kann beim Zentralsekretariat der internationalen Normierungsorganisation, 1, rue Varembé, 1211 Genève bezogen werden

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